Im Krisenmodus

Jede neue Krise irgendwo auf der Welt wird inzwischen auch zu einer weiteren Krise deutscher Medien, die offenbart, wie unfrei der deutsche Journalismus ist.  Er ist in Deutschland verlängerter Arm der Politik. Aktuell lässt sich an der Berichterstattung zum Nahostkonflikt ablesen, dass es Deutschland und dem deutschen Journalismus an Unabhängigkeit fehlt. In Deutschland wird nur noch eingebettet berichtet. Die großen Medien sind kooptiert. In der Folge lebt ein großer Teil der Deutschen hermetisch abgeschlossen in einer Welt aus Desinformation.

Als am Dienstag ein Geschoss in das Ahli-Krankenhaus in Gaza einschlug, war es in den deutsche Medien für einen Moment zunächst still. In Russland war die Meldung längst in den Medien. In Deutschland wartete man offenkundig noch auf die richtige Einordnung des Ereignisses.
Erst als das israelische Militär mit angeblichen Belegen an die Öffentlichkeit trat, die nachweisen sollten, dass es sich bei dem Geschoss um eine fehlgeleitete Rakete der Hamas handelte, erwachte die deutsche Journaille zu ihrem erbärmlichen Leben.

Die Tagesschau stellte keine 24 Stunden nach dem Einschlag sogar einen Faktenfinder online. Der Faktenerfinder Pascal Siggelkow durfte wieder ran und zusammentragen, was für die Version des israelischen Militärs sprach. Pascal Siggelkow ist übrigens der, der auch den Bericht von Seymour Hersh über die Sprengung von Nord-Stream einem Faktencheck unterzog. Hersh würde behaupten, die Pipelines seinen mit einem Sprengstoff auf Pflanzenbasis gesprengt worden. Siggelkow kontaktierte einen Sprengstoff-Experten, der ihm versicherte, es gäbe gar keinen Sprengstoff auf Pflanzenbasis. Jetzt hatte Siggelkow Hersh an den Eiern, glaubte der zumindest.

Journalismus mit mangelnder Hygiene

Später musste die Tagesschau kleinlaut zugegeben, dass dem Faktenfinder ein kleiner Übersetzungsfehler unterlaufen ist. Siggelkow hatte das englische Wort “plant” mit “Pflanze” statt mit “platzieren” übersetzt. Nun gut, kann passieren. Siggelkow hatte statt eines Faktenchecks einen gut platzierten Lacher produziert. Wäre schön, hätte er draus gelernt. Hat er aber nicht.

24 Stunden nach einem Anschlag in einem Kriegsgebiet gibt es in der Regel nichts zu berichten, mit dem sich die Schuldfrage journalistisch auch nur halbwegs sauber einer Partei zuschreiben ließ. Siggelkow tut es dennoch und versteckt seine mangelnde journalistische Hygiene notdürftig hinter ein paar Konjunktiven. Eigentlich weiß er nichts, tut aber so, als wäre alles irgendwie klar: die Hamas war’s. Das ist ein generelles Problem der sogenannten Faktenchecks. Sie sind im Kern Meinungsbeiträge, die durch einseitig ausgewählte Experten und Belege als objektiv getarnt werden. Als journalistisches Genre sind sie völlig unglaubwürdig.

Die Berichterstattung in Russland über den gleichen Vorfall war von deutlich höherem journalistischen Standard. Wenn ich das äußere, glaubt man mir in Deutschland regelmäßig nicht, weil dort gilt, dass Russland eine Diktatur ist, in der es nur staatlichen Journalismus und darüber hinaus ein strenges System von Zensur gibt. Das entspricht nicht den Tatsachen, sondern nur dem, was man sich in Deutschland über Russland ausdenkt. Faktisch ist der Journalismus in Deutschland deutlich unfreier und viel enger mit der Politik verwoben.

Kampf gegen Kritik

In Russland gibt man in den Berichten nicht vor, zu wissen, wer für das Bombardement des Krankenhauses verantwortlich ist. Es werden beide Positionen, die Position des israelischen Militärs und die der Hamas wiedergegeben. So wie sich das gehört. Wer eine Meinung dazu hat, kann die natürlich veröffentlichen. Aber dann steht eben auch “Meinung” drüber. In der deutschen Berichterstattung werden Meinung, Bericht und Betroffenheitskitsch zu einem ungenießbaren journalistischen Brei zusammengerührt. Zudem werden Fakten, die nicht ins Narrativ passen, einfach weggelassen.

Das, was den Deutschen jetzt aber noch zusätzlich droht, sind immer weitergehende Einschränkungen der Meinungsfreiheit im sogenannten “Kampf gegen Hass und Hetze”. Der Raum des Sagbaren wird immer weiter verkleinert, die Breite der zugelassenen Diskussion, in Deutschland ohnehin schon nur ein schmaler Korridor, wird weiter verengt. Was früher unter den Begriff der Kritik fiel und daher natürlich nicht nur erlaubt, sondern willkommen war, fällt jetzt unter die Begriffe Hass und Hetze und wird verboten.

Wenn Meinungen verboten und mit Strafe belegt werden, dann obliegt es in einer Demokratie eigentlich dem Journalismus als fünfter Gewalt das zu benennen und zu kritisieren. Schließlich ist er unmittelbar betroffen. In Deutschland ist das inzwischen anders, was auf einen für das Funktionieren von Demokratie grundlegend dysfunktionalen Journalismus schließen lässt. Auch hier gibt die Tagesschau ein gutes, weil eben ganz besonders schlechtes Beispiel ab.

Alles Antisemiten. Immer. Überall.

In einem Interview mit dem Vorsitzenden der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, Derviş Hızarcı, zuf Frage, wo Israelkritik aufhört und Antisemitismus anfängt, lernen wir, dass knapp fünfzig Prozent der Deutschen eine problematische Einstellung haben.

“Die Zustimmung zu sogenanntem israelbezogenen Antisemitismus liegt in Deutschland bei über 40 Prozent. Man könnte grob sagen, fast jede zweite Person in diesem Land hat eine problematische Einstellung dazu.”

Der kleine Trick der hier vorgenommen wird, um auf die alarmierende Zahl zu kommen, ist, dass Antisemitismus und Israelkritik immer weiter aneinandergeschoben werden, bis sie schließlich verschmelzen. Zum Schluss bleibt die Gleichung übrig “Israelkritik ist gleich Antisemitismus”. Löst man die Begriffe in einem Nebel der Unschärfe auf, dann lässt sich alles und jeder darunter subsumieren – und die Hälfte der Deutschen des Antiisrealismus und Antisemitismus bezichtigen.

Es wäre die Aufgabe von Journalismus hier nachzufragen und nachzuhaken. Für was sich die Tagesschau hergibt, ist nicht nur journalistisch unlauter, sondern für eine offene Gesellschaft gefährlich. Es drohen weitere Sprechverbote und der Mainstream macht dabei mit.
In diesem Zusammenhang positiv anzumerken ist, dass Deutschland mit dem Vorhaben, alle Kritik an Israel als antisemitisch zu brandmarken nicht nur in der Welt, sondern sogar in der EU isoliert ist. Der reaktionäre deutsche Radikalismus wird nicht mitgetragen. Man sollte für Deutschland zumindest in diesem Kontext hoffen, dass es die Vorgaben aus Brüssel umsetzt.

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Gert-Ewen Ungar

Gert Ewen Ungar legte sich kurz nach dem Abi sein Anagramm zu. Er und seine Freunde versprachen sich damals bei einem Kasten Bier, ihre Anagramme immer für kreative Arbeiten zu verwenden. Dass sein Anagramm jemals mehr als zehn Leuten bekannt werden würde, war damals nicht abzusehen und überrascht ihn noch heute. Das es dazu kam, lag an seinem Blog logon-echon.com. Mit seinen Berichten über seine Reisen nach Russland stiegen die Zugriffszahlen und es entwickelte sich eine Zusammenarbeit mit RT DE. Anfang 2022 stieß er zu den neulandrebellen und berichtet über Russland, über Politik, über alles Mögliche.

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19 Gedanken zu „Im Krisenmodus

  • 20. Oktober 2023 um 9:56
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    Deutscher Journalismus und deutsche Politik:
    Wenn der „Kampf gegen Hass und Hetze” selbst zu Hass und Hetze mutiert…

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  • 20. Oktober 2023 um 11:59
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    Deutschland, Deutschland, Deutschland…… Wie oft haben sie das im Artikel betont?
    Sie haben recht mit den kumulierten Äusserungen der Journalie.
    Aber auch sie müssen sich vorwerfen lassen, sich nicht korrekt zu äussern.
    Deutschland ist die Bezeichnung der Entente nach 1918. Danach war/ ist ‚Deutschland‘ zu einem Wirtschaftsgebiet, der Sieger, ohne Friedensvertrag, geworden. DAS hat sich 1945 fortgesetzt. Nun heißt das Wirtschaftsgebiet Bundesrepublik VON Deutschland. Das ist keine Erfindung, sondern wird so von den Siegern/ Besatzern (auch von den Vereinigten Staaten VON Amerika) übermittelt: federal republik OF Germany/ – D´Allmagne.
    Und genau so sollte ein verantwortungsvoller Journalist auch schreiben, denn ‚Deutschland‘ ist handlungsunfähig. Das Gebiet, einschließlich der Menschen/ Personal, wird von den Besatzern verwaltet- einschliesslich der Meinungen (LOL). Siehe Überleitungsverrag von 1952/54 – der heute noch gültig ist; in den besonderen Teilen – wie Aussenpolitik und Militär.
    Das kann jeder nachlesen, im 2+4 ‚Vertrag‘. Dort steht, das diese Teile, des Überleitungsvertrages explizit ausgeschlossen sind.
    Nur wil etwas Falsches immer wiederholt wird, wird es nicht richtiger. Gruß Karl.

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  • 20. Oktober 2023 um 13:19
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    Wie sieht denn die Lösung der deutschen Regierung aus? Einfach abwarten, bis die letzten Palästinenser das Gebiet verlassen haben, jahrelanges langandauerndes lautes Schweigen zur Vertreibung, unbedingte bedingungslose Unterstützung der israelischen Siedlungspolitik?
    Passiert hier nichts in Deutschland oder dem restlichen Wertewesten, können sich die Betreffenden ihre gespielte Empörung und Solidarität sonstwohin stecken.
    Es geht nicht mehr darum, welche Aktionen der Palästinenser denn nach Ansicht der Hardliner und Siedler in Israel angemessen wären, es geht letztlich darum, wie die betreffenden UN-Resolutionen endlich umgesetzt werden, um den Betreffenden ihren Anteil ihres Landes zurückzugeben. Klar sind die Hamas Terroristen, seit wann gibt es die, seit wann ist Israel gegenüber den Arabern gerecht?
    Wolf

    Antwort
    • 22. Oktober 2023 um 7:26
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      Wir wollen jetzt aber nicht vergessen das die diversen Bundesregierungen immer Steuergeld für die Flüchtlingslager spendeten.
      Die „palästinensischen“ Araber die dorthin vertrieben wurden haben zwar unter aller Sau gelebt, aber sie haben zumindest überlebt. Das die Araber, die dort schon länger lebten, ihre „Volks- und Religionsgenossen“ nur widerwillig Aufnahmen und ihnen kaum „Integrationsangebote“ gemacht haben, ist ja nun nicht unser Problem. 😉
      Deshalb hat ja die Merkel- Regierung denen mal zeigen wollen was eine Harke ist und die „Willkommenskultur“ als deutsches „Kulturgut“ ausgerufen.

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  • 20. Oktober 2023 um 14:47
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    Meine NAchbarin Frau E. von nebenan meinte neulich, es sei für sie nicht auszuschließen,,dass dieser Pascal S. möglicherweise so eine Art transhumanistische Kreuzung aus Olaf Sundermeier, Pumuckl, Claas Relotius und David Hasselhof sei, also ein scharfsinniger, gutaussehender und extrem gebildeter journalistischer Experte, der in einem seriösen Qualitätsformat wie der „tagesschau“ sehr gut aufgehoben sein, und der es daher auch verdient habe, monatlich von unseren solidarischen Rundfunkbeiträgen, die wir alle gerne bezahlen, alimentiert zu werden.

    Antwort
  • 21. Oktober 2023 um 8:29
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    Deutschland, das Nord- Korea Europas. 🙂

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  • 21. Oktober 2023 um 8:31
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    Ich habe ein schönes, aber auch erschreckendes Interview einer überlebenden, weiblichen Geisel in einem Kibbutz angehört. Sie beschreibt den Horror, den sie erlebt hat, sehr prägnant.

    Sie beschreibt, wie ca. 40 Hamas Kämpfer in das Kibbutz kamen und von Haus zu Haus gingen und alle Geiseln in ein Gebäude zusammentrieben. Dabei, betont sie, wurden sie dennoch ziemlich gut behandelt, wer durstig war, bekam sofort etwas zu trinken, keiner wurde geschlagen oder misshandelt, es wurde beruhigend auf sie eingeredet. Keine Geisel wurde erschossen.

    Man erklärte ihnen, dass man sie als Geiseln nach Gaza verschleppen würde um sie dort als zivile Schutzziele zu missbrauchen, unter anderem auch für einen Gefangenenaustausch.

    Dann kamen israelische Spezialeinheiten mit Panzern und umstellten das kleine Kibbutz und die Kämpfe begannen. Die Hamas Kämpfer gingen mit den Geiseln raus, um diese als Schutzschilde für sich zu benutzen, sich also hinter ihnen zu verstecken und dem Gefecht damit zu entkommen.

    Laut Zeugenaussage der Überlebenden töteten die Israelischen Spezialkräfte jedoch sowohl die Geiseln im Feuergefecht um sie als Schild zu beseitigen und anschließend die Hamas Kämpfer. Die Zeugin verließ als letzte zusammen mit einem Hamas Kämpfer, der sie auch als Schutzschild benutzen wollte, das Gebäude. Der Hamas-Kämpfer wurde im Feuergefecht getötet, die Zeugin überlebte.

    Anschließend schoss ein Panzer in das Gebäude eine Granate, in dem sich zuvor die Geiseln befanden, ohne zu wissen, ob alle bereits das Gebäude verlassen hatten oder nicht. D.h. die israelischen Spezialkräfte wollten einfach die Hamas Kämpfer töten, der Schutz der Geiseln waren ihnen vollkommen egal.

    Auf die Frage des Journalisten, wer ihrer (der Überlebenden) Meinung alle Zivilisten im Kibbutz getötet hat, antwortet diese: „Meiner Überzeugung nach die israelischen Spezialkräfte“.

    Ich denke, solche Aussagen werden wir in unseren Medien nicht zu hören bekommen, denn diese werfen ein völlig neues Licht auf das Vorgehen der israelischen Armee im Kampf gegen die Hamas Kämpfer und woher vielleicht auch so viele zivile israelische Opfer kommen. Das mag nicht unbedingt überall so gewesen sein, es ist aber laut der Aussage einer Überlebenden bei ihr in ihrem Kibbutz so passiert…

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    • 22. Oktober 2023 um 7:49
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      Schwer zu beurteilen.
      Im Krieg stirbt die Wahrheit immer zuerst.
      Beide Seiten lügen.
      Warum sind die Terroristen so lange geblieben bis die IDF es nach Stunden doch noch geschafft hat einzugreifen?
      Eine Entführung von Geiseln sollte schneller gehen und mit weniger Toten möglich sein. Sofern dies das Ziel war.
      Die Geiseln sind mittlerweile nur noch ein Thema für die Berichterstattung.
      Ich glaube nicht das die IDF und ihre Befehlshaber noch irgendeinen Gedanken an das Überleben der Geiseln verwenden.
      In Gaza waren es gestern 28°C, die Trinkwasserversorgung ist stark eingeschränkt, die Hygiene dürfte beklagenswert sein, die Ernährungssituation ebenso.
      Ich erwarte den Auftritt der zusätzlichen Belagerungsarmee, der Cholera oder vielleicht auch der Ruhr.
      Willkommen im Mittelalter.

      Antwort
  • 21. Oktober 2023 um 8:46
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    Hallo Gert,

    schön von Jmd. solche Kommentare lesen zu dürfen, der unerreichbar von „deutschen Mühlsteinen“ so frei von der Leber weg schreiben kann, was Sache ist. 😉

    Antwort
  • 21. Oktober 2023 um 16:35
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    Also, Siggelkow ist sowieso gar ein Totalausfall unter den Haltungsjournalistendarstellern. Wer den für voll nimmt, hat sie nicht mehr alle. Der könnte auch beim Volksverpetzer unterkommen, macht keinen Unterschied.

    Bzgl. des aktuellen Konflikt mag ich (momentan wohlgemerkt) dem Mainstream allgemein sogar etwas Offenheit unterstellen (Faktenfinder mal völlig außen vor, weil völlig irrelevant die Sache betreffend). Liegt aber auch am Dilemma, wie man sich vorher positionierte und wie das etwa mit FFF und dem kleinen, aktuellen Greta-Empörer gerade so läuft. Da verschieben sich die Weltgeschicke gerade ein wenig, dass der unsägliche „Stand with“-Symbolismus gerade ein bisschen sehr wackelt. Ziemlich unterhaltsam sogar, wenn Pseudo-Linke gerade in diese Falle tappen.

    Antwort
    • 21. Oktober 2023 um 17:51
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      Corona hat deutlich gezeigt, dass 90 % der Deutschen jeden Scheiss glauben, wenn er in den Staatssender von GEZ-Gnaden gezeigt wird.
      Wo Du beim Staatsfunk eine „Offenheit“ erkennen willst, ist mir ein Rätsel.
      Gibt es ein Beispiel?

      Antwort
      • 21. Oktober 2023 um 18:52
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        Es gibt sie – noch – die Sternstunden im ÖRR, zum Beispiel die relativ ausgewogene Sondersendung von „Mit offenen Karten“ über den Nahost-Konflikt vom 14.10. Webtip von Basta Berlin. Empfehlenswert.

        Antwort
      • 22. Oktober 2023 um 5:49
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        Beim „Staatsfunk“ wird das wahrlich schwierig, aber ich habe auch nicht behauptet, dass pauschal offen darüber berichtet würde. „Etwas Offenheit“ sagte ich, und wenn man ein paar Zeitungen quer liest (Berliner Zeitung, FAZ erstaunlicherweise, Cicero momentan teilweise), liest man auch mal anderslautendes.

        Antwort
  • 21. Oktober 2023 um 17:57
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    „… wie unfrei der deutsche Journalismus ist. Er ist in Deutschland verlängerter Arm der Politik. “

    Immerhin, das wäre doch mal wieder ein Schritt zurück. Seit dem Ukraine-Krieg war es doch eher umgekehrt.
    Erstaunlich, wie die rumeiern, wenn es kein vorgegebenes Drehbuch gibt.
    Das erinnert mich an eine Anekdote. Militärputsch in der Türkei. Gibt es eine Übertragung? Jep, das schaue ich mir an. Offenkundige intellektuelle Konfusion und Armut bei den Journalismus-Darstellern. Problem: Militärputsch gegen gewählte Regierung böse, aber Erdogan auch böse. Ich denke mir nur, macht euch mal locker, Militärputsch ist in Türkei eine Tradition. Die haben dann zwei Stunden gebraucht, um einen zu finden, der ihnen das in anderen Worten genau so erklärt hat. Aber sie wußten einfach nicht, wie sie es bewerten sollen, warteten sie doch minütlich auf eine Verlautbarung unserer Regierung, damit sie endlich wüßten, wie es zu kommentieren wäre. Kam aber nicht. Dafür aber dann der Clou: Wir zeigen jetzt Bilder vom Putsch aus dem russischen Fernsehen, die dort unkommentiert gezeigt würden. Anscheinend hätte Putin den TV-Leuten noch nicht gesagt, wie sie es kommentieren sollten. Botschaft: So ist das in Ländern, wo Journalisten nur willfährige Büttel sind.
    Und ich wette, daß sie nicht mal gemerkt haben, daß sie ihr eigenes Verhalten beschrieben haben.

    Antwort
  • 22. Oktober 2023 um 9:55
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    Alles russische Propaganda.
    Nur weil man den Gert Ewen nicht bei der Joseph- Goebbels- Journalistenschule angenommen hat.
    So durchschaubar…

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