Regenbogen-Deutschland schafft sich ab

Lange Zeit war der deutsche Nationalismus ein europäisches Problem. Jetzt ist es der deutsche Antinationalismus, der den europäischen Nachbarn zusetzt – und sie befremdet.

Schätzen Sie sich glücklich, falls Sie den Eurovision Song Contest nicht geguckt haben. Denn traditionell war er wieder mal eine Beleidigung für alle Sinne. Und eine politisch ziemlich abgeschmackte Show war es außerdem. Als man in der Halle zu Liverpool – der Contest konnte ja nicht beim Vorjahressieger in der Ukraine ausgetragen werden – laut anfing, mit „You‘ll never walk alone“ die Hymne der ortsansässigen Weltfußballklubs zu schmettern, war die Propaganda auf ihrem Höhepunkt angelangt: Die Zuschauer grölten, die Moderatoren und Contest-Teilnehmer marschierten auf die Bühne und sangen laut mit, und am Ende gab es einen Schwenk nach Kiew, wo Menschen ukrainische Fahnen zum Song flattern ließen.

Selten war so viel Inszenierung. So viel Choreographie. Es hatte etwas von einer stalinistischen Aufführung, triefte vor Pathos und der Ästhetik von sozialistischem Realismus. Nur ohne Sozialismus, versteht sich. Mittendrin die deutschen Teilnehmer, eine Band namens Lord of the Lost, mehr oder minder junge geschminkte Männer, die immer dann mit der Regenbogenfahne wedelten, wenn das Kameraobjektiv auf sie gerichtet wurde. Im Vorfeld des Contests ließen sich alle Teilnehmer für ein Plakat fotografieren: Jeder mit der Fahne seiner Nation. Nur die androgynen Glamourdeutschen nicht: Die ließen sich mit der bunten Farbenpracht der Regenbogenfahne ablichten.

Weiterlesen in der Schwurbelpresse

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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Clarisse
Clarisse
11 Monate zuvor

Passend dazu : Der Bundesadler im Regenbogen
Das neue Facebook-Bild der Bundesregierung zeigt den Bundesadler mit Regenbogenflagge. Warum muss sich Deutschland der Lächerlichkeit preisgeben? Ich möchte das alte Deutschland zurück, wenn das denn noch möglich ist, aber schnell!

https://www.achgut.com/artikel/der_bundesadler_im_regenbogen

Wir weissen Heteros werden verfolgt und gedemütigt, nun trifft uns der bunte Rassismus. Wahrscheinlich gibt es bald ’ne mRNA Geninjektion für Geschlechtsneurosen, dann laufen wir alle so rum. Deswegen wollen die anderen EU Staaten ja auch die Grenzkontrollen wieder einführen … zu Deutschland. Aber wir sind schneller, wir werden sie alle assimilieren und dann sind wir eine bunte europäische Borg Familie.

Robert-B.
Robert-B.
Reply to  Clarisse
11 Monate zuvor

Übrigens auch passend dazu gibt es heute einen guten und sehr lustigen Artikel zu einem verwandten Thema bei RT (Oralische Werte – warum deutsche Linked gegen Rammstein hetzen).

Ich mußte ziemlich lachen und der Autor trifft’s meiner Ansicht nach auf den Punkt.

Robert-B.
Robert-B.
11 Monate zuvor

Interessanter Artikel. Ich finde es aber immer wieder schwierig, davon zu reden, daß in Deutschland dieser Extremismus irgendwie natürlich (geografisch?) befördert würde, wenn wir doch wissen, wer es ist, der diesen hier befördert und oktroyiert.
Aus dem Ausland (USA) finanzierte NGOs und der von US-Agenten und Kapital kontrollierte Sumpf (anders kann man dieses Regime kaum bezeichnen) aus Grünen/SPD/FDP und CDU befeuern die bis zum Irrsinn gesteigerte Wokeness hierzulande mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln.
Wohlgemerkt gegen den Willen und das vernünftige Empfinden einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung.
Womit du aber sicher voll ins Schwarze triffst: Es ist eine erzwungene und in den Vordergrund geschobene Debatte, die vor allem davon ablenken soll, daß im Hintergrund das Land an die Wand gefahren und die sozialen Kluften nahezu unwidersprochen vertieft werden.

jjkoeln
jjkoeln
Reply to  Robert-B.
11 Monate zuvor

Die USA haben seit ca. 10 Jahren das Interesse, die Deutsche Industrie gewissermaßen zu übernehmen. Nachdem die eigene abgeschafft wurde, was das industrielle Deutschland ein Dorn im Auge. Der Mittelstand weigerte sich in die US-Clouds zu gehen und die günstigen Energiepreise machten sie global wettbewerbsfähig. Scheiße aber auch. Naja, nun haben sie es geschafft und die Grünen (?!) bieten an, sich das Halsband selber umzulegen, nur um als Leiblingshündchen bestehen zu können (Habeck: Dienend führen). Soviel Arschkriecherei ist einfach unerträglich.

Die USA kennen nur A, B, C, … Staaten:
A: Die USA
B: UK
B‘: die anderen der 5-eyes – Kanada, Neuseeland, Australien
C: Schweden, Dänemark, Polen, Ukraine
C‘: Der Rest der EU
D … : nach belieben einzuordnen

Träumer
Träumer
11 Monate zuvor

Einen Trost habe ich, diese Leute vermehren sich nicht. Es bringt schon lange nichts, sich diesen Müll anzutun. Seit dem man die Neue Deutsche Welle abgewürgt hat, ist deutsch Musik unhörbar geworden. Mit dem Androgynen im Fensehen ist es nur noch neviger geworden die Kiste anzuschalten.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Träumer
11 Monate zuvor

Seit dem man die Neue Deutsche Welle abgewürgt hat, ist deutsch Musik unhörbar geworden.

Naja Nicole hat ja mit „ein bisschen Frieden“ den 1. Platz gewonnen. Ja die Vermehrung bei nicht besonders fortpflanzungswilligen Menschen ist wohl schwierig.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Träumer
11 Monate zuvor

@Träumer

Einen Trost habe ich, diese Leute vermehren sich nicht.

Die „Gewöhnlichen“ aber auch immer weniger und das scheint mit so beabsichtigt zu sein.

Irgendwann sitzen die Letzten unserer Art in einem chinesischen Zoo hinter Gittern und werden von lachenden Kindern mit Bananen und Viagra, Geschacksrichtung Jägerschnitzel, gefüttert. 😉

Last edited 11 Monate zuvor by Robbespiere
Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Träumer
11 Monate zuvor

„Seit dem man die Neue Deutsche Welle abgewürgt hat, ist deutsch Musik unhörbar geworden.“
Einspruch. In den 90ern gab es eine ganze Welle von guten deutschen Gothicbands, die überwiegend noch existieren. Muß man aber mögen, ist nicht jedermenschen Sache.

flurdab
flurdab
11 Monate zuvor

Der Spuk endet wenn kein Geld mehr da ist.
Das ist alles nur Tünche die von der realen Situation ablenken soll.
Ob es wirklich verfängt?

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  flurdab
11 Monate zuvor

Der Spuk wird nicht enden. Es muss unter Umständen nur eine andere, unter einem stehende Gruppe gefunden werden, die man treten kann.
Wichtig ist nur, dass nach unten getreten wird. Niemals nach oben!

flurdab
flurdab
Reply to  Schwitzig
11 Monate zuvor

Grundsätzlich hast du recht.
Aber welche Gruppe soll den nun noch getreten werden?
Die sind mit der Nummer durch.
Die nächste Gruppe die getreten wird sind Homos, Transen und all die Menschen die gegen ihren Willen ins Rampenlicht gestellt wurden.

Man steht nur noch da und wundert sich.

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  flurdab
11 Monate zuvor

Der Witz ist, dass die Homos und Transen genau von denen ganz real getreten werden, die die Wokeschisten ungefiltert ins Land geholt haben. Das kann man schon jetzt beim Thema Judenhass beobachten, wo sich die kognitiven Dissonanzen bei manchen Demonstrationen geradezu überschlagen.
Ein Normalbürger wäre für so etwas zu Recht durch die Justiz bestraft worden.

Schwitzig
Schwitzig
11 Monate zuvor

Wenn ich meine Prä-die-Linke-linken Freunde im Ruhrgebiet besuche, begrüße ich sie mittlerweile mit „endlich wieder Nazis“.
Inzwischen ist die Klassifizierung als Nazi ein Kompliment.

AusdieMaus
AusdieMaus
11 Monate zuvor

Ich schaue diesen ESC-Trash schon seit Jahren nicht mehr. Ich glaube als Lena Meyer-Landruth 2010 gewann, das letzte Mal. Mittlerweile müsste man mir Schmerzensgeld bezahlen…

Bernie
Bernie
11 Monate zuvor

Wie immer voll ins Schwarze, und das schreibt jemand der früher auch ein gespaltenes Verhältnis zur Bundesfahne und Hymne hatte, und immer wieder dran denkt was wohl passiert wäre hätte 1866 Österreich Preußen besiegt, und nicht umgekehrt.

Würden wir, als dann, immer noch, oder wieder, Vorderösterreicher, gemütlich wienerisch friedlich leben, und unseren Kaffee und Kuchen genießen? Die Preußen, die sollen ihre Kriege selber führen, ohne uns, die Devise dann?

Ich weis es nicht, aber das mit der Regenbogenfahne halte ich auf für einen „Schmäh“ (pseudo-wienerisch ausgedrückt).

Ach, noch was der Kabarettist Torsten Sträter hat in einer Kabarettsendung auch – vor Publikum – die laut geklatscht haben, ob des vorzüglichen Witzes gesagt „Die Schweizer sind die besseren Deutschen“ .- oder der ab und an hier heimlich die Kommentare der Neulandrebellen mitliest? Ja, sie ist teurer, die Schweiz, aber die Neutralität hat eben einige Vorzüge, die die Schweizer wacker verteidigen, wenn auch Schweizer Bundesräte es gerne anders hätten…..haben wohl gelernt aus ihrer Söldner-Geschichte, und wollen nicht für Selenksij als Söldner in den Krieg ziehen – wie wir aus dem „großen Kanton“ namens Deutschland…..

Torsten Sträter – Mein Lied für den ESC

Link:

https://www.youtube.com/watch?v=y1oL0Yvt7zc

Gruß
Bernie

PS: Auch Dieter Nuhr selber war in Höchstform, und seine Gäste waren auch nicht zu verachten – Wußte gar nicht, dass solche Witze in Ampel-Zeitenwende-Zeiten (noch) nicht verboten sind? *sarkasmus*

Last edited 11 Monate zuvor by Bernie
N.B.
N.B.
11 Monate zuvor

Kurz: Der Nationalismus im Lande ist antideutsch…
Es wehen hier im Ort nur noch ukrainische oder pride-Fahnen.

Wenn ich nicht schon eh unter chronischen Nackenschmerzen leiden täte, würde ich spätestens jetzt welche haben, vom dauernden Kopfschütteln.

Nicht dass ich jemals den deutschen Nationalismus toll fand. Nur was jetzt abgeht ist nur noch irre!

Last edited 11 Monate zuvor by N.B.
Rudi K
Rudi K
11 Monate zuvor

Daß Deutschland b.z.w. „die Deutschen“ sich an eine starke Macht anpassen und vieles übernehmen gab es schon nach dem Dreissigjährigen Krieg. Da war Frankreich die dominante Macht. Am Hofe wurde damals Französisch gesprochen.

Und nach dem 2. Weltkrieg war das im Westen die USA.

Bernie
Bernie
Reply to  Rudi K
11 Monate zuvor

@Rudi K

Sicher? Ich denke das war schon in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges so, die protestantische Schutzmacht war damals das Schweden Gustav Adolfs, und so manches evangelische Institut ist nach diesem schwedischen König benannt, der immerhin mit seiner Armee, trotz Schlachtentod in Lützen, auch nach seinem persönlichen Ableben für den Fortbestand des deutschen Protestantismus bis heute gesorgt hat. Die schwedische Armee kämpfte einfach weiter, aber das ist 500 Jahre her, seit dem Westfälischen Frieden, da kann so ein wichtiger Beitrag Schwedens, und das lange stehen schwedischer Söldner bzw. Soldaten bis tief ins südlichste Deutschland schon einmal in Vergessenheit geraten 🙄👎

Ansonsten kein Widerspruch, da sehe ich es genauso – nur eben die Sache fing schon früher an, aber nach einem halben Jahrtausend kann sowas schon einmal in Vergessenheit geraten, zumal die Dynastie der Gustav Adolf, als schwedischer König angehört hat, in napoleonischen Zeiten ausstarb, aber das ist eine andere, nicht weniger interessante, Geschichte.

Gruß Bernie

PS: Übrigens, da auch schwedische Krieger nicht zimperlich waren, was Vergewaltigungen von Frauen im Krieg angeht, kann es sein, dass heute noch so mancher deutsche Mensch Verwandte in Schweden hat ohne es zu wissen 🤔👎

Rudi K
Rudi K
Reply to  Bernie
11 Monate zuvor

PS: Übrigens, da auch schwedische Krieger nicht zimperlich waren, was Vergewaltigungen von Frauen im Krieg angeht, kann es sein, dass heute noch so mancher deutsche Mensch Verwandte in Schweden hat ohne es zu wissen

Das mag sein. Damals waren die kriegsführenden Parteien nicht zimperlich. Und der Schwedentrunk ist ja heute noch ein Begriff.

Bernie
Bernie
Reply to  Rudi K
11 Monate zuvor

@Rudi K

Bei uns nicht nur der sondern auch das brutale Kriegsverbrechen von schwedischen Söldnern, das nie vergessen wurde, und in die Ortschronik der Grausamkeiten des 30jährigen Krieges Eingang gefunden – hat mich beim „Schwedentrunk“ dran erinnert 😉

Welches? Also mit einem modernen Gerät ist das schon schwer vorstellbar, aber wie das im Mittelalter praktiziert worden sein soll zeigt die grenzenlose Grausamkeit der damaligen Söldner auf.

Menschen wurden in einer Weinpresse zerquetscht – wer schon einmal eine handbetriebene Weinpresse gesehen hat, der kann sich die Grausamkeit damals gut vorstellen, und die fehlende Menschlichkeit der söldnerischen Täter…..nach heutigen Maßstäben eben ein Kriegsverbrechen….

Ich bin Sohn eines Winzers, und manchmal denke ich dran, wie schon gesagt bei einer modernen Weinpresse kann ich mir das rein technisch vorstellen, zynisch ausgedrückt, aber bei einer handbetriebenen????? Was müssen diese schwedischen Söldner (zu denen auch andere Nationen gehörten – Söldner eben) für menschliche Bestien gewesen sein?????

Ob die den „Saft“, das Blut der Ausgepressten, dann auch tatsächlich getrunken haben ist im Nebel der Geschichte untergegangen – ist ja immerhin über 500 Jahre her, und die Gegend hier war damals so entvölkert, dass man Schweizer Siedler als neue Siedler anlocken musste – insofern kann Mensch hier auch schweizer Wurzeln haben….und Anna Seghers hat mit ihrem „Siebten Kreuz“ durchaus recht, wenn die sagt, und anhand von Beispielen im Roman, den ich in der Schule im Deutschunterricht lesen konnte, dass es sogenannte „reinrassige Deutsche“ schon aus diesen Gründen per se nicht geben kann, und schon gar nicht in Grenzregionen zu diversen Nachbarländern, die schon immer die Durchgangsstraße für viele Menschen waren…..aber das ist auch eine andere Geschichte, wenn auch nicht weniger interessant, lieber Rudi K.

Gruß
Bernie

PS: Bin schon rein deswegen kein „Patriot“, aber auch das ist eine andere Geschichte – wie schon gesagt hier in der Grenzregion kann niemand sicher sein – rein von deutschen Ahnen abzustammen, und das schon lange Jahrhunderte von Merkels „Wir schaffen das!“ in „der Flüchtlingskrise von 2015“ 😉 *daumenhoch*

Last edited 11 Monate zuvor by Bernie
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Bernie
11 Monate zuvor

@Bernie

Ich denke das war schon in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges so, die protestantische Schutzmacht war damals das Schweden Gustav Adolfs, und so manches evangelische Institut ist nach diesem schwedischen König benannt, der immerhin mit seiner Armee, trotz Schlachtentod in Lützen, auch nach seinem persönlichen Ableben für den Fortbestand des deutschen Protestantismus bis heute gesorgt hat.

Solltest du jemals Karl den Großen treffen, dann frag den mal, wie er für die Verbreitung den Fortbestand des Katholizismus gesorgt hat.
Das Gemetzel der Kreutritter und die Verwüstung z.B. Magdeburgs durch die Katholischen im 30-jährigen Krieg sollte man auch im Hinterkopf behalten.
Krieg geht immer mit Verrohung und Grausamkeiten einher, egal von welcher Seite.
Der Gegner wird nie als gleichwertiger Mensch gesehen und der gesäte Hass bricht sich Bahn.

Kriegsverbrechen sind wie vorweggenommene Rache im Angesicht des möglichen, eigenen nahenden Todes durch den Gegner oder der Versuch, jenen zur Aufgabe zu bewegen, was wg. der entsprechenden Antwort, genährt von eben jener Grausamkeit, selten gelingt.

Bernie
Bernie
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Lieber Robbespiere,

ja hast meine Zustimmung, sehe ich ganz genauso, und was das „magdeburgisieren“ angeht, dass waren ja nicht die Schweden Gustav Adolfs, was die keineswegs frei spricht, da die ihre protestantischen Glaubensgenossen in Magdeburg schändlich im Stich gelassen haben als die bei Gustav Adolf persönlich um Hilfe baten, sondern:

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Magdeburg durch kaiserliche Truppen der Katholischen Liga unter dem Feldherrn Tilly am 20. Mai 1631 (10. Mai nach julianischem Kalender) erobert und verwüstet („Magdeburger Hochzeit“).

Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Magdeburg

Ja, ich weis, wikipedia, aber mir ist gerade keine andere Quelle eingefallen, sorry für 😉

Was Kriegsverbrechen angeht, da bin ich der Ansicht, dass wir die eben aus heutiger Sicht so sehen, aber man würde staunen, dass die damaligen Menschen den Begriff nicht kannten – es gab noch keine

Genfer Konventionen

Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Genfer_Konventionen

Beginn 1864

Die Entwicklung der Genfer Konventionen ist eng verbunden mit der Geschichte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Die Genfer Konventionen, wie auch das IKRK selbst, haben ihren Ursprung in den Erlebnissen des Genfer Geschäftsmanns Henry Dunant nach der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859, die er 1862 in einem Buch mit dem Titel Eine Erinnerung an Solferino veröffentlichte. Neben der Schilderung seiner Erlebnisse enthielt das Buch Vorschläge zur Gründung von freiwilligen Hilfsgesellschaften sowie zum Schutz und zur Versorgung von Verwundeten und Kranken im Krieg.

Die Umsetzung von Dunants Vorschlägen führte im Februar 1863 zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz trägt. Im Rahmen dieser Bestrebungen wurde am 22. August 1864 anlässlich einer diplomatischen Konferenz die erste Genfer Konvention beschlossen.

….deswegen sah man ja den 2. Weltkrieg, und die deutschen Menschen- und Kriegsverbrechen, auch als „Rückfall in die Barbarei“ an, denn wie schon gesagt es war seit 1939 gerade einmal 75 Jahre her, dass man die Genfer Konventionen vereinbart hatte….

…bin drauf gestossen, weil ich einmal, für mich privat, eine historische Schlacht, die hier stattfand – vor 230 Jahren – näher erforschen wollte, wo ein Bauer einen tödlich verwundeten französischen Soldaten, statt ihm Wasser zu geben, wie er ihn bat,dem Rest gab in dem er diesen Soldaten totschlug, und seine Uniform mitnahm als Plünderergut, die seine Kinder noch Jahre später am Fasching trugen….

Mir, als Mensch des Jahres 2023 ist eine solche Grausamkeit einfacher Bauern unbegreifbar, aber als ich näher wissen wollte wie lange, oder wie kurz, die heutigen Kriegsregeln, inklusive Deutsches Rotes Kreuz, existiert stieß ich auf oben erwähnte Tatsache, und verstand es besser….

Andere Menschen, und andere Ansichten, was deren Verbrechen zwar nicht entschuldigt, aber es war eine andere Generation – vor 230 Jahren, und vor 500 Jahren erst recht, aber trotzdem gab es Humanisten, vereinzelt, und die prägten eben die Erinnerung an die „Grausamkeiten des 30jährigen“ sowie jeden anderen Krieges – weil die, obwohl es damals noch nicht „in“ war, menschlich tickten, dachten und lebten….wie Henry Dunant einer, von diesen wenigen Menschen, im Laufe der Jahrhunderte eben war 😉

Was Karl den Großen angeht, um nur das kurz zu erwähnen, der ist auch als „Sachsenschlächter“ bekannt, weil er jeden Sachsen, der nicht zum Christentum übertrat, genodizidial erledigten ließ…..ich meine es schon einmal erwähnt zu haben, dass mir die Sache durchaus bewußt ist, weil ich auch gerne historische Bücher lese, auch religionskritische, aber das ist ein Thema, dass ich nicht näher vertiefen will…..nur soviel, es waren eben andere Menschen früher….was wir allzu oft vergessen….weil unser Regenbogen-Deutschland auch verlernt hat in solchen geschichtlichen Zusammenhängen zu denken, wie ich es gerade getan habe 😉

Die Haager Landkriegsordnung (HLKO) ist die Anlage zu dem während der ersten Friedenskonferenz in Den Haag beschlossenen zweiten Haager Abkommen von 1899 „betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs“, das 1907 im Rahmen der Nachfolgekonferenz als viertes Haager Abkommen in leicht geänderter Fassung erneut angenommen wurde. Sie ist das wichtigste der im Rahmen dieser Konferenzen entstandenen Haager Abkommen und damit neben den Genfer Konventionen ein wesentlicher Teil des humanitären Völkerrechts. Die Haager Landkriegsordnung enthält für den Kriegsfall Festlegungen zur Definition von Kombattanten, zum Umgang mit Kriegsgefangenen, zu Beschränkungen bei der Wahl der Mittel zur Kriegsführung, zur Verschonung bestimmter Gebäude und Einrichtungen von sozialer und gesellschaftlicher Bedeutung, zum Umgang mit Spionen, für Kapitulationen und Waffenstillstandsvereinbarungen sowie zum Verhalten einer Besatzungsmacht in einem besetzten Territorium. Zum Umgang mit verletzten und erkrankten Soldaten verweist die Haager Landkriegsordnung auf die erste Genfer Konvention in den Fassungen von 1864 beziehungsweise 1906.

Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Haager_Landkriegsordnung

…auch interessant in diesem Zusammenhang, und mir gerade als Ergänzung noch eingefallen….;-)

Gruß
Bernie

Last edited 11 Monate zuvor by Bernie
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Bernie
11 Monate zuvor

@Bernie

Was Kriegsverbrechen angeht, da bin ich der Ansicht, dass wir die eben aus heutiger Sicht so sehen, aber man würde staunen, dass die damaligen Menschen den Begriff nicht kannten

Den Begriff kannten sie sicher nicht, aber sicher das Neue Testament und den Begriff der Nächstenliebe.

Da Dumme ist, dass der Monotheismus dogmatisch ist und sich von jeder anderen Religion bzw. Auslegung der eigenen bedroht fühlt.
Diese bedrohung muss vernichtet werden.
Da gibt es keine Kompromisse im alleinigen Volkommenheitsanspruch.

wo ein Bauer einen tödlich verwundeten französischen Soldaten, statt ihm Wasser zu geben, wie er ihn bat,dem Rest gab in dem er diesen Soldaten totschlug

Trittbrettfahrer, nennt man das wohl.

Bernie
Bernie
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Den Begriff kannten sie sicher nicht, aber sicher das Neue Testament und den Begriff der Nächstenliebe.

Ja, aber da kann Mensch, zumal als säkularer Mensch, auch zwiespältig dazu stehen, da Jesus, ganz ohne Kitsch, diese Regeln zunächst nur für die eigene Christenheit kannte – gegenüber „Heiden“ und Andersgläubigen galten eben diese Regeln genau nicht….da war alles erlaubt, wie man am bestem am Beispiel der Eroberung Mittel- und Südamerikas durch die Konquistadoren sieht….übrigens, auch das AT betont, dass die 10 Gebote nur für die Glaubensbrüder des alten Bundes gelten, gegenüber anderen Völkern, oder sogenannten Abtrünnigen war man nicht danach gebunden…..nur mal so aus religionskritischer Sicht gesehen – ist heute noch der Kardinalfehler, der monothestischen Religionen – die Gebote gelten nur für die jeweilige In-Group für die Out-Group so würde der Philosoph Michael Schmdit-Salomon wohl sagen, gelten die nicht – ja mag zynisch klingen, aber leider gibt es in der Kriminalgeschichte des Christentums, die ich hier nicht weiter ausbreiten will, mehr als tausende von Beispiel im Lauf der Menschheitsgeschichte für die Stichhaltigkeit der Theorie von Michael Schmidt-Salmon.

Da Dumme ist, dass der Monotheismus dogmatisch ist und sich von jeder anderen Religion bzw. Auslegung der eigenen bedroht fühlt.

Diese bedrohung muss vernichtet werden.

Da gibt es keine Kompromisse im alleinigen Volkommenheitsanspruch.

Kann ich nur unterschreiben, siehe auch mein Hinweis oben auf die In-Group und Out-Group Theorie im Alten und Neuen Testament – die gilt sogar für zentrale Passagen wie „Die 10 Gebote“ und eine Person namens Jesus Christus…..aber wie schon gesagt, ich will das Thema jetzt nicht weiter vertiefen 😉

Trittbrettfahrer, nennt man das wohl.

Ja, und solche gab es in jedem Jahrhundert, und ganz besonders nach dem Dreißigjährigen Krieg – irgenwo in Deutschland gab es einmal im 30jährigen Krieg eine große Schlacht zwischen Franzosen und Österreichern – die „Trittbrettfahrer“ dieser Gegend warteten bis die Gefallenen zu Knochen bzw. skelettiert wurden, und nahmen die Knochen dann als „Reliquien“ mit – kein Witz, und nur überliefert weil das sogar der katholischen Kirche im Ort damals zuviel wurde – das „Beinhaus“ wurde abgerissen, und die Knochen verbrannt, um einem weiteren schwunghaften „Reliquienhandel“ den Nährboden zu entziehen…..ja, horror, ich weis, aber andere Zeiten eben…..nur so kann man das verstehen, die Aufklärung gab es ja damals noch nicht von Voltaire, Kant und Rosseau….

Gruß
Bernie

Bernie
Bernie
Reply to  Bernie
11 Monate zuvor

Sorry, das AT zeigt ja gleich als Moses vom Berg, mit den Steintafeln, herabsteigt wie das Gebot „du sollst nicht töten“ gemeint sein dürfte:

Was geschah mit denen die „das goldene Kalb“ anbeteten? Nur mal so am Rande erwähnt…..ich hasse es recht zu behalten, aber das ist doch der beste Beweis, dass die Bibel nur für die eigene gläubige In-Group gilt, und das noch mit Moses eigenen Worten….als er die „Goldene Kalb“ Anbeter….na, jeder einigermaßen Bibelkundige weis ja was ich meine…..:-)

Sarkastische Grüße
Bernie

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
11 Monate zuvor

An der Front im Felde wird die Regenbogencamouflage immerhin für ein baldiges Ende ihrer Träger sorgen….

ShodanW
ShodanW
11 Monate zuvor

Was geht eigentlich noch über „Nazi“? Damit wird doch mittlerweile so sinnentleert herumgeschmissen, dass das kein Mensch mehr ernstnehmen kann. Wenn sich schon „Nazi“ abnutzt, was geht noch drüber? Mir fällt nichts ein. Also wäre das ja die rhetorische Grenzlinie, oder muss man jetzt wirklich mit solchen Begriffen wie rechtshomotransphober Nazischwurbeldenker ankommen? Das wäre aber eindeutig satirischer Unsinn. Außer für die natürlich.

Clarisse
Clarisse
Reply to  ShodanW
11 Monate zuvor

Irgendwas mit Antisemitismus geht immer als Steigerung. Übrigens, wenn man jemanden Nazi nennt obwohl dieser offensichtlich keiner ist, gilt das als Holocaust Verharmlosung, und das ist wie wir ja wissen strafbar. Ausser natürlich ein Politiker macht das, dann ists okay.

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Clarisse
11 Monate zuvor

Um straffrei aus der Nummer rauszukommen muss man kein Politiker sein – die richtige Gesinnung reicht!

ShodanW
ShodanW
Reply to  Clarisse
11 Monate zuvor

Ja, klar, dann muss man ja noch auf der „richtigen“ Seite stehen, dann kann man auch wirklich alles sagen. Straffrei. Wobei die „richtige“ Seite die Stelle ist, die man beim erfolgreichen Arschkriechen besetzt hat und wo man Entscheider hinter sich wissen darf. Aber naja, wir leben ja in keiner Diktatur.

Rudi K
Rudi K
Reply to  ShodanW
11 Monate zuvor

Was geht eigentlich noch über „Nazi“? Damit wird doch mittlerweile so sinnentleert herumgeschmissen, dass das kein Mensch mehr ernstnehmen kann. Wenn sich schon „Nazi“ abnutzt, was geht noch drüber?

Nazikeulen zu Poolnudeln. 😉 Drüber geht eventuell Scientologe.

Bernie
Bernie
Reply to  Rudi K
11 Monate zuvor

Da hier im Blog schon einmal die US-Serie „Die Simpsons“ erwähnt wurde, wie wäre es denn damit

Simpsons CommieNazis,McBain, Kommunisten-Nazis

Link:

https://www.youtube.com/watch?v=lo9cksR_M3A

Schon etwas älter, aber immer noch lustig – Was ist schlimmer als ein Nazi? Ein Kommunisten-Nazi 🙂

Komisch, irgenwie dachte ich gerade an die Ukraine, und den Wertewesten, und seine „Eliten“ – hat Matt Groenig da was vorausgesehen, was 2023 eintritt?

Nämlich wirtschaftneoliberal Kapitalismus auf die Fahne schreiben, aber Nazi- bzw. Faschistenpolitik zu betreiben – siehe eben Ukraine, und westliche Allierte….haben die von China gelernt, dass ähnliches mit dem kommunistischen Maoismus für die Politik, aber wirtschaftlich Kapitalismus….. 🙁

Sarkastische Grüße
Bernie

Last edited 11 Monate zuvor by Bernie
Bernie
Bernie
Reply to  ShodanW
11 Monate zuvor

@ShodanW

Was die echten Nazis und Hitler angeht ist mir ein Aspekt eingefallen auf das der jüdisch-amerikanisvhe Autor Raul Hilberg in seinem Buch-Klassiker „Die Vernichtung der Europäischen Juden“ hinwies, und was Guido Knopp & Co. wohl noch erforschen müssen – die psychologische Kriegsführung der Nazis, die eben auch darin bestand den Holocaust durch Kugeln, vor Massengräber für die jüdische Bevölkerung, durch einheimische, antisemitische Kollaborateure durchführen zu lassen. Eine grausame und perfide psychologische Tatsache, die 2023 dazu führt, dass die Kriegsenkel des Polen- und Judenmörders Stephan Banderas, die Ernte für ihre großväter- und urgroßväterlichen Nazi-Kollaborateure im Kampf gegen die russischen „Orks“ immer noch einfahren wollen.

Übrigens der oben erwähnte US-Autor, der nun schon einige Jahre tot ist, Raul Hilberg machte sich auch in der jüdischen Gemeinde keine Freunde, weil er auch auf die Kollaboration der „Judenräte“ in den Ghettos hinwies – auch hier griff die Perfidie der NS-Psychologen, nur diesmal mit falschen Versprechungen, das die geschont werden, wenn die Räte umsetzen was SS- und Wehrmachtseinheiten verlangten👎

Wollt nur Mal auf die Perfidie hinweisen, die bis heute, Wirkungen in allen Ex-UDSSR-Staaten zeigt – als späte Rache für „Der Untergang“ Hitlers und seiner Getreuen im Führerbunker in Berlin.

ich kann mich auch irren, aber wenigstens diese 💡 von mir Mal hier zur Diskussion stellen.

Gruß Bernie

Last edited 11 Monate zuvor by Bernie
ShodanW
ShodanW
Reply to  Bernie
11 Monate zuvor

Nun, ich denke jetzt nicht, dass wir jetzt etwas neu durchkauen würden. Schon die spätrömische Phase kann man locker mit heute vergleichen.

Man ist geneigt, das Schlechte zwar mahnend bei sich zu behalten, aber auch das vergisst man oder verzerrt es. Das mit den Judenräten ist mir sogar noch bekannt, ich glaube aus der Schule oder so. Lange her. Das wird dann lieber ganz schnell „vergessen“, nur um die pauschale Opferzeichnung zu unterstützen. Ist bei LGBTQ und Co. auch nicht anders. Wenn einer durchdreht (Nashville) = schnell weg damit. Deswegen würde ich nicht denken, dass du irrst. Es kommt nur anders wieder.

Bernie
Bernie
Reply to  ShodanW
11 Monate zuvor

@ShodanW

Seh ich ähnlich, und übrigens hab mal ein bißchen recherchiert, und es scheint sich dabei tatsächlich um eine fehlende Arbeit von ZeithistorikerInnen zu handeln – wie schon gesagt, entgegen langläufiger Meinung waren Hitlers Nazis durchaus perfide, sadistisch und intelligent, auch im Umgang mit Menschen in den von den deutschen besetzten Gebieten….

NS-Deutschland spielte die einfach gegeneinander aus, gab ja überall, wo die Wehrmacht/SS einmarschierte, auch vorher schon Antisemiten und Russophobe….kein Wunder, dass niemand an diese historischen Tatsachen erinnern will – es könnte sich ja ein Deja-Vu zu 2023 einstellen – nur das es, wie in einem alten Spruch aus den „Bauerkriegen“ (im Mittelalter)….“diesmal die Enkel besser ausfechten sollen….“

Sind übrigens sogar 2 Baustellen für Historiker a. eine Geschichte der Kollaboration und Besatzung und b. psychologische Kriegsführung von Hitlers Schergen…..kein Historiker, so sehe ich es nach kurzer Recherche in diversen Buchshops, hat sich mit diesem Thema wirklich ernsthaft beschäftigt – und es ist 78 Jahre her seit Kriegsende *schock*

Ich stellte ja schon in einem anderen Zusammenhang fest, dass es da noch viel zu erforschen gibt über die Zeit von 1933 – 1945, und hoppla….schon wieder eine Leerstelle, bzw. Baustelle, für zukünftige Zeithistoriker entdeckt 😉

Gruß
Bernie

ShodanW
ShodanW
Reply to  Bernie
11 Monate zuvor

Jaaa, wobei man den Aspekt „den eigenen Arsch retten“ gerne mal mitdenken darf. Es wird immer welche geben, die sich den Mächtigen anbiedern, vor allem wenn das Narrativ mit repressiver Methodik Ängste weckt. Judenräte, die den Nazis dienlich waren, haben sicherlich erst mal an sich und ihr Überleben gedacht. Das Hoffen auf einen Oskar Schindler konnte sich kaum jemand leisten, man stand halt hilflos da. Wenn man bei den Eroberungszügen ein paar affine Überzeugte abgriff, ist das ja zwangsläufig bequem und nützlich.

Der Unterschied, wie ich ihn sehe, zu heute ist wohl der Feldzug der Minderheit über die Mehrheit. Regenbogenmist ist ja eigentlich keine Selbstplakatierung, die wir uns ausnahmslos freiwillig an den Mast hängen. Abgesehen von psychisch angespannten Rastlosen, die ihre Selbstachtung lange gesucht haben und sie jetzt quasi nicht mehr suchen müssen, weil man ihnen zugesteht, auch mal ein Teilzeit-Ich zu sein. Die Selbstentfremdung ist Mächtigen natürlich mordsnützlich. Man kann sie treiben, wie man will, und wenn man aus ihnen erst ein sich selbst identifizierenden Fuchs macht und danach kriegsgeile Hetzer, dann ist das ja wohl der wahrgewordene Wunschtraum eines jeden Despoten. Der braucht nicht mal eine SS oder SA, das physisch und sehr aufwändig durchsetzen zu müssen.

Art Vanderley
Art Vanderley
11 Monate zuvor

Die wokeness ist auch in Skandinavien weit verbretet und sehr aggressiv, interessanterweise, neben den USA, auch die Weltregion, die besonders puritanisch war im 19.Jhd.
Sehr guter Artikel, vor allem wegen seines Schwerpunkts auf Denkstrukturen uind nicht auf austauschbaren „Inhalten“.
Auch der Hinweis ist treffend, daß das letztlich gerade der Communitiy der „Queerdenker“ selber schaden wird, ähnlich wie der „Feminismus“ nicht zuletzt den Frauen schadet, und derlei ähnliches.
Kleine Lanze für Deutschland: Es hat wohl viel mit der deutschen Mittellage zu tun, daß ein Phänomen bei uns so stark kulminiert, daß ein Phänomen ganz Europas und des Westens ist, wenn nicht gar ein weltweites, andere Weltregionen haben andere Formen des Fanatismus.
Jetzt noch ein wenig namedropping:
„Ich habe nicht Angst vor den offenen Faschisten, sondern vor denen im demokratischen Gewand“ (Habermas)
„Wenn der Faschismus zurückkehrt, wird er nicht sagen „Ich bin der Faschismus“, sondern „Ich bin der Antifaschismus“. (Ignacio Selino)
„Den Deutschen hast du entweder zu deinen Füßen oder an deiner Kehle“ (Curchill).

Bernie
Bernie
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

@Art Vanderley

Die wokeness ist auch in Skandinavien weit verbretet und sehr aggressiv, interessanterweise, neben den USA, auch die Weltregion, die besonders puritanisch war im 19.Jhd.

Vielen Dank für den überaus interessanten Hinweis auf diesen Zusammenhang

Ich dachte mir schon immer, dass es da Parallelen zum puritanischen Protestantismus gibt – nur die Ideologie hat eben von verbohrt religiös auf – verbort weltlich religiös wokeness- geändert, aber ansonsten blieb es beim alten Puritanismus, nur eben mit anderer Zielgruppe und Inhalten säkularer Art, aber ebenso fanatisch wie Luther, Calvin & Co. bei der Verbreitung des Protestantismus im mittelalterlichen Europa….

Gruß
Bernie

Last edited 11 Monate zuvor by Bernie
Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Bernie
11 Monate zuvor

Genau diesen Verdacht habe ich auch.

Tutulis
Tutulis
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

Der Spruch vom Bösen Dicken ist ein rassistischer Spruch, der auf dem Niveau einer Aussage wie“der Himmel ist gelb“ steht, das ist dir aber hoffentlich klar?

Oder der Indische Spruch: „ein Dämon nahm eine Äffin zur Frau, und ihre Kinder waren die ersten Engländer“? Auch sehr unnett und wohl nicht zutreffend…

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Tutulis
11 Monate zuvor

Mir ist nicht ganz klar worauf du rauswillst.

Bernie
Bernie
11 Monate zuvor

Weil es hier passt, und rein zufällig dasselbe Thema wie Roberto J. de Lapuente anstößt, und ich merke vorher noch an, dass ich nicht mit allem was Tim Kellner sagt einverstanden bin, aber das mit der Deutschlandfahne (=rechts=AFD= Monat Juni „Stolzmonat“ lt. Monitor bei der AfD=Höcke wer die statt der Regenbogenfahne zeigt! *schock*daumenrunter*) ist der Hammer…..

Es wird immer besser, die woken D….n merken nicht einmal wie hohl sie rüber kommen…Regenbogenfahnen raus, und wer eine Deutschlandfahne raus hängt ist ein brauner Sack *Sarkasmus*

MARKUS LANZ zerstört die Ampel in 55 SEKUNDEN! ᴴᴰ

Fulminant, atemberaubend, eindrucksvoll und vernichtend.

Alles Eigenschaften, die man dem beliebten Moderator Markus Lanz normalerweise gar nicht zutrauen würde.

Aber in diesen 55 Sekunden schien er über sich hinauszuwachsen!

Ein bemerkenswerter Moment in der deutschen Fernsehgeschichte.

Der Love Priest hat diesen natürlich angemessen für Euch festgehalten.

Lehnt Euch zurück…

Link:

https://www.youtube.com/watch?v=ffmgjTDegjI

Gruß
Bernie

Last edited 11 Monate zuvor by Bernie
thomas müller
thomas müller
11 Monate zuvor

Herr De Lapuente und die dem Zeitgeist der Kritiker fröhnenenden „Scheu- und Kriechlandrebellen“ demontieren den Eurovision Song Contest. Ihr System Alternativkriecher…..

Last edited 11 Monate zuvor by thomas müller