Eine kurze Geschichte der Resignation

Es gibt immer mehr Impfschäden: Sollte die Presse nicht aktiver davon berichten? Ganz egal, es spielt keine Rolle: Die Aufklärung ist tot, egal was man auch berichtet, es macht keinen Unterschied.

Einige Woche, bevor die schlimmste Seuche seit Menschengedenken ihren Lauf nahm, machte ich mir an dieser Stelle Gedanken um die Aufklärung. Besser gesagt darüber, dass sie eigentlich vorbei sei. Aufhänger war damals Amazon Echo, die Abhörwanze für jedermann, die liebevoll Sprachassistent genannt wird. Amazon Echo hat sich damals gut verkauft – vermutlich tut es das noch immer, wenn auch (abhör-)technisch ausgereifter. Die damalige Berichterstattung, wonach der Konzern die Leute aus Marketinggründen abhöre, habe zu guter Letzt gar nichts gebracht, denn immer mehr Kunden stellen sich so einen Mini-Kubus ins Wohnzimmer. Dieser Umstand sei mal wieder ernüchternd – denn: Aufklärung wirkt nicht (mehr).

Damals hatte ich noch gar nicht die Seuche auf dem Plan. Die hat Amazon noch gestärkt, für viele mag sich so ein »Sprachassistent« in Zeiten der Abschottung als praktisches Gegenüber erwiesen haben, ganz nach dem Motto: Wenn ich mit keinem mehr reden kann, Echo ist da, hört mir zu, antwortet adäquat, ist nicht ansteckend und bestellt mir automatisch ein Päckchen FFP2-Masken. Hört Amazon mit? Vielleicht! Aber jeder Nutzen hat seinen Preis …

Nichts, wirklich nichts bringt die Menschen in Wallung

In jenem Text brachte ich vielleicht eine etwas krude Parabel an. Eine, die ich in Gesprächen mit Freunden schon vorher auftischte. Sie ging so: Wenn heute herauskäme, dass die Server von Facebook, Twitter, Instagram oder was auch immer es an sozialen Hetzwerken gibt, mit dem Blut von Kindern gekühlt würden, etwa weil man herausgefunden habe, dass Kinderblut eine besonders gute Kühlwirkung aufweist – oder aber, wenn aufgedeckt würde, dass menschliche Körper in Salzlake eingelegt werden, ein bisschen so wie im Film Matrix von den Wachowskis, um aus jenen Körpern die Energie zu ziehen, um die Server dieser medialen Ausschnittsdienste zu versorgen: Was würde passieren?

Vermutlich spekuliert der geneigte Leser, dass ich darauf hinauswill, dass eben nichts passieren würde, keine Empörung zu vernehmen wäre. Aber genau so sehe ich es nicht. Natürlich würde es einen Aufschrei geben, stilsicher mit Hashtag selbstverständlich. Die Leute würde laut werden: Bei Facebook, bei Twitter, bei Instagram. Und erst, wenn man das Thema drei Tage hochgekocht hat, erlahmte die Empörung und die Kinder würden weiter angezapft oder die Körper lägen weiterhin in der Suppe. Am vierten Tag aber fände sich schon wieder etwas Neues: Ein Beamter etwa, der in seinen Anschreiben nicht gendert.

Man nenne mich gerne einen Kulturpessimisten – wenn es Euch und Ihnen das einfacher macht, den Glauben nicht zu verlieren, genehmige ich dieses Vorurteil zu meiner Person ohne Umschweife. Was ich aber eigentlich sagen will: Es gibt in dieser Welt keinen Skandal mehr, der das Potenzial hat, zu einem großen Zerwürfnis zwischen uns, der Bevölkerung und ihnen, den Herrschenden und Funktionären, zu führen. Dieser Ansicht war ich schon vor der biblischen Seuche der letzten Jahre. Dann kam sie und der katastrophal-menschenverachtende Umgang damit über uns, dann kamen die Seuchengewinnler und Placeboproduzenten, die es geschafft haben, ihr Zeug fast zu einer Verpflichtung zu machen, obgleich damals schon klar war, dass damit etwas nicht stimmt: Und was geschah? Einige wenige protestierten. Die anderen zeigten ihnen den Scheibenwischer.

Wissen ist Macht?

Mittlerweile wissen wir ja sogar noch mehr. Die Nebenwirkungen sind nicht zu unterschätzen. Post-Vac allerorten. Todesfälle inklusive. Überraschende Todesfälle insgesamt haben sich gehäuft. Fast jeder kennt jemanden, der nach der Impfung gesundheitliche Schwierigkeiten bekommen oder Veränderungen wahrgenommen hat. Wir reden hier an sich von einem Skandal, der das Potenzial haben müsste, eine riesige Empörung und Wut zu entfachen: Ja, Umsturzpotenzial geradezu. Hätte man den Plot zur mRNA-Impfung in Zeiten vor Corona jemanden vorgelegt, mit allem was man heute weiß, die naive Analyse hätte ergeben: Das wird ein Gamechanger, denn das machen die Leute nicht mit, da gibt es Aufstände!

Wir wissen es heute besser. Ein alter Schlaumeier-Spruch ist, dass Wissen Macht sei. Unter Umständen mag das für den Einzelnen gelten. Wenn ich weiß, wie das Arbeitsrecht aussieht, macht mir mein Arbeitgeber nicht so leicht was vor. Aber was genau bringt Wissen denn heute für die Allgemeinheit ein? Das Internet bietet wie nie zuvor eine Abrufbarkeit fast allen möglichen Wissens: Sind wir so viel schlauer geworden? Hat das dazu geführt, dass wir die Macht an uns gerissen hätten? Was man feststellt ist, dass die, die wirklich gut informiert sind, recht schnell ohnmächtig werden – und nicht etwa mächtig.

Es scheint vollkommen egal zu sein, ob das Wissen auf der Straße liegt, in der Zeitung steht – was selten der Fall ist! – oder auf andere Wege offenbart wird: Es macht einfach keinen Unterschied. Naiverweise war man seit der Aufklärung auf den Trichter gekommen, dass ein sich bildender Mensch ein mündiger Mensch würde: Wer das gemeine Volk bildet, der macht es weniger leicht regier- und führbar. Bis zu einem gewissen Grade hat das sicherlich gestimmt. Die Massen des 19. Jahrhunderts waren viel schwieriger zu regieren, als jene des frühen 18. Jahrhunderts. Aber dann gab es irgendwo einen Knick. Eine Entwicklung, die so nicht vorgesehen war und in der das Leitmotiv, wonach Wissen Macht sei, nicht mehr griff.

Die Seuche war der endgültige Todesstoß der Aufklärung

Dass Wissen Macht sein kann: Das ist Folklore aus einer Zeit, da man an die Kraft der Ratio glaubte. Damals, als Diderot und Kollegen an ihrer Enzyklopädie werkelten: Seinerzeit ging man davon aus, dass die Vermittlung von Wissen den Menschen aus seiner Unmündigkeit führe – wer sich dann noch wie ein Bauer auf dem Schachfeld verhalte, sei selbstverschuldet unmündig: Denn dann läge ja alles auf dem Tisch, man müsse nur genau hingucken. Die Aufklärung lebte von diesem Anspruch, sie war der strikte Glaube an die Wissensmacht, ja an die Wissenschaft. Ein schöner Glaube. Aber er kam in die Welt, bevor es wirkmächtige Propaganda gab.

Heute ist der Glauben an die Aufklärung daher Romantik. Aufklärungsarbeit, die vielleicht auch ein bisschen was bewirkt, die steht doch schon lange im Museum. Wenn sie auf diesen Knopf drücken, wird irgendwo ein Mensch einen heftigen Stromschlag erhalten, Sie erhalten aber eine kleine finanzielle Entschädigung: Sollte ein aufgeklärter Mensch nicht wissen, was er unterlässt? Aber was wird getan? Natürlich: Es wird gedrückt – Wissen scheint bestenfalls Ohnmacht zu sein. Und genug Propagandisten helfen dabei, dass der Knopfdruck als alternativlos, als notwendig, ja als geradezu moralisch dringlich verbrämt wird.

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts, so könnte man etwas vereinfachend festhalten, war eine Geschichte der Gegenaufklärung. Die Leitideen der Aufklärung hatten es schwer, als der Faschismus über Europa kam: Sie auszumerzen war ein nicht zu unterschlagendes Ziel jener Bewegung. Dann war jene Zeit vorbei, aber die Aufklärung geriet erst zögerlich, dann ernsthaft ins Fadenkreuz derer, die diese Werte nicht schätzen. Was wir erleben ist die Geschichte einer Resignation, man kann aufdecken, erklären und beleuchten – auf Französisch nennt sich die Aufklärung siècle des Lumières, also das Jahrhundert der Lichter – was man will und so laut man möchte: Es nützt nichts, selbst Kinderblut in der Kühlungsleitung würde akzeptiert. Nach Corona ist jedenfalls klar: Nie war der Anspruch des Aufdeckens und Vermittelns auf so verlorenen Posten wie in diesen Tagen. Diese Pandemie war der endgültige Todesstoß der Aufklärung.

0 0 votes
Article Rating
Diesen Beitrag ausdrucken

Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

Unterstütze uns und hilf dabei, die neulandrebellen besser und wirkungsmächtiger zu machen
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

39 Comments
Oldest
Newest
Inline Feedbacks
View all comments
Volker Birk
Volker Birk
1 Jahr zuvor

Vielleicht heitert Dich das hier etwas auf: https://blog.fdik.org/2023-03/s1680128181

Schwitzig
Schwitzig
1 Jahr zuvor

Ja, ich denke, dass Du vollkommen recht hast. Noch vor drei Jahren hätte ich das nicht gedacht, aber ich bin nun total desillusioniert.
Das Schlimmste sind nicht die Machthabenden Verbrechenden, sondern die verblödeten Massen, die die tragfähigen Säulen für die Verbrechen bauen und erhalten.
Ich habe mittlerweile auch kein Mitleid mehr mit volljährigen GeImpferierenden, denn sie tragen in meinen Augen nicht selten eine Mitschuld.

Last edited 1 Jahr zuvor by Schwitzig
Robert-B.
Robert-B.
1 Jahr zuvor

Nicht die Pandemie war der Todesstoß der Aufklärung. Die Pandemie hat nur sichtbar gemacht, was bereits viele Jahre lang gezielt vorbereitet wurde.
Ich erinnere mich an diverse „rote“ Linien, die in den letzten gut zwanzig Jahren immer wieder überschritten wurden. Da wurden schon damals kritische Journalisten bestraft und es wurde das Internet immer stärker unter Kontrolle gestellt. Immer gab es kleine Aufreger, dieses und jenes würde die Demokratie schwächen etc.pp.
Und dann war wieder Ruhe, bis zum nächsten Schritt…
Das Bildungssystem wurde umgestellt und verschult, um statt breit gebildeten Menschen Fachidioten herzustellen, die wenig in Frage stellen (können) und stattdessen in ihrem Bereich nützlich sind und funktionieren.
Das Gequatsche von Fake News, Hassrede und so weiter, das kam vor einigen Jahren und ich habe mir das alles fasziniert angeschaut und fragte mich, was diese Politiker reitet. Heute ergibt das alles Sinn. Ganz bewußt wurde die Fähigkeit der Demokratie und der Meinungsvielfalt in einer offenen Gesellschaft geschwächt und am Ende abgeschafft.
Corona war dann quasi die Probe aufs Exempel. Die „Seuche“ kam gerade recht, um zu überprüfen, ob und wo man noch nachjustieren muß, damit die Gesellschaft der totalen Kontrolle nichts mehr entgegen zu setzen hat.
Ja, es ist zum Resignieren.
Aber für mich persönlich ist es nicht soweit. Warum?
Gerade weil es weiterhin kleine Kreise gibt, in denen die Dinge noch benannt werden, in denen das Wissen und der Widerstand (wenn man es mal so nennen möchte) am Leben erhalten werden.
Das wird es brauchen.
Denn – um noch mal eine Analogie zur Matrix zu verwenden – ein Großteil der Menschen ist in einer konstruierten Scheinwelt gefangen, in der sie die Dinge sehen, wie sie sie sehen sollen.
Es braucht Einzelne, die sich die Mühe machen, wann immer möglich, solche Menschen aufzuwecken. Indem sie sie sanft und schrittweise aufklären.
Ich glaube, das ist die heutige Form der Aufklärung. Eine Art Häuserkampf um die Köpfe. Die Demokratie ist verloren, aber der Kampf um jeden Einzelnen nicht.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Robert-B.
1 Jahr zuvor

@Robert-B

Nicht die Pandemie war der Todesstoß der Aufklärung. Die Pandemie hat nur sichtbar gemacht, was bereits viele Jahre lang gezielt vorbereitet wurde.

Völlig korrekte Feststellung.

Der Beginn war spätestens Kohls Kanzlerschaft mit seiner Verherrlichung des Thatcherismus, dann Schröders Kastration des Sozialstaates, Merkels alternativloses Durchregieren mit der Kontrolle der Medien a la NetzDG und der Installation eines CDU-Richters im höchsten Richteramt und einer Komplett-Versagerin, aber hörigen US-Bordsteinschwalbe im höchsten Amt der EU.

Die Situation, in der wir uns befinden, wurde Schritt für Schritt so vorbereitet und dann verfestigt, so wie Juncker das mal in einem Interview gesagt hat.
Der ist übrigens auch ein Zögling „Global Leader for Tomorrow“ des WEF, so wie sein südlicher Nachbar Macron, dem es jetzt offenbar ans Leder geht, oder der Belgier, in die andere Richtung.

Suzie Q
Suzie Q
1 Jahr zuvor

„Aufklärung“ als historischer, philosophischer oder ideologischer Begriff, also dieses gegen den Absolutismus und Klerikalismus gerichtete Phänomen, wurde zeit meines Lebens mystifiziert verwendet. Der romantisierende Rückgriff auf das ausgehende 18. Jh. ff. mit Formung einer sogenannten bürgerlichen Gesellschaft mit all ihren hierarchischen, tabuisierten und formalisierten Regeln bzw. Regelwerken ist immer und unter allen Umständen antiemanzipatorisch. Insofern – im Westen nichts Neues!

Was soll da eine medizinische Maßnahme besser oder schlechter machen? Sie zeigt nicht mehr oder weniger auf als das heutige Sonderangebot beim Supermarkt. Und das war auch schon immer so (wenigstens, seit es Supermärkte bzw. Impfungen gibt).

Und dann war da noch, ähm…

Hat das dazu geführt, dass wir die Macht an uns gerissen hätten?

Seit wann reißen „WIR“ die Macht an uns? Das tun immer Einzelne, und die werden sie dann später nicht mehr abgeben, egal, was sie vorher diesen „WIR“ versprochen hatten. Dabei ist es völlig wurscht, ob diese „WIR“ „DAS VOLK“ oder „DAS ECHTE VOLK“ oder gar „DAS EINZIG WIRKLICH WAHRE ECHTE VOLK“ sind.

Carlo
Carlo
Reply to  Suzie Q
1 Jahr zuvor

Suzie,
willst Du uns hier die „Maggi Thatcher“ geben?

There is no such thing as society! There are individual men and women and there are families and no government can do anything except through people and people look to themselves first.

Warte auf den Heiland, Captain America oder Dir angemessen, auf Superman.
Geh zu den Zeugen Jehovas oder zu Scientology. die verbreiten diesen Unfug auch…;-)
Sonst tanz den Neoliberallalla….aber halt Dich an der Stange….;-)

Last edited 1 Jahr zuvor by Carlo
Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Carlo
1 Jahr zuvor

Mann, bist du luuuustick – also fast, oder so.

Carlo
Carlo
Reply to  Suzie Q
1 Jahr zuvor

Susi,
kleiner Nachtrag:
Wenn Du denn Internet ausdrucken kannst, nimm Dir die Briefbögen mit, und les mal in neutraler Umgebung (Wald?) die Reflektionen Robertos.
Danach kannst Du Dich ja mal wieder melden.

Carlo
Carlo
1 Jahr zuvor

Roberto,
überschreibs doch nicht als Resignation, wenn Du eine berechtigte vorsichtige Zurückhaltung meinst.
Ich bin über 20 Jahre älter als Du und schaff es nicht mehr für lange Demonstrationsrouten, insbesondere wenn die „Argumente des Rechtsstaates“ in Form von Tränengas, Wasserwerfer und Hartholzknüppel zu erwarten sind.
Nur weil ich nicht gleich auf den Friedhof will, habe ich nicht resigniert.
Aufklärung im deutschsprachigen Raum begann eigentlich erst 1848 mit dem Kommunistischen Manifest und der langsam darauf folgenden Gründung der Internationalen Arbeiterassoziation.
Der weitere Gang der Dinge mit allen Fehlern und Katastrophen ist bekannt.
Es wird weitergehen, vielleicht ganz anders als wir erwarten zu denken gewohnt sind.
Die Veränderungen schätze ich, werden nicht mehr protestantisch-europäisch geprägt sein.
„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, Venceremos….

Last edited 1 Jahr zuvor by Carlo
Volker Birk
Volker Birk
1 Jahr zuvor
Carlo
Carlo
Reply to  Volker Birk
1 Jahr zuvor

Volker,
da will ich mal so richtig zynisch sein, weil man mich und meine Gefährtin damals von der Parkbank verjagt hat….
„Warum soll im Kleinen erlaubt sein, worauf im Großen der ganze Schwindel erlaubt ist?“ (Walter Serner, Ende Theresienstadt)
Ich denke Dr. Frank wird reichlich Probleme erfahren, weil BILD als auch WELT sich an ihr ungeschriebenes Credo halten, niemals gegen die herrschende Klasse.
Merke: Mit faschistischen Publikationen solle man sich nicht gemein machen….

Last edited 1 Jahr zuvor by Carlo
Volker Birk
Volker Birk
Reply to  Carlo
1 Jahr zuvor

Ich interpretiere das etwas anders. Der Axel-Springer-Verlag repräsentiert ja nicht Faschisten, sondern eine gewisse Kaste deutscher Oligarchen mit transatlantischen Beziehungen.

Da hat jemand gemerkt, dass das WEF-WHO-Spiel auch zu deren Lasten geht. Die Konkurrenz gewinnt. Und nun kommt man drauf, man könnte ja gegenhalten.

Reichlich spät, aber besser spät denn niemals. Ist Unterstützung von ungewohnter Seite, aber derzeit ist eigentlich alle Unterstützung recht.

Vietato Fumare
Vietato Fumare
1 Jahr zuvor

Das grundlegende Problem ist: Wir sind süchtig nach Lüge geworden. Dies impliziert umgekehrt die Allergie oder sogar den regelrechten Hass auf alle Wahrheit. Denn diese schmerzt und würde unsere Illusionen schnell auflösen. Die selbstzerstörerische Sucht nach Lüge hat inzwischen epidemische Ausmaße angenommen. Immer größere und dreistere Lügen werden aus der Taufe gehoben und mittels der Massenmedien über den Erdball ventiliert. Jeder noch so primitive Politiker wie zB Söder, der bereit ist, sich unhinterfragt mit der Lüge zu verbinden, hat derzeit maximalen Rückenwind und Erfolg.
Auch Olaf „Slava Ukraini“ Scholz kann sich kaum reinkriegen vor lauter Begeisterung darüber, dass er mit jeder noch so dreisten Lüge durchkommt (Coronaimpfung, Ukraine, Nord Stream, Cum Ex etc.) und es „keine roten Linien mehr“ gibt. Feist grinsend erinnert er an jenes seltsame Männchen in „Wickie und die starken Männer“ – ich glaube, es hießt Snorre -, das immerzu einen Luftsprung macht und dazu ruft: „Ich bin entzückt!“

Der Aufprall wird dennoch und umso härter kommen. Sogar schneller als erwartet.

Carlo
Carlo
Reply to  Vietato Fumare
1 Jahr zuvor

Rauchen verboten,
ja, das weiß ich auch, aber zu Hause ist es ja noch erlaubt..;-)
Eigentlich ist das, was Du schreibst, nichts neues.
Falls Du alt bist, gut, nachgesehen. Aber solltest Du jung sein, warum bist Du nicht auf der Strasse, oder wenigstens aktiv im Anarcho-Syndikalismus oder wenigstens der Kommunistischen Partei?
Merke, viele Alte, wie auch ich, können das nicht mehr, also macht Ihrs!

Last edited 1 Jahr zuvor by Carlo
Wütender Bürger
1 Jahr zuvor

„Ein alter Schlaumeier-Spruch ist, dass Wissen Macht sei.“

Nicht nur Wissen ist Macht, auch das Vorenthalten von Wissen ist Macht. Nur dadurch, daß die Kirche das Volk seit tausenden Jahren dumm gehalten hat, konnte sie ihre Macht aufbauen, erhalten und immer weiter ausbauen.

Und genau so haben es die Pharmafirmen auch getan: sie haben das Wissen um die Gefährlichkeit ihrer Produkte verschwiegen und eine Religion darum herum aufgebaut. Wer nicht dafür war, war automatisch des Teufels Gefährte und musste bekämpft werden.

Carlo
Carlo
Reply to  Wütender Bürger
1 Jahr zuvor

Wüterich,
Nein! Solltest Du der medialen Irrsinnsschau anheim gefallen sein, schau mal bei Goethe nach, dorten heißt es: Im Anfang war die Tat. So daneben kann der Alte doch nicht gelegen haben. Immerhin hat er sein Zimmermädchen geheiratet, um nicht von den napoleonischen Truppen gar als Aristokrat beschuldigt und schaffotiert zu werden. Das nur mal so, weil der Dümmste war er ja auch nicht.
Aber was solls, es ist Spiegelfechterei mit dem Wissen, dafür hat Euch der seelige Karl was entscheidendes gesagt:
Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt aber darauf an, sie zu verändern.
Karl Marx
Tja, mit schönen Worten läßt sich keine „Welt“ verändern…..;-)
Kleine Nachfrage: Sollen wir Alten auf die Gass, nur weil ihr Jungen Euch lieber mit der englischen Grammatik amerikanischer Anaphabeten beschäftigt?
Nee, auf diese Ausblicke trink ich mir lieber einen und, siehe oben….;-)

Last edited 1 Jahr zuvor by Carlo
spartacus
spartacus
Reply to  Carlo
1 Jahr zuvor

Karl und Fritz haben aber auch noch anderes gesagt.
Z.B. daß die herrschenden Ideen immer die Ideen der herrschenden Klasse waren. Insofern wären alle diese Diffamierungsinstrumente wie die Klassifizierungen als Verschwörungstheorien, der Mißbrauch von Begriffen wie Antisemitismus und die Inflationierung der Nazi-Keule daraufhin zu untersuchen. Anders gesprochen, was sagt es über die herrschende Klasse aus, daß der Diskussionsraum dermaßen verengt wird, wir also vom allgemeinen Geplapper, wo jeder sagen kann, was er denkt, in einen vorgegebenen, immer schmaleren Meinungskorridor geführt werden?
Eine Erklärung dafür bieten Häring und wohl auch Varoufakis, die einen Tech-Feudalismus als kommende Gesellschaftsformation heraufziehen sehen. Da macht es Sinn, die vermeintlich freien Individuen wieder zu Untertanen abzurichten.

Und dich, lieber Carlo, möchte ich daran erinnern, daß die Philosophen die Welt auch auf den Kopf gestellt hatten. Sie auf die Füße zu stellen heißt, sich an den materialistischen Grundlagen zu orientieren. Daß die vermeintlichen freiheitlich-demokratischen, individualistischen Werte bzgl. des Bewußtseins in der Bevölkerung eigentlich nur Luftschnitzel sind, konnten wir gerade erfahren (Zustimmung zur Impfpflicht und anderen Covid-Maßnahmen).
Conclusio: Solange die Realität nicht erbarmungslos zuschlägt, in Form von Massenverelendung oder Kriegsbeteiligung mit eigenen „Human Ressources“ und heimkehrenden Kriegskrüppeln, wirst Du keine Massen auf die Straße bekommen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Wütender Bürger
1 Jahr zuvor

@Wütender Bürger

Nicht Wissen an sich ist Macht, sondern sein Gebrauch / Missbrauch.

Zu wissen, wie man Knödel macht, bringt dir noch lange keinen auf den Teller. 😉

Wenn dir allerdings Niemand erklärt, wie es geht, auch nicht.

Wütender Bürger
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Die Verhinderung der Verbreitung bestimmten Wissens IST Machtausübung. Siehe die sogenannten Hexenprozesse. In diesen Prozessen ging es immer nur darum, Wissen, das der Kirche nicht genehm war, zu unterdrücken, z.B. Geburtshilfe oder Kräuterkunde. Wenn das gemeine Volk weiß, welche Pflanze gegen welche Krankheit hilft, können diese Krankheiten nicht mehr als göttliche Strafe dargestellt werden, was die Macht der Kirche immens gefährden würde. Also mussten die Menschen, in der Mehrzahl Frauen, die dieses Wissen hatten und anwandten, unter billigen Vorwänden getötet werden.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Wütender Bürger
1 Jahr zuvor

@Wütender Bürger

Die Verhinderung der Verbreitung bestimmten Wissens IST Machtausübung. Siehe die sogenannten Hexenprozesse. In diesen Prozessen ging es immer nur darum, Wissen, das der Kirche nicht genehm war, zu unterdrücken

Das ist teilweise richtig und es gab ja durchaus durchgeknallte Typen wie Heinrich Kramer oder Tomas de Torquemada, aber mehrheitlich gingen die Hexenprozesse auf die weltliche Macht und Anzeigen aus der Bevölkerung zurück.

Da ging es dann um Erbstreitigkeiten, Habgier, Neid oder Eifersucht, weil der Gatte sich in eine Jüngere verguckt hatte, und man so die Konkurrenz mit dem Vorwurf der Hexerei einfach loswerden konnte.

Bernie
Bernie
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

@Robbespuere

Ob Roberto diesen zynischen Spruch auch kennt, den ich vor Jahren, in meiner Schulzeit in den 1986ern, schon einmal aufschnappen durfte

Welchen?

„Wissen ist Macht. Nichtwissen macht aber auch nix!“ 🙄😉

Gruß
Bernie

N.B.
N.B.
1 Jahr zuvor

Na, was erwartest du?!!

Ich nichts mehr…

Normalerweise müssten Lauterbach, Bosetti, Blome usw. alle inzwischen im Knast sitzen… Die Regierungen die während der „Pandemie“ an der Macht waren allesamt weggefegt worden sein.

Und was ist immer noch: Überall massivste Hetze gegen diejenige die das Narrativ nicht so durchgehen lassen…

Wir sind ein Volk von kompletten Hornochsen! (Nicht jeder, aber die weit überwiegende Masse!)

Wir verkaufen uns für ein paar Brotkrummen!

Resignation? Ich darf nicht öffentlich schreiben was ich empfinde ohne dass ihr und/oder ich selbst irgendwie Ärger bekämen tätet… Selbst wenn ich einigermaßen anonym im Netz unterwegs bin!

Rudi K
Rudi K
1 Jahr zuvor

Das ist ein interessanter Text. Zu einem Punkt will ich folgendes bemerken:

Sie ging so: Wenn heute herauskäme, dass die Server von Facebook, Twitter, Instagram oder was auch immer es an sozialen Hetzwerken gibt, mit dem Blut von Kindern gekühlt würden, etwa weil man herausgefunden habe, dass Kinderblut eine besonders gute Kühlwirkung aufweist – oder aber, wenn aufgedeckt würde, dass menschliche Körper in Salzlake eingelegt werden, ein bisschen so wie im Film Matrix von den Wachowskis, um aus jenen Körpern die Energie zu ziehen, um die Server dieser medialen Ausschnittsdienste zu versorgen: Was würde passieren?

Bei der Geschichte mit dem Kinderblut werden Leute wie Frau Annetta Kahane oder diverse Antisemitismusbeauftrage diese These als „antisemitisch“ ablehnen.

Carlo
Carlo
Reply to  Rudi K
1 Jahr zuvor

Rudi,
im Kaiserreich im Weltkrieg 1916 haben die Sozialdemokraten als Reichstagsmehrheit die Judenzählung in der Reichswehr auch nicht als „antisemitisch“ verurteilt.
Soweit zu den Sozen….

Rudi K
Rudi K
Reply to  Carlo
1 Jahr zuvor

Das war aber vor mehr als 100 Jahren. Heute hat jedes Bundesland seinen Antisemitismusbeauftragten. Und der Antisemitismusbegriff ist heute weiter gefasst als damals.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Es gab im Mittelalter das Gerücht, daß Juden das Blut von Christenkindern zur Zubereitung von Mazze verwenden. Das fiel mir beim Begriff Kinderblut ein.

Carlo
Carlo
Reply to  Rudi K
1 Jahr zuvor

Rudi,
Die Mönche zu Lodève in Gascogne erklärten eine Maus für heilig, die eine geweihte Hostie gefressen hatte. (Georg Christoph Lichtenberg)
Oh weh, wie mag es erst jenen gehen, die Messwein geklaut und gesoffen haben…..;-)

Last edited 1 Jahr zuvor by Carlo
Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Es geht ja nicht darum, was Du denkst. Antisemit ist der, der die gerade gültige Herrschaftsmeinung nicht teilt und unterstützt.

Bernie
Bernie
Reply to  Schwitzig
1 Jahr zuvor

Wobei abartiger Weise noch der Vorwurf des Antisemitismus so inflationär benutzt wird – auch in Israel – dass sogar Juden deswegen als angebliche „Antisemiten“ ausgegrenzt werden wie der Publizist Moshe Zuckermann einmal geschrieben hat 😳

Rudi K
Rudi K
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Es war ja auch nicht ein Vorwurf von mir sondern ein theoretischer Vorwurf, den Leute machen, die überall Antisemitismus wittern.

nadennmallos
nadennmallos
1 Jahr zuvor

Es steht zu befürchten, Du könntest recht haben, Roberto. Ideologie und schöner Schein sind so wunderbar rosarot und Hysterie so verlockend, im Gegensatz zu schnöden Fakten, Reflektion und Sorgenfalten.
Wenn nicht so viele Menschen darunter leiden würden, könnte man sich täglich tot lachen über den geplanten und umgesetzten Untergang der Aufklärung und die vielen unnötig geschriebenen Bücher. Da hätte man einiges an CO2 einsparen können.
Ich bin aber ein wenig egoistisch und unsolidarisch, möchte weiter Artikel von Euch mit schlauen Gedanken lesen, bis der letzte das Licht aus macht. Dieser Selbstzweck der Aufklärung genügt mir, unabhängig eines potentiellen Effektes. Sonst entsteht chronische geistige Windstille und davon gibt es ja wahrlich genug.

Secessio Plebis
Secessio Plebis
1 Jahr zuvor

In der letzten Zeit, habe ich selbst viel über die Möglichkeit, politische Einstellungen durch Gegeninformationen, oder Aufklärungsarbeit zu verändern, nachgedacht und bin zu einer recht ernüchternden, aber ich denke nicht resignativen Meinung gekommen.

Etwa 60 Prozent der Menschen sind an Erkenntnis, im Sinne wissen zu wollen „was ist“ und wie sich politische Entwicklungen abzeichnen; wie Macht funktioniert, überhaupt nicht interesiert.

So lange es genug zu essen und den Glauben an eine ausreichende Versorgung in der Zukunft für ihre Kinder gibt, bewegen sie sich entweder im Mainstream oder schimpfen und äußern eine leise Kritik, allerdings so, dass sie ihren sozialen Status nicht gefährden. Dabei bilden sie aber selten politisch zusammenhängende Ideen aus oder handeln nach politischen Idealen, weswegen Proteste oft sprunghaft und politische Positionen in sich widersprüchlich sind.

Es sind fast nie mehr als 40 Prozent der Bevölkerung wirklich politisch aktiv positioniert,davon sind etwa 20 Prozent der herrschenden Politik gegenüber
kritisch eingestellt und etwa die selbe Zahl unterstützt sie.

Die Kritiker haben den Vorteil der Unabhängigkeit und der inneren Überzeugung.

Die Multiplikatoren der Macht den der größeren materiellen Unterstützung und medialen Aufmerksamkeit, sind aber größtenteils Karrieristen/Opportunisten und somit nur in geordneten Verhältnissen verlässliche Stützen.

Die Maßnahmenkritiker (von denen sich viele aus Bequemlichkeit haben „impfen“ lassen, die aber nie die Hetze mitmachten) oder Gegner von Waffenlieferungen sind also keinesfalls eine Minderheit. Die aggressive Rhetorik ihnen gegenüber soll aber verhindern, dass die Mehrheit das begreift und sich für eine andere Politik organisiert.

Das politische Klima kippt zugunsten der Kritiker wenn es gelingt,

eine Mehrheit der passiven 60 Prozent nicht nur zu informieren und zu überzeugen, sondern auch zu aktivieren (Das ist sehr unwahrscheinlich, vor allem da selbst bei einer Notlage Hilfen an eine systemkonforme Haltung geknüpft werden können.).
oder wenn von den 20 Prozent der Unterstützer des Mainstreams eine signifikante Zahl umschwenkt (das kommt schon öfter vor, als eine Aktivierung der passiven Mehrheit).
sich eine Gegenelite mit konkurrierenden politischen, bzw. denen der Kritiker ähnlicheren Vorstellungen von außen durchsetzt (wenn z.B. ein Land/Machtblock einen Krieg verliert.)
In der historischen Phase der Aufklärung fiel der ökonomische Aufstieg des Bürgertums mit der Bildung von dessen kritischen Bewusstsein zusammen, zudem waren die Unterdrückungsmechanismen sichtbarer und der Durst nach Wahrheit und die Abscheu vor den damaligen Eliten weiter verbreitet. Der Machtverlust an der Spitze war deutlich zu spüren, nicht zuletzt wegen der eingetretenen konfessionellen Zersplitterung und der Etablierung säkulärer gesellschaftlicher Kräfte.

Bernie
Bernie
Reply to  Secessio Plebis
1 Jahr zuvor

Wobei der „Machtverlust an der Spitze“ eben auch nicht durch die ganz Unten bzw. die Untertanen sowie Normalbevölkerung kam, sondern, wie ich gerade heute morgen geschrieben habe, durch damals schon weitaus rundumversorgten Menschen, oder Dissidenten aus den Kreisen der damaligen klerikalen, theologischen oder bürgerlichen bzw. adeligen Kreise – nicht einmal der Olle Marx/Engels bilden da eine Ausnahme wie man aus deren Biographie rauslesen kann.

Obwohl – da ich mich auch global und allgemein für die Gesellschaftsgeschichte von der Antike bis 2023 interessiert habe – war/ist das nicht schon immer so gewesen?

Gruß
Bernie

Last edited 1 Jahr zuvor by Bernie
Bernie
Bernie
1 Jahr zuvor

Lieber Roberto J. de Lapuente,

teile deinen Pessimismus bezüglich der „Aufklärung“, aber die ist doch schon seit den Menschheitsverbrechen Hitlers und Stalins bzw. des autoritären Staatskommunismus mausetot.

Corona hat der nur den Rest gegeben.

Was die Gegenaufklärung angeht, die muss eigentlich gar nichts tun, denn Aufklärung hat einen schweren Geburtsfehler – von Anfang an:

Welchen? Nur Menschen mit viel Geld, und Muße, haben Zeit sich „der Aufklärung“ zu widmen. Das war von Anfang an so, man muss nur die Vitas der „Chefaufklärer“ betrachten um zu sehen, dass ich richtig liege – Oder waren Voltaire, Kant, Rosseau und andere Teile der damaligen ärmeren Bevölkerungsschichten, mal so als rhetorische Frage gestellt?

Da ich mich schon einmal mit Religionskritik beschäftigt habe, wie man oben sieht, weis ich das weil die heutigen „Aufklärer“ genau diesen wunden Punkt vor einigen Jahren einmal angesprochen haben, und daher für eine „Auflärung 2.0“ plädierten, was daraus geworden ist sieht man ja. Nur Schweigen im Walde 🙁

Der einfache Bauer, oder Arbeiter, und schon gar nicht der verarmte Mensch – egal ob Bettler oder anderer Art – haben bzw. hatten, ob des alltäglichen Überlebenskampfes, gar keine Zeit, oder Muße, sich mit „der Aufklärung“, egal ob Religionskritik oder an den damaligen miesen gesellschaftlichen Zuständen.

Was die „Gegenaufklärung“ angeht, da haben ja dieselben Tatsachen bis heute Gültigkeit.

Das bißchen „Aufklärung“, dass ich zum Beispiel vermittelt bekam war über eine gute, heute würde man sagen – „links-grün versiffte“Deutsch- Lehrerin eines Kaufmnännischen Berufskollegs…..die uns über das „Siebte Kreuz“ von Anna Seghers den Nazi-Terror, und die Opposition dagegen, neues Wissen beibrachte, und das „Licht der Aufklärung“ in unser Klassenzimmer brachte.

Wer hat schon das Glück?

Zumal heute, wo sogar Sarah Wagenknecht, den Verfall des deutschen Bildungssystems anprangert – in ihrer neuesten „Wagenknechts Wochenschau“.

Ist leider so, der Staat lebt immer noch von der „verdummten, armen Masse“

Oder müßte man dumm gehaltenen Masse, der Bevölkerung sagen, um der Wahrheit näher zu kommen, die eben seit den Tagen der ersten „Aufklärer“ unwidersprochen gilt?

Zynische Grüße
Bernie

Pascal
Pascal
1 Jahr zuvor

Ja, lieber Roberto

Leider, leider, so muss man sagen, gibt es angesichts der heutigen Welt und deren Verfassung wenig Grund, nicht zu resignieren.
Resignation und die daraus folgende innere Emigration sind eigentlich das einzige, was noch geblieben ist, um irgendwie halbwegs bei Verstand überleben zu können.

Das Milgram-Experiment ist natürlich ein ganz offensichtlicher Indikator für die autoritäten Tendenzen in weiten Teilen der Bevölkerung. Aber schon Adorno hat es noch vor seiner Rückkehr nach D in seinen Studien zum autoritären Charakter, also bereits vor Milgram, zwar weniger ‚plump‘, aber nicht weniger offensichtlich aufgezeigt – der autoritäre Charakter ist weit verbreitet und liegt nur unter einer dünnen Firnis der Normalität begraben.

Allerdings ist es ja nicht nur so, dass wir erst seit Corona in einer Art Gegenaufklärung leben, die hat, wie du selbst sagst, bereits in den 1920er begonnen.
Vielmehr hat es der Neusprech der Mächtigen und ihrer Handlanger, der sich unter dem Eindruck von Corona und jetzt des Ukraine-Krieges etabliert hat, geschafft, die Fakten derart zu verdrehen, dass nun wir – welche diese Umstände konstatieren, und sie entsprechend anprangern, als die eigentlich autoritären Charakteren dargestellt werden.

Sei es nun mit der inflationär verwendeten Antisemitismus-Keule, der Betitelung als Nazi, Schwurbler, Covidiot und all der vielen anderen Neukreationen von Schmähungen, mit denen wir betitelt werden – nichts ist denjenigen zu primitiv und zu abwegig, um ihre Narrative am Laufen zu halten.

DAS empfinde ich selbst als fast noch schlimmer als die schon länger stattfindende Gegenaufklärung.

ShodanW
ShodanW
1 Jahr zuvor

Soll nicht klugscheißerisch klingen, aber im Zuge dieser ganzen drei Jahre, und wie vehement man das aufrecht halten wollte, war es abzusehen, dass die Aufklärung der große Verlierer sein wird. Die wenigen „Erkenntnisse“, die sich jetzt durchstechen, könnten auch nur zu unserer Ruhigstellung dienen, wo man doch schon das nächste Großthema im Petto hat, es genau auf dieselbe Weise weiterzuführen. Und auch das wird dann in Teilen haften bleiben. Wir können eigentlich nur noch Schadensbegrenzung betreiben, indem wir das weiter ansprechen, aber vollständig auflösen werden wir damit leider nichts. Vielleicht ist es beim dem Pokerspiel mit sehr hohem Einsatz auch dienlich, uns experimentell auf das einzustimmen, was man als Volk mitträgt oder noch erträglich aufschwatzen kann. Dabei ist Aufklärung, also die echte, wahrhaftige, nur hinderlich und würde solche Vorhaben zunichte machen.

Simone Berger
Simone Berger
11 Monate zuvor

Mir gefallen einfach die hilfreichen Informationen, die Sie in Ihren Artikeln bereitstellen