Die Inselbegabung der deutschen Gesellschaft

Inselbegabungen gibt es meist in Zusammenhang mit kognitiven Einschränkungen und Störungen in der Entwicklung. Das Wort beschreibt ein Phänomen, bei dem geistig behinderte Personen in einem einzelnen Bereich eine hohe Begabung aufweisen, die nicht mit ihrem allgemeinen Fähigkeitsprofil korrespondiert.

Ob man psychiatrische Diagnosen auf Gesellschaften übertragen kann, ist strittig. Sigmund Freud hat in seinen kulturkritischen Schriften versucht, seine Erkenntnisse aus der Psychoanalyse auf Kulturen zu übertragen. Die Bücher sind lesenswert, auch wenn die wissenschaftliche Erkenntnis, auf der sie beruhen, heute weitgehend in Zweifel gezogen wird.

Das ist übrigens kein Makel. So ist das nunmal mit der Wissenschaft – sie liefert nur vorläufige Erkenntnisse, was allerdings nicht bedeutet, dass sie damit als Ganzes hinfällig wäre. Im Gegenteil ist die Vorläufigkeit ihr Wesenskern. Wer glaubt, Erkenntnisse insbesondere im Bereich der Naturwissenschaften seien endgültig, hat das Prinzip von Wissenschaft nicht verstanden. Ein bisschen anders sieht es im Bereich der Geisteswissenschaften aus, aber das ist ein anderes Thema, das hier nicht besprochen werden soll.
Wichtig ist, dass wissenschaftliche Erkenntnisse vorläufig sind.

Das psychische Profil Deutschlands

Vielleicht erinnert sich noch der ein oder die andere an die Diskussionen, die zur Zeit der Corona-Krise geführt wurden. Es wurde so getan, als gäbe es zu einem erst kürzlich entdeckten Virus und zu neu entwickelten Impfstoffen abschließende wissenschaftliche Erkenntnisse an denen sich die gesamte deutsche Gesellschaft gefälligst auszurichten habe. Wer dem widersprach wurde beschimpft, verunglimpft, gesellschaftlich isoliert und mit Berufsverbot belegt.

Heute wissen wir, dass all das, woran viele Deutsche bis hinein in die Regierung und die Medien damals geglaubt haben, nicht stimmte – es war lediglich vorläufig wahr und selbst das auch nur dann, wenn man jeden wissenschaftlich begründeten Einwand medial ausgeklammert hat. Die Impfstoffe sind nicht sicher, die Maßnahmen waren überzogen, die sich aus all dem Terror gegen Kritiker resultierende Spaltung der deutschen Gesellschaft war unnötig. Man hätte es entspannter angehen können und auch sollen.

Hier hat sich allerdings eine ganz besonderen deutsche Inselbegabung gezeigt: Immer rein in die Vollen. Immer die volle Packung Ideologie. Immer alles rigoros und bis zum bitteren Ende durchziehen. Immer die totale Konsequenz, selbst dann, wenn sie absehbar absolut schädliche Folgen hat. Und was man mit den in aller Hysterie zig-millionenfach bestellten Impfdosen machen soll, weiß auch kein Mensch. Irgendwie scheint es auch egal zu sein, dass dafür unglaublich viel Geld rausgeschleudert wurde.

Wiederholungszwang

Dass es sich dabei um eine Störung der kollektiven deutschen Psyche handelt, wird aktuell offensichtlich. Denn statt aus den Fehlern der Corona-Krise zu lernen, sie aufzuarbeiten und zu versuchen, das kollektive Verhalten zu ändern, werden sie einfach wiederholt. Diesmal geht es nicht um einen Virus, sondern ums Klima. Auch dieses Mal gilt in Deutschland: Immer rein in die Vollen ohne Rücksicht auf Verluste. Zwar hat das, was man in Deutschland entscheidet und tut, auf das Klima als Ganzes kaum Einfluss, denn Deutschland ist viel zu klein.  Aber an Fakten stört man sich in Deutschland schon lange nicht mehr. Das Motto ist, wir werden alle sterben, wenn wir jetzt nicht sofort und umfänglich handeln. Das sagt die Wissenschaft. Wer das nicht einsieht und nicht mitmachen will ist ein Arschloch, der die Zukunft verspielt.

Es ist genau das gleiche Muster wie zur Zeit von Corona. Wer damals meinte, es wäre alles etwas übertrieben, was den Deutschen vorgeschrieben wird, und man solle zudem die Gesellschaft als Ganzes in den Blick nehmen, der wurde beschimpft. Man wolle wegen einem Bier in der Kneipe das Leben anderer aufs Spiel setzen, war ein beliebtes Argument, das gern im Ton absoluter moralischer Empörung vorgetragen wurde. Vielleicht erinnert man sich noch an die Zero-Covid-Fraktion? Die wollte die gesamte Nation für mehrere Wochen, eventuell Monate einsperren. Wer dagegen argumentierte, wurde massiv beschimpft. Im Gegenteil hielt sich diese Gruppe für die Guten, die Moralischen und glaubte sich auf Seiten der Wissenschaft. Der Schaden wäre immens gewesen, hätte man es durchgezogen. Lerneffekt aus all dem Versagen? Null!

Blick von außen

Jetzt verfolgt man die gleiche Strategie angesichts des Klimawandels. Entspannung ist keine in Sicht. Alles läuft wieder so, wie es in Deutschland immer läuft. Rechthaberei und Besserwisserei regieren. Warum geht es in Deutschland nie so ein bisschen entspannter, gelassener? Immer volle Kanne die Empörung auf Hochtouren fahren, die ganze Packung Hysterie. Die deutsche Gesellschaft ist krank. Sie hat eine tiefe Störung. Eine Inselbegabung zur Einseitigkeit, zum teilwissenschaftlichen Blick, dem die Fähigkeit das Gesamte in dem Blick zu nehmen fehlt. Die deutsche Gesellschaft ist tief irrational. Das trifft natürlich nicht für alle Deutschen zu, aber die Ergebnisse, die von der deutschen Gesellschaft als Ganzes produziert werden, sind der Realität nicht angemessen.

In Deutschland mag das kaum auffallen, weil man sich innerhalb des Systems befindet. Man streitet, man setzt sich auseinander, man reibt sich aneinander – alles scheint zu funktionieren wie in jeder anderen Gesellschaft auch. Aber wenn man wie ich von außen auf Deutschland blickt, wird es offenbar. Deutschland ist ein krankes Land, das auf Veränderungen nicht angemessen reagieren kann, denn es schadet sich mit seiner Reaktion selbst.

Klimawandel in Deutschland gefühlt schlimmer

Der Klimawandel ist ein globales Phänomen. Was und wer ihn verursacht, will ich hier gar nicht thematisieren, denn dann fängt die ganze Streiterei sofort an. Genau das aber ist hier in Russland fundamental anders. Auch in Russland ist der Klimawandel ein Thema. Die Permafrostböden tauen auf, ist beispielsweise eine Folge mit weitreichenden Konsequenzen. Politik muss darauf reagieren und tut es.

Aber die Diskussion wird nicht mit dieser Verbissenheit, dieser Bitterkeit im Ton, diesem Irrationalismus geführt, wie es das in Deutschland passiert. Man ist auch als Einzelner bescheidener. “Keine Ahnung”, “Kann sein, weiß ich nicht so genau”, all das geht den Menschen hier in Russland einfacher von den Lippen. Mir hat hier auch noch nie jemand eine Studie zum Beleg seiner Thesen unter die Nase gehalten, wie das in Deutschland in aller Absurdität inzwischen üblich ist. Es fehlt diese typisch deutsche Aggressivität, dieses Recht-Haben-Wollen, dieses Beharren auf der Richtigkeit der eigenen Position. Seid entspannt, ihr Deutschen. Denn eines ist sicher: Eines Tages werden wir alle sterben. Aber an allen anderen Tagen nicht. Macht es euch schön.

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Gert-Ewen Ungar

Gert Ewen Ungar legte sich kurz nach dem Abi sein Anagramm zu. Er und seine Freunde versprachen sich damals bei einem Kasten Bier, ihre Anagramme immer für kreative Arbeiten zu verwenden. Dass sein Anagramm jemals mehr als zehn Leuten bekannt werden würde, war damals nicht abzusehen und überrascht ihn noch heute. Das es dazu kam, lag an seinem Blog logon-echon.com. Mit seinen Berichten über seine Reisen nach Russland stiegen die Zugriffszahlen und es entwickelte sich eine Zusammenarbeit mit RT DE. Anfang 2022 stieß er zu den neulandrebellen und berichtet über Russland, über Politik, über alles Mögliche.

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63 Gedanken zu „Die Inselbegabung der deutschen Gesellschaft

  • 31. März 2023 um 12:02
    Permalink

    @Gert-Ewen Ungar

    Dazu sei angemerkt, dass ich das ähnlich sehe, als an deutscher und internationaler Geschichte interessierter Mensch

    Man nennt/nannte das „typisch deutsche Bauchnabelschau“ – ist seit 1871 so und auch der „typisch deutsche Größenwahn“ zählt mit dazu, der derzeit seit der deutschen Einheit wieder verstärkt fröhliche Auferstehung feiert – in unseren „Eliten“ – Maggy Thatcher hat dies, als Skeptikerin an der damals grassierenden Euphorie in den deutschen Einheitstagen, leider nur allzu gut vorausgesagt. Bin kein Fan dieser neoliberalen britischen Ex-Premierministerin, aber hier lag sie, leider muss man wohl sagen, nur allzu richtig.

    Übrigens der Blick von Auslandsdeutschen ist nicht allein aus Russland interessant, der doch ganz anders auf die alte Heimat, eben von anderen Ländern aus, ist.

    So soll es, neben real Donald Trump, 43 Millionen US-Buerger mit deutschen Wurzeln geben. Auch in Mittel- und Südamerika gibt es viele deutschstämmige Bürger usw. usf.

    Schade, dass man die in .de. viel zu wenig hören kann☹️

    Gruß
    Bernie

    Antwort
    • 31. März 2023 um 14:57
      Permalink

      Die US-Bürger mit deutschen Wurzeln sind sind kaum von de US-Bürgern italienischer oder englischer Herkunft zu unterscheiden. Und was etwa Corona oder Klima angeht, sind die Unterschiede zwischen den Staaten oder Regionen wohl größer als zwischen den einzelnen Ethnien (euroäischer Herkunft).

      Antwort
      • 31. März 2023 um 19:05
        Permalink

        @Rudi K.

        Danke für den Hinweis, aber mir ging es eigentlich darum zu zeigen, dass der Blick von außen – nicht nur von DeutschamerikanerInnen – wichtig ist, wenn ein Land selber nicht sehen will auf was für eine schiefe gesellschaftliche, militärische und politische Bahn es sich 2023 begibt – diesmal als Vasall statt als Souverän…..

        Bin übrigens auch kein Feind der deutsch-deutschen Einheit, und dachte nicht, dass ich einmal schreiben würde Maggie Thatcher lag richtig mit ihrer Annahme.

        Hat wohl historische Gründe?

        Warum z:b: hat kein geringerer als der Revolutionär, großer Feldherr und Franzosenkaiser Napoleon Bonaparte das Heilige Römische Reich Deutscher Nation in Teilstaaten aufgesplittert?

        Warum wurde das beim „Wiener Kongreß“, nach Napleons Niederlage bei Waterloo, nicht einfach korrigiert indem man das alte Heilige Römische Reich Deutscher Nation in alter Pracht und Größe wiederhergestellt hat?

        Gab es damals schon militarische und machtpolitische Gründe die gegen eine deutsche Einheit sprachen?

        Wenn ja? Welche?

        Dieselben die Maggie Thatcher (Ex-Premierministerin) vor der deutsch-deutschen Einheit als Grund einbrachte die deutsche Einheit nicht zuzulassen – von damaliger allierter Seite aus?

        Hat Frau Thatcher von Wellington gelernt?

        Interessante Fragen, die ich mir nicht erst heute gestellt habe.

        Hat hier jemand eine Antwort auf meine, nicht ganz unberechtigten, Fragen?

        Gruß
        Bernie

        Antwort
        • 31. März 2023 um 20:46
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          Lieber Bernie, das mit der Thatcher hast Du nun gefühlt nicht einmal, sondern schon fünf bis zehnmal geschrieben. 😉
          Mir schwillt da jedesmal ein bißchen der Kamm. Denn die englische Witch hat das m.e. aus reinem Revanchismus rausgehauen und aus der Perspektive des Niedergangs ihres geliebten British Empire.
          Daraus können wir auch lernen, daß Größenwahn nicht unbedingt eine deutsche Erfindung ist.
          Zu deinen Fragen:
          Es gab damals schon militärische und machtpolitische Gründe, die für die deutsche (kapitalistische) Einheit sprachen. Das Resultat sehen wir ja gerade jetzt.
          Nach meiner Einschätzung interpretierst Du das Ergebnis des Wiener Kongresses falsch (ohne dies jetzt im einzelnen genau zu wissen).
          Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation war ein amorphes von Österreich dominiertes Gebilde, das historisch gesehen aufgrund der an Bedeutung gewinnenden Nationalstaaten nicht zu halten war. Dieser Prozeß gipfelte letztlich fünfzig Jahre später in der Spaltung Deutschlands in das preußisch geführte Deutschland und das habsburgische Österreich. Zudem war es ein Anachronismus, da die „Heiligkeit“ ja auf der Verbindung mit dem Papsttum beruhte, viele Teile aber protestantisch waren. Die Auflösung dieses Gebildes war demnach eher inneren Widersprüchen als äußerer Einflußnahme geschuldet.

          Antwort
          • 31. März 2023 um 21:10
            Permalink

            @Spartacus

            Hast recht, aber ich dachte es lag daran, dass wir in Deutschland schon immer eine „militärische“ bzw. „militaristische“ Ader hatten, um das mal weniger drastisch als „typisch deutschen Größenwahn“ auszusprechen.

            War doch interessant, dass die Jahre vom „Wiener Kongreß“ bis 1871 nie durch einen deutsch-französischen Krieg geprägt waren?

            Oder?

            Ich denke, kann mich aber auch irren, dass die Vereinzelung in kleine Fürstentümer damals kein Fehler war, wie der deutsche Revanchismus durch die Einheit des Deutschen Kaiserreiches 1871 eindrucksvoll bewiesen hat.

            Tja, dann kamen 2 verlorene Weltkriege, und heute meinen die „Eliten“ wieder „wer zu sein“ – nur diesmal auf der vermeintlich „richtigen Seite“ der Front 😉

            Das könnte sich aber als fataler Irrtum, für die USA und die NATO erweisen, wenn die auf der Verliererseite – Deuschlands Geschichte beweist das ja seit dem 1. Weltkrieg eindrucksvoll – stehen…..mal aus Sicht eines außerhalb von Deutschland gesehen….;-)

            Sarkastische Grüße
            Bernie

          • 31. März 2023 um 22:37
            Permalink

            Naja, so eindeutig sehe ich das nicht. Denke, der deutsche Militarismus ist vor allem auf die Dominanz Preußens zurückzuführen, das durch Kriege seinen Machtbereich ständig erweitern konnte. Kriege und Gemetzel gab es aber schon immer. Aber geführt von Fürsten und vor allem Königen mit ihren Heeren. Denke auch, daß die Kleinstaaterei, neben der Geographie, ein wesentlicher Grund war, daß viele dieser Kriege auf deutschem Boden geführt wurden, zu Lasten der ansässigen Bevölkerung. Braucht man sich nur den 30jährigen anzuschauen. Durch die vielen Kleinstaaten war es auch möglich, immer welche auf die eine und welche auf die andere Seite zu ziehen. Unglückliche Fügung war auch, daß die deutsche Staatsbildung mit der Industrialisierung einherging, was zu Massentötung in ungeahntem Ausmaß geführt hat. Ich vermute, die deutsche Bevölkerung ist nicht militaristischer als andere, vielleicht aber durch besonders ausgeprägten autoritären Charakter etwas leichter verführbar.

          • 31. März 2023 um 23:17
            Permalink

            Ich denke hast Recht was deine Vermutung angeht. Nur schade, dass der “ preußische Ungeist“ 2023 fröhliche Urstände bzw. Wiederauferstehung zu feiern scheint.

            Träum in letzter Zeit davon, dass jemand diesem neuen, alten Ungeist den Spiegel vorhält, aber wo ist der neue Wilhelm Voigt der dies als „Hauptmann von Köpenick“ wieder aufleben lässt 😥

            Wäre doch interessant zu sehen wie der neue deutsche Militarismus wieder weltweit als lachhafte Farce da steht 🤪😂

            Schade, wird nur ein schöner Traum bleiben, aber solange träumen nicht verboten ist werde ich diesen Traum Weiterträumen und hoffe das mein altes Herz einen solchen Tag noch erleben darf wo alle Welt über Scholz/Lindner/Habeck/Pistorius den Hals vor Lachen nicht voll kriegt. 😁😁😁😁

          • 31. März 2023 um 23:28
            Permalink

            Wäre doch interessant zu sehen wie der neue deutsche Militarismus wieder weltweit als lachhafte Farce da steht

            Das tut er doch schon, wobei ich die Wahrnehmung im Ausland nicht einschätzen kann.
            Wir liefern Geräte, bei denen wir nur über Munition für eine halbe Stunde verfügen.
            Die Premiere der Puma-Panzer, von denen keiner funktionierte etc. pp.

          • 1. April 2023 um 9:20
            Permalink

            Mag ja alles sein, lieber spartacus, aber ich warte tatsächlich konkret auf jemandem der das Narrenstück des berühmten „Hauptmann von Köpenick“ wieder neu aufführt – bin zu alt dafür, aber das wäre doch interessant mal auzutesten ob das heute – noch – wieder funktioniert *grins*

            Nur nicht am 01. April 2023 – das wäre zu offensichtlich ein April-Scherz *doppelgrins*

            Amüsierter Gruß
            Bernie

          • 1. April 2023 um 6:55
            Permalink

            @Bernie

            Nur schade, dass der “ preußische Ungeist“ 2023 fröhliche Urstände bzw. Wiederauferstehung zu feiern scheint.

            Tut er das nicht schon seit der Wahl Berlins als Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschlands?

          • 1. April 2023 um 9:19
            Permalink

            @Robbespiere

            Habe ich nicht bedacht, aber ich denke auch du liegst damit richtig.

            Gruß
            Bernie

    • 31. März 2023 um 22:40
      Permalink

      Mittel- und Südamerika? Da hat es jede Menge Deutsche hinverschlagen, Nazis und sonstige Kriegsverbrecher in vielen Fällen.

      Antwort
      • 31. März 2023 um 23:11
        Permalink

        @wschira

        Hast Recht, aber es gab auch schon Jahrhunderte vor Hitlers Geburt und nach seinem Tod in Berlin deutsche Auswanderer in Mittel- und Südamerika – was „sonstige Kriegsverbrecher“ angeht die gab es auch schon lange vor dem 2. Weltkrieg zum Beispiel im heutigen Namibia und dem Völkermord an den Herero und Nama…will das Thema nicht weiter vertiefen, aber hast Recht – wobei aber auch nicht verschwiegen werden soll das es den einen, oder anderen, Sektengründer gab den es, lange nach 1945, nach Amerika verschlagen hat – „Colonia Dignidad“ z.B.

        Gruß Bernie

        Antwort
      • 1. April 2023 um 5:32
        Permalink

        Sorry, aber ist das wirklich nötig? Ich hab keinen Bock mehr, immer und immer wieder auf die Schei**e meines Opas hingewiesen zu werden. Der hat selbst dafür mit vielen Jahren russischer Gefangenschaft gebüßt. Und damit ist dann auch genug.
        Mittel- und Südamerika haben weiß Gott eine Menge mehr zu bieten, als alte Nazis. Wenn Dir spontan zu diesem Kontinent nix anderes einfällt, dann bedauere ich Dich für Deine eingeschränkte Weltsicht. Ich lebe seit fast zwei in Belize und muß sagen: so ein Tapetenwechsel öffnet den Blick für ganz neue Betrachtungsweisen.

        Antwort
        • 1. April 2023 um 6:48
          Permalink

          @Tim Timeless

          Zunächst einmal Gruß ins schöne Belize. Ja, die Auswanderung vor, und nach 1933, sowie nach 1945, ist durchaus verschiedener Art, und nicht wie wschira eventuell denkt auf „Nazis und sonstige Kriegsverbrecher“ beschränkt.

          So manch unpolitischer Mensch, Nazi-verfolgter und -gegner sowie damaliger jüdische Mitbürger wanderte aus dem aus – oft die besten Köpfe des Landes, z.B. Albert Einstein.

          Wer weis schon wie die Welt heute aussehen würde hätte mein Heimatland .de diese Köpfe nicht nach Übersee vertrieben?🤔

          Ist übrigens ja auch wieder so und anstatt alles dafür zu tun, das Menschen in Deutschland gut und friedlich mit der restlichen Welt – oder auch nur im Alltag untereinander – zusammen leben vertreibt man wieder die besten Kräfte von .de ins ferne und Nähe Ausland.

          Die aktuellen Auswandererzahlen aus .de sollen ja auch wieder ansteigen?

          Wer es sich irgendwie leisten kann packt die Koffer und geht…eine ewig wiederkehrende Tragik auch ,2023 wieder.

          Zynischer Gruß
          Bernie

          Antwort
          • 1. April 2023 um 9:36
            Permalink

            Ist mir nicht bekannt, dass Einstein nach Südamerika ausgewandert ist.

          • 1. April 2023 um 9:57
            Permalink

            @wschire

            Hab ich das behauptet? Wieso hast du nur Südamerika im Kopf? *grins*

            Ich schrieb nur, dass er ausgewandert ist – natürlich in die USA…..;-)

            Ging ja zunächst um deutsche Einwanderer in den USA, aber wie schon gesagt, ich will das Thema hier nicht weiter vertiefen, das durchaus interessant, umfangreich und aktuell – bis heute – sein dürfte.

            Gibt ja immer mehr wo auswandern, oder das auswandern aus .de überlegen, die es sich irgendwie leisten können….ganz im Gegensatz zu mir 🙁

            Liebe Grüße
            Bernie

        • 1. April 2023 um 7:06
          Permalink

          @Tim Timeless

          Ich hab keinen Bock mehr, immer und immer wieder auf die Schei**e meines Opas hingewiesen zu werden.

          Vielleicht geht es wschira ja gar nicht darum, uns Asche aufs Haupt zu schütten, sondern darum, dass einzelne Staaten ( übrigens mit Hilfe des Vatikans ) Schwerstverbrecher wie Dr. Mengele ihrer gerechten Bestrafung entzogen haben, während die Bevölkerungen die Kriegsfolgen ausbaden mußten?

          Antwort
          • 1. April 2023 um 9:26
            Permalink

            @Robbespiere

            Mag sein, dass du recht hast, aber ich will das Thema nicht weiter vertiefen – nur soviel die deutsche Auswanderergeschichte nach Mittel- und Südamerika ist durchaus älter, und vielfältiger, als die auf „Nazis und Kriegsverbrecher“ zu beschränken – so manch Opfer eines NS-Menschheitsverbrechers mag dann beim täglichen Alltag im Land in das er eingewandert ist, auf ehemalige deutsche „Nazis und Kriegsverbrecher“ getroffen sein – ja, das soll es auch gegeben haben, aber wie schon gesagt ich will das Thema nicht weiter vertiefen hier.

            Was die UDSSR, oder Russland angeht, so manch deutscher Einwanderer dort hat in der berühmten Roten Armee gegen die eigenen Landsleute gekämpft, aber das ist ein anderes Thema, dass auch viel mit der Vielfältigkeit der Motive der Auswanderer aus .de zu tun hat…..

            Nichts für ungut, aber das Thema ist zu interessant bzw. umfangreich, und sollte einen eigenen Artikel verdienen….über das Thema Auswanderer aus Deutschland – im Laufe der Menschheitsgeschichte – und deren Motive für die Auswanderung.

            Übrigens deutsche Filme nehmen sich des Themas nicht an, aber ich hab da mal einen interessanten südamerikanischen Film (aus Uruguay?) gesehen, der sich genau dieses Themas angenommen hat – war in Form einer Alterskomödie gedreht…..und es ging um einen älteren, kranken, jüdischen Einwanderer, der einen Nazi, der nach Südamerika ausgewandert war enttarnen wollte, und ein – immer leicht besoffener einheimischer Polizist – hilft im dabei. Er wollte einmal in seinem Leben eine große Tat vollbringen, so er selber im Spielfilm….

            Die Geschichte ging ganz anders aus als erwartet, der Nazi entpuppte sich als selber ehemaliges Nazi-Opfer, dass mit den Tätern in Auschwitz kollaboriert hat, um zu überleben – als Blockältester in sener Baracke? Hab’s vergessen, wie man das genannt hat, sorry 🙁

            Ja, das hat es leider auch gegeben, aber im Film war das als Komödie dargestellt, und am Ende gingen alle unblutig auseinander….

            Den Titel habe ich leider vergessen, und bin mir auch beim Land nicht ganz sicher, aber der Film war mutig, intelligent, einfühlsam und zum Nachdenken anregend gedreht – so was im deutschen Kino?

            Nein, nie, da sei der Teufel vor….*grins*

            Auch die Geschichte der „DeutschamerikanerInnen“ ist vielfältiger als so manch einer hier denkt, so haben die sogenannten „FortyEighter“ eine ganze Generation erfolgreicher Ex-Deutscher in den USA mit eingebracht – die angeblich sogar ausschlaggebend für den Wahlerfolg Abraham Lincolns waren, und in dessen US-Armee gegen die Konföderation und die Sklaverei eine wichtige Rolle gespielt haben sollen..und auch die Verbindung zur alten Heimat nie verloren haben sollen…nicht nur lt. wikipedia….

            Aber wie schon gesagt, ich will das Thema nicht weiter vertiefen, dass durchaus interessant für einen eigenen Artikel wäre….mit eigener Überschrift….

            Liebe Grüße
            Bernie

          • 1. April 2023 um 9:56
            Permalink

            @Bernie

            Mag sein, dass du recht hast, aber ich will das Thema nicht weiter vertiefen – nur soviel die deutsche Auswanderergeschichte nach Mittel- und Südamerika ist durchaus älter, und vielfältiger, als die auf „Nazis und Kriegsverbrecher“ zu beschränken

            Unbestritten, Gründe für Deutche zum Auswandern gibt es schon seit Jahrhunderten und das wird auch so bleiben.
            Darum auch mein Einwand bzgl. der Interpretation von wschiras Kommentar, den ich nicht als Verallgemeinerung verstanden habe.

          • 1. April 2023 um 9:40
            Permalink

            Hast recht, man muss wohl noch sorgfältiger formulieren.
            Übrigens handelte es sich bei der vom Vatikan organisierten „Auswanderung“ um die sogenannte „Rattenlinie Süd“.

          • 1. April 2023 um 9:47
            Permalink

            @wschira

            Danke für die Klarstellung, übrigens die Tatsache, dass die Kirchen – nicht nur die katholische – fröhliche Unterstützer der „Nazis und Kriegsverbrecher“ waren – auch vor, während und nach dem Krieg verdient auch einen eigenen Blog-Beitrag hier….ist auch umfangreich, und ich kenne das Thema aus einem säkularen, religionskritischen Blog….den ich früher einmal gelesen habe, incl. eines Buches, dessen Titel ich vergessen habe….

            Nur soviel, die Römisch Katholische Kirche, deren gläubiges Mitglied Adolf Hitler bis zuletzt war, ließ nach seinem Selbstmord in Berlin eine Totenmesse für ihn lesen – im Rest des damaligen Dritten Reiches…..das sagt schon alles über die Römisch Katholische Kirche, und mich wunderte es daher gar nicht, dass die die „Kriegsverbrecher und Nazis“ bei der Flucht aus Europa unterstützt hat…. 😉

            Ich religionskritischen Forum ging es übrigens um die Lüge, die nach dem Krieg über Hitler verbreitet wurde, dass er ein Ungläubiger war….um es mal so auzudrücken….erhalten gebliebene Dokumente, und Zeitzeugen, belegen das glatte Gegenteil….und beide Kirchen waren tief verstrickt in das System der Nazis wie man bei dem, vor Jahren schon verstorbenen, Ex-Theologen Karlheinz Deschner nachlesen konnte…..in seinem Buch „Abermals krähte der Hahn“….

            Das Thema will ich aber auch nicht weiter vertiefen, auch wenn es durchaus interessant ist….es passt auch in einen Extra-Artikel mit der Überschrift „Kirchen und Kollaboration mit den Faschisten/Nazis“….

            Zynischer Gruß
            Bernie

          • 1. April 2023 um 10:00
            Permalink

            @wschira

            Jaja, die Goldwaage. 😉

            Übrigens handelte es sich bei der vom Vatikan organisierten „Auswanderung“ um die sogenannte „Rattenlinie Süd“.

            Der Begriff „Rattenlinie“ trennt nicht zwischen braunen und schwarzen Ratten.
            Passt auffallend.

  • 31. März 2023 um 13:50
    Permalink

    das stimmt leider alles. Als ich noch nach Russland fahren durfte (bis einschließlich Januar 2022) war ich bei der Rückkehr immer schockiert über diese Aggressionen gegen alles und jeden in meinen lieben Mitmenschen, z. B. punkto Maskenpflicht im ÖPNV oder Abstandsregel. Und dieses Beharren, nur meine Meinung ist richtig. Nur gut, dass mir jetzt von Staatswegen die Reisen dorthin verwehrt sind, und ich als „positive Konsequenz“ nie mehr einen Kulturschock erleiden muss.

    Antwort
    • 31. März 2023 um 14:39
      Permalink

      @Kooka
      ..den Kulturschock hab ich immer, wenn ich von Frankreich nach D komme schon auf der Autobahn kurz hinter der Grenze! Da wird gefahren als gäbe es kein morgen….

      Antwort
      • 31. März 2023 um 18:11
        Permalink

        „Da wird gefahren als gäbe es kein morgen….!“

        Und für einige gibt es dann auch tatsächlich kein morgen…

        Antwort
      • 1. April 2023 um 20:22
        Permalink

        Da scheint sich ja einiges verändert zu haben. Weiß noch, wie ich kurz nach der Führerscheinprüfung in Frankreich war. Der Fahrstil hatte sich merklich unterschieden, kam uns sogar entgegen, weil geschmeidiger. Was überholen, reindrängeln und Abstand halten angeht, war das nach deutschen Maßstäben aber eher kriminell.

        Antwort
      • 2. April 2023 um 8:23
        Permalink

        @ChrissieR

        Also ich denke beim Fahrstil da weniger an deutsche MitbürgerInnen wenn ich auf unsere Autobahn hier komme – die meisten Raser tragen das Kennzeichen „CH“, und die haben – aus historischen Gründen – eine starke Abneigung dagegen als „….deutsche“ bezeichnet zu werden *grins*

        Soviel zum Thema nur Deutsche haben was gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen – also hier sind die Raser überwiegend ausländischen Kennzeichens – hat sich halt rumgesprochen, dass man auf deutschen Autobahnen – wo keine Geschwindigkeitsbegrenzung ist – fröhlich durchrasen kann…..

        Zynischer Gruß
        Bernie

        Antwort
  • 31. März 2023 um 16:52
    Permalink

    Ich denke, es ist da mehr im Spiel als Recht haben Wollen, es geht um moralische Überhöhung. Das hast du, lieber Gert, beim Blick auf die Corona-Episode schon angeschnitten.

    Interessant ist für mich als Schweizer, der sowohl nahe der deutschen wie auch direkt an der französischen Grenze wohnt, ist die Tatsache, dass, was staatliche Gängelung anbelangt, es in Frankreich noch einmal ne Nummer doller läuft als in D. F ist nach meinem Erleben ein Staat, der seine Bevölkerung in Vormundschaft behält, der sich anmasst zu denken, seine Bürger, können nicht selber Verantwortung für ihr Leben übernehmen. Dazu ist F auch eines der elitärsten Länder ganz Europas, mit der geringsten sozialen Mobilität. Wer keine Eliteuni besucht hat, kann es sich abschmicken, in der Politik oder der höheren Wirtschaft Fuss zu fassen. Dazu sei Michael Hartmanns Buch ‚Die Abgehobenen‘ zu erwähnen – nur so nebenbei…

    Das alles gilt in einer etwas weniger scharfen Form auch für D, allerdings…

    Die Franzosen wissen sehr gut und sind sich bewusst, dass sie an der kurzen Leine gehalten werden. Sie nehmen das mit einem gewissen Sarkasmus hin und versuchen in den vorgebenen, zugelassenen Bahnen ihr Ding zu machen.
    Diese typisch deutsche Blockwart-Menalität findet man in F nur wenig. Ebenso gibt es diese Art von kollektivem Wahn, so muss man es in Bezug auf D und seine Klimadebatte schon fast nennen, dort nicht.

    Ich kenne die französische Medienlandschaft, im Gegensatz zur deutschen nur mehr nebenbei, kann also nicht sagen, ob dieser Wahn samt Moralismus in den französischen Medien so ähnlich läuft wie in den deutschen.
    Sollte das in F medial so ähnlich laufen, dann kann man sicherlich sagen, dass diese Art Manipulation bei den allermeisten Franzosen schlicht nicht greift.
    Ob der Grund dafür nun eine gesunde Skepsis, Ignoranz oder die für viele ohnehin schwierigen sozialen Verhältnisse sind, kann ich nicht vollumfänglich einschätzen; Tatsache bleibt, dass diese typisch deutschen Debatten samt ihrer Rigorisität in F unter den normalen Bürgern schlicht nicht so geführt werden. Jeder hat seine Bagnole, die u.U. schon 20-30 Jahre auf dem Buckel hat, die wohl weder in der CH noch in D durch die Autoinspektion bzw durch den TÜV käme; jeder kauft seinen Fromage, seine Saucisses, seine Baguettes und studiert dazu nicht zuerst, ob die nun moralisch-ökologisch ‚unbedenklich‘ sind.

    Allerdings sollte man sich mit Blick auf D auch nichts vormachen und im Kopf behalten, dass die ideologischen Hardliner mehrheitlich aus der gehobenen Mittelschicht und dem Bildungsbürgertum kommt; ein gutes Beispiel dazu ist für mich Luise Neubauer.
    Mit dem Goldenen Löffel im Mund kann man sich leicht moralisch über alle anderen erheben; die eigenen Sünden und Versäumnisse gehen schnell unter, wenn man ständig den medialen Furor füttern muss.

    Antwort
    • 31. März 2023 um 18:15
      Permalink

      „…ein gutes Beispiel dazu ist für mich Luise Neubauer.“

      Ein treffendes Beispiel ganz sicher, ein „gutes“ keineswegs! Selbst der aktuelle Papst hat nicht diesen Unfehlbarkeitsanspruch wie dieses selbstverliebte Gör.

      Antwort
      • 31. März 2023 um 19:16
        Permalink

        Stimmt und ich hab noch den zynischen Spruch dieser „selbstverliebten“ grünen „Gör“ nach dem Debakel der Volksabstimmung in Berlin in den Ohren, der wohl für ihre komplette Partei gilt.

        Welchen?

        „Besser Doppelmoral als gar keine Moral…..“ – oder so ähnlich soll sie es gesagt haben, als sei gefragt wurde wie man eine Bali-Reise von Klimaklebern nach Bali beurteilen kann – als Mensch…..

        Tja, sie wird diesen „Unfehlbarkeitsanspruch“ schneller verlieren als der alte Papst – seit Ratzingers Amtsantritt – alias Benedikt XVI gilt der päpsliche Unfehlbarkeitsanspruch nicht mehr.

        Gruß
        Bernie

        Antwort
        • 1. April 2023 um 16:00
          Permalink

          „Besser Doppelmoral als gar keine Moral…..“

          Ja, da wird die Doppelmoral regelmässig um 360 Grad gewendet. Statt einmal ordentlich gewaschen!

          Als Grönemeyer mal gesungen hat „Kinder an die Macht“, da kannte er diese Neubauers, Reemtmas und Thunbergs noch nicht.

          Antwort
          • 1. April 2023 um 17:27
            Permalink

            @Draussen vr der Tür

            Als Grönemeyer mal gesungen hat „Kinder an die Macht“, da kannte er diese Neubauers, Reemtmas und Thunbergs noch nicht.

            Und selbst wenn…..

            „vom Kapital ferngesteuerte Kindsköppe an die Macht“

            ….hätte es nie in die Charts geschafft. 😉

          • 1. April 2023 um 20:01
            Permalink

            Apropo Grönemeyer ist der nicht den „Arzte“Weg gegangen in der Coronakrise? Wie steht der eigentlich heute zur Kriegspolitik der deutschen Ampelregierung? War der auch beim Besuch des britischen Königs Charles IIl mit Scholz, Habeck, Baerbock, Campino & Konsorten zum Essen geladen?

          • 1. April 2023 um 22:10
            Permalink

            @Bernie

            Apropo Grönemeyer ist der nicht den „Arzte“Weg gegangen in der Coronakrise?

            Habe ich irgendwo so gelesen, weiß es aber nicht sicher.

            War der auch beim Besuch des britischen Königs Charles IIl mit Scholz, Habeck, Baerbock, Campino & Konsorten zum Essen geladen?

            Wenn dem so wr dann sicher nicht, weil er ein kritischer Geit ist.
            Da kommen nur Opportunisten hin. 😉

          • 2. April 2023 um 8:33
            Permalink

            Dann will ich dir weiterhelfen, was Campino angeht, da grassiert gerade ein schönes Filmchen wie aus einem „kritischen Geist“ ein „Opportunist“ geworden ist, damit du verstehst woher meine Skepsis, auch gegenüber Stars wie Herbert Grönemyer neuerdings kommt:

            „[…]Campino – horizont[…]“

            https://www.youtube.com/watch?v=5BOhbOnYfKQ

            ….nichts für ungug, aber seit ich das gestern entdeckt habe, das Internet vergißt eben nichts und die Filmemacher von „horizont“ haben das ausgegraben (Danke für, auch wenn es einen „Ärzte-Fan“, wie mich schmerzt, was das für Opportunisten geworden sind, bin ich bei Stars oberskeptisch geworden – alles „Opportunisten“ frühestens seit Corona, spätestens seit dem Ukrainekrieg?

            Gruß
            Bernie

          • 2. April 2023 um 11:41
            Permalink

            @Bernie

            Das von Campino war mir bekannt, aber nicht bei Grönemeier. 😉

          • 1. April 2023 um 22:29
            Permalink

            Ja, Grönemeyer war ein Corona-Systemling. Sein Bruder hingegen nicht.
            Grönemeyer ist schon lange ein Systemzäpfchen.
            Immerhin ist seine Vision von „Kinder an die Macht“ mit kindlich debilen Politikierenden nun Wirklichkeit geworden.

          • 2. April 2023 um 8:39
            Permalink

            @Schwitzig

            Danke für den Hinweis, und ich hab weiter oben verlinkt was mich derzeit oberskeptisch werden ließ gegenüber unseren ehemaligen, und neuen, Stars und Sternchen aus der Musik-Szene…..gibt wohl noch kritische Geister, aber die passen sich hoffenlich nicht in so einem Rekordtempo an wie die „Ärzte“…..Schande über diese Ex-Anarchisten, die sich nun als Systemlinge geben!

            Kostet ja auch nix, für den Kriegsdienst ist Campino mittlerweile zu alt, aber nicht dafür Krieg zu verkaufen und andere an die Front zu schicken – einfach ekelhaft diese Opportunisten unter den Kriegsdienstverweigerern.

            Übrigens habe selber verweigert, damals als die 1ten deutschen Soldaten in einen Auslandseinsatz sollten, und hatte schon damals „Kollegen“, wo ich dachte die wären besser in der Kaserne – oder an der Front – aufgehoben….sie zeigten eine Menschenverachtung bei der Betreuung, die ihresgleichen suchte (kein Witz, da hab ich mich schon gefragt was der Typ als Zivi hier sucht?)

            Tja war auch die Zeit wo nicht vor dem Kadi geklärt werden mußte ob Mensch verweigert oder zum Bund muss….das das ein Riesenfehler war zeigt sich jetzt…..wäre es dabei geblieben wären solche Typen wie Habeck und Hofreiter (Grüne) ganz sicher in der Kaserne gelandet, und später eventuell beim Kriegseinsatz in Afghanistan….

            Zynische Grüße
            Bernie

          • 2. April 2023 um 18:56
            Permalink

            ..wäre es dabei geblieben wären solche Typen wie Habeck und Hofreiter (Grüne) ganz sicher in der Kaserne gelandet,

            Genau das nicht, lieber Bernie!

            Weil das eben nicht Verweigerer aus „Gewissensgründen“ sind, sondern nur Pisser, denen es dort vielleicht weniger kommod hätte sein können.
            Früh aufstehen, rasieren… und das alles ohne Mutti!
            Heute schicken sie Kinder anderer Mütter ins Verderben!!!
            Dreckspack! ist noch die zivilisierteste Form, meinen Unmut auszudrücken.

          • 2. April 2023 um 19:13
            Permalink

            Die Gewissensprüfung war eine echt heikle Geschichte. Denke, Bernie meint, daß diese Figuren dem nicht intellektuell gewachsen gewesen wären.
            Ansonsten hat der Panzerreiter deine Version ja explizit bestätigt, wenn ich das richtig mitbekommen habe.

          • 2. April 2023 um 19:22
            Permalink

            daß diese Figuren dem nicht intellektuell gewachsen gewesen wären.

            Das kommt dem doch nur hinzu…

          • 2. April 2023 um 22:34
            Permalink

            Genau ins richtige getippt lieber Spartacus:

            Ich durfte per Brief, samt stichhaltiger Begründung verweigern, wie sicher auch die von mir erwähnten grünen Spitzenpolitiker – leider sind die fast genau selbe Generation ☺️ wie ich, daher weis ich das.😉

            Jedoch hatte ich noch einen Chemielehrer der uns die härtere Kriegsdienstverweigerungstortur vor dem Kadi genau schilderte – in der unterrichtsfreien Zeit bzw. einer Schulpause.

            Da wäre auch ich nicht gut weggekommen, aber der Lehrer war ein Mega-Cooler Typ, und kam trotz aller fiesen Fragen und Test mit seiner Verweigerung durch – war halt ein 🦊, und konnte sich auch gut beim persönlich vorstellig werden aus dem Kriegsdienst rausmogeln.

            Das traue ich weder Habeck noch Hofreiter zu – die wären schon bei der ersten Frage direkt in die Kaserne geschickt worden, wie ich wahrscheinlich auch – heute sieht man ja wohin uns die Aufweichung der Verweigerungskriterien geführt hat – direkt in den 3. Weltkrieg 💣 und – wenigstens das hat was Positives – der Entlarvung der Doppelmoral mancher Ex-Zivis, deren wahre Menschenverachtung und Waffenliebe.👍😁

            Zynischer Gruß
            Bernie

  • 31. März 2023 um 18:21
    Permalink

    @ Gerd-Ewen Ungar

    Tja, der Deutsche. Seltsame Spezies. Heinrich Mann brachte es auf den Punkt: „Der Untertan“. Wie du richtig schreibst: „es trifft nicht auf alle Deutschen zu“, dummerweise aber auf sehr viele. Aber, dass möchte ich doch festhalten, nur auf eine Minderheit. Die Mehrheit dieser Nation ist genau so uninformiert, wie alle anderen Menschen in den kapitalistischen Ländern. Also……….., der Deutsche ist wie alle anderen. Nur eben DEUTSCH.

    Antwort
    • 31. März 2023 um 19:19
      Permalink

      @Lasse Machen

      Leider gilt das aber auch für die hier in .de eingewanderten Immigranten – irgendwann sind die so assimiliert, um es mit der Sprache der Borg aus StarTreck zu sagen, dass die als Biodeutsche/-innen durchgehen können.

      Selber erlebt…..schade eigentlich, aber das ist wohl der Preis der Integration….kommt ja auch eigenlich aus der Ideologie- und Religionsgeschichte – neu bekehrte sind oft die fanatischsten Verteidiger der neuen Ordnung…..heute kann man das auch für – aus verschiedenen Ländern eingewanderte – Immigranten in .de sagen….:-(

      Zynischer Gruß
      Bernie

      Antwort
  • 31. März 2023 um 20:11
    Permalink

    Das ist eigentlich eine Beleidigung für alle Inselbegabten. Schließlich ist ein psychologischer Hang zum totalitären noch keine Begabung.

    Antwort
    • 1. April 2023 um 7:45
      Permalink

      Nun… Wer die Begründung einer Inselbeganbung kennt, meistens ist es eine starke geistige Behinderung, oft Autismus, weiß wie diese Ticken. Entweder es läuft alles in derem Umfeld nach deren gewohnten Muster ab, oder die drehen komplett am Rad!

      Antwort
    • 1. April 2023 um 10:24
      Permalink

      Welche Geschmacklosigkeitsgrenze erkennen Sie? Kipping und Geschmack schließen sich ebenso aus wie Kipping und sozialistische Politik.

      Antwort
    • 1. April 2023 um 12:43
      Permalink

      @Schwitzig

      Heute kannste eben ganz besonders nicht alles glauben – nicht nur bei Nachdenkseiten.

      Auch das Interview mit Seymour Hersh – beim Overton Magazin, samt dazugehöriger englischsprachiger Verlinkung – riecht stark nach „Aprilscherze die Geschmacklosigkeitsgrenze reißen“…😉👎

      Bin fast drauf reingefallen – ist gut gemacht 😁

      Antwort
  • 1. April 2023 um 13:15
    Permalink

    Zu seiner Zeit ließ ein gewisser Napoleon Bonaparte folgendes von sich hören:
     
    „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie.“

    Gremliza – Konkret – schrieb:
     
    „Jeder Deutsche habe einen kleinen Hitler in seinen Genen“.

    Ein gewisser Peter Hacks – bei den Neulandrebellen sollte er bekannt sein – ließ das dem Gremliza nicht durchgehen und stellte zwei Sätze dagegen:
     
    „Unstreitig sind die Deutschen Gesindel. Aber sie sind kein schlimmeres Gesindel als die übrigen Personen, die die Erde bevölkern.“

    Ich sage:

    „ Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient!“

    Da wäre z.B:

    Angela Merkel

    16 Jahre an vorderster Front. Eine Umfrage stellt der deutschen Wählerschaft ein verheerendes Zeugnis aus. Gefragt wurde: „Sind sie mit der deutschen Politik zufrieden?“ 70% antworteten mit nein, auf keinen Fall. In derselben Umfrage sagen 70% der Deutschen, Merkel sei eine sehr gute Kanzlerin und natürlich wäre es von Vorteil, sie würde im Amt bleiben und wiedergewählt werden.
    Zu Ende gedacht, brachten 70% der Deutschen Merkel mit Politik gar nicht in Verbindung.
    Der Deutsche – mit oder ohne Inselbegabung – wählt immer diejenigen, die mit Politik nichts am Hut haben.
    Trotzdem: Hacks hat absolut recht. Die Deutschen sind Gesindel, aber sie sind nicht schlimmer als all das andere Gesindel in der Welt.

    Antwort
    • 1. April 2023 um 14:14
      Permalink

      Also – irgendwie finde ich sie schon schlimm.

      Liegt das vielleicht daran, dass man sie zu gut kennt, indem man einer von ihnen ist?

      Auf jeden Fall ein sehr wichtiger Artikel, über den zu meditieren sich lohnen dürfte. Ein weiterer, kleiner Schritt in Richtung Selbsterkenntis.

      Danke, Gert Ewen.

      Antwort
    • 1. April 2023 um 21:54
      Permalink

      Zum Napoleon Zitat – angeblich soll das eine Erfindung sein:

      https://www.presseportal.de/pm/133833/4644381

      Der Artikel dazu ist allerdings von einer deutschen Propagandaschleuder, also ist es gut möglich, dass das alles erstunken und erlogen ist und das Gesprochene tatsächlich von Napoleon stammt. Man sollte immer vorsichtig sein, wenn man etwas von den Edelfedern liest.
      Aber selbst wenn das Zitat nicht von Napoleon ist, stimmt die Aussage. Verifiziert durch Corona.

      Antwort
      • 2. April 2023 um 11:04
        Permalink

        @ Schwitzig:

        Danke für ihre Replik. Hier das gesamte Zitat. Ich hatte es verkürzt wiedergegeben, dadurch den Sinn aber nicht verfälscht. Ihnen noch einen schönen Tag.

        Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.
        Napoleon I. (Napoleon Bonaparte) (1769-1821),
        Kaiser der Franzosen

        Antwort
    • 2. April 2023 um 15:59
      Permalink

      Gesindel gibt es überall – mal mehr, mal weniger. Je nachdem, auf welche Verkommenheit man selbst am allergischsten reagiert.

      Antwort
  • 1. April 2023 um 21:09
    Permalink

    Hab gestern was von Vince Ebert gesehen, Kabarettist und Physiker, der eine Zeitlang in New York gelebt hat und berichtet, daß es dort noch schlimmer ist. Die Deutschen nerven, stimmt, aber ob sie wirklich die schlimmsten sind…
    Das Problem ist nicht so sehr die Wissenschaft, jedenfalls nicht beim Klima, wo sie sich eher noch Zeit gelassen hat mit der Benennung der Gefahren und teilweise recht optimistisch ist, manches wird da vielleicht sogar unterschätzt.
    Das Problem ist eher die ideologische Ausnutzung des Themas von Kreisen, denen es eher um Klassendenken und Puritanismus geht als um Ökologie, und die sind dann sehr aggressiv gegen jede Kritik. Wobei sich viele Kritiker aber auch mal fragen dürfen, welches Niveau sie eigentlich bieten….
    Dinkeldeutsche gegen Dunkeldeutsche, wie Ebert das treffend formuliert.

    Antwort
    • 2. April 2023 um 16:01
      Permalink

      „Dinkeldeutsche gegen Dunkeldeutsche…“

      Und dazwischen die Dünkeldeutschen?

      Antwort
      • 2. April 2023 um 21:02
        Permalink

        Klar, man ist schließlich was Besseres…

        Antwort
        • 2. April 2023 um 21:21
          Permalink

          Ja, das meinen die hellschwarzen Neger gern auch den dunkelschwarzen gegenüber. Kein Scherz!

          Antwort
          • 2. April 2023 um 21:54
            Permalink

            Glaub ich sofort. Keine Spaltung die absurd genug wäre um nicht zu existieren..Hab sogar mal was von „neoliberalen Obdachlosen“ gesehen im TV…die haben brav nachgeplappert was Gutes von oben kommt. Klar, gehören ja auch zu den Profiteuren….

          • 2. April 2023 um 22:04
            Permalink

            Ja, die profitierenden Obdachlosen. Wer kennt sie nicht…

            Da findet sich gelegentlich auch noch einer, der die Einnahmen des Flaschensammelns besteuern möchte.

            Da die Erfassung als schwierig gelten könnte wird man dazu übergehen, eine Pauschalsteuer zu erfinden, indem man nur noch 75% des Pfandes auszahlt und der Rest dem Fiskus anheim fällt.

            Hoffentlich liest das keiner.

    • 3. April 2023 um 1:06
      Permalink

      @Art Vanderley

      Man werfe einen Blick an die Spitze der ökonomischen Verwertungskette und den Begriff „Breaktrough Energie“.

      Es geht nie um Menschen, nie ums Klima, sondern ausschließlich um Macht und Geld. 😉

      Antwort

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