1984 mit’m Mundschutz

Wonach man sich jetzt sehnt: Eine Corona-App zur Ortung von Infizierten und ihren Angehörigen. Die soll aber anders als jene sein, die in China Verbreitung fand. Rechtsstaatlicher nämlich. Ach ja?

Dass in einem Land, in dem schon zu gesunden Zeiten Datenschutz nicht nur nicht geachtet, sondern auch noch als staatsfeindliche Idee betrachtet wird, jetzt spielend digitale Pandemiekontrolle betrieben werden kann, verwundert eher nicht. In China wird man ohnehin stets durchleuchtet und nach digitalen Ratingparametern kategorisiert, da spielt eine Covid-19-App kaum noch eine Rolle. Dass am Ende jeder Chinese weiß, ob in seiner Nachbarschaft jemand erkrankt ist, gehört da polemisch formuliert zum Lebensgefühl.

Bei uns sieht das anders aus. Seit knapp zwei Jahren hat der Datenschutz eine noch viel größere Rolle in unserer aller Leben eingenommen. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat unser Bewusstsein geprägt, jede Erhebung eines Datenfitzelchens muss seither genehmigt werden. Man hat als Europäer also die Herrschaft über seine individuellen Daten inne. Da mal eben eine Corona-App einzuführen: Das verstößt »gegen alles, woran wir als Verbraucher glauben« – dramatisch und abermals polemisch ausgedrückt. Ein rechtsstaatlicher Gebrauch ist indes gar nicht denkbar.

36 Jahre später: 1984 mit’m Mundschutz

Schon eine ganze Weile her, dass wir in einem Überwachungsstaat angelangt waren. Nein, ich meine jetzt nicht die DDR. Die ist gegen das, was die digitale Überwachung heute zu leisten vermag, ein primitiver Voyeursklub geblieben. Gemeint ist an dieser Stelle Orwells Dystopie. Jene, die er im Jahr 1984 ansiedelte. Der britische Autor konnte sich gar nicht vorstellen, welche Möglichkeiten uns heute zur Verfügung stehen. 36 Jahre nach jener Zeit, die Orwell als Topos wählte, stehen wir im Augenblick vor einem Überwachungsalptraum par excellence.

Die Handydaten zwecks Ortung einfach abgreifen: Davon kamen die Krisenmanager, kam namentlich Jens Spahn, vor einigen Tagen schnell wieder ab. Datenschützer liefen Sturm, was offenbar noch beeindruckte. Aber so eine App: Das wäre doch eine ganz andere Kiste! Da müsste jeder Nutzer ein Häkchen unter die Datenschutzbestimmungen machen und schon ist er einverstanden mit der Nummer. Nicht ganz doof, denn nach diesem Prinzip funktioniert die DSGVO ja auch – sie schützt ja an sich wenig, verlangt aber viel Einverständnis um Rechtssicherheit herzustellen.

Datenschützer haben letzte Woche klargestellt, dass man nicht grundsätzlich gegen eine solche App sein müsste. Freiwillig müsste es halt bitte bleiben. Aber das ist doch der Witz des Monats: Wenn man eine solche App verwirklicht sehen will, dann kann das doch gar nicht auf Freiwilligkeit basieren. Dann möchte man schließlich Lückenlosigkeit realisieren und nicht auf die Laune derer angewiesen sein, die man überwachen will. Nur mit einem Corona-App-Zwang macht die ganze Chose Sinn.

Jauch und Co.: Werbeträger für die App?

Freiwilig soll auch die App PEPP-PT sein. Sie personalisiert auch nicht, versprechen die Geeks, die sie entworfen haben. PEPP-PT schlägt nur aus, wenn man sich in der Nähe eines Corona-Herdes befindet. Wohlgemerkt, wir sprechen von Menschen, von kranken Menschen. Wenn einer an einem vorbeihuscht, der diese App freiwillig auf seinem Handy hat, gibt es Alarm. Was das mit den Dynamiken auf den Straßen macht, kann man sich ausmalen. Das forciert Panik, ebenso leicht auszudenken, dass man dann einen Sündenbock sucht, vielleicht den Obdachlosen von da drüben, der sieht schließlich krank aus, komm, den bewerfen wir mit Steinen, die Sau! Selber schuld!

Man sieht aber schon, wie naiv die Idee ist, dies alles auf Freiwilligkeit basieren zu lassen. Nein, man wird die freiwillige Zustimmung bei der Installation der Corona-App belassen, die aber in ein gesetzliches Korsett verpflichtender Nutzeranwendung betten. Man wird mit der Pistole auf der Brust fragen, ob man damit einverstanden ist. Nur auf diese Weise hätte man davon auch was.

Klar, natürlich kann man auch Kampagnen einrichten, die zu freiwilliger Installation raten. Es gibt immer genug Promis, die sofort bereit sind, für ein Ministerium ihre Visage in ein Kameraobjektiv zu strecken. Kaum hieß es, man solle daheim bleiben, schielte einen Günther Jauch von den Plakaten und Videowänden dieser Republik an. Hashtag-Wir-bleiben-zuhause und so. Mag die Absicht dahinter edel, auch in gewissen Bahnen richtig sein: Es gibt in diesem Land immer besonders wichtige Figuren, die ihre Staatstragenheit ungeniert anbieten. Warum also nicht auch, wenn es um die Apps aller Apps geht, um die Lebensretter-App, die digitalisierte Gestapo? #MielkeZumMitmachen

Ein Chip wird kommen …

Nein, es ist arglos und gutgläubig, wenn man davon ausgeht, die ganze Geschichte ginge als freiwilliger Akt über die Bühne. Kann ja sein, dass momentan jeder zweite Bundesbürger bereit dazu ist, seinen Verstand aufzugeben, um sie einer solchen Corona-App zu übertragen. Aber Apps sind schnell geladen und noch schneller wieder gelöscht. Wenn die Stimmung kippt, dann ist das Projekt des digitalen Mitmachüberwachungsstaates in Gefahr. Wenn die Anwender sie löschen: Was dann? Ich wiederhole mich: Das muss aus Sicht der Überwacher als Pflicht kommen – sonst ist das alles für die Katz‘.

Als nächster Schritt folgt dann natürlich die Pflicht, ein Mobiltelefon mit sich zu führen. Was nützt es, wenn man die Leute zum Download zwingt, die aber das Handy daheim liegen lassen? Wer das tut, macht das natürlich absichtlich, denn wie jeder weiß, ist das Handy eigentlich ein Körperteil. Wer es in so einer Situation nicht am Körper hat, der ist Saboteur.

Dumm nur, dass wir als moderne Hybridprimaten gewissermaßen lose Körperteile haben. Am besten wäre es da, wenn man nichts vergessen kann, weil man es fest am, ja im Körper trägt. Man sagt zwar oft, man habe seinen Kopf vergessen – aber das ist nur eine Metapher. Den vergisst niemand. So ein subkutaner Chip wäre natürlich grandios, da muss man nichts erzwingen. Nur halt die Implantierung. Wenn die allerdings erledigt ist, kann die Digitalisierung beginnen. Und Günther Jauch wird uns passend dazu von Plakaten zulächeln und sagen: Mach mit – mit’m Chip. Und dann sehen wir seine OP-Narbe am Handrücken, die nicht richtig verheilt, weil er immer noch zuhause sitzt und sich nicht mehr raustraut.

Diesen Beitrag ausdrucken
Unterstütze uns und hilf dabei, die neulandrebellen besser und wirkungsmächtiger zu machen

79
Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
avatar
17 Kommentar Themen
62 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
21 Kommentatoren
RobbespiereBillyParwin MatinfarParwinniki Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
ChrissieR
Gast
ChrissieR

Guude!

Dann soll der gute Jauche Günther sich an seinem Wein kaputtsaufen, den kein Mensch mehr beim Aldi aus den Regalen holt…
Prost!

LG

Christine

Jan
Gast
Jan

Das Nudging wirds schon richten. Du kannst dein Handy zu Hause lassen, aber dann kannst du halt nicht Bezahlen, Öffis fahren oder ein Museum besuchen.

niki
Mitglied
niki

Wachsam sein und entsprechend handeln… Ansonsten haben wir den Salat!
Jedwede Krise wird von den üblichen Verdächtigen genutzt!

War schon immer so und wird auch immer so bleiben!

Torsten
Gast
Torsten

Wir haben heute die technologischen Mittel und das Know-how dazu jene Jahrtausende alte Voraussagenung der Bibel (Offenbarung 13) zu einem nie dagewesenen diabolischen disziplinierenden System, jenem da schon angekündigten „Malzeichen des Tieres“ auf der Hand (Chip) oder der Stirn, baldigst realsiert zu sehen. Keiner kann mehr Kaufen und Verkaufen, handel treiben, Arbeitslohn erhalten oder was bezahlen.. der dieses Zeichen nicht freiwillig an oder in sich anbringen lässt. Jeder kann dazu stehen wie er möchte und diese alten Vorhersagen als alten Unsinn abtun. Fakt ist aber, dass es sich Global mehr und mehr zu etwas unheilvollen „verdichtet“. Die globalen Systeme nähern… Weiterlesen »

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Die Frage wird doch sein, wie lange sich Menschen durch die echten und vermeintlichen Folgen des SARS-CoV-2 Angst machen lassen, und dadurch leicht manipulierbar werden? Gefühlt murren schon nicht wenige aufgrund der exorbitanten Einschnitte in ihre Rechte, mal sehen ob sie sich trauen die Schraube noch viel weiter zu drehen, ich glaube eher nicht, bzw. wenn sie es machen kommt es langsam schleichend daher, und man kann dann nur noch schlecht entscheiden ob die Maßnahme Sinn macht und rechtens ist. Hatte letztens einen alten Opa hinter mir an der Supermarktkasse. Der wurde gebeten doch bitte mehr Abstand zu halten, hat… Weiterlesen »

Juergen
Mitglied
Juergen

@Heldentasse

Gefühlt murren schon nicht wenige aufgrund der exorbitanten Einschnitte in ihre Rechte

Vielleicht mein Wahrnehmungsproblem aber ich hab eher das Gefühl, dass die nicht wegen ihrer Bürgerrechte murren sondern wegen zu wenig Party, Reisen, Wohlstand und Wirtschaft. Schliesslich sind das ja die gleichen Leute, die bereits vor der aktuellen Krise bereitwillig mit Smartphone und Apps rumgelaufen sind.

Und plötzlich „entdecken“ diese Leute, dass sie schon seit Jahren mit nem Überwachungsinstrument durch die Gegend rennen?

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Die, die vornehmlich dem uneingeschränkten Konsum nachtrauern, gibt es sicherlich evtl. sogar mehrheitlich auch, aber womöglich hat gerade das ganz wenig mit Freiheit zu tun? Und diese große Krise bietet auch Chance, auf ein Besinnen und eine Besserung?

Erich Fromm – Die seelischen und geistigen Probleme der Überflussgesellschaft

Niels L.
Gast
Niels L.

Der Chip wird kommen. Jede Impfung bietet sich dafür an. Wer will das kontrollieren?

ChrissieR
Gast
ChrissieR

Ja..das ist extrem traurig! Wenn ich das ganze Ausmass vor gut 30 Jahren geahnt hätte, wäre ich jetzt kinderlos! In dieses organisierte Verbrechen würde ich auf keinen Fall mehr Kinder setzen..sie täten mir unendlich leid! Ich hatte eine schlne Kindheit ohne übertriebene Sicherheitshysterie und eine geile Jugend in den 70ern…die Erinnerung lässt mich noch leben..die Zukunft will ich garnicht mehr allzu lang “ geniessen“ müssen…

LG

Christine

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Z.Z. werden die „Spritzen“, die die z.B. RIFID Chips unter die Haut implementieren aber noch ganz anders aussehen. Wird wohl noch eine Zeit dauern bis die Hardware durch eine normale Kanüle passt.

Niels L.
Gast
Niels L.

Wie tröstlich!

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

LOL – Wenn der Doc bei der nächsten Impfung mit so einer Maschine anrückt, sollte man ein wenig misstrauisch werden. 🙂

niki
Mitglied
niki

@Heldentasse…
Misstrauisch? Dann ist erhebliche physische Gegenwehr angesagt…

Niels L.
Gast
Niels L.

Oh, die sind ja gut zu erkennen!

Torsten
Gast
Torsten

Wir werden schon seit Jahren auf diese Maßnahme hin konditioniert. Siehe schon den Link der Welt Online von Oktober 2015: https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article147126453/Darum-habe-ich-mir-einen-Chip-unter-die-Haut-gespritzt.html

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@NielsL.

Der Chip ist längst da, in jedem Handy und jetzt auch als E-Call im Auto.
Ganz ohne Zwang ( na gut, im Auto schon) und völlig freiwillig.

Niels L.
Gast
Niels L.

Trotzdem ist ein Chip mMn noch unheimlicher. Sind da nicht mehr Infos drauf, wie Krankendaten etc?

Mein Handy bleibt immer zuhause. :))

Niels L.
Gast
Niels L.

Ja..das ist extrem traurig! Wenn ich das ganze Ausmass vor gut 30 Jahren geahnt hätte, wäre ich jetzt kinderlos! In dieses organisierte Verbrechen würde ich auf keinen Fall mehr Kinder setzen..sie täten mir unendlich leid! Ich hatte eine schlne Kindheit ohne übertriebene Sicherheitshysterie und eine geile Jugend in den 70ern…die Erinnerung lässt mich noch leben..die Zukunft will ich garnicht mehr allzu lang “ geniessen“ müssen…

So denken viele und das mit Recht. Die ganz Jungen werden da hineinwachsen, und das als normal empfinden. Besonders schwer wird es aber für die Alterspruppe, die dazwischen liegt.

epikur
Gast

Hi Roberto! 😉

Ich bin auch extrem skeptisch und kritisch. Nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus Erfahrung. „Glaube nichts, hinterfrage alles!“ Ich weiß zwar nicht, was die ganze Hysterie für einen „Zweck“ haben soll, will auch nichts verharmlosen oder verschwörungstheoretisieren – aber wachsam bleiben ist tatsächlich das Gebot der Stunde!

Ganz wichtig: nicht der eigenen Angst erliegen! Das lähmt nur und macht obrigkeitshörig.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Ein guter Kommentar!

quincy
Gast
quincy

Gelöscht und durch einen sehr guten Kommentar von Telepolis ersetzt. „Deutschland ist der Problembär. Italien nicht. Der Verlauf der Neuinfektionen ist linear fallend und dem folgen mit siebentägigem Abstand auch die Zahl der Todesfälle. Sehr schön hier zu sehen: https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Italien#Entwicklung_der_Epidemie Einfache Erklärung: die haben die Russen hereingelassen. In 15 Iljuschins und 22 Lastern ist richtig etwas drin. Die haben jetzt Masken. Und die Desinfektion von Altenheimen und Krankenhäusern durch Spezialtrupps zeigt Wirkung. Sie kämen ja auch zu uns, aber das geht ja nicht. Handschuhe von Xi und Masken von Putin? Undenkbar. Vor einer Woche sollten Masken im Hauruck-Verfahren bestellt werden.… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

@quincy

Guter Kommentar, danke.

„Sie kämen ja auch zu uns, aber das geht ja nicht. Handschuhe von Xi und Masken von Putin? Undenkbar. Vor einer Woche sollten Masken im Hauruck-Verfahren bestellt werden. Ganz unbürokratisch und über Ausschreibung. Und, sind jetzt Masken da? Nö.“

Wir haben eben unseren Stolz. Auf ein paar Infektionen mehr oder weniger kommt es uns nicht an.

Heike
Gast
Heike

Hallo Pen,

ein Sukram würde den Europäern raten, hört jeden Abend Droste, aber Experten anderer Länder, auch die, die gerade richtig anpacken,, sind doof,
Bleib gesund

Pen
Gast
Pen

Du auch. 🙂

niki
Mitglied
niki

@quincy: Die Daten zur Neuinfektionen sind absolut unbrauchbar… Warum? Sie bilden nur einen unbekannten Anteil der Realität ab… Wer weiß wie hoch die Dunkelziffer ist…? Kann sein, dass Regionen von Italien so sehr durchseucht sind das eine Dunkelziffer von Faktor 50 – 100 bezüglich der Infektionen mir nicht ganz unplausibel erscheint. In Deutschland wird die Dunkelziffer nicht ganz so hoch sein… Aber Faktor 5 bis 20 ist wohl durchaus drin… Das sind riesige Bereiche für eine unbekannte! Selbst mit den relativ vielen Toten in Italien gibt es da keinerlei Auskunft in wie weit die Bevölkerung infiziert ist. Wenn verdammt viele… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Niki

Btw: Das RKI macht so schlechte Arbeit, dass einem das Kotzen kommen könnte…
Erst Masken unnötig… Dann nur für Kranke, dann vielleicht und dann doch eine Empfehlung…

Dazu auch:

https://norberthaering.de/gastbeitrag/corona-tests-exit/

und……

https://www.rubikon.news/artikel/psychologische-kriegsfuhrung

niki
Mitglied
niki

@Robbespiere & Roberto…:
ein Beitrag von mir hat sich mal wieder „versteckt“!

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Niki

ein Beitrag von mir hat sich mal wieder „versteckt“!

Dieser Blog ist ein Biotop…………mit viel Gebüsch. 😀

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Es gibt in Deutschland mehr als genug unabhängige Experten, die in der Lage sind, so eine App auseinander zu nehmen und herauszufinden, ob die eventuell doch heimlich mehr Daten sammelt als sie soll oder ob die nach Hause telefoniert. CCC zB und zich-tausende Informatiker usw.. Es kann natürlich später (wie immer) Maleware geben, die die Daten ausliest und nach sonstwohin sendet. Also sollte eine sehr gute Verschlüsselung eingebaut sein. Da sehe ich die größere Gefahr. Aber auch die wird man erfahrungsgemäß testen. Soweit ich das mitbekommen habe, soll die App die Daten lokal auf dem Smartphone speichern und über Bluetooth… Weiterlesen »

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen
Sukram71
Mitglied
Sukram71

Android: Verzicht auf Bluetooth kann vor Angriffen auf aktuelle Lücke schützen

Schon blöd, wenn die Regierung eine Corona-App entwickelt, die mit Bluetooth funktioniert, aber aktuell von der Bluetooth-Benutzung abgeraten wird. 😄

Ne Alternative wäre vielleicht NFC, aber das haben nicht alle Smartphones. Mit WLAN kann man auf den Standort schließen, die Mobilfunkzelle ist zu ungenau. Es ist nicht einfach…

Am besten ruft Merkel bei Trump an und die NSA gibt Zugriff auf ihre bzw unsere Livedaten. ☺️

quincy
Gast
quincy

Wegen der enormen Ansteckungsgefahr halte ich die bisherigen Maßnahmen für angebracht, aber sie sollten nicht zu lange dauern. Never waste a good crisis, sagte Churchill. Und die da oben machen nicht den Eindruck, als ob sie diese Krise ungenutzt verstreichen lassen werden. Wir müssen hellwach sein, besonders was das Versammlungs – und das Demonstrationsrecht betrifft. Mein Mißtrauen wäre geringer, wenn die Soforthilfe gerechter verteilt würde, wenn Hilfe für die Ärmsten, wie z.B. die Tafeln, organisiert von jungen Freiwilligen, an erster Stelle stünde, und wenn kleine Betriebe Steuerfreiheit und Beihilfe zur Miete bekämen. Was jetzt läuft ist nicht sehr Vertrauen erweckend.… Weiterlesen »

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Der eigene Tod wird maßlos überschätzt, im Grunde ist es ein Witz wie sehr man an der eigenen Existenz hängt.

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Heldentasse

Wahre Worte.

Der eigene Tod ist nicht verhandelbar und Jedem gewiss.
Angst davor hat nur, wer nicht wirklich gelebt hat.

quincy
Gast
quincy

Das ist aber bei jüngeren Menschen verständlich. Und als Witz würde ich es nicht bezeichnen. Wie will man ein Leben aufbauen, eine Existenz gründen und evt. Kindet großziehen, wenn man das Leben nicht als wertvoll erachtet?

Wenn man älter wird oder alt, ändert sich naturgemâß die Einstellung. Das Leben ist nicht mehr so wichtig, und der Tod bekommt einen anderen Stellenwert. Nach einem erfüllten Leben verliert der Tod seinen Schrecken. Isso 🙂

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Freedom’s just another word for nothing left to lose
Nothing, I mean nothing, honey if it isn’t free, no no
Yeah feeling good was easy Lord, when he sang the blues
You know feeling good was good enough for me
Good enough for me and my Bobby McGee

Aus Janis Joplin – Me and Bobby McGee

ChrissieR
Gast
ChrissieR

Tasse..

Sehr geiles Lied!!!

Danke!

LG

Christine

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Gerne! Hätte aber gedacht, dass Du als Urgestein die Songs von Janis kennst. 🙂

Robbespiere
Gast
Robbespiere
ChrissieR
Gast
ChrissieR

Logo kenn ich Janis….
habs nur lang nimmer gehört

Pen
Gast
Pen

@Heldentasse

Danke für die Erinnerung an Janis. Unvergessen, klar, trotzdem immer wieder umwerfend.

Sukram71
Mitglied
Sukram71

So wie es aussieht, müssen die Maßnahmen noch 1-2 Jahre andauern oder bis wir einen Impfstoff haben. 🤔

Oder wir gehen dazu über, schwer Coronakranke über 60 einfach sterben zu lassen…

Folkher Braun
Gast
Folkher Braun

Danke für die Auskunft. Wo kann ich mich zum sozialverträglichen Ableben anmelden? Bin Ü69.

Tobi
Mitglied
Tobi

„PEPP-PT schlägt nur aus, wenn man sich in der Nähe eines Corona-Herdes befindet“ Nein, das ist Fake-News. Jemand, bei dem der Corona-Test positiv war, muss entweder zuhause in Quarantäne, oder kommt bei schweren Symptomen in die Klinik. Jedenfalls läuft er dann nicht mehr mit dem Handy durch die Gegend. Ansonsten macht er sich strafbar. Die App meldet sich, wenn ein Kontakt aus den letzten Tagen und Wochen sich zwischenzeitlich als infiziert herausgestellt hat. Noch ein Wort zur Technik: Die Abstandsmessung basiert auf der Bluetooth-Signalstärke der in der Gegend befindlichen Händys. Ob hier tatsächlich die behaupteten 1.5 Meter Genauigkeit zuverlässig erreicht… Weiterlesen »

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Hier gibt es einen schönen Überblick über die derzeitige Situation, wie lange das alles andauern kann und warum alle Maßnahmen sinnvoll sind, die helfen können, das Virus einzudämmen.

https://youtu.be/3z0gnXgK8Do

Siewurdengelesen
Mitglied
Siewurdengelesen

Interessant ist, dass auch hier über etwas gesprochen wird, dass es so noch gar nicht gibt. Die jetzt wahrscheinlich zu nutzende App soll nach Eingabe der eigenen Daten per Bluetooth andere Nutzer warnen, die zum angenommenen Zeitraum in der Nähe waren oder sind. BT ist Nahfeldkommunikation und hat daher mit der hier gehypte Version des Trackens per Funkzelle nichts zu tun. Nach derzeitigem Stand ist selbst das nur Annahme und kein Wissen, da die App noch gar nicht im Umlauf existiert, also wie in den hier so abstrus kritisierten „Mainstreammedien“ erstmal nur heisse Luft. Das für dieses Ding ordentlich die… Weiterlesen »

Juergen
Mitglied
Juergen

Mag die Absicht dahinter edel, auch in gewissen Bahnen richtig sein: Es gibt in diesem Land immer besonders wichtige Figuren, die ihre Staatstragenheit ungeniert anbieten. Warum also nicht auch, wenn es um die Apps aller Apps geht, um die Lebensretter-App, die digitalisierte Gestapo? Die Absicht hinter der App ist allerdings nicht edel – und hat auch nichts mit Lebensrettung zu tun, sondern mit Geldverdienen. Die gute Absicht ist dabei nur die Moralsauce um uns mal wieder als die „Guten“ ins publizistische Licht stellen zu können. Die Absicht ist einfach eine Ausrede zu haben um die Wirtschaft wieder anlaufen zu lassen:… Weiterlesen »

Parwin Matinfar
Gast

Also ich habe mein Handy eigentlich nur beim Autofahren dabei, damit ich irgendwo anrufen kann, falls es einen Unfall gibt, und in der Arbeit, damit ich von unterwegs anrufen kann, wenn ich mich verspäte. Arbeit fällt schon mal zu mindestens teilweise weg – dank Corona… Deswegen habe ich mich schon über die Pläne mit den Handy-Daten gewundert. Das funktioniert ja nur, wenn man davon ausgeht, dass jeder sein Handy auch wirklich immer dabei hat, das ist aber nicht der Fall.. Damit das funktionieren kann, müsste man es zur Pflicht erklären, ein Handy mit sich zu führen, man würde dann auch… Weiterlesen »