Nichts verkauft sich einfacher als Krieg

Der Krieg in der Ukraine macht deutlich, dass wir es mit einem gravierenden gesellschaftlichen Problem zu tun haben. Zusammenhänge werden nahezu komplett ausgeblendet – und zwar aus Bequemlichkeit und mit Methode.

Bevor die Duma in Russland entschied, die Volksrepubliken anzuerkennen, spielte die Ukraine in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle, Donezk und Lugansk erst recht nicht. Die wenigsten Menschen wussten, dass die Westukraine schon seit acht Jahren die Volksrepubliken attackierte. Das änderte sich – bildlich gesprochen – schlagartig, als Russland in die Ukraine ging, um nach eigener Aussage die Volksrepubliken zu schützen und eine Entmilitarisierung und Entnazifizierung in der Ukraine vorzunehmen.
Was folgte, war eine Welle der Solidarität mit dem ukrainischen Volk und der Regierung in Kiew.

Der Krieg kriegt Aufmerksamkeit

Wer die Schuld am Krieg in der Ukraine trägt, war schnell ausgemacht, und oberflächlich betrachtet ergibt das auch Sinn. Wladimir Putin ist völkerrechtswidrig in die Ukraine einmarschiert, ist daher der Aggressor und ohne Wenn und Aber schuld an diesem aktuellen Konflikt. Und tatsächlich fällt es schwer, dieser Einordnung zu widerstehen oder ihr zu widersprechen.
Doch es gibt ein paar Probleme mit dieser Sicht auf das Geschehen.

Zunächst einmal dauerte es nicht lange, bis die ersten Kritiker sich meldeten und denen, die mit ganzem Herzen die Ukraine als Opfer und Putin als Täter einordneten und für die Kriegsopfer spendeten, vorwarfen, sie seien Heuchler. Natürlich ist es keine Heuchelei, für Menschen zu spenden, die in Kriegsgebieten leben müssen. Ein Krieg ist in erster Linie für die Zivilisten grausam, insbesondere für die, die keine Möglichkeiten haben zu fliehen oder sich sonst wie zu schützen. Gleichzeitig ist diese Spende aber auch eine gute Gelegenheit, sein Gewissen ohne großen Aufwand zu beruhigen. Denn wie viele Spender, die derzeit Geld in die Ukraine schicken (und hoffen, dass es auch ankommt, wo die Hilfe benötigt wird), haben für die Menschen im Jemen gespendet? Für die Syrer? Oder haben Spenden nach Afghanistan geschickt?

Machen wir uns nichts vor, es werden die wenigsten sein. Aber nicht etwa, weil sie herzlos sind und sich nicht für das Leid der Menschen in Kriegen interessieren. Sondern weil sie medial auf diese Kriege nicht aufmerksam gemacht werden. Die Relevanz von Kriegen wird ihnen gewissermaßen pädagogisch aufgetragen.

Warum gab es keine massenhafte, weltweite Verurteilung der unzähligen Kriege, die die USA angefangen haben? Warum konnte Madeleine Albright, angesprochen auf die halbe Million Kinder, die im Irak wegen der US-Sanktionen gestorben sind, antworten, das sei den Preis wert gewesen? Warum konnte ein grauenhafter Krieg wegen angeblicher Massenvernichtungswaffen im Irak begonnen werden, obwohl es nie einen Beweis für diese Waffen gab?

Die Liste ließe sich fortsetzen, und immer waren es die Amerikaner, die ihren Finger am Abzug hatten, die bis heute in illegalen Gefängnissen foltern, ohne Anklage, ohne Gerichtsverhandlung, die der Welt ihren Willen mit jedem nur erdenklichen Mittel (vornehmlich Gewalt) aufzwingen wollen und dabei keinerlei Skrupel zeigen.

Doch diese Kriege werden medial hochwirksam und in propagandistischer Perfektion als „gute“ Kriege verkauft, als Kriege für die Freiheit, die Demokratie, die Menschenrechte. Das könnte falscher kaum sein, und damit sind wir wieder bei den Spendern für die Ukraine.

Wem helfen Spenden?

Mal angenommen, Sie erfahren von einem Krieg, in dem Faschisten die Aggressoren sind. Was würden Sie tun? Vermutlich würden Sie, wenn Sie etwas spenden wollten, den Opfern dieses Krieges, also den Angegriffenen, Geld zukommen lassen. Denn wer spendet schon für Faschisten?

Nun setzt das aber voraus, dass Sie etwas über die Hintergründe des Krieges wissen. Es kann ja jeder kommen und Ihnen erzählen, wer der Faschist ist und wer das demokratische Opfer. Dummerweise erfahren Sie aber durch Politik und Medien nichts über die Hintergründe. Man sagt Ihnen, wer der Faschist (Autokrat, Diktator) ist, Sie müssen das glauben. Und meist tun Sie das auch gern, denn sich selbst über die Hintergründe zu informieren, bedeutet einen gewissen Rechercheaufwand, den sich viele Medienkonsumenten gern sparen.

In der Ukraine besteht genau dieses Problem: Sie lesen und hören den lieben langen Tag, dass „Putins Krieg“ aus purer Böswilligkeit und Machtbesessenheit geführt wird, dass die Ukraine erst der Anfang sei und weitere Länder folgen würden. Aufgebaut wird also ein schreckliches Bedrohungsszenario. Womit wir beim nächsten Punkt wären.

Denken Sie, dass Putin für den Krieg in Syrien verantwortlich ist? Oder dass er Georgien angegriffen hat? Es wäre nicht überraschend, wenn Sie das täten, denn so wird es Ihnen erzählt, immer und immer wieder. Nun stellen Sie sich aber vor, dass der Sachverhalt ein völlig anderer ist. Putin wurde als Verbündeter Syriens um Hilfe gebeten und hat daher keineswegs völkerrechtswidrig agiert. Und den Krieg in Georgien hat er auch nicht begonnen, vielmehr war es Georgien, das den Kaukasus-Krieg begonnen hat. Später wurde Russland zwar unverhältnismäßiges Verhalten vorgeworfen, doch der Aggressor war nicht Putin.

Nun können Sie meinen Aussagen glauben, oder denen, die Sie in den Medien hören, sehen und lesen. Das ist aber gar nicht der Punkt. Entscheidend ist vielmehr, dass Sie hier sehen können: die einfache Schuldzuweisung funktioniert nicht. Damit stecken Sie aber in der Klemme.

Denn wenn Sie weiterhin Opfern helfen und spenden wollen, müssen Sie sich fragen, welcher Partei Sie denn letztlich unter die Arme greifen wollen. Natürlich könnten Sie sagen, dass es egal ist, denn russische Zivilisten leiden genauso wie ukrainische. Und damit haben Sie ohne Zweifel recht. Aber im Allgemeinen wird ja mehr von Ihnen erwartet. Sie sollen frieren für die Niederlage Russlands, sollen mit dem Auto nur noch 100 km/h auf der Autobahn fahren. Und dass alles irgendwie teurer wird durch diesen Krieg bzw. die Sanktionen, das müssen Sie auch noch akzeptieren, wenn Sie wirklich alles richtig machen wollen.

Was aber, wenn sich herausstellen sollte, dass die ukrainische Führung längst nicht so demokratisch ist, wie Sie denken, wie es Ihnen erzählt wird? Was, wenn sich herausstellen sollte, dass die Ukraine schon seit Jahrzehnten benutzt (und ausgenutzt) wird, um Russland zu provozieren und zu schwächen? Was, wenn sich herausstellen sollte, dass die von Putin angesprochene Entnazifizierung der Ukraine dringend notwendig ist?

Wollen Sie Antworten?

Vielleicht (im besten Fall, aus meiner Sicht) sind Sie jetzt ins Grübeln gekommen. Womöglich sind Sie sich jetzt nicht mehr ganz so sicher, ob das, was Ihnen jeden Tag erzählt wird, wirklich den Tatsachen entspricht.

Ich möchte Sie dazu ermuntern, denn es ist spannend, sich mit Hintergründen zu beschäftigen, die über tägliche Headlines und emotionalisierte Berichterstattung hinausgehen. Kriege haben nämlich immer mindestens zwei wesentliche Aspekte, den emotionalen und den pragmatischen. Es ist schwer bis unmöglich, die Emotionen dabei sachlich zu betrachten, und es sollten möglichst die pragmatischen Faktoren nicht emotional betrachtet werden. Viele Menschen denken, dass die schrecklichen Bilder, die uns zugespielt werden, gar nichts anderes zulassen als die Fokussierung auf die Gefühle. Doch dem ist nicht so, und niemand ist herzlos, wenn er sich pragmatisch den Hintergründen eines Krieges zuwendet.

Abschließend ist noch die Frage nach Antworten zu klären. Dieser Text liefert keine. Er soll keine liefern. Vielmehr stellt er gewisse Dinge in Frage und andere in den Raum. Die Einordnung liegt ganz bei Ihnen. Denn es wäre unsinnig, wenn ich Ihnen empfehle, nicht den immer gleichen Erzählungen zu folgen, um Ihnen sogleich eine eigene zu bieten, an der Sie sich orientieren sollen.

Insofern: Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, selbst auf die Recherchereise zu gehen, wünsche ich Ihnen viel Spaß und vor allem Erfolg.

Nur noch ein Tipp zum Schluss: Wenn Sie auf Informationen stoßen, die sich verdächtig ähneln, zuweilen sogar den gleichen Wortlaut verwenden, haben Sie wahrscheinlich noch nicht tief genug gegraben.

Aber niemand hat gesagt, es würde einfach werden.

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Tom J. Wellbrock

Tom J. Wellbrock ist Journalist, Autor, Sprecher, Radiomoderator und Podcaster. Er führte unter anderem für den »wohlstandsneurotiker«, dem Podcast der neulandrebellen, Interviews mit Daniele Ganser, Lisa Fitz, Ulrike Guérot, Gunnar Kaiser, Dirk Pohlmann, Jens Berger, Christoph Sieber, Norbert Häring, Norbert Blüm, Paul Schreyer, Alexander Unzicker und vielen anderen. Zusätzlich veröffentlicht er Texte auf verschiedenen Plattformen und ist für unsere Podcasts der »Technik-Nerd«.

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Clarisse
Clarisse
8 Monate zuvor

Wie jetzt, ich soll Sachen hinterfragen, besonders Nachrichten aus den Mainstream-Medien ? Klingt doch absurd, wozu haben wir denn diese objektiven Medien wenn wir nichtmal denen mehr glauben können, dafür bekommen sie doch ihre GEZ Gebühren und Zuwendungen von Oligarchen damit sie uns weiterhin objektive Nachrichten aufdrängen können. Oder meinst du, Tom, etwa die andere Wahrheit ?

Passend zu dieser Form der „Wahrheitsfindung“ gab es heute morgen eine Änderung der Community Richtlinien von Pinterest. Zusammenfassung der Änderungen:

Community-Richtlinien: Pinterest untersagt in seinen Community-Richtlinien bereits die Nutzung der Plattform zur Verbreitung von Fehlinformation oder Desinformation, die der Gesundheit, der Sicherheit und dem Vertrauen der Öffentlichkeit schaden könnten, z. B. Fehlinformation oder Desinformation bzgl. Gesundheit und bürgerlicher Teilhabe sowie Verschwörungstheorien. Wir weiten diese Verbote jetzt auf Fehlinformation/Desinformation bzgl. des Klimas aus.

Werberichtlinien: Das bedeutet auch, dass wir jegliche Anzeigen mit falschen oder irreführenden Inhalten zum Klimawandel untersagen. Des Weiteren schließen wir in unseren Werberichtlinien nun auch Verbote von Anzeigen mit Verschwörungstheorien und Fehlinformation oder Desinformation bzgl. des Klimawandels ein.

Klingt doch alles passabel, so muss es sein. Wer eine Nachricht postet sollte nachprüfen ob er da nicht eventuell was Falsches postet. Hoffen wir nur das sich das Klima auch an diese Wahrheit hält, sonst muss es zensiert werden.

Viel Spass bei der Suche nach der Wahrheit ! 😉

Daniel D. Dietze
8 Monate zuvor

„Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, selbst auf die Recherchereise zu gehen, wünsche ich Ihnen viel Spaß und vor allem Erfolg.“

Und wenn Sie in einer Sache nicht weiterkommen, etwas keinen Sinn ergibt, folgen Sie der Spur des Geldes. Fragen Sie sich, wer etwas davon hat? Et violà!

Pen
Pen
Reply to  Daniel D. Dietze
8 Monate zuvor

Doch nicht am Ende der MIK der USA?

Daniel D. Dietze
Reply to  Pen
8 Monate zuvor

Da ohne Moos nix los ist und das US-Militär auch in Globalisierung, Biowaffeln und Cybergeschichten macht, könnten wir vom global-militärisch-pharmazeutisch-digitalisierten-Finanzkomplex sprechen (GMPDFK). Da das aber kein mensch aussprechen kann, rate ich gern zum Blick auf die Kontobewegungen entscheidender Persönlichkeiten.

Der Antikanzler
Der Antikanzler
8 Monate zuvor

Ich möchte nur meinen aktuellen Erkenntnisstand hier festhalten. Da im Krieg die Wahrheit bekanntlich immer zuerst stirbt, ist es mir natürlich nicht möglich, eine absolute Wahrheit zu behaupten. Aber, wenn Putin wirklich nur diesen relativ kleinen Teil seiner Truppen mobil gemacht hat, konnte es ihm nicht um eine vollständige Besetzung gehen. Gemessen an der Größe der Ukraine hätte es die mindestens vierfache Größe gebraucht. Und gehabt hätte Russland diese Armee. Das Gegenargument der offenen Flanken würde ich nur bedingt gelten lassen. Insofern rücke ich etwas davon ab, dass Putin nicht ganz richtig tickt. Ich halte seine Angriffe dennoch für mindestens irritierend. Auch der Aufzug martialischer Kriegsgeräte ist es. Denn diese haben eine sehr hohe Kollateralwirkung. Dadurch stirbt Freund und Feind.

Die sogenannte Entnazifizierung wiederum zielt klar auf die gesamte Ukraine ab. Das scheint mein erstes Argument zu entkräften. Zwischenzeitlich sollte es eine Entstaatlichung geben, wie man vernahm, ob das aber stimmte? Weiß nicht.

Warum musste es ein Krieg sein? Warum hat Putin nicht vorher einmal richtig gedroht. Mit diesem Krieg. Ganz deutlich. Schließlich wurde der Beschuss ja ununterbrochen über mehrere Jahre auf die selbsternannte freien Republiken geleitet. Auch die reine Bewegung von Atomraketen wäre ein klares Signal gewesen, das es ernst ist. Haben die Medien das auch verschwiegen, das Putin den Krieg angedroht hat?

Generell würde ich jeden für einen Arsch halten, der auf Leute ballert, die einfach nur in Frieden leben wollen. Ob das nun im Donbass ist, oder in der Ukraine. Geisteskrank ist Krieg immer. Und ob z.B. Sachsen sich zu einem freien Gebiet erklärt und dann eine Sachsenfahne schwingt, wei sie unabhängig von Deutschland sein wollen, dann ist das deren Sache. Würde mir einfallen, weil die die falschen Wimpel zücken auf die zu ballern. Sicher nicht. So viel Nationalstolz ist so dunkelrot vor Blut. Mir ist das alles einfach ein Gräuel. Als Menschheitsfamilie sind wir eine echte Jauchegrube. Hätte uns für weiter gehalten.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Der Antikanzler
8 Monate zuvor

Ungezügelte Großmächte machen halt Krieg, wenn es ihren Interessen nutzt und sie was zu gewinnen haben. Bzw. im Ukrainekrieg scheint es mir so zu sein, dass Russland den Weg mit dem machtpolitisch/ geostrategisch geringsten Schaden für sich selber beschreitet.

Heldentasse
Heldentasse
8 Monate zuvor

Zunächst möchte ich sehr positiv anmerken, dass man gerade aktuell an der Qualität der Beiträge bei den Neulandrebellen u.a. auch bemerkt, auf was die Zeichen der Zeit hindeuten, nämlich auf „Frieden oder Krieg“ was hierbei nichts anderes bedeutet als „Leben oder Sterben“!

Konkret zu Thema: Es ist m.E. schwierig bis unmöglich sich auf Machtpolitisch/ Militärstrategisch dem Thema zu nähern, ohne subjektiv für eine Seite mehr oder weniger Partei zu ergreifen. Darum empfinde ich den Weg über das Völkerrecht als sehr viel objektiver, und hierbei kommt nun mal heraus, dass jede der Seiten das Völkerhecht auf ihre Weise gebrochen hat, wobei das sogar wirtschaftliche Sanktionieren ohne UN- Mandat einen Bruch darstellen!

Es ist m.E. gar nicht hilfreich aufzurechnen wer nun mehr Leichen im Keller hat, klar ist nur, dass in der jüngeren Geschichte der Westen und die Nato mit dem illegalen Jugoslawien-Krieg mit nachfolgender illegaler Abspaltung des Kosovos von Serbien die Blaupause zu dem geliefert hat, was nun in der Ukraine passiert.

Eine konstruktive Betrachtung der Belange von „Krieg und Frieden“ sollte das Völkerrecht immer in den Vordergrund stellen, evtl. auch mit den Schwachpunkten die sich aus der Arbeitsweise des UM- Sicherheitsrat ergeben.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Tom J. Wellbrock
8 Monate zuvor

Wenn es wirklich tot ist, was durchaus sein könnte, gilt halt das Recht des Stärkeren bzw. bei Atommächten das Recht dessen, wer das Hühnchenspiel gewinnt, wobei dabei alle Seiten langfristig nur alles verlieren können!

M.E. ist es das Motivation genug, sich mal über die Wiederbelebung des Völkerrechts Gedanken so machen, oder?

Carlo
Carlo
Reply to  Heldentasse
7 Monate zuvor

Hallo beieinander, gibt es auch Völkerrechtsradikale?
Heldentasse, Du hast recht, in dem was Du nicht sagst.
In Deutschland wird kein Widerstand gegen den Krieg geleistet. <Punkt!?
Und der letzte Punkt steht für alle Parteien hier.

Daniel D. Dietze
Reply to  Tom J. Wellbrock
8 Monate zuvor

Ja. Eine Totgeburt.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Daniel D. Dietze
8 Monate zuvor

Nein! Im Zusammenhang mit der UN ist das Völkerrecht eine granbdiose kulturelle Leistung, die sie auch aufgrund unendlichen Leids und Opfer nach dem zweiten Weltkrieg eingeführt haben. Es würde geschändet und womöglich totgeprügelt von Barbaren, trotzdem stellt es m.E. die z.Z. einige Grundlage eines friedlichen miteinander da. Z.Z. gibt es keine vernünftige Alternative dazu!

Daniel D. Dietze
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

Deine Grundlage eines friedlichen Miteinanders ermöglichte seit seinem Bestehen geniale Worthülsen, wie „Humanitärer Einsatz“ oder „Friedenstruppen“; sie ermöglichte den berüchtigten und durchaus beliebten Regimechange, halblegalen „scheißegalen“ Waffenhandel, etliche Satallietenkriege, …
Der Völkerbund, den wir heut kennen, letztlich ein Narrativ, ist „eine granbdiose kulturelle Leistung“ der USA und Großbritanniens. So viel zu den Wurzeln. Du sagst, es wurde „geschändet und womöglich totgeprügelt von Barbaren“. Meine These: WENN das Völkerrecht nach seiner Geburt noch lebte, wurde es anschließend mit der eigenen Nabelschnur erdrosselt.

Last edited 8 Monate zuvor by Daniel D. Dietze
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Daniel D. Dietze
8 Monate zuvor

Du vermischt hier die Ebenen. Das eine sind die Rechtsnormen und das andere deren Auslegung und Umsetzung. Nur weil z.B. die Strafverfolgung evtl. nicht richtig funktioniert, kann und darf man daraus nicht ableiten das die Strafgesetze keinen grundsätzlichen Wert haben.

Last edited 8 Monate zuvor by Heldentasse
Daniel D. Dietze
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

Ich vermische keine Ebenen. Strafgesetze haben keinen Wert, nicht nur weil die Verfolgung nicht funktioniert, sondern weil Strafe an sich keinen Wert besitzt. Und generell gilt: Geschichte schreiben bekanntlich die Gewinner, Gesetze auch. Die „grandiose kulturelle Leistung“ von der Du sprichst, ist eher eine dubiose kulturelle Leistung.

jjkoeln
jjkoeln
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

Eine Rechtsnorm, die durchgängig und sanktionslos gebrochen wird, ist obsolet.
Das Völkerrecht ist eine schöne Rechtsnorm, nur ist sie leider das Papier nicht wert, auf dem sie steht, da sich niemand daran hält und es auch nicht hinreichend strafbewehrt ist. Insofern ist es faktisch eine prioagandistische Worthülse.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  jjkoeln
8 Monate zuvor

M.E. ist das S/W denken. Ich sehe den Belang als kulturelle Entwicklung an, der leider partiell pervertiert und missbraucht wurde.

Und dann ist ja noch die wichtige Frage, was als Ersatz gelten soll, außer der totalen Barbarei mit dem Recht des Stärkeren?

Daniel D. Dietze
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

Die totale Barbarei und das Recht des Stärkeren haben wir jetzt, hatten wir vorher, keine Veränderung. Unabhängig davon ist es ein Totschlagargument, zu behaupten, ohne Völkerrecht bräche das Weltenende aus. Unzulässig. Abgelehnt. Und die kulturelle Entwicklung von der Du sprichst, hatten die US-Amerikaner auf den Weg gebracht, kurz bevor sie in Japan unnötigerweise, sozusagen interessehalber, zwei Atombomben zündeten. Sehr glaubwürdig. Aber halt weiter fest an deinem Feigenblättchen Völkerrecht, wenn du zu ängstlich oder bequem bist, dein bisheriges, in der Schule vermitteltes, Weltbild in Frage zu stellen und kreativ zu werden. Das Fortbestehen des Völkerrechts ist mir ehrlich gesagt wumpe, weil es überhaupt nicht greifbar ist. Ein Austritt aus der NATO wäre hingegen greifbar. Ebenso wie die Schließung Ramsteins und die Aufkündigung aller dahingehenden Verträge mit den USA. Anstatt imaginäre Feigenblätter zu postulieren, sollten wir besser konkrete Schritte in Betracht ziehen.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Daniel D. Dietze
8 Monate zuvor

Wir kommen da nicht zusammen, ich verteidige und plädiere für Rechtsnormen und Du führst immer wieder das „operative Geschäft“ und den klar vorhandenen Missbrauch an. Das ist m.E. nicht richtig! Aber egal lassen wir das einfach mal nebeneinander stehen.

Daniel D. Dietze
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

Ich habe ja noch begründete Hoffnung, dass Du irgendann von ganz vielen Dingen(!) bereit bist los zu lassen und Du nicht mehr um das goldene Kalb des Völkerrechts herum läufst. Bis dahin möchte ich Dir noch eine letzte Frage mit auf den Weg geben, die Du freilich nicht beantworten mußt. Warum bzw. für welchen Fall wurde denn diese Rechtsnorm von gewissen (weißen) Damen und Herren angeblich ins Leben gerufen? Ein Tipp: Das „operative Geschäft“ im Taka-Tuka-Land ist es nicht.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

Im Zusammenhang mit der UN ist das Völkerrecht eine granbdiose kulturelle Leistung, die sie auch aufgrund unendlichen Leids und Opfer nach dem zweiten Weltkrieg eingeführt haben.

Soweit die Idealvorstellung.
Das Völkerrecht ist aber nur dann von Wert, wie sich alle Untezeichnerstaten dran halten. und sich ihm unterwerfen.

Sobald sich ein Staat daran nicht gebunden fühlt, verliert es seinen Wert und die Barbarei feiert fröhliche Urständ.

Dann bliebe auch noch die Frage nach der Unabhängigkeit der UN, als Vertretung eben dieses Völkerrechts?

Last edited 8 Monate zuvor by Robbespiere
Clarisse
Clarisse
Reply to  Tom J. Wellbrock
8 Monate zuvor

Das Völkerrecht ist tot.

Das Völkerrecht ist nicht tot, es ruht sich nur aus von den Strapazen der letzten Jahrzehnte.

Pen
Pen
8 Monate zuvor

Bei youtube ist mir aufgefallen, daß Videos, die noch vor ein paar Tagen – angeblich durch die Ukraine! – verursachte Bombenschäden zeigten, dieselben nun Rußland anlasten.

In diesem Bericht weist Thomas Röper nach, wie so etwas gemacht wird, und daß dies offenbar ein häufig angewandter Trick der Staatsmedien ist.

https://www.anti-spiegel.ru/2022/meine-reise-in-den-donbass-tag-1/

Last edited 8 Monate zuvor by Pen
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Pen
8 Monate zuvor

Das ist ein alter Trick der Propagandaorgane. Sie zeigen ab und an sogar Bilder aus anderen Kriegen.

Heldentasse
Heldentasse
8 Monate zuvor
Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

Ganser bewirkt sehr viel. Was das Völkerrecht betrifft, so sehe ich darin etwas sehr Positives für die Menschheit. Auf arte.tv läuft gerade ein Beitrag zum Strafprozess in DenHaag über die Jugoslawienkriege. Für Menschen, die Angehörige oder ihre ganze Familie verloren haben, ist diese Aufarbeitung wichtig, manchmal sogar heilsam.

Natürlich sind die Amis nicht dabei. Sie erkennen das Völkerrecht nicht an.

Last edited 8 Monate zuvor by Pen
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Pen
8 Monate zuvor

Moin Pen,

es ist m.E. vollkommen richtig das so zu sehen, eben weil es z.Z. der einzige gangbare Weg ist, der so etwas wie „gleiches Recht für alle“ und einen humanitären Grundstandard bieten könnte, bei allen Irrungen, Wirrungen sowie Missbräuchen der UN und ihren Organen.

Wer jetzt postuliert, dass das Völkerrecht tot ist, von dem erwarte ich aber auch einen Hinweis darauf was man stattdessen als Grundlage der internationalen Politik sein kann.

LG

Daniel D. Dietze
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

Brauchen wir die internationale Politik denn nur um zu verurteilen, um zu sanktionieren, um andere anzupassen? Internationale Politik ist meines Erachtens in erster Linie ein Instrument zur Verständigung.
Zur Grundlage: Ich wage zu behaupten, dass fast (und da liegt wohl des Pudels Kern) jeder Mensch ein Gewissen hat. Wenn – angenommen – zwei unbestimmte Menschen in einer bestimmten Situation stehen, die eine Entscheidung/Handlung/Unterlassung erfordert, so spricht in beiden Fällen die gleiche(!) Stimme. Das Gewissen, und damit meine ich ausdrücklich nicht irgendwelche von fremd aufgeladenen Schuldgefühle, wäre eine hervorragende Grundlage. Es taugt aber im Gegensatz zu Gesetzen eben weder zum Angriff, noch zur Verurteilung und erst recht nicht zur Strafe, weswegen es bei den gewissenlosen Mächtigen nie sehr beliebt war.

Nebenbei: Juden warten übrigens bis heute auf eine Zeit, „in der die Gebote der Tora selbstverständliche Realität sind“ (chabad.org). Ich persönlich nehme das sehr ernst.
Und wenn das Völkerrecht nur ein Mittel zur Strafe sein soll, empfehle ich dringend Eugen Drewermann zu „Christentum und Strafrecht“.

Last edited 8 Monate zuvor by Daniel D. Dietze
Pen
Pen
Reply to  Daniel D. Dietze
8 Monate zuvor

Eugen Drewermann ist sehr wichtig. Es geht bei den Jugolawieprozessen m.E. mehr um Aufklärung, als um Strafe.

Meine Frage an Dich, Daniel, ist, wie geht man mit Psychopathen um?

Diese Probleme beginnen doch in der Kindheit. Sie sind mE eine Frage der Erziehung.

Danke für den Link.

Last edited 8 Monate zuvor by Pen
Daniel D. Dietze
Reply to  Pen
8 Monate zuvor

Interessanter Punkt. Psychopathen haben kein Gewissen. Genauso ist es. Ich bin mir aus eigener Erfahrung im Umfeld ziemlich sicher, dass das keine Frage der Erziehung ist. Eher eine Frage gewisser Erlebnisse oder Situationen. Vielleicht hängt es aber auch mit den Spiegelneuronen/Spindelzellen zusammen, die höchstwahrscheinlich empathische Impulse steuern. Oder aber das Gewissen ist die universale Stimme Gottes und die gewissenlosen Psychopathen sind gewissermaßen taub.

„Eugen Drewermann ist sehr wichtig“

Ich glaube Eugen Drewermann ist der Schlüssel.

„Danke für den Link“

⚠️ Aber Vorsicht: Es besteht neuerdings die Gefahr der kulturellen Aneignung. 😉

Last edited 8 Monate zuvor by Daniel D. Dietze
Daniel D. Dietze
Reply to  Pen
8 Monate zuvor

„wie geht man mit Psychopathen um?“

Zunächst müssen sie erkannt werden, der Rest ergibt sich. Erkennen werden wir sie an den Früchten.

Last edited 8 Monate zuvor by Daniel D. Dietze
Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Pen
8 Monate zuvor

Ja, Herr Drewermann wird eine große Lücke in der Menschheit und der Menschlichkeit hinterlassen, wenn er einst nicht mehr unter uns weilt, und es wird sehr lange dauern, bis es wieder jemanden wie ihn gibt, der auch nur ansatzweise versuchen könnte, diese Lücke zu füllen.

Ich hatte das große Glück, seinen Reden in Paderborn anlässlich des Golfkrieges beiwohnen zu dürfen. Das empfinde ich heute noch als ein großes Privileg.

Ich bin kein gläubiger Mensch, ganz im Gegenteil, aber seine Ansichten und Standpunkte bewundere ich.

Daniel D. Dietze
Reply to  Wütender Bürger
8 Monate zuvor

„Zwei Themen bestimmen unser Leben. Die Liebe und der Tod. Denn beide sind die Brennpunkte der Ellipse unseres Daseins. Vom Tod weiß jeder, daß, im Unterschied zu anderen Lebewesen auf dieser Erde, wir Menschen die einzigen sind, die nicht nur Erleiden, sondern mit ihm ihr ganzes Dasein fristen müssen. Welch‘ eine Antwort haben wir darauf, wenn es nicht genügt zu reagieren wie die Tiere, wähnend in unseren Nachkommen weiterzuleben? An einem offenen Grab vielleicht hören wir die Worte über den Verstorbenen: „Du lebst weiter in unseren Herzen, in unserem Gedächtnis.“ Und ein jeder, der es vernimmt, weiß, wie kurzzeitig unser eigenes Erinnerungsvermögen ausfällt, wie verzerrt oft und brüchig es an und für sich bereits ist. Und selbst die Hoffnung, wir lebten weiter in den Kindern, zerbricht an der Gewissheit, dass unsere eigene Person etwas ganz und gar einmaliges ist; unwiederholbar durch irgendeine Blaupause der Gene. Wer also sind wir dann? Und welchen Trost besäßen wir angesichts der einzigen Gewissheit – unserer Sterblichkeit? Wahrscheinlich hätte der Buddha Recht und der Tod wäre kein Problem, wenn wir an nichts zu haften vermöchten und einwilligen wollten in die Weisheit des großen Inders: „Wenn du nichts Liebes hast, so wirst du auch kein Leides haben.“ Einzig durch die Liebe ist der Tod uns ein Problem, auf das wir eine eigene Antwort suchen müssen – als Menschen.“ Eugen Drewermann (eigene Abschrift, https://www.youtube.com/watch?v=C20Ki3mdmsE)

Last edited 8 Monate zuvor by Daniel D. Dietze
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Daniel D. Dietze
8 Monate zuvor

Also in meiner Welt gibt es internationale Rechtsnormen, deren nicht Einhaltung (begründet im im Auftrag der UN) sanktioniert werden. Angriffskriege und wirtschaftliche Sanktionen sind damit immer illegal, es sei denn es liegt ein UN-Sicherheitsrat-Mandat vor. Das ist eine klare Ansage, da muß man gar nicht lange um den heißen Brei herum reden, oder auf Nebenschauplätze ausweichen.

Daniel D. Dietze
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

„Nur weil z.B. die Strafverfolgung evtl. nicht richtig funktioniert, kann und darf man daraus nicht ableiten das die Strafgesetze keinen grundsätzlichen Wert haben.“

Träumertasse, kann und darf ich, wenn ein Herd nicht funktioniert, daraus ableiten, dass er, auch wenn er vielleicht recht dekorativ ein warmes Gefühl beim Ansehen hinterlässt, keinen grundsätzlichen Wert besitzt?

Brian
Brian
Reply to  Daniel D. Dietze
8 Monate zuvor

‚Strafe‘ hat noch nie etwas Positives bewirkt. Bei Strafe denke ich immer sinngemäß an Belehrungen eines (oder mehrerer) Menschen, der meint, es besser zu wissen : „Durch diese Strafe kannst Du mal darüber nachdenken, was
DU falsch gemacht hast“. Das führt m.E. aber nur zu Widerstand oder meidendem Verhalten aus Angst, nicht aus Einsicht.
Begrifflich davon abgrenzen würde ich Konsequenzen. D.h. wenn jemand mir
gegenüber ein Verhalten an den Tag legt, das mir zum Schaden gereicht, zeige
ich ihm ggf. seine Grenzen auf (das im Einzelnen hier zu differenzieren, würde
den Rahmen deutlich sprengen). Damit komme ich niemandem moralisch, sondern zeige ihm nur, daß er meine Grenzen überschritten hat.
Und daß dabei jede Konfliktsituation IMMER individuell zu betrachten ist, halte
ich für eine Selbstverständlichkeit. Ohne entsprechende Auseinandersetzung geht es nicht. Und genau das ist das Problem unserer Zeit. Die Mühe macht sich keiner mehr. Und das wiederum ist etwas, was mich nur noch müde macht
und mich in vielerlei Hinsicht auch keine Hoffnung mehr haben lässt.
Es macht den Eindruck, als ob sehr viele Menschen auf diesem Planeten gar
nicht mehr richtig leben wollen. Alle Lebensfreude, die überbordende Fülle, die
das Leben zu bieten hat, sie scheinen kaum mehr beachtenswert.
Fragen stellen, sich Dinge selbst erarbeiten, Neugier uvm., es scheint überhaupt keine Bedeutung mehr zu haben. Und das ist etwas, was mich meinen ‚Mitmenschen‘ zunehmend entfremdet. Diese Oberflächlichkeit, diese
Unverbindlichkeit, diese ‚Distanz‘, das macht mich wahnsinnig.
Da beschäftige ich mich lieber alleine, obwohl ich eigentlich gerne in Kontakt
bin. Aber nicht mit lebenden Leichen.

Daniel D. Dietze
Reply to  Brian
8 Monate zuvor

„… nur noch müde … keine Hoffnung mehr … das macht mich wahnsinnig … lieber alleine, obwohl … gerne in Kontakt“

Nutze die Einsamkeit, Brian. Aber achte darauf, dass sie nicht Dich benutzt.

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

Ja, was können wir tun? Was kann denn der Einzelne tun?

Pen
Pen
Reply to  Pen
8 Monate zuvor

https://m.youtube.com/watch?time_continue=581&v=SrvmN53JzTA&feature=emb_logo

Ein Vortrag von Prof. em. Werner Ruf zum Thema
„Hätte der Ukrainekrieg verhindert werden können?“

Gefunden bei „Notizen aus der Unterwelt“, dem Blog von Klaus Baum.

Danke, lieber Klaus.

Last edited 8 Monate zuvor by Pen
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Pen
8 Monate zuvor

Was Herr Ganser in dem verlinkten Interview vorschlägt, nämlich sein Verhältnis zur Gewalt dahingehend klären, das fast jedwede Gewalt großer Mist ist, es sei den es ist Notwehr oder Nothilfe. Also im Prinzip dass, was die Staaten via UN im Makrokosmos machen müssten, im eigenen Mirkokosmos nachvollziehen.

Im weiteren sollte man sich diese S/W, Gute/Böse denken schleunigst abgewöhnen, und wirklich ALLES hinterfragen und in zweifel ziehen.

LG

Last edited 8 Monate zuvor by Heldentasse
Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

Beim Denken fängt es an….

Da werde ich doch glatt schamrot.

LG

Last edited 8 Monate zuvor by Pen
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Pen
8 Monate zuvor

Wieso? Du denkst doch schon kräftig, was man an Deinen Beiträgen sehen kann!

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
8 Monate zuvor

Ich bin z.B. froh, daß den Russen endlich der Geduldsfaden gerissen ist, und sie eine rote Linie gezogen haben, nachdem sie die unrechtmäßige NATO Osterweiterung jahrelang geduldet haben. Ein reifer Mensch ist gegen den Krieg, egal wie verständlich er ist.

Und ich bin sehr wütend auf die gierigen US, die ich für kriminell halt. Das ist milde ausgedrückt, und ich kann Putin verstehen, der sein Land schützen muß. Wie kann man den US vertrauen?

Last edited 8 Monate zuvor by Pen
ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Pen
8 Monate zuvor

@Pen

ja…ich überleg manchmal, leider kann ich ausser „Nasdrowje“ „Wodka“ „Lada“ und „Druschba“ kein Russisch.. ob man dort politisches Asyl beantragen könnte…
Ich fühle meine Freiheit und Gesundheit in Europa bedroht

Pen
Pen
Reply to  ChrissieR
8 Monate zuvor

Mit Recht. Würde auch gern nach Rußland auswandern. Ein bischen mehr russisch sollte man allerdings können. Hier habe ich Angst, Angst vor den US.

Last edited 8 Monate zuvor by Pen
Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Pen
8 Monate zuvor

Ich möchte eigentlich gar nicht auswandern, denn das ist MEIN Land, sowie es das Land aller hier Lebenden ist.
Es ist nicht die Verfügungsmasse von Warburg-Äffchen und grünen Panzerfäusten.
Leider sieht es aktuell danach aus, dass es von dem aktuellen Regime voll vor die Wand gefahren wird.

Brian
Brian
Reply to  Schwitzig
8 Monate zuvor

Volle Zustimmung !!! 😤👿

Pen
Pen
Reply to  ChrissieR
8 Monate zuvor

gelöscht

Last edited 8 Monate zuvor by Pen
zoppo trumq
zoppo trumq
8 Monate zuvor

Solidarisieren in Form von Spenden?
Solidarisieren gibts heute auch kostenlos (und sogar zum selbst-beklatschen mit persönlichen Engagement)
Boykottieren, diffamieren, sabotieren, drangsalieren, FRIEREN und beschmieren ist angesagt.

beschmieren am 2.3.2022 um 0:49 hier im Forum vorausgeahnt:
https://www.neulandrebellen.de/2022/02/die-anti-diplomaten/

„Am sowjetischen Ehrenmal an der Straße des 17. Juni wurde in der Nacht zu Mittwoch ein sowjetischer Panzer mit einer ukrainischen Fahne überzogen. Laut Polizei wurde nichts beschädigt. Eine Straftat liege nicht vor.
Auf das sowjetische Ehrenmal im Treptower Park wurden laut Polizei am Dienstag zwei Sterne in den Farben der ukrainischen Nationalfahne aufgesprüht.“

https://www.morgenpost.de/berlin/article234956935/Polizei-Berlin-140-Vergehen-mit-Bezug-zum-Ukraine-Krieg.html
und das mit dem Frieren hat man uns ja jetzt schon klar gemacht, der Rest ist Eigeninitative ohne push-tan…

Daniel D. Dietze
Reply to  zoppo trumq
8 Monate zuvor

Das als Ehrenmal mißbrauchte Grab des Faschisten Stefan Popel auf dem Münchener Waldfriedhof (siehe unten) bräuchte wohl auch mal wieder einen neuen Anstrich. Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, beklagte sich zuletzt 2017 über die Schändung jenen Grabes.

Grabstaette-Stepan-Bandera.jpg
Last edited 8 Monate zuvor by Daniel D. Dietze
zoppo trumq
zoppo trumq
8 Monate zuvor

wollen sie Antworten?

ja, nachdem ich den Impf-o-mat mit Hirschhausen gesehen und durchgeklickt habe,
https://impf-o-mat.dranbleiben-bw.de/

der mir alle endlich alle Fragen beantwortet hat, wünsche ich mir einen
Selensky-o-mat
1.Finden Sie Putins Krieg gut?
ja-> wir können verstehen, dass das Abschlachten und Gewalt gegen Zivilisten aufgrund von putinversteherischer Schwurbelei und mangelnden Informationen positiv bewerten.
nein -> Richtig, Putin ist ein grundlos völkerrechtwidriger Verbrecher der Zivilisten abschlachtet, gehen sie Frieren und schauen sie weiter die Tagesschau
2.(…)

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  zoppo trumq
8 Monate zuvor

Impf-o-mat mit Hirschhausen

Grundgütiger! Vielleicht ist ein Atomkrieg doch eine erstrebenswerte Option, wenn dadurch diese Witzfigur und seine Veröffentlichungen weg sind.

Brian
Brian
Reply to  Schwitzig
8 Monate zuvor

Bei corodok gab’s auch schon einen Artikel mit den entsprechenden Videos dazu. Was für ein Brechmittel.
Quasi die Wichsvorlage für Gewaltfantasien…

Wütender Bürger
Wütender Bürger
8 Monate zuvor

Hey, Tom, das Vorlesen des NDS-Textes ohne den Buchstaben „_ett“ hat dir aber hörbar Spaß gemacht. 😁

Das Zuhören hat ebenfalls Spaß gemacht! 😎

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Tom J. Wellbrock
8 Monate zuvor

Verdammt! Ich meinte natürlich: das „Uhören“ hat auch Spaß gemacht.

Der nächste Kilometer, den russische Paner vorrücken, geht dann wohl auf meine Kappe, weil ich den verwunschenen Buchstaben benutt habe.

Mist!