Die Russen, die Deutschen und der Krieg

Wieso sind ausgerechnet die Deutschen so willig, eine Eskalation nach der anderen gegen Russland zu initiieren? An der Ukraine liegt es nicht, das kann man sicher sagen. Denn das, was dort angeblich verteidigt wird – Demokratie, Freiheit, Friede, Freude und natürlich Eierkuchen – mag in der Tagesschau-Redaktion, in den SPIEGEL-Redaktionsstuben und an den Mikros der Radiostationen existieren. In der Ukraine sieht das Bild dagegen anders aus.
Warum also sind die Deutschen so scharf auf Krieg?

Bevor es an den Versuch einer Analyse über die Deutschen und ihr Verhältnis zum Krieg geht, sei vorausgeschickt, dass es „die Deutschen“ natürlich nicht gibt. Es gibt hierzulande Abstufungen in Bezug auf die Einordnung zum Ukraine-Krieg. Doch in den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass sich selbst vermeintlich Linke oder andere progressive Kräfte erstaunlich offen für das deutsche Eingreifen positionieren, schwere Waffen inklusive. Auf den ersten Blick scheint das nachvollziehbar zu sein, es fällt leicht, sich gegen einen Aggressor aufzustellen, der ein Land überfällt. Doch erstens ist die westliche bzw. deutsche Empörung bei den zahllosen Angriffskriegen und sonstigen Interventionen des Westens in dieser drastischen Form faktisch nie geäußert worden. Und zweitens könnten Emotionen, die tief vergraben sind, eine Rolle spielen.

Und hiermit beginnt der Versuch der Analyse.

Die Russen und der Krieg

Für die Russen ist der 9. Mai ein ganz besonderer Tag, das ist bekannt. Der Sieg über die Nationalsozialisten war keine Selbstverständlichkeit, und die Tatsache, dass der Überfall der Deutschen auf Russland nicht einmal mit einer Kriegserklärung eingeleitet wurde, führte zu einem Überraschungsmoment, das den Russen erhebliche Nachteile bescherte und den Widerstand entsprechend erschwerte.

Umso stolzer sind die Russen noch heute auf die Leistung der Roten Armee, die den Nazis die Stirn bot. Wenn Hunderttausende durch Moskau laufen und die gefallenen Kriegshelden und Familienangehörigen auf Bildern durch die Straßen tragen, so sind sie immer mit einer Träne im Auge unterwegs, denn kaum eine Familie hat keine Opfer zu beklagen. Und so wird ihnen gedacht, und in die Tränen mischt sich Stolz.

Drei Aspekte zeichnen die russische Haltung zum Zweiten Weltkrieg aus:

1. Die Russen wurden angegriffen
2. Sie wurden gewissermaßen vom personifizierten Bösen attackiert
3. Sie haben dieses Böse besiegt

Diese drei Aspekte sind entscheidend für das, was wir heute erleben, dazu weiter unten mehr.

Der Stolz und der Patriotismus der Russen, wenn sie den 9. Mai feiern und den Opfern gedenken, werden in Deutschland gern als Nationalismus ausgelegt, nach dem Beginn des aktuellen Krieges in der Ukraine ohnehin. Doch das ist eine Fehleinschätzung. Man wird auf dem Marsch des „Unsterblichen Regiments“ faktisch keine Parolen finden, die über das Thema des „Tages des Sieges“ hinausgehen. Allerdings gehörte in diesem Jahr 2022 die Ukraine ganz klar dazu, als sich ca. eine Millionen Russen auf den Weg zum Roten Platz machten.

Die Vielzahl der Leser wird das nicht für die Russen auslegen, weil ein Vergleich mit den Verbrechen der Nationalsozialisten stets als Verharmlosung betrachtet wird (es sei denn, man ordnet Demonstranten gegen oder für was auch immer als potenzielle Nazis ein, dann werden meist beide Augen zugedrückt). Doch auch wenn der Widerstand der Leser noch so enthusiastisch vorgetragen wird, die Ukraine hat definitiv ein Problem mit Faschismus und Nazismus. Die Tatsache, dass die Bedeutung und der Einfluss etwa des Asow-Regiments hier verschwiegen, heruntergespielt oder als inzwischen behobenes Problem dargestellt wird, ändert nichts an den Fakten. Und wenn in den Tagesthemen ein Asow-Kämpfer im Interview faktisch als „normaler“ Soldat für Frieden, Freiheit und natürlich Eierkuchen präsentiert wird, ist das kein Zeichen für die Läuterung des Kämpfers, sondern für die geschichtsverfälschende Berichterstattung der meisten Medien.

Für die meisten Russen sind die Entwicklungen in der Ukraine eine verstörende Angelegenheit, die Erinnerungen wachruft. Man muss sich schon sehr bemühen, um diese Emotionen der Russen auszublenden, kleinzureden oder gar zu kritisieren. Denn während in Deutschland der Ruf „Nie wieder!“ längst zu einer oberflächlichen Folklore verkommen ist, die nicht mehr wert ist als einst „Der Blaue Bock“ oder heute der „Eurovision Song Contest“, ist das „Nie wieder“ in den Herzen der Russen fest verankert, was auch daran liegt, dass der Sieg über die Nationalsozialisten die Einheit, die Wehrhaftigkeit und die Solidarität des russischen Volkes miteinander repräsentiert.

Die Deutschen und der Krieg

Weiter oben war von drei Aspekten die Rede, die die Russen mit dem 9. Mai verbinden. Hier folgen nun die Aspekte, mit denen sich die Deutschen „herumschlagen“:

1. Die Deutschen haben angegriffen
2. Den Deutschen ist heute klar, dass sie im Zweiten Weltkrieg das personifizierte Böse dargestellt haben
3. Sie haben als das Böse eine Niederlage erlitten.

Es ist naheliegend, dass diese drei Punkte weder Stolz noch Patriotismus zur Folge haben können. Nicht in Deutschland, nicht bei den Deutschen. Und so wird am 9. Mai zwar der Opfer der Verbrechen der Naziherrschaft gedacht, aber nicht der Niederlage im Krieg. Bei dieser Betrachtung geht es jedoch nicht darum, dem Gedenken an die Opfer der Verbrechen durch die Nazis kritisch zu begegnen, im Gegenteil. Vielmehr wäre ein Marsch der – nennen wir es hier einmal hypothetisch – „Unsterblichen Nazi-Opfer“ ein womöglich sinnvoller Versuch, bei den nachfolgenden Generationen in Deutschland das Bewusstsein für die Grauen der Nazizeit aufrechtzuerhalten. Dass es zu einem solchen Marsch jemals kommt, ist jedoch unwahrscheinlich.

Es geht also hier nicht um die Unterminierung der Opfer des Naziregimes, sondern um die fehlenden zusätzlichen Feierlichkeiten zur Niederlage der Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Solche Feierlichkeiten wären in der Tat keine, die mit denen der Russen verglichen werden können. Denn während Russland Größe gezeigt hat, als es gegen die Nazis kämpfte, müssten die Deutschen heute die Größe haben, sich der Niederlage zu stellen und sie als Sieg gegen das Unmenschliche, das Böse, das Entsetzliche anzuerkennen. Man kann das soeben weiter oben Geschriebene in Abwandlung nur wiederholen: Dass es zu solchen Feierlichkeiten jemals kommt, ist jedoch unwahrscheinlich.

Doch es wäre nötig, und es läge sogar nahe. Die Russen haben die meisten Opfer im Zweiten Weltkrieg zu beklagen. Sie haben die größte Last getragen und maßgeblich zum Sieg über den Faschismus beigetragen. Die Rolle der restlichen Alliierten soll hier nicht ignoriert werden, sie kann in der historischen Betrachtung aber durchaus kritisch betrachtet werden. Doch auch wenn man davon absieht – und das soll in diesem Text der Fall sein -, bleibt am Ende die historische Wahrheit, dass es Russland war, das durch seinen Kampf im Zweiten Weltkrieg den größten Anteil am Ende des deutschen Faschismus hatte.

In letzter Konsequenz – und das mag ungewöhnlich klingen, aber nüchtern betrachtet ist es nicht zu leugnen – gäbe es nur eine angemessene Reaktion des Westens auf die Feierlichkeiten der Russen zum 9. Mai: Dankbarkeit. Denn in was für einer Welt würden wir heute leben, wenn Russland im Zweiten Weltkrieg verloren hätte?
Man mag es sich nicht ausmalen.

Geschichte wird gedacht

Wenn jemand, der sich ukrainischer Botschafter in Deutschland nennt (losgelöst von den Aufgaben, die ein Botschafter normalerweise zu erfüllen hat), heute beim Einsteigen in eine Limousine auf die Frage eines Journalisten, wer Deutschland vom Nationalsozialismus befreit habe, antwortet, das sei die Ukraine gewesen, muss das in erster Linie Russen einen schmerzlichen Stich ins Herz versetzen. In zweiter Linie müsste es aber auch das deutsche Herz treffen, das weiß oder wissen muss, wer den Sieg über Hitler und seine zahlreichen Komplizen aus Politik und Wirtschaft ermöglicht hat.

Wenn der damalige ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk am 7. Januar 2015 in den ARD-Tagesthemen unhinterfragt und unwidersprochen folgenden Satz sagen konnte: „Wir können uns alle sehr gut an den russischen Anmarsch in die Ukraine und nach Deutschland erinnern“, kann man nur inständig hoffen, dass die Menschen in Russland davon nichts mitbekommen haben. Zum Schutz ihrer Herzen, denen dieser Stich schier unerträgliche Schmerzen zufügen muss.

Es sind diese und weitere Formen der Geschichtsverfälschung, der Neuschreibung der Geschichte, die die Russen auf unfassbare Art und Weise herabwürdigen, aus ihnen Täter zu machen versuchen und gleichzeitig die Rolle der Deutschen auf mal mehr, mal weniger subtile Weise in ihrer Grausamkeit verblassen lassen. Seit der aktuelle Krieg in der Ukraine begann, häufen sich diese Verbrechen an der historischen Wahrheit, und jeder Russe, der davon erfährt, begegnet ihnen vornehmlich mit Trauer und einer tiefen Enttäuschung, aber auch wütende Reaktionen nehmen zu.

Dennoch wird man bei einem Besuch in Russland nur sehr, sehr selten einer grundsätzlichen Feindschaft den Deutschen gegenüber begegnen. Es wird differenziert zwischen dem, was die politischen Entscheidungsträger hierzulande veranlassen und dem, was die Menschen denken und fühlen. Es mag pathetisch klingen, aber das Herz der Russen ist groß, es nimmt die Gefühle der Menschen gern auf, öffnet die Arme und heißt uns willkommen.

Späte Rache

Wie bereits oben erwähnt, gibt es „die Deutschen“ nicht. Aber wie ebenfalls oben beschrieben, gibt es dennoch eine große Zahl von Deutschen, die aufgrund des Ukraine-Krieges sämtliche Hemmungen fallen lassen. Geimpft durch die massive Manipulation von Medien und Politik ist es inzwischen en vogue, sich für das Eingreifen in den Ukraine-Krieg einzusetzen, schwere Waffen zu fordern und grundsätzlich einen Kriegseintritt Deutschlands (den es längst gibt) zu befürworten.

Die Argumente heißen Demokratie und Freiheit, hinzu kommt der Eierkuchen, den sich alle wünschen. Ausgeblendet wird dabei sowohl die westliche Motivation, Russland zu schwächen oder gleich ganz in das Korsett des Neoliberalismus zu pressen. Ausgeblendet wird aber auch die politische Lage in der Ukraine, die weit entfernt ist von den schwärmerischen Bekundungen und Erzählungen des Westens. Die Ukraine wird uns keine Eierkuchen liefern, wenn sie von uns Waffen bekommt, und wir werden ihr keine Freundschaft senden, wenn sie bis zum letzten Ukrainer für uns kämpft. Ausgeblendet wird letztlich alles, was das Bild eines Hochglanzstreifens stören könnte, stattdessen wird der Eierkuchen, den es nicht gibt, mit Zucker garniert, der nicht existiert.

Die Ukraine ist dem Westen egal. Sie wird geschwächt und mit unzähligen Opfern aus diesem Konflikt hervorgehen, ihr Präsident wird am Ende abgelöst oder getötet, der Schuldenstand wird Dimensionen erreichen, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat, die aber nach Rückzahlung schreien.

Und die Deutschen? Sie sind mittendrin statt nur dabei. Sie reden und handeln sich um Kopf und Kragen, planen mit amerikanischem überteuerten und die Umwelt und Menschen schädigenden US-Gas, das schwer zu gewinnen und ebenso schwer zu transportieren ist, sie pfeifen auf das Bruttoinlandsprodukt, auf Preissteigerungen, Arbeitslosigkeit, eine geschwächte Industrie und Energieengpässe. Alles wegen der Demokratie in der Ukraine?
Man kann eine Million Argumente in die Waagschale werfen, um den Ukraine-Krieg zu erklären und Deutschlands Rolle darin einzuordnen. Aus dieser Vielzahl von Argumenten fallen jedoch die Rettung der Demokratie und der Freiheit heraus, um sie geht es definitiv nicht. Weil es beides in der Ukraine nicht gibt.

Und so bleibt am Ende dieses kleinen Thesenpapiers die Möglichkeit, dass die Deutschen (nicht „die Deutschen“, aber die Deutschen) auf späte Rache sinnen, im Laufe der letzten rund 70 Jahre dem Revanchismus verfallen sind, der sich eingebrannt hat in den Köpfen und eben leider auch in den Herzen. Man will auch als Deutsche endlich mal wieder etwas zu feiern haben, und wenn es auch noch ein Krieg und dessen Gewinn ist, wird man später stolz sein können, endlich! Die Deutschen, sie standen nun einmal auf der falschen Seite in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs, sie können nicht stolz sein, können keine Tränen vergießen wegen ihrer Opfer, die für die gute Sache gekämpft haben. Sie waren im Zweiten Weltkrieg das Böse, das man bis heute nicht feiern, sondern nur verurteilen kann, wohlwissend, dass man mit diesen historischen Tatsachen leben muss.

Und so ziehen sie in den Krieg, tun alles, um eine wichtige Rolle zu spielen, vielleicht die wichtigste von allen Beteiligten. Sie wollen etwas retten, egal, was es ist, es muss nur Chancen haben, später als gut und richtig in den Geschichtsbüchern zu stehen. Erneut marschieren die Deutschen los, Richtung Russland, irgendwie, über Umwege, weil der direkte Weg nach Moskau verbaut ist, durch die Deutschen selbst, durch ihre Taten. Sie müssen den Umweg nehmen, über die Ukraine, aber sie hoffen und glauben, dass alle Wege nach Moskau führen, dass sie am Ende triumphierend auf dem Roten Platz stehen werden und sagen können: Seht, wie haben es geschafft, wir haben Russland besiegt, wir sind die Guten, schreibt es auf, Historiker, schreibt es in die Bücher, damit es in Stein gemeißelt ist!

Doch daraus wird – einmal mehr – nichts werden. Denn die Deutschen stehen wieder einmal auf der falschen Seite.
Sie wissen es nur noch nicht, wollen es noch nicht wahrhaben.

Diesen Beitrag ausdrucken
Unterstütze uns und hilf dabei, die neulandrebellen besser und wirkungsmächtiger zu machen
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
135 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Wütender Bürger
Wütender Bürger
1 Monat zuvor

👍👍👍👍👍 💪💪💪 👏👏👏👏

Mehr fällt mir dazu nicht ein.

Außer: schön, daß Du wieder da bist! 🙂

Pentimento
Pentimento
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

Da schließe ich mich an.

Marla
Marla
1 Monat zuvor

Ich frage mich schon lange: sind das die Enkel?), deren Großeltern stramme (unverfolgte/unbestrafte) Nazis waren?
Hat hier ein in der Psychologie bekannter Großeltern/Enkeln Sprung stattgefunden??

Was bei den Deutschen offensichtlich -massiv von Legenden und USAnischem Kriechertum befeuert- unbearbeitet ist: das NS Narrativ: die Russen seien Untermenschen (also noch weit unterhalb Juden, Sintis, Kommunisten, Kritische Geister)
Nur die Russen haben ja Frauen reihenweise vergewaltigt und sich bei Eroberung wie Tiere verhalten… eine Legende mit der ich noch aufwuchs und mich als junges Mädel immer fragte: warum hier ne Vergewaltigung ganz ganz schlimm ist und dort nicht die Rede wert…. (Vergewaltigung durch Russen ist ganz schlimm, bei „weißen“ Männern hat Frau es provoziert!“)

Dramatisch finde ich gerade: der „woke““gender““tolerante“ etc hat offensichtlich nur ein paar Prozente für sowas… wenn das liberale Quantum verbraucht ist (für Schwarze, Gays, div, Lesben…) dann ist nix mehr für so’n Menschentum übrig.

(Kann man seit Jahrzehnten immer bei KirchenGläubigen beobachten: sonntags für Adveniat spenden (oder Klamotten zum Sozialkaufhaus) und dann ist von Mo-Sa aber vorbei mit Gutmensch!)

Last edited 1 Monat zuvor by Marla
Pentimento
Pentimento
Reply to  Marla
1 Monat zuvor

In einem youtube video von BILD wird behauptet, die Russen hätten währen der Entnazifizierungs – Operation Z Frauen vergewaltigt.

Wie weit sind die bereit, zu gehen?

Last edited 1 Monat zuvor by Pentimento
Pentimento
Pentimento
Reply to  Pentimento
1 Monat zuvor

Ich meine die Lügenpresse. Die gehören doch verklagt.

Auf youtube sah ich ein Video, auf dem eine Gruppe von Asow Nazis einen russischen Soldaten an ein Kreuz genagelt hat.

Sind das Menschen?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pentimento
1 Monat zuvor

Auf youtube sah ich ein Video, auf dem eine Gruppe von Asow Nazis einen russischen Soldaten an ein Kreuz genagelt hat.

Das habe ich auch gesehen.
Anschließend haben si ihn lebendig abgefackelt.

Das sind keine Menschen, sondern Ungeheuer, denen man aus dem ach so humanen Westen die Lizenz zum Ausleben ihrer soziopathischen Ader gegeben hat.

Dass die Medien das nicht öffentlich machen, zeigt deren Verwandtschaft im Geiste.

dieses Schweigekartell, v.A. das zwangsfinanzierte, bedarf einer ausgiebigen Grundreinigung.

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Pentimento
1 Monat zuvor

Ich habe es nicht gesehen, aber hoffe inständig, dass es ein Fake war.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Schwitzig
1 Monat zuvor

Leider nicht. Das Abfackeln hatte ich schon verdrängt.

jjkoeln
jjkoeln
Reply to  Marla
1 Monat zuvor

Auch spannend, dass Vergewaltigungen der West-Alliierten (u.a. von zahlreichen Französinnen durch US-Truppen) nicht betrachtet werden.

Oder auch das Aufwärmen der Flucht vor der Roten Armee im ZDF am 1.5.: Auf_der_Flucht_-_Geschichten_von_Hoffnung_und_Verzweiflung. So verlinkt man deutsche Geschichte mit der Ukraine und schürt die großen Emotionen. Aber ok, wir sind beim ZDF ja so einiges an Propaganda gewöhnt.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Marla
1 Monat zuvor

@Marla

Guude!
Auch ich habe das so tradiert bekommen, schliesslich waren meine Oma, meine Mutter und ihre beiden Schwestern im letzten Moment aus Ostpreussen geflüchtet und haben drüben alles zurückgelassen, einen gut gehenden Gasthof mit angeschlossenem Lebensmittelladen und Tankstelle!
Bis heute weiss ich nicht, was z.B. der älteren Schwester meiner Mutter unterwegs passierte…sie wurde stark depressiv. Fragen kann ich niemand mehr, sind ja alle schon verstorben.
Trotzdem habe ich keinen Hass auf Russen…ich hasse niemanden auf Grund seiner Staatsangehörigkeit! Ich hatte viele russische Arbeitskollegen, das waren gute Menschen. Zur Bestie wird der Mensch erst durch Propaganda und Krieg!

Marla
Marla
1 Monat zuvor

Aus Neues aus Russland:
„⚡️⚡️DIREKTOR DER BAYRISCHEN STAATSOPER FEUERT RUSSEN AUS POLITISCHEN UND ETHNISCHEN GRÜNDEN

Die russischen Spaßvögel Vovan und Lexus, die für ihre Gespräche mit dem britischen Verteidigungsminister Ben Wallace bekannt sind, sprachen diesmal unter Angabe einer falschen Identität „im Auftrag des ukrainischen Kulturministers“ mit ihrem „Kollegen“ Serge Dorny – dem Direktor der Bayerischen Staatsoper. Hierbei gab Dorny stolz zu, dass er einer der ersten war, der Mitarbeiter russischer Herkunft aus politischen Gründen suspendierte.

„Ich war übrigens der erste, der das getan hat. Und trotz der Tatsache, dass er ein sehr guter Freund von mir ist, habe ich den Dirigenten Valery Gergiev suspendiert. Und das, obwohl wir uns schon seit 35 Jahren kennen. Ich habe auch die Opernsängerin Anna Netrebko und einige Balletttänzer, die dem Regime sehr nahe stehen, suspendiert“, sagte der Operndirektor und fügte hinzu, dass die Menschen seiner Meinung nach „in verschiedene Kategorien eingeteilt werden sollten“.“

@readovkanews

jjkoeln
jjkoeln
Reply to  Marla
1 Monat zuvor

Da hätte ich gerne den Link.

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  jjkoeln
1 Monat zuvor

Münchner Opernintendant fällt auf russische Videosatire rein | BR24

18.05.2022, 13:20 Uhr

Münchner Opernintendant fällt auf russische Videosatire rein
Das in Russland bekannte Komiker-Duo „Wowan und Lexus“ meldete sich in der Bayerischen Staatsoper als „ukrainischer Kulturminister“ und verführte Opernchef Serge Dorny zu deutlichen Bemerkungen über den Rauswurf von Anna Netrebko und Waleri Gergiev.

https://www.br.de/nachrichten/kultur/muenchner-opernintendant-faellt-auf-russische-videosatire-rein,T6B9hIJ
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Uwe Borchert
1 Monat zuvor

@UWE Borchert

Wie bekommst du es hin, einen Link so zu verpacken?

Auf Telepolis wird das normale Setzen eines Links gerne zensiert, wenn nicht politisch opportun.

wschira
wschira
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Telepolis hat sich überhaupt in eine Nazi- und Kriegshetzerkloake verwandelt.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  wschira
1 Monat zuvor

@wschira

Und während der letzten 2 Jahre gabs da reihenweise Idiotenkommentare gg. Corona-Skeptiker.

Pentimento
Pentimento
Reply to  jjkoeln
1 Monat zuvor

https://www.tz.de/muenchen/stadt/ukraine-krieg-muenchen-russland-medien-putin-bayern-propaganda-91395864.html

es stimmt tatsächlich. der dirigent valerij gerdiev wurde gekündigt.

was für ein armutszeugnis!

Last edited 1 Monat zuvor by Pentimento
Corinna
Corinna
1 Monat zuvor

Polen und die baltischen Länder bzw. deren Regierungen sind nochmal einen Zacken schärfer. Die deutsche Regierung hätte, würden wir in „normalen“ Zeiten leben, deren diplomatische Vertreter einbremsen müssen. Wir leben aber in furchtbaren Zeiten, siehe auch Wahlausgang in NRW.

Warum Menschen zu solchen Kriegsbefürwortern werden, sobald die Propaganda beginnt, lässt sich wohl nur mit Le Bons „Psychologie der Massen“ erklären. Das ist nicht nur ein deutsches Problem. Aber richtig ist natürlich, dass das ganze Geschrei von wegen „Nie wieder!“ und „Wehret den Anfängen!“ hier etwas bei den Menschen hätte bewirken sollen, ist aber am Ende nur sinnloses Gelaber. Genauso aber auch dieses ständige Schuld einbleuen, wo selbst fahnenschwenkende Fußballfans von etlichen schon als das personifizierte Böse angesehen werden, weil sie sich nicht genügend für die deutsche Vergangenheit schämen.

Allerdings sehe ich, was die Kriegshetze angeht, wieder einen großen Unterschied zwischen Ost und West. Im Osten gibt es viel mehr Menschen, die sich für Frieden und Freundschaft mit Russland aussprechen, zumindest in den älteren Generationen. Wir haben früher in der Schule gelernt, dass es die Sowjetarmee war, die uns befreit hat. Und wir waren im ständigen Schüleraustausch mit sowjetischen Schülern. Und natürlich war das ebenfalls ein großer Anteil Propaganda, aber auch aus heutiger Sicht sehe ich es als richtig an, dass wir früher in der Schule genau diese Dankbarkeit gelehrt bekommen haben. Wenn ich mich mit Freundinnen aus dem Westteil Deutschlands unterhalte, merke ich, wie extrem unterschiedlich genau dieser Teil der Geschichte in dortigen Lehrbüchern abgehandelt wurde.

Hartmann
Hartmann
1 Monat zuvor

Man schämt sich zutiefst für deutsche Medien und Politik gegenüber Russland.
Woher kommt wieder der „der Deutschen“ gegenüber Russland? Schon seit vielen Jahren sind deutsche Medien im Krieg mit Russland und speziell mit Putin. Da gibt es nichts Gutes …. Horrorgeschichten – und seinen sie noch so blöd – müssen herhalten, um das Reich des Bösen zu demaskieren. Wahrscheinlich waren fast alle dieser Schreiberlinge und die Konsumenten dieser Ergüsse selber noch nie in Russland – kennen sich da aber gut aus.
Ganz naiv gefragt: Was hat uns Russland eigentlich getan, dass wir so agieren????
Am Krieg in der Ukraine kann es ja wohl nicht liegen ….
Waren wir doch selber 20 Jahre lang in Afghanistan dabei, dieses Land mit Bomben in blühende Landschaften zu verwandeln oder auch im Krieg gegen Serbien.
Auch die Kriege gegen Libyen, Irak usw. haben wir doch kritiklos hingenommen.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Hartmann
1 Monat zuvor

Was „WIR“ hinnehmen und was nicht, hängt doch nur davon ab, wer unser Gegner ist. Das weiss jeder Fußballfan. Und „DER RUSSE“ ist, weil Synonym für stalinistischer Bolschewik, seit damals, also, seit sie dem Berserker lesen und Bomben bauen beigebracht haben, unser Lieblingsgegner. Der geht uns nie verloren. Ras Putin ist an Allem schuld – immer!

Nicht vergessen sollten wir dabei allerdings, dass auch der ein machtgeiler, abgehobener, autokratischer Potentat ist, aller Vergötterung seiner Fan:innen zum Trotz.

Last edited 1 Monat zuvor by Suzie Q
JW
JW
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Ja, Suzie Q, das sehe ich auch so. Wenn es dem Machterhalt dient, wird sich auch ein russischer Autokrat der digitalen Total-Überwachung nicht entgegenstellen – etwa aus „moralischen Gründen“. Zumal die dafür erforderliche Energie in Hülle und Fülle vorhanden ist, im Gegensatz zur BRD.
Die Demaskierung der – angeblichen – deutschen Antimilitaristen, die ihren Kindern jegliches Kriegsspielzeug verwehrt haben und plötzlich schwere Waffen fordern, war allerdings ein Punkt, den ich Herrn Putin neidlos zugestehe.
Dieses „Geschrei nach Waffen“ kam für mich echt überraschend! Auch wenn das „Geschrei nach Impfung“ immer noch ertönt. Das Risiko einer atomaren Eskalation ist ja nun doch eine ganz und gar andere Liga.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  JW
1 Monat zuvor

Dem gestehe ich seine Frau und seine Immobilie und seine Karre zu, mehr aber auch nicht. Die Demaskierung der Grünen haben diese selbst hingekriegt. Und die Pazifisten, die ich kenne, haben alle, ich meine wirklich alle, diese Waffendeals aus tiefster Überzeugung abgelehnt. Alles Andere (was dazu behauptet wird) ist nur Teil einer jahrzehntealten Diffamierungsstrategie. Aber, Jede kennt, wen sie kennen will, das ist natürlich auch so.

JW
JW
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Meine Erfahrung ist eine ganz andere: Die Pazifisten, die ich kenne(auch Kriegsdienstverweigerer mit Zivildienst-Erfahrung) haben in großer Mehrzahl den grünen Waffenforderungen zugestimmt. Ist so. Bis jetzt. Und zwar lautstark und vehement! Deshalb schrieb ich: „Geschrei nach Waffen“.
Immerhin: dem ein oder anderen ist dieser Zwiespalt zumindest aufgefallen, über diesen Zwiespalt ist eine Debatte wieder möglich.

Daniel D. Dietze
Reply to  JW
1 Monat zuvor

„Die Pazifisten, die ich kenne(auch Kriegsdienstverweigerer mit Zivildienst-Erfahrung) haben in großer Mehrzahl den grünen Waffenforderungen zugestimmt.“

Dann sind es keine Pazifisten.

JW
JW
Reply to  Daniel D. Dietze
1 Monat zuvor

Ja, das ist ja mein Problem, Daniel. Ich hätte Gänsefüßchen verwenden müssen („Pazifisten“).

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  JW
1 Monat zuvor

Ich bin Antimilitarist, aber kein Pazifist. Ich habe keinerlei moralische Bedenken gegen Kriegshetzer, Faschisten und andere Verbrecher mit Gewalt vorzugehen, so andere Optionen nicht mehr zur Verfügung stehen und/oder diese zu viele Menschenleben kosten würden. Wobei ich hier Kriegstreiber und -hetzer nicht als Opfer zähle, sondern als selbstbestimmte Freiwillige.

Daniel D. Dietze
Reply to  Uwe Borchert
1 Monat zuvor

Mit Gewalt, ohne Militär? Schickst du Chuck Norris?

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Die Friedensbewegung und ihre Akteure werden seit vielen Jahren schon mit den Begriffen Antisemitismus und Verschwörungstheorie diffamiert. Einfach mal genauer hinsehen. Und dazu wurden viele der jungen Akteure durch Gendergaga und anderen intellektuellen Sondermüll abgelenkt und auf die schiefe Bahn gebracht. Ich habe das live und in Farbe miterlebt und bin über den intellektuellen Verfall der Linken sehr enttäuscht. Oder soll ich da besser sagen der Möchtegernelinken? Das sind die mit dem hastig übergeworfenen, fadenscheinigen Mäntelchen aus links-rot-grün-versiffter Gut- und Bessermenschenhaut … unter der sich ein Extremismus der Mitte und ein kleinbürgerlicher Faschismus versteckt.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Uwe Borchert
1 Monat zuvor

Das klingt schwer nach
„Ich hab keine Ahnung wer, wie, was & wo die Linken sind und liebe meine Vorurteile“

Sorry, aber wer mit solchen Floskeln wie

links-rot-grün-versiffter Gut- und Bessermenschenhaut

hausieren geht, ist hier zwar bestens aufgehoben aber ansonsten außerhalb jeglicher Diskussion.

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  JW
1 Monat zuvor

Die propagandistischen Maßnahmen gegen Putin und Russland fingen schon vor vielen Jahren an. Der heiße Propagandakrieg wurde 2014 kurz nach den olympischen Winterspielen in Sotschi eröffnet. Das ging damals aber nicht so richtig in die Köpfe rein. Ich gehe davon aus, dass damals das Bewusstsein über die potentiellen Folgen eines großen Krieges entscheidend war.

Doch dann erfolgte eine viele Jahre andauernde Umprogammierung und seit dem wurde in den Bundestagstoiletten viel Koks durch die Nase gezogen. Diese Umprogrammierung der Menschen im Land hat große Fortschritte gemacht. So wurde in einer sehr effizienten Großoperation die Friedensbewegung und die antimilitaristischen Projekte angegriffen und weitgehend zerstört. Das ging durch Rufmordkampagnen wie die Beispiele Daniele Ganser und Ken Jebsen schön zeigen. Dabei machte die Transatlantifa – frei nach Lenin – den nützlichen Vollidioten.

Ganz besonders ist hier aber auch die Coronoia hervorzuheben. In dieser Zeit wurden sehr viele alternative, kulturelle und politische Projekte zerschlagen. Dabei wurden sehr viele kritische Denker ins Abseits geschoben und zurück blieben die Gleichgeschalteten. Die zurückgebliebenen Trümmerhaufen waren politisch auf Linie und dem eigenständigen Denken entwöhnt. Durch die Spaltung der Gesellschaft und die asozialen Distanzierungen über die Coronoia hinweg gab es auch keinen Meinungs- und Informationsaustausch mehr.

Aber wir haben noch einen wichtigen Punkt. Die veröffentlichte Meinung für 88 Kampfpanzer als symbolische Geste und noch mehr schwere Waffenlieferungen ist nicht die öffentliche Meinung. Das sind politische Zielvorgaben unserer obersten, verheerenden Leitung. Überraschung ist da fehl am Platz. Neugier und das Hinterfragen der offiziellen Narrative ist angemessener. Und dabei sollten wir uns nicht vom lauten Schwurbeln, Kreischen und Hüpfen der Umprogammierten ablenken lassen. Das ist eine gar nicht mal so große Anzahl an Nichtdenkern, aber leider sehr, sehr laut … und sehr, sehr blöde.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor
Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Pentimento
1 Monat zuvor

Oh je…

Mr. Iös
Mr. Iös
1 Monat zuvor

„…ihr Präsident wird am Ende abgelöst oder getötet, …“

Ich bin mir ziemlich sicher, dass für sein „Asyl“ in den USA schon alles vorbereitet ist. Sein Oligarchenvermögen wird schon transferiert sein und er wird mit dem letzten Hubschrauber ausgeflogen werden. Das entspricht der üblichen Vorgehensweise bei solchen Figuren.

jjkoeln
jjkoeln
1 Monat zuvor

Meine bislang unstrukturierten und nicht formulierten Gedanken in sehr schöne Worte gefasst.

Die Täter-Kinder und -Enkel haben ein enormes Bedürfnis, endlich zu den Guten der Völker zählen zu können, das war schon 2015 bei der Fluchtwelle zu bemerken – endlich sind wir die Guten schwang immer mit – und es war auch in der Pandemie deutlich – wir sind die Lebensretter.

Das ist die Folge mangelnder Entnazifizierung in der Nachkriegs-BRD. Die Verbrechen wurden nie aufgearbeitet und als solche ehrlich anerkannt sondern mit ritueller Erinnerung zugekleistert, so dass keine echte Resozialisierung stattfand und die innere Wunde und Scham weiter vor sich hin schwärt.

Dazu kommt, dass mit Nazi-Konsorten ala Globke, Gehlen, etc. die westlichen Alliierten in den mehr oder weniger Kalten Krieg gegen die Sowietunion zogen.

Corinna
Corinna
1 Monat zuvor

Kaum geht man ins Internet, ploppt die nächste dämliche Lies-das-Meldung auf: „Diplomatie war gestern“ und dazu ein Foto von Lawrow. Es ist so zum Kotzen.

Mensch
Mensch
1 Monat zuvor

Die These passt für mich aus mehreren Gründen nicht. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Verhalten der heutigen Amts- und Würdenträger mehr als nur beschämend ist. Ebenso wenig ändert das auch nichts an der Richtigkeit der geschichtlichen Dar- bzw gar Richtigstellung von Tom.

Ich habe grundsätzlich meine Zweifel daran, dass heutiges Verhalten und Handeln mit Geschehnissen im bzw dem Ausgang des zweiten WK erklärt werden können.

Zudem gebe ich zu bedenken, dass das im zweiten Weltkrieg durch die Deutschen besonders gelitten habende russische Volk, schon während der Naziherrschaft in Deutschland und im Anschluss weiterhin unter dem eigenen Oberhaupt Stalin unvorstellbarem Leid ausgesetzt wurden. Der Stalinismus darf ebenso wenig schon geredet werden.

Der Stalinismus dürfte mit ein Grund dafür sein, dass die meisten ehemaligen Staaten der UDSSR bis heute den Russen gegenüber misstrauisch sind und sich lieber dem Westen anschließen würden. Das Leid, dass der Stalinismus den Menschen der ehemaligen UDSSR zugefügt hatte, war leider ebenfalls sehr grausam und hatte Millionen von Toten zur Folge. Zudem sind die Fugen des Stalinismus bzw des Kommunismus a la UDSSR viel mehr heute noch lebenden Menschen in Erinnerung.

Wer den WK2 zur Erklärung der heutigen Geschehnisse in die Waagschale wirft, darf den Stalinismus und das was ihm folgte nicht außer Acht lassen. Ebenso wenig die Existenz des Hitler-Stalin-Pakts.

Stalin war in meinem Augen leider auch ein sehr böser Mensch und ist nicht durch den Sieg über Hitler-Deutschland zu einem Guten geworden.

Brian
Brian
1 Monat zuvor

Ich hätte da mal eine Frage : warst Du wirklich gerade in Russland ? Und, wenn ja, auch
am 9. Mai und hast Du dementsprechend viel mit den Menschen dort gesprochen ?
Überhaupt, was waren deine Erfahrungen und Eindrücke ?
Und die vielleicht wichtigste Frage : wieviel Kaiserschmarrn hast Du eigentlich in der letzten Zeit genossen ?

Pentimento
Pentimento
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

Wie schön, freu mich drauf.

Brian
Brian
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

Wird’s auch ein bißchen was Schriftliches geben ? Ich gucke mir mittlerweile nicht mehr so viele Videos an, aber mich würden deine Eindrücke brennend
interessieren.
Und Du hast meine Frage nach dem Kaiserschmarrn nicht beantwortet…🤨

Brian
Brian
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

Danke !

eine süße sowjetische Bedienung, die mir zum Essen ihre Handynummer reichen wollte.

Ich hätte mitkommen sollen…

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

„…sowjetische Bedienung, die mir zum Essen ihre Handynummer reichen wollte.“

Sicherlich war das eine knallharte Agentin des KGB/FSB, die den seltsamen Ausländer gründlich überprüfen und bei „Gefahr“ beseitigen sollte. Die Giftpille war bestimmt schon in ihrer Hand unter dem Tablett.

Diese „typische russische Vorgehensweise“ hat uns Hollywood doch Jahrzehnte lang gelehrt!

Hast Du denn gar nichts gelernt beim Filmeschauen?

😂

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

J Wellbrock

Kaiserschmarrn war nicht im Angebot, aber eine süße sowjetische Bedienung, die mir zum Essen ihre Handynummer reichen wollte.

Zu dem Begriff „Nachtisch“ hatte die Dame anscheinend eine etwas andere als die klassische Vorstellung.
Du warst wohl als Schokopudding gedacht. 😀

Der Text von Mathias Böckers trifft absolut ins Schwarze.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Zu dem Begriff „Nachtisch“ hatte die Dame anscheinend eine etwas andere als die klassische Vorstellung.

Viel wahrscheinlicher ist es, daß es für Tom sehr teuer geworden wäre, hätte er die Nummer angenommen. In jedem Land der Welt sollte Mann sehr vorsichtig sein, wenn ihm eine Frau einfach und ungefragt eine Telefonnummer zugedeckt. In vielen Fällen erscheint die Dame zu einer erneuten Verabredung nämlich nicht alleine!

Daniel D. Dietze
1 Monat zuvor

Deine herzliche Betrachtung der russische Perspektive ist sehr wichtig. Vielen Dank, Tom! Nur eine Sache hat mich sozusagen „getriggert“. Es ist immer wieder die Rede von „Stolz“. Gemeint ist stets „Nationalstolz“. Dieser Begriff lässt mich seit vielen Jahren nicht los, da ich nie begriffen habe, wie man auf etwas stolz sein kann, wofür man nichts geleistet hat. Deine Analyse hat mich dazu angeregt, diesen Begriff, für mich persönlich, ein für alle mal zu klären. Dabei bin ich auf diesen prominenten (Wikipedia) Definitionsversuch gestoßen:

„Der Stolz ist die Freude, die der Gewissheit entspringt, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben. Dabei kann der Maßstab, aus dem sich diese Gewissheit ableitet, sowohl innerhalb eines eigenen differenzierten Wertehorizonts herausgebildet als auch gesellschaftlich tradiert sein. Im ersten Fall fühlt man sich selbst bestätigt und in seiner Weltanschauung bestärkt („Ich bin stolz auf mich“), im anderen Fall sonnt man sich in der gesellschaftlichen Anerkennung („Ich bin stolz, etwas für meine Stadt geleistet zu haben“). Daraus folgt auch, dass beispielsweise der Stolz auf das eigene Land eher eine Art der Anerkennung darstellt, da der Einfluss eines Individuums auf den Zustand des eigenen Landes vernachlässigbar ist.“

Vielen Dank für die Anregung. Nationalstolz ist eine Illusion.

Daniel D. Dietze
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

„Kaum ein Russe hat keine Verwandten zu beklagen, die im Zweiten Weltkrieg sterben mussten, das geht über Generationen weiter und wird entsprechend bedacht.“

Es war auch nicht mein Anliegen, das in Abrede zu sellen. Das Gedenken und die Freude über den Sieg sind mir sehr verständlich und willkommen. Nur von den mitwirkenden Personen lebt heut kaum noch einer.

Mensch
Mensch
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

https://www.youtube.com/watch?v=Jvi3pL8e63k

Sehr interessant finde ich die blau vermummten am Rande, die „medizinische“ Masken tragen.

Daniel D. Dietze
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

Vielen Dank für den (verfrühten) Link zum Video! Ich denke, inhaltlich bin ich ganz bei dir. Ich nenne es aber doch lieber „Freude“. 🙂 Denn der Begriff „Nationalstolz“ scheint, mir zumindest, das Äquivalent zu „historischer Schuld“ zu sein, und die lehne ich konsequent ab.

Mensch
Mensch
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

Wie sieht’s denn mit den zahlreichen Opfern des Stalinismus bei den Russen aus?

Mensch
Mensch
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

BTW: Sprichst Du russisch?

Mensch
Mensch
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Echt jetzt? Der Stalinismus ist hier also Tabu. Wer danach fragt, wird hier downgevotet🤔

Das ist leider nicht weniger verstrahlt wie das was völlig zurecht der Politik und den Medien vorgeworfen wird😓

Mensch
Mensch
Reply to  Daniel D. Dietze
1 Monat zuvor

Na ja, aus meiner unmaßgeblichen Sicht ein Definitionsversuch mit Stolpersteinen.

Woraus sollen sich denn wie auch immer geartete Gewissheiten ableiten lassen?

Aus meiner unmaßgeblichen Sicht ist das, was Gewissheit genannt wird, nicht mehr als ein (trügerisches) Gefühl.

Als Beispiel: Frag‘ Mal einen der immer noch zahlreichen Maskenträger, warum er selbst draußen ohne Menschenansammlungen noch Maske trägt?

Ich würde drauf tippen, dass diese Menschen nicht selten „stolz“ drauf sind, dass Dank Drostens und Lauterbach hier Schlimmeres verhindert werden konnte.

Stolz ist immer eine trügerische Gockelei, die rationell betrachtet, mehr kritische Fragen als wohlwollende Antworten hervorbringen.

Stolz ein Russe zu sein, ist genau so kacke, wie Stolz ein Deutscher oder was auch immer zu sein.

Heutige Generationen haben mit dem was im WK2 geschah, nullkommanichts zu tun. Wer 1939 (zu Kriegsbeginn) schon 20 Jahre alt war, also jemand dem man evtl. schon für so reif erachten konnte, dass er als Held oder Täter angesehen werden konnte, wäre heute mindestens 102 Jahre.

Wie viele 102-Jährige leben noch? Selbst wenn Du gewillt bist, meinen Ansatz mit mindestens 20 Jahre alt zu Kriegsbeginn gewesen sein müssen für zu hoch ansiehst, ziehe meinetwegen 5 Jahr ab. 97-Jährige sind eben so dünn gesät.

Daniel D. Dietze
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Deine Sicht ist wohl so ebenso unmaßgeblich wie meine (siehe oben). 😉

Mensch
Mensch
Reply to  Daniel D. Dietze
1 Monat zuvor

👍👍👍

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Daniel D. Dietze
1 Monat zuvor

Darauf einen Droste: „Wer nichts hat, hat immer noch ein Vaterland. Patriotismus ist die Religion der ganz armen Schweine.“

Daniel D. Dietze
Reply to  Defi Brillator
1 Monat zuvor

Zum Vaterland stellt Max Frisch eine gute Frage:

„Worauf könnten Sie eher verzichten? a. auf Heimat? b. auf Vaterland? c. auf die Fremde?“

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Daniel D. Dietze
1 Monat zuvor

Die Fremde könnte ja auch die Eigene sein oder werden.

Hoffnung
Hoffnung
1 Monat zuvor

Für Frieden, Freundschaft und Völkerverständigung.

Last edited 1 Monat zuvor by Hoffnung
Mensch
Mensch
Reply to  Hoffnung
1 Monat zuvor

Für Frieden, Freundschaft und Völkerverständigung.

Da bin ich ganz bei Dir!

Hoffnung
Hoffnung
1 Monat zuvor

Es ist das Beste, was ich seit langer Zeit gelesen habe und ich habe vor Dankbarkeit geweint.

Mensch
Mensch
Reply to  Hoffnung
1 Monat zuvor

und ich habe vor Dankbarkeit geweint.

Warum?

Robbespiere
Robbespiere
1 Monat zuvor

Super Analyse Tom und auch dein Resumee passt:

Doch daraus wird – einmal mehr – nichts werden. Denn die Deutschen stehen wieder einmal auf der falschen Seite.

Sie wissen es nur noch nicht, wollen es noch nicht wahrhaben.

Ob sie es tatsächlich nicht wissen bzw. nicht wahrhaben wollen, knn ich für meinen teil und die anderen Kommentatoren hier sicher verneinen, aber dass sie es nicht wissen dürfen, weil es dem deutschen Zentralnerven-System in Washington nicht passt, ist sicher.
Besatzer/ Kolonialisten mögen nunmal keine souveränen Sklaven.

PS: Schön, dass du wieder da bist und hoffentlich berichtest du uns von deinen Eindrücken in Russland.
Ich vermute mal, du warst in Begleitung von Gert Ewen-Ungar dort, um nicht im sprachlichen Nebel herum zu tappen. 🙂

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

Wodkaisch

Die beste Sprache der Welt! 😁

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

Wodka mit Whisky mixen? 🤔

Ich fürchte fast, damit macht man sich keine Freunde, denn dabei sind entweder Schotten oder Russen arg gekränkt. 😁

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

Da scheinen die Russen etwas toleranter zu sein als Schotten. Wenn Du in deren Gegenwart ihr wichtigstes Getränk mit irgendetwas anderes als Eis in Berührung bringst, wirst Du ganz schief angesehen. Und zur Strafe gibt es eine extra große Portion Haggis. 😁

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Tom J. Wellbrock
1 Monat zuvor

J. Wellbrock

LOL

Der Wodka ist sicher nützlich, wenn man in Dänemark weilt und der Dialekt von „Lalleköpping“ gefragt ist, aber bei den vokalarmen slavischen Sprachen nützt der nix.
Da macht die Zunge nicht mit, ganz abgesehen vom fehlenden Wortschatz. 🙂

Last edited 1 Monat zuvor by Robbespiere
Detlef Schulze
Detlef Schulze
1 Monat zuvor

Und so wird am 9. Mai zwar der Opfer der Verbrechen der Naziherrschaft gedacht, aber nicht der Niederlage im Krieg.

Wird nicht? Und wieso heisst es dann „Tag der Befreiung“? Ist übrigens nicht der 9. Mai sondern der 8.Mai. Die Kapitulation wurde um 23Uhr unterschrieben und es war in Moskau bereits der 9.Mai. Und es war auch nicht „Russland“, dass Europa und Deutschland befreit hat, sondern die „Sowjetunion“. Besonders brutal hat die Wehrmacht übrigens in der Ukraine und Weissrussland gewütet.

Die Rolle der restlichen Alliierten soll hier nicht ignoriert werden, sie kann in der historischen Betrachtung aber durchaus kritisch betrachtet werden.

Ja sicher. Aber die Rolle der Sowjetunion kann ebenfalls „in der historischen Betrachtung durchaus kritisch betrachtet werden.“ Die Sowjetunion war übrigens schon vor dem 22. Juni 1941 mitten drin im 2. Weltkrieg. Wir sind ja nicht so sehr froh, dass die Allierten gewonnen haben, sondern hauptsächlich, dass Deutschland verloren hat. Mit dem Krieg in der Ukraine ist es ähnlich. Wichtig ist vor allem, dass der Aggressor Russland hier nicht als Gewinner aus dem Krieg hervorgeht.

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Detlef Schulze
1 Monat zuvor

Aggressor Russland

Oh. Idiotensprech. Auch hier. Wie schön. Am besten verdünnisierst Du Dich wieder ins Spiegelforum oder vergleichbarem Schmutz. Da gehörst Du hin; das passt zu Dir und da wirst Du garantiert nicht zensiert.

Daniel D. Dietze
Reply to  Detlef Schulze
1 Monat zuvor

„Wichtig ist vor allem, dass der Aggressor Russland hier nicht als Gewinner aus dem Krieg hervorgeht.“

Aggressor war und ist die NATO. Und deine Äußerung scheint mir auch recht aggressiv zu sein. Wichtig ist, dass es schnell wieder vorbei geht und möglichst kein weiterer Unschuldiger (wozu die Asow’schen Faschisten ganz eindeutig nicht zählen) mehr zu Schaden kommt. Wenn dir wichtig ist, dass Russland nicht „gewinnt“, kannst du dich ja gern als Ersatzmann für einen kriegsdienstverweigernden Ukrainer anbieten, der nicht für rassistische Nationalisten sterben will, die ein judenfeindliches Stück Scheiße (Stepan Bandera) als Held verehren. Oder hast du keine Lust auf Abenteuer?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Detlef Schulze
1 Monat zuvor

@Detlef Schulze

Wir sind ja nicht so sehr froh, dass die Allierten gewonnen haben, sondern hauptsächlich, dass Deutschland verloren hat.

Den Eindruck habe ich überhaupt nicht, eher, dass weite Teile der Bevölkerung immer noch nachtragend wegen der Niederlage sind.
Von der Einsicht, dass die verdient war, sehe ich derzeit wenig und von einem Bewußtsein, welche Chancen sich unter Putin mit einer deutsch-russischen Kooperation hätten ergeben können, noch weniger.
Das wäre zumindest ein Zeichen gewesen, dass die Nachkriegsgenerationen hier etwas aus den Verbrechen der Vergangenheit gelernt haben, auch wenn es die Opfer nicht wieder lebendig macht.

Wichtig ist vor allem, dass der Aggressor Russland hier nicht als Gewinner aus dem Krieg hervorgeht.

Du meinst also, die aus Washington und Brüssel ferngesteuerte Ukraine sollte diesen Krieg, den sie im Auftrag mit provoziert hat, gewinnen, um die jahrzehntelange Demütigung Russlands durch die Amis und ihrer europäischen Kolonien perfekt zu machen?

Krude Vorstellung!

Ich befürchte, der nächste Winter und der Inflationsdruck werden auch für dich zu einem bösen Erwachen führen und wenn unsere großzügigen Waffenspenden den Weg zurüch auf den hiesigen Schwarzmarkt finden…….viel Vergnügen.

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Den Eindruck habe ich überhaupt nicht, eher, dass weite Teile der Bevölkerung immer noch nachtragend wegen der Niederlage sind.

Diese Sichtweise ist für mich nicht nachvollziehbar.

„Immer noch“ impliziert, dass weite Teile der Bevölkerung schon zu Zeiten des zweiten Weltkriegs gelebt haben. Ich persönlich kenne noch ganz wenige, die jetzt noch leben und den zweiten Weltkrieg miterlebt haben. Die älteste Person war allerdings am Kriegsende gerade einmal 14 Jahre alt.

Auf echte Nazis bzw Neonazis, wird das was Deinen Eindruck betrifft gar höchstwahrscheinlich zutreffen. Nur gibt es davon nicht all zu viele. Als Nazi bzw Neonazi bezeichne ich nur Menschen, die Hitler und seine Gefolgschaft und deren Ideologie verehren.

Von der Einsicht, dass die verdient war, sehe ich derzeit wenig

„Verdient“ würde ich das in dem Zusammenhang nicht nennen. Es war bitter nötig, denn ohne die Niederlage, wäre es durchaus denkbar, dassdas Großdeutsche Reich noch Bestand haben würde.

Dass der Stalinismus und nach Stalins Tod der Kommunismus der UDSSR , menschenverachtend war und leider Millionen Opfer forderte, darf aber auch nicht vergessen werden. Zumindest dann nicht, wenn man das Misstrauen den „Russen“ gegenüber verstehen will. Nicht wenige ältere Bürger der ehemaligen DDR, haben an die Zeit bis zur Wiedervereinigung nicht nur gute Erinnerungen. So geht es auch vielen Bürgern der Staaten der ehemaligen UDSSR. Auch das darf, wenn man die Konflikte verstehen will, nicht außer Acht gelassen werden. Ob das in jedem Fall heute noch rationell begründet werden kann, wage ich zwar auch zu bezweifeln, aber so sind Menschen nun einmal. Jahrzehnte lang aus Moskau fremdbestimmt zu werden, hinterlässt Spuren bei den unterdrückten Menschen.

und von einem Bewußtsein, welche Chancen sich unter Putin mit einer deutsch-russischen Kooperation hätten ergeben können, noch weniger.

Das ist für mich das traurigste an der Geschichte, diese Chance nicht genutzt zu haben. Stattdessen sind unsere Vorturner, allen voran die Merkel den Amis megatief in den Arsch gekrochen. Da mag dann das Misstrauen von Merkel als ehemalige Bürgerin der DDR, allem gegenüber was aus Moskau kommt, eine große Rolle gespielt haben.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Diese Sichtweise ist für mich nicht nachvollziehbar.

Das war sicher schlecht gewählt von mir, aber was ich auf alle Fälle konstaiere als Westbürger, dass sehr Viele geprägt sind von Russophobie, die uns im kalten Krieg eingeimpft wurde und die weiter am Kochen gehalten wird.

Verdient“ würde ich das in dem Zusammenhang nicht nennen.

Ich schon, denn wr im Größenwahn, ohne angegriffen zu werden, derartige Verbrechen begeht, hat sich dieses Ergebnis redlich verdient.

Natürlich war es auch nötig, diesen Irrsinn zu beenden, aber hat er denn in den Köpfen wirklich geendet, wenn die übelsten Figuren nach dem Krieg wieder ans Ruder kamen?

In der fehlenden Aufarbeitung liegt doch m.M.n. der Schlüssel für die heutige Haltung der Politik.
Der Schoß ist fruchtbar noch…..

Das ist für mich das traurigste an der Geschichte, diese Chance nicht genutzt zu haben. Stattdessen sind unsere Vorturner, allen voran die Merkel den Amis megatief in den Arsch gekrochen. Da mag dann das Misstrauen von Merkel als ehemalige Bürgerin der DDR, allem gegenüber was aus Moskau kommt, eine große Rolle gespielt haben.

Ich würde Merkels Verhalten nicht mit iihrer Biographie entschuldigen wollen, schließlich hatte die sich in dem System sehr gut angepasst.
Legendär ihr Protestmarsch in der Sauna, als die DDR-Bürger für den Umbruch auf die Staße gingen.

Daniel D. Dietze
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

„Legendär ihr Protestmarsch in der Sauna, als die DDR-Bürger für den Umbruch auf die Staße gingen.“

Ich denke, sie konnte ganz entspannt bleiben, da sie den Ausgang dieser sogenannten „Revolution“ bereits kannte.

Last edited 1 Monat zuvor by Daniel D. Dietze
Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Na ja, ich bin ja nicht mehr der Jüngste und in meiner Generation (Die der geburtenstarken Jahrgänge) hat man sich eher über die Russophobie lustig gemacht. Kennste doch bestimmt auch: Werneeeeer, diiiiiie Russen kommen!

Aber ja, das was Du beschreibst, das Früchtetragen der Scharfmacherei im Zuge des kalten Kriegs, gab und gibt es bis heute. Leider gar wirklich viel zu häufig. Mehrheitsfähig war das bis 2020 jedenfalls trotzdem bei weitem nicht.

Dass gegen Nord-Stream 2 schon lange vor Kriegsbeginn nicht nur gewettert – gerade von den Grünen -, sondern geradezu sabotiert wurde, sodass das so gut wie fertige Projekt aufs Abstellgleis geschoben wurde, sollte sich ein jeder durch den Kopf gehen lassen.

Wenn ich mir all die Millionen Toten aller Kriege vor Augen führe, dann widerstrebt es mir von „verdient“, unabhängig ob „Verlierer-“ oder „Gewinnerseite“ zu sprechen. Die allermeisten Kriegstoten waren ganz normale Menschen, die es keineswegs verdient haben in einen Krieg hineingezogen zu werden. Die allermeisten Soldaten sind eh noch fast Kinder. Maximal formbar, nicht den Hauch einer Ahnung zu welch Grausamkeiten sie verleitet wurden und werden.

Das was Russland in der Ukraine macht, ist verachtenswert. Das was die Ukraine im Dombas über viele Jahre veranstaltet hat ebenso. Das kann den Krieg zwar erklären, aber nicht entschuldigen.

Das Verhalten des sogenannten Wertewesten nach dem Zusammenbruch der UDSSR den Russen gegenüber, in dem Deutschland gern wieder eine federführende Rolle spielt, kann ich mir hingegen noch nicht einmal erklären. Wo ich auch hinschaue, stoße ich auf abgrundtiefe Verlogenheit, die sich leider immer weiter zuspitzt.

Waffenlieferungen sind immer und grundsätzlich zu verdammen. Kriege werden nie gewonnen. Die sind nur irgendwann einmal vorbei. All zu oft auch nur vorübergehend.

Keine russische (oder beliebige) Mutter, die all ihre Söhne und den Ehemann im Krieg verloren hat und evtl. gar noch vergewaltigt wurde, wird sich nach Kriegsende als Siegerin gefühlt haben. Kriegsfeiereien sind nur was für Generäle und Mächtige, die meist ohne große Entbehrungen und Leid durch Kriege kommen. Das Volk ist im Krieg immer auf der Verliererseite. Sehr viele überleben den Krieg nicht einmal. Das ist die Realität eines jeden Krieges.

…und der Versuch Merkels Haltung nachvollziehbar zu machen, hat nichts damit zu tun, ihr Handeln damit entschuldigen zu wollen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Na ja, ich bin ja nicht mehr der Jüngste und in meiner Generation (Die der geburtenstarken Jahrgänge) hat man sich eher über die Russophobie lustig gemacht. Kennste doch bestimmt auch: Werneeeeer, diiiiiie Russen kommen!

Also ich habe auch schon die 6 vor der Altersangabe. und ich erinnere mich noch gut an Sendungen wie „Kennzeichen D“, wo der Osten immer gaaaanz böse weg kam oder Bilder von grimmig dreinblickenden Sowiet-Politikern mit entsprechender Verbal-Untermalung.
Es war nicht schwer sich vorzustellen, dass die mit Vorliebe Westkinder am Spieß braten.

Dass gegen Nord-Stream 2 schon lange vor Kriegsbeginn nicht nur gewettert – gerade von den Grünen -, sondern geradezu sabotiert wurde, sodass das so gut wie fertige Projekt aufs Abstellgleis geschoben wurde, sollte sich ein jeder durch den Kopf gehen lassen

Was erwartest du von transatlantischen Erfüllungsgehilfen anderes?

Wer sich mit Mackinder, Z. Brzesinski oder G. Friedman beschäftigt hat, kennt die Strategie der USA und die setzen sie mit Hilfe ihrer Vasallen durch.

Wenn ich mir all die Millionen Toten aller Kriege vor Augen führe, dann widerstrebt es mir von „verdient“, unabhängig ob „Verlierer-“ oder „Gewinnerseite“ zu sprechen.

Einverstanden, aber das Schweinesystem des Faschismus hat verloren, das ist der zentrale Punkt.

Leider sind die Gewinner diejenigen, die mit an der Unterstützung des GröFaZ und der Rüstungsindustrie beteiligt waren und ohne die der Krieg gar nicht möglich gewesen wäre.

Im Grunde hat man Deutschland gg. die verhassten Kommunisten in die Arena geschickt und beide Seiten so gepusht, dass sie sich gegenseitig vernichten.

Die gleiche Agenda besteht bis Heute, auch wenn es keinen Kommunismus ( besser Staatssozialismus ) mehr gibt, aber die Resourcen Russlands sind doch zu verlockend und fast hätte man das Ziel mit Jelzin auch erreicht.
Es war Putin, der dem Expansionsdrang der Amis Grenzen aufgezeigt und die Souveränität Russlands bewahrt hat.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

@Mensch

Das was Russland in der Ukraine macht, ist verachtenswert. Das was die Ukraine im Dombas über viele Jahre veranstaltet hat ebenso. Das kann den Krieg zwar erklären, aber nicht entschuldigen.

Es geht hier um Geopolitik und da spielt Moral leider keine Rolle.
Es ist seit ü. 100 Jahren das Bestreben, eine enge Kooperation zwischen Deutschland ( Kapital, Technologie ) und Russland ( Resourcen und Arbeitskräfte ) um jeden Preis zu verhindern, weil dies den Anspruch der USA auf absolute Dominanz brechen würde.
Allein der Verzicht auf den Dollar im innereuropäischen Rohstoffhandel wäre das Ende der US-Weltherrschaft.

Die Absicht der USA ist es, ein von ihnen kontrolliertes „Mare nostrum“ zu schaffen, von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer und der fehlende Schlußstein in der Mauer ist die Ukraine.

Russland konnte deren Übername in die NATO einfach nicht zulassen, nachdem alle Forderungen, die roten Linien nicht zu überschreiten, ignoriert wurden.

Dass die USA es geschafft haben, mit dem Putsch auf dem Maidan korrupte Oligarchen und Faschisten zu installieren, die aus Eigennutz und Rassismus ( siehe Donbass ) ihr Land so billig verkaufen, ist die Tragik der ukrainischen Bürger, die nun unter der Situation leiden müssen.

Allerdings muss man der Wahrheit halber auch sagen, dass sich die Russen, anders als die USA in ihren Kriegen ( wie Vietnam, Irak usw.), nicht absichtlich an der Zivilbevölkerung vergreifen, von ein paar durchgenallten Idioten vielleicht einmal abgesehen.

Die toten Zivilisten, die es auf ukrainischer Seite zu beklagen gibt, sind oft dem Umstand geschuldet, dass sich die Asow-Lumpen gerne in Wohngebieten verschanzen.

Das Verhalten des sogenannten Wertewesten nach dem Zusammenbruch der UDSSR den Russen gegenüber, in dem Deutschland gern wieder eine federführende Rolle spielt, kann ich mir hingegen noch nicht einmal erklären.

Deutschlands Rolle ist die eines immer noch besetzten Landes, ohne Friedensvertrag und die damit verbundene Souveränität, auch wenn das von unseren Politikern gerne kaschiert wird.
Woher sonst sollte der Druck kommen, gg. unsere Interessen zu agieren?

Waffenlieferungen sind immer und grundsätzlich zu verdammen.

Zumal wenn man sich nicht sicher sein kann, ob diese Waffen nicht irgendwann „Heimweh“ bekommen, weil irgend ein Ukrainer Geld braucht.

Keine russische (oder beliebige) Mutter, die all ihre Söhne und den Ehemann im Krieg verloren hat und evtl. gar noch vergewaltigt wurde, wird sich nach Kriegsende als Siegerin gefühlt haben.

Wohl kaum, es ist wohl eher die Genugtuung, dass der Gegner sein Ziel nicht erreicht hat, die den Verlust eines Angehörigen etwas erträglicher macht, seinem Tod vielleicht noch so etwas wie einen Sinn gibt.

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Dass die USA es geschafft haben, mit dem Putsch auf dem Maidan korrupte Oligarchen und Faschisten zu installieren, die aus Eigennutz und Rassismus ( siehe Donbass ) ihr Land so billig verkaufen, ist die Tragik der ukrainischen Bürger, die nun unter der Situation leiden müssen.

Genauso wenig, wie ich Virenexperte bin, bin ich Experte für all das was in der Ukraine abging und abgeht.

Ich kann mich allerdings noch gut an den Fall Tymoschenko erinnern, bei dem selbst die Russen gemeinsam mit der EU und Deutschland die Verurteilung der Dame scharf kritisierten. Eines der Verfahren gegen Tymoschenko wurde übrigens von amerikanischen Kanzleien, die Unregelmäßigkeiten in ihrer zweiten Amtszeit meinten festgestellt zu haben, eingeleitet.

Ich habe schon damals nicht begriffen, warum sich Deutschland, die EU und selbst die Russen für die Dame, die aus dem Nichts zu einem Milliardenvermögen Dank Gazprom kam, stark machten. Das war weit vor den Maidan-Geschehnissen, die allerdings sehr Zeitnahe zu ihrer Haftentlassung liegen. Interessant ist auch, dass mitgehörte Telefonat von ihr.

BTW: Selbst der Spiegel war einst davon überzeugt, dass in den Jahren vor 2014 eine Medienkampagne für Tymoschenko in Deutschland bezahlt und durchgezogen wurde.

Nur macht mich derart rudimentäres Wissen um die Ukraine nicht zum Experten.

Überzeugt bin ich hingegen davon, dass Krieg immer scheiße ist und es sich verbietet Waffen zu liefern. Ganz besonders in Kriegsgebiete. Da bin ich überzeugter Lumpen-Pazifist.

Das Verdammen der Russen halte ich für eine Katastrophe und für absolut verlogen. Ein Putin-Fan bin ich aber trotzdem nicht. Ich misstraue allen Menschen mit Macht. Grundsätzlich. Besonders dann, wenn sie mehr als ein Jahrzehnt in Amt und Würden sind.

Last edited 1 Monat zuvor by Mensch
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Genauso wenig, wie ich Virenexperte bin, bin ich Experte für all das was in der Ukraine abging und abgeht.

Experte bin ich auch nicht, aber ich kann 1 und 1 zusammenzählen.

Die Geostrategie der USA ist kein Geheimnis, ds abgehörte Telefonat von Frau Nuland ebenso wenig, gleich den Engagements der Biden-Family oder den Waffenlieferungen bereits unter Poroschenko oder die NATO-Ausbilder in der ukrainischen Armee.

Dazu noch das fehlende Engagement der westlichen Geldgeber der insolventen Ukraine in der Angelegenheit Minsk II und dem Gemetzel im Donbass.

Ich habe schon damals nicht begriffen, warum sich Deutschland, die EU und selbst die Russen für die Dame, die aus dem Nichts zu einem Milliardenvermögen Dank Gazprom kam,

Wieso Gazprom?

Ab der ukrainischen Grenze gehört das Gas doch ukrainischen Unternehmen, an denen sie sich offenbar bereichert hat.

Da ist sie auch keine Ausnahme, denn alle ukrainischen Politiker sind auf Kosten des Volkes korrupt.

Das Verdammen der Russen halte ich für eine Katastrophe und für absolut verlogen. Ein Putin-Fan bin ich aber trotzdem nicht.

Wir Deutschen sind auch die Letzten, denen das zustünde, schon allein wg. dem Geschenk der Wiedervereinigung, trotz der geschichtlichen Hypothek.
Was unsere Politiker da abliefern, ist zutiefst beschämend.
Putin halte ich für den fähigsten Politiker unserer Zeit.
WAs der aus dem Balast der UDSSR und der Jelzin-Ära gemacht hat, verdient Respekt, aber keine Vergötterung.

Darum findet er auch bei der Mehrheit der Russen Zustimmung zu seiner Politik.
Dem würdelosen Verhalten des Westens seit 1990 hat er definitiv ein Ende gesetzt und v.A. den Amis gezeigt, wo die Tür ist.

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Putin halte ich für den fähigsten Politiker unserer Zeit.

Sorry, jemand der in den Krieg zieht, halte ich immer für maximal unfähig.

Zudem bin ich überzeugter Anarchist. Ganz einfach deshalb, weil ich der Überzeugung bin, dass Menschen immer zu Machtmissbrauch tendieren.

Warum Du Putin für fähiger als all die anderen Pfeifen hältst, ist mir ein Rätsel? Für mich hat das verklärende Züge.

Stell Dir Mal vor, Putin hatte statt in den Krieg zu ziehen, die Öl- und Gashähne abgedreht um Druck auf den Westen und die Ukraine bezüglich der Einhaltung von Minsk II auszuüben. Hat er aber nicht. Warum eigentlich? Aus meiner Sicht, weil er eben ein genauso großes Arschloch ist, wie all die anderen Pfeifen mit viel Macht.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Sorry, jemand der in den Krieg zieht, halte ich immer für maximal unfähig.

Welche Alternative blieb ihm denn noch, nachdem sämtliche Apelleund das benennen roter Linien ignoriert wurden?

Stell Dir Mal vor, Putin hatte statt in den Krieg zu ziehen, die Öl- und Gashähne abgedreht um Druck auf den Westen und die Ukraine bezüglich der Einhaltung von Minsk II auszuüben

Das ist Wunschdenken.

Wiedu gerade beobachten kannst, strebt der Westen selbst das Embargo gg. Öl und Gas an, ergo taugt das als Druckmittel nicht, zumal die USA ihr „Freedom-Gas“ anbieten wie geschnitten Brot.
Zudem hätte Russland damit ja den Vorwurf der USA bestätigt, Russland würde seine Rohstoffe als politisches Druckmittel mißbrauchen.

Dass die Ukraine Minsk II trotz Unterschrift und Bestätigung durch die UN nicht erfüllen wollte, hat seinen Grund darin, dass es dafü Unterstützung aus dem Hintergrund gab.

Russland wurde dieser Krieg förmlich aufgenötigt.
Ein Verzicht auf den militärischen Einsatz wäre ein Zugeständnis an die US-NATO gewesen, sich auch noch die Ukraine einzuverleiben und dort Raketen wie in Rumänien und Polen aufstellen zu dürfen, die für Russland ganz klar eine Bedrohung sind.

Die USA haben durch die Erweiterung der NATO und die Kündigung der Sicherheitsverträge die Puffrzone eliminiert und Ruslands Sicherheitsanspruch bewußt negiert, wie auch die ständigen Manöver an Russlands Grenzen deutlich zeigen.

Es scheint wohl im Westen Konsens zu sein, dass Russland keinerlei Anspruch auf äußere Sicherheit zu beanspruchen hat.

Diesem Größenwahn hat Putin nun ein Ende gesetzt und so traurig das für die Bewohner dort ist, die ( un- ) verantlichen Politiker der Ukraine haben das massiv herausgefordert, immer mit der Wahnvorstellung, der Westen würde massiv militärisch mit eingreifen.

Das Positiveist, dass die russisch-stämmigen Ukrainer nun endlich die Unterstützung bekommen, die ihne der Westen aus politischem Kalkül seit Jahren verweigert, ja deren Leiden noch nicht einmal zur Kenntnis nimmt.

Ich kann Jedem nur empfehlen, sich die beiden Filme „Leben und Sterben im Donbass“ und „Ukrainian Agony“ auf Osysee anzuschauen, um zu begreifen, mit wem wir es in der ukrainischen Regierung zu tun haben, die am Kredittopf des Westens hängt.

Brian
Brian
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Warum Du Putin für fähiger als all die anderen Pfeifen hältst, ist mir ein Rätsel? Für mich hat das verklärende Züge.

Da muss ich Rob zustimmen, das geht mir ähnlich. Man muss Putin nicht in allem zustimmen oder ihn für ein Unschuldslamm halten, aber in seinem Verhalten und seiner Vorgehensweise schlägt er die meisten Politiker des
‚goldenen Wertewestens‘ um Längen. Und halte dir doch bitte mal die vielen
Kommentare von Rob vor Augen. Wenn hier einer ganz bestimmt nicht verklärt,
sondern sich bemüht, die Dinge differenziert zu analysieren, dann ist er das.

 jemand der in den Krieg zieht,

Damit setzen wir uns ja schon ein ganzes Weilchen auseinander. Diese Sichtweise halte ich für sehr verkürzt.

 bin ich überzeugter Anarchist

Bin ich tendenziell auch. Allerdings nicht in dem Sinne, wie es häufig im allgemeinen Sprachgebrauch benutzt wird, sondern im Wortsinne (‚ohne Herrschaft‘).

Last edited 1 Monat zuvor by Brian
Brian
Brian
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

Aber eins stimmt sicherlich : Krieg ist IMMER Scheiße.

Mensch
Mensch
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

Dass ich Rob sehr schätze und ihn keineswegs für undifferenziert daherredend halte, sollte eigentlich klar sein.

Dann halt „Eure“ Haltung zu Putin, kann ich trotzdem nicht nachvollziehen. Was genau macht der Mann besser als seine „Wertewestenkollegen“?

Mir fällt da rein gar nichts ein. Dass ich ihn ganz sicher nicht für das personifizierte Böse halte, wie er in den MSM dargestellt wird, die ich mir eh schon sehr lange nicht mehr antue, sollte „Euch“ durchaus klar sein.

Ich sehe in Putin eine machtgeile Arschgeige, der sich das russische Recht so zurechtgebogen hat, sodass er auf Ewig sein Amt behalten kann.

Überzeugter Anarchist zu sein, bedeutet für mich ebenfalls das ich Herrschaft grundsätzlich in Frage stelle. Das macht mir Putin, als jemanden der mit unschönen Mitteln seine Machtposition verewigen will unter anderem eher unsympathisch.

Um grundsätzlich jegliche Kriege abzulehnen, bedarf es nicht viele Worte. Für mich war, ist und bleibt Krieg nie eine akzeptable Option.

Dass Putin ein Aggressor ist, kann niemand ernsthaft bestreiten. Dass er bei dem bösen Spiel leider nicht der Einzige ist, steht selbstverständlich ebenso außer Frage. Dass ich den möchtegern Wertewesten, aus meiner Sicht völlig zurecht schon seit der Nato-Osterweiterung vor Jahrzehnten der Kriegstreiberei bezichtige, ist eigentlich auch kein Geheimnis.

Was macht denn aus „Eurer“ Sicht Putins Kriegsentscheidung besser, als all die scheiß Kriege, die der Wertewesten angezettelt hat? Krieg ist für mich kein Spiel, bei dem ich mein Wohlwollen davon abhängig mache, ob die „Anderen“ ja auch schon in der Vergangenheit einen Krieg angezettelt hatten. Das die „Anderen“ in meinen Augen verlogene Drecksäcke sind, geschenkt! Deshalb sehe ich aber noch lange nicht den Krieg gegen die Ukraine als so etwas, wie ausgleichende Gerechtigkeit an.

Auch an Dich die durchaus Ernst gemeinte Frage: Warum dreht Putin nicht einfach die Gas- und Ölhähne ab, um Druck auf den Westen und die Ukraine auszuüben, statt in den Krieg zu ziehen?

Bevor ich irgendeinen Krieg auch nur ansatzweise rechtfertigend relativiere, will ich lieber Tod umfallen.

Kriegswaffenlieferungen sind für mich selbstverständlich immer ein Verbrechen und sind mit nichts zu rechtfertigen. Sämtliche schwere Kriegswaffen gehören verboten und vernichtet. 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr locker zu machen ist ne absolute Drecksacknummer, die ich persönlich als Kriegstreiberei betrachte.

Für mich stellt sich die globale Lage so dar, dass ich mich vor mächtigen Irren leider nicht mehr retten kann. Ein völlig durchgeknallter Software-Multimilliardär, hat sich die WHO gekrallt und spielt jetzt Gesundheitsgott. Dass GG ist nicht mehr das Papier wert, auf dem es einst noch völlig analog geschrieben wurde. Wer sich den MSM und den Politikern täglich aussetzt wird übelst gebrainwashed, aber garantiert nicht unaufgeregt über Sachverhalte informiert. Klimawandel, Pandemie und nun wieder Mal die angeblich bösen Russen. Nur noch Angst- und Panikmache auf allen Kanälen.

Die können mich alle kreuzweise. Ich lass‘ mich von niemanden mehr vor irgendeinen Karren spannen.

Last edited 1 Monat zuvor by Mensch
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Leider sind meine Kommentare wieder mal in der Warteschleife.

Nur soviel:

Man kann Jemandem auch solange auf die Füße treten, bis es dem reicht.
Die Amerikaner haben dieses „Piesacken“ zur Perfektion getrieben und es gibt keine Instanz, die das verhindern könnte oder wollte, weil sie selbst die UN ignorieren.

Wo war denn der Herr Guterres die letzten Jahre, als der Konflikt hätte verhindert werden können?

Wo waren die mahnenden Worte gg. den Expansionsdrang der NATO auf Kosten der Sicherheit Russlands?

Und wenn man sowieso als der Teufel der Welt dargestellt wird, macht das Hinhalten der anderen Backe keinen Sinn mehr.

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Und wenn man sowieso als der Teufel der Welt dargestellt wird, macht das Hinhalten der anderen Backe keinen Sinn mehr.

Abgesehen davon, dass für mich das Hinhalten der anderen Backe nie sinnvoll ist, so ist es Krieg zu führen noch viel weniger.

Beim Einordnen durch Aufzeigen der tatsächlichen Handlungen, des ach so guten Westen, der auch aus meiner Sicht verlogen bis zum geht nicht mehr ist, ist es mir gar ein Bedürfnis mich daran zu beteiligen.

Das gar schon jahrzehnte lang, also schon während des kalten Kriegs. Z.B. ging es mir schon immer auf den Sack, dass mit Vorliebe Sportler aus dem Ostblock als Dopingbetrüger entlarvt wurden. Ein bis heute als ganz, ganz Großer geltender US-Amerikanischer Leichtathlet, war keinen Deut besser, wie man heute weiß.

Nur in den Kanon, der Putin auf ein Podest hebt, werde ich niemals mit einstimmen. Für mich war, ist und bleibt er eine machtgeile Arschgeige, die auch keinen Deut besser ist als die mächtigen Arschgeigen des sogenannten Wertewestens.

Ebenso werde ich immer, wenn es um Grausamkeiten der Vergangenheit geht die Ära Stalins nicht einfach unter den Teppich kehren.

Wann immer Stimmung gegen Russen gemacht wird, werde ich meine Stimme erheben. Nur die Russen zu besseren, ehrlicheren Menschen zu verklären, werde ich ganz bestimmt auch nicht.

Die allermeisten Menschen sind am Ende des Tages in erster Linie auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Egal welcher Nationalität, welches Geschlecht und welcher Hautfarbe. Ausgeschlossen habe ich diese Möglichkeit nie. Nur stets gehofft, dass das Ausmaß nicht ganz so groß ist. Die vergangenen zwei Jahre haben meine diesbezügliche Hoffnung allerdings völlig zerstört. All zu viele Menschen, die sich meiner Hochachtung ihnen gegenüber weiterhin sicher sein können, sind nicht übrig geblieben.

Auch Russland ist leider nicht das gelobte Land und auch Putin ist ganz bestimmt nicht mein Traum von einem Staatsoberhaupt.

@Brian: Klar bin ich immer noch an einem persönlichen Treffen interessiert! In nächster Zeit, ist es bei mir allerdings terminlich ziemlich angespannt. Vielleicht sind Tom oder Roberto so nett, Dir meine Mail-Adresse, die sie kennen, weiterzuleiten? Dann wird es uns sicherlich gelingen uns zu verabreden.

Mensch
Mensch
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

…ach so bezüglich Sascha Lobo, einer der verlogensten Arschgeigen der letzten zwei Jahre, frage ich mich immer öfter, ob der vielleicht ein ernsthaftes Drogenproblem hat? Auf Koks hat sich schon mancher für ne ganz große Leuchte gehalten.

Mich würd’s jedenfalls nicht wundern. Wäre nicht der erste und auch nicht der letzte Promi dem Koks das Hirn zu sehr vernebelt…

Brian
Brian
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Es kann einem nichts vernebeln, was nicht vorhanden ist.
Der trägt das Verfahren, was bei ihm angewendet worden ist, ja schon im Namen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Abgesehen davon, dass für mich das Hinhalten der anderen Backe nie sinnvoll ist, so ist es Krieg zu führen noch viel weniger.

Klingt erstmal logisch, aber was ist, wenn du alle Mittel zur De-Eskalation augeschöpft hast und man dich trotzdem weiter in die Ecke drängt, wo du dich nicht mehr zurückziehen kannst?

Das ist doch genau die Situation, in welche die USA und ihre NATO-Vasallen Russland gebracht haben, mit all den Provokationen.

Nur in den Kanon, der Putin auf ein Podest hebt, werde ich niemals mit einstimmen.

Darum geht es gar nicht, sondern zu verstehen, warum er so handelt.
Jeder politische Führer hat das Recht, ja sogar die Pflicht, Schaden von seinem Land fernzuhalten.
Seine Bürger werden ihm eher vorhalten, dass er zu lange geduldig war.
Immerhin sind 80% mit seinem Handeln einverstanden, wenn man den Umfragen glauben darf.

Man muss ihm auch zugestehen, dass er auf die konzertierten Sanktionen sehr geschickt reagiert, so dass sie in ihrer Wirkung nahezu ins Leere laufen.

Un man muss ebenfalls registrieren, wie sich Russland unter seiner Leitung wirtschaftlich entwickelt hat.
Sicher nicht perfekt, aber ein breiter Silberstreif am Horizont im Vergleich zu Jelzin.

Russland hatte eben keinen Marshall-Plan seit 1948 wie wir und offensichtlich sind unsere Politiker gewillt, die Erfolge der Nachkriegszeit zu revidieren.
Anders sieht es in Russland aus, das trotz der Sanktionen von 2014 auf einem guten Weg ist.

Ich möchte mir auch nicht vorstellen, wo wir Heute stünden, wenn statt Putin ein Betonkopf sowietischer Prägung auf dem Präsidentenstuhl säße.

Ich bin auch kein Befürworter von Kriegen, weil es die Psychopathen die ihn anzetteln, selten erwischt.
Leiden müssen immer die einfachen Menschen, aber ich verstehe die Gründe für Russlands Entscheidung.

Was ich nicht verstehe ist die deutsche Haltung, die in keiner Weise mehr für die vermittelnde Rolle Deutschlands wie zu Zeiten Brandts steht.

Der daraus erwachsene Respekt für unser Land ist gründlich verspielt.

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Was macht Dich so sicher, dass alle Optionen – außer Krieg gegen die Ukraine zu führen – ausgeschöpft wurden?

Nochmals: Warum dreht Russland nicht einfach die Öl- und Gashähne ab?

Mit Krieg wird es niemals gelingen, Schaden vom Volk abzuwenden. Krieg ist immer maximaler Schaden für das Volk.

Krieg zu rechtfertigen oder schönzureden, wird mir niemals gelingen.

Warum bist Du so dermaßen davon überzeugt, dass Putin der (Einzige) ist, der für die Russen gut ist? Der Typ ist machtgeile bis zum Umfallen und deshalb mag er von sich von sich überzeugt sein. Dass er russisches Recht hat so abgeändert, dass ihm Staatsoberhaupt auf Lebenszeit bleiben zu können ermöglicht, halte ich durchaus für sehr bedenklich.

Gut, ich gebe zu, dass ich mit allen Mächtigen dieser Welt hadere. Warum ich für Putin da eine Ausnahme machen soll, erschließt sich mir weiterhin nicht?

Die „Anderen“ haben angefangen, ist in meinen Augen immer „Kindergartenniveau“. Als Kriegsrechtfertigung taugt es aus meiner Sicht niemals.

Wir drehen uns im Kreis, lieber Rob. Ich hoffe Du kannst damit leben, dass ich Deine ganz sicher nicht dummen Argumente für nicht ausreichend um einen Krieg zu rechtfertigen halte. Ich jedenfalls gestehe Dir Deine eigene Sichtweise zu.

…und ich bin gewiss nicht naiv. So manchem Kriegstreiber (Nein! Damit bist ganz sicher nicht Du gemeint! Ich denke da eher an unsere Politiker und die MSM.) empfehle ich in Abwandlung von Willy Brandts: “ (Wir wollen) Mehr Demokratie wagen“ allerdings: Ihr solltet mehr Naivität wagen(statt sie anderen vorzuwerfen)! Wirkt letztendlich deeskalierend und bewahrt auch die Arschgeigen davor, dass denen die ganze Scheiße letztendlich selbst um die Ohren fliegt. Auf das Gejammer: Dass das so eskaliert habe ich nie gedacht und auch nie gewollt, habe ich nämlich keinen Bock😡

Corinna
Corinna
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Nochmals: Warum dreht Russland nicht einfach die Öl- und Gashähne ab?

Ich gehe stark davon aus, dass das den wieder aufgeflammten Beschuss des Donbass durch die ukrainische Armee nicht verhindert hätte (Selenskyi sinngemäß: Der Donbass und die Krim werden militärisch zurückerobert.). Und dass dabei sogar mehr zivile Opfer zu beklagen gewesen wären als mit dieser militärischen Operation, die faktisch innerhalb einer Woche das ukrainische Militär außer Gefecht gesetzt hat (Lufthoheit usw.).

Deshalb, so meine Vermutung, ist das Abstellen von Gas und Öl erst die zweite Maßnahme.

Mensch
Mensch
Reply to  Corinna
1 Monat zuvor

Ich gehe ganz stark davon aus, dass die russischen Öl- und Gas-Oligarchen was dagegen haben auf die Gewinnen aus den Verkäufen zu verzichten und Putin genauso wenig so viel Macht hat wie Biden am Geldadel Vorbeiregieren zu können.

Last edited 1 Monat zuvor by Mensch
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Darüber habe ich schon in einem vorhergehenden Kommentar geschrieben.

Warum sollte es die Anstifter des Debakels, die Yankees jucken, wenn Putin den Gashahn abdreht?
Im Gegenteil freuen die sich doch, wenn sie uns ihr „Freedom-Gas“ zu Mondpreisen verkaufen können.

Mit Krieg wird es niemals gelingen, Schaden vom Volk abzuwenden. Krieg ist immer maximaler Schaden für das Volk.

Nochmal:
Wenn dir jemand mit aller Gewalt ans Leder will, wirst du dieser Bedrohung nicht ausweichen können.
Nichts hat die USA davon abhalten können, ihr Ziel der Spaltung Europas durchzuziehen.
Wiederspruch aus den Reihen der NATO-Staaten gab es nicht und die EU hat sich als braver Diener des Imperiums gezeigt.
Kritik am agressiven Vorgehen der Amis gab es ja selbst in deren Reihen, was sie aber nicht von der kontinuierlichen Ausweiteung des Kurses abgehalten hat.

All das, was seit 1990 gg. alle Absprachen von westlicher Seite durchgezogen wurde ist dir ja sicher nicht unbekannt und Russland hat vieles davon langmütig ertragen.
Aber irgendwann ist Schluß mit dem Nachgeben.

Krieg zu rechtfertigen oder schönzureden, wird mir niemals gelingen.

Ich rede hier nichts schön, sehe aber klar den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung.

Zudem bin ich mir der Hypothek aus den Verbrechen unserer Vorfahren sehr bewußt und empfinde den Schritt Gorbatschows, der Wiedervereinigung zuzustimmen, als mutig und dankenswert.

Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber mir sind aus meiner Kindheit die deutschen Krigsopfer, die in der Einkaufsmeile unserer Stadt, ihrer Gliedmaßen beraubt, bettelnd am Straßenrand saßen.
Sowas prägt für das ganze Leben.

Die Russen hatten mit Sicherheit weit mehr solcher Opfer zu beklagen.

Was ich damit sagen will ist, dass die Russen nie mehr solch ein Opfer bringen wollen und deshalb agieren sie, bevor sie völlig in die Defensive geraten.

Wir drehen uns im Kreis, lieber Rob. Ich hoffe Du kannst damit leben, dass ich Deine ganz sicher nicht dummen Argumente für nicht ausreichend um einen Krieg zu rechtfertigen halte. Ich jedenfalls gestehe Dir Deine eigene Sichtweise zu

Wäre ja acuch schlimm, wenn wir uns alle wohlwollend gegenseitig in der Nase bohren würden.
Solange wir auf der Basis von Argumenten diskutieren, sind gegensätzliche Sichtweisen eher anregend.

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Leider kann ich hier nicht mehr zitieren, deshalb leider ohne entsprechet Zitate…

Den Ukrainern und den Europäern den Gas- und Ölhahn von jetzt auf gleich abzudrehen, werden die Amis und auch kein Scheich in Dubai jetzt nicht kompensieren können. Warum macht Putin das also nicht? Er lässt sich alle schwachsinnigen Sanktionen bieten, ohne uns mit dem Entzug von Gas und Öl zu sanktionieren, was hier maximal Schaden anrichten würde, weil wir zumindest noch eine ganze Weile davon abhängig sein werden.

Putin schaut sich in aller Seelenruhe an, wie die EU den Beschluss fasst, so schnell wie möglich von Russlands Öl und Gas unabhängig zu werden. Warum dreht er also nicht von jetzt auf gleich die Hähne zu?

Der einzige Grund den das haben kann, ist der, dass Russlands Öl- und Gasoligarchen was dagegen haben auf die Gewinne zu verzichten. Beim russischen Volk kommt die Kohle eh nicht an.

Jemanden der dann lieber junge Männer aus dem eigenen Volk verheizt, wird mir nie sympathisch sein.

Aus meiner Sicht, hat nun ein Wettlauf mit der Zeit begonnen. Wer schafft es zuerst? Die EU sich von russischem Gas und Öl unabhängig zu machen, oder Russland neue Infrastruktur zum Verkauf des Öls und Gas an andere Abnehmer zu schaffen?

Sobald Russland die Möglichkeit das Gas und Öl anderweitig verkaufen zu können erschaffen hat, wird der Hahn Richtung EU zugedreht.

So zu tun, als ob die russische Obrigkeit nicht genauso Geldgeil wie die beknackte amerikanische oder Europäische Obrigkeit ist, halte ich für unklug.

Für mich sind die Menschen in Amerika übrigens genau so wenig meine Feinde, wie die Menschen in Russland oder sonstwo in der Welt.

Die meisten Menschen in der Welt werden von ihren Staatsoberhäuptern keineswegs vor Schaden geschützt, sondern unterdrückt. Glaub bloß nicht, dass es einem einfachen russischen Arbeiter leicht gemacht wird, im Streitfall zu seinem Recht zu kommen.

Da hatten wir einfachen Europäer und der Rest der westlichen Welt lange Zeit einen echten Vorteil. Willkür war hier lange Zeit nicht an der Tagesordnung. In Russland schon. Nun beginnen unsere diesbezüglichen Privilegien sich allmählich in Wohlgefallen aufzulösen.

Wenn’s nicht so traurig wäre könnte man glatt drüber lachen. Denn das sich das hier allmählich in Luft auflöst, wird damit begründet Schaden vom Volk abzuwenden. Mit dem Schmarrn kannste nämlich alles begründen. Ein hochbezahlter, nein! eine ganze Armada Experten, die die Argumente dafür liefert, wird sich immer finden.

Putin ist keinen Deut besser wie all die anderen macht- und geldgeilen Arschgeigen überall in der Welt auch. Das könnte ich mir auch nicht mit Wodka schön saufen.

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Leider ist es mir momentan gar nicht mehr möglich hier auf was zu antworten. Es landet alles in der Warteschleife…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Willkommen im Club. 🙁

Brian
Brian
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Mit Krieg wird es niemals gelingen, Schaden vom Volk abzuwenden. Krieg ist immer maximaler Schaden für das Volk.

Richtig. Man sollte allerdings auch nicht ausblenden, daß das sogenannte Volk
auch einen gewissen Anteil (und sei er auch nur indirekt) am Krieg hat. Oder glaubst Du, daß auch nur ein einziger Herrscher auf der Welt in der Lage wäre,
Krieg zu führen, wenn ihm ’sein‘ Volk dies verweigern würde ? Natürlich kann man jetzt mit entsprechender Propaganda, Angst, etc. argumentieren. Aber das
ist für mich nicht der Punkt, auch wenn diese natürlich einen großen Einfluss
haben. Etwas Zentrales ist für mich die offensichtlich nicht vorhandene Lernfähigkeit bzw. -willigkeit gerade in Bezug auf die Geschichte. Davon konnte
schon Goethe ein Lied singen („Wer nicht von 3000 Jahren weiß Rechenschaft
sich zu geben…“).
Und vieles – da muss ich mich wiederholen – sehe ich ähnlich wie Rob, was er
m.M.n. ziemlich treffend in seinen Kommentaren dargelegt hat.
Du hast schon recht, wir drehen uns ein bißchen im Kreis. Vielleicht müssen wir
es in diesem Falle auch einfach dabei belassen, daß wir da unterschiedlicher
Meinung sind.
PS : Email-Adressen-Austausch ist gut. Tom oder Roberto können dir meine
auch gerne geben.

Mensch
Mensch
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

„Oder glaubst Du, daß auch nur ein einziger Herrscher auf der Welt in der Lage wäre,
Krieg zu führen, wenn ihm ’sein‘ Volk dies verweigern würde ? “

Sorry, aus einem für mich nicht ersichtlichen Grund, stehen mir u.a. die Zitierfunktionen nicht mehr zur Verfügung, deshalb habe ich Deinen Text, auf den ich mich beziehen möchte in Anführungszeichen gesetzt.

Da sagste was! Ganz genau so ist das. Nur trifft das auch auf die Russen zu. Die angeblich 80%, die die „militärische Spezialoperation“ in der Ukraine angeblich begrüßen, sehe ich eher als Problem an, als das ich auf die Idee kommen würde diesen Umstand als Rechtfertigungsgrund eines handeln müssenden Staatsoberhaupt anzusehen.

Da mache ich keinen Unterschied zwischen Russen oder Amerikaner oder einer beliebigen anderen Nation.

Parallel dazu erinner‘ ich gern an die angebliche breiten Mehrheiten, die Weltweit Coronamaßnahmen der Regierungen positiv ansieht.

Last edited 1 Monat zuvor by Mensch
Corinna
Corinna
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Parallel dazu erinner‘ ich gern an die angebliche breiten Mehrheiten, die Weltweit Coronamaßnahmen der Regierungen positiv ansieht.

Ja. Dass man die Zustimmung der Mehrheit hat, hatte ich weiter oben aus genau diesem Grund auch schon als mögliche Argumentation abgelehnt.

Mensch
Mensch
Reply to  Corinna
1 Monat zuvor

Dann bleibt mir nur, mich bei Dir als Schwester im Geiste dafür zu bedanken!

Einer von was auch immer überzeugten Hammelherde nachzulaufen, halte ich zumindest stets für fragwürdig. Seit Goebbels sollte bekannt sein, das Massen hammelgleich “ überzeugt“ werden können.

Russen, nur weil es Russen sind, sind diesbezüglich eher nicht immun. Sind ja auch nur Menschen, wie Du und ich.

Mensch
Mensch
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

..ach so.

Das mir hier seit Tagen zuteil werdende gedownvote, werte ich als bullshit der von wohlwollenden Putin-Anhängern ausgeht.

In meinen Augen seid Ihr bigotte Arschgeigen😰

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Über diese „Wertungen“ würde ich mir keine grauen Haare wachsen lassen ( sofern da noch was wächst 😀 ).

Der Quatsch kann weg.
Wer nicht antwortet, hat nichts zu sagen.

Corinna
Corinna
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Dann bleibt mir nur, mich bei Dir als Schwester im Geiste dafür zu bedanken!

Nicht so schnell. 😉

Meine Meinung über Putin als Regierungsoberhaupt ist trotzdem eine völlig andere als deine. Diese Meinung habe ich mir über die Jahre anhand seiner Handlungen, Reden, Diskussionsbeiträge und Aussagen bei Pressekonferenzen gebildet. Ich kann damit natürlich auch völlig falsch liegen, aber das Argument, dass 80 Prozent der Bevölkerung hinter ihm stehen, ist für mich in so einer Diskussion eben keines, genauso wie es kein Argument für mich ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung für eine Impfpflicht ist.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Parallel dazu erinner‘ ich gern an die angebliche breiten Mehrheiten, die Weltweit Coronamaßnahmen der Regierungen positiv ansieht.

So pauschal würde ich das nicht sehen.

Die Impfquote in Russland ist z.B. deutlich niedriger als bei uns und der Umgang mit der Pandemie war wesentlich enspannter.

Vielleicht haben die Russen aufgrund ihrer Sowieterfahuung einfach ein feineres Gespür für Propaganda und lassen sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen.
Ähnliches könnte auch auf die Ex-DDR-Bürger und andere ehemalige Ostblockstaaten zutreffen.
Sachsen z.B. stand ja immer wieder wg. der niedrigen Impfquote im Fokus.

https://www.rnd.de/gesundheit/corona-in-europa-inzidenz-und-impfquote-wie-ist-die-lage-in-anderen-laendern-MIQFLWT5BGL7UWNDA6AVQ4FN7E.html

Umgekehrt könnte auch die Zustimmung für Putins Entscheidung durchaus der Sensibilität mit den Erfahrungen aus dem deutschen Vernichtungskrieg geschuldet sein, der für die Nachkommen der Opfer immer noch real durch den Verlust so vieler Angehörigen erfahrbar ist.

Dass Russland für den Westen, v.A. für die USA, nicht als gleichberechtigter Partner gesehen wird, ist ja aus deren Handlungen unschwer erkennbar und die agressive Berichterstattung bleibt denen natürlich auch nicht verborgen.

Und dass die Handreichungen durch Gorbatschow oder Putin ( siehe Rede vor dem BT 2001 ) eben nicht zu engerer Kooperation sondern zu mehr Spaltung in Europa geführt hat, weil die Drecks-Oligarchen in den USA das so wollten, mußte zwangsläufig zu Frustration und nationalem Schulterschluß führen.

Die Russan haben begriffen, dass man zwar ihren Markt und ihre Resourcen schätzt,beides am liebsten vereinnahmen würde, aber keinerlei Respekt vor ihnen hat, sie immer noch quasi als Untermenschen betrachtet und das löst Widerstand aus, der sich gerade ordentlich Luft macht.

Dieser Widerstand richtet sich auch nicht, wie bei Kriegen mit US-Beteiligung üblich, gg. die Zivilbevölkerung, sondern gg. durchgeknallte Nationalisten und die korrupten Arschlöcher, die sich von den USA und der EU gg. die Interesen ihres Landes vereinnahmen ließen, nur den persönlichen Vorteil vor Augen.

Dass das in unseren transatlantisch gepolten Medien anders dargestellt wird, sollte nicht verwundern.

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Gute Einwände!

Allerdings sind auch diese, weil’s wohl auch gar nicht anders möglich ist, wenn man über Tendenzen diskutiert, zu pauschal.

Was hinzukommt, zumindest für mich, ist, dass Sichtweisen, die überwiegende Mehrheiten hinter sich wissen – egal ob nun nur angeblich oder tatsächlich – eben kein Garant sind richtig(er) zu sein.

Kriegsbefürwortende, oder Waffenlieferungen befürwortende Mehrheiten sind es für mich nie. Es mag möglich sein, mich von der Notwendigkeit die Freiheitsrechte vorübergehend einzuschränken oder von einer Impfpflicht überzeugen zu können, aber dann müssen unumstosbare Fakten, die keinen anderen Weg zum Abwenden von Schaden beweisen können, auf den Tisch.

Du kannst Dich drauf verlassen, dass ein Putin, wenn er denn von einer Maßnahme oder einer Impfpflicht überzeugt wäre, diese knallhart umsetzen lassen würde.

Dass ich es, genau wie Du bedaure, dass Europa Putins auf Europa zugehen, nicht genutzt hatte, habe ich schon mehr als einmal betont.

Ansonsten bin ich ganz bei Brian, der Menschen lieber an Taten als an Lippenbekenntnissen misst. Seit 2001 ist viel passiert. Putins nicht von der Hand zu weisende Machtbesessenheit finde ich genauso verstörend wie beunruhigend. Den Amis, nicht das Volk, sondern deren Führung, misstraue ich zutiefst. Allein deshalb, weil sie eben Kriege anzetteln. Es gibt keine guten Kriege. Egal wer das erzählt. Das ist immer falsch. Da mache ich auch für Putin keine Ausnahme.

Was Putin betrifft, können wir uns gern darauf einigen, dass auch ich den Mann für kluger halte, als jeden einzelnen Wertewestenvorturner. Nur misstraue ich derartig machtbessenen Menschen immer. Mächtigen Menschen all zu viel Vertrauen entgegen zu bringen halte ich für grundsätzlich unangebracht. Von Gut auf Böse zu wechseln, geht leider ganz schnell. Hab ich hier in unserem Lande in den vergangenen zwei Jahren am eigenen Leib zu spüren bekommen. Macht hat immer auch eine dunkle Seite, nicht nur im Kino 😉

…und selbstverständlich halte ich Putin ganz und gar nicht für das personifizierte Böse. Ich Versuche mir stets ein umfassendes Bild zu machen. Was einem in diesen Zeiten nicht leicht gemacht wird. Mir ist z.B. nicht entgangen, dass viele afrikanische Staaten dem Westen beim Bannen von Putin die Gefolgschaft verweigern. Nicht weil sie Angst vor ihm haben, sondern weil sie von Russland besser behandelt worden sind, als vom sogenannten Wertewesten.

So, nun habe ich zu Putin und Russland vorerst nichts mehr beizutragen. Dieser Beitrag ist diesbezüglich also die vorerst letzte Chance mich beherzt downzuvoten. Gutes Gelingen 👍

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Experte bin ich auch nicht, aber ich kann 1 und 1 zusammenzählen.

Ich glaube, das trifft auf die meisten von uns hier zu. Ich glaube – ohne mich
deswegen für etwas Besseres zu halten – was uns (und viele auf den ‚alternativen‘ Seiten) von anderen unterscheidet, ist, daß wir uns aktiv um ein
größeres Verstehen bemühen und nicht alles, was uns so vorgesetzt wird, einfach so hinnehmen. Aber mir ist in jedem Moment klar, daß ich immer nur
einen absoluten Bruchteil des Ganzen sehen und verstehen kann.
Im Gegensatz zu unseren verschiedenen Maskottchen hier. Die wissen ja immer
alles. Da neige ich mein Haupt in Demut…😂

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

@Brian

Ich glaube, das trifft auf die meisten von uns hier zu. Ich glaube – ohne mich deswegen für etwas Besseres zu halten – was uns (und viele auf den ‚alternativen‘ Seiten) von anderen unterscheidet, ist, daß wir uns aktiv um ein größeres Verstehen bemühen und nicht alles, was uns so vorgesetzt wird, einfach so hinnehmen. Aber mir ist in jedem Moment klar, daß ich immer nur

einen absoluten Bruchteil des Ganzen sehen und verstehen kann.

Das sehe ich ganz genau so.
Was mir austößt, ist die einseitige Darstellung unserer Medien und die die immer weiter ausufernde Zensur, nicht erst seit Corona ( Stichwort NetzDG ).

Das sind für mich Zeichen, dass hier einseitige Propaganda betrieben wird und gerade das macht mich sehr nachdenklich und auf alternative Informationen neugierig.

Zudem habe ich begriffen, dass Geschichte ein fließender Prozess ist.
Das Gestern bestimmt das Heuete und das wiederum das Morgen.
Da gibt es keine abgeschlossenen Episoden wie “ Der Krieg begann am 24. Feb. mit dem Angriff der Russen.

Putin ist nicht Morgens aufgewacht und hat sich gedacht „Heute lass ich es mal krachen“.

Wer so etwas denkt, ist ignorant.
Putin ist ein Machtmensch, aber kein Idiot, allein schon weil der Weiß, dass der Westen jede Gelegenheit nutzen würde, ihn und sein Land weiter zu diskreditieren.
Das beweist m.M.n. schon der Umstand, dass er die russischen Lieferverträge auf den Punkt einhält und nicht von sich aus als Machtmittel missbraucht.

Der Krig war für ihn alternativlos, weil sämtliche Mahnungen in den Wind geschlagen wurden.

Ansonsten hätte er akzeptieren müssen, das die Ukraine den Schlußstein der US-NATO in der Mauer zwischen Russland und Westeuropa bildet, mir der Bedrohung amerikanischer Raketen in unmittelbarer Nähe zur russischen Grenze.

Warum so Viele die völlig offen kommunizierte Strategie der USA zur Spaltung Europas nicht sehen wollen, ist mir ein Rätsel.

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Putin ist ein Machtmensch

Das dürfte so ziemlich jeder sein, der an der Spitze eines Landes oder eines
größeren Unternehmens steht. Putin bildet da keine Ausnahme. Das macht ihn
nicht besser, aber auch nicht schlechter als die anderen. Und als hübsches Gegenbeispiel könnte man z.B. Obama angeben, den ja nun auch ziemlich viele
Menschen verklärt haben und unter dessen Ägide genug Schweinereien abgelaufen sind.

Warum so Viele die völlig offen kommunizierte Strategie der USA zur Spaltung Europas nicht sehen wollen, ist mir ein Rätsel.

Man kann es drehen und wenden, wie man will, für mich bleibt das auch ein Rätsel. Verdrängung (wie in so vielen anderen Bereichen auch) dürfte aber wohl
wie so häufig eine große Rolle spielen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

@Brian

Das dürfte so ziemlich jeder sein, der an der Spitze eines Landes oder eines

Ohne Macht läßt sich auch nichts bewegen.
Die entscheidende Frage ist die, ob du deine Macht zum Vorteil oder Nachteil derer nutzt, die dir diese Macht per Votum gegeben haben.

Man kann es drehen und wenden, wie man will, für mich bleibt das auch ein Rätsel. Verdrängung (wie in so vielen anderen Bereichen auch) dürfte aber wohl

wie so häufig eine große Rolle spielen.

Es ist uns einfach nicht gestattet, dieses Thema öffentlich zu diskutieren.
Die US-Enddarmbewohner in Politik und Medien haben sich in der Mokkahöhle ihres Herrn wohlig eingerichtet und möchten ihren Stammplatz auch weiterhin behalten. 😉

Brian
Brian
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Da bin ich überzeugter Lumpen-Pazifist.

Dafür muss ich dir mal ein ganz großes Lobo machen ! 😉

Das Verdammen der Russen halte ich für eine Katastrophe und für absolut verlogen. Ein Putin-Fan bin ich aber trotzdem nicht. Ich misstraue allen Menschen mit Macht. 

Das geht mir bis zu einem gewissen Grad ähnlich. Allerdings halte ich mich auch gerne an Dinge, die jemand TUT. Nicht nur im politischen, auch im privaten Bereich. Ich habe in meinem Leben schon zuviele Leute reden und Dinge versprechen hören, die sie dann nicht mal ansatzweise gehalten haben.
Dementsprechend habe ich schon seit langem die Schnauze voll von irgendwelchen Lippenbekenntnissen und schönen Worten.

Mensch
Mensch
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

Das geht mir bis zu einem gewissen Grad ähnlich. Allerdings halte ich mich auch gerne an Dinge, die jemand TUT.

Aus meiner, wie immer unmaßgeblicher Sicht, ist das was Du mit: „bis zu einem gewissen Grad“, beschreibst, mit meinem Verständnis zu 100% deckungsgleich.

Was hier gerade läuft, ist für mich gerade maximal frustrierend. Wer sich hier nicht als Putin-Fan gibt, wir downgevotet😢

Toms Reise finde ich begrüßenswert! Nur mit dieser absoluten Putin-Ergebenheit, kann ich gar nichts anfangen😯

…und auch Dir gegenüber, muss ich den Drecksack Stalin nochmals erwähnen. Der wird hier von allen konsequent ignoriert. Das was der GETAN hat, ist leider nun Mal nicht aller Ehren wert.

Ganz im Kleinen, habe ich schon so manch bekennenden Unionwähler kennen gelernt, der mir durch seine TATEN wesentlich sympathischer wurde, als so mancher SPDler oder Grüner oder Linker, bei denen ich nur Lippenbekenntnisse vernehmen konnte.

Mensch
Mensch
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

…und nur zum Verständnis: Ich bin den Neulandrebellen sehr dankbar und fühle mich mit Ihnen verbunden!

Nur als kopfnickender Idiot tauge ich nichts!

Sollte das hier das sein, was hier im Kommentarteil vorausgesetzt bzw zumindest gern gesehen wird, bin ich das maximal untaugliche Klientel.

Brian
Brian
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Nur als kopfnickender Idiot tauge ich nichts!

Sollte das hier das sein, was hier im Kommentarteil vorausgesetzt bzw zumindest gern gesehen wird, bin ich das maximal untaugliche Klientel.

Ich denke, das solltest Du mittlerweile mitbekommen haben, daß das hier nicht im Mindesten erwartet wird. Und was die ‚Bewertungen‘ betrifft, die haben nicht die geringste Bedeutung. Ich wäre auch nach wie vor dafür, diese gänzlich
abzuschaffen.
Ich persönlich mag kontroverse Diskussionen, solange sie respektvoll und ohne
Belehrung daherkommen. Dann können sie einen durchaus zum Nachdenken
bringen.
Vielleicht werden hier einige Bemerkungen mißverständlich ausgedrückt oder
mißverstanden, man kann auch letztlich nie alles in einen Kommentar packen.
Und ich glaube auch, daß die meisten von uns genügend Geschichtskenntnisse
besitzen, um zu wissen, wieviel Gräueltaten von wem auch immer zu allen Zeiten begangen wurden.
Dementsprechend sehe ich gewisse Äußerungen auch nicht als absolute
‚Putin-Ergebenheit‘, sondern eher als Versuch, der MSM-Propaganda und dem
allgemein verbreiteten Bild von Putin als dem absolut Bösen ein bißchen was
entgegenzusetzen. Das heißt nicht zwangsläufig, daß man damit zum
entsprechenden Groupie mutiert.

Brian
Brian
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

By the way, Miss Sophie : wie sieht’s eigentlich mit einem analogen Treffen aus ?
Oder ist das für dich mittlerweile abgehakt ?

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Im Grunde hat man Deutschland gg. die verhassten Kommunisten in die Arena geschickt und beide Seiten so gepusht, dass sie sich gegenseitig vernichten.

Oben schreiben Sie noch, dass die Deutschen nie ueber die Niederlage hinweggekommen sind, und jetzt hier 3 Kommentare weiter betreiben Sie Geschichtsrevisionismus der uebelsten Sorte? Deutschland wurde gepusht? Von wem denn?

aquadraht
aquadraht
Reply to  Detlef Schulze
1 Monat zuvor

Wenn hier einer Geschichtsrevisionismus betreibt, dann Du. Die Kollaboration der Westmächte mit den Nazis bis 1939 und darüber hinaus ist wohldokumentiert. Das begann nicht erst, aber dort verschärft, im spanischen Bürgerkrieg, wo es gegen die Antifaschisten eine Seeblockade gab, gegen Nazis und Mussolinifaschisten nicht, „Neutralität“ .. Und ja, die westlichen Imperialisten liebten, wie die Nazis, „die nationalistische Regierung“, wie man sie nannte, mit Kommunisten und Gewerkschaften umsprangen, nicht anders als Mussolini.

München 1938 schliesslich war die abscheulichtste Kollaboration mit den Nazis bis dann. Die antisowjetische Stossrichtung ist in den Quellen eindeutig belegt und wird von keinem ernsthaften Historiker geleugnet.

Die Verhandlungen oder genauer die Verhandlungssabotage der Westmächte im Sommer 1939 war ebenso klar: man wollte die UdSSR einem deutschen Angriff preisgeben und dafür Polen opfern. die Reaktionäre des Sanacjaregimes machten diesen Selbstmordtrip mit, ein beispielloser Verrat an ihrem Volk.

Von den wirtschaftlichen Verflechtungen westlicher Konzerne und Banken mit Nazideutschland noch gar nicht gesprochen. All das verleugnest Du. Wer ist hier der Geschichtsrevisionist?

Last edited 1 Monat zuvor by aquadraht
Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

@aquadrath

Nichts was Sie schreiben zeigt auf, das Deutschland zum Ueberfall auf die direkten oder indirekten Nachbarn irgendwie gepusht oder gar nur motiviert wurde. Und wenn München Beweis fuer die abscheuliche Kollaboration der Nazis mit den Westmächten sein soll, was sagt dann der Hitler-Stalin-Pakt ueber die Sowjetunion aus? Fakt ist, dass die USA die Sowjetunion massiv mit Kriegsgeraet unterstuetzt haben im Krieg gegen Deutschland. Allein 15000 Flugzeuge wurden geliefert und 7000 Panzer. Zu behaupten, dass Deutschland zu irgendwas gedraengt wurde, weil es gegen die Kommunisten ging ist voellig gaga. Ganz im Gegenteil, München war ein Resultat (falscher) Appeasement-Politik.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Detlef Schulze
1 Monat zuvor

Du bist einfach ignorant. Das Naziregime war bei den westlichen Staaten alles andere als ungern gesehen, und München, wie die Hilfe für die spanischen Faschisten und ihre deutschen und italienischen Helfer war explizit gegen die UdSSR gerichtet. München war gezielt antisowjetisch und sollte die Nazis auf die UdSSR hetzen, das geht auch aus den Quellen hervor wie den Archiven des französischen Aussenministeriums (die Briten halten ihre Akten immer noch unter Verschluss, die sowjetischen sind sämtlich veröffentlicht).

Der Pakt mit Ribbentrop kam zustande, nachdem die Verhandlungen mit UK, Frankreich und Polen monatelang verschleppt und dann in eine Sackgasse mnövriert worden waren. Das Resultat war, dass UK und (zögernd aber am Ende doch) Frankreich Polen schlachten wollten und das Sanacjaregime sein Land als Schlachtopfer darbot, um ein Zusammengehen mit der UdSSR zu verhindern.

Die polnischen Junker mögen zum Teil so irr gewesen sein, dass sie sich engebildet haben, sie könnten allein gegen das Nazireich widerstehen, die anderen hatten diese Illusionen nicht, weder UK noch Frankreich haben auch nur Flottenverbände in die Ostsee verlegt. Die UdSSR hatte angeboten, Divisionen der Roten Armee in Zusammenwirken mit polnischen Truppen an die polnische Westgrenze zu verlegen. Ihnen war das ernst, sie erwarteten allerdings auch Offensivoperationen an der deutschen Westgrenze.

Als klar wurde, dass die Westmächte Polen schlachten und einen Zusammenstoss der UdSSR mit dem Nazireich an der polnischen Ostgrenze provozieren wollten, hat Molotov die deutschen Verhandlungsangebote angenommen und, nachdem die Gespräche mit den Westmächten in der Sackgasse warten, den Pakt abgeschlossen. Dessen territoriale Klauseln mag man unappetitlich finden, unappetitlicher als München oder die polnische Kollusion mit den Nazis über das Teciner Gebiet waren sie auch nicht.

Und „Appeasement“ ist eine geschichtsrevisionistische Propagandalüge, die durch die Quellen widerlegt ist. Es ging um die Instrumentalisierung der braunen Expansionspolitik, nicht um „Appeasement“. Dass der antisowjetische und antikommunistische Kettenhund etwas zu gross und zu bissig für die angemassten Hundeführer war, war halt die Fehlkalkulation.

Churchill hat noch im Mai 1945 versucht, Wehrmachtsverbände für einen neuen Krieg gegen die UdSSR mobilisiert zu halten. Das scheiterte dann am Widerstand der weniger irren Amerikaner und Franzosen. Vor allem den letzteren war klar, dass ein solcher Schritt zur Revolution in Europa führen würde. Die Akten über den Aggressionsplan der Briten wurden vor kurzem veröffentlicht.

Last edited 1 Monat zuvor by aquadraht
Mensch
Mensch
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

Deine, wenn auch nicht verklärende Sicht, aber zumindest Dein völliges Ignorieren der Stalinära, ist trotz Deiner durchaus nachvollziehbaren Einordnung der West-Alliierten, nicht der Weisheit letzter Schluss.

Der Mann war unberechenbar und brandgefährlich! Der hätte am liebsten noch weiter „expandiert“.

Auch das muss in die Waagschale geworfen werden, wenn man die Geschehnisse nach dem zweiten Weltkrieg ins richtige Licht rücken möchte.

Stalin war ein Drecksack übelster Sorte. Der hat Millionen von Toten zu verantworten. Marx und auch Lenin, hätten sich für Stalins Handeln im Namen des Kommunismus mehr als nur geschämt.

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

@aquadraht

So ein Quatsch. Das einzig „antisowjetische“ an München war, dass die Sowjetunion nicht eingeladen war. Ansonsten hat das Thema „Sudetenland“ die Sowjetunion nicht wirklich tangiert. Und wenn Sie auch noch Churchill als Argument hervorbringen, wie antikommunistisch England war, wird es echt schräg. Sicher war er das, aber er war ein entschiedener Gegner von München. Offensichtlich hat er die Politik seines Vorgängers sehr anders interpretiert, als Sie das hier tun. Was soll denn überhaupt der Plan gewesen sein? Deutschland überfällt den Verbündeten Polen und marschiert gleich bis Moskau druch? Und wieso haben England und Frankreich unmittelbar nach dem Ueberfall auf Polen Deutschland den Krieg erklärt, wenn es genau das war was sie wollten?

Last edited 1 Monat zuvor by Detlef Schulze
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Detlef Schulze
1 Monat zuvor

@Detlef Schulze

Was soll denn überhaupt der Plan gewesen sein? Deutschland überfällt den Verbündeten Polen und marschiert gleich bis Moskau druch?

Das Wort „Baurnopfer“ kennst du aber schon, oder?

Wer war den damals schon das Imperium?

Frankreich und GB jedenfalls nicht.
Die Fäden wurden jenseits des Atlantiks, aus sicherer Entfernung, gezogen.

PS: Was glaubst du übrigens, wer den Nazis die Lizenzen zur Herstellung von benzin aus Kohle und Tetrableiäthy, einem Additiv für Flugzeugmotoren erteilt hat?
Ohne diese Schützenhilfe hätte nie ein Stuka Warschau oder Paris bombardiert, wäre kein Panzer Richtung Osten gerollt.

Und wieso konnte die Wehrmacht haupsächlich mit Fahrzeugen von Ford oder GM (Opel ) Soldaten, Waffen und Munition an die Front bringen?

Was war mit der IG-Farben, die u.A. Zyklon B herstellte?

Was mir den US-Banken, welche die Gewinne der US-Konzerne mit der deutschen „kriegswichtigen Industie“ in die Staaten transferierten?

Fragen über Fragen, eine unangenehmer als die andere, wo es doch um unsere „Befreier“ geht.

Von Alledem hat natürlich die Politik in den USA „keine Ahnung“ gehabt. 😉

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

@Robbespiere

Das Imperium war damals noch Grossbritannien.

Und dass in den Werken von Ford und Opel in Deutschland Fahrzeuge hergestellt wurden bedeutet gar nichts. Die Firmen waren defacto enteignet und die Firmenzentralen von GM und Ford in Detroit hatten überhaupt keine Kontrolle mehr über ihre deutschen Werke. Die Fords wurden nichtmal mit dem Ford-Logo verkauft.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Detlef Schulze
1 Monat zuvor

@Detlef Schulze

Das Imperium war damals noch Grossbritannien.

Auf dem Papier und in den Köpfen der Briten vielleicht, aber wie „imperial“ ist denn ein Land, dass in einem Krieg auf Kredite, Waffen und Munition aus den USA, und seit 1917 auch auf deren militärischen Beistand angewiesen ist, um nicht unterzugehen?

Und dass in den Werken von Ford und Opel in Deutschland Fahrzeuge hergestellt wurden bedeutet gar nichts. Die Firmen waren defacto enteignet und die Firmenzentralen von GM und Ford in Detroit hatten überhaupt keine Kontrolle mehr über ihre deutschen Werke.

Hast du dafür Belege und was hältst du davon:

https://www.spiegel.de/geschichte/henry-ford-und-die-nazis-a-947358.html

Enteignet man einen Gönner?

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

England war so imperial, dass es 2 Jahre lang auf drei Kontinenten Krieg gefuehrt hat, bevor die USA aktive Kriegspartei wurde.

Was die Enteignung angeht:
https://www.frankfurt1933-1945.de/nc/beitraege/show/1/thematik/ausgrenzung-und-verfolgung/artikel/reichskommissar-fuer-die-behandlung-feindlichen-vermoegens/

Da spielte es auch keine Rolle, dass Henry Ford selber gluehender Antisemit war.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Detlef Schulze
1 Monat zuvor

@Detlef Schulze

Oben schreiben Sie noch, dass die Deutschen nie ueber die Niederlage hinweggekommen sind, und jetzt hier 3 Kommentare weiter betreiben Sie Geschichtsrevisionismus der uebelsten Sorte? Deutschland wurde gepusht? Von wem denn?

Warum sollte nicht Beides zutreffen können?

Die Hoffnung der Alliierten, Deutschland und die UDSSR würden sich gegenseitig vernichten, ist halt nicht aufgegangen, weil der Brocken zu groß war.
Als dann die Sowiets auf Berlin vorrückten, hat man versucht, sich den Westen unter den Nagel zu reißen, ws zur Landung in der Normandie führte.

Übrigens wurden kriegswichtige Unternehmen, an denen US-Konzerne satt mitverdienten, erst kurz vor Kriegsende bombardiert.

Ähnlich lief es ja schon in WWK I, als die Duetschen mit Lenin den Separatfieden von Brest-Litowsk schlossen und ihre gesamte Ostarmee nach Westen verlegen konnten.
Damit waren die US-Kriegskredite an unsere Gegner durch einen möglichen deutschen Sieg in Gefahr und das mußte unbedingt verhindert werden.

Ab 1917 wurde plötzlich in der US-Presse gg. die „Hunnen“ mobil gemacht, um die Bevölkerung zu einer Zustimmung zur Kriegsbeteiligung zu bewegen.

Gib doch einfach mal im Netz ein “ Wer finanzierte Hitler und die Nazis bzw. den Krieg“.

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Warum sollte nicht Beides zutreffen können?

Das schliesst sich nicht aus. Es ist aber ein typisches Argument von Leute, die mit der Niederlage Deutschlands nicht klarkommen, etwas von der Schuld am Krieg auf die anderen Kriegsparteien abzuwälzen.

Die Hoffnung der Alliierten, Deutschland und die UDSSR würden sich gegenseitig vernichten, ist halt nicht aufgegangen, weil der Brocken zu groß war.

Als hätte es in der Geschichte jemals so einen Fall gegeben, dass sich 2 Kriegsparteien gegenseitig vernichtet hätten.

Als dann die Sowiets auf Berlin vorrückten, hat man versucht, sich den Westen unter den Nagel zu reißen, ws zur Landung in der Normandie führte.

Und mit Westen meinen Sie Frankreich, Belgien und die Niederlande? Die Britten wollten bereits schon 1942 in Frankreich landen, nicht erst nachdem die Sowjets auf Berlin zumarschierten.

Last edited 1 Monat zuvor by Detlef Schulze
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Detlef Schulze
1 Monat zuvor

@Detlef Schulze

Das schliesst sich nicht aus. Es ist aber ein typisches Argument von Leute, die mit der Niederlage Deutschlands nicht klarkommen, etwas von der Schuld am Krieg auf die anderen Kriegsparteien abzuwälzen.

Nö, das ist das Kalkül von Kommunistenfressern, die Angst davor haben, dass Jemand die Eigentumsfrage stellt und ihr Recht auf Raub bekämpft.

Dass es sich bei der UDSSR um autoritären Staatssozialismus handelte, ist eine andere Frage.

Als hätte es in der Geschichte jemals so einen Fall gegeben, dass sich 2 Kriegsparteien gegenseitig vernichtet hätten.

Das Ziel war, beide Seiten so zu schwächen, dass die USA die Weltherrschaft übernehmen konnten.

Das ging spätestens mit der erfolgreichen, atomaren Aufholjagd nach Hiroshima und Nagasaki in die Hose.

Und mit Westen meinen Sie Frankreich, Belgien und die Niederlande? Die Britten wollten bereits schon 1942 in Frankreich landen, nicht erst nachdem die Sowjets auf Berlin zumarschierten.

Nein, ich meine ganz konkret den Brandstifter mit Weltmachtambitionen im Hintergrund, den die selbst gesetzten Spielregeln ( Monroe-Doktrin ) schon lange nicht mehr interessieren.

wschira
wschira
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Berthold Brecht in „Arturo Ui“: „Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch.“

Pentimento
Pentimento
Reply to  wschira
1 Monat zuvor

*

Last edited 1 Monat zuvor by Pentimento