Grundeinkommen: Reden wir mal über Zwänge

Eine Welt, in der jeder tun und lassen kann ist denkbar? Mit dem Grundeinkommen! Mit dem Grundeinkommen? Wir sollten mal über Zwänge reden – und über Zwanglosigkeiten, die in eine Diktatur der Unterlassung münden können. Unter Linken ein wahrlich unbeliebtes Thema.

Otjivero hat nicht das Funktionieren des BGE bewiesen, sondern das Gegenteil

Otjivero ist ein Dorf in Namibia. Zusammen mit seinem Nachbardorf Omitara zählt man dort etwa 1.200 Einwohner. Otjivero ist zu einer kleinen Berühmtheit gelangt: Unter Anhängern des bedingungslosen Grundeinkommens. In den Jahren 2008 und 2009 haben dort Arbeiterorganisationen und kirchliche Gruppen nämlich ein Pilotprojekt gestartet: »Basic Income Grant« nannte sich das. Jeder Erwachsene unter dem 60. Lebensjahr erhielt im Rahmen des Projektes monatlich 100 Namibia-Dollar (ca. 6,50 Euro) ausgezahlt – als bedingungsloses Grundeinkommen. Einer Studie zufolge sollen daraufhin Armutskriminalität und Hunger abgenommen haben. Ob diese Einschätzung die Realität abbildet, kann man nicht ganz genau eruieren. Dass das Projekt ein Erfolg war, gilt unter Interessierten allerdings gemeinhin als kritisch.

Trotzdem ist für die Aktivisten des BGE Otjivero so viel mehr. Sie betonen, dass dort nichts zusammengebrochen sei, keiner habe auf der faulen Haut geaalt oder unangenehme Tätigkeiten eingestellt. Es wurde auch weiterhin gearbeitet. Den Gegnern des BGE halten die Aktivisten das namibische Dörfchen vor Augen: Seht her, kein Zusammenbruch, kein Untergang – der Mensch ist eben durchaus so veranlagt, dass er sich nützlich machen will. Und wenn der existenzielle Druck erst weg ist, arbeitet der »Mensch an sich« (vor Generalisierung ist keiner gefeit!) aus Überzeugung, aus Spaß an der Wertschöpfung, weil er ganz natürlich kreativ ist und sich verwirklichen will. Nun gut, lassen wir an der Stelle mal weg, dass in Otjivero ja auch aus einem anderen Grund das Schlaraffenland nicht ausbrach: Mit umgerechnet 6,50 Euro monatlich kommt man in einem Land mit etwa 120 Euro monatlichen Durchschnittslohn nicht grenzenlos weit.

Scham, sozialer Druck und »Was-sollen-bloß-die-Nachbarn-denken?«

Noch ein Faktor wird vollkommen außer Acht gelassen: Die Übersichtlichkeit dieses Projektes. Würde man das Projekt in einem kleinen Dörfchen in der Uckermark umsetzen, würde man den Probanden sogar ein Grundeinkommen auf das Konto überweisen, das auf den ersten Blick eine ordentliche Höhe verspricht: Da würde auch keiner mit der Arbeit aufhören. Und die, die keine Arbeit hätten, würden sich vielleicht sogar etwas suchen, was sie tun könnten. Weil der Mensch, weil der Uckermarker so ist? Eher nicht: Weil es so läuft in Gemeinschaften, wo (fast) jeder (fast) jeden kennt. Und man macht vor allem deswegen weiter, weil man sich kennt. Weil man nicht will, dass die Nachbarn von einem schlecht denken.

Sozialer Druck und das dazugehörige Schamgefühl sind Faktoren, die man bei Versuchen von kleinem Maßstab nicht einfach abstellen kann. In Otjivero und Omitara läuft das nicht so viel anders als in Alsbach-Hähnlein oder in Oberkotzau. Kleine Sozialverbände animieren zum Mitläufertum. Ausscheren ist da nicht vorgesehen. Tut es doch einer, ächtet man ihn – Dörfer sind eine unmittelbar exklusive Gesellschaft: Mit allen guten wie schlechten Seiten. BGE-Projekt hin oder her. Dorfrealitäten sind zuweilen brutale Sozialselektion.

Anonym in der Masse

Ein BGE-Versuch in einer Metropole wäre viel aufschlussreicher. Dort wo Menschen in der Masse anonym bleiben können, wo sie hinabgleiten in ihre Subkultur, in ihre subgesellschaftlichen Kreise, wo man sich ausklinken kann vom Mainstream. Dort wo man sich in seine Wohnung einigeln kann, nicht rausgehen muss, sich in die Parallelgesellschaft des resignierten Egos zurückziehen kann. In diesen Ballungsräumen kann man ein- und untertauchen. Mittendrin sein, aber dennoch nicht gesehen werden. Wenn da jemand arbeitslos wird, alles hinwirft oder sich plötzlich als Mann Frauenkleider anzieht, juckt das kaum jemanden. Dort BGE auf Konten zu überweisen, wäre eine spannende Erfahrung. Wie sähe es mit Großstädtern aus, die Arbeiten verrichten, die man gemeinhin nicht aus Berufung macht?

Kehrt der von der Stadt eingestellte Straßenreiniger von heute auf morgen nicht mehr den Gehweg, weiß man ja nicht mal genau, wo der Kerl wohnt, der einen im Unrat versinken lässt. In einem Dorf weiß man allerdings gleich, wer sich da aus der Affäre stiehlt. Und das weiß derjenige, der seinen Job gar nicht mag, auch sehr genau. Im Regelfall lässt er es dann. Aber in der Anonymität, da fallen die letzten Hemmschwellen – das ist ganz ohne moralische Wertung gemeint. Metropolen sind nun mal keine Sozialverbände, sondern soziale Schmelztiegel, ein massiges Kommen und Gehen.

Rechtsansprüche oder freie Wahl: Muss mal wieder ein neuer Mensch erschaffen werden?

Dass man bei der ganzen Diskussion um das BGE so gut wie nirgends darauf zu sprechen kommt, dass das vom BGE beglückte Millionenvolk in total verschiedenen Sphären lebt, macht die Diskussion mehr oder weniger zu nichts anderem als zu einer Erbauungsrepetitio. Und wenn man einen Beweis braucht, zieht man kleine Erfolgsmodelle heran, Projekte wie in Otjivero und Omitara und nimmt das pars pro toto, gibt ohne viel Federlesens als Parole aus, dass das, was namibische Dörfer vollbringen, ja auch die gesamte Bundesrepublik könnte – sie muss nur wollen. Was dort klappt, kriegen 80 Millionen Einwohner doch spielend hin.

Was die Befürworter des BGE vorgeben, das ist, dass der grundsätzliche Zwang aufgelöst wird, um in Freiwilligkeit zu münden. Der Zwang wird gewissermaßen privatisiert und rationalisiert. Der Mensch tut dann nicht mehr das was er tut, weil er es tun muss, sondern weil er eingesehen hat, dass es notwendig ist. Romantisch gesagt geht er nicht mehr malochen, er gibt jetzt der Gesellschaft etwas zurück. Das klingt wirklich dufte, ganz visionär und revolutionär. Aber im Grunde ist es doch so, dass da mal wieder ein neuer Menschentypus ans Werk gehen muss. Einer, den es noch gar nicht gibt. Der erst erfunden werden muss. Ideen an Umstände anpassen, die es so nicht gibt: Ganz doofe Idee. Das geht immer schief.

Von den ganzen anderen Problemen, die sich dann stellen, von der Privatisierung sozialer Angebote zum Beispiel, haben wir noch gar nicht gesprochen. Nicht heute. Dieses Feld haben wir schon vor Zeiten bestellt.

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Kapott
Kapott
12. Dezember 2017 7:55

Grundeinkommen: Reden wir mal über Zwänge

Wir sollten dann auch über den Unterschied zwischen einem repressionsfreien und einem
sanktionsfreien SGB II – Bezug ( Existenzminimum ) reden.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Kapott
12. Dezember 2017 11:51

Das ist auch wichtig, hat aber erst mal unmittelbar mit dem BGE nichts zu tun. ALG2 und BGE sind ganz verschiedene soziale Ansätze, die sich zudem untereinander ausschließen.

Erst wenn man auf den Trichter kommen sollte, wie z.B. Herr Butterwegge, dass man das BGE unter den jetzigen gesellschaftlichen Bedingungen in der Flachpfeife rauchen kann, könnte man ein neues System abseits des BGE denken. Wobei man da das Rad nicht neu erfinden muss, den früher gab es u.a. Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe inkl. diverser Zuschüsse um den Menschen ein einigermaßen würdiges Auskommen zu sichern.

Beste Grüße

Kapott
Kapott
Reply to  Heldentasse
12. Dezember 2017 13:23

Das ist auch wichtig, hat aber erst mal unmittelbar mit dem BGE nichts zu tun.

Das hast du nicht verstanden. Eine sanktionsfreie Grundsicherung nach SGB II ist ein BGE, weitgehend ohne B weil es ja noch Millionäre und andere gibt die keine Grundsicherung benötigen.

Was ist eine repressionsfreie Grundsicherung ?

Mordred
Mordred
12. Dezember 2017 11:31

Das BGE kann ungefähr dann funktionieren, wenn der Kapitalismus positiv (!) überwunden wurde und die Automatisierung soweit vorangeschritten ist, dass nervende Billig-Jobs und sog. Bullshit-Jobs nicht mehr von Menschen gemacht werden müssen.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Mordred
12. Dezember 2017 12:11

Es ist ja bald Weihnachten, da kann man sich ja vieles Wünschen!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mordred
12. Dezember 2017 16:09

@Mordred Das BGE kann ungefähr dann funktionieren, wenn der Kapitalismus positiv (!) überwunden wurde und die Automatisierung soweit vorangeschritten ist, dass nervende Billig-Jobs und sog. Bullshit-Jobs nicht mehr von Menschen gemacht werden müssen. Weder das BGE noch das klassische Sozialstaatsmodell können funktionieren, wenn nicht akkumuliertes Kapital weitgehend liquidiert und zum Nutzen der gesamten Gesellschaft eingesetzt wird. Ohne eine tiefgreifende Umverteilung von Oben nach Unten ändert sich an den Verhältnissen rein gar nichts. Wäre dem nicht so, gäbe es von Seiten der Eliten übelste Propaganda gg. das BGE, so wie sie auch schon den Sozialstaat massiv und erfolgreich bekämpft haben. Die… Weiterlesen »

Pentimento
Pentimento
Reply to  Robbespiere
14. Dezember 2017 9:53

@ Robbespiere

„Wäre dem nicht so, gäbe es von Seiten der Eliten übelste Propaganda gegen das BGE“. Man kann im Gegenteil davon ausgehen, daß das BGE ihre Position festigt und ihren Reichtum sicherer macht. Soviel ich weiß, wurde es von einem Millionär erfunden. Ich halte das BGE für eine Nebelkerze, ein Almosen, um die Massen ruhig zu stellen.

Kapott
Kapott
Reply to  Pentimento
14. Dezember 2017 10:12

Vielleicht lässt sich aus der Grundidee noch etwas verwerten, ein (B)GE für Kinder z.B.
bei dem ein Anteil über der kindgerechten Grundversorgung später in ein Stipendium
o.Ä. verwandelt werden kann.
Einfach mal in die Runde geworfen. Tiefgreifende Gedanken habe ich mir dazu noch nicht gemacht. Ziel ist eine elternunabhängige Förderung, zu Schulzeiten und davor bereits beginnend, Sprachförderung, Nachhilfe, Abi usw.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kapott
14. Dezember 2017 10:24

@Kapott

Vielleicht lässt sich aus der Grundidee noch etwas verwerten, ein (B)GE für Kinder z.B.

Der Gedanke ist gar nicht übel. Das käme vor Allem den mehr als 1,2 Mio. Kindern in Hartz4- Haushalten zu Gute, denen man durch die Verrechnung mit dem Hatz4- Satz der Eltern de facto das Kindergeld verweigert.

Heldentasse
Heldentasse
12. Dezember 2017 11:42

Scham, sozialer Druck und »Was-sollen-bloß-die-Nachbarn-denken? Der Artikel zielt m.E. in die richtige Richtung, bleibt aber in den politischen Aussagen m.E. viel zu unkonkret! Auf den Punkt gebracht hat es in meinen Augen allerdings Herr Butterwegge: Es scheint geradezu, als wollten die Anhänger des bedingungslosen Grundeinkommens den Kommunismus im Kapitalismus verwirklichen. Das ist allerdings ein Widerspruch in sich, denn die Eigentumsverhältnisse bestünden ja fort. Und so führt auch das Grundeinkommen nicht zu mehr sozialer Gerechtigkeit, sondern eher zu weniger. Mit einer Sozialpolitik nach dem Gießkannenprinzip würde der Staat die unterschiedliche finanzielle Leistungsfähigkeit der einzelnen Gesellschaftsmitglieder ignorieren. Wäre es wirklich fair, wenn… Weiterlesen »

Hartmut
Hartmut
Reply to  Heldentasse
12. Dezember 2017 13:30

Es scheint geradezu, als wollten die Anhänger des bedingungslosen Grundeinkommens den Kommunismus im Kapitalismus verwirklichen. Nein, das wollen sie gerade NICHT, denn wenn ich mich recht erinnere, heißt es im Kommunismus: „Jedem nach seinen Bedürfnissen“. Und niemand verlangt, dass das BGE dies leisten soll. Und so führt auch das Grundeinkommen nicht zu mehr sozialer Gerechtigkeit, sondern eher zu weniger. Und ein weiterer Strohmann von Herrn Butterwegge, den ich sonst sehr schätze. Auch DAFÜR ist das BGE überhaupt nicht gedacht. Wäre es wirklich fair, wenn der Milliardär dieselbe Summe ausgezahlt bekäme wie der Müllwerker? Nein. Gleiches sollte gleich und Ungleiches ungleich… Weiterlesen »

Mordred
Mordred
Reply to  Hartmut
13. Dezember 2017 15:12

Nein, das wollen sie gerade NICHT, denn wenn ich mich recht erinnere, heißt es im Kommunismus: „Jedem nach seinen Bedürfnissen“.

Hä? Ne. Jeder ist gleich -> jedem das gleiche.

Hartmut
Hartmut
Reply to  Mordred
13. Dezember 2017 15:23

Hä? Ne. Jeder ist gleich -> jedem das gleiche.

Upps, da hat wohl einer in Staatsbürgerkunde nicht aufgepasst? Selbst WENN jeder „gleich“ wäre, hat trotzdem nicht jeder die gleichen Bedürfnisse. Dem einen reichen 3 Hemden, ein anderer will für jeden Tag der Woche ein anderes.

Den entwickelten Kommunismus skizziert Marx mit gesellschaftlichem Reichtum und dem Prinzip „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“.
(Kritik des Gothaer Programms, MEW 19, 21)

Mordred
Mordred
Reply to  Hartmut
14. Dezember 2017 11:57

Wollen wir uns jetzt ernsthaft über die verschiedenen Definitionen von Kommunismus unterhalten? Alleine im Wikipedia-Artikel steht innerhalb der ersten 200 Wörter einmal soziale Gerechtigkeit vs. soziale Gleichheit. Mir ist klar, was Butterwegge meint und auch, was Du meinst. Mein Resümee: Fast jede Diskussion über das BGE ist im vorhinein zum scheitern verurteilt, weil nie genau definiert ist, was das eigentlich sein soll.

Hartmut
Hartmut
Reply to  Mordred
14. Dezember 2017 12:12

Wollen wir uns jetzt ernsthaft über die verschiedenen Definitionen von Kommunismus unterhalten? In welcher davon kommt denn dein Spruch „jedem das gleiche“ vor, mit dem du meintest, mich (oder eher Marx) korrigieren zu müssen? Und nur mal so nebenbei: Das von Marx genannte Prinzip: „Jedem nach seinen Bedürfnissen“ bedeutet gerade NICHT diese ameisenhafte Uniformität, die man dem Kommunismus immer so gern vorwirft. Das von dir genannte „Jedem das gleiche“ (wer auch immer das fordert) hingegen schon. Fast jede Diskussion über das BGE ist im vorhinein zum scheitern verurteilt, weil nie genau definiert ist, was das eigentlich sein soll. Das ist… Weiterlesen »

badbentham
badbentham
Reply to  Hartmut
14. Dezember 2017 6:12

Selbstredend sollte eine der wesentlichen Aspekte des BGE sein, von leistungslosem selbstvermehrendem Kapital , das die Realwirtschaft auf lange Frist schädigt, zu nachfragewirksamem „Einkommen“ (an der Gesamtproduktivität der Gesellschaft)umzuverteilen: Die Maschinen arbeiten dann teilweise nicht für den Reichtum der 1% , sondern für die Allgemeinheit. Hinzu kommen Aspekte wie Menschenwürde und soziale/kulturelle Teilhabe, die Werte an sich darstellen. Butterwegges Kritik ist nicht allgemein richtig, aber in Bezug auf Vorstellungen etwa der FDP durchaus. Über MwSt (ökonomisch betrachtet die unsinnigste Steuer überhaupt, – außer vielleicht eine Wirtschaft leidet massiv an einem Mangel an Angebot, bzw. zu großer Nachfrage) oder Sozialversicherung ein… Weiterlesen »

Arbo
Arbo
12. Dezember 2017 12:16

Offen gestanden ist das eine ziemlich billige Argumentation. Wurde das BGE in der Vergangenheit gefordert, hieß es: „Völlig unrealistisch, die Leute liegen dann auf der faulen Haut. Empirisch ist das sowieso nie probiert worden.“ Wird es probiert, heißt es nun: „Ach nee, das ist ja nur Einzelfall. Nicht anwendbar auf große Maßstäbe…“ Und wenn’s ganz perfide läuft, wird argumentiert, dass es ein großes Experiment sei, mit großen Risiken, das könne mensch der Bevölkerung gar nicht zumuten… nur um dann Experimente im Kleinen kleinzureden. Es fällt auf, dass auch hier offenbar nicht mal die Bandbreite an BGE-Modellen gekannt wird. Es gibt… Weiterlesen »

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Arbo
12. Dezember 2017 12:45

Da bräuchte mensch ja auch einen neuen Menschentypus. Wenn man „Menschentypus“ mit „Sozialcharakter“ nach Herrn Fromm gleichsetzt, könnte wieder ein Schuh daraus werden: Einer der wichtigen Grundbegriffe von Fromm ist dabei der „Gesellschaftscharakter“ oder „Sozialcharakter“ („social character“). Dieser stellt das Persönlichkeitsbild des Durchschnittsmenschen in einer Gesellschaft oder einem sozialen Milieu dar, den „Kern der Charakterstruktur, den die meisten Mitglieder ein und derselben Kultur miteinander gemeinsam haben, im Unterschied zum individuellen Charakter, in welchem sich Menschen ein und derselben Kultur voneinander unterscheiden“. Der Gesellschaftscharakter formt die Energien der Gesellschaftsmitglieder dergestalt, dass sie automatisch und aus eigenem Antrieb so handeln, wie die… Weiterlesen »

Kapott
Kapott
Reply to  Roberto J. De Lapuente
12. Dezember 2017 15:22

„Haben oder Sein“ ist ein Buchtitel ! Im Buch geht es um folgende Thesen : 1.) Die Produktion habe der Erfüllung der wahren Bedürfnisse des Menschen und nicht den Erfordernissen der Wirtschaft zu dienen 2.) Das Verhältnis der Ausbeutung der Natur durch den Menschen wird durch das der Kooperation zwischen Mensch und Natur ersetzt 3.) Der wechselseitige Antagonismus zwischen den Menschen ist durch Solidarität ersetzt oberste Ziele des gesellschaftlichen Arrangements seien das menschliche Wohlsein und die Verhinderung menschlichen Leids 4.) Maximaler Konsum ist durch einen vernünftigen Konsum (Konsum zum Wohle des Menschen) ersetzt 5.) Der einzelne Mensch wird zur aktiven… Weiterlesen »

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Kapott
12. Dezember 2017 19:01

Alles richtig, aber es geht auch politischer, denn obige vernünftige Forderungen sollen ja auch durchgesetzt werden.

Höre dazu: Humanistischer Sozialismus nach Erich Fromm

Beste Grüße

Kapott
Kapott
Reply to  Heldentasse
12. Dezember 2017 19:51

Wenn wir Eines auf die schnelle von Fromm mitnehmen möchten, ist es der Hinweis auf die Wichtigkeit von inter-, und intradisziplinärem Arbeiten an Lösungsansätzen. Fromm verbindet die Psychologie mit der Soziologie. Wenn wir die Ökonomie noch mit hinzu nehmen, können wir schon ordentlich etwas stricken. Alles braucht ein stabiles Fundament. Wenn wir das theoretische Fundament der Agenda, des Schröder-Blair-Papieres anschauen, finden wir den Soziologen Giddens, das wars. Die Angelegenheit musste aus ökonomischer Perspektive ein Schuss in den Ofen werden. Dies nicht einzugestehen, kostet uns viel Geld und Zeit. Leider bezahlen Menschen dafür die kein Geld haben oder wenig davon. Aus… Weiterlesen »

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Kapott
12. Dezember 2017 19:58

Herr Mausfeld sagte mal in einem Interview, dass es dringend linker Vordenker bedarf, um den Menschen die Chance zu geben aus diesem Schlamassel raus zu kommen. Her Fromm war m.E. so einer, die heutigen arbeiten wahrscheinlich in Mehrzahl und auf Dauer, so munkeln böse Zungen, lieber als gut bezahlte intellektuelle Sherpas für die Herrschenden.

Beste Grüße

Kapott
Kapott
Reply to  Heldentasse
12. Dezember 2017 20:24

Es geht nicht um die reine Lehre sondern um die Funktionalität des gesamten Konstruktes. Wenn das die neurotischen Stresserlinken und billigen
Gremliza-Kopien verstehen, sind wir weiter und haben einen Ärger
weniger am Hals.

Wer ist Herr Mausfeld ? Nachbar ? Hausmeister ?

Kapott
Kapott
Reply to  Kapott
12. Dezember 2017 21:39

Hier noch etwas von Christian Felber zur Gemeinwohlökonomie.
Das liest sich wie ein Wunschzettel ans Christkind. Eine Theorie
ist es meiner Ansicht nach nicht. Nur gut das es überhaupt Angebote
gibt.

http://www.christian-felber.at/schaetze/gemeinwohl.pdf

Pentimento
Pentimento
Reply to  Kapott
12. Dezember 2017 23:21

@ Kapott

Rainer Mausfeld ’s Vorträge kannst Du Dir auf youtube anhören.

Tom J. Wellbrock
Reply to  Arbo
12. Dezember 2017 13:06

Abgesehen von der im Moment unwichtigen Frage, ob ich Deiner oder Robertos Argumentation zustimme, fällt auf, dass ich im Laufe der Zeit immer wieder die Beobachtung mache, dass BGE-Befürworter, wenn ihre Idee kritisiert oder infrage gestellt wird, irgendwann (fast) immer mit so einem Satz kommen:

Alles in allem also nicht nur ein billiger, sondern auch einfältiger und uninformierter Artikel.

Jeder, der sich kritisch zum BGE äußert, hat nichts kapiert.
Gähn!

Arbo
Arbo
Reply to  Tom J. Wellbrock
12. Dezember 2017 14:29

@Tom J. Wellbrock Wellbrock: Was soll dieser Blödsinn? Ich habe nicht gesagt, dass „[j]eder, der sich kritisch zum BGE äußert, [..] nichts kapiert [hat].“ Stattdessen habe ich den Autor adressiert, der hier einen billigen Kommentar, einfältig und offenbar uninformiert schrieb. Der Autor hat nichts kapiert, nicht jedeR, der/die sich kritisch zum BGE äußert. Der Beitrag ist letztlich nichts anderes als eine ziemlich billige Polemik. Da ist nicht „sich kritisch äußern“, sondern ideologisches Abwehrgefecht. Das habe ich übrigens auch begründet. Aber gut, wer von hinten liest… Btw: Wer sagt eigentlich, dass ich ein Befürworter des BGEs bin? Es gibt durchaus Argumente… Weiterlesen »

Tom J. Wellbrock
Reply to  Arbo
12. Dezember 2017 15:02

Was soll dieser Blödsinn?

Quatsch mich nicht blöd von der Seite an!
Wenn Du meinen Kommentar nicht verstehst, kannst Du offenbar nicht mal von vorn lesen.

Arbo
Arbo
Reply to  Tom J. Wellbrock
12. Dezember 2017 16:18

Vielleicht bin ich wirklich so blöd, dass ich Deinen Kommentar nicht verstehe. Dann erklär‘ ihn mir mal! Ich bin offen gestanden gespannt, wie Du aus dem von Dir fabrizierten Blödsinn rauskommen möchtest.

Tom J. Wellbrock
Reply to  Arbo
12. Dezember 2017 16:31

Ich bin offen gestanden gespannt, wie Du aus dem von Dir fabrizierten Blödsinn rauskommen möchtest.

Gar nicht, ich lass Dich mit Deinem Schwachsinn hier einfach stehen.

Aber wenn Du später einmal – unter einem anderen Artikel – erfolgreich versuchst, konstruktive Argumente in angemessener Form einzubringen, können wir gern noch mal von vorn anfangen.

Und – verlass Dich drauf – dann werde ich ebenso höflicher kommunizieren.

Arbo
Arbo
Reply to  Tom J. Wellbrock
12. Dezember 2017 16:56

Eigentlich wären die Attribute ‚erfolgreich‘, ‚konstruktiv‘ und ‚angemessen‘ zu kritisieren. Wer sagt denn, was ‚erfolgreich‘, ‚konstruktiv‘ und ‚angemessen‘ ist? Du? Hm, das wäre dann ja recht einseitig… Ansonsten ist Deine Antwort wieder ohne Substanz: Schreib doch mal, was ich falsch verstanden hätte oder wo ich falsch liege. Ich seh‘ jedenfalls nicht, wo ich mit meinem – im Gegensatz zu Dir – gut begründeten Urteil falsch liege: Der Artikel ist billig, einfältig und uniformiert. Geradezu Propaganda. Das erwarte ich von der INSM. Aber hier… Wer das BGE befürwortet, muss sich laut Artikel als Romantiker bezeichnen lassen. Ist das die konstruktive Art,… Weiterlesen »

Tom J. Wellbrock
Reply to  Arbo
12. Dezember 2017 17:04

Wer sagt denn, was ‚erfolgreich‘, ‚konstruktiv‘ und ‚angemessen‘ ist? Du?

Ja, hier mache ich das.

Arbo
Arbo
Reply to  Tom J. Wellbrock
13. Dezember 2017 0:54

Nunja, es ist sicher eine Herausforderung, eine rhetorische Frage zu erkennen. Da will ich nachsichtig sein und Dich nicht weiter belästigen…

Lutz Lippke
Lutz Lippke
Reply to  Arbo
13. Dezember 2017 15:39

„Offen gestanden …“ Eine wichtige Replik von Arbo. Der letzte wiederholende Satz wirkt aber unnötig, denn auch HIER muss das „für und wieder“ zum Sozialen diskutiert werden. Sachlich! Eine pauschal abwertende Reaktion auf für schlecht befundene Argumente und Polemik dreht nur die Nörgel-Schraube weiter. Passiert immer wieder und jedem mal. Also was nun? Abwatsch-Passagen überlesen und Argumente ausdiskutieren. Was der Artikel auf den Punkt bringt, ist das Grundthema: Bürger – soziales und/oder egomanisches Wesen? WeitereThemen könnten z.B. sein: Gibt es Gemeinwohl-Projekte in Städten? Beispiele des Erfolgs und des Scheiterns? Welche Parameter sind noch wichtig, außer Überschaubarkeit und soziale Kontrolle? Für… Weiterlesen »

trackback
12. Dezember 2017 12:35

[…] die in eine Diktatur der Unterlassung münden können. Unter Linken ein wahrlich unbeliebtes Thema.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Arbeitskraftverkäufer, ihr habt nichts zu verlieren – fast nichts! Die […]

Hartmut
Hartmut
12. Dezember 2017 13:14

Och nö, Roberto. Du gehörst also auch zu denen, die glauben, nur man selbst würde trotz BGE fleißig weiter arbeiten, nur der Nachbar, der faule Sack, würde sich auf die Bärenhaut legen? Und das tut er nur deswegen nicht – aus lauter Scham, versteht sich – weil das Experiment nicht in Berlin, sondern in Otjivero stattfand? Und damit ist jetzt bewiesen, dass das BGE nicht funktionieren kann? Echt jetzt? Was für eine schlichte Folgerung. Nun gut, lassen wir an der Stelle mal weg, dass in Otjivero ja auch aus einem anderen Grund das Schlaraffenland nicht ausbrach: Mit umgerechnet 6,50 Euro… Weiterlesen »

Mordred
Mordred
Reply to  Hartmut
12. Dezember 2017 13:21

Du hast da was falsch verstanden. Wofür Du bist, könnte man besser als sanktionsloses hartz4 bezeichnen.

Hartmut
Hartmut
Reply to  Mordred
12. Dezember 2017 13:39

Dann hast DU wohl etwas falsch verstanden. HartzIV bekommt man (auch ohne Sanktionen) erst, wenn man eigene Mittel aufgebraucht hat (was übrigens schon wieder eine BEDINGUNG ist). Auch diese Voraussetzung gibt es beim BGE nicht.
Was also habe ich nun falsch verstanden, und was wäre denn dann BGE nach DEINEM Verständnis?

Hartmut
Hartmut
Reply to  Roberto J. De Lapuente
12. Dezember 2017 14:21

Ich wüsste nicht, warum jemand, der 1,2 Millionen Rücklagen hat, nicht erstmal ein bisschen davon leben sollte Das kann man natürlich völlig berechtigt fragen. Nur dann läuft es JA DOCH WIEDER auf eine Anspruchsprüfung hinaus – und so gründlich, wie das in Deutschland immer gehandhabt wird, sind wir flugs wieder da, wovon man mit dem BGE eigentlich weg wollte: einem Prüf- und Sanktionierungssystem. Die Frage wäre also: Erträgt es mein Gewissen oder mein Gerechtigkeitsgefühl, im Interesse, diese Hintertüren gar nicht erst einzubauen, dass auch ein Millionär die meinetwegen 1000 Euro im Monat abgreift. Ich habe dies für mich eindeutig mit… Weiterlesen »

Kapott
Kapott
Reply to  Roberto J. De Lapuente
12. Dezember 2017 16:05

Aber ein Selbstbehalt von 12.000 Euro ist natürlich ein Witz. 150 € pro Lebensjahr Der mit einem Selbstbehalt von 12000 € wäre demnach 80 Jahre alt. Aber auch nicht wirklich. Personen, die vor dem 01.01.1948 geboren wurden, erhalten einen erhöhten Freibetrag von 520 Euro je vollendetem Lebensjahr. siehe Arbeitslosenhilfe-Verordnung „Die Arbeitslosenhilfe-Verordnung (AlhiV 2002) v. 13. 12. 2001 ist im BGBl 2001 I S. 3734 bekannt gemacht worden und am 1. 1. 2002 in Kraft getreten. Die VO enthält eine Neuregelung des zu berücksichtigenden Vermögens des Arbeitslosen und seines nicht dauernd getrennt lebenden Ehegatten, Lebenspartners oder Partners. Freibetrag ist der Betrag… Weiterlesen »

Mordred
Mordred
Reply to  Hartmut
12. Dezember 2017 15:55

Ok. Und was ist mit der Bedarfsprüfung im Falle von chronischen Krankheiten, kaputten Möbeln und Geräten, Kindern, hohe Miete….?

Ich verstehe unter BGE grundsätzlich, dass jeder jeden Monat eine bestimmte Summe x pauschal bekommt. Nicht weniger und vor allem auch nicht mehr. Diese Summe soll pauschal dazu reichen, seine Existenz zu sichern. Und da ist eben einer von zahllosen Problemen des BGE: Für Millionäre ist es überflüssig, für Singles in kleinen Wohnungen ok und o.g. Fälle kriegen massive Probleme.

Hartmut
Hartmut
Reply to  Mordred
12. Dezember 2017 16:28

Ok. Und was ist mit der Bedarfsprüfung im Falle von chronischen Krankheiten, kaputten Möbeln und Geräten, Kindern, hohe Miete….? Hm, ich dachte, Du wolltest mir jetzt beantworten, was DU unter dem BGE verstehst – da ICH es ja angeblich nicht verstanden habe. Denn dann kannst Du Dir ja Deine Frage eh besser beantworten als ich, wenn man weiß, was das BGE leisten soll und wofür es gedacht ist (und wofür nicht). Vielleicht sind ja kaputte Möbel nicht so existenzbedrohend wie eine chronische Krankheit. So wie das BGE keine Mindestlöhne oder Steuern ERSETZT und auch keine Sozialämter oder generell Bedürftigkeitsprüfungen abschaffen… Weiterlesen »

Hartmut
Hartmut
Reply to  Mordred
12. Dezember 2017 16:45

Sorry, Dein Beitrag ging ja noch weiter. Hatte ich erst übersehen. Diese Summe soll pauschal dazu reichen, seine Existenz zu sichern. Ich glaube, hier müsste man (auch und gerade die Befürworter des BGE) etwas klar stellen. Ich habe es im Beitrag drunter schon angedeutet. Es heißt „Bedingungsloses GrundEINKOMMEN“. Es kann also auch nicht mehr leisten, als wenn dieses Einkommen „regulär“ verdient werden würde. Jetzt kann man sich darüber streiten, ob davon auch eine KV (die bei der geringen Einkommenshöhe ja auch nur gering wäre) und eine Miete für eine Person davon abgedeckt werden sollte. Dann sind die kursierenden 1000 Euro… Weiterlesen »

Mordred
Mordred
Reply to  Hartmut
12. Dezember 2017 17:11

Da sind wir dann näher beieinander, Hartmut. Wir nennen es nur anders.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Hartmut
12. Dezember 2017 17:13

sei nicht so blauäugig! das, was du bekommen könntest, würde auf jeden fall von den lebenshaltungskosten gefressen werden. frag mal alg2-bezieher, was sie von den erhöhungen ihres arbeitslosengeldes am ende hatten oder haben. wann immer die beträge erhöht wurden, waren die preiserhöhungen – hase, igel – längst da. bei tausend € im monat wirst du schlicht nichts davon haben. hinzu kommt, dass die bedürftigkeitsprüfung von niemandem freiwillig aufgegeben wird. und dann werden sich die arbeitgeberverbände ihre miesen, schlecht bezahlten jobs von denen machen lassen, die auf miese, schlecht bezahlte jobs angewiesen sind. wir reden hier also bestenfalls von illusionen. die… Weiterlesen »

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  GrooveX
12. Dezember 2017 19:49

würde auf jeden fall von den lebenshaltungskosten gefressen werden.

Nicht nur von den Kosten, sondern auch wenn das BGE als pauschale Abgeltung betrachtet wird, was damit u.a. auch sonstige Sozialleitungen (z.B. Wohngeld) komplett substituieren soll, nach Meinung einiger Befürworter.

Der Staat bzw. die Gesellschaft würde sich mit dieser Abgeltung auch einer weiteren Verantwortung entledigen.

Beste Grüße

GrooveX
GrooveX
Reply to  Heldentasse
12. Dezember 2017 22:10

klar! schlechter geht immer!

Hartmut
Hartmut
Reply to  Roberto J. De Lapuente
12. Dezember 2017 14:27

Du hast es echt falsch verstanden Hartmut: Ich bin nämlich der faule Nachbar Daneben, 😉 , denn ICH unterstelle das niemandem, auch meinem wirklich faulen Nachbarn nicht 😉 Und wenn das BGE nicht ausreicht zum Leben, dann hat es ja die Funktion, die die BGE-Befürworter überall anführen, ja schon vorab nicht erfüllt. Na es SOLL doch zum Leben reichen – aber eben auf dem Niveau des Existenzminimums. Über die Höhe kann man sich unter DIESER Voraussetzung gern unterhalten (deswegen heißt es ja auch GRUND-Einkommen und nicht Luxus-Einkommen), aber ich weise nochmals auf den eigentlichen Punkt hin: Es befreit die Menschen… Weiterlesen »

RodolpheSalis
RodolpheSalis
12. Dezember 2017 17:08

Ich fand das Butterweggezitat, das hier ein Nutzer postete, ziemlich gut. Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens finde ich nicht verkehrt, aber alleine reicht es nicht. Es ändert nichts an den Besitzverhältnissen, nicht viel an der Einkommensschere, Kapitaleinkommen, Erbe, etc… Auch braucht die Öffentlichkeit ein starkes Mitspracherecht, was und wie privat produziert wird. Das geht uns alle was an. Also ein BGE ohne starken Sozialstaat wird nur eine neoliberale Dystopie. Ansonsten ist die Frage, wie das denn um die Arbeitsgesellschaft steht, wenn Roboter Pakete ausliefern, Regale einräumen, putzen, fahren, etc… und überhaupt sich ein riesiger Produktivitätsschub dank smarter Zuarbeit vollzieht, schon… Weiterlesen »

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  RodolpheSalis
12. Dezember 2017 19:41

Guter Kommentar!

Auch hier -> Höre dazu: Humanistischer Sozialismus nach Erich Fromm

Man muss sich dazu ein wenig Zeit nehmen. Sehr interessant ist, dass nach dieser Quelle Herr Fromm schon damals ein Befürworter des BGE war, allerdings in einer neuen besseren Gesellschaft.

Beste Grüße

RodolpheSalis
RodolpheSalis
Reply to  Heldentasse
12. Dezember 2017 23:29

Danke, das höre ich mir mal an!

Pentimento
Pentimento
Reply to  Heldentasse
12. Dezember 2017 23:42

Ja, in einer “ neuen besseren Gesellschaft“, in der Geiz, Gier und Zinswucherei von der Gesellschaft verachtet werden, und der Wert eines Menschen nicht an seinem Reichtum, sondern an seinen inneren Werten und sozialen Kompetenzen bemessen wird.

Jörg Gastmann
12. Dezember 2017 22:06

Da kann ich natürlich nicht die Füße stillhalten und muss darauf hinweisen, dass es nicht „das“ BGE, sondern 2 Gruppen von Modellen gibt: Gruppe „Almosen nach Umverteilung durch Steuern“: Durch Mehrwertsteuer, Einkommensteuer oder Vermögensteuer finanziert Gruppe „Beteiligung an der Wertschöpfung“: Von den Unternehmen als Gehalt ausbezahlt. Einziges Mitglied dieser Gruppe: Das „Steuerspar-BGE“. Die wichtigsten Gegenargumente betreffen nur die Gruppe „Umverteilung durch Steuern“: Zwickmühle: Entweder ist ein BGE hoch. Dann ist es unfinanzierbar. Oder es ist finanzierbar. Dann ist es lächerlich niedrig. Explodierenden Preise (bei Finanzierung per Mehrwertsteuer) oder das Plündern der Mittelschicht (bei Finanzierung per Einkommensteuer) Ablehnung der Mehrheit, wenn… Weiterlesen »

Kapott
Kapott
Reply to  Jörg Gastmann
12. Dezember 2017 22:47

Die Frage „wer geht dann noch arbeiten“ beantwortet https://www.economy4mankind.org/de/bge-wer-geht-dann-noch-arbeiten/. Die Frage wird weder beantwortet noch der Grund zur Arbeit ausreichend analysiert. Was ist mit der Schattenwirtschaft ? Leute gehen arbeiten um Kredite tilgen zu können. Nun kennen wir Banken, die werden die Zinsen bis an die Schmerzgrenze anheben. Was dann ? Dann gehen die Leute schwarz arbeiten ? Wer zahlt noch in den Pott ein damit ein BGE überhaupt ausgezahlt werden kann ? Unternehmen, Konzerne ? Was die einzahlen, schlagen die auf ihre Produkte auf. Wer kauft die noch, bzw. wer kann sich die noch leisten ? Es wird in… Weiterlesen »

Jarek
Jarek
13. Dezember 2017 7:47

Die Gegner des Grundeinkommen speisen sich prinzipiell aus 4 Richtungen: 1)Konservative mit dem Arbeitsethos eines Paulus oder Münteferings („Wer nicht arbeitet…“) 2)Pseudosozialbesorgte a la Marcel Fratzscher, die uns weismachen wollen es braucht bloß mehr „Bildung“ und „Chancen“ 3)Dumme wie Andrea Nahles 4)Linke (wie De Lapuente?) bei denen mitr wirklich die Erklärung fehlt. Bei BGE geht es eigentlich um 2 Problemfelder: 1) Finanzierung lassen wir es momentan außer acht, aber ein BGE von 800 € pro Kopf/Monat würde für ein Land wie Deutschland z.B. ca. 25% des BIP kosten. Mit einer gewissen Familienstaffelung ließe sich der Anteil um 2-3% senken. 20-25%… Weiterlesen »

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Jarek
13. Dezember 2017 8:15

Die Gegner des Grundeinkommen speisen sich prinzipiell aus 4 Richtungen

Es ist praktisch, gerade zum Weihnachtsfeste, dass man Menschen einfach so mal willkürliche Kategorien verpacken kann. Vergesse bitte nicht ein Schleifchen dran zu machen, dann sieht es besser aus.

Kapott
Kapott
Reply to  Heldentasse
13. Dezember 2017 8:37

Vier Richtungen wegen Advent.
“ Advent, Advent eine Richtung brennt …….“

Jarek
Jarek
Reply to  Heldentasse
13. Dezember 2017 20:49

Ironie will echt gelernt sein…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Jarek
13. Dezember 2017 8:56

@Jarek Finanzierung lassen wir es momentan außer acht Genau da liegt der Kardinalfehler bei den Befürwortern des BGE. Lies dazu mal meine Ergänzung zu weiter oben Mordred! Solange das von Wenigen angehäufte Vermögen nicht der Allgemeinheit zugänglich gemacht wird, muss das BGE gerade von den Schwächsten der Gesellschaft gegenfinanziert werden ( z.B. durch eine höhere MwSt. ) ,während sich der Reichtum Oben weiter vergrößert. Dadurch entsteht exakt wieder der Zwang zum Arbeiten, um die Einkommenslücke zu schließen und damit ist die Bedingungslosigkeit passe´. Die Unternehmer werden mit dem BGE rechnen und entsprechend niedrige Löhne zahlen. So bleibt im Prinzip alles… Weiterlesen »

Jarek
Jarek
Reply to  Robbespiere
13. Dezember 2017 21:41

Man kann nur damit haushalten, was laufend erwirtschaftet wird. Meinetwegen kann man diese 20-25% vom BIP die verteilt werden als „Konsumsockel“ ansehen – dann wird’s „ökonomischer“ und IMHO verstehen auch die FAZ-Wirtschaftsjournalisten, dass Wirtschaften letztendlich vom Konsum abhängt und damit sieht’s nicht gut aus (https://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2014/07/1a215.jpg). Die bisherigen Transferleistungen decken schon ca. 50% von dem BGE ab. Wegfall sämtlicher Steuervergünstigungen/-freibeträge dürfte weitere 10-15% bringen. Somit müßte man „nur“ noch ca. 8% des BIPs „eintreiben“, um den Betrag zu erreichen. Wobei schon die bisherigen Maßnahmen noch nie erlebte Verteilungskämpfe zur Folge hätten (man denke nur an Renten vs Pensionen). Man kann natürlich… Weiterlesen »

Schweigsam
Schweigsam
13. Dezember 2017 10:10

Ich wäre dafür das BGE erstmal philosophisch zu diskutieren und dann gegebenenfalls ökonomisch bzw. getrennt zu betrachten. Dann wären m.E. die jeweiligen Positionen viel aufschlußreicher einzuordnen.

PS: M.M.n. sind wir von der Zeit als die Menschen die Arbeit erfunden haben am Ende der Zeit der Menschen mit Arbeit angekommen…Die Frage ist demnach nur wie gerecht wir das Einkommen in Zukunft gestalten können.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Schweigsam
13. Dezember 2017 10:42

@Schweigsam

Ich wäre dafür das BGE erstmal philosophisch zu diskutieren und dann gegebenenfalls ökonomisch bzw. getrennt zu betrachten.

Philosophie ist leider eine „brotlose Kunst“, die den Magen nicht füllt, im Gegensatz zur Ökonomie.
Deshalb kommt man gar nicht umhin, sowohl die Finanzieung als auch die Wirkung des BGE von der wirtschaftlichen Seite aus zu betrachten bzw. zu gestalten, wenn es nicht ein Desaster werden soll.

Kapott
Kapott
Reply to  Robbespiere
13. Dezember 2017 12:03

Philosophie ist leider eine „brotlose Kunst“

Dann nimm dir es zu Herzen und erspare uns deine brotlosen Wortmeldungen :-)))

Die Philosophie ist so brotlos wie die Mathematik, wenn man sie nicht als sinnfreies
Geschwafel betrachtet.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kapott
13. Dezember 2017 13:37

@Kapott

Dann nimm dir es zu Herzen und erspare uns deine brotlosen Wortmeldungen :-)))

Der Spruch mit dem Fassen an die eigene Nase ist dir aber bekannt, oder?:-)))
Philosophie hilft bei der Veteilungsfrage nicht die Bohne weiter. Da sind volkswirtschaftlich sinnvolle Konzepte gefragt und eine Politik, die das auch durchsetzt.
Ersteres mag es ja beim Thema BGE durchaus geben, aber Letzteres ist der Rammbock, an dem auch die beste Idee scheitern muß.

Kapott
Kapott
Reply to  Robbespiere
13. Dezember 2017 16:52

Philosophie hilft bei der Veteilungsfrage nicht die Bohne weiter. Da sind volkswirtschaftlich sinnvolle Konzepte gefragt und eine Politik, die das auch durchsetzt.

Die „Verteilungsfrage“ ist eine philosophische ( filosofische ) Frage.
Es ist keine Frage der Mengenlehre….da viel…..dort weniger…..

Wer Leistungsträger ist und wer nicht, ist keine Frage der VWL …..Wirtschaftswissenschaftler kennen ohnehin weder Ethik noch Moral…. :-)))

Wer soll Intendant eines Theaters werden, ein Betriebswirt oder ein Theaterwissenschaftler und Philosphieabsolvent ?

Es gibt genug neoliberale Hirnis die die scheinbar unverwertbaren Geisteswissenschaften in den Schmutz treten. Warum machst du dir deren
Sichtweise zu eigen ?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kapott
13. Dezember 2017 19:08

@Kapott Es gibt genug neoliberale Hirnis die die scheinbar unverwertbaren Geisteswissenschaften in den Schmutz treten. Warum machst du dir deren Sichtweise zu eigen ? Tue ich das? Ich folge nur einer einfachen Logik. Je ungleicher die Verteilung der Resourcen, desto eher fliegt eine Gesellschaft auseinander, denn relative Homogenität der Verteilung des ökonomischen Erfolgs einer Gemeinschaft ( Gesellschaft ), hält diese zusammen. Das ist der Grundkonsens, auf dem die Gesellschaft basiert und ich kann mir gut ausmalen,was passiert, jetzt wo dieser Konsens einseitig von der sog. Elite aufgekündigt wird. Das wissen die im Übrigen selbst sehr genau, weshalb ja auch der… Weiterlesen »

Kapott
Kapott
Reply to  Robbespiere
13. Dezember 2017 20:23

Ich folge nur einer einfachen Logik. Je ungleicher die Verteilung der Resourcen, desto eher fliegt eine Gesellschaft auseinander, denn relative Homogenität der Verteilung des ökonomischen Erfolgs einer Gemeinschaft ( Gesellschaft ), hält diese zusammen.

Ja und nein, das Fundament einer Gesellschaft besteht nicht aus Geld.
Weil das Fundament Europas aus Geld bestehen soll, wird es nie funktionieren.
Das Fundament eines Landes besteht aus einem Wertekonsens, bzw. aus
einem gemeinsamen Entwurf. Kunst, Kultur, Bildung und Information bilden die gemeinsame Basis. Nicht Geld.

Du willst mich bloß ärgern ! Lass das !

Kapott
Kapott
Reply to  Kapott
13. Dezember 2017 20:32

OFF

Ich habe hier nen kleinen, guten Einstreuer zu Kunst und Kultur.
Der junge Mann erzählt mehr über den Zustand unserer Zeit als
über Bohlen.

Sehr gut gemacht.

„Komponieren wie Bohlen!“

https://www.youtube.com/watch?v=8j3ICZTlX48

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kapott
13. Dezember 2017 21:00

@Kapott Du willst mich bloß ärgern ! Ganz und gar nicht, das, was ich geschrieben habe, ist meine volle Überzeugung. Kunst, Kultur und Bildung sind ziemlich wurscht, wenn man mit dem Rücken an der Wand steht. Das, was dann zählt, ist eher barbatrischer Natur. Irgendwann ist in dem bestehenden System der Punkt erreicht, wo eine kritische Masse nicht mehr bereit ist, sich zum Opferlamm zu machen und dann schlägt Frust in nackte Gewalt um. Was nicht freiwillig gegeben wird, wird genommen und zwar von denen, die am leichtesten erreichbar sind und das sind nicht die verantwortlichen Eliten, die über hohe… Weiterlesen »

Kapott
Kapott
Reply to  Robbespiere
13. Dezember 2017 21:53

Du immer mit deiner Revolutionsromantik und deinem Bastille-Kitsch.

Ganz und gar nicht, das, was ich geschrieben habe, ist meine volle Überzeugung.
Kunst, Kultur und Bildung sind ziemlich wurscht, wenn man mit dem Rücken an der Wand steht.

Das Neue ergibt sich aus einem Verbund vieler Disziplinen. Man sollte Marx
mit den Fachbereichen updaten, die er noch nicht kennen konnte…Ökologie, Psychologie z.B…..Versuche gab es schon….

Wir brauchen eine zündende Idee die alle mitreißt und zehn kriegsfreie Jahre auf der Welt. Der Laden kippt dann zum Guten.

Hör mit deiner Revolution auf – Wenn sie kommt, dann von rechts !

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kapott
13. Dezember 2017 22:50

[spoiler title=“ „]@Kapott Du immer mit deiner Revolutionsromantik und deinem Bastille-Kitsch. Hier geht es nicht um Revolutionsromantik, sondern um eine realistische Sichtweise. Wenn es für Massen von Menschen ums Überleben geht, spielen weder Moral noch Kultur eine Rolle und Philosophie schon zweimal nicht. Der permanente Sozialstaatsabbau führt geradewegs in diese Richtung. Übrigens heißt Kürzungspolitik auf französich nicht Bastiile, sondern Guillotine, im Volksmund auch „Kurzmacherin“ oder „nationales Rasiermesser“ genannt.:-))) Hör mit deiner Revolution auf – Wenn sie kommt, dann von rechts ! Wenn dem so ist, und es sieht ganz danach aus, so ist das ein Ergebnis der allgegenwärtigen Propaganda, die… Weiterlesen »

Kapott
Kapott
Reply to  Robbespiere
14. Dezember 2017 8:40

Hier geht es nicht um Revolutionsromantik, sondern um eine realistische Sichtweise.

Deine Lösungsansätze sind unrealistisch, deine Sicht ist vernebelt .-)

Deutschland geht es gut !

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kapott
14. Dezember 2017 9:20

@Kapott

Deutschland geht es gut !

enau und dank Merkel scheint uns die Sonne permanent aus dem A….:-)

Kapott
Kapott
Reply to  Robbespiere
14. Dezember 2017 9:45

dank Merkel scheint uns die Sonne permanent aus dem A….:-)

Wir schaffen das !

Lutz Lippke
Lutz Lippke
Reply to  Kapott
14. Dezember 2017 16:32

„Marx mit den Fachbereichen updaten, die er noch nicht kennen konnte“
das ist Satz, der passt ins proletarisch-solidarische Poesiealbum aller Politikbeamten.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Robbespiere
13. Dezember 2017 12:08

und wenn man mal wieder anfinge, die ‚ökonomie‘ dem diktat der politik zu unterwerfen?

dann könnte man auch das ganze mal politisch diskutieren und der ‚ökonomie‘ den ihr gebührenden platz zuweisen! nur, das ist wohl auch – zumindest hier – ein frommer traum.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  GrooveX
13. Dezember 2017 13:27

GrooveX

und wenn man mal wieder anfinge, die ‚ökonomie‘ dem diktat der politik zu unterwerfen?

Selbsredend, sonst ändert sich ja nichts.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Robbespiere
13. Dezember 2017 19:43

und wie kommt man zuu diesem selbstredenden, so mal ganz normal gedacht, ohne hebel, die man nicht hat?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  GrooveX
13. Dezember 2017 20:09

@GrooveX

und wie kommt man zuu diesem selbstredenden, so mal ganz normal gedacht, ohne hebel, die man nicht hat?

Wieso hat man da keine Hebel?
Die Frage ist doch, ob genug Menschen beriet sind, die auch anzusetzen.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  GrooveX
13. Dezember 2017 20:10

Die Chancen das sich schnell was zum Besseren wendet stehen schlecht, aber wie sang Gevater Hannes so schön:

Wenn das System auch fault und stinkt
Weiß doch kein Mensch, trotz alledem
Wann es in sich zusammensinkt
Mächtig und zäh, trotz alledem
Wird es wohl noch weiter fortbestehn
Doch sollte es zu lang‘ so weiter gehn
Könnte, was danach kommt, sogar
Noch schlimmer sein, trotz alledem

Beste Grüße

Pentimento
Pentimento
14. Dezember 2017 7:39

In einer neuen Gesellschaft, in der Geldsorgen unbekannt sind, die Liebe zum Geld als pervers und das Mitgefühl mit dem Anderen als selbstverstāndlich gilt, wird ein anderes Problem auftauchen: wie verbringen wir unsere Zeit? Nachdem wir Jahrtausende hindurch ‚im Schweiße unseres Angesichts unser Brot‘ verdient haben – man muß sich mal fragen, wer eigentlich alles an der Verfassung der Bibel beteiligt war – werden wir Entzugserscheinungen haben und mit unserer Muße nichs anzufangen wissen. Als Übergang sind kurze Arbeitszeiten von drei Stunden täglich ausreichend. Dann werden wir lernen , wie Kinder nur im Jetzt zu sein und den Moment zu… Weiterlesen »

Aufgewachter
15. Dezember 2017 8:37

Umfrage bezüglich BGE …

Wovon will der BGE-Gegner Christoph Butterwegge leben, wenn alle Unternehmer die menschliche Arbeitskraft durch Roboter ersetzt haben?
https://aufgewachter.wordpress.com/2017/06/14/wovon-will-der-bge-gegner-christoph-butterwegge-leben-wenn-alle-unternehmer-die-menschliche-arbeitskraft-durch-roboter-ersetzt-haben/

Thomas Friedrich
Thomas Friedrich
19. Dezember 2017 3:30

Viele argumentieren ja, dass der Preis der unangenehmen Arbeit so lange steigen würde, bis es auch für BGE-Bezieher attraktiv wäre, für zusätzliches Geld Klos zu putzen oder Pakete auszufahren. Gerecht wäre das mit Sicherheit, aber realistisch? Den relevanten Unterschied zwischen BGE und sanktionsfreiem Hartz IV habe ich allerdings nicht verstanden. Ohne Sanktionen wäre das Arbeitslosengeld II nur noch durch die Bedürftigkeit bedingt. Dieter Bohlen würde nichts bekommen, aber jemand, der nicht arbeiten möchte, würde in keiner Weise dazu gezwungen werden. Insofern kann der obige Artikel auch als Argument für H4-Sanktionen gelesen werden, oder? Ich persönlich bin für die Abschaffung der… Weiterlesen »

Schlitti
Schlitti
21. Dezember 2017 21:13

OFF

Über die Feiertage was zum Lesen:

Das Kapital

– erstes Buch
– vierter Abschnitt – „Die Produktion des relativen Mehrwerts“
– dreizehntes Kapitel – „Maschinerie und große Industrie“

ca. 140 Seiten

Marx tritt in diesem Kapitel, eher als Journalist den Beweis an, das Automation
und Mechanisierung , die die Arbeit erleichtern könnten, die Arbeitslast
für die Arbeiterschaft unter kapitalistischen Bedingungen stark erhöhen.
Das ist interessant weil aktuell. Was Marx hier schreibt, lässt sich auf Robotik,
digitale Maschinen, Agrarmaschinen und den ganzen Wirtschaft 4.0 -Klamauk
übertragen.

Hier das .PDF für Reader, Tablet usw.

https://marxwirklichstudieren.files.wordpress.com/2012/11/mew_band23.pdf

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