Ein weiterer Text, der wirklich nichts ändert

Machen wir uns nichts vor: Die Zeit der Aufklärung ist vorbei. Aufdecken, enttarnen oder beleuchten, wie Unternehmen produzieren, verkaufen und tricksen: Das sind allesamt keine Tugenden mehr, die auch nur ein bisschen was bewirkten. Es ist für die Katz‘ – am Ende gewinnt immer der Konsum.

Kurz vor Weihnachten wars. Ich sah ein Plakat. In höchsten Tönen wurde Amazon Echo gelobt. Klar, war ja Werbung, die wollen das Ding schließlich verkaufen. Ich dachte mir noch, während ich auf die Tram wartete, dass das nicht klappen wird. Man las so viel über diese kleinen Sprachwunder, über Echo, Alexa, Bixby oder Siri. Liebevoll-euphemistisch Sprachassistenten genannt. Die bespitzeln einen wie die Staatssicherheit. Das heißt, nicht sie selbst. Die Geräte sind ja dumm wie Kabelsalat, sie sind nur die Technik. Aber die Konzerne, die dahintersitzen. Und dieses dahintersitzen ist durchaus genau so und nicht nur bildlich gemeint.

Jedenfalls googelte ich, während ich an der Haltestelle saß. Ich wollte wissen, wie es mit den Verkaufszahlen solcher Helferlein aussieht. Insgeheim hoffte ich, dass die Berichte der letzten Monate fruchteten, die Verkaufszahlen wenigstens stagnieren lassen. Aber das schien nicht der Fall zu sein. Die Konzerne halten sich ziemlich bedeckt, aber was Amazon Echo betrifft: 100 Millionen sind schon verkauft – auch in Deutschland steigt die Zahl. Okay, da war sie wieder die Erkenntnis: Aufklärung nützt relativ wenig. Der Markt gewinnt letztlich immer. Da kann man noch so viel aufdecken und mahnen, die Verlockung obsiegt.

Sisyphos‘ Felsen sucks!

Das ist deprimierend. Wir müssen uns Sisyphos eben nicht als glücklichen Menschen vorstellen. Camus lag vollkommen daneben. Sisyphos hat resigniert. Der französische Philosoph hat Glück mit Resignation verwechselt. Das kommt zuweilen vor, Gemütszustände gleichen sich gelegentlich. Wenn man aber nachdenkt, muss einem doch aufgehen, dass es kein glücklicher Zustand ist, den Felsen der Aufklärung, des Aufdeckens und Entlüftens, immer wieder und immer wieder umsonst nach oben zu schieben. So ein Hobby erzeugt kein schönes Gefühl. Jeder, der heute mit Fakten hantiert und sie einem Publikum zur Kenntnisnahme reicht, muss sich doch wie so eine unglückliche Gestalt aus der griechischen Mythologie fühlen.

Ganz egal welche Wahrheit, welche unglaubliche Wahrheit: Es ändert wenig. Klar, es gibt ein laues Lüftchen, einen Shitstorm vielleicht, ein bisschen Empörung und manchmal sieht es kurzzeitig so aus, als formierte sich Widerstand. Aber dann geht es weiter, der Fortschritt ist einfach nicht aufzuhalten. Auch dann nicht, wenn der technische Fortschritt einen bürgerrechtlichen Rückschritt bedeutet. Amazon bespitzelt via Echo? Schon skandalös irgendwie, aber scheiß drauf, wir kaufen so ein Ding!

Ich schwöre es euch, wenn heute rauskommt, dass die Server von Facebook oder Twitter mit Kinderblut gekühlt würden, oder wenn man glaubhaft versichern könnte, dass da Menschenkörper in einer Salzlake liegen, ganz so wie im Film Matrix, um aus deren Energie die Server zu versorgen, dann gäbe es natürlich einen lauten Aufschrei. Man würde sich empören. Und wo? Richtig: Bei Facebook und bei Twitter. Wo sonst? Und dann kühlte die ganze Betroffenheit schnell wieder runter. Solange man seinen Spaß hat, man davon profitiert, gibt es keine funktionierende Aufklärungsarbeit. Nennt mich einen Kulturpessimisten – wenn es euch das einfacher macht, den Glauben nicht zu verlieren, gönne ich euch dieses Vorurteil zu meiner Person.

Wenn das die Führer wüssten …

Mir begegnet ein Grundgedanke relativ oft in den Netzwerken. Er geht ungefähr so: Irgendwer empört sich ob eines Missstandes. Zum Beispiel um die Situation von Pflegekräften und Patienten, die von Pflegekräften abhängig sind, die nicht da sind. Meine persönliche Meinung, dass da recht wenig Handlungsspielraum besteht, habe ich ja schon erläutert, tut aber hier nichts zur Sache. Irgendwann kommt dann der treudoofe Einwand eines Empörten: Wenn die Politiker mal selbst in einer Klinik sind, in der sie schlecht versorgt würden, dann änderte sich sicher was. Gut, ich weiß sehr gut, dass man prominent Siechende ganz anders versorgt – aber selbst wenn nicht: Es änderte eben nichts.

Wenn das die Führer wüssten! Ja – und was dann? Dann wissen sie es eben. Wir wissen doch auch vieles. Besonders als Konsumenten. Trotzdem ist es uns absolut Wumpe. Woher kommt denn diese Naivität anzunehmen, dass es bei Entscheidern anders läuft? Wenn Frankfurts Oberbürgermeister mal durchs Bahnhofviertel gehen würde, ja dann, dann … was dann? Wisst ihr, was dann passiert? Genau das, was jedes Jahr stattfindet: Man macht ein Fest aus diesem fallen quarter, feiert die Diversität, die dort herrscht. Müll, Drogen, Kriminalität: Man weiß darüber Bescheid und erklärt sie zum Lifestyle.

So ist das in unserer Zeit nun mal. Schließlich leben wir im postfaktischen Zeitalter. Normalerweise holt man den Trump aus der Schublade, wenn man von dieser Epoche spricht. Ihn und einige andere Spießgesellen. Sie stehen exemplarisch für den Niedergang des Intellekts, das Ende der faktenbasierten Aufklärung. Aber die bittere Wahrheit ist ein bisschen komplexer. Wir sind alle Teil dieser Entwicklung. Ich und Du und Sie, ja alle. Wir sind Zeitgeist. Fakten sind auch weiterhin von Bedeutung – wenn sie passen. Falls sie nicht passen, spielt das allerdings nur marginal eine Rolle. Dann redet man sie sich zurecht. Amazon hört Nutzern zu und macht daraus Konsumprofile? Verletzt die Privatsphäre? Schon irgendwie, aber es ist doch auch praktisch, wenn Einkaufsplattformen schon vorher wissen, worauf der Kunde Laune hat.

Unbezahlte Mehrarbeit vs. Kinokarten

Jeremy Bentham, der Urvater des Utilitarismus hätte seine wahre Freude an unserer Epoche. Unsere auf Radikalindividualismus ausgerichtete Nutzethik ist ein Hingucker für jeden Technokraten dieser Denkschule. Wenn es doch den Nutzen der Allgemeinheit mehrt, wenn da jemand außerhalb der Legalität Kunden belauscht, wie kann man da Widerspruch erheben wollen? Der Zweck heiligt nun mal die Mittel, bitte nicht zu kleinlich sein. Nicht der Schutz der Intimsphäre ist wichtig, sondern der Nutzen, der sich daraus ergibt, auch wenn diese Intimsphäre eventuell ein klein wenig gestört wird. Millionen Käufer können doch nicht irren, sie erklären qua Kauf ja auch, dass die technischen Optionen der »Kundenoptimierung« eine wichtiges Feature ist.

Was den Leuten alles wichtig ist. Ich erinnere an einen Vorfall. Damals war ich ganz jung, Anfang zwanzig. Ich arbeitete als Schlosser in einem mittelständischen metallverarbeitenden Betrieb. Am Nikolaustag sollte es für alle Mitarbeiter und ihre Familien Kinotickets geschenkt geben. Alle anderen Abteilungen hatten sie schon erhalten, nur wir aus der Ersatzteilfertigung noch nicht. Ein Typ aus der Spätschicht erfuhr dann – eigentlich wühlte er abends im Schreibtisch seines Vorgesetzten herum -, dass unser Werkstattleiter vergessen hatte, für uns Tickets anzumelden. Als er am nächsten Tag zur Arbeit kam, wusste die ganze Halle, was er verbockt hatte. Sie umzingelten ihn, machten ihn verbal nieder, er hatte keine Chance gegen diese Wutbürger.

Eine Woche zuvor stieg dessen Vorgesetzter, der Abteilungsleiter von seinem Olymp hinab, lustwandelte in unsere dreckige kleine Werkshalle, er musste uns etwas mitteilen: Man wolle bitte die Wochenarbeitszeit erhöhen. Um sieben Stunden. Unbezahlt natürlich. Wegen Wettbewerb und so – das waren die Parolen der Zeit. Alle hörten zu, keiner sagte auch nur einen Ton. Erst bei den Kinokarten fühlten sie sich wirklich verarscht. Vielleicht war das der Tropfen, der alles überlaufen ließ. Eventuell sind Tickets einem aber auch einfach näher, als eine eventuelle längere Arbeitszeit in einer Zukunft, die man nicht kennt. Wer weiß das schon? Und wer zum Teufel weiß eigentlich, was diese Story mit diesem Text zu tun hat? Habe ich mich etwa verzettelt? Das ist ja das schöne am Postfaktischen: Man kann am Ende jeden Quatsch als wertvollen Beitrag zum Thema einstufen.

Aufklärungsarbeit: Folklore aus einer Zeit, da man dachte, Wissen sei Macht

Zurück zum eigentlichen Thema: Nichts geht mehr. Aber noch immer ist dieser Topos das Ideal so vieler Serien, Filme oder Romane. Man erzählt die Story von emsigen Aufklärern, investigativen Journalisten zum Beispiel, die wie Trüffelschweine im Schlamm herumschnäuzeln. Das Happy-End läuft dann ohne den Klassiker aus Geknutsche und Liebesbeteuerungen ab, sondern sachlicher: Sie können nämlich etwas beweisen. Zum Beispiel, dass ein Unternehmen Gift ins Grundwasser leitete und daran Menschen erkrankten. Pathetische Musik setzt ein, die Helden sind am Ziel, die Allgemeinheit hat Gewissheit, nun tritt ein Aha-Effekt ein, man denkt um, die Bösewichte werden niederkartätscht. Kommissar Aufklärung hat seine Arbeit vollbracht.

Ich wiederhole mich, aber die Wirklichkeit sieht doch völlig anders aus. Nicht, dass Aufklärer nicht aufklären dürften oder wollten. Es gibt sie ja immer noch. Nur hat es eben keine Konsequenzen. Die sozialen Netzwerke, der Hort der Transparenz und der Mündigkeit, als die man sie einst feierte, haben wenig bis gar nichts Fortschrittliches fabriziert. Sicher, jetzt kriegt man was mit, aber mehr als Shitstorm ist nicht. Ein Klick weiter wartet die nächste Sau. Übermorgen hat man das Entlarvte schon längst wieder vergessen.

Dass Wissen Macht sein kann: Ach, das ist doch Folklore aus einer Zeit, da oben geschilderte Plots noch richtige Straßenfeger waren. Romantik ist das. Aufklärungsarbeit, die vielleicht auch ein bisschen was bewirkt, die steht doch schon lange im Museum. Wenn sie auf diesen Knopf drücken, wird irgendwo ein Mensch einen heftigen Stromschlag erhalten, Sie erhalten aber eine kleine finanzielle Entschädigung. Und dann? Natürlich wird gedrückt – Wissen ist bestenfalls Ohnmacht. Wie dieser Text, der nun wirklich nichts, aber auch gar nichts am Ende der Aufklärung ändert.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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niki
niki
2 Jahre zuvor

Unbezahlte Mehrarbeit (und noch zusätzlich gleichzeitiger Gehaltskürzung um ~30%…) Ja das Thema kenne ich nur zu gut!

Ich wurde mal genötigt für die Firma Bertelsmann Anfang des Millenniums zu arbeiten und damals war der Verbrecher Thomas Middelhoff am Drücker. Der kam persönlich um der Belegschaft zu verklickern, dass der Standort (bei Hannover) gefährdet sei, wenn nicht oben genannte Maßnahmen zur Lohnkürzung und Arbeitszeitverlängerung durchgeführt würden…
Mein Vertrag lief eh in 1,5 Monaten aus und habe explizit das ganze abgelehnt… Ach, was war ich in den 3 Wochen, die ich noch wegen Resturlaub da, war für ein Kameradenschwein für die anderen Mitarbeiter, da ich fast der einzige war der das ganze nicht mitmachte… Innerlich hatte ich eh schon vorher mit dem Laden gekündigt und machte nur noch das notwendigste, so dass mir keiner etwas konnte.

Der Standort wurde keine 6 Monate später dicht gemacht und ein paar weitere Monate später mit 95% neuem Personal für noch weniger Bezahlung unter einen neuem Namen (eine andere Tochter von Bertelsmann) wiedereröffnet…

Ende der Geschichte war, dass ein paar der ehemalige Kollegen zu mir kamen und sich für ihr Benehmen mir gegenüber entschuldigten…

Gebracht hat es mir nichts… Nur hatte ich das höhere Arbeitslosengeld als meine ehemaligen Kollegen…

Alter weiser Mann
Alter weiser Mann
2 Jahre zuvor

Spätrömische Dekadenz. Wir erleben gerade, was die Alten Römer anno 410 erlebt haben: Mal wieder geht eine Hochkultur unter, alles wird auf Null gesetzt, Neuinstallation des Betriebssystems. Muß man hin und wieder machen, die Menschheit braucht das alle paar hundert Jahre… 🤷‍♂️

schnörch
schnörch
Reply to  Alter weiser Mann
2 Jahre zuvor

ja, ja. Alles gut. Aber Hochkultur? Nein, so würde ich das nicht nennen wollen.

Pen
Pen
Reply to  schnörch
2 Jahre zuvor

Nicht mehr, nein. Der Zenit ist längst überschritten.

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  Alter weiser Mann
2 Jahre zuvor

Nein, muss man nicht. Und vor Allem, wer ist „man“? Und dass 98% der Menschen leiden müssen, nur weil 2% milt aller Gewalt ihre Vorstellng eines angemessenen Lebensstils – oder wie man das nennen soll – durchsetzen, sehe ich jetzt auch nicht als den nietzsch’schen Übergedanken. Aber vielleicht haben Sie ja doch recht und wir sind nur genetische Fehlentwicklungen. Solange das aber nicht klar ist, können wir ja etwas gegen die Vorstellungen dieser 2% zu unternehmen versuchen.

Ich weiss, nicht hier…

Bernhard
Reply to  Alter weiser Mann
2 Jahre zuvor

@“Alter Greiser Mann:“ In der Spätantike gab es im Römischen Reich viele Fortschritte, z. B. die Reformen des Diokletans. Ich warne vor einem platten Geschichtsverständnis a là Westerwelle: Die „Spätrömische Dekadenz“ ist eine klassismustische (korrekter: klassistische*) Deppenbehauptung des verschiedenen Guido Westerwelle, die sich tatsächlich gegen die Klasse richtet, die er vertritt. Dein Fatalismus, den ich herauslese, hilft rein gar nix. Dein Kommentar steht in Widerspruch zu Deinem Pseudonym „Alter weißer Mann“

*Adj. v. Klassismus

: Dir ist auch klar, dass hinter Deinem obigen Text eine ganz gewaltige Menge an enttäuschter, zynischer Allmachtsphantas(t!)ie lauert und Dich „auffrisst“.

Schönes Neues Jahr den Bloggisten und Kommentierenden aus „Bankfurt“,

Grüße B.

Pen
Pen
Reply to  Bernhard
2 Jahre zuvor

@Bernhard

Also, so sehr ich mich bemüht habe , Dich zu verstehen, ich kann in Robertos Text beim besten Willen keine „enttäuschten, zynischen Allmachtsphantasien“ entdecken, schon gar keine, die ihn „auffressen“.

Was für ein Unsinn!

niki
niki
2 Jahre zuvor

Ist von mir ein Beitrag vom System verschluckt worden?

niki
niki
Reply to  Roberto J. De Lapuente
2 Jahre zuvor

Merci!

Pen
Pen
2 Jahre zuvor

Moin Roberto,

so hatte ich bisher weder Sisyphos noch Camus interpretiert. Ich dachte immer, der Felsbrocken sei das Geschirr, das man jeden Tag aufs Neue spülen muß. :- )

Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen journalistische Aufklärung von Skandalen üble Konsequenzen für die Schuldigen hatte. Heute kratzt das niemanden mehr. Skandale, z.B. Millardenschwerer Betrug am Steurzahler, wie Andreas Scheuer ihn hingelegt hat, werden einfach ausgesessen, toleriert von einer praktisch bewußtlosen Kanzlerin.

Liegt das am allgemeinen Verschwinden dessen, was man früher Anstand nannte, oder liegt es daran, daß die Medien ihre Aufgabe als Vierte Gewalt nicht mehr wirklich wahrnehmen? Oder gibt es umgekehrt keinen guten Journlismus mehr, weil er doch nichts bewirkt?

Schöner Artikel, danke dafür.

Schaf
Schaf
Reply to  Pen
2 Jahre zuvor

, toleriert von einer praktisch bewußtlosen Kanzlerin.

Natürlich, das musste ja sein, der „Führer hat von nichts gewußt“. Dümmer geht immer.

Roberto De Lapuente
Reply to  Schaf
2 Jahre zuvor

Aggressiver geht offenbar auch immer.

Pen
Pen
Reply to  Schaf
2 Jahre zuvor

@Schaf

Was für ein Unsinn! – Da hast Du etwas falsch verstanden. „Bewußtlos“ hat hier weder mit wissen, noch mit „nichts wissen“ und schon gar nichts mit einem „Führer“ zu tun. „Bewußtlos“ hat hier die Bedeutung von Narkose, Tiefschlaf oder Altersstarrsinn. Möglich ist auch, daß sie einen Chip trägt, der sie zwingt, immer im Sinne der westlichen Oligarchie zu handeln. Ist Dir nicht aufgefallen, daß sie seit ihrem Skiunfall irgendwie „weggetreten“ wirkt und nicht mehr dieselbe ist? ;- ))

Gaby
Gaby
2 Jahre zuvor

Meine Wahrnehmung :
– Aufklärung und Vermittlung von Wissen findet nach 22 Uhr – an kaum besuchten Plätzen – statt.
– Aufklären muss man sich selbst (ggf durch Hinweise)

Beispiele:

https://youtu.be/hkeIXkqdl4Q

https://youtu.be/a3cGhVBjQjw

https://youtu.be/9GL24olk4Xc

Zurückgezogene Studien (Suche) http://retractiondatabase.org/RetractionSearch.aspx?

Zurückgezogene Studien (News)
https://retractionwatch.com

LG
Gaby

Sukram71
Sukram71
2 Jahre zuvor

Möglicherweise hält sich die Sorge der Leute in Grenzen, Amazon könnte durch den Echo herausfinden, wo sie wohnen, bei welcher Bank sie sind und was sie gerne kaufen oder Google könnte mit Hilfe von Google Home-Geräten herausfinden, nach was sie gerne im Internet suchen und welche Fotos sie in Google Drive gespeichert haben… 🙄😂

Im Ernst:
Wer ein Smartphone mit Google Android nutzt und/oder gerne bei Amazon kauft und deren Apps auf dem Smartphone hat, von dem wissen Google bzw. Amazon sowieso fast alles, inklusive Standortverlauf. Sprachaufnahmen auszuwerten wäre doch viel zu umständlich.

Das Mikrofon ist samt GPS in jedem Smartphone eingebaut und die gewünschten Daten liegen sowieso in elektronisch lesbarer Form sauber aufbereitet im Speicher oder bereits in der Cloud. Also warum sollte sich irgendwer die Mühe machen, zufällige Tonschnipsel abzuhören?

Dass Fehler in einer Spracherkennung nur von Menschen überprüft und verbessert werden können, ist dagegen völlig plausibel und nachvollziehbar.

Zur Aufklärung gehört: Nicht der Sprachassitent im Regal ist die Abhörwanze, sodern *jedes* Smartphone mit Mikrophon, GPS und Funktechnik und Apps mit zu viel Berechtigungen. Folglich ist die Erregung über Echo, Siri, Cortana, Bixby und Home m. E. einfach ziemlich unsinnig.

Wahre Experten verbannen „Abhörwanzen“ wie Google Home oder Amazon Echo aus ihrer Wohnung, aber installieren sich dafür eine „Smarte Tastatur“ oder ein virtuelles Furzkissen auf ihr Handy, die alle Tastatur- und Passworteingaben live an den Hersteller senden. 🤣

Noch klüger wäre es vielleicht ein paar Tipps von Edward Snowden ernst zu nehmen und nach weiteren Ratschlägen ausschau zu halten.
https://www.futurezone.de/digital-life/article227371133/Abhoersicheres-Handy-basteln-Edward-Snowden-zeigt-wie-es-geht.html

Roberto De Lapuente
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Wie so oft bei dir: Am Thema vorbeigeschossen.

Sukram71
Sukram71
Reply to  Roberto De Lapuente
2 Jahre zuvor

Nun, vielleicht teils. Aber es geht oben nicht zuletzt um die „Bespitzelung durch Sprachassitenten“:

Man las so viel über diese kleinen Sprachwunder, über Echo, Alexa, Bixby oder Siri. Liebevoll-euphemistisch Sprachassistenten genannt. Die bespitzeln einen wie die Staatssicherheit. Das heißt, nicht sie selbst. Die Geräte sind ja dumm wie Kabelsalat, sie sind nur die Technik. Aber die Konzerne, die dahintersitzen. 

Das Bespitzeln der Konzerne hat aber gar nichts mit den Sprachassistenten zu tun.

Was zuletzt skandalisiert wurde, war, dass Personal der Konzerne Sprachschnipsel auf korrekte oder fehlerhafte Erkennung prüft und auswertet, ohne in den Nutzungsbedingungen (die eh keiner liest) ausreichend darauf hinzuweisen.

Das ist technisch aber nun mal gar nicht anders möglich. Nur ein Mensch kann prüfen, ob eine Maschine den Sinn menschliche Sprache richtig erkennt. Wenn sich das mal ändert und Maschinen selbständig Maschinen bauen und verbessern, dann sagt bitte Bescheid, damit ich anfange mir Sorgen zu machen! ☺

Ansonsten sind die bisher bekannt gewordenen Missbrauchsfälle – vielleicht abgesehen von Facebook – nicht so wahnsinnig gravierend, dass man zwingend die Finger davon lassen müsste.
Oder hat jemand dafür Beispiele?

Als Chinese würde ich mir Sorgen über deren digitalen Überwachung-Staat machen. Solange die US-Konzerne mir aber nur passende Webung anzeigen, anonyme Massendaten verkaufen oder ihre Produkte optimieren wollen, kann ich damit leben.

Und würden die Konzerne ihre Serverparks tatsächlich mit Kinderblut und Menschen in Salzlake betreiben, dann würde auch niemand zur Tagesordnung über gehen. Da bin ich ziemlich sicher.

Bei Apple kann man übrigens für nen guten Zweck spenden. https://youtu.be/UF3_bJzXKA0
Ansonsten muss sich die EU den großen Konzernen annehmen.

niki
niki
Reply to  Roberto J. De Lapuente
2 Jahre zuvor

Markus glänzt wie immer mit gefährlichem Halbwissen und daraus nicht minder gefährlichen Schlussfolgerungen… Dazu eine ordentliche Portion Naivität.
Zu Gute muss man ihm halten, dass er es nicht besser weiß…

Brian Du-Bois Guilbert
Brian Du-Bois Guilbert
Reply to  niki
2 Jahre zuvor

Dazu eine ordentliche Portion Naivität.

He he Niki….das ist die Untertreibung des Jahres….

Sukram71
Sukram71
Reply to  Roberto J. De Lapuente
2 Jahre zuvor

Es ist ein Unterschied, ob ich hinnehmen, dass für nützliche günstige digitale Produkte *meine* Daten ausgewertet werden, oder ob man zB Billigklamotten kauft, die mit Hilfe von Kinderarbeit und katastrophaler Ausbeutung anderer Menschen hergestellt wurden.

Wenn wir Konzerne boykottieren wollen, die mit allen Tricks Steuern vermeiden, die Umwelt verpesten oder Menschen in Entwicklungsländern zB in Fabriken für elektronische Produkte ausbeuten, dann wird es schwierig, überhaupt noch was zu kaufen.

Wir wissen *alle* dass unser gesamter westlicher Lebensstil auf der Ausbeutung von Menschen, Tieren, auf Krieg und auf der Zerstörung der Umwelt aufgebaut ist. Konsequenzen werden – wenn überhaupt – nur sehr langsam gezogen. Ist das was neues?

Das mit dem Datenschutz und die Spitzelei von Konzernen halte ich da für – im Vergleich – ziemlich harmlos. Das lenkt nur von den wirklichen Problemen ab.

Gaby
Gaby
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Das Ding ist, dass quasi ein natürlicher Verlauf der Entwicklung voraussetzt ist : alles beginnt klein und wird groß. Das kleine Dinge eventuell allerdings leichter verändert werden können als große, sollte jedem einleuchten. Ich kann doch nicht hergehen und sagen „das andere ist viel schlimmer, deswegen muss ich auf kleineres weniger Acht geben“. In diesem Zusammenhang:
Wenn dein 7 Jähriger einen Fehler macht, sagst du doch auch nicht „egal, es gibt Schlimmeres auf der Welt“.

Weggucken kann jeder, ob das allerdings etwas zum Besseren bewegt, sei mal dahingestellt.

LG

Sukram71
Sukram71
Reply to  Gaby
2 Jahre zuvor

Ich finde es halt weniger schlimm, wenn Digitalkonzerne meine/unsere Daten auswerten oder anonymisiert verkaufen, damit Produkte hergestellt werden, die ich/wir haben will/wollen. Das ist doch sogar sinnvoll.

Missstände unter denen Menschen, Tiere und Umwelt tatsächlich leiden, finde ich gravierender und die gibt es zuhauf.

Gaby
Gaby
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Das da alles mit allem zusammenhängt und auf kleinen Veränderungen beruht kommt Dir nicht in den Sinn?

Deine Sicht auf die Dinge erscheint mir doch sehr inkonsequent, tut mir leid.

LG

Ps: Das ist wie mit einem kleinen Kind, welches das süße Bonbon will, aber sich keineswegs um die Entsorgung der Verpackung von selbigem schert – sich allerdings über die Müllberge beschwert wenn es erwachsen ist.

Sukram71
Sukram71
Reply to  Gaby
2 Jahre zuvor

Wenn man gegen die großen bösen abstrakten „Konzerne“ protestiert, dann kann man da nicht viel machen. Wie praktisch.

Ich werde nun aber ganz sicher nicht meine Google Home Produkte aus der Wohnung werfen, um dann im Discounter ein 2-Euro T-Shirt zu kaufen, an dem das Blut der Bangladescher klebt, und dazu noch antibiotika-resistentes Billigfleisch aus der Massentierhaltung. 🙄

Die „Spitzelei der Konzerne“ erscheint mir im Vergleich als Luxusproblem, das Millionen andere Menschen gerne hätten.

Gaby
Gaby
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Im „Kleinen“ beginnt eine Veränderung, aus der großes entsteht. Das gilt für „alle“ Bereiche. Auch dann wenn Du es nicht oder noch nicht verstehen magst/kannst.

– End of communication –

Sukram71
Sukram71
Reply to  Gaby
2 Jahre zuvor

Wenn ich was konkret verbessern will, dann kaufe ich zB weniger Fleisch und nutze das gesparte Geld um mögliches fair produzierte Produkte zu kaufen. Ich persönlich halte es für sinnvoller dort im Kleinen anzufangen.
Und natürlich bei Sachen, die einen selber betreffen, weil man dort was bewirken kann. 😉

Alter weiser Mann
Alter weiser Mann
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Ich werde nun aber ganz sicher nicht meine Google Home Produkte aus der Wohnung werfen, um dann im Discounter ein 2-Euro T-Shirt zu kaufen, an dem das Blut der Bangladescher klebt.

Was glaubst Du wohl, was Google, Alexa, Siri & Co. so für Daten sammeln?
Wie Du Dir vor der Webcam einen runterholst?
Vergiß es. Das interessiert keine Sau. Wirklich keine.

Die suchen ganz genau DEINE Daten,

damit Produkte hergestellt werden, die ich/wir haben will/wollen. Das ist doch sogar sinnvoll.

Scheiß was auf die Blutflecken…

Ich sag das wirklich wirklich sehr ungern und sehr sehr sehr selten: Bei Dir ist Hopfen und Malz verloren. Aber sowas von… 🙄

Sukram71
Sukram71
Reply to  Alter weiser Mann
2 Jahre zuvor

Hey Alter 🙂 … ich verstehe wirklich nicht, was du meinst.

Wenn u. a. Google und Amazon meine Daten sammeln, dann ist das hauptsächlich mein Problem und nicht das von anderen Menschen.

Und wenn die Industrie mit diesen Daten Produkte herstellt, die die Leute haben wollen, statt auf dem Müll zu landen, dann spart das Energie und Ressourcen und schont die Umwelt. Das hat also *auch* Vorteile.

Ansonsten ist es natürlich leicht, Kritik an Dingen zu üben, die man selber nicht hat und haben will.
Ich schlage deshalb erneut vor, dort im Kleinen anzufangen, wo man selber was bewirken kann und dort wo nicht nur Daten in Gefahr sind. 😉

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Wenn Google meine Daten sammelt, dann ist das hauptsächlich mein Problem und nicht das von anderen Menschen.

Wenn es nur deine Daten wären, könnte es dem Rest in der Tat ziemlich egal sein.
Wer sich gläsern machen will, soll das gerne tun.
Als ambitionierter Saunagänger hast du ja nix zu verbergen, gelle. 😀

Und wenn die Industrie mit diesen Daten Produkte herstellt, die die Leute haben wollen, statt auf dem Müll zu landen, dann spart das Energie und Ressourcen und schont die Umwelt.

Hey Grünschnabel!

Könnte es sein, dass Werbung deshalb ein Milliardengeschäft ist, weil man damit Schein-Bedürfnisse erzeugen kann, die es real gar nicht gibt?

Und zum Thema Müll:

Vielleicht hast du ja schon mal was von „geplanter Obsoleszenz gehört.
An Produkten, die langlebig und reparabel sind, hat die Industrie schon lange kein Interesse mehr. Die bringen zu wenig Profit und für die Umweltkosten muss die auch nicht aufkommen.

Sukram71
Sukram71
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

Wenn es nur deine Daten wären, könnte es dem Rest in der Tat ziemlich egal sein.
Wer sich gläsern machen will, soll das gerne tun.

Eben. 😉

Könnte es sein, dass Werbung deshalb ein Milliardengeschäft ist, weil man damit Schein-Bedürfnisse erzeugen kann, die es real gar nicht gibt?

Danke für das wirklich sinnvolle Argument. Das wäre aber doch auch ohne die ganzen Daten der Fall. Genauso wie die „geplanten Obsoleszenz“.

Wenn Produkte am Geschmack und den realen Bedürfnissen der Leute vorbei gehen, dann hilft auf Dauer auch keine Werbung. Es gibt doch auch genug Flops.

Aber klar, die Datensammelei stützt ein ungerechtes, schlechtes System. Aber eben nur sehr indirekt und vorher gab es das auch. 1960,1970 oder 1980 war die Welt und das System nicht besser.

Ich schlage deshalb erneut vor, dort im Kleinen anzufangen, wo man selber was verändern und bewirken kann, weil man es selber nutzt bzw kauft. 🙂

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Danke für das wirklich sinnvolle Argument. Das wäre aber doch auch ohne die ganzen Daten der Fall. Genauso wie die „geplanten Obsoleszenz“.

Das ist leider falsch, denn wenn ich das Verhalten der Leute detailliert kenne, kann ich ein Profil erstellen und entsprechend gezielt Werbung platzieren.
Mit TV- oder Postwerbung war das nicht möglich und auch gezielte Werbeumfragen erfassen nicht jeden Bürger.
Die althergebrachte Werbung funktionierte nach dem Gießkannen-Prinzip.
Man hoffte eben darauf, dass bei möglichst Vielen was hängenblieb.
Auch die geplante Obsoleszenz hat ja das Ziel, in möglichst kurzen Intervallen neue Produkte an den Kunden zu bringen, was natürlich durch kundenspezifische Datenauswertung erleichtert wird.

Wenn Produkte am Geschmack und den realen Bedürfnissen der Leute vorbei gehen, dann hilft auf Dauer auch keine Werbung. Es gibt doch auch genug Flops.

Klar, nicht Jeder, der sich im Internet mal einen Rasenmäher angesehen hat, besitzt auch eine Wiese, aber wenn man die Hobbies und Vorlieben der einzelnen Personen kennt, steigt die Wahrscheinlichkeit, mit gezielter, personalisierter Werbung das Kaufinteresse zu wecken.

Wenn man z.B. weiß, dass du gerne in die Sauna gehst, hat gezielte Werbung für ein neues Saunatuch oder einen neuen Bademantel mehr Aussicht auf Erfolg, als wenn man das nicht wüßte, selbst wenn die alten Teile noch ganz passabel sind, oder?

Mordred
Mordred
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

Wenn es nur deine Daten wären, könnte es dem Rest in der Tat ziemlich egal sein.
Wer sich gläsern machen will, soll das gerne tun.

Äh, ne. Die Daten werden ja zusammengeführt. Was meinst Du, was z.B. die asozialen Netzwerke durch Deine Freunde und Verwandten über Dich wissen, obwohl Du da garnicht angemeldet bist.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mordred
2 Jahre zuvor

Deswegen schrieb ich ja, „wenn es nur deine Daten wären“.
Mit einem Jecken Sukram aus Kölle bin ich weder verwandt noch verschwägert. 🙂

Sukram71
Sukram71
Reply to  Mordred
2 Jahre zuvor

Äh, ne. Die Daten werden ja zusammengeführt. Was meinst Du, was z.B. die asozialen Netzwerke durch Deine Freunde und Verwandten über Dich wissen, obwohl Du da garnicht angemeldet bist.

Das ist natürlich so.
Das hat aber exakt 0,00 (in Worten: NULL), also rein gar nichts, mit den oben angesprochenen und abgebildeten Sprachassistenten zu tun, sondern dann dürft ihr eure Smartphones nicht mehr verwenden. Oder höchstens ohne Kontoanmeldung bei Google, Apple, Samsung, Amazon, Facebook und euer Bekanntenkreis auch. Cookies solltet ihr grundsätzlich ablehnen und einen guten Adblocker installieren.

Ihr solltet eure Freunde und Bekannte schriftlich dazu auffordern, es zu unterlassen eure Daten, wie Anschriften, Fotos, Geburtstag und alle sonstigen persönlichen Daten so zu speichern, dass diese ohne euer ausdrückliches schriftliches Einverständnis an Dritte wie Facebook, Google, Apple, GMX, Dropbox usw. übertragen werden. 🤣

Dank der Datenschutzgrundverordnung könnt ihr die Firmen auch anschreiben, um Auskunft über die gespeicherten Daten bitten und ggf eine Löschung verlangen.

Falls ihr irgendwo einen Amazon Echo, Google Home oder das Dingsbums von Apple seht, dann müsst ihr mit Nachdruck dazu auffordern das Mikrofon auszuschalten oder eben die Ortlichkeit verlassen. Auch, wenn jemand ein Smartphone dabei hat, weil dort sind die ja auch integriert. 😀

Gaby
Gaby
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Jetzt muss ich doch noch mal..

Das ist eine riesige Werbeindustrie, die einzig darauf abziehlt, dass die Leute kaufen was das Zeug hält (mit anderen Worten: den Bürgern das Geld aus der Tasche zieht für Dinge die sowas wie „Glücklich sein“ (Befriedigung) hervorrufen sollen – da dieser Zustand allerdings eine geringe Halbwertszeit hat, muss weiter/wieder eingekauft werden (= weniger Geld für Dich, mehr Müll für „alle“)).
Das bedeutet: die Einzigen die daran gewinnen, sind „längerfristig“ wenige Einzelne – den Schaden jedoch haben „alle“ (Produktion von Müll; Ausbeutung von Ressourcen (damit auch Menschen)).

So, habe fertig – „Glas“Flasche halbvoll

Gehab‘ dich wohl in deinem Schneckenhaus; pass auf die Vögel auf – manche mögen Schnecken.

Bearbeitete Notiz:
„Bedürfnisbefriedigung“.. ganz genau. „Ich“ muss nur das abdecken was „notwendig“ ist – DASS ist „mein“ Bedürfnis. Alles was darüber hinaus geht, ist „m.M.n“ LUXUS, ergo bisweilen auch dekadent.

ert_ertrus
ert_ertrus
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Schon mal was vom Ford Edsel gehört? Ein Modell, das auf der Grundlage einer umfangreichen und kostspieligen Marketing-Umfrage designt und produziert wurde – und als bis dato größter Flop des Ford-Konzerns endete 😉

Bregor
Bregor
Reply to  ert_ertrus
2 Jahre zuvor

Öh, Edsel war eine Automarke, gehörte aber dem Ford Konzern. Eine neue Automarke auf dem Markt einführen ist noch etwas schwieriger. Ansonsten Bedürfnisse wecken, ganz zufällig gibt es auch schon passende Produkte. Oder sehr krass ein Produkt wird mit Lifestyle etc. verbunden und das Bedürfnis „dazu gehören“ zu wollen wird mit dem Kauf des Produkt vorgegaukelt.