Bleibt alles anders

»Ich will mein altes Leben zurück.« Den Spruch höre ich in letzter Zeit oft. Tut mir leid: Das wird nichts. Ganz gleich, wie man es dreht oder wendet: Es gibt kein altes Leben in neuen.

Neuerdings ertappe ich mich dabei, wie ich mein Leben in eine neue Zeitrechnung einteile: Vor und nach Corona. Das nimmt zuweilen krude Formen an. Wenn ich einen älteren Film gucke, denke ich so für mich: »Ihr habt es gut, damals war das Leben noch leichter.« Als ich neulich »Die zwölf Geschworenen« schaute, habe ich gerechnet, ob wohl einer der Protagonisten noch in die Corona-Wendezeit geraten würde. Der Film ist von 1957 – 63 Jahre vor dem großen Einschnitt. Erstaunt war ich indes neuerlich, wie fesselnd so ein dialoglastiger Streifen sein kann. Dialogfilme gibt es ja heute auch noch, aber mehr als Coming-of-Age-Geschwafel, »bin ich Männlein, bin ich Weiblein?«, kriegt kein Regisseur mehr auf die Kette. Das ist aber gar nicht das Thema.

Corona ist also die Zäsur in meinem Leben. Als Mittvierziger habe ich nun auch schon einiges erlebt. Aber so tief hat noch nichts in mein Leben, mein Gemüt, meine Haltung geschnitten. Wobei das falsch ist: Es ist weniger das Virus als das, was die Politik an Maßnahmen ergriffen hat, wie das Thema grundsätzlich medial angegangen wird, was mein Leben durchschnitten hat. Ich ertappe mich dabei, wie ich mich nach meinem alten Leben sehne. Andere tweeten das dramatisch – ich sage es leise vor mich hin, wie ein stilles Mantra. Natürlich ist mir klar, dass Corona kein Idyll abgelöst hat. Bin ja nicht doof. Einfacher war es vorher dennoch: Wer das als Quatsch abtut, macht sich was vor. Schlimmer ist ein anderer Gedanke, der mehr und mehr von mir Besitz ergreift: Es gibt kein Zurück.

Selbst wenn das Virus sich in Luft auflöst …

Ganz egal wie es kommt, die Lockerheit, die Lebensart von vorher ist dahin. Und das meine ich jetzt nicht dem Sinne nach, dass wir nicht mehr eng an eng beim Sushi-Meister hocken und Lieder anstimmen und über Urlaube sinnieren. Ich meine den Umgang miteinander, die Haltung zu Staat und Gesellschaft, das Auftreten gegenüber sogenannten Autoritäten. Das ist so verkorkst, so zerstört: Nie und nimmer kommt man aus den Verwerfungen heraus.

Selbst dann nicht, wenn Covid-19 jetzt einfach verschwindet. Nehmen wir zum Beispiel an, man findet ein Medikament, das sich auch noch recht leicht und mit wenig Aufwand herstellen lässt: Und plötzlich ist es vorbei, das Virus löst sich in Luft auf. Was natürlich heißt, dass es noch da ist, nur nicht mehr für uns interessant. Stellen wir uns vor, das alles geht jetzt schnell: Im April ist der Spuk rum. Wird dann schnell alles wieder gut? So wie früher? Nein! Auch dann nicht. Der Lockdownismus, der Fanatismus manches lieben lieben Mitbürgers, die Ohnmacht gegenüber sinnlosen Maßnahmen und Verfechter solcher Schwachsinnigkeiten und vieles mehr: Das kriegen wir doch nicht mehr aus den Köpfen.

Familien berichten von Brüchen. Freunde haben Freunde verloren. Nicht eben nur an den Tod: Ja auch an die Spaltung der Gesellschaft, verursacht durch Hysterie und Panikmache, durch eine schroffe, lebensfremde Politik und eine Medienlandschaft mit Tunnelblick. Da gibt es nicht einfach einen Ausgang, eine Exit-Strategie. Da wurde etwas nachhaltig zerrüttet, die letzten Reste Urvertrauen zerstört. Wer kann denn seinem Nachbarn noch jemals mit Salz oder Mehl aushelfen, wenn der sich in der Corona-Zeit als Blockwart outete? Und der Lehrer des Kindes, der dauernd Theater machte, weil er gefährdet sei wie sonst keiner, während die Eltern weiter auf Pflegestationen oder im Supermarkt arbeiten mussten: Wer will so einen noch ernstnehmen?

Wie umgehen mit den Gestaponaturen?

Von weitem sah ich neulich in der Nähe des Frankfurter Domes acht Polizisten Streife laufen. Einen haben sie sich gekrallt. Zu acht haben sie ihn gemaßregelt, er solle die Maske weiter über die Nase ziehen. Der Kerl hatte sie auf, auch über der Nase. Aber die Staatsmacht wollte wohl Präsenz an der Nasenwurzel zeigen. Dergleichen sieht man in den Netzwerken. Da führen Polizisten eine Oma in Handschellen ab, weil die keine Datenangabe machen will, obwohl sie gegen eine Ausgangssperre verstößt und eine Pflegekraft erteilt man ein Bußgeld, weil sie zu früh zur Arbeit unterwegs war, weswegen auch sie gegen die Ausgangssperre werkgetätigt habe. Kann man solche Ordnungshüter je anders als von oben herab beäugen?

Jeder von uns kennt diese Geschichten. Die gelasseneren von uns tun aber gerne so, als seien sie überzogen, dramatisiert und wesentlich weniger heiß gegessen als gekocht worden. Das ist fraglich. Das Leben in dieser Pandemie hat sich radikalisiert. Menschen mit Gestapoqualitäten können heute ganz ungeniert einfordern und vorgehen. Die Unverletztlichkeit der Wohnung stand kurzzeitig auf dem Spiel: Gab es einen Aufschrei? Kaum. Denn diejenigen, die aufschreien wollten, befürchteten von den Radikalen gefressen zu werden – und die Gestaponaturen, die die Durchregulierung befürworteten, freuten sich auf solche harten Maßnahmen.

Nochmal die Frage: Wie will man je wieder friedlich, je wieder gelassen mit diesem Typus Mensch in einem Staat leben, der für sich noch beansprucht, ein Rechtsstaat sein zu wollen? Wird man es händeln müssen, wie weilandt nach 1945? Oh, ich weiß, das ist ein fieser, ein dummer Kniff, eine verschleppte Nazi-Keule. Aber es ist nicht als Gleichsetzung gemeint – bloß als Vergleich. Damals hat man auch verdrängt, nicht nachgefragt, welche Rolle man spielte, wie man darüber dachte. Man schob es weg.

Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen

Harald Jähner schreibt in seiner Analyse Deutschlands von 1945 bis 1955, »Wolfszeit« so der Titel, dass die Unglaublichkeit des Vorherigen durch Hunger und Schwarzmarkterfahrungen kanalisiert wurden. Eigentlich sei das Verdrängen eine große Leistung gewesen: Ohne sie hätte die Bundesrepublik als Staat keine Chance gehabt. Ohne sie kein wirtschaftlicher Aufschwung. Die Verdrängung war notwendig. 1968 war diese Betrachtung freilich unpopulär. Wenn wir es so halten wollen, wann stürmen irgendwann die jungen Leute gegen die Verlogenheit des Danach an und hadern mit der Heuchelei? 2048 vielleicht?

Das alte Leben zurückhaben zu wollen: Nette Vorstellung. Aber undenkbar. Im Grunde gilt das ja für jede Zäsur. Panta rhei eben. Man kann nicht zweimal in denselben Fluß steigen. Denn es ist immer anderes Wasser, das das Flussbett führt. Die Kiesel bewegen sich, alles ist im Fluss. Nichts bleibt so wie es war. Man muss für dieser Erkenntnis nicht Heraklit heranziehen – man spürt das im Leben von alleine. Aber selbst ein Leben, das dem ähnelt, was vorher war, im Zusammenleben, im Umgang miteinander: Das wird nur schwer vorstellbar sein.

Es fällt einfach zu viel vor dieser Tage. Nicht immer in der ganz großen Politik, sondern eben auch im Kleinen. Im Gesicht, wo man über Zellstoffmoden belehrt wird. Mit wem man sich trifft, wie man sich begrüßt. Ein Unbekannter sprach mich mal in der U-Bahn an, ich sollte mir bitte nicht zu oft ins Gesicht fassen. Wer wäre denn vorher auf so eine Grenzüberschreitung gekommen? Höchstens ein Psychopath. Ich antwortete ihm, dass ich ihm gleich ins Gesicht fassen werde. Wer hätte vorher gleich so schroff reagiert? Ein Psychopath? All das wird uns lange nachhängen. Gemeinsinn und Staatsbürgertum werden sich nicht einfach reaktivieren lassen, die letzten Kohäsionskräfte verdampfen gerade, der postulierte Zusammenhalt hat uns auseinanderdividiert. Die Tiefe der tatsächlichen Spaltung wird erst offenbar, wenn die Pandemie vorbei ist.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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Stefan becker
Stefan becker
1 Jahr zuvor

Mal wieder sprichst du mir aus der Seele und fasst das in die Worte, die mir fehlen um jenes mitzuteilen was du hier schreibst. Deine Beschreibung der Zeit nach Corona, hat dystopische Züge die mir Angst machen. All jene, die sich dieser Entwicklung bewusst sind, sollten sich mit aller Macht gegen eine solche erwehren. Möglicherweise hilft eine Trotzreaktion und schweißt uns Menschen wieder zusammen. Ich weiß, das klingt romantisch und vermutlich auch zu optimistisch. Lasst uns dennoch alles daran setzen, dass die gesellschaftlichen Schäden möglichst gering ausfallen.
Venceremos

niki
niki
Reply to  Stefan becker
1 Jahr zuvor

Jedenfalls erkenne ich auch mein Umfeld kaum wieder. Viele von denen die vorher lebenslustig waren, sind komplett verstört und wirklich reif für die Psychatrie…

Und nicht das auch bei mir die Scheiße keine Spuren hinterlässt… Mich hinterlässt dass auch nur noch irgendwo zwischen ohnmächtig und aggressiv, letzteres vor allem wenn ich diese Gestapo-Männchen sehe, zurück…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Stefan becker
1 Jahr zuvor

@Stefan becker

Der einzige Ansatz, die Spaltung der Gesellschaft nach Coeona einigermaßen zu kitten, ware der, die Verantwortlichen gnadenlos zur Rechenschaft zu ziehen und endlich die Kontrolle der Politik wirkungsvoll zu etablieren.

Dann wohnen Leute wie Spahn eben nicht mehr in einer 4 Mio.-Villa, sondern enteignet und ohne weitere Ansprüche gg. die Bürger in einer Zelle, gerne auch mit Fototapete vom Virus.

Tobias Morgenstern
Tobias Morgenstern
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

ja, sehr gut, sehe ich auch so. irgendwie muss man da ran, aufzuklären, restlos.
ich finde in diesem Zusammenhang schon mal deutlich mutmachend die Arbeit vom Corona-Ausschuss. über 40 Folgen – eine hervorragende Vorlage.

Pen
Pen
Reply to  Tobias Morgenstern
1 Jahr zuvor

Ja, die sind wirklich gut.

https://www.youtube.com/watch?v=YOyNFbcEE5c

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Dr. Klaus Füllmich wird dafür sorgen, daß die zahlen müssen. Darauf kannst Du Dich derlasssen. Er will übrigens auch dafür sorgen, daß wir für 1 Jahr die GEZ gebühren zurückverlangen können, weil wir belogen und nicht ausgeglichen informiert wurden.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

@Pen

Füllmich kann die rechtliche Grundlage schaffen, aber den Rest muss die Mistgabel erledigen. 🙂

Last edited 1 Jahr zuvor by Robbespiere
Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

ok. die vom C Ausschuß sind alle hier eingetreten

https://diebasis-partei.de/#nav-mobile

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Teeren und federn nicht vergessen…:-)

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

@Brian
Rädern und anschliessend vierteilen zum Dessert!!!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

@Brian

Das klingt so rabiat.
Heute wird bitumiert und feder-beflockt. 😀

ChrissieR
ChrissieR
1 Jahr zuvor

Guude, Roberto!

Auch ich kann Deine Ausführungen zu 100pro unterschreiben.
Jedesmal, wenn ich in Filmen „vor Corona“ lebenslustige Menschen in Kneipen, gar noch rauchend, sehe..denke ich mit immer heftiger werdender Traurigkeit: früher WAR alles besser!!!!!
Und ich hab von Tag zu Tag weniger Bock auf irgendwas…Keller ausmisten? Wozu noch…Zaun neu streichen? Was bringts?
Ich komme mir vor wie auf der Zielgeraden des Lebens im Kriechgang..abends sage ich oft: “ Gut! Schon wieder ein Scheisstag rum!“
Und mein erstes Wort nach dem- immer weiter herausgezögerten – Aufstehen ist:“ Schei***!“
Immerhin treffe ich doch noch beim Einkaufen mal Menschen, die sich draussen gleich den Drecksmaulkorb runterreissen und habe mit denen schon viel interessante Gespräche gehabt. Oft auch laut, dass andere zuhören mussten!
Das Virus hat Merkel, diese lebensunlustige, verbitterte protestantische Pfarrerstochter bundesweit gesuperspreadet…das Depri-Virus, quasi Ebola fürs Gehirn..
Ein ganz schwaches Medikament dagegen ist Rotwein oder ein Bockbier…hält aber net lang vor…

ShodanW
1 Jahr zuvor

Dieses Gefühl war vorher schon da, aber nun ist es deutlich vor unserer aller Augen. Schön, dass man mit dem Gefühl nicht alleine dastehen muss, sonst wüsste ich nicht was ich tun würde.

ChrissieR
ChrissieR
1 Jahr zuvor

https://m.youtube.com/watch?v=abZlWqVeLzg

…das läuft bei mir fast in Endlosschleife…komme mir auch vor wie on the road to hell…

Brian DuBois-Guilbert
Brian DuBois-Guilbert
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

@ ChrissieR
prima !

Bei mir läuft dies: https://www.youtube.com/watch?v=9MHw0yzxHbQ

Gut, dass der selige Herr Kilmister diese Scheisse nicht mehr miterleben musste….

Lemmy-02.jpg
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian DuBois-Guilbert
1 Jahr zuvor

@Brian DuBois-Guilbert

Auch passend zum aktuellen Wahnsinn:

https://www.youtube.com/watch?v=0qanF-91aJo

Brian DuBois-Guilbert
Brian DuBois-Guilbert
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

@ Rob

UNSCHLAGBAR !!

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Ich hätte da noch AC/DC anzubieten, z.B. „Highway to hell“…
oder, weniger rockig : „Master and Servant“ von Depeche Mode…;-)

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

@Brian

Depeche Mode….cool.

Passend zum neoliberalen Soziopathen-Pack:

https://www.youtube.com/watch?v=DEbAUcdfbmk

auch das passt perfekt:

https://www.youtube.com/watch?v=_BTzWFhHGvY

Bei Letzterem fällt mir direkt vdL ein, die olle Grinse-Trulla. 🙂

Last edited 1 Jahr zuvor by Robbespiere
Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Passt doch. Grinse-Trulla und Rauten-Trulla :-))
Eigentlich hätte uns das ja von Anfang an (also vor zig Jahren) auffallen müssen : die Raute ist ein Zeichen von totaler Unsicherheit. Die weiß nicht, wohin mit ihren Fingern. Und selbstunsichere Menschen haben ja schon häufig die größten Verwüstungen angerichtet…

ShodanW
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Es soll Spannungen abbauen. Als das Thema mal öffentlich wurde, hieß es, sie wäre „sehr fokussiert“ und „lenkt nicht vom Wesentlichen ab“, soweit ich mich noch erinnere. Na ja, wenn es so wäre, würde man nicht über ihre Raute diskutieren…

Stefan Becker
Stefan Becker
1 Jahr zuvor

auch das noch: die dystopischen Aussichten werden zur Realität : 😒 Fuck.
Aus den NDS:
https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/elektronischeer-impfpass-oesterreich/

Last edited 1 Jahr zuvor by Stefan Becker
Atalante
Atalante
Reply to  Stefan Becker
1 Jahr zuvor

Verdammt, vor ein paar Wochen las ich bei mimikama noch „KÖNNTE kommen“

Na Prima,
dann dauert es nicht lang, dass unsere deutschen Politdarsteller das auch wollen, wetten? Was SOWAS angeht, orientiert man sich ja gerne am Ausland…

Willkommen in der „neuen Normalität“, wo man im Zweifel nur noch was zu fressen kriegt, wenn man ne Impfung nachweisen kann (weil man sonst nicht mehr in den Lebensmittelmarkt kommt), die Politik kann da ja gar nichts machen, ist ja „privatwirtschaftlich“ und so…

Nur noch zum K….

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Stefan Becker
1 Jahr zuvor

Der Common Pass ist seit einem Jahr Standard, wenn Du international was begucken willst. Ist doch schön, dass auch die Österreicher das begriffen haben.
Nutzen tut er für die aktuelle Krise nix. Gegen HIV gibt es auch keine Impfe und das Zölibat hat selbst im Vatikan versagt.
Man stelle sich vor, man hätte in den 80ern jedes Konzert von Queen oder Elton John geräumt.

Defi Brillator
Defi Brillator
1 Jahr zuvor

„die letzten Kohäsionskräfte verdampfen gerade,“

Bindungskräfte gab und gibt es vielleicht noch in der Familie, bzw. dass, was man seine Familie nennt (Filterblase).
Die deutsche Gesellschaft war, ist und wird immer eine Gesellschaft der niederen Instinkte bleiben. Komme der Strukturwandel, wie er will!
Neid, Missgunst und Hass sind ihre Wesensmerkmale.
„Warum hat der Drecksack Butter auf dem Brot und ich nicht! Wo hat der die her? Jetzt ist aber Schluss damit! Wenn ich die Butterstulle nicht selber haben kann, sorge ich zumindest dafür, dass seine Stulle im Dreck landet!“ ist das deutsche Motto seit eh und je.
Corona ist dabei nur eine weitere Offenbarung.

„Die Tiefe der tatsächlichen Spaltung wird erst offenbar, wenn die Pandemie vorbei ist.“

Nein. Sie war, ist und wird immer ersichtlich für die Sehenden bleiben.

„Dialogfilme gibt es ja heute auch noch, aber mehr als Coming-of-Age-Geschwafel, »bin ich Männlein, bin ich Weiblein?«, kriegt kein Regisseur mehr auf die Kette.“

Doch. Kriegt er. Das bezahlt ihm aber keinen Learjet. Das Filmgeschäft ist ein Massengeschäft. Wie beim Discounter, appellierst Du an niedere Instinkte und beflügelst den herrschenden Zeitgeist, um Erfolg zu haben. Daher kann es pädagogisch wertvoll sein, sich Filme früherer Epochen anzuglotzen. Vor allem die Frühwerke des Films. Denn das war eine Zeit, wo niemand davon ausgegangen ist, dass sich normale Bürger so einen Streifen überhaupt leisten können werden.

Corona ist nur die nötige Vorstufe, um die Dystopie „Incorporated“ wahr werden zu lassen (Incorporated (TV Series 2016–2017) – IMDb). Ich bin wieder mal sehr froh, keine Kinder in diese Welt gesetzt zu haben.

Last edited 1 Jahr zuvor by Defi Brillator
ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

Tja…wir haben leider vor über 30 Jahren zwei Kinder in die Welt gesetzt…die aber ihrerseits glücklicherweise (noch) keinen Kinderwunsch haben!
Ich habe eben online meine MitgliederInnenschaft bei “ Die Basis“ beantragt. Ist wohl sinnvoller als Keller ausmisten…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Gestern habe ich mir teilweise ein Interview von Gunnar Kaiser mit Jürgen Todenhöfer angeschaut ,der auch eine neue Partei gegründet hat.
Ich schätze Todenhöfers Engagement gg. Krieg sehr, aber als er behauptete, die deutsche Politik sei nicht korrupt, war für mich Sense.
Abschlüsse von Freihandelsabkommen wie Ceta, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Tausende Lobbyausweise für den ungehinderten Zugang zum BT, ausscheidende Politiker, die für Traumgagen in die Wirtschaft wechseln, die Weigeng der CDU, ein Lobbyregister einzuführen etc., sprechen eine klar andere Sprache.

Wer das, warum auch immer leugnet, will auch nur das System in Randbereichen ändern, aber nicht den Kern.
Kosmetik, nenne ich sowas.

Zudem haben Parteiprogramme und Wahlversprechen keinen inneren Wert, weil sie permanent gebrochen oder nach Gusto angepasst werden ( siehe Grüne).
Da ist Nichts einklagbar und muss bis zur nächsten Wahl erduldet werden,wobei der nächste Verein das gleiche Spiel spielt.
Bei der trauten Einigkeit im Parlament kann das ewig so weitergehen.

Zu allererst muss die Mitbestimmung der Bürger zur Begrenzung der parlamentarischen Macht etabliert und eine wirklich unabhängige Justiz geschaffen werden, bevor man sich über Parteien und deren programmatischen Inhalte Gedanken macht, so meine Meinung.

Stefan Becker
Stefan Becker
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Zuallererst muss die Mitbestimmung der Bürger zur Begrenzung der parlamentarischen Macht etabliert und eine wirklich unabhängige Justiz geschaffen werden, bevor man sich über Parteien und deren programmatischen Inhalte Gedanken macht, so meine Meinung.

…sehr schöne Forderungen, die ich vollumfänglich unterschreibe. Aber diese innerhalb eines demokratischen Parlamentarismus umzusetzen, ist schlicht und ergreifend wegen gegebener Mehrheitsverhältnisse nicht möglich. Da helfen auch leider keine neuen Parteien, die meistens dann nur <1% der Stimmen erreichen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Stefan Becker
ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Stefan Becker
1 Jahr zuvor

@Stefan Becker

Jo..aber garnix tun kostet genausoviel…und wenigstens kann ich mit der Mitarbeit in einer basisdemokratischen Partei gegen die Depression ankämpfen….sonst müsste ich mich eigentlich sofort umbringen!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Naja,Chrissie, du mußt deine Lebenslicht nicht vom Standort einer Laterne abhängig machen.
Es gibt auch Initiativen außerhalb der Politik, wie “ Gemeingut in Bürgerhand“, „Mehr Demokratie e.V.“ etc., wo man sich engagieren kann.

Wenn du dich bei dieser Partei aber gut aufgehoben fühst, dann mach das. 🙂

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Ja. Nur leider funktionieren auch Vereine als Korrektiv nur bedingt. Zudem kann es jederzeit passieren, dass einem die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Als Einsteigergeschäftsmodell sind sie indes unschlagbar.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

@Defi Brillator

Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit ist eine perfide Methode, Kritiker mundtot zu machen, v.A. wenn man sieht, was da sonst so Alles als förderungswürdig betrachtet wird.

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Förderungswürdig ist dabei, was irgendwo Moneten bringen kann. Vgl.: Fußballverein, der.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

@Defi Brillator

Förderungswürdig ist dabei, was irgendwo Moneten bringen kann. Vgl.: Fußballverein, der.

Aber nur für die Klasse, bei der sich das frische Geld in guter Gesellschaft befindet. 🙂

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Stefan Becker
1 Jahr zuvor

@Stefan Becker

sehr schöne Forderungen, die ich vollumfänglich unterschreibe. Aber diese innerhalb eines demokratischen Parlamentarismus umzusetzen, ist schlicht und ergreifend wegen gegebener Mehrheitsverhältnisse nicht möglich. Da helfen auch leider keine neuen Parteien, die meistens dann nur <1% der Stimmen erreichen.

Das bekommt man von keiner Partei im Bundestag geschenkt, weil es ihre Macht beschneidet und jede von denen hofft ja insgeheim, einmal am goldenen Schweinetrog Platz nehmen zu dürfen, um ausgesorgt zu haben.

Da machen auch neue politische Vereinigungen keine Ausnahme.
Ein Einstiegsgehalt von 14.000€, Altersabsicherung und die Asussicht, von Lobbyisten als „Talent“ entdeckt zu werden, machen jede Hoffnung auf einen Wandel von Innen heraus zur Illusion.

Der Impuls muss von Außen kommen, weil sich die Bürger das nicht mehr bieten lassen.

Stefan Becker
Stefan Becker
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

„Der Impuls muss von Außen kommen, weil sich die Bürger das nicht mehr bieten lassen.“

… eben !

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

„Ich schätze Todenhöfers Engagement gg. Krieg sehr, aber als er behauptete, die deutsche Politik sei nicht korrupt, war für mich Sense.“

Warum? Todenhöfer ist da Realist und weiß genau, was er mit seiner Partei bewegen kann. Darum geht es bei dem Spiel. Auch bei seinem.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

@Defi Brillator

Warum? Todenhöfer ist da Realist und weiß genau, was er mit seiner Partei bewegen kann.

Was er bewegen kann, ist die eine Sache, wobei ich glaube, dass ihm dieser Punkt sogar Stimmen brächte, weil das Vertrauen in die Politik hinsichtlich Korruption auf einem Tiefpunkt ist.
Dass man Mehrheiten braucht, um solche Fehlsteuerungen zu revidieren, dürfte den meißten Bürgern durchaus klar sein.

Den Mißstand aber glatt zu leugnen und damit der Politik einen „Persilschen“ auszustellen, halte ich für fatal und whltaktisch für ein Eigentor.

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Den Mißstand aber glatt zu leugnen und damit der Politik einen „Persilschen“ auszustellen, halte ich für fatal und whltaktisch für ein Eigentor.

Das ist Mitnichten ein Eigentor. So wird das Spiel gespielt. Wenn Du auf der Schlossallee und der Parkstraße 20 Hotels geparkt hast, kann Dich keiner mehr vom Gewinnen abhalten.
Du gehst auch nicht in die Deutsche Politik, um was zu ändern, sondern um mehr Geld und Möglichkeiten für Dich und Deine Liebsten auf möglichst einfache Weise zu generieren. Etwas, was Dir vorher nicht möglich war. Und das ist auch sein Ansatz. Ob der in einem Stammwählerland, wie Doofland belohnt werden wird, steht noch auf einem ganz anderen Blatt. Aber er kann ja noch in die anderen Parteien wechseln, wenn das Experiment nicht so läuft.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

@Defi Brillator

Du gehst auch nicht in die Deutsche Politik, um was zu ändern, sondern um mehr Geld und Möglichkeiten für Dich und Deine Liebsten auf möglichst einfache Weise zu generieren.

Was Todenhöfer in dieser Hinsicht betrifft, so dürfte der längst ausgesorgt haben.
Die Pension ist sicher, das Buchgeschäft und alles drumherum läuft auch nicht schlecht.
Für sich selbst braucht er den Gang in die Politik aus finanziellen Aspekten sicher nicht, es sei denn, er gibt hier die Trägerrakete für Andere.

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Ein Buchgeschäft ist kein Geschäft. Deine Innenstadt dürfte Dir das zeigen.
Ich kenne keinen Milliardär, der eine Million ausschlagen würde.
Trägerrakete ist da schon eher was. Wie gesagt: Einen Parteiwechsel sollte man nicht ausschließen. Man erinnere sich an die Piraten.

Last edited 1 Jahr zuvor by Defi Brillator
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

@Defi Brillator

Ein Buchgeschäft ist kein Geschäft. Deine Innenstadt dürfte Dir das zeigen.

Das kann man so pauschal nicht sagen.
Es hängt sicher mit der Nachfrage und der damit verbundenen Tantieme ab.
Ein Buchladen kann aber nicht nur Bestseller anbieten, was die Marge natürlich empfindlich drückt.
Noch dazu haben die Amazonen dem Handel ganz schön das Geschäft vermiest.

Ich kenne keinen Milliardär, der eine Million ausschlagen würde.

Trägerrakete ist da schon eher was. Wie gesagt: Einen Parteiwechsel sollte man nicht ausschließen. Man erinnere sich an die Piraten.

Ich kenne überhaupt keinen Milliardä….also persönlich, mein ich, aber du hast sicher recht.
Milliardär wird man nicht, weil man an siebenstelligen Beträgen achtlos vorüber geht.

Aber sei’s drum.
Todenhöfer, bzw. seine Partei ist für mich keine Option, nach der Aussage, noch dazu als Insider.

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Ein Buchladen kann aber nicht nur Bestseller anbieten, was die Marge natürlich empfindlich drückt.

Doch. Kann er. Schau mal beim Bahnhof rein und suche nach Schiller oder Klemperer.

Frage doch mal einen Autor, was er so verdient. Regale einräumen beim Discounter ist da einträglicher.

Noch dazu haben die Amazonen dem Handel ganz schön das Geschäft vermiest.

Nein. Das haben die ehemaligen Kunden, die ihn zwar um Buchtipps gebeten haben, aber dort nichts mehr gekauft haben.

Der Wert von Literatur wird Dir auf eindrucksvolle Weise von jedem Büchertauschregal im Supermarkt verdeutlicht.

Nur noch Opas und „philosophische Influencer“ posieren vor einem vollen Bücherregal.

Solltest Du mal eine Beräumung vornehmen müssen, weil ein Verwandter verblichen ist, so sei gewiss, dass die Entsorgung schwer fallen wird. Selbst ledergebundene Werke Schillers mit einem handschriftlich geschriebenen Vorwort bekommst Du nicht mehr los.

Im Falle des Bücherregals gilt folgende Regel: 1 € pro Regal (inkl. Regal). Minus 10 € pro Regal bei einem Raucherhaushalt (inkl. Regal).

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

@Defi Brillator

Nur noch Opas und „philosophische Influencer“ posieren vor einem vollen Bücherregal.

Also ich kann nur von mir ausgehen.
Meine Bücher kaufe ich entweder direkt im Buchladen, oder, falls nicht mehr im Handel, gebraucht über Medimops oder andere Händler.

Mit fast sechzig Opa genannt zu werden, ist aber schon bitter. 🙂

Last edited 1 Jahr zuvor by Robbespiere
Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Wie hast Du denn die Alten damals genannt? Heute ist man halt selber in dem Verein. Die, die alles richtig gemacht haben, für die war „live fast – die young!“ kein leerer Spruch. Das scheint bis heute so zu gelten. Die magische Grenze ist dabei 26. Willkommen in der Loge bei der Muppet Show!

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Mein Mitleid hält sich in Grenzen. An der Welt zu ersticken, die man selber erst erschaffen hat (für die man aufstand und zur Arbeit ging, um dann irgendwas zu konsumieren), ist sicher die bitterterste Methode zum Abtreten. Du glaubst wirklich noch an die Parteipolitik?
70 Millionen € für die AfD dürften doch eine deutliche Sprache sprechen? Was passiert wohl mit „der Basis“, wenn dieser Sachzwang sie trifft? Um von den anderen Sachzwängen gar nicht erst zu reden. Was passiert wenn der Herrenstaat zum Krieg gegenüber XY aufruft, wenn die Atomwaffen dafür zwar vor Ort stationiert, aber unter fremder Kontrolle sind?
Was würde unter der Basis für Obdachlose anders laufen?
Was macht die Basis mit Leuten die aus der GKV fallen, weil sie die Leistungen gestrichen bekommen?

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

Na ja..aber garnix machen ändert ja schon mal gleich überhaupt nix!

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Also lieber Mitlaufen als gar nix machen? Dann mache ich lieber gar nix!
P. S.: Wenn es mit der Basis nicht so laufen sollte, gibt es noch etablierte Parteien, wo Du das Gleiche tun kannst. Die haben den Vorteil, dass da mehr Gelder, Posten und je nach Karriere, auch eine Anschlussverwertung bereit stehen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Defi Brillator
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

Alle „Mann“ mal eine Woche vorsorglich, weil wir haben ja Corona, gar nichts machen, und zu hause bleiben. Danach sähe es hier schon erheblich anders aus.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Moin Chrissie, ich bin überzeugt davon, dass wenn genügend Leute „nur“ passiven Widerstand leisten würden, nach dem Motto „Macht doch euren Scheiß alleine“, unter peinlichsten Einhaltung aller Regeln (was man früher auch „Dienst nach Vorschrift“ nannte) und Hygiene Vorsorgemaßnahmen, hätte die in Berlin und den Landeshauptstädten schnell „fertig“.

Wahrscheinlich reichten damit schon 10% der Bevölkerung aus, um das System ins wanken zu bringen. Davor hatten auch die Nazis Angst, und unterdrückten das mit massiver Propaganda und drakonischen Strafen für „falsche“ Gesinnung.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

@Defi Brillator

Die deutsche Gesellschaft war, ist und wird immer eine Gesellschaft der niederen Instinkte bleiben. Komme der Strukturwandel, wie er will!

Neid, Missgunst und Hass sind ihre Wesensmerkmale.

Als ein rein deutsches Phänomen sehe ich das nicht.

Ich denke, dass diese „Instinkte“ eine Ursache in der Ungleichheit von Gesellschaften haben und in dem Narrativ, dass Jeder seines Glückes Schmied sei, was zutiefst verlogen ist.

Wenn Partizipation an Bedingungen ( wie die Finanzierung der Bildung der eigenen Kinder ) geknüpft wird, kommt es zwangsläufig zu einer Spaltung/Entsolidarisierung weiter Teile einer Gesellschaft und das macht es den Machteliten leicht, ihre Interessen durchzusetzen.

Je mehr ein politisches ( und ökonomisches ) System auf Chancen-Gleichheit abzielt, desto geringer das Risiko einer Ellenbogen-Gesellschaft, in der Mißgunst und Hass eine Basis haben.

Divide et impere ist jedenfalls ein von Oben gesteuerte Strategie.

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Als ein rein deutsches Phänomen sehe ich das nicht.

Ich denke, dass diese „Instinkte“ eine Ursache in der Ungleichheit von Gesellschaften haben und in dem Narrativ, dass Jeder seines Glückes Schmied sei, was zutiefst verlogen ist.

Ich konzentriere mich auf Dinge, die ich selbst erlebt habe. Ich war in der glücklichen Lage, viele Länder bereisen zu dürfen, aber ich verwechsle das nicht mit dem dortigen Leben. Daher muss ich auf das Leben vor Ort referenzieren. Und das reicht aus.

Dein beschriebenes Narrativ wird und wurde gespeist von der alles andere dominierenden Hollywood-Propaganda.
Wenn Du denkst, die hätte keinen Einfluss, dann erinnere Dich an Deinen Schulabschluss und an den Deiner Kinder bzw. Enkel.
Bei meinem haben wir die Autos der Pauker zwischen 2 Bäume getragen, den Schuleingang mit gefüllten Wassergläsern & Co verbarrikadiert und auch ansonsten dafür gesorgt, dass an dem Tag kein Unterricht mehr möglich war und jeder ein bisschen Spaß mitnehmen konnte. Das alles in zerrissenen Jeans.
Heute: Der Bentley holt die Angebetete im Ballkleid ab und fährt sie zum Ball der Pinguine. Alles muss so aussehen, wie in den US-High- School-Serien, denen die Teenies (warum auch immer) nacheifern. Daher auch die Amokläufe.
Es ist schon so, wie der olle Scholl-Latour sagte: „Wenn Du Dir halb Amerika ins Land holst, dann hast Du vor Ort nicht Berlin, sondern die Bronx (von 1984). “

Wenn Partizipation an Bedingungen ( wie die Finanzierung der Bildung der eigenen Kinder ) geknüpft wird, kommt es zwangsläufig zu einer Spaltung/Entsolidarisierung[…]

Alter Hut. Diese Solidarisierung gab es nie. In Deutschland wird die auch niemals kommen. Nimm doch einfach Inklusion als Beispiel. Schau Dir doch an, wo in Deiner Stadt Behinderte geparkt werden. Im Ruhrgebiet ist Wetter da das zentrale Lager. In Sachsen oberhalb der neuen Heide in Dresden. Hauptsache da, wo sich Fuchs & Hase gute Nacht sagen, damit der „normale Bürger“ niemals mit solchen Plagen konfrontiert wird. Als einsamer Streiter steht dagegen Raul Krauthausen vor einer Rathaustreppe und kommt nicht hoch.
Dabei sind Behinderte mit 10 % eine der größten Minderheiten in Deutschland.
Und Nein: Dafür ist jeder einzelne Bundesbürger mitverantwortlich. Nicht nur die da oben.

Je mehr ein politisches ( und ökonomisches ) System auf Chancen-Gleichheit abzielt, desto geringer das Risiko einer Ellenbogen-Gesellschaft, in der Mißgunst und Hass eine Basis haben.

Ja, das disqualifiziert Deutschland für die Ewigkeit. Amen.

Divide et impere ist jedenfalls ein von Oben gesteuerte Strategie.

Jein. Das kommt von zu groß geratenen Firmen und ihren angeschlossenen Fachverbratern, wie KPMG, Deloitte, Blackrock & Co. Politisch gesehen, bestehen dafür nur zwei Gründe: Profit (was eigentlich nie ein politischer Grund sein sollte) und Kriegsvermeidung. Um so etwas zu verhindern, gibt es eigentlich das Kartellamt, das aber nur einschreiten kann, wenn zwei Tante-Emma-Läden zu einem „Kaufhaus“ fusionieren. Vgl.: Heidelberg Zement, FB, Google, Siemens, VW, BMW, etc. pp.. Auch dafür ist jeder Bürger dieses Staates mitverantwortlich. Er hat allerdings (nach wie vor) noch die Möglichkeit, sich dagegen zu entscheiden.
Wie sieht Deine Entscheidung aus ?

Last edited 1 Jahr zuvor by Defi Brillator
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

@Defi Brillator

Es ist schon so, wie der olle Scholl-Latour sagte: „Wenn Du Dir halb Amerika ins Land holst, dann hast Du vor Ort nicht Berlin, sondern die Bronx (von 1984). “

Dem stimme ich zu.
Von da Drüben kam selten was Vernünftigs zu uns rübergeschwappt.
In meiner Kindheit gabs Afri-Kola und Bluna, weniger Auswahl an Süßkram und keine Hamburger im Teigschwamm, sondern leckere Frikadellenbrötchen.

Alter Hut. Diese Solidarisierung gab es nie.

Gab es schon, aber die haben unsere Freunde von der SPD zusammenschießen lassen.

Schau Dir doch an, wo in Deiner Stadt Behinderte geparkt werden.

Kann ich so nicht bestätigen.
wenn ich an einem Pflegeheim vorbeikomme, wo z.B. sichbar Leute mit Behinderung sind, ist das nicht JWD.
Allerdings sind diese Einrichtungen mitunter an Hauptstraßen gelegen, was nicht gerade für hohe Lebensqualität sorgt.

Und Nein: Dafür ist jeder einzelne Bundesbürger mitverantwortlich. Nicht nur die da oben.

Inwiefern?

Jein. Das kommt von zu groß geratenen Firmen und ihren angeschlossenen Fachverbratern, wie KPMG, Deloitte, Blackrock & Co. Politisch gesehen, bestehen dafür nur zwei Gründe: Profit (was eigentlich nie ein politischer Grund sein sollte) und Kriegsvermeidung.

Kriegsvermeidung????

Um so etwas zu verhindern, gibt es eigentlich das Kartellamt, das aber nur einschreiten kann, wenn zwei Tante-Emma-Läden zu einem „Kaufhaus“ fusionieren. Vgl.: Heidelberg Zement, FB, Google, Siemens, VW, BMW, etc. pp..

Können wird es schon, dafür ist es ja da, nur, wie unabhängig ist der Laden und wie viele Kompetenzen wurden da bereits auf die EU übertragen?

Auch dafür ist jeder Bürger dieses Staates mitverantwortlich. Er hat allerdings (nach wie vor) noch die Möglichkeit, sich dagegen zu entscheiden.

Wie sieht Deine Entscheidung aus ?

Worin liegt denn die Verantwortung der Bürger?

Das Staatskonstrukt wurde von den Alliierten festgelegt, politische Streiks von einem Richter Namens Nipperdey ausgehebelt und zur Übertragung nationaler Rechte auf die EU hat er nichts zu melden, oder durftest du z.B. bei Maastricht oder der Euroeinführung mitbestimmen?

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Von da Drüben kam selten was Vernünftigs zu uns rübergeschwappt.

Und doch ist jede Fernseh- und Radiosendung, jedes Auto, jedes Fahrrad und fast jede Website hierzulande ein Plagiat von da drüben.

Finde den Fehler!

Gab es schon, aber die haben unsere Freunde von der SPD zusammenschießen lassen.

Wenn diese „Solidarität“ so groß gewesen wäre, wie sie später inszeniert wurde, wären diese Schüsse nie gefallen!

Inwiefern?

Was treibt Dich an? Wofür brennst Du? Für wen gehst Du arbeiten? Für wen stehst Du morgens auf? Wen wählst Du (auch Klassensprecher und Vereinsmitglieder zählen)? Wen rettest Du aus den Flammen?

Kriegsvermeidung????

Du nutzt ernsthaft die Begrifflichkeit divide et impera, ohne die Hintergründe zu kennen? Ich bin ja schon ein ziemlicher Geschichtsmuffel, aber das würde ich mir dann doch nicht zutrauen.
In der Wirtschaft wird der Begriff nicht umsonst verwendet, da man lieber zusammen den „Markt“ beackert.

Können wird es schon, dafür ist es ja da, nur, wie unabhängig ist der Laden und wie viele Kompetenzen wurden da bereits auf die EU übertragen?

Nein. Es ist nur da weil es da ist. Die Befugnisse werden von denen eingeschränkt, die Du gewählt hast und bei denen Du Kunde bist. Genau wie bei der Bafin (vgl. Wirecard & so.) Ist Dir Gustl Mollath noch ein Begriff? O. a. sind Institutionen, in denen Politik und Wirtschaft ihre Altlasten verklappen, wenn man sie nicht nach Europa schleppen kann.

Die EU-Kompetenz kannst Du am Bananenbiegen oder Impfen ermessen. Da kann man in diesem Fall nicht den Sündenbock aufstellen. Das hat Doofland alleine verkackt!

Das Staatskonstrukt wurde von den Alliierten festgelegt[..]

Was? Die sind Schuld, dass Du morgens um 6 raus musst?

Deine Bekannten möchte ich da gerne kennen lernen. Ich hätte wohl endlich viel mehr zum Lachen und könnte bloggen, wie die Neulandrebellen.

wenn ich an einem Pflegeheim vorbeikomme, wo z.B. sichbar Leute mit Behinderung sind, ist das nicht JWD.

Gut, am Textverständnis müssen wir noch arbeiten. Ich schrieb von Inklusion. Du beschreibst mir die Exklusion. Inklusion bedeutet Teilhabe. Exklusion bedeutet Ausgrenzung (ein schönes, deutsches Wort, wenn man über das Wort an sich nachdenkt).
Evtl. wäre es ja doch ganz informativ, sich mal mit den Aktionen von Raul Krauthausen zu beschäftigen? Damit könnte man gleich zwei Themen mit einer Fliege erschlagen: Solidarität & Inklusion.

Brian
Brian
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

Der Herr Krauthausen, der ein Befürworter von Zero-Dingsbums ist ?
Aber das nur am Rande…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
1 Jahr zuvor

@Defi Brillator

Und doch ist jede Fernseh- und Radiosendung, jedes Auto, jedes Fahrrad und fast jede Website hierzulande ein Plagiat von da drüben.

Finde den Fehler!

Also Autos bestimmt nicht, den Fernsehmüll verdanken wir Kohls Einführung des Privatfernsehens und seinem Spezi Leo Kirch, was aber nicht für Qualität spricht, oder findest du diee Formate mit ihrem Werbemüll etwa wertig, aus Sicht des Konsumenten? Ich nicht.

Die Gestaltung von Websites ist soweit ok, aber aber genau so in anderen teilen der Welt möglich, wenn es eine ensprechende Förderung solcher Technoligien gibt. In Europa hatte man eben kein Interesse an eigenen Entwicklungen.
Hier herrscht Innovations-Unlust.

Wenn diese „Solidarität“ so groß gewesen wäre, wie sie später inszeniert wurde, wären diese Schüsse nie gefallen!

Galubst du es hätte Ebert oder Noske gestört, für ihren Machterhalt noch mehr Leute erschießen zu lassen?

Was treibt Dich an? Wofür brennst Du?

Wofür würdest du brennen, wenn man dich aus Profitgründen in einem Alter, wo du nicht mehr einfach umschwenken kannst und ein Handycap hast, einfach an die Luft setzt?
Was mich antreibt ist der Zorn auf ein System, welches nur an Profit für eine Minorität interessiert ist und politisch Verantwortliche, die sich um die Krümel vom Tisch der Profiteure balgen, währen Millionen menschen um ihre Lebensleistung oder ihre Zukunft betrogen werden.
Was treibt dich an?

Du nutzt ernsthaft die Begrifflichkeit divide et impera, ohne die Hintergründe zu kennen? Ich bin ja schon ein ziemlicher Geschichtsmuffel, aber das würde ich mir dann doch nicht zutrauen.

In der Wirtschaft wird der Begriff nicht umsonst verwendet, da man lieber zusammen den „Markt“ beackert.

Bist du sicher, dass du das „divide et impera“ richtig verstanden hast?

Es bedeutet nicht, die Herrschaft zu teilen, sondern sie dadurch abzusichern, dass man potentiellen Konkurrenten ein Stück vom Kuchen abgibt, den größten Brocken aber für sich behält, um die eigene, dominante Herrschaftsposition abzusichern.
Verliert ein Konkurrent seine Nützlichkeit, wird er aus dem Spiel genommen.

Auch in der Wirtschaft ist das nur eine Zeitfrage.Am Ende steht ein Monopol.

Nein. Es ist nur da weil es da ist. Die Befugnisse werden von denen eingeschränkt, die Du gewählt hast und bei denen Du Kunde bist. Genau wie bei der Bafin (vgl. Wirecard & so.) Ist Dir Gustl Mollath noch ein Begriff? O. a. sind Institutionen, in denen Politik und Wirtschaft ihre Altlasten verklappen, wenn man sie nicht nach Europa schleppen kann.

Die EU-Kompetenz kannst Du am Bananenbiegen oder Impfen ermessen. Da kann man in diesem Fall nicht den Sündenbock aufstellen. Das hat Doofland alleine verkackt!

Natürlich haben nationale Politiker im Interesse ihrer Soufleure/Sponsoren eine supranationale Ebene namens EU geschaffen, um nationales Recht auszuhebeln und auf die sie sich immer berufen können, wenn diverse Schweinereien gg. die Bevölkerungs-Mehrheit durchgesetzt werden sollen.
Dass trotdem, v.A. die deutsche Regierung dort den Ton angibt, ist Binse.
Das macht aber die Auslagerung nationaler Zuständigkeiten auf die EU nicht obsolet und die maßgeblichen Institutionen dort habe ich auch nicht gewählt, weil man die gar nicht wählen kann.
Die neoliberalen Abnicker in unserem Parlament übrigens auch nicht, nur um das mal klarzustellen.

Was? Die sind Schuld, dass Du morgens um 6 raus musst?

Ich beziehe mich nicht auf das Arbeitleben, sondern auf ein Staatskostrukt, das bei fehlender Opposition und real nicht vorhandener Gewaltenteilung
faktisch durchregieren kann.
Was war daran missverständlich?

Gut, am Textverständnis müssen wir noch arbeiten. Ich schrieb von Inklusion. Du beschreibst mir die Exklusion. Inklusion bedeutet Teilhabe. Exklusion bedeutet Ausgrenzung (ein schönes, deutsches Wort, wenn man über das Wort an sich nachdenkt).

Vielleicht solltest du dich etwas klarer ausdrücken.
Wenn du davon sprichst, dass Behinderte irgendwo in der Peripherie „geparkt“ werden, klingt das nicht nach Inklusion.

FS
FS
1 Jahr zuvor

Was mir derzeit am meisten Gedanken bereitet: Auch wenn es nicht mehr wie vorher wird, wie wollen wir aus dem aktuellen Zustand überhaupt wieder heraus kommen? Ich meine, im letzten Sommer, in dem es kaum nennenswerte Fallzahlen gab, als diese sich quasi tief im Rauschen des Falsch-Positiven bewegten, hat man das große Testen nicht beendet, die Gesichtsknebel nicht wieder abgeschafft. Das hat man, ich denke bewusst und mit Absicht, versäumt. Stattdessen wurden Verordnungen beibehalten und sogar in Gesetze gegossen.

Daher die konkrete Frage: Ist das nun unsere gesellschaftliche Zukunft? Einkaufen, Kino, Reisen oder in eine Bar gehen nur noch mit Maske oder Impfbescheinigung? Willkürliche Ausgangsbeschränkungen und Quarantäne – ja, die KZ-mäßige Unterbringung von Abweichlern in psychologischen Einrichtungen -, wann immer man meint, dass es die Gesundheitssituation erfordert? Weil die Zahlen meinen, dass die X-te Welle von Virus Y herrscht? Das toppt selbst die Angsterzeugung durch Terrorismus.

Ich habe die Befürchtung, das werden wir so schnell nicht wieder los. Nicht ohne eine Revolution, die das System grundsätzlich in Frage stellt. Und die sehe ich leider, trotz der massiven Einschnitte, überhaupt nicht am Horizont.

Last edited 1 Jahr zuvor by sevenacids
Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  FS
1 Jahr zuvor

Da will man gar nicht raus. Exakt dieses Straßenbild war die Basis von Orwells 1984. Nur, dass da halt auch scharf geschossen wurde. Falls Corona in 4 Jahren in Deutschland mal vorbei sein sollte, findet sich bestimmt ein „neuer“ Virus.
Drosten hat ja schon letztes Jahr vor MERS gewarnt. Die Deutschen Medien hypen im Moment Ebola.
Ich wette hingegen: Die Grippe kommt zurück!

Man bedenke nur all die Geschäftsmodelle, die dann wegbrechen würden. Wie der Desinfektionswürfel. 2 Sagrotanspender in einem Metallwürfel für nur 8000 €. In diesen schiebst Du Deinen Einkaufswagen, um ihn dann wieder in der Wagenschlange zu parken. Finde den Fehler!

Last edited 1 Jahr zuvor by Defi Brillator
Brian
Brian
Reply to  FS
1 Jahr zuvor

Natürlich geschah und geschieht das mit Absicht.
Letzten Endes sind das Problem aber nicht die Politiker (auch wenn sie viel Schuld auf
sich geladen haben) oder irgendwelche Milliardäre oder Industrien, sondern die Bevölkerung und der einzelne Mensch, der diesen absurden Wahnsinn mitmacht. Es gibt
weder in meiner Familie noch in meinem Umfeld einen einzigen Menschen, der meiner
Meinung ist oder das Ganze ernsthaft hinterfragt. Selbst nach einem Jahr völlig einseitiger Berichterstattung der sog. etablierten Medien und z.T. sich völlig widersprechenden Maßnahmen und Äußerungen, die eigentlich selbst dem Naivsten und
Blindesten auffallen müsste, ist die Meinung häufig : „das sind ja Experten (daß ich nicht
lache…), die wissen schon, was sie tun“. Daß ich seit ca. 15 Jahren im medizinischen
Bereich tätig bin und mich seit fast 20 Jahren z.T. sehr intensiv mit medizinischen Themen auseinandergesetzt habe, spielt für viele keine Rolle. Sie wissen’s ja doch besser. Das ist übrigens eine Entwicklung, die ich schon seit Jahren beobachte : sich bloß nichts sagen lassen…

Brian
Brian
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Es gibt übrigens ein – wie ich finde – sehr schönes kleines Buch zum Thema
Gesundheitssystem : „Die Medizin heilen“ von Klaus-Dieter Platsch, einem Internisten und Psychotherapeuten (Untertitel: An der Schwelle einer neuen
Gesundheitskultur). Er benennt die Dinge klar beim Namen und versucht trotzdem, Hoffnung zu vermitteln. Und das mir als hoffnungslosem Pessimisten…:-)

Flore
Flore
1 Jahr zuvor

Auch ich schließe mich an, mir geht es ähnlich. Das Alte war nicht immer gut, aber das Gute kommt so nie wieder. Ich bin Mitte 60 und weiß ich nicht, ob ich euch Jüngere beneiden oder bedauern soll. Dass ihr noch mehr Lebenszeit vor euch habt, gibt euch mehr Chancen oder Hoffnung darauf, dass es sich doch mal wieder bessern könnte. Andererseits ist so ein Einschnitt mitten im Leben, wo ihr noch viele Pläne habt, natürlich schlimmer als bei Menschen in meinem Alter. Ich dagegen bedaure auch mich, weil ich mir die letzten 20 Jahre meines Lebens so schön entspannt vorgestellt habe. Das wird wohl nix. Tja. Ich ertappe mich auch dabei, dass ich mich von vielen Menschen zurückgezogen habe, mit deren Ansichten ich im letzten Jahr überhaupt nicht mehr klarkam und sie konnten mich nicht verstehen, bügelten jede Kritik an den Maßnahmen ab und verstanden die Regierung zu gut. Wem soll ich noch vertrauen, sollte das hier alles mal wirklich vorbei sein? Frage ich mich. Woher weiß ich, ob neue Bekanntschaften sich vielleicht als besonders eifrige Mitläufer oder gar Blockwarte ausgezeichnet haben – und sicher werden sie es verschweigen? Werde ich als misstrauische Eremitin enden? Das wollte ich nie. Und wenn ich alte Filme sehe über das ganz normale Leben, überfällt mich ebenfalls die Traurigkeit. Wirklich, das muss ein anderes Leben gewesen sein, als sich Menschen noch nicht mit Ellenbogen oder albernen Fußkicks begrüßten – habe ich nie mitgemacht, da schaue ich lieber Monthy Pythons Ministry of silly Walks! Es bleibt ein Funke Resthoffnung… Worauf, weiß ich selbst nicht. Das Schmierentheater ist ja auch noch im vollen Gange bzw. dreht immer stärker auf…

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Flore
1 Jahr zuvor

Ich dagegen bedaure auch mich, weil ich mir die letzten 20 Jahre meines Lebens so schön entspannt vorgestellt habe.

Der gemeine Kölner würde nun passend auf den Artikel, 1, 2, 3, 4, 5, 7 des Kölschen Grundgesetz verweisen.

Was m.E. genau die Einstellung sein könnte, mit der man „dä jrößte driss“ ein wenig relativieren kann, was der Seele gut tut.

Brian
Brian
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Kommst Du aus Köln ?

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Moin, leider nein. Ich lebe aber an der Grenze zum Rheinland, und wir können hier auch die richtigen „Kölsche“ noch einigermaßen gut verstehen.

Brian
Brian
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Leider ?
Ich bin zwar quasi „ne kölsche Jung“, aber so richtig warm geworden bin ich mit
meiner Heimatstadt nie. Zu oberflächlich, zuviel Selbstbeweihräucherung…und
über den FC wollen wir gar nicht erst reden…;-)

Flore
Flore
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Leider bin ich keine gemeine Kölnerin, lach. Und das mit der Einstellung kriege ich wahrscheinlich deshalb nicht hin. Tja…

Brian
Brian
Reply to  Flore
1 Jahr zuvor

Oder auch : „Schauet die Lilien…“ 😉

Brian
Brian
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Apropos Monty Python :
„Life’s a piece of shit, when you look at it“
und :
„Keep on laughing as you go…remember that the last laugh is on you“
und jetzt alle :
„Always look on the bright side of life…“ 😉

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Nicht ganz OT: Der hier ist aber auch gut.

So stelle ich mir immer die Davosianer vor, in der Hoffunung das die auch mal platzen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Heldentasse
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Wollen wir hoffen, dass für all diese aufgeblasenen „Weltenherrscher“ ihre Fake-Pandemie zum Pfefferminzplätzchen wird.

Brian
Brian
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Passt ja zu unserem Befinden : „Geben Sie mir einen Eimer, ich muss kotzen…“

Heldentasse
Heldentasse
1 Jahr zuvor

Ich will mein altes Leben zurück.

Nö! Im Grunde und aus guten Gründen nicht! Zum einen ist schon seit je her die ganze aktuelle (relative) Dystopie schon immer als Möglichkeit im früheren Leben angelegt, und Corona hat es nur offen gelegt.. M.E. war auch die „alte“ Gesellschaft höchstens eine „Schönwetter“ Demokratie, und die sogn. freiheitliche Grundordnung damals wie heute nur ein Mittel zum Zweck. Dito steht es m.E. auch um die Solidarität, usw. usw.

Von daher kann man ja auch mal die (wenigen) Chancen auf gesellschaftliche Besserung ausloten, wenn denn irgendwann mal der globale Corona- Kult von innen heraus zusammenbricht.

Und man kann ja auch mal erörtern, das aufgrund der exorbitanten Wirtschaftseinbrüche, deren schlimmen Auswirkungen am meisten die Ärmsten treffen, leider; aber auch als Kehrseite der Medallie, die Natur ein wenig auflebt. Mir scheint es z.B., so als ganz kleines Hoffnungszeichen, dass bei Schönwetterlagen der Himmel viel blauer geworden ist.

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

…und daß man viel mehr Sterne sehen kann.

Pen
Pen
1 Jahr zuvor

Eine Erklärung von Rechtsanwalt
Dr. Reiner Füllmich

https://m.youtube.com/watch?v=b5NsnjyWhqo

Leselotte
Leselotte
1 Jahr zuvor

Wer kann denn seinem Nachbarn noch jemals mit Salz oder Mehl aushelfen, wenn der sich in der Corona-Zeit als Blockwart outete?

Ein Unbekannter sprach mich mal in der U-Bahn an, ich sollte mir bitte nicht zu oft ins Gesicht fassen. Wer wäre denn vorher auf so eine Grenzüberschreitung gekommen? Höchstens ein Psychopath. Ich antwortete ihm, dass ich ihm gleich ins Gesicht fassen werde. Wer hätte vorher gleich so schroff reagiert? Ein Psychopath? All das wird uns lange nachhängen. Gemeinsinn und Staatsbürgertum werden sich nicht einfach reaktivieren lassen, die letzten Kohäsionskräfte verdampfen gerade, der postulierte Zusammenhalt hat uns auseinanderdividiert. Die Tiefe der tatsächlichen Spaltung wird erst offenbar, wenn die Pandemie vorbei ist.


Alles schwierig, alles Mist. Erfreuliches nur mit „Selbstermächtigung“ zu haben sonst schnurrt die Plandemie ab wie sie eben abschnurrt oder soll.
„Das Böse“ verfügt über dermaßen viel Kohle und Einfluss, da hilft nur so ein geschicktes Kerlchen wie David, der gegen Goliath usw.

https://corona-transition.org/kritiker-mussen-zum-schweigen-gebracht-werden-damit-milliardare-von-der

Mut macht natürlich auch so eine Sondersitzung des Corona-Ausschusses wie gestern, nun auch in der Runde Beate Bahner und Markus Haintz, zugeschaltet u.a. Renate Holzeisen, Dr. Angelo Giorgiano, die Österreichischen Experten, RA Ralf Ludwig, die Anwälte aus Israel, die schon mal persönlich da waren.

Oder das des noch fröhlichen (naja) Roger Köppel:
https://www.youtube.com/watch?v=5HR8HbXVot8
Vom 18.02.2021; 7 Minuten

Er ruft die Gastronomen der Schweiz dazu auf, ihre Lokale wieder zu öffnen.
„Ab 1. März ist fertig mit diesem Lockdown“.
Es gebe keine Legitimation für eine Fortsetzung.
RT DE sprach mit dem Politiker und Journalisten über seine Beweggründe zu diesem Schritt...

Auch Chrissies Lust zur Basis-Partei ist doch was, das hat was.

Was in Holland wegen der am 16.02.2021 beendeten Ausgangssperre und in Windeseile wieder eingeführten (innerhalb eines Tages) sich morgen vor Gericht ergibt, darauf bin ich ebenfalls gespannt.

Zumindest macht der Mai wieder alles neu.

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Last edited 1 Jahr zuvor by Leselotte
Leselotte
Leselotte
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

Nichtigkeitsklage gegen Impfstoff akzeptiert
»Das Europäische Gericht wird jetzt über den BioNTech-Impfstoff entscheiden. Reitschuster.de berichtete gestern exklusiv über die Nichtigkeitsklage gegen die Zulassung des Wirkstoffs Comirnaty.

Der Gerichts-Präsident hat entschieden, die Klageschrift zu akzeptieren, obwohl ihre Seitenzahl die Höchstzahl von 50 überschreitet.

Die Nichtigkeitsklage wurde von der Kanzlei des Europäischen Gerichts bereits der Europäischen Kommission zugestellt.
Diese hat nun bis zum 4. März Zeit, ihre Stellungnahme zu einem beschleunigten Entscheidungsverfahren abzugeben.«

Dort ist auch von Diffamierungen der Klärgerin Renate Holzeisen auf Wikipedia zu lesen. Sie sind nicht nicht mehr nachzuvollziehen, weil ein User den Eintrag heute gelöscht hat:

»09:37, 18. Feb. 2021 Karsten11 Diskussion Beiträge löschte die Seite Renate Holzeisen (Zweifelsfrei fehlende enzyklopädische Relevanz: + eindeutige LD)«

Hier entnommen:
https://www.corodok.de/nichtigkeitsklage-gegen-impfstoff-akzeptiert/

Leselotte
Leselotte
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

Ab ungefähr 3:15
https://www.youtube.com/watch?v=u-9mIzS-Gq0
ist der Holländer, Gerome zugeschaltet, er berichtet von dieser komischen Sache und dem nun sogar erwachenden Interesse der Mainmedien; das war einfach zu heftig, was sich am Dienstag am Berufungsgericht (?) abspielte.

Offenbar wurde wie vergammelt das Juristische System in Holland ist.

Pen
Pen
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

Wie sagte Beate Bahner am Ende der Sitzung?

Machte die Läden auf und nehmt die Masken ab. Sollten wir vielleicht einfach mal riskieren.

Leselotte
Leselotte
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Ja.
Die Maske habe ich schon während der Arbeit ab und gehe auch tapfer ohne in dieses und jenes Geschäft und fahre in den Öffentlichen ohne.
Ich gebe zu, Herzklopfen habe ich aber trotzdem immer wieder und das trotz Attest.
In den letzten Tagen erlebte ich ausschließlich positive Reaktionen.
Mir scheint wichtig, zu sich selbst zu stehen.
Wieviel schwieriger aber ist´s, wenn man gar nicht offiziell befreit ist? Bist Du so mutig?

Über einen Laden, den ich öffnen könnte, verfüge ich nicht. Ich kenne auch niemanden, den ich ermuntern könnte. Du vielleicht?

Pen
Pen
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

@Leselotte

Dr. Angelo Giorgiani sagte auch, was gerade stattfände, sei der Kampf des Guten gegen das Böse, und wir müssten kämpfen.

Unvorstellbar, daß man gegen die Riesen etwas ausrichten kann, aber dafür haben wir das Beispiel von dem pfiffigen David, der den Riesen mit seiner Steinschleuder besiegt.

„Immer aber wird das Kleine vom Großen – fast – vernichtet, aber immer überlebt es, und immer siegt David über Goliath. Das Kleine trägt das Wunder in sich, denn es ist das schöpferische Individuum, in dem die Menschheit ihren Gang durch die Geschichte geht.
So bleibt das Kleine das Größte, und eine Psychologie, welche die Individualität gerade heute als Zentralproblem der Gemeinschaft ansieht, steht anscheinend auf verlorenem Posten. Aber immer wieder hat es sich herausgestellt, daß die verlorenen Posten die Punkte sind, an denen das für die Menschheit Entscheidende geschieht.“

Aus „Tiefenpsychologie und neue Ethik“ von Erich Neumann.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Leselotte
Leselotte
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Das kann ich alles nachvollziehen
aber
nun stecken wir mittendrin und müssen tätig werden, wo wir denn können.
Sich „verkämpfen“ bringt auch nichts.

Lamperl
Lamperl
1 Jahr zuvor

Es geht mir nicht darum, ein „altes Leben“ zurück zu bekommen. Ich will mein LEBEN zurück! Ich möchte leben.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Lamperl
1 Jahr zuvor

Analog zum Spruch: Schwerter zu Pflugscharen! fällt mir da spontan ein:
Demotransparente zu Mistgabeln!

Brian
Brian
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Da waren sie wieder, die Mistgabeln…führt wohl kein Weg daran vorbei…
Ok, jetzt habe ich Kopfkino 🙂

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

@Brian

Das schöne am Kopfkino ist:
Der eintritt ist frei, es gibt keinen Maskenzwang und du sitzt immer im richtigen Abstand zur Leinwand ( ohne Schwellkopp vor der Nase ).
Jetzt fehlen bloß noch Popkorn und Kola. 😀

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Pop-Korn habe ich bisher noch nicht getrunken…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

@Brian

dann hasste bisher wat falsch jemach.
Dat Popcorn is zum runterspülen von de Kola. 😀

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Mistgabeln auf Demo-Transparenten wären schonmal ein guter Anfang.