Die Kapitulation der Widerstandskämpfer

Meine Güte, was sollte uns die Erinnerungskultur der letzten Jahre sensibilisieren, um sich dem Unrecht stets in den Weg stellen zu können. Die Widerstandskämpfer der Gnade der späten Geburt lehren uns jedoch: Es hat alles nichts genutzt.

Gleich mal vorweg: Die folgenden Zeilen sollen hier keine Gleichsetzung mit 1933 und den Folgejahren sein – nur ein Vergleich. Noch nicht mal ein sehr guter Vergleich. Der Text ist der Apfel, den ich den Birnen entgegensetze. Dies muss man heute explizit sagen, weil die Nazikeule von einem Teil des Publikums so verachtet wird, wie sie der andere Teil liebt und kräftig austeilt. Was haben eigentlich die Menschen vor 1933 gemacht? Mit was haben sie die Entwicklungen ihrer Zeit und Gesellschaft verglichen? Adorno täuschte sich, nach Auschwitz konnte man sehr wohl noch dichten – Geschichte aber, Soziologie und Gesellschaftskritik, kommen ohne diese Rückschau kaum mehr aus. Sie ist der Fixstern. An ihm muss man sich offenbar messen lassen.

Zumal jene, die immer wieder recht abgehoben in die Vergangenheit blickten, auf unsere Vorfahren lugten und die klarmachten, ihnen wäre das so niemals widerfahren. Die Maulhelden, die heute der Antifa große Bedeutung zumessen, sind allesamt von der Gnade der späten Geburt um ihren Status als Widerstandskämpfer betrogene Zeitgenossen, die die Zeitenläufte verändert hätten mit ihrer Hartnäckigkeit und strikten Haltung gegen das Aufziehen der Diktatur. Man hätte nämlich sehen können, worin das mündet: Mit Abstrichen ist das nicht mal falsch. Aber warum sehen sie denn nicht die Diktatur oder wenigstens die Entdemokratisierung heute heraufdämmern? Sie als Widerständler vor der Historie müssten es doch erkennen können, Mensch!

Harmonische One-World? Ach, ich bitt‘ euch!

Aber nein, sie träumen von der neuen One-World, einer seltsamen globalen Allianz, die das Leben auf der Erde verbessert, fairer strukturiert, ökologischer halt und gerechter zugleich macht. Man spüre das doch schließlich – nicht? Die Katastrophisten und Kollapsologen suhlten sich mit Beginn der Pandemie in dieser kuriosen Gewissheit. Jetzt fahren wir alles runter, kaufen seltener, fahren weniger durch die Landschaft und dann geht uns ein Licht auf: Dann wollen wir das nämlich immer so, es beibehalten – logisch, oder?

Für Romantiker und Esoteriker sicherlich. Woher die Menschheit das Bedürfnis für diese neue Logik nehmen sollte, erklärt sich ja nicht. Sie ist ein frommer Wunschtraum. Den kennt man schon aus der Debatte um den Klimawandel. Die weißen jungen Mädchen und Buben aus begüterten Elternhäusern und prädestinierten Ländern und ihre erwachsenen Claqueure haben Great-Reset-Pläne. An sich ja erfreulich, eine andere Ökologie ist notwendig. Aber mit Verzichtsaufforderungen und der Aussicht auf Verlust von Lebensqualitäten ködert man keinen: Nicht die Menschen in den eigenen wohlständigeren Breitengraden – und schon gar nicht die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern, die irgendwann mal aufschließen wollen zur westlichen Wohlstandssphäre. Afrikanern Verzicht zu predigen: Kann man das eigentlich als Rassismus verbuchen?

Dass es globale Strukturen geben könnte, ist dabei nicht mal so abwegig. Nur werden sie nicht von Demokratiebewusstsein und dem Drang nach Verbesserung angetrieben, sondern von knallharten Kapitalisten. Das World Economic Forum (WEF) in Davos verhandelt schon seit Jahren Strategien für ein Global Governance. Der Systemwandel bestimmt seit geraumer Zeit die Agenda des WEF. Es geht dabei um Technologisierung, Digitalisierung, Privatisierung und letztlich: Um die Schwächung staatlicher Kontrolle. Politik kommt in diesem Vorhaben nur noch als Vermittler zwischen Wirtschaftsvorgaben und Kundenwünschen vor.

Radikalopposition? Eine naive Vorstellung.

Die One-World ist also so gesehen gar kein vollkommenes Hirngespinst. Da strecken durchaus welche die Finger aus, um die Welt nach der Pandemie neu zu gestalten. Dabei geht es aber nicht um Gesundheitsfürsorge und Lebensschutz: Es geht um neue Machtperspektiven – für die Superreichen, für Unternehmen und deren Funktionäre. Es ist die Aussicht auf eine Wirtschaftsregierung, eine Technokratie der Betriebswirte. Dass sie die Welt auch nur um ein Jota besser machen wollen, dürfte wohl gar nicht diskussionswürdig sein.

Natürlich müsste sich was ändern. Wie könnte man diese Notwendigkeit denn einfach wegwischen? Die Frage ist aber letztlich, ob in unserer stark vernetzten, von Denkmaschinen kontrollierten und pervertierten Welt, eine Veränderung auf Grundlage des Bürgerwillens überhaupt noch denkbar ist. Jede politische Bewegung wird entweder beeinflusst oder geleitet – gelingt das nicht, erklärt man sie zu Gefährdern. Die Kontrolleure der Stimmungslage erfinden keine Demonstrationen selbst. Sie warten ab und versuchen dann politisch nutzbar zu machen. Mit Corona läuft das so. Und bei Fridays For Future war es nicht anders. Mittlerweile ist Frau Thunberg zu oft in den Zonen der Macht und der Beeinflussung zu Besuch gewesen, zu offen buhlten Politik und Wirtschaft um die Sympathie der Jungdemonstranten, als dass man noch eine Reinheit des Movements annehmen könnte.

Es ist naiv anzunehmen, dass man gegen das Netzwerk der Wirtschaftsinteressen ankämpfen könnte, ohne von ihnen unterwandert, beeinflusst und damit gesteuert zu werden. Eine Radikalopposition würde nicht von der EU hofiert, sondern zu Querdenkern degradiert. Und das meint nichts Gutes. Die jungen Leute eignen sich bestens für den Systemwandel, den die WEF befürwortet: Denn sie glauben, dass sich jetzt jeder harte Schnitt, jeder Grundrechtsentzug rechtfertigen lässt, wenn dabei die Vision einer besseren, weil klimatisch reineren Welt als Motiv angeführt wird. Oma, diese Umweltsau, hat es gar nicht anders verdient.

Weltethos oder Bürgerkrieg?

Der Theologe Hans Küng sprach früher gerne vom Weltethos. Dieses meinte ein globales Repertoire an ethischen Wertvorstellungen und Normen, die gewissermaßen Allgemeingültigkeit auf Erden hätten. Dass es solche Normen gibt, scheint unbezweifelbar. Der Begriff des Weltethos ist aber ein philosophischer, nun gut, ein theologischer: Politische Forderungen lassen sich darüber kaum stellen. Die Welt ist dann doch komplexer, als dass man mit dem Weltethos hausieren gehen könnte. Außerdem kommt erst das Fressen, bevor man sich an die Moral heranmacht.

Aber genau um diesen Weltethos geht es den Katastrophisten und Kollapsologen der Stunde jetzt. Sie glauben, nun habe seine Stunde geschlagen. Das Weltethos brauche jetzt diesen großen Knall, damit es sich mit aller Macht durchsetzen könne. Die Welt kann eine bessere, eine friedlichere, eine ethischere sein: Sie braucht nur diesen einen Moment, in dem alles kulminiert, umfällt und bereit ist für eine Neuausrichtung. In deren Vorstellungen kommt das WEF gar nicht vor. Als ob man die Interessensverbände und Meinungsmacher der Superreichen einfach mal vergessen könnte. Sie wähnen sich an der Schwelle in eine neue Zeit, vor dem Eintritt in ein ethisches Anthoropozän, in dem die Welt zurückfindet zu Blumenwiesen, Bienenstöcken und Selbstversorgertum.

Das macht sie blind für die realen Entwicklungen der Stunde: Massiver Grund- und Menschenrechtsabbau, Zerstörung demokratischer Gestaltungsräume und Einschränkung zukünftig staatlicher Obliegenheiten. Nebenher droht der Mensch digitalisiert, zu einem bloßen organischen Algorithmus modifiziert zu werden. Da ist nichts Weltethisches dran. Man schafft heute die Grundlage für noch tiefere Spaltungen, für Armut, Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung, Verteilungskämpfe und Bürgerkriege. Die von einer neuen guten Welt Beseelten, basteln eigentlich an deren Gegenteil. Jedesmal, wenn sie einem Kritiker des Grundrechtsentzuges entgegenhalten, dass er thematisch überziehe, sprechen sie weniger für eine bessere Welt als dass sie Gräben ausheben für einen künftigen Bürgerkrieg.

Ich wäre denen nicht auf den Leim gegangen …

Eingebettet ist diese Haltung in einem antifaschistischen Bewusstsein, das von sich klarmacht: Nie wieder. Nicht mit uns. Das hätte es damals schon nicht mit uns gegeben. Wie konnten die Leute damals nur so blind sein? Aus der zukünftigen Warte, von der aus man bereits weiß, was dem Jahr 1933 folgen musste, lässt sich so ein Widerstandskampf nobel ausbreiten. Es ist aber nur Maulheldentum. Die Gnade der späten Geburt zeigt sich auf viele Arten gnädig: Eben auch dergestalt, dass man sich als Widerständler ins Gerede bringen kann, ohne dafür Belege liefern zu müssen.

Die liefert aber unsere Zeit zuhauf. Wie diese Widerstandsleute einknicken, jetzt da Grundrechte völlig aus der Luft gegriffen ausgehöhlt und abgeschafft werden! Wie sie auf all jene schimpfen, die sich erdreisten, auf die Einstellung von Grundrechten hinzuweisen und die sie sogar zurückfordern! Da ist gar nichts widerständig, widerspenstig, rebellisch oder aufsässig. Da ist Mitläufertum angesagt, Opportunismus und Erfüllungshilfe Programm. Sich gegen den Zeitgeist anwanzen? Das klappte noch in der schnöden Theorie, gebar die Selbstgerechtigkeit der Selbstgefälligen: Aber in der Praxis scheitert es schon im Ansatz.

Ja, ich höre sie ja schon schreien: Gleichsetzung mit damals! Widerlich! Depp! Aber ich setze nichts gleich: Ich vergleiche. Und ich weise darauf hin, dass die Maulhelden jetzt eine Chance hätten, sich gegen aufziehende Gefahren, einen Totalitarismus der Überzogenheit zu positionieren. Zu zeigen, dass sie was gelernt haben aus der Geschichte. Sie schimpfen aber lieber weiter auf die AfD, machen Kritiker zu Nazis und tun so, als sei die Gefahr von Machtmissbrauch etwas von dunnemals, jedoch heute gar kein Thema mehr. Ihr wärt denen damals nie auf dem Leim gegangen: Schon klar. Aber ihr geht den Totalitären von heute ins Netz: Den Datenschutzzerstörern, Digitalüberwachern, den Verfassungsignoranten, den Menschenglasbläsern und Notstandsaposteln. Ihr habt doch nichts gewusst, oder? Das wird euer Satz der nächsten Jahre sein …

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niki
niki
1 Jahr zuvor

Alles deutet darauf, dass mal wieder im Namen des Guten, auch die Nazis damals hielten sich selbst für besonders gut, ein totalitäres System installiert wird…

Und genau deswegen ist dieser Vergleich mit 1933 eigentlich so verdammt wichtig. Die Menschen damals waren keinesfalls weniger anständig. Im Namen des Guten kann man die übelsten Dinge durchsetzen. Es muss nur eine Bedrohungskulisse da sein. Dabei spielt es keine Rolle auf was genau diese begründet ist. Hauptsache diese erscheint real!… Und 1,2,3, sind wir in einem totalitären Überwachungsstaat! Gerade weil heute die digitalen Überwachungstechniken es nochviel leichter machen, jedermann zu diskredtieren, wenn es sein muss… Eigentlich ist dass das Ziel: Der digitale Überwachungsstaat zwingt uns zu konformen Verhalten! Siehe auch SocialScoring!

ChrissieR
ChrissieR
1 Jahr zuvor

Gude Morsche, Roberto!
…😰 jetzt hast Du schon ganz früh morgens geschafft, mein allerletztes Fünkchen Hoffnung im Keim platt zu machen!…
Ich glaub, ich bleib besser im Bett…nur blöd….wer bringt mir die Dose Bier???

ChrissieR
ChrissieR
1 Jahr zuvor

Nochma Guude!

Ich hab neulich an nem Grabbeltisch Bücher gekauft…darunter “ Qualityland“ vom Känguruh-Chronik Mann Marc Uwe Kling!
Die schöne neue Welt, die er da sehr treffsicher witzig-ironisch schildert ist sehr aktuell…kann ich jedem empfehlen, auch mal über die Dystopie lachen zu können!

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aquadraht
aquadraht
1 Jahr zuvor

Ja, Recht haste,

Robbespiere
Robbespiere
1 Jahr zuvor

Guter Artikel Roberto.

Die wurzel des Übels ist immer die gleiche, nämlich religiöse Massenverblödung.
Egal ob durch christliche Missionare oder die Hohepriester des Neoliberalismus, immer ist es eine machtgierige Gruppe, die Dogmen installiert und damit Grenzen zwischen dem Erlaubten und nicht Erlaubten zieht.
Vielfalt des Denkens darf es nach deren Vorstellung nicht geben, damit ihre Autorität gar nicht erst in Frage gestellt werden kann.

Seit über Tausend Jahren diszipliniert man die Menschen, in dem man ihnen die Folgen eigenständigen Denkens und Handelns drastisch vor Augen führt, vom Ausschluss aus der Gemeinschaft der „Rechtgläubigen“ bist hin zu deren physischer Vernichtung, wie bei den Hexenverbrennungen.

Selbständig Denkende werden ( derzeit ) zwar nicht mehr getötet, aber wie der Fall des entlassenen Walldorf-Lehrers ( per Antisemitismusvorwurf ) und Wikipedia-Kritikers Markus Fiedler zeigt, sind entsprechende Kreise durchaus bereit, Existenzen zu zerstören, wenn ihre Deutungsmacht in Frage gestellt wird.

Die lange Tradition des Dogmatismus, gepaart mit der Angst vor Ausgrenzung, hat sich in Form von Opportunismus und selbst auferlegten Denkverboten derart festgesetzt, dass er bis Heute wirkt.
Die Aufklärung hat es nicht geschafft, diesen Wirkkreis effektiv zu durchbrechen.

Heldentasse
Heldentasse
1 Jahr zuvor

Ein starker Beitrag! Vielen dank Roberto!

Ich gehe auch mit vielem in der Analyse konform, nur ordne ich die Dinge subjektiv etwas anders. Für mich sind die „linken Widerständler“ viel eher Kultisten, die noch nicht mal mehr einer in sich plausiblen Ideologie anhängen, sondern etwas was sich viel eher mit einem religiösen Kult vergleichen lässt.

Darum hinkt aus dieser Perspektive auch weitgehend der Nazi- Vergleich, und man sollte wirklich in Betracht ziehen, dass diese Leute viel mehr so etwas wie die Werkzeuge einer modernen Inquisition darstellen, die allerdings weitgehend (noch?) nicht auf dem regulären Gerichtswege durchgeführt wird, aber nicht desto trotz kann es einem die Existenz kosten, wenn man sein Maul aufreißt.

Die schlimmen Finger hinter den Kulissen, die mindestens mittelbar diese „linken Widerstandskämpfer“ steuern, sind m.E. auch das primäre Problem.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Ja, das mit dem „Kult“ kenne ich auch aus der Oldtimer-Szene. Entenfahrer waren früher meistens nonkonformistische Leute, viel Linke und Freigeister dabei..jedenfalls konnte man sich eher weniger einen Anzugträger oder erst recht keinen rechtsradikalen Springerstiefeltyp darin vorstellen!
Aber jetzt besteht die Szene zum grossen Teil aus Schönwetterfahrern, die die besser-als-neu-Karre als Prestige und Anlageobjekt sehen! Das Klischee des linken Ente fahrenden Bohémien nach aussen…innen aber bierernste Kapitalisten.
Ist ein bisschen wie bei den Grünen und Linken…

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Der Ausdruck „Religiöser Kult“ ist in diesem Zudammenhang durchaus angebracht. Er weist auf die Parallelen bei der Unterdrückung mittels Schuldgegühlen hin, was für den Machterhalt der Kirche seit Jahrtausenden immens wichtig ist. Ähnliche Vorstellungen bis hin zu den Schuldgefühlen, mit denen man kleine Menschen belastet, sind in dem geleakten Panikpapier aufgetaucht. Das ist eine Schande. Es zeigt die Herzlosigkeit der Verantworlichen. Schwer traumatisierte Kinder wachsen hinein in eine zerfallende Welt. Wie sollen die denn die kommenden Schwierigkeiten bewältigen? Ein Traume ist eine zu schwere Belastung.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Brian
Brian
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Auch vergangene Generationen haben ihre Traumata überlebt. Das Problem ist
nur, wenn man sich nicht aus eigenem Antrieb intensiv damit auseinandersetzt,
gibt man es auf die eine oder andere Weise (häufig unbewusst) weiter. Ich hoffe nur, daß die heutigen Kinder später mal ihren Eltern (diejenigen, die diesen ganzen Scheiss völlig unkritisch mitgemacht und ihren Kindern wer weiß was zugemutet haben) ein richtig schlechtes Gewissen wegen ihres Verhaltens machen.

JW
JW
1 Jahr zuvor

Super geschrieben und inhaltlich richtig, richtig klug, wie ich meine. Klasse Beitrag. „Mächtig gewaltig, Roberto“ . . .

Nureinmensch
Nureinmensch
1 Jahr zuvor

Ein lesenswerter Artikel, dem ich, der mit der Gnade der späten Geburt gesegnet ist, hinzufügen möchte, dass mir die seit gut 10 Monaten (den zwar unheilvollen Anfang, kann ich niemanden vorwerfen. Immer wilder gewordene Medien trieben die Politik wie die berühmte Sau durchs Dorf) anhaltenden, erheblichen Grundrechteeinschränkungen, einen nicht mehr erhofften Erkenntnisgewinn bescherten.

Zeit meines schon auf die 60 Jahre zugegehenden Lebens, habe ich mich gefragt, wie die Machtergreifung und über viele Jahre von der breiten Bevölkerung Unterstützung der Nationalsozialisten, bis hin zum bereitwillig in den nächsten Weltkrieg ziehen, möglich war?

Nicht selten habe ich mich mit Mitmenschen beim Versuch das zu ergründen gestritten. Mir schien es immer ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, dass so etwas ohne eine breite Mehrheit echter Überzeugungstäter möglich ist.

Nun sehe ich, wie einfach es ist, eine breite Mehrheit zu überzeugen, ohne dass diese zuvor im Verdacht stand überzeugte Grundrechtseinschränker zu sein. Was am Ende dabei rauskommen wird, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wissen. Mir einen Vergleich mit der Naziherrschaft vorzuwerfen, funktioniert deshalb gar nicht.

Augenblicklich sind ohne „Wenn und Aber“ die Grundrechte in erheblichem Umfang nicht mehr gültig. Rechtsstaatliche Prinzipien werden immer öfter mit Füßen getreten.

Es fällt mir schwer, zu hoffen, dass den Grundrechten und den rechtsstaatlichen Prinzipien wieder zur uneingeschränkten Geltung verholfen werden soll. Bei aktuell sinkenden Neuinfektionen finden sich weiterhin Medien, die den Mahnern vor nun einer dritten, gar vierten und fünften Welle große Aufmerksamkeit zukommen lassen. Selbst vor den nächsten Killer-Viren wird schon vorauseilend gewarnt.

Dass sich das Leben wieder gänzlich normalisiert, also auf den Stand von vor den rigorosen Coronamaßnahmen zurückkommt, kann ich für die Jahre 2021 und 2022 nicht im Ansatz erkennen.

Größere Aufstände erwarte ich allerdings auch nicht. Insgesamt geht es den Menschen in unseren Breitengraden nicht „dreckig“ genug. Sie hätten – zumindest aus ihrer Sicht – mehr zu verlieren, als zu gewinnen. Ohne das eine wirklich breite Masse Hunger leiden muss, lebensbedrohend der Witterung ausgesetzt sein wird, die Streaming-Anbieter nicht mehr streamen, DHL und Amazon nichts mehr liefert, wird’s aus meiner Sicht keine Aufstände geben. Das was danach kommen könnte, ist einfach zu ungewiss und der augenblickliche Leidensdruck nicht hoch genug.

Der einzig gangbare Weg, um schnell der immer undemokratischer werdenden, Grundrechte erheblich bescheidenden und Rechtsstaatlichkeit mit Füßen getreten Zeit zu entkommen, ist ganz sicher nicht Zero-Covid, oder sonst ein unrealistischen Quatsch. Es ist schlicht und ergreifend der Suizid. Solange die Suizid-Toten die Anzahl der zu den Corona-Toten gezählten, die sich mit etwas guten Willen fast beliebig verändern lassen, erheblich übersteigen werden, wird’s kaum die große Mehrheit jucken und somit wird’s auch die Mächtigen nicht jucken müssen.

Zum Suizid sind eh nicht all zu viele Menschen fähig. Die meisten Menschen hängen an ihrem Leben. Darauf ist Verlass. Selbst bei 100-Jährigen.

Brian
Brian
Reply to  Nureinmensch
1 Jahr zuvor

Deine Aussage, daß Du jetzt ansatzweise nachvollziehen kannst, wie die Nationalsozialisten an die Macht kommen und so viel Unterstützung bekommen konnten,
habe ich in den letzten Monaten recht häufig gehört. Mir geht es ähnlich. Das ist vielleicht das einzig Positive an der ganzen Sache : daß man aus eigener Erfahrung kommenden Generationen vermitteln kann, wie schnell und perfide eine Demokratie unterwandert und zerstört werden kann, wenn man nicht hellwach und kritisch bleibt.
Kein Mensch wird alleine die Welt verändern und es muss auch keiner zum Helden geboren sein, aber wenn man z.B. seinen Kindern kritisches und eigenständiges Denken
vermitteln kann, ist schon viel erreicht.
PS : Du schreibst u.a. von Neuinfektionen, das sind aber v.a. positiv Geteste. Ich finde es wichtig, das auseinanderzuhalten.

Pen
Pen
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Positiv Getestete sind eben keine Neuinfektionen. Die Lüge steht den Leitmedien gut an. Wir sollten uns von denen unterscheiden, da bin ich ganz bei Dir, Brian.

Positiv Getestete, die nicht erkranken, sind immun, sie sind ein Zeichen für die wachsende Herdenimmunität. Vielleicht sollten wir von Neuimmunisierten sprechen. 😉

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Brian
Brian
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

„Was ? Er will nicht feilschen ??“ 😉

Nureinmensch
Nureinmensch
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

@Brain und Pen: Es mag sinnvoller sein, von positiv Getesteten zusprechen. Ob Neuinfektionen wirklich falsch ist, da bin zumindest ich mir nicht sicher?

Eine Infektion sagt erst einmal nur aus, dass sich jemand angesteckt hat. Ob überhaupt und wenn ja, welche Folgen diese Ansteckung hat, lässt sich daraus nicht ableiten.

Sorry, nicht böse gemeint, aber euer Hinweis ist in meinen Augen unnötige Haarspalterei. Ich bin ganz sicher der falsche Adressat, wenn euer Ziel ist, auf schlechte bzw möglichst reißerische Berichterstattungen in den „Leitmedien“ hinzuweisen.

Ob ein positiver PCR-Test bei einem Menschen, der symptomlos bleibt, ein Garant dafür ist, dass dieser Mensch immun ist, vermag ich nicht beurteilen zu können. Ich nenne es Mal einen symptomlosen Verlauf. Einverstanden? Oder Einspruch? Wichtig wäre zu wissen, ob ein solcher Mensch trotzdem infektiös ist bzw sein kann?

Sorry, ich möchte mich keineswegs bei den gefühlt 80.000.000 Virologieexperten einreihen. Mir gehen die ganzen Panikmacher mit nicht einmal Halbwissen schon fürchterlich auf die Nerven. Klugscheissereien bzw Haarspaltereien bei dem Thema, halte ich auch nicht gerade für hilfreich.

Zur Zeit gibt es immer noch nicht wirklich viele und zudem auch belastbare Erkenntnisse zu Covid 19. Das zu akzeptieren, sich eben nicht unangebracht mit Phrasendreschereien anderen gegenüber aufzuplustern, oder gar zu behaupten man wisse dieses oder jenes ganz genau, täte allen gut.

BTW: Im April (oder Mai?) 2020 hatte mich Sascha Lobo in seinem Podcast mal niedergemacht. Ich schrieb ihm damals zuvor, dass diejenigen, die daran glauben, ein beliebiger Fetzten Stoff vor Nase und Mund gepappt, könne eine Ansteckung mit was auch immer verhindern, aufhören sollten sich über Aluhutträger lustig zu machen, denn so ein Aluhut mag eher dazu im Stande sein zumindest die eine oder andere Strahlung abzuhalten. Dass derartige Masken schützen, wisse „man“, teilte er mir im Brustton der Überzeugung und dem Hinweis auf Studien (ohne auch nur eine davon zu benennen) , die das belegen können, über seinen Podcast mit.

Heute will er davon bestimmt nichts mehr wissen und läuft brav und angepasst mit FFP2 Maske durch die Gegend. Ist ja einer von den Guten aus den Leitmedien, der nicht arbeitslose Sascha.

BTW2: Ich habe gelesen, dass 40% der Männer Bartträger sind. Bin gespannt, wann gemerkt wird, dass Maskentragen in Verbindung mit Bärten ziemlich sinnlos ist. Ob bald eine Rasurpflicht ins Spiel gebracht wird?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Nureinmensch
1 Jahr zuvor

@Nureinmensch

BTW2: Ich habe gelesen, dass 40% der Männer Bartträger sind. Bin gespannt, wann gemerkt wird, dass Maskentragen in Verbindung mit Bärten ziemlich sinnlos ist. Ob bald eine Rasurpflicht ins Spiel gebracht wird?

Klar doch, sobald Altmeier „Gilette“ für systemrelevant erklärt. 🙂

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Gillette war schon immer systemrelevant, zumindest für mich 😉

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

@Brian

Bei mir nicht, viel zu teuer, der Plastikmüll.

Ein deutscher Hobel bestückt mit einer russischen Astra-Klinge plus italienischer Rasierseife, das ist gelebtes Europa. 🙂

Brian
Brian
Reply to  Nureinmensch
1 Jahr zuvor

Ich sehe diese Differenzierung keineswegs als Haarspalterei. Ich finde, man sieht an der Art Deiner Formulierungen recht gut, wie erfolgreich die Politiker und v.a. die Medien waren, gewisse Begriffe zu prägen; siehe Aluhut, symptomloser Verlauf, etc. Was für ein Quatsch. Das ist so völlig kurzsichtig, eindimensional und offenbart eine technokratische (jetzt benutze ich auch mal
einen solchen Begriff :-)) Sicht auf die Natur und die Welt, mit der ich absolut gar nichts anfangen kann. Das ist jetzt übrigens auch von mir nicht böse gemeint (aber ich sage nicht sorry). Ich will hier formulierungstechnisch bestimmt keinen auf politisch korrekt machen, das ist mir zuwider. Aber einen hier mit Phrasendrescherei und ähnlichen Begriffen anzupampen, halte ich ebensowenig für hilfreich.

Brian
Brian
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Übrigens : nett, daß Du mich Brain nennst :-))

Nureinmensch
Nureinmensch
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Außer erneuter Phrasendrescherei und Klugscheisserei, die mich wiederholt in die Ecke der in die Politiker- bzw Medienfalle gegangenen Unwissenden stellen soll, ist Deinem Beitrag leider rein garnichts Erhellendes zu entnehmen.

Aber ja, Brian „the brain“, ich hab’s kapiert. Das hier ist deine kleine Bubble. Hier bist du einer der Häuptlinge.

Dann will ich mal nicht weiter stören und ziehe wieder meiner Wege. Dir drücke ich die Daumen, dass es dir gelingen möge, dich aus deinem selbst auferlegten Lockdown zu befreien. Ich tippe allerdings drauf, dass ich eher wieder mit rudimentären Erinnerungen an den Vorabend eines Morgens nach einer feucht-fröhlichen Nacht, die ich mit ganz normalen Leuten ohne Abstand und Maske in einer Kneipe verbrachte, aufwachen werde. Wahlweise, dass die Hölle zufriert; 😉

Johnny
Johnny
Reply to  Nureinmensch
1 Jahr zuvor

Aber ja, Brian „the brain“, ich hab’s kapiert. Das hier ist deine kleine Bubble. Hier bist du einer der Häuptlinge.

Noch ist er einfacher Krieger, aber er ist mit seiner Schleimspur auf dem besten Weg dahin😘

Brian
Brian
Reply to  Nureinmensch
1 Jahr zuvor

Interessant, ich scheine ja einen wunden Punkt bei Dir erwischt zu haben…
Nicht genügend Beachtung bekommen im Leben, scheint mir. Sonst schlägt man nicht so um sich ohne wirklichen Grund. Gähn…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Nureinmensch
1 Jahr zuvor

@Nureinmensch

Brain und Pen: Es mag sinnvoller sein, von positiv Getesteten zusprechen. Ob Neuinfektionen wirklich falsch ist, da bin zumindest ich mir nicht sicher?Eine Infektion sagt erst einmal nur aus, dass sich jemand angesteckt hat. Ob überhaupt und wenn ja, welche Folgen diese Ansteckung hat, lässt sich daraus nicht ableiten.

So ist es, aber die tägliche Meldung über positiv Getestete suggeriert etwas Anderes, nämlich dass die Alle eine Gefahr für vulnerable Menschen wären.

Eine sachliche Differenzierung findet nicht statt und das bedeutet, dass man von politischer Seite das Angstlevel bewußt hoch halten will.
Dabei ist bekannt, dass der nicht standardisierte PCR-Test für eine saubere Beurteilung ungeeignet ist, wenn er nicht in jedem Labor unter den gleichen Bedingungen durchgeführt wird.

Für die Infektiosität ist die Virenlast im Körper des Getesteten ausschlaggebend.
Mit der Anzahl der Multiplikationen kann man im Labor jede beliebige Virenmenge erzeugen, die dann aber nicht mehr der realen Situation im Körper eines „Infizierten“ entspricht.

Ds Herumreiten auf dem Begriff Infektion halte ich für absolut unwichtig.
Wesentlich ist die individuelle Auswirkung von Viren auf den menschlichen Organismus und die Klärung dieser Frage ist offensichtlich von Seitern der Politik nicht erwünscht.

Carola
Carola
Reply to  Nureinmensch
1 Jahr zuvor

Ich finde die Unterscheidung äusserst wichtig! Ansteckend/infiziert bedeutet krank und/oder Krankheit weiter geben können!
Der PCR Test sagt ja -wie Drosten selber 2008 oder so erwähnt- nur dass ne Laus über die Leber gekrochen ist!
Und: genaue diese Umkehrung von Krankheit liegt ja vielen Leute wie ein Dorn im Auge! Jahrhunderte mußten Menschen darum kämpfen, daheim bleiben zu können, wenn sie krank waren, jetzt sollen sie daheim bleiben, weil ne Laus irgendwo rumkriecht!

Leselotte
Leselotte
1 Jahr zuvor

Vielen Dank.

Michael Fritsch, der Schutzmann, spricht in Hannover zu den Herzmenschen über Helden unserer Zeit:
https://www.youtube.com/watch?v=x-A9e4wvOHA
Vom 21.02.2021, 15 Minuten

Last edited 1 Jahr zuvor by Leselotte
Pen
Pen
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

Vielen Dank, Roberto. Klasse Artikel.

@Leselotte

Danke für das Video.

Herr Fritsch ist in die Partei Die Basis, offenbar die Partei der Herzmenschen, eingetreten. 🙂

Gute Nachricht!

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

@Roberto J. De Lapuente

Texte voll des Lobers für gelungene Politik lesen sich auch ganz gut. 🙂

Nureinmensch
Nureinmensch
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Dass die Zeiten besser werden, hoffen ( nicht nur hier) alle Menschen, die nicht an Misanthropie leiden, mit Dir.

…und Dir persönlich wünsche ich, dass Du Deiner Texte wegen, die auf einen megagut funktionierenden Verstand fußen, ganz groß raus kommst.

Pen
Pen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Lieber Roberto,

es spricht nichts gegen gute Texte in guten Zeiten.

Heiko
Heiko
1 Jahr zuvor

Danke Roberto für den Artikel.
Auch meine Erfahrungen sind so geprägt: man kommt im Leben sehr oft durch das Gegenteil zu dem, zu dem man strebt. Bezogen auf jene die vorgeben gegen das Totalitäre zu „kämpfen“, befördern es eher. Ganz im Faustschen Sinne, ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft.
Was nützten diese Erkenntnisse die schon unsere Altvorderen immer wieder machten? Vermutlich haben wir einfach mal wieder den Moment überlebt, bei dem Absichtsbekundungen, Maulheldentum und Phrasendrescherei ehrenwerte Handlungen abgelöst haben. Eine Fahne, eine Parole oder ein „Dagegen-sein“ macht noch keinen Antifaschisten.

Johnny
Johnny
Reply to  Heiko
1 Jahr zuvor

Vermutlich haben wir einfach mal wieder den Moment überlebt, bei dem Absichtsbekundungen, Maulheldentum und Phrasendrescherei ehrenwerte Handlungen abgelöst haben. Eine Fahne, eine Parole oder ein „Dagegen-sein“ macht noch keinen Antifaschisten.

Klasse!
Du beschreibst die Stammformation hier, wie die Faust aufs Auge. Statt draußen mal mit ne Mistgabel Flagge zeigen, den Verantwortlichen, den Zeugen Coronas mal ordentlich den Marsch blasen, sitzen die kritischen lediglich 24/7 vor Ihrer Kiste,schreiben schlaue Beiträge und träumen von der Revolution. Bei uns nennt man diese Fraktion:Lutscher! Oder wie du sie als Maulhelden abstempelst.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Johnny
1 Jahr zuvor

@Johnny

Und auf welcher Demo hat man dich je mit deinem Lolly gesehen?

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Bei dem habe ich so ein Bild von einem kleinen, hysterischen Kläffer vor Augen…obwohl, das wäre eine Beleidigung für den Kläffer…:-)

niki
niki
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Kein Kläffer… Ein Pisser!

Brian
Brian
Reply to  niki
1 Jahr zuvor

Das eine schließt das andere nicht aus…:-)

Johnny
Johnny
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Wozu?
Bin doch mit den meisten zufrieden und lebe gut und gerne in diesem so schönen Land. Auf einer Demo gegen die Zeugen Wodarg würde ich allerdings die Keule aus dem Keller holen, um Typen wie den Pissfetischist seine Scheiße aus dem Hirn wichsen.

niki
niki
Reply to  Johnny
1 Jahr zuvor

Du tust mir echt leid…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Johnny
1 Jahr zuvor

@Johnny

Wozu?

Bin doch mit den meisten zufrieden und lebe gut und gerne in diesem so schönen Land.

Du verwechslst anscheinend „zufrieden“ mit „selbstgefällig“, denn es scheint dir nicht aufzufallen, dass außerhalb deines Kokons eine wachsende Zahl an Menschen eben nicht gut lebt.

Auf einer Demo gegen die Zeugen Wodarg würde ich allerdings die Keule aus dem Keller holen

Schon vergessen, dass Wodargs Verdienst darin bestand, den Fake um die Schweinegrippe aufzudecken, der von Wissenschaftlern inszeniert wurde, die allzu enge Verbindungen zur Pharmaindustrie hatten?

Das auch Corona so eine Luftnummer sein könnte, die gänzlich anderen Zwecken dient auls der „Sorge um die Gesundheit “ kommt dir wohl nicht in den Sinn?

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Ich glaube, das mit dem Seelenheil kannst Du in diesem Fall vergessen…;-)

Johnny
Johnny
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Das auch Corona so eine Luftnummer sein könnte, die gänzlich anderen Zwecken dient auls der „Sorge um die Gesundheit “ kommt dir wohl nicht in den Sinn?

Das ganze Problem an der Geschichte ist doch, dass beide Seiten keinen MillimeterLuft den anderen gönnt. Was du/ihr den Zeugen Corona vorwirfst praktiziert auch du in Perfektion. Ich würde mal aus der Hüfte heraus behaupten, dass 80% Wissenschaftler weltweit, die Dinge so sehen wie ein Drosten und der Rest von miraus wie ein Wodarg. Ähnlich gewichtet wird es in der Bevölkerung sein, Nagel mich darauf nicht fest. Da stelle ich mir die Frage, warum du zb.die 80% kategorisch ablehnt und ein Wodarg, der selbst eineLeiche im Keller hat, blind folgst. Ich unterstelle dir eine andere Motivation. Hätte die Regierung die Wodarg Schiene gefahren, wäre das Forum und seineSchreiberlinge auch Amok gelaufen.. Wie kann man so unverantwortlich sein, wo alle im lookdown gehen, alle Masken tragen etc. Pp. Du hast vor kurzen ein Ganser link online gestellt. Ich ag den Typ nicht, allerdings hat eretwas wahres gesagt.. Alle stehen sich feindlich gegenüber, warum ist man nicht in der Lage, den anderen“teilweise Recht“ zu geben. Es kann nicht sein, dass keiner nicht irgendwo Recht hat.
Als stiller Leser bin ich teilweise erschüttert, mit welcher Logik hier manch einer seine Position behauptet. Da ist manch einer sich nicht zu schade, auch den größten Mist als Wahrheit zu verkaufen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Johnny
1 Jahr zuvor

@Johnny

Ich würde mal aus der Hüfte heraus behaupten, dass 80% Wissenschaftler weltweit, die Dinge so sehen wie ein Drosten und der Rest von miraus wie ein Wodarg.

Soll das implizieren, dass 80% ein Garant dafür sind, dass die die Wahrheit gepachtet haben?

Frag mal Gallilei oder Kopernikus, die hatten 99% Gegenwind.

Das Grundproblem ist, dass sich die Politik auf eine Sichtweise festgelegt hat und die Vertreter einer Gegenmainung in der Öffentlichkeit nicht nur an der Diskussion nicht beteiligt sind, sondern auch noch diffamiert werden.
Was das mit Wissenschaft, Pluralismus und Demokratie zu tun hat, mußt du mir mal genauer erklären.

Dazu kommt noch, dass das von den „Experten“ prognostizierte Massensterben nicht eingetreten ist, auch da nicht, wo man auf Lockdowns verzichtet hat.

Was man hier stattdessen versäumt hat, ist die Maßnahmen effizient zu gestalten, um die Menschen mit dem höchsten Risiko gezielt zu schützen ( siehe Tübingen ), statt die gesamte Gesellschaft lahm zu legen.

Apropos Maßnahmen:

Deren Ziel war es ja angeblich, die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.
Lies dazu mal Folgendes:

https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/corona/beitraege/2021/02/berlin-krankenhaeuser-kliniken-finanzielle-not-corona.html

Da stelle ich mir die Frage, warum du zb.die 80% kategorisch ablehnt und ein Wodarg, der selbst eineLeiche im Keller hat, blind folgst. Ich unterstelle dir eine andere Motivation. Hätte die Regierung die Wodarg Schiene gefahren, wäre das Forum und seineSchreiberlinge auch Amok gelaufen

Erklär doch mal, welche Leiche Wodarg da im Keller haben soll.

Wodarg muss nicht zu 100% recht haben, aber er wird zu 100% ignoriert, statt auf der Basis differenter Meinungen einen vernünftigen Mittelweg zu finden.
Da liegt der Hase im Pfeffer.

Dass der brachiale Lockdown mittlerweile mehr Schaden als Nutzen bringt, kann ja wohl Niemand mit halbwegs klarem Verstand mehr bestreiten.
Im Übrigen haben auch die Schweden ihre regierung wg. des Sonderwegs nicht massakriert.
Es wären wohl er Leute deines Zuschnitts, die Amok liefen, wenn man dieselbe Richtung einschlüge.

Nureinmensch
Nureinmensch
Reply to  Johnny
1 Jahr zuvor

Ach komm Johnny,

sei ehrlich, biste eher hier unter Deines Gleichen, oder bei bei den Rauten-Trulla-und Spahn-Verstehern?

Konkret. Was schwebt Dir Bahnenbrechendes und Erfolgversprechendes vor?

Revolution? Cool. Klar. Ist aber leider utopisch, und leider nicht auf dem Weg Erfolg haben zu können 🙁

Ne spitze Feder, klug in Szene gesetzt, wie Roberto dazu im Stande ist, das ist es, was meiner unmaßgeblichen Meinung nach Mitmensch dazu zu bewegen im Stande ist, den offiziellen „Mist“ zu hinterfragen.

Solltest auch Du ein Interesse daran haben, das sich doch was ändert, dann geh‘ nicht auf die, die ganz nahe bei Dir sind los.

niki
niki
Reply to  Nureinmensch
1 Jahr zuvor

Solltest auch Du ein Interesse daran haben, das sich doch was ändert, dann geh‘ nicht auf die, die ganz nahe bei Dir sind los.

Hat er nicht… Der will nur herumkacken… Meisten wird es aber nur ein kleines Pisserchen!

Pen
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Reply to  Heiko
1 Jahr zuvor

@Heiko

Es gefällt mir, daß Du den Mephisto zitierst, der hier mal wieder das Böse will und doch das Gute schafft. Das Gute ist, daß die Menschen aufwachen.

Wenn man sich nur mal einige Sitzungen des Corona Ausschuß anhört, ist man froh über die Veränderungen, die sich überall zu zeigen beginnen. Etwas Wunderbares entsteht gerade.

Pen
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Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Die Voraussetzung dafür ist, daß die Leute aufwachen, und sich wehren. ALLE!7

http://www.barth-engelbart.de/?p=226405

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Pen
Pen
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Ich empfehle die 39. Sitzung des Corona Ausschuß anzuhören.

https://corona-ausschuss.de/sitzungen/0

Es ist ernst!

Pen
Pen
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Lauter Leute die resigniert haben, die nicht kämpfen wollen oder können. Resignation ist die größte Gefahr. Schlafschafe gibt es genug.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

@Pen

Resignation ist die größte Gefahr

Wie man hier wieder gut nachlesen kann:

https://de.rt.com/meinung/113564-weg-in-autoritarismus-wie-eu/

Alexander Eppner
Alexander Eppner
1 Jahr zuvor

Guten Abend.

Ich lese ja seit längerem regelmäßig Eure Beiträge. Danke dafür.
Zum „Vergleich“: es muß sich eigentlich niemand für irgendwelche Vergleiche verteidigen/rechtfertigen. Diesen Vorwurf, das manche Vergleiche unzulässig seien (morailsch/ethisch) ist, die Definition von Vergleich betrachtet absurd/hinfällig. Warum?

Prinzipiell kann alles „irgendwas“ mit jedem „irgendwas“ verglichen werden. Solange es sich um a) mindestens 2 „irgendwas“ handelt und b) diese sich in wenigstens einem Merkmal (oder was auch immer) unterscheiden. Sind a) und b) nicht erfüllt, handelt es sich um einunddasselbe „irgendwas“. Also von der Logik her.
Lob an meine Chemielehrerin an der POS für die kurze, eindeutige Definition (wobei sie stoffliche Substanzen (Tautologie?) meinte und ich hier mit „irgendwas“ auf jegliche Materie sowie Prozesse veralgemeinert habe.

Auch ist ein Vergleich per Definition erstmal wertfrei. Erst die Schlußfolgerung aus Vergleich führt zu Bewertungen, nach irgendwelchen Kriterien. Oft muß sogar zunächst verglichen werden. Dieser Artikel verdeutlicht das ja wieder einmal, also die Notwendigkeit von Vergleich, um daraus „Anleitung“ zum eigenen Handeln zu gewinnen. Lesen – und verstehen – leider nur zu wenige Leut.

Es ist grundsätzlich zulässig, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Erst durch Vergleichen sind Unterscheidungen möglich. Problem: viele verstehen unter Vergleichen eine Gleichsetzung (haben vielleicht in Mathe gepennt?). Hat ja Roberto aber explizit im Artikel ausgeschlossen. Ist schon ziemlich kafkaesk, die jetzige Situation.

MfG

Leselotte
Leselotte
Reply to  Alexander Eppner
1 Jahr zuvor

So ist´s. Danke.

Pen
Pen
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

@Leselotte

Weißt Du, wo man das Buch von
Dr. Angelo Giorgione bekommen kann?

Pen
Pen
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

hat sich erledigt 🙂

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Carola
Carola
Reply to  Alexander Eppner
1 Jahr zuvor

Nein, die haben nicht in Käthe gepennt oder in anderen Fachgebieten, sie haben eine framing Schule besucht! Seit ungefähr 10 Jahren gibt es nur noch ‚ gleich‘, im Sinne =,
DAS finde ich immer als GehirnGewalt! Denn dieses rumpusteln was gleich, was annähernd, was verschieden, was ein gemeinsamer Nenner sein könnte…. macht doch seit über 10 000 die Lebewesen zu gehirnbesitzenden Lebewesen!

Meine VT Theorie: man hat ab den 80ern den Menschen verdinglicht! Dazu gehört auch dass man ihn in Relation zur KI und Digitalisierung verblöden will!

ShodanW
ShodanW
1 Jahr zuvor

Ob man das unter „Great Reset“ verbuchen kann, wie es im Buch beschrieben ist, weiß ich nicht. Aber es schon ambivalent zu beobachten, wie man diese linksliberale Ideologie nun salonfähig gemacht hat und das mit Neoliberalismus vermengt. Völliger Widerspruch ist das. Die Internetriesen sind ausbeuterischer als jeder VW-Konzern, die Medien wissen es, berichten auch darüber, und doch soll das jetzt der Way-out sein. Ich versteh echt nichts mehr (oder ich habe irgendwas verpasst).

Carola
Carola
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

https://de.rt.com/meinung/112685-oligarchie-in-usa-faeulnis-laesst-sich-nicht-uebertuenchen/

‚Der Liberalismus, den Rosa Luxemburg mit seinem passenderen Namen – „Opportunismus“ – bezeichnete, ist ein integraler Bestandteil des Kapitalismus. Wenn die Bürger unruhig werden oder wenn der Kapitalismus in eine Krise gerät, wie es in den 1930er Jahren der Fall war, mildern Liberale die grausamen Exzesse des Kapitalismus ab. Franklin Delano Roosevelt sagte zu Recht, seine größte Leistung sei, dass er den Kapitalismus gerettet habe.

Aber der Kapitalismus, argumentierte Luxemburg, ist ein Feind, der niemals besänftigt werden kann. Liberale Reformen, wie die New-Deal-Gesetzgebung, werden benutzt, um den organisierten Widerstand vorübergehend zu ersticken, und dann später, wenn es ruhig wird, wieder abgebaut, um die kapitalistische Sklaverei wiederherzustellen. Die Geschichte des Kapitalismus illustriert dieses ständige Hin und Her zwischen liberalen Reformen und unregulierter, kapitalistischer Ausbeutung.‘