Andrej Hunko: „Wir müssen uns auf eine unruhige Zeit einstellen.“

Wir müssen „den Gürtel enger schnallen“, so wird es uns vorgebetet. Und während die sogenannte „Energiewende“ krachend Deutschlands Wirtschaft in die Knie zwingt, frohlocken deutsche Politiker, trotz Putins „Imperialismus“ gehe es schon bald wieder allen richtig gut. Das ist in so vielerlei Hinsicht falsch, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

Andrej Hunko (die LINKE) ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2010 Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Seit 2015 ist er dort stellvertretender Vorsitzender der Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken. Hunko hat sich die Zeit genommen, gleich zweimal mit uns zu sprechen. Hier folgt der erste Teil des Gesprächs.

Im demnächst erscheinenden zweiten Teil machen wir eine „Geopolitische Weltreise“.

Inhalt:

00:30 Andrej Hunko, Politiker der internationalen Politik
01:30 Beschlossen: Wirtschaft am Abgrund
05:30 Politiker und Anschlussverwendung
06:00 Die Stimmung in der Bevölkerung
10:30 Vorbereitung auf den Krieg?
13:30 Scholz, der „Zauderer“?
18:00 Die AfD, die Bevölkerung und die multipolare Weltordnung
21:30 Gesinnungsethischer Furor
23:00 Russophobie in Deutschland
25:00 Positive Anstrengungen

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Tom J. Wellbrock

Tom J. Wellbrock ist Journalist, Autor, Sprecher, Radiomoderator und Podcaster. Er führte unter anderem für den »wohlstandsneurotiker«, dem Podcast der neulandrebellen, Interviews mit Daniele Ganser, Lisa Fitz, Ulrike Guérot, Gunnar Kaiser, Dirk Pohlmann, Jens Berger, Christoph Sieber, Norbert Häring, Norbert Blüm, Paul Schreyer, Alexander Unzicker und vielen anderen. Zusätzlich veröffentlicht er Texte auf verschiedenen Plattformen und ist für unsere Podcasts der »Technik-Nerd«.

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Defi Brillator
Defi Brillator
9 Monate zuvor

Lasst die Industrie doch ziehen. Ist eh ein Fass ohne Boden geworden. Dafür, dass die komplette, schnarchnasige und piefige Bananenrepublik Deutschland es weder in den 70ern, noch in den 80ern gebacken bekommen hat, die Weichen richtig zu stellen und das wider besseres Wissen, ist noch zu wenig Blut geflossen.

Das ganze Konzernding gehört runtergewrackt bis zur Mittelschichtsebene.

Selbst die lustigen Kleingärtner stehen noch nahezu komplett auf Glyphosat, wie der Junkie auf Heroin. Kommt ja auch aus demselben Hause. Hihi. Da müssen wir doch mal Geld hinterherschmeißen.

Ist Opel noch deutsch?

Bei Intel oder AMD geht man davon aus. 10 Milliarden mit Plus dafür, dass knapp 3000 Leute irgendwo im nirgendwo arbeiten „dürfen“, die ggf. erst eingeflogen werden müssen.

Gäbe man den Arbeitern anstelle ein Bürgergeld von je 3 Millionen Tacken und würde schauen, was passiert, selbst dann hätte der Staat gespart und wenn davon einer ein Theater aufmacht, der andere ne Currywurstbude, der nächste eine Pension oder einen Bauernhof und selbst die nicht mal ein Prozent, die das Geld einfach sinnlos verprassen, wären ein Gewinn für die Gesellschaft.

Denn das Geld wäre weitestgehend im Fluß und käme in den Gemeinden an.

Verdient VW mehr mit dem ID 5, 6, 7,dem Golf 4098 oder mit der VW-Bsnk? Ist das bei anderen Industrien oder Marken besser bestellt?

Was sagt eigentlich Heidelberg Zement dazu?

Was Fabio de Masi?

Mordred
Mordred
Reply to  Defi Brillator
9 Monate zuvor

Das ganze Konzernding gehört runtergewrackt bis zur Mittelschichtsebene.

Bin ich voll dabei. Die zahlen ja eh kaum Steuern.

Wütender Bürger
9 Monate zuvor

Hey! Ihr könnt doch nicht einfach einen linken Politik interviewen! Noch dazu auf YouTube! Als Ergebnis ist nämlich jetzt Euer Kanal nicht mehr aufrufbar! 😁

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Wütender Bürger
9 Monate zuvor

@Wütender Bürger

Habe ich auch verwundert festgestellt, aber über Opera funktioniert es.
Es könnte also an Firefox liegen. Der Fuchs brennt womöglich rechts. 😉

Wütender Bürger
Reply to  Robbespiere
9 Monate zuvor

Ne, da brannte kein Fuchs. Als ich das schrieb, hatte ich es zuvor mit drei verschiedenen Browsern probiert. Keiner konnte die Seite lassen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Wütender Bürger
9 Monate zuvor

@Wütender Bürger

Also, Stand Heute, funktioniert wieder Alles wie gehabt.
Ob sich da Heiko Maas probeweise auf die Neulandrebellen eingeschossen hat? 😉

flurdab
flurdab
Reply to  Tom J. Wellbrock
9 Monate zuvor

Ihr braucht Geld?
Sagt das nicht so laut, nachher werden die falschen Geldgeber abgelockt.
„Euch geht es gut, ihr seid finanziell völlig autark.
Ihr werdet die Seite noch betreiben wenn ihr auf Bürgergeld fallt“.
Ich habe ja nur Hartz 5. Das heißt so exotische Hobbies wie euch kann ich mir gar nicht leisten,
Demokratie und so….

Wütender Bürger
Reply to  Tom J. Wellbrock
9 Monate zuvor

Wenn Du demnächst mit einer teuren Uhr am Arm, dicker Zigarre und einem mit Diamanten besetzten Mikrofon zu sehen bist, werde ich mir überlegen, auch einen yt-Kanal aufzumachen…

Wütender Bürger
Reply to  Robbespiere
9 Monate zuvor

Der Maas ist doch gar nicht mehr maß-gebend…

aquadraht
aquadraht
Reply to  Wütender Bürger
9 Monate zuvor

Die Zensurmethoden der Internetkonzerne sind vielfältig. Derzeit wird die org-Domain „gesäubert“, entgegen den angeblich etablierten ICANN-Regeln. Southfront und StrategicCulture sind unter den Opfern (Southfront als southfront.press wieder erreichbar).

Probier mehrere Browser, Opera, Yandex etc., wechsel den Nameserver. Am besten verabschiede Dich von Youtube und anderen Mafiaprodukten.

Andre
Andre
9 Monate zuvor

Ein Berater zum Thema Humankapital hat den Vorschlag gemacht, dass Angestellte in einem Unternehmen vom Staat wie echtes Kapital behandelt werden sollten und damit in die Bilanz mit eingerechnet werden. Je mehr Berufserfahrung jemand hat desto mehr Kapital soll er Wert sein. So soll jemand, der zb 20 Jahre Berufserfahrung von Unternehmen schon mit 100 Tausend Euro als Eigenkapital veranschlagt werden dürfen. Dies hätte den Effekt, dass je älter ein Arbeitnehmer wird er für ein Unternehmen immer wertvoller wird, da das Eigenkapital der Unternehmen stiege, je mehr ältere Menschen beschäftigt würden oder je mehr Menschen allgemein von einem Unternehmen beschäftigt würden. Diese Idee fände ich persönlich einen interessanten Schritt, den Menschen als wertvolle Anlage in einem Unternehmen zu betrachten, in die es sich zu investieren lohnt. Es ist schon komisch, dass der Staat Gegenstände und Geld als wertvolles Kapital ansieht, aber diejenigen, die eigentlich erst diese toten Dinge in der Realität herstellen und erwirtschaften nicht, sondern als reinen Kostenfaktor.

Andre
Andre
Reply to  Andre
9 Monate zuvor

Dazu gibt es noch die interessante Idee, dass alles, was arbeitet in die Sozialversicherung einzuzahlen und Steuern zu entrichten hat. Also nicht nur Menschen sondern auch Maschinen sowie Software, die Tätigkeiten wie der Mensch erledigen und diese ergänzen bzw teilweise sogar ganz ersetzen und damit menschliche Arbeitskraft überflüssig machen, die normalerweise ohne diese Systeme notwendig wären und in die Sozialversicherung einzahlen sowie Steuern erwirtschaften würden. So könnten wir einerseits menschliche Arbeitskraft da ersetzen, wo diese nur noch stupide, monotone Arbeit verrichten müssten ohne dass dies zu Problemen in der Volkswirtschaft führen würde und diese dann in sozialen Dingen einsetzen.

Mordred
Mordred
Reply to  Andre
9 Monate zuvor

Maschinen sind aber keine Lohnempfänger. Und von diesem wird ja prozentual die Sozialverischerung und auch die Lohnsteuer bezahlt.
Man könnte stattdessen einfach im jetzigen System die bereits vorhandenen Schrauben besser einstellen…Maschinen kommen ja grundsätzlich zum Einsatz („Kapital“ statt „Arbeit“) um mehr Umsatz/Gewinn bzw. geringere Kosten zu generieren. Daraus könnten ja die noch vorhandenen Arbeiter besser bezahlt werden und der Unternehmer höhere Steuern zahlen.

Mordred
Mordred
Reply to  Andre
9 Monate zuvor

Der Vorschlag ist ziemlich schräg.
Mensch wäre in einer Bilanz dann ja als Anlagevermögen zu verbuchen. Dass ne Anlage über die Jahre an Wert gewinnt („Zuschreibung“) könnte ja noch funzen. Aber ne Anlage kann der Unternehmer bspw. jederzeit veräußern….

Andre
Andre
Reply to  Mordred
9 Monate zuvor

Stimmt, die Abschaffung von Sklaven war lange Zeit auch eine ziemlich schräge Idee. Sklaven statt dessen zu bezahlen? Was für ein Schwachsinn, die arbeiten doch nie für Geld, so lange Zeit die Argumentation der Sklavenhalter. Nach der Abspaltung der Sklaverei sind die USA dann tatsächlich vollständig zusammengebrochen, wie von den Sklavenhaltern vorausgesagt 😉 Wir sollten aufhören in den Grenzen der von uns selbst definierten Dinge zu denken, nur so entsteht Fortschritt. Was Kapital ist und was nicht ist kein Naturgesetz sondern eine reine menschliche Definition 😉

Andre
Andre
Reply to  Andre
9 Monate zuvor

P.S. die Autokorrektur meines Handys lässt echt zu wünschen übrig, Abspaltung statt Abschaffung…

Robert-B.
Robert-B.
Reply to  Andre
9 Monate zuvor

Nun, die Sklaverei ist zwar ein gutes Beispiel, für etwas, das zu einer Zeit absurd erscheint und nachdem sich das öffentliche Bewußtsein geändert hat, plötzlich machbar wird und aus heutiger Sicht sogar selbstverständlich ist.
Aber der Mechanismus dahinter ist alles andere als ermutigend.
Warum?
Aus meiner Sicht ganz einfach:
Ein Sklave ist Besitz und bringt neben einer billigen Arbeitskraft auch ein paar Verantwortlichkeiten mit sich. Zum Beispiel, wenn er mal krank ist, dann muß sein Besitzer ihn aufpäppeln, damit er wieder arbeiten kann. Er muß ihn unterbringen, damit er nicht krank wird, damit seine Arbeitskraft erhalten bleibt.
Aber das Wichtigste: Er muß ihn ernähren und kleiden und das auch, wenn gerade nichts zu tun ist, wenn weder Erntezeit noch sonst was ist.
Das macht den Sklaven aus der Sicht des Kapitalisten im Prinzip teurer als den Lohnarbeiter, den Tagelöhner. Den muß man nur dann bezahlen, wenn man seine Arbeitskraft gerade braucht. Ansonsten kann er sich davon scheren und der Allgemeinheit Kosten verursachen. Das funktioniert in einem Land, in dem es mehr Arbieitskräfte gibt, als es Stellen gibt sehr gut und es ist, wie gesagt, die billigste Variante.
Deshalb und nur deshalb hat sich die Sklaverei irgendwann überlebt gehabt und wurde durch das Modell der Lohnarbeit abgelöst. Gerade in den Bereichen, in denen ehemals Sklaven eingesetzt wurden.
Oder meint irgend jemand allen ernstes, die Kapitalisten in den USA seien derartige Menschenfreunde gewesen, daß sie die Skalverei aus rein humanistischen Gründen abgeschafft hätten?

Rudi K
Rudi K
9 Monate zuvor

Etwas ketzerischen zum Thema „Russophobie“: Wie war das denn mit der deutschen Minderheit in der UDSSR zur Zeit des 2. Weltkrieges und danach? Diese wurden doch aus ihren Siedlungsgebieten vertriiben. Und deren Vorfahren sind 200 Jahre vor der Machtergreifung dort „eingewandert“. Trotzdem sollen sie als „Faschisten“ auch nach dem Krieg dort beschimpft worden sein. Ist das nicht genauso problematisch oder nicht sogar problematischer als die Unterbringung der japanischenstämmigen US_Bürger, die aber nach dem Krieg dort befreit wurden? Das ist klar der Unterschied des Denken von Amerikaner und Russen.

aquadraht
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Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

Ziemlich unappetitliche Ausfälle eines Antikommunisten und Russophoben. Ich denke nicht, dass hier jemand die Repressivität des stalinschen Regimes beschönigt oder gar bestreitet. Ist aber steil, das dem „Unterschied des Denken von Amerikaner und Russen“ zuzschreiben, da kommt der deutsche und westliche Herrenmensch zum Vorschein.

Repressionen gegen „verdächtige“ Ethnien waren in der Zeit nicht unüblich, nicht nur in den USA oder der UdSSR, das macht sie nicht besser. Allerdings befand sich die UdSSR in der Tat in einem Existenzkampf.

Und dass ethnisch deutsche UdSSR-Bürger pauschal als Faschisten verdächtigt und beschimpft worden wären, auch nach dem Krieg, ist schlicht gelogen.

aquadraht
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Reply to  aquadraht
9 Monate zuvor

Da die Software der Neulandrebellen mal wieder kaputt ist, und man einen Kommentar nach einer Minute nicht mehr editieren kann „Sorry, this comment is no more possible to edit“, hier eine Ergänzung.

Massenumsiedlungen auf ethnischer oder nationaler Basis waren seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis lange nach Ende des 2. Weltkriegs allgemein üblich, ihre Verurteilung als „ethnische Säuberung“ ist erst seit dem letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts verbreitet – wo es in den Kram passt.

Rudi K
Rudi K
Reply to  aquadraht
9 Monate zuvor

In der Zeit des 2. Weltkrieges wurden in der tat „Japaner“ wie auch „Deutsche“ in den USA in ihren Freiheiten eingeschränkt. Aber nach dem Krieg wurde dies beendet, während in der UDSSSR dies nicht der Fall war. Und damit zeigt sich der Rassimus der Kommunisten. Der Antikommunismus ist die logische Konsequenz aus den Verhältnisse der Länder, in denen Kommunisten herrschten..

aquadraht
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Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

Die Deutschen, und übrigens auch die Krimtataren, wurden zwangsweise in andere Gebiet umgesiedelt, aber nicht in Konzentrationslager gesperrt. Deutsche und tatarische Sowjetbürger haben weiter in sowjetischen Institutionen gearbeitet, nicht wenige sogar Dienst in der Roten Armee geleistet, einige dabei ums Leben gekommen.

Das stalinsche Regime war repressiv, es hat nicht nur ethnisch deutsche Sowjetbürger in ihren wie immer formulierten Rechten beschränkt. Aber ethnische Unterdrückung gab es in der UdSSR nicht, dass sind die Hassphantasien von Antikommunisten und anderen Faschisten.

Antikommunismus ist die Kern- und Ankerideologie des Faschismus. Es mag „arglose Antikommunisten“ geben, die ihre eigene faschistische Denke nicht erkennen oder verdrängen.

Rudi K
Rudi K
Reply to  aquadraht
9 Monate zuvor

Antikommunismus ist die Kern- und Ankerideologie des Faschismus. Es mag „arglose Antikommunisten“ geben, die ihre eigene faschistische Denke nicht erkennen oder verdrängen.

Und was waren die Antikommunisten vor der Machtergreifung von Mussolini. Und die Antikommunisten in den USA? Du begeht Logikfehler. Es stimmt, daß, wenn es regnet, dei Straße nass ist. Aber eine nasse Straße kann auch andere Ursahcven habne. Das lernt man bis zum Abitur.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

@Rudi K

Und was waren die Antikommunisten vor der Machtergreifung von Mussolini. Und die Antikommunisten in den USA?

Kapitalisten, der Todfeind des Kommunismus.
Und wenn Kapital und Staat gemeinsame Sache machen, nennt man das Korporatismus oder auch Faschismus.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

Faschismus, und seine Ursprungsformen, gab es lange vor Mussolini. Siehe die Alldeutschen, die Freikorps, die Soldateska Cavaignacs während und nach der Niederschlagung der Pariser Commune, die Schwarzhunderter in Russland und so weiter. Antikommunisten sind immer Protofaschisten und Menschenfeinde.

aquadraht
aquadraht
Reply to  aquadraht
9 Monate zuvor

Um es weiter auszuführen, Antikommunismus ist, ähnlich wie Antisemitismus, eine „Alltagsreligion“, wie Sozialpsychologen und Vorurteilsforscher das nennen. Er ist ein hasserfülltes Feindbild, das Minderwertigkeitsgefühle, Ängste und Dummheit seiner Vertreter kompensiert und auf den „Feind“ fokussiert.

Rudi K
Rudi K
Reply to  aquadraht
9 Monate zuvor

Und dass ethnisch deutsche UdSSR-Bürger pauschal als Faschisten verdächtigt und beschimpft worden wären, auch nach dem Krieg, ist schlicht gelogen.

Lügt dann auch WIKIPEDIA?

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Russlanddeutschen#Nach_dem_Stalinismus

Ein Großteil der Russlanddeutschen hat die vielfachen staatlichen Eingriffe in das vormals eigenständige dörfliche Leben nicht überlebt. Vor allem der Stalinismus zerstörte sowohl Menschenleben als auch die Dörfer und damit die eigenständige Kultur der Deutschen in Russland. Die Kinder der Russlanddeutschen hatten – wenn überhaupt – nur Zugang zu russischsprachigem Unterricht. Deutsch öffentlich zu sprechen blieb noch lange gefährlich und verstärkte die Gefahr, als angeblicher „Faschist“ angefeindet zu werden. Am 26. November 1948 verkündete der Oberste Sowjet, dass die Verbannung „auf ewig“ (1) gelten solle.

In Sibirien und Kasachstan wurden die Russlanddeutschen weitgehend von den anderen Sowjetbürgern getrennt in Sondersiedlungen angesiedelt. Diese unterstanden regelmäßig einer sog. Kommandantur mit strengen Meldepflichten, Ausgangsbeschränkungen und Diskriminierungen. Es herrschten lange Zeit lagerähnliche Zustände. Ein Erlass, die Kommandanturen aufzuheben, wurde am 13. September 1955 gefasst und ab Januar 1956 umgesetzt. Ab dieser Zeit durften sich die Deutschen wieder einen Wohnort nach Wunsch suchen, aber nicht in ihren früheren Siedlungsgebieten. Die deutschen Siedlungen in Sibirien und Kasachstan bestanden als Dörfer mit deutscher Mehrheitsbevölkerung weiter. Im Laufe der Zeit zogen auch Russen und andere Sowjetbürger dorthin.

So sieht das bei Kommunisten aus.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

Lügt dann auch WIKIPEDIA?

Lol

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

@Rudi K

Etwas ketzerischen zum Thema „Russophobie“: Wie war das denn mit der deutschen Minderheit in der UDSSR zur Zeit des 2. Weltkrieges und danach? Diese wurden doch aus ihren Siedlungsgebieten vertriiben.

Ja, das war ein trauriges Kapitel, aber eindeutig dem deutschen Vernichtungskrieg gg. Russland geschuldet.
Es bestand eben die Gefahr, dass sich diese Ausiedler mit den Deutschen verbünden und auf ihre russischen Nachbarn schießen könnten.
In anderen eroberten Gebieten hat die Wehrmacht durchaus aus diesem Pool Soldaten rekrutiert, wenn auch sicher nicht alle freiwillig mitmachten.

Ist das nicht genauso problematisch oder nicht sogar problematischer als die Unterbringung der japanischenstämmigen US_Bürger, die aber nach dem Krieg dort befreit wurden?

Hmm, waren da japanische Truppen auf amerikanischem Boden, so wie deutsche in der UDSSR, mit denen die japanischen Zivilisten sich hätten verbünden können ?

Anders als die USA hat die UDSSR konkrete Erfahrungen mit einer Invasion gemacht.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Robbespiere
9 Monate zuvor

Und lange nach dem Krieg? Und hatten die USA Nachkommmen von Briten im Amerikanisch-Britischen Krieg (1815) oder gar danach deportiert?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

@Rudi K

Na immerhin haben die Russen die Deutschstämmigen aus ihrem Land vertrieben, so wie andere Ostblockstaaten.

Und hatten die USA Nachkommmen von Briten im Amerikanisch-Britischen Krieg (1815) oder gar danach deportiert?

Zur Erinnerung:

Seit 1776 waren die USA unabhängig.
Ehemalige Briten und ihre Nachkommen, die in den USA lebten, waren damit Amerikaner mit gleicher Sprache und Kultur.
Warum diese also deportieren?

Die Royalisten kämpften eh auf kanadischer Seite, wo sie nach dem Krieg auch blieben.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Robbespiere
9 Monate zuvor

Und diese Vertreibungen sind rassistisch. Kommunisten haben damit offensichtlich kein Problem.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

@Rudi K

Und diese Vertreibungen sind rassistisch.

DieUDSSR war ein Vielvölkerstaat und offensichtlich hatten die keine Probleme mit über 100 verschiedenen Nationen.
Hält man das Verhalten der USA zu ihren Ureinwohnern dagegen…….

Was die deutschen Bürger betrifft, so sollte meine vorherige Erklärung eigentlich reichen.
Bis zum Überfall durch die Nazis lebten die sogar recht privilegiert im Land der Russen und waren geschätzt.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

Du hast kein Problem mit Kolonialismus und Völkermord, nur mit Kommunismus. Du hast einen an der Klatsche.

Andre
Andre
Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

Ihnen ist schon klar, dass die USA von externen Okkupanten gegründet wurden und nur die Ureinwohner echte amerikaner sind, oder? Sie vergleichen leider Äpfel mit Birnen. Die USA bestehen heute zu 90 % aus Einwanderen mit europäischen Hintergrund. Und die Ureinwohner wurden enteignet und fast ausgemerzt, da finde ich Deportation humaner.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Andre
9 Monate zuvor

Also Sibirien wurde vom zaristischen Russland auch „erobert“. Möglicherweise gab es da auch Konflikte (Kurier des Zaren).

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

Die sibirischen Völker leben aber noch. Von den nordamerikanischen Ureinwohnern, die Mitte des 17. Jahrhunders so zahlreich waren wie die Zentraleuropas, lebten Anfang des 20. Jahrhunderts wenige hunderttausend.

Die Eroberung der zentralasiatischen Landmassen durch die russischen Truppen, vorwiegend Kosaken, im 18. und 19. Jahrhundert waren keine Damenkränzchen, um es zurückhaltend auszudrücken. Aber es gab null Ausrottungen.

Andre
Andre
Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

P.S. und wenn Sie ein moderneres Beispiel benötigen, dann erkundigen Sie sich mal über die Geschichte Hawaiis, dass von den USA 1958 gegen den Willen der Ureinwohner annektierte wurde nachdem man im 19. Jahrhundert die legitime letzte Königin einsperrte und die Regierung damit stürzte. Die USA deportieren zwar nicht, sondern merzen statt dessen aus bis kein Widerstand mehr möglich ist.

Robert-B.
Robert-B.
Reply to  Andre
9 Monate zuvor

Im Übrigen:
Das ggf. in der UdSSR angerichtete Unrecht macht doch das hier angesprochene Unrecht nicht besser.
Die USA mit ihren Lagern für Japaner. Die Rheinwiesenlager der USA in Deutschland.
All das bleibt grauenvoll, selbst wenn unter Stalin in der UdSSR oder unter den Nazis in Deutschland, oder in Indonesien die Massaker an Kommunister oder was auch immer wo auch immer die schlimmsten Dinge passieren konnten…

Die Geschichte ist voll davon.

Niemand heißt das gut.

Aber es darf ja wohl in einem aktuellen Zusammenhang mit ernsthaft vorgeschlagenen Lagern für Russen in Europa die Frage gestellt werden, wie das alles mit dem verlogenen Geschwätze des Westens von irgendwelchen „Werten“ zusammen passen soll.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
9 Monate zuvor

Die Deportationen waren während des Krieges. Und, ja, das stalinsche Regime war repressiv und oft brutal, das bestreitet keiner. Die USA haben sogar hunderttausende Chinesen deportiert als „Dank“ für ihren Beitrag zum Bau der transkontinentalen Eisenbahn, bei dem tausende von ihnen umgekommen sind. Das Motiv war hier in der Tat offener Rassismus. Die UdSSR hatte nichts gegen die Deutschen als „Rasse“.

Rassistisch bist Du, wenn Du repressive Massnahmen der Stalinzeit zu Eigenschaften „der Russen“ machst. So reden Faschos.

Sigrid
Sigrid
9 Monate zuvor

Ich würde doch da gerne einmal wissen, wie sich denn „Friedenspartei“ definiert. Auch die SPD bezeichnet sich nach wie vor als Friedenspartei, auch die „Linke“, oder? Mehr als eine Selbstbezeichnung kann es nicht sein. Von daher kann man dieses dann wohl kaum einer Partei absprechen, die sich selbst als das bezeichnet UND sich für eine diplomatische Lösung ausspricht.
Wenn die sich die AfD in ihrem Grundsatzprogramm für die Wiederaufnahme des Wehrdienstes und eine wehrfähige Bundeswehr ausspricht wiederspricht das noch lange nicht einer Selbstbezeichnung als Friedenspartei. Den Willen zur Selbstverteidigung darf man ja wohl niemandem absprechen, oder? Die AfD strebt zwar nicht nach dem Raus aus der NATO, heißt diese aber auch nur als (reines) Verteidigungsbündnis gut. Was sie vermutlich nie sein wird, insofern gäbe es (auch für die AfD) nur die Konsequenz rauszugehen.
Aber was ich schon gut verstehe ist, kein Mitglied einer anderen Partei kann natürlich die AfD in ein außerordentlich (in diesem Fall) gutes Licht tauchen, auch wenn´s einmal nur partiell wäre. Allerdings, das fand ich schon immens, die Aussage, der AfD in manchen Fragen Recht zu geben. Hut ab!