Schuldhaft erkrankt

In der Corona-Krise erlebt ein Affekt eine Renaissance: Kranken Schuld anzudichten. Dass diese hysterische Einschätzung von denen forciert wird, die auf wissenschaftlicher Grundlage pandemische Vernunftwesen sein wolle, irritiert auf den ersten Blick durchaus.

Die Fallzahlen steigen an. Warum? Wegen vermehrter Testungen? Diese Antwort gilt nicht: Sie ist zu sachlich. Sie steigen an, weil wir uns alle nicht streng genug an Hygieneregeln gehalten haben. Zu wenig Abstand genommen, die Maske nicht tief genug ins Gesicht gezogen haben. Wir haben uns zu wenig die Hände gewaschen und zu nachlässig desinfiziert. So wird das jedenfalls Tag für Tag kommuniziert. Zwischen den Zeilen liest man also mit: Dass es mehr, ja überhaupt Infizierte gibt, das ist unsere Schuld. Konklusion daraus: Wer krank ist, hat selber schuld. Dass Infizierte nicht bindend Erkrankte sind, schenken wir uns mal – Teile jener Wahrheit könnte uns nur verunsichern.

Davon waren wir weitestgehend abgekommen, wir hatten Krankheit als Schicksalsschlag und Ungerechtigkeit begriffen. Bis Corona über uns kam. Sicher, Arbeitgeber hatten auch vorher schon die Tendenz dazu, neuerliche Tage der Arbeitsunfähigkeit in den Verantwortungsbereich ihrer Angestellten überzuleiten. Und Gesundheitspolitiker haben immer wieder mal angeregt, unverantwortliches Verhalten in die Verantwortung zu nehmen. Fußballspielen etwa – oder Dicksein. Aber gesellschaftlich tickte kaum noch jemand nach dem theokratischen Muster, wonach Krankheit Beleg für auf sich geladene Schuld ist.

Krankheit und Schuld

Warum muss ausgerechnet mir das passieren? Eine Frage, die sich jeder, der schwerer erkrankt ist, vermutlich mal gestellt hat. In ihr schwingt mit, dass es einen Sinn hinter dem Umstand gibt, erkrankt zu sein. Eine Kausalkette, die erklärt, weswegen ausgerechnet ich jetzt damit zu kämpfen habe. Ohne gottesfürchtig sein zu müssen, inkludiert diese Fragestellung etwas, wovon wir gesellschaftlich abgekommen sind: Der Krankheit, besser gesagt dem Erkranken, ein Motiv zu verleihen. Es muss doch schließlich einen Grund haben, oder nicht? Man kann keinem Kranken einen Vorwurf machen, wenn er sich diese Frage stellt – gesellschaftlich ist sie jedoch nicht zielführend, sie wäre es nur, wenn wir ein Krankheitskonzept pflegten, das denen unserer Vorfahren nahekommt.

Im Mittelalter war die Krankheit an ein transzendentes Motiv geknüpft. Nämlich an Gott. Sein Wille geschehe. Und er geschah oft. Eigentlich immer. Das Schicksal war seine Spielwiese; die Zukunft des Menschen war nicht offen, sie wurde gelenkt. Insofern war Krankheit, wenn sie denn auftrat, eine Strafe Gottes. Die Menschen waren durchaus nicht so häufig krank wie heute – nicht weil sie etwa gesünder lebten, sie starben, bevor es zu signifikanten Krankheitsverläufen kam. Wenn sie dann wirklich erkrankten, war klar: Hier straft Gott.

Weswegen? Man musste nur genau hinschauen und hinterfragen, dann fand man schon etwas. Der Erkrankte selbst haderte nicht mit dem Schicksal, er forschte, warum ihn der Herr so bitter bestraft hat. Da jeder mindestens eine Leiche im Keller hat, verfing dieses Konzept durchaus. Ob nun ein außereheliches Stelldichein mit der Magd des Nachbarn oder ein kleiner Betrug beim Zehnten: Als Sünder, der der Christenmensch per se ist, war man immer für eine Krankheit vorherbestimmt. Die Sünde und die Erkrankung waren insofern ganz logische Entitäten des Krankheitskonzept jener dunklen Jahre.

Wahlweise sprachen die Scholastiker bei der Krankheit auch von der Prüfung Gottes. Wenn man so will: Als Weiterführung des Grundkonzepts. Denn die Prüfung konnte man als Bewährung verstehen. Der schuldhaft Erkrankte wusste ja selbst am besten, was er ausgefressen hatte. Nun aber gibt ihm der Herr eine Chance. Wenn er bußfertig genug ist, kann er wieder genesen. So Gott will. Er kann aber auch bußfertig sein und dennoch sterben, weil ihn Gott dann zu sich holt. Die Wege der Scholastik waren da so unergründlich wie jene des Herrn.

Gottes Wille vs. wissenschaftlich verifiziert

Bei Massenerkrankungen indes konnte diese Logik vom Einzelnen auch auf die gesamte Gemeinschaft umgemünzt werden. Ein Dorf, das den Pocken anheimfiel, das durch die Pest dezimiert wurde, war nicht etwa als mitleidserweckender Ort zu betrachten. Dort rächte sich, dass man sich von einem gottgefälligem Leben abgewandt hat.

Heute ist uns Krankheit in ihrer Materie erklärbar. Jedenfalls in den meisten Fällen. Sie erklärt sich aus Lebensumständen, falscher Lebensführung oder genetischer Veranlagung. Wir wissen, wie Bakterien wirken, Viren schleudern oder Überträger arbeiten. Ideell können wir sie uns aber nicht erklären. Welcher Sinn dahintersteckt, bleibt fraglich – vermutlich auch, weil es keinen solchen höheren Sinn gibt. Unser Krankheitskonzept ist ein rein mechanisches, wenn man so will. Eines, das sich von den Sinnstiftungsideen vergangener Zeiten gelöst hat. Und damit auch von etwaigen Schuldkomplexen.

Eigentlich. In den letzten Monaten hat sich das modifiziert. Auch in unsere wissenschaftlich-mechanische Krankheitsbetrachtung hat sich die Schuld neu eingeschlichen. Eine Schuld ohne Gott. Und eine Strafe, die ohne ihn wirkt. Die Rolle, die ehemals ein Gott einnahm, wird nun von der Wissenschaftlichkeit erfüllt. Wer sich jetzt nicht strikt an die Hygieneregeln hält – und das immer, überall und ganz besonders lückenlos -, dem zürnt die Krankheit. Sie kommt nicht mal über ihn selbst, sondern auch über seine Mitmenschen. Wer das so handhabt, der ist schuldig. Wem die Nase aus der Maske lugt, der trägt Schuld auf seinem Nasenrücken. Der fördert die Erkrankung aller. Auch seine – sein Körper fungiert ja quasi als Waffe. Wer selbst erkrankt, so schimmert durch, habe die Maßnahmen nicht richtig eingehalten.

Mit der allgemeinen Rückkehr der Schuld in Fragen der Gesundheit, legt man einen eklatanten Rückschritt aufs Parkett. Es ist nichts anderes, als die hysterischen Affekte unaufgeklärter Glaubensgesellschaften auf moderne Wissenschaftsgesellschaften zu übertragen. Was an sich nicht zusammenzupassen schien, erlebt dieser Tage eine durch Hysterie und Überspanntheit bedingte kuriose Mesalliance. Und das ist wirklich krank …

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niki
niki
17. September 2020 7:57

Es kommt jetzt schon der allgemeine Tenor auf:
„Die haben bestimmt gefeiert, oder mindestens die Maske nicht richtig getragen!
Das macht man nicht! Die Strafe ist richtig! Mögen sie darben!“

Willkommen im neuem Puritanismus! (kotz….)

Last edited 1 Tag zuvor by niki
Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  niki
17. September 2020 8:18

Wo bitte ist das allgemeiner Tenor? Ich höre Radio, lese Zeitung und verfolge verschiedene Internet-Nachrichtenportale. Nirgendwo dort ist das „allgemeiner Tenor“!

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Drunter & Drüber
17. September 2020 8:55

Tja, lieber Druff & Dewidder,

ab und zu gehen wir auch noch in der nicht-virtuellen Welt spazieren…und da hört man oft , z.B. in der Warteschlange vorm Bäcker auch Gespräche mit! Leider sind die meisten Leute so paranoid drauf und schimpfen auf die Auslandsurlauber etc.
Ich habe nie Musik mit Ohrstöpseln gehört…aber ich glaube, das fang ich bald an…Maulkorb, Ohrstöpsel mit fetter Rockmukke und ne dunkle Sonnenbrille…dann ist das Elend um einen rum halbwegs ausgeblendet.

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  ChrissieR
17. September 2020 9:23

Der Punkt könnte fast an Sie gehen, denn ich kaufe meine frischen Brötchen immer bei Amazon. Allerdings achte ich dabei darauf, nur welche mit Bestbewertung zu erwerben. Man gönnt sich ja sonst nichts. Beim Bäcker sind mir die Leute zu miesepetrig!

Pen
Pen
Reply to  ChrissieR
17. September 2020 14:03

Unsere gnädigste Durchlaucht ist wohl das, was mein einen Scharlatan nennt. Nach mehreren Versuchen, ihre Kommentare zu verstehen, bin ich dahinter gekommen, daß dahinter nichts ist.

Last edited 1 Tag zuvor by Pen
Das „Arschloch“
Das „Arschloch“
Reply to  Pen
18. September 2020 7:52

Unsere gnädigste Durchlaucht ist wohl das, was mein einen Scharlatan nennt.

Darum harmonieren doch Roberto „die Schaffnermütze“ Lapuente und sein Groupie ChrissieR so süß. Obwohl ihm ihre Verehrung etwas peinlich ist…

Pen
Pen
Reply to  Das „Arschloch“
18. September 2020 9:51

Was, bitte, hat das mit ihrer durchlauchten Verklemmtheit ‚Druff & Dewidder‘ zu tun?

Die Dame schickt nun wohl erstmal ihre Trollarmée los.

Last edited 14 Stunden zuvor by Pen
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Das „Arschloch“
18. September 2020 11:37

@Das „Arschloch“

So gefällt mir das.

Keine faulen Kompromisse eingehen bei der Wahl des Nicks.

niki
niki
Reply to  Drunter & Drüber
17. September 2020 20:36

Eigentlich könnte man fragen: Taub und blind?
Glaube ich aber nicht… Sondern eher ignorant und abgehoben…!

Pen
Pen
17. September 2020 10:15

Guter Artikel, Roberto, danke dafür. Die Verbindung zum Mittelalter ist uns allen klar. Wer arm ist, hat selbst Schuld. Wer krank ist, macht etwas falsch. Sünder sind wir allemal. Calvin und Luther, die beiden größten Hasser der Religionsgeschichte lassen grüßen. Zweitausend Jahre Christentum haben den Boden für die Coronapolitik bereitet.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Pen
17. September 2020 10:21

Morsche!
Da halte ich es mit dem fliegenden Spaghettimonster:“ esst mehr Nudeln!“
In Ewigkeit, Ramen!
Grüsse von der Pastafari-Chrissie, die grade probiert, als Maskenersatz etwas vom übrigen Klopapier als Gesichtsschleier ans Nudelsieb zu bappen…

Pen
Pen
Reply to  ChrissieR
17. September 2020 10:55

Lol*

Nicht unterkriegen lassen!

🙂

Last edited 1 Tag zuvor by Pen
Rudi
Rudi
17. September 2020 11:59

Ein weiteres Beispiel sind die multiresistenten Keime, die in Krankenhäusern auftreten. Je nachdem, wer die Schätzung abgibt, sind pro Jahr zwischen 20.000 und 35.000 Sterbefälle zu verzeichnen. Auf jeden Fall deutlich mehr als bisher an oder mit Covid-19 verstorben sind. Eigentlich ist es Aufgabe der Regierung, durch entsprechende Hygienemaßnahmen, die die Krankenhäuser zu vollziehen haben, Abhilfe zu schaffen. Stattdessen findet man beispielsweise bei der Technikerkrankenkasse Appelle an die potenziellen Patienten, was sie bei einer Hospitaleinweisung tun müssten, um sich vor multirestistenten Keimen zu schützen. So u.a.: Desinfizieren auch Sie sich die Hände und bitten Sie auch Ihren Besuch, dies zu… Weiterlesen »

Last edited 1 Tag zuvor by Rudi
Pen
Pen
Reply to  Rudi
17. September 2020 15:39

Hat alles mit der Sparpolitik zu zun. Die wenigen, unterbezahlten Pflegekräfte haben gar keine Zeit mehr, sich gründlich die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Wollte nicht Bertelsmann noch mehr sparen und 800 Krankenhäuser schließen? Man denke an die Grundstücke, die beim Abriß dieser achthundert, von unseren Steuergeldern erbauten Krankhäuser freiwerden, und im Zuge der Umverteilung mit Sicherheit und billig den reichen ein Prozent in den Rachen geworfen werden. Vielleicht hat Liz Mohn sich schon die Grundstücke gesichert, wer weiß denn das? Das zumindest hat die Pandemie, die nie eine war, und auch nie eine sein wird (nicht einmal in… Weiterlesen »

Last edited 14 Stunden zuvor by Pen
franz
franz
Reply to  Rudi
18. September 2020 10:42

Verwaltung ist eh wichtiger, werter Rudi

Atalante
Atalante
17. September 2020 12:06

Danke für den Artikel… So ist es…andererseits ist es nur konsequent, das allgemeine „Wem Unbill (Armut, Lohnerwerbslosigkeit, HartzIV, miese Rente, Krankheit) widerfährt, muss irgendwas falsch gemacht haben!“ Der Arme hat halt „nichts ordentliches gelernt“ oder „nicht genug gemacht“ der HartzIV-Bezieher (analog „der Arbeitslose) „ist faul und dumm und will nicht arbeiten“ (Blöd nur, dass ein gut Teil der HartzIV-Bezieher trotz Arbeit noch Geld vom Staat braucht, aber das wird ausgeblendet, wenn man die Arno Dübels als „typische „HartzIV-Bezieher vorführt) die Armutsrentnerin „hätte sich ja ne besser bezahlte Arbeit suchen können!“ bzw. „hätte ja privat vorsorgen können“ (Wovon? Egal) der Kranke… Weiterlesen »

Last edited 1 Tag zuvor by Atalante
Frust
Frust
17. September 2020 15:51

Und wenn man sich dann noch die Seite der „Bundesministerium für Gesundheit“ anschaut und sieht wie unserer Gesundheit demnächst nur noch von der Digitalisierung abhänging sein wird ( https://www.nutze-deinen-kopf.de/unser-immunsystem-und-das-bundesministerium-fuer-gesundheit/ ), dann kann einem schon Angst und Bange werden.

Es ist nicht vorstellbar das ein Mensch von Geburt bis zu seinem Tod (in Deutschland bei ca. 80 Jahre) nicht krank wird. Krankheit gehört zum Leben dazu.
Natürliche Krankheiten wollen wir auf Teufel komm raus ausmerzen. Aber Zivisilationskrankheiten nehmen wir einfach so ohne weiteres hin.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Frust
17. September 2020 21:34

@Frust Es ist nicht vorstellbar das ein Mensch von Geburt bis zu seinem Tod (in Deutschland bei ca. 80 Jahre) nicht krank wird. Krankheit gehört zum Leben dazu. . Krankheit und Tod gehören zum Leben schlicht dazu. Selbst bei vorbildlicher Lebensführung ist bei rund 120 Lebensjahren einfach der Ofen aus. Man kann mit guter Ernährung, Fitness, niedriger Säuglingssterblichkeit, guter med. Versorgung und ohne Kriege die Lebenserwartung deutlich erhöhen, wie die Veränderungen der Sterbetafeln seit ihrer Einführung Ende 19. Jhd. zeigen, aber eben nicht unbegrenzt. Wo sollten denn <uch unsere Nachkommen leben, wenn wir uns weigern, zu gehen? Natürliche Krankheiten wollen… Weiterlesen »

Frust
Reply to  Robbespiere
18. September 2020 11:39

Das sehe ich genauso dass es nur um Profitmaximierung geht, denn wir leben nun einmal im Kapitalismus. Es ist anscheinend einfach nicht denkbar das ein Gesundheitsminister daran gemessen wird dass die Gesundheitsausgaben sinken, und zwar nicht durch Einsparungen sondern dadurch das es den Menschen besser geht. Das System würde kollabieren. Wer ist wir? Eigentlich sind das doch fast alle. Denn die meisten arbeiten zwar nicht irgendwie daran Krankheiten auszurotten, aber fast alle haben diesen Wunsch. Krankeiten gehören, genauso wie der Tod, zum Leben. Aber das wird leider so gut wie nicht mehr akzeptiert. Wollen wir unser Leben mit Tage füllen… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Frust
18. September 2020 16:01

@Frust Wer ist wir? Eigentlich sind das doch fast alle. Denn die meisten arbeiten zwar nicht irgendwie daran Krankheiten auszurotten, aber fast alle haben diesen Wunsch. Aber nur „fast“ Alle. Manch einer bekommt doch das Gefühl, dass sinnloser Konsum mehr Leben raubt als spendet und wenn du dann auf die Suche gehst, dich mit Zen-Buddhismus, Psychologie in Richtung Wilhelm Reich ( z.B. in seinem Werk Charakteranalyse ) beschäftigst oder dir ein Buch mit dem Titel “ Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ von Jean Liedloff in die Hände fällt, dann entsteht der Hauch einer Ahnung, wie gräßlich verbogen die… Weiterlesen »

Pen
Pen
Reply to  Frust
18. September 2020 11:07

In Spanien wurde zueerst die rigorose Maskenpflicht eingeführt. Trotzdem gibt es dort die meisten Corona Fälle.

https://www.heise.de/tp/features/Madrid-Coronavirus-Hauptstadt-in-Europa-4904377.html

„Mitte Juli wurde in den grossen spanischen Staedten die allgegenwaertige Maskenpflicht eingefuerht, selbst auf der Strasse wenn sonst niemand dort ist. Und die Polizei tritt hart auf, wie aus einigen clips ersichtlich. Aber mit der Einfuehrung der Maskenpflicht sind die Zahlen erst richtig nach oben geschossen, naemlich ab Ende Juli und im August..“

https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Madrid-Coronavirus-Hauptstadt-in-Europa/Mundmasken-scheinen-die-Zahlen-in-die-Hoehe-zu-trieben/posting-37443176/show/

Frust
Reply to  Pen
18. September 2020 11:44

In Spanien gab es ja auch mit die massivsten Ausgangssperren.
Vielleicht fehlt den Menschen deshalb eine gewisse Herdenimmunität und vielleicht wurde dadurch auch dem Immunssystem nicht die Möglichkeit gegeben sich nach den Wintermonaten wieder zu generien.

Wenn man dem Organismus keine Möglichkeit gibt, Viren und Bakterien kennen zu lernen, wie soll er dann damit umgehen können?

Pen
Pen
Reply to  Frust
18. September 2020 17:53

Das denke ich auch, denn Viren und Bakterien gehören zu unseren lebensnotwendigen Bausteinen. Ich bin überzeugt, daß mindestens 80% oder mehr von uns das Virus in sich tragen, so wie wir auch jedes Jahr die saisonalen Grippeviren in uns haben, mit denen unser Immunsystem fertig wird. Die Fälle, wo die Krankheit tatsächlich ausbricht, sind auf Ältere, Vorerkrankte oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem beschränkt. Deswegen sind die Tests so idiotisch, weil sei nichts über die Zahl der Erkrankten aussagen. Man bedenke, daß die Experten anfangs sogar dagegen waren, die Covid Toten zu obduzieren. Es wurde in Hamburg trotzdem gemacht, und… Weiterlesen »

Last edited 7 Stunden zuvor by Pen
Sukram71
Sukram71
18. September 2020 12:20

Bloß weil sich an der Schlange vorm Bäcker irgendwelche Quasseltanten oder Hauswarte über evtl. unvernünftige Urlauber das Maul zerreißen, bedeutet das nicht, dass den SARS-CoV-2 Erkrankten die Schuld gegeben wird. Das Virus ist schließlich über die Luft übertragbar.

Selbst Aids-Kranke bekommen keine Schuld und davor kann man sich wirklich schützen und HIV bekommt man (im Gegensatz zu Corona) auch nicht vom Händchen-halten.

Ansonsten spielen die Anzahl der SARS-CoV-2 Infizierten und Covid19-Erkrankten erstmal keine Rolle, um die Masken, Abstand halten und Hände waschen beizubehalten. Das sind *vorbeugende* Maßnahmen, mit Blick aufs Ausland und den kommenden Winter.

Last edited 12 Stunden zuvor by Sukram71
Frust
Reply to  Sukram71
18. September 2020 15:11

Tut mir leid aber diese Argumentation kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Ich soll also jetzt im September eine Maske tragen, als vorbeugende Maßnahme für den kommenden Winter? Und bleibt das dann auf den kommenden Winter beschränkt oder gilt das für alle kommenden Winter bis 2030?
Und von wann bis wann im Jahr geht dann immer diese vorbeugende Massnahme? Von Mai bis Oktober oder Juni bis September?

Ceryk
Ceryk
Reply to  Frust
18. September 2020 15:31

^^
Du hast es schon ganz richtig erkannt: waehrend der Grippesaison sollen wir die als aktiven Schutz (den sie nicht bieten^^) vor der (praktisch nicht vorhandenen^^) aktuellen Welle tragen und in den Sommermonaten dann als vorbeugende Massnahme…^^
Frei nach Tolkien:

Eine Maske sie zu knechten,
damit sie sich winden,
in den Wahnsinn zu treiben
und ewig zu schinden.
Im Lande der Deutschen, wo die Wielers drohen.

Last edited 9 Stunden zuvor by Ceryk
Sukram71
Sukram71
Reply to  Frust
18. September 2020 16:02

Frust, zum einen entwickeln sich die Zahlen auch jetzt und besonders in den Nachbarländern nach oben und zum anderen kann man solche Maßnahmen nicht im Monatswechsel ein- und ausschalten, wie ne Glühbirne.

Wann die beendet werden können, würde mich auch interessieren. Irgendwann gibt es vielleicht Schnelltests, Heilung und Impfung.

Last edited 9 Stunden zuvor by Sukram71
horst2
horst2
Reply to  Sukram71
18. September 2020 16:12

Irgendwann gibt es vielleicht Schnelltests, Heilung und Impfung.

Für dich gibt es keine Heilung mehr. Lass die Hoffnung einfach fahren. 😉

Ceryk
Ceryk
18. September 2020 14:05

@ Roberto: Im Mittelalter […] Hier straft Gott. 1.Wirklich nur im Mittelalter? Ich fuerchte, dass die Zivilisationsdecke doch erheblich duenner ist, als du denkst. Ich kann mich noch gut an die 80er und das Aufkommen von Aids erinnern. Damals war auch hierzulande aus der erzkonservativen Ecke zu vernehmen, dass das die gerechte Strafe Gottes fuer die Suende des Schwulseins sei. Gerade, wenn man nicht in ner Grossstadt lebte, sondern wie zB ich im schwarzen Sauerland, kam man garnicht umhin solcherart mittelalterliches Denken gerade bei aelteren Semestern im Bekannten- und Verwanntenkreis, zu hoeren zu bekommen. 2.Wir hinken den Amis bei aktuellen… Weiterlesen »

Sukram71
Sukram71
Reply to  Ceryk
18. September 2020 14:38

Also seit 1980 hat sich die Gesellschaft wirklich weiterentwickelt.

Aber wie die Corona-Maßnahmen aussehen würden, wenn nicht hauptsächlich ältere CDU/CSU- und SPD-Wähler, sondern in erster Linie junge Leute zwischen 20 und 30 von Corona gefährdet wären, möchte ich lieber nicht wissen… ☺️

Last edited 10 Stunden zuvor by Sukram71
Ceryk
Ceryk
Reply to  Sukram71
18. September 2020 15:16

Also seit 1980 hat sich die Gesellschaft wirklich weiterentwickelt. Entwickelt hat sie sich zweifelsohne, aber ob man auch von einer „Weiterentwicklung“ sprechen kann, da hab ich echte Zweifel. Ich wuerde naemlich die stattgefundene Umwandlung einer ehemals „sozialen Marktwirtschaft“, die diesen Namen auch wirklich verdiente, in eine neoliberal gepraegte „marktkonforme Demokratie“ mit allen seinen Folgeerscheinungen jetzt nicht unbedingt als „Fortschritt“ betrachten, sondern als beginnenden Rueckfall in teilweise vorindustrielle Zustaende. Und nur mal so am Rande: wie bereits weiter oben schon angedeutet, entspricht der neoliberale Backslash ja durchaus dem calvinistisch/evangelikalen Glauben der erzkonservativen Biblebeltler – mit anderen Worten: die Erzkonservativen sind seit… Weiterlesen »

Last edited 9 Stunden zuvor by Ceryk
Sukram71
Sukram71
Reply to  Ceryk
18. September 2020 16:05

Ceryk, oder es gäbe sehr strenge Maßnahmen für alle unter 40 und Ältere wären davon ausgenommen, weil es wichtige Wählergruppen sind. 🤣

Konservative lieben es, für andere bzw. jüngere strenge Regeln aufzustellen und zu überwachen, weil sie es aufgrund ihres Alters angeblich besser wissen.

Last edited 8 Stunden zuvor by Sukram71
Ceryk
Ceryk
Reply to  Sukram71
18. September 2020 16:34

Sukram, das ist jetzt das allererste Mal, dass ein Kommentar von dir sich ein + von mir verdient hat…^^

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Ceryk
18. September 2020 16:46

Guude, Ceryk,

das glaub ich nicht unbedingt…viele junge Leute glauben den Corona-Scheiss, für meine 31 jahre alte Tochter bin ich ja auch ne VTlerin…
Eine Jugend, die nie ohne Helm Fahrrad gefahren und nie ein Auto ohne ABS und anderem Airbäxmist gefahren hat ….hat dermassen Schiss vor dem wahren Leben, dass sie nur noch den Gott Sicherheit anbetet.

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Ceryk
18. September 2020 16:54

@Ceryk Ich denke Sie sind viel zu pessimistisch für die Zukunft und sehen die Vergangenheit zu rosarot. Die neoliberale Idee von mehr Wettbewerb und weniger Staat hatte ihren Höhepunkt vielleicht vor 20 Jahren und verliert seitdem ihren Einfluß in der Politik. Neoliberale Initiativen aus der Schröder-Aera werde teilweise wieder zurückgedreht. Private Rentenversicherung (Riester) – bedeutungslos; Privatisierung der Bahn – vom Tisch; Mindestlohn – eingeführt. Der Verkauf von kommunalen (öffentlichen) Eigentum wie Immobilien, Wasserwerken oder Stadtwerken wurde gestoppt und wird teilweise wieder rückgängig gemacht. Auch die Zahl der privaten Krankenversicherten geht massive zurück und auch Gutverdiener und Beamten bleiben in der… Weiterlesen »

Last edited 8 Stunden zuvor by Detlef Schulze
Ceryk
Ceryk
Reply to  Detlef Schulze
18. September 2020 17:51

Puhh… Ziemlich harter Tobak, den du hier von dir gibst, Detlef. Deine These Die neoliberale Idee von mehr Wettbewerb und weniger Staat hatte ihren Höhepunkt vielleicht vor 20 Jahren und verliert seitdem ihren Einfluß in der Politik. kann ich nicht im Entferntesten teilen. – Zu dem Zurueckdrehen der schroederschen neoliberalen Initiativen kann ich wenig sagen, wenn du da keine Beispiele fuer anfuehrst, halte sie, falls es sie wirklich gibt, fuer eher marginal – Riester mag wirkungs- und sinnlos sein – bedeutungslos aber mit Sicherheit nicht – nach wie vor wird die gesetzliche Rente kaputt gemacht und die private Vorsorge propagiert,… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Detlef Schulze
18. September 2020 18:26

@Detlef Schulze Die neoliberale Idee von mehr Wettbewerb und weniger Staat hatte ihren Höhepunkt vielleicht vor 20 Jahren und verliert seitdem ihren Einfluß in der Politik. Neoliberale Initiativen aus der Schröder-Aera werde teilweise wieder zurückgedreht. Private Rentenversicherung (Riester) – bedeutungslos; Privatisierung der Bahn – vom Tisch; Mindestlohn – eingeführt. Der Verkauf von kommunalen (öffentlichen) Eigentum wie Immobilien, Wasserwerken oder Stadtwerken wurde gestoppt und wird teilweise wieder rückgängig gemacht. Auch die Zahl der privaten Krankenversicherten geht massive zurück und auch Gutverdiener und Beamten bleiben in der gesetzlichen Krankenversicherung. Glaubst du tatsächlich, was du da schreibst?????? Welche neoliberalen Initiativen der Schröder-Ära wurden… Weiterlesen »

franz
franz
Reply to  Robbespiere
18. September 2020 22:04

Es gibt kein Gemeinwesen namens Staat

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Robbespiere
18. September 2020 22:20

@Ceryk und @Rob Was ich beschrieb war mein Bauch-Gefühl mit Beispielen unterlegt. Unter Schröder gab es wohl den Hoehepunkt des Sozialstaatsabbaus, der aber natuerlich bereits unter Kohl begann. Seitdem hat er sich aber nicht gross fortgesetzt. Oder welche einschneidenden Initiativen, wie Agenda 2010, oder die Privatisierung großer Staatskonzerne wie die Post oder die Telekom gab es denn in den letzten 15 Jahren? Welche neoliberalen Initiativen der Schröder-Ära wurden denn wieder zurückgedreht? Die habe ich doch oben genannt: Bahn-Privatisierung z.B. Das Auseinanderdriften zwischen den Reichen und Armen verläuft auch wesentlich langsamer als noch vor 20 Jahren. In manchen Metriken ist die… Weiterlesen »

Last edited 2 Stunden zuvor by Detlef Schulze
Ceryk
Ceryk
Reply to  Roberto J. De Lapuente
18. September 2020 15:43

😀 😀 😀

horst2
horst2
Reply to  Roberto J. De Lapuente
18. September 2020 15:52

Dummerweise erzielen die Merkel-Trolle trotzdem eine Wirkung. Sie verhindern durch entsprechende Ablenkungsmanöver letztlich gesellschaftlichen Fortschritt. Und der würde zur Erkenntnis führen: Man ist mit Corona auf eine internationale Betrugskampagne hereingefallen. Darum muß sich die Gesellschaft kümmern. Sonst werden wir zukünftig noch primitivere und schlimmere Betrügereien erleben. Rechtsstaatlichkeit hat für unsere „politische Elite“ offensichtlich ohnehin keinen Wert mehr. Die Gesellschaft muß also aktiv werden, bevor die ganze Sache endgültig den Bach runtergeht. Bezahlte Trolle sind ja nur eine Variante in der aktuellen Meinungsmanipulation. Daneben gibt es zwischenzeitlich eine internationale Zensur von wissenschaftlichem Diskurs. Neueste Repressionsvariante: Bankkonten von Querdenken-Aktivisten werden gekündigt. Offensichtlich… Weiterlesen »

Last edited 9 Stunden zuvor by horst2
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  horst2
18. September 2020 16:10

@Horst2

Die Verflechtungen zwischen Finanzwirtschaft/ Wirtschaft und Politik sind bereits sehr engmaschig.

https://hinter-den-schlagzeilen.de/die-ausgehoehlte-demokratie

Man hat also keine Probleme unliebsame, politisch motivierte Akteure von den Finanzierungsströmen fernzuhalten, aber tut so, als sei man nicht in der Lage, z.B. parasitäre Steueroasen auszutrocknen, indem man ihnen den Zugang zum Bankensystem kappt.

Vielleicht sollte Querdenken mal in Panama wg. eines Kontos anklopfen.

Last edited 7 Stunden zuvor by Robbespiere
Sukram71
Sukram71
Reply to  horst2
18. September 2020 16:13

Man ist mit Corona auf eine internationale Betrugskampagne hereingefallen.

Die VT unterscheiden sich vom Land zu Land abhängig von den Todeszahlen, hab ich kürzlich gelesen.

Ländern mit weniger Toten und Kranken redet man in VT-Kreisen eher davon, dass es gar keinen neuen Corona-Virus gibt, so wie hier.

In Ländern mit eher vielen Toten geht das schlecht, da drehen sich die VT eher darum, dass SARS-CoV-2 von den USA oder Bill Gates im Labor gezüchtet wurde… 🙄 😂

Last edited 8 Stunden zuvor by Sukram71
horst2
horst2
Reply to  Sukram71
18. September 2020 16:19

In Ländern mit eher vielen Toten …

Die Millionen von Toten in Afrika etwa? Oder etwa Indien? Der Wirrologe Doofsten hat doch unzählige Tote vorhergesagt. Ja, wo sind die denn?
Du meinst wahrscheinlich die Länder mit den Hirntoten?
Also denjenigen, bei denen der Hirnstrom ausgefallen ist aufgrund von Mainstream-Propaganda.
Das kommt davon, wenn der Ökostrom ausgeht. 😉
Du kannst ja ein Windrad bei dir zu Hause aufstellen. Vielleicht kommst du so wieder an genügend Energie für gesteigerte Hirnaktivität ran.
Ansonsten, gute Besserung.

Last edited 8 Stunden zuvor by horst2
ChrissieR
ChrissieR
Reply to  horst2
18. September 2020 16:50

Hihi…….sein Fähnchen hängt er ja schon so weit in den Wind, dass er dabei heftig ins Rotieren kommt!…😂

Sukram71
Sukram71
Reply to  horst2
18. September 2020 16:16

Dummerweise erzielen die Merkel-Trolle trotzdem eine Wirkung. 

Nicht nur das. Die sind sogar in der Regierung und bestimmen die Politik! 😱

horst2
horst2
Reply to  Sukram71
18. September 2020 16:21

DU bist in der Regierung? Seit wann das denn?
Ich habe es geahnt. Suckram ist Mutti. 😀
Mutti sucks too.

Last edited 8 Stunden zuvor by horst2
Leselotte
Leselotte
18. September 2020 21:46

In Ergänzung zum Video mit Dr. Claus Köhnlein vom 20.03.2020
https://www.youtube.com/watch?v=TzTr_RjtgUk&t=1221s
hier ein neues von heute, das möglicherweise 😀 interessieren könnte:
https://www.youtube.com/watch?v=0JcVglSdQ-c

„[…]“ Ein halbes Jahr nach seinem viral gegangenen Interview über die Epidemie, „die nie da war“, meldet sich Dr. Claus Köhnlein mit neuen brisanten Erkenntnissen zu Wort. Nun geht es um experimentelle WHO-Studien, bei denen Corona-Patienten mit hochtoxischen Mitteln behandelt wurden. Dr. Köhnlein sieht darin die Erklärung für die Übersterblichkeit, die es im April in einigen Ländern gegeben hat. Margarita Bityutski sprach mit ihm über tödliche Überbehandlungen, verwirrte Experten und die gesponserte Pandemie.

horst2
horst2
Reply to  Leselotte
18. September 2020 23:10

Köhnlein hatte für Deutschland vorhergesagt:
Wenn niemand in die Krankenhäuser geht, dann wird es keine erhöhte Sterblichkeit geben.
So kam es. Jetzt geht er weiter seiner These nach, wonach die Übersterblichkeiten durch Fehlbehandlungen stattgefunden haben. Vieles spricht dafür. u.a. die erhöhte Mortalität der Schwarzen in den US deutet auf einen HCQ-Mißbrauch hin. Auch die Intubation muß eine Menge gekillt haben.
=> Fehlbehandlungen und Panikfolgen sind wohl wesentliche Ursachen der Übersterblichkeiten. Daneben scheinen Impfungen in der Grippesaison auch einen Einfluß gehabt zu haben.

Köhnlein for president!

Last edited 2 Stunden zuvor by horst2
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