Nur die ganz großen Themen?

Eine junge Frau, die einem gebührenfinanzierten Kanal ungeniert von ihrer großen Liebe erzählt, nämlich einem Modell einer Boeing 737, soll nur eine Kuriosität sein, die man besser nicht mal kommentiert? Das ist falsch: Denn hinter solchen Sujets steckt mehr als nur Sensationssucht – sie sind Programm.

Neulich präsentierte der Online-Sender Funk – ein öffentlich-rechtlicher Kanal von ARD und ZDF – eine junge Frau, die in einer Beziehung mit einem Boeing-737-Modell lebt. Nein, das ist kein Schreibfehler. Die Frau hat wohl sogar Sex mit der fluguntüchtigen Maschine. Sie erzählt weiters , dass sie nie Liebe zu Menschen empfunden habe, Annäherungsversuche nicht gut aushalten konnte. Aber die Boeing, die sei nun immer für sie da. Funk wollte freilich aufklären und die sagenhafte Vielfalt der menschlichen Sexualität dokumentieren. Objektophilie ist nur eine weitere Spielart, von der junge Menschen wissen sollten, damit sie auch dafür brutalstmögliche Toleranz entwickeln.

In einem kurzen Kommentar bei Telegram habe ich darauf reagiert; ich schrieb, dass ich mich hier festlegen wolle: Dieses Phänomen hier sei eine emotionale Störung. Eine junger Mensch, der keine Nähe zu einem anderen Menschen zulassen kann, ist grundsätzlich psychologisch auffällig. Dass er dazu schätzt, wenn ein Ding als Kuschelobjekt immer verfügbar ist, zeigt auf, dass da jemand Angst vor Kontrollverlust hat. Kurz und gut, die Frau eignet sich nicht dafür, sexuelle Vielfalt abzubilden, denn sie ist verhaltensauffällig – man sollte sie nicht falsch ermutigen. Meinen kurzen Eintrag bei Telegram hat man nicht etwa kritisiert, nur eine Rückmeldung äußerte sich kritisch: »In Anbetracht der sonstigen Realität«, so hieß es da, sei so ein Thema »völlig nebensächlich«. Ich solle »bitte nicht den Ablenkungen der Debattensetzer in Politik und Medien folgen«, beriet man mich. Aber was heißt hier eigentlich nebensächlich?

Von einer Boeing gestreift?

Dass Heterosex eine perverse Praktik ist, habe ich ja unlängst schon mal flott abgehandelt. Es war die taz, die uns mit diesem geistigen Erguss beglückte. Man könnte sagen, jener Artikel von Lou Zucker war sogar mal ein bisschen Abwechslung zum olivgrünen Parka, den das Blatt sonst so trägt – dass es neben einem unrasierten, langhaarigen Hippie ausgerechnet jene Tageszeitung aus dem alternativen Milieu sein würde, die die vermeintliche Friedfertigkeit der Bundesregierung bemängelt, hätte sich ja vor einigen Jahren keiner ausmalen können. Und damals war das grüne Biotop schon nicht unbedingt dafür bekannt, auf Skandale und Doppelmoral zu verzichten. Jedenfalls bot Frau Zucker ein bisschen Schonkost in diesen kriegsbedingt kargen Tagen.

Warum ich noch immer so viele Artikel der taz über Facebook und Twitter vorgelegt bekomme, weiß ich gar nicht. Aber ich würde auch was verpassen, wenn ich es blockierte. Ein Text aus den letzten Wochen blieb mir nicht etwa wegen des Inhalts in Erinnerung, ich habe sogar völlig vergessen, worum es ging. Was ihn memorabel macht: An einigen Stellen des Teasers konnte man ein kleingeschriebenes maus erspähen. maus hier, maus da. Das musste doch ein Fehler sein! Nein, war es nicht. Statt man oder frau, glaubte maus wohl, dass maus die Geschlechterfrage adäquat umschiffe. Nebenher hat man freilich frei von der Leber weg entmenschlicht, zu einem Nager stilisiert – aber Menschlichkeit, ach herrje: Die ist doch überbewertet!

Dann gab es noch einen Artikel, in dem man sich besorgt zeigte. Die Ohrfeige von Will Smith gehe noch immer viral, hieß es da. Und das sei besorgniserregend, liebe LeserInnen, schrieb die taz. Denn so würden BIPoC-Jungs vielleicht ihren Machismo entdecken. BIPoC sind »Black, Indigenous, People of Color« – ich gebe zu, ich wusste es auch nicht, musste es nachblättern. Übersetzt meinte die taz folglich, dass junge schwarze Männer und Indianerknaben zu toxischer Männlichkeit neigen – auch so ein Begriff! – und durch Smith animiert werden könnten, diese auch auszuleben. Weiße Jungs nicht? Schimmert da etwa der weiße Belehrungsmensch hervor, der weiße Ritter, der die Farbigen vor sich selbst schützen muss? Selten war antirassistische Sprache so durchdrungen von Rassismus. Dass diese Antirassisten ihren Rassismus nicht bemerken, hat Judith Sevinç Basad ja schon vor Zeiten umfangreich abgehandelt.

Aber natürlich benötigen wir die taz gar nicht, um salonfähigen Rassismus zu begegnen. Ja, wir brauchen noch nicht mal die NPD, die AfD oder irgendeinen rechtskonservativen Ausläufer der Union dazu. Er sitzt heute einfach bei Markus Lanz in der Sendung und spricht dort von russischen Menschen, die ja ganz anders seien als wir. Außerdem zeigt er sich bei Rewe und Lidl, wo Speisen, die nicht mal aus Russland kommen, sich aber anhören, als kämen sie von dort, aussortiert werden müssen, um die Gemüter dieser großen, grenzenlosen Zeitenwende nicht zu überhitzen. Ich gebe zu, es ist nicht nur jene junge Frau, die mit der Boeing ins Liebesnest steigt, die medizinische Betreuung notwendig hat. Nein, fast dieses gesamte Zeitalter scheint von einer Boeing gestreift worden zu sein.

Szenen einer wahnsinnigen Welt

Die Deutsche Bahn wird richterlich darauf hingewiesen, dass Kunden ein Recht darauf hätten, genderneutral angesprochen zu werden. Noch was zur Gender-Debatte: Junge Katholiken nennen Gott jetzt schon mal Gott+ – das sei nämlich geschlechterneutral; der große Lenker versteckt sich aber vermutlich wie Spiegel+ hinter einer Paywall. Die Netzagentur prüft indes Einschränkungen für Singles, denn Singles sind nach den Ungeimpften und den Russen unser neuestes Unglück. Gil Ofarim hat unter Umständen jetzt doch gelogen, nachdem man das Leipziger Hotel allgemein verurteilt hatte. Eine Zeitung meldet ein neues Phänomen: Lesbische Männer. Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk hat wieder mal was gezwitschert – nun möchte er nie wieder nach Osnabrück fahren, weil dort eine russische Künstlerin auftrat. Linke glänzen durch Bildungsferne: Sie wollen auf Memes »Nazis Parole« bieten und möchten außerdem »Mietheie« entmachten. Währenddessen fordert sie kostenfreie Tampons in Schulen und öffentlichen Toiletten. Außerdem: Coronaviren auch in Vagina – und: Impfung macht nebenher auch noch potent und fördert Dauererektion.

Dreadlocks sind rassistisch, da kulturelle Aneignung: Nein, das sagen nicht Identitäre, sondern die richtig guten Jungs und Mädels von Fridays for Future. Miss Holocaust Survivor 2021 gewählt. Infantile Hasspredigerin im Bundestag darf nicht Göre genannt werden. Melnyk hat noch einen Tweet abgesetzt – Gabriel kontert – die SPD buckelt. Soziologe Nassehi attestiert einer kritischen Professorin »autoritär-faschistischen Sound«, weil die die Verantwortlichen der Corona-Politik juristisch belangt sehen möchte. Riesen-Hype bei Twitter: Einer wollte einem Obdachlosen was zu essen kaufen – der arme Mann wollte aber nichts Veganes, also hat sich der spendable Gönner rausgezogen und blieb lieber knauserig. Uns nicht bekannte Polit-Funktionärin kokettiert mit Regenbogenfahne, auf der das NATO-Logo prangert.

Hassreden gegen Putin und Russland werden offiziell zugelassen. Etliche Menschen melden in den Netzwerken, sie hätten sich das Virus eingefangen, seien schwer erkrankt, aber zum Glück seien sie geimpft und geboostert, wer weiß, wie schlimm es ihnen ohne diesen Lebensretter ginge. Klinik erklärt, dass weißrussische und russische Patienten in ihren Räumen nicht mehr behandelt werden – rudert später aber zurück. Bücher-Verbrennung beim Münchner Beck-Verlag – und das ganz ohne Feuer: Krone-Schmalz‘ Werke werden nicht mehr aufgelegt, weil sie überholt seien – sind die Buddenbrocks auch, stört aber keinen. Transfrauen sind Frauen ohne Wenn und mit viel Aber: TERFs sind wie Putin, Alice Schwarzer Geschlechtsrassistin. Luisa Neubauer zeigt sich mit Schild bei Twitter: Der Krieg sei auch ihre Krise, stellt sie klar – wir gönnen es ihr.

Das Karussell dreht sich schneller, noch schneller. An der Stelle breche ich die Fahrt ab. Dabei könnte ich wahllos weitermachen. Die Szenen einer wahnsinnigen Welt und Gesellschaft sind fassbar. Und all diese kleinen Ausschnitte wären für sich betrachtet ja durchaus nur Randerscheinungen. Themen, die vom wirklich Wichtigem ablenken, auf eine falsche Fährte locken. Ich sehe das anders. In diesen Szenen wird fassbar, wohin sich die Welt entwickelt. Und nein, es wird keine bessere, fairere und sensiblere Welt sein, die da auf uns wartet.

Ausschnitte aus einer wahnsinnig neuen Welt

»Es muss sich alles ändern, damit alles so bleibt wie es ist.« Dieses Zitat stammt von Giuseppe Tomasi di Lampedusa, dem Autor des Romans »Der Leopard«. Der spielt zu Zeiten des Risorgimento, der italienischen Staatsgründung, als auch der feudale Süden des Landes – mit der Landung Garibaldis auf Sizilien -, in nationalen Taumel geriet und die alten autoritären Strukturen aufbrachen. Auch Adlige machten sich mit der Sache gemein – widerwillig und übrigens im Verbund mit Mafia und Camorra -, um eine Veränderung zu erwirken, in der ihnen die Macht nicht entgleitet, sondern weiterhin bleibt: Es musste sich also alles ändern, damit alles so bleiben konnte wie es war. In einem solchen Zustand befinden wir uns auch heute. All diese kleinen Themen, die suggerieren, dass sich da Emanzipation auf so vielen Ebenen etabliert, bewirken keine Veränderung an den Verhältnissen. Sie stellen nicht einmal die soziale Frage – sie sind die antisoziale Frage.

Dennoch halte ich es für völlig falsch, diese von mir skizzierten Verrücktheiten als Nebensächlichkeiten abzutun. Das sind sie nicht. Sie sind Ausschnitt aus einer Agenda, die man uns überstülpen will. Hinter solchen Sujets schimmert der dräuende Transhumanismus mit – und die Reduzierung des Menschen auf Konsum und Warenwert in Personalunion. Bei all diesem Wahnsinn, der uns täglich begleitet, wird der Mensch dekonstruiert, zu einem biologischen Apparat verunglimpft und damit letztlich der Würdebegriff ausgehöhlt – der Mensch wird zu einem billigen Gott seiner selbst, zu einem Avatar, das nur mit der gerade gültigen Netiquette durchs Leben gehen muss. Auf Grundlage so eines Weltbildes ist eines nicht mehr möglich: Gemeinsinn. Und genau das ist das Thema, das überall zu spüren ist – eben auch in diesen angeblichen Kleinigkeiten.

All diese verrückten Anwürfe zu ignorieren, weil man annimmt, sie würden nur vor den wirklichen Entwicklungen ablenken, stellt eine gefährliche Ignoranz dar. Denn ob nun die strikten Hygieniker in der Pandemie, die Ausblender historischer Gegebenheiten im osteuropäischen Konflikt oder aber Leute, die Andersdenkenden Shitstorms bereiten, die wie von der Boeing gestreift gendern oder sich um Viren in der Vagina sorgen: Dahinter steckt doch ein recht homogenes Weltbild. Sie alle reden einer Umerziehung der Gesellschaft das Wort, atomisieren die bisher gültigen Regeln des Zusammenlebens, versetzen die Gesellschaftsstümpfe, die es noch gibt, in Dauerpanik, um so die Dekonstruktion jener Lebensvorstellungen von einst voranzubringen. Eine wahnsinnig neue Welt wartet hier auf uns. Und wir können sie schon sehen, riechen, hören.

Die vermeintlich kleinen Themen, die nur ablenken von der großen Agenda, sind in Wahrheit Mosaiksteinchen der großen Agenda. Sie sind Facetten eines Verfalls, der den Menschen als Fortschritt angedreht werden soll. Man darf sie nicht ignorieren. Ganz im Gegenteil: Man muss auf sie deuten, den Wahnsinn beim Namen nennen und wo immer es geht sich laut dagegen aussprechen. Natürlich stellt man ein solches Verhalten dann in die rechte Ecke. Denn rechts ist heute alles, was nicht so ist, wie der totale Wahnsinn. Wer immer sich gegen das Irrenhaus und die Zwangsjacke wehrt, gilt als rechts abseitig stehend. Dennoch ist jede noch so kleine Kritik an den vermeintlich kleinen Themen immer auch eine Kritik an der großen Agenda, die uns zu entmenschlichen und zu entrechten trachtet.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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ChrissieR
ChrissieR
4 Monate zuvor

Morsche!

…da gabs doch mal nen Schwan, der sich unsterblich in ein Tretboot verliebt hatte…
Immerhin sah das Boot ja auch aus wie ein Schwan…
Wenn man einem Flugzeug nun die Flügel abschneidet bleibt halt irgendwas stark phalloides übrig..der Sigmund hätt da wohl sei Freud’…

JeanP
JeanP
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Monate zuvor

Der Schwan ist instinktgeleitet. Und kann nüscht dafür.
Ist die Boeing-Loverin auch nur instinktgeleitet? Eventuell, weil Liebe nur instinktgeleitet ist? Mein Verständnis hält sich in Grenzen. Tragödie oder nicht, auch wenn’s um’s Verliebtsein geht, bin ich dafür verantwortlich, nicht allzuviel Mist zu bauen. Und den Mist, den ich baue, auch noch im Internet auszubreiten, das hielte ich für stillos.
Aber, klar, immer höher, immer weiter, immer mehr, noch mehr „Minderheiten“.
Ich übrigens GEZahle nicht, habe nie GEZahlt und seit 2013 den zunehmenden Stress deswegen an der Backe. Artikel wie dieser zeigen mir, dass es gut ist durchzuhalten. Vielen Dank!

Pentimento
Pentimento
Reply to  JeanP
4 Monate zuvor

Bravo. Das sollten viel mehr Deutsche machen!

Muß gestehen, daß nicht die Kraft dafür habe, aber alle, die das machen zutiefst bewundere.

flurdab
flurdab
Reply to  JeanP
4 Monate zuvor

Tach auch,

aus Wikidingensbums: „15 minutes of fame („15 Minuten Ruhm“) ist ein Ausdruck, der von dem US-amerikanischen Künstler Andy Warhol geprägt wurde. Er bezieht sich auf die Flüchtigkeit von Ruhm und medialer Aufmerksamkeit, die sich schnell durch eine Ablenkung auf ein anderes Objekt fokussiert, sobald die Aufmerksamkeitsspanne des Betrachters erschöpft ist. Der Ausdruck wird insbesondere gerne in der Unterhaltungsindustrie und Popkultur verwendet.“

Und DU hast da ein Recht darauf!11
Wurde vermutlich bereits in die Menschenrechtserklärung aufgenommen.

Grüße

Brian
Brian
Reply to  flurdab
4 Monate zuvor

GG, Art. 5 :
„Jeder hat das Recht, seine 15 Minuten Ruhm in Wort, Schrift und Bild frei zu
äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (…) Eine Zensur findet nicht statt.“
Nur geringfügig modifiziert.
Die Väter der Klamotte hatten wahrhaft seherische Fähigkeiten…

Daniel D. Dietze
Reply to  ChrissieR
4 Monate zuvor

… siehe Bild unten. Ich hab es gestern in der Zeitung (DNN) entdeckt. „Flugzeug im Schloss“. Die Zeichnung ist während des Aufenthaltes in einer Psychatrie entstanden und in einer Sonderschau im Wermsdorfer Schloss Hubertusburg ausgestellt.

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Rudi K
Rudi K
4 Monate zuvor

Bei dem Sender „Arabella“ werden die 80er Jahre als „irres Jahrzehnt“ bezeichnet. Nach diesem Artikel liest frage ich mich, ob nicht eher dieses Jahrzehnt „irre“ anfängt.

flurdab
flurdab
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Monate zuvor

Aber auch nur weil der mediale Sumpf damals noch eine sehr geringe Tiefe hatte.
Heute geht es ja nur noch um Profit, das macht alles leichter. 😉

Brian
Brian
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Monate zuvor

Darf ich da bitte nochmal an Modern Talking, Schulterpolster, einem Schauspieler (wieso kommt mir das gerade so bekannt vor ?) als amerikanischem Präsidenten, Afghanistan, ’schwarzen‘ Kassen, einen Minister,
der nicht Mofa fahren kann, Tschernobyl, Tutti Frutti uvm. erinnern ?

Last edited 4 Monate zuvor by Brian
Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Monate zuvor

Zumindest musikalisch waren die 80er aber schon der absteigende Ast. Die 70er dagegen waren himmlisch! Von ABBA bis Zappa, von Bowie bis Queen: all die ganz Großen waren noch lebendig und die Bands noch vollständig.

Es gab noch kein MTV, und von Streaming sprach auch noch niemand. Musik wurde entweder mit der ganzen Clique auf Konzerten gehört oder auf gemeinsamen Abenden im Partykeller. Und während die neueste Scheibe von Led Zepplin auf dem Plattenteller drehte, kreiste der Joint im Freundeskreis.

Ja, früher war nicht alles schlecht!

Leider ist heute wieder eine Sache genau so wie früher: „Der Russe steht vor der Tür!“ Das haben damals immer die Erwachsenen behauptet, aber jedes mal, wenn ich nachschaute, war da niemand vor der Tür!

Und selbst wenn dort ein Russe gewesen wäre: hätten wir uns als Jugendliche bedroht gefühlt?

NEIN!

Wir hätte ihn hereingebeten, ihm den Joint gereicht und gefragt, was er von der Musik hält!

niki
niki
4 Monate zuvor

Ich sag es nochmal… Aber irgendwie glaube ich inzwischen, dass ich irgendwann in den letzten 2-3 Jahren in einer fiesen Parallelwelt aufgewacht bin…

Ich habe schon übelste Nackenschmerzen vom vielen Kopfschütteln!

Wobei mir das Geschlecher- & Sexualitätsdingsbums absolut egal wäre, wenn die uns damit nicht komplett abnerven und alles andere für schlecht erklären täten…

Allesdings das die ach so friedlichen „Linken(?!?!?) und Grünen“ Kriegsdienstverweigerer nun nach Waffen schreien und wir vom Ausland beleidigen lassen müssen, die Atomkriegsgefahr einafch wegwischen als harmlos. Dazu noch dieser abgefuckte Coronascheiß, mit dem Potenzial zum totalitären Scheißdreck Namens Social Credit System!!!
Wer das in meiner Gegenwart auch noch als erstrebenswert bezeichnet kriegt einen (verbal) auf die Fresse!

Ich komme aus dem Schimpfen gar nicht mehr raus…

Aber trotzdem Danke für den Artikel… Wie immer auf dem Punkt!
Danke, Roberto!

Clarisse
Clarisse
4 Monate zuvor

Wow, was du alles für coole Nachrichten bekommst, Roberto. Vom Meisten habe ich nichtmal ansatzweise gehört. Und das es schon wieder Bücherverbrennung gibt hab ich auch verpasst, dabei hab ich hier noch so viele Büchers rumstehen die ich bei der letzten Bücherverbrennung zur Rechtschreibreform vergessen habe mitzunehmen.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Clarisse
4 Monate zuvor

Guude,
ich hab im Winter ne Kiste voll alter Sci-Fi und Kriminalromane im Kamin verbrannt..gut, die waren eh net mal mehr zum Verschenken gut, da der Kater in die Kiste gepinkelt hatte!
Der Heizwert war übrigens fast so gut wie bei diesen Presspan- Briketts!😁
Vielleicht sollte ich mal für die Wintersaison palettenweise Grundgesetze bestellen?

Roberto De Lapuente
Roberto De Lapuente
Reply to  ChrissieR
4 Monate zuvor

Stinkt das nicht, wenn man Katzenpisse verbrennt?

Daniel D. Dietze
Reply to  Roberto De Lapuente
4 Monate zuvor

Zumindest der Kaffee aus Katzenkot soll wohl ganz gut schmecken. Und es ist der teuerste Kaffee der Welt.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

@Daniel D. Dietze

Da siehste mal, wie gut es uns geht.
Woanders läßt man nix verkommen. 😀

Brian
Brian
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

Spätestens seit ‚The bucket list‘ bekannt 😊

Daniel D. Dietze
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

Kenn ich nicht. Ist der gut?

Brian
Brian
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

Nicht besonders tiefgründig, aber ich hatte definitiv meinen Spaß, ja.
Ich sage nur : Jack Nicholson, Morgan Freeman. Da kann nicht allzuviel danebengehen.

Daniel D. Dietze
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

Das dachte ich bei „Bruce Almighty“ mit Jim Carrey und Morgan Freeman auch. Manchmal kann vielleicht nicht viel, aber dafür entscheidendes danebengehen. Aber ich will es dir glauben, denn ich kenne tatsächlich keinen schlechten Film mit Jack Nicholson.

Last edited 4 Monate zuvor by Daniel D. Dietze
Brian
Brian
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

Ok, ist natürlich immer Geschmackssache. Wahrscheinlich schlägst Du mich, wenn ich dir verrate, daß ich mich auch bei ‚Bruce Allmächtig‘ ziemlich amüsiert
habe. Allein bei der Nachrichtenszene mit Steve Carrell, die ihm von Jim Carrey
diktiert wird, vergieße ich noch jedes Mal Tränen vor Lachen.

Daniel D. Dietze
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

„Wahrscheinlich schlägst Du mich“

Ich weiß nicht, wo du wohnst.
Nein, ich verurteile dich selbstverständlich nicht! Das überlasse ich Morgan Freeman. Aber ich glaube, Morgan Freeman vergibt allen alles. Und Morgan Freeman möge mir auch das Folgende vergeben: Wenn ich mir vorstelle, wie Jim Carry ihn ausspricht, war der Originaltitel eindeutig besser.

Brian
Brian
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

Ich weiß nicht, wo du wohnst.

Puuh, nochmal Glück gehabt…😉
Soweit ich mich erinnere, wohnst Du in Dresden. Und ich in Köln. Insofern genug Platz dazwischen…

Daniel D. Dietze
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

Wieso Glück? Du wohnst in Köln! 😉
Spaß beiseite. Aus meiner Kindheit habe ich noch eine schöne Erinnerung an Köln, die mir sehr am Herzen liegt. Außerdem habe ich gehört, dass Köln insgesamt eine recht tolerante und lebensfrohe Gegend ist. Sympathisch! Und, wie gesagt, es ist weit genug weg… Solltest du trotzdem mal bei mir in der Gegend sein, lad ich dich auf jeden Fall auf ein richtiges Bier ein. Also 0,5 Liter… aus der Flasche. Kein Sterni, versprochen! 😉

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

@Daniel D. Dietze

Was bitte ist ein „Sterni“?

Ah, ich glaub, ich habs gefunden. Sternburg Bier“
Ist das Plörre?

Last edited 4 Monate zuvor by Robbespiere
Daniel D. Dietze
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

Kult-Plörre.

Brian
Brian
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

 Außerdem habe ich gehört, dass Köln insgesamt eine recht tolerante und lebensfrohe Gegend ist. 

Habe ich auch gehört 😉. Mag bis zu einem gewissen Grad auch stimmen, vieles davon ist allerdings auch aufgesetzt und oberflächlich. Du kannst zwar
relativ schnell mit Leuten in Kontakt kommen, das war’s dann häufig aber auch.
Eher unverbindlich.
Dein Angebot beruht natürlich auf Gegenseitigkeit, denn wie jedermann weiß,
ist Kölsch natürlich das einzig wahre Bier ! 😎
Ganz abgesehen davon, daß die Halbliter-Biere die Angewohnheit haben, viel zu schnell schal zu werden…

Daniel D. Dietze
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

Nicht bei adäquater Trinkgeschwindigkeit. 🙂

Brian
Brian
Reply to  Daniel D. Dietze
4 Monate zuvor

Ich gehöre mehr so zu den Genießern…😛

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Roberto De Lapuente
4 Monate zuvor


Ich hab nen geschlossenen Kamin…da kommt das höchstens als Fallout bei Nachbars wieder runter! Und nein, ich hab nix mit dem „Saharastaub“ zu tun!😅

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Roberto De Lapuente
4 Monate zuvor

Das war nur wenig und ausgetrocknete Katzenpisse? Dann sollte das keine so extreme Geruchsbelästigung sein.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Uwe Borchert
4 Monate zuvor

@Uwe Borchert

Ja, Instant sozusagen, aber wehe, es regnet. 🙂

Pentimento
Pentimento
Reply to  Clarisse
4 Monate zuvor

lol…

Pentimento
Pentimento
4 Monate zuvor
Last edited 4 Monate zuvor by Pentimento
Heinz Ketschab
Heinz Ketschab
4 Monate zuvor

Zu Menschlichkeit vs Transhumanismus habe ich letztens diesen schönen Artikel gefunden:

https://www.youtube.com/watch?v=niPvYbRWKus

Als Text hier, passt aber nicht ganz zum Gesprochenen: https://geraldehegartner.com/2021/11/19/transhumanismus

Corinna
Corinna
4 Monate zuvor

Wie fast immer 😉 sehe ich all die genannten Punkte im Text genauso.

Auch die mediale Vorstellung der neuen Sprecherin des Weißen Hauses letzte Woche reiht sich da mit ein. Bei tagesschau.de geht der Text so los:
„Biden schreibt mit neuer Sprecherin Geschichte
Jen Psaki ist eines der bekanntesten Gesichter der US-Regierung. Dass sie ihren Posten als Sprecherin räumen würde, war schon länger klar. Nun ist ihre Nachfolgerin bekannt geworden. Dieser Wahl kommt eine historische Bedeutung zu.“

Ich dachte Wunder was, um dann zu erfahren, die neue Sprecherin ist schwarz UND lesbisch! Na wenn das keine Eignungskriterien sind. Viel später im Text erfährt man dann, dass Karine Jean-Pierre „jahrzehntelange Erfahrung in diese Aufgabe einbringt“. Früher hätte genau das an erster Stelle gestanden bzw. an einziger. Sexuelle Vorlieben gehörten damals in den Privatbereich.
Frau Jean-Pierre kommentierte ihre Wahl mit den Worten: „Dies ist ein historischer Moment, und das ist mir nicht entgangen.“ Boah, was für ein Geschwafel.

Last edited 4 Monate zuvor by Corinna
flurdab
flurdab
Reply to  Corinna
4 Monate zuvor

Wir leben in einer Tragödie.
Die interessante Frage wird aber bisher noch vermieden.
Welche „Qualifikationen“ muss man demnächst in Bewerbungen aufführen um noch an ein Arbeitsplätzchen zu kommen?
Gut, im Polit- und Medien- Zirkus werden wohl selten Bewerbungsmappen abgegeben, aber der Otto- Normal- Perverse steht vor schwierigen Zeiten.

Kann man Frauen die keinen Sex mit einem haben wollen eigentlich wegen Diskri- m imimi- nierung anzeigen? (Frage für einen Freund)

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  flurdab
4 Monate zuvor

@flurdab

Kann man Frauen die keinen Sex mit einem haben wollen eigentlich wegen Diskri- m imimi- nierung anzeigen? (Frage für einen Freund)

Heißt dein Freund zufällig Quasimodo oder Karlchen? 😀

flurdab
flurdab
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

Ich schütze meine Quellen! lol

Aber ich finde die Frage schon interessant.
Denn wenn man „Metoo“ und den ganzen anderen Wahn aus Wokeistan ernst nimmt landet man dort.
Oder eine ander knifflige Frage, wenn man mit der Lieferung von Waffen an die Ukraine den Konflikt verlängert und damit den Tod von mehr Ukrainern in Kauf nimmt. Darf man dann auch Ukrainer in Deutschland verletzten oder gar töten?

Ich bin einfach überfordert…

Brian
Brian
Reply to  flurdab
4 Monate zuvor

Kann man Frauen die keinen Sex mit einem haben wollen eigentlich wegen Diskri- m imimi- nierung anzeigen?

Würde mich an der Anzeige beteiligen. Das würde dann allerdings eine Sammelklage. 😄

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

@Brian

Möglicherweise gibt es da aus der Kaiserzeit noch ein Rechtskonstrukt mit der Bezeichnung „Samen-Wiederaufnahmeverfahren“.
Etliche unserer Gesetze stammen ja noch aus der Zeit. 😉

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

Solange die Anwälte nicht Samen & Garfunkel heißen…

Brian
Brian
4 Monate zuvor

Den allgemein grassierenden Wahnsinn schön auf den Punkt gebracht.
Was die Bewertung einzelner Ereignisse (bzw. die Berichterstattung darüber) betrifft :
die liegt m.E. irgendwo in der Mitte. Wie Du schon richtig schreibst, sollte man diese
‚Ereignisse‘ nicht völlig ignorieren und sie als Ausdruck unserer derzeitigen Welt- bzw.
Bewußtseinsverfassung wahrnehmen. Allerdings muss ich der Rückmelderin auch ein
bißchen recht geben : man muss nicht über jedes Stöckchen springen, das einem dargeboten wird. Dafür ist mir meine Zeit auch einfach zu schade.

 Nein, fast dieses gesamte Zeitalter scheint von einer Boeing gestreift worden zu sein.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
4 Monate zuvor

Sex mit einer Boeing… Da bekommt das Wort „Triebwerksschaden“ eine völlig neue Bedeutung…

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Wütender Bürger
4 Monate zuvor

…oder dem Grölemeyer seine “ Flugzeuge im Bauch“

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  ChrissieR
4 Monate zuvor

Während des Fluges wäre es eine Luftnummer…

Schwitzig
Schwitzig
4 Monate zuvor

Ja, es ist absurd. Wie ein Douglas Adams Roman – nur nicht lustig.
Und ich fürchte auch, dass wir in eine neue Realität geprügelt werden, die nicht schön ist.
Und ich kriege nicht mehr die Bilder aus dem Kopf, wie sich eine Frau mit gespreizten Beinen über das COCKpit (!) einer Boeing 737 stülpt …

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Schwitzig
4 Monate zuvor

@Schwitzig

Boeing-Bang, das Wort des Jahres, gekürt von der scharfen Bücks des Ethikrats.

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

Was Du so für scharf hältst.
Die ist für mich vergleichbar mit koffeinfreiem Kaffee oder alkoholfreiem Bier…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

@Brian

Der Begriff „scharfe Bücks“ stammt von B & B, im Zusammenhang mit dem Ethikrat und Corona.
Fiel mir bei der Gelegenheit nur gerade wieder ein.

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

Na, dann…
Denn wir wissen ja schon seit den 80ern (da waren sie wieder…) daß das Dröpje voor Dröpje gute Qualität ist (eigentlich schon seit den 70ern, aber was
soll’s). Das fiel mir bei der Gelegenheit nur wieder ein. 😉

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
4 Monate zuvor

@Brian

Ja, die Werbung damals wa reinfach einprägsamer, ob für Kondensmilch aus Holland oder ein Gerdinenwaschmittel.

Da wußte man noch, dass er Gilb im Bundestag von den vielen Eumeln dort erzeugt wird. 😀

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
4 Monate zuvor

die Werbung damals wa reinfach einprägsamer

War ja nicht so schwer, nachdem der gleiche Werbespot ungefähr 10 Jahre am
Stück lief…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Schwitzig
4 Monate zuvor

@Schwitzig

Hoffentlich hält der Modellbau-Klebstoff, sonst gibts ne Bruchlandung. 😉

Art Vanderley
Art Vanderley
4 Monate zuvor

Die Boingsache geht noch durch als Versuch, etwas zu thematisieren, worunter wohl so manche/r leidet, es muß dann aber auch als Leid erkannt werden. Mit der totalitären Großmäuligkeit, die v.a. homosexuelle Elitäre an den Tag legen, hat das noch nichts zu tun.
Die Boingfrau behauptet ja nicht, die einzig wahre Sexualität zu leben und daß andere minderwertig sind, im Gegensatz zu denen, die zunehmend das Sagen haben in der homosexuellen Community.

Art Vanderley
Art Vanderley
4 Monate zuvor

„Dreadlocks sind rassistisch, da kulturelle Aneignung“
Ein besonders interessantes Beispiel. Die Kultur der Rastafari (RF) tut gut daran, offen zu sein für die Hommage aus anderen Kulturkreisen, wie etwa durch dreadlocks bei einer Weißen, oder genauer, einer Nicht-Jamaikanerin, denn eigentlich hat das mit Hautfarben gar nichts zu tun.
Meines Wissens sind sie auch offen, aber selbst wenn nicht, die Gör*innen der fridays sind sicher nicht diejenigen, die darüber zu befinden haben.
Privilegierte weiße Frauen aus dem Westen maßen sich also an zu entscheiden, wer eine Hommage betreiben darf an die RF- wer ist hier eigentlich rassistisch?
„Was ist schon normal hier und wer ist hier krank?“ (Eisbrecher)

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Art Vanderley
4 Monate zuvor

„Dreadlocks sind rassistisch, da kulturelle Aneignung“

Leuten, die das krakeelen, sollten mal überlegen, wie sie es nennen, wenn Amerikaner Oktoberfest feiern, Afrikaner bayrische Blasmusik spielen, Japaner in Lederhosen Jodeln, und, und, und…

Die Welt ist voll von „kultureller Aneignung“: jeder Kultur kopiert Dinge anderer Kulturen. Das war schon immer so, und das wird auch immer so bleiben, und das nennt sich „interkultureller Austausch“.

Und die ganz hartgesottenen Sittenwächter sollen mal überlegen, mit wie viel „kultureller Aneignung“ die so hoch gepriesenen christlichen Feiertage in ihrer heutigen Form zustande kamen!

Last edited 4 Monate zuvor by Wütender Bürger
Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Wütender Bürger
4 Monate zuvor

„das nennt sich „interkultureller Austausch“.“
Exakt. Langsam entsteht der Verdacht, daß genau dieser verhindert werden soll. Da vermengt sich Kulturzerstörung von Teilen der Linken mit dem Klassiker von ganz weit rechts, der jede Vermischung ablehnt.

Christa Meist
4 Monate zuvor

Ich seh´s ein kleines bisschen weniger schlimm. Es hilft, wenn man die social media einfach weglässt. „Bild“ haben wir doch auch blockiert, statt es für 20 Pfennig aus dem Zeitungsständer zu holen. Aus meiner Sicht hilft nur das reale, persönliche Gespräch. Wenn man das sucht, merkt man nämlich, dass die wenigsten so beschränkt sind, wie man uns glauben machen will. Jeder anonyme Blödian hat nämlich mehr Namen in mehr Gruppen als wir denken. Von den automatisierten Äußerungen ganz abgesehen. Ich nehme an, viele halten die Äußerungen in den Social Media für ein Abbild der Wirklichkeit, weil sie seit Jahren mit ihren Nachbarn nicht mehr gesprochen haben. Bestenfalls in einer Szenekneipe mit ihresgleichen.

Intelligenzverlust.jpg
Last edited 4 Monate zuvor by Christa Meist
Brian
Brian
Reply to  Christa Meist
4 Monate zuvor

 Ich nehme an, viele halten die Äußerungen in den Social Media für ein Abbild der Wirklichkeit, weil sie seit Jahren mit ihren Nachbarn nicht mehr gesprochen haben. 

Aber genau das ist doch der Punkt ! Wenn man den Menschen so einfach etwas einreden kann bzw. sie so leicht zu manipulieren sind, statt ihren ‚gesunden Menschenverstand‘ zu benutzen und sich nicht immer weiter (von sich selbst, der Natur
uvm.) entfremden zu lassen, dann ist das für mich kein Zeichen von Intelligenz, unabhängig davon, was in deren Verhalten noch alles mit reinspielen mag.

Stephan A.
Stephan A.
Reply to  Christa Meist
4 Monate zuvor

Da ist was dran, aber dennoch: Trotzdem, oder vielleicht auch wegen der genannten Gründe, ist es heute nach meiner Erfahrung doch schwieriger als gedacht, außerhalb des Internets und dessen gefundenen Parzellen zu kommunizieren. Auch Gespräche mit Nachbarn oder mit Menschen aus zufälligen Begegnungen empfinde ich im besten Fall als ein Jonglieren mit rohen Eiern. Ich gebe es ungerne zu, aber ich glaube, viele und da nehme ich mich nicht aus, haben angesichts dieses entfremdenden Social Media-Unsinns verlernt, normale Gespräche zu führen (Anmerkung: auch vor Corona hatte ich da schon Schwierigkeiten).

Und zumindest für mich ist dies ein Hinweis darauf, dass es in dieser Nerven zehrenden Krise umso wichtiger ist, nicht nur zaghafte, sondern größere Bemühungen in Richtung „Verlagerung der Interaktion auf reale Begegnungen“ zu unternehmen. Dieser Wahnsinn, der sich zuweilen im Internet abspielt, soll gerne auch dort bleiben. Auf der Straße lässt sich leider trotz allem beobachten, dass Teile dieser Verrohung auch in der Realität (angesichts des ganzen Stresses irgendwo auch verständlich) Gestalt annehmen. Und solch gewonnene Eindrücke (ob eingebildet oder real) wiederum verlagern die Auseinandersetzung noch einmal mehr ins Internet usw., weil der offenkundig existente Konflikt dort auf oft schamlose und distanzlose Weise ausgetragen werden kann, ohne sich der Gefahr auszusetzen, physisch bedroht zu werden. Für mich gibt es nur einen Weg, diesen Kreislauf zu durchbrechen: Mut in Kombination mit Einfühlungsvermögen im Gespräch von Angesicht zu Angesicht.

Wenn ich das, was hier passiert, aus der Distanz betrachte, sage ich normalerweise: Diese Gesellschaft gehört auf die Couch. Aber da hier durch einen vergifteten und herbei fantasierten Konsens alles auf den Kopf gestellt wurde gibt es als Ausgangspunkt zur Orientierung kein „normal“. Die „neue Normalität“ ist eine zum großen Teil wahnsinnige Medienwirklichkeit, die sich in den Köpfen der Menschen im zunehmenden Maß manifestiert. Und so würde ich gerade jetzt davon abraten, sich von Therapeuten im Kopf herummachen zu lassen. Wie man seine Resilienz entdeckt und fördert: Dafür gibt es vermutlich kein Patentrezept, aber dafür unendlich viele Möglichkeiten.

s.t.b
s.t.b
4 Monate zuvor

Bewundernswert – so Kerls wie Sie! Nicht nur die Wirren, nebst Unrat, begutachtet sondern sogar schmissig neuformatiert präsentiert.
..Merci !