Er hat „Inklusion“ gesagt oder: Die woke Illusion

Nachdem Björn Höcke (AfD) nebenbei das Wort „Inklusion“ verwendet hatte, ging das große Drama los. Unerhört, was der Mann sich erlaubt, faschistisch eben, wie man ihn kennt. Doch man kann sich dem Thema auch pragmatisch nähern.

In diesem Podcast, der – wie immer – mit dem „Tagespolitischen Block“ beginnt, wird es um Björn Höcke nur am Rande gehen, auch wenn wir ihm einen kleinen Block gewidmet haben, der sich allerdings eher nicht um Inklusion dreht.

Es folgt eine kritische Betrachtung der gesellschaftlich so sehr gewünschten Inklusion, zu der es offenbar keine Alternative gibt. Und wenn jemand vorsichtig seine Stimme erhebt, könnte er auch gleich den menschengemachten Klimawandel leugnen, die Wirksamkeit der Corona-Impfung oder die Tatsache, dass Annalena Baerbock eine ausgezeichnete Außenministerin ist.

Uns schert all das nicht. Wir gehen ohne Schaum vorm Mund ans Thema heran und gehen auf eine weitere Höcke-These ein, nämlich, dass wir ein Bildungssystem brauchen, das uns die Fachkräfte von morgen strickt. Außerdem sprechen wir über den Unterschied von „Pubertät damals und heute“.

Mit dabei sind diesmal Anke Behrend, Gert Ewen Ungar, Roberto De Lapuente und Tom J. Wellbrock

Inhalt:

00:30 Das volle Programm

02:00 Der Tagespolitische Block:
Brücken und Bahnen
Transmenschen schwimmen unter sich
Kindergrundsicherung versus Wirtschaftshilfe

19:30 Der Höcke und andere Kleinigkeiten
35:00 Inklusion
49:00 Kollektiv versus Individuum
54:30 Lehrer und Inklusion
01:01:30 Was ist Bildung?
01:10:00 Schlechte Gefühle fernhalten
01:11:30 „Halt sie dumm!“
01:15:00 „No Future“ versus „Klimatod“
01:20:00 Drei Abmoderationen

Direkt-Link
Audio-Player:

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Tom J. Wellbrock

Tom J. Wellbrock ist Journalist, Autor, Sprecher, Radiomoderator und Podcaster. Er führte unter anderem für den »wohlstandsneurotiker«, dem Podcast der neulandrebellen, Interviews mit Daniele Ganser, Lisa Fitz, Ulrike Guérot, Gunnar Kaiser, Dirk Pohlmann, Jens Berger, Christoph Sieber, Norbert Häring, Norbert Blüm, Paul Schreyer, Alexander Unzicker und vielen anderen. Zusätzlich veröffentlicht er Texte auf verschiedenen Plattformen und ist für unsere Podcasts der »Technik-Nerd«.

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Robert-B.
Robert-B.
9 Monate zuvor

Zwei Dinge zum sehr interessanten Podcast.
Erstens: Thema Höcke und Fascho. Ich verstehe, dass ihr das um des Friedens Willen nicht ausdiskutieren wolltet. Aber Ich fand es nichtsdestoweniger schade. Ich schätze Anke sehr und ihren Humor teile ich auch. Ihre pauschale Aussage zu Höcke, „der ist halt n Fascho“ fand ich aber etwas bequem. Das hätte man dann doch mal aufdröseln sollen, wenn man schon mit so harten Bandagen formuliert.
Fragen: Was tut oder sagt Herr Höcke, was die Bezeichnung Fascho ernsthaft begründen/ berechtigten würde? Hat er sich“ faschistisch“ geäussert. Fordert er gesellschaftliche Änderung in Richtung Faschismus? Diese Frage ist umso wichtiger, als wir aktuell in unserem Land eine tatsächliche Totalisierung mit ganz offensichtlichen faschistoiden Tendenzen erleben müssen. Alle Parteien der letzten Jahre, insbesondere die Akteure der Ampel führen uns – auch, wenn sie ununterbrochen die Demokratie im Wort führen – directemang in einen neuen Faschismus. Sogar einen globalen, wenn es dumm läuft.
Vor diesem Hintergrund erscheint es mir unverständlich, wie man Herrn Lindner von einem solchen Urteil ausnimmt, Herrn Höcke aber aburteilt.
Und dann das Thema Bildung: Tom hat es immerhin mal angesprochen. Es geht nicht darum, den Kindern die negativen Erfahrungen zu ersparen. Wohlmeinend, aber schlecht gemacht. Es geht ganz bewusst darum, eine Generation von unselbständigen Halbidioten heran zu züchten, die sich gerade mal noch in einem kleinen Bereich auskennen, in dem sie dann arbeiten. Ansonsten sollen diese Menschen ganz bewusst nur bedingt lebenstauglich sein. Sie sind dann erstens nicht in der Lage, grössere Zusammenhänge zu erfassen, und damit auch nicht das Zwangssystem, in das sie hinein wachsen. Und zweitens sind sie total abhängig – unter anderem von einer ganzen Armee von Experten und Faktenfinder, die ihnen die Welt immer so erklären werden, wie die Mächtigen es gerade brauchen und dann auch die maßgeschneiderten Lösungen parat haben.
Das erleben wir ja schon…
Ich hatte euch vor einiger Zeit zu dem Thema mal eine Mail geschrieben und ich finde, das wäre mal einen ganzen Podcast wert. Oder einen guten Artikel von einem/einer von euch – hier oder auf einer eurer anderen Lieblingspublikationen.
Ich würde ihn ja sehr gerne selbst schreiben, aber ich bin seit zwanzig Jahren aus der Übung und meine Schreibe taugt nix mehr. 😁
Viele Grüße und euch allen einen schönen Sonntagabend

ShodanW
ShodanW
Reply to  Robert-B.
9 Monate zuvor

Fragen: Was tut oder sagt Herr Höcke, was die Bezeichnung Fascho ernsthaft begründen/ berechtigten würde? Hat er sich“ faschistisch“ geäussert.

Grundsätzlich mag das stimmen (im Zweifel für den Angeklagten). Nur merkt man ja auch, dass die Geschichten, die sich um ihn ranken, viel mit NPD und Co. zu tun haben. Aber da wundert mich, dass man nichts Verwertbares vorweisen kann. Und alleine das reicht schon, das Gerede anzuzweifeln. Trotzdem hat er in öffentlichen Auftritten einen Hang zu verallgemeinen Tiraden und Parolen, die dazu noch diesem Nazi-Duktus ähneln. Deswegen würde ich nicht versuchen wollen, für ihn zu sehr Partei zu ergreifen.

Robert-B.
Robert-B.
Reply to  ShodanW
9 Monate zuvor

Alles richtig. Er hat teilweise eine unangenehme Art, zu sprechen. Aber davon ab sind doch die allermeisten „Beweise“, die mmer gegen ihn vorgebracht werden, lahme Enten, so, wie eben auch die hier im Podcast diskutierte Aussage zur Inklusion.
Indem man sofort „Nazi“ oder „Fascho“ schreit, wenn Höcke was sagt (das beziehe ich nicht auf Anke), spart man sich mal gleich das Auseinandersetzen mit dem Inhalt, seiner Reden. Und was sich um ihn rankt… naja, heutzutage wird ja sogar jemand wie Daniele Ganser als „Antisemit“ und „Verschwörungserzähler“ gebrandmarkt. In unserer Zeit müssen wir einfach lernen, unsere Urteile selbst zu fällen und zwar vollkommen jenseits dessen, was der Mainstream vorgibt. Das jedenfalls denke ich.

muelln
muelln
9 Monate zuvor

Natürlich sitzt in der AfD der eine oder andere Fascho herum. Aber erinnert Euch daran, dass in der CDU (auch in der FDP) jahrzehntelang jede Menge Ex-Nazis herumlungerten, die im Bundestag, in den Landesparlamenten saßen, ja sogar Regierungsverantwortung übernommen hatten, in Geheimdiensten saßen: Globke, Filbinger, Oberländer ect. ect. Alles schon vergessen? Man kann mit Fug und Recht behaupten, die CDU war die Nachfolgeorganisation der NSDAP. Hat irgendjemand deshalb einen Verbotsantrag bezüglich der CDU gestellt? Die Diskussion über Faschos in der AfD ist absolut verlogen.

ShodanW
ShodanW
Reply to  muelln
9 Monate zuvor

Die CDU betreffend muss man das ja anders betrachten als heute. Wenn du gerade ein Regime hinter dir hast, der von überzeugten Nazis bevölkert war, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man im Nachfolgestaat BRD auch noch vereinzelte wiederfindest. Heute muss man das ja wohl anders gewichten.

aquadraht
aquadraht
Reply to  ShodanW
9 Monate zuvor

Anders vielleicht, nämlich schlimmer. Die Altnazis haben Ministerposten bekommen, wurden Staatssekretäre, verurteilte Massenmörder wie Manstein/Lewinski wurden in Bundeswehr und NATO-Stäbe integriert. Es war auch nicht nur die CDU, in die FDP sind ganze Gaue eingetreten. Die SS- und Gestapo-Blase hat nicht nur die Dienste, sondern auch die Spiegelredaktion infiltriert und etwa die Lügengeschichte vom Alleintäter van der Lubbe über -Jahrzehnte installier,. Das waren Altnazis in Aktion. Kohl war begeisterter Leser und Abonnent der Nazipostille „Mut“ und hat seinen Höfling, den Altnazi Ziesel von der „Deutschlandstiftung“ überall hin mitgeschleppt, sogar nach Israel, wo man leicht indigniert schwieg.

Wohlgemerkt, der Höcke ist braun, das zu leugnen ist dumm, oder interessiert. Aber er ist inzwischen schon aalglatt und formuliert so, dass der rechte Rand seinen Spass hat, und die „Demokraten der Mitte“ sich nur ohnmächtig aufregen können.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ShodanW
9 Monate zuvor

@ShodanW

Wenn du gerade ein Regime hinter dir hast, der von überzeugten Nazis bevölkert war, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man im Nachfolgestaat BRD auch noch vereinzelte wiederfindest.

Das trifft mit Sicherheit auf den Beamtenapparat zu. So viele „Befleckte“ sind nicht zu ersetzen, wenn ein Staat nach einer Diktatur neu aufgestellt werden muss.

Es kann doch aber ncht sein, dass sich für ein Parlament keine unbescholtenen Leute finden lassen und seien es Exilanten.
Wer da auf NSDAP-Mitglieder zurückgereift, steht doch eher für Kontinuität als für Neuanfang.
Wie will man da als Partei glaubhaft machen, ernsthaft mit dem Vorsystem aufräumen zu wollen?

Die Folgen sehen wir doch gerade.
Man frägt sich unweigerlich, wer da wen integriert hat.
CDU und FDP die Nazis oder umgekehrt?

aquadraht
aquadraht
Reply to  Robbespiere
9 Monate zuvor

Komisch. Die DDR hat das geschafft.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  aquadraht
9 Monate zuvor

@aquadraht

Naja, veilleicht war deren Anpassungsprozess von Braun nach Rot nur eben wg. systemischer Ähnlichkeiten leichter.
Es lebe der Sozialismus, ohne National-, sagt sich halt leichter.

Zudem hatten die Soviets keinen Bedarf an einer „Aufklärung Ost“, die Amis schon.
Die schlimmsten Verbrecher dürften eh in die westlichen Besatzungszonen geflüchtet sein.

Clarisse
Clarisse
Reply to  muelln
9 Monate zuvor

Das ist bei den anderen Parteien auch nicht anders, gerade bei den Grünen gab es ja auch einige Mitglieder aus der guten alten dunkeldeutschen Zeit, deutlich sichtbar zumindestens bis in die 80er. Mittlerweile haben sich die Nachfolger der Eugeniker dort besser angepasst, und fallen weniger auf. Und das das Symbol der Sonnenblume auch an ein anderes Symbol aus der dunkeldeutschen Zeit erinnert, kann natürlich auch ein unglücklicher Zufall sein.

Einzelmeinung
Einzelmeinung
9 Monate zuvor

Nach dem Absatz mit der Pupertät habe ich Akne Behrend gelesen, ich bitte diesen gedanklichen Ausrutscher zu entschuldigen.

Robert-B.
Robert-B.
Reply to  Einzelmeinung
9 Monate zuvor

Das ist nur eine Einzelmeinung!!! 😂

Träumer
Träumer
Reply to  Tom J. Wellbrock
9 Monate zuvor

Gut das man bei all den ernsten Themen auch einmal
über eine vermeintliche Stielblüte lachen darf!

Juergen Schwark-Wallendorf
Juergen Schwark-Wallendorf
9 Monate zuvor

Stuttgart21 steht doch bestimmt für das 21. Jahrhundert.
Die Cheopspyramide brauchte auch Jahrzehnte. Der Kölner Dom gar Jahrhunderte.

Florian S.
Florian S.
9 Monate zuvor

Mal etwas zur Technik: Ist das nur bei mir so, oder ist der per iframe eingebettete Audio-Podcast immer der, der als letzter veröffentlicht wurde? Ich bekomme zu jetziger Zeit hier unpassenderweise den Podcast mit Andrej Hunko angeboten, anstatt den zu dieser Veröffentlichung hier passenden. Ich bin jetzt eine Weile aus der Webentwicklung raus, aber beim Quelltext zu diesem Podcaster Player flammt einiges an Kritik auf. Mal ganz abgesehen von dem rudimentären Design (oder NoScript blockiert hier Inhalte, die mal wieder aus Bequemlichkeit ausgelagert wurden). Das hat bei euch früher mal besser funktioniert und auch ausgesehen.