Fünf Jahre Rechtsruck

Herzlichen Glückwunsch – uns selbst. Heute vor genau fünf Jahren gingen die neulandrebellen an den Start. Viel ist seither geschehen. Und wir haben uns verändert. Manche machen uns das zum Vorwurf. Damit muss man leben: Tut uns also leid, dass wir uns weiterentwickeln.

Am 3. Januar 2017 erschien an dieser Stelle der erste Text. Obwohl es damals um Krankmeldungen gibt, ein Fun-Fact am Rande: Es war keiner zu Corona oder Gil Ofarim. Für alle, die sich nicht mehr recht erinnern können: Es herrschte mal eine Zeit, da gab es noch gar keine Pandemie. Man hatte ganz andere Themen. Manchmal auch einen Durchhänger, weil sich thematisch nichts richtig anbot. Seitdem wir im Ausnahmezustand sind, ist das anders. Natürlich hat sich auch unsere Themenauswahl dadurch sehr verändert. Manche haben mir in den letzten Monaten an den Kopf geworfen, ich hätte mich sehr verändert, früher hätten sie mich gerne gelesen. So ist das aber immer. Die einen gehen, andere kommen. Und wenn wir ehrlich sind, es kamen mehr zu uns als sie von uns gingen.

Wie kann man denn überhaupt jemand vorwerfen, er hätte sich verändert? Ist Veränderung nicht das menschlichste Prinzip überhaupt? Weil Menschen sich verändern, scheitern Ehen, ist man plötzlich am Arbeitsplatz unglücklich, sucht man sich einen neuen Freundeskreis, mag man kein Schnitzel mehr. Die menschliche Existenz – und damit auch das Denken und Publizieren – ist im ständigen Fluss, ist dynamisch und nicht etwa starr. Jemanden vorzuwerfen, er habe sich verändert: Man könnte ihm auch anlasten, dass er ein Mensch sei, denn Veränderung ist menschlich.

Neue Ziele, die wir genauso wenig erreichen werden wie unsere alten

Irgendwie ging es uns beiden, Tom wie mir, vor einigen Jahren noch um etwas anderes: Wir wollten einen alternativen Blick auf die konservative und neoliberale Deutungshoheit anbieten. Eine linke Alternative in Blogformat sein. Mein vorheriger Blog, den ich von 2008 bis Ende 2016 hatte, hieß demnach auch ad sinistram, links um also. Wer mich von damals kennt, kann mir wirklich vorwerfen, ich hätte mich nach rechts bewegt. Denn vieles von dem, was ich damals dort fabrizierte, würde ich heute strikt anders aufzäumen. Mancher Text von einst liest sie wie so eine verquaste 68er-Analyse, wenig lesenswert, aber voller hochgestochener Worte, die beeindrucken sollen. Ich war jung und wollte kleckern. Heute ist mir das egal. Man kann die Welt auch mit einfacheren Worten umschreiben.

Besser gesagt, man kann nicht nur: Man sollte es auch. Mein Anspruch ist stilistisch wie auch inhaltlich mittlerweile ein anderer. Um linke Alternative, linke Sichtweise, geht es mir gar nicht mehr. Klar, ich bin sicherlich weiter ein Linker, wenn es um Themen wie den Arbeitsmarkt geht – da schlägt ein Gewerkschaftlerherz in meinem Brustkorb. Aber ansonsten bin ich da gerne offen. Wenn mir – und da spreche ich ganz sicher auch für Tom – überhaupt etwas wichtig ist in diesen Zeiten, dann wohl der Umstand, dass wir eine Gesellschaft möchten, in der man sagen kann was man will, ohne gleich dafür belangt, ausgegrenzt oder isoliert zu werden.

Im Grunde geht es uns mittlerweile also sehr stark um die Meinungsfreiheit. Auch wenn jemand etwas sagt, was wir gar nicht so teilen, was unpopulär ist, aber nicht justiziabel: Wir finden es wichtig, dass er es sagen können darf. Und genau daran mangelt es dieser Gesellschaft täglich mehr. Im Alltag ebenso wie im Medienbetrieb. Man macht es den Menschen immer schwerer, auch mal was zu sagen, was nicht in die schmale Räumlichkeit des Meinungskorridors passt. Es fehlt an Menschen, die sich noch was trauen, weil Traute bedeutet, unter Umständen seine Arbeitsplatz zu verlieren. Eine Gesellschaft, die sich so einschüchtern lässt, ist nicht einfach nur auf Abwegen: Die mausert sich zu einem totalitären Regime, zu einer Tyrannei, die sukzessive ein Sozialkreditsystem etabliert.

Auf die nächsten fünf Jahre: Dann vielleicht aus dem Knast

Dagegen anzuschreiben: Das halten wir für die oberste Priorität, die wir mittlerweile haben. Wir werden dabei nicht sehr erfolgreich sein, denn wenn überhaupt verändert man vielleicht die Welt einzelner Leser – aber nicht die Welt, also den Planeten. Aber wie Sisyphos wagt man sich eben stets aufs Neue heran. Bis zu einem gewissen Punkt glaubt man ja auch, dass man den Fels diesmal über die Kuppe bekommt. Man muss ausblenden, dass es einen unüberwindlichen Punkt gibt. Wir wollen weiterhin sensibilisieren, dass Demokratie und Meinungsfreiheit eben nicht bedeuten, Unliebsames auszublenden oder gar zu verbieten: Man muss es aushalten können, es zu ertragen wissen. Denn nur so entsteht Dialog, Diskussion und Streitkultur. Nur so ringt man um Werte, Vorstellungen und Ideale. Wer andere Ansichten ausmerzen will, ist kein Demokrat.

Insofern führen wir als Blogger, fünf Jahre nachdem wir die neulandrebellen gegründet haben, eine recht biedere Existenz, denn wir vertreten Werte aus der Mitte der Gesellschaft. Da die Mitte aber auseinanderklafft, hat diese Position fast schon was von Extremismus. Man muss aufpassen, dass Ausgeglichenheit, Gelassenheit und Standhaftigkeit, eigentlich Eigenschaften des demokratischen Miteinanders, nicht dazu führen werden, bald geächtet, mundtot gemacht oder inhaftiert zu werden. Letzteres, ich sage das für jene dazu, die nach fünf Jahren meinen Humor immer noch für bloße Naivität und Ernsthaftigkeit nehmen, könnte ich auch zynisch gemeint haben. Aber ganz sicher ist das freilich nicht.

Denn was, wenn die Impfpflicht kommt und einer von uns – oder beide – weigern sich, mRNA verabreicht zu bekommen? Ich will keine Impfdebatte an dieser Stelle eröffnen, sie ist mir mittlerweile lästig. Aber auch den Diskussionen um die Impfung merkt man ja an, wie dringlich eine demokratische Stimme ist, die mitmischt. Das ist unter anderem unsere Aufgabe. Vielleicht schreiben wir ja unsere nächste Laudatio, wenn wir in einem Jahr Sechsjähriges haben, direkt aus einer Haftzelle. Aus dem Gefängnis heraus für Demokratie einstehen. Thoreau meinte mal, dass »in einem Staat, der seine Bürger willkürlich einsperrt, […] es eine Ehre für einen Mann [sei], im Gefängnis zu sitzen.« Wollen wir mal hoffen, dass wir nicht zu viel der Ehre abbekommen werden. Bis dahin, danken wir den Leserinnen und Lesern. Schickt uns bitte Feilen so in den Knast, dass sie nicht von den Wärterinnen und Wärtern gefunden werden. Danke schon mal vorab.

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Schwitzig
Schwitzig
6 Monate zuvor


Veränderungen sind in erster Linie ein Ausdruck von gesammelten Erfahrungen und damit meistens Teil einer Lernerfahrung. So wie z.B. Dein neuer Schreibstil: Er ist flüssiger, weniger auf Effekthascherei bedacht und transportiert die Aussagen bedeutend eleganter als früher. Damit gewinnen Deine Beiträge an Tiefe, weil das Selbstdarstellerelement nicht so dominant ist.

niki
niki
6 Monate zuvor

Moin Robero, moin Tom…

Erst einmal meinen Glückwunsch zum 5-jährigen Bestehen…
Und ja… Auch ich habe mich stark verändert…

Ich glaube allerdings das wir uns weniger bewegt haben als die diejenigen die sich heute links nennen, es aber m.E. kaum noch sind! Die sind immer totalitärer geworden, so dass wir, ich gehe davon aus, dass ihr zumindest einer sehr ähnlichen Meinung seid, das ganze sieht, uns einfach von denen entfernten, ohne dass wir uns großartig in Bewegung setzen mussten. Die sind voll woke gegen den Schrank gelaufen und haben dadurch einen mittelschweren Hirnschaden davongetragen, der faschistische Gedankenstrukturen wieder en vogue macht…

Ja, ich habe meinen Standpunkt zur Einwanderung verändert. Und wir müssen nicht jedermann um jeden Preis aufnehmen! Sondern viel mehr dafür sorgen, dass diese gar keinen Grund haben zu uns zu wollen. Das kann man von linker Seite genauso wollen! Man wählt nur einen komplett anderen Ansatz! Man sorgt zumindest dort für Frieden und lasst die Menschen dort in Ruhe leben. Und unter Umständen, hilft man denen dort etwas, wenn es denn gewünscht wird, damit es so bleibt.
Ich habe mit einigen syrischen Flüchtlingen gesprochen! Die wären viel viel lieber zu Hause geblieben. Gerade diejenigen die sich hier gut integriert und inzwischen einen guten Job haben!
Nun gut: Das Kind ist zwar nun in den Brunnen gefallen, daher bleibt die Frage, was man mit all den Flüchtlingen macht. Jedenfalls nicht das was der Westen schon seit einiger Zeit praktiziert, so dass die Menschen quasi genötigt werden zu uns und unseren Nachbarn kommen zu müssen! Ich habe dazu allerdings keine Patentlösung. Trotzdem wäre es wichtig gewesen eine andere Lösung zu finden als einfach alle aufzunehmen! Aber sagen wir mal so: Hätte Merkel & Co. nicht dafür gesorgt dass den Flüchtlingslagern in Libanon und woanders nicht der Geldhahn zugedreht, wäre 2015 diesbezüglich bei weitem nicht so übel ausgefallen!

Das Thema Corona und Impfzwang lasse ich einfach mal aus… Da kennen wir unsere Standpunkte zu genüge und ähnlicher könnten die nicht sein.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
6 Monate zuvor

Weil Menschen sich verändern, scheitern Ehen, ist man plötzlich am Arbeitsplatz unglücklich, sucht man sich einen neuen Freundeskreis, mag man kein Schnitzel mehr.

Dem setzte ich gegenüber:

Nur weil Menschen sich verändern, entstehen wunderbare neue Beziehungen, ist man an einem neuen Arbeitsplatz glücklicher als zuvor, kann echte von falschen Freunden unterscheiden, lebt vielleicht gesünder.

Clarisse
Clarisse
Reply to  Wütender Bürger
6 Monate zuvor

Sehr schön, ein wütender Bürger mit halbvollem statt halbleeren Glas, das Jahr fängt gut an.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Clarisse
6 Monate zuvor

Ich bin ja kein sogenannter „Wutbürger“, sondern einfach nur stinkewütend darauf, dass so ziemlich alles, was ich in Laufe meiner ersten Lebensjahre an diesem Land zu schätzen und zu ehren gelernt habe, den Bach runtergeht oder bereits über die Klippe geflossen ist, und dass seitens Politik und Medien alles dafür getan wird, dass sich die Fließgeschwindigkeit des Baches ständig erhöht.

Und ja: mein Glas ist immer halb voll – mit Wut!

aray
aray
6 Monate zuvor

Zum Thema Veränderung bediene ich mich mal bei einem der großen Dichter deutscher Sprache:

Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten: „Sie haben sich gar nicht verändert.“ „Oh!“, sagte Herr K. und erbleichte.

Yossarian
Yossarian
6 Monate zuvor

Gut geschrieben! Ich habe euch übrigens früher aus den von dir genannten Gründen nicht gerne gelesen. Daher habt ihr zumindest mich mit eurer Veränderung dazugewonnen.

Und was die eigene Weltsicht anbelangt: Ich finde mich darin 1 zu 1 wieder. Auch wenn ich bei vielen Themen sicherlich weiterhin in einem linken Weltbild ticke, so bleibt als Erkenntnis aus dieser Zeit: Ohne Freiheitsrechte ist das alles nichts wert!

Frollein Renitent
Frollein Renitent
6 Monate zuvor

Wie kann man denn überhaupt jemand vorwerfen, er hätte sich verändert? Ist Veränderung nicht das menschlichste Prinzip überhaupt?

Sehr richtig! Das ist aber genau das, was beispielsweise die Katholische Kirche macht. Ein Priester hat sich mit Anfang 20 dafür zu entscheiden, nie wieder in seinem Leben ein einziges Spermium aus seinem Körper hinauszulassen – Masturbation ist diesen Männern ja auch strikt vorboten -, sie haben diese lebenslange Selbstvergewaltigung ihrem Bischof „und allen seinen Nachfolgern“ zu versprechen und sich ihr Leben lang an dieses Versprechen zu halten.

Wenn ein solcher Mann mit vielleicht 30 oder 35 auf den Gedanken kommt, sein Versprechen in jungen Jahren war Blödsinn, heute weiß er besser, was er braucht, dann wartet auf ihn entweder ein Leben der Dauerlüge, des unablässigen Versteckspiels und eines krankmachenden schlechten Gewissens, oder aber er steht fortan ohne Beruf und ohne Arbeitslosengeld vor dem Nichts.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Roberto J. De Lapuente
6 Monate zuvor

Scheiß Kopfkino… 😫

Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  Roberto J. De Lapuente
6 Monate zuvor

LOL!!!

Das beweist, daß Ihr maximal halbkatholisch seid. Wenn nicht noch schlimmer.

Vielleicht versucht Ihr mal eine Auffrischung in Richtung ganz katholisch? Hier gibt’s nämlich grad einen hochinteressanten Artikel über eine Ex-Pharmachef, der gerade so ziemlich überall gefeuert wurde, das heißt, gefeuert wurde er nicht, aber seine Accounts wurden geschreddert. Im Moment ist der Artikel noch lesbar. Wer weiß, wie lange noch:

mRNA-Erfinder Malone: „Pfizer ist eine der kriminellsten pharmazeutischen Organisationen der Welt“

Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  Frollein Renitent
6 Monate zuvor

Ein Zitat aus obigem Artikel:

Gegen Ende des Interviews sprachen Rogan und Malone auch über das, was Malone die „Massenbildungspsychose“ nannte, die weltweit stattfindet, und zogen dabei Parallelen zum Deutschland der 1920er und 1930er Jahre, wo „die hochintelligente, hochgebildete Bevölkerung völlig verrückt wurde“.

Clarisse
Clarisse
Reply to  Frollein Renitent
6 Monate zuvor

Tja, niemand stellt sich ungestraft einem Anthony Fauci in den Weg, aber das wusste Herr Malone ja schon, deshalb ist sein Mut umso bewundernswerter. Halleluja.

Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  Clarisse
6 Monate zuvor

@Clarisse

So war der Fauci schon vor 40 Jahren drauf. Hat damals schon an diesen oder jenen Fädchen gezogen und seine Marionetten tanzen lassen. Ein Pharmakarrierist, wie er im Buche steht. Peinlich, wenn dann so Cleverles auftauchen wie Malone und ihm die Show stehlen. Wird langsam Zeit, daß er in Rente geht.

Clarisse
Clarisse
Reply to  Frollein Renitent
6 Monate zuvor

Das Schöne daran ist ja das die AIDS Katastrophe als Vorbild für die vermeintliche Carola Pandemie gilt. Man kann sich die AIDS Sachen nochmal durchlesen dann bekommt man ein gutes Gefühl dafür wo und wie alles zurecht geschummelt wird. Ich hoffe nur das nicht so viele Kinder wie damals gequält und misshandelt wurden um Covid „Impfstoffe“ zu Testen.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Frollein Renitent
6 Monate zuvor

Keine Sorge: RT löscht so schnell keine ihrer eigenen Artikel, und schon gar nicht auf Zuruf der USA!

Brian
Brian
Reply to  Frollein Renitent
6 Monate zuvor

 nie wieder in seinem Leben ein einziges Spermium aus seinem Körper hinauszulassen 

Aus einem einfachen Grund : „Every sperm is sacred“ !
Aber die Katholen waren ja um Einfälle nie verlegen – siehe z.B. die
‚Herrgottsbscheißerle’…die waren i.d.R. wahrscheinlich weniger puritanisch als ihre
evangelischen Kollegen (und das sage ich als ehemaliger E-Vongole, dessen Opa
Pfarrer war…).

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
6 Monate zuvor

@Brian

die waren i.d.R. wahrscheinlich weniger puritanisch als ihre evangelischen Kollegen

Wen wunderts, wenn Katholen bei einem irdischen Vertreter ihres Übervaters mittels Beichte und Buße den Punktestand im Sündenregister auf „NULL“ zurücksetzen können?

Und wenn ein Geistlicher auf Abwegegerät, gibts für die „Erweiterung der Gemeinde“ vermutlich noch einen Schadensfreiheits-Rabatt als Bonus dazu. 😀

Frollein Renitent
Frollein Renitent
6 Monate zuvor

Roberto schrieb:

Mein vorheriger Blog, den ich von 2008 bis Ende 2016 hatte, hieß demnach auch ad sinistram, links um also. Wer mich von damals kennt, kann mir wirklich vorwerfen, ich hätte mich nach rechts bewegt.

Das Leben verläuft nicht linear, weder in der Politik noch sonstwo. Sieh das Leben – auch das politische – doch einfach als Kreis. In diesem politischen Kreis liegen Rechtsaußen und Linksaußen direkt nebeneinander. Sie berühren sich und schließen den Kreis. Das ist ja genau das, was politisch derzeit passiert. Man weiß längst nicht mehr, was rechts ist und was links. Betrachtet man das Ganze als Kreis, versteht man plötzlich, warum das so ist.

Cetzer
Cetzer
6 Monate zuvor

stilistisch

Gerade im Rückblick bietet sich mal ein Blick über den Computer-Zaun ins Reich der Linguistik an. Ich habe bei mit (Linux) schon in der Grundausstattung mit den Programmen style bzw. diction zwei Werkzeuge zur Textanalyse:

style –language de 5.Jahre

Lesbarkeits-Stufen:

    Kincaid: 8,0

    ARI: 8,0

    Coleman-Liau: 10,5

    Flesch Index: 60,9/100 (normales Englisch)

    Fog Index: 10,6

    Lix: 32,7 = niedriger als das fünfte Schuljahr

    SMOG-Grading: 5,3

Satz-Information:

    5135 Zeichen

    1059 Worte, durchschnittliche Länge 4,85 Zeichen = 1,57 Silben

    80 Sätze, durchschnittliche Länge 13,2 Worte

    41% (33) kurze Sätze (höchstens 8 Worte)

    12% (10) lange Sätze (mindestens 23 Worte)

    9 Absätze, durchschnittliche Länge 8,9 Sätze

    3% (3) Fragen

    27% (22) passive Sätze

    Längster Satz (47) enthält 44 Wort

    Kürzester Satz ( 2) enthält 8 Worte

Wortwahl:

    Verb Typen:

    „sein“ (24) Hilfsverb (27) 

    Typ in % der Gesamtzahl:

    Konjunktionen 8% (81) Pronomen 9% (97) Präpositionen 6% (60)

    Substantivierungen 1% (11)

Satzanfang:

    Pronomen (11) Fragepronomen (3) Artikel (7)

    untergeordnete Konjunktion (7) Konjunktion (11) Präposition (3)

Sowie diction –language de 5.Jahre
5.Jahre:1: [Damit] muss man leben:
5.Jahre:1: Tut uns [also] leid, dass wir uns weiterentwickeln.
5.Jahre:3: Manchmal [auch] einen Durchhänger, weil sich thematisch nichts richtig anbot.
5.Jahre:3: Natürlich hat sich [auch] unsere Themenauswahl dadurch sehr verändert.
5.Jahre:3: [So] ist das aber immer.
5.Jahre:5: Die menschliche Existenz – und [damit] [auch] das Denken und Publizieren – ist im ständigen Fluss, ist dynamisch und nicht etwa starr.
5.Jahre:5: Man könnte ihm [auch] anlasten, dass er ein Mensch sei, denn Veränderung ist menschlich.
5.Jahre:7: Neue Ziele, die wir [genauso] wenig erreichen werden wie unsere alten Irgendwie ging es uns beiden, Tom wie mir, vor einigen Jahren noch um etwas anderes:
5.Jahre:8: Mein vorheriger Blog, den ich von 2008 bis Ende 2016 hatte, hieß demnach [auch] ad sinistram, links um [also].
5.Jahre:8: Mancher Text von einst liest sie wie [so] eine verquaste 68er-Analyse, wenig lesenswert, aber voller hochgestochener Worte, die beeindrucken sollen.
5.Jahre:8: Man kann die Welt [auch] mit einfacheren Worten umschreiben.
5.Jahre:10: Man sollte es [auch].
5.Jahre:10: Mein Anspruch ist stilistisch wie [auch] inhaltlich mittlerweile ein anderer.
5.Jahre:10: Wenn mir – und da spreche ich ganz sicher [auch] für Tom – überhaupt etwas wichtig ist in diesen Zeiten, dann wohl der Umstand, dass wir eine Gesellschaft möchten, in der man sagen kann was man will, ohne gleich dafür belangt, ausgegrenzt oder isoliert zu werden.
5.Jahre:12: Im Grunde geht es uns mittlerweile [also] sehr stark um die Meinungsfreiheit.
5.Jahre:12: [Auch] wenn jemand etwas sagt, was wir gar nicht [so] teilen, was unpopulär ist, aber nicht justiziabel:
5.Jahre:12: Man macht es den Menschen immer schwerer, [auch] mal was zu sagen, was nicht in die schmale Räumlichkeit des Meinungskorridors passt.
5.Jahre:12: Eine Gesellschaft, die sich [so] einschüchtern lässt, ist nicht einfach nur auf Abwegen:
5.Jahre:15: Wir werden [dabei] nicht sehr erfolgreich sein, denn wenn überhaupt verändert man vielleicht die Welt einzelner Leser – aber nicht die Welt, [also] den Planeten.
5.Jahre:15: Bis zu einem gewissen Punkt glaubt man ja [auch], dass man den Fels diesmal über die Kuppe bekommt.
5.Jahre:15: Denn nur [so] entsteht Dialog, Diskussion und Streitkultur.
5.Jahre:15: Nur [so] ringt man um Werte, Vorstellungen und Ideale.
5.Jahre:17: Letzteres, ich sage das für jene dazu, die nach fünf Jahren meinen Humor immer noch für bloße Naivität und Ernsthaftigkeit nehmen, könnte ich [auch] zynisch gemeint haben.
5.Jahre:19: Aber [auch] den Diskussionen um die Impfung merkt man ja an, wie dringlich eine demokratische Stimme ist, die mitmischt.
5.Jahre:19: Schickt uns bitte Feilen [so] in den Knast, dass sie nicht von den Wärterinnen und Wärtern gefunden werden.

29 Phrasen in 80 Sätzen gefunden.
[Das Programm ist einer der ersten PhrasenDreschmaschinen]

Meines Wissens gibt es in der Richtung einiges mehr, auch von vorneherein germanischen Ursprungs; Vor vielen Jahren hatte ich mir selber eine Kleinigkeit programmiert, um die Verklumpung von Lieblingswörtern zu vermeiden.

Last edited 6 Monate zuvor by Cetzer
Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  Cetzer
6 Monate zuvor

Ich bin zwar auch mit Linux unterwegs (was auch sonst), verstehe aber trotzdem von dem, was Du da schreibst, keinen Piep.

Könntest Du vielleicht so freundlich sein und in klaren deutschen Worten mitteilen, was in etwa Du meintest? Ich bin sicher, es war was Wichtiges, aber so verstehe ich leider gar nix. Danke schonmal im voraus!

Cetzer
Cetzer
Reply to  Frollein Renitent
6 Monate zuvor

Nachdem Roberto festgestellt hatte, dass sich sein Stil in den letzten Jahren verändert hat, fielen mir zwei uralte Kommandozeilen-Programme¹ ein, die bei einer solchen, vergleichenden² Rückschau nützlich sein können: style und diction. Beide sind zwar angelsächsischen Ursprungs, können aber mit –language de auch ein bisschen Deutsch. Mein Posting bestand dann einfach aus dem leicht aufbereiteten Ergebnis des jeweiligen Aufrufs mit Robertos Text, wobei ich den Titel Fünf Jahre Rechtsruck als 5.Jahre abgekürzt hatte (In Linux durchaus üblich kein .txt oder so hintenan zu stellen).
Im Grunde geht es einfach darum, ähnlich der Rechtschreib- oder Grammatik-Prüfung, stilistische Fehler oder Schlagseiten, wie zu häufiges ‚auch‘ zu vermeiden, oder eben hier Veränderungen des Stils zu verifizieren. Natürlich ist es besser einen der wenigen freilebenden Lektoren zu fangen, im Keller einzusperren und ihm die fraglichen Texte (und etwas Wasser) vorzuwerfen…
Die Ausgabe des man-Befehls (~ Manual) für
style
diction
In der Richtung gibt es noch mehr Programme, auch mit grafischer Benutzeroberfläche bzw. für Windows³, allerdings waren die guten oder professionellen früher richtig teuer.

¹Bekannter sind grep, sort, man, kill…
²Für sich allein genommen sind Metriken wie durchschnittliche Wort- bzw. Satzlänge nicht sehr informativ, aber sie können Veränderungen in Stil/Lebensumständen wiederspiegeln. So ist es bekannt, dass Männer nach der Heirat viel häufiger Passiv-Sätze benutzen.
³Stichworte: Textanalyse/korrektur, Tool, Programm usw.

Last edited 6 Monate zuvor by Cetzer
Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  Cetzer
6 Monate zuvor

Ich weiß natürlich nicht, welches Linux Du benutzt – aber das meinige ist um Klassen einfacher. Das verstehe sogar ich als Frau.

So ist es bekannt, dass Männer nach der Heirat viel häufiger Passiv-Sätze benutzen.

Ja, ja, es ist nett von Dir, daß Du das sagst. Wenn ich das gesagt hätte, hätte ich schon wieder Prügel bezogen. 😉

Und weil wir gerade beim Prügelbeziehen sind: Gretchen ist gestern zarte 19 Jährchen alt geworden.

Noch mehr Prügel:

Die CSU hat ihr heißes Dreikönigsevent annuliert. Alle „krank“. Ein zum Event eingeladener Spanier darf nicht verreisen. Ebenfalls „krank“.

Ein Kreuzfahrtschiff namens 2GPlus (!) mit 2000 Passagieren und 800 Malochern an Bord ist vor Dubai gestrandet. Alle „krank“ darinnen.

Cetzer
Cetzer
Reply to  Frollein Renitent
6 Monate zuvor

welches Linux

Raspbian (Raspberry Pi) und gelegentlich Manjaro, aber der springende Punkt ist wohl eher, dass ich viel im Terminal bzw. der Kommandozeile mache; Bin ich noch von MS-DOS und früher¹ gewohnt, allerdings benutze ich dort pragmatisch die Maus².

Gretchen

Hatte ich mal einen (unveröffentlichten, Markdown) Text zu verfasst:

Sehr geehrte Frau Thunberg,
stellen Sie sich bitte einen kleinen Zirkus vor, der mit Volldampf auf den Bankrott zurast. Alle haben ihr Schicksal akzeptiert, nur die Tochter des Direktors hat den **Willen**. Sie will das Ruder herumreißen und sie hat auch den **Plan**.

Als große Attraktion, die den Zirkus weltweit bekannt und Geld zur Nebensache machen wird, sollen sich zum Abschluss alle, vom Starken Mann bis zum Zirkuspferd, in die Manege stellen und nach kurzem Trommelwirbel einen Salto Mortale vorführen – Der Dumme August als ehemaliger Weltklasse-Turner sogar einen doppelten. Vom **Willen** angesteckt beginnt die Generalprobe guten Mutes, doch am Ende steht das Desaster: Die Trapez-Künstler schaffen natürlich einen sauberen Salto, der Dumme August sogar noch einen anderthalbfachen(leider mit *Genicklandung*), aber alle anderen machen nur den einen müden Trick, der sie von jeher ausmacht; Das Pferd nur lustlos, denn eigentlich ist schon Fressen angesagt.

Und so geht der Zirkus mit Mann und Maus alternativlos pleite: Um die Vierbeiner kümmert sich der Abdecker als tierischer Konkursverwalter, Zweibeiner werden *verhartzt*. Nur die Tochter des in der Altenverwahranstalt entsorgten Direktors kann sich dank ihrer phänomenalen Öffentlichkeitswirkung einen lukrativen Job in der PR-Branche sichern. Aber, Frau Thunberg, bitte tun Sie uns das nicht an!

Bitte drehen Sie keinen selbstironischen Werbespot für Virgin Airlines.
Bitte.

Kreuzfahrtschiff namens 2GPlus (!) mit 2000 Passagieren und 800 Malochern

Gut, dass keiner gestorben ist, sonst müsste ich einen herzlosen Witz über die Lagerung von Leichen auf Kreuzfahrtschiffen in Abhängigkeit von ihrer sozialen Stellung und Zahlungsfähigkeit machen, verziert mit einem kannibalischen Schlenker des kurzsichtigen Kochs im Kühlraum.

¹Wenn Opa von Stalingrad8080 erzählt
²Es gibt auch Hardcore-Hacker, die auf die Maus verzichten

Rudi K
Rudi K
6 Monate zuvor

Dann gratuliere ich auch zu diesem „Jubiläum“ und wünsche noch ein besseres Jahr 2022.

Pen
Pen
6 Monate zuvor

Gratuliere zum 5jährigen Jubiläum, obwohl ich das Gefühl habe, es gibt Euch schon viel länger. Zudem seid Ihr gewachsen. Gut so! Veränderung ist Leben, Erstarrung der Tod. Wenn es geht, bitte weiter so.

Clarisse
Clarisse
Reply to  Roberto J. De Lapuente
6 Monate zuvor

Naja, dein „Alter“ erklärt dann schon mal deinen pubertären Schreibstil, du bist also unser Nesthäkchen 😉 Roberto, natürlich altert die Welt um dich herum nicht mit, die sind doch alle geimpft !

Robbespiere
Robbespiere
6 Monate zuvor

Am Anfang war ich über den Wechsel vom Spiegelfechter überhaupt nicht begeistert, aber ihr seid prächtig gewachsen ( ligt natürlich hauptsächlich am Dünger des Kommentariats 😀 ).

Insbesondere eure Podcasts sind ein echter Gewinn für uns alle.

Macht weiter so.

PS: Vielleicht haben wir ja Glück und kommen dereinst in eine Gemeinschafts-Rebellen-Zelle. 🙂

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Na klar, die Ungeimpften werden demnächst weggesperrt. 🙂

https://uncutnews.ch/ungeimpfte-koennten-bald-in-quarantaenelager-verfrachtet-werden/

Last edited 6 Monate zuvor by Pen
Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

@Robbespiere

Vielleicht haben wir ja Glück und kommen dereinst in eine Gemeinschafts-Rebellen-Zelle.

NEIN!!! In diese Zelle gehe ich auf gar keinen Fall mit hinein, wenn Ihr dorthin auch eine Erscheinung mitnehmen wollt, die mich gerade erst zum Betreten einer Hochleistungsmanufaktur für Identitätslose überreden wollte, damit aus mir alter weißer Schachtel (dem Nonplusultra Eures Kommentariats) ein knackiges Jüngelchen von maximal 25 Jährchen geschnitzt wird, ein Jüngelchen, das sich dann als Altenpfleger abrichten läßt, damit es rund um die Uhr körperliche Schwerstarbeit verrichten und auf diese Weise gnadenlos ausgebeutet werden kann.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Frollein Renitent
6 Monate zuvor

NEIN!!! In diese Zelle gehe ich auf gar keinen Fall mit hinein

Jetzt bist du sogar eine Zellenleugnerin… es hört einfach nicht auf!! Wo sind die Schäferhunde, wenn man sie braucht??

Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  ShodanW
6 Monate zuvor

@ShodanW

Jetzt bist du sogar eine Zellenleugnerin… es hört einfach nicht auf!!

Nein, bin ich nicht. Dein Vorwurf entbehrt jeder Logik. Ich bin eine Zellenverweigerin. Denn: Was es nicht gibt, kann man auch nicht verweigern. Ich verweigere aber. Jetzt klar? Na endlich!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Roberto J. De Lapuente
6 Monate zuvor

De-Lapuent

So ist es.

Du warst am Anfang noch reichlich SPD-lastig, als ich mir längst keine Illusionen mehr wg. denen machte.

Das dürfte sich wohl mit Chulz, Scholz und den nicht vorhandenen roten Linien gelegt haben.

Robbespier
Robbespier
Reply to  Roberto J. De Lapuente
6 Monate zuvor

De-Lapuente

Klar doch….allerdings…..mit dem Ad Sinistram-Roberto hatte ich keinen Verdruß.
War wohl nur eine temporäre Phase. 🙂

Robbespier
Robbespier
Reply to  Roberto J. De Lapuente
6 Monate zuvor

De-Lapuente

Hast du da seinerzeit überhaupt gelesen?

Nicht permanent, aber doch immer wieder.

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Vielleicht haben wir ja Glück und kommen dereinst in eine Gemeinschafts-Rebellen-Zelle.

Ich dachte, da wären wir schon…

Robbespier
Robbespier
Reply to  Brian
6 Monate zuvor

@Brian

Fast, lieber Brian.

Gestreifte Einheitskleidung und Nummern-Tattoo auf dem Unterarm fehlen noch, aber vielleicht haben die Näherinnen in Bangladesch ja schon einen Arbeitsauftrag.

TWASBO
6 Monate zuvor

Herzlichen Glückwunsch zum reifen Kleinkindalter von einem Rebellenfreund!

JW
JW
6 Monate zuvor

Toll geschrieben, Roberto. Es ist nun einmal so, dass mittlerweile in fast jedem Land „Frieden, Freiheit, keine Diktatur“ skandiert wird. Ich halte diese drei Begriffe auf alle Fälle für wesentlich wichtiger, als die einem „linken Geist“ zugeordnete, relativ neue Sprache. Oder: die links/grünen Spinner aus der „woken“ Oberklasse können mich alle mal. Die Strategie der Geldsäcke hat mittlerweile derart gewirkt und gewoben, dass tatsächlich nicht ein Stein mehr auf dem anderen liegt. Früher „Wohlstandsbauch“ – heute „Waschbrettbauch“ usw. usf. Aber es ist klar und täglich spürbar, die kritische Haltung ist sehr, sehr anstrengend geworden. Kleiner Trost (las ich jüngst irgendwo): Nur ein toter Fisch schwimmt permanent mit dem Strom.
Zusatz: Die Feile wird geliefert, es sei denn, wir werden zu Brüdern, dort im Knast . . .

Renate
Renate
6 Monate zuvor

Denn was, wenn die Impfpflicht kommt und einer von uns – oder beide – weigern sich, mRNA verabreicht zu bekommen?

Dann nehmt ihr nen Vektorimpfstoff oder den neuen Totimpfstoff. Ist ja nicht so, dass es keine Alternativen gäbe.

Ichiban-kawaii-otoko
Ichiban-kawaii-otoko
Reply to  Renate
6 Monate zuvor

Da nehm ich mir lieber gleich nen Strick.

Robbespier
Robbespier
Reply to  Renate
6 Monate zuvor

@Suckinate

Warum sollte man sich als gesunder Mensch impfen lassen, wenn 95% der Bevölkerung nicht oder nur leicht von der Erkrankung betroffen sind, wenn auch Geimpfte ( siehe RKI-Wochenberichte ) schwer erkranken können und die Impfwirkung ständig aufgefrischt werden muß?

Kauf dir mal ne Packung Logik.

Jau
Jau
Reply to  Robbespier
6 Monate zuvor
Robbespier
Robbespier
Reply to  Jau
6 Monate zuvor

@Jau

Erschreckend, aber man wird Alles dafür tun, dass die wirklichen Todesursachen nicht ermittelt werden.
Was hier vor unser aller Augen geschieht, ist ein Mega-Verbrechen, welches nach Sühne schreit.

Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  Robbespier
6 Monate zuvor

@Robbespier

Erschreckend, aber man wird Alles dafür tun, dass die wirklichen Todesursachen nicht ermittelt werden.

Das hat man doch schon vor zwei Jahren gemacht. Das RKI hatte doch damals „dazu geraten“, die Obduktionen bitteschön bleiben zu lassen.

Was hier vor unser aller Augen geschieht, ist ein Mega-Verbrechen, welches nach Sühne schreit.

Genau da ist es. Sehr richtig.

P.S.: Was ist auch dem „e“ geworden? Ist es krank? Oder nur „infiziert“?

Robbespier
Robbespier
Reply to  Frollein Renitent
6 Monate zuvor

@Frollein Renitent

Das „e“ hat kurzfristig die Mitarbeit verweigert.
Da wird eine Sanktion fällig. 🙂

Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  Robbespier
6 Monate zuvor

@Robbespier

Das „e“ hat kurzfristig die Mitarbeit verweigert.

Da wird eine Sanktion fällig. 🙂

Nee, nee, nee, sooo einfach ist das nicht. Da könnte ja jeder kommen.

Das „e“ fehlt immer noch! Das mit der Verweigerung war also eine Ausrede. Da wird nun mit Sicherheit eine Sanktion fällig. Nämlich allermindestens Jahre Zuchthaus bei Wasser und Brot.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Robbespier
6 Monate zuvor

Das ist eines der Probleme, die eine allgemeine Impfpflicht aufwirft: es gibt keinen Beweis, dass die zu impfende Person durch das Präparat einen Vorteil hat. Es gibt nur statistische Zahlen und Mengen, aber die sagen nichts über die einzelnen Impflinge aus.

Dass die sogenannte „Impfung“ keinen Schutz anderer Personen bewirkt, ist mittlerweile bewiesen. Das Argument ist also hinfällig.

Ein weiteres Problem sind die nicht mehr wegzudiskutierenden teilweise tödlichen Nebenwirkungen. Selbst die Politik hat davon inzwischen gehört und ist sich dieser Tatsache bewusst. Wenn der Gesetzgeber die Bürger zwangsweise mit diesen Präparaten spritzt, geht er das Risiko ein, dass einige Personen daran sterben werden, ohne einen Beweis für den Nutzen des Präparates für dieser Personen zu haben.

Es stellt sich also die Frage: darf der Gesetzgeber statistisch einige Menschen töten, nur um ebenfalls statistisch die Anzahl der Todesfälle durch Covid zu senken?

Und das ist dasselbe moralische Dilemma wie die Frage nach der Rechtmäßigkeit eines Abschusses eines voll besetzten Flugzeuges, um den Einschlag in ein AKW zu verhindern.

Wer die Frage nach einer Impfpflicht ohne zu zögern bejaht, sollte sich daher fragen, wie er/sie darüber denken würde, säße das eigene Kind in diesem Flugzeug, oder die eigenen kerngesunden Eltern stürben 2 Tage nach der Verabreichung der Spritze.

Robbespier
Robbespier
Reply to  Wütender Bürger
6 Monate zuvor

@Wütender Bürger

Das ganze Thma ist ohnehin müßig.

Das Worst-Case eines Jeden von uns ist der Tod und das ist, gesponserte WHO-Dfinition für Pandemien hin oder her, die Meßlatte für weitere Entscheidungen.

Bei Dimensionen wie Pest oder Ebola würden wir hier ja gar nicht über ein Für und Wider diskutieren.

Wenn aber die lethale Ausbeute von Covid in 2 Jahren gerade mal ca. 110.000 Leben und zwar sowohl mit und an Corona ergibt, bei einem durchschnittlichen Sterbealter von ü. 80 Jahren, dann ist klar, dass hier Schindluder mit einer med. nicht begründbaren Angst getrieben wird.

Dass dafür eine Kaffeesatzimpfe als Allheilmittel angepriesen wird und kein Interesse an Alternativen zu bestehen scheint, rundet das Bild für mich ab.

Hinzu kommt noch meine Jahrzehnte-langeerfahrung mit Politik, Medien und einer käuflichen, weil finanziell nicht unabhängigen Wissenschaft.

Wer sich einmal ausgiebig mit bereits aufgedeckten Verschwörungen beschäftigt hat, weiß, dass Machtmenschen regelrecht für ihre Ziele über Leichen gehen.
Diverse False-Flag-Operationen, die zu Millionen Todesopfern durch Kriege geführt haben, beweisen dies.

SElbiges unterstelle ich auch im Falle von Corona, wenn mit nicht erhobenen Daten die Krise immer weiter verlängert wird und diesmal sind die Opfer eben nicht fern nur in der dritten Welt.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Robbespier
6 Monate zuvor

Das Worst-Case eines Jeden von uns ist der Tod

Sprich nur für dich selber! Ich habe mir vorgenommen, für immer zu leben – oder zumindest bei dem Versuch draufzugehen!

Robbespier
Robbespier
Reply to  Wütender Bürger
6 Monate zuvor

@Wütender Bürger

Ich habe mir vorgenommen, für immer zu leben – oder zumindest bei dem Versuch draufzugehen!

Das scheint mir das Wunschszenario der Peaks-Fetischisten zu sein – ewig leben.

Da habe ich keinen Bock drauf, denn mir schwant für die Zukunft nichts Gutes.
Meine besten Jahre sind längst vorbei und der Zahn der Zeit nagt erbarmungslos.
Dann lieber einschläfern lassen als Siechtum.
Das habe ich zur Genüge in der Familie mit angesehen.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Robbespier
6 Monate zuvor

Das ganze Thma ist ohnehin müßig.

Das ist es nur deshalb, weil diejenigen, die einer Impfpflicht bedenkenlos zustimmen, eben nicht begriffen haben, dass das bedeutet, dass einige Menschen per Lotterie wissentlich geopfert werden, um ein zuvor kaputtgespartes Gesundheitssystem zu retten.

Das muss den Leuten eingehämmert werden, bevor es zu spät ist.

Last edited 6 Monate zuvor by Wütender Bürger
Robbespier
Robbespier
Reply to  Wütender Bürger
6 Monate zuvor

@Wütender Bürger

Das ist es nur deshalb, weil diejenigen, die einer Impfpflicht bedenkenlos zustimmen, eben nicht begriffen haben, dass das bedeutet, dass einige Menschen per Lotterie wissentlich geopfert werden, um ein zuvor kaputtgespartes Gesundheitssystem zu retten.

Und natürlich in der Absicht, weiter daran herumzusparen bzw. es dem Kapital als Anlagemöglichkeit zur Verfügung zu stellen.

Dass der Hammer da was bringt, ist zu bezweifeln, wenn einige Idioten fordern, solidarische Kostenübernahme von Behandlungen von Wohlverhalten abhängig zu machen.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Renate
6 Monate zuvor

Im geschwärzten Vertrag mit Pfizer stand bestimmt auch etwas drin, wie viel Provision du bekommst?

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  ShodanW
6 Monate zuvor

Die Szene, in der der ungarische(?) EU-Abgeordnete sich über diese geschwärzte Seiten aufregt, kennt Ihr sicherlich.

Aber kennt Ihr auch die Antwort von Martin Sonneborn? Er hielt einen Ordner in die Kamera und sagte in seiner süffusanten Art: das Exemplar in seiner Hand könne ja nicht das original sein, denn darin sei nichts geschwärzt! 😁

ShodanW
ShodanW
Reply to  Wütender Bürger
6 Monate zuvor

Ja, das war ein verdammt guter Moment. So sollte Satire funktionieren, und nicht in Richtung derer, die die Schwärzung mindestens komisch finden.

Renate
Renate
Reply to  ShodanW
6 Monate zuvor

Im geschwärzten Vertrag mit Pfizer stand bestimmt auch etwas drin, wie viel Provision du bekommst?

Fast nichts im Vergleich zu dem Profit den ich mit Pfizer-Covid-Medikamenten oder (noch besser) mit Covid-Intensivbehandlungen mache ^^

Eure Impfstoffe sind ja eh schon bezahlt und wenn ihr die nicht nehmt, dann sind Covid19-Pharmazeutika und Intensivfälle quasi der Bonus-Gewinn oben drauf. Ihr macht das ja gerne … Dankeschön!

Last edited 6 Monate zuvor by Renate
Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  Renate
6 Monate zuvor

Dieses Dankeschön ist in diesem Zusammenhang höchst aufschlußreich.

Renate
Renate
Reply to  Frollein Renitent
6 Monate zuvor

Christian Drosten hat heute ebenfalls gestanden…

marie
marie
6 Monate zuvor

ich kann dich sehr gut verstehen und bin ganz selbstständig (ohne dir oder irgendjemand zu folgen) an dem gleichen erkenntnispunkt gelandet. anfangs sehr zögerlich, denn in meinem selbstverständnis war ich ja klar links – ganz genauso, wie ich in meinem selbstverständnis niemals! das, was sich jetzt „offiziell“ als links-grün darstellte teilen oder unterstützen würde!

doch es ging ganz schnell und fast ALLE wertebegriffe änderten sich und es war unmöglich, noch klar zu kommunizieren, ohne eine perfekte vorlage für mißverständnisse zu liefern >>> als hätte „jemand“ genau DARAUF gewartet und dies vorbereitet … und ÜBERALL in einer angemessenen klaren kommunikation FALLEN aufgestellt … honig- und scheiße-spuren gelegt, die den verstand irritieren und eine heuchlerisch-mittelalterliche moral aufblühen lassen.

ich hab ja keine angst vor herausforderungen … und schritt für schritt näherte ich mich dann gedanken, die ich „ideologiefrei“ nannte und welche dem EIGENTLICHEN lebenssinn in macht-religions- und ideologiefreien wesen immer besser entsprechen konnten. jedoch erlebte ich propaganda von sehr vielen seiten … die alten süppchen waren zu erschmecken >>> bis ich euch fand!!!! ich war nicht mehr allein!!! ich war zu hause geistig angekommen …

vielleicht ist es arrogant? – naund??? ich wollte immer auf der höhe der zeit leben … der höhe der erkenntnismöglichkeit >>> obwohl ich weiß, dass man es auch als drama betrachten kann … als ganz persönliches und auch gesellschaftliches drama … dann denke ich an galileii … oder an milgram oder an die befreiung der roten armee und die heutige situation der nato-ausweitung – an unmenschliche sanktionen und angsttreibende maßnahmen

>>> doch vor allem an den mut von immer MEHR!!!!!!!! menschen

Heute war richtig viel los in Österreich und Deutschland https://s.w.org/images/core/emoji/13.1.0/svg/2764.svg hier eine kleine Auswahl https://s.w.org/images/core/emoji/13.1.0/svg/2764.svg – YouTube

Clarisse
Clarisse
Reply to  marie
6 Monate zuvor

Oh, du kannst ja auch Großbuchstaben 😉

Mordred
Mordred
6 Monate zuvor

Dein Schreibstil hat sich möglicher Weise verändert, aber Deine Einstellung bzgl. links/rechts? Ist dies nicht vielmehr dadurch erklärbar, dass sich gesellschaftlich vermeintlich (!) rechts/links verändert hat und Du Dich eher weniger?