Feministische Außenpolitik – Ein halbes Jahr mit Außenlena

Seit gut einem halben Jahr ist Annalena Baerbock im Amt. Sie ist unsere Außenministerin und repräsentiert in diesem Amt Deutschland im Ausland. Seit gut einem halben Jahr verfolgt das Auswärtige Amt unter ihrer Führung “feministische Außenpolitik”. “Feministische Außenpolitik” klingt erstmal irgendwie cool. Mal so nach was ganz anderem, was neuem. Allerdings blieb der Begriff anfänglich etwas unscharf.

Angekündigt war lediglich, dass deutsche Außenpolitik künftig ihre Auswirkungen auf Frauen und sexuelle Minderheiten immer zwingend mitbedenken wird. Klingt auch toll. Generell sollte Politik die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf die Menschen im Blick haben, die sie damit beglückt. Die Ausrichtung auf Frauen und LGBT sind ein guter Anfang. Wenn es dann noch gelänge, die Auswirkungen deutscher Außenpolitik auf unter anderem heterosexuelle Männer, Arbeiter, Angestellte, Familien mit Kindern und Menschen mit niedrigen und gar keinem Einkommen mitzubedenken, wäre das ein weiterer Schritt zu einer Art ganzheitlicher Politik. Man könnte dann die zielgruppenspezifische Zurichtung der deutschen Außenpolitik nach und nach aufheben und sagen, deutsche Außenpolitik nimmt ihre Auswirkungen auf die Menschen in den Blick und handelt entsprechend. Dann wäre man über einen kleinen identitätspolitischen Umweg wieder in der Aufklärung angekommen.

Man könnte sich den ganzen hippen und woken Blödsinn also eigentlich sparen. Aber Annalena möchte hip, woke und cool rüber kommen. Vor allem aber möchte sie ihre Zielgruppe, die woke deutsche Cancel Culture bedienen. Die findet einen derartigen Unsinn toll, der Rest der Republik vermutlich eher nicht.
So demonstrierte Baerbock ihrem Publikum bei ihrem ersten und vermutlich auch letzten Moskau-Besuch, welche Mimik einer authentisch feministischen Außenpoltikerin abverlangt wird. Man zieht Schnute, macht auf Zicke, auch wenn man trotz offenkundig niedrigster Gesinnung vom Gastgeber anständig behandelt wird.

Woker Blödsinn der Cancel Culture

Es wird absehbar bei diesem einen Besuch bleiben, denn ihr Amtskollege, der alte weiße Mann Lawrow behandelte seine Kollegin im Amt zwar anständig, ließ sie mit ihrer feministischen Außenpolitik aber abblitzen. Nach allen Regeln der diplomatischen Kunst versteht sich, so dass es weder der deutsche Qualitätsjournalismus noch Baerbock selbst mitbekommen haben. Die deutsche Qualitätspresse feierte Baerbocks Auftritt in Moskau groupiehaft ab, während ihr von russischer Seite mitgeteilt worden war, dass man Treffen mit der deutschen Außenministerin als Zeitverschwendung empfindet und keine weiteren Begegungen anstrebt. Ein wichtiger Aspekt echter feministischer Außenpolitik ist, die Augen vor der Realität mit aller Kraft geschlossen zu halten.

Das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel, gegen den Klimawandel vorzugehen, verfolgt unsere grüne Außenministerin feministisch. Statt auf internationale Kooperation setzt sie auf zwischenstaatliche Konfrontation. Stutenbissigkeit ist ganz offenkundig wichtiges feministisches diplomatisches Werkzeug. Alte weiße Männer wären vermutlich der Schnapsidee aufgesessen, wenn man den Verbrauch fossiler Energieträger weltweit senken möchte, könnte das nur in einer gemeinsamen, weltweiten Kraftanstrengung gelingen, die weltumspannende Kooperation und Diplomatie voraussetzt. Das ist unter dem Gesichtspunkt feministischer Außenpolitik natürlich patriarchaler Schwachsinn und daher abzulehnen. Man muss den Exportländern von Kohlenwasserstoffen und großen Verbraucherländern wie China nur mal kräftig eins auf die Mütze geben, dann geht das schon.

Außenpolitik gegen deutsche Interessen

Am besten teilt man dem Land von dessen Lieferungen günstiger Energie der gesamte deutsche Wohlstand abhängt mit, dass es sich sein Gas in den Hintern blasen kann. Ätsch! So macht man feministische Klimapolitik auf hohem diplomatischem Niveau. Das in etwa beschreibt das besondere Verhältnis feministischer Außenpolitik zu Russland. Wichtig ist zudem, Moral und Hybris über jede Form des Pragmatismus und der Vernunft zu stellen. Insbesondere dann, wenn jedes Land außerhalb der westlichen Welt aus dem Stand und aus eigener Erfahrung mindestens fünf Beispiele aufzählen kann, warum der moralische Anspruch deutscher Politik bestenfalls geheuchelt ist.

Zweifellos ist es ein weiteres zentrales Merkmal feministischer Außenpolitik auf dem rechten Auge völlig blind zu sein. Vor allem dann, wenn sich die rechte Gesinnung gegen Länder richtet, die man als Außenministerin irgendwie nicht so mag, weil das transatlantische Geschwistervolk die auch irgendwie doof findet. Nur so ist zu erklären, dass Baerbock gegenüber all jenen Zeugnissen die Augen verschließt, die belegen, dass die Ukraine unter Selensky immer autoritärer wird, sich immer weiter von jedem demokratischen Gedanken entfernt und obendrein schwerste Kriegsverbrechen an der eigenen Bevölkerung begeht.

“Er ist ein guter Junge.” In einer Art mütterlicher Verklärung der eigenen Brut wirft Baerbock all das, was ihr Zögling gerade verbricht Russland vor. Diesen feministischen Whataboutism praktizierte sie beispielsweise in vollendetem, feministischen Denglisch zuletzt auf dem NATO-Gipfel in Madrid. Die Notwendigkeit von Fremdsprachenkenntnissen im Außenamt wird allgemein erheblich überschätzt. Ganz allgemein ist die Forderung nach sprachlicher Kompetenz ein Relikt aus vorfeministischer, patriarchaler Zeit. Wenn man ohnehin genau weiß, was für die Welt richtig und falsch ist, ist Bemühen um Verstehen, die Suche nach dem richtigen Begriff völlig überflüssig. Diese besondere Form von vernachlässigbarem Überfluss aus Mangel ist zum Markenzeichen feministischer deutscher Außenpolitik unter Baerbock geworden.

Auf dem rechten Auge blind und eine Kriegsverbrecherin als Vorbild

Nach einem guten halben Jahr feministischer Außenpolitik lässt sich eine erste Billanz ziehen: der europäische Kontinent driftet auseinander, das deutsch-russische Verhältnis ist zerrüttet, Deutschland verarmt rapide, deutsche Außenpolitik ist absolut unglaubwürdig, klimapolitische Ziele haben sich den Allüren der Außenministerin und dem Willen zur Konfrontation mit Russland und China unterzuordnen. Wenn’s international kräftig kracht, isses geil, ist vermutlich Baerbocks Leitspruch.

Ich persönlich finde das nicht. Ich würde das Experiment feministischer Außenpolitik daher gern möglichst schnell beenden und zu patriarchaler Außenpolitik zurückkehren: alte weiße Männer, die Länder mit unterschiedlichen Interessen vertreten, setzen sich an einen Tisch und suchen mühsam nach diplomatischen Lösungen, loten aus und sind bereit für Kompromisse Abstriche an den eigenen Maximalforderungen zu machen.

Dieser Idee gegenüber war zwar auch der Vorgänger im Amt Baerbocks nicht wirklich aufgeschlossen. Aber selbst der Außenheiko, Deutschlands bisherige Null im Amt, wird im Hinblick auf sein Versagen, deutsche Interessen diplomatisch zu vertreten von Annalena noch getoppt. Das will was heißen. Schon Heiko Maas hatte alles mögliche im Blick. Sein Auftreten, wie der Anzug sitzt, die Orientierung am transatlantischen Befehlsgeber, pardon, Partner. Spezifisch deutsche und europäische Interssen waren ihm dagegen scheißegal. Baerbock toppt das jetzt noch einmal.

Das große Vorbild unserer Außenlena ist nach eigenem Bekenntnis die ehemalige Außenministerin der USA, die Kriegsverbrecherin Madeleine Albright. Die fand den Tod von über einer halben Million irakischer Kinder einen akzeptablen Preis für die Durchsetzung US-amerikanischer Interessen in Nahost. Was Albright und Baerbock voneinander unterscheidet, ist, dass Albright auf dem Zenit der US-amerikanischen Macht Außenministerin war. Sie  konnte damit rechnen, für ihre menschenverachtende Politik nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden. Bei Annalena sieht das freilich anders aus. Der Westen ist im Decline und verliert in einem atemberaubenden Tempo an Macht und Einfluss. Aus diesem Grund besteht auch ein gewisses Maß an Hoffnung, dass sich die feministische Außenministerin für ihre Politik, die feministisch motivierten Völkerrechtsbrüche und anderen feministischen Ausrutschern eines Tages vor einer Art Nürnberg 2.0 verantworten muss. Das wär‘ super. Ätsch!

Diesen Beitrag ausdrucken
Unterstütze uns und hilf dabei, die neulandrebellen besser und wirkungsmächtiger zu machen
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

50 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Schwitzig
Schwitzig
1 Monat zuvor

Ich finde, dass diese Person ein tolles Argument für die Abtreibungsbefürworter in God’s own country wäre. Nach dem Motto, was alles verhindert hätte werden können.

Schlachteplatte
Schlachteplatte
Reply to  Schwitzig
1 Monat zuvor

Sie hängen sich an der Person Baerbock auf, ergehen sich in einer nicht besonders witzigen Vernichtungsfantasie, und verpassen, worum es in dieser Glosse eigentlich geht: den Begriff „feministische Außenpolitik“ und die Lügen, die damit transportiert werden. Leider trägt die Glosse nicht viel zur Aufklärung bei, sondern bestätigt vermeintlich noch diese Vokabel aus dem Falschwörterbuch des grünen Menschenrechtsimperialismus. Ironie geht oft auch nach hinten los.

Schlachteplatte
Schlachteplatte
Reply to  Schlachteplatte
1 Monat zuvor

Stichwort: „Feministische“ Außenpolitik.
Der offene Brief von Alice Schwarzer und 27 anderen gescheiten Menschen an Kanzler Scholz die Waffenlieferungen zu stoppen, hat soeben die Marke von 308 Tausend Unterschriften erreicht! 🙂
Wer davon noch keine Kenntnis hat, darf gerne dem Link folgen und auch unterstützen!
https://www.change.org/p/offener-brief-an-bundeskanzler-scholz

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Schlachteplatte
1 Monat zuvor

Gähn.

Frust
Frust
1 Monat zuvor

Leider wird A.B. diesen (wie soviele andere) Artikel nie lesen um auch einmal eine andere Sichtweise kennenzulernen.

flurdab
flurdab
Reply to  Frust
1 Monat zuvor

Das Problem- Sie würde ihn nicht verstehen!

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Frust
1 Monat zuvor

Da wirst Du sicherlich Recht haben, allerdings ist im Moment meiner Ansicht nach noch nicht einmal A.B. das eigentliche Problem, sondern die Infantilisierung und Radikalisierung der Bürger, wodurch solche Personen wie A.B. wichtige Positionen belegen können. Das ist ein klassischer Fall von aus-der-Geschichte-nichts-gelernt .
A.H. war auch nicht das Problem, sondern das Symptom im Vordergrund, welches auf einer breiten Masse an Unterstützern und auf einer kleinen Gruppe von potenten Unternehmern thronte.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Schwitzig
1 Monat zuvor

Es ist einfach traurig, was die so von sich geben.

Habecks Antrittsrede war peinlich genug. Und nun das!

Das Gesicht von Lawrov in der Begegnung mit Außenlena auf dem Foto bei RT sagt alles.

Ich hasse es, wenn ich mich fremdschämen muß.

# NiewiederGrün!

Last edited 1 Monat zuvor by Pentimento
Schlachteplatte
Schlachteplatte
Reply to  Schwitzig
1 Monat zuvor

Meine ich auch. Es ist nicht wichtig, ob das Puttken etwas versteht oder zur Kenntnis nimmt. Es ist wichtig, daß der Demos kapiert, was los ist.

ZuSpaet
ZuSpaet
1 Monat zuvor

Bei Danisch mal Casa Dornheim lesen

https://www.danisch.de/blog/2022/06/26/das-muenchner-it-referat-und-die-gruene-personalie-laura-dornheim/
https://www.danisch.de/blog/2022/06/27/laura-dornheim-die-schulen-und-was-sie-anpacken-will/
https://www.danisch.de/blog/2022/06/29/wenn-in-muenchen-ein-gebaerbockter-lebenslauf-wackelt/

Ein paar Interviews zur Promotion in Gender Woke, fertig ist die Kompetenz. Da braucht man sich nicht wundern, wenn in D die einfachste IT Technik wie Druck, Mail, Fax, Video scheitert.

Ohne Uni, Berufs oder Schulabschluss in die IT? Kein Problem, die Rentenkassen sind voll, vier Jahre im Taubenzuechterverein eine Stunde die Woche die Tabellen in Excel pflegen.

https://jobs.drv-bund-karriere.de/stellenmarkt/anwendungsentwicklerinnen-m-w-div/

Dann kann man bei Bedarf rumheulen, dass man keine Faxe automatisiert verschicken kann. Und manuell ein Fax die Stunde führt garantiert zum Beamtentod durch Überarbeitung.

Pentimento
Pentimento
Reply to  ZuSpaet
1 Monat zuvor

Wenn ich schon Anwendungsentwickler*Innen lesen muß…

grrhh…

ZuSpaet
ZuSpaet
Reply to  Pentimento
1 Monat zuvor

Die Ausschreibung m/w/div ist weniger das Problem, es gab in diversen Staaten durchaus fähige Frauen, auch gerade Richtung Osten. Ohne Abschluss könnten aber „Fähigkeiten“ relevant seien, die eher wenig mit IT zu tun haben. Bei Clinton degenerierte das Oval Office zum „Oral Office“ – auch bei der Thüringer Polizei soll angeblich geprüft worden sein, ob die Azubine von „Tuten und Blasen“ Ahnung hat. Wer in jeder Hinsicht die richtigen „Connections“ hat zum „Einstoepseln“ macht Karriere, wer unwillig ist, kommt trotz Fachkompetenz in „Keller- und Käfighaltung“, schlimmer als im Knast, bis die körperliche und psychische Gesundheit ruiniert ist. Unter Umständen will man die Rentenversicherung absichtlich ruinieren, damit der Kapitalmarkt die einzige Alternative ist. Bei heise tp gibt’s gerade einen netten Artikel zum Erfolg der Schaumschläger. Kommentar Reinhard Mey, Lasst sie reisen. Nun ist halt Dilletantismus als Farce angesagt. Am 01.07.22 stand Erdgas Spotmarkt kurzzeitig bei 156 €/MWh, früher aus Russland 22 €/MWh. Bis zum Winter hat jeder Waermepumpe und Innendaemmung, das ist noch soooooo lange hin.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
1 Monat zuvor

Sie macht halt Politik mit einer Denkweise, die sie noch vom Trampolin kennt: wenn es abwärts geht, dann dient das nur dazu, neuen Schwung zu holen um anschließend noch höher zu kommen.

Ich glaube, der Zettel mit den Anweisungen, die Sleepy Joe Biden vor kurzem in die Kamera hielt, war in Wirklichkeit für Frau Baerbock gedacht.

ChrissieR
ChrissieR
1 Monat zuvor

Guude!

Ich glaube, niemandem würde es mehr auffallen wenn zur Prime-Time der Film „Idiocracy“ unter dem Titel:“ 24 Stunden in Deutschland“ laufen würde…

Schlachteplatte
Schlachteplatte
1 Monat zuvor

Vorneweg eine Ansage: Was heutzutage unter „Feminismus“ gehandelt wird, hat nichts aber auch gar nichts mit den emanzipatorischen und politischen Anliegen der feministischen Bewegung (historisch als „second wave feminism“ bezeichnet) zu tun. Im Gegenteil. Man lese dazu Aussagen von Nancy Fraser und Tove Soiland.
Wer Länder überfällt, um angeblich die weibliche Bevölkerung dieser Länder von den archaischen und patriarchalen Praktiken in Religion und Gesellschaft in diesen Ländern zu befreien, lügt! Feminismus ist keine Frage der „Ermächtigung“ von Frauen, sich in die neoliberale Wirtschaftsordnung, die von Männern definiert und dominiert wird, einzupassen, und die gleiche Scheiße wie diese Männer zu machen. Es ist auch keine Frage der Identität und der Anerkennung, die angebliche oder noch bestehende Dsikriminierungen aufgrund des Geschlechtes etc. pp bekämpfen muß, keine Frage der „gendergerechten“ Sprache. Es war immer und ist auch immer noch die soziale Frage schlechthin. Die Betonung der Frauenrechte als sozio-ökonomische Frage des Verhältnisses von Reproduktion und Produktion hat leider auch Alice Schwarzer vergeigt. Zur Zeit dient die unbezahlte (oder schlecht bezahlte) Reproduktion der Gesellschaft der in privatem Eigentum befindlichen Produktion. Dieses Missverhältnis muß vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die Produktion muß entprivatisiert werden und der Reproduktion dienen! Frauen sind mit ihrer physischen Existenz nicht nur Symbol dieser Reproduktion (was die Grünen auch unterlaufen wollen), sondern sie sind mit ihren Tätigkeiten in Berufsfeldern und Branchen der „Care-Ökonomie“ die Trägerinnen der gesellschaftlichen Reproduktion.
Man mag geneigt sein dem Sprichwort „Money makes the world go round“ (Geld bewegt die Welt) Wahrheit zu bestätigen. Tatsächlich ist es aber heterosexuelle Reproduktion der Menschheit, die die Welt bewegt. Und raten Sie mal, wer dafür die Produktionsmittel hat!
PS Alle Anhänger gewisser woker Theoriebruchteile und Menschen, die nicht zur heterosexuellen Mehrheit der Gesellschaft gehören, dürfen jetzt eine Runde vor die Tür treten und dort den niederströmenden Regen ihre zornigen Tränen wegwaschen lassen. Existentielle Verzweiflung über die individuelle Stellung in der Evolution ist auch nur eine Frage des sich selbst nicht so wichtig Nehmens.

flurdab
flurdab
Reply to  Schlachteplatte
1 Monat zuvor

Die Produktion muß entprivatisiert werden und der Reproduktion dienen!
War auch immer meine Forderung.
Die Ehemänner hatten damit aber immer Probleme.

Schlachteplatte
Schlachteplatte
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

Sie meinen die Aufteilung der Hausarbeit (häusliche Reproduktion)?
Zunächst war das so: Der Ehemann arbeitet für die Produktion und bringt das Geld nach Hause, daß dafür reichte oder reichen sollte der Ehefrau die Reproduktionsarbeit im Haushalt zu finanzieren. Das funktionierte auch eine Weile und wurde nicht in Frage gestellt. Die Reproduktionsarbeit im Haushalt hat aber die Tendenz uferlos zu sein. Keine festen Arbeitszeiten, Gefahr der Isolierung, und keine ökonomische Eigenständigkeit, und auch keine gesellschaftliche Anerkennung für den wirtschaftlichen und sozialen Beitrag.
Dann erfolgte die Integration der Frauen in die Produktion, einerseits begründet durch die Emanzipation, später eine wirtschaftliche Notwendigkeit, weil ein Lohn/Gehalt nicht mehr ausreichte. Mittlerweile ist es Standard, daß Frauen nicht nur in der Produktion tätig sein sollen, sondern daß sie auch weiterhin die häusliche Reproduktion noch dazu stemmen sollen. Individuelle Vereinbarungen können hier eine bessere Verteilung der häuslichen Reproduktionsarbeiten bewirken. Man muß aber feststellen, daß sich nichts in der Produktion verändert hat (Begrenzung der Arbeitszeit und an die erhöhte Produktivität angepasste angemessene Lohnsteigerungen). Fazit: Entweder werden Frauen nun auch noch in der Produktion ausgebeutet und müssen zusätzlich die Reproduktion stemmen, oder beide Partner müssen zusätzlich zu ihrer vereinnahmenden Berufstätigkeit die häusliche Reproduktion sicherstellen. Ausbrennen kann man in allen Szenarien. Und dann greift sicherlich auch noch eine Haltung des, wer mehr Geld nach Hause bringt, kann auch bestimmen, wie die Arbeit zu Hause verteilt wird. Und das dürfte in vielen Haushalten der Fall sein. Wer weniger verdient, hat die Klappe zu halten und keine Ansprüche zu stellen. So läuft es ja auch gesamtgesellschaftlich.

Schlachteplatte
Schlachteplatte
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

Ich hatte Ihnen gerade geantwortet, und diese Antwort hing in der Freischalteschleife, ist jetzt aber leider nicht zu sehen.
Robeeeertooooo! Oder wer gerade Dienst tut. Da hängt wohl etwas fest.

flurdab
flurdab
Reply to  Schlachteplatte
1 Monat zuvor

Mit meinem zugegeben sehr schlechten Scherz wollte ich Sie nicht angreifen.
Aber ideologischer Sermon jeglicher Richtungen hägt mir aus dem Hals heraus.
Ich kann und will so etwas nicht mehr lesen.
Versuchen Sie doch einfach ihre sicher berechtigte Punkte in eine Sprache zu kleiden, die dem Leser nicht weh tut.

Z.B.: Zur Zeit dient die unbezahlte (oder schlecht bezahlte) Reproduktion der Gesellschaft der in privatem Eigentum befindlichen Produktion.

Tut mir leid, verstehe ich nicht. Was wollen Sie uns damit mitteilen?
Sind Frauen jetzt privates Eigentum?
Von wem?
Und zur Reproduktion braucht es da rein biologisch noch einen zweiten Teilnehmer. Was ist mit dem?
Auch Privateigentum?

(Dies schrub ich bevor die erste Antwort von Schlachteplatte veröffentlicht wurde)

Schlachteplatte
Schlachteplatte
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

Die Arbeiten, die in der Sphäre der Reproduktion der Gesellschaft geleistet werden, werden hauptsächlich von Frauen erbracht. Reproduktion ist nicht nur das Gebären von Kindern, sondern auch das Aufziehen von Kindern. Dann alle Arbeiten, die in jedem privaten Haushalt vorwiegend von Frauen geleistet werden.
Zur gesellschaftlichen Reproduktion gehören auch Krankenpflege, Altenpflege, Kinderbetreuung, Bildungswesen, Sozialarbeit. Alles was dazu dient Menschen in die Lage zu versetzen ihrer Arbeit nachzugehen, zu leben. In einem erweiterten Sinne gehört auch alle Kulturarbeit zur Reproduktion der Gesellschaft.
Daraus ergibt sich nicht, daß Frauen privates Eigentum sind. Es bedeutet, daß hier alle Arbeiten geleistet werden, die überhaupt die Produktion ermöglichen. Ohne körperlich und seelisch gesunde und gebildete Menschen gibt es keine Menschen, die all die Arbeiten erledigen, die gesamtwirtschaftlich erbracht werden.
Der Anteil des Mannes bei der Fortpflanzung (menschliche Reproduktion) beschränkt sich zunächst einmal auf das Schöppchen Sperma, was er beiträgt. Alles andere erledigt dann die werdende Mutter.
All diese Leistungen werden in der Sphäre der Produktion (das Wirtschaften von Unternehmen in privater Hand mit der Ausrichtung auf Profiterzielung) abgegriffen. Auch Teile des Staatsapparates greifen ab: Polizei und Militär. Besonders beim Militär werden Menschen dazu missbraucht, um Menschen zu töten und getötet zu werden.
Ich hoffe, daß mein Satz, der Ihnen unverständlich oder missverständlich schien, nun klarer ist. Falls Sie noch Fragen haben, fragen Sie einfach. Danke für Ihren Hinweis, daß ich mich schwer verständlich ausgedrückt habe. Ich versuche mich zu bessern.

Last edited 1 Monat zuvor by Schlachteplatte
Pentimento
Pentimento
1 Monat zuvor

wieso verschwinden meine beiträge immer?

TeeVau
TeeVau
1 Monat zuvor

Ja…aber ich denke nicht, daß es zu Nürnberg 2.0 kommen kann. Wie denn?

Aber was Mrs. Albright und ihre gruseligen Worte betrifft, kann kein irdischer Richter sie mehr belangen: ich hatte gar nicht mitbekommen, daß sie im März gestorben ist.

flurdab
flurdab
Reply to  TeeVau
1 Monat zuvor

Erinnert sei auch an Donald Rumsfeld, gestorben am 29.06.2021.
Mögen Sie in der Hölle schmorren.

TeeVau
TeeVau
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

Hmmm…ich erinnere mich, daß ich von Rumsfelds Tod noch erfahren habe.

Oder vielleicht mag es so sein, daß sie doch noch Gnade vor Recht vor dem höchsten Richter gefunden haben. Falls sie ihre Übeltaten bereut haben.

Viel Hoffnung hätte ich jedoch nicht, denn beide waren für zahllose Tote verantwortlich und sie waren sich dabei ihrer Sache allzeit extrem sicher – um es mal höflich auszudrücken.
🙁

Last edited 1 Monat zuvor by TeeVau
Cetzer
Cetzer
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

Mögen Sie in der Hölle schmorren

Inklusive Chef-Behandlung durch Satan höchstpersönlich und nicht durch irgendwelche unmotivierten Hilfsteufel mit russischem Akzent.

wschira
wschira
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

Ebenso Powell, der mit seinen Lügen vor der UN den Irakkrieg erst legitimiert hat.

Schlachteplatte
Schlachteplatte
Reply to  TeeVau
1 Monat zuvor

Ich habe gleich zur Feier des Tages eine Runde „Ding dong, the witch is dead“ aus dem Musical „Der Zauberer von Oz“ gehört. Als Müntefering seinen Weg ins Fegefeuer antrat, habe ich a Glaserl Sekt geschlürft. 😉
Hier ein Beispiel für den Einsatz dieses Klassikers bei der Beerdigung einer bekannten englischen Persönlichkeit.
https://www.youtube.com/watch?v=r0TuXLrvyE4

TeeVau
TeeVau
Reply to  Schlachteplatte
1 Monat zuvor

Das kann ich mir vorstellen, das Lied kam ja nach dem Tod von Lady Thatcher auch noch mal in GB in die Hitparade. Ich habe sie nie geschätzt, die garstige.

Aber ich dachte, Franz Müntefering sei noch am Leben? Er ist zwar jetzt sicherlich auch schon über achtzig, aber ich hatte nicht gehört, daß er gestorben sei…
:-0

Last edited 1 Monat zuvor by TeeVau
Schlachteplatte blutrot
Schlachteplatte blutrot
Reply to  TeeVau
1 Monat zuvor

Da war wohl der Wunsch die Mutter des Gedankens 😀
Ich habe den alten Pornogreis Müntefering mit Wolfgang Clement verwechselt. Wolfgang Clement ist dod! Dod wie ne Kirchenmaus und 2020 gestorben. Müntefering ist der gleiche Jahrgang. Den hält nur noch die Bösartigkeit am Leben, aber der ist auch bald dran.

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  TeeVau
1 Monat zuvor

Nein, der lebt noch. Die Nachricht von Rumsfeld habe ich verpasst, aber jetzt bin ich ja im Bilde. Das Ableben dieser Person Müntefering ist noch nicht erfolgt. Andererseits ist diese Figur auch nicht mehr wichtig und Schadenfreude oder Rachegedanken werden seine Untaten nicht ungeschehen machen, daher vermeide ich es, meinen Geist mit emitionalen Gedanken über diese Person zu beschmutzen.

flurdab
flurdab
Reply to  Schwitzig
1 Monat zuvor

Ich wünsche dem Müntefering noch ein möglichst langes Leben.
Es wäre eine Tragödie wenn seine „junge“ Frau ohne Führung leben müsste.
( Ich tendiere eigentlich nicht zur Schadenfreude)

Rudi K
Rudi K
Reply to  Schlachteplatte
1 Monat zuvor

Da fällt mir ein Witz ein:

Nach ihrem Tod klopft Frau Thatcher an die Himmelspforte. Petrus sagt: Du musst in die Hölle! Einige Stunden später gibt es einen grossen Lärm vor der Himmelspforte. 1000 Teufel bitten um Asyl.

Schlachteplatte
Schlachteplatte
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Wahrscheinlich weil eine ihrer ersten Handlungen dort war eine Politik der Austerität durchzusetzen und die Temperaturen drastisch zu senken. 😀

Pentimento
Pentimento
1 Monat zuvor

„Hör mir gut zu. Hörst Du mir zu?“

Putin zu Macron.

Corinna
Corinna
1 Monat zuvor

Herrlich ironisch geschrieben, ich habe immer noch ein Grinsen im Gesicht. Man kann diese Zeiten nur mit Galgenhumor überstehen.
Und das Bild dazu erst …

Last edited 1 Monat zuvor by Corinna
Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Corinna
1 Monat zuvor

Und das Bild dazu erst …

An die drei Rebellen!!!

Zu Bildern hätte einen generellen Vorschlag:

Um die Esthetik Eurer Seite zu wahren und zu steigern schlage ich vor, daß Ihr von nun an bei Fotos, auf denen Prominente und/oder Politiker nur für dieses Foto posieren und dabei eine Gesichtswindel tragen, das ganze Gesicht unkenntlich macht.

Einfach einen schwarzen Kreis drüber ziehen!

Wer sich nicht traut, ohne Maske in eine Kamera zu blicken, hat es auch nicht verdient, irgendwo abgebildet zu werden!

Cetzer
Cetzer
Reply to  Corinna
1 Monat zuvor

das Bild

Was trägt denn die Frau Pelosi am Revers? Ehrenabzeichen für 20 Schönheitsoperationen? Für 20 Entziehungskuren?

loco
loco
1 Monat zuvor

Was kann man über unsere jetzige Außenministerin wirklich sagen. Viel gutes auf jeden Fall nicht.

„Woke“ könnte mensch es auch so ausdrücken:
Hier wurde ein*e BaerBock zum GärtX gemacht…

frank
1 Monat zuvor

ja ja ja. ein Wunderschön mit krachender Bildsprache belegter Artikel. Dazu kann man nur ein großes Kompliment aussprechen. meine anmerkung wäre, wenn beide augen vor der realität bereits fest verschlossen sind, kann das rechte auge egal sein. der deutsche gruß wird auf dem ESC zur Friedensgeste umgedeutet. Frieden heil. oder heil dir frieden, groefatz.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
1 Monat zuvor

Ist zwar etwa am Thema vorbei, aber nur etwas:

Wie man mit diplomatisch aber trotzdem mit spitzer Zunge als Staatsmann auf Provokationen und Beleidigungen reagiert, hat Herr Putin hier mal eben vorgemacht:

https://de.rt.com/kurzclips/video/142373-waere-ekelhafter-anblick-gewesen/

🤣

Schlachteplatte
Schlachteplatte
Reply to  Wütender Bürger
1 Monat zuvor

Können Sie einen alternativen Link posten? Ihrer landet im Nirgendwo.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Schlachteplatte
1 Monat zuvor

Firefox:

Einstellungen, Netzwerk, DNS over https

aktivieren, dann klapps auch wieder mit den Original-Link.

Cetzer
Cetzer
Reply to  Schlachteplatte
1 Monat zuvor

Vielleicht funktioniert dies
https://rtde.live/kurzclips/video/142373-waere-ekelhafter-anblick-gewesen/
Die Domain rt.com ist von DNS-Sperren bzw. Zensur betroffen, siehe auch
https://rtde.live/inland/136165-in-eigener-sache-rt-de/
Auch die Nachdenkseiten haben zum Thema eine Seite, die auf dem Laufenden gehalten wird bzw. werden soll.

Schlachteplatte blutrot
Schlachteplatte blutrot
Reply to  Cetzer
1 Monat zuvor

Ja, der erste Link hat funktioniert, meinen Dank. Das Video ist echt lustig, Putins Retourkutsche mit Thatcher hat auch gesessen. Diese Staatschefs verhalten sich wie dumme Lümmel auf dem Schulhof, und ich wette Putin hat sich gefreut, daß sie ihm eine Steilvorlage gegeben haben.

Wolfgang Seidel-Guyenot
Wolfgang Seidel-Guyenot
1 Monat zuvor

Baerbocks Außenpolitik ist aber in keinerlei Hinsicht „feministisch“ sondern schlicht und ergreifend dumm und inkompetent. Sie ist übrigens nicht die Einzige in der Regierung und mit Sicheheit glänzen derzeit nicht nur Frauen in der Politik in punkto Inkompetenz.

„Feministische Außenpolitik“ ist eine bloße weitere Worthülse im drögen Ödland des neonormierten Neusprech.

Alteingesessene Feministinnen (ohne Genderstern!), wie Alice Schawarzer sind ja derzeit auch (aus bestimmten Gründen) nicht gut auf bestimmte Grün:Innen zu sprechen.

Ich habe Feministinnen eigentlich immer eher gemocht, natürlich keine verbiesterten Männerhasserinnen, sondern intelligente und (weiblich) charismatische Frauen wie Virginia Woolf, George Sand, Simone de Beuavoir (die meisten sind leider tot, wie man sieht) aber auch Alice Schwarzer und Susan Sontag.

Auch finde ich es befürwortenswert, dass in einer modernen und aufgeklärten Gesellschaft für LGBTQI-Rechte eingetreten wird, in der die Diskriminierung von Gays und Transmenschen immer noch ein Problem darstellt, das leider immer noch im Argen liegt.

Ferner denke ich, dass Transsexualität tatsächlich existiert. Ehrliche Berichte transsexueller Menschen legen eindeutig nahe, dass ein sozio-sexualpsychologisches Phänomen namens Transsexualität tatsächlich existiert und kein Hirngespinst von persöhnlichkeitsgestörten Neurotikern ist. Es gibt also Menschen, welche von frühester Kindheit an das Gefühl haben im falschen Körper geboren worden zu sein und sich danach sehnen den sexualmorphologischen Körper des entgegengesetzen Geschlechts zu haben. Dieses Gefühl ist permanenter und nicht etwa temporärer Natur. Es durchdringt das gesamte Denken und Fühlen „echter“ transsexueller Personen und erzeugt einen unglaublichen Leidendruck in ihnen.

Da es inzwischen Möglichkeiten gibt, das biologische Geschlecht dem soziopsychologischen Geschlecht anzupassen, sehe ich kein Problem sondern sogar eine ethisch-moralische Notwendigkeit darin ERWIESENERMASSEN transexuellen Mesnschen medizinisch durch OPs und Hormonbehandlungen dabei behilflich zu sein ihr Geschlecht so anzupassen, dass sie selbst sich wohlfühlen und ihnen dann eine soziale Existenz in ihrem neuangepassten Geschlecht zu ermöglichen.

„Erwiesenermassen“ hatte ich hervorgehoben, weil wir meiner Meinung nach bislang in Form des Transsexuellengesetzes eine vorzügliche Grundlage dafür hatten um abwägen zu können, ob eine Person tatsächlich transsexuell ist oder ob eventuell eine neurotische Störung vorliegt, welche die betreffende Person dazu veranlasst zu glauben sie müsse ihr Geschlecht ändern.

Es gab nämlich leider auch immer wieder Fälle in denen vermeintliche Transsexuelle nach ihrer operativen Anpassung todunglücklich mit ihren euen „Wunschkörper“ waren und sich ihren „alten“ Körper zurückwünschten. Meistens waren es entweder extrem feminine männliche Homosexuelle oder Menschen mit schweren aber nur temporären Geschlechtsidentifikationsstörungen. Um solches Leid zu verhindern gingen bislang der Geschlechtsumwandlung in Deutschland u. A. psychologische Untersuchungen voraus. Das war eine vernünftige Risikoabschätzung die vermeiden helfen sollte, dass später Menschen ihre Geschlechtsumwandlung bereuen würden.

Ich bin also definitiv kein homophober, transphober „rechter“ Chauvinist

Aber eine – sagen wir einmal – rational dysregulierte LGBTQI-Politik und die damit verbundenenen „Neudefinitionen“ von fundamentalen Begriffen, wie „Mann/Frau“, „männlich/weiblich“(oder sind es eher Verwischungen von Definitionen – biologischen wie soziologischen wie psychologischen Definitionen?) beißt sich leider mit den Vorstellungen des klassischen Feminismus, welcher eindeutig von biologischen Frauen als „tatsächliche Frauen“ ausgeht und eindeutig für deren Rechte eintritt.

Ich wollte mich da zwar eigentlich raushalten, aber nun sage ich es doch einmal. Ich finde es gerechtfertig, dass Frau Schwarzer und andere Feministinnen nicht darüber erfreut sind, dass biologische Männer (mit sämtlichen Attributen biologischer Männer) jetzt auf Damenklos dürfen sollen oder dass biologische Männer Frauenquoten für sich ausnutzen um in irgendwelche Positionen zu gelangen nur weil sich jetzt per Gesetz jeder Mann als „Frau“ definieren sollen darf und noch nicht einmal sein Geschlecht anpassen muss (Aussage einer Grünen Abgeordneten: „Es gibt auch Frauen mit Penis“).

Es existiert also eine Art Spannungsfeld zwischen dem Feminismus und dem was man als „Genderismus“ bezeichnen könnte – und das ist gut so – denn hier könnte jetzt diskutiert werden…Hoppla…Könnte???

Ja könnte, denn Frau Schwarzer (altlinkes Urgestein) wurde ja auch schon als „rechts“ geframed.

Feministisch ist also – zumindest im Sinne des Wortes, den es bis zur Post-Corona-Neusprech-Sprachanomalie hatte – heute auch als „rechts“ einzustufen, denn Feminismus kümmert sich um die Rchte biologischer Frauen, und versteht unter Frauen eben immer noch ausschließlich ebensolche.

Und was Frau Baerbock betrifft. Wenn die Feministin ist, dann ist meine Mutter Gundel Gaukeley.

Und was sagt Simone de Beauvoir dazu (frei nach Lady N. Hagen)?

Die sagt „Gott bewahr!“

Schlachteplatte
Schlachteplatte
Reply to  Wolfgang Seidel-Guyenot
1 Monat zuvor

Es gibt keine feministische Außenpolitik. Man braucht sich gar nicht an dem Begriff abarbeiten. Solche Falschwörter sind dazu da bösen Zielen ein pseudoprogressives Mäntelchen umzuhängen und gleichzeitig einzukalkulieren, daß die Widersprüche schon auffallen werden, und Bumms! das dumme Publikum sagt dann, da schau her, der Feminismus ist ja schlecht und ein einziger Betrug. Und so entsorgt man gleichzeitig einen weiteren wichtigen Artikel des Grundgesetzes, oder man erreicht eine Umdefinierung. Feminismus wird dann zu Panzerfeminismus zum Wohlergehen aller Frauen und Kinder, die natürlich besonders von Kriegen profitieren.
Baerbock sollte überall, wo sie auftritt, ausgepfiffen werden.

JW
JW
1 Monat zuvor

Ach, lieber Gert-Ewen – jetzt haben wir den Salat. In dem Sinne: Dilettanten, wohin man sieht – leider. Da ist etwas komplett verrutscht(worden), in und an unseren gemeinsamen Werten. Es ist alles SO TRAURIG.

Cetzer
Cetzer
1 Monat zuvor

Feministische Außenpolitik […] blieb der Begriff anfänglich etwas unscharf

Allegorisch gesprochen:
Welche der Grünen Politikerinnen wird die Auserwählte sein, die ihren neiderfüllt geschärften Dolch in Greta Thunbergs Herz stoßen darf?

nadennmallos
nadennmallos
1 Monat zuvor

Ich kann mir schlecht vorstellen, dass unsere Außendingsda den Gastgeber nicht wenigstens auf russisch begrüßen und nach dem Befinden fragen kann 😉
Respekt und Empathie sind doch Kernkompetenzen des Feminismus oder habe ich da was falsch verstanden?

Thomas
Thomas
1 Monat zuvor

Schade dass dieser Artikel sich so am angeblichen Feminismus der Politik unserer derzeitigen Aussenministerinnendarstellerin aufhängt. Dabei gerät ihre diplomatische Inkompetenz und die Mißachtung der Interessen des Landes, das sie eigentlich vertreten sollte, leider viel zu sehr in den Hintergrund.
Ansonsten: Völlig d’accord.