Wenn die Ossis doch nur transsexuell wären …

Am letzten Samstag hat der RB Leipzig den DFB-Pokal gewonnen. Das gelang dem Verein erstmalig. Und erstmalig gelang das einem ostdeutschen Klub. Hat man davon viel gehört? Über Erstmaliges informiert man uns dauernd: Warum ignoriert man es dann eigentlich, wenn es um Ossis geht?

Schon einige Fußball-Teams aus Ostdeutschland erreichten das DFB-Pokalfinale: Zweimal war RB Leipzig erfolglos, einmal jeweils Energie Cottbus und Union Berlin. Seit der Wiedervereinigung gelang es keinem Verein aus dem Osten, den Pott zu holen – ja, um es noch genauer zu sagen: Seit der Wiedervereinigung hat noch keine ostdeutsche Herrenmannschaft einen nationalen Titel eingeheimst. Am letzten Samstag wäre daher Historisches, ja Einmaliges und vor allem Erstmaliges geschehen. Die (Sport-)Berichterstattung blieb aber erstaunlich zurückhaltend. Zwar sprach man davon, dass die Leipziger jetzt ihren ersten Titel holten, aber dass sie damit auch erstmalig für den gesamten Osten erfolgreich waren, war offenbar keinem einen Satz wert.

Das ist erstaunlich für diese vermeintlich »neue Zeit«, die ansonsten dauernd damit beschäftigt ist, die Einmaligkeit von Ereignissen zu betonen. Wenn erstmals eine Frau ein Amt bekleidet, liest man berauschte Auslassungen hierzu. Gelingt einem Transsexuellen ein Coup, erfährt die ganze Welt, dass das erstmalig der Fall war. Vor einigen Jahren war der Sänger und Songwriter Sam Smith von sich derart ergriffen, weil man ihm den Oscar für den besten Song zusprach, dass er eine Ode auf sich anstimmte, denn schließlich sei er der erste Schwule, dem das gelungen sei. Ob es Elton John, der denselben Preis bereits mehr als zwanzig Jahre vorher gewonnen hatte, vor Schreck aus dem Wohnzimmersessel warf, wurde nicht berichtet.

Der Traditionalismus und das Leipziger Allerlei

Natürlich debattierten die Stammtische dennoch über den Titelgewinn der Leipziger. Besonders um die Jugendlichkeit des Vereins ging es ihnen dabei. Weil der Vereine nur so eine Art Retortenklub sei, finden etliche Fußballanhänger im Lande diesen Erfolg nicht sonderlich attraktiv. Denn es fehle an Tradition, ja an Geschichte ganz generell. Da habe sich jemand einen Klub gebastelt, er sei nicht organisch gewachsen. Die Vorwürfe sind ein wenig verwegen, denn auch Vereine mit langer Tradition hängen heute nicht selten am Tropf ultrareicher Strippenzieher: Manchester City etwa – oder bis vor kurzem der FC Chelsea. Was ist an deren Strategie, sich das Bug Business verfügbar zu machen, so viel anders als an jener, die die Leipziger mit der Red Bull GmbH fuhren?

Leistungssport war immer ein Business – nicht mehr und nicht weniger. Geld steckte schon in den Anfängen des Sports mit drin. Auf der Insel ging es anfangs um Bierverkäufe, die man an Spieltagen steigern konnte. So mehrten sich die Spieltage und den Spielern, die nun stärker beansprucht wurden, fiel es zusehends schwerer, auch ganz- oder auch nur halbtags zu arbeiten. Während es auf den britischen Inseln klar war, dass sich das Publikum hier nicht einfach nur an einer Leibesertüchtigung ergötzte, sondern ein Geschäftszweig entstand, romantisierte man in Deutschland den Sport bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Bis heute spürt man die Nachwehen jener Entwicklung, wenn nostalgische Fans von den guten, alten Tagen des Fußballs träumen, in denen der Kommerz noch ganz klein geschrieben wurde.

Einen Verein wie RB Leipzig jetzt gewissermaßen gegen die reine Tradition auszuspielen, ist auch nichts weiter, als Ausdruck dieser deutschen Sportnostalgie. Jetzt spielt nach Jahrzehnten der Deklassierung mal an ostdeutscher Klub jenes kapitalistische Spiel mit, das die vermeintlichen Traditionsklubs im Westen schon seit Dekaden aufziehen, nämlich Geld reinbuttern, sich als Wirtschaftsunternehmen positionieren, Pfründe sichern, klotzen und nicht kleckern: Und schon ist es auch nicht recht.

32 Jahre später

Dass es sage und schreibe 32 Jahre dauern musste, bis ein ostdeutscher Verein so weit war, einen deutschen Titel holen zu können, darf ruhig auch als Teilaspekt jener wirtschaftlichen Übernahme angesehen werden, die wir Wiedervereinigung zu nennen pflegen. Anders als über einen Investor wäre ein solcher Erfolg gar nicht möglich gewesen. Schon gar nicht für einen ostdeutschen Klub. Ein Titelgewinn wie jener, darüber hätte man durchaus sprechen können in diesen Tagen. Warum es so lange gedauert hat, bis mal der Name eines ostdeutschen Vereines auf einen Pokal graviert werden kann, hat ja Gründe. Und die sind als Spiegelbild einer Vereinigung zu bewerten, die den Osten plünderte und auf diese Weise die Grundlagen für die wirtschaftliche Zukunft verschlechterte.

Den Vereinen ging es nicht anders, als all den Fabriken, die zur Abwicklung (meist von westdeutschen Unternehmern) aufgekauft wurden. Man schnappte sich die besten Spieler weg, die Stadien waren marode – oder der Verein, so er weitermachen wollte, besaß überhaupt keine Spielstätte. Die Zuschauer blieben aus, weil natürlich die großen Namen aus dem Westen eher anzogen und weil ein Stadionbesuch für die Menschen in dieser strukturschwachen Gegend nur schwer erschwinglich war. Die ostdeutschen Vereine stiegen schnell aus dem Profibetrieb ab, phasenweise spielte kein Verein aus dem Osten in der Bundesliga. Von den 56 Klubs, die seit Gründung in der Bundesliga gespielt haben, waren gerade mal sechs Vereine von drüben – den VfB Leipzig, den es nicht mehr gibt, mitgezählt. 127 Zweitligisten gab es seit Bestehen einer 2. Bundesliga – nur 13 kamen aus dem Osten. Viele spielten nur eine Saison zweitklassig.

Wir reden gerne viel und ausgiebig über benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Warum eigentlich nicht über den Ossi? Der gilt in der Republik als Jammerlappen und Nörgler. Seine Lebensleistung wurde und wird noch immer ignoriert. Man glaubt ihn Demokratie beibringen zu müssen, die Sachsen stehen – stellvertretend für den ganzen Osten – als rechtsoffenes Völkchen. Keiner kommt in dieser wiedervereinigten Republik mal auf die Idee, die Ostdeutschen anders zu interpretieren. Sie haben keine Lobby, obgleich sie noch immer Opfer von Diskriminierung und Stigmatisierung werden und fürwahr keine leichten Zeiten hinter sich liegen haben. Wo vernimmt man da bitte die Stimmen, die sonst stets als Advokaten deklassierter Gesellschaftsgruppen auftreten?

Das Patriachat des Westens

Der geneigte Leser hat vielleicht bereits erkannt, dass es in diesem kurzen Abriss gar nicht so sehr um Fußball geht – oder um den RB Leipzig. Es geht um die westdeutsche Selbstgerechtigkeit – darum, wie sich in diesem Lande eine ganz besondere historische Betrachtungsweise etabliert hat und als Normalität angesehen wird. In den Netzwerken las man, dass RB Leipzig noch nicht mal ein Klub aus dem Osten sei. Selbst die Geographie erkennt man dem Verein ab. Er wurde ja erst 2009 gegründet – oder besser gesagt, er übernahm den sächsischen Amateurverein SSV Markranstädt. Ändert das etwa alles, nur weil RB nie in der DDR-Oberliga spielte? Es gab stattdessen eben jenen VfB Leipzig, den es in dieser Form nicht mehr gibt. Den FC Sachsen Leipzig auch nicht mehr. Warum gibt es diese Vereine wohl nicht mehr? Überhaupt – was ein Klub aus dem Osten ist: Wer hat das schon zu entscheiden? Jemand aus dem Westen etwa?

Wären die Leipziger jetzt transsexuell oder objektophil, würden wir wahrscheinlich gelesen haben, dass am Samstag erstmals ein queerer Verein mit dem Titel in der Tasche heimfuhr. Aber so waren es nur Ossis, denen man das Ostdeutsche sogar noch aberkennt. Ich gebe zu, so spektakulär ist das nun nicht, dass endlich mal ein Verein aus Ostdeutschland gewonnen hat. Es wurde ohnehin mal Zeit. Aber in dieser Ära des Erstmaligen, wo alles und jedes, das zum ersten Mal etwas erreicht, getan oder unterlassen hat, eine Schlagzeile wert ist, die anzeigen soll, dass neue Zeiten angebrochen seien, hätte man ja schon mal kurz innehalten und daran erinnern können.

Natürlich ist das nicht das Thema unserer woken Brüderinnen und Schwesterichs, denn die deutsche Gesellschaft in west- und ostdeutsch auszulesen, bedeutet ja auch ökonomische Rückschlüsse ziehen zu wollen, ja die soziale Frage zuzulassen. Und gerade letztere stellen sie sich ja nie. Die Klientel, die sie jetzt endlich teilhaben lassen wollen am Wahnsinn unserer Zeit, all die queeren, nicht-binären, LGBTQIA und wer weiß was noch Personen und Personenkreise, sind ja billig zu haben: Identitätsthemen kosten ja nichts. Sie werden meist von wohlständigen Leuten beackert, die die soziale Frage für sich selbst längst beantwortet haben. Das gilt zwar für die Kicker des RB Leipzigs auch – für den normalen Fan im Osten allerdings nicht.

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Robert
Robert
1 Monat zuvor

Danke für diesen schönen Beitrag, an dem alles stimmt. Gestattet mir trotzdem eine kleine Korrektur. Die Berliner Eisbären, bei deren Heimspielen noch heute die Halle von Dynamo-Rufen erhebt, sind mehrfacher Bundesdeutscher Meister.

Aber auch da holt der von dir beschriebene Zustand die Mietmauler der Medien wieder ein. Die Zahl der gewonnen BRD-Titel wird in der Berichterstattung mit der anderer Vereine, zum Beispiel Kölns verglichen. Deren Titel vor der Wende werden gezahlt, die der Dynamobären hingegen nicht. Sie können halt nicht anders. Das steht auch in einer guten alten Tradition. Legendäre Überschrift aus früheren Zeiten: „Drei Zonensegler vorn. Der beste Deutsche vierter“

Aber ehrlich gesagt, geht es mir am Rücken vorbei. Vor ein paar Jahren gab es mediale Aufregung, weil in irgend einem Blatt -hebe wirklich vergessen, in welchem, jedenfalls ein großes- der ostdeutsche Mann in Visier geriet. Das Autorenpaar fand ihn grässlich, aus der Zeit gefallen und was weiß ich, was sonst noch so. Sicher von sehr üblen Charakter und schlecht angezogen auch. Die beiden Autoren, so wurde wegen der großen Autenzität betont, kamen aus Ostdeutschland. Na dann müsste wohl alles stimmen, was sie schrieben. Es war eine Volontärin ohne jeden Abschluss, nicht mal solche der Art, derer sich das Schummellieschen rühmt, die uns als Außenministerin vertritt. Der männliche Autor war umfassender gebildet. Jedenfalls konnte er auf unendliche viele Studienjahre verweisen, die ihn zwar nicht zu einem Abschluss aber immerhin auf eine Redakteurs Posten brachten.

Ich hatte damals eine Newsletter des Blattes und würde natürlich immer angeschrieben, um irgendwas von denen zu kaufen. Ein Abo, ein Teillabo, ein EAbo oder so.
Ich schrieb dann doch zurück und fragte, warum sie von einem ostdeutschen Mann, den sie doch so überzeugend geschildert hatten, erwarten, dass er sie dafür bezahlt. Ich bin so was und offensichtlich nicht wert, sie zu lesen.
Ich bekam umgehend eine Antwort, dass man mich mit Interesse gelesen habe und mir in Kürze inhaltlich antworten werde.
Darauf warte ich noch…..

Benno
Benno
1 Monat zuvor

Ein wunderbares Stück feinsten Sarkasmus. Damit spricht der Autor mit Sicherheit vielen aus der Seele.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Benno
1 Monat zuvor

Ja mir auch. Sarkasmus kann Roberto gut.

Last edited 1 Monat zuvor by Pentimento
Daniel D. Dietze
1 Monat zuvor

„Das Prinzip “Brot und Spiele” hat sich über mehrere Jahrhunderte im Römischen Reich bewährt. Es ermöglichte eine langjährige politische Stabilität, über die Aufstände gegen Kaiser oder hochrangige Politiker verhindert werden konnten.“ https://www.geschichte-abitur.de/lexikon/lexikon-antike/brot-und-spiele-rom

Cetzer
Cetzer
Reply to  Daniel D. Dietze
1 Monat zuvor

Randnotiz aus dem Jahre 2030: Der ehemalige ukrainische Präsident S. wurde heute in Miami in einem Crack House festgenommen, beim Versuch eine mittelprächtige Menge verdächtigen Pulvers zu verkaufen. Nachdem das Labor einen Kokain-Gehalt knapp über der Nachweisgrenze festgestellt hatte, wurde er dem Haftrichter vorgeführt und antwortete auf die Frage, ob er sich schuldig bekenne:

Quod licet Iovi, non licet bovi

In diesem Sinne: Ruhm der Oberkraine – Ruhm den Verschnupften!

Clarisse
Clarisse
1 Monat zuvor

Das Wichtigste ist doch ob die Zuschauer beim Endspiel (klingt wie Endsieg) alle Masken getragen haben und nachverfolgbar sind, wegen der Gesundheit natürlich. Wer so einen dummen Blechpott bekommen hat ist da eher zweitrangig.

27B-6
27B-6
1 Monat zuvor

Ihr habt das ‚+‘ hinter den Alphabet-Menschen vergessen.
‚LQBTQIA+‘
Dieses ‚+‘ steht seit geraumer Zeit für, marginalisierte und rassistisch diskriminiert Menschen mit Migrationshintergrund, also genau die größten Feinde der Alphabet-Mensch. Diese Geschichte soll aber zu einer anderen Zeit und bei einem Bier erzählt werden.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Monat zuvor

Nicht ultrauntröstlich oder ultraultrauntröstlich?

Cetzer
Cetzer
Reply to  27B-6
1 Monat zuvor

LQBTQIA+

Da würde ein P oder S so gut reinpassen wie die F aufs A.
Übrigens bedeutet ‚++‘ in manchen, wortkargen Programmiersprachen: Addition um 1, man könnte auch sagen: Einen drauf setzen.

Last edited 1 Monat zuvor by Cetzer
Stephan A.
1 Monat zuvor

Deutschland erinnert immer mehr an eine Sekte. Zeichen setzen hier, symbolische Aktionen dort, hohle Phrasen, Worthülsen, Euphemismen unter dem Regenbogen. So hohl, sinnentleert und oberflächlich hatte ich mir selbst die schlimmste Dystopie nicht vorgestellt. Vor lauter Zeichen setzen passiert hier gar nichts mehr. An jedem erdenklichen Ort übertünchen wir den grauen Beton mit buntesten Farben, aber es bringt nichts: In diesem Land ist nichts mehr zu retten. Erst recht nicht, wenn wir statt zu handeln, alles schön färben.

Die Ostdeutschen haben es schnell geblickt. Doch viele von uns „Wessis“ blättern unentwegt in irgendwelchen Werbebroschüren und halten die bunten Illustrationen für die westlichen Werte. Die Täuschung der PR ist allmächtig und der Bezug zur Realität ist mittlerweile nicht nur verloren gegangen, sondern immer mehr Bürger fallen dem Wahnsinn anheim.
Auch in meinem privaten Umfeld sehr häufig die Beobachtung (auch schon vor Corona), wie meine Mitmenschen zu Meistern der Verzerrung und Leugnung der Realität geworden sind. Da werden böseste und unmittelbar erlebte Traumata im Leben meiner Mitmenschen nach Jahren, manchmal sogar nur wenigen Wochen, völlig umgedeutet oder ausgeblendet, als sei nichts gewesen. Ich bin wirklich beeindruckt davon, wie viel Müll die Menschen in ihren Seelen deponieren können, ohne ihre wertschöpfende „Funktionsfähigkeit“ zu verlieren. Schräg…

Brian
Brian
Reply to  Stephan A.
1 Monat zuvor

 So hohl, sinnentleert und oberflächlich hatte ich mir selbst die schlimmste Dystopie nicht vorgestellt. 

Geht mir genauso ! Es ist immer wieder diese Verlogenheit, Heuchelei, Arroganz,
Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit so vieler Menschen, die mich in den Wahnsinn
treibt.

Stephan A.
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

Ohne zuviel aus meinem Leben zu erzählen: Ich bin schon sehr früh raus aus dem „Mainstream“. Es ist wirklich bemerkenswert, wie ein Eber selbst nach dem fünften Pfeil im Körper immer noch Bemühungen unternimmt, weiter von seinem Jäger davon zu laufen. Bei mir reichte schon der zweite Pfeil, um meine Verletzungen zu spüren.

Ohne es böse zu meinen: Ich wünschte, viele meiner Mitmenschen würden den ihnen zugefügten Schmerz endlich spüren, ihre Wunden lecken und sich dem Jäger stellen. Aber hier im bräsigen NRW ziehen die Sturschädel keine gewöhnlichen Gartenzäune um ihre Grünflächen. Stattdessen sind meterhohe Betonmauern die erste Wahl zum Schutz der Privatsphäre vor „neugierigen“ Nachbarn. Aber dem vertrauenswürdigen Beamten wird in Loriot-Manier sofort Zutritt zum Haus gewährt und ein Kaffee angeboten.

Ja, eine Mischung aus Loriot und Kafka.

Brian
Brian
Reply to  Stephan A.
1 Monat zuvor

Da kann ich wieder nur zustimmen bzw. bestätigen, daß es mir ähnlich ging und
geht. Es geht ja auch nicht darum, anderen etwas Böses zu wollen oder sie nur
runterzumachen. Wenn deren Verhalten in seiner Gesamtheit allerdings dazu
führt, daß mein Leben bzw. meine Freiheit deutlich beeinträchtigt wird, kann ich
das halt nicht mal eben so ausblenden und so tun, als würde mich das alles
nichts angehen.
Und was die Entwicklung, Einsicht o.ä. des Einzelnen betrifft : da sehe ich
mittlerweile ziemlich schwarz. Ich kenne genügend Beispiele schon allein aus
meiner eigenen Familie, die sich nicht mal ansatzweise ernsthaft mit ihren
Verletzungen/Traumatisierungen auseinandergesetzt haben, sondern immer nur
ein bißchen an der Oberfläche gekratzt haben. Und das i.d.R. über Jahrzehnte.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

Da sprichst Du mir aus der Seele!

Cetzer
Cetzer
Reply to  Stephan A.
1 Monat zuvor

die schlimmste Dystopie

Kann ich verstehen, aber sei versichert:
Schlimmer geht immer!

Art Vanderley
Art Vanderley
1 Monat zuvor

„Wären die Leipziger jetzt transsexuell…“
Und diese Mißachtung ist echt unfair, schließlich macht auch Leipzig brav mit beim flächendeckenden Antirassismus, wie alle europäischen Vereine. Rein zufällig hat jetzt jede Mannschaft ihre Quotenschwarzen, immer so drei oder vier, was sicher nur an dieser Schwemme von Spieler-Genies aus Afrika liegt, von der aber irgendwie keiner was zu wissen scheint.
Und dann reicht das noch nichtmal, um gelobt zu werden, vielleicht sollte der RB die Vereinsfarben umwidmen in die des Regenbogens, mit einer indigenen muslimischen Rollstuhlfahrererin als neuem Logo.
Denkbar wäre auch eine Änderung des Vereinsnamens, etwa in Anti-Rassenball Leipzig.
Übrigens, beim Kult um Schwarze macht ganz Europa mit, schlimm genug, aber nur die Deutschen betreiben auch den Kult um den Regenbogen, wie bei der letzten EM eindrucksvoll zu beobachten.
Vorauseilender Gehorsam im Fußball gegenüber dem Zeitgeist, „da simmer dabei, dat is prima….“

Udo G
Udo G
1 Monat zuvor

RB Ist kein Ostklub. Ich bezeichne solchen als einen, der eine DDR-Vergangenheit hat.
Zuerst wurden die Ostklubs vom Westen her geplündert. Dann kam RB und plünderte die Nachwuchsabteilungen in Ostdeutschland.
Während sich die reichen Klubs diesen Geldstrom immerhin erarbeitet haben, ist dies eben bei RB nicht der Fall.
Man suchte sich nach etlichen Absagen mit Leipzig eienen Ort, der nach etlichen Insolvenzen fußballerisch am Boden war. Somit wurde Mißwirtschaft auch noch belohnt.

Cetzer
Cetzer
1 Monat zuvor

Ex oriente goal
Nachdem ich mich hiermit erfolgreich an Latein und am Fußball versündigt habe, möchte ich darauf hinweisen, dass Russland (und Belorussland) von der Eishockey-WM 2023 ausgeschlossen wurden. Ich bin da nicht auf dem Laufenden, aber früher wäre bei Sportarten wie Eishockey, Schach¹ usw. ein Wettkampf UDSSR gegen den Rest der Welt halbwegs fair gewesen oder anders ausgedrückt: Ohne UDSSR hätte man nur eine Halb-WM veranstaltet.
Beim Schach sieht es nach meinen Informationen zur Zeit so aus, dass russische Spieler nur unter Verleugnung (Nicht Zeigen) ihrer Flagge an FIDE²-Turnieren teilnehmen dürfen³. Der russische Spitzenspieler Sergey Karjakin wurde wegen ungehöriger Äußerungen zur Ukraine bereits disqualifiziert und darf nur noch Mühle spielen.
Dem Artikel sei hinzugefügt, dass die DDR ihrerzeit Unmengen an olympischen Medaillen erringen konnte, in Sportarten (Rückwärts-Sackhüpfen…) für die sich keine Brauerei als Sponsor gefunden hätte, höchstens ein Abfüller von Malzbier (um das Wort Rand-Sportart zu vermeiden).

¹Gab es tatsächlich 1970 und 1984
²Schach-Spitzenverband
³Demnächst dreifaches Spucken auf ein Putin-Porträt im Warhol-Stil?

Last edited 1 Monat zuvor by Cetzer
Clarisse
Clarisse
Reply to  Cetzer
1 Monat zuvor

Ist doch schön zu sehen wie völkerverbindend Sport ist. Es verbindet die westlichen Völkers beim Eisvölkerball die östlichen Völkers gemeinsam auszuschliessen, völlig unpolitisch, wie alles im Sport. Ist bei der aktuellen Kriegs-WM Russland – Ukraine eigentlich jetzt schon das Halbfinale ?

Zum Schluss noch eine Warnung vom Gesundheitsmimiminister : Willst du keine Affenpocken, solltest du keine Affen poppen !