Digitalisierung als politischer Angstmacher oder: Kein Argument ist zu billig

Wie gefährlich ist eigentlich die Digitalisierung für uns? Zerstört sie Arbeitsplätze und macht die Menschen überflüssig? Es sieht so aus, ist aber zu kurz gegriffen.

Wenn Christian Lindner (FDP) in einem Redebeitrag nicht nach spätestens 45 Sekunden das Wort „Digitalisierung“ ausspricht, ist er entweder krank oder eingeschlafen. Das gilt aber nicht nur für ihn und die FDP, sondern für nahezu alle Parteien, die sich der digitalen Thematik zuordnen. Dabei wird das Bild der millionenfach wegfallenden Arbeitsplätze auf der einen Seite beschrieben, auf der anderen Seite aber auch die Chancen durch neue Berufe, die sich daraus ergeben. Als Allheilmittel wird „Bildung“ in die Mikrofone gerufen, als wäre damit das Problem erledigt.
Das Problem ist aber ein anderes.

Ohnmacht als „bestes“ Argument

Mit der Digitalisierung ist es wie mit dem Neoliberalismus oder den ominösen „Märkten“: Sie werden als Naturgewalten anerkannt, denen die Gesellschaft, die Politik, nichts entgegenzusetzen hat. Märkte müssen immer wieder „beruhigt“ werden, der Neoliberalismus ist die einzige Wirtschaftsform, die denkbar ist, und die Digitalisierung ist da, kommt, geht weiter und macht uns alle zu Sklaven.

Nicht nur Christian Lindner (wenn auch mit einer Ausdauer und Vehemenz, die ihresgleichen suchen) stellt sich gern hin und behauptet, dass die Digitalisierung uns prägt, Jobs vernichtet, das soziale Gefüge nachhaltig verändert. Und nicht nur Lindner proklamiert immer wieder aufs Neue (übrigens unabhängig davon, ob wir es hören wollen oder nicht), dass wir uns dem mit einem völlig neuen Bildungsangebot stellen müssen (darauf gehe ich auf Grund der Komplexität des Themas Bildung hier nicht näher ein, zumal es andere gibt, die das besser können – wahr ist allerdings, dass Bildung in der heutigen Zeit neu gestaltet werden muss). Wenn man genau hinhört, sagt Lindner (und sagen all die anderen, die ins selbe Horn blasen) in erster Linie, dass sie keine Möglichkeit sehen, eine technologische Entwicklung zu steuern. Sie scheint das selbst zu tun, und wir können nur darauf reagieren. Aber das ist eine Umkehrung der zeitlichen Abfolge.

Das Fatale daran: Wir haben es inzwischen in uns aufgenommen, die meisten stellen weder den Neoliberalismus in Frage, noch glauben sie, dass man den „Märkten“ etwas entgegensetzen kann. Das sind halt Dinge, die gewissermaßen über uns stehen, Dinge, denen wir nicht gewachsen sind, mit denen wir aber irgendwie klarkommen müssen.

Noch sind wir nicht übernommen worden

Es ist durchaus denkbar, dass wir irgendwann tatsächlich machtlos, ohnmächtig sind. Künstliche Intelligenz oder die Digitalisierung als Kampfbegriff taugen dazu aber nicht. Mit der Digitalisierung ist ja in der Regel die Übernahme von bestimmten Aufgaben gemeint, etwa das Montieren eines Autos (natürlich geht es weit darüber hinaus, was aber den Rahmen hier sprengen würde). Dass ein Roboter einen VW oder BMW besser und schneller zusammenbauen kann als ein Mensch, ist wahr und indiskutabel. Diskussionswürdig ist eher die Frage, was daraus für die Menschen folgt, die dieses Zusammenbauen vorher übernommen haben. Das ist keine Frage der Robotik, sondern eine politische und gesellschaftliche.
Dass künstliche Intelligenz uns im Schach oder beim Go schlägt, und auch in vielen anderen Bereichen menschliches Handeln übernehmen kann und wird, ist ebenfalls unzweifelhaft.
Das autonome Fahren wird zum Beispiel künftig stetig zunehmen. Ethische Fragen wie die danach, in welcher Situation wer gerettet oder geopfert wird, sind Pseudodebatten, denn bei jedem der täglichen Unfälle, die weltweit passieren, wird diese Entscheidung ebenfalls getroffen. In Bruchteilen von Sekunden, von Menschen. In Zukunft dann wahrscheinlich von künstlicher Intelligenz. Die Frage, die sich stellt, ist allerdings eher die, wie die Unfallrate insgesamt reduziert werden kann. Zum Beispiel durch intelligente Verkehrssysteme, die die Wahrscheinlichkeit von Unfällen grundlegend reduzieren. Der Mensch hat das aus unterschiedlichen Gründen bisher nicht geschafft, und dabei spielen die „Märkte“ oder der Neoliberalismus eine wichtigere Rolle als künstliche Intelligenz.

Eine Übernahme ist denkbar, aber derzeit noch in weiter Ferne. Denn künstliche Intelligenz und Roboter als deren Folge sind ziemlich dumm. Wenn ein Programm, das Schachweltmeister vom Brett fegen kann, mit einer Partie „Mensch, ärgere Dich nicht“ konfrontiert wird, sieht sie ziemlich alt aus. Es sei denn, sie ist so weit fortgeschritten, dass sie sich die Spielregeln aneignen kann (was ja längst der Fall ist). Spätestens bei der Zubereitung eines Cheeseburgers fällt sie aber in sich zusammen. Oder muss neu und umfassender programmiert werden.

Anders ausgedrückt: Künstliche Intelligenz ist gerade mal so schlau wie wir, und dann in der Folge viel, viel schlauer. Aber sie ist ein Fachidiot, der Anleitung braucht, als Großes Ganzes taugt sie wenig, und das ist auch gut so, denn so kommt sie nicht auf „dumme Gedanken“.

Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man von der Vernetzung künstlicher Intelligenz spricht, von einer Maschinenintelligenz, die sich verbindet, lernt, Entscheidungen trifft und zum Kollektiv wird. Eine solche Maschinenintelligenz könnte sich unabhängig von uns entwickeln, könnte tatsächlich zu einer Gefahr werden, die womöglich irgendwann zum Schluss kommt, dass der Mensch ein ziemlicher Idiot ist, der insgesamt eher stört und besser aus dem System entfernt werden müsste.

Aber bleiben wir auf dem Boden: Lindner und seine ohnmächtigen Kollegen meinen wohl eher nicht die Maschinenintelligenz, wenn sie ihre düsteren Bilder an die Wand malen.

Was fehlt: Der Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung

Die Digitalisierung ist nicht das Problem. Auch nicht der Neoliberalismus oder die Märkte. Das Problem ist die Umgehensweise damit. Wenn in Gesellschaften, die zunehmend verarmen, sich radikalisieren und ihren Zusammenhalt verlieren, die politische Antwort darauf lautet, dass man die unzufriedenen, ängstlichen und von Existenznot bedrohten Menschen zusätzlich unter Druck setzt, ist das eine Schwäche, eine Unfähigkeit, ein Unwille der Entscheidungsträger.

Wenn die „Märkte“ nicht gebändigt, sondern beruhigt werden, ist das keine sanfte medizinische Behandlungsmethode, sondern eine Bankrotterklärung der Politik. Da wird hingenommen und akzeptiert, dass es Millionen von Menschen immer schlechter geht, solange nur die „Märkte“ keinen Schluckauf kriegen. Man muss sich diese Unfähigkeit und die Weigerung zu agieren, einfach mal auf der Zunge zergehen lassen.

Und wenn die Digitalisierung als ein Monster dargestellt wird, das über uns herfällt wie ein Vulkanausbruch, dann sagt das eine Menge darüber aus, wie willig und fähig die Politik ist, wenn es um die Gestaltung einer neuen Revolution geht, die ungeheure Chancen bietet. Denn die Digitalisierung ist das, was auch der Neoliberalismus und die „Märkte“ sind.

All das ist menschengemacht. Und was der Mensch macht, kann er auch korrigieren, verbessern und, wenn es gar nicht anders geht, aus der Welt schaffen.

Dennoch ist klar, dass es so nicht funktioniert. Was der Mensch erfindet und entwickelt, wird er nicht wieder verschwinden lassen. Der Mensch neigt nun einmal dazu, das zu tun, was er tun kann. Und wenn er dann feststellt, dass es nicht so gut ist, wie er es angenommen hatte, dann korrigiert er es im besten Fall. Doch wir leben nicht in einer Welt des „besten Falls“. Wir leben inzwischen in einer Welt, in der jede Entwicklung als unumkehrbar und nicht korrigierbar gilt.

Deswegen ist die Digitalisierung im Grunde nichts weiter als der Dritte im Bunde der „Märkte“ und des Neoliberalismus. Sie wird uns als eine weitere Naturgewalt verkauft, an der nicht zu rütteln ist. Sie ist ein weiteres Argument für die bewusste Untätigkeit der Politik. Denn sie wäre gestaltbar, wenn der Wille zur Gestaltung vorhanden wäre.
So lange das aber nicht der Fall ist, kann man dem Kind welchen Namen auch immer geben, es läuft immer darauf hinaus, nicht das tun zu müssen, was zu tun wäre.

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Rösner & Degowski
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Rösner & Degowski

– Früher hat man für den geschlossenen Binnenmarkt produziert und nur Luxusgüter importiert. Was ist falsch an diesem Modell ? – Wenn man dies eben so nicht mehr machen möchte, kann man doch eine „Robotersteuer“, „Maschinensteuer“ oder „Wertschöpfungsabgabe“ einführen. Die eingepreisten Mehrkosten zahlen die Käufer im Ausland. Die Einnahmen fließen in die Sozialkassen, für zerstörte, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze die von Robotern übernommen wurden, die aber nunmal keine Lohnsteuern zahlen. Was sagen die Volkswirte dazu ? Die einen VWLer erzählen was von „nicht mehr konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt“, und die anderen ? Was wäre, wenn die Roboter direkt für uns produzieren würden… Weiterlesen »

dors Venabili
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dors Venabili

es läuft immer darauf hinaus, nicht das tun zu müssen, was zu tun wäre.

Einerseits beschreibst Du die Tücken mit denen der Gebrauch eines Schlagwortes versehen ist; (Tücken, weil es um einen sehr komplexen Sachverhalt geht, dessen Facetten wie ein Apfelmännchenbild vom Grössten ins Kleinste reicht). Andererseits schliesst Du mit obengenanntem Schlusssatz: Klassisch ins eigene Knie geschossen!
Es ist eben nicht klar, was zu tun ist! Darum kann eine hilflose, lobbyistische, ignorante, eigennutzoptimierte Mann- und Frauschaft, ob Regierung oder Parlament, wüst vor sich hin werkeln!

niki
Mitglied
niki

Eigentlich ist alleine die Debatte ums Tempolimit schon ein gutes Beispiel das die neoliberalen Arschlöcher ohne Rücksicht auf Verluste sich einen Vorteil gegenüber andere im Markt erhoffen…

Vielleicht ist das ganze fassbarer als der Begriff Digitalisierung, weil man gar nicht abschätzen kann was das genau bedeutet… Nicht mal ein Precht oder sonst wer!

In der Tat: Regulierung ist der Schlüssel hinter allem.
Und solange vollkommen rücksichtslose soziopathische Irre hier auf der Welt einen entschiedenen Wettbewerbsvorteil haben, um ihrer Sprache zu reden, wird sämtliche Entwicklung auch nur weiterer Schritt Richtung Dystopie sein.

Defi Brillator
Gast
Defi Brillator

Zitat Heise: „Im kleinen Maßstab verbrauchen zehn Minuten Video-Streaming in HD auf einem Smartphone ebenso viel Energie wie ein Herd mit 2 Kilowatt Leistung, der fünf Minuten lang auf höchster Stufe läuft. Zusammengenommen sind Digitaltechnologien dadurch mittlerweile für 3,7 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich – während auf den zivilen Luftverkehr in 2018 lediglich 2 Prozent der Emissionen entfielen. Je nach Szenario könnte der Digital-Anteil an den weltweiten Emissionen bis 2025 auf mehr als 8 Prozent steigen, was höher wäre als der aktuelle Anteil von Autos und Motorrädern.“

Klingt gar nicht so billig.

Rösner & Degowski
Gast
Rösner & Degowski

Zitat Heise: „Im kleinen Maßstab verbrauchen zehn Minuten Video-Streaming in HD auf einem Smartphone ebenso viel Energie wie ein Herd mit 2 Kilowatt Leistung, der fünf Minuten lang auf höchster Stufe läuft.

Dann zeig mal die Quelle. Der Schwachsinn sollte dir eigentlich aufgefallen sein.

Chris
Gast
Chris

Hast du mal ne Quelle für die 3,7% ? Würd diese Aussage gern reposten, aber ohne Quelle machts wenig Sinn.

pen
Gast
pen

OT,

„Im kleinen Maßstab verbrauchen zehn Minuten Video-Streaming in HD auf einem Smartphone ebenso viel Energie wie ein Herd mit 2 Kilowatt Leistung, der fünf Minuten lang auf höchster Stufe läuft. Zusammengenommen sind Digitaltechnologien dadurch mittlerweile für 3,7 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich – während auf den zivilen Luftverkehr in 2018 lediglich 2 Prozent der Emissionen entfielen.“

https://www.nachdenkseiten.de/?p=50431#h15

Rösner & Degowski
Gast
Rösner & Degowski

Nicht EINE Quelle sondern DIE Quelle.
Das alle Server und Computer dieser Welt viel Strom fressen, steht außer Frage. Das es nicht weniger wird
wenn jeder sein Geschirr im 3D-Drucker druckt, statt es abzuwaschen, ist auch eine von vielen möglichen Visionen.
Es ging um den Verbrauchsvergleich Smartphone -> Herdplatte….

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Ich misch mich mal ein: https://goo.gl/ZhYgSE (Kann man in 0,63 Sekunden selber finden, kostet aber auch sehr viel Strom.)
Für mich klingt das schlüssig: Man braucht ja nicht nur das Ladegerät fürs Handy – am anderen Ende stehen gigantische Serverfarmen, die eigene Kraftwerke benötigen. Der Rest steht im Artikel…

niki
Gast
niki

„Im kleinen Maßstab verbrauchen zehn Minuten Video-Streaming in HD auf einem Smartphone ebenso viel Energie wie ein Herd mit 2 Kilowatt Leistung, der fünf Minuten lang auf höchster Stufe läuft. It depends… Von wo aus gestreamt wird und wie viele diesen empfangen, usw. So einfach ist das NICHT zu beantworten. Unstrittig ist nur dass die Digitalisierung eine Menge Energie fressen wird. Es kommt darauf an, dass das Mehr an Energieverbrauch nicht das Klima bzw. die Umwelt belastet. Klar ist jede zusätzliche kwh ein Problem, jedoch ist bei stationären Gerätenschaften wie Serverfarmen, die Problematik wesentlich kleiner als bei mobilen Geräten/Maschinen/Fahrzeugen mit… Weiterlesen »

Heinz Peglau
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Heinz Peglau

Ohnmacht entsteht immer dann, wenn man meint, einem übermächtigen Gegner gegenüber zu stehen. Die Politik unserer Tage meint dies, suggeriert uns dies, nutzt unsere Ohnmacht schamlos aus.

Energetische Verhaltenstoene
Gast
Energetische Verhaltenstoene

Wir haben es also mit zwei Feinden zu tun
die eigene Ohnmacht zu überwinden
und durch unerträgliche Angst erschütterte.

^^

R_Winter
Gast
R_Winter

Märkte müssen immer wieder „beruhigt“ werden, der Neoliberalismus ist die einzige Wirtschaftsform, die denkbar ist, und die Digitalisierung ist da, kommt, geht weiter und macht uns alle zu Sklaven.

Konsum-Sklaven erzeugen und kontrollieren – dieses ist das Ziel der neoliberalen Gesinnung.

Was fehlt: Der Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung

Diesen Blick werden die Neoliberalen nie haben, es sei, wir prügeln diesen Blick den Neoliberalen ein. Die Neoliberalen verweigern diesen notwendigen Blick in allen Bereichen und wir sind (fast) kollektiv mit dem Blick auf das Smart-Phone beschäftigt……

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Dabei wird das Bild der millionenfach wegfallenden Arbeitsplätze auf der einen Seite beschrieben, auf der anderen Seite aber auch die Chancen durch neue Berufe, die sich daraus ergeben. Ich fürchte, gerade diese „neuen Berufe“ werden uns in naher Zukunft das Genick brechen! Mal ein kleiner Ausflug in die Geschichte: Unsere Urväter sind einst den ganzen Tag durch den Wald gestreift und haben Pilze und Beeren und Früchte gesammelt und manche sind dem Mammut hinterhergerannt, weil der Veganismus ja noch gar nicht erfunden war. Da waren alle das ganze Jahr über beschäftigt. Irgendwann hat dann ein kluger Kopf Ackerbau und Viehzucht… Weiterlesen »

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Ach ja – falls wer einen Lösungsvorschlag wünscht:
Diese ganzen „neuen Berufe“ sofort fristlos entlassen, die 10 Stunden-Woche einführen, Steuern halbieren, Hartz IV verdoppeln. Dann können wir beim derzeitigen Stand der Technik alle leben wie im Schlaraffenland. Und wenn die KI kommt, senken wir die Arbeitszeit und halbieren und verdoppeln…

Roberto J. De Lapuente
Admin

Kurz nachgefragt: Kam meine Antwortmail bei dir an?

Nashörnchen
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Nashörnchen

Sonntag, ja. Und ich hab gestern nochmal eine zurückgeschickt. Die solltest Du doch auch haben?

Nashörnchen
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Nashörnchen

Jetzt auch die. 😉

Rösner & Degowski
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Rösner & Degowski

Dann können wir beim derzeitigen Stand der Technik alle leben wie im Schlaraffenland. Wie erreichen wir den kommenden Stand der Technik ? Ich dachte deine Kindheit in der DDR wär so schlimm gewesen …. ……mit lebenslanger Zweitakt-Rennpappe und so ?! Einmal technisch abgehängt, ist für immer technisch abgehängt……oder nich ? Die anderen erfinden eine altagstaugliche Kernfusion weil sie das Geld für Forschung übrig haben ….. und wir ? Wir malen mit Fingerfarben Tiere an die Höhlenwände, oder was ? Oder Globailsierung 2.0 ? Heute wird ja hinter alles ne 2.0 gehängt wenns beim ersten Mal nicht geklappt hat. Diesmal ziehen… Weiterlesen »

Nashörnchen
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Nashörnchen

Nö.
Ganz im Gegenteil: Wir geben das Forschungsgeld einfach den Ingenieuren und Ingenieurinnen und Technikern und -innen und gerne auch den Kantinen- und Reinigungskräften, die man zur Erfindung einer alltagstauglichen Kernfusion so braucht und schmeißen die ganzen Quotentussen mit dem gegenderten Fünfjahrplan achtkantig raus. Zack – Milliarden gespart. Schöner Nebeneffekt: Wenn die nicht mehr dazwischenfunken dauert die Entwicklung auch nur noch halb so lange…

Rösner & Degowski
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Rösner & Degowski

Und die 10 Mrd. für einen Iter und nen IterIter-Nachfolger, die Hardware, Baukosten usw. ? Die Kohle dafür regnet vom Himmel, wah ? Wer bildet die Ingenieure aus ? Wer bezahlt die Unis, die Profs ?

Die Ölmultis bezahlen das alles damit nie eine Kernfusion funktioniert, nä ?

„Wir geben das Forschungsgeld einfach……..“

Nashörnchen
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Nashörnchen

Das bezahlen alles die, die es schon immer bezahlen: Wir Steuerzahler.
Halt nur noch das, was wichtig und notwendig ist und nicht mehr die ganzen unnützen Fresser.
So schwer isses doch nicht…

Rösner & Degowski
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Rösner & Degowski

Eine der „unnützen Fresser“ ist die nächste EinsteinIn und schließt die wissenschaftliche Lücke zur weltweit emissionsfreien Energieversorgung aus regenerativer Quelle.

Bist du Rassist, Arschloch oder sowas ?

Nashörnchen
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Nashörnchen

Jedenfalls hab ich Kinderstube…

Rösner & Degowski
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Rösner & Degowski

Jedenfalls hab ich Kinderstube…

Du hast das Wesentliche nicht verstanden, wenn du von „unnützen Fressern“ schreibst.
„Unnütz“ werden wir in deren Verwerzungslogik alle, sobald keine Konsum-, und Arbeitskraft
mehr aus uns herauszuschlagen ist.
Existenzphilosophisch betrachtet, spielt der nächste Einstein in diesem Zusammenhang allerdings auch keine Rolle.

Nashörnchen
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Nashörnchen

Beispiel: Für das Gehalt einer „Gender-Wissenschaftlerin“ kann man auch einen top Ingenieur kriegen, der diese Kernfusion entwickelt. Oder 20 Altenpfleger. So über den Daumen. Eher 30. Muß man halt wissen, was man will…

Rösner & Degowski
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Rösner & Degowski

Du bist einer der Dressierten. Dir fällt gar nicht mehr auf wie du Menschen gegeneinander aufrechnest. Vom Neoliberalismus zum Faschismus ist es nur ein Katzensprung.

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Gut, noch ein Beispiel, dann isses aber auch mal genug: Ein Bäckermeister beschäftigt 3 Bäckergesellen und 5 Verkäuferinnen, die verkaufen am Tag x Brote, x Brötchen, x Stückchen lecker Käsekuchen. Kunden zufrieden, Angestellte zufreden, Chef zufrieden, Finanzamt zufrieden, alle satt. Jetzt muß der Bäcker zusätzlich auch noch 10 Philosophen bezahlen, die den lieben langen Tag nur überall im Weg rumstehen und in Endlosschleife wirres Zeug über faschistische Katzen faseln. Dadurch kostet ein Brötchen plötzlich € 37,90. Philosophen moralisch überlegen, Kunden weg, Angestellte arbeitslos, Chef pleite, Finanzamt überflüssig, alle hungrig. Vorschlag: Schick dem Bäcker doch mal Deine Bewerbung. Vielleicht sucht er… Weiterlesen »

Rösner & Degowski
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Rösner & Degowski

Jetzt geben sich Robert und Tom jahrelang Mühe, Menschen aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit zu führen, und trotzdem wirst du dumm sterben. Ich finde das traurig.
Zerbrich dir ansonsten nicht meinen Kopf. Such dir Aufgaben die du bewältigen kannst.

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Vielen Dank, oh Erleuchteter! Es geht doch nichts über eine stringente Argumentationslinie!

Robbespiere
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Robbespiere

Über kurz oder lang wird man sich die Eigentumsfrage stellen müssen, weil es schlicht nicht vermittelbar ist, warum eine kleine Clique Alles besitzt, während die Masse Leerlauf hat und Kohldampf schiebt.
Die Alternative dazu wäre das übliche Dezimierungsspielchen a la 1914 oder 1945, diesmal mit etwas mehr „Strahlkraft“ dank Kernspaltung.
Auch eine Variante des steinzeitlichen „Pilzesammelns“. 🙂

Rösner & Degowski
Gast
Rösner & Degowski

OFF

“ Globalisierung: Konzerngewinne ohne Grenzen

Christoph Pfluger / 28. Mär 2019 – Konzerne lassen dort arbeiten,
wo die Menschen wenig verdienen, und verkaufen dort, wo Menschen viel
verdienen. Das geht schief. “

https://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Globalisierung-Konzerngewinne-ohne-Grenzen

Guter „erster Satz “ als Einstieg in den Artikel. So saugt man Leser an :

„Der Irrsinn ist bei einzelnen etwas Seltenes – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern die Regel“,
hat Friedrich Nietzsche festgestellt. Doch kollektiver Irrtum ist schwer zu erkennen. Weil
ihn alle teilen, erscheint er als Wahrheit.“

Rickki
Gast
Rickki

Liegt es an der gerade herrschenden Generation der Deutschen/Europäer? 1986 sass ich das erste mal vor einem Computer und dachte: Wow, das ist Zukunft! Doch -so mein Gefühl- die Fischer Generation verschlief den Fortschritt und setzte sich mkt diesem weltumspannenden Neuland nie richtig auseinander! Und jetzt wird „Digitalisierung“ wie ein neues Gottesgeschenk gefeiert! Die verlorene Generation an Politikern, Geistes und Sozialwissenschaften hätten mit Technikfreaks eine europäische Computerisierung „erfinden“ müssen! Und dann wäre es eine begleitende und vorsorgende Politik (also eine demokratische) gewesen! Mich schockieren immer wieder die Erkenntnisse, dass ab Kohl „Aussitzen“ zur Tagespolitik erklärt wurde…. und zu jedem Ereignis… Weiterlesen »

Rickki
Gast
Rickki

Ich mein: da wird in den 80ern von der Bevölkerung die USA auf Normalmaß gestutzt und daraufhin wird sie zum nachahmenswerten Gott erklärt! Kann es sein, dass diese -bes.grüne Kosmopoliten- einseitige Verehrung dazu benutzt wurde, um Europa zum USAnischen Protektorat zu machen? Die Hochkultur, die Dichter und Denker können doch ohne USA nicht mal mehr ihre Schuhe zu binden! (Damit fing auch meine Trennung von der EU an! Meine Traumblase platzte!) Politik in Deutschland ist nicht mehr gestalten, etwas in die Wege leiten, Visionen zu entwickeln, auf kritische Stellen achten, Streitkultur als „kulturelles Erbe der Griechen“ zur wichtigstes geistige Kulturerrungenschaft… Weiterlesen »