Gute Greta, böse Greta? Ein Pro und ein Contra

Greta Thunberg ist die junge Heldin des Klimaschutzes – oder einfach nur eine instrumentalisierte Schachfigur im großen Aufmerksamkeitswettbewerb unserer Selfie- und Imagegesellschaft? Liegt sie denn nicht richtig, wenn sie feststellt, dass es so nicht weitergeht? Oder inszenieren ihre Eltern einen neuen politischen Kinderstar? Pro und Contra.

Contra: Pubertiere dürfen so sein, muss man aber nicht ernstnehmen

Ach, mein geschätzter Tom, ich verstehe ja, dass du Greta Thunberg ein bisschen in Schutz nehmen möchtest. Ist ja auch richtig, das Mädchen ist viel zu jung, als dass man mit ihr hart ins Gericht gehen sollte. Der unschuldige Blick macht es nicht einfach, was Kritisches zu ihrer Person anzumerken. Aber wir sollten uns mal nicht täuschen lassen, Greta sucht die Öffentlichkeit und kriegt sie – mit aller berechtigten wie unberechtigten Härte. Ich kreide das ihren Eltern und ihrem Umfeld an, dort hätte man dafür sorgen müssen, dass sich das Mädchen nicht zum viralen Schlager entwickelt, der zwangsläufig polarisiert.

Erstmals wahrgenommen habe ich Greta, als sie 65 Stunden mit dem Zug nach Davos unterwegs war. Ich halte vom Weltwirtschaftsforum in den Alpen ja nichts, aber dass man eine 16-Jährige zum guten Beispiel anführte, alle anderen dafür kritisierte, weil sie Flieger oder Dienstwagen nahmen, ist wohlfeiler Quatsch. Kann es nicht etwa sein, dass Greta einfach mehr Zeit hat, als all die anderen Leute, die es nach Davos verschlägt, als Politiker, Wirtschaftsschnösel und auch Demonstranten? Wie modernitätsfeindlich muss man eigentlich sein, um eine Mittelstreckenreise, die knapp drei Tage dauert, als wegweisend zu betrachten?

Greta zitiert sich zugegebenermaßen gut. Sie hat ja auch recht: Wir können tatsächlich so nicht weitermachen. Das aber zu einer Generationenfrage zu stilisieren, ist eine billige Tour, die man einem Mädchen ihres Alters zwar zugestehen muss, die aber in einer sachlichen öffentlichen Auseinandersetzung nicht zielführend ist. Natürlich hat Greta keine Ahnung von den ökonomischen Feedbacks. Woher soll dieses Wissen, woher soll diese Lebenserfahrung auch herkommen? Daher klingen ihre Einwürfe auch schnell moralinsauer, wie die charmante Generalverurteilung der dummen Erwachsenenwelt. Mit 16 Jahren ist dies eine normale Haltung – fürs Kinderzimmer. Nicht aber für die große Bühne.

Vielleicht ist das der Grund, warum viele Linke sie als eine Art neuer Heldin des Klimaschutzes feiern. Sie klingt so herrlich moralisch, ohne sich Gedanken zu machen, dass wir alle, die jeden Tag einfach so weitermachen, nicht einfach aus der Tretmühle stapfen können, ohne Lebensqualität, Arbeitsplatz oder den Anschluss zu verlieren. Unter Linken kommt das zuweilen an, adoleszentes Gebaren hat dort eine gewisse Tradition – besonders im Hoodie.

Greta verurteilt mehr oder weniger ausschließlich und belässt es dabei. Das ist normal, meine geliebte Tochter, unwesentlich älter als Greta, handelt nicht so viel anders auf privater Ebene. Darf sie – soll sie. Teenager sind halt so. Aber Teenager, lieber Tom, nehme ich nur sehr bedingt ernst. Denn Pubertät ist keine politische Qualität, sondern hormongesteuerte Eindimensionalität. Und mit ein bisschen Glück, geht das alles mal vorbei. Mit 35 oder so.

Pro: Die Pubertät ist nicht schuld am Klimawandel

Tja, Roberto, Dir fällt es schwer, Greta ernstzunehmen, aber wenn ich so lese, was Du schreibst, fällt es mir wiederum schwer, Dich ernstzunehmen. Du philosophierst über das Recht auf Pubertät, sprichst einem Mädchen aber das Recht ab, sich um ihre Umwelt zu sorgen. Zumindest soll sie das nicht so machen, wie sie es macht, das passt Dir nicht.

Und ja, in einem stimme ich Dir ja zu: Greta wurde instrumentalisiert, wahrscheinlich von ihren Eltern und ein paar anderen Leuten, die sich einen persönlichen Gewinn davon versprachen und versprechen. Das ist zum Kotzen, aber nicht neu. Reg Dich dann aber doch bitte über die auf, die sie instrumentalisiert haben, statt Dich an dem 16-jährigen Mädchen abzuarbeiten.
Des Weiteren wirfst Du Greta vor, dass sie die Öffentlichkeit sucht. Äh, hallo, geht‘s noch? Natürlich sucht sie die, tun wir auch, wenn wir hier über sie schreiben. Öffentlichkeit ist die Basis dafür, etwas zu bewirken, ansonsten hätte das Mädchen auch Tagebuch schreiben und es mit einem Schloss verschließen können. Wäre das Deiner Meinung nach angemessen gewesen? Dann lass doch bitte Deine Artikel in Zukunft im Schreibtisch liegen, da laufen sie nicht Gefahr, zu viel Aufmerksamkeit zu erfahren.

So genau weiß ich eh nicht, was Du Greta vorwirfst. Im Grunde, schreibst Du, hat sie ja recht, es muss etwas passieren, kann so nicht weitergehen. Aber dafür drei Tage Zug zu fahren, statt den Flieger zu nehmen … also, nein, das geht dann in Deinen Augen doch nicht. Und dann macht die Greta auch noch eine Generationenfrage aus ihrem Anliegen! Ja, darf die das denn?

Ich würde mal sagen, ja, das darf sie, und wie! In Deinen Augen aber nicht, weil sie zu moralisierend ist und eh noch in der Pubertät steckt. Aber wahrscheinlich nickst Du brav, wenn Dir jemand in leisem Flüsterton sagt, dass das, was wir hier anstellen, die nachfolgenden Generationen erdulden und erleiden müssen. Wenn also genügend Lebenserfahrung vorhanden ist, darf gesagt werden, was Greta sagt?

Die Tatsache übrigens, dass Greta naturgemäß noch nicht viel über die ökonomischen Hintergründe weiß, ist in meinen Augen kein Grund, die Klappe zu halten, im Gegenteil. Es sind ja gerade die immer selben Argumente von Arbeitsplätzen, Finanzierbarkeit und Versorgungssicherheit, die jeden Ansatz im Kein ersticken. Man achte nur auf den verwöhnten Paul Ziemiak (CDU), der Greta genau das vorwirft: dass sie eben nicht bereit ist, die wirtschaftlichen Notwendigkeiten anzuerkennen. Und somit jede Diskussion pofallamäßig für beendet erklärt.

Und zum Schluss: Greta hat es geschafft – zugegebenermaßen auch mit Hilfe von Leuten, die eher an sich als an die Sache gedacht haben mögen , dass zigtausende von Schülern auf die Straße gehen, um gegen die Bedrohung durch den Klimawandel zu demonstrieren. Ich gehe davon aus, dass sie damit selbst nicht gerechnet hat, und ihr Marketing-Team sicher auch nicht. So viele Schüler, so viele junge Leute, die sich für eine Sache stark machen, statt Pokémon Go zu spielen, damit hätte vor kurzem wohl kaum jemand gerechnet.

Ja, Teenager sind so, sie folgen ihren Hormonen und Launen, sind sprunghaft und unberechenbar, aber sie sind in den meisten Fällen ehrlich. Und mit ein bisschen Glück, geht das alles mal vorbei. Mit 35 oder so. Und mit noch etwas mehr Glück ist Schweden bis dahin nicht untergegangen.

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R_Winter
Gast
R_Winter

Ob Greta instrumentalisiert wird oder nicht, ist m.M.n. unwichtig.
Das Anliegen „Umweltschutz“ muss einfach in unserer Elitendemokratie anders beachtet werden. Bayern hat dieses mit der Unterschriftenaktion bewiesen, die Söder, als Vertreter der neoliberalen Klasse, mit Verfahrenstricks aushebeln wollte. Auch wenn über 80% der Bürger etwas anderes als die Regierungen wollen, wird es nicht umgesetzt oder berücksichtigt. Es geht in dieser Staatsform nur mit erheblichem Druck seitens der Bürger und darum ist die Frage „Greta“ aus meiner Sicht falsch gestellt.
„Greta“ ist nur ein Mittel zum Zweck……

Heldentasse
Gast
Heldentasse

veilleicht auch nur ein Mittel zum Zweck, noch mehr Geld zu verdienen!

ChrissieR
Gast
ChrissieR

Also ich finde das, was Greta macht richtig! Nur die Sch….Mainstreammedien reduzieren das auf das Thema :“ Schule schwänzen“ als ob unsere Kinder in der Schule was für’s Leben lernen könnten..
Es müsste Gretas ALLER Altersstufen geben, die jeden Tag irgendwo die Arbeit niederlegen und demonstrieren! Für den Frieden! Für gute Löhne! Gegen Ausbeutung! Für gerechte Renten!

Leute: Werdet Gretas!!!

Auch wenn das jetzt naiv klingt…aber Frankreich macht es uns vor! Da gehen alle Altersgruppen und Berufe auf die Gass!!!

niki
Gast
niki

@Chrissie:

als ob unsere Kinder in der Schule was für’s Leben lernen könnten..

Das einzige was ich wirklich in der Schule gelernt habe ist, dass Querdenker und Kritiker es verdammt schwer haben.

ChrissieR
Gast
ChrissieR

Genau!!!

Rosebud
Gast
Rosebud

Wir wurden damals in der Oberstufe noch zum Querdenken und
( konstruktiven ) Kritisieren erzogen. Anschließend bekamen wir einen
Lappen der sich „Reifezeugnis“ nannte.
Die 68er Pauker haben sich vor Lachen gebogen wenn wir in der Pause
einen durchgezogen haben und dämlich grinsend im Unterricht saßen.

Heute ist die Institution Schule durch und durch verkommen !

Anton
Gast
Anton

Kann ja sein, dass die Gelbweste in der Schule nichts lernen wollte oder konnte. Respekt für die junge Dame, ihr Einsatz ist bemerkenswert

42
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Du hast auch ne Gelbweste, nä ? …… Weil du immer gegen den Wind pisst.

anton
Gast
anton

geistreicher genuss in nuss, wenn auch in der hohlen!

Defi Brillator
Gast
Defi Brillator

Der Generationsvorwurf ist berechtigt. Mir ist die Problematik seit Dekaden geläufig. Die Generation 40 + ändert nix daran, zumindest nix, was sich außerhalb irgendwelcher Geschäftsmodelle bewegt. Ökostrom? OK, Greenpeace rechnet mit Vattenfall ab, der Strom kommt aber weiterhin von Vattenfall. Ist das jetzt wirklich so ein doller Beitrag? Der Handel mit Emissionszertifikaten ist ein Ablasshandel mit Leerverkäufen. Zertifikate können unbegrenzt wieder nachgedruckt und verteilt werden. Bleifreies Benzin und Kat sind auch schon eine Weile her. Die Alternativen zu FCKW waren wohl bekannt, aber man wollte sie nicht nutzen. Den Golf Eco gab es auch schon Anfang der 90er. Durchgesetzt haben… Weiterlesen »

Chris
Gast
Chris

Ich trau der ganzen Greta-Sache nicht über den Weg. Hab ständig diese „Krankenschwester mit den Brutkästen“ im Hinterkopf. Warum? Weil sich niemand von den Klimarettern wirklich um den Menschen, die Umwelt und das Klima sorgt. Wenn dem so wäre, hätten wir weder Glyphosat, noch Massentierhaltung und die Aida hätte Fahrverbot. Es gäb keine Palmölplantagen und wir würden nicht das Essen der dritten Welt in unsere Tanks kippen. Der Regenwald wär intakt und das Trinkwasser in den USA wäre trinkbar. Wir hätten kein Quecksilber und Formaldehyd in den Impfungen, Hanf wäre legal usw usf. Es gibt Dutzende Beispiele. Wenn wir also… Weiterlesen »

niki
Gast
niki

Warum? Weil sich niemand von den Klimarettern wirklich um den Menschen, die Umwelt und das Klima sorgt. Wenn dem so wäre, hätten wir weder Glyphosat, noch Massentierhaltung und die Aida hätte Fahrverbot. Es gäb keine Palmölplantagen und wir würden nicht das Essen der dritten Welt in unsere Tanks kippen. Der Regenwald wär intakt und das Trinkwasser in den USA wäre trinkbar. Wir hätten kein Quecksilber und Formaldehyd in den Impfungen, Hanf wäre legal usw usf. Es gibt Dutzende Beispiele. Und sind dafür die Ökos verantwortlich? Ich bitte dich, wer hat denn die Macht? Willst du mir erzählen, diese säßen in… Weiterlesen »

Chris
Gast
Chris

Oh sorry, hatte mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte mit „Klimarettern“ die Menschen die bei Klimakonferenzen sitzen, die sie massenhaft per Flugzeug erreichen und große Reden schwingen.
Ich meinte nicht die gutwilligen, zu Öko neigenden normalen Menschen. Dazu zähle ich mich auch.

Manni Pulator
Gast
Manni Pulator

hahahaha, jaja, immer die Anderen! Ein bisschen gutbillig. Oder? LIEBEn Gruß

pen
Gast
pen

*

Chris
Gast
Chris

PS: ich seh grad sooooo missverständlich wars gar nicht.
„wie kommen wir dann auf die irre Idee, die Damen und Herren auf Klimakonferenzen hätten unser Wohl im Sinn?“
Diesen Satz haste nicht richtig mitgeschnitten oder?

niki
Gast
niki

Diesen Satz haste nicht richtig mitgeschnitten oder?

wahrscheinlich…

Gaby Peschel
Mitglied
Gaby Peschel

Ja, die Natur- und Umweltfragen sind eben keine „Gretchenfragen“ – genau das zeigt Greta. Keine Verniedlichung, keine Scheu. Tacheles. Ihr Naivität vorzuwerfen mag funktionieren, geht aber am Thema sowas von vorbei und erstickt jegliche Lösungsvorschläge im Keim (im Text ausreichend beschrieben), dass man Gretas Kritikern am liebsten auch kindliches Verhalten unterstellen möchte. Mit dem Fuß aufstampfen wenn einem etwas widerspricht, oder wenn man etwas ersehntes nicht bekommt… Das witzige ist meistens: wenn Kinder nur lange genug nerven, gibt (mindestens) Mama oft genug nach – klappt auch bei Vätern (wenn man erstmal weiß „wie“). Zu dumm, dass viele Politiker in nützlichen… Weiterlesen »

Heldentasse
Gast
Heldentasse

Ja, die Natur- und Umweltfragen sind eben keine “Gretchenfragen”

Und diese nicht „Gretchenfragen“ erörtert man am besten auf dem(!) globalen Wirtschaftsforum wo es in der Regel nur darum geht das der Rubel rollt? Das ist ja genauso als ab im Klub der blutigen Fleischfresser ein Frutarier was zum besten gibt.

In übrigen könnte man ja auch mal darüber diskutieren, dass nach meiner Auffassung im jetzigen Wirtschaftssystem, dass alles und jedes versucht in Kapital zu transformieren weil es es muss(!), keinen wirksamen Schutz des globalen Lebensraum und Klima geben kann, das ist ein Paradox.

Beste Grüße

niki
Gast
niki

Keine Ahnung was ich dazu schreiben soll… Nur vielleicht eines lieber Roberto:
Du bist doch immer derjenige der anderen Leuten zurecht Rücksichtslosigkeit vorwirft… Das tut die Greta auch… Nur unendlich viel härter und ist dabei noch viel konsequenter…

Heldentasse
Gast
Heldentasse

Weil ich so pöse bin:

Es ist doch schön, dass es so junge und engagierte Menschen wie Greta gibt, die im friedensliebenden Davos einen Appell für Klimaschutz aufführen durfte. Die macht ihren Job gut, ich denke die könnte uns auch glaubhaft Geschichten wo Brutkästen vorkommen erzählen.

Etwas sachlicher möchte ich hinzufügen, dass bei mir alle Alarmglocken läuten wenn Kinder auf der großen politischen Bühne Statements abgeben, in der Regel ist dies Propaganda, auch wenn es wie hier vermutlich um eine gute Sache geht.

Beste Grüße

Rosebud
Gast
Rosebud
dors Venabili
Gast
dors Venabili

Das Gute an dem Greta Phänomen ist, dass erneuter Druck entsteht unser(e) Gesellschaftsmodell(e) zu überdenken. Das Schlechte ist, dass es ein mediales Phänomen ist. Aufgehübscht und angefixt von Medienprofis hat es mit einem sachlichen Gehalt nichts mehr zu tun.
„Ich will, dass die Welt ein besserer Ort wird und halte jetzt so lange die Luft an bis was passiert“.
Denn man tau….

Rosebud
Gast
Rosebud

Problemlagen müssen von weiten Teilen der Bevölkerung internalisiert werden.
Man muss sich das Problem zu eigen machen und Handlungskonzepte entwickeln.
Wenn dies andere für einen tun, kann man sich selbst vom Problem, und damit als
Ursache dessen, freisprechen.
Das ist die Aufgabe diverser Gallionsfiguren und pseudogrüner Parteien, die Masse
der Bevölkerung aus Handlungskonzepten zu nehmen damit alles bleiben kann wie
es ist.

dors Venabili
Gast
dors Venabili

Das ist die Aufgabe diverser Gallionsfiguren und pseudogrüner Parteien, die Masse
der Bevölkerung aus Handlungskonzepten zu nehmen damit alles bleiben kann wie
es ist.

Exakt, deswegen sollte man jedem, der sich auf Greta bezieht, misstrauen.

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Hmmmm…
Also soweit ich das überblicke sind es ja wohl eher gerade die pseudogrünen Gallionsfiguren, die schon im zarten Alter ein Flugmeilenkonto wie ein kompletter überalterter Kleinstaat vor sich herschieben und die die Masse
der Bevölkerung gängeln wollen, damit für sie.alles bleiben kann wie es ist.

Merke: Grüne haben nicht nur Moral – die haben sogar Doppelmoral!

Burro
Gast
42
Gast
42

THE ECONOMY OF THE NON-PROFIT INDUSTRIAL COMPLEX

Yes, alles Konzerne die nicht wissen wohin mit der Kohle…WWF, Greenpeace und, und, und….
Antikapitalistische Tröge im Kapitalismus, funktioniert denn sowas ? Nä, nur nach Vorlage
und die ist ja vorgeblich falsch……Jeder Scheiß, jede Verlogenheit und Bigotterie lässt sich
im Kapitalismus versilbern. Einfach etwas Moral aus dünner Pappe davor stellen und der Rubel rollt.

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Nun ja – daß diese Greta eigentlich nichts weiter war als ein billiges Werbemaskottchen für die Millionengewinne (nicht nur) einer Firma ist inzwischen längst Allgemeinwissen. Zum Glück war es keine Deutsche, sonst hätte Anetta Victoria ihr ganz fix die Zöpfe runtergesäbelt. Sei’s drum. Als Pubertiere wollten wir doch alle die Welt retten. Da waren wir doch alle „progressiv“. Und „intellektuell“. Und „gerecht“. Und viel schlauer als die Alten. Die waren allenfalls grad noch gut genug, uns unsere Spleens zu finanzieren. Schon immer: Unsere Großeltern waren gegen den Kaiser und wurden Nazis. Unsere Eltern waren gegen Nazis und wurden Kommunisten. Wir… Weiterlesen »

Schleimi
Gast
Schleimi

Was für pupendeTiere ?
Du solltest deine Kategorien sortieren. Dein politisches Koordinatensystem hinterlässt ein trauriges
Bild. Deshalb versteht man nicht was du eigentlich möchtest.

Drunter & Drüber
Gast
Drunter & Drüber

„Du Depp“,
haben Sie sich wohl nicht zu schreiben getraut. Ich werde es für Sie tun.

Drunter & Drüber
Gast
Drunter & Drüber

Falsches Posting an diesem Ort

Drunter & Drüber
Gast
Drunter & Drüber

Du Depp

Sie gehören wohl auch zu der Generation, die 1986 der Bildzeitung in die Mikrophone genölt hat: „Ich koche mein Atom ab. Mir kann nichts passieren!“

pen
Gast
pen

Die teils recht hämische Aufregung um Greta Thunberg ist mMn ungerechtfertigt und ziemlich kleinkariert. Dieser intelligente junge Mensch macht sich Gedanken um die Zerstörung unserer Lebendgrundlagen. Mit bemerkenswerter Konsequenz, Zielgerichtetheit und Eloquenz vertritt sie ein wichtiges Anliegen, das uns alle angeht. Sie ist kein Kind, sondern eine sehr reife, mutige Persönlichkeit. Respekt! Mein Eindruck ist, daß viele alte weißen Menschen sich durch Greta Thunberg befroht fühlen. In Zeiten von Pisa, verrottenden Schulen, Lehrermangel und Bildungsnotstand kommt man mit der Harmlosikeit und dem Desinteresse der Generation Smartphone offenbar besser zurecht, als mit einem begabten Ausnahmemenschen. Sollte da am Ende Neid oder… Weiterlesen »

dors Venabili
Gast
dors Venabili

Upps- „eloquent“ hätte ich jetzt im Zusammenhang mit Greta Thunberg nicht erwartet.
Wenn man jetzt jeden Menschen, der Angst vor der Zukunft hat (und der sich willentlich kein breiteres Wissen aneignen möchte über die tieferen Zusammenhänge) als „Ausnahmemenschen“ bewertet wird das aber nichts mit der Behebung von verrottenden Schulen, Lehrermangel und Bildungsnotstand !

pen
Gast
pen

Eloquenz im Sinne von Beredsamkeit ist hier nicht gemeint, insofern Zustimmung.

Grea Thunberg kann sich ausdrücken, spricht fließend Englisch und scheint eine ungwöhnlich kompakte, in sich ruhende Persönlichkeit zu sein. Auch wie sie mit der allgemeinen, zum Teil beleidigenden Kritik umgeht, verdient Respekt.

dors Venabili
Gast
dors Venabili

Respekt verdient sie als Individuum gleichermassen wie wir alle. Problematisch empfinde ich die Zuschreibung von Eigenschaften, die dann auch ihrem Handeln eine höhere Legitimität und Respektabilität unterschieben sollen.Und da kommt dann leider ihre persönliche Verfassung ins Spiel, die bei jeder Beurteilung der Verlässlichkeit eines Gegenübers ja auch immer stattfindet. Will ich aber jetzt nicht weiter ausführen.

Zu eloquent würde ich noch rechnen, dass man Argumente formulieren und reflektieren kann über ein:“Das will ich so haben weil ich Angst habe“ hinaus!

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Die hämische Aufregung um diesen schwäbischen Müslihersteller ist genauso kleinkariert und diese intelligente junge Familie, die alle paar Minuten ihre Urlaubsreisen und Handytarife checkt, macht sich genauso Gedanken und vertritt genauso ein wichtiges Anliegen: Money makes the world go round. Natürlich kann man das nicht vergleichen: Die müssen sich immerhin ihr Geld verdienen, werden nicht mit Steuermilliarden gepampert.
Was uns aber alle angeht: Reife, mutige Persönlichkeiten schafft man jedenfalls ganz sicher nicht, indem man den Lehrermangel dadurch kompensiert, die Kinder gleich ganz aus den verrottenden Schulen rauszuhalten…

aquadraht
Gast
aquadraht

Man sollte berücksichtigen, dass eine 16jährige, die aller Voraussicht nach gute Chancen hat, die nächsten 70 Jahre auf diesem Planeten zu verbringen, mindestens so gute Gründe hat, sich um dessen Zukunft zu sorgen wie alte weisse, grüne oder sternhagelblaue Männer und Frauen, zornig oder nicht, die die wahrscheinlich schlimmsten Folgen durch die Radieschen begucken werden. Insofern sollte weder der Rentier noch das Arbeitstier auf die Pubertiere runtergucken.

Jane Doe
Gast
Jane Doe

Die Greta wird Null komma Null bewirken können. Aus einem ganz banalen Grund: sie wird nicht ernst genommen. Nicht von das Autor, das das offen zugibt, nicht von Tom und nicht von Roberto, wie im Text ersichtlich – und ebendieses komischerweise von das Autor kritisierend hervorgehoben wird.

P.S.: Das von mir verwendete ‚das Autor‘ nicht persönlich nehmen, ich spiele dieses beknackte Genderspiel nicht mehr mit. Drauf g’sch… ob das dann korrektes Deutsch ist oder nicht!

pen
Gast
Jane Doe
Gast
Jane Doe

Und, was wollen Sie damit sagen? Dass Greta ernst genommen wird? Da muss ich Sie enttäuschen, denn dieses Schicksal nicht ernst genommen zu werden, teilt Greta mit allen Kindern und Jugendlichen. Nicht nur hierzulande. Auszug einer Rede Merkels: „In Deutschland protestieren jetzt die Kinder für Klimaschutz. Das ist ein wirklich wichtiges Anliegen. Aber dass plötzlich alle deutschen Kinder – nach Jahren ohne sozusagen jeden äußeren Einfluss – auf die Idee kommen, dass man diesen Protest machen muss, das kann man sich auch nicht vorstellen.“ (hier zu finden: https://www.heise.de/tp/news/Schulstreiks-Merkel-sieht-Russland-am-Werk-4311139.html) Dass die friedlichen Proteste der Schüler bisher noch nicht zu einer gewaltsamen… Weiterlesen »

Drunter & Drüber
Gast
Drunter & Drüber

Sie, „Die Politiker“, versuchen natürlich schon, mit allen Mitteln das Thema kleinzuhalten, von Anderen diffamieren zu lassen und die sich eigentlich und grundsätzlich daraus zwingend ergebenden Konsequenzen aus dem öffentlichen Diskurs rauszuhalten. Das Daily Business ist nämlich bereits in Gefahr. Wenn ich mir die Reaktion der Lobby auf die Dieselfahrverbote betrachte, dann hat die Industrie Angst. Ich meine, irgendwo 100 Lungenärzte aufzutreiben, die dann einfach widerlegbaren und natürlich auch sofort widerlegten Blödsinn verzapfen, das Ganze von einem bescheuerten Verkehrsminister bestätigen lassen, der dann das „Ich steh‘ hier nicht und nicht anders kann ich auch nicht“ spielt, und sich dann auch… Weiterlesen »

Musil
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Musil

Ein wie ich finde interessanter Einwurf: Ein pubertäre nichtbehinderte Globalisierungskritikerin mit Migrationshintergrund, die sich den Kampf gegen die soziale Ungerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben hat und dies auch als Kampf gegen den Klimawandel einstuft, da das eine mit dem anderen zu tun haben könnte, geht für das neoliberale bürgerliche Lager (vor allem das linke) gar nicht. Ist viel zu komplex und könnte das System von dem man selbst profitiert kippen und ändern. Und das will das neoliberale bürgerliche Lager (egal ob links, rechts oder mittig) gar nicht. Diese kleine halbiranische Revoluzzerin ist wie die „gilets jaunes“ – widerständig, brandgefährlich, gewaltbereit,… Weiterlesen »

42
Gast
42

den Kampf gegen die soziale Ungerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben hat und dies auch als Kampf gegen den Klimawandel einstuft, da das eine mit dem anderen zu tun haben könnte, geht für das neoliberale bürgerliche Lager (vor allem das linke) gar nicht. Ist viel zu komplex und könnte das System von dem man selbst profitiert kippen und ändern. Unsere „Profis“ von der Grünpartei könnten auch wissen, dass Soziales und Ökiges untrennbar zusammenhängt. Das aber behalten sie nach der Demontage des Sozialstaates, damals ab den Nullern in rotgrüner Regierungsverantwortung, lieber für sich. Man will ja weder reinen Tisch, noch sich zum… Weiterlesen »

Schnörch
Gast
Schnörch

und genau das spricht für die Dummheit der Bürger. Deshalb glauben sie an „Greta“ Gute Nacht.

42
Gast
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Ein Land voller Idioten.
Deutschland verblödet und zahlt für die eigene Verblödung noch 17,50 € Rundfunkgebühren pro Monat.
Wie geil ist das denn ?

Schnörch
Gast
Schnörch

Wie rührend, mir kommen die Tränen. Kämpft für Umweltschutz, dazu noch sozial eingestellt. Ach, sogar noch Migrationshintergrund. Besser gehts nicht. Ein neuer Messias. Der neue Stern am Propagandahimmel der MSM. Mir kommen die Tränen! Oder muß ich tief in mir das Lachen bekämpfen? Ein neuer Luftballon, aufgeblasen, bis fast zum Platzen. Aber nicht mal dann würde die Masse die Scherben der Brutkästen erneut klirren hören. Seit 5.45 wird zurück geschossen. Wer so etwas glaubt, der glaubt auch an… (Osterhase, Weihnachtsmann, Gerechtigkeitssinn des Regimes, suchen Sie sich was aus). Ich glaube eher an Agitprop, Gehirnwäsche, Naivität und Dummheit. Kinder und Propaganda,… Weiterlesen »

Musil
Gast
Musil

Du hast da etwas nicht wirklich verstanden. Klar, der Link ist nicht offensichtlich. Deshalb nochmal:

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-4/artikel/wir-basteln-uns-eine-klima-ikone-die-weltwoche-ausgabe-4-2019.html

Damit ist die „Gegenspielerin“ von Greta gemeint gewesen, die eben nicht die Aufmerksamkeit der MSM erregt. Eben weil der Zugang von Izabella Nilsson Jarvandi komplexer, daher nachhaltiger und damit gefährlicher für das neoliberale bürgerliche Lager ist. Dieses Mädel spricht Dinge an, die einen den Latte Macchiato wieder hochkommen lassen könnten, und den eigenen Lebensstandard als Teil der Ursache aller Probleme aufzeigen könnten.

Greta ist bequem und verursacht ein gutes Gefühl.
Izabella ist unbequem und verursacht kein gutes Gefühl.

Drunter & Drüber
Gast
Drunter & Drüber

Lassen wir sie aufeinander losgehen! Ich nehme noch Wetten an. Weltwoche vs. linksgrünversiffte Gutmenschen – da geht doch was.

Gründlich entklöppeln, die Chose! Oh, die Weltwoche scheint Sympathien für die Gelbwesten zu haben. Wie soll man das nur wieder einordnen? Wer hat den Kompass?

Defi Brillator
Gast
Defi Brillator
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Gast
42

Stimmt eigentlich, wenn die Erde warm wird, muss man einfach nur die
verschissene Mütze ausziehen.

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[…] besser gesagt von diesem Hype, der um sie entstanden ist: Fanboys und -girls vs. Greta-Hater. Neulich hatte ich mich ja schon dazu geäußert – und dabei wollte ich es eigentlich belassen. Aber drei Takte muss ich nachlegen, es geht ja […]