Fresse, Presse!

Grundrechte einschränken: Im Notstand muss das ein Staat, der handlungsfähig bleiben will, sicher tun dürfen. Unter Abwägungen und mit Kontrolle. Aber warum war die Pressefreiheit nicht davon betroffen? Wäre die Einschränkung unserer hiesigen Hochfrequenzmedien und Minutentakt-Presse nicht vernünftig?

Natürlich ist es nachvollziehbar, dass ein Gemeinwesen, das handlungsfähig bleiben will, zum Beispiel jetzt, wo wir in einer Gesundheitskrise stecken, auch mal die Grundrechte außer Kraft setzen können muss. Das klingt hart, vielleicht auch zu einseitig, sagen wir daher: Es muss Grundrechte zurückstellen oder etwas lockern dürfen. Begrüßenswert ist das freilich nie – aber die Freizügigkeit angemessen zu beschränken: Das ist akzeptabel. Die Betonung liegt auf »angemessen«.

Das Problem war und ist ja, dass die Angemessenheit außer Acht gelassen wurde. Wieso zum Henker sollte man nicht alleine auf einer Parkbank sitzend lesen dürfen? Demonstrationen grundsätzlich absagen? Das Bundesverfassungsgericht hat das zum Glück nicht ganz so stehen lassen. Und ob es eine gute Idee ist, pflegebedürftige und alte Familienmitglieder nicht mehr besuchen zu dürfen, muss man nicht nur psychologisch, sondern auch rechtsstaatlich hinterfragen. Wenn man denn überhaupt noch hinterfragt. Denn wer das heute tut, dem setzt man öffentlich den Aluhut auf oder rückt ihn in die Ecke des Gefährders oder unsensiblen Dummkopfes.

Die Grundrechte der einen – die Grundrechte der anderen

In manchen Bundesländern hatte man, schon bevor es die Kontaktsperre gab, eine Ausgangssperre installiert. Berühmt wurde – wie schon gesagt – der Leser auf der Parkbank, den man in Bayern kriminalisierte. Das Haus durfte man nur aus gutem Grund verlassen. Die Landes- und Bundesregierungen regulierten also den innersten Bereich, die persönliche Sphären ihren Bürger – tun sie noch immer, wenn auch laxer. Sie setzten Grundrechte außer Kraft und brachten im Verlauf der Krise noch weitere Außerkraftsetzungen auf den Prüfstand: So ging es etwa um Datenschutz und selbst die Meinungsfreiheit sollte kanalisiert werden – Stichwort: Fake-News-Verbot.

Die Gesellschaft sollte zur Ruhe kommen, wir sollten bitte kühlen Kopf bewahren – so hieß es. Stillhalten. Zuhausebleiben. Nur so hätten wir eine Chance gegen das Coronavirus. In dieses geplante Klima der Gelassenheit publizierten wie eh und je, ja faktisch aber noch aufgepeitschter als sonst, Medien hinein. Qualitäts- und vor allem Quantitätsmedien. Seriösere und unseriösere Presse. Sie tat es nach bestem Wissen und Gewissen, was sich auf das alte Motto reduzieren lässt: Höher, schneller, weiter – und dramatischer.

Der Überbietungswettbewerb war ausgerufen. Die Leute saßen ja daheim, sie wollten und sollten konsumieren – »sich informieren« sagt man etwas vornehmer dazu. Also haute man sekündlich neue Nachrichten heraus. Große Magazine veröffentlichten im Minutentakt neueste Meldungen zur Krise. Sinnvolle, informative Texte sicher. Aber auch Spekulatives, Vages und Belangloses. Hauptsache das Virus kam irgendwie darin vor. Focus Online überbot sich von Stunde zu Stunde mit Hiobsbotschaften: Das Virus wurde mit jeder Minute als noch gefährlicher, noch gereizter, noch tragischer vorgestellt.

Spiegel Online hingegen ist ein seriöseres Magazin. Da geht man anders vor. Dass wir bis 2021 oder 2022 im Shutdown leben müssten, lasen wir jeden Tag mindestens einmal. Im Viertelstundentakt publizierte man Nachricht um Nachricht. Der Homeoffice-Bürger möchte schließlich lesen, was ihn bewegt – nun ja, was ihn derzeit nicht bewegen lässt. Darüber will er dann debattieren, in den Netzwerken werden jene Artikel empfohlen, die Dramatik des Augenblicks potenziert.

Fakenews oder Blitznews: Was ist gefährlicher?

Sieht so Ruhe und Gelassenheit aus? Die Bundesregierung hat das natürlich auch erkannt. Gleich zu Anfang der Krise schon. Sie wollte daher Fake-News verbieten. Aber nur als Privatmeinung in den sozialen Netzwerken. Als ob man Meinungen, seien sie auch noch so falsch, einfach aus der Welt verbieten könnte. Die Frage, die sich immer stellt, wenn der Wahnwitz auf diese Weise politisch durchschlägt: Wo beginnt der Fake und wann ist es noch journalistische Zuspitzung oder ein recht großzügiger Umgang mit der Wahrheit? Was immer Wahrheit letztlich ist – aber das ist eine andere Sache …

Eine weitere Frage, die sich aufdrängt: Ist dieses Blitznews-System, der Hochfrequenz-Journalismus eigentlich nicht eine Einladung zum faken? Animiert diese publizistische Ruhelosigkeit nicht geradewegs dazu, Nachrichten zu generieren und aufzubauschen? Wenn ich Leser über den Tag verteilt bei der Stange halten will, muss es ein Drehbuch der Gefühlswallungen geben. Einen geplanten stetigen Anstieg des Interesses. Eine Dramaturgie letztlich.

Wenn die Nachrichtenlage zum Thema allerdings nicht viel hergibt, muss trotzdem was geboten werden. Schließlich sind bad times good times für jene, die berichten. Da kann man sich nicht mehr zurücknehmen und bloß einmal am Tag was bringen. Das hat man früher so gehandhabt: Eine Zeitungsausgabe – vielleicht noch eine Abendzeitung. Mehr nicht. Dann waren die News in der Welt – für 24 Stunden. Man las, diskutierte als Leser, danach war einige Stunden Ruhe – in dieser Zeit hatten Journalisten Zeit, ihrer Arbeit sorgfältig nachzugehen. Artikel konnten gecheckt und gegengeprüft werden. Der Zeitdruck hielt sich in Grenzen. Anders als heute.

Wieso eigentlich sprechen wir nie über die Einschränkung der Pressefreiheit? Auch sie ist ein Grundrecht, auch sie wühlt auf und gefährdet zuweilen die Situation. Die Presse sollte ja nicht ganz schweigen, so wie wir Bürger auch nicht gar nicht mehr vor die Tür dürfen. Aber dieser Hochfrequenztakt, der zur Zuspitzung und Dramatisierung neigt, der müsste nicht sein. Online-Zeitungen sollten in so einer Zeit auch nur eine einzige Auflage auf Tag veröffentlichen dürfen. Das gibt den Presseerzeugnissen Zeit zur Sachlichkeit und unterbindet eine Medienkultur, die ganz nah an das herankommt, was auch Fake-News genannt wird.

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tom
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tom

wenn selbst die Polizei 24/7 dauerzwitschert, was ihre Trampeltruppen so erfahren, befahren, umfahren etc, kann man es der Presse wohl schlecht verübeln.

Reflexion ist dann allerdings futsch

Detlef Schulze
Gast
Detlef Schulze

Spiegel Online hingegen ist ein seriöseres Magazin. Da geht man anders vor. Dass wir bis 2021 oder 2022 im Shutdown leben müssten, lasen wir jeden Tag mindestens einmal.

Ein entsprechender Link wäre hier schön. Ich kann mich nicht errinnern das so auf SPON gelesen zu haben. Allerdings lese ich auch nicht jede Meldung. Vielleicht wurde gesagt, dass „möglicherweise“ erst 2021 oder 2022 ein normales gesellschaftliches Leben möglich sein wird.

aquadraht
Gast
aquadraht

Ich glaub, mein Schwein pfeift. Brauchen wir weniger Pressefreiheit? Echt jetzt?

Muss „der Staat handlungsfähig bleiben“? Warum verstaatlicht er dann nicht die Banken, schliesst alle ausländischen Militärbasen, hängt den Bahnvorstand(Plastiniert am zu kurzen Dach des Berliner „Hauptbahnhofs“, damit die im Regen stehenden Wartenden auch etwas Spass haben?

Nach einem Staat mit Vermummungsgebot erlebe ich jetzt Blogger, die weniger Freiheit fordern. Ich glaub, es hackt.

niki
Mitglied
niki

Ich glaube du hast Roberto nicht verstanden. Es geht nicht um Pressefreiheit, sondern um die Verantwortung der Presse nicht so viel ungeprüften Dreck zu veröffentlichen nur um schnell schnell was neues nachzuschieben…
Dazu werden wage Vermutungen oft als Wahrheit verkauft und das ist mindestens fahrlässig…
Mehr als an die Vernunft der Presse appellieren kann man allerdings wirklich nicht.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Welche Verantwortung nimmt denn die Presse, abseits der Sonntagsreden, wirklich wahr? Könnte es gar sein, dass die Grundströmung, die meisten Edelfedern verfolgen, in Wirklichkeit Konzerninteressen sind, und die wiederum von Oligarchen gesteuert werden?

https://www.youtube.com/watch?v=Vk3_M9ylbQY&t=2443s

pen
Gast
pen

moin tasse,

aber ja, die presse vertritt die interessen der konzerne, der oligarchen und der politik, die beiden zuarbeitet. alles andere ist illusion.

niki
Mitglied
niki

Du hast natürlich recht…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Heldentasse

Könnte es gar sein, dass die Grundströmung, die meisten Edelfedern verfolgen, in Wirklichkeit Konzerninteressen sind, und die wiederum von Oligarchen gesteuert werd

Zur Beantwortung dieser Frage sind vermutlich die Antworten auf die folgenden Fragen nützlich:

– Wem gehören die Medien bzw. wer beherrscht sie ( Oligarchen aus den Gründerfamilien und Rundfunkräte ) ?

– Wer finanziert die Medien ( z.B. Werbeeinnahmen ) ?

_ Aus welchem Millieu rekrutieren sich die Verantwortlichen derer Veröffentlichungen?

– welche Alernativen bieten sich Mitarbeitern, die nicht bereit sind, die Konzepte der Konzerne weiter mit zu tragen ( Einkommenssicherheit )?

pen
Gast
pen

Frau Merkel will jetzt sieben Milliarden für die Erforschung eines Impfstoffs ausgeben. In Deutschland bekommen Hartz lV Kinder zwei Euro monatlich für digitale Geräte. Home Schooling geht aber nur mit PC.

Zweifelt noch jemand daran, daß Konzerne und Oligarchen die Welt regieren?

OHNE DIE PRESSE GINGE DAS NICHt! Die Presse verhindert die Revolution.

https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/geberkonferenz-gates-weltwirtschaftsforum/

aquadraht
Gast
aquadraht

Ich habe verstanden, dass es um „Grundrechte einschränken“ geht, dass „ein Staat, der handlungsfähig bleiben will, [das] sicher tun dürfen“ soll, jedenfalls „im Notstand“. Und dann noch gefragt wird „Warum nicht die Pressefreiheit?“.

Also daran finde ich nicht viel misszuverstehen. Das ist ein Plädoyer für Kriegs- bzw. „Notstands-“ Zensur durch „ein[en] Staat, der handlungsfähig bleiben will“.

Und da sage ich: Nein, nein, nein. Punkt. Selbst wenn es um Scheisse wie Bild oder Sun geht. Und die wird „ein Staat, der handlungsfähig bleiben will“, sowieso bestimmt nicht einschränken wollen.

pen
Gast
pen

@ Niki – 04.05. 2020, 18:09 Uhr

Presse und Verantwortung ist ein Oxymoron.

niki
Mitglied
niki

@Pen: Eigentlich sollten m.M.n. gerade die öffentlich rechtlichen Medien ganz genau diese Verantwortung wahrnehmen… Nichtsdestotrotz hast du natürlich recht…

ChrissieR
Gast
ChrissieR

Guude!

Ich glaub‘ das autonome Denken ist bereits da..noch vor dem autonomen Fahren..will heissen…wir lassen denken…ist ja so bequem und viel sicherer!😰

Rudi
Gast
Rudi

Roberto: Grundrechte einschränken: Im Notstand muss das ein Staat, der handlungsfähig bleiben will, sicher tun dürfen. Unter Abwägungen und mit Kontrolle. Das sehe ich nicht ein. Den „Notstand“ zu definieren, ist stets eine politische Angelegenheit. Eine Regierung, die den „Notstand“ ausruft, wird dies natürlich mit schweren „Abwägungsproblemen“ begründen. Und Kontrolle? Wer soll da kontrollieren? Wir haben doch eben gesehen, wie sich das Parlament selbst entmannte. Außerdem: Eine Trennung der Gewalten Exekutive und Legislative funktioniert in den Ländern und im Bund meistens nur noch formal. Die Parlamentarier sind im Regierungssack. Und wenn sie aufmucken (Fraktionszwang ist üblich), gibt’s was auf die… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Rudi

Eine Trennung der Gewalten Exekutive und Legislative funktioniert in den Ländern und im Bund meistens nur noch formal.

Nicht mal das, weil eine Regierungskoalition automatisch die Stimmenmehrheit im Parlament hat.
Einzige Ausnahme wäre eine von der Opposition geduldete Minderheitsregierung.

Die Judikative ist im Übrigen auch kein Aushängeschild für Gewaltenteilung, da die höchsten Richter ja von Parteipolitikern nach Gesinnung bzw. Parteibuch ausgewählt werden.
Das wäre mal ein Betätigungsfeld für „Strukturreformer“.

Unter diesen Voraussetzungen kontrollieren sich die Kontrolleure selbst.
Der einzige Ausweg bestünde in direkter Demokratie, wo mit Hilfe von einer festzulegenden Anzahl von antrags-Stimmen der Bürger eine Volksabstimmung erzwungen werden kann.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Roberto: Grundrechte einschränken: Im Notstand muss das ein Staat, der handlungsfähig bleiben will, sicher tun dürfen.

Das hat sicher der Adolf auch gesagt, nach dem Reichstagbrand.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Worum geht es eigentlich in diesem Artikel, wahrscheinlich um die Desinformationen die die Edelfedern und die Schmudelkinder aus den Blogs, bewusst weil sie böse sind, oder unbewusst weil sie nicht die hellsten Lichter im Kranz sind, verbreiten?!

Oder geht es hier um Medieninhalte die man selber nicht so recht versteht, und deshalb meint, die müssten verboten werden?

Man sollte da mal bei Frau Kahane nachfragen, die weiß was gut und schlecht für mündige Bürger ist.

Juergen
Mitglied
Juergen

Berühmt wurde – wie schon gesagt – der Leser auf der Parkbank, den man in Bayern kriminalisierte. Nun, Roberto, Du machst die „publizistische Ruhelosigkeit“ (Klasse Wortwahl übrigens!) ja auch mit wenn Du Deinen Artikel an einem Fall aufhängst in dem wohl (eine oder mehrere?) Polizeibehörden Regeln zu streng ausgelegt haben. Kann schon mal passieren wenn die Regel vollkommen neu ist und vielleicht auch noch ungenau formuliert oder kommuniziert. Neuland eben. Wurde von der Politik übrigens schnell korrigiert: https://www.br.de/nachrichten/meldung/sitzen-auf-parkbaenken-und-sonnenbaden-in-bayern-erlaubt,3002b4da5 Natürlich wird der Fall trotzdem für die nächsten Jahre Material für zahlreiche Journalisten und Blogger sein. Und natürlich wird keiner von denen… Weiterlesen »

Folkher Braun
Gast
Folkher Braun

Diesen Artikel verstehe ich als Verabschiedung von R.dlP aus der seriösen Diskussion über die „Virus-Pandemie“. Siehe Rubikon. Als alter „Spiegelfechter“-Mitstreiter, wo Jens in Rekordzeit neue Informationen und Diskussionen heranschaufelte, möchte ich schlicht bemerken, dass Ihr das Niveau von Jens nie erreicht habt.

Ich bin dann mal wech.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Wirklich schade! 🙁

Aber wenn man den Artikel, geschrieben in einem „linken“ Blog ernst nimmt, ist das leider eine der möglichen Reaktionen innerhalb der Leserschaft.

Ich nehme den Artikel bewusst nicht ernst, und denke eher, dass der Roberto schlecht geschlafen hat, oder anderweitig unpässlich ist.

Serienfan
Gast
Serienfan

Grundrechte werden ja permanent eingeschränkt. Bereits die Schulpflicht ist eine Einschränkung mehrerer Grundrechte. Nur muss eben die Einschränkung stets gerechtfertigt und verhältnismäßig sein. In den letzten Wochen aber erhielt man mehrfach den Eindruck, nicht jene müssten sich erklären, die Grundrechte einschränken, sondern jene, die diese Einschränkung reduzieren wollen. Eine Abwägung zwischen den Schäden von Corona und den Schäden der Maßnahmen fand gar nicht mehr statt. Erfreulich deutliche Worte fand hierzu am 28. April 2020 der Saarländische Verfassungsgerichtshof. „Die Ausübung eines Grundrechts ist nicht rechtfertigungsbedürftig. Vielmehr bedarf seine Einschränkung der Rechtfertigung, die zwischen der Tiefe des Eingriffs einerseits und dem Ausmaß… Weiterlesen »

Rudi
Gast
Rudi

Nachdem Kanzleramtsminister Braun Urteile bemeckerte, die den Bürgerinnen ihre Rechte zurückgaben, sagten die Sprecher des deutschen Richterbundes:

Die Exekutive sollte sich darüber bewusst sein, dass eine Korrektur unverhältnismäßiger Maßnahmen durch die Gerichte gerade in der aktuellen Ausnahmesituation erkennen lässt, dass der Rechtsstaat funktioniert. (…) Die Verfassungs- und Verwaltungsgerichte erweisen sich als wirksames Korrektiv zu weitgehender Beschränkungen durch die Exekutive.

Imerhin! Die Judikative scheint sich von den Allmachtsphantasien der Parteien nicht so sehr beeindrucken zu lassen.

pen
Gast
niki
Mitglied
niki

Und genau das schildert die Problematik…
Diese Menschen sind echt extrem gefährlich, da sie mit ihrem Gotteskomplex vollkommen abseits gesunden Menschenverstandes und Demokratie agieren… Und durch ihre „Niederlagen“ werden diese noch gefährlicher…

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Nun vielleicht will er ja einfach nur Millionen Menschen vor vermeidbaren Infektionskrankheit schützen und zB Kinderlähmung und Neugeborenen-Tetanus zurück drängen.

Aber das ist ja völlig undenkbar. 🙄🤦‍♂️🤣

niki
Mitglied
niki

Und wieder beweist unser Sukki, dass dieser nicht in der Lage ist auch nur ansatzweise um die Ecke zu denken… Der Staat bzw. die Staaten sollen selbst in der Lage sein um ihre Bevölkerungen gesund zu halten… Und die Ultrareichen konterkarieren das… Das sich Ultrareiche nun wie gnädige Götter aufführen um sich zu profilieren ist gelinde gesagt abartig… Und du findest das auch noch toll! Und nun kommst sicherlich du damit, dass die doch mit ihrem Vermögen doch gutes tun… Nein verdammt! Die sollen ein Großteil ihres Vermögens abgeben. Der Staat hätte dadurch erst die Möglichkeit wirklich demokratisch zu agieren,… Weiterlesen »

pen
Gast
pen

@Niki

Wenn Bill Gates wirklich der Menschenfreund wäre, als den er sich darstellt, würde er den Welthunger bekämpfen. Aber dann müßte er ja Geld ausgeben, statt es einzunehmen. Unser Sukki ist eine Schande für jedes freie Blog. Vielleicht hätte er Journalist werden sollen?

niki
Mitglied
niki

Die wollen garantiert nicht den Welthunger abstellen… Denn dann könnten die sich mit solchen Aktionen gar nicht dauerhaft als gnädige Götter darstellen….

Es gibt nichts undemokratischeres als Oligarchen & Konzerne die ihre Macht nutzen…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Die wollen garantiert nicht den Welthunger abstellen… Denn dann könnten die sich mit solchen Aktionen gar nicht dauerhaft als gnädige Götter darstellen….

Doch schon, aber es würde mehr kosten als es einbringt, weil sie in den falschen Firmen investiert wären.
Wenn man mit Pharmaindustrie und Biotech verbandelt ist, muss man halt da seine Schwerpunkte setzen.

Hätten die Gates Brauereiaktien, hieße die Parole:

Flüssiges Brot für die Welt, statt Nadeln in 7 Mrd. Ä****e. 😀

niki
Mitglied
niki

@Robbespiere:
Vielleicht fällt es einem schwer, weil man selbst immer mit Geldmangel konfrontiert ist… Diese Menschen wie Gates, Bezos und Co. denken nicht mehr an geldliche Gewinnen… Die haben sie sowieso, fast egal was sie anstellen.

Noch einmal: denen geht es nicht mehr ums Geld… Darüber sind die schon lange weg, weil es verdammt leicht ist mit einem 9 Stelligen Betrag das noch zu vermehren…
Denen geht es nur noch darum einen möglichst großen Impact in der Weltgeschichte zu haben… Und sowohl Bezos als auch Gates sind da auf dem besten Wege zu hin den berühmtesten Staatsführern den Rang abzulaufen.

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki Vielleicht fällt es einem schwer, weil man selbst immer mit Geldmangel konfrontiert ist… Diese Menschen wie Gates, Bezos und Co. denken nicht mehr an geldliche Gewinnen… Die haben sie sowieso, fast egal was sie anstellen. Naja, dann könnten sie zumindest ihren Zuwachs großzügig und bedingungslos verschenken, was sie aber nicht tun. Meine Theorie ist, dass Jeder in dieser Klasse gerne der Klassenprimus wäre, sprich das Alpha-Tier. Eigentum und die damit verbundene Macht werden aber nun mal mit Hilfe von Geld erworben und wer an die Spitze will, kann da nicht „Stop“ sagen. Gates hat mit seinem Programm Windows durchaus… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

@Robbes

glaub auch, das ist denen total unbewußt und abgespalten, die sind verrückt.

niki
Mitglied
niki

Gates hat mit seinem Programm Windows durchaus Revolutionäres geleistet, … Hat er nicht… Es stammt nicht aus seiner Feder, sondern hatte es eingekauft! Er hatte lediglich eine „gute Nase“! Aber soviel nur am Rande… Aber egal: Aber was qualifiziert solche Menschen über das Schicksal von vielen anderen einfach zu bestimmen? Demokratisch gewählt sind sie auf jeden Fall NICHT! Möglicherweise ist es der Gefallen an der Dominanz, möglicherweise die Kompensation eines erworbenen Minderwertigkeits-Komplexes. Wer weiß das schon,außer den Betroffenen und selbst bei denen läuft sicher manches unbewußt ab. Versetze dich mal in die Situation eines Superreichen: Geld ist irrelevant geworden… Er… Weiterlesen »

Peb
Gast
Peb

@Niki

Vielleicht muß er ein tiefsitzendes Ohmachtsgefühl kompensieren. Wenn jemand soviel Macht braucht, wäre gut möglich. Außerdem ist das Windows System nicht nur geklaut, sondern auch bescheuert. Apple ist unvergleichlich viel besser.

Peb
Gast
Peb

@Robbes

auf fotos aus jüngeren jahren sieht der doch aus wie ein weichei

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Der Staat bzw. die Staaten sollen selbst in der Lage sein um ihre Bevölkerungen gesund zu halten… 

Deshalb führt die WHO Impfprogramme in Ländern durch, wo der Staat das nicht kann oder macht. 🙄

pen
Gast
pen

@Suk

Du klingst wie eine Schallplatte, die einen Sprung hat.

pen
Gast
pen

@Suk

Wann wirst Du endlich merken, daß Spahn es sich anders überlegt hat? Peinlich, wenn man micht mitkriegt, wann man das Jubeln ein – bzw. – umstellen muß.

„Anmerkung Albrecht Müller: Spahns großer Luftballon und schon zerplatzt. Den Druck auf die SPD, die den Luftballon platzen lässt, haben nicht die etablierten Medien, sondern die geschmähten Medien des Internets gezogen – einschließlich der Nachdenkseiten.“

https://www.nachdenkseiten.de/?p=60725

niki
Mitglied
niki

Der Artikel auf den Nachdenkseiten zeigt sehr gut die Gefahren auf…
Ich befürchte in der Tat dass fast alles nicht über Zwang durchgesetzt wird, sondern durch Nudging…
Die Wirkung ist aber quasi die gleiche…

pen
Gast
pen

@Niki

Wie will der Staat diese Coroana Apps durchsetzen bei Leuten, die kein Smartphone haben? Will es uns allen eins schenken? Der kann ja nicht mal HartzIV Kinder mit Touchpads versorgen, so daß sie am HomeSchooling teilnehmen können.

niki
Mitglied
niki

@Pen: Impfen 😉
Jetzt mal ernsthaft: diejenigen die kein Smartphone haben sind absolut irrelevant. Sind einfach zu wenige… Oft sind das eh Menschen die Ü70 sind…

Peb
Gast
Peb

Meins fliegt dann sofort hier in den kanal, dann hole ich mein uraltes Nokia wieder vor.

Peb
Gast
Peb

@Niki

Vielleicht kommen die Jungen dann auch auf die Idee, ihre Überwachungsgeräte zu entsorgen. Aber das glaube ich eher nicht.

aquadraht
Gast
aquadraht

Vielleicht bin ich ja auch irrelevant .. aber ich habe zwar ein Smartphone (gebraucht gekauftes Samsung S4 mini), aber mit LineageOS und nur Prepaid-SIM (XTRA von Telecom) nur zum Telefonieren, daher Internet nur, wo es WLAN gibt, Bluetooth, GPS abgeschaltet, kein Google Play, keine gapps. Natürlich erst recht nicht gmail, Fratzenbuch, Twitter und den ganzen Unrat. Dafür ein paartausend Bücher als epub oder pdf, Musik, Hörbücher.

Eine solche Spionage-App kommt nicht drauf. Sie würde auf Grund des abgeschalteten Tracking eh nur mobilfunkmastscharf funktionieren.

niki
Mitglied
niki

@aquadrath:
Die Menschen die sich im Technikbereich bewusst gegen den Mainstream bewegen und auch so handeln sind viel zu wenige…
Du kannst davon ausgehen das LineageOS-Nutzer UND keine Google-Apps nachinstallieren sich im niedrigen Promillebereich bewegen…

Pen
Gast
Pen

Niki, was ist LineageOS? und keine google Apps nachinstallieren, wie geht das?

niki
Mitglied
niki

LineageOS ist ein Betriebssystem für Smartphones und Tablets welches auf den Opensource-Teil von Android basiert… Leider sind Treiber für die Hardware von den Smartphones oft nicht frei und müssen erst neu von den freiwilligen neu entwickelt werden. Das ist besonders schwierig, da viele Hersteller nicht mit den Spezifikationen der Hardware hausieren gehen. Vorteil von Lineage ist, dass man vollkommen auf Google-Software verzichten kann und somit das Smartphone keine Daten über Nutzung, Standorte, etc an irgendwelche Konzerne oder jemand anderes sendet… Nach meinen Kenntnisstand ist das alles nachgeprüft und man ist diesbezüglich relativ sicher… Anfällig für Schadsoftware ist es aber trotzdem.… Weiterlesen »

pen
Gast
pen

Niki,

ganz herzlichen Dank! Gut erklärt. Bei Samsung J3, knapp drei Jahre alt, sollte das noch möglich sein.

LG pen

aquadraht
Gast
aquadraht

Schön erklärt. Was die Schadsoftware angeht: Ja, wenn Du Dir jeden Scheiss drauflädst. Das Betriebssystem selbst wird regelmässig mit Updates versorgt, bei zum Teil 10 Jahre alten Geräten. Beim Waldundwiesen-Smartphone stellt der Hersteller meist nach 2 Jahren den Support ein.

Gewissenhaftigkeit ist natürlich immer wichtig. Aber bei Lineageos kannst Du regelmässig Backups fahren und im Falle von Mist auf dem Smartphone den ganzen Kram löschen und neu laden. Android und Äppel wollen einen dagegen am Händchen führen, nicht selten ins Desaster.

Pen
Gast
Pen

@aquadraht

Gute Ergänzung. Wird gleich mit gespeichert. Um Google, seine mail und Apps mache ich allerdings schon seit langem einen Bogen. :- ))

Pen
Gast
Pen

Niki,

Ginge es hier mit rechten Dingen zu, dann müßtest Du einen gutbezahlten Job in der IT Branche haben!

pen
Gast
pen

@Suk

Dein Freund Bill Gates sieht aus wie der Leibhaftige. Ab 30, so sagt man, ist man für sein Gesicht verantwortlich.

https://www.youtube.com/watch?v=xmoTebYF90w

Drunter & Drüber
Gast
Drunter & Drüber

Und was sagt uns das jetzt über Sie?

Peb
Gast
Peb

Ich habe es aufgegeben, Ihre rätselhaften Äußerungen verstehen zu wollen. Alles Gute!

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Jemand der sich dafür einsetzt, in großem Stil dort Menschen gegen Krankheiten zu Impfen, wo der Staat das nicht organisieren und bezahlen kann, der will ganz offensichtlich unnötige Infektionskrankheiten vermeiden und die Kindersterblichkeit in diesen Ländern reduzieren. 🙄🤦‍♂️ Wie wäre es, zur Abwechslung mal von der einfachsten und öffentlichsten Lösung auszugehen. Zumal Bill Gates sowieso schon mehr Geld hat, als er jemals ausgeben kann und offenbar ein netter Kerl ist. 😉 Bill Gates ist aber ein Kritiker von Donald Trump, weshalb gegen ihn in den USA eine rechtsradikale Kampagne tobt, wie gegen andere Trump-Kritiker, wie zB die Clintons und Obama,… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram

Bild-Leser wissen mehr! 😀

Drunter & Drüber
Gast
Drunter & Drüber

Sie haben was bitte?
Einen an der Marmel haben Sie.

aquadraht
Gast
aquadraht

Da speit der Rauner wieder mal Beleidigungen. Ich habe da einen anderen Eindruck, wer verwirrt ist.

Pen
Gast
Pen

Der Rauner mit dem Beißreflex, sehr schön.

Pen
Gast
Pen

@Sukram Bill Gates könnte mit seinem Geld unendlich viele Mißstânde beheben, aber damit könnte er nichts verdienen. Ist das ein Menschenfreund? Ist das ein Mensch? „Wie viele Menschen sterben täglich an Luftverschmutzung, an verseuchtem Trinkwasser, an katastrophalen Hygienebedingungen? Wie viele an Unterernährung, die auch zum Beispiel für TBC verantwortlich ist. Allein durch verschmutztes Trinkwasser wurde die Todesrate in einem Bericht des Deutschlandfunks von 2017 jährlich auf eine Million Menschen geschätzt – für 2012… In einem Artikel der UNICEF vom Dezember 2019 steht, dass alle 39 Sekunden ein Kind an Lungenentzündung stirbt. 800.000 tote Kinder waren das in 2018, und es… Weiterlesen »

Sukram71
Mitglied
Sukram71

@Pen
Und viele Menschen, Kinder und Neugeborene sterben noch immer an vermeidbaren Infektionskrankheiten, gegen die man sich impfen kann. Malaria ist ebenfalls ein großes Problem.

Und Bill Gates hat sich mit seiner Frau eben diesem Thema gewidmet. Steuern sparen geht mit ner Stiftung natürlich auch, aber deshalb ist es ja nicht schlecht in armen Ländern Menschen zu Impfen. 🙄🤦‍♂️

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram Und viele Menschen, Kinder und Neugeborene sterben noch immer an vermeidbaren Infektionskrankheiten, gegen die man sich impfen kann. Malaria ist ebenfalls ein großes Problem. Tja, viele Impfungen und die damit verbundenen Risiken könnte man sich sparen, würde man die Lebensverhältnisse der Menschen verbessern. Malaria war hier ein gutes Stichwort: Bevor der Rhein durch Tulla begradigt wurde, waren dessen unzählige Nebenarme und Überschwemmungsgebiete eine wahre Brutstätte für Malaria, Typhus und Ruhr, was immer wieder zu Epidemien führte. Diese Maßnahme hat nicht nur die Bedingungen für den Schiffsverkehr verbessert, sondern auch den Überträgern der Krankheiten die Lebensgrundlage entzogen. An der Beseitigung… Weiterlesen »

Detleft Schulze
Gast
Detleft Schulze

Bevor der Rhein durch Tulla begradigt wurde, waren dessen unzählige Nebenarme und Überschwemmungsgebiete eine wahre Brutstätte für Malaria, Typhus und Ruhr, was immer wieder zu Epidemien führte.

Ich glaube wenn Bill Gates anfangen wuerde den Kongo zu begradigen, würden Sie ihn dafür auch kritisieren. Aber das ist nur so eine Vermutung.

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Detleft Schulze

Es geht mir nicht darum, echte Hilfe zu kritisieren, sondern die Art, am Symptom herum zu doktern statt die Ursachen abzustellen und die Abhängigkeit von äußerer Hilfe zu reduzieren.

Pen
Gast
Pen

@Robbespiere Besser als Kindern zweifelhafte Impfstoffe zu verabreichen, die oft zu Autismus und anderen Behinderungen führen, wäre es, für genug Nahrung, sauberes Trinkwasser und ein unverseuchtes, d.h. nicht durch Pestizide vergiftetes Habitat zu sorgen. Auch Bildung der Eltern, ganz besonders die Hygiene betreffend, wären nachhaltige Hilfen, die Bill Gates leisten könnte, die ihn aber etwas kosten würden. Mit seinem Milliarden könnte er Wunder bewirken. Stattdessen will er noch mehr anhäufen und greift zu sehr zweifelhaften Methoden. Was gibt diesem Garagen Nerd das Recht, sich ein Wissen anzumaßen, für das normalerweise zwölf Semester Studium, zwei Examina und meist noch eine mehrjährige… Weiterlesen »

Stephan
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Stephan

Gegen Sukram ist Merkels Schoßhündchen Steffen „Ich habe dem nix hinzuzufügen“ Seibert, wirklich ein radikaler Regierungskritiker. Soviel devote Willfährigkeit sind selbst im Land der obrigkeitshörigen Denunzianten und Blockwarte außergewöhnlich

golle
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golle

„Grundrechte einschränken: Im Notstand muss das ein Staat, der handlungsfähig bleiben will, sicher tun dürfen. Unter Abwägungen und mit Kontrolle.“ Aha, wenn ich Sie richtig verstehe, dann wurde abgewägt, die Kontrolle funktionierte und die„Vierte Gewalt“ im Staat schaute kritisch den Handelnden auf die Finger, sogar die systemkonformen Leitmedien gingen wieder auf journalistische Distanz, keine tendenziöse oder propagandistische Berichterstattung mehr. Die Konzernherren der Medien ließen ihre Hofberichterstatter von der Leine. Zu Wort kamen auch kritische Stimmen, renommierte Mediziner, Human-Biologen, Statistiker und viele mehr. Es wurde wieder ergebnisoffen debattiert und veröffentlicht. Stimmen, auch die kritischen fanden das gleiche Gehör wie die regierungsamtlichen.… Weiterlesen »