Rebell wider Willen

Bei all der Notwendigkeit, die Themen wie Klima, Rassismus oder Geschlechtergerechtigkeit mit sich bringen, fühle ich mich als Mittvierziger von den Jungen gemaßregelt und als unvernünftig betitelt. Ein Gastbeitrag von Sascha Wuttke.

Mit Fridays For Future wurde ich nicht nur für deren Kernforderungen sensibilisiert. Natürlich ist es nötig, auf die weitreichenden Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam zu machen und die Massentierhaltung zu kritisieren. Selbst wenn das nur bedeutet, den Verzehr von Schweinefleisch mit ekelhaftem Nachgeschmack zu minimieren. Auch als Einwohner inmitten eines Ballungsraumes suche ich immer nach der Möglichkeit, in Gebiete zu flüchten, in denen die Luft nicht nach Auspuff und Kohlekraftwerk müffelt. Von daher sind die Forderungen der Klimabewegung schon alleine deshalb richtig und wichtig.

Doch bei all der Notwendigkeit, die Themen wie Klima, Rassismus oder Geschlechtergerechtigkeit mit sich bringen, fühle ich mich als Mittvierziger von den vornehmlich Jungen in der Bewegung gemaßregelt und unverhältnismäßig als unvernünftig betitelt. Dabei habe ich doch so viel Verständnis für deren Forderungen, haben sie doch endlich das geschafft, was man uns damals nicht abnehmen wollte und uns zu »grünen Spinnern« isolierte. Und nun soll ich mitverantwortlich am aktuellen Zustand der Welt sein, weil ich versucht habe, einen Konsens zu finden?

Auf dem besten Weg

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, müsste darüber reflektiert werden, ob es überhaupt begründbare Anlässe gibt, mir diese Schuld zuzuschieben. Habe ich nur fahrlässig oder gar willentlich meine Überzeugungen von einst verschwiegen? Habe ich mich dem weitläufigen Druck gebeugt, dass Wirtschaft vor Klimaschutz ginge? Oder habe ich mich dafür indoktrinieren lassen?

Ironischerweise kontere ich mit genau diesen Argumenten die Vehemenz der Forderungen, die von Seiten der Klimaschützer und Moralhüter heutiger Tage ausgehen. Bei Corona und den Maßnahmen stehe ich für einen größtmöglichen Erhalt des Alltages von vor der Pandemie, appelliere an Eigenverantwortung und das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Bürgers. Doch steckt meine Motivation bezüglich meiner Einstellung dazu nicht in der Überzeugung, man müsse die Bevölkerung zu ihrem Glück schlagen – dafür habe ich zu viele Erfahrungen in meinem Leben gesammelt, bei denen mein Engagement an der Missionierung am Trotz der Adressaten scheiterten.

Man fühlt sich nicht gehört geschweige denn ernst genommen, belächelt und zuweilen als behandlungsbedürftig denunziert. Ein Déja-Vu erfuhr ich kürzlich, als sogar die Kanzlerin in einer Onlinebefragung mit Studenten sagte, Kritiker gehörten zum Psychologen. Die Untermauerung solcher Aussagen basieren oft auf dem Nicht-Eintreten von Thesen und Behauptungen. Und doch sah ich mich nicht selten in meiner Einstellung zu bestimmten Themen darin bestätigt, dass meine Vorahnungen – wenn auch vielleicht in andere Bahnen gelenkt – eingetreten waren oder vielleicht noch eintreten werden. In solchen Fällen fühlte ich die Genugtuung, die einem pathologischen Außenseiter Glücksgefühle beschert.

Welche Form der Kritik zulässig?

Begründet wird diese Alternativlosigkeit mit einer scheinbar unanfechtbaren Faktenlage: Und wer etwas dagegen sagt, scheint sie ja nicht mehr alle am Sträußchen zu haben. Das lässt sich vielleicht auf die Reptiloidenfans, Impfchippendales und sonstige Weltverschworenen zutreffend bilanzieren; doch hat die Kanzlerin mit ihrem Statement auch abgesteckt, welche Form von Kritik sie denn überhaupt zulässt. Und die scheint gar nicht möglich zu sein, da sie die angebliche Faktenlage als Totschlagargument gegen jede Maßnahmenkritik zu Buche schlägt.

Doch anders als sonst ist auffällig, wie mein Verständnis von Logik noch mehr als sonst nichts mehr wert zu sein scheint. Und wieder fühle ich mich indirekt ausgesondert, belächelt, für verrückt erklärt. Ist da was dran? Solange wir in dieser Krise keine abschließenden Erkenntnisse in einer ergebnisoffenen Debatte erlangen, kann ich diese Frage nicht zufriedenstellend für mich beantworten. Ich kann mich nur insofern beruhigen, dass ich keine voreiligen Schlüsse ziehe, während alle anderen schon sehnsüchtig die Ärmel hochkrempeln, um sich die Erlösung aus der Krise spritzen zu lassen.

Covid-19 ist nur eines dieser Aufregerthemen, bei denen Zweifel in mir schlummern, wenn eine offizielle Linie über allem steht und man trotzdem mit haufenweise Fragen und Ungereimtheiten zurückgelassen wird. So erging es mir auch bei früheren Skandälchen und Moraleklats, sei es die #metoo-Debatte oder das mittlerweile vollumfängliche Gendern in den Medien*innen (w/m/d).

Das Bisschen Rassismus

Nachdem als Sahnehäubchen die Flüchtlingskrise hochkochte, der Aufstieg der AfD alte Wunden öffnete sowie die Radikalvariante wie Pegida auf die Straßen ging, hatte man wohl genug auf der Checkliste aufgeführt, die einen ideologischen Umbruch unausweichlich zu machen schien. Es brauchte nur noch den passenden Aufreger, um die Debatten medienwirksam zu verbreiten. Mit Harvey Weinstein oder George Floyd kamen die entsprechenden Lawinen auch ins Rollen – moralisch untermauert (oder wer außer echte Chauvinisten oder Rassisten hätten die thematisierten Taten für gut befunden?), aber auch dermaßen viral und medial aufgeladen, dass sich jede mikroskopische Kleinigkeit zu einem handfesten Skandal aufblähen ließ. Unter dem entsprechenden Hashtag trug jedes noch so banale Fragment von Vorfällen zu einem Tsunami bei, der jedes Atomkraftwerk von Frauen- und Rassenunterdrückung unter der Monsterwelle begraben sollte.

Schon früh war ich der Ansicht, dass man die Debatte dafür missbrauchen könnte, dem eigentlichen Ziel der Gleichberechtigung durch Lügengeschichten künstlich auf die Sprünge zu helfen. Unbegründete Vorwürfe? Egal, Hauptsache der Sache hilfts. Auch beim Thema Rassismus sehe ich mich oft der Unverhältnismäßigkeit ausgesetzt, wie nun jede noch so verquere Reminiszenz an rassistischen Ressentiments ein Bausteinchen im strukturellen Rassismus bedeuten soll. Im Grunde lenkt das nur von den wahren Problemen ab, die nicht erst seit der NSU-Geschichte bekannt geworden sind.

Anstatt sich eingehender mit solch historisch relevanten Ereignissen zu befassen und aus gutem Grund weiter nachzuhaken, wird das Heil in der Masse der Banalitäten gesucht. Wie heißt es dabei so schön? »Wer sucht, findet auch.« Und so ist es nicht schwer, im Zeitalter von Internet und Handyvideos den passenden Sündenbock zu finden. Das Perfide am Fall George Floyd ist jedoch weniger das völlig nachvollziehbare Aufregerpotential dieses einen Falles, sondern die Übertragungsdynamik auf hanebüchene Aspekte wie pseudo-rassistische Namensgebungen. Da freut sich auch der Staatsapparat. Das offenkundige Verschwörungspotential bei der NSU-Geschichte scheint nach dem Zschäpe-Urteil nicht mehr zu kümmern, und so dividieren wir uns selbst mit gegenseitigen Vorwürfen auseinander oder sondern ein paar Umstürzler innerhalb des Polizeiapparates aus. Und wenn die noch aus persönlichen Motiven heraus zu Gewalttaten bereit sind, kann man Verfassungsschutz und Regierungsverantwortung prima aus der Schusslinie und bestenfalls als Opfer in Schutz nehmen.

Heile Welt

Ich muss für mich selbst feststellen, dass ich solche Trendthemen vermehrt relativiere, obwohl ich mich als Linken sehe und Gleichberechtigung sowie die Bekämpfung von Rassismus gut finde. Ich habe jedoch ein Problem damit, wenn als Lösung die totale Umkehr propagiert wird. Und so nehme ich zur Kenntnis, dass man Männer nur noch Männer sein lässt, indem sie einen Bart tragen dürfen und Rassisten gänzlich aus dem gesellschaftlichen Gefüge entkoppelt werden sollen.

Was braucht es dann noch Aussteigerprogramme wie EXIT-Deutschland? Geht doch ganz einfach: ausstoßen – Problem gelöst. Doch löst man Probleme nicht damit, sie in einen Schrank zu sperren und den Schlüssel wegzuwerfen. Wer dachte, die würden ruhig in ihrem Gefängnis verharren und vielleicht sogar „darüber nachdenken, was sie denn falsch gemacht haben“, verkennt die Dynamik, die sich als Gegenreaktion entwickeln kann. Da wird die Freiheitsberaubung eher ein Aufhänger werden als das Grübeln über die Beweggründe für diese Sanktion. Wo wir wieder bei Corona wären…

Corona ist zweifellos ein noch größeres Themengebiet als die Flüchtlingskrise, auch viel Anlass zur Diskussion gebend. Und ich halte es so wie der Kabarettist Christoph Sieber, der kürzlich ein »Plädoyer für den Zweifel« hielt. Das mag einerseits an die »Querdenker« adressiert sein, die ihren Nachbarn bei der nächsten Demo etwas genauer beäugen sollten, aber auch als Mahnung an jene, die solche Menschen diskreditieren. Auch die sollte man nicht in den Schrank sperren, ihnen jede Stimme verweigern, weil sie andere, mehr oder weniger nachvollziehbare Ansichten vertreten. Tut man das doch, muss man sich nicht wundern, wenn sie aus Verzweiflung die Schranktüren eintreten und von Rachegedanken getrieben sind. Ironischerweise erreicht man hiermit nicht das Ideal einer heilen Welt, in der alles Schlechte einfach weggesperrt wird, sondern das genaue Gegenteil.

Anti – ob man will oder nicht

Auch hier wieder: Differenzierung, Verständnis, Relativierung. Doch warum will ich nicht in den Kanon der angeblich moralischen Vernunft einsteigen? Weil ich Vernunft anders definiere und Kanongesänge schnell langweilig finde. Vernunft bedeutet für mich, Rassismus in seinen Extremen einzudämmen. Ursachen finden und im Kern zu ersticken denn auszugrenzen und Rassisten Rassisten bleiben zu lassen, um mit dem Finger auf sie zu zeigen. Vernunft bedeutet mir, das Klima gezielt zu verbessern und dabei die Systeme nicht zu einem Umsturz bewegen zu wollen, vor allem ohne Rücksicht auf weitreichende Verluste. Sie bedeutet mir ein besonnener Umgang mit einer Pandemie, ohne Panik und ohne absolute Bevormundung, die man auch für die Anwendung totalitärer Strukturen missbrauchen könnte. Vernunft heißt für mich offener Diskurs und Abwägung, Denken vor dem Handeln. Und auch: Weiter die geliebte Bratwurst zu essen. Doch sollte sie von glücklichen Tieren stammen.

Aber wer würde mich von denen ernst nehmen in meinem Verständnis von Vernunft? Ich bin doch eh verrückt und zu alt, um noch etwas zu lernen. Ich sollte es wohl den Jungen überlassen, weil die es ja besser wissen. Sie haben auch sicher mehr Ahnung vom Leben als ich. Weil sie die Wissenschaft verehren. Weil sie die Vernunft mit Löffeln gefressen haben – und ich? Der mit seinem Halbwissen glänzt und nicht brav jedes Thema – wie eben Klima, Rassismus oder Corona – mit angemessener Vehemenz einfordert. Der sich ihrem fußstampfenden Duktus nicht unterwerfen will, weil er der Meinung ist, mit Geschrei und Wut erreiche man gar nichts. Und selbst wenn alles moralisch, ethisch und faktisch richtig und notwendig ist, will er sich solchen »Gepflogenheiten« nicht anschließen. Vielleicht weil ihn die Lebenserfahrung das gelehrt, ihm vielleicht ein Trauma verpasst hat. Und das, obwohl ich einst genau so dachte und im Grunde immer noch so denke, lediglich abgeschwächt durch eine gewisse Altersmilde, was mich wiederum zu einem Rebellen des aktuellen Zeitgeistes macht.

Wenn ich mich also der »Empfehlung« von Frau Merkel fügen würde, würde ich in der Therapie wohl – wenn richtig angewandt – nicht eine Assimilierung ihrer »Faktentreue« vollziehen, sondern nur meine Einstellung dazu ändern. Ich würde mich also selbstbewusster gegen ihre Meinung und die ihrer Gefolgschaft positionieren. Psychologen sollen nämlich keine Meinungen »gerade rücken«, sondern Schuldgefühle abschwächen, Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung stärken. Das hat nichts mit der faktischen Vernunft zu tun, sondern in der Überzeugungskraft der eigenen Ansichten. Soll sie mich also ruhig zum Psychologen überweisen – ich werde es ihr danken und noch überzeugter gegen sie vorgehen wollen.

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Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

Sehr schöner Artikel und eine für mich in sich stimmige Zusammenfassung.

Verkürzt: Wer andere überzeugen möchte, sollte vermeiden jene Mittel dafür zu nutzen die man anderen abspricht oder verwehrt.

Danke dafür.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Gaby
1 Jahr zuvor

Das sehe ich als ein Grundproblem. Wie wir in der Sache miteinander reden, egal ob gleicher Meinung oder nicht, könnenwir uns gerne mal über Details streiten, aber respektvoll. Das Problem ist diese plötzliche Umkehrung von Motiven und gefühlten Wahrheiten, und auch das Wie in der Absicht, die Überzeugungen zu vermitteln. Jetzt hatten wir Fridays for Future, die eine neue Absolutheit mit der Wissenschaft ins Spiel gebracht haben. Seitdem scheint alles nur noch einen Weg zu gehen. Und da passiert ein Trugschluss, und ein paar (Pseudo-)Wissenschaftler haben dadurch ein mächtiges Werkzeug in der Hand.

Früher sagte man mal: keine Ahnung, muss ich gucken, ich melde mich, wenn ich mehr weiß. Heute wird was rausgehauen, in dem Fall vorzugsweise RKI und Charité, und da weiß man, dass da Gelder vom Staat fließen. Irgendwie vergessen in ihrer Angst alle, dass man immer mit Gruppendynamik und Befangenheit zu rechnen hat, wenn da Geld im Spiel ist.

Ich könnte ja auch die Corona-Jünger als unglaubwürdig hinstellen (oder was sie sonst tun, um einen unglaubwürdig zu machen). Mache ich aber nicht, und da gerät man in die Opfer-Falle, weil ich nicht offensiv bin. Das heißt, ich kann es, wie es Roberto und Tom teils angesprochen haben, nur ertragen, wenn ich das Etikett akzeptiere und mich über deren Gejammer lustig mache. Und das auch nur, weil ich es früher mal versucht hatte, aber deswegen der Verlierer in der Gruppendynamik war (und wieder bin, nur unter anderen Motiven).

Zwickmühle… aber was soll´s. Ich bin soweit mit mir im Reinen.

Gaby
Gaby
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

Ganz recht, ich sehe das ebenfalls als ein grundsätzliches Problem. Dahinter sehe ich allerdings die Unbereitschaft oder Unfähigkeit zur Reflexion, was wiederum dadurch deutlich wird, dass alles „Gerede“ irgendwie oberflächlich und die Emphatiefähigkeit nicht über die eigenen Grenzen hinauszugehen scheint. Dadurch oder auch gerade deswegen wiederum sind die eigenen Mauern zum Schutz hochgezogen und alles was von außen kommt wird geblockt. Vielleicht hat eine fehlgeleitete Erziehungsleistung zu diesem Verhalten geführt, vielleicht die Erfahrungen aus einer Ellenbogengesellschaft, vielleicht beides – oder gar was ganz anders.
Ich weiß nicht, ob die hier versuchte Erklärung meinerseits so gut zu verstehen ist; sie ist aber eben auch nur das: ein Versuch aus meiner Sicht.
Glaube aber, so weit sind wir da gar nicht auseinander.

Last edited 1 Jahr zuvor by Gaby
Brian
Brian
Reply to  Gaby
1 Jahr zuvor

Die fehlende Reflexion und mangelnde Empathie beobachte ich auch schon seit Jahren (habe ich hier auch schon mehrfach angemerkt). Und daß ich, wenn ich
in verschiedenen Situationen oder Diskussionen eine andere Meinung vertrete
(das kommt schon ab und zu mal vor…:-)) gerne mal als komisch, kompromisslos oder sonstwie bezeichnet werde, kommt auch regelmäßig vor.
Wenn eine andere Meinung z.T. so wenig akzeptiert werden kann, ist das m.E.
ein Hinweis darauf, wie weit verbreitet Ängste und Traumatisierungen tatsächlich sind. Denn die engen den eigenen Fokus und die eigenen Denk- und
Handlungsmöglichkeiten i.d.R. sehr stark ein. Das ist erstmal eine durchaus
physiologische Reaktion. Ich finde allerdings schon, daß man sich im Laufe seines Lebens irgendwann mal damit auseinandersetzen sollte. Sonst wird
unsere Welt nur noch technokratischer, einseitiger und eindimensionaler.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Gaby
1 Jahr zuvor

 Dadurch oder auch gerade deswegen wiederum sind die eigenen Mauern zum Schutz hochgezogen und alles was von außen kommt wird geblockt. Vielleicht hat eine fehlgeleitete Erziehungsleistung zu diesem Verhalten geführt, vielleicht die Erfahrungen aus einer Ellenbogengesellschaft, vielleicht beides – oder gar was ganz anders.

Dazu bringe ich gerne immer das Beispiel mit den Safe Spaces:

[…]Überhaupt: „safe spaces“. In den Monaten vor der Wahl ist dieser Begriff einer der meistdiskutierten in Oberlin. Das Konzept kommt ursprünglich aus dem Feminismus und beschreibt einen physisch wie intellektuell geschützten Raum, der einen vor potenziell beleidigenden, verletzenden oder gar traumatisierenden Gedanken oder Äußerungen und somit, wenn man so will, vor der Welt beschützt. Als im vergangenen Jahr die konservative Philosophin und Feminismuskritikerin Christina Hoff Sommers in Oberlin einen Gastvortrag halten sollte, war ein Teil der Studenten nicht einverstanden, Sommers‘ Ansichten zum Feminismus stellten „micro aggressions“ dar.[…]

https://www.spiegel.de/spiegel/political-correctness-verbiegen-wir-unsere-demokratie-zu-tode-a-1124459.html

Brian
Brian
Reply to  Gaby
1 Jahr zuvor

Dem kann ich mich nur anschließen.

ChrissieR
ChrissieR
1 Jahr zuvor

Guude!
Mir geht es mit fast 66 aber auch so…und nein, es ist weder Senilität noch Altersstarrsinn..sagen wir lieber: Lebenserfahrung !
Die FFF- Bewegung verbuche ich unter:“ Und freitäglich grüsst das Pubertier“.

Ich muss nur vor dem Besuch eines Psychologen warnen….die sind qua Berufsverband auf Merkel-Linie gepolt worden, da ist systemkonforme Gehirnwäsche wahrscheinlicher als echte Hilfe.
Und Big Pharma will ja auch was an den Anti-Depressiva verdienen!
Ich muss mir wohl bald einen Punching- Sack mit auswechselbaren Bildern beliebter Politiker und Politikerinnen oder eines Virologen besorgen um mein täglich wachsendes Aggressionspotential abbauen zu können…

Vive la Revolution

Christine

Rudi
Rudi
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

ChrissieR: Ich muss nur vor dem Besuch eines Psychologen warnen….die sind qua Berufsverband auf Merkel-Linie gepolt worden, da ist systemkonforme Gehirnwäsche wahrscheinlicher als echte Hilfe.

Dazu ein Text vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) vom 01.07.20:

Zu Beginn der Quarantänemaßnahmen hatte der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) die BDP-Corona-Hotline zur psychologischen Unterstützung der Bevölkerung gestartet. Vom ersten Tag an war die Nachfrage mit bis zu 400 Anrufen pro Tag sehr groß, erst seit den Lockerungsmaßnahmen der letzten Wochen ging die Anzahl der Anrufe zurück.

Von Anfang an war ein sehr großer Bedarf vorhanden: Themen wie Ängste, Hoffnungslosigkeit und Niedergeschlagenheit sowie ein hohes Stressniveau bestimmten die Gespräche. Viele Beratungen wurden von den Anrufenden eingeleitet mit: „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.“ Die Angst, sich mit dem Virus anzustecken, der zeitweilige Lockdown, geschlossene Schulen und Kindergärten, Homeoffice oder der Verlust der Arbeit – die Pandemie führte bei vielen Menschen zu hohen psychischen Belastungen. Zeitgleich entfielen in der Krise zahlreiche soziale Ressourcen und Unterstützungsmaßnahmen, wie etwa enge Kontakte mit Freunden und Verwandten, Fördermaßnahmen und Trainings in Schulen, am Arbeitsplatz oder in der Gesundheitsversorgung.

Last edited 1 Jahr zuvor by Rudi
ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Rudi
1 Jahr zuvor

@Rudi

Ja, genau! Aber die Psychologen dürfen die Massnahmen auch nicht ungestraft hinterfragen! Und zur Traumatherapie gehört ja, den Traumatisierten aus den traumatisierenden Bedingungen herauszubringen. Geht nur nicht, weil draussen ist ja Dauertrauma!!!
Das wäre so, wie einem Kind die Vergewaltigung durch den eigenen Vater schönzureden anstatt am Umfeld etwas zu ändern!

Rudi
Rudi
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Aber die Psychologen dürfen die Massnahmen auch nicht ungestraft hinterfragen!

Hast du dazu eine Quelle?

Der Schulpsychologe Uwe Sonneborn, Vorstandsmitglied des Verbands der Schulpsychologen in NRW, sagt auf die Frage, wie Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen mit dem Lockdown zurechtkommen:

Vor allem diese Kinder und Jugendlichen leiden besonders darunter. Zu manchen Schülern haben die Lehrer im ersten Lockdown komplett den Kontakt verloren. Da wusste man nicht, wie es ihnen geht und was sie erleben. Hinzu kommen Probleme zu Hause, etwa Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder finanzielle Engpässe. Ich weiß von Familien, die ihre Miete nicht mehr bezahlen können. Die psychischen Folgen für die Kinder werden erst später ans Licht kommen – wenn überhaupt. Das macht mir große Sorgen.

Ich denke nicht, dass Sonneborn damit auf NRW-Linie liegt, obwohl er vom Land bezahlt wird.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Rudi
1 Jahr zuvor

@Rudi

https://www.nachdenkseiten.de/?p=67578

Das zum Thema Psychologen😉

Rudi
Rudi
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Ist ja gut, dass es eine andere Sichtweise gibt, die den Berufsverband kritisiert. Trotzdem würde ich nicht so weit gehen wie du: „Ich muss nur vor dem Besuch eines Psychologen warnen….die sind qua Berufsverband auf Merkel-Linie gepolt worden…“.

Ein Berufsverband ist im Prinzip eine Interessenvertretung derjenigen, die diesen Beruf ausüben. In diesem Fall die der Psychologen, aber nur derjenigen, die dort freiwillig organisiert sind. Ob diese den Ansichten der Spitze folgen, ist deren eigene Sache. Auch in anderen Verbänden, etwa Gewerkschaften, hat jedes Mitglied das Recht, die Spitze zu kritisieren. Ich würde niemanden, auch den Psychologen nicht, die Fähigkeit und die Möglichkeit für individuelles Denken und Handeln absprechen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi
1 Jahr zuvor

@Rudi

Ein Berufsverband ist im Prinzip eine Interessenvertretung derjenigen, die diesen Beruf ausüben. In diesem Fall die der Psychologen, aber nur derjenigen, die dort freiwillig organisiert sind. Ob diese den Ansichten der Spitze folgen, ist deren eigene Sache. Auch in anderen Verbänden, etwa Gewerkschaften, hat jedes Mitglied das Recht, die Spitze zu kritisieren. Ich würde niemanden, auch den Psychologen nicht, die Fähigkeit und die Möglichkeit für individuelles Denken und Handeln absprechen.

Das ist die Idealvorstellung eines Berufsverbandes, aber allzu oft entwickeln diese ein Eigenleben, welches mit den ursprünglichen Ansprüchen nicht kompatibel ist und sie tun das im Namen aller Mitglieder, unabhängig von deren tatsächlicher Zustimmung.

Die Gewerkschaften sind seit Schröder ein gutes Beispiel für diesen inneren Widerspruch zwischen Macht auf Grund hoher Mitgliederzahl und der tatsächlichen Vertretung der Mitglieder-Interessen.

Hier noch ein Beispiel:

https://www.rubikon.news/artikel/adieu-wissenschaft

Auch Bauernverbände kümmern sich auschließlich um die Interessen der hoch-subventionierten Großbetriebe, was zu einem regelmäßigen Höfesterben bei den kleinen Betrieben führt.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Moin Chrissie,

Vive la Revolution

das macht und will der Michel mehrheitlich aber nicht!

1848 hat er es erfolglos gegen die Fürsten versucht, und ob der Erfolg 1989 gegen den exekutierenden Sozialismus überhaupt eine Revolution war, da bin ich mir zunehmend unsicher.

LG

ShodanW
ShodanW
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Lebenserfahrung ist immer der beste Ratgeber, würde ich meinen. Das meine ich auch, weil ich mal dachte, Schulwissen würde für´s Leben reichen. Aber das ist eine Parallelwelt, ein Ideal. Draußen geht es halt ganz, ganz anders zu. Wenn man das nicht vermittelt/erzogen bekommt, dann passiert es eben so wie im Moment.

Punti Zincati
Punti Zincati
1 Jahr zuvor

Mit dem totalen Weltverbesserungsanspruch entsteht das totale Feindbild. Denn wenn es um die Emanzipation der Menschheit geht, ist der Feind ein Feind der Menschheit, also kein Mensch. Das ist die Grundfrage. (H. Müller)

Heldentasse
Heldentasse
1 Jahr zuvor

M.E. liegt bei nicht wenigen des Problem in einer tiefen Vertrauenskrise, die die Gesellschaft in mehrheitlich Gläubige und weniger Ungläubige spaltet, und nicht so sehr in jung und alt.

Die einen wollen Glauben, dass die oben angesprochenen Themen, wie auch immer, zu einem gesellschaftlichen Besten gelöst werden, bzw. zumindest der Versuch unternommen wird das zu machen.

Die anderen, zu denen ich mittlerweile seit Mitte 2020 auch gehöre, glauben fast gar nichts mehr was im (pseudo) Debattenraum behandelt wird, etwas mit Wahrhaftigkeit zu tun hat.

Für die 0,1% der Machteliten und ihre Paladine sind m.E. die meisten Menschen wie Fische in einem Aquarium die mit Reizen mal in die eine, und dann auch mal in die andere gelenkt werden. Vieles was im Artikel an Problematiken aufgeführt ist, rechne ich zu diesen Reizen.

Der erste Schritt zur Selbstbestimmung ist diese tiefgreifenden Manipulationen überhaupt mal zu erkennen, und da sind laut Herrn Mausfeld sehr dicke Bretter zu bohren. Wobei das ohne Unterstützung von intellektuellen Vordenkern nicht funktionieren wird.

Müßig zu sagen, dass auch in dieser aktuellen „Mutter aller Krisen“ die Intellektuellen vollkommen versagen, m.E.
Und die sowieso geringen Chancen auf eine Befreiung streben somit gegen null.

Im Kontext, der von mehr sehr verehrte Herr Kaiser:
Versuchungen der Unfreiheit

ShodanW
ShodanW
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Ist alles richtig, nur sind Intellektuelle keine Alleswisser, denen man was anhängen muss. Es ist nur so, dass bei den Entscheidungen nur wenige am runden Tisch sitzen, und wenn von sechs Virologen einer was anderes sagt, ist diese Meinung nicht berücksichtigt. Mehrheitsprinzip, ähnlich wie bei Bosetti übrigens. Die beruft sich auf das, was die Mehrheit gut findet bzw. hören will. Ob es faktisch stimmt oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Das ist dann das berüchtigte Schnellballprinzip. Keiner will es, aber jeder macht es.

Last edited 1 Jahr zuvor by ShodanW
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

M.E. wird nicht das Wissen der Intellektuellen benötigt um im Sinne der Aufklärung zu wirken, sondern sie müssten die Problematiken kritisch sondieren, und den Gemeinen vermitteln, was wirklich abgeht.

Im Grunde müssen sie also „nur“ die herrschenden Narrative, die ja auch die Narrative der Herrschenden sind, offenlegen und zerstören.

Es ist ausdrücklich nicht deren Aufgabe, zu wissen wo der Zug hinfahren soll, m.E.

Was würde Rudi Dutschke tun?

ShodanW
ShodanW
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Im Grunde müssen sie also „nur“ die herrschenden Narrative, die ja auch die Narrative der Herrschenden sind, offenlegen und zerstören.

Ja, nur wie? Was ist derart überzeugend, dass es die Mehrheit erreicht? Momentan scheint das nicht zu funktionieren, weil jeder in dieser Selbsterhebungsblase sitzt.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

Auch wenn es schwer fällt, das Zauberwort heisst Aufklärung. Und da muss man das Rad nicht noch einmal erfinden, was einem sehr wahrscheinlich eher nicht gelingt, weil wir als Zwerge auf Schultern von Riesen stehen, man muss nur die Augen öffnen. Ein Beispiel http://www.thur.de/philo/gelesen4.htm

Last edited 1 Jahr zuvor by Heldentasse
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

http://www.thur.de/philo/gelesen4.htm

Ich bewundere immer wieder, wie vielseitig du doch unterwegs bist.

Guter Text.

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Schließe mich an.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Moin Rob, danke für die Blumen! Allerdings ist es so, dass wenn man realisiert, das man sogar von seinem Mikrokosmos nur 5% bewusst mitbekommt, wird das mit der Vielseitigkeit auch arg relativiert.

Habe mir vorgenommen demnächst nachfolgendes erschreckend aktuelles Werk durchzuackern, und wünschte mir allerdings der Herr Marcuse hätte damals für die „Zwerge“ etwas verständlicher geschrieben. So ist es auf mehreren Ebenen für mich eine Herausforderung, wobei der Inhalt nach einer ersten Sichtung schon starker Tobak ist, mich düngt der Herbert hat schon 1967 begriffen wo der Hase hinläuft.

http://www.irwish.de/PDF/Marcuse/Marcuse-Der_eindimensionale_Mensch.pdf

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Moin Rob, danke für die Blumen! Allerdings ist es so, dass wenn man realisiert, das man sogar von seinem Mikrokosmos nur 5% bewusst mitbekommt, wird das mit der Vielseitigkeit auch arg relativiert.

Moin Heldentasse, da ist was dran.
Unser Gedankenapparat ist derart umtriebig, dass wir die Welt um uns herum nur fragmentarisch wahrnehmen.

Und auch, wenn wir uns auf Informationen zu konzentrieren suchen, wird ein teil davon unbewußt gefiltert und interpretiert.
Was bleibt, ist recht bruchstückhaft.

Irwishhalte ich für eine gute Adresse.
Mit ihm hatte ich bereits eine längere Diskussion auf Telepolis.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Auch wenn es schwer fällt, das Zauberwort heisst Aufklärung. Und da muss man das Rad nicht noch einmal erfinden, was einem sehr wahrscheinlich eher nicht gelingt, weil wir als Zwerge auf Schultern von Riesen stehen, man muss nur die Augen öffnen. Ein Beispiel http://www.thur.de/philo/gelesen4.htm

Der Text liefert sehr gute Denkansätze. Die Verwendung des Begriffs Toleranz müsste auch alles mit einschließen, nicht nur bedarfsgesteuert. Dass jetzt Randgruppen in die Mitte genommen werden sollen, ist ja erst mal nicht zu beanstanden. Aber hat sich da nur eine Umkehrung vom öffentlichen Toleranzempfinden eingeschlichen. Ich habe das mal lakonisch „Diktaktur der Schwachen“ genannt, da war der Shitstorm natürlich nicht weit.

Ich glaube, dass wir eine der wenigen Generationen sind, die Schulwissen vor Lebenserfahrung setzt und nicht unterscheidet, was darin sinnvoll ist und was nicht. Heute heißt es tatsächlich pauschal, die Alten, vor allem der Bürger an sich, wäre an dem Zustand der Welt schuld. Wenn man nun Rentnern und älteren Leuten zuhört, dann fällt schnell das Wort Respektlosigkeit. Also Intoleranz – scheinheilig, wenn man doch so tolerant sein soll. Das ist eben eine Einbahnstraßentoleranz, und mittlerweile wird alles Konservative bekämpft bis auf´s Blut.

Man hat nun angeblich einen riesigen Apparat an Rassismus, Homophobie, usw. (und was sonst so im Moment überhoben wird) erkannt und ausgehebelt, dabei war das kein Staatsprogramm, sondern eine Sache, die man hätte im Privaten regeln können. Ist damals nicht passiert, oder nur sehr langsam. Dann kann man sagen: Ja, richtig, dass ihr das Problem ansprecht, aber jetzt alle der Randgruppen in Führungspositionen zu hieven, ist fatal. Auch die Frauenquote ist schlicht Unsinn. Ich kann mich also heute im Jammerton als diskriminiert inszenieren und bin ein Held. Ich werde also geadelt dafür, was ich bin, nicht für das, was ich geleistet habe. Seltsamerweise gilt das nicht für Dysfunktionalität oder was sonst ins Psychische passt. Und da wären wir dann wieder bei Narzissmus und anderen ähnlichen Dingen. Ein Tabuthema, das keiner anfasst.

So, genug gedacht, aber danke dir für den Schubser 🙂

Brian
Brian
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Vor allem entzieht das keinen Menschen von seiner Eigenverantwortung.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Mit der Eigenverantwortung ist das auch so eine Crux, verkürzt gesagt kann man die nur wahrhaben, wenn man die Gesellschaft eigene Entscheidungen zulässt. Und da sind wir Lichtjahre von entfernt. M.E. wird der Begriff auch oft missbraucht um das Leid was die Gesellschaft produziert auf einzelne Menschen abzuwälzen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

So ist es.

Jahrzehnte lang haben die politisch verantwortlichen Vertreter unserer Gesellschaft das Gesundheitssystem auf Kante genäht und jetzt, wo es an die Grenzen sener bewußt reduzierten Kapazität kommt, sollen dafür die Bürger verantwortlich sein, weil sie sich aneblich nicht an die Regeln halten.

Wobei man auch noch Alles dafür tut, die vulnerablen Gruppen dem Risiko auszusetzen, indem man ihren Schutz vernachlässigt.

Sowas bringt die Zinken der Mistgabeln zum schwingen.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Jahrzehnte lang haben die politisch verantwortlichen Vertreter unserer Gesellschaft das Gesundheitssystem auf Kante genäht und jetzt, wo es an die Grenzen sener bewußt reduzierten Kapazität kommt, sollen dafür die Bürger verantwortlich sein, weil sie sich aneblich nicht an die Regeln halten.

Wobei man auch noch Alles dafür tut, die vulnerablen Gruppen dem Risiko auszusetzen, indem man ihren Schutz vernachlässigt.

Wenn das Geld die eigentliche Vernunft ersetzt, nicht wahr?

Brian
Brian
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Ich meinte das auch eher gedanklich, d.h. sich seine eigene Meinung zu bilden,
seine eigenen Erfahrungen zu machen, sich nicht alles vorkauen zu lassen
und sich nicht auf scheinbare Experten (wie wir das im Moment erleben) zu verlassen und zu glauben, daß andere Menschen (seien es die Familie, Politiker, Psychologen oder wer auch immer) besser wissen, was gut und was
richtig für einen ist. Daß man dabei häufiger auf Widerstand stößt bzw. daß es
einem in vielerlei Hinsicht schwer gemacht wird, ist mir auch klar. Ich habe nur
keine Lust auf Ausreden.

Brian
Brian
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Was den Mißbrauch dieses Wortes betrifft, da gebe ich Dir natürlich recht.
Aber im ursprünglichen Sinne finde ich ihn schon wichtig.

Roberto J. De Lapuente
Admin
1 Jahr zuvor

Wir haben uns auch für den Gastbeitrag entschieden, weil er schön unsere eigene Gemütslage widerspiegelt. Bei mir stelle ich fest, dass ich diese an sich ja wichtigen Themen mittlerweile nur noch meide, weil ich die Radikalität derer, die sie forcieren, für eine Beleidigung meines Intellekts halte. Für mich sind das religiöse Jünger, wilde Zeloten, die sich nach einer Sinngebung sehnen und die morgen auch das Gegenteil dessen vertreten könnten, was sie heute noch antreibt. Heute reicht es ja schon, dass man nicht immer gleich Widerspruch hinauspostet in die Welt, um als jemand zu gelten, der wohl zufrieden ist mit der Situation – Rassismus kann demnach schon sein: Nichts zu einem Thema gesagt zu habe. Wer mir so kommt, mag mich für doof halten – ich halte ihn und das, was ihm gerade wichtig ist, für nicht satisfaktionsfähig.

Wer so auftritt, dient der Sache nicht – er schadet ihr, weil er Typen wir mich vertreibt. Schade. Aber so ist es eben. Ich bin zu alt für pädagogische Kreuzzüge. Aber junge Menschen, die nur die Schule kennen, glauben halt zwangsläufig, dass sie nach Schullogik auftreten müssen. Mit mir hat das nichts zu tun. Ich habe nicht ausgelernt – aber auserzogen bin ich wohl. Und was Umgangsformen betrifft: Ich bin sicher flapsig und auch frech, aber nie respektlos. Das erwarte ich auch von der anderen Seite.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Klasse! Roberto!!! Das spiegelt mein Befinden genau nach!!!
Am schlimmsten sind aber auch die Subjekte, die nie etwas anderes kennengelernt haben als Schule-Universität- Schule( als Lehrer) oder gleich Politik.
Leute, die NULL Peilung vom Leben haben wollen uns dann sagen was Phase ist!😳

Brian
Brian
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Dem schließe ich mich an 🙂

ShodanW
ShodanW
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Ich kann mich eigentlich nur mit der Vorahnung trösten, dass sich das junge „Gemüse“ irgendwann einmal selbst fragen wird, was sie da damals (also heute) so gesagt haben. Die emotionale Aufgeladenheit der Spontansituation schwankt ja schon innerhalb der Krise. Als mal alle Richtung Sommer hin durchgeatmet hatten, wurden die Diskussionen auch wieder offener, da fand ich richtig toll! Allerdings war bei Lockdown 2 die Begeisterung der Ernüchterung gewichen, dass sich alles wiederholt. Das war quasi Geschichtserfahrung im Zeitraffer.

Und danke für´s Einstellen und die warmen Worte 🙂

Gaby
Gaby
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

[..] „Gemüse“ [..]
Das erste was mir spontan dazu einfiel war folgendes:
Jene Schüler und Schülerinnen müssen sich z.Z noch nicht mit so monitären Dingen beschäftigen wie Mieten, Abtragsleistungen, Strom, Gas, Wasser, Versicherungen, andere Nebenkosten oder weiteren Kosten zum Lebensunterhalt. Ich bin mir sicher, dass sich spätestens wenn sie damit konfrontiert sind, ihre Meinung in vielen Punkten anders darstellen wird.

Last edited 1 Jahr zuvor by Gaby
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Gaby
1 Jahr zuvor

@Gaby

Aber echt!

Für die Grünschnäbel wächst Geld auf Bäumen oder im Keller, wo man es wie reife Champignons abernten kann.

Verantwortlich dafür sind aber wir Eltern, wenn wir sie mästen ohne ihnen zu zeigen, dass es dafür einer Anstrengung bedarf, von der man sie wohlmeinend fern hält.

Gaby
Gaby
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Verantwortlich dafür sind aber wir Eltern, wenn wir sie mästen ohne ihnen zu zeigen, dass es dafür einer Anstrengung bedarf, von der man sie wohlmeinend fern hält.

Dem stimme ich nur eingeschränkt zu. Ich kann Dir versichern, dass man selbst als Elternteil gegen Windmühlen kämpft – dergestalt, dass alle eigenen Bemühungen spätestens dann scheitern, sobald der Einfluss aus dem Umfeld zu nimmt (s.a. KiTa, Schule insbesondere). Da gibt es Kinder die scheinbar von haus aus immun, oder weniger anfällig sind.. Der weit größere Teil aber ist weniger resistent.

Last edited 1 Jahr zuvor by Gaby
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Gaby
1 Jahr zuvor

@Gaby

Dem stimme ich nur eingeschränkt zu. Ich kann Dir versichern, dass man selbst als Elternteil gegen Windmühlen kämpft – dergestalt, dass alle eigenen Bemühungen spätestens dann scheitern, sobald der Einfluss aus dem Umfeld zu nimmt (s.a. KiTa, Schule insbesondere).

Ich weiß Gaby.
Habe selbst Nachwuchs und weiß wie schwer es ist. die eigenen Überzeugungen durchzusetzen, wenn der Sproß unter äu0erem Einfluß steht.

Man will ja auch nicht, dass das Kind ein Außenseiter wird und knickt von daher öfter ein, als man das ursprünglich beabsichtigte, weil Einem schon klar ist, dass damit die Fähigkeit geschwächt wird, sich im Leben durchzubeißen und nicht gleich vor jeder Schwierigkeit zu kapitulieren, weil man gelernt hat, mit Entbehrungen umzugehen.

Wir bereiten unsere Kinder auf das, was da auf uns zukommt, nur ungenügend vor und sie werden es bitter lernen müssen.

Gaby
Gaby
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Robbespiere
Zwei meiner Kinder sind der Erziehung bis heute „treu“ geblieben; im Grunde ist’s ein Dauerkampf den sie führen – von Kindesbeinen an. Hohn, Spott, Ausgrenzung, Diffamierung, bis hin zu Körperverletzung.. alles kennen sie von der Pieke an. Die anderen Drei haben damit kurz vor Ende der Schulzeit abgeschlossen und laufen beinahe „gesellschaftskonform“ – was auch immer das gerade bedeutet. Hin und wieder, wenn sie doch einmal „kurz“ versuchen auszubrechen, können sie den psychosozialen Gegenwind kaum ertragen und fallen zurück in die m.M.n. boden- und substanzlose Gesellschaft.
Allen sind die gleichen Werte in der Erziehung vermittelt und zuteil geworden (Respekt, Anerkennung, Verantwortungsbewusstsein, Rücksicht und Einfühlungsvermögen) und dennoch… So unterschiedlich sie auch sind, um so weniger sehe ich die Schuld bei ihnen oder mir. Man versucht das Beste. Was letztlich daraus wird…, kann kaum jemand vorhersagen.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Gaby
1 Jahr zuvor

Ja, in dem Zusammenhang fällt mir ein: Ich hatte mal zu FFF gesagt, dass dies weniger ein Konflikt Vernunft gegen Unvernunft wäre, sondern eher ein typischer Generationenkonflikt. Mit dem Unterschied, dass das Klima kaum eine Ansichtssache sein kann. Da kann man sich auch auf die Wissenschaft berufen, kein Problem. Aber dass das jetzt auf Corona übertragen wird, wo die Faktenlage nicht so eindeutig ist, ist dann wahrscheinlich ein gefühlter Vorschuss am Rechthaben, den sie in einem Hochgefühl nun auch weiter ausleben. Auch bei Rassismus und Feminismus. Nur das erklärt mir auch diese Besserwisserei und die Absolutheit, die sie für sich beanspruchen, und die Medien lassen sich davon auch schön weitertreiben. Dabei kann man Soziologisches, Psychologisches und Wirtschaftliches ja nicht dem einen Thema unterordnen. Es mag zwar hartherzig klingen, aber ich kann ja nicht jedem Toten ein Mitleidsdrama hinterherschieben oder jedem, der nicht mindestens so betroffen ist wie man selbst, Mord oder Zynismus vorwerfen.

Gaby
Gaby
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

Richtig.
Ich denke hier machen sich auch die vergangenen letzten 30 Jahre der Politik mit „trennendem Charakter“ bemerkbar. Angefangen mit „die Ossi’s – die Wessi’s“, „die Sozialschmarotzer – die besseren Steuerzahler“, „die (islamischen) Terroristen – der gute Westen“, „die bösen Griechen – die guten Deutschen“, „das Pack – die Aufrichtigen“, usw usf. Gleiches zeitgleich in den Schulen und sonst überall. Das sitzt – leider; und ist nur noch schwer abzustellen. Das benötigte tatsächlich eine „gemeinsame Anstrengung“ – wie aber, wenn es kaum noch gemeinsames gibt? Und vor allem, wenn diese Prägung/Konditionierung nicht als solche mehr wahrgenommen wird. Da stehen dann auch Soziologen und Psychologen auf einsamer Flur.

Nachtragende edit (19:44):
Das aufgezählte fällt für mich übrigens schon unter die Rubrik staatsgefährdende „Zersetzung“ (und das ausgerechnet von ganz oben)

Last edited 1 Jahr zuvor by Gaby
Roberto J. De Lapuente
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

Ach, du bist das! War mir so nicht bewusst 😉 Jetzt weiß ich es!.

Last edited 1 Jahr zuvor by Roberto J. De Lapuente
Roberto J. De Lapuente
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

Kriegen die sich ein? Gute Frage. Erfahrungsgemäß ja, jeder von uns war als junger Mensch ja auch anders – idealistischer, lauter, der Nabel der Welt. Aber wir haben nicht diese Aufmerksamkeit bekommen. Heute kommt der Innenminister oder die Kanzlerin, geben dir die Hand, loben dich, sagen du hat es drauf. Uns haben Eltern, Lehrmeister oder die älteren Kumpfel aus dem Fußballverein den Kopf gewaschen und uns vom Kopf auf die Füße gestellt. Das ist der Unterschied. Und dann der zentrale Punkt für alles, was heute schiefläuft: Wir hatten keine sozialen Medien. Ohne die sähe es heute anders, sicher nicht schlechter aus.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Und dann der zentrale Punkt für alles, was heute schiefläuft: Wir hatten keine sozialen Medien.

Ja, 100 % Übereinstimmung. Es wird mittlerweile verstärkt gefordert, sich davon zu entfernen. Auf Twitter bin ich schon gar nicht mehr, und Facebook öffne ich nur noch selten – weil es schädlich für mich ist, löst sogar depressive Phasen aus, wenn´s blöd läuft.

Ich beobachte eh ein Phänomen: Wenn man mal vergleicht, wie emotional das Gesamtbild im Internet wirkt und sieht die Leute real – wie apatisch sie auf ihre Smartphones starren, aber gerade einen Haufen Smilies und Emojis verteilen. Zwei Welten, die du und ich ebenso bedienen, auf genau dieselbe Tour. Nur manchmal habe ich das Gefühl, gewisse Menschen haben ihr sichtbares Gefühlsleben komplett in die Kisten outgesourced. Real bleibt man offiziell, wenig nahbar, aber im Netz, da wird mit Emotionen nur so um sich geworfen. Ich glaube da an eine Art Verzerrung der realen Wahrnehmung.

Ach, du bist das! War mir so nicht bewusst  Jetzt weiß ich es!.

Ok, hat der Tom wohl nicht erwähnt 🙂

Roberto J. De Lapuente
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

Ok, hat der Tom wohl nicht erwähnt 🙂

Doch, vielleicht schon. Aber Tom redet so viel 😉

ShodanW
ShodanW
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Doch, vielleicht schon. Aber Tom redet so viel

Whatever 🙂 Sarah Bosetti will ja auch ständig reden…

Rudi
Rudi
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

…wie emotional das Gesamtbild im Internet wirkt und sieht die Leute real – wie apatisch sie auf ihre Smartphones starren, aber gerade einen Haufen Smilies und Emojis verteilen.

Ja, das ist schon ein Phänomen, das von den Jüngeren anders erfahren wird, als von den Älteren, die nicht mit dem Smiley- und Emoji-Wahn groß geworden sind. Um so erstaunter bin ich, dass Tom und Roberto diesem Prinzip mit ihrer Plus- und Minus-Variante folgen.

Roberto J. De Lapuente
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

Ich gehe sogar noch weiter: Ohne Twitter und Facebook hätten wir die #Corona-Krise nicht oder doch nur sehr viel kleiner. In den Netzwerken potenziert sich alles und die Smombies saugen es auf in ihrer Leichenstarre und reproduzieren nur noch die Überzogenheiten der eigenen Blase. Wäre Corona 1985 oder 1993 passiert, hätte man sicherlich hier und da aufgepasst. Aber einen Lockdown hätte es nicht gegeben. 1985 sicher nicht, Stichwort „Kalter Krieg“ – und 1993 hätte man bestenfalls hier und da reguliert. Und die Leute? Die hätten es sicherlich nicht noch strikter gefordert – wer hätte sie denn aufgehetzt in diese Richtung?

niki
niki
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Ich halte die Schwere des Lockdown durch die MSM induziert.
Die „links-liberale“ Presse fordert und fordert und macht einen auf hohe Moral und Ethik! Auf jegliche Kritik dagegen wird mit Shitstorms die ihres gleichen suchen in den sozialen Medien reagiert. Sozusagen sind die sozialen Netzwerke, wie Twitter, Facebook und Co. die verstärkenden Echokammern…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
1 Jahr zuvor

Ich frage mich immer wieder, was an einer Eigentümer-bestimmtem Presse oder von neoliberalen Vollpfosten orchestrierten ÖR „linksliberal“ sein soll.

Diese Unterstellung dient doch nur dazu, linke Politik dur falsche Kontextuierung zu tabuisieren.

Auch Merkels Politik wird gerne ein rotes Fähnchen angehängt, so als wolle die den Sozialismus einführen.
Planwirtschaft haben wir ja, aber eben nur mit Planungssicherheit für die vermögende Klasse durch Korruption und Lobbyismus.

Last edited 1 Jahr zuvor by Robbespiere
niki
niki
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Ich frage mich immer wieder, was an einer Eigentümer-bestimmtem Presse oder von neoliberalen Vollpfosten orchestrierten ÖR „linksliberal“ sein soll.

Na deswegen auch in Anführungsstrichen…

ShodanW
ShodanW
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Gut möglich, dass das so ist, aber ich weiß leider nicht mehr, wieviel Dynamik sich da früher vollzogen hatte. Aber es ist gefühlt wirklich so, wie du sagst. Das Problem sehe ich aber weniger darin, sondern ihnen diese Selbsterkenntnis erst mal wirkungsvoll vor Augen zu führen. Das Blasenprinzip funktioniert ja leider nur in eine Richtung, deswegen rätsel ich ja noch darüber, wie man am besten vorgehen sollte.

Pen
Pen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Es ist nun mal so, daß die Vielen in den sozialen Medien sich eher auf einem niedrigeren Niveau bewegen, und einer Veränderung eher entgegenstehen, als sie zu fördern. Was wir brauchen, ist eine echte, direkte Demokratie.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
niki
niki
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Bei mir stelle ich fest, dass ich diese an sich ja wichtigen Themen mittlerweile nur noch meide, weil ich die Radikalität derer, die sie forcieren, für eine Beleidigung meines Intellekts halte. Für mich sind das religiöse Jünger, wilde Zeloten, die sich nach einer Sinngebung sehnen und die morgen auch das Gegenteil dessen vertreten könnten, was sie heute noch antreibt.

Na wenn quasireligiös jenseits jeglicher Lebensrealität von allen nur noch Askese gefordert wird und alle die nicht so leben wollen oder können aufs übelste beleidigt werden, ist das kein Wunder!
Vielleicht sollte das Pferd von hinten aufgezäumt werden…
Nicht die Freiheit von jedermann komplett einschränken, sondern die Freiheit des Einzelnen maximieren, ohne dass die Allgemein & Umwelt darunter zu leiden hat!
Auf gut Deutsch: Traut euch nach oben und lasst euch nicht von den Grünen und Co. ködern…
Nur weil die sich grün nennen und so tun als ob die links wären, in dem sie irgendwelche Forderungen ablassen, wo sie genau wissen, dass diese niemals erfüllt werden müssen, heißt es noch lange nicht dass diese „Links“ und „grün“ sind. Das Gegenteil ist der Fall! Purer Etikettenschwindel!

ShodanW
ShodanW
Reply to  niki
1 Jahr zuvor

Nicht die Freiheit von jedermann komplett einschränken, sondern die Freiheit des Einzelnen maximieren, ohne dass die Allgemein & Umwelt darunter zu leiden hat!

Das funktioniert mMn leider nicht, weil die individuelle Auslegung in Richtung mehr Freiheit oft nur dem Ego schmeichelt und das Yin-Yang-Prinzip fast schon naturgemäß das Gegenteil bringt (also wird die Allgemeinheit irgendwie doch leiden). Ich denke, noch vor 30-40 Jahren, gab es eine andere Form von Solidarität, die nicht oder weniger an ideologische Bedingungen geknüpft waren. Wenn jemand ein bisschen links oder rechts war, oder sonst welche Interessen vertreten hatte, die nicht die eigenen waren, dann hat es kaum jemanden interessiert. Durch diese P.C.-Dynamik wirst du heute erst mal kritisch beäugt und sie führen eine Checkliste, ob du überhaupt zum Freund oder Bekannten taugst. Wirst lange auf Abstand gehalten und darfst dich nur stufenweise annähern. Aber wehe, es läuft nicht wie vorgesehen, dann bist du schneller draußen als du „Entschuldigung“ sagen kannst.

niki
niki
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

Solidarität…

Dieser Begriff wird heute aufs übelste missbraucht. Gerade in dieser Coronascheiße ist das bei den Leuten die diesbezüglich am lautesten Brüllen der reine Selbstzweck. Die haben schlicht Angst um ihre eigene Gesundheit und vielleicht ihrer Familie. Ansonsten sind die Alten ihnen wirklich scheißegal (nur würden die das niemals so sagen!)!!!!!!
Aber kaum geht es darum die Armen und die Schwachen zu unterstützen, winken sie angewidert ab: „Die wären selbst schuld. Diese faule Bande soll mal ihren Arsch bewegen und arbeiten gehen!“, sind noch die harmlosesten Begriffe. Solidarität ist was anderes….
Und dann gibt es in der Tat noch diese Wokeness-Spinner… Da herrscht das pure Schwarz-Weiß denken… Weichst du in der Tat nur eine Nuance von deren Ideal ab, wirst du als das übelste Dreckschwein beschimpft und ausgegrenzt…
Schon irre: Im Namen des Gutem ist auch die größte Missetat erlaubt! Bei den Feministinnen sind es die bösen Männer. Also darf man die ruhig diskriminieren! Beim Antirassismus, soll man ruhig weiße alte Männer beschimpfen, ausgrenzen, usw.! Aber ansonsten herrscht die reinste Lehre.

ShodanW
ShodanW
Reply to  niki
1 Jahr zuvor

Oh, bitte verschon mich mit diesen Wokenessern. Wenn es nach denen ginge, nennen wir Deutschland bald in „Puristan“ um. Was du ihnen da bzgl. „faule Bande…Arsch bewegen…“ in den Mund legst, würden sie wohl aber nicht so formulieren. Sie würden es dir wahrscheinlich noch süßlich vorsäuseln, dass du nicht mal merkst, was sie eigentlich ausdrücken wollten. Das kapieren dann nur die Eingeweihten und Gesinnungsgleichen.

niki
niki
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

Ich glaube du hast mich nicht recht verstanden…

Die Wokeness-Spinner sind nochmal eine andere Gruppierung!
Das sind diese quasireligiösen Vollidioten, die vollkommen abgehoben in ihrer Blase leben und alles außerhalb dieser als Böse definieren…

Und dann es gibt Arschlöcher die fordern nur Solidarität weil diese Angst vor der Seuche haben, aber ansonsten beim Wort Solidarität sich mit Hass abwenden..

ShodanW
ShodanW
Reply to  niki
1 Jahr zuvor

Ich denke schon, dass wir dasselbe meinen 😉

Robert
Robert
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

„ weil er Typen wie mich vertreibt“, schreibst du. Das wird wohl das Resultat sein und auch wenn es schwer zu prognostizieren ist, was letztendlich die Folge sein wird, sind die beiden wahrscheinlichen Möglichkeiten unerfreulich. Entweder die ,, Herrschaft der Tugend“, die, weil sie das einzig Wahre, Gute und Schöne befördert, noch viel radikaler derherkommt, als wir gegenwärtig befürchten müssen. Das wird dann unangenehmer als nervende Sprachdiktate, unlustige Staatssatire und desgleichen. Wobei Berufsverbote, Zensur oder die Vernichtung sozialer Existenzen gibt es schon und die Horden der schwarz gewandeten Straßenschläger auch. Aber da geht noch mehr.

Diese üble Melange aus Ideologie, Sendungsbewusstsein, linken, unbegriffenen Theorie fragmenten und viel schlechtem Geschmack und noch mehr Anmaßung und Dummheit, begreift sich als links und wird auch so wahrgenommen. Eine gesellschaftliche Gegenbewegung, wenn sie Relevanz erlangt, wird eine gegen,,Links“ sein. Das wird nicht lustiger. Da gebe ich mich keiner Illusion hin. Und es hat den Anschein, dass es den Wokies gelingt, linke emanzipatorische Ideen und moralische Prinzipien dermaßen der Lächerlichkeit preiszugeben, dass sie ,,Typen wie dich“ , wie deine Leser, den Autoren des Textes, wie mich und viele andere auch vertreibt, die lange nicht „rechts“ sind. Nicht rassistisch, nicht sexistisch, die Umweltschutz für wichtig halten. Könnte sein, dann wir dann in einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung an den Stellen fehlen werden, an denen wir gebraucht würden.
Wie es funktionieren könnte, also den Mechanismus, nicht die inhaltlichen Frontlinien, die verlaufen da anders, kann man bei unseren polnischen Nachbarn beobachten. Nach der Wende haben (grob zusammengefasst) Liberale und Linke abwechselnd und gelegentlich auch gemeinsam das Land regiert und die neoliberale Zurichtung exekutiert. Vor allem auch durch das Schleifen des Arbeitsrechtes. Das führte zu beeindruckendem Wachstum, zu vielen Verlierern und dazu, dass sich die Linke so verhasst machte, dass sie faktisch inexistent wurde. Nur dadurch erklärt sich der Siegeszug der PiS. Wenn eine Mehrheit der aufmüpfigen freiheitsliebenden Polen sowas wählt, sagt das viel über deren Gegner und keineswegs, dass die alle den Verstand verloren haben.

Pen
Pen
1 Jahr zuvor

Corona Ausschuß, 34. Sitzung, „Die im Dunkeln sieht man nicht.“

https://www.youtube.com/watch?v=N5WjS63uNtQ

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Gaby
Gaby
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Die Idee der Umgehung durch Bildung von Parteien ist phänomenal, da die Exekutive außen vor ist und nur durch das BVerfG eingeschränkt werden könnte. Wobei für eine berechtigte Einschränkung seitens des BVerfG.. die Latte schon wirklich sehr hoch gelegt ist. Top! 👍
Man darf gespannt sein.

Last edited 1 Jahr zuvor by Gaby
Leselotte
Leselotte
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Als Ergänzung.
Die Kanzlei Beate Bahner schreibt:
»Sehr geehrte Damen und Herren,

vor wenigen Tagen startete eine Unternehmerinitiative den Aufruf „Wir machen auf“. Derzeit – und vermutlich noch länger als angekündigt – ist es den meisten Betrieben, Geschäften, Hotels und Gaststätten untersagt, ihren Betrieb zu öffnen. Die damit verbundenen finanziellen Belastungen sind inzwischen so existenzbedrohlich, dass viele Unternehmer diese Verbote nicht mehr hinnehmen wollen und können – denn sie haben fast nichts mehr zu verlieren.
Beigefügt finden Sie eine Darstellung der Rechtslage, die Sie gerne verwenden oder weiterleiten können..«

https://www.corodok.de/wp-content/uploads/2021/01/Rechtsanwa%CC%88ltin-Beate-Bahner-zur-Rechtslage-Wir-machen-auf-Stand-8.-Januar-2021.pdf

Hier entnommen:
https://www.corodok.de/wir-wie-rechtslage/
____________

Für die Waldfreunde ein zehn Jahre altes Foto, bei den weißen Punkten handelt es sich um blühenden Bärlauch, aufgenommen in der Öhninger Klingenbachschlucht.

10-05-2011c.jpg
Last edited 1 Jahr zuvor by Leselotte
Leselotte
Leselotte
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

Ursprünglich war angedacht, dass die Geschäfte am kommenden Montag ihre Pforten öffnen – und sich somit einer erneuten Verlängerung der Zwangsschließung entgegenstellen. Doch um Kritikern seiner Aktion den Wind aus den Segeln zu nehmen, entschloss sich Uzbay, der Politik eine letzte Frist von einer Woche zu setzen und die Eröffnung um eine Woche aufzuschieben – sollten die Forderungen von „Wir machen auf“ unbeantwortet bleiben. Uzbay erklärt: „Wir geben der Regierung nun eine Woche Zeit, die Evidenz für die Maßnahmen darzulegen und sofort für die nötige finanzielle Unterstützung zu sorgen. Sollte das nicht passieren, werden wir am 18. Januar öffnen.“

Hier entnommen:
https://reitschuster.de/post/wir-machen-auf-aufstand-gegen-lockdown-vertagt/

10-05-2011d.jpg
Pen
Pen
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

Wird weitergeleitet , danke liebe Leselotte. 🙂

Etwas OT nochmal etwas zu Impfung

https://m.youtube.com/watch?v=g5aT8ftKl0o

https://corona-ausschuss.de/sitzungen/ 34.Sitzung

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Pen
Pen
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Zur 34. Sitzung des Corona Ausschuß:

Es ist unglaublich, was sich in den Altenheimen abspielt. Da wird mit den alten und schwächsten Menschen umgegangen, als seien sie alle verblödet.

Über 500 000 Menschen wurden schon geimpft, einige gegen ihren Willen: sie wurden festgehalten. Manchen wurde vorgelogen, sie dürften nur nach einer Impfung im Heim bleiben. Viele erkrankten anschließend an Covid 19 oder hatten andere schwere Nebenwirkungen.

Kümmert euch um eure Alten, so ihr welche in einem Heim habt. Ich bin fassungslos darüber, was in diesem Land möglich ist, und hoffe sehr, daß hier einige Verantwortliche später zur Rechanschafft gezogen werden.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Peter L.
Peter L.
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Über 500 000 Menschen wurden schon geimpft, einige gegen ihren Willen: sie wurden festgehalten. Manchen wurde vorgelogen, sie dürften nur nach einer Impfung im Heim bleiben. Viele erkrankten anschließend an Covid 19 oder hatten andere schwere Nebenwirkungen.

Hast du dafür mal eine Quelle?

Pen
Pen
Reply to  Peter L.
1 Jahr zuvor

Ja, Anton. Kommt alles hier zur Sprache.

„Die im Dunkeln sieht man nicht“.
Corona Ausschuß, 34. Sitzung

https://corona-ausschuss.de/sitzungen/

Die Sitzung dauert länger als fünf Stunden; befragt werden zwei Pfleger aus Altenheimen und Einrichtungen für Behinderte. Wann genau was erwähnt wird, kann ich dir leider nicht sagen. Aber es ist zum Teil empörend, wie da mit Alten oder psychisch Kranken umgegangrn wird.

Die Würde des Menschen gehört hier offenbar auch zu den Corona Toten.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Brian
Brian
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

Das sind echt immer wieder unheimlich schöne Bilder, die Du hier reinsetzt 🙂

Leselotte
Leselotte
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Oh, danke schön.

Brian
Brian
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

Bitte weitermachen ! Ist immer wieder eine kleine Aufmunterung bei all den unschönen Themen hier 🙂

Leselotte
Leselotte
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Ja, gern, wenn es sich so ergibt.

Pen
Pen
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

stimmt 🙂

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Pen
Pen
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

Es würde sicher auch andere Möglichkeiten im Kampf gegen Corona geben. Gesunde Jugendliche könnten Alten und Nachbarn helfen. Es könnte auch gutdurchdachte, freudemachende Beschäftigungstherapien für Alte geben, statt sie zu isolieren. Wanderungen an der frischen Luft, in Gruppen je nach Kondition aufgeteilt und mit Abstand usw. Den Bürgern müßten statt Isolation, Auswegslosigkeit und Ausgegrenzheit ein Gefühl von Zusammenhalt, Mut und Zuversicht vermittelt werden – wie es in Schweden der Fall ist. Hier wäre ein „Wir schaffen das“ angebracht., ein „Habt keine Angst, wir wissen, was zu tun ist.“

Deswegen tun die Fotos von Leselotte so gut. Man sehnt sich nach einem heilsamen Aufenthalt in der Natur.

Aber leider werden gerade die Fachleute, die solches vermitteln (Prof. Bhakdi und Dr. Wodargh) zum Schweigen gebracht. Ihre Videos werden gelöscht. Es scheint doch, daß ein guter Ausgang gar nicht gewollt ist. Im Gegenteil wird er gezielt verhindert. Etwas anderes ist das Ziel.

Alle sollten ohne Masken auf die Straßen gehen, die Geschäfte wieder geöffnet und das normale Leben wieder aufgenommen werden.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Dennis84
Dennis84
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Passiert dies in Russland?

Pen
Pen
Reply to  Dennis84
1 Jahr zuvor

@Oma – Antonia- Ronaldo – Peter L – Dennis84

s. obigen Link

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
André Hüssy
1 Jahr zuvor

Nach mehreren Jahren Blogabstinenz…

ShodanW
ShodanW
1 Jahr zuvor

Moin zusammen!

Während wir uns noch um die Einhaltung der Normalität kümmern, werden die ersten Impfauswirkungen sichtbar. Das mit den Fluggesellschaften ist zwar schon im Testmodus gewesen, allerdings – wenn es konkreter wird und durchgesetzt – ist dann die neue Klassengesellschaft keine Spinnerei mehr:

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/neue-quarantaeneregeln-im-reiseverkehr-bundesregierung-bricht-versprechen-der-gleichbehandlung-von-geimpften-und-nicht-geimpften-/26780676.html?ticket=ST-1122407-sng30VenWfvbWSsZ6c77-ap6

André Hüssy
1 Jahr zuvor

Halb Klein-Bloggersdorf ist zur Querfront übergelaufen…

niki
niki
Reply to  André Hüssy
1 Jahr zuvor

Du bist auch so ne Querfront…

ShodanW
ShodanW
Reply to  André Hüssy
1 Jahr zuvor

Und die Psiram-Jünger sind wieder unterwegs…

Gaby
Gaby
Reply to  André Hüssy
1 Jahr zuvor

Halb Klein-Bloggersdorf ist zur Querfront übergelaufen…

1. Geschichtlichen Kontext überprüfen.
2. Eigene Interpretation außen vor lassen
3. Lexikon aufschlagen, nach Begriff „Revisionismus“ checken
4. Verstand aktivieren

Schönen Sonntag noch.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Gaby
1 Jahr zuvor

@Gaby

5.) Ignorieren, der Vogel ist längstens für sein krudes Geschreibe bekannt.

Pen
Pen
1 Jahr zuvor

Umfrage: 81 Prozent der Deutschen halten Corona-Maßnahmen für richtig

Eine deutliche Mehrheit von 81 Prozent der Menschen in Deutschland hält die Corona-Maßnahmen der Regierung für richtig oder wünscht sich sogar strengere Maßnahmen, berichtet Reuters am Sonntag. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Kantar für die Zeitung „Bild am Sonntag” sind 56 Prozent der Meinung, dass die aktuell beschlossenen Maßnahmen „genau richtig” sind, jeder vierte (25 Prozent) hält sie für „nicht streng genug”. Nur 16 Prozent halten den Lockdown für „zu streng”, „weiß nicht” sagen zwei Prozent der 1011 Befragten. Damit sinkt die Ablehnung der Corona-Politik in Deutschland. Zu Beginn des November-Lockdowns hielten noch 28 Prozent der Befragten die Maßnahmen für „zu streng”, Ende November waren es noch 19 Prozent.

https://snanews.de/20210101/live-ticker-corona-januar-357507.html

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Moin Pen, wenn es die BAMS in Auftrag gegeben hat wird es bestimmt stimmen, großes Indianer- Ehrenwort. 🙂

Ansonsten rechne ich ganz persönlich, die Meinungsforschung zur psychologischen Kriegsführung, und im übrigen haben die meisten Beteiligten der Corona- Krise jegliches Vertrauen von meiner Seite aus gesehen, verspielt. Denen glaube ich nichts mehr!

LG

Last edited 1 Jahr zuvor by Heldentasse
Rudi
Rudi
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Nach eine Umfrage der ARD vom 07.01.21 sieht es so aus:

lockern der Maßnahmen 18%
beibehalten der Maßnahmen 47%
verschärfen der Maßnahmen 32%

Klar, glauben muss man nix. Vom Trend der beiden Umfragen (s.o.) aus betrachtet, kann man schon vermuten, dass die Richtung einigermaßen so ist, dass maximal jeder 5. für eine Lockerung eintritt. Eine deutliche Mehrheit ist mit den Maßnahmen der Regierung mindestens einverstanden. Damit haben die Hauptmedien ihren Job erfüllt. Unter den maximal 20 Prozent Gegnern der Lockdown-Politik, dürften vornehmlich diejenigen sein, die ökonomische Einbußen haben, also die Einzelhändler und die Kunstszene, sicher aber auch viele AfD-Anhänger und Anhängerinnen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi
1 Jahr zuvor

+@Rudi

Unter den maximal 20 Prozent Gegnern der Lockdown-Politik, dürften vornehmlich diejenigen sein, die ökonomische Einbußen haben, also die Einzelhändler und die Kunstszene, sicher aber auch viele AfD-Anhänger und Anhängerinnen.

Da dürften aber auch Etliche dabei sein, die ihre Informationen nicht, oder nicht ausschließlich aus den MSM beziehen und ein differenzierteres Bild haben.

Was die Einbußen betrifft, so dürften sich in Zukunft noch weit mehr als 20% der Bürger über die tatsächlichen volkswirtschaftlichen Zusammenhänge und Schäden überascht zeigen, wenn die fehlende Nachfrage ihre Kreise zieht, wie die Wellen, die ein geworfener Stein im Teich erzeugt.

Da müßte der Exportweltmeister Deutschland schon eine überdimensionale Schippe drauflegen, was aber ziemlich unwahrscheinlich ist, wenn die Kundschaft selbst Klimmzüge am Brotkasten macht.

Vielleicht puscht man ja deswegen mit irrsinnigen Summen trotz „Pandemie“ die Rüstung, um sich auf klassischem Wege einen „Marktvorteil“ zu verschaffen.

Dumm nur, wenn die auserkorenen Gegner selbst mal eine „Leistungsschau unter Praxisbedingungen“ veranstalten.

Was es mit den AFD-Anhängern auf sich haben soll, verstehe ich nicht so ganz.
Ich denke, dass sich viele von den Parteien enttäuschte Bürger nun an die irrige Hoffnung klammern, diese Partei würde mit dem Saustall aufräumen, wenn se erst an der Macht wäre.
Das ist natürlich völlig irrational, weil auch die AFD im neoliberalen Chor mitsingt, aber ich halte überhaupt nichts von dem medial verbreiteten Narrativ, deren Wähler oder gar alle Kritiker der Corona-Maßnahmen seien pauschal rechtslastig und Nazi-affin.

Damit will man sich nur die Legitimation verschaffen, sie nicht in ihrer Kritik wahrnehmen zu müssen.

Gaby
Gaby
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Robbespiere
Ich kann derartigen Umfragen bzw aus den Ergebnissen nichts herauslesen oder ableiten. Mögen sie auch als „repräsentativ“ für uns bezeichnet werden, so fehlt mir bei der Hochrechnung einfach die Beimessung der individuellen Wahrnehmung. Wenn ich 1000 Leute (zb) befrage, bekomme ich eben nur – ausschließlich – deren Meinung. Abgesehen davon haben diese Ergebnisse ja auch noch eine nicht zu verachtende Wirkung auf den Leser (manchmal richtungswirkend auf eine bestimmte Zielgruppe) – was eine erneute Umfrage im Ergebnis wiederum verändert. Ein weiterer Punkt, wie lautet die Fragestellung und welche Antwortmöglichkeiten werden zur Verfügung gestellt.
Ich hatte mal vor Jahren eine Telefonumfrage seitens Forsa, deren Fragestellung lautete:
Wenn morgen BT-Wahl wäre, wen würden Sie wählen?
Antwort A: Sigmar Gabriel
B: Angela Merkel
Meine war: keinen der Genannten.
So hieß es dann : Sie müssen schon einen der beiden wählen.
Damit war die Umfrage für mich beendet. Meine Stimme kam also nicht zur Geltung.

Rudi
Rudi
Reply to  Gaby
1 Jahr zuvor

Ich kann nicht bestreiten, dass diese Umfrage, so wie berichtet, durchgeführt worden ist. Trotzdem ist es nicht ratsam, vom Einzelfall ausgehend auf die Qualität aller Umfragen zu schließen. Das betrifft übrigens jeden Bereich des Erkenntnisgewinns.

David Hume vertrat die Position, dass es eine Induktion im Sinne eines Schlusses auf allgemeine und notwendige Gesetze, der zwingend und erfahrungserweiternd ist, nicht geben kann. (Wikipedia)

Gaby
Gaby
Reply to  Rudi
1 Jahr zuvor

Das eine schließt das andere nicht zwangsläufig und in Gänze aus und Vorsicht ist nunmal die Mutter der Porzellankiste, selbst dann wenn der rosa Elefant im Raum an der Leine eines Tierpflegers ist.

Was ist mit Volksabstimmungen? Was ja im Grunde auch so etwas wie eine Umfrage darstellt, wenngleich sie in der Auswirkung abweicht. Der könnte ich tatsächlich mehr Informationen abgewinnen als einem verschwindend geringen Teil Befragter in bisherigen Umfragen.

Nachtragende edit:
Ich war über mehrere Jahre hinweg in der Liste der „zu befragenden“; bis sie mich gestrichen haben, weil ich ständig aus der Wertung fiel.
Einsame Revolutionäre werden entsorgt😉

Last edited 1 Jahr zuvor by Gaby
ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Gaby
1 Jahr zuvor

@Gaby
Das ging mir auch mal so mit ner Befragung zum Konsumverhalten…da war ich ruckzuck draussen als ich bei der Frage nach dem Auto, das ich besitze wahrheitsgemäss antwortete: Citroen AK 400 Baujahr 1973! ( Kastenente)
Und ja…das ist mein Alltagsauto, kein Liebhaber Oldie..

Und andere Dinge bis hin zum alten DDR Küchenmixer funktionieren gut und sind leicht reparierbar…also war ich raus aus der Befragung! Fand ich geil!

Rudi
Rudi
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

…ich halte überhaupt nichts von dem medial verbreiteten Narrativ, deren Wähler oder gar alle Kritiker der Corona-Maßnahmen seien pauschal rechtslastig und Nazi-affin.

Das habe ich nicht behauptet. Man sollte jedoch nicht darüber hinwegsehen, dass die AfD sich als einzige Partei darstellt, die gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung agiert. Und diese Partei bringt derzeit mindestens 10 Prozent Wählerpotenzial mit. Das sollte in die eigenen Überlegungen einbezogen werden. Darüber hinaus gibt es ein politisch adäquates intellektuelles Umfeld, wie etwa die Achse des Guten, die rechte Publizisten um sich versammelt, die in die Gesellschaft hineinwirken. Dort ist unter der Überschrift „Das Leben ist gesünder als die Coronahysterie“ zu lesen, dass alle Maßnahmen gegen das Covid-19-Virus sinnlos seien:

Obwohl es doch gegen einen Erreger, der sich durch die Luft verbreitet, gar keinen Schutz gibt. Es sei denn, man stellt das Atmen ganz ein. Alle denkbaren Maßnahmen unterhalb dieser Schwelle werden das Virus nicht aufhalten und seine Existenz nicht beenden. Das Geflecht gegenseitiger Abhängigkeiten in einem modernen, dichtbesiedelten und arbeitsteilig organisierten Gemeinwesen macht eine umfassende Separation der Menschen voneinander unmöglich. Veranstaltungs- und Dienstleistungsverbote in Kombination mit der Schließung vieler Geschäfte sind schlicht überflüssig angesichts weiterhin unvermeidbarer Begegnungen in Supermärkten, am Arbeitsplatz, in Ausbildungsstätten oder in den Massentransportmitteln des öffentlichen Verkehrs. Kontaktbegrenzungen im öffentlichen wie privaten Raum verhindern Zusammenkünfte mit Nachbarn und Bekannten, Freunden und Familienangehörigen nicht, sie fragmentieren sie nur. Man trifft sich halt nicht mehr zur gleichen Zeit am selben Fleck, sondern nacheinander an unterschiedlichen Orten. […] Die Vorstellung, molekularbiologische Prozesse mit Mindestabständen oder gar Stofflappen vor Mund und Nase beeinflussen zu können, belegt nur einen Mangel an Verständnis für den Charakter des Problems.

Es genügt keinesfalls darauf zu verweisen, man sei ja von der Argumentation der rechtslastigen Corona-Kritiker weit entfernt, weil sie ein neoliberales Wirtschaftsmodell verfolgen. Das erscheint mir eher ein Hilfsargument zu sein, um Distanz herzustellen, die jedoch in der Einschätzung der Wirkung des Virus in diesem Fall wenig Relevanz besitzt. 

Last edited 1 Jahr zuvor by Rudi
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi
1 Jahr zuvor

@Rudi

Das habe ich nicht behauptet. Man sollte jedoch nicht darüber hinwegsehen, dass die AfD sich als einzige Partei darstellt, die gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung agiert. Und diese Partei bringt derzeit mindestens 10 Prozent Wählerpotenzial mit. Das sollte in die eigenen Überlegungen einbezogen werden.

Als informierter und kritischer Bürger weiß man aber auch, dass die AFD jedwede Position vertritt, die ihr bei leichtgläubigen Zeitgenossen Wählerstimmen einbringt, ohne von inneren Überzeugungen belastet zu sein.

Es genügt keinesfalls darauf zu verweisen, man sei ja von der Argumentation der rechtslastigen Corona-Kritiker weit entfernt, weil sie ein neoliberales Wirtschaftsmodell verfolgen. Das erscheint mir eher ein Hilfsargument zu sein, um Distanz herzustellen, die jedoch in der Einschätzung der Wirkung des Virus in diesem Fall wenig Relevanz besitzt.

„Rechtslastige Corona-Kritiker“ ist eine Zuschreibung, die ich so nicht teile.
Das entspricht dem Narrativ von Politik und Medien, ist aber in ihrer Pauschalität wodurch belegt?
Ich bin nicht der Meinung, dass frundsätzlich Alles, was von der AFD bzw. deren Anhängern au Asussagen kommt, per se falsch ist.
Falsch ist der Kontext, in den diese Aussagen gestellt werden.
Ich selbst habe schon manch heiße Diskussion mit Freunden, die der AFD oder diesem Hugenotten-Arsch Sarrazin applaudierten, ausgefochten, weil die schlicht zu bequem waren, sich mit der Migrationsthematik sachlich auseinander zu setzen, was deren Ursachen angeht.
Das heißt aber nicht, dass Massen-Migration kein Problem an sich wäre.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Rudi
1 Jahr zuvor

@Rudi

Als Spekulation kann man so stehen lassen, klinkt plausibel.

Nur sollte man nicht so naiv sein, Umfragen die von Medien bezahlt und von Instituten durchgeführt werden, die eindeutig parteiisch sind zu vertrauen, oder gar Maßnahmen durch diese legitimieren zu lassen.

Im übrigen ist es egal ob die Schafe etwas gut oder schlecht finden, es kann trotzdem verfassungswidrig sein.

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Moin Heldentasse,

das beruhigt mich enorm, danke schön. Dennoch ist es gut zu sehen, was uns so vorgesetzt und wohl auch von vielen geglaubt wird.

LG

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Hallo Pen, Anlass zur Beruhigung sehe ich leider nicht, weil Propaganda nie wahrhaftig sein kann, und die MSM sich schämen sollten. Denn deren Aufgabe als 4. Gewalt ist es die anderen so kontrollieren, aber sie machen sich zu einem willfährigen Instrument der Macht. LG

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Moin Heldentasse,

beruhigend finde ich hier, daß ich mich geirrt habe, indem ich vorübergehend der MS Propaganda aufgesessen bin.

Dem Lockdownteam aber traue ich nicht mehr über den Weg und fürchte, die werden sich nie wieder von dem Virus trennen.

https://m.youtube.com/watch?v=pJAF5nlKSdw

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Leselotte
Leselotte
1 Jahr zuvor

Bei Dave Brych eingesammelt, aufgenommen in Schneeberg; irre.

Polizei kämpft gegen Schneemänner – die Schneemänner gewinnen
https://www.youtube.com/watch?v=VaQZcj5Ahho
Am 10.01.2021,Tagessau, 5 Minuten

Brian
Brian
1 Jahr zuvor

Mal ganz bewusst nicht konkret mit dem Thema im Zusammenhang, aber im allgemeinen Kontext durchaus passend – wie ich finde – hier ein Zitat von Richard Tarnas : „Stell Dir vor, Du bist das Universum. Ein tiefgründiges, schönes, beseeltes Universum.
Und Du wirst umworben von einem Freier. Würdest Du diesem Interessenten Dein tiefstes Geheimnis offenbaren – das bedeutet seiner Methode, seiner Erkenntnisweise -,
sofern er sich Dir nähert, als wärst Du unbewusst, als fehlte es Dir an Intelligenz oder Sinn, und würdest angesehen als minderwertiger als er selber? Ein Freier, der sich auf Dich bezieht, als würde es Dich nur dafür geben, um durch ihn ausgebeutet zu werden
und für seine Eigenentwicklung und Selbstdarstellung da zu sein ? Noch dazu, wenn seine Motivation, Dir zu begegnen, getrieben wird von einem Wunsch nach Vorhersage,
Kontrolle, Eigenoptimierung ? Oder würdest Du Dein tiefstes Geheimnis jemandem öffnen – das heißt einer Erkenntnisweise und Methode -, der Dich als wenigstens so intelligent, kraft- und geheimnisvoll ansieht, wie sich selber, und der den Wunsch hat, sich mit Dir zu verbinden, damit durch diese Verbindung etwas Neues entstehen kann ?“

Pen
Pen
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

was für eine frage

😉

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Ich glaube Du solltes mal „Der Sternenschöpfer“ von Olaf Stapledon lesen.

Alternativ kann man auch einer Religion beitreten, nur von den Zeugen Coronas sollte man die Finger lassen!

Rudi
Rudi
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

…nur von den Zeugen Coronas sollte man die Finger lassen!

Ich bin jetzt mal unfair. Ich lernte diesen Begriff von dir: Zeugen Coronas. Irgendwie scheine ich dazuzugehören. Ebenso das im Bundestag vertretene Parteienspektrum. Allerdings mit einer Ausnahme. Die AfD kannst du nicht in deinen Sack der Zeugen Coronas stecken, da sie die vermainstreamte Corona-Politik grundsätzlich ablehnt. Wo hast du jetzt deine Finger?

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Rudi
1 Jahr zuvor

Meine Finger habe ich immer auf der Bettdecke. 😛

Ich glaube auch nicht, dass Du zu den Zeugen Coronas gehörst, denn Du redest und diskutierst ja noch mit Menschen die womöglich eine andere Position zum Corona MS haben.

Mit der AfD scheint mir das nur so weit zu tun zu haben, dass ich den Eindruck habe auch diese Partei hält sich nicht an das, was man als demokratischen Diskurs bezeichnen kann. Es sind politische Rattenfänger, und damit „out of order“.

Fazit: Nicht die Position ist wichtig, sonder der faire Austausch der Meinungen, und die Findung eines Konzens.

Brian
Brian
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Seltsame Entgegnung…
Ich glaube, Du solltest mal raus in die Natur gehen 🙂

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Raus gehen geht nicht, war haben gleich Ausgangssperre. 😉

Ansonsten habe ich Dich falsch interpretiert, ich dachte es ginge um den Sinn des großen und ganzen, von wegen „Stell Dir vor, Du bist das Universum.“.

Brian
Brian
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Mist, hatte ich vergessen…;-)
Nein, ich dachte, das wäre offensichtlich, daß es dabei um die Menschheit geht,
die sich genauso benimmt, häufig arrogant und ignorant und immer wieder glaubend, sie hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen und dies jedem, der es
nicht wissen will, mit unglaublicher Impertinenz auf’s Auge drückt. Die wenig Sinn für das Schöne (z.B. die Natur, echte menschliche Begegnungen, wirkliche
Kreativität, etc.) hat, aber extrem viel Energie ins Kaputt-machen (in vielerlei
Hinsicht) investiert.
Aber schön, daß wir drüber ‚gesprochen‘ haben 🙂

Pen
Pen
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

gelöscht

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen