Die Opferung der Demokratie

Wer heute was auf sich hält, inszeniert sich als Opfer. Denn nur als Opfer wird man noch wahrgenommen. Darüber geht die Demokratie flöten: Sie ist das wirkliche Opfer.

Klimakleber und Klimaaktivisten sind Opfer. So sehen sie sich selbst. Seit Jahren erzählen uns die jungen Leute um Greta Thunberg und Luisa Neubauer, dass sie die Opfer eines jahrzehntelangen Versäumnisses sind. Täter in dieser Allegorie: Die vorherigen Generationen. Oma, die Umweltsau hat die jungen Leute geopfert. Auf dem Altar eines Wohlstandes, der sich nichts schert um das Klima oder die Umwelt.

Dass die jungen Leute von diesem Wohlstand profitiert haben, verschweigen sie bei dieser Opferdebatte geflissentlich. Aber sie genießen ihn ja doch. Man muss nur mal Luisa Neubauers Netzwerk-Accounts folgen, da sieht man, wo die junge Frau sich gerade aufhält: Das kann dann schon mal Kalifornien sein. Die Opfer der gleichgültigen Altvorderen kommen weit rum. Weiter als mancher der Altvorderen selbst. Sind sie nicht die Opfer ihrer zu frühen Geburt? Bei wem können sie ihren Opferstatus anerkennen lassen? Denn Opfer: Das sind heute eigentlich alle – wer gehört werden will, braucht diesen Status geradezu.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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29 Gedanken zu „Die Opferung der Demokratie

  • 9. Februar 2023 um 7:32
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    Und als Opfer kann man sein Tätersein so schön camouflieren. Ich nenne es das “Kleine-Geschwister-Syndrom“. Denn hat der/die Kleine etwas angestellt, wars – natürlich – immer der/die Große…;-).

    Antwort
  • 9. Februar 2023 um 8:10
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    Als Schöffin habe ich praktische Erfahrung sammeln können, wie schwierig es ist zwischen Täter und Opfer zu unterscheiden. Keineswegs immer reichen die Ermittlungsergebnisse aus, die Schuldfrage eindeutig zu bejahen. Selten geben potentielle Opfer tatsächlich eindeutige Signale darüber ab, ob sie eine Handlung für unzulässig halten, „naja“ sagen oder ihr Einverständnis aussprechen.Anwälte der Verteidigung sprechen in Verfahren, die die sexuelle Selbstbestimmung betreffen oft zu Recht das Fehlen eindeutigen sprachlichen oder körperlichen Abwehrverhaltens an. Während bei Kindern und Jugendlichen der gesetzliche Rahmen zu Recht immer von einer gundlegenden Unmündigkeit und Wehrlosigkeit ausgeht, ist dies bei erwachsenen „Opfern“ in aller Regel nicht der Fall. Von einem Erwachsenen kann ein autonomes Verhalten erwartet werden, dem eine realistische Einschätzung der Gefährdung zugrunde liegt.
    Auf den praktischen Punkt gebracht: während Dienstvorschriften für das persönliche Gespräch mit Minderjährigen entweder die Anwesenheit eines Erziehungsberechtigten verlangen oder eine offene Tür zum Gang scheint Erwachsenen die Schutzfunktion des öffentlichen Raumes nicht bekannt zu sein. Sie halten sich irrigerweise für geschützt, sobald die Tür zu ist. Was natürlich nur zutrifft, wenn man sich allein hinter dieser Tür befindet und die Möglichkeit hat, sie abzusperren. Aus meiner Sicht hat jemand, der sich mit einer potentiell übergriffigen Person freiwillig in einen abgeschlossenen Raum begibt zumindest eine Teilschuld. Aus diesem Grund habe ich me-too-Kampagnen nicht unterstützt und die Belastung öffentlicher Haushalte durch Frauentaxis nicht mitgetragen. Frauen sind im öffentlichen Raum vergleichsweise gut geschützt, vor übergriffigen Männern genauso wie vor übergriffigen Frauen. Bei der Wohnung, die man mit einem Partner teilt, Geschlechtszugehörigkeit ohne Belang, lässt sich das gerade nicht sagen. Leider lesen wenige Menschen die Kriminalstatistik.

    Antwort
    • 9. Februar 2023 um 9:16
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      Im dem Fall, wie es Roberto passend erzählt, geht es jedoch nicht um wirkliche Opfer, sondern darum, dass eine Gruppierung immer mit den Finger auf andere zeigen kann ohne selbst auch nur ansatzweise auf tatsächliche Begebenheiten und eigenes Gebaren Rücksicht nehmen zu müssen und wie der Mainstreamjournalismus das ganze fördert und verfestigt!

      Kritik ist fast unmöglich und es ist absoluter Wahnwitz was für Ausmaße das ganze aufnimmt!

      Grundlegende Pfeiler der Demokratie werden damit geopfert und diese wird damit sozusagen abgeschafft!

      Alles wird totgeschrien und inzwischen gar VERBOTEN was nicht in deren Weltbild passt! Vollkommen irre!

      Antwort
      • 9. Februar 2023 um 10:28
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        Mensch droht zu einem Opfer zu werden, wenn er zu vernunftgeleiteter Selbstbestimmung nicht in der Lage ist. Das trifft rechtlich gesprochen in Demokratien allein auf Unmündige jeglichen Alters zu.
        Das Wort „Opfer“ auf gesellschaftliche Gruppen zu beziehen, setzt eine obrigkeitliche Sortierung voraus oder eine Selbstzuordnung wie „Wir Haus- und Grundbesitzer“, „Wir SUV-Fahrer“ und zur Steigerung der Durchsetzungsfähigkeit einen „Mitgliedsausweis“. Diskutierenden, die von einem „wir“ sprechen, ohne die Selbstzuordnung zu begründen oder zu belegen – attestiert man berechtigt einen gewissen Intelligenzmangel. Intelligenzmängel sind demokratisch zulässig; nicht weniger zulässig als deformierte Fußballen oder. das Schwenken größerer Handtaschen bei gleichzeitig aufgelegtem Makeup, verbunden mit blonder Langhaarperücke. Ein idealer Mensch zu sein ist nicht nötig.
        Wer opfert Pfeiler der Demokratie? Wie? Wodurch? Vielleicht opfern viele gegenwärtig freiwillig ihre Autonomie, weil Selbstbestimmung immer mit Risiken verbunden ist. Der andere könnte mich auf der Arbeit schlecht machen oder bei meiner Schwiegermutter, mir heimlich einen großen Stein in den Garten kegen… . Risikofreiheit ist demokratisch nicht herstellbar. Man darf überall alles sagen. Man muss nur damit leben können, dass es anderen nicht gefällt.

        Antwort
        • 9. Februar 2023 um 10:47
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          Mensch droht zu einem Opfer zu werden, wenn er zu vernunftgeleiteter Selbstbestimmung nicht in der Lage ist. Das trifft rechtlich gesprochen in Demokratien allein auf Unmündige jeglichen Alters zu.

          Und wenn ein Fußgänger von einem besoffenen Autofahrer angefahren wird obwohl der Autofahrer „Rot“ hatte? Opfer kann nach meiner Ansicht ein jeder Mensch werden.

          Antwort
        • 9. Februar 2023 um 11:28
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          Noch einmal… Es geht nicht um Opfer an sich, sondern besonders um das hochstilisieren von ein paar wenigen Gruppierungen um andersdenkende Menschen zu diskreditieren und Diskussionen von vornherein zu verunmöglichen. Gerade eine demokratische Willensbildungwird damit von vornherein sabotiert!

          Du erzählst das Opfer manchmal nicht nicht unbedingt ganz unschuldig an ihrer Situation sind. Okay, kann man drüber diskutieren und in einigen Fällen hast du sicherlich auch recht.
          Nur geht es in dem Artikel von Roberto meiner Meinung nach nur sehr begrenzt.

          Antwort
      • 9. Februar 2023 um 18:02
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        Kritik ist fast unmöglich und es ist absoluter Wahnwitz was für Ausmaße das hat

        schreibst du, N.B., völlig nachvollziehbar. Welche Dimensionen dieser Irrsinn angenommen hat, zeigt nun der aktuelle und spannende Bericht eines sehr alten Mannes:

        https://www.nachdenkseiten.de/?p=93548
        https://www.nachdenkseiten.de/?p=93602

        Lafontaine beschreibt das Fatale dieses Vasallentums, die Welt insgesamt stellt sich aber – angesichts der Nähe von „master & slave“ – folgende Frage:

        „Wusste die politische Führung Deutschlands eigentlich von den Plänen, Nordstream zu sprengen um damit die eigene Wirtschaft nachhaltig zu schwächen und einen Großteil der Bevölkerung massiv zu verarmen?“

        Das wüsste ich „Opfer“ auch ganz gerne . . .

        Antwort
    • 9. Februar 2023 um 10:43
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      Aus meiner Sicht hat jemand, der sich mit einer potentiell übergriffigen Person freiwillig in einen abgeschlossenen Raum begibt zumindest eine Teilschuld.

      Gilt dies auch für einen Raubüberfall auf offener Straße? Ich denke, daß es sicherlich öfters „eindeutige“ Situationen gibt, in denen der „Täter“ die alleinige Schuld hat.

      Antwort
    • 9. Februar 2023 um 11:54
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      Na ja, diejenigen, die die Kriminalstatistiken lesen, missbrauchen diese gern für Aussagen, die aus den Kriminalstatistiken gar nicht hervorgehen.

      So ist es z.B. ein beliebtes Spiel Kriminalstatistiken, die Ermittlungen bzw Ermittlungsverfahren zum Inhalt haben, mit tatsächlichen Verurteilungen gleichzusetzen.

      Bei Deiner Teilschuld-Sichtweise mag ich Dir nicht folgen.

      Wer begibt sich denn freiwillig mit potenziell übergriffigen Personen in einen geschlossenen Raum der zur Falle werden kann?

      Wie erkennt man überhaupt potenziell übergriffige Personen? Ich wage zu behaupten, dass das unmöglich ist? Bzw ist jeder Mann potenziell als übergriffige Person anzusehen, was dann für Frauen bedeutet, dass sie sich nie mit einem Mann in einen geschlossenen Raum geben dürfen und wenn sie es doch tun, sind sie zumindest teilschuldig.

      Ich beziehe mich jetzt auf echte Vergewaltigungen und nicht auf das schwer zu durchschauende, weit gewordene Feld dessen was unter sexuelle Übergriffe zusammengefasst wird.

      Vergewaltigungsopfer haben es fast immer schwer eine Vergewaltigung beweisen zu können. Nur bzw zum Glück die wenigsten Vergewaltigungen verlaufen äußerst brutal. Nur bei diesen ist die Spurenlage eindeutig. Bei fast allen anderen Vergewaltigungen steht bei einem Gerichtsverfahren Aussage gegen Aussage, weil Vergewaltigungen eben so gut wie nie in der Öffentlichkeit, in der Zeugen zugegen sind, stattfinden. Ein einigermaßen „geschickter“ Vergewaltiger braucht nur darauf „achten“, dass er seinem Opfer keine Gewalt antut, die Spuren hinterlässt. Eine „Schockstarre“ ist bei Vergewaltigungsopfern sicher keine Seltenheit.

      Solche Prozesse sind leider für das Opfer sehr erniedrigend. Das ist ein handfestes Problem, für das es leider keine rechtsstaatliche „saubere“ Lösung gibt. Ich habe von Richtern gelesen, die ihren eigenen Töchtern abrieten bzw abraten würden, eine Vergewaltigung anzuzeigen.

      Es ist heutzutage einfacher im ausgeweiteten Straftatbestand bei sexuellen Übergriffigkeiten mit einer Klage „Erfolg“ zu haben, als eine Vergewaltigung nachzuweisen.

      Ja, es gibt ganz bestimmt auch sexuelle Handlungen, die ganz real alles andere als Eindeutig strafrechtlich relevant gewertet werden können.

      Nur Frauen die tatsächlich zu Opfern wurden, gibt es leider dann doch unzählige. Das mag zumindest ich nicht relativiert sehen.

      Antwort
      • 9. Februar 2023 um 15:59
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        Relativiert werden strafbare Handlungen immer. Das ist die Aufgabe von Gerichten. Die Urteilsfindung ist ein Prozess, des In-Beziehung-Setzens von Tat, Leidtragendem, Täter und Strafe zur Wiederherstellung des Rechtsfriedens… . Es sei denn, man möchte zu absoluter Herrschaft zurückkehren.

        Antwort
        • 9. Februar 2023 um 17:25
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          Ach komm Christa Meist, willst Du mich veräppeln?

          Egal, dann fröhliches Relativieren zur Wiederherstellung des Rechtsfriedens.

          Nur erspar‘ mir bitte in Zukunft den Dünnpfiff mit unsinnigen Belehrungen und mach als Schöffin – also als juristischer Leie – bitte nicht auf dicke Hose juristisch wissende Expertin zu sein. Ich hab‘ die Schnauze von Experten und auch von der großen Schar Möchtegern-Experten gestrichen voll.

          Antwort
          • 9. Februar 2023 um 19:12
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            Locker bleiben!

            Es bringt nix, wirkliches Leben mit juristischen Kategorien vergleichen zu wollen.

        • 10. Februar 2023 um 6:01
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          @Christa
          Ja, das ist exakt der Unterschied zur Rachejustiz.
          Den meisten scheint dieser zivilisatorische Fortschritt in seiner vordergründig nicht moralischen, sondern rationalen Methodik nicht klar zu sein.

          Antwort
          • 10. Februar 2023 um 9:05
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            …noch so ein Schlaupuper😳

            Selbstverständlich spielt die Genugtuung (Salopp durchaus auch als Befriedigung der Rachegelüste zu bezeichnen) die den Opfer bei einer Bestrafung bzw dem Strafmaß zugestanden wird, eine nicht unwesentliche Rolle.

            Zudem kann je nach Straftat auch der Schutz der Bevölkerung bei der Bestrafung ein Grund sein.

            Manchmal spiegelt sich in einer Bestrafung nur die Demonstration der Macht des Staates wieder.

            Rationell zu begründen Schwarzfahrer oder Kiffer einzusperren, dürfte selbst übelsten Winkeladvokaten sehr schwer fallen.

            Wie toll es um den von Dir hochgelobten Fortschritt bestellt ist, kannst Du gern bei Herrn Ballweg und den vielen Namenlosen, die es wagten sich für das GG und die Meinungsfreiheit stark zu machen erfragen. Gern auch in einer ganz anderen Ecke. Frag Mal die Frau Zschäpe, die zu Lebenslang verurteilt wurde, obwohl ihr nicht eine einzige Tatbeteiligung nachzuweisen war. Im Grunde nicht einmal das Mitwissertum. Die mir „gesinnungsmäßig“ keineswegs sympathische Dame hat sich nicht rational begründbar schuldig gemacht, sondern moralisch. Kann hier in Deutschland also doch durchaus zu einer lebenslänglichen Haftstrafe führen.

            Dass Gerichte gar im Einklang mit den zugrunde liegenden Gesetzen finanzielle Schäden noch leider all zu oft mit höheren Strafmaßen belegen als Schäden an Leib und Leben, scheint zumindest mir auch nicht wirklich rationalen Überlegungen zu entstammen.

            Was sexuell behaftete Taten betrifft, um die es konkret ging, hat sich zudem gezeigt, dass Gesetze und die daran gebundene Rechtssprechung kein starres Gebilde sind. Da war es lange Zeit, zumindest bis in die 1970er Jahre hinein, bis zur offiziellen Abänderung wohl auch noch länger, nicht all zu dolle um die von Dir bemühten zivilisatorischen Fortschritte bestellt. Da waren laut Gesetz und der Auslegung der damals tätigen Rechtsprechung Frauen nicht nur zum ehelichen Beischlaf verpflichtet, sondern gar zu einem „engagierten“ ehelichen Beischlaf.

            Auch an Dich die Bitte: Verschone mich mit so herablassenden Bullshit wie dem hier:
            „Den meisten scheint dieser zivilisatorische Fortschritt in seiner vordergründig nicht moralischen, sondern rationalen Methodik nicht klar zu sein.“

  • 9. Februar 2023 um 8:52
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    Ein guter Punkt, den du da aufführst. Das passiert momentan in jedem Lager und zu jeder Gelegenheit. Opfer war mal ein defensiv konnotiertes Wort und wurde heute, ähnlich wie vieles heutzutage, einfach zu einer heroischen Eigenschaft gemacht. Ich habe das auch schon getan und wurde dabei nicht ernst genommen. Das verärgert natürlich erst mal, aber man könnte es auch als persönlichkeitsbildend auffassen. Nur suhlen sich Opfer wie die Aktivisten gerne in ihrem Status, und wenn man sie nicht ernst nimmt, werden sie noch lauter, bis hin zu totalitär handelnd – also zu Tätern.

    Antwort
  • 9. Februar 2023 um 10:40
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    Aus meinem Fundus einfacher Wahrheiten:

    Wer sich wie ein Opfer verhält, wird auch eins.

    Antwort
    • 9. Februar 2023 um 19:27
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      Das ist sehr böse! Und dazu auch zu pauschal und ungerecht, da es nicht jedem Menschen gegeben ist, sich nicht so zu verhalten.

      Komplementär könnte ein Schuh draus werden: Wer sich ganz offensichtlich so verhält, daß er als Opfer ungeeignet erscheint, wird eher seltener zum Opfer.

      Aber auch das ist nicht sicher, da es Schwachköpfe gibt, die auf der Suche nach „Gegnern“ sind.

      Heute hatte ich ein Gespräch mit einer Menschin, welche aus der Gastro ins Handwerk wechseln möchte. Ich fragte sie nach ihren Beweggründen und sie erzählte mir, daß sie es nicht mehr ertragen kann, als Rassistin beschimpft zu werden, weils keine Speisekarte in diversen Fremdsprachen gäbe und sie kinderfeindlich wäre, weil die Kneipe nicht mehr als zwei Kinderstühle hat.

      Da haben wir also gleich ein ganzes Rudel an Opfern. Die einen, die sich rassistisch behandelt fühlen, die nächsten, die ihre Kinder misshandelt fühlen und das Mädchen, welches eigentlich nur Essen und Getränke mit freundlichem Lächeln zum Tisch zu bringen hätte.

      Sowas bereichert den Fundus meiner einfachen Wahrheiten: Alles nur noch Vollidioten und Arschmaden, die selbst zu blöd sind, nen Eimer Wassers unzukippen, selbst wenn er auf der Treppe steht! Von der Sozialisation möcht ich gar nicht reden…

      Antwort
  • 9. Februar 2023 um 10:50
    Permalink

    Soll das jetzt heißen, dass ich das was mir in den letzten drei Jahren als Ungeimpfter widerfahren ist gefälligst für mich behalten soll und das die Regierenden demokratisch gehandelt haben und gar nicht zu Täter wurden?

    …und das sie Kirchen an Einfluss verlieren ist zumindest für mich ein Grund aufzuatmen wenn nicht gar zu feiern! Die D****sä*** „segnen“ gerade wieder Panzerlieferungen und haben aktiv gegen Ungeimpfte gehetzt und „Impfen ist Nächstenliebe“ ausgerufen.

    Mir fehlt dem Artikel, in dem es nur um inszeniertes Opfertum als Selbstzweck geht, eine Auseinandersetzung mit tatsächlichen Opfern, die in der immer weiter umsich greifende Opferitis völlig unterzugehen drohen.

    Dass diejenigen, die sich entweder gern selbst als Opfer inszenieren oder hochoffiziell jeden „Scheiß“ hernehmen um daraus Opfer zu kreieren und dann medial zu inszenieren, gerade in den letzten drei Jahren selbst teils gar übelste Täter waren und aktuell zumindest zu den übelen Waffenlieferungen zumindest Stillschweigen bewahren wenn diese nicht sogar begrüßen oder gar offensiv einfordern, hätte auch erwähnt werden können.

    Sorry, ich kann mit dem Artikel nichts anfangen…

    Antwort
  • 9. Februar 2023 um 13:39
    Permalink

    Wenn ich mir die Kommentare durchlese, habe ich das Gefühl das hier einiges durcheinander geworfen wird.

    Ein Opfer bin ich, wenn ich dem Gegenüber das Gefühl gebe er/sie sei überlegen.
    Das motiviert manche Menschen dazu dominant zu werden.
    Werden frühzeitig Grenzen aufgezeigt, sinkt die Motivation deutlich.

    Das sich die (jungen) Klimaaktivisten als Opfer gerieren ist einfach nur lächerlich, damit können sie nicht kommen.
    Es ist Ihre Zukunft, die können sie selbst gestalten, unabhängig davon was vorher passiert ist.

    Da sie aber offensichtlich selber noch gar nicht begriffen haben wie das mit dem Klima schützen überhaupt funktioniert, siehe Flüge nach Bali, sehe ich einfach nur verwirrte junge Menschen, die keinen Halt, keine Ziele mehr haben und einen suchen dem sie die Schuld in die Schuhe schieben können um den Selbstzweifel zu verdrängen.

    Frei nach dem Witz:

    Wenn ich mir die Hände abfriere haben meine Eltern selbst Schuld das sie mir keine Handschuhe angezogen haben.

    Antwort
    • 9. Februar 2023 um 14:08
      Permalink

      @Einzelmeinung

      Das sich die (jungen) Klimaaktivisten als Opfer gerieren ist einfach nur lächerlich, damit können sie nicht kommen.

      Es ist Ihre Zukunft, die können sie selbst gestalten, unabhängig davon was vorher passiert ist.

      Naja, ohn basisdemokratische Elemente im politischen System und eine Erreichbarkeit der Massen kann man zwar sein eigenes Verhalten gestalten, aber die Breitenwirkung ist doch eher bescheiden.

      Gesellschaftlicher Konsens ist eben nicht, wenn man mit sich einer Meinung ist. 😉

      Antwort
  • 9. Februar 2023 um 13:58
    Permalink

    Die Überwindung der eigenen Viktimisierung stellt insofern einen Akt der Mündigkeit dar. Denn sie setzt Ressourcen frei, die vormals auf die Inszenierung der eigenen Stellung fokussiert waren.

    Kann so sein, muss aber nicht.

    Gerade der Aktivismus der Klima-Gläubigen setzt Resourcen ( und Klebstoffe ) frei welche die eigene Stellung durch eine Opfer-Täter-Umkehr noch mehr zementieren und Kompromisse gänzlich verhindern.
    Dass war bei den gefühlten Covid-Opfern auch nicht anders.
    Was wurde da auf die Ungeimpten und Maskenverweigerer eingedroschen.

    Man sollte auch nie die Kraft der Scham vergessen, welche Menschen befällt, wenn sie erkennen, dass sie sich selbst zu Opfern gemacht haben durch ihre Expertengläubigkeit.

    Da erscheint die Devise: „Augen zu und durch“ oft als der leichtere Weg, dem inneren Unbehagen und dem „Möge die gesamte republik mit dem Finger auf sie zeigen“ zu entgehen.

    Antwort
  • 9. Februar 2023 um 18:17
    Permalink

    Opfer haben das Anrecht auf Entschädigung, Deutungshoheit und Mitgefühl. Man will vielleicht nicht ein tatsächliches Opfer sein, aber den Opferstatus, den hat man gerne – wenn man über eine krumme Persönlichkeit verfügt.

    Antwort
    • 9. Februar 2023 um 19:33
      Permalink

      Ist es nicht einfach die Fortsetzung der grassierenden orwellschen Umkehr?
      Krieg ist Frieden, Täter ist Opfer…

      In diesem Fall halt jämmerliches Getue armseliger Gestalten.
      Bei mir verfängt sowas nicht. Das hat aber genau nix zu sagen, da es bei vielen verfängt.

      Antwort
  • 9. Februar 2023 um 19:29
    Permalink

    Ey, Alder, brenns Du oder was? Bin isch nix Opfer konkret ! Oder doch…
    Ich bin das Opfer meiner eigenen Doofheit. Besser wäre es gewesen, Doofland schon in meiner Jugend verlassen zu haben!
    Grüsslies aus Frankreich

    Antwort
    • 9. Februar 2023 um 19:38
      Permalink

      Ich bin das Opfer meiner eigenen Doofheit.

      Sehr schön, meine Liebe!
      Aber nun erzähl mir nicht, daß es das Phänomen in Franzland nicht gäbe. 😉

      PS: Ich hab so Sehnsucht nach den Froschfressern!

      Antwort
  • 9. Februar 2023 um 19:59
    Permalink

    Das entscheidende bei der ganzen Geschichte ist doch, welche Opfer vom medial-humanoiden Opferalgorithmus gehypt werden und welche nicht.

    in:
    Ukraine(r);
    Kinder (Abo), da sie nicht aktiv zur Kapitalverwertung beitragen, tauglich zum Daueropfer (bis zum erreichen des erwerbsfähigen Alters);
    Frauen, in die Festplatte eingebrannter Selbstläufer (jede getötete Frau ist ein Femizid!, also gesellschaftlich bedingter Massenmord);
    nachfolgende Generationen (Abo), irgendwas hat irgendwer immer falsch gemacht;
    Migrationshintergründe, Vorsicht Täter-/Opfer-Doppelcharakter;
    Erdbebenopfer, bitte nicht wiederwählen, werden gerade zu Systemopfern gewandelt;
    jüdische Antisemitismusopfer;
    Long Covid-Opfer;

    out:
    nicht-jüdische Antisemitismusopfer;
    Impfopfer;
    Ahrtalbewohner;
    die deutsche Wirtschaft (jahrzehntelang auf Spitzenplatz gewesen);
    peruanische Demonstranten;

    Antwort
    • 10. Februar 2023 um 7:31
      Permalink

      Es fehlt noch die Quelle allen Übels „Alte weisse Männer“. Die gehören ganz klar zur Kategorie „out“.

      Antwort
  • 9. Februar 2023 um 21:13
    Permalink

    Lieber Roberto, vielen Dank für deinen Text, welcher mich wieder zum Grübeln brachte.

    Was kam nach vielem hin und her heraus?

    Es ist bei der ganzen Kriegsscheiße nichts anderes.

    Die Frage des Tages ist für mich, wie sich die Opfer des Anschlages auf die Gasleitungen so zu gerieren gedenken.

    Antwort
    • 10. Februar 2023 um 6:07
      Permalink

      Die Medien der Opfer des Terroranschlags auf die Gasleitung haben ganze 1,5 Tage gebraucht, um sich auf ein reaktives Wording zu einigen.
      Das wird auch das einzige sein, was geriert wird.
      Deutschland ist weltweit DIE Lachnummer!
      Wer hätte gedacht, dass die Clans mit ihrem „Köterrasse“ tatsächlich Recht haben?

      Antwort

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