Manches ändert sich nie

Ein Gastbeitrag von Dadalus Uggla.

Mein seliger Herr Vater sprach im Zusammenhang eines vor langer Zeit untergegangen Staates, der seine gesamte Intelligenz und seine Künstler in den »Westen« vertrieb, weil er ihnen eine Philosophie aufzwingen wollte, die diese nicht wollten oder welche diese aus guten Gründen kritisierten, immer von einer »Verblödungsdiktatur«.

Das intellektuelle Ausbluten des Staates, der seine ganzen klugen aber kritischen Köpfe diffamierte, mit Berufsverboten belegte und sie am Ende vom östlichen in den westlichen Teil des Landes verjagte, war ein wesentlicher Grund für eine Mauer, die das Land nicht nur über fast dreißig Jahre zerschnitt, sondern die Bevölkerung des Ostens in dieser Zeit am Zutritt zu wesentlichen Teilen der Welt hinderte. Der Rest ist Geschichte.

Wenn heute eine politische Kaste, die von der Schulbank, (oftmals ohne irgend eine Ausbildung oder eine andere Lebensleistung) direkt auf die (grüne) Abgeordnetenbank gewechselt ist oder die sich den uralten schwarzrotgelben Russenhass aus dem Kalten Krieg für die Neuzeit konserviert hat, wieder jeden klugen und renommierten Kopf als Schwurbler oder Verschwörungstheoretiker abtut, der es wagt, eine (themenneutrale!) Kritik an der Regierungsarbeit zu äußern, haben wir dasselbe politische Niveau erreicht, an dem schon drei Staatsformen unseres Landes im Laufe des letzten Jahrhunderts gescheitert sind. Zwei davon, jeweils mit den katastrophalen Folgen eines Weltkrieges.

Umgang mit Intellektuellen: Unfassbar arrogante Dummheit

Intellektuelle und Künstler vom Range eines Konstantin Wecker, Martin Walser, Reinhard Mey oder wie jüngst Klaus von Dohnanyi und viele andere prominente Namen aus Kultur, Politik und Wissenschaft, welche zur Mäßigung des Russenhasses mahnen und vor den Folgen eines (nuklearen) dritten Weltkrieges warnen, (wie übrigens sogar unser Regierungschef selbst) in übelster Weise zu verunglimpfen und auszulachen, zeugt nicht nur von politischer Blindheit sondern vor allem von unfassbar arroganter Dummheit.

Es sind somit nicht die Sprachfehler einer Ministerin, die komische Frisur eines Möchtegernministers, die äußerlichen Attribute einer Parteichefin, der modisch in den sechziger Jahren verhaftete Bekleidungsstil einer Verteidigungsministerin, die wirren Orakel eines Gesundheitsministers oder die einschläfernden Reden des Regierungschefs, welche Kritik laut werden lassen. Es ist eine von der eigenen Hybris zerfressene und die Bevölkerung genauso wie ihre Kritiker verachtende Politik, die das Land in den physischen Untergang führen wird.

Eine politische Kaste, die jede Bodenhaftung und jeglichen Bezug zu ihren Bürgern verloren hat, die nicht mehr ihrem Volke dient sondern sich als ausführendes Organ der US-Politik in Europa versteht und die skrupellos gewillt ist, sogar die Bevölkerung des eigenen Landes als Kanonenfutter für die wirtschaftlichen Interessen der »befreundeten« Großmacht in einem Stellvertreterkrieg zu opfern.

Mit dem Holzhammer

Leider haben die Medien in unserem Land die unrühmliche, jedoch äußerst erfolgreiche Rolle übernommen, die Bevölkerung mit einer politisch genormten, 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche dauernden Gehirnwäsche zu einer willigen Masse zu formen. Eine unkritische Masse, welche nach dem »kalten« Wirtschaftskrieg in Folge der Pandemie ökonomisch und psychologisch kaum mehr in der Lage ist zu opponieren, welche die geopolitischen Zusammenhänge oftmals nicht wirklich versteht oder gewillt ist, sich damit überhaupt zu befassen. Allerorten geschürter blinder Hass verhindert differenzierende Information.

Wer den Krieg mit all seinen Schrecken und Putins Angriffskrieg auf die Ukraine nicht verurteilt, »dem muss man den moralischen Kompass mit dem Holzhammer gerade rücken«, formulierte es jüngst eine FDP-Politikerin. Soweit so gut, soweit so richtig …

Aber wer wie sie unterschlägt, welche geopolitischen Verwerfungen innerhalb der Ukraine überhaupt erst zu diesem Konflikt geführt haben und welche unverhohlenen Drohgebärden und Kriegsspiele das westliche Militärbündnis namens NATO unter der Führung der USA an den gesamten russischen Außengrenzen seit Jahren betreiben, dem wäre ebenfalls eine Geraderückung zumindest des politischen Kompasses dringend zu empfehlen!

Diktatur der Blödiane

Aber stattdessen werden, dem Modell der Corona-Politik folgend, auch jetzt wieder sämtliche Mahner zur Vernunft lauthals und parteiübergreifend an den üblichen rechtspopulistischen Pranger gestellt und sogar die Friedensbewegung, (aus der eine heute regierende grüne Kriegspartei hervorgegangen ist), als fünfte Kolonne Russlands »eingeschwurbelt«. Politisches Selbstverständnis funktioniert fast immer nur auf der Basis eines soliden Feindbildes.

Aber »Frieden« und »Sieg« bedeuten eben nicht dasselbe: Frieden setzt Diplomatie voraus, ein Sieg einen gewonnenen Krieg. Dummerweise sind die Verlierer eines jeden Krieges aber immer alle beteiligten Völker. Somit wird jede Kugel und jede Waffe mehr jeden Krieg exponentiell verlängern und ausweiten. Eine Regierung, die ihrer Bevölkerung versucht genau diese Fakten zu verschleiern, um ihre eigenen machtpolitischen und monetären Interessen und die ihrer lobbyistischen Auftraggeber zu sichern, verliert damit jede demokratische Legitimation.

Und ein Volk, welches sich jubelnd von solch einer Regierung in einen alles vernichtenden Weltenbrand führen lässt, hat seinen Status als eigentlicher Souverän des Landes längst eingebüßt. Oder wie mein Herr Vater es damals formulierte: Wir werden von einer Diktatur der Verblödung als Geiseln gehalten.

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Gastautor

Der Inhalt dieser Veröffentlichung spiegelt nicht unbedingt die Meinung der neulandrebellen wider. Die Redaktion bedankt sich beim Gastautor für das Überlassen des Textes.

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ChrissieR
ChrissieR
4 Monate zuvor

….dem ist leider nichts hinzuzufügen!
Von diesem Land und seiner Junta habe ich mich schon lange distanziert und auch deshalb eine Alternative in Frankreich gefunden. Ist zwar auch nicht politisch besser aber das Volk ist wacher und intelligenter….da kommt noch was!

Rudi K
Rudi K
Reply to  ChrissieR
4 Monate zuvor

Ist es dort denn soviel besser? Wie das Thema Corona zeigt, waren dort die Massnahmen noch strenger als in Deutschland, soweit ich dies aus anderen Quellen erfahren habe. Möglicherweise kann man dort als Intellektueller eher Kritik an der Politik üben, ohne in die „Naziecke“ gestellt zu werden. Aber eventuell täusche ich mich da.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Rudi K
4 Monate zuvor

@Rudi
Ja…genau das ist es! In Frankreich gibt es noch Meinungsfreiheit und man kann sogar mit andersdenkenden konstruktiv diskutieren! Da ist nicht sofort die Hass-Schranke da. Und deshalb fühlt sich auch mein Geist dort viel wohler!
Auch dort laufen noch etliche Verstrahlte mit Maulkorb rum…es ist aber nicht so ideologiebeladen, weniger feindselig. Und was das Thema Ukraine- Unterstützung betrifft…so sieht man wesentlich seltener blau-gelbe Fahnen und ich hörte auch schon kritische Stimmen die Angst haben, dass die deutsche Waffenlieferung Europa in den Weltkrieg zieht!
Die EU wird in Frankreich auch eher kritisch bis ablehnend wahrgenommen.

Roberto J. De Lapuente
Admin
4 Monate zuvor

Mein Vater war sicher kein Intellektueller, aber er berichtete mir früher, dass er in den Sechzigerjahren als Gastarbeiter die Lohntüten seiner Kollegen nachgerechnet hat – sie selbst konnten es nicht, wussten nicht, wie man rechnet, kamen damit also zu ihm. Das fand er noch Jahrzehnte später erstaunlich, dass sein spanischer Schulabschluss ihn ermächtigte, der deutschen Kollegen Lohnangelegenheiten zu prüfen.
Klar, viele Männer blieben im Feld, wie man das so romantisch sagte. Man legte in der Bildung jener braunen Jahre viel Wert auf Wehrkraft, auf Athletik, nicht so sehr auf Kopfarbeit, denn die galt als intellektuell verbrämt.

Last edited 4 Monate zuvor by Roberto J. De Lapuente
flurdab
flurdab
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Monate zuvor

Die Anekdote deines Vaters ist „nett“.
Deiner Einordnung möchte ich aber widersprechen. Sicherlich ging es den „Führen“ des 3. Reichs erstmal um ordentliches Kanonenfutter für ihren Wahn. Nur die Arbeitskollegen deines Vaters werden wohl eher unter den direkten Folgen des Krieges gelitten haben. Ausfall von Schulunterricht, Papiermangel und Kampf ums tägliche überleben.
Und als der Krieg beendet war ging es um den „Wiederaufbau“, das bedeutete „malochen“ ohne Weiterbildung. Da gab es keine Freie Berufswahl oder gar Berufsausbildung für jeden. Für den, der nicht aus „besseren“ Schichten kam, wurden dort die Weichen für das restliche Leben gestellt.
In der DDR wurde dies anders gehandhabt, weshalb die DDR- Flüchtlinge so gerne in der BRD gesehen waren. Die waren zum größten Teil gut ausgebildet. Wären die kein gutes Geschäft für die BRD gewesen, hätte man einen „Antikommunistischen Schutzwall“ mit Selbstschussanlagen aufgebaut.
In den 1960iger wurden dann zunehmen Gastarbeiter für die „einfachen“ Tätigkeiten angeworben um die Löhne niedrig zu halten und Investitionen in die Rationalisierung zu sparen. In den späten 50iger, frühen 60ziger wurden sogar extra Lohngruppen gebildet damit die „Ungelernten“ nicht zuviel abbekamen vom „Wirtschaftswunder“.
Hier ein Link zu einer Chronik von Tarifbewegungen, Arbeitskämpfen und Tarifverträgen seit 1949 (ist ein Worddokument welches sich seltsamerweis von selbst herunterlädt. Scheint aber sicher zu sein) 🙁

https://www.boeckler.de/pdf/ta_2012_stb_4_1_chronik_tarifbewegungen_seit_1949.doc

Es ist interessant zu lesen wie und welche Arbeitskämpfe geführt wurden.

Krieg ist vieles, aber eben auch immer die Vernichtung von Bildung und Lebenschancen für die Nachgeborenen. Sowohl bei den Verlieren als auch bei den Siegern.

Rudi K
Rudi K
Reply to  flurdab
4 Monate zuvor

Mein Vater (Jahrgang 1927) aus einer Arbeiterfamilie migrierte zuerst nach dem Krieg in die DDR uns holte das Abitur nach und studierte dort. Dort lernte er meine Mutter kennen und heiratete sie. Er schloss sein Studium aber nicht ab, weil meine Eltern in den Westen flohen. Ich selber war in Mathematik wenigsten so gut, daß ich an einer Mathe-AG teilnahm.

Wolli
Wolli
4 Monate zuvor

Eine erschreckend und präzise Analyse vom Istzustand.
Ist es unser Wunsch, die Zukunft, mit Lastenrad und Eselskarren zu gestalten? Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt uns, dass die Hochkulturen nie mehr den Anschluss an das Wissen der Neuzeit geschafft haben und auch nach tausend Jahren immer noch in Armut verharren. Der Weg in unsere selbstverschuldete Bedeutungslosigkeit wird gerade geebnet.

Cetzer
Cetzer
Reply to  Wolli
4 Monate zuvor

Eselskarren

Hochmotivierte Esel dank Salami-Taktik.

Hochkultur i.A.

Aggro-Diplomatie: Selbst Dregger hätte nie so einen Scheiß verzapft wie Baerbock. Nicht nur, dass sie im Keller auf einen russischen Pappkameraden schießt – Sie zeigt stolz die Kerben ihres Colts vor und will das Kopfgeld für Putin the Kid kassieren.

geebnet

Der Wirtschaftskrieg hat heute zugelegt: Jamal dicht, EU hat bald einen RussenEnteignungsKommissar mit Sondervollmachten bis zum Abwinken und USA bereiten die NOPEC-Krise vor. Übrigens können die Scheichs durchaus an einem Strang ziehen; Notfalls fliegt Lawrow eben ein paarmal von Saudi-Arabien in den Iran und zurück.
Zuhören, Frau Baerbock! Das nennt sich Pendeldiplomatie!

Last edited 4 Monate zuvor by Cetzer
Robbespiere
Robbespiere
4 Monate zuvor

Und ein Volk, welches sich jubelnd von solch einer Regierung in einen alles vernichtenden Weltenbrand führen lässt, hat seinen Status als eigentlicher Souverän des Landes längst eingebüßt. Oder wie mein Herr Vater es damals formulierte: Wir werden von einer Diktatur der Verblödung als Geiseln gehalten.

Wie sollte ein Volk auch souverän sein können, wenn es seit über 70 Jahren in der Nachkriegsordnung/ Besatzung gehalten wird, ohne Friedensvertrag und damit ohne Chance, sein gesellschaftliches Leben selbstbestimmt gestalten zu können?

Wir haben immer noch den Status eines besiegten Landes, welches den Siegern zu gehorchen hat und sich ständig Asche aufs Haupt kippen muss, hinsichtlich der braunen Vergangenheit.

Warum wohl bekommen wir, auch 32 Jahre nach der Wiedervereinigung, noch immer keine Verfassung zugestanden, die wir Bürger beschlossen haben?
Warum müssen wir Mitglied in einem „Verteidigungsbündnis“ sein, das sich schon längst überlebt hat, mit immensen Ausgaben, die an anderer Stelle fehlen?
Warum bestimmt der damalige „Befreier“ immer noch, mit wem wir kooperieren und von wem wir unsere Rohstoffe beziehen dürfen?

Die heutige Generation ist nicht für die Verbrechen verantwortlich und die Mehrzahl der Verbrecher durfte nach dem Krieg sogar wieder 8 gerade in Parteien ) Karriere machen, weil sie irgend Jemandem nützlich waren.

Und was die Bildung betrifft:

Es war doch der Sputnik-Schock, der die Einsicht brachte, auch Kinder aus einfachen Familien besser zu fördern, um den das Hintertreffen im Rüstungswettlauf mit den „bösen Sowiets“ aufzuholen, weil es die bürgerlichen Kinder nicht alleine schafften, dern Experten etwas entgegen zu setzen.

Nach dem „großen Sieg“ über den Klassenfeind dachte man, sich diese Kosten sparen zu können und ruinierte das Bildungssystem, ließ Schulen verrotten und die Lehrerschaft ausbluten, weil man sich ja plötzlich auf dem globalen Arbeitsmarkt bedienen konnte, mit vielen willigen, billigen Sklaven ( siehe Osterweiterung der EU, Migranten, Flüchtlinge ).

Man kann es nur begrüßen, das dieses kapitalistische Schweinesystem gerade zusammebricht und den Schöpfern auf die Füße fällt, nur müssen die halt nachhaltig entmachtet werden, damit es ( sofern wir den angezettelten Krieg überleben ) besser werden kann.

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

Gute und richtige Fragen.
Aber wenn sich eine Bevölkerung offensichtlich auch nach Jahrzehnten noch in einer
Schockstarre befindet und genauso offensichtlich nicht dazu bereit ist, sich auch mal
ehrlich mit den unangenehmen Dingen auseinanderzusetzen und sich weiterzuentwickeln, dann ist sie eben nicht wirklich souverän. Selbstbewußtsein wird
einem nicht geschenkt, das muss man sich erarbeiten. Und das schafft man nur, wenn
man selber Verantwortung übernimmt, sich nicht jeden Scheiß einreden lässt und sich
mit sich selbst auseinandersetzt. Nicht, indem man sich permanent wie ein Kind verhält
und alles Unangenehme ausblendet bzw. grundsätzliche Zusammenhänge ignoriert.
Mir ist völlig klar, daß eine entsprechende (auch psychische) Entwicklung seine Zeit
braucht. Aber wie lange soll das eigentlich noch dauern ? Mittlerweile habe ich sehr deutlich das Gefühl, daß sich ziemlich viele Menschen nur noch rausreden. Nicht umsonst wird schon seit vielen Jahren von einer Infantilisierung der Gesellschaft gesprochen. Das entspricht auch meinem persönlichen Eindruck.
Wo bleibt eigentlich die ehrliche Wut der Vielen angesichts all der mehr als offensichtlichen Ungerechtigkeiten gegenüber denen, die sie zum großen Teil
mitzuverantworten haben (d.h. v.a. der Konzerne, der Politik und der Medien) ?
Und erzähl‘ mir jetzt keiner, daß viele das nicht überblicken. Jeder, der auch nur ansatzweise des Denkens mächtig ist, hat die Möglichkeit dazu.
(Nur am Rande : wie konnte sich z.B. eine Sophie Scholl schon mit 18 Jahren in einer
wesentlich härteren Zeit einen Reim auf viele Dinge machen ? Und das ganz ohne Internet…)

flurdab
flurdab
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

So weit so richtig.
Aber 16 Jahre Kohl + 8 Jahre Schröder/ Fischer + 16 Jahre Merkel.
Dazu noch die in den 16 Jahren Merkel statt gefundene, ach nennen wir es einmal „Liberalisierung“ der Medien. Dazu noch die Bologna- Reform und G12.
Der Einzug des Internets und die Verbildschirmung des Alltags.
Und erwachsen will heute auch keiner mehr sein.
Ein Mahlstrom der Zeit in Verbindung mit dem Versuch des Einzelnen, immer seinen eigenen Vorteil zu sichern.
„Als man die Juden abholte habe ich nichts gesagt, weil ich ja kein Jude war…“
Ich setzte das Zitat mal als bekannt vorraus.

Ich frage meine Mitmenschen mittlerweile gerne ob ihr Leben in den letzten 16/ 24 oder 40 Jahren besser geworden ist.
Die Reaktionen sind erstaunlich.

Grüße

Brian
Brian
Reply to  flurdab
4 Monate zuvor

So weit, so richtig. 😉
Ich frage mittlerweile kaum noch. Weil ich fast regelmäßig gegen eine Wand laufe. Wie ich schon schrieb, es wird sich meist in irgendeiner Weise rausgeredet und rechtfertigt, ehrliche, tiefergehende Antworten sind selten.
Viele Menschen wollen sich einfach nicht eingestehen, daß in ihrem Leben häufig so einiges nicht stimmt. Da wird dann häufig von Sachzwängen geredet,
daß man nichts ändern kann, etc. Was ja sicherlich zum Teil auch stimmt. Aber
eben auch nur zum Teil. Und wenn eine solche Einstellung zur grundsätzlichen
Maxime wird, dann ändert sich auch nichts. Und das wiederum lässt mich
allmählich resignieren. Weil es nicht nur eine Erfahrung der letzten 2 Jahre ist,
sondern schon viel länger. Ich sehe (wie wahrscheinlich viele andere; nicht nur hier) die Möglichkeiten, die es gäbe, aber ohne Unterstützung geht es nicht.
Wo ist denn der Zusammenhalt, die vielgepriesene Solidarität, auch unter den
‚Alternativen‘ ? Es hätte sich m.E. schon längst eine ‚Parallelgesellschaft‘ bilden
können, auch ganz ohne Parteien, Vereinigungen, etc. Einfach nur, indem man
dem ganzen Irrsinn einen anderen Lebensentwurf entgegensetzt, sich nicht von
der ganzen Panik, etc. beeinflussen lässt.
Und vor allem : wo bleiben die Mistgabeln ?

Cetzer
Cetzer
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

Und das ganz ohne Internet

Vielleicht hat sie andächtig Feindsendern gelauscht, nach heutigen Maßstäben mit phänomenaler Konzentration. Vielleicht ein verstecktes Im Westen nichts Neues?
Es gab damals (Sophie Scholl) viele kriegsversehrte Menschen¹ vom 1. WK; Mir sind als Kind (um 1970) einige Begegnungen mit ihnen in Erinnerung geblieben, unter anderem habe ich mal einer Prothese die Hand geschüttelt. Ich vermute, dass durch so etwas viele Kinder oder Jugendliche ins Nachdenken gekommen sind.

¹Von Traumata oder anhaltenden Gesundheitsschäden durch kriegs-schlechte Medizin, Frost und Mangelernährung waren auch viele Frauen betroffen

Brian
Brian
Reply to  Cetzer
4 Monate zuvor

 Ich vermute, dass durch so etwas viele Kinder oder Jugendliche ins Nachdenken gekommen sind.

Das tun sie aber heute nicht mehr ! Selbst die allgemeine Wahrnehmung scheint nur noch rudimentär ausgebildet zu sein. Ganz viel Tunnelblick.
Hauptsächlich natürlich auf’s Smartphone. Und wie oft erlebe ich z.B. im Straßenverkehr (sei es Straße, Bürgersteig, Park oder sonstwo), daß ziemlich
viele Menschen ihre Umgebung offensichtlich gar nicht mehr wahrnehmen.
Wozu acht geben, das können ja ruhig die anderen tun. Aber rumpampen, wenn
man sie mal auflaufen lässt.
Das hat m.E. auch sehr viel damit zu tun, daß viele sich vom Nanny-Staat gerne
sehr viel abnehmen lassen. Anspruchs- und Bedienungsmentalität. Dazu gehört
dann auch, daß man Kindern keine Regeln o.ä. beibringt, geschweige denn
überhaupt etwas über die Welt. Aber der beste Freund des Kindes sein und nach außen hin so unglaublich cool, tolerant und weltoffen erscheinen wollen,
das geht. Und viele merken gar nicht mal, daß sie dabei unheimlich unnatürlich
wirken (und auch sind).

Cetzer
Cetzer
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

„Verteidigungsbündnis“

Mit den USA im Rücken und 99 aufgeblasenen Politikern als Ostwall, braucht keiner Angst zu haben – Jedenfalls solange die Tranquilizer reichen.

Last edited 4 Monate zuvor by Cetzer
Rob
Rob
4 Monate zuvor

Nun leider wird auch Deutschland schrittweise immer mehr in diesen Krieg hineingezogen. Wer soll solchen Leuten noch vertrauen? Einen „alles vernichtenden Weltenbrand“ gibt es, wenn Russland sich dazu entschließen sollte Nuklearwaffen einzusetzen. Aber das wäre ein so schreckliches Verbrechen, dann würden sich auch China und Indien komplett gegen Russland stellen. Wenn man ihre besten Handelspartner vernichtet und im Anschluss der Fall-Out von Russland nach Indien/China weht, finden die das bestimmt nicht gut.
Warum kämpft Russland denn überhaupt in der Ukraine? Das ist doch völlig sinnlos und führt alle, inklusive Russland, mehr ins Verderben, als jedes vorstellbare alternative Szenario ohne Krieg in der Ukraine.

Last edited 4 Monate zuvor by Rob
flurdab
flurdab
Reply to  Rob
4 Monate zuvor

Ich denke dass sich nach der Zündung einer einzigen Nuklearwaffe die Frage nach Absatzmärkten global erübrigt haben wird.
Der Weltvernichtungsmaschine des Dr. Strangelove scheint in der Ralität angekommen zu sein.

Marc
Marc
Reply to  flurdab
4 Monate zuvor

Die Chinesen werden um ihren Wohlstand und ihr Geld fürchten und Russland die Leviten lesen, um das um jeden Preis sofort zu beenden. Selbst dann, wenn sie nicht direkt betroffen wären.

Der ganze Krieg in der Ukraine ist ja für alle, Russland, China, die ganze Welt so sinnlos wie unnötig. Davon hat niemand was. Russlands Bedrohung nimmt davon ja nicht ab.
Russland wird abhängig von China, das sehen die ganz gerne. Aber bei Nuklearwaffen-Einsatz hat auch China gar nichts mehr davon.

Wenn es nur ne kleine Atombombe wäre, könnte man, je nachdem wo, die völlige Eskalation ja wahrscheinlich noch stoppen.

Last edited 4 Monate zuvor by Marc
Cetzer
Cetzer
Reply to  flurdab
4 Monate zuvor

Dr. Strangelove

Ich mache mir Sorgen, dass ein einzelner General durchdreht, z.B. weil sein Neffe in der Ukraine gefallen ist und dabei ein US-Zielfernrohr¹ im Spiel war. Militärisch wohl ein schwieriges Problem, weil man schlecht jemanden (durch eine Suspendierung) quasi bestrafen kann, nachdem ein enger Angehöriger fürs Vaterland gefallen ist – Obwohl eigentlich dringend nötig². Auch im erdnahen Raum, mit der dortigen starken, militärischen Asymmetrie³, könnte der EskalationsReigen weiter gehen.

¹Oder demnächst eine Speznaz-Einheit
²Gerade ein hoher Offizier wäre vielleicht in der Lage, eine Fassade aufrecht zu halten, obwohl eigentlich völlig unzurechnungsfähig.
³Russland hat irgendwann darauf verzichtet, dort mit den USA zu 100% mithalten zu wollen, besitzt aber wohl genügend Killersatelliten und ähnliches, um den Adlerblick der USA zum Blinzeln eines Maulwurfs zu degradieren.

flurdab
flurdab
Reply to  Cetzer
4 Monate zuvor

Soweit meine Kenntnisse reichen sind die Planspiele beider Atommächte zu dem Ergebnis gekommen, das ein Nuklearkrieg nicht gewonnen werden kann.
Daraufhin wurden Strategien entwickelt. Die mir bekannte lautet „Scheiß drauf, wenn wir verrecken nehmen wir die anderen mit“.
Die Weltvernichtungsmaschine aus dem Film „Dr. Strangelove oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“ ist eine automatisierte Handlungsabfolge, ein Computerprogramm.
Und weil ja nie etwas schief geht und der Mensch die fehlerfreie Krönung der Schöpfung ist, kann man sowas programmieren und in den Handlungsstrang einbauen. Denn, was soll schon schief gehen. 😉

Brian
Brian
Reply to  Rob
4 Monate zuvor

Nun leider wird auch Deutschland schrittweise immer mehr in diesen Krieg hineingezogen.

Nee, is klar, Deutschland ist da völlig ohne eigenes Zutun reingeraten (die ’schweren
Waffen‘ sind auch nur irrtümlich in der Ukraine gelandet; die sollten ursprünglich in den Vatikan, die haben die auch viel nötiger). Das passiert Scholz, dem Schussel schon mal
häufiger, daß er Dinge tut, an die er sich nachher nicht mehr erinnern kann.
Und unsere medialen und innen- und außenpolitischen Unschuldslämmer können auch
keiner Fliege etwas zuleide tun.

Warum kämpft Russland denn überhaupt in der Ukraine? Das ist doch völlig sinnlos und führt alle, inklusive Russland, mehr ins Verderben, als jedes vorstellbare alternative Szenario ohne Krieg in der Ukraine.

Thema verfehlt, sechs, setzen.
Mann, Du hältst es echt nicht lange ohne uns aus, richtig ?
Ein richtiger kleiner NLR-Junkie.

Marc
Marc
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

Ohne Waffenlieferungen könnte sich die Ukraine nicht so gut verteidigen und dann greift Russland vielleicht nächste Land an. Das wäre noch schlimmer und darf deshalb nicht sein.
Deshalb ist es gut und leider absolut nötig, dass sich Russland an der Ukraine sehr heftig die Zähne ausbeißt. Das ist in jedermanns Interesse. Auf Worte hören die ja leider nicht. Leider.

Last edited 4 Monate zuvor by Marc
Brian
Brian
Reply to  Marc
4 Monate zuvor

Sag mal, was für Drogen nimmst Du eigentlich ?
Du nimmst eindeutig zuviel und auch zuviel durcheinander. Vom Inhaltlichen
brauchen wir da nicht zu sprechen, das ist ja offensichtlich deiner Psychopathie
geschuldet (bei dir kann man wirklich buchstäblich vom ‚inneren Reichsparteitag‘ sprechen). Durchgeknallter (und menschenverachtender) geht’s wirklich nicht mehr.
Aber wie sprach noch der große Philosoph D-Punkt Bohlen :
„Mach einem Bekloppten mal klar, daß er bekloppt ist.“

Marc
Marc
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

An dem furchtbaren Dilemma zwischen Waffenlieferungen und der damit verbundenen Verlängerung des Kriegleids und der Beteiligung am Krieg, auf der einen Seite,
und der Notwendigkeit den eindeutigen Agressor Russland nicht gewinnen zu lassen und der Ukraine ihr Recht auf Verteidigung zu ermöglichen, auf der anderen Seite,
entzündet sich die ganze Debatte über zB offene Briefe der letzten Wochen bezüglich der aktuellen deutschen Regierungspolitik.
Aber ihr lebt ja sowieso auf der Unterseite der Erdscheibe und bekommt da nicht viel mit… 🤭

Last edited 4 Monate zuvor by Marc
Cetzer
Cetzer
Reply to  Marc
4 Monate zuvor

Stell Dir vor, Du machst eine friedliche Bergwanderung und plötzlich stürzt an der nächsten Felswand ein Freeclimber ab und verletzt sich, kann aber so gerade eben den tödlichen Fall vermeiden und hängt jetzt extrem prekär überm Abgrund. Dann wärst Du auch in der schrecklichen Situation, ihm unbedingt helfen zu wollen, aber es nicht zu können (abgesehen vom Notruf, falls kein Superheld). Auch die nach geraumer Zeit eintreffende Bergwacht handelt hoffentlich professionell und geht nur ein sehr geringes, eigenes Risiko¹ ein; Darauf (~Eigenschutz) werden Rettungsdienste übrigens allgemein gedrillt, gerade am Berg sind tollkühne Draufgänger völlig fehlbesetzt und gehören besser an den Flipperautomaten.
Das mache ich neben anderem, Baerbock (als Beispiel) zum Vorwurf, wenn sie durch das Betrachten der schlimmen, vielleicht aber manipulierten, Bilder quasi unzurechnungsfähig wird: Die unerträglichen Bilder lassen ihr keinen Ausweg als die Waffenlieferung. Wenn sie durch solche Bilder unzurechnungsfähig wird, dann darf sie sie eben nicht sehen²; So wie ein friedlicher Mensch, der durch Alkohol gewalttätig wird, auf den Alkohol verzichten sollte.
Damit verlange ich nichts Übermenschliches von einer gut bezahlten, professionellen Politikerin, die nie gezwungen wurde, zu einem Amt, das leider nach Pony-Schlachthof riechen kann³. Außerdem wäre es gut, wenn Außen- und Verteidigungsminister per Zeitmaschine ein ausführliches Praktikum in einem Schützengraben des 1. WKs machen müssten, von mir auch als Meldegänger. Wenn ich fefe richtig verstanden habe, hat im aktuellen Kabinett niemand (nur einer?) wenigstens ein Weilchen bei Deutschlands größtem Trachtenverein blöd rumgestanden (Wehrdienst); Wie es mit Ersatzdienst aussieht, weiß ich nicht.

¹In extremis kann der Freeclimber nicht gerettet werden und man muss seinen Sturz mit ansehen
²Notfalls muss im Ministerium jemand Annalena-gerecht zensieren
³Wenn sie das nach Yugoslawien, Afghanistan, Irak usw. nicht einkalkuliert hat, soll sie bitte sofort abtreten

Last edited 4 Monate zuvor by Cetzer
Mensch
Mensch
Reply to  Marc
4 Monate zuvor

Vollpfosten, Drecksack, Arschloch, sind die nettesten Umschreibungen, die mir zu Dir einfallen.

…und das ist kein Dilemma.

Ein Dilemma ist, dass man Dich nicht gleich mit den Waffen als Bediener mit verkaufen kann.

Brian
Brian
Reply to  Mensch
4 Monate zuvor

Tja, wo Du recht hast, hast Du recht…
Das Wort ‚bezahlt‘ fehlt vielleicht noch. Auch ein bezahlter Psychopath bleibt
immer noch ein Psychopath.

Brian
Brian
Reply to  Marc
4 Monate zuvor

Du gehörst echt in die Geschlossene…

flurdab
flurdab
Reply to  Marc
4 Monate zuvor

Mhmm, schildere doch bitte mal welche Vorraussetzungen man deiner Meinung nach braucht um ein Land anzugreifen?
Wieviel Soldaten, wieviel Gerät, wieviele Ressourcen wie z.B. Diesel- und Munitionsvorräte?
Die Russische Föderation hat in den letzten Jahren einen Militäretate von ca. 50 Mrd. US $ pro Jahr.
Die USA so um die 700 Mrd. US $, pro Jahr!

Welcher dieser Staatenbünde hat nun den größeren Knüppel?
Und welcher der beiden ist dafür bekannt „Frauenrechte und Demokratie“ in die Welt zu bomben?

Nach deiner Logik müssten die Niederländer jetzt auch beginnen sich Sorgen zu machen, denn Deutschland rüstet gerade massiv auf. Und das würden wir ja nicht machen wenn wir nicht irgendeinen Staat überfallen wollten.
Schließlich haben wir je einen Ruf…

Marc
Marc
Reply to  flurdab
4 Monate zuvor

Die Staaten in Europa hatten stark abgerüstet, bis Russland in der Nacht zum 24.02.2024 in sehr großem Stil mit 150.000 Solddaten die Ukraine überfallen hat, nachdem das bis zuletzt abgestritten wurde.
Es kommt nicht darauf an, wer den größten Knüppel hat, sondern ob und wie man ihn einsetzt.

Der Irakkrieg war schlimm, Georg W. Bush gehört vor Gericht, immerhin hatten die USA den bei der UN diskutiert und angekündigt und der Irak war schon seit 1990 wegen des Überfalls auf Kuwait und der damals noch vorhanden Chemiewaffen Thema.

Last edited 4 Monate zuvor by Marc
flurdab
flurdab
Reply to  Marc
4 Monate zuvor

Nur weil die von der Lügen es geschafft hat Milliarden an € verpuffen zu lassen und die Bundeswehr zur völligen Unfähigkeit zu führen, möchte ich das nicht Abrüstung nennen.
Das die übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union stark abgerüstet haben müsstest du mir mit Quellen belegen.
Aber klären wir doch erstmal die Begriffe.
Was meinst du mit Angriff und was soll die Strategie/ das Ziel eines solchen Angriffs sein?
Meinst du ernsthaft die Russische Föderation verfolgt mit ihrer Strafexpedition eine Besetzung der Ukraine?
Und weil ihr das dann noch nicht reicht erobert sie gleich noch Polen und marschiert durch bis zum Rhein?
Der letzte bekannte Versuch einer Besatzung eines Landes dauerte 20 Jahre und wurde in Nacht und Nebel abgebrochen. Afghanistan 2021.
Eroberungsfeldzüge sind seit dem scheitern des Dritten Reichs aus der Mode gekommen weil nicht mehr erfolgsversprechend.
Die USA und die Briten haben immer vorhandene ehtnische Konflikte benutzt um die überfallenen Länder in Shithole- Countrys zu verwandeln.
Die Chinesen oder Inder könnten vielleicht ein Land „erfolgreich“ besetzen, aber die haben auch jeweils eine Bevölkerung von 1.400.000.000 Menschen. Denn nur einen Panzer auf den Markt stellen funktioniert selbst in Afrika nicht mehr.

Du planst vermutlich auch Grillpartys mit 50 Gästen und kaufst dafür 20 Bratwürste und eine Kiste Bier ein. Viel Erfolg dabei!

Mal die Meinung von jemandem der mit Strategie und Militär sein Geld verdient.

https://www.youtube.com/watch?v=efAOEExv_e4

Brian
Brian
Reply to  flurdab
4 Monate zuvor

Wie ich schon vor längerer Zeit einmal schrieb, Suckie ist offensichtlich die
Wiedergeburt von Phineas Gage. Dem fehlen schlicht die nötigen Ersatzteile,
um gewisse Dinge zu verstehen. Das nennt man wohl schlechtes Karma…😄

flurdab
flurdab
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

Das verstehst du vermutlich miss, Sukram bietet uns nur eine Gelegenheit unser Argumentationen zu prüfen. 🙂
Leider ist er nur zu beschäftigt um uns zu widerlegen.

Brian
Brian
Reply to  flurdab
4 Monate zuvor

Unverbesserlicher Optimist ! 😉

hape1947
hape1947
4 Monate zuvor

Dadalus, wir kennen uns ja von fb und teilen oft die gleichen Meinungen. Auch hier stimme ich dir zu. Immer wieder erstaunt es mich, wie viele Menschen trotz eines absolvierten Studiums das Propagandagetöse für bare Münze nehmen und es nicht einmal hinterfragen. Du hattest ja neulich mal aufgelistet, was die Medien so für Begriffe für Menschen haben, die immer alles hinterfragen und nicht einfach so akzeptieren und blind glauben. Ich gehöre ja nun zu den Lumpen- oder Vulgär-Pazifisten.

aquadraht
aquadraht
4 Monate zuvor

Ich stimme vielem aus dem Artikel zu, aber das billige antikommunistische Getrampel auf der ehemaligen DDR ist abstossend, und die „Totalitarismustheorie“ Verharmlosung, wenn nicht Rechtfertigung von Nazismus und Faschismus. Der Neonazismus der Ukraine rechtfertigt seinen Terror auch mit „Antitotalitarismus“.

Und Verblödung gab es im Westen mindestens so viel, wenn nicht mehr als in der DDR. KPD-Verbot, Adenauerregime, erst über 20 Jahre nach der Zerschlagung des Naziregimes gab es etwas mehr Luft zum Atmen. Die Widersprüche wurden mit Konsum zugeschüttet. Damals war der Weltkapitalism reicher und konnte es sich leisten, seine Massen zu kaufen.

Cetzer
Cetzer
Reply to  aquadraht
4 Monate zuvor

seine Massen zu kaufen

Seinerzeit ein Spruch: Dem Arbeitslosen in der BRD soll es immer noch besser gehen als dem Arbeitenden in der DDR. Um diesen Rest des Rheinischen Kapitalismus endgültig auszutreiben, brauchte es dann als Diamantbohrkopf einen gewissen Peter H, alias Zuckerhut-Peter.
Natürlich gab es die ganze Zeit Gegenden auf der Welt, wo die Massen froh sein konnten, nicht zu verhungern; Von oben gekauft wird dort fast nur Repression: Gewehre, Tränengas, Gefängnisse, Telenovelas usw.
Ich halte es für möglich, dass es hier bald (sehr) weit unter das tiefste Niveau der DDR fallen wird.

Begleitmusik: Einstürzende Narrativ-Bauten

Last edited 4 Monate zuvor by Cetzer
ChrissieR
ChrissieR
4 Monate zuvor

Guude!
Hier noch ein sehr guter Text…wenn man den ganz gelesen hat, dann macht man keine Pläne mehr für übermorgen!
Lasst uns das letzte Geld für ein gutes Essen und viel Alkohol raushauen, es sieht sehr nach Endgame aus…

https://www.nachdenkseiten.de/?p=83815

Brian
Brian
Reply to  ChrissieR
4 Monate zuvor

Und wo bleiben dann die Avengers ? 😉
Gab auch noch ein paar andere gute Artikel bei den NDS, z.B. „Blähbock und die
Kitsch-Propaganda“. Sollten die angegebenen Zitate auch nur ansatzweise stimmen (und ich befürchte, sie tun es), haben wir es – politisch gesehen – nur noch mit Vollidioten zu tun. Das ist nur noch zum Fremdschämen. Und solche Leute vertreten
unser Land…
Also, mich vertreten sie definitiv nicht.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

Dann bist du also nicht „unser Land“? Find‘ ich gut! Obwohl, du bist viel zu viel davon. Das kriegen wir nie weg.

Brian
Brian
Reply to  Suzie Q
4 Monate zuvor

Und die Heulsuse darf natürlich auch nicht fehlen…😄
Ist in der Landesklinik heute Freigang ?

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

Was du halt so reinmüllst in dieses Blog, fast pausenlos, seit Monaten…
Immer die gleiche dümmliche Sülze. Hauptsache, du hast irgendeine Suhle gefunden, und da bleibste jetzt. Mann, Mann, Mann, was muss das für ein Leben sein, in dem man das nötig zu haben glaubt!

Flo
Flo
Reply to  Suzie Q
4 Monate zuvor

„Was du halt so reinmüllst in dieses Blog, fast pausenlos, seit Monaten…
Immer die gleiche dümmliche Sülze“ .

Danke, gut gesehen!
Der schlimmste von allen. Jeden Tag das gleiche Geseier. Für so ein Sprechblasenautomat wurde der Dunning Kruger Effekt erforscht.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Suzie Q
4 Monate zuvor

Ach, Aline.Bill ist wieder da.

Cetzer
Cetzer
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

mich vertreten sie definitiv nicht

Höchst Zeit, dass Baerbock ein Anti-Repräsentativ übergerollt wird.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Cetzer
4 Monate zuvor

Aber mit Noppen, bitte und Taube-Nuss-Geschmack.

Cetzer
Cetzer
Reply to  ChrissieR
4 Monate zuvor

für ein gutes Essen und viel Alkohol

Wie Guude in Frankreich.
Ich hingegen muss sehen, was die erbarmungslosen Schnäppchenjäger und Kampf-Hamster beim Aldi übrig lassen. Allerdings gibt es inzwischen wohl auch in Frankreich jede Menge Aldis und Lidls.
Aus dem Text von Wolfgang Bittner:

Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass es um Leben und Tod geht.

Es klingt vielleicht theatralisch, aber ich möchte mich vorsichtshalber bei allen entschuldigen, denen ich hier auf den Schlips oder den Großen Zeh getreten habe. Dabei denke ich gar nicht so sehr an das Schlimmste, sondern z.B. an die harmlose Zensur von Websites wie dieser, die natürlich als nächstes dran wäre, sobald sie den immer nachdenklichen Reitschuster auf die Abstellseite geschoben hätten und beim SPIEGEL alle einen Irokesenschnitt tragen müssen.
Meine Entschuldigung ist ernst gemeint, nur kann es natürlich nur sehr wenig Humor geben, wenn garantiert keiner auf den Schlips getreten werden soll. Jedenfalls habe ich mir einige Male, persönliche Angriffe verkniffen und sehe Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (oder solche, die es werden wollen) als legitime Zielscheibe für schärferen Spott. Manche, besonders weich gespülte, werden ja jetzt schon durch ein einfaches Pimmel schwer beleidigt – Die sollen sich beim Grab vom Herbert Wehner einen Tritt in den Arsch abholen!
Auch allen Trollen und Marschflugkörpern des Mainstreams sei hiermit verziehen!

Last edited 4 Monate zuvor by Cetzer
Brian
Brian
Reply to  Cetzer
4 Monate zuvor

Auch den gesammelten d(t)rolligen Hohlraumgeschossen ?
All den Blindgängern ?
Den Platzpatronen und -matronen ?
Ich frage für einen Freund…

Cetzer
Cetzer
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

Auch den…

Ja, auch denen verzeihen, wenn es irgendwie geht.
Im oben bei ChrissieR verlinkten Text von Wolfgang Bittner wird festgestellt:

dass wir keine Debattenkultur mehr haben

Und an der Stelle kann man immer mal wieder versuchen, das Niveau (versuchsweise) etwas zu heben.
So wie ich es von anderen Foren mitbekommen habe, ist das hier mit Spam/Trollen alles noch halbwegs human. In jedem Fall empfehle ich, die Trolls möglichst niedrig zu hängen und Wäscheklammern aus gebürstetem Edelstahl zu verwenden.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Cetzer
4 Monate zuvor

Ja, auch denen verzeihen, wenn es irgendwie geht.

Wie heisst es bei Brecht (Dreigrosschenoper):

Man schlage ihnen ihre Fressen, mit schweren Eisenhämmern ein. Ansonsten will ich sie vergessen, und bitte sie, mir zu verzeihn.

Meinjanur

aquadraht
aquadraht
4 Monate zuvor

Hier noch etwas: https://www.jungewelt.de/artikel/426644.bewaffneter-kampf-die-andere-erfahrung.html

Die Linken im Westen haben keinen Begriff davon, wie schwer ihr Mangel an Erfahrung mit der sozialistischen Realität wiegt. Die Geschichte wird ihnen keine neue Gelegenheit bieten. ..

Die bürgerlichen Linken waren sich immer zu fein für die Arbeit der Veränderung, sie blieben lieber bei der Interpretation der Verhältnisse, wohl wissend, dass revolutionäre Veränderung auf Schmutz, auf fremden und eigenen Schmerz, auf Statik, Widerstand und Unberechenbarkeit stößt. Wie ist dem beizukommen, ohne die Hygiene der reinen Idee und auch ohne sich vielleicht selbst zu beschädigen? ..

Ich weiß, die meisten sehen es nicht als verpasste Chance. Sie sagen aus ihrer autistischen Wahrnehmung heraus: »Igitt, ich hätte da nicht leben mögen.« Womit sie sagen, dass sie lieber in der imperialistischen Wirklichkeit leben als im Kampf und in der Dürftigkeit dagegen. ..

Die bürgerlichen Linken haben eine intellektuelle Hehlermentalität. Mit unglaublicher Häme haben sie sich auf die zusammenbrechende DDR gestürzt, mit befreiender Lust ihre Hehlerexistenz an der Entwertung der sozialistischen Geschichte aufgewertet.

Das ist von Inge Viett, die leider am Tag des Sieges im Alter von 79 Jahren gestorben ist.

Brian
Brian
Reply to  aquadraht
4 Monate zuvor

Ein bemerkenswertes und m.M.n. zu großen Teilen auch richtiges Zitat.
Das Zwiespältige daran ist, daß es von einem ehemaligen RAF-Mitglied kommt.
Das ändert allerdings nichts an der Richtigkeit der Aussage.