Zerfallende Weltbilder

Der Krieg in der Ukraine bedeutet in vieler Hinsicht eine Zeitenwende. Militärisch findet gerade eine Neuausrichtung der Kräfteverhältnisse zwischen der NATO und Russland statt. Geopolitisch gestaltet sich das Verhältnis neu zwischen dem sogenannten Wertewesten und seinen Gegnern. Aber auch unsere Weltbilder werden neu vermessen.

Ein Gastbeitrag von Rüdiger Rauls.

Weltbilder als Spiegelbilder

Unsere Weltbilder zeigen nicht nur unsere Sicht auf die Welt. Sie geben auch Einblicke in das Bewusstsein derer, die sie erschaffen und vertreten. Insofern sind Weltbilder auch immer Spiegelbild. Sie sind Selbstbild jener gesellschaftlichen Kräfte, die diese Ansichten in die Welt setzen.

Was die herrschenden Weltbildern nicht beinhalten, was sie außer Acht lassen oder bewusst nicht sehen wollen, ist ebenso aufschlussreich wie ihre Sichtweisen selbst. Aus ihren Defiziten wird deutlich, ob es ihnen darum geht, die Welt zu erkennen, wie sie ist. Oder geht es vielmehr darum, Wirklichkeit zu verbiegen und Wahrheit zu verfälschen, um Interessen zu verschleiern? Werden Weltbilder anstelle von Abbildern der Wirklichkeit zu Zerrbildern, sobald die Welt dem Wunschbild nicht entspricht?

Nur der Mensch ist in der Lage, sich derart umfassende und detaillierte Weltbilder zu schaffen. Sie entstanden entwicklungsgeschichtlich aus der Notwendigkeit, in einer Umwelt voller Gefahren zu überleben. Je vielschichtiger die menschlichen Gesellschaften wurden, um so mehr wichen die Weltbilder der einzelnen gesellschaftlichen Gruppen von einander ab. Insofern sind von einander abweichende Weltbilder innerhalb ein und derselben Gesellschaft auch Ergebnis anders gearteter Lebensumstände und Interessen.

Verfallene Weltbilder

Weltbilder haben sich im Laufe der menschlichen Entwicklung verändert. Das aktuelle der sogenannten Werteorientierung besteht noch nicht so lange, wie viele glauben. In dieser Werte Nährlösung sind jene Menschen aufgewachsen, die in den vergangenen fünfzig Jahren geboren wurden. So konnte bei vielen von ihnen der Eindruck entstehen, dass besonders die Politik des Westens sich schon immer an Menschenrechten orientiert hat.

Diese Forderung ist aber gar kein Produkt der westlichen bürgerlichen Gesellschaften. Die Einhaltung der Menschenrechte wurde von der internationalen Arbeiterbewegung gefordert, nachdem 1871 das französische Bürgertum die Arbeiter der Pariser Kommune zu Tausenden durch die Armee hatte abschlachten lassen. Davon zeugt noch heute die nach dem Massaker verfasste Internationale als Hymne der internationalen Arbeiterbewegung.

Die Werteorientierung in der heutigen Form entstand erst in den 1970er Jahren. Bis dahin war die Ideologie des Antikommunismus gesellschaftlich bestimmend. Sie war geboren aus den Revolutionen nach dem ersten Weltkrieg. Die Arbeiter Europas hatten die monarchistischen Herrscher besonders in Deutschland, Österreich und Russland vertrieben und damit dem feudalistischen Gesellschaftssystem endgültig den Garaus gemacht.

Aber die sozialistischen Ziele der Arbeiterklasse bedrohten auch die Herrschaft des Bürgertums, kaum dass dieses als Nachlassverwalter der Monarchen die politische Macht errungen hatte. Während in Russland die sozialistische Revolution überlebte, wurde sie im Rest Europas niedergeschlagen. Der Faschismus erledigte dann den Rest in der physischen Vernichtung der führenden Kräfte der Arbeiterklasse. Nur an der Sowjetunion als Fanal des Sozialismus biss der Faschismus sich die Zähne aus.

Der Zweite Weltkrieg führte gerade nicht zur beabsichtigten Vernichtung der UdSSR sondern zum Ausgreifen des Sozialismus bis zur Adria. Fast ganz Ostasien geriet unter den Einfluss kommunistischer Parteien. Der Sozialismus schien in den ehemaligen europäischen Kolonien Asiens nicht mehr aufzuhalten zu sein. Mit den Schlagworten „Rollback and Containment“ und der Domino-Theorie wurde unter amerikanischer Führung der Versuch der Vernichtung des Sozialismus nach dem Zweiten Weltkrieg fortgesetzt.

Der totalitären Ideologie des internationalen Kommunismus, die nach dem westlichen Weltbild sich die Unterwerfung der Völker zum Ziel gemacht hatte, sollte die freiheitliche Alternative des „American way of live“ gegenübergestellt werden. Die westliche Lebensart mit ihrer Demokratie und den individuellen Freiheiten sollte den Menschen Wohlstand bringen und sie von kommunistischer Unterdrückung befreien. So sah man im Westen die Welt in der Zeit des Kalten Krieges.

Geburt der Werteorientierung

Die weltweiten Proteste gegen den Vietnamkrieg und die Niederlagen der USA in Korea, Vietnam, Laos und Kambodscha machten deutlich, dass dieses Weltbild nicht mehr dem Bewusstsein der meisten Menschen entsprach. Bereits 1970 war in Chile der Sozialist Salvador Allende zum Präsidenten gewählt worden. Zeitgleich begann das portugiesische Kolonialreich in Afrika unter der Führung von meist marxistisch orientierten Befreiungsbewegungen zu zerbrechen. Mit der Revolution der Nelken im April 1974 in Portugal drohte erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs der Sozialismus auch wieder in einem europäischen Land Einzug zu halten.

Es wurde immer deutlicher, dass der Sozialismus militärisch nicht zu besiegen war. Die Vorstellung, dass die Völker der Welt Opfer kommunistischer Machtübernahmen waren, stellte sich mit jeder Niederlage des Westens im Ringen um den Erhalt seiner Weltherrschaft als Trugschluss heraus. Denn trotz der militärischen Überlegenheit der USA und trotz der gewaltigen Opfer, die die Völker erbrachten, folgten sie ihren Führern auf dem Weg in die nationale Unabhängigkeit. Die Verlockungen, Versprechungen und auch die Drohungen des Westens verfingen bei ihnen nicht mehr.

Die Erkenntnis griff um sich, dass die Armen der Welt keine Angst vor dem Kommunismus hatten. Diese fürchteten vielmehr die Kriege derjenigen, die glaubten, sie vor ihm retten zu müssen. Die Bedrohung durch den Kommunismus war Ausdruck der Angst der Kapitalbesitzer besonders in der westlichen Welt. Aber die Armen der Welt waren keine Kapitalbesitzer.

Gegen Ende der 1970iger Jahre trug der damalige amerikanische Präsident Jimmy Carter dem westlichen Trugbild Rechnung. Nicht dass er den Kampf gegen die Sowjetunion und die sozialistische Bedrohung beendete, er ersetzte vielmehr den militärischen durch den ideologisch moralischen. Die USA schwangen sich auf zum Verfechter der Menschenrechte.

Sie bestimmten die Werte, nach denen die Führer der Welt im Interesse der Völker und des Weltfrieden handeln sollten. Gleichzeitig aber identifizierten sie auch die neuen Gegner. Diese waren zwar weitgehend noch die alten, wurden aber nun nicht mehr politisch sondern moralisch gekennzeichnet. Sie waren fortan nicht mehr weltanschaulich anders orientierte Gesellschaftssysteme sondern schlichtweg Schurkenstaaten, weil sie gegen diese sogenannten westlichen Werte verstießen.

Dieser Strategie stand die Sowjetunion hilflos gegenüber. Sie leitete ihren Untergang als Staat und den Untergang des Sozialismus sowjetischer Prägung als Gesellschaftssystem ein und führte besonders in den westlichen Staaten zum Niedergang des Marxismus. Er schien sich als geschichtliche Fehlentwicklung erwiesen zu haben. Sein materialistisch-analytisches Denken und Deutung der gesellschaftlichen Verhältnisse wurden zunehmend aus den öffentlichen Diskussion und Wahrnehmung verdrängt.

Wirklichkeit als Maßstab

Weltbilder zerbrechen an der Wirklichkeit, nicht an neuen Theorien oder alternativen Fakten. Jede Theorie, die sich in der Wirklichkeit nicht bestätigt, ist falsch. Das westliche Weltbild der Werteorientierung zerfällt gerade mit atemberaubender Geschwindigkeit. Es zerbricht aufgrund der Widersprüche zwischen seinen Ansprüchen und dem eigenen Handeln.

Die sogenannte Zeitenwende, die auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine ausgerufen worden war, hat einen Dammbruch ausgelöst. Grundsätze und Glaubensbekenntnisse wurden unterspült und weggeschwemmt, die bisher als das Fundament der westlichen Gesellschaften galten. Seit der Zeitenwende-Rede werden all diese Werte geschleift, mit denen man sich bisher von den sogenannten Schurkenstaaten hatte unterscheiden wollen.

Waffen werden in Krisengebiete geliefert, mehr und gefährlichere denn je. Laufzeiten von Atomkraftwerken werden verlängert, die Kohlenutzung wird wieder ausgeweitet zur Energiegewinnung. CO2-Bilanzen spielen keine Rolle mehr bei Förderung und Transport der dringend benötigten Energie.

Die Menschenrechtssituation in den Staaten scheint gleichgültig geworden zu sein, solange sie nur Gas und Öl liefern. Staatliche Vermögen werden beschlagnahmt, privates Eigentum eingezogen, fremdes Eigentum in Form von Pipelines zerstört. Sanktionen werden verteilt wie die Bonbons beim Karnevalsumzug, unbequeme Informationsquellen blockiert und abweichende Meinungen als Bedrohung behandelt. Keine Hemmung scheint mehr zu bestehen, keine moralische Einschränkung mehr zu gelten.

Man wütet blind und unüberlegt gegen alles, was sich den eigenen Interessen und dem eigenen Willen in den Weg stellt oder auch nur zur Besonnenheit mahnt. Alles, was den Westen einmal ausgemacht hat, sein Humanismus, seine Solidarität, seine Kultur und Rationalität, wird über Bord geworfen oder zumindest zur Disposition gestellt. Die Prinzipien fallen schneller als die Blätter in Herbst

Eine Welle an Doppelmoral bricht aus der Gesellschaft hervor und über sie herein. Es gibt kaum noch eine politisches Thema, bei dem nicht mit zweierlei Maß gemessen wird. Die Geschwindigkeit, mit der das westliche Wertesystem zerfällt, macht deutlich, dass es bereits seit langem ausgehöhlt war. Es fehlte nur noch der Stoß, der es zum Einsturz brachte.

Neue Ordnungen

Russland ist unter Bruch des Völkerrechts in der Ukraine einmarschiert. Daran gibt es nichts zu deuteln. Aber ist das der erste Krieg in der Menschheitsgeschichte oder zumindest seit dem Ende des Kalten Kriegs? Die Meinungsmacher im Westen erwecken diesen Eindruck. Dass auch der Westen schon zur Genüge solche Kriege geführt hat, scheint vergessen zu sein. Was ist der Unterschied zum Krieg gegen Jugoslawien, zum Überfall auf den Irak?
Diese Fragen werden schon gar nicht mehr gestellt, geschweige denn dass man den Unterschied benennen könnte. Es scheint tatsächlich so, dass die Meinungsmacher im Westen unter der Dauerbeschallung mit der eigenen Propaganda diese Ereignisse vollkommen ausgeblendet haben. Wie aber soll unter solchen Umständen ein neues Weltbild entstehen, das den Entwicklungen seit dem Februar dieses Jahres gerecht werden kann?

Die Werteorientierung hat sich weitgehend selbst den Boden unter den Füßen weggezogen, es sei denn man reduziert sie auf den Kampf zwischen Demokratie und Autokratie. Aber auch in diesem Falle verstrickt sich der Westen immer tiefer in die Widersprüche zwischen eigenen Werten und eigenem Handeln.
Kann man schon nicht den Unterschied erklären zwischen den westlichen Angriffen auf Jugoslawien und dem Irak und denen Russlands auf die Ukraine, wie will man dann erklären, dass man das autokratische Russland und China bekämpft, während man mit den nicht minder autokratischen Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate und Aserbaidschan Lieferverträge abschließt? Wie vertragen sich solche Beziehungen mit den westlichen Werten und dem Kreuzzug in ihrem Namen gegen Russland, China, den Iran, Venezuela und andere?

Welche Ordnung will der Westen anstreben anstelle der alten, der seiner eigenen Vorherrschaft, und vor allem auf welcher Weltsicht soll sie entstehen? Russland, China, der Iran und all die anderen vom Westen Sanktionierten haben ein klares Weltbild. Sie sehen die Entwicklung hin zu einer multipolaren Welt, in der nicht mehr der Westen und die USA als dessen Führungsmacht das Sagen haben. Und diese neue Ordnung scheint den Bestrebungen in der Welt auch zu entsprechen. All diese Staaten, die über Jahre vom Westen durch Sanktionen drangsaliert wurden, wollen eine unabhängige und gleichberechtigte Entwicklung ihrer Gesellschaften und Wirtschaft nach ihren eigenen Maßstäben, ihren Werten und Grundsätzen, ihrer kulturellen und historischen Entwicklung ohne Bevormundung und Drohungen durch den Westen. Für diese Wünsche scheint die Zeit gekommen und sie scheinen nicht mehr aufzuhalten zu sein.

Denn die Kräfteverhältnisse in der Welt haben sich verändert. Russland ist so sehr erstarkt, dass es einer weiter Ausdehnung des NATO-Gebiets militärisch entgegen tritt. China hat wirtschaftlich mit dem Westen gleichgezogen. Und die Sanktionierten der Welt sind zu einer solchen Macht geworden, dass sich Russland und China auf sie stützen können.

Die Unerbittlichkeit des Westens besonders gegenüber Russland und China, rührt daher, dass er in dieser sich abzeichnenden neuen Ordnung für sich keinen Platz mehr sieht. Sein Selbstbild einer überlegenen, weil auf Werten gegründeten Ordnung entspricht immer weniger der Realität. Aber sich ein neues Weltbild zu schaffen auf der Grundlage der Veränderungen, scheint außerhalb seiner Fähigkeiten zu liegen.

Erstveröffentlichung im Magazin VIER.

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Gastautor

Der Inhalt dieser Veröffentlichung spiegelt nicht unbedingt die Meinung der neulandrebellen wider. Die Redaktion bedankt sich beim Gastautor für das Überlassen des Textes.

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Rudi K
Rudi K
1 Monat zuvor

Wie ist dies denn mit dem „marxistischen Weltbild“? Wie beurteilt der Autor die Tatsache, daß 1989 der „Eiserne Vorhang“ fiel?. Und wie passen denn Länder wie Schweden in dieses Weltbild, die bis jetzt neutral waren und jetzt in die NATO wollen? Abgesehen von Indien, daß doch eher als „westlich“ angesehen werden kann. Dies sind meine Zweifel an den Aussagen des Autors.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Da zeigt der „Westlinke“, wie er sich die Welt so zurechtspiegelt. 🙂

Ich geh erstmal lesen, was er sonst so von sich gibt. Das hier erscheint mir doch so, als ob er das alles schon mal irgendwie „loswerden“ wollte.

Womöglich ist Trier sowas wie Dresden im Osten war – das Tal der Ahnungslosen, weils da kein Ostfernsehn gab. 🙂

Pjotr56
Pjotr56
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

In Trier sind alle Fernseh- und Radiosender empfangbar. Ob man dadurch irgendeinen Vorteil hat, ist eine andere Frage.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Zumindest ist er konsequent in seiner Art zu schreiben.
Binsen gemischt mit Fakten, wilden Unterstellungen/Schlüssen und ausgiebigen Leerstellen.

Ich fürchte, das Löffelchen ist etwas kurz, um in so großen Töpfen wirklich rühern zu können. 🙂

Lesen mag ich sowas gern.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Was soll das Gepöbel? Was bist Du, ein „Ostlinker“, „Ostrechter“, „Ostmittiger!, oder wieso hältst Du Dich für was Besseres (oder hast Komplexe)?

Der Beitrag ist nicht schlecht, allerdings hat er die Probleme des „real existierenden Sozialismus“ meiner Meinung nach unzureichend erfasst, auch wenn im Grunde auf weiten Strecken richtig.

Das Problem ist, das eben nicht „der Sozialismus gescheitert“ ist, wie es Rechte wie Linke nicht müde werden zu betonen. Die Arbeiterbewegung hat der Arbeiterklasse Befreiung aus Not, Hunger, Arbeits- und Obdachlosigkeit und Unwissenheit versprochen. Alle diese Versprechen hat sie erfüllt, zum Teil übererfüllt, das macht bis heute die Attraktivität des Sozialismus bei den verarmten Massen im globalen Süden aus.

Das Problem war aber, dass mit der Erfüllung dieser Versprechen neue Bedürfnisse entstanden, zugleich die Gemeinschaft der Ausgebeuteten sich in Mittelschicht-Individualismus auflöste. Und da konnte die „goldene Milliarde“ des Westens einfach besser, mit Eigenheim. Auto, Farbfernseher, Reisen. All das konnte der Sozialismus nur eine Kategorie schäbiger.

Dazu kam natürlich die ideologische Gängelung. Von Beginn an ärmer, noch zusätzlich geschlagen durch die katastrophalen Schäden der Naziaggression, konnte der Sozialismus nie einholen oder Schritt halten, und ersetzte das durch Indoktrination und Repression, die gerade den neu entstanden gebildeten Mittelschichten besonders wehtaten, während der Mangel an Konsumtand (jedenfalls auf „Weltniveau“) die Unterschichten entfremdete.

Ich weiss nicht, ob es für die UdSSR, deren hundertstem Gründungstag ich heute mit Respekt gedenke, eine Lösung wie in China, wo 1989 der Regime Change scheiterte, möglich gewesen wäre. Die Opfer der „Transformation“, 18 Millionen Menschenleben in der UdSSR, 12 Millionen davon in Russland, übertreffen die Humankosten des Stalinregimes, insofern wäre das nicht schlecht gewesen. Nur glaube ich nicht, dass dafür die Voraussetzungen bestanden. Die „Liberalen“, die die Katastrophe der 90er einleiteten, hatten bei den ersten Wahlen nach dem Jelzinputsch immerhin grosse Mehrheiten.

Heute ist es so, dass Repression und Zensur den „Wertewesten“ auszeichnen, das kapitalistische Regime, das wiederum Millionen Menschen gefressen hat, immer mehr an Legitimation verliert. Ob es noch einmal eine Transformation gibt, oder einen Atomkrieg oder eine globale Ökokatastrophe, man wird sehen.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

Wieso Gepöbel?

allerdings hat er die Probleme des „real existierenden Sozialismus“ meiner Meinung nach unzureichend erfasst,

Du hast doch ziemlich gut erfasst, was ich meine.

oder wieso hältst Du Dich für was Besseres

Nö, nur für anders.

Der Westlinke steht noch vorm Puff und freut sich auf sein erstes Mal (Diktatur). Der Ostlinke war schon drin um feststellen zu müssen, nicht Gast, sondern Personal gewesen zu sein und (vornehmlich von alten Säcken und gern gegen seinen Willen) so richtig schön gefickt worden zu sein.

Rauls zeigt wunderbar, wie es einengt und wie unzulänglich es ist, wenn man sich darauf beschränkt, die Welt mit nem 52-Seiten-Büchlein erklären zu wollen.

Für mich setzt er sich die Krone unter einem anderen Artikel, welcher mir bei meiner Suche unterkam, auf. Da steht ein Link, der so aussieht, als würde er einen zum nächsten erhellenden Artikel geleiten wollen, welcher sich als Link zu einem Buch von ihm von 2016 bei AMAZON!!! entpuppt.
Das ist so exemplarisch! Ein Linker, der es sich so schön eingerichtet hat im realexistierenden Kapitalismus, daß er zu blöd oder zu faul ist, sich nen anderen Vertriebsweg zu suchen, als die Inkarnation des Kapitalismus.

Ich fürchte, die Weststasi muß sich schon überall kleine Zettel hinkleben, um diese ungefährliche Linke nicht völlig vom Radar zu verlieren und wenigstens noch im Jahresbericht zu erwähnen. Da sind ja inzwischen Pflegekräfte, die das Maul aufmachen, gefährlicher.

Ich habe nix gegen den alten Karl aus Trier. Der gehört zumindest zum Allgemeinwissen. Sich allerdings nur an dem orientieren zu wollen, ist inzwischen unzureichend bis infantil.

Gestern Abend sah ich im BR die Perlinger. Die hatte in den 45 Minuten mehr Pfeffer und Klugheit als ich in allen Texten Rauls‘ finden konnte.

Ideologie langweilt und ist Futter für Dumme, kann aber super von Unzulänglichkeiten ablenken.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Deine Puffmetapher ist typisch für einen, der sein Leben lang in den Kategorien der Warenwelt gedacht hat. Diesen Einfluss konnte der Sozialismus in der Tat nicht schlagen. Kannst Du an was anderes denken als kaufen und verkaufen? Sieht nicht so aus.

Das Gepöbel, weil Rauls (bzw. sein Independent-Verlag) seine Bücher auch über die Amazonplattform vertreibt, ist auch peinlich. Machst Du auch die Neulandrebellen an, weil sie auch über Facebook, Youtube und Twitter publizieren (oder publizierten, wo sie nicht rauszensiert wurden)? Was für eine Heuchelei.

Amazon ist gewiss ein Scheissladen, aber das Kindle-Format ist sehr verbreitet. Autoren verdienen eh nicht umwerfend.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

Tja, schade aber erwartbar.
Ideologie lässt wenig bis keinen Raum fürs Argument – dafür um so mehr für Unterstellungen.
Du hast es bei mir mit einem Konsumverweigerer erster Kajüte zu tun.
Du hast noch einen Versuch. 🙂

So lange sich vermeintlich Linke mit dem Kapitalismus ins Bett legen, brauchts niemanden zu wundern, daß der Kapitalist immer erster Sieger bleibt.
Dem Linken bleibt nur das Gejammer, daß ja die anderen Schuld seinen. Wie armselig! Vor allem ist das „Problem“ schon lange bekannt. Wo bleiben die Lösungsansätze?!
Raschel raschel, Manifest und Kapital gewälzt und wieder nix gefunden.
Wird wohl Zeit, nicht nur nachzuplappern, sondern selbst zu denken und Entwicklungen zu reflektieren.

Also fangen wir doch mal ganz einfach an:
Woran ist die DDR zugrunde gegangen und was könnte, sollte, müsste man beim nächsten Versuch anders machen?

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

Nachtrach:

aber das Kindle-Format ist sehr verbreitet. Autoren verdienen eh nicht umwerfend.

Was ist das denn??
Bist Du ein „Bücherleugner“ 😉

Mein Vater war Autor. Allein mein Erbteilchen an Rechten könnte mir fast ein bescheidenes Leben ermöglichen.
Das ist wohl wie mit den Fußballern. Es gibt ganz wenige, die macht das scheißereich, einige können gut davon leben und ganz ganz viel mehr, die davon nicht leben können.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Nicht grundsätzlich. Richtige Bücher sind unschlagbar, jedenfalls tagsüber auch bei Stromausfall :). Lesen am Handy oder PC ist auch naja, richtiges Lesen braucht ein Buch in der Hand :). Und azw ist eigentlich ein Scheissformat, ich hab es immer mit nem cracker auf epub umkopiert.Offen gestanden, 10000 Bücher kann man halt nur auf dem Handy mit sich rumschleppen.

Ja, bei den Autoren sind das Kleckerbeträge. Umso weniger verstehe ich Dein Gepöbel gegen Rauls. Dessen Bücher haben übrigens eher 200-4´300 Seiten, nicht 52. Sein Punkt ist, dass Sozialismus auch und gerade heute noch und wieder aktuell ist. Da gehe ich mit. Ob das ein West- oder Ostlinker ist, ist mir dabei scheissegal.

Last edited 1 Monat zuvor by aquadraht
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

nicht 52

Oh, das war mein Fehler. 23 Seiten warens. Keine Ahnung, wie sich die 52 in meine Erinnerung geschlichen hat.

Sieh beim Röpers nach. Der verzichtet auf Amazon.
Ich bin ein sehr konsequenter Mensch und daher reagiere ich so auf solche Inkonsequenzen.
Noch heute schüttelt es mich, wenn ich daran denke, wie dem Honecker damals beim Besuch im Westen irgendwelche Aktien geschenkt wurden und er sich nicht entblödete irgendwelchen Presseheinis zu antworten: Nu, worum soll ä Gommunist kee Aktschonär sein?!

Ich halte die Ideen von Sozialismus oder Kommunismus durchaus für etwas Gutes. Aber auch 300 Sheets of Manifest ändern nichts daran, daß das bisher scheiterte. Selbst Marx und Engels erkannten schon den Menschen als Schwachpunkt und daran hat sich bis heute nix geändert.

Meine „Fixierung“ auf Ost-Westlinke beruht darauf, daß ich dort Unterschiede sehe und sie mir gern erklären möchte. Das hat nix mit Bashing zu tun, sondern mit der Lust am Verstehen und Verständnis.
Ossis, die so unterwegs sind wie meist die Westlinken, sind einfach nur die übriggebliebenen Betonköpfe. Da ist eh nix zu retten – sie schaden dafür allerdings den Guten Ideen mehr, als ihnen eigentlich lieb sein sollte. Aber genau die werden es eh nie einsehen/verstehen, daß genau sie dafür verantwortlich waren, daß die DDR über die Wupper ging.

Als ebenso (oder zumindest ähnlich) schädlich/unfortschrittlich sehe ich solche Texte. Was bringt der x hundertste Aufguß marxscher Schriften, wenn sich so wirklich gar nichts ändert oder reflektiert wird?! Da kann ich auch SPD wählen. Immer das Gleiche zu tun und dabei auf Veränderung zu hoffen, beschreibt ein Krankheitsbild.

Wenn ich einen Sozialismus als aktuell sehen möchte, muß ich damit anfangen zu analysieren, was bisher schief ging und wie das zu ändern wäre und nicht blauäugig daherträumen und erzählen, was vielleicht so gut und toll daran war. Dafür war einfach viel zu viel viel zu falsch und schlecht daran.
Wer diesen Selbstbetrug mag, kann sich ja gern Aufzeichnungen alter SED-Parteitage oder Sendungen der Aktuellen Kamera ansehen.

spartacus
spartacus
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Hast Du auch schonmal darüber nachgedacht, daß es schon zigmal so viele kapitalistische Systeme und Gesellschaften gegeben hat als sozialistische und daß da die Erfolgsbilanz auch eher durchwachsen ist? Daß mit den Schwarzen in USA hast Du vermutlich mitbekommen, was die Engländer früher in Afrika und China getrieben haben, war auch interessant. Und in meiner Jugend gehörten in den Nachrichten Bilder von Militärdiktatoren mit Sonnenbrillen zum Standard. War alles kapitalistisch.
Andererseits hat es mich tief bewegt, Bilder von Titos Beerdigung zu sehen. Die Menschen standen Tage an, um zu kondolieren. Und das war echt. So schlecht fanden sie ihren Sozialismus wohl nicht. Gab ja hier auch damals viele Gastarbeiter von dort. Viele von denen waren aber nur eine zeitlang da und sind irgendwann wieder nach Hause zurückgekehrt.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

Andererseits hat es mich tief bewegt, Bilder von Titos Beerdigung zu sehen. Die Menschen standen Tage an, um zu kondolieren. Und das war echt. So schlecht fanden sie ihren Sozialismus wohl nicht. Gab ja hier auch damals viele Gastarbeiter von dort. Viele von denen waren aber nur eine zeitlang da und sind irgendwann wieder nach Hause zurückgekehrt.

Titos Jugoslawien ist kein gutes Beispiel für Sozialismus, da es sich um ein blockfreies Land handelte, welches zwischen den Systemen jonglierte.
Es gab sowohl Tourismus als auch die Möglichkeit seiner Bewohner, im Ausland zu arbeiten, was ein sehr effektives Ventil für die „Unzufriedenen“ darstellte.
Löhne und Renten aus dem Westen haben dort für viele Familien zu einem Wohstand geführt, der weit über dem lag, was man im Land selbst erreichen konnte.

So mancher Gastarbeiter hat durch seinen Verdienst hier das Geld für ein Haus dort in wenigen Jahren zusammengespart, ohne Kredit wohlgemerkt.
Ebenfalls gab es die Möglichkeit zur Subsidiarwirtschaft, also der Selbstversorgung mit dem Notwendigsten, wie Tierhaltung und Landwirtschaft, statt ausschließlich Kolchosen.

Noch Heute sind die Einwohner der Nachfolgestaaten Ex-Jugoslawiens auf Arbeit und Renten aus dem Westen angewiesen, weil die EU diese Länder rein als Markt für die eigene Überproduktion und als Pool für Arbeitskräfte missbraucht, dort aber nicht produziert, während die ehemaligen Fabriken verschwunden sind.

Von Gastarbeitern aus den Blockstaaten hat man nie etwas gehört, obwohl es dieauch gab.
Das waren Diejenigen, die hinterm eisernen Vorhang für Quelle und Co. billig produzierten, worauf sie selbst Jahre warten mußten, wie diverse Weißware.

Auch die sozialistischen Staaten brauchten halt Devisen, um sich auf dem Weltmarkt das zu kaufen, was sie selbst nicht hatten.

Dies ist allerdings keine grundsätzliche Kritik meinerseits am Kommunismus.
Der Westen hat ja Alles dafür getan, dass die Idee scheitern mußte.

Last edited 1 Monat zuvor by Robbespiere
spartacus
spartacus
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Warum ist es ein schlechtes Beispiel, wenn man nicht in jeder Hinsicht dogmatisch handelt?
Fast alles, was Du in der ersten Hälfte aufzählst, sehe ich eher positiv. Und die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Effekte, die Du im Zussammenhang mit dem Heimatland beschreibst, sind keine anderen als in den Herkunftsländern anderer Gastarbeiter, Italiener, Türken z.B. Das hat mit Sozialismus nichts zu tun, sondern alleine mit dem Wohlstandsgefälle.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

Warum ist es ein schlechtes Beispiel, wenn man nicht in jeder Hinsicht dogmatisch handelt?

Es ist lediglich ein schlechtes Beispiel, wenn man Jugoslawien mit anderen sozialistischen Staaten vergleicht.

Natürlich war das positiv, gerade im Vergleich mit den Staaten hinter dem eisernen Vorhang.

Da hieß es eben nicht „Erich machs Licht aus, du bist der Letzte“.

Alelrdings hatte die Möglichkeit, das Land zwecks Arbeit zu verlassen, auch ihre Schattenseiten.
Wer wg. der Rentenanwartschaft lange hier blieb und dann zurückging, fand eine völlig andere Welt wieder als die, welche er verlassen hat und die Kinder waren i.d.R. derart integriert, dass sie nicht mit wollten.
Entsprechend war auch mancher Altersruhesitz völlig überdimensioniert.

Wieder Andere sind alleine hierher gekommen und haben ihren Kindern die Chance auf eine vernünftige Ausbildung verbaut.
War in Jugoslawien-Zeiten Ausbildung schon recht dürftig, so liegt die Heute dank EU-Importen und fehlender Produktion erst recht im Argen, was zu massenhafter Abwanderung führt..

aquadraht
aquadraht
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

Ja, dem stimme ich zu. Man soll auch nicht übersehen, dass der Wiederaufbau und Aufschwung im Westen nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem erheblichen Teil mit „sozialistischen“ Aspekten der Wirtschafts- und Sozialpolitik funktionierte, von einem sehr starken Staatssektor über Wirtschaftsplanung und Sozialstaat. Das hatte mit der Systemkonkurrenz zu tun, und bekam den kapitalistischen Staaten gar nicht so schlecht. Das sowjetische Modell, wie es sich in der Industrialisierung (und im Stalinismus) mehr aus der Not entwickelt hatte, war und ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber gerade selbsternannte Linke faseln von „Scheitern des Sozialismus“, wenn es um den Teilsieg des Imperialismus seit 1989 geht, Speichellecker und Apologeten. Und dann andere Betonköpfe schimpfen.

Last edited 1 Monat zuvor by aquadraht
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

Was aquadraht über Horst Kevin meint, sagt wohl mehr über aquadraht, als über Horst Kevin. 🙂

wschira
wschira
Reply to  Horst Kevin
30 Tage zuvor

Oh, der Herr spricht in der dritten Person von sich! Hab ich das letzte Mal bei Veröffentlichungen von Duodezfürsten gelesen.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  wschira
29 Tage zuvor

Dann liest Du wohl wenig. 🙂
Daher das limitierte Textverständnis? 🙂

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

Und in meiner Jugend gehörten in den Nachrichten Bilder von Militärdiktatoren mit Sonnenbrillen zum Standard. War alles kapitalistisch.

Ceaușescu und Jaruselski haste weshalb nicht aufm Zettel?

Wie „echt“ der Beerdigungspersonenkult im Osten war, konnte ich super beobachten, als Breschnjew und seine Nachfolger das Zeitliche segneten. Da gabs schlicht Tagesfreizeit auf Arbeit und in Schulen. Genauso wie bei den „Menschenmassen“ mit Winkelementen an den Straßenrändern bei Staatsbesuchen.
Einzig bei Lenin in seiner Gruft hab ich echte Gefühligkeit der Russen, an deren riesiger Schlage wir Touristen vorbeigeschleust wurden, erkennen können.

Wenn Du meinst, daß der Osten nicht kolonialistisch unterwegs war, dann irrst Du. Mir fallen da zuerst Angola und Vietnam ein.
Das mit den Gastarbeitern im Osten hatten wir doch erst kürzlich.

und daß da die Erfolgsbilanz auch eher durchwachsen ist?

Gehört das nicht zum Wesen des Kapitalismus?
Das Geld ist ja nicht weg. Es hat nur jemand anderes.

spartacus
spartacus
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Wenn Du meinst, daß der Osten nicht kolonialistisch unterwegs war, dann irrst Du. Mir fallen da zuerst Angola und Vietnam ein.

Was nur dein verzerrtes Geschichtsbild belegt. Es handelt sich hierbei schließlich um eine ehemalige portugiesische und eine ehemalige französische Kolonie. „Ostkolonien“ waren die nie, wurden halt vom Osten unterstützt.

Aber so langsam langweilt mich dein Spiel. Du bist immer komplett gegen alles, gegen Sozialismus, Kapitalismus, den Wertewesten oder was auch immer.
Und wenn man dich fragt, wie es denn gehen soll, kommt was in der Art, daß nur noch gute Menschen nach guten Gesetzen regieren sollen. Das muß aber alles ganz spontan passieren, auf keinen Fall organisiert, weil ja immer alles unterwandert wird. Und wenn sie nicht gestorben sind, regieren sie noch heute.
Ist ne tolle Strategie, mit der man automatisch immer auf der richtigen Seite steht. Man ist immer gegen alle Bösen und nur für die Guten. Erinnert mich irgendwie an John Wayne. Der war immer der Gute, quasi per Selbstdefinition.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

wurden halt vom Osten unterstützt.

Ja, so wurde das genannt.
Einerseits gings ganz profan um Einflußgebiete und andererseits glaub mir einfach, daß die Gastarbeiter ganz gewiss nicht besonders gut behandelt wurden. Kaserniert, weitgehendst isoliert und ausgebeutet, wäre wohl eine zutreffende Beschreibung. Alles andere war private Initiative und wurde nicht gern gesehen.

gegen Sozialismus, Kapitalismus,

Völliger Unfug! Ich war und bin gegen das, was unter diesem Label veranstaltet wurde! Haste meine Gorbi-Zitate etwa nicht verstanden?!

Und wenn man dich fragt, wie es denn gehen soll,..

Hab ichs übersehen? Kam in der Richtung überhaupt jemals etwas von dir? Ach ja, erstmal einen Arbeitskreis…

Wenn ich John Wayne bin, seid Ihr Westlinken Karl May. Nie aus Sachsen herausgekommen, aber vom wilden Westen schwadronieren.
Im Gegensatz zu John Wayne wars aber bei mir kein Film, sondern das wirkliche Leben. Das könnte einen kleinen aber bedeutenden Unterschied ausmachen.

Irgendwie finde ich es witzig, wie Ihr euch offensichtlich angepisst fühlt, wenn an euerm Weltbild gerüttelt wird und sich der blöde Ossi von euch nicht so einfach den Osten erklären lässt. 🙂 So ists halt, wenn der Eunuch vom Vögeln reden möcht.

Jetzt möchte ich gern noch lernen, was euch so blockiert, mal etwas über den alten Karl hinauszusehen.
Heute dacht ich mir so, ob es evtl, sowas wie politische Flacherdler gibt, die Angst haben, wenn sie weitergehen, runter zu fallen. 😉 🙂

spartacus
spartacus
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Vom Osten erklären war eigentlich gar nicht die Rede. Du bist ja derjenige, der das ständig ins Spiel bringt. Immerhin werden deine Ressentiments deutlich.
Und deine Alternativvorschläge waren wieder überzeugend.
Machen wir es einfach wie Du es sagst.

Guten Rutsch an alle.

Last edited 1 Monat zuvor by Spartacus
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

«Es gilt erst einmal ein Bewusstsein des Missstandes zu schaffen. Jetzt nicht gleich zu fragen: «Gib doch die Antwort.»
Ein Dutschke will keine Antwort geben. Das wäre genau die manipulative Antwort, die, ich nicht zu geben bereit bin. Denn was soll es bedeuten, als Einzelner Antworten zu geben, wenn die gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit bestehen bleibt. Die muss durchbrochen werden, dann können Antworten gegeben werden…» Rudi Dutschke

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

den Wertewesten

Oh ja, hier haste mich. Gegen diese verlogene Scheiße bin ich tatsächlich und ohne jede Einschränkung!
Du etwa nicht?!

PS: Noch einen Nachtrag zu den Gastarbeitern im Osten: Nachzug der Familien war absolut nicht vorgesehen. Einzig das Einheiraten in die DDR konnte nicht verhindert werden.

Last edited 1 Monat zuvor by Horst Kevin
aquadraht
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Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Mal kurz eingeworfen: Die Chinesen zeigen, dass Sozialismus durchaus auch Gebrauchsgegenstände liefern kann, die die verfallenden Fabriken des Westens (soweit es sie noch gibt) auch nicht besser, höchstens teurer liefern. Und eine immer bessere Infrastruktur, ein Bildungssystem, das pro Kopf der Bevölkerung mehr Ingenieure, Informatiker und Naturwissenschaftler, und richtige Sozialwissenschafler (nicht Genderschamanen oder „irgendwas mit Medien“) produziert als die des Westens.

Man mag das politische System missbilligen, die moralischen Heulereien und Geifereien kommen überwiegend von denen, die nie da waren, und noch von einer Schicht westlicher China-Expats, die den Zeiten nachtrauern, als die Chinesen den Westen noch für fortgeschrittener gehalten haben, anders gesagt, die ihrer Herrenrasserolle nachtrauern (als ich in den achzigern erstmals in China war, gab es noch grossen Respekt vor dem fortgeschritteneren Westen, inzwischen haben die gelernt, Reisefreiheit hat Vorteile).

Generell haben sie gezeigt, dass Sozialismus eben nicht zusammenbricht oder in Mangelgesellschaft verdorrt. Der Westen reagiert mit Sanktionen, Embargos und Zensur.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

China finde ich sehr interessant, habe aber wirklich gar keine Ahnung davon.

Mir stellt sich das so dar, daß es sich dabei, wie ansich auch bei der DDR, um einen ausgewachsenen Staatskapitalismus handelt.
Was an China ist bitte sozialistisch oder kommunistisch, außer der Selbstdarstellung und den Repressionen gegen die eigene Bevölkerung?

Kürzlich, ich lag mit Rotz lang, sah ich den Manousakis über China reden. Der lässt dort wohl produzieren und hat sich ausschließlich positiv über deren Gebaren und Fähigkeiten geäußert.

Sieht man dann Bilder der Carolascheiße von dort, sieht das wieder ganz übel aus.

Insgesamt sehe ich Russland und China derzeit einfach als unabhängig genug, sich dem Ami entgegenzustellen, frage mich aber, warum das vor 89 so grundsätzlich anders gewesen sein soll und kann mir das eigentlich nur mit der ideologischen Verbohrtheit der damals herrschenden Betonköpfe erklären.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Wenn der Sozialismus Erfolge hat, ist es „Staatskapitalismus“. Mann, seid Ihr ideologisch verbohrt. Fanatischer Antikommunismus, der ums Verplatzen nicht einräumen kann, dass Sozialismus Erfolge hatte und hat.

Sozialistisch ist, 800 Millionen Menschen in 30 Jahren aus der absoluten Armut zu holen, im bevölkerungsreichsten Land der Erde ein landesweites Kranken- und Rentenversicherungssystem aufzubauen, eine gesamtwirtschaftliche Planung zu haben, die Konzerne, auch die Internetkonzerne, zu bändigen.

Was die „Repressionen gegen die eigene Bevölkerung“ angeht, in China werden Demonstrationen gegen staatliche Massnahmen nicht zusammengeknüppelt, es gibt zehntausende jedes Jahr, auch übrigens gegen Coronamassnahmen. Wo sitzt ein Demonstrationsorganisator im Hochsicherheitstrakt, in China oder Baden-Württemberg?

Was die Coronapolitik angeht, konnten die Chinesen von März 2020 bis etwa Dezember 21 / Januar 22 ein ziemlich coronafreies Leben führen, ehe es mit Lockdowns wieder ungemütlich wurde. Generell haben die Chinesen es besser gemacht als jedes andere Land. Die schwedische Politik, die Alten abkratzen zu lassen, war keine Option.

Last edited 1 Monat zuvor by aquadraht
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

Wenn der Sozialismus Erfolge hat, ist es „Staatskapitalismus“.

Hää(?) die DDR vergessen?!

Fanatischer Antikommunismus, der ums Verplatzen nicht einräumen kann, dass Sozialismus Erfolge hatte und hat.

Ja, so ähnlich wurde man in der DDR auch von den Genossen beschimpft. In ganz finsteren Zeiten konnte man so sogar in den Knast gebrüllt werden.

Wie siehst Du die wohl flächendeckende Überwachung in China und deren Sozialkreditsysteme?

Sozialistisch ist,…

Wegen der 800 Mio oder der 30 Jahre? Sonst gibt es das auch unter offen kapitalistischen Systemen.

Die schwedische Politik, die Alten abkratzen zu lassen, war keine Option.

Daß das der völlige Unfug ist, hätte ich dir zugetraut zu wissen. Lies mal bei Henning Rosenbusch. Der lebt dort und berichtet incl. Belegen.

Ist dir noch immer nicht eingefallen, woran die DDR zugrunde ging oder passt dir das nur nicht in den Kram, daß Du gezwungen scheinst, über die ganze Welt zu schwadronieren, anstatt das Naheliegende, wo man Informationen aus erster Hand haben kann, zu erörtern?!

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

in China werden Demonstrationen gegen staatliche Massnahmen nicht zusammengeknüppelt, es gibt zehntausende jedes Jahr, auch übrigens gegen Coronamassnahmen.

Ist das das, was man steinmeiern nennt? 🙂

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

Auch und ganz besonders für dich hab ich nen schönen Gorbi gefunden:
„In the end, the “model” that came into existence in the USSR was not socialist but totalitarian. This is a serious matter to be reflected on by all who seriously aspire to progress for the benefit of the human race.“

Quelle: https://beruhmte-zitate.de/zitate/2085830-mikhail-gorbachev-in-the-end-the-model-that-came-into-existence-i/

Beschäftigt euch gern mehr mit Gorbi. Es lohnt sich sehr.

Denen, die blindwütig in Gorbatschow einen Verräter sehen und ihm eine Schuld für den Untergang des realexistierenden Sozialismus zuweisen möchten, sei gesagt, daß er sich auch dazu sehr eindeutig äußerte.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Nebenbei, Dein Gepöbel mit „steinmeiern“ zeigt, dass Du diskursunfähig bist. Du hast von China keine Ahnung, aber ne grosse Fresse. In China demonstrieren die Menschen, wenn ihnen was an der Regierung, den Behörden, der Partei nicht passt. Die Chinesen knüppeln nicht zusammen, sondern diskutieren mit den Protestierenden. Auch im Internet, wo es hoch hergeht, und der Regierung nichts geschenkt wird. Da werden Posts entfernt, wenn es zu weit geht, übrigens auch übertrieben regierungsfreundliche, die über die Stränge schlagen. Das ist eher ne strikte Moderation, muss einem nicht gefallen. Aber nochmal: Wo diskutieren bei uns Regierungen und Politiker mit Leuten, die protestieren? Verteufelung als Verschwörungstheoretiker, Schwurbler pipapo, Cancel Culture etc., das gibt es im Westen. Und Protestierende im Hochsicherheitstrakt.

Und dass Gorbatschow von „totalitär“ faselt, zeigt, wie hohl er war. Die besseren westlichen Gesellschaftstheoretiker haben die Hohlheit des Totalitarismusbegriffs aufgezeigt. Übrigens ist es Fälschung, da Hannah Arendt als Zeugin zu beschwören. Die beurteilte, dass das sowjetische System nur in der Periode von 1932 bis zum Kriegsbeginn, längstens 1941, als „totale Herrschaft“ kategorisiert werden konnte, auf keinen Fall während dem Krieg, auch nicht danach. Und die DDR als „totalitär“ zu charakterisieren, ist einfach idiotisch.

Die Rolle Gorbatschows ist davon ab ein weites Feld, und ich halte Personalisierungen für fragwürdig. Ich denke schon, dass er massiv versagt hat. Aber die Probleme der UdSSR, die zu ihrem Ende führten, hat er nicht geschaffen.

Last edited 1 Monat zuvor by aquadraht
wschira
wschira
Reply to  Horst Kevin
30 Tage zuvor

Ausgerechnet Heise und Amnesty. Toll!

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  wschira
30 Tage zuvor

Das hat jetzt bitte welche Aussage zum Inhalt?
Gleiches gibts in jeder Menge anderer Quellen.
Ich wollt nur nicht gleich das ganze Internet ausdrucken.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Horst Kevin
30 Tage zuvor

@Horst Kevin

Das hat jetzt bitte welche Aussage zum Inhalt?

Dass man bei der Auswahl der Quellen deren Motivation bzw. deren Finanzierung im Blick haben sollte. 😉

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Robbespiere
29 Tage zuvor

Könnte man, wenns zur Sache beiträgt.
Hier wiederum ists denkbar unwichtig und gerade daher meine „Auswahl“.
Möchte man dir folgen, wäre es nahezu unmöglich, überhaupt noch irgendwas zu zitieren.

Aber genau das ging mir heute durch den Kopf und brachte mich zu der Frage, welche Quelle überhaupt noch zitierfähig wäre und nicht irgendeinen wschira zu genau der Reaktion bewegen könnte.
Sowas ist völlig argumentfrei, besonders wenn keinerlei Widerlegung, sondern ausschließlich die Quelle zum „Argument“ bzw dessen Gegenteil dahergequält wird.

Das ist ungefähr so klug, als wenn man Wikipedia grundsätzlich als Quelle ablehnt. Selbst Politisches könnte man zitieren, wenn man ein abschreckendes Beispiel benötigt. 🙂

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

Die Chinesen knüppeln nicht zusammen, sondern diskutieren mit den Protestierenden.

https://www.youtube.com/watch?v=D93HoP3RWVs

Alter, egal was Du nimmst, es bekommt dir nicht!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Horst Kevin
30 Tage zuvor

@Horst Kevin

https://www.youtube.com/watch?v=D93HoP3RWVs

In dem 43-Sek.-Clip von Welt/Springer, dem Urgestein höchsten Ansprüchen genügenden Journalismus ( Sarkasmus ), bekommst du das zu sehen, was du sehen sollst.
Was wie üblich bei solchen Bildern fehlt, ist der Kontext und ohne den handelt es sich um reine Propaganda, die ein bereits erschaffenes Bild von den Bösen verstärken bzw. bestätigen soll.

Das es die US-NATO auf China abgesehen hat ( siehe Pelosi-Besuch in Taiwan ) ist ja kein Geheimnis und Kriegsgründe zu schaffen ( siehe Tonkin-Bucht oder Massenvernichtungswaffen des Irak oder einfach nur Demokratie und Menschenrechte), um die Zustimmung der Bevölkerung zu erlangen, sind eine Spezialität der USA und werden gerne von unseren transatlantischen Medien unterstützt.

Das heißt nicht, dass es diese Szenen so nicht gegeben hat, aber es fehlt einfach der Zusammenhang zum Verhalten der Demonstranten.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Robbespiere
29 Tage zuvor

Ja, auch super beim Knüppeln deutscher Bullen zu beobachten. Da haben auch immer die Demonstranten den Grund zum Eingreifen gegeben…

Haste die Vollversion zum Sturm auf den Reichstag gesehen?
Haste gesehen, wie Omas geknüppelt wurden, weil sie Carolarennitent waren?
Haste gesehen, wie Klimakleber geknüppelt wurden? Nee, ich auch nicht…

Man, man, man…

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

Und die DDR als „totalitär“ zu charakterisieren, ist einfach idiotisch.

https://hpd.de/artikel/10875

marie
marie
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

„Richtige Bücher sind unschlagbar, jedenfalls tagsüber auch bei Stromausfall :).“

„Sein Punkt ist, dass Sozialismus auch und gerade heute noch und wieder aktuell ist. Da gehe ich mit. Ob das ein West- oder Ostlinker ist, ist mir dabei scheissegal.“

danke! und grüße!!!

Pjotr56
Pjotr56
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Schweden ist schon lange nicht mehr neutral, sondern militärisch in US/NATO-Strukturen integriert. Indien sah/hatte bisher keine praktikable Alternative zur spätkolonialen Anbindung an den „Werte“-Westen. Durch den Beitritt zu BRICS, dem viele weitere folgen werden, weil sie vom „Werte“-Westen die Schnauze voll haben, nimmt auch Indien nunmehr aktiv an der Schaffung einer multipolaren Weltordnung teil.
Der Artikel ist neben Bröckers „Notizen vom Ende der unipolaren Weltordnung“ mit das Beste, was ich zu diesem Thema bisher gelesen habe.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Pjotr56
1 Monat zuvor

Wie lange sind denn Schweden und Finnland in die NATO „inegriert“? Von der Schweiz wollen wir nicht mal reden. Und warum wollten Länder wie Polen in die „böse NATO“?

Mensch
Mensch
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Du magst den Putin nicht. Ich mag den auch nicht. Ich mag zudem weder VdL, Scholz noch, Macron, Biden und auch sonst keinen der Mächtigen.

Es gibt niemanden in der Riege, der nicht mit gezinkten Karten spielt.

Warum du „böse NATO“ in Anführungszeichen gesetzt hast, verstehe ich nicht? An der NATO ist nichts gut. Schau Dir doch einfach Mal ganz unaufgeregt und sachlich die Kriege seit Bestehen der NATO und das Kräfteverhältnis, das vor allem durch die Amerikaner sehr einseitig ist, an.

Ob es die Länder (Sprich die Mehrheit der dort lebenden Menschen) wie Polen waren, die in die NATO wollten, scheint zumindest mir sehr zweifelhaft zu sein. Die Amerikaner haben den Polen seit 89 ne Menge versprochen.

Dass in diesen Ländern ein begründetes Misstrauen gegen Russland bestand, machte es den amerikanischen Interessen leicht.

Aus meiner unmaßgeblichen Sicht, ist das was Schweden und Finnland betrifft, eh nur ein symbolischer Akt. Auch ohne NATO-Mitglied gewesen zu sein, bestand nie ein Zweifel daran, dass Schweden, Finnland und auch die Schweiz und Österreich ganz fest in der westlichen Welt verankert waren und sind. Wären diese Länder von Russland oder China angegriffen worden, wären sie sofort von der NATO unterstützt worden und die Gefahr eines weiteren Weltkrieges wäre sofort real geworden.

Was immer Du von Putin hältst, was ich durchaus für nachvollziehbar halte, bewerte den Krieg in der Ukraine nicht, ohne Dir die Zerrissenheit der Ukraine und den dort seit spätestens 2014 sichtbaren Bürgerkrieg mit einzubeziehen.

Für mich geht’s nicht um machtgeile Arschgeigen aus Ost und West. Es geht immer um Menschen wie Dich und mich. Wer auf sein eigenes Volk in der Ostukraine jahrelang Bomben wirft, dem wird an den Menschen nichts liegen. Die hatten nur die Wahl sich zu unterwerfen oder bomdadiert zu werden. Ist das für Dich in Ordnung? Hältst Du das gar noch für unterstützenswert?

Ich nicht. Trotzdem verurteile ich den Einmarsch der Russen genau so, wie ich jeden Krieg mit Beteiligung der NATO verurteilt habe.

Ohne die Unabhängigkeit der Ostukraine zu akzeptieren, wird es keinen echten Frieden geben können. Was meinst Du, was mit den Ostukrainern, die schon viele Jahre aus Kiew heraus drangsaliert werden, geschehen würde, wenn die Russen sich zurückziehen würden? Das Abschlachten der prorussischen Bevölkerung würde richtig Fahrt aufnehmen und zumindest mich würde es nicht wundern, wenn der Westen dann wegschaut.

Pjotr56
Pjotr56
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

„Trotzdem verurteile ich den Einmarsch der Russen“
Welche Alternativen hatte die RF?

Rudi K
Rudi K
Reply to  Pjotr56
1 Monat zuvor

In Russland bleiben.

Pjotr56
Pjotr56
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Und die Menschen im Donbass ihrem Schicksal überlassen?

Mensch
Mensch
Reply to  Pjotr56
1 Monat zuvor

Na ja, lieber Pjotr56, so zu tun, als ob die RF (Deren Interesse ich niemals mitdenen der russischen Menschen gleichsetzen würde) aus reiner Menschenliebe handelte, ist natürlich genau so unsinnig, wie eine solch naive Vorstellung von einer beliebigen anderen Weltmacht zu haben.

Denen sind Menschenschicksale und Leben scheißegal. Kein Militär der Welt würde funktionieren, wenn es deren oberste Priorität wäre, jedes einzelne Leben als schützenswert zu betrachten.

Wie schon in dem anderen Post, frage ich Dich auch hier: Hat sich die Lage für diese Menschen durch den Einmarsch der Russen nun verbessert?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

@Rudi K

In Russland bleiben.

Schau dir einfach die Karte ( Link ) der Militärbasen der USA rund um Russland an und frage dich, welche Alternative Russland zur US-Dominanz gehabt hätte.

https://globalbridge.ch/das-militaerimperium-der-usa-eine-visuelle-datenbank/

Würdest du auch bis zum Schluss kuschen, wenn dir Jemand derart auf den Pelz rückt?
Erinnere dich daran, was die USA Gorbatschow für die Wiedervereinigung bzgl. der NATO-Osterweiterung zugesagt haben und erinnere dich daran, dass bereits US-Raketen in Polen und Rumänien stehen.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

@Rob

Bin ganz Deiner Meinung.

Mensch
Mensch
Reply to  Pjotr56
1 Monat zuvor

Nicht einzumaschieren. Du wirst mich nie dazu kriegen, Krieg als ein Mittel zur Konfliktlösung anzuerkennen. Mir geht es nie um irgendwelche Interessen von Mächtigen, sondern immer nur um jeden einzelnen Menschen.

Nun ist allerdings das Kind schon in den Brunnen gefallen und die Lage für die Ostukrainer ist durch den Einmarsch nicht besser geworden. Das wirst auch Du zugeben müssen.

Pjotr56
Pjotr56
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Zugeben muss ich gar nichts. Ich schaue mir die Geschichte an und ziehe daraus Schlüsse: Maidan 2014, Minsk I/II … .
„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“Egon Bahr

Mensch
Mensch
Reply to  Pjotr56
1 Monat zuvor

Geht’s Dir also um irgendein ominösens Prinzip, dass sich mit Deinen selbstgezogenen Schlüssen deckt?

Um die Menschen in der Ostukraine geht’s Dir offensichtlich nicht. Die benutzt Du, so wie Du Dich hier erklärst, aus meiner unmaßgeblichen Sicht leider nur pseudoargumentativ.

Oder warum fällt es Dir so schwer, zu sehen, dass sich für die Menschen in der Ostukraine durch den Einmarsch der Russen nichts zum Besseren entwickelt hat?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Um die Menschen in der Ostukraine geht’s Dir offensichtlich nicht.

Doch, genau um die geht es.
Die wurden nämlich seit 2014 sträflich ignoriert und Merkel hat ihren Beitrag dazu geleistet.

Oder warum fällt es Dir so schwer, zu sehen, dass sich für die Menschen in der Ostukraine durch den Einmarsch der Russen nichts zum Besseren entwickelt hat?

Falsch, die haben nun erstmals einen Staat, der ihnen Rückendeckung gibt.
Sowohl vdie US-NATO als auch die EU haben bisher über die Verbrechen ggü. dem Donbass hinweggesehen.

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Das kannste gern bis zum Sanktnimmerleinstag wiederholen. Richtiger wird’s trotzdem nicht. Im Augenblick fliegen denen Bomben, Granaten und Kugeln um die Ohren und das gar ohne Aussicht auf ein Ende. Das ist deren unschöne Realität und nicht Deine Kriegsschönfärberei, die Du hier gar unfassbarer Weise als Verbesserung bezeichnest.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Das kannste gern bis zum Sanktnimmerleinstag wiederholen. Richtiger wird’s trotzdem nicht. Im Augenblick fliegen denen Bomben, Granaten und Kugeln um die Ohren und das gar ohne Aussicht auf ein Ende.

Oh doch, der Ukraine geht allmählich ds Material zu Meucheln aus.

Das ist deren unschöne Realität und nicht Deine Kriegsschönfärberei, die Du hier gar unfassbarer Weise als Verbesserung bezeichnest.

Was stellst du direigentlich in deiner Traumwelt vor, was mit den russischstämmigen Bewohnern des Donbass passieren würe, gewönne Kiew den Krieg?

Reicht dir das Interview von Merkel in der Zeit und dem Spiegel eigentlich nicht, um zu verstehen, dass dere Westen voll auf Krieg aus war?

Es gibt einfach Situationen, wo es nur die Alternativen Kapitulation oder Kampf gibt.
Den Russen hat man diese Entscheidung aufgezwungen.
Dein christliches Weltbild ist ein Ideal, di eRealität leider die Wirklichkeit.

Es gab eine Chance für ein friedliches Europa, aber der selbsternannte Hegemon wollte seine Position nicht aufgeben.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Versuchst Du, uns frech anzulügen, oder belügst Du Dich selbst?

Der ukrainische Artilleriebeschuss der DVR und LVR hatte seit den letzten beiden Januarwochen um das zehn- bis zwanzigfache zugenommen. Panzer der Ukraine waren teilweise über die Kontaktlinien hinaus in die „graue Zone“ vorgerollt. Insgesamt waren 160.000 Mann ukrainischer Truppen im Donbass konzentriert. Seit März 2021 exististierte ein Präsidentenbefehl zur gewaltsamen Eroberung der Donbassgebiete und der Krim. Das kannst Du in der Westpresse und den OSZE-Dokumenten nachlesen. Stellst Du Dich blöd?

Es war schon im Januar, nach Zurückweisung der russischen Vorschläge zur Entspannung der Situation zwischen RF und NATO, offenkundig, dass militärische Auseinandersetzungen unmittelbar bevorstanden. Die Anerkennung der DVR und LVR durch Russland am 22.2.2022 war ein letztes Warnsignal. Hier hätten NATO und Ukraine reagieren können, den Beschuss einstellen, die schweren Waffen auf die Entfernung, wie im Minsker Abkommen vereinbart, zurückziehen, verhandeln (das hätte nicht geheissen, jeden russischen Vorschlag zu unterschreiben).

Stattdessen liess man den Clown Zelensky mit Atomwaffen drohen. Darüber hinaus erbeuteten die Russen nach dem Angriff Dokumente, die belegten, dass für Termin 26. Februar volle Kampfbereitschaft für die ukrainische Armee befohlen war, schon von Anfang Januar. Und im Hauptquartier von Azow östlich von Mariupol fand sich ein Angriffsbefehl Richtung Novoazovsk (russische Grenze, DVR-Gebiet) zum 8. März. Das heisst, die Russen sind einem ukrainischen Überfall kurz zuvorgekommen.

Da ist Dein Gejammer verlogen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Nicht einzumaschieren. Du wirst mich nie dazu kriegen, Krieg als ein Mittel zur Konfliktlösung anzuerkennen.

Nette Theorie, aber was macht du, wenn dir Jemand den Krieg aufzwingt?
Würdest du auch die andere Wange hinhalten, wenn es deine Auslöschung und die deiner Familier bedeutetr?

Nun ist allerdings das Kind schon in den Brunnen gefallen und die Lage für die Ostukrainer ist durch den Einmarsch nicht besser geworden. Das wirst auch Du zugeben müssen.

Doch, deren Lage ist bedeutend besser geworden, weil sich Jemand um ihr Schicksal kümmert.
Bislang waren sie allein der Willkür Kiews und deren Unterstützern ausgeliefert.

Was nützt das Völkerrecht, wenn es derart gebrochen wird?

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

„Nette Theorie, aber was macht du, wenn dir Jemand den Krieg aufzwingt?
Würdest du auch die andere Wange hinhalten, wenn es deine Auslöschung und die deiner Familier bedeutetr?“

Das ist keine nette Theorie, sondern der einzig gangbare Weg! Alles andere eskaliert. Immer.

Bei Deiner Sichtweise, bist Du ein Bruder im Geiste eines Hofreiters, denn aus genau den von Dir genannten Gründen werden immer mehr Waffen an die Ukraine geliefert und noch mehr und noch größere gefordert.

Wer sich hinreißen lässt, Krieg was abzugewinnen und meint als Möchtegern-Rambo seine Liebsten retten zu können, ist schlicht ein Idiot.

Ich selbst bin eh ein alter Sack, der zum Glück genug Lebenserfahrung hat, um zu wissen, dass er als Krieger und (Kriegs)Held untauglich ist.

„Doch, deren Lage ist bedeutend besser geworden, weil sich Jemand um ihr Schicksal kümmert.“

Das glaubst Du hoffentlich selbst nicht. Das Elend und die Not haben mit Kriegsbeginn in der Ostukraine ohne Wenn und Aber zugenommen.

…aber nun gut, Dir geht es offensichtlich nur darum, dass Du nur pro Putin akzeptierst. Davon wird mich weder hier, noch nirgendwo anders wer überzeugen können. Da bin ich ganz einfach gestrickt. Wer Kriege anzettelt ist ein Arschloch. Egal wer es ist. Egal wo es ist. „Die Ukrainer“, die Bürgerkrieg gegen die Ostukrainer führt(e), genau so wie die NATO, „die Amis“, in dem Fall „die Russen“ und auch all die anderen.

…wobei Kriege nie durch das Volk legitimiert, sondern von den Machtinhabern befohlen werden. Wer nicht mitmacht, wird nicht selten als Vaterlandsverräter bezeichnet und erschossen. Dem Durchschnittsbürger wird’s meist eh egal sein, von welchen machtbesessenen Arschlöchern sie verarscht werden. Jeder Depp sollte spätestens in den letzten knapp drei Jahren gemerkt haben, dass der goldene und eben doch nicht so freie Westen mehr Fassade ist, als es für möglich gehalten wurde. Chinesische Verhältnisse kriegt der möchtegern beste Aller Zeiten ruckzuck ganz allein ohne chinesische Inversionen hin.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Das ist keine nette Theorie, sondern der einzig gangbare Weg! Alles andere eskaliert. Immer.

Bei Deiner Sichtweise, bist Du ein Bruder im Geiste eines Hofreiters, denn aus genau den von Dir genannten Gründen werden immer mehr Waffen an die Ukraine geliefert und noch mehr und noch größere gefordert.

Du irrst, ich bin kein Hofreiter.
Ich sehe nur keinen Ausweg, wenn Jemand es auf einen Krieg anldt,, wie die US-NATO.
Du gehst in deinem Ideal davon aus, dass dein Gegenüber genauso tickt wie du.
Darin liegt dein Fehler.
Die #USA und ihre Vasallen wollen ihren „Gegner“ vernichten und okkupieren, da liegt das Problem.

Das glaubst Du hoffentlich selbst nicht. Das Elend und die Not haben mit Kriegsbeginn in der Ostukraine ohne Wenn und Aber zugenommen.

Was ist mit den Tausenden Toten, die es seit 2014 dort gab?

Natürlich gibt es fast täglich neue Opfer, weil Kiew weiterhin zivile Ziele beschießt, aber nun ist ein Ende absehbar.

Mensch

…aber nun gut, Dir geht es offensichtlich nur darum, dass Du nur pro Putin akzeptierst.

Nein, ich akzeptiere nur „Pro Menschen“ und ein friedliches Europa.
Es liegt allein an den Amis und ihren europäischen Arschkriechern, dass dies nicht zustande kommt.
Putin hat sich wahrlich bemüht , ein friedliches Europa zu schaffen.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Eben! Das erste Mal 2007 im Bundestag. Die deutschen Politiker waren zu blöd die Chance einer Zusammenarbeit mit Rußland zu erkennnen bzw. wahr zu nehmen.

Nein, im A…h der USA ist es warm und gemütlich.

Und dann sind da schließlich noch die Briten, die nichts so sehr fürchten wie deutsch-russische Freundschaft. Mutige Alleingänge sind des Deutschen Sache nicht. Wahr es nicht der dicke Boris, der in der Ukraine erschien, als es dort nach Frieden aussah?

Slava Russia.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pentimento
1 Monat zuvor

Hallo, es war still um dich geworden die letzte Zeit.
Ich hoffe, dir geht es gut.

Die deutschen Politiker waren zu blöd die Chance einer Zusammenarbeit mit Rußland zu erkennnen bzw. wahr zu nehmen.

Die durften wohl nicht, weil der Übervater jenseits des Atlantiks dann die Kontrolle verlöre.

Zudem sitzen auschließlich noch transatlantisch hirngewaschene Personen an den Schaltstellen, sei es vom WEF, der Atlantikbrücke, dem German Marshal Fund oder anderen US-gepolten Think-Tanks.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Alles gut, Danke der Nachfrage.

Dir und den Bitrebellen gute Wünsche zum neuen Jahr!

Peace!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

@Mensch

Das ist keine nette Theorie, sondern der einzig gangbare Weg!

Das setzt aber voraus, dass sich „Alle“ an die gleichen Regeln halten.
Die wichtigste ist die UN-Charta, für die 193 Staaten unterschrieben haben.

Die USA und ihre Vasallen meinen aber seit dem Zusammenbruch des Ostblocks, dass diese Regeln mit ihren Zielen nicht mehr vereinbar seien und schaffen sich permanent eigene, regelbasierte Ordnung genannt.

Natürlich ist klar, wer die Regeln aufstellt und dass sich alle Anderen daran zu halten hätten.
Bei Staaten wie Russland oder China stößt diese Idee aber auf Null Gegenliebe, da Unterwerfung unter ein US-Diktat für sie nunmal nicht in Frage kommt.

Das ist eine Frage der Selbstachtung, also ein Thema, bei dem insbesondere das dauerbesetzte Deutschland nicht mitreden kann.
Hier sägt man ja noch fleißig mit an dem Ast, auf dem man sitzt.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

@Robbespiere und Mensch

Im Prinzip würde ich sagen, habt Ihr beide Recht oder zumindest nicht Unrecht. 😉

Wie könnte aber eine Lösung aussehen?!

Meine Idee wäre eine Friedensbewegung, die sich nicht ideologisch auseinanderdividieren lässt, der es gelingt, keinerlei Partei zu ergreifen, indem sie sich in militantester Weise 😉 ausschließlich pazifistisch aufstellt und jeden Angriff abprallen lässt, wie der Panzer den Popel.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

@Hoest Kevin

Wie könnte aber eine Lösung aussehen?!

Meine Idee wäre eine Friedensbewegung, die sich nicht ideologisch auseinanderdividieren lässt

Dazu müsstest du aber zunächst die MSM komplett still legen.
Die sind der schlimmste Spaltkeil im Land.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Diskutiernse gefälligst nach vorn! (Hieß es in solchen Momenten im Osten 😉 )

Also bitte Lösungen und nicht erzählen, warum was gerade nicht geht. 🙂

Ich habe übrigens die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, daß jetzt, wo der Carolakram in sich zusammenbricht, der eine oder andere Wandzeitungsredakteur doch noch anfängt, sich und seinen Haufen zu hinterfragen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

@Horst Kevin

Ich habe übrigens die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, daß jetzt, wo der Carolakram in sich zusammenbricht, der eine oder andere Wandzeitungsredakteur doch noch anfängt, sich und seinen Haufen zu hinterfragen.

Gibts den Begriff „Scheinreue“ schon?

Auf das wirds nämlich bestenfalls hinauslaufen.

Selbst wenn einwandfrei bewiesen werden kann, dass die Impfung zu Todesfällen geführt hat, werden die nicht zugeben, dass sie Blut an den Händen haben.
Da wird wieder der bewährte „Befehlsnotstand“ herausgekramt oder sonstwie auf die Fachleute verwiesen.

Die mediale Einheitsfront war eben kein Zufall, sondern orchestriert und sogar bezahlt, wie wir u.A. vom Spiegel und den Gates-Spenden wissen.
Ein Geständnis dieser Umstände kommt mit Sicherheit nicht in die Öffentlichkeit.
Da könnten diese Medien direkt dicht machen.

marie
marie
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

es geht um WERTE als grundlage für regeln …

und niemals um regeln um ihrer selbst … oder der mächtigen … willen

Pentimento
Pentimento
Reply to  Pjotr56
1 Monat zuvor

Keine.

Putin hat immer wieder versucht, die Uno auf das Problem hinzu weisen.
Vergeblich. Hätte er warten sollen, bis der Komiker in der Ukraine westliche Raketen an der russischen Grenze stationiert, die in wenigen Stunden Moskau in Schutt und Asche legen können?

Der Westen und der MIC brauchen nun mal das Feindbild Rußland. Und viele westliche Bürger brauchen es auch.

Damit der Tag Struktur hat.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

An der NATO ist nichts gut. Schau Dir doch einfach Mal ganz unaufgeregt und sachlich die Kriege seit Bestehen der NATO und das Kräfteverhältnis, das vor allem durch die Amerikaner sehr einseitig ist, an.

Welche Kriege der NATO gab es denn bis 1991? Keinen! Aber dafür „Panzerausflüge“ der UDSSR/Warschauer Pakt nach Ungarn 1956 und CSSR 1968.

Pjotr56
Pjotr56
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

1999 Kosovo-Krieg: Es begann mit einer Lügehttps://www.youtube.com/watch?v=_VYqul0P6pE

Mensch
Mensch
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Die Kriege der Amerikaner, stets ganz fern der Heimat bis 1991, die Kriege mit Nato-Beteiligungen ab 1991 und das Kräfteverhältnis weg? Zudem gab es den Algerien Krieg, der zwar kein Bündnissfall war, aber durch ein wichtiges NATO-Mitglied ausgelöst wurde und ca 8 Jahre andauerte.

Ich fände es angebracht, wenn Du sachlich bleiben würdest. Danke!

Rudi K
Rudi K
Reply to  Mensch
1 Monat zuvor

Aber nicht die ganze NATO.

Mensch
Mensch
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Das nennst Du sachlich?

Okay, ich lass‘ Dich das Mal mit Pjotr56 ausdiskutieren und halte mich aus euren Expertengespräch besser raus…

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Frankreich hat in Afrika bis 1991 (danach weiter) gut dreissigmal interveniert. Der NATO-Staat Portugal führte bis 1974 einen blutigen Kolonialkrieg, mit deutschen Waffen und NATO-Infrastruktur. Der Putsch in Griechenland wie Putsche in der Türkei geschahen in Abstimmung mit den NATO-Stäben (darüber gibt es Dokumente). Die haben auch die eigene Sphäre gewaltsam zusammengehalten (was Ungarn und CSSR nicht entschuldigt). Deine Weisswäsche ist aber abgrundtief verlogen.

Auch UK hat sich in Afrika kräftig eingemischt, von der Zusammenarbeit mit dem Rassistenregime in Pretoria bis in die neunziger noch nicht geredet.

Die USA? Oder ist das nicht NATO für Dich? Wie oft haben die „Ausflüge“ gemacht, mit oder ohne NATO-„Partner“? Iran, Guatemala, Haiti, Dominikanische Republik, Chile …

Nach 1991 war das NATO on steroids, neue Aggressionen, „Erweiterung“ gegen alle Zusagen.

Im Heucheln bist Du schwer zu schlagen.

wschira
wschira
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Nachzulesen z.B. im Wiki:
Gründung der USA 1776, also vor 246 Jahren. Davon in (überwiegend selbst vom Zaun gebrochene) Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen während mehr als 220 Jahren. Allein nach WK2 über 70 Kriege oder kriegsähnliche Scharmützel mit insgesamt über 20 Millionen Toten. Da man die Nato seit ihrer Gründung mit den USA identifizieren kann, war sie in vielen Kriegen beteiligt.

spartacus
spartacus
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Und warum wollten Länder wie Polen in die „böse NATO“?

Damit sie endlich auch mal Krieg gegen Schwächere führen und in den Irak einmarschieren konnten?

Rudi K
Rudi K
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

Was wollen die Polen im Irak?

spartacus
spartacus
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Das mußt Du sie schon selber fragen oder George W.
Vielleicht wollten sie sich nur bei den best friends aus Übersee einschleimen?

wschira
wschira
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Frag sie doch mal. Sie haben sich doch der „Gemeinschaft der Willigen“ direkt aufgedrängt.

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

@Rudi K
Da Du böse NATO in Anführungszeichen gesetzt hast, muss ich davon ausgehen, dass Du die Kriege der NATO und ihres Herrchens, der USA, gutheißt.
Daher gehe ich davon aus, dass Du ein mieser kleiner Faschist und/oder ein dämlicher Opportunist bist.
Beides Charaktere, die ich als äußerst schmutzig wahrnehme.
Danke für Dein Outing: Es spart mir in Zukunft die Zeit für das Lesen Deiner Beiträge.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Und warum wollten Länder wie Polen in die „böse NATO“?

Wieso „Polen“? Es waren BO oder PiS, die in die NATO wollten. Ich sehe nicht, dass die Menschen gefragt wurden. Aber klar haben Medien, die zur Hälfte in den Händen von Springer und Mohn, zur anderen in denen von Rechtsradikalen und Rassisten (nicht dass Springer/Mohn das nicht auch wären) waren und sind, dafür getrommelt haben.

„Polen“ hat 1939 zusammen mit Nazideutschland die CSR filettiert und sich das Gubiner Gebiet gesichert. Die Verteidigung Polens zusammen mit der UdSSR hat „Polen“, nämlich das halbfaschistische Sanacjaregime, sabotiert, so dass es zum Molotow-Ribbenrop-Pakt kam. Und der Diktator Pilsudski, Anführer der Aggression 1921 gegen Sowjetrussland, wird immer noch verehrt. Wer die antisemitischen Pogrome der Polen in der Kriegs- und Nachkriegszeit in Polen thematisiert, riskiert Knast. Westliche Freiheit.

Last edited 1 Monat zuvor by aquadraht
Cetzer
Cetzer
Reply to  Pjotr56
1 Monat zuvor

Indien

Vor vielen Jahren habe ich mal im Radio (BBC World Service ?) einen indischen Geschäftsmann gehört, der darüber klagte, dass seine Geschäfte mit Ländern wie Singapur oder Thailand irgendwie immer in US-Dollar abgewickelt werden müssten, teilweise indirekt aus Gründen der Versicherung oder Zwischenfinanzierung – Was auf eine Art von Zusatzsteuer hinausliefe (und in den letzten Jahren zunehmend auf die juristische Oberaufsicht der USA über diesen Teil des Welthandels, abgesehen von interessanten Informationen für die US-Geheimdienste).
Nicht nur in besagtem Interview klang durchaus etwas von verletztem Stolz an, dass die eigene Währung (Rupie) so gering geschätzt wird; Ich vermute, dass das Bestehen Russlands auf Zahlung in Rubeln¹ in vielen Ländern der Welt auf teils grimmige, teils klammheimliche Zustimmung gestoßen ist. Wie üblich kann man auch an dieser Stelle einen klassischen Spruch aus den USA abwandeln:

Cut out² the US-Dollar³ – The Godfather of all Middlemen!

¹Nach Expropriation der russischen Euro-Guthaben durch Ursula und die 40 Berater
²Cut out the middleman ~ Den Zwischenhändler ausschließen, umgehen; in seiner Überflüssigkeit sitzen lassen… Gelegentlich auch unverblümter: Kill the Middleman
³Bzw. den Juniorpartner €

Last edited 1 Monat zuvor by Cetzer
Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Cetzer
1 Monat zuvor

Ja, schon blöd, wenn man seine Geschäfte nicht mehr direkt in britischen Pfund abwickeln kann, weil der Kurs zwar gut ist aber die doofe Gandhi damals den Briten den unbeschränkten Aufenthalt und andere Privilegien entzogen hatte. Da kann man als guter alter indischer Geschäftsbrahmane schon mal in den Tuchballen beißen. Mehr war allerdings eher nicht, ist ja BBC gewesen, oder? Obwohl, der Geldhandel, also der mit den großen Bündeln, funktioniert doch bestens in Chandni Chowk, oder was meinst du?

Deine leicht absurde Vermutung bezüglich der russischen Rubel teilt allerdings in der realen Welt niemand so richtig. Wer will denn so was?

wschira
wschira
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Dann schau Dich doch mal in der realen Welt bezüglich des Rubels um. Hab mir von Finanzexperten (bei Bloomberg z.B.) sagen lassen, der Rubel sei zur Zeit die weltweit stabilste Währung.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  wschira
1 Monat zuvor

Darüber habe ich mich gar nicht ausgelassen, schon aus Mangel an Infirmationen aus Medienkonzernen wie Bloomberg und Cö. Aber – umso schlimmer, dass sich kaum wer mit dieser weltweit stabilsten Währung beschäftigt, außer eben an Orten wie Chandni Chowk oder Bara, von denen es ja einige gibt und wo Alles gehandelt wird, egal wie attraktiv oder nicht. Irgendwann kommt immer mal wer vorbei, der es haben oder loswerden will.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

@Suzie Q

Aber – umso schlimmer, dass sich kaum wer mit dieser weltweit stabilsten Währung beschäftigt

Wie erklärst du dir dann diese Entwicklung seit März ggü der Weltleitwährung US-Dollar?

https://www.finanzen.net/devisen/us_dollar-russischer_rubel-kurs

Könnte es sein, dass nur eine Minderheit von ca. 50 Staaten den Boykott Russlands mitträgt, der überwiegende Rest aber nicht bereit ist, sich selbst zu strangulieren?

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Hier ging es aber nicht um Boykott oder nicht Boykott. Also gibt es da auch nichts für mich zu erklären. Ich habe nur eine öffentlich geäußerte „Vermutung“, die ich eher unter herbeiphantasiert ablegen würde, leicht absurd bezeichnet und auf die reale Welt mit ihren realen Orten, die Cetzer auch irgendwoher gekramt hatte (Indien, BBC), verwiesen. Alles Andere ist Alles Andere. Da dürft ihr euch gerne zu Tode spekulieren, ob es nun daran oder natürlich daran, aber auf jeden Fall daran liegt, dass am russischen Rubel kein wirkliches Interesse auf den Finanzplätzen und in den Wechselstuben dieser Welt besteht.

Aber du kannst natürlich wie bei den anderen komischen Transaktions- (sprich Betrugs-)szenarien deinen Thrill haben, z.B. bei so was:

„USD/RUB mit Hebel handeln via CFDPartizipieren Sie an Kursschwankungen bei USD/RUB mit Hebel und kleinen Spreads! Mit nur 100 Euro können Sie durch einen Hebel mit der Wirkung von 3.000 Euro Kapital handeln.“

Hurra!

Last edited 1 Monat zuvor by Suzie Q
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

@Suzie Q

Hier ging es aber nicht um Boykott oder nicht Boykott.

Aber sicher doch.

In den Ländern, die sich dem Boykott nicht anschließen, wird der Rubel als Währung voll akzeptiert und dort spielt mittleweile wirtschaftlich die Musik, während der Westen zunehmend seine Dominanz verliert.

Da dürft ihr euch gerne zu Tode spekulieren, ob es nun daran oder natürlich daran, aber auf jeden Fall daran liegt, dass am russischen Rubel kein wirkliches Interesse auf den Finanzplätzen und in den Wechselstuben dieser Welt besteht.

Für den Westen mag das ja zutreffen, aber wenn Russland mit anderen, boykott-aversen Ländern Handel betreibt und seine Importe in Rubel tätigt, wird es wohl auch ein Interesse an der Währung geben, zumal die damit ihre Rohstoffimporte aus Russland bezahlen können.

Last edited 1 Monat zuvor by Robbespiere
Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Dann erzähl doch mal was ganz Konkretes über Länder, die du kennst, wo der Westen gerade „zunehmend seine Dominanz verliert“ und der Rubel wie geschnitten Brot über den Tresen geht. Was für ein substanzloses Geblubber!

Könnt ihr, da muss ich jetzt Andere mit einbeziehen, nicht einfach mal mit Tatsachen arbeiten, anstatt ständig in der immer gleichen Kopfsuppe zu ersaufen?

Weil Silvester ja in ein paar Stunden ist, mach ich mich jetzt vom Acker in der Hoffnung, nicht allzu viel davon mitkriegen zu müssen.

See you next year

Last edited 1 Monat zuvor by Suzie Q
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

@Suzie Q

Dann erzähl doch mal was ganz Konkretes über Länder, die du kennst, wo der Westen gerade „zunehmend seine Dominanz verliert“ und der Rubel wie geschnitten Brot über den Tresen geht.

Na du bistmir ja ein Herzchen.

Lieferst permanent Gehacktes und willst im Gegenzug ein gut abgehangenes Steak?

Konjunkturdaten einzelner Länder kannst du ja wohl lesen, oder?

Guten Rutsch!

aquadraht
aquadraht
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Typische koloniale Arroganz „woker“ Dumpfbacken. Indien hat seine schweren Widersprüche, und nicht das Glück wie China, eine säkularisierende Revolution durchgemaht zu haben (und ja, durchgemacht, das war kein Damenkränzchen, und teilweise fürchterlich). Neben den Narben religiöser Idiotie (Kasten, heilige Kühe, Witwenverbrennung) auch noch die Narben von über 200 Jahren kolonialer Ausplünderung. Die „grösste Demokratie der Welt“ bietet genug, an dem Rassisten Deines Schlages ihre „gerechte“ Empörung abarbeiten können.

Indien hat einen schweren Weg vor sich, und ich wünsche ihm alles Gute. Und ja, Modis Hindutva-Halbfaschismus ist Scheisse und die RSS eine Nazitruppe. Ich wünsche den Indern alles Glück und allen Erfolg, damit fertig zu werden. Das wird nicht leicht.

Last edited 1 Monat zuvor by aquadraht
wschira
wschira
Reply to  Suzie Q
30 Tage zuvor

Ausgerechnet Du forderst, mit Tatsachen zu arbeiten! Zum Quietschen!

marie
marie
1 Monat zuvor

vielen vielen dank für diesen klugen und hoch differenzierten artikel des autoren – er kommt in mein seltenheitskabinetts der politischen analysen der gegenwart.

leider stößt er mich jedoch auf die zähigkeit und scheinbar endlose gedul der zeit von veränderungen. doch wer das gesamte leben auf der welt in zusammenhängen wahrnehmen kann und möchte, denkt auch an die sichtbarkeit vom wirken der evolution oder an viele andere möglichkeiten der fast „unsichtbaren“ entwicklungen in allen lebensbereichen. wenn ich HEUTE nur an kultur und bildung denke so wird mir übel von dem was mächtige menschen zerstören können … hunger, ernährung und massenhaft geschaffene ungerechtigkeiten sind gründe genug dafür, für grundlegende änderungen einzutreten … scheinbar geht es mit dem militär leider immer noch am effektivsten … und in dieser phase machen wir alle existenzielle erfahrungen, zu denen wir sonst wohl leider nicht in der lage sind.
shakespeare hat mit „sein oder nicht sein“ die gretchenfrage von goethes faust auf seine art beantwortet … heute ist weltliteratur in der realität angekommen … beides gehört zusammen gedacht und gelebt … sonst bleibt nur die gewalt, bei den heutigen entwicklungsstand der menschlichen gesellschaft … ich hoffe bei putin auf eine zielgerichtete und menschlich-verantwortungsvolle form von gewalt, welche im kontext mit kultur und menschlichkeit möglich und notwendig ist … und das nicht nur beim zahnarzt …

eigentlich wären ja meiner meinung nach die zähmung der naturgewalten die größte aufgabe der menschlichen macht

Memi
Memi
1 Monat zuvor

„Was ist der Unterschied zum Krieg gegen Jugoslawien, zum Überfall auf den Irak?
Diese Fragen werden schon gar nicht mehr gestellt, geschweige denn dass man den Unterschied benennen könnte.“

Die Unterschiede kann man sehr leicht benennen. Nur wollt ihr das nicht sehen und nicht hören. Außerdem wird der russische Überfall davon kein bisschen besser. 🙄

aquadraht
aquadraht
Reply to  Memi
1 Monat zuvor

Wieso? Ich sehe den Unterschied sehr wohl. In Jugoslawien wurden vom ersten Tag an brutal zivile Einrichtungen bombardiert, Schulen, Krankenhäuser eingeschlossen. Mit der Ermordung der Mitarbeiter des Belgrader Fernsehsenders prahlte der Julius Streicher der NATO, James Shea, noch ohne jede Scham. Die Jugoslawienaggression hat mehr zivile Menschenleben gekostet als der Krieg in der Ukraine bisher.

Vom Irak gar nicht zu reden, da gehen die Opfer in die Million bis Millionen,. Aber das ist Euch egal.

Der Hauptunterschied ist, dass diese beiden terroristische Angriffskriege waren. Ob die russische Intervention überhaupt ein Angriffskrieg war oder ist, ist dagegen fraglich. Die Ukraine hat internationale Abkommen wie Minsk 2 gebrochen, sie war im Begriff, die Donbassgebiete zu überfallen. Das allein gibt eine Rechtfertigung für eine Intervention unter dem Rubrum P2P. Ausserdem hat die Ukraine nach Aussagen ihrer führenden Politiker bewusst den Krieg mit Russland angesteuert. Da zählt das Eingreifen als Präemptivschlag und fällt damit unter das Selbstverteidigungsrecht.

Last edited 1 Monat zuvor by aquadraht
Johannes Stwrtetschka
Johannes Stwrtetschka
Reply to  aquadraht
1 Monat zuvor

Zudem sollte man das Zitat von Madeleine Albright auf keinen Fall vergessen, in dem sie bestätigt, dass die Sanktionen gegen den Irak den Tod von einer halben Million Kinder (!!!!!) wert gewesen wären…..

Diese Aussage erfüllt m.E. den Tatbestand eines Kriegsverbrechens! Aber solange unser Annalenchen, in Ermangelung eigener (geistiger) Größe, „auf den Schultern“ einer solchen Person steht, ist ja alles „irgendwie“ durch das Völkerrecht gedeckt…..

In der vorangegangenen Diskussion einiger Kommentatoren spiegelt sich dieser gesamte internationale Konflikt wieder:

Es gibt diejenigen, die sich selbst für „die Guten“ halten, und diese Sichtweise ums Verrecken nicht aufgeben möchten, auch wenn sie bereits selbst im Spiegel die hässliche Fratze des Teufels (um es mal metaphorisch auszudrücken) sehen – Sie versuchen immer noch, es als eine optische Täuschung darzustellen!
Dass sie bereits in der Vergangenheit ihre eigenes zur Schau gestelltes Ideal verraten haben, indem sie alles guthießen, was in ihrem Namen an Schweinereien stattfand (Hauptsache unsere „Werte“ wurden „verteidigt“), fällt ihnen weder auf, noch vor die Füße!
Wenn Aussagen, wie heute von „Herrn“ Stoltenberg getätigt, dass noch mehr Waffen den Frieden für die Ukraine bringen ohne wenn und aber nachgebetet werden, dann fließt demnächst das Wasser wieder bergauf!
Wohl wissend um die Absurdität dieser Aussage leitete „Herr“ Stoltenberg sie mit den Worten „es mag paradox klingen“…. ein!

Dem gegenüber stehen diejenigen, die verstanden haben, dass es in dieser Welt mehr als lediglich den neoliberalen Ansatz einer Weltordnung gibt – zumal dieser Ansatz (originär natürlich durch den Kapitalismus initiiert) den Untergang bereits seit seiner Entstehung in sich trägt.
Denn wie soll stetiges Wachstum auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen erreicht werden???
Um dieses Wachstum zu generieren, war es nötig, Entwicklungsländer zu kolonisieren und auszubeuten, jeden in seine Schranken zu weisen, der dem eigenen „Erfolgsmodell“ auch nur ansatzweise konkurrieren könnte.
Bis heute ist der „Wertewesten“, allen voran der Hegemon USA, dieser Maxime treu geblieben und setzt, u.a. in Form der NATO, diese bis zum bitteren Ende durch.

Wenn wir nicht erkennen, dass dieses bittere Ende uns alle betrifft und dass Frieden die einzige Alternative ist (solange er mit nicht noch mehr Waffen herbeigebombt wird), werden diejenigen dieses bittere Ende immer schneller vorantreiben, die sich aufgrund ihres Geldes und ihrer Macht oder ihrer Vasallendienste auf der Gewinnerseite sehen!

Brian DuBois-Guilbert
Brian DuBois-Guilbert
Reply to  Memi
1 Monat zuvor

Ah, Sukram „beehrt“ mal wieder das Forum….

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Memi
1 Monat zuvor

Hallo Sukram

Schwitzig
Schwitzig
1 Monat zuvor

Eigentlich ist es doch ganz einfach: Der Wertewesten hat keine Werte außer dem Verwertungsinteresse. Die Erzählung um Werte und Regelbasierte Ordnung ist Prosa für die Verwertungsobjekte.

flurdab
flurdab
Reply to  Schwitzig
1 Monat zuvor

Die Rendite darf nie unter 4 % fallen.
Alles andere ist mir völlig egal.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

Ha! 4%… Du Amateur. 😉

PS: Jetzt weiß ich, daß Du keinen Marx gelesen hast. 🙂 🙂 🙂

Horst Kevin
Horst Kevin
1 Monat zuvor

Kicher!
https://blog.fefe.de/?ts=9d4f04bc
Demnächst bewahrheitet sich noch die Theorie, daß das Celler Loch von der Weststasi und die RAF von der Ost- und Weststasi initiiert/gefördert/bewaffnet waren.

Jetzt wird geübt:

Nein!! Doch!! Ohhh…!!

aquadraht
aquadraht
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

So isses und gutes neues

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  aquadraht
29 Tage zuvor

Dir auch!