Das Klima als Religionsersatz oder: Sind wir noch zu retten?

Über Greta Thunberg wird immer seltener gesprochen, und auch die Bewegung „Fridays for Future“ ist nicht mehr im Viertelstundentakt in den Medien zu finden. Aber der Klimawandel ist weiterhin ein großes Thema. Dabei geht es vornehmlich darum, ob der CO2-Preis ausreicht, ob SUVs weiter ihre Existenzberechtigung haben und ob man in den Urlaub fliegen darf oder nicht.

Wir haben über das Klima gesprochen. Wir haben darüber gesprochen, was passiert ist in den letzten Monaten, und wir haben uns die Frage gestellt, ob der Klimawandel sich thematisch zu einer neuen „Religion“ entwickelt hat. Es gibt einiges, das darauf hindeutet.

Wir haben uns zudem gefragt, ob man nicht woanders ansetzen könnte, etwa bei der weltweiten Bevölkerungsentwicklung, bei der Art, wie wir leben und wie unsere Wirtschaft aufgebaut ist, beispielsweise bei unnötig langen Transportwegen.

Den Podcast habe ich mit Roberto J. De Lapuente und Jens Berger geführt.

Die iTunes-Version und die YouTube-Fassung sind unter dem Inhaltsverzeichnis zu finden.
Ebenfalls weiter unten sind weiterführende Texte und ein Interview von Maischberger mit Kevin Kühnert zu finden.


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Inhalt:
00:03 Moin!
02:00 Ein ganz kleiner SPD-Block
12:30 Klima als Religion
17:00 Kann es CO2-Neutralität geben?
19:00 Esoterik im Klimaschutz?
21:30 Fridays for Future tut nicht weh
28:00 Was tun mit dem Bevölkerungswachstum und dem Wunsch nach Wohlstand?
37:50 Elektro-Autos oder: Elektro-Autismus
42:00 Der Wunsch der Inder nach einem Kühlschrank
44:00 Das Ende der Menschheit
47:30 Was machen Wissenschaftler?
48:30 Was macht die Politik?
50:30 Demokratie ist langsam
53:00 Gretaismus oder: Der Kampf der Feinde
57:00 Was tun?
59:00 Wir bleiben optimistisch … mehr oder weniger … im Grunde

YouTube

Weiterführende Texte:

Ganz beschissenes Klima

Opium fürs Heidenvolk

Es ist kontraproduktiv, Wachstum zu verteufeln – auch und gerade im Rahmen der Klimadebatte

Maischberger im Interview mit Kevin Kühnert

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Molle Kühl
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Molle Kühl

Die Diskutanten entpuppen sich selbst als Religioten, denn ihre weltweit verbreitete Religion heißt Kapitalismus. Überbevölkerung darf da natürlich nicht fehlen. Die „zu Vielen“ sind dabei immer die Anderen. Gehe ich von der Bevölkerungsdichte pro qkm aus, explodiert z. B. die Bevölkerung in Japan, Belgien und Deutschland. Nehme ich als Maßstab für die Beschleunigung des Klimawandels den „ökologischen Fussabdruck“ des Individuums, so komen die Menschen in den Entwicklungsländern am besten dabei weg. Wer von Bevölkerungsexplosions spricht, wirft natürlich die Frage auf, wem das Lebensrecht abgesprochen werden soll. Fehlen durfte natürlich auch nicht das großzügige Zugeständnis dass die Leitkultur des ungezügelten Verbrauchs… Weiterlesen »

Musil
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Musil

Vor allem muss man bedenken, dass die Bevölkerungszahl nichts mit dem CO2-Ausstoß zu tun hat. Und Emissionen in bevölkerungsreichen Entwicklungs- und Schwellenländern (=verzichtbare Bevölkerung) haben zumeist mit Produktion und Herstellung von Gütern für den Westen bzw. für westliche Firmen zu tun. Ausschlaggebend ist wohl der Konsum und der ist bei uns (Nordamerika, AUS, NZL und Europa) eindeutig am höchsten. Also ist mit der Bevölkerungsreduktion in unseren Breitengraden zu beginnen. PS.: Euer Überbevölkerungs-Evangelium ist übrigens integraler Bestandteil der Parteiprogramme von NPD und AfD – nur mal so der Vollständigkeit halber gesagt. Das per Eigendefinition linke bürgerliche (moralisch überlegene) Lager ist schon… Weiterlesen »

Juergen
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Juergen

@Musil

Also ist mit der Bevölkerungsreduktion in unseren Breitengraden zu beginnen.

Das hat die UN in einer Klimastudie schon vor vielen Jahren (vor 10-15 Jahren oder so wenn ich mich recht erinnere) als beste Methode vorgeschlagen um den ökologischen Footprint der entwickelten Länder zu verringern. Hat allerdings nur bei den Schon-länger-hier-Lebenden funktioniert. Siehe Zuwanderung. So gesehen bist Du mit der Bevölkerungsreduktion in unseren Breitengraden auch gerade verdammt nahe bei der Afd/NPD Programmatik.

Molle Kühl
Gast
Molle Kühl

Die im Zeitplan genannten Themen wurden teilweise verfehlt. Dass FFF eine Infantilisierung des Widerstandes ist, sehe ich zwar genauso. Dafür aber kein Wort zu den Klimakativisten im Hambacher Forst, stattdessen Witze über „Autonome“. XR wird als radikal bezeichnet, weil sie mit der Polizei kooperieren? Stattdessen verwechselt Ihr dabei Religiosität mit Spiritualität. Kein Wort über die Subventionen des Kohlebergbaus, mit denen ein Bergarbeiterarbeitsplatz mit jährlich 231.000 Euro gefördert wird. Das ist die pervertierte Situation. Geländewagen verbieten geht gar nicht!!!! Die 1 Mio Grenze bei der Zulassung von SUVs wurde 2019 gerissen. Plus 47,5 % gegenüber 2018. Habter nich jewußt woll? „Klimafolgenmanagement“… Weiterlesen »

Heldentasse
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Heldentasse

In Wirklichkeit bedeutet echter „Klimaschutz“ (wobei es hier überwiegend aber um Schutz der Biosphäre gemeint ist) eine extrem radikale Umstellung unseres „Way of life“, und auch der sozialen Umstände, Stichwort „Gerechte Verteilung des Wohlstands“. Das wollen oder können die meisten nicht akzeptieren, und darum diese unschönen Reaktionen auf Greta& Co.

Aber in Wirklichkeit ist eines ganz klar, es gibt große Veränderungen jedweder Art entweder „gesteuert“ entweder „chaotisch“. Und mir scheint es so, dass wir uns für letztere Entschieden haben, mit allen Folgen die wir jetzt noch mental verdrängen können, es fragt sich nur wie lange?

Pen
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Pen

@Heldentasse

„Aber in Wirklichkeit ist eines ganz klar, es gibt große Veränderungen jedweder Art entweder „gesteuert“ entweder „chaotisch“. Und mir scheint es so, dass wir uns für letztere Entschieden haben, mit allen Folgen die wir jetzt noch mental verdrängen können, es fragt sich nur wie lange?“

Wahrscheinlich werden wir durch die Klimakatastrophe zu einer Systemänderung gezwungen werden. Beides ist m. E. nicht aufzuhalten, nur – und da stimme ich mit Dir überein – der Zeitpunkt ist ungewiß. Die Natur ist stärker, als alles Menschengemachte.

Heldentasse
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Heldentasse

@Pen Die Natur ist stärker, als alles Menschengemachte. Grundsätzlich ACK! Aber ich glaube auch, dass in Deinem Satz schon indirekt die fatale Krux versteckt ist. Wir müssen nämlich gar nicht „stärker“ als die Natur sein, wir müssen als Bestandteil der Natur nur „mit“ der Natur sein. Das wäre langfristig dem Erhalt unserer Spezies sehr förderlich, und würde das einzelne Individuum vermutlich auch glücklicher machen, weil wir im Grunde so „programmiert“ sind eins mit der Natur zu sein. Das heißt nun nicht, dass wir wie Steinzeitmenschen leben müssten, sonder „nur“ unsere Technologie und die Art des Wirtschaften eben zu einstellen das… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

@Heldentasse „Wir müssen nämlich gar nicht „stärker“ als die Natur sein, wir müssen als Bestandteil der Natur nur „mit“ der Natur sein. Das wäre langfristig dem Erhalt unserer Spezies sehr förderlich, und würde das einzelne Individuum vermutlich auch glücklicher machen, weil wir im Grunde so „programmiert“ sind eins mit der Natur zu sein.“ Daß der Mensch glaubt, stärker sein zu müssen, um sich die Erde untertan zu machen, hat ja zu dieser Zerstörung, zu Raubbau, Verödung und nachhaltiger Vergiftung geführt. Wenn man sich das Gebiet um Tchernobyl betrachet, sieht man wie das gehen könnte. Nicht lebbar für Menschen, aber eine… Weiterlesen »

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse
Juergen
Mitglied
Juergen

@Heldentasse:

Aber in Wirklichkeit ist eines ganz klar, es gibt große Veränderungen jedweder Art entweder „gesteuert“ entweder „chaotisch“. Und mir scheint es so, dass wir uns für letztere Entschieden haben, mit allen Folgen die wir jetzt noch mental verdrängen können, es fragt sich nur wie lange?

Es wird sicher chaotisch oder autoritär sein und sicher nicht demokratisch. Am Wahrscheinlichsten scheint mir eine Entwicklung hin zu einer Gesellschaft so irgendwo zwischen Brave New World und Soylent Green. Sowas wie Neusprech haben wir ja schon.

Heldentasse
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Heldentasse

Was soll ich dazu sagen außer: ACK!

Sukram71
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Sukram71

Dass FFF eine Infantilisierung des Widerstandes ist, sehe ich zwar genauso.

Kinder haben eben auch das größte Recht, sich über die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen und des Klimas aufzuregen, weil Kinder tragen dafür keinerlei Verantwortung und müssen später mit den Folgen leben.

Und sich dann auch noch über eine „Infantilisierung“, also Verkindlichung, der Diskussion zu pikieren ist an Heuchelei und Schäbigkeit kaum noch zu überbieten. (Höchstens noch mit dem Thema „Überbevölkerung“ in armen Ländern.)

Molle Kühl
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Molle Kühl

Sukram71: Ich glaube, Du hast mich missverstanden. Mit Infantilisierung meine ich nicht die große Zahl der jugendlichen Teilnehmer, die ich sogar sehr begrüße, sondern die Form des Wíderstands, Latschdemos, Protestsprüche auf Pappschildern, erinnert mich an Lichterkettenromatik.

Überbevölkerung und Bevölkerungsexplosion sind an Eugenik grenzende Begriffe von Biopolitikern, denen es um die weiße „Rasse“ geht. Mein Hinweis auf die Programme der beiden rechten Parteien sollte nur zeigen, in wessen Komplizenschaft man sich mit solchen Theorien begibt. Die drei Disku-Tanten sollten sich evtl. mal literarisch einen grundlegenden theoretischen Hinterrund verschaffen, bevor sie mich blöd abwatschen.

Sukram71
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Sukram71

@Molle Kühl Ich glaube, Du hast mich missverstanden. Mit Infantilisierung meine ich nicht die große Zahl der jugendlichen Teilnehmer, die ich sogar sehr begrüße, sondern die Form des Wíderstands, Latschdemos, Protestsprüche auf Pappschildern, erinnert mich an Lichterkettenromatik. Jugendliche protestieren halt auf jugendliche Art und Weise. 😉 Das kann man denen nicht vorwerfen. Die haben ja auch keine vollen Rechte und nicht so viel Geld. Dennoch haben gerade und ganz besonders die das größte Recht dazu. Natürlich kann man auch den Jugendlichen erklären, dass sie noch nicht so fest im Leben stehen und noch nicht über die ganzen Mühen, Schwierigkeiten und… Weiterlesen »

Molle Kühl
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Molle Kühl

Die Begeisterung der politischen Elite über FFF sollte doch misstrauisch machen.

Horst
Gast
Horst

FFF (übrigens stand das witzigerweise früher für ‚Fuck for Forest‘) ist nur der nützliche Idiot. Die Obrigkeit wollte Steuererhöhungen haben. Und man hat sie bekommen.
Die Doofen sind für Steuererhöhungen auf die Straße gegangen, da Erwachsene für so einen Schwachsinn nicht zu haben sind. Mission accomplished.

Horst
Gast
Horst

Die Diskussion war eher nicht so gut. Das eigentlich gute Einstiegsthema zur Religiösität der Klimabewegung, habt ihr dummerweise gleich zu Beginn verkorkst. Nämlich in dem Augenblick wo ihr alle drei zusammen ein Glaubensbekenntnis abgegeben habt. („Wir bekennen uns gemeinsam zur ewigen göttlichen Wahrheit des apokalyptischen Klimawandels“). Das war nicht so gut. Man könnte fast von einem idiotischen Glaubensbekenntnis sprechen, da ihr dann auch gleichzeitig den abgefahrenen religiösen Charakter der ganzen Klimahysteriekampagne zu Recht kritisiert. Wie auch immer. Tatsächlich müsste man mal über die Grundlagen der ganzen Weltuntergangsprophetie sprechen. Und da sieht es bei weitem nicht so klar aus, wie es… Weiterlesen »

ThomasX
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ThomasX

Dein letzter Satz gefällt mir gut – wobei das „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ fehlt. Und genau das ist doch der Punkt, der uns bisher immer zum Handeln getrieben hat. Bei der „Terrorbekämpfung“ und Legitimation von Kriegen ebenso, wie bei der Verschärfung von Sanktionen, Überwachung und der Vernichtung von Bürger- wie Menschenrechten. Wie immer also reine Doppelmoral. Wenn also eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Ursache besteht, muss an der Beseitigung selbiger gearbeitet werden und nicht an der Registrierung und Verwaltung der Symptome, wie es die Politik und ihre medialen Sprachrohre propagieren. Religiosität haben somit eher die Leugner und Verwalter für sich gepachtet,… Weiterlesen »

Heldentasse
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Heldentasse

Meinen herzlichen Dank an alle Beteiligten für den super Podcast. Es wurde auf das Wesentliche aufmerksam gemacht dämlich, dass die hausgemachten existentiellen Probleme der Menschheit nicht mehr gelöst werden können, und das was da gerade politisch läuft höchstens gut gemeinte Pseudolösungen sind, die niemals an die Wurzeln der Probleme gehen. M.E. viel Wahrscheinlicher ist, dass die Umweltpolitik nur Fassade ist, um den Leute zu suggerieren das es fast so weiter gehen kann wie bisher, und um ihnen nebenbei auch das Geld u.a. für die Teutschen Strumturppen, an den Fronten und auch in der Heimat, aus der Tasche zu ziehen. Übrigens,… Weiterlesen »

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Aber es stimmt schon: So wie die Dinge liegen und so wie die Menschen drauf sind, wird die rechtzeitige Reduzierung des Ausstoßes von klimaschädlichen Gasen wahrscheinlich nicht rechtzeitig klappen. Deshalb muss gleichzeitig an Techniken geforscht werden, CO2 der Atmosphäre in großen Stil wieder zu entziehen oder das Erdklima auf andere Weise zu senken. ZB durch die Ausbringung von Stoffen in die Atmosphäre, die das Sonnenlicht etwas blocken. Möglicherweise gibt es in ein wenigen Jahrzehnten Konflikte, weil einige Staaten einseitige Maßnahmen zur Klimaveränderung durchführen, die anderen Ländern nicht gefallen. Russland und Norwegen haben zB ein Interesse an einem heißeren Klima –… Weiterlesen »

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Deshalb muss gleichzeitig an Techniken geforscht werden, CO2 der Atmosphäre in großen Stil wieder zu entziehen oder das Erdklima auf andere Weise zu senken. Die ist schon bewusst, dass dies es mindestens den gleichen Energieansatz bedeutet, die C02 Bindung zu lösen, nämlich in C und O, denn die Erzeugung dieser Verbindung erbracht hat? Wie jeder einsehen kann ist dies ist praktisch energetisch/ wirtschaftlich nicht zu leisten, in dem Umfang wie es nötig wäre. Hinzu kommt das noch erhebliche Energiemengen aus fossilen Brennstoffen gewonnen werden, und die darf man für so Ansätze schon mal gar nicht verwenden, da bleibt mehr CO2… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

@Markus: Geoengineering wird nach hinten losgehen… Die Nebenwirkungen sind mindestens genauso fatal, wie das CO2 in der Atmosphäre! Wenn nicht gar noch schlimmer!
Es hilft nur die Vermeidung von CO2-Ausstoß. Da müssen wir beim u.a. Verkehr, Bauindustrie, Militär, Landwirtschaft gewaltig etwas ändern. Langfristig hilft zusätzlich nur noch Aufforstung…

Ob wir das schaffen, ist eine andere Frage… Ich befürchte ja auch, dass es schon fast zu spät ist…
Vor allem bei den derzeitigen Machtverhältnissen… Hier im Westen haben die Staaten auch nur bedingt noch etwas zu sagen… Die Macht liegt vermutlich schon eher bei den Großkonzernen und Ultrareichen!

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Na ich denke eigentlich schon, dass es durch menschliche Eingriffe möglich wäre, das Klima für uns positiv zu beeinflussen. ZB bei einem Atomkrieg zwischen Indien und Pakistan würde so viel Ruß und Asche in die Luft geschleudert, dass es für einige Jahrzehnte weltweit einige Grad kälter wäre, haben Forscher errechnet. Nun wäre es doch vielleicht denkbar, dass man etwas ähnliches über den Flugverkehr macht. Natürlich nur sehr vorsichtig. Dass dass erhebliche Schwierigkeiten und Risiken mit sich bringt – und auch großes Streitpotential – ist mir völlig klar. Aber vielleicht ist das die einzige Chance für einige Gegenden auf der Erde,… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

Ja genau, Aerosole in die Atmosphäre bringen… Das einzige was theoretisch denkbar wäre! Funktioniert nicht, weil die Nebenwirkung heißt saurer Regen, dass es nur so kracht…
Macht die Erde genauso unbewohnbar…

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Dehalb schlage ich vor, zu dem Thema zu forschen. Wenn die Reduzierung der klimaschädlichen Gase nicht funktioniert – und danach sieht es ja leider aus – dann brauchen wir vielleicht einen Plan B (menschlicher Eingriff) und C (Anpassung). Ich bin kein Freund davon gleich alles für unmöglich zu erklären. Auch dann, wenn es riskant ist.

Molle Kühl
Gast
Molle Kühl

Die gegenwärtige Klimakatastrophe, von kapitalistischen Interessen seit Jahrzehnten begleitet, jetzt mit kapitalistischen Mitteln bekämpfen zu wollen, geht wohl in die Hose. Diese Vorschlag kommt dem Bedürfnis der LOHAS (nach engl. Lifestyles of Health and Sustainability) entgegen, ihren bisherigen Lebensstil nicht aufgeben zu wollen. Ich subsumiere solche Vorschläge schon einige Zeit unter dem Thema „Die Ahnungslosigkeit der Technikgläubigen“!

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Stimmt. Deshalb würde ich die Forschungen zum Thema auch nicht an die große Glocke hängen, damit niemand glaubt, es gäbe keinen Handlungsdruck CO2 garnicht erst entstehen zu lassen.

Gaby Peschel
Mitglied
Gaby Peschel

Tachchen ihr Schlingel

Jedesmal wenn die Diskussion ums CO² aufkommt, bekomm ich echte Bauchschmerzen. Ich möchte jetzt ganz vorurteilsfrei folgendes fragen dürfen:
Wer hat sich das letzte mal mit Photosynthese beschäftigt und sie verstanden?

Ich finde das sollte, bei aller Diskussion und Verständnis für die Besorgnis, nicht außer Acht gelassen werden.

LG
Gaby

(*bearbeitetes Ps:
Ich komme aus dem Bereich Gartenlandwirtschaft/Floristik, dort gehört es zur Ausbildung die Grundlagen des Pflanzenwachstums zu kennen.)

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Hallo, die Photosynthese und nachfolgende Prozesse scheinen mir dahingehend interessant, dass sie dafür gesorgt hat, dass über ca. 2 Milliarde Jahre das CO2 aus der Atmosphäre in C und O2 aufgespalten wurde, und ein Teil des C dem natürlichen Kreislauf entzogen wurde, in dem im Erdreich fossile C Lagerstätten entstanden, quasi sozusagen als CO2 senken. Wir habe diese Lagerstätten ausgebeutet, und diesen Vorgang der Lagerung über aber Millionen Jahre in ganz kurzer Zeit rückgängig gemacht. Ich meine mal gelesen zu haben, dass wie zur Zeit in einem Jahr soviel C zu CO2 verbrennen, wie die intakte Natur in 1 Millionen… Weiterlesen »

Gaby Peschel
Mitglied
Gaby Peschel

Kohlenstoffdioxid (CO²) und Wasser (H) werden bei der Photosynthese in Glucose und Sauerstoff umgewandelt. Damit dieser Umwandlungsprozess vollzogen werden kann ist Energie notwendig. Dazu bedarf es Licht und auch Chlorophyll (endothermischer Prozess). Neben (während und danach) dieser Umwandlungen finden weitere statt die zb. Kohlenhydraten, Fette und Eiweiße produzieren. Kohlenstoffe sind jene chemische Elemente aus denen alles „lebende“ erst hervorgeht – ist also elementar. Was, wenn wir sie weitestgehend reduzieren? (Das CO² Optimum für einige wichtige Getreide-Sorten liegt zum Beispiel zwischen ca 800 – 1000 ppm, wohingegen andere mit durchaus niedrigeren Werten gut wachsen. Hier geht es also nicht nur um… Weiterlesen »

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Auf die Freisetzung des Co2 in den Ozeanen oder aus den Permafrostböden haben wir keinen unmittelbaren Einfluss, mittelbar und langfristig evtl. aber nur dann, wenn wir nicht mehr C aus den fossilen Lagerstätten zu Co2 verbrennen. Die IMO möglicherweise für uns tödliche Entwicklungen sind die sprungweise Änderungen. Dann steigt die Temperatur nicht mehr linear sondern nach anderen Gesetzmässigkeiten, und das könnte so schnell heißer werden, dass sich das höhere Leben und auch die Pflanzen sicht nicht darauf anpassen können. Das globale System sucht sich physikalisch betrachtet ein neues Gleichgewicht. Dabei interessant ist, dass dieser Vorgang ireversibel ist, und das Leben… Weiterlesen »

Gaby Peschel
Mitglied
Gaby Peschel

Nur was nützt es uns wenn ein paar niedere Überlebensspezialisten die Kurve kriegen, aus denen sich vielen Millionen Jahren was höheres entwickeln könnte.

.. und da ist sie wieder. Die anmaßende Überheblichkeit mit der Artbezeichnung „Mensch“

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

So war das nicht gemeint, vor allem nicht bewertend, weil wir im Grunde doch eins sind, ich hätte besser z.B. „einfaches Leben“ schreiben müssen. Aber trotzdem, einem Menschen kann doch nicht recht sein, wenn durch sein Verhalten es möglicherweise keine Menschen oder anderes „nicht so einfaches Leben“ mehr in Zukunft geben sollte. Aus einer ganz weiten Perspektive heraus, ist es dann doch wieder natürliche Selektion, die die aus dem Spiel nimmt, die sich nicht anpassen können oder wie wir wollen. Das Paradoxe an der Sache ist, dass wir im Gegensatz zu einer Population Blaualgen im Aquarium wissen was wir anrichten,… Weiterlesen »

Gaby Peschel
Mitglied
Gaby Peschel

Aus moralischer Sicht stimme ich mit Dir überein, wenn es um dass „Recht auf Leben“ geht. Aus biologischer Sicht, bzgl der darwinschen Theorie der natürlichen Selektion, allerdings nicht. Denn – auch da hast du recht – das einzige was uns vom Tier unterscheidet, dass wir komplexe Sachverhalte in unseren Hirnwindungen verarbeiten können. Nur, und ja da kommt das Problem mit dem Ast auf dem wir sitzen und sägen.., – wir können zwar verarbeiten, dass allein sagt aber nichts über die „Qualität“ aus. Für mich deutet alles darauf hin, dass nicht nur der Ast abgesägt, sondern der ganze Baum gleich mit… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

darwinschen Theorie

Nach der Darwinschen Theorie gilt ausschließlich nur das Recht des Stärkeren… Was daraus folgen täte…

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Nach meiner Meinung ist hier „Recht“ und „Stärke“ nicht ausschlaggebend, sondern ganz einfach: Die Spezies die sich am besten an ihren Lebensraum anpasst hat die besten Chancen zu überleben. Ich glaube das ist auch der Grund warum sich bei den Menschen bzw. dessen Vorfahren, der aufrechte Gang und ein überproportionales Gehirn durchgesetzt hat. Die konnten nur überleben, in dem sie Werkzeuge/ Waffen zur Abwehr von hoch angepassten und viel stärkeren Raubtieren und zur Erlegung von Beute einsetzten. Dazu bedarf es Grips und freie Hände. In Folge wurde der Mensch zur dominierenden Spezies ohne wirkliche Feinde, außer sich selbst und der… Weiterlesen »

Drunter & Drüber
Gast
Drunter & Drüber

Oh, Sie gehören auch zu den Gläubigen des Großen Gehirns ?

Wenn wir nur wüssten…

Roberto J. De Lapuente
Admin

Nach der Darwinschen Theorie gilt ausschließlich nur das Recht des Stärkeren… Was daraus folgen täte…

Nee. The Fittest heißt es: Also dessen, der am besten passt. Nach to fit, passen also. Es geht um Nischen, die man besetzt und nicht um Stärke.

niki
Mitglied
niki

@Roberto:
Ich konnte mich noch nie besonders gut ausdrücken… Aber gut 😀

politische krokette
Mitglied
politische krokette

Ich glaube mit der Diskussion ward ihr auf dem richtigen Pfad, seid aber irgendwann (v.a. Jens, der, glaube ich, hatte nicht so Bock auf das Thema) in allgemein oberflächliches Geplänkel abgedriftet (Stichworte: Inder und Kühlschrank), welches zwar an sich stimmen dürfte, jetzt aber auch nichts neues ist und mit dem Thema an sich maximal als kontrastierender Realitätencheck zu tun hat (klar sind FFFs Forderungen in dem Vergleich eine harmlose Elitennabelschau). Ich glaube aber Roberto war mit seiner etwas missratenen Einführung des „autogenen Trainings“ gar nicht so weit weg vom Kern. Es steckt ja schon im Wort autogen drin: auto (selbsttätig)… Weiterlesen »

Horst
Gast
Horst

Das erinnert mich dann schon etwas an TINA-Doktrin, mit der nur im vorherrschenden System gedacht werden darf. Sehe ich auch so. Und warum das alles? Die Spießbürger wollen nich anecken, also bekennen die sich schon mal rechtzeitig zum Mainstream und schieben dann bestenfalls noch etwas Pseudo-Kritik hinterher, damit man nicht so überangepasst wirkt. Tatsächlich ist das Wirtschaftssystem die Ursache für den Kontrollverlust und damit für alle daraus resultierenden Irrationalitäten. Profitmaximierung als vorherrschende Idee beim Produzieren, sowie die daraus resultierende „systemische Eigendynamik“ münden in entsprechend ausweglose Situationen. Das ist aber alles schon sehr lange bekannt. Trotzdem, gibt es da irgendwelche internationale… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

Meine Prognose: Der ganze Weltuntergangs-Scheiß dient nur der zusätzlichen Bereicherung unserer lieben kleinen Finanzelite. Sagen wir mal so: Es wird versucht mit kruden Mitteln die CO2-Problematik in eine esoterische Ecke zu drängen, so dass es von der Masse als lächerlich abgetan werden soll, um so weitermachen können wie vorher… Des weiteren werden absichtlich äußerst unsoziale Maßnahmen getroffen zum Klimaerhalt, dass man diese sehr wahrscheinlich zurücknehmen muss, weil die Masse das einfach nicht mitmacht. Und die Rücknahmen werden gefeiert werden… Dass bestimmte Interessen von manchen mächtigen Konzernen im Spiel sind kann man daran sehen, dass bestimmte Wirtschaftszweige (Kohle) auf Teufel komm… Weiterlesen »

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Die Erkenntnis, dass zu viel Treibhausgase in der Atmosphäre langfristig (in menschlichen Dimensionen) für die meisten Arten tödlich sind, hat sich offensichtlich und zum Glück durchgesetzt.

Nun wird versucht mit systemkonformen Lösungen gegen zu steuern, und das ist m.E. sehr wahrscheinlich im Kapitalismus nicht möglich. Dieser hat nämlich die systematische Eigenschaft alles und jedes zu Vermarkten, auch den größten Mist, Hauptsache der Profit stimmt.

niki
Mitglied
niki

Nun wird versucht mit systemkonformen Lösungen gegen zu steuern, und das ist m.E. sehr wahrscheinlich im Kapitalismus nicht möglich. Dieser hat nämlich die systematische Eigenschaft alles und jedes zu Vermarkten, auch den größten Mist, Hauptsache der Profit stimmt.

Kurz und knapp: Ich vermute, dass du damit recht hast…