Vom Geld der Arschlöcher und Scheißhaufen

Über Jahrzehnte war klar: Das Privatfernsehen zerstört Niveau und Sitten der TV-Landschaft. Dann kamen Böhmermann, Krömer und Co. – im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Als Mitte der Achtzigerjahre der Weg für das Privatfernsehen freigeräumt wurde, waren sich die Beobachter recht schnell darüber einig, dass die Ausrichtung jener neuen Programmformate keinen recht hohen Anspruch befriedigen würde. Es galt als unverständlich, dass ausgerechnet eine konservative Regierung einer Liberalisierung Vorschub leistete, die einen solchen negativen Effekt mit sich bringen sollte. Anfangs konnten das die Bedenkenträger verschmerzen, die neuen Sender erreichten nur einige zehntausend Haushalte, ihr Programm war chaotisch, billig konzipiert, beim jungen RTL Plus saßen die Macher in einem Wohnzimmer und verbreiteten gute Laune – die Zuschauer fanden das nicht unsympathisch.

Spätestens Anfang der Neunziger waren dann so gut wie alle Haushalte erschlossen. Die Privaten klotzten – und die Befürchtungen bewahrheiteten sich. Bei Tutti Frutti wurde sich entblößt, und via Dall-As etablierte sich ein Talkformat, das alles war, nur eben kein Talk. Beim heißen Stuhl wurde indes »Debattenkultur« geplärrt. Und bereits 1992 wanderte die Bundesliga ab Richtung SAT.1. Die neue Sendung namens »ran« ersetzte die sachliche, ja durchaus auch dröge Berichterstattung der Sportschau durch Boulevard und Inszenierung. Oft zulasten des Sports und der Information.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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34 Gedanken zu „Vom Geld der Arschlöcher und Scheißhaufen

  • 15. Dezember 2022 um 8:22
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    Guude!
    Roberto, Du hast Arte vergessen! War das früher noch der Sender, der vor einer Verblödung durch das Medium Fernsehen schützen konnte, so hat sich auch das geändert. Auch dort laufen immer mehr US amerikanische Filme, Western und Krimis , die Nachrichten sind auch tendenziell anti-russisch eingefärbt!
    Immerhin gibt es im Archiv einige gute Dokumentationen, z.B. auch über das Impfen oder Orwell und Huxley …

    Antwort
    • 15. Dezember 2022 um 11:45
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      Das stimmt. Ich nutze Arte nur online. Meist um Dokumentationen zu Schauspielern zu gucken oder die kurze Blow-Ups. Arte macht das ganz gut. Mir fiel aber auch auf, dass es jetzt Formate gibt, die „Russland erklären“ – oder sagen wir so: Die erklären, was wir über Russland denken sollen.

      Antwort
    • 16. Dezember 2022 um 10:26
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      In den neueren Dokus gendert Arte aber auch als wenn es keinen Morgen mehr gibt.
      Meine Meinung nach eine grobe Ressourcenverschwendung, gerade bei Dokumentationen.

      Antwort
  • 15. Dezember 2022 um 9:45
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    „Sei es nun Böhmermann oder Krömer: Sie können sich solche Auftritte erlauben, weil sie keine Rücksicht nehmen müssen auf die Finanzierung.“

    Wie kann sich dann der Spiegel Lumpen-Knalltüten-Lobo erlauben?
    Und was hat der nicht bei Corona mitgehetzt…
    Bin gespannt wann der dann seine eigene Show im ÖRR bekommt, als Krömer-Nachfolger?

    Antwort
    • 15. Dezember 2022 um 12:39
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      der Spiegel Lumpen-Knalltüten-Lobo erlauben

      Gemäß einem Blick vor einigen Monaten auf seine Wikipedia-Seite, hält Lobo häufig (karg bezahlte) Vorträge vor Vertretern der Pharma/Medizin-Branche – Er hat also gute Verbindungen (~ Connections) in dieses Milieu und dessen Portokassen.
      Vielleicht ist Lobo für den Spiegel weniger als Krawall-Kolumnist wichtig, denn zur Akquisition von Werbeanzeigen der Pharma/Medizin-Branche. Viele Vertreter machen doch auch einen ziemlichen Wirbel, z.B. im Fußballverein¹, aber das ist nicht ihr Haupt-Job.

      ¹Legendär ein Vertreter der Oetker-Familie bei der Jahreshauptversammlung von Arminia Bielefeld: Elf Wackelpuddings sollt ihr sein!

      Antwort
      • 15. Dezember 2022 um 22:44
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        @Cetzer

        Gemäß einem Blick vor einigen Monaten auf seine Wikipedia-Seite, hält Lobo häufig (karg bezahlte) Vorträge vor Vertretern der Pharma/Medizin-Branche – Er hat also gute Verbindungen (~ Connections) in dieses Milieu und dessen Portokassen.

        Und der Spiegel selbst hat ja auch gute Verbindungen zu einem bekannten Pahrma-Investoren namens Bill.

        Antwort
  • 15. Dezember 2022 um 12:15
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    die Gebührenfinanzierten

    Der Gegensatz taugt nur bedingt zur Unterscheidung, denn die Privaten finanzieren sich doch auch über eine Abart der Propagandasteuer, nämlich¹ jenen Teil der Mehrkosten sogenannter Markenartikel, der in die Werbung fließt. Nachdem immer mehr No-Name-Produkte nicht oder nur noch selten angeboten werden, gibt es (jedenfalls für mich) zunehmend keine Alternative, als das jeweilige Markenprodukt zu kaufen, in dessen viel höherem Preis dann eben eine zwangsweise Spende an RTL… steckt.
    Hatte einer von Euch schon mal den Impuls, RTL.. freiwillig Geld zu spenden?

    Wenn ein Sender nicht von Werbung abhängig ist,

    Meines Wissens wirbt der ÖRR doch auch (Legt den Regenwald trocken mit Nass-Saugern von OBI). Selbst wenn dies nur einen kleinen Teil der Einnahmen ausmacht, kann erfahrungsgemäß trotzdem² enorme Abhängigkeit entstehen:
    „Nein Herr XXX, ihren mega-kritischen Bericht über OBI können wir leider nicht bringen; Die sind als Werbekunden fest verplant und einkalkuliert.“

    Staatstreue

    Wie ein gehirnsteuernder Parasit hat der unselige Geist der Nibelungentreue wieder von vielen Deutschen Besitz ergriffen; Leider sind viele Journalisten an der besonders schlimmen NibelungenWut erkrankt, weil ihr Immunsystem durch das viele Stiefellecken und SpesenSchinden stark geschwächt wurde.

    ¹Plus Staatsknete, die über z.B. Corona/Impfwerbung abgemolken wird
    ²Ich habe selber in Industriebetrieben erlebt, wie eine vergleichsweise kleine Prämie (Maximal 15% des Festgehalts ~ SoftAkkord) die Arbeiter verrückt gemacht hat.

    Antwort
  • 15. Dezember 2022 um 13:35
    Permalink

    Zu den Rundfunkgebühren sollte man noch erwähnen, dass diese auch Rundfunkgebühren von Mitmenschen einziehen, die weder TV noch Radio bzw. sonstige rundfunkgebührenrelevante Geräte im Haushalt haben.

    Es gibt Befreiungsgründe, die aufgrund bestimmter Lebensumstände auf Antrag von dieser Gebühren befreit werden können, aber die ungerechte Tatsache bleibt, dass hier eine Zwangsgebühr von vielen Mitmenschen auch dann bezahlt werden soll wenn man überhaupt kein Gerät für den Rundfunkempfang hat.🙄☹️

    Zynische Grüße
    Bernie

    Antwort
    • 15. Dezember 2022 um 15:07
      Permalink

      Das irre an den „Befreiungen“ ist ja das man vor einer privatrechtlichen Firma, mit der man kein Vertragsverhältnis hat, die Hosen runterlassen muss.
      Das ist so als ob man jährlich seinen Steuerbescheid zu Mercedes- Benz schickt, falls man, also falls man irgendwann mal ein Auto der Firma kaufen will.
      BGB und Datenschutz, so wichtig…

      Antwort
      • 15. Dezember 2022 um 16:41
        Permalink

        @flurdab

        Hast auch wieder Recht – Mensch kann die GEZ auch mit gewissen Religionsvertretern in .de vergleichen, die jeder hier – auch ohne konkrete Kirchensteuern zu bezahlen – mitfinanzieren hilft – aufgrund uralter Gesetze, die längst tot und vergessen sind 🤮

        Ob die GEZ-Zentrale von den Kirchen gelernt hat 🤔🤮

        Antwort
  • 15. Dezember 2022 um 14:30
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    Ich könnte gut mit den Böhmermanns und Krömers leben, wenn sie wirklich ohne Rücksicht auf alles und jeden gleichermaßen losgehen würden. Aber genau das tun sie eben nicht. Bei vermeintlichen Verfehlungen der Leute, die sie im allgemeinen Wertschätzen, gibt’s, wenn überhaupt, ein harmloses Witzchen zu hören und sehen.

    So, wie es jetzt läuft, sind es Hetzer, die gottgleich darüber entscheiden, wer die richtige Gesinnung hat. An solchen Enkeln hätte ein Joseph Goebbels viel Freude.

    Schau ich mir den Selbstbedienungssumpf im ÖRR an, wird mir richtig übel. Leitende Mitarbeiter, die nach gerade Mal 5 Jahren Zugehörigkeit mit 58 Jahren ausscheiden und ab da noch ein lebenslanges Altersruhegeld erhalten, das ein Vielfaches höher ist, als jede mögliche Rente eines normalen Arbeitnehmer.

    Alles was den ÖRR betrifft, müsste für jeden der dafür zahlen muss öffentlich einsehbar sein. Ja, es geht mich was an, was jeder einzelne Mitarbeiter des ÖRR verdient und was ihnen sonst noch vertraglich zugesichert wurde und auch welche Leistungen sie dafür erbringen müssen.

    Antwort
    • 15. Dezember 2022 um 15:39
      Permalink

      Das Problem ist ja das der ÖRR sehenden Auges auf das Niveau der Telettubbies zuläuft.
      Wobei, dort gab es keine Fälkalsprache, keine Hetze und keine Falschinformation.

      Antwort
      • 15. Dezember 2022 um 17:35
        Permalink

        Bei den Teletubbies kann ich nicht mitreden.

        Fäkalsprache und Falschinformationen, sind meiner unmaßgeblichen Meinung nach nichts Neues im ÖRR.

        Die Art der Hetze und das damit meist verbundene Geschiebe in die rechtsradikale Idiotenecke, das ist jedenfalls neu und genau darin ist Böhmermann ein Großmeister.

        Wenn solch Arschgeigen Mal jemand mit zu viel Geld 24/7 ein Jahr lang ein paar Ausspionierprofis auf die Pelle rücken und dann daraus eine wenig schmeichelhafte Doku machen lässt, die dann ins Netz gestellt wird, hätte ich wenig bis gar nichts dagegen einzuwenden. Ob der wirklich ein so guter und Mensch ist, würde sich dann zeigen.

        Antwort
        • 16. Dezember 2022 um 10:04
          Permalink

          Mein dementer Vater hat sie sich damals gerne angesehen.
          Die einzige Sendung deren Handlung er noch folgen konnte.

          Stellt sich mir die Frage ob man den „Intellekt“ des Publikums heben oder senken will?

          Antwort
    • 15. Dezember 2022 um 20:29
      Permalink

      „Ich könnte gut mit den Böhmermanns und Krömers leben, wenn sie wirklich ohne Rücksicht auf alles und jeden gleichermaßen losgehen würden. “

      Das hier: https://microblog.im.allmendenetz.de/j_theallmighty/status/1601953519514574849#m

      …ebenso mit Fäkalsprache und persönlichen Beleidigungen im ÖRR von wem auch immer kommentiert bzw die „Dame“ im Interview niedergemacht, hätte zumindest für mich durchaus einen gewissen Reiz. Ich fürchte gar, dass ich mir in dem Fall das Lachen nicht verkneifen könnte. Empören würden mich Böhmermannsche bzw Krömersche Fäkalsprache und Beleidigungen in dem Fall eher nicht😬😳😎🤔😔🤫😉

      Antwort
  • 15. Dezember 2022 um 15:32
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    Was mich beunruhigt ist das diese Personen tatsächlich zahlendes Publikum für das Studio finden.
    Krömer, Kebekus, Böhmermann, Schubert etc., völlig infantil.
    Es scheint den Leuten zu gefallen. 🙁

    Wenn man mit der Hetze zur Villa im Tessin kommt, kann das ja nicht verkehrt sein.
    Wisst ihr übrigens wer Krömer produziert?
    Der Herr Küppersbusch.
    Hatte ich schon die Villa im Tessin erwähnt?

    Beim ÖRR kommt ja noch die völlig neutrale und vollkommen sichere Bestimmung der „Quote“ dazu.

    10.000 Zuschauer sitzen in 5.000 repräsentativ ausgewählten Haushalten

    Quelle: SWR Wissen

    Das ist fast so gut wie mit oder an.

    Antwort
    • 15. Dezember 2022 um 17:16
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      Kebekus hat immerhin Titten. Habe sie allerdings schon ewig nicht mehr gesehen und kann nicht sagen, wo und wie die hängen.

      Antwort
      • 15. Dezember 2022 um 17:36
        Permalink

        Ich glaub die ist zum Hardcore- Feminismus gewechselt, vielleicht sogar noch ein Stück weiter.
        Es soll ja einen völlig unterschätzten „Lesben- Untergrund“ im ÖRR und der öffentlichen Verwaltung geben. Da tummeln sich zumindest einige.
        Aber das ist natürlich nur eine abstruse VT. 😉

        Antwort
  • 15. Dezember 2022 um 15:56
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    Zur Vollständigkeit mag noch erwähnt sein, dass Böhmermann und Co. per se selbst Unternehmer sind und dazu Millionäre, die jetzt weniger mit Festgehalt und der Filzloyalität der Senderstrukturen gebettet sind. Eher passt der Sonderstatus, beides – also quasi monetäres Privatformat mit ÖRR-Heiligenschein obendrauf – feste Sendeplätze garantiert, und gerade Böhmermann hat seit seinem Abgang von ZDFneo ins Hauptprogramm seine bisherige, devote Zurückhaltung abgelegt. Kann mir keiner erzählen, dass ihm das selbst eingefallen wäre, da muss schon viel Sender-Rückendeckung vorhanden gewesen sein, so auffällig drei Level über normal abzuledern, wenn man zu den Großen gehören darf.

    Antwort
    • 15. Dezember 2022 um 17:15
      Permalink

      „Zur Vollständigkeit mag noch erwähnt sein, dass Böhmermann und Co. per se selbst Unternehmer sind und dazu Millionäre, die jetzt weniger mit Festgehalt und der Filzloyalität der Senderstrukturen gebettet sind.“

      Zumindest ich kenne die tatsächlichen Vermögensverhältnisse eines Böhmermanns nicht.

      Sein „Unternehmerdasein“ darf aber gern genauer durchleuchtet werden. Mich würde es wundern, wenn er außer für den ÖRR sonst noch Kunden hat. Dass Böhmermanns „Unternehmertum“ dazu führt, dass das was er für den ÖRR macht unterm Strich den Gebührenzahler entlastet, darf bezweifelt werden.

      Als die Anstalt noch Brauchbares produzierte, hatte sie sich jedenfalls mit der Thematik der Produktionsfirmen von Moderatoren befasst. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, machte das die Angelegenheit für den ÖRR teurer statt billiger.

      Mich würde es wundern, wenn sich daran was bei Böhmermann geändert hat.

      Antwort
  • 15. Dezember 2022 um 20:20
    Permalink

    Den ganzen Tag hab ich überlegt, was ich mit dem Text anfangen soll.
    Ist das jetzt Kritik am miesen Programm, an der Bereicherung einiger (gibts schon mindestens öffentlich bekannt seit Herrn Gottschalk), an der Auswahl der Darsteller oder an der Finanzierung des ÖRR.

    An blöden nervigen und widerlichen Fratzen mangelt es nun wirklich nicht und die ewigen Wiederholungen rechtfertigen auch nicht wirklich die „Sendervielfalt“ oder die Kosten.

    Meine „Lösung“ ist, daß ich kaum ÖRR konsumiere, dafür aber locker zwei Stunden pro Tag damit verbringe, mir Informationen aus allen möglichen Quellen und Richtungen im Netz zuzufügen.

    Antwort
    • 15. Dezember 2022 um 20:54
      Permalink

      Aus dem ÖRR konsumiere ich seit Jahren nur noch deren Mediatheken, um mir dort den einen oder anderen Film anzuschauen. Live schaue und höre ich nichts mehr. Talkshows und Nachrichten sowieso nicht.

      Das was ich vom ÖRR z.B. zu Böhmermann und Co noch mitkriege, stammt aus Aufarbeitungen im Netz.

      …wobei mir die Mediatheken des ÖRR nicht selten den letzten Nerv rauben. Schlechte Suchfunktionen und HD scheint den Arschgeigen mit den vielen Milliarden nicht machbar zu sein.

      Antwort
      • 15. Dezember 2022 um 21:11
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        Macht HD irgendwas besser am miesen Programm? 😉 🙂

        Ich geb mir den ÖRR hauptsächlich um halbwegs berechtigt meckern zu können und das auch klassisch live.
        Das Beste daran ist ja, daß man weg- und/oder abschalten kann.

        Mein liebstes atheistisches Gebet ist:

        Lieber Gott, lass mich Dinge hinnehemen, die ich eh nicht ändern kann.
        Aber ganz wichtig, lieber Gott, gib mir die Gabe das auch zu erkennen. 🙂

        Antwort
        • 16. Dezember 2022 um 10:00
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          Die einzige Sendung die ich mir regelmäßig gebe ist die Aktuelle Stunde des WDR. Es ist einfach ein sehr gutes Lehrbeispiel für Framing, Manipulation, auslassen von Fakten etc.
          Dazu kommt noch die meisterhaft dargestellte Überheblichkeit der Moderatoren. Geradezu ein Gottesdienst.

          Und natürlich die Stilblüten z.B. „Krankenschwester-in“ oder die Empfehlung des Kosumverzichts, weil „man prüfen soll ob die 9te Jeans wirklich nötig ist“.

          Das Sendungsgebiet des WDR ist Nordrhein- Westfalen, hier kann man die Armut mittlerweile in jeder Stadt sehen.

          Antwort
      • 16. Dezember 2022 um 9:48
        Permalink

        Versuch es mal mit MediathekView.
        Eine kostenlose Software die die Inhalte der Mediatheken sämtlicher ÖRR- Sender zum Download auflistet, sofern die Sendungen auch angeboten werden.
        Man kann sogar die Datenmenge auswählen, also die Qualität.

        https://mediathekview.de/

        Antwort
    • 16. Dezember 2022 um 6:03
      Permalink

      Du erträgst die „Nachrichten“ vom ÖRR? Ohne Flachs – z.B. beim Autoradio schalte ich sofort aus, wenn ein „Sprecher“ anfängt. Selbst beim Verkehrsbericht achte ich darauf, dass ich schnell wegschalte, wenn dort in den Propagandamodus geschaltet wird.
      Einen Fernseher habe ich schon seit 2006? nicht mehr, ursächlich war dafür der ÖRR verantwortlich.
      Die Mediatheken sind mittlerweile auch zu verseucht, als dass ich sie aufrufen würde.

      Antwort
      • 16. Dezember 2022 um 8:17
        Permalink

        Ja, ich ertrage das, auch wenns oft nicht leicht ist.
        Erstens halte ich es für wichtig, möglichst viele Seiten und Sichten zu kennen und zweitens sagen die Art der Nachrichtenaufbreitung, wie auch die Auslassungen oft so viel mehr, als die eigentlichen Nachrichten.

        Ich glaube, ich erzählte die Geschichte schon mal. Egal:

        Mein Vater saß jeden Abend von 19:30 bis 20:15 vor der Glotze und sah sich Aktuelle Kamera und Tagesschau an. Oft setzte ich mich dazu, was den alten Herrn freute, obwohl es mir eher darum ging, etwas von seinem Bier zu stibitzen. 🙂
        Als ich ihn mal fragte, warum er das so tut, antwortete er: Lügen tun sie alle, aber das Bild kann sich eher ergeben, wenn man beide Seiten hört.

        Oft erlebe ich, daß jemand sehr aufgeregt von irgendeiner Nachricht erzählt, aber irgendwelche Details doch inkonsistent erscheinen. Fragste dann nach kommt heraus, daß es Information über fünf Ecken war.
        So ist man sicher auch anfälliger für Propaganda.

        Antwort
        • 16. Dezember 2022 um 10:14
          Permalink

          Der Sinn der Meinungsfreiheit ist ja nicht eine Meinung haben zu dürfen, sondern die Möglichkeit sich eine Meinung bilden zu können.
          Und das fällt natürlich weg wenn es nur eine „Quelle“ gibt.

          Da kann man nur staunen in welch hohem Maß die Deutsche Demokratische Republik demokratisch war. 🙂

          Antwort
      • 17. Dezember 2022 um 20:36
        Permalink

        Heute wars wieder besonders hart. Ich hab bestimmt schon mal auf das „Medienmagazin“ auf Radio eins vom RBB hingewiesen.
        Als abstoßendes Beispiel absolut zu empfehlen. Das Schlimme daran ist, daß ich den Eindruck habe, daß die sich das selbst glauben.
        Heute wurde da u.a. gejammert, daß auf Twitter gar nicht (mehr) ordentlich eingegriffen wird.

        Was müssen das für arme Geister sein, so viel Angst vor unzensierter Meinung zu haben.

        Antwort
  • 16. Dezember 2022 um 2:14
    Permalink

    Also ich find den Krömer ja eigentlich ganz gut. Nachdem ich von der letzten Sendung gelesen hatte, habe ich sie mir nicht angeguckt. Die Thematik kam mir irgendwie abgedroschen vor.
    In einem Medium, in dem die Talkgäste rumgereicht werden und man sich gegenseitig anschleimt, finde ich aber eigentlich ein paar zünftige Beleidigungen ganz erholsam. 🙂
    Was die Gesamteinschätzung angeht hatte das Privatfernsehen die zu befürchtenden Folgen. Dauerberieselung und plattes Programm. Daß die Konservativen das wollten, wundert mich überhaupt nicht, im Gegenteil das gehörte zum Programm. Verblödung der Massen und interessierte Kapitalkreise, was will das Herz mehr? Daß sich die ÖRs da anpassen müssen, war auch klar.
    Meine Einstellung zu den ÖRs deckt sich mit der Robertos. Ich fand das System immer gut, da nicht alleine vom Kommerzinteresse getrieben. Seit diese Anstalten zu reinen Propagandaorganen verkommen sind, sind sie obsolet und die Gebühren aus meiner persönlichen Sicht illegitim. Wenn ich für die einen Schein ausfüllen muß, ist der angegebene Verwendungszweck schon seit einiger Zeit „Propagandaabgabe“.

    Antwort
  • 16. Dezember 2022 um 10:18
    Permalink

    Ich möchte an dieser Stelle einen Filmtipp anbringen.

    Free Rainer – Dein Fernseher lügt

    Eine Mediensatire aus dem Jahr 2007.

    Mir machte sie große Freude.

    Antwort

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