Noch ne geistig-moralische Wende, bitte!

Was haben wir uns früher doch moralischere Politiker, eine moralischere Wirtschaft, überhaupt eine Gesellschaft mit guter Moral gewünscht. Und nun, wo alle ständig mit ihrem Moralismus um die Ecke biegen, beginnen wir zu ahnen: Das war damals ein ganz blöder Wunsch.

In einer NDR-Talkshow von 1985 hat Helmut Schmidt mal gesagt, dass – falls irgendwie vermeidbar – ein Regierungschef nicht mit »Tränen im Knopfloch« vorgeführt werden sollte. Die Moderatorin erhob Widerspruch, sie legte dem Bundeskanzler außer Dienst dar, dass ein Staatsmann sehr viel näher und vertrauter auf sie wirke, auch von ihr mehr geschätzt würde, wenn er Emotionen auch öffentlich zuließe. Schmidt erwiderte hanseatisch-cool: »Ich glaube Ihnen das – auf der anderen Seite ist seine Hauptaufgabe nicht, Ihnen vertraut vorzukommen.«

Dieses Gesprächsstück hat als Zeitdokument bei YouTube überlebt. Ich kenne es schon seit vielen Jahren. Als ich jünger war, habe ich Schmidts Erklärung irgendwie für kalt, auch für viel zu nüchtern gehalten. Wäre es nicht geradezu erstrebenswert, dass Politiker viel Gefühl in ihre Arbeit stecken – und es auch zeigen? Würde es nicht eine moralischere Politik geben, wenn Politiker die Emotionen nicht ausblendeten, sondern gewissermaßen zum Bestandteil ihrer politischen Arbeit machten? Als junger Mann war ich überzeugt davon: Eine neue Moral, die sich zum Beispiel auch mal traut öffentlich zu weinen, könnte die Welt verändern. Heute denke ich, dass das ein Irrtum war; ein von Jugendlichkeit geprägter Irrglaube. Zu viel gefühlvolle Moral verändert zwar sicherlich die Welt – aber nicht zum Besseren.

Mehr Moral heißt nicht etwa mehr Menschlichkeit

Man muss nun wirklich kein Loblied auf die Amoral anstimmen, um von einer besseren Gesellschaft sprechen zu können. Es ist ja auch gar nicht verwerflich, wenn Menschen moralische Vorstellungen vom Zusammenleben pflegen. Schwierig ist es nur, wenn Moral verabsolutiert wird. Dann wendet sich die moralische Erdung ins Gegenteil, sie lähmt, macht blind und drängt anderen auf Gedeih und Verderb die eigenen Vorstellungen auf. Moral wird so zum Gesinnungsterror und zum Furor. Wobei die eigene moralische Haltung es dann sogar schafft, die eigene Orthodoxie als den einzigen richtigen Weg zu deklarieren. Sukzessive werden dabei die eigenen moralischen Vorstellungen ersetzt oder übertölpelt, ja geradezu ausgetauscht. Und auch hier schafft es die Orthodoxie zuweilen, eine ganz sachliche Erklärung abzuliefern, warum da gar kein Austausch des eigenen Wertekanons stattfand – und wonach man es eigentlich immer schon so gesehen habe.

Die Affekte sind nicht neu, exemplarisch ist hierbei jener Wohlfahrtsausschuss der Französischen Revolution, der moralisch beseelt sein Werk anging, um hernach das Fallbeil gar nicht mehr zur Ruhe kommen zu lassen. Zeitweise soll es so stumpf gewesen sein, dass der Scharfrichter es nochmals hochziehen musste, um den baumelnden Kopf endgültig vom Rumpf abzutrennen. All das geschah nicht, weil hier schlechte Menschen ganz bewusst Schlechtes verordneten: Hier wütete das Gute, die absolute Moral. Da saßen etliche Herren mit Haltung im Komitee. Sie führten nichts Schlechtes im Schilde, sie wollten nur die notwendige Moral implementieren. Köpfungen sahen zugegeben nicht schön aus, wirkten sicherlich auch kopflos auf das Umfeld: Aber sie waren moralisch, denn sie dienten der neuen Moral, die jetzt nötig war.

Der französischen Diplomatie jener Zeit fehlte es dann schnell an jener Eigenschaft, die man in der Kunst der Repräsentanz an den Tag legen sollte: Pragmatismus nämlich. Der, der vorher – und auch nachher und teilweise sogar währenddessen – die französische Außenpolitik bestellt hat, ein Mann namens Talleyrand, war hingegen ein Pragmatiker von Weltruf. So sehr, dass Bonaparte ihn als Scheiße in Seidenstrumpf betitelte. Pragmatiker sind nämlich nie richtig beliebt gewesen. Schon damals nicht. Den Franzosen schwand ohne so einen Pragmatiker auf dem internationalen Parkett die notwendige Zurückhaltung – der sachbetonte Blick, das machbarkeitsorientierte Verhandeln: Dafür fehlte den Idealisten der Stunde das Auge. Sie handelten auch international orthodox, traten als Herren der Moral auf und brachten sich so, isoliert und gefangen im eigenen Weltbild, von einer Kriegsfront an die nächste.

Die »Moral« der Diplomatie

»In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte«, sagte einst Egon Bahr. »Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.« Momentan darf man zweifeln, ob diese Losung noch stimmt. Wir erleben in Deutschland die Rekrutierung einer politischen Kaste, die mit einer überbordenden Moral hantiert, die den Bürgerinnen und Bürgern vorgibt, wie sie zu denken und zu fühlen haben, dabei rote Linien aufgibt und die diese Haltung auch mit in die Außenpolitik nimmt. Die Außenministerin wirkt bei ihren Auftritten nicht wie die obersten Diplomatin ihres Landes, sondern wie eine Moralinbeauftragte, die ihre Gegenüber grundsätzlich nach eigenen moralischen Vorgaben taxiert und dabei ihren Dünkel auslebt.

Eine durch die eigene Moral voreingenommene Diplomatie ist jedoch gefährlich. Denn sie versteht sich nicht als Verhandlungskunst, sondern als Methode der Etablierung der eigenen ethisch-sittlichen Normen. Wer sich so an den Verhandlungstisch setzt, bleibt kaum ergebnisoffen, versucht nicht das Beste inmitten von schlechten Grundbedingungen herauszuholen – er geht immer vom Optimum aus, von der Erfüllung dessen, was nach eigener Bewertung unerlässlich und unumgänglich ist. Die verabsolutierte Moral gibt den Takt vor, sie erlaubt nicht, dass man Kompromisse schließt, die häufig nicht moralisch einwandfrei sind – ja, nicht sein können! Für sie gibt es außerdem kein Scheitern, denn sie geht davon aus, dass ja eigentlich jeder die eigenen Positionen der Sittlichkeit begreifen muss – dass jemand ein anderen Standpunkt in Grundfragen hat, kommt dem Moralisten gar nicht erst in den Sinn.

Hans Magnus Enzensberger meinte bereits vor Jahrzehnten, dass die »Moral […] die letzte Zuflucht des Eurozentrismus« sei. Man hat das wohl nie so stark, so durchdringend in Deutschland erlebt, wie in den letzten Jahren. Sie – die Moral – wende »sich an jenes Wir, das die Menschenrechte proklamiert und das schlechte Gewissen erfunden hat, also an den Westen«, schrieb er seinerzeit. Im Namen der Menschenrechte haben die Vereinigten Staaten dann tatsächlich nicht wenige Angriffskriege geführt. Die Deutschen hielten sich in ihren Bonner Jahren zurück, sie waren eine Scheckbuchdiplomatie gewöhnt – eine im Grunde nüchterne Verhandlungsbasis auf Grundlage fiskalischer Anreize und pekuniärer Ausgleiche. Kein Wunder also, dass sich mancher in diesen heutigen Zeiten einen Helmut Kohl zurücksehnt. Damals galt das Schwergewicht als provinzielles Leichtgewicht, als Ewigkeitskanzler, der partout nicht abgelöst wird. Im Rückblick ist man oft schlauer. So auch hier: Kohl und seine Entourage waren keine Moralisten, sie waren Politiker, pragmatische Verhandler und geschickt darin, das Beste aus einer Sache herauszufiltern. Wären sie moralisch beseelt ans Werk gegangen, hätten sie so gebaerbockt wie das Außenministerium heute: Die Wiedervereinigung wäre an der plumpen Arroganz des Moralisten gescheitert. Arrogant waren sie freilich trotzdem: Gegenüber den Ostdeutschen – aber denen gegenüber, die sie mit ins Boot holen mussten, gegenüber den europäischen Nachbarn also, leisteten sie sich so einen moralischen Dünkel nicht.

Die moralische Gesellschaft: Ein Totalitarismus 

Der Moralismus in der Diplomatie ebenso wie in der gesamten Politik, neigt fatal dazu, in den Totalitarismus abzukippen, wenn er sich nicht mehr kontrollieren und zurücknehmen kann. Wenn die Kompetenz dafür fehlt, seine eigenen Vorstellungen als nur eine unter vielen einzuordnen, dann werden keine Diskussionen mehr geführt und Debattenräume eingeengt – Diskurse ufern dann ins Totalitäre ab. In der Berliner Republik hat sich zuletzt die sogenannte Berliner Blase derart mit Moralin gefüllt, dass darüber hinaus auf allen Ebenen – außen- wie innenpolitisch – gegenteilige Weltanschauungen ausgeklammert wurden. Journalisten und Politiker bestärken sich gegenseitig, loben sich, verleihen sich Preise, halten sich Stichwortkarten vor die Nase und bestätigen sich dabei rund um die Uhr, den richtigen moralischen Vorstellungen anzuhängen.

Wer solch selbstreferentiellen Moralisten mit einem Sujet kommt, dass nicht in deren ethischen Katalog passt, muss mit dem Ausschluss, mit Cancel Culture und dem sozialen Tod rechnen – der Furor mobilisiert dann das willige Fußvolk in Netzwerken, zeigt mit den Finger auf den Sünder und man betet sich die eigene Moral wieder und wieder vor. Ein Moralismus, der als Wert an sich betrachtet wird, führt stets in den Radikalismus, egal wie gut man es ursprünglich noch gemeint haben mag.

Nehmen wir nur Girolamo Savonarola, jenen Dominikaner aus der Renaissance, der im Florenz der Medici für politische Teilhabe eintrat, die Oligarchie verurteilte und die Missstände in der Kirche anprangerte. All das galt damals als visionär, Savonarola war seiner Zeit ganz sicher voraus; es macht nicht viel Mühe, den Mönch als Ursozialisten einzuordnen. Seine Anhängerschaft wuchs besonders unter jungen Menschen. Mit ihnen marodierte er durch die Straßen der Stadt. Sie beschlagnahmten pornographische Texte, Kosmetika, Schmuck, Instrumente, Spiegel und allerlei weitere Gegenstände. All das sammelten sie auf der Piazza della Signoria, um es dort anzuzünden. Das »Fegefeuer der Eitelkeiten« speiste sich aus einem narzisstischen, ja krankhaften Moralismus, der keinerlei Toleranz mehr kannte. Alles was als lebensbejahend galt, Spaß und Freude, Ausgelassenheit und Liebe etwa: Für die Savonarolisti war das nicht akzeptabel. Ihr rigoroser Moralismus war total, ja totalitär. Die einzig gültige Wahrheit: Sie war mit ihnen.

Noch eine geistig-moralische Wende täte uns gut

In der heutigen Welt werden selten Feuerchen entfacht, um Unliebsames den Flammen übergeben zu können. Womöglich kommt das wieder in Mode, der Zeitgeist hält viele unliebsame Überraschungen bereit, wie man in den letzten Jahren traurigerweise des Öfteren erfahren musste. Die Moralisten von heute laufen auch nicht in Sandalen durch Florenz, sie ernten die satten Wiesen sozialer Netzwerke ab, generieren dort Anhängerschaft und schaffen sich Moralblasen, in denen die Welt fein in schwarze und weiße Schäfchen unterteilt ist. Aus dieser Community heraus mobilisiert man zum Warenboykott, feindet man Autofahrer an oder eben Menschen, die sich eine Meinung bewahrt haben, die nicht bei Tagesthemen und Spiegel geschliffen wurde. Jener, der sein Schnitzel im Discounter kaufen muss oder sich wegen des Benzinpreises sorgt, hat in dieser moralingesäuerten Gemeinde keine Lobby: Dass ein solcher Mensch vielleicht nicht die Mittel hat, um erst die Moral, dann das Fressen gelten zu lassen, thematisiert man dort meist nicht.

Der Shitstorm ist kurz gesagt das »Fegefeuer der Eitelkeiten« von heute. Fortschritt ist, wenn man nicht mehr mühsam auf die Piazza muss, um das Züngeln verschlingender Flammen zu beobachten und dabei zu jubeln. Fortschritt ist, wenn nur was anklicken muss, sein Avatar mit Sinnsprüchen oder den Farben des Augenblicks ausstaffiert und jeden fertigmacht, den man als unmoralischen Unhold ausgespäht hat. Auch die Politik, die sich mit jedem Jahr mehr in den Netzwerken einfindet – was haben deutsche Politiker noch über Trump die Nase gerümpft! -, ist in den dortigen Dynamiken verfangen. Auch sie beherrscht das Handwerk derer, die dort die Deutungshoheit durch Lautstärke und Aggression erzeugen: Durch Moralisieren.

Wie gesagt, es war ein fataler Irrtum anzunehmen, dass uns moralischere Politiker mal eine bessere Welt bescheren würden. Das haben sie nicht. Das werden sie auch nicht. Sie sind im Gegenteil viel eher die Apologeten der Unmoral, sie spalten mit ihrer Rigorosität – und ihrem Unvermögen, Dinge von mehreren Warten aus betrachten zu können. Viel besser wäre es, wenn sich hier und da wieder einer mit jenen Qualitäten zeigte, die die alten Urviecher des politischen Betriebs auf sich vereinten: Manches davon war unangenehm. Die Arroganz etwa. Man denke nur an Kohl, der nicht gut kritikfähig war. Aber wenn es um die Sache ging, waren sie nicht getriebene der eigenen Moralvorstellungen, sondern sie tarierten aus, was geht und was nicht. Sie hatten – um es nochmal zu betonen – ihre Fehler, aber mit einer triefenden Moral unter dem Arm herumstolzieren und die Welt beglücken oder schulmeistern, das haben sie so nicht gehalten. Vermutlich hatten sie Angst davor, sich lächerlich zu machen. Zu recht!

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Christa Meist
4 Monate zuvor

Es gibt diese Moralpflege nicht allein in der Außen-, sondern auch in der Innenpolitik. Ein warnendes Beispiel in dieser Sache sind die Auslassungen einer jugendlichen Abgeordneten der Grünen namens Fester im Bundestag. Diese Krise ist eine mit Unterstützung der WHO in Gang gesetzte Hausse der Aktien der Pharmaindustrie und eine Krise für all diejenigen, die ihren Lebensunterhalt nicht im Homeoffice verdienen. Selbst die im Vergleich zu anderen unerprobten Substanzen extrem hohe Fehlerquote bei den Behandlungsfolgen kann die richtige Moral der sich als Lebensretter fühlenden Mitmenschen nicht erschüttern.

Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

Das Bild, dass gelegentlich von Poltikern aus der Geschichte, wie Schmidt, Bahr und Kohl gezeichnet wird, ist meist nur solange hübsch anzuschauen, bis man näher herantritt, was durch die zunehmende zeitliche Entfernung und historische Verschleierung jener Personen wiederum zunehmend schwieriger wird.
Hans Magnus Enzensberger, der meinte, die Moral wende „sich an jenes Wir, das die Menschenrechte proklamiert und das schlechte Gewissen erfunden hat, also an den Westen“, würde ich antworten, dass das Gewissen bereits vor dem Westen sowie jeder Moral und Ethik in der Welt war. Das konnte Enzensberger selbstverständlich nicht wissen, aber heute sind wir uns über Spiegelneuronen in den Gehirnen gewisser Säugetiere bewusst, die höchstwahrscheinlich für Empathie verantwortlich sind und Handlungsimpulse steuern. Gehen wir jenen empathischen Impulsen nicht nach, führt die dabei entstehende Spannung, so nehme ich an, zu dem unbehaglichen Gefühl, das viele von uns als „schlechtes Gewissen“ kennen. Psychopathen, die übrigens laut Psychologen häufig in Führungspositionen landen, kennen genau das nicht, was so manche Entscheidung und die gesellschaftliche Entwicklung im Ganzen erklären würde. Wer kein Gewissen hat, also keine Empathie besitzt, kann sich natürlich nur in der moralischen Dimension bewegen. Dort wiederum hemmungslos und ungebremst.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
4 Monate zuvor

Moral, Anstand und Respekt sind einzig und alleine eine Frage der Erziehung. Daher müssen die Ursachen für das Fehlen dieser Tugenden bei denen, die heute politische oder wirtschaftliche Entscheidungsposten besetzten, in der Generation deren Eltern gesucht werden.

Diejenigen, die heute auf ihren gehobenen Posten sowohl menschlich als auch fachlich dermaßen klägliche Inkompetenz an den Tag legen, sind nichts weiter als Opfer einer Erziehung, die völlig versagt hat.

Sie haben im Grunde nichts weiter als unser Mitleid verdient.

niki
niki
Reply to  Wütender Bürger
4 Monate zuvor

Na, ganz so einfach ist das nicht… Natürlich hat die Erziehung auch ihren Anteil! Allerdings muss man immer bedenken, dass noch ein paar ganz andere Faktoren mit in Spiel kommen… Das System selbst fördert geradezu rücksichtslos durchs Leben schreitende Psychopathen! In gehobenen Führungspositionen ist es schon fast ein MUSS entsprechend rücksichtslos zu sein…

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  niki
4 Monate zuvor


Morsche!
Ich weiss auch nicht, wann das Ganze begann…irgendwann etablierte sich so ein Egoismus, das hab ich in der kurzen Referendarszeit 1985 schon kommen sehen, Eltern kamen nur mit Forderungen, meinten ihr Kind sei der Nabel der Welt selbst wenn es strunzdoof war…dann war mir noch die Postbankreklame im Sinn „Unterm Strich zähl ich“…nur noch Betonung des eigenen Egos!
Und in meiner langen Zeit als Busfahrerin habe ich das auch im Strassenverkehr gesehen: Ein Spiegel der Gesellschaft! Es wurde immer aggressiver gefahren, nichts mehr mit „Hallo Partner!Dankeschön!“- Die winkende Hand wich dem Stinkefinger, das gnadenlose Ausbremsen und Pöbeln konnte ich jeden Tag „geniessen“.Blinken ist ja sowieso überflüssig..weil ICH weiss ja , wohin ICH will….
Und auch hier empfand ich das in Deutschland als besonders krass…wenn ich in Frankreich unterwegs war, das war anders..die fahren zwar auch oft nen heissen Stil, lassen Dich aber auch mal von einer auf die andere Spur wechseln ohne gleich dicht aufzufahren und zu hupen..alles bissl entspannter.
Ich hätte ja mit meiner Ausbildung auch bei den Stadtwerken in der Hierarchie aufsteigen können, z.B. in die Fahrdienstleitung o. ä….nur hatte ich da nie wirklich Bock drauf, das Klima dort war vergiftet, Kollegen nannten die Leitzentrale „Das Haifischbecken“ weil dort einer dem anderen die potentiellen Aufstiegschancen neidete und sie immer schön ihren Frust an uns Basispersonal weitergaben.
Das wäre nichts für mich gewesen. Bin froh, nicht für Führungspositionen geeignet zu sein…

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  ChrissieR
4 Monate zuvor

ChrissieR: was du da über den Straßenverkehr beschreibst, kann ich als LKW-Fahrer voll und ganz unterschreiben. Auch das Verhalten der Disponenten bzw Fahrdienstleiter erkenne ich zu 100% wieder.

Dazu kommen noch drei Aspekte:

Im Straßenverkehr nimmt sich mittlerweile jede/r Autofahrer/in für so wichtig, daß es anscheinend unmöglich ist, die Hände für 5 Minuten ununterbrochen am Steuer zu lassen. Ständig wird am Mobiltelefon herumgefummelt und nach neuen Nachrichten geschaut. Man/Frau könnte ja etwas verpassen!

Du glaubst gar nicht, was ich an Ampeln in den Autos neben mir aus 2,5 Meter Höhe so alles zu sehen kriege, was ich gar nicht sehen will… 😱

Und über das Starren und Wischen auf dem Bildschirm wird dann die Grünphase verpasst, und dann wundern sie sich, wenn hinter ihnen das Nebelhorn losbrüllt. 🤣

Der zweite Aspekt ist, daß in den Fahrdienstleitungen immer mehr Leute frisch von der Uni sitzen, die nie auf dem Bock gesessen haben, aber sich für besser halten, weil sie ja studiert haben. Die können das Wort „LKW“ nicht unfallfrei schreiben, planen Touren mit Google-Maps und wundern sich, daß die tatsächlichen Fahrzeiten später nicht stimmen.

Dazu kommt als drittes auch noch die immer weiter fortschreitende Unterteilung in der Branche: Logistikunternehmen beschäftigen zu 99% nur noch Subunternehmer. die Fahrer und Fahrzeuge stellen müssen, damit im eigenen Betrieb die für einen Betriebsrat nötige Menge an eigenen Fahrer nicht überschritten wird, damit nur noch mit Fixkosten gerechnet werden kann, und damit man sich nicht mit dem ganzen lästigen „Personalkram“ rumschlagen muss.

Diese immer weiter voranschreitende Atomisierung der Logistikbranche macht aber auch in den Büros nicht halt: ich kenne Unternehmen, da hat jede/r Disponent/in eine bestimmte Anzahl Fahrer unter seiner Fittiche, und am Ende des Tages und des Monats gibt es Boni für erfüllte Transportaufträge und Mali für nicht erfüllte. Wohlgemerkt: für die Disponenten, nicht für die Fahrer/innen!

Natürlich ginge es in der Branche auch anders, aber ich denke, dieses System von Egoismus ist so gewollt. Es wird sich zwar immer mit dem „starken Konkurrenzdruck“ herausgeredet, aber das alleine kann es nicht sein.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Wütender Bürger
4 Monate zuvor

@Wütender Bürger

…Ich brauchte noch net mal 2.50 Sitzhöhe…vom Fahrersitz meines Niederflur-Citaros oder MAN konnte ich oft gut durch die Heckscheibe eines SUVs beobachten…genau: Rumgedaddel am Handy oder am Riesen Bord Navibildschirm…
Leider hatten wir kein Nebelhorn sondern nur ne mickrige Hupe- dafür hab ich im Privatauto ne fette Laredo Fanfare eingebaut!😂

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  ChrissieR
4 Monate zuvor

Ich brauchte noch net mal 2.50 Sitzhöhe

Richtig unterhaltend wird es „da oben“, wenn das Fahrzeug neben oder vor mir an der Ampel ein Glasdach hat. 😉

Daniel D. Dietze
Reply to  niki
4 Monate zuvor

Im Äther wartet irgendwo noch ein Kommentar von mir zu diesem Beitrag, in dem ich etwas ausführlicher auf das Problem mit den Psychopathen und Führungspositionen eingehe. In der Gefahr, das er noch auftaucht und ich mich wiederhole… Laut Psychologen treibt es Psychopathen regelrecht in Machtpositionen. Sie besitzen keine Empathie und kennen kein schlechtes Gewissen. Sie können sich das nur theoretisch, im Resultat als „Moral“ erarbeiten, um dann damit zu arbeiten, zu“moralisieren“. Hierzu sind auch aktuellere Forschungen zu Gehirnen gewisser Säugetiere recht interessant. Stichwort: Spiegelneuronen. Diese sind wahrscheinlich für Empathie verantwortlich und steuern Handlungsimpulse. Gehen wir diesen empathischen Impulsen nicht nach, entsteht, so vermute ich, ein subtiles Gefühl des schlechten Gewissens. Um den Zusammenhang zur Moral zu verdeutlichen, könnte man dann sagen: Wen kein Gewissen und keine Empathie ausbremst, der fährt die moralische Schiene. Diese wiederum hemmungslos und ungebremmst.

Last edited 4 Monate zuvor by Daniel D. Dietze
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

@Daniel D Dietze

Laut Psychologen treibt es Psychopathen regelrecht in Machtpositionen.

Das ist wohl so.
Hier eine interessante Betrachtung des Phänomens:

https://www.youtube.com/watch?v=53wagjNs1-U

Daniel D. Dietze
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

Köstlich. Besten Dank für die Empfehlung.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

@Daniel D. Dietze

Gerne.
Im „verbal-akrobatischen“ Umgang mit der deutschen Sprache sind die Ösis uns glatt überlegen.

Der hat noch mehr so Sachen auf Lager.

https://www.youtube.com/watch?v=EKQVsHwOGII

https://www.youtube.com/watch?v=o8-mk2EXlI4

Empehlenswert auch Alfred Dorfer, mit dem er oft gemeinsam auftritt.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

Sie besitzen keine Empathie und kennen kein schlechtes Gewissen. Sie können sich das nur theoretisch, im Resultat als „Moral“ erarbeiten, um dann damit zu arbeiten, zu“moralisieren“.

Ich glaube aber daran, daß auch Dinge wie fehlende oder vorhandene Empathie eine Frage der richtigen / guten Erziehung sind.

Daniel D. Dietze
Reply to  Wütender Bürger
4 Monate zuvor

Ich glaube ja, der Beweis dafür wird ausbleiben. Ich bin mir hingegen ziemlich sicher, dass fehlende oder vorhandene Empathie eine Frage von fehlender oder vorhandener Empathie der Eltern ist. Der Erziehungsstil ist dabei eher zweitrangig. Jedoch bin ich mir darüber hinaus auch ziemlich sicher, dass empathische Eltern nicht autoritär erziehen. Was ist denn deiner Meinung nach die „richtige“, die „gute“ Erziehung?

Last edited 4 Monate zuvor by Daniel D. Dietze
Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

Du hast natürlich Recht, wenn du sagst, daß Eltern nur das an ihre Kinder weitergeben können, was sie selbst beherrschen. Anders ausgedrückt: Arschlöcher werden Arschlochkinder großziehen.

In einen funktionierenden sozialen Bildungssystem mit genügend gut ausgebildeten Pädagogen würden solche auffälligen Kinder frühzeitig erkannt und es könnten geeignete erzieherische Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
4 Monate zuvor

Das System selbst fördert geradezu rücksichtslos durchs Leben schreitende Psychopathen!

Ja und die Psychopathen haben das System erschaffen und halten es am Laufen.
Das wirkt auch in die Gesellschaft und ihre Keimzelle, die Familie, die sich gegenseitig spiegeln / verstärken, weil Individualismus nur in engen Grenzen erwünscht ist, solange er das System nicht stört.

Es ist ein Kreislauf, ein in sich geschlossenes System, welches nur durch eine gewaltige Systemkrise durchbrochen werden kann, wenn eine kritische Masse nicht mehr mitspielen will.

Jau
Jau
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

Es ist ein Kreislauf, ein in sich geschlossenes System, welches nur durch eine gewaltige Systemkrise durchbrochen werden kann…

Gut möglich, sind ja mittendrin. Eine kritische Masse im „Wertewesten“ erkenne ich allerdings nich.

20-03-22a2.jpg
Cetzer
Cetzer
Reply to  Jau
4 Monate zuvor

Trinkgeld
Heute zur Abwechslung
Auf Hochglanz polierte Kopeken

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Jau
4 Monate zuvor

@Jau

Eine kritische Masse im „Wertewesten“ erkenne ich allerdings nich.

Ich auch nicht, aber sie wäre Bedingung für einen Systemwechsel.

Jau
Jau
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

@ Robbespiere
Der Werteweschten umfasst ja nur ein Viertel der Menschheitsfamilie, möglich, dass die andern Dreitviertel allmählich was in Schwung bringen.

Sie ist nicht alles…und schon gar nicht die Welt, diese “internationale Gemeinschaft”, in deren Namen die Zurückweisung und Verurteilung Russlands jetzt in jeder zweiten Rede beschworen wird. Genau genommen umfasst sie nur etwa ein Viertel der Menschheitsfamilie und ist auch als NATOstan bekannt. Weil es sich den anderen drei Vierteln gegenüber in den letzten Jahrzehnten meist sehr unfreundlich verhalten und wehrlose Länder angegriffen hat, ist es dort nicht sonderlich beliebt. Die Behauptung ein “Verteidigungsbündnis” zu sein nimmt ihm kaum noch jemand und viele sehen darin nichts anderes als die Schlägertruppe und Schutzgeldeintreiber des US-Imperiums…

Hier entnommen:
https://www.broeckers.com/2022/03/22/notizen-vom-ende-der-unipolaren-welt-6/

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Jau
4 Monate zuvor

@Jau

Der Werteweschten umfasst ja nur ein Viertel der Menschheitsfamilie, möglich, dass die andern Dreitviertel allmählich was in Schwung bringen.

Ja, da haben wohl Einige die Schnauze voll von der Bevormundung des Werte-Westens.

China spielt nicht mit, Indien und Pakistan auch nicht, Ungarn und Serbien bocken.

Das wird wohl eine Niederlage des Westens werden.

Christa Meist
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

@robespierre Es gibt in der Realität keine geschlossenen Systeme, menschliche Wahrnehmungsfähigkeit als Grundlage vorausgesetzt. Alle Menschen können im Gegenüber sich selbst entdecken. Im Mörder genauso wie im Wohltäter. Es wäre hilfreich darüber nachzudenken, wie schmal der Grat zwischen beidem ist. Für JEDEN von uns.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Christa Meist
4 Monate zuvor

@Christa Meist

Es gibt in der Realität keine geschlossenen Systeme

Wie würdest du denn ein System bezeichnen, das von wenigen Machtmenschen derart implementiert und gesteuert wird, dass die Masse der Menschen ihm nicht entkommen kann?

Der bürgerliche, neoklassische Kapitalismus hat sich wie eine Krake die Welt erobert und verfügt mit der Kontrolle der Staaten durch die Finanzmärkte über deren Machtinsrumente wie Gesetzgebung, Polizei, Militär etc..

kjuelo
kjuelo
Reply to  Christa Meist
4 Monate zuvor

Das stimmt schon mit dem schmalen Grat. Andererseits aber auch nicht. Und das „zuviel“ nachdenken darüber wäre eine Endlosschleife.
Es gibt durchaus den Punkt, an dem man als emphatischer, vieldenkender Mensch sagen kann: Nö, egal was kommt, ich werde kein Mörder, kein Kinderschänder, kein gefährlicher Soziopath, usw. sein. Punkt.

Aus wissenschaftlicher/psychiatrischer Sicht ist die Erforschung dieses schmalen Grat sehr notwendig. Und manchmal auch sehr beängstigend, finde ich.

Dein weiter unten gepostetes Video von Gunkl über Führungskräfte ist echt gut. Entspricht auch meiner Wahrnehmung.

Daniel D. Dietze
Reply to  Wütender Bürger
4 Monate zuvor

Und diejenigen, die während der Inquisition und der Zeit der Hexenverbrennungen auf ihren gehobenen Posten sowohl menschlich als auch fachlich dermaßen klägliche Inkompetenz an den Tag legten, waren nichts weiter als Opfer wessen Erziehung?
Diejenigen, die im Nationalsozialismus auf ihren gehobenen Posten sowohl menschlich als auch fachlich dermaßen klägliche Inkompetenz an den Tag legten, waren nichts weiter als Opfer wessen Erziehung?
Diejenigen, die während der Studentenbewegung 1968 auf ihren gehobenen Posten sowohl menschlich als auch fachlich dermaßen klägliche Inkompetenz an den Tag legten, waren nichts weiter als Opfer wessen Erziehung?
Machtstreben scheint – mir jedenfalls – keine Frage der Erziehung zu sein. Eher eine Frage der Vorbilder. Aber um das differenziert betrachten zu können, bedarf es jedoch möglicherweise einer gewissen Auseinandersetzung mit der Geschichte der Erziehungswissenschaft und moderner interdisziplinärer Forschung zum Gehirn beispielsweise. Bei allem Respekt, aber ansonsten bleibt es immer bei einem: „früher war alles besser“ und „das hat uns auch nicht geschadet“, was ich in vielen Fällen stark bezweifele.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

Diejenigen, die während der Studentenbewegung 1968 auf ihren gehobenen Posten sowohl menschlich als auch fachlich dermaßen klägliche Inkompetenz an den Tag legten, waren nichts weiter als Opfer wessen Erziehung?

Wer oder Was? Wo, in Bonn, Berlin oder Pullach?

Interdisziplinäre Forschung zum Gehirn, um wem auf die Spur zu kommen? Dem ominösen Spiegelneuron, das so wahrscheinlich für irgendeine Regung im Kopf verantwortlich ist wie eben alles wahrscheinlich ist, das dem momentanen Hype in den Kognitionswissenschaften Futtter gibt?

Und ich dachte, das sei was Politisches. Irgendwas mit Revolution, Reaktion, Faschismus oder so.

Opfer einer Erziehung sind Alle, die erzogen wurden oder werden, grundsätzlich und ausnahmslos. Doch das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Und so, wenn etwas offensichtlich Mist ist, müssen wir es nicht bezweifeln, auch wenn wir das (relativiert) stark tun.

Daniel D. Dietze
Reply to  Suzie Q
4 Monate zuvor

Ich persönlich zweifele zum Beispiel mittlerweile keine Sekunde mehr daran, dass deine Kommentare nicht lesenwert sind, weil „offensichtlich Mist“.

Christa Meist
Reply to  Wütender Bürger
4 Monate zuvor

So weit ich weiß, gab es moralisch handelnde Menschen schon lange bevor, man überhaupt von Erziehung sprach. Man hat auch nicht über Aufzucht diskutiert, sondern versucht, den Notwendigkeiten gerecht zu werden. Zu moralischem Handeln ist jeder Mensch befähigt, der sich im ruhigen Wasser und in seinen Mitmenschen spiegelt. Das ermöglicht ihm darüber zu befinden, ob er sich noch leiden kann. Mehr ist nicht geboten. .

Defi Brillator
Defi Brillator
4 Monate zuvor

Roberto, ich verstehe ja, dass man sich bei dem Thema in Rage schreiben kann, aber in vielen Bereichen überziehst Du hier doch etwas. Moral & Pragmatismus sind jetzt auch nicht so eindeutig zweiseitig. Gerade Merkels Kanzlerschaft hatte da was zum Lernen mitgebracht.
Wenn die Wende pragmatisch angegangen worden wäre, hätte man sich wohl eher an Oscar Lafontaine orientiert. Hier kam aber das Volk dazwischen. Nur, um mal ein Beispiel zu nennen.

Last edited 4 Monate zuvor by Defi Brillator
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
4 Monate zuvor

@Defibrilator

Wenn die Wende pragmatisch angegangen worden wäre, hätte man sich wohl eher an Oscar Lafontaine orientiert. Hier kam aber das Volk dazwischen.

Einerseits ja, aber was wohl den Pragmatismus entscheidend verhindert hatte, war der Wunsch des „Dicken“ nach Wiederwahl und der Wunsch seiner solventen Klientel, das zugelaufene Schweinderl zu verwursten.

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

Dann solltest Du Dir die Jahre noch mal Revue passieren lassen. Der Dicke hat nur mitgenommen, was ging. Das die Pfeffersäcke das auf ihre eigene Art zu nutzen wussten, war noch eine ganz andere Show, bei der das Volk ziemlich alt aussah. Das hat da immer noch den Professor Brinkmann von der Schwarzwaldklinik gesucht.

Last edited 4 Monate zuvor by Defi Brillator
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
4 Monate zuvor

@Defi Brillator

Dann solltest Du Dir die Jahre noch mal Revue passieren lassen. Der Dicke hat nur mitgenommen, was ging. Das die Pfeffersäcke das auf ihre eigene Art zu nutzen wussten, war noch eine ganz andere Show

Nene du, der Dicke und sein gelber Kolitionspartner, mit dem Lambsdorf-Papier und so, das war der politische Arm der Pfeffersäcke.
Die haben die Sahne auf die Torte nach Geheiß aufgebracht.
Das dürfen wir nicht außer Acht lassen.
Die Pfeffersäcke haben die Spur gelegt, denen die „Birne“ folgte.
Da gabs so schwarze Ledeerköffersken, auf denen z.B. Schreiber-Lederwaren stand.

zdago
zdago
4 Monate zuvor

@Egon Bahr. »Es geht um die Interessen von Staaten.
falsch – es geht im die Interessen einiger Superreichen, die sich Politiker, Juristen und Journalisten halten.
Und in diesem Rahmen dann um die Interessen der untergeordneten Humanresourcen.
Dann kommen die lokalen Finanzeliten und deren politischen Eliten, dann der Staat.
Den Bürger habe ich nicht vergessen – der ist – wie man an der Spritzendiskussion schön erkennen kann – verwertbares humankapital der übergeordneten Gruppen.

Die „geistig-moralische Wende“ entfällt, wenn sie sich mit den übergeordneten Interessen der Eliten beißt – außerdem ist Deutschland nicht auf einer Insel der Seligen, sondern umzingelt von „Freunden“ mit Ansprüchen an das Land, die – wenn notwendig – dann auch durch Erpressung oder Gewalt erzwungen werden, falls sich das Land der freiwilligen Unterwerfung verweigert.

Thomas
Thomas
4 Monate zuvor

Mein Vater hatte mir mal gesagt: Ein Mann ist nur ein Mann, wenn er auch weinen kann