Verschwörungstheoretiker wie wir

Das hier machen wir jetzt seit vier Jahren. Wo wir uns in vier Jahren sehen? Keine Ahnung. Im Lockdown vielleicht? Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Wir waren immer Verschwörungstheoretiker.

Gestern vor vier Jahren: Wisst Ihr, was da war? Da haben wir das hier angefangen. Das hier heißt: Die neulandrebellen. Seither hat man uns viel vorgeworfen: Rechtslastig seien wir, AfD-nah, Klimaleugner und seit letztem Jahr sind wir dann auch noch Covidioten und noch schlimmere Verschwörungstheoretiker als vorher. All das waren mal schwere Vorwürfe, Beleidigungen oder Ehrabschneidungen. Wir haben gelernt, dass wir sie als Auszeichnungen lesen müssen. Denn wenn einem heute nichts mehr einfällt, kommt man ihm nicht mehr mit Argumenten – man versucht es mit Etikettierung. Das ist ein Ausdruck der Hilflosigkeit, wir sehen es daher jedem nach, der nichts Besseres über uns weiß.

Unsere Existenz ist zuletzt sicherlich nicht sicherer geworden. Immer häufiger verschwinden alternative Medienangebote, ziehen sich selbst zurück, weil man ihnen den Alltag erschwert. Nein, wir leben nicht in Nordkorea oder im Iran, wo man mal eben verschwindet, wenn man die falsche Meinung vertritt. Aber Meinungsfreiheit, ehrlich jetzt, die gibt es doch nur limitiert …

Meinungsfreiheit: Frei von Meinung

Natürlich darf man seine Meinung kundtun. Wenn man die richtige Meinung vertritt, dann sogar jederzeit. Eine falsche Meinung darf man jedoch genau einmal laut vertreten. Dann tritt die Ächtung ein, das Etikett wird angepinnt – ab jetzt muss man ganz ganz vorsichtig sein, sollte besser nicht mehr auffallen. Dazu gehört auch, dass man nicht nur bedächtig schweigt, sondern eben auch im richtigen Augenblick das Richtige sagt. Denn wer schweigt, kann unter Umständen auch schon wieder eine falsche Ansicht vertreten.

Es ist kompliziert. Jedenfalls wenn man darauf achten möchte. Wir haben damit allerdings abgeschlossen. Ich erinnere mich an die Zeit, da Tom und ich uns noch über Vorwürfe ärgerten, wonach wir die AfD unterstützten oder verkappte Rechte seien. Eigentlich passte uns das gar nicht. Man hat uns mürbe gemacht, uns ist es mittlerweile egal, wie man uns einschätzt. Wir können es doch eh nicht ändern – wir könnten es nur ändern, indem wir die Mantras des Mainstream nachbeteten, die wir für so grundlegend falsch erachten. Das ist es uns nun wirklich nicht wert.

Ohne aus dem Nähkästchen plaudern zu wollen: Uns hat zuletzt die Kritik an der Corona-Politik auch Aufträge gekostet. Es ging mehr oder minder um Kontaktschuld. Was will man da machen? Dieses Land scheint wahrlich verkorkst zu sein.

Bei YouTube wurde vor Weihnachten unser Kurz-Podcast mit einer Ergänzung versehen: Nämlich mit aktuellen wissenschaftlichen Informationen zu Covid-19. Warum diese Meldung angezeigt wird? Weil die Thematik ja so fehleranfällig ist. Ja, das ist Satire – und Satire haben wir betrieben – zuweilen durchaus. Mit Sorge sehen wir, wie man Leute wie uns erst berichtigt, für Idioten erklärt und dann die Zugänge versperrt. Früher, als ich noch bei ad sinistram schrieb, lag mein Blog auf dem Server von Blogspot. Zuviele falsche Ansichten: Und ich wäre weg vom Fenster gewesen. Die neulandrebellen liegen auf einem eigenen Server. Das rettet uns den Arsch – noch.

Wir Verschwörungstheoretiker

Nur eine Verschwörungstheorie? Vielleicht. Wir leugnen ja noch nicht mal, dass wir Verschwörungstheoretiker sind. Wir haben uns stets mit Verschwörungen auseinandergesetzt. Zugegeben, die waren nicht so spektakulär. Aber dafür wahr. Jedenfalls für uns. Und wir vermuten für jeden, der richtig hinguckt. Klar, das sagen sie alle, die in Verschwörung machen. Das Prinzip ist ja, dass man so tut, als gehöre man zur auserwählten Volksgruppe, die den Durchblick hat – alle anderen sind Blinde.

Aber jetzt mal ernsthaft: Ist es keine Verschwörung, wenn 0,1 Prozent Politik gestalten und antreiben? Wenn die öffentliche Hand ausgeblutet und geplündert wird, während die Vermögen der Wenigen wachsen und wachsen? Entspricht es echt keiner Verschwörung, wenn sich diese Leute Medienbetriebe unterhalten, die in ihrem Sinne berichten und die Dinge drehen? Schon lange vor der Pandemie haben wie über Verschwörungen geschrieben. Okay, zugegeben, es waren keine Verschwörungstheorien, es waren eher Verschwörungspraktiken, die wir behandelten.

Gleichwohl haben wir hohen Zuspruch in den letzten Monaten erfahren. Viele Leser und Hörer unterstützen uns auch finanziell. Dafür danken wir an dieser Stelle recht herzlich. Das ist in Zeiten, da man einen Ruf angeheftet bekommt, der einen zumindest soweit in den Ruch bringt, kein seriöser Zeilenschinder mehr zu sein, eine wichtige Unterstützung. Für noch zugedachte Anteilnahme sind wir übrigens auch weiterhin offen.

Nun geht es also ins fünfte Jahr. Es wird, so muss man befürchten, kein pralles sein. Es wird wohl das schlechteste 2021 aller Zeiten. Mit noch mehr Etikettierungen für Leute wie uns. Wer heute als Meinungstexter und Diskurssoldat keine Stigmata aufzuzeigen hat, ist regelrecht ein Krüppel – und offenbar nicht streitbar und meinungsfreudig. Das wollen wir aber sein und bleiben. Auch jetzt. Gerade jetzt. Sind ja nicht mehr viele übrig, die sich diese Nüchternheit leisten in dieser rauschhaften Zeit des Massenwahns.

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Leselotte
Leselotte
1 Jahr zuvor

Vielen Dank.
Bei mir rennt Ihr offene Tore ein.
Früsch vorrann.

Pen
Pen
1 Jahr zuvor

Bitte unbedingt weitermachen. Die Etikettenverteiler sind durchweg Neider. Ohne Argumente natürlich, denn Neid ist ein irrationales Gefühl, das seinen Usprung in der Kindheit hat. Also werden auf Deubel komm raus, Argumente gesucht, mit denen man Leute diskreditieren kann, und da es einen ganzen Kanon solcher Verleumdungen gibt, natürlich auch gefunden, denn ohne diese wäre die aktuelle Presselandschaft langweilig. Hat sie doch sonst nichts zu bieten, denn ausschließlich Merkelmedia zu sein, ist nun mal ausgesprochen dürftig, um nicht zu sagen armselig, vor allem aber stinklangweilig.

Rechts zu sein bzw. mit dem Etikett „rechts“ bezeichnet zu werden, ist schon fast eine Auszeichung, denn es bedeutet nichts anderes, als klüger und origineller und einfach anders, als der gleichgeschaltete Mainstream zu sein.

„Verschwörungstheoretiker“ sind, wie wir seit Lisa Fitz wissen, meist die nachdenklichen Skeptiker, die noch selbst denken, statt den Vorgaben der Propagandaschleudern zu folgen. Nicht selten sind sie die ersten Zweifler, die am Ende die Wahrheit aufdecken, auch wenn diese selten zugegeben wird.

Und wenn Ihr erstmal mit dem Etikett des Antisemitismus geadelt seid, habt ihr es nach ganz oben geschafft. In diesem Sinne: Macht unbedingt weiter so. Mir würdet Ihr echt fehlen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Guude un prost Neijohr!
Da schliesse ich mich doch mal zu 100% Pens Ausführungen an!!!
In dieser komplett – ich sag mal: zerofaktischen- Zeit , wo die Linke schon lange auf Hart-Steuerbord-Kurs gegangen ist kann ich mich auch nicht mehr als Linke bezeichnen!
Und…ich hätte nie geglaubt, mal Argumente der FDP und der AfD gut zu finden…
Wenn mich jetzt jemand fragt, wo ich politisch stehe, sage ich : Hart Backbord !und das heisst in dieser Zeit gegen den (Main-) Strom und gegen den eiskalten Wind zu segeln…
Macht weiter so….besser is das!!!

Ahoi von der Hobby- Hausboot Kapitänin Chrissie

Stefan Becker
Stefan Becker
1 Jahr zuvor

Lasst euch ruhig VT’ler nennen. Der Vorwurf kommt doch nur von Leuten, die selber einer hirnampotierten Mainstreammeinung hinterher wettern und zu faul sind, sich eine fundierte eigene Meinung zu bilden. Es geht halt nur um Meinungen, die im großem Stil erzeugt werden. Weichts du ab von diesen, bist du VT’ler. Ich lasse mir meine Meinung von NIEMANDEN verbieten, oder in irgendeiner Form diskreditieren. Also, ihr seid in guter Gesellschaft 😉 LG und Frohes neues Jahr

Last edited 1 Jahr zuvor by Stefan Becker
Stefan
Stefan
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Das Blöde daran ist, dass der Mensch im Großen und Ganzen ein Gewohnheitstier ist und sich auch an den neu verordneten Alltag gewöhnt, obwohl vieles um ihn herum gerade zusammen bricht…. Denn Widerstand ist zwecklos … sie werden assimiliert (Borg) 😉

Last edited 1 Jahr zuvor by Stefan
ShodanW
ShodanW
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Haben nicht irgendwelche große Puddings versucht, Wimbledon zu gewinnen? (Monty Python hat´s schon herausgefunden)

https://montypython.fandom.com/wiki/Blancmange

Stefan
Stefan
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Du kennst noch den Borg Björn? Aber so alt bist du doch noch garnicht.

Pen
Pen
1 Jahr zuvor

Londoner Gericht entschied gegen Auslieferung Julian Assanges an die USA.

https://www.youtube.com/watch?v=m1Dx6bv82Fo&feature=emb_rel_end

Die Begründung der Richterin lautet, Assange sei selbsmordgefährdet und würde die Einzelhaft in den USA wohl nicht überleben.

Da muß man sich doch fragen, was ist mit der Einzelhaft im Londoner Belmarsh Prison? Vielleicht werden sich nach diesem Urteilsspruch die Bedingungen dort ändern?

Julian Assange hat seinen Beruf als Journalist ausgeübt, und die Kriegsverbrechen der USA IM Irak veröffentlich. Der Prozess ist ein rein politischer Prozess und richtet sich gegen die Pressefreiheit.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
ShodanW
ShodanW
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Leicht hanebüchen in der Urteilsbegründung. Eigentlich müsste man ihn freisprechen. Aber gut, ein Lichtblick im neuen Jahr.

Pen
Pen
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

Die haben inzwischen wohl selbst gemerkt, daß sie im Unrecht sind. Nun sind sie heilfroh, daß ihnen eine Begründung eingefallen ist, mit der sie ihr Gesicht wahren können. 🙂

Utzinger
Utzinger
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Nein, die haben den V SA lediglich die Peinlichkeit erspart den begnadigen zu müssen.

Pen
Pen
Reply to  Utzinger
1 Jahr zuvor

Und nun? Wie peinlich ist das denn für das heruntergekommene UK? Folter mitten in Europa, im Land der Magna Carta? Wer nimmt denn die noch ernst? Auch dort gehört die Elite davongejagt.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

Wenn ich nun VTler wäre, würde ich womöglich so denken: Wenn sie ihn freisprechen ist das sehr wahrscheinlich ein Zeichen dafür das sie Julian Assange „draußen“ noch besser fertig machen können, auf die eine oder andere Art, denn London ist nicht Moskau!

Aber bekanntlich ist es ja eine ganz pöse VT, dass die Amis Einladungen, die man nicht ablehnen kann, für einen gemütlichen Strandurlaub an der Guantanamo Bay machen. Wobei aber Herr Assange wohl dann aber eher in einem schönen „Never leave Hotel“ im Homeland einchecken wird.

Aber so etwas ist ja im Westen gar nicht möglich!

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Das hieße, UK behält ihn, um ihn zu schützen?

Assange sollte für sich und seine Familie Asyl in Rußland beantragen. Da sind westlich Whistleblower offenbar am sichersten.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Hallo Pen, ich denke überhaupt nicht, dass er in Schutzhaft sitzt. Aber das er in der ihrer Haft stirbt wollen sie auch nicht, dass gäbe mit Sicherheit viel schlechtes Image. Genauso wenn sie ihn ausliefern, und die US machen Herrn Assange fertig,

Ich vermute mal da gibt es eine Zwickmühle für die UK- EntscheiderInnen, die evtl. nicht damit gerechnet haben, dass der Fall „Assange“ immer noch so hohe Wellen schlägt in der Weltöffentlichkeit. LG

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Man muß auch den hartnäckigen Unterstützern danken, die protestiert, demonstriert und Petitionen unterschrieben haben. Das Gericht weiß, daß er nicht allein ist, und daß sie mit Gegenwehr rechnen müssen. Wobei man Amnesty International wohl vergessen kann. Die haben gezeigt, wer ihre Herren sind. Ich bin erstmal heilfroh. LG

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Marla
Marla
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Die prominenten Unterstützer insbesondere die Journalisten waren ganz schön spät…. wenn überhaupt! (Interessant immer wieder ihr Standesdünkel: der sei kein Journalist! …. Spannend auch daran: viele die sich Journalisten nennen sind für mich überhaupt und schon längst keine mehr!, weswegen sie nur noch die Titelage und die Fassade verteidigen!)(leider verlieren sie damit kolossale un die Guten auch!)

Spät: wie ja auch bei vielen anderen EU-Ungerechtigkeiten!

Pen
Pen
Reply to  Marla
1 Jahr zuvor

Mit Unterstützer meine ich die Leute auf der Straße. Die MSM Journaille hat vesagt.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Ich vermute mal da gibt es eine Zwickmühle für die UK- EntscheiderInnen, die evtl. nicht damit gerechnet haben, dass der Fall „Assange“ immer noch so hohe Wellen schlägt in der Weltöffentlichkeit.

So ist es wohl.

Einerseits möchte man Assange gerne Rcihtung USA loswerden, weil die gesamte westliche Welt Dreck am Stecken hat, den Jener entblößt hat, auch wenn er der Anklage des Verrats nicht schuldig sein kann, weil er nie Geheimnisträger eines Landes war, sondern sein Informant Manning.
Andererseits hat Assange viele Unterstützer, die man nicht einfach ignorieren kann.

Enttäuschend ist die Rolle der Medien, die offensichtlich einen Präzidenzfall auf Verlangen der USA akzeptieren, der zukünftigen investigativen Journalismus pauschal unter Strafe stellen würde, um die Aufdeckung westlicher Verbrechen nicht in die Öffentlichkeit gelangen zu lassen.
Man kastriert sich faktisch freiwillig selbst.

Auch die Rolle von AI ist mehr als beschämend, erklärt sich aber vermutlich aus der Finanzierung dieser Organisation:

https://en.wikipedia.org/wiki/Amnesty_International#Funding

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Roger Waters, Pink Floydd, um Urteil gegen / Assange:

https://de.rt.com/international/111391-pink-floyds-roger-waters-im/

ShodanW
ShodanW
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Ach ich weiß nicht so recht… die NDS haben das ganz gut auf den Punkt gebracht. Die Richterin stand unter öffentlichem Druck, und das war wahrscheinlich der einzige Grund für dieses Urteil. Mir ist nur schleierhaft, dass man ausgerechnet jetzt (erst) kritische Töne in den Medien findet. Dazwischen muss wohl eine Schockstarre eingetreten sein, aber es könnte stellvertretend dafür sein, was passiert, wenn man unbequeme Wahrheiten ausspricht. Das ist wohl jedem Journalisten zu heikel.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

@ShodanW

Mir ist nur schleierhaft, dass man ausgerechnet jetzt (erst) kritische Töne in den Medien findet. Dazwischen muss wohl eine Schockstarre eingetreten sein, aber es könnte stellvertretend dafür sein, was passiert, wenn man unbequeme Wahrheiten ausspricht. Das ist wohl jedem Journalisten zu heikel.

Korrekt wäre doch die gegenteilige Annahme, das lautstarker Protest der Medien eben gerade nicht zu Willküraktionen gg. Journalisten führt, wenn sie Licht ins Dunkel von Regierungsverbrechen bringen, wie Assange das getan hat.

Möglicherweise hat das bisherige Schweigen der Medien aber auch was mit Eifersucht oder Scham zu tun, weil es eben ein Außenseiter war, der sich getraut hat, Mannings Informationen zu veröffentlichen.

Allerdings muss sich die Journaille dann auch fragen, warum Mannig gerade diesen Weg gewählt hat.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

@Robbespiere

Ja, das ist ein guter Ansatz. Ich denke, das steht irgendwie alles noch unter dem Eindruck von 9/11 und dessen Folgen. Ich will mich ehrlich gesagt nicht festlegen, was da am WTC passiert ist, das mal vorneweg. Es ist nur so, dass man den Anschlag dafür verantwortlich machen kann, dass sich die westliche Welt deutlich zu einer Festung ausgebaut hat. Der Irakkrieg wurde dann zu einer Farce, als den Medien irgendwann mal dämmerte, dass die offizielle Linie nicht ganz koscher ist. Mehr ist aber nicht passiert, dann kamen Snowden und Assange/Manning. Da ist etwas ins Rollen gekommen, die Gegenreaktionen der USA diesbezüglich entsprechend hart – ich kann schon verstehen, dass man sich in dem Ausmaß nicht die Finger verbrennen will. Aber ich denke auch, dass sich dieses Narrativ vom Verschwörungstheoretiker erst in dieser Zeit groß etabliert hatte.

Vorher war schon der erste Irakkrieg eine Marke. Zu der Zeit ist übrigens der Film „JFK“ in die Kinos gekommen. Da hat man auch gesehen, welch politische Dimensionen eine vermeindliche VT haben kann – danach hat man sich nicht den Untersuchungen über den JFK-Mord entsprechend gewidmet, sondern Filme einer „Vorprüfung“ (Zensur) unterzogen. Ein sehr deutliches Indiz, dass Wahrheitsfindung in diesem Ausmaß unter Strafe gestellt wird, mit allen Mitteln. Und wer geht schon freiwillig in den Knast, ohne Plan für einen Ausweg? Klar kann man der Journaille den Vorwurf machen, aber dieses freie Unternehmertum ist auch nicht gut für die Entstehung einer Masse, die das kritisch offenlegt. Ist für mich zumindest eine Erklärung, warum man da kein Vertrauen mehr aufbauen kann.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ShodanW
1 Jahr zuvor

@ShodanW

Ja, das ist ein guter Ansatz. Ich denke, das steht irgendwie alles noch unter dem Eindruck von 9/11 und dessen Folgen.

Klar haben die damaligen Bilder einen starken Eindruck hinterlassen, aber auch da haben die Medien versagt, was ihre Aufgabe betrifft und nicht in der Folg kritische Fragen gestellt.

bei den anschließenden Kriegen hat man sich dann auch noch in die Armee einbetten lassen. damit ja auch nur das berichtet wurde, was genehm war.
Das ist fast so, als wenn ein Gericht die Position des Mörders einnimmt und das Opfer vorverurteilt.
Mit investigativem Journalismus hat das nichts zu tun.

Vorher war schon der erste Irakkrieg eine Marke. Zu der Zeit ist übrigens der Film „JFK“ in die Kinos gekommen. Da hat man auch gesehen, welch politische Dimensionen eine vermeindliche VT haben kann – danach hat man sich nicht den Untersuchungen über den JFK-Mord entsprechend gewidmet, sondern Filme einer „Vorprüfung“ (Zensur) unterzogen. Ein sehr deutliches Indiz, dass Wahrheitsfindung in diesem Ausmaß unter Strafe gestellt wird, mit allen Mitteln. Und wer geht schon freiwillig in den Knast, ohne Plan für einen Ausweg?

Der Mord an JFK ist immer noch ein heißes Eisen, zumal die Originalaufnahmen vom Mord die Warren-Kommission immer noch Lügen strafen,was die Zensur ja auch bestens bestätigt.

Klar kann man der Journaille den Vorwurf machen, aber dieses freie Unternehmertum ist auch nicht gut für die Entstehung einer Masse, die das kritisch offenlegt. Ist für mich zumindest eine Erklärung, warum man da kein Vertrauen mehr aufbauen kann.

Der Konzentrationsprozess in der Medienlandschaft unter der Kontrolle vermögender Eigentümer ist das Kernproblem der Medien.
Die wollen natürlich keine Redakteure oder Journalisten auf ihrer Lohnliste haben, die gg. ihre Klassen-Interessen anschreiben.
Zudem rekrutieren diese sich meißt aus dem gebildeten Bürgertum, wo man ebenso tickt wie der ( ab ) gehobene Teil.

ShodanW
ShodanW
1 Jahr zuvor

Schöne Ansprache für das neue Jahr! Ich hoffe nur, dass die Ironie wieder in die Köpfe der Bürger zurückkehrt. Dieses Rumgeheule, diese undifferenzierte Etikettieren ist schon anstrengend, wenn man es nicht mit Humor nimmt. Also: ich bin d´accord mit euch. Und verteile auch gerne Sektchen zum Anstoßen – VT, olé!

Pen
Pen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Ja, viel schöner! 🙂

JW
JW
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Grins – und JA! Gegen den Strom schwimmen ist verdammt anstrengend, nur, wo ist da im Moment die Alternative? Bitte bewahrt euch Herz und Humor. Was der Mainstream derzeit (primär) mit seinen Kindern und Alten praktiziert, ist schlicht und einfach unerträglich. Corona hin – Corona her. Tief im Innern spüren das wohl auch viele Mainstream-Soldaten. Dementsprechend hart (und unter der Gürtellinie) sind dann eben auch die vielen Diffamierungen und üblen Etikettierungen. Muß man einfach mal ertragen . . .

Pen
Pen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Selbstzweifel sind ehrehvoll. Gern hätte ich aber mal Liebesgeschichten von Euch gehört. Daß das schwierig geworden ist, gehört zu den wenigen – fast durchweg bescheuerten – Dingen, die wir den den Linken und Grünen verdanken. Da kann man sich nur noch alte Filme auf DVD anschauen. 🙂

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
JW
JW
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Wir ertragen das ja auch . . .
Weiß ich doch, Roberto. Möchte natürlich euch und allen Freigeistern Mut machen und keinesfalls missionieren. Die Zweifel, von denen du sprichst: ja, die zermürben auch mich. Und trotzdem: der Corona-Mist hat alles, wirklich alles in meinem kleinen Musiker-Leben verändert (nicht gerade zum Guten), verbittern werde ich aber nicht, definitiv nicht.

Brian
Brian
Reply to  JW
1 Jahr zuvor

In meinem kleinen Osteopathen-Leben auch…
Verbittern vielleicht nicht, verzweifeln schon eher…ich merke einfach immer wieder, daß ich in einer solchen Welt nicht leben will, in der viele Menschen
so wenig Empathie zeigen, so wenig Selbstreflexion, so viel Entfremdung, etc.
Und es auch noch als normal ansehen. Aber die Wurzeln dessen liegen ja
auch schon sehr weit zurück.
Ein – wie ich finde – sehr passendes Buch dazu ist „Der Körper kennt den Weg“
von Johannes B. Schmidt.

Pen
Pen
Reply to  Brian
1 Jahr zuvor

Halte durch, Brian. Viel Glück!

ShodanW
ShodanW
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Ja, war sie. Das ist aber kein Kunststück, lieber Roberto 😉

Pen
Pen
1 Jahr zuvor

Während sich die neuen Erkenntnisse über Corona häufen, ist das deutsche Lockdownteam nicht bereit, die Maßnehmen zu lockerm. Im Gegenteil beabsichtigt Herr Lauterbach den Lockdown zu verlängern.

https://2020news.de/deutscher-richter-erhebt-verfassungsbeschwerde-in-sachen-corona/

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Das „Lockdownteam“ spielt gerade sehr erfolgreich gegen „Alle Vernunft“, und die geneigten Zuschauer klatschen Beifall.

In diesem Sinne: Quarantänamera | Ikke Hüftgold | 2 Promille Version (4k) Quarantäne Hymne/Song Halbtoten Bierologen

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
1 Jahr zuvor

Danke, Heldentasse, für Deine immer interessanten Einlagen. Gutes Neues, Dir und allen Forenten, mit besonderem Gruß an die fabelhaften Blogbetreiber, alles Gute und viel Freude! LG.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Heldentasse
Heldentasse
1 Jahr zuvor

VTler als Markenzeichen ist ja so schlecht auch nicht! Nur was soll es bringen, hat F. W. Bernstein mit seinem Gedicht „Eine Verschwörung“ gar recht?
LG und macht bitte weiter so!

Marc
Marc
1 Jahr zuvor

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und man gewöhnt sich mit der Zeit an einiges. Ich bin zwar kein Blogger und daher nicht in der Öffentlichkeit wie ihr oder auch euer alter Weggefährte Jens Berger und die NDS. Aber ich kenne auch diese Blicke als ob man wahlweise vom Mars kommt,aus einer geschlossen Anstalt ausgebrochen ist,bekifft oder besoffen wäre oder veschiedenste Mischformen daraus. Oder auch das betretene Schweigen wenn man ein Argument vorbingt,sofern man die Chance bekommt argumentieren zu können, das aus einer als serlös geltenen Quelle stammt ( Wo hast du denn Unsinn her,wieder so ein Fake News Portal? Ne stand in einem Bericht der süddeutschen Zeitung aus Angaben vom Bundesministerium für blablabla) und das der andere nicht widerlegen kann. Oft mit dem Abschlussatz des Gegenübers verbunden: Oh das wusste ich gar nicht. Um dann das Gespräch zu beenden oder das Thema zu wechseln.

Ich bin seit Jahren immer wieder hin. und hergerissen.
Auf der einem Seite denke ich das die Menge an Menschen die Dinge differenzierter und kritischer sehen als der öffentliche Eindruck her gibt deutlich größer ist,eben weil sie es nicht öffentlich sagen sondern nur in kleiner Runde.aus Angst,Selbschutz,Desillusion und Abfinden mit dem Ist-Zustand.

Auf der anderen Seite beneide ich manchmal, auf eine total bekloppte Art. den mainstremisierten und fremdbedenkten Otto-Normal(nicht)versteher der sich zwar auch um alltägliche Sorgen Gedanken macht aber trotzdem gefühlt befreiter lebt.

Marc
Marc
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

In meinen dunklen Momenten würde ich es Otto Normalo sogar gönnen würde das aus den letzten 10 Monaten ein Dauerzustand für die nächsten drölfzig Jahren werden dann hat man viel Zeit beim oxidieren auf der Couch über gewisse Dinge nachzudenken.

Heiko
Heiko
1 Jahr zuvor

Ein gesundes neues Jahr wünsche ich, sowie ein weiter so. Wenn mir das vor Jahren einer gesagt hätte wo wir heute stehen… aber ich wollte ja immer wissen warum so einiges in der Geschichte passiert ist und vor allem wie… Aber wie sang schon einer der größten deutschen Schlagerstars „…egal…“ 😉

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Guude, lieber Roberto!

Nazi- Vergleiche bieten sich ja momentan auch an…also ich finde ja, dass Adolf H. gegen die Pläne, die Klaus Schwab mit uns hat, ein menschenfreundlicher Chorknabe war….

Heiko
Heiko
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

D’accord Roberto. Beim viel zitierten „Wehret den Anfängen“ scheinen viele darauf zu warten, dass erst braun Uniformierte auf der Straße unterwegs sind. Eine smarte Diktatur hat solch Erkennungszeichen nicht nötig.

Pen
Pen
1 Jahr zuvor

Im Dezember 2020 erklärte Thomas Aigner, Professor für Geowissenschaften an der Universität Tübingen, seinen Austritt aus der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, einer Schwesterorganisation der Leopoldina.

Er bemängelt in seiner Austrittserklärung auch den fehlenden breiten Diskurs, wie er früher üblich war und bei dem teils konträre Wortmeldungen von Wissenschaftlern und Ärzten verschiedener Fachrichtungen sowie von Juristen, Psychologen, Soziologen, Ökonomen und Philosophen gewürdigt wurden. Aigner kritisiert zudem, dass sich die Akademien nicht zu Wort melden, wenn Stimmen von Fachleuten, die eine vom Einheits-Narrativ abweichende Meinung äußern, „ausgegrenzt, diffamiert, zensiert und in den sozialen Medien sogar gelöscht werden“. Die Akademien sollten Reaktionen zeigen und sich für die im Grundgesetz verankerten Rechte der Freiheit der Wissenschaft und der Freiheit der Meinungsäußerung einsetzen, die derzeit „mit Füßen getreten“ würden. Man müsse sich fragen, so Aigner, ob Deutschland aus seiner Geschichte gelernt habe.
Er begründete seinen Austritt abschließend damit, dass er es nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren könne, ein Teil „dieser“ Wissenschaft zu sein:

https://de.rt.com/inland/111305-aus-protest-gegen-lockdown-politik-tuebinger-professor-verlaesst-akademie-der-wissenschaften/

Leselotte
Leselotte
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Danke.
Gut, dass das Verbreitung findet.

Vom 11. Dezember 2020
Prof. Dr. Michael Esfeld, Wissenschaftsphilosoph an der Universität von Lausanne und selbst Mitglied der Leopoldina hat den Präsidenten der Leopoldina, Herrn Prof. Haug, mit Protestnote vom 8. Dezember 2020 aufgefordert, die Stellungnahme der Leopoldina, mit der u.a. ein harter Lockdown gefordert wird, zurückzuziehen…

Hier entnommen
https://2020news.de/aufforderung-zum-rueckzug-der-leopoldina-stellungnahme/
____________

Der Rat der Wissenschaft sei, so Merkel, in einem Dokument der Leopoldina zu finden, einer Stellungnahme, die insgesamt sieben Seiten umfasst, von denen die letzten beiden allerdings nur der Auflistung der „Mitwirkenden“ gewidmet sind.

Laut Christian Drosten, einem dieser Mitwirkenden, enthält das Papier allerdings keinen Rat, sondern eine „deutliche und letzte Warnung der Wissenschaft“. Wenn die Politik nicht auf diese Warnung höre, dann habe „sie sich auch nicht mehr für die Wissenschaft entschieden“.

Über den buchstäblichen Sinn dieser Warnung kann man lange nachdenken. In jedem Fall muss jemand, der solche Warnungen ausspricht, schon ziemlich fundierte Argumente für seine Forderungen liefern. Die Argumente, die das offenbar unter hohem Zeitdruck entstandene Papier an die Hand gibt, sind allerdings fast ausschließlich Autoritätsbeweise.

Das ganze Dokument enthält lediglich zwei Verweise auf wissenschaftliche Studien.
Dafür wird genau aufgeführt, welche Funktionen im Wissenschafts- oder Medizinbetrieb die Mitglieder der Arbeitsgruppe einnehmen, die als „Mitwirkende“ aufgeführt sind – übrigens eine seltsam unscharfe, an eine Schultheateraufführung erinnernde Formulierung, im Wissenschaftsbetrieb spricht man eigentlich klar von Autoren, wenn es darum geht, wer die Verantwortung für einen Text übernimmt.

Die zur 34-köpfigen Arbeitsgruppe zählenden Autoritäten bekleiden alle, bis auf eine, Professuren, 14 sind Direktorin oder Direktor, sechs sind Präsidentin oder (Vize-)Präsident, zwei sind Vorstandsvorsitzende.

Die vertretenen Disziplinen reichen von der Geschichte der Gefühle über Wirtschaftswissenschaften und Strafrecht, Techno- und Wirtschaftsmathematik bis zur Medizin, Immunologie und Virologie.

Die fehlende Schwerkraft der Argumente
Ist es vorstellbar, dass eine solche Arbeitsgruppe ein wissenschaftliches Dokument verfasst, welches eine Länge von viereinhalb Seiten Text hat?

Kann das, was darin enthalten ist, überhaupt eine wissenschaftliche Aussage sein, eine begründete Tatsachenfeststellung über den Zustand der Wirklichkeit, etwas also, das sich nicht außer Kraft setzen lässt, so, wie die von Merkel bemühte Schwerkraft oder Lichtgeschwindigkeit?

Das muss man, noch bevor man überhaupt einen Blick in das Dokument geworfen hat, für unwahrscheinlich halten – allein schon deshalb, weil wissenschaftliche Tatsachen so transdisziplinär nur selten absolut sicher und klar formuliert werden können, ganz zu schweigen von der Frage, ob eine Arbeitsgruppe aus Vertretern so unterschiedlicher Disziplinen (noch dazu Leute, die an den Spitzen von Forschungsinstituten und Netzwerkorganisationen stehen) sie überhaupt in vertretbarer Zeit erarbeiten könnte.

Es scheint nahezu ausgeschlossen, dass eine interdisziplinäre, gar transdisziplinäre Forschung zu Pandemie und Gesellschaft, die sicherlich dringend notwendig ist, gegenwärtig eine fünfseitige Zusammenfassung ihrer Ergebnisse vorlegen könnte, die so sicher wäre wie die von Merkel vor dem Parlament zitierten Naturgesetze.

Ein wissenschaftliches Ergebnis einer solchen Arbeitsgruppe wäre vielleicht in einigen Monaten oder Jahren möglich, es würde wahrscheinlich aus mehreren Sammelbänden von Aufsätzen bestehen, und selbst eine Zusammenfassung würde Dutzende Seiten umfassen.

Es hätte auch der Leopoldina nicht geschadet, ein paar mehr Seiten vorzulegen und zumindest ein wenig Platz für Argumente zu schaffen. Stattdessen aber: viereinhalb.

Ein Sammelsurium von sorgenvollen Aussagen
Wenn ein wissenschaftliches Dokument dieser Kürze überhaupt sinnvoll zu einem aktuellen Geschehen Stellung nehmen soll, dann müsste es umfangreich auf gesicherte Studien verweisen und deren Gültigkeitsbereich und Aussagekraft für die Situation hier in Deutschland wenigstens andeutungsweise belegen.

Die sogenannte Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina ist aber alles andere als ein wissenschaftliches Dokument, sie ist auch keine wissenschaftliche Zusammenfassung eines Forschungsstandes.

Sie ist ein Sammelsurium von sorgenvollen Aussagen über die aktuelle Situation, kombiniert mit einigen drastischen Vorschlägen, die ihre Autorität daraus ziehen sollen, dass die Autoren nun einmal in leitenden Funktionen im Forschungsbetrieb tätig sind…

Hier entnommen: https://www.corodok.de/angela-merkel-leopoldina/

Leselotte
Leselotte
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Boris Reitschuster brachte am 27.12.2020 auch etwas dazu:
https://reitschuster.de/post/hat-deutschland-nichts-aus-der-geschichte-gelernt/

Pen
Pen
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

Moin Heldentasse,

Danke. Der ist Immer gut.

LG

Marc
Marc
1 Jahr zuvor

Ich liebe Umfragen.
https://www.presseportal.de/pm/72183/4803646

Es gibt tatsächlich Menschen dis es fertig bringen politische Parteien getrennt von der Bundeskanzlerin und der Bundesregierung zu bewerten.

Das ist echt ein Kunststück. Muss wohl irgendwo ein Paralleluniversum geben in der die Kanzlerin und ihre Regierung alle parteilos sind.

Dann lieber VTler.

Last edited 1 Jahr zuvor by Marc
Marla
Marla
Reply to  Marc
1 Jahr zuvor

Ich hasse Umfragen!!!! Sie vernichten eine der tollsten Erfindungen der Menschheit: den Gebrauch von Zahlen!
Von 82 000 000 Menschen werden unter den merkwürdigsten Bedingungen
ca 1000 ‚befragt’… (Diesmal 4000 wow!)
Und das wird dann -weil Institut (kann sich jeder aufs TShirt schreiben) und Statistik- als seriös ausgegeben!

Diese mal gute Innovation ist mittlerweile nur noch ein Machtinstrument, insbesondere um den Politikern zu sagen: ‚macht weiter so‘ und denen, die kritisch sind das Gefühl von Minderheit zu geben!

Robbespiere
Robbespiere
1 Jahr zuvor

Im Umgang mit solchen Stigmatisierungen passen wunderbar diese Zeilen von Reinhard Mey aus seinem Lied “ mein Achtel Lorbeerblatt“:

Mit großer Freude sägen
Die einen an meinem Ast,
Die andern sind noch beim Überlegen,
Was ihnen an mir nicht paßt,
Doch was immer ich tuen würde,
Ihre Gunst hätte ich schon verpatzt,
Also tu‘ ich, was ein Baum tun würde,
Wenn ein Schwein sich an ihm kratzt.

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Gefällt mir!

ShodanW
ShodanW
1 Jahr zuvor

Was mir zu dem ganzen Thema immer einfällt, ist der Film „Demolition Man“. Der hat sich stark an „Schöne neue Welt“ orientiert und zeigt für mich sehr gut auf, was sein könnte, wenn man unter der Prämisse Gesundheitsschutz und politische Korrektheit leben würde. Früher habe ich mal sehr darüber gelacht, wie die Zukunft darin gezeichnet worden ist, heute denke ich: „Verdammt, das fühlt sich so an, als könnte es bald so passieren.“

In diesem Sinne: Sanfte Grüße zum Morgen an euch! 🙂

epikur
1 Jahr zuvor

Glückwunsch!

Und ja, die Repressionen gegen Andersdenkende nehmen überall zu. Wer das nicht sehen will, verschließt bewusst die Augen, weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf. Wir leben ja schließlich in einer freiheitlichen Grundordnung! Und nicht in Nordkorea!

Interessant ist, dass gerade die Maßnahmenbefürworter so aggressiv auftreten und überall ent-freunden (flatter von feynsinn hat euch jetzt übrigens aus der Blogroll geworfen). Die Maßnahmen-Kritiker sind eben nicht Diejenigen, die lautstark Meinungen unterdrücken, Beiträge zensieren (YouTube, Twitter, FB etc.) oder mit Diffamierungen um sich werfen. Auch wenn das die LeiDmedien immer wieder behaupten. Gerade das zeigt doch, wie wenig Argumente die Drosten-Fans eigentlich haben.

Oder warum werden Wodarg, Bhakdi und co. bis heute nicht in eine Talkshow oder ein Regierungsgremium eingeladen? Ein Wodarg würde Drosten argumentativ in der Luft zerfetzen!

Macht weiter so! Ich fande es gerade von Tom sehr mutig, mal was über Ufos zu bringen. Dabei ist es völlig irrelevant, ob und inwiefern man selbst daran glaubt oder nicht! Aber das vermeintlich Linke andere diskreditieren, nur weil Jemand seinen Horizont -abseits der ausgetretenen und sicheren Pfade- erweitern möchte, sagt mehr über sie, als über euch aus! Stichwort: Denkverbote. Tabuzonen. Geistige Sperrgebiete.

Pen
Pen
Reply to  epikur
1 Jahr zuvor

Warum sich wohl so viele Menschen gern unterordnen?

Das gilt besonders für die Maskenpflicht, die sich inzwischen als völlig sinnlos erwiesen hat. Man kann damit eben wunderbar und für alle sichtbar seine gehorsame Gesinnung demonstrieren. Sie ist in der Tat eine Art Parteiabzeichen.

https://kenfm.de/corona-untersuchungsausschuss-teil-21-von-jochen-mitschka/

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Marla
Marla
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Bei aller Kritik…
Sorry @Pen lasst uns nicht auf den falschen Zug aufspringen!
a) wir wissen einfach nicht wie es die Masse sieht. (M.E.gibt es ja auch deswegen alle möglichen Treffverbote (außer Arbeiten und shoppen) weil man sich nicht verbünden und auf keinenfall auf er Demo ‚Viele‘ fühlen soll!

b) die Strafen sind für viele echt happig! (Andererseits kann man daran auch ablesen, dass sich da doch ganz schön viele trauen trotzig zu sein)

c) auch die Strafandrohungen für kleine Läden weckt bei mir meine Solidarität!

d) er- und abschreckend finde ich auch die vielen Security die Überfall zu Zweit mindestens herumlaufen (keine genügend Personal in den Heimen aber genug Aufpasser!?!)

Ich finde DIE Leute zu beschimpfen bringt unter diesen harten Bedingungen nichts! Mich hats fasziniert wie viele Leute auf den Straßen waren… Deswegen bin ich auch skeptisch bei den offiziellen Zahlen!

Pen
Pen
Reply to  Marla
1 Jahr zuvor

@Marla

sorry, aber ich beschimpfe niemanden! Masken sind etwiesenermaßen schädlich und schützen nicht. Das deuted für mich auf hilfloses Gebaren einer ratlosen Politikerkaste, die nicht zugeben will, wie wenig sie weiß, und die zu feige ist, verschiedene, unabhängige Experten, von denen es genug gibt, zu einer öffentlichen Diskussion zu laden. Die vor allem zu borniert ist
Fehler zuzugeben. Stattdessen Zensur.

Corona wird diese Regierung zu Fall bringen und endlich zeigen, daß Merkel von Millionen überschätzt wird. (Das Bild vom Kaiser, der nackt ist, will ich um der Ästhetik willen nicht heraufbeschwören, obwohl es durchaus angebracht wäre.)

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Pen
Pen
Reply to  epikur
1 Jahr zuvor

Schätze, Tom und Roberto werden’s überleben.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Leselotte
Leselotte
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

😀

Lesefuchs
Lesefuchs
Reply to  epikur
1 Jahr zuvor

Ich hab Mal gelesen das im Krieg kein Land so viele eigene Soldaten getötet hat wie Deutschland. Thema Kritik, Desertation u.a. Da sehe Ich irgendwie ne Parallele zu heute…! Für deutsche Führer war das Volk immer nur Untertan und wenn der nicht spurt….

Robert
Robert
1 Jahr zuvor

Medial wird die Ordnung der Dinge wieder hergestellt, die Normalität. Auch wenn es weit verbreitet ist, so bleibt es doch ein Missverständnis , dass Meinungs- und Pressefreiheit ein individuelles Recht begründen, seine eigene Meinung hörbar zu machen. So war das nie gemeint, so ist es nie gewesen und das soll auch in Zukunft nicht der Fall sein.
Das Internet ist ein Unfall, der für einen historisch kurzen Zeitraum alles zu ändern schien. Der Leserbriefschreiber, dessen Intervention im Papierkorb landete, wurde sichtbar. Egal ob er ein notorischer Nörgler war oder es einfach besser wusste. Wobei nicht ausgemacht ist, dass nicht auch der Nörgler Recht hatte. Politische oder kulturelle Aktivisten, die bis dahin Flugschriften oder sonst was schrieben und in Szenekneipen auslegten, die dort niemand las , wurden wahrnehmbar. Missliebige Journalisten, die in Ungnade fielen, weil sie nicht mitsangen im Chor der Eigner von Medienkonzernen oder politischen Partein, die sich die ÖR zur Beute machten, konnten sich noch immer Gehör verschaffen.
Ich finde schon, dass ihr einsehen müsst, dass dies zu beenden ist. Wenn Meinungsvielfalt grenzenlos bliebe, könnte sie die Gesellschaft verunsichern. Und ein zuviel an Meinungen kann niemand überblicken. Das ist wie mit achtzig Sorten Joghurt. Da ist es hilfreich, das in Hamburg, Gütersloh und Berlin sorgfältig geprüft wird, welcher Joghurt, sorry, welche Meinung für uns verträglich ist.
Ach, diese Welt ist einfach gut, richtig gut

Frau Wirrkopf
Frau Wirrkopf
1 Jahr zuvor

Ich bin auch immer noch da und bei euch, auch wenn man mich wohl kaum noch bemerkt. Selbstschutz? Selbsterhaltungstrieb? Bekloppt werden an der Realität nützt mir ja auch nix.

Frau Wirrkopf
Frau Wirrkopf
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Jahr zuvor

Nein, ich versuche ein goldenes Mittelmaß zu finden. Passt auf euch auf, ihr Zwei.