Wissen heißt nicht machen

Muss man immer »die Wissenschaft« fragen, wenn man sich nicht ganz sicher ist? Soll es kein Leben neben der Wissenschaft mehr geben? Wer das bejaht, spricht sich für ein tristes Leben aus.

Kaum war das Selbstbestimmungsgesetz besprochen, fragte die Frankfurter Allgemeine in der Berliner Charité nach: Ist das eine gute Idee, dass jeder künftig sein Geschlecht selbst bestimmen kann? Der Grundgedanke dahinter war einfach: Leute der Wissenschaft müssten darauf doch eine Antwort haben. Diese Denkweise hat sich in den letzten Jahren etabliert. Sie scheint in die Syntax jeder Entscheidungsfindung eingraviert worden zu sein. Ohne vorher »die Wissenschaft« gefragt zu haben, entscheidet man besser nichts, ja kann man überhaupt gar keinen Entschluss fassen. Das wäre gewissermaßen verantwortungslos.

Ganz wichtig an der Stelle: Man fragt in jeden Falle »die Wissenschaft« – im Singular. Auch diese Vereinzelung hat sich zuletzt verfestigt. Mehr als eine Wissenschaft kann man auch gar nicht fragen, denn das kostete dann doch zu viel Zeit. Übrigens, keine Ahnung was die Charité geantwortet hat. Der Artikel titelte mit der Aussage, dass Geschlecht ein Gefühl sei, was in etwa wohl wiedergibt, wie das die Herren und Damen, die am Puls der Wissenschaft dienen, eingeordnet haben könnten. Ob das aber eine gute Idee ist, wie die FAZ fragte, muss man noch nicht mal wissenschaftlich beantworten – soll man auch gar nicht. Sinnvoller ist es ohnehin, sich die Fragen des Zusammenlebens politisch zu vergegenwärtigen. Wie wir leben wollen, wie wir es organisieren, ist stets ein Politikum – und nichts anderes.

Wissen schafft?

Wie? Das sehen Sie anders? Kann ja sein. Aber lassen Sie mich mal einige Fragen stellen, ich will wissen was für ein wissenschaftlicher Typ Sie sind? Haben Sie Ihre Gattin eigentlich nach dem Stand der Wissenschaft ausgewählt? Sie streiten viel, die Nachbarschaft weiß zu berichten. Sie weiß unter anderem auch, dass es nicht erst seit neulich laut bei Ihnen wird. Ein Nachbar, der nicht genannt werden will, behauptet unbeirrt, dass er Sie schon vor zehn Jahren streiten hörte. Damals waren Sie noch nicht verheiratet und, lassen Sie mich schnell nachrechnen, erst seit etwa einem Vierteljahr mit Ihrer nunmehrigen Frau Gattin zusammen. Sie haben vielleicht recht, hätten Sie vielleicht vorher zusammen ein großes Blutbild gemacht, ein EEG und einige tiefenpsychologische Tests, hätte man vielleicht sagen können, dass es einige Marker gibt, die diese Verbindung mit Ihrer Frau, sagen wir mal, kritisch betrachten lassen.

Ihre Ehe geht mich wirklich nichts an, stimmt schon. Aber man sieht Sie auch laufen, jeden Tag eine Stunde. Fußball spielen Sie auch, munkelt man. Haben Sie eigentlich je wissenschaftlich prüfen lassen, ob Sie dazu die Konstitution haben? Sport ist natürlich gesund – grundsätzlich. Und er bereitet ganz offensichtlich vielen Menschen große Freude. Aber nur aus der reinen Freude heraus einfach mal loszappeln, ohne auch zu wissen, ob man zu denen gehört, für die jeder denkbare Sport gesund ist: Das ist doch eigentlich hochgradig fahrlässig, oder? Es sei denn, Sie können wissenschaftlich fundiert nachweisen, dass Sie psychologische Defizite haben, die Sie risikofreudig machen.

Eigentlich besteht doch kein ganz geringer Anteil des menschlichen Lebens aus einer Aneinanderreihung von Zufällen und Bauchgefühlen. Manches tun wir, obwohl wir sogar ahnen, dass es nicht ganz vernünftig ist. Eine Zigarre schmeckt köstlich; vier Gläser schwerer Rotwein machen ein herrlich dumpfes Gefühl, befruchtet das gesellige Beisammensein, manches Gespräch wird dadurch runder, tiefer, ja auch besser. Die Wissenschaft – die zuständige Fakultät in ihr – würde das kritischer sehen. Sie weiß nur wenig von guten Gesprächen bei Rauch und Rausch. Sie sitzt am Mikroskop, wälzt Statistiken, liest Berichte von Leuten, die am Mikroskop saßen und Statistiken wälzten.

Sie ist Angebot, keine Verpflichtung

Das ist ganz ohne Bewertung gemeint, frei von jedem Spott. Man benötigt ja Menschen, die sich als Wissenschaftler sehen. Sie sind es ja auch nur »auf Arbeit«. Ob die gute Ratgeber sind, was die Organisation des eigenen Lebens oder gar des Zusammenlebens betrifft, darf freimütig bezweifelt werden. Wissenschaft ist nur ein Ausschnittsdienst. Wenn Sie zu einem Schuster gehen – die Älteren unter uns kennen diese Spezies noch -, dann sohlt der Ihre Schuhe. Er erzählt Ihnen aber nicht, wie schön es wohl wäre, wenn Sie diese Schuhe mal auf eine der Kanaren oder auf der Zugspitze tragen würden. Seine Dienstleistung reduziert sich auf wenige Handgriffe, eine Lebensphilosophie ist nicht inbegriffen. Warum glaubt man, dass jemand, der die Wirkweise eines Virus kennt oder wie das Immunsystem funktioniert, irgendeinen besonderen Lebensratschlag parat haben müsste? Wissenschaft ist letztlich auch nur ein Angebot – sie verpflichtet zu nichts.

Menschliches Leben gab es übrigens schon, bevor der Mensch zum Wissenschaftler wurde. Zugegeben wurden Menschen im Durchschnitt beileibe nicht so alt in diesen Jahren. Nun betreiben wir als Spezies seit vielen Jahrzehnten Wissenschaft. Aber nie zuvor wurde sie so strikt als Maßnahmenkatalog und als Wegweiser verstanden wie im Moment. Ob während der Corona-Krise oder bei Debatten um den Klimawandel: Ständig bezieht man sich darauf, dass man nun auf die Wissenschaft hören solle – und radikaler: Dass man dieses Gehör für die Wissenschaft erzwingen müsse.

Zwei Sätze zuvor schrieb ich, dass es nie zuvor so eine Wissenschaftstotale gab. Das ist falsch. Es gab sie. Und zwar in der Sowjetunion. Der Autor Simon Ings gibt ausführlich Auskunft über den Streit zwischen Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Bezeichnenderweise nennt er seine Abhandlung »Triumph und Tragödie. Stalin und die Wissenschaftler« – denn in letzter Konsequenz war es eine Tragödie. Die Menschen lebten nicht etwa wissenschaftlich versierter in jenen Jahren, sondern fürchteten sich, als Konterrevolutionäre eingestuft zu werden, weil sie den letzten Stand der verordneten Wissenschaft nicht lebten. Für die Wissenschaftler selbst sah es noch düsterer aus. Sie verloren den Job oder gewannen eine neue Heimat in Sibirien. Wissenschaftler untereinander bereiteten sich die Hölle, beäugten sich streng und hauten andere in die Pfanne, wenn sie wissenschaftliche Linientreue vermissen ließen.

Wissenschaft: Ein (viel zu) ordentliches Gefühl

Dass aber aus der Verwissenschaftlichung des Sozialismus, angeschoben durch einen starken Mann, Stalin eben, eine ganz besondere oder irgendwie ganz rational ausgeprägte Gesellschaft entstanden wäre, kann man nun wirklich nicht behaupten. Das Gegenteil trat ein. Hysterie und Überwachung nämlich. Und ein Staat, der nicht etwa nur auf die Wissenschaft hörte, sondern sie so formte, dass sie in eine erwartbare Richtung wirkte. In den Aufbruchsjahren des real existierenden Sozialismus war man überzeugt davon, dass die Ausrichtung allen menschlichen Strebens nach den jeweiligen Erkenntnisständen der Wissenschaft als den letzten Stein zum endgültigen Sieg der Aufklärung darstellt. Dahinter steckte freilich ein arg mechanisiertes Menschenbild, Ärzte begriffen sich etwa als Ingenieure.

Die Wissenschaft suggerierte eine vollumfängliche Ordnung, die das gesellschaftliche Chaos in vernünftige und nachvollziehbare Bahnen lenken könne, wenn man sie nur drastisch genug exekutiert und ihre sämtliche Befugnisse erteilt, die nötig sind. Dabei ist Wissenschaft nur ein (viel zu) ordentliches Gefühl. Aber keine ordentliche Wirklichkeit. Sie verläuft chaotisch und ist fehleranfällig. Außerdem ist sie das Produkt von Menschen, die zwar einer gewissen Objektivität verpflichtet, aber aus Gründen der Finanzierung oder auch aus politischen Motiven heraus, vorgeprägt sind.

Aber grundsätzlich kann man sagen, dass Wissenschaft, oder besser gesagt die Wissenschaften, nur einen Teilbereich menschlicher Schaffenskraft darstellen. Den Dingen auf den Grund gehen zu wollen ist mindestens so menschlich, wie der Drang, Dinge verspielt darzustellen: Wie es die Kunst etwa tut. Genüsse sind nicht selten wissenschaftlich unvernünftig: Sie sind ungesund und schädlich. Aber Mensch zu sein bedeutet eben auch, genießen zu wollen: Auch wenn es unter Umständen unliebsame Konsequenzen zeitigt.

Primat der Politik

Wenn die Wissenschaften einem ordentlichen Gefühl unserer Spezies entstammen, so sind viele andere Bereiche des menschlichen Wirkens eher dem Chaoten in uns und dem Streben nach Unordnung geschuldet. Diese Seite auszublenden und sie der vermeintliche Ordnung der Wissenschaft zu opfern, macht uns nicht reicher als Spezies: Sie nimmt uns Lebensqualität und macht uns arm. Ein Leben nach Maßgabe wissenschaftlicher Erkenntnisse mag zwar vielleicht möglich sein, erscheint aber sinnlos. Wie traurig so ein Leben sein kann, hat man ganz gut vor über einem Jahr gesehen, als der Humor mit wissenschaftlicher Bierernsthaftigkeit reflektiert wurde. Damals hatten Schauspielerinnen und Schauspieler in satirischen Clips die Lockdown-Politik ins Lächerliche gezogen. In einem wissenschaftlichen Staatsmodus, so ließ es sich seinerzeit erahnen, gibt es nichts mehr zu lachen.

Nicht alles, was Wissenschaft kann, sollte gemacht werden. Was hier für gewisse Extremformen der Forschung gilt: Für genetische Manipulationen an dem, was Christen die Schöpfung zu nennen pflegen – übrigens ein kraftvolleres, auch respektgebietenderes Wort als »Umwelt« oder »Natur«, weil es eine Anstrengung und einen Plan beinhaltet -, gilt aber auch für andere etablierte Forschungsfelder. Nur weil etwas gesund ist, kann man Patienten nicht verfolgungsbetreuen. Und ja, sicher kann man seine Partnerwahl von einem psychologischen Experten begleiten lassen. Aber ob es dann am Ende knistert oder nur ein langweiliges Ticken der Wanduhr gibt, darüber kann man mal spekulieren.

Im Grunde gilt doch hier dasselbe wie vor jenen Tagen, als wir uns von Apokalypse in Apokalypse manövrierten: Damals, als der Neoliberalismus die größte Sorge war, deren wir uns bewusst waren. Kritiker plädierten, dass das Primat nicht bei der Wirtschaft, sondern bei der Politik liegen müsse. Letztere habe aber mehr und mehr die Handlungsmöglichkeiten aus der Hand gegeben, dereguliert und vermeintliche Experten machen lassen. Mit der Wissenschaft ist es nicht anders. Sie ist nicht dazu da, die Menschen zu regieren. Wir dürfen ihr nicht ein neues Gottesgnadentum andichten, eine Unanfechtbarkeit qua Expertise: Selbst wenn sie mit allem recht hätte – und das hat sie freilich nicht -, muss man nicht umsetzen, was sie von sich gibt. Denn ihr auf dieser Grundlage zu folgen: Das mündet zwangsläufig in totalitären Strukturen, weil sie die anderen Seiten menschlichen Daseins ausblendet.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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Christa Meist
1 Monat zuvor

Genau so sehe ich das auch und beinahe zu jedem Absatz fällt mir ein anderes aber ähnliches Beispiel ein, das die Aussage der Überschrift bestätigt. Wir wissen, dass Amseln lieber die matschigen vergorenen Pflaumen im Gras picken, als die gerade gereiften und „frischen“ am Baum. Warum wissen wir nicht. Weder bei der Amsel noch beim Menschen wissen wir, warum er Genüsse schätzt, das ganz gewöhnliche Vergnügen, das der Wissenschaft, dem was darunter verstanden wird, entgegengerichtet ist. Bernard Shaw hat das in diese Worte gefasst: „Gib deinen Kindern ja keinen moralischen und religiösen Unterricht, wenn du nicht ganz sicher bist, dass sie ihn nicht zu ernst nehmen werden.Es ist besser, die Mutter Heinrichs IV. und der Nell Gwynne als die Robespierres und der Königin Maria Tudor zu sein.“
Die gegenwärtig Regierenden in Deutschland haben es geschafft die Ethik der Gesetze von einer diesbezüglichen Kommission von Wissenschaftlern klären zu lassen. Weite Teile der Welt der Gläubigen und der Welt der Wissenschaft tragen dieses Konzept mit. Dabei kann nur eine umfassende Missachtung des Individuums und seiner Lebenspraxis herauskommen.

Hendrick Momsen
Hendrick Momsen
Reply to  Christa Meist
1 Monat zuvor

Wir wissen, dass Amseln lieber die matschigen vergorenen Pflaumen im Gras picken, als die gerade gereiften und „frischen“ am Baum. Warum wissen wir nicht.

Auch Wespen bevorzugen „braunes Obst“. Es ist süßer. Der Energiegehalt ist höher.

Christa Meist
Reply to  Hendrick Momsen
1 Monat zuvor

Befragt haben wir in der Angelegenheit noch kein Tier. Wir vermuten, dass es so ist, weil wir annehmen, dass Tiere genauso gerne so lange leben wollen wie Menschen. Hat uns im 19. Jahrhundert einer erzählt, der behauptet hat (und immer noch gerne zitiert wird), der Überlebenswille und die Anpassung an die Umwelt hätten geradewegs von der Amöbe zum Menschen geführt. Obwohl er einen wissenschaftlichen Kontrahenten hatte, der die Integration unterschiedlicher Organismen, ein symbiotisches Verhalten für die Grundlage dieser Entwicklung hielt. Wahrscheinlich hatten beide ein bisschen recht.

Hendrick Momsen
Hendrick Momsen
Reply to  Christa Meist
1 Monat zuvor

Amseln gehören nicht gerade zu den intelligentesten Vögeln. Was jedoch andere Vögel angeht (Krähen etwa), so kann man vieles beobachten, das noch vor kurzem nur dem Menschen zugesprochen wurde.
Selbst Insekten sind keine „Automaten“ und, mitunter, weitaus intelligenter als die meisten SmartPhone-Betreuer glauben. 🙂

Christa Meist
Reply to  Hendrick Momsen
1 Monat zuvor

Zu diesem Thema habe ich gestern zufällig im Fernsehen eine Tiersendung erwischt über die Intelligenz, Anpassungs- und Kommunikationsfähigkeit irgendeiner Rochenart. Sie hat nach Beobachtung der untersuchenden Biologin mit letzterer kommuniziert.
Während meiner Berufsausbildung habe ich gelernt: „Intelligenz ist, was der Intelligenztest misst.“ Man kann machen was man will. Sooft von Wissenschaft vs. Lebenspraxis bzw. Praxis des Lebendigen die Rede ist, findet man sich wieder bei der Krönung der Schöpfung als Maßstab.Nirgendwo steht geschrieben, dass der Mensch nicht untergehen darf, weil er so edel, hilfreich und gut ist und soviel zu wissen glaubt. Möglicherweise hat er´s als Art einfach vergeigt und die „Letzte Generation“ will´s bloß noch nicht wahrhaben.
Es gibt immer irgendein Lebewesen der gleichen Art, das irgend etwas besser kann als ein anderes Exemplar. Das muss man nicht allein auf die Menschen anwenden. Statt der – wieviele sind´s doch gleich – Geschlechter kann man natürlich auch Tiere mit Menschen vergleichen oder Pflanzen. Wenn man will. Oder gibt´s da auch schon Relativierungsverbote?
Bei der Gartenarbeit habe ich heute Nachmittag eine Hypothese entwickelt: Mensch kann Löwenzahn die Blütenstände abschneiden, ihn samt Wurzeln entfernen oder … . Im nächsten Jahr kommt eine Pflanze, die zwar geringfügig anders aussiehtt, aber offensichtlich im Genpool was vom Opa entdeckt hat, was nicht nur gegen die laufenden Misshandlungen wirkt, sondern auch die Trockenheit besser aushält … . Löwenzahn ist intelligenter als der Mensch.Gleiches gilt übrigens für die Nachkommen von Ahornbäumen. 😉

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Christa Meist
1 Monat zuvor

Sehr schön! Danke!

Demnach sind Kastanien ziemlich blöd. Sägt man die ab, halten sie sich hernach für nen Busch.

Mich beunruhigt es regelmäßig, wenn sich Menschen für die Krönung der Schöpfung halten. Sehen die nie in den Spiegel? 😉

Derzeit sehe ich neidisch auf die Katzen, die es überhaupt nicht interessieren muß, ob es im Winter Gas, Strom, Öl oder Kohlen gibt.
Die kommen auch so klar.

Seit wir fast nackt sind, sind wir ganz schön geschwächt.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Horst Kevin
30 Tage zuvor

@HorstKevin
Jo…unseren Kater interessiert das auch nen Scheiss…der legt sich auf den warmen Heizkörper und geniesst das Futter, das ihm sein “ Dosenöffner“ kredenzt hat!

Rudi K
Rudi K
1 Monat zuvor

Danke für den interessanten Artikel. Es ist ja mit „der Wissenschaft“ so, daß etwa im Falle Corona diese ja nicht „mit einer Stimme“ spricht. Denn es gab auch renomierte Wissenschaftler wie Ioanndis, deren Studienergebnisse de von der Politik bevorzugten Ansichten widersprechen. Genauso war dies mit der „Heinsberg-Studie“ von Herrn Streek, die etwa von unserer May Thi scharf kritisiert wurde. Sind nun Ioannidis oder May Thi „die Wissenschaft“ oder sind dies die Unsicherheiten, die es bei neuen Fragestellungen (hier ein neues Virus) gibt?

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

May Thi ist keine Wissenschaft sondern Lobbyismus. Das war jetzt aber einfach!1elf

Rudi K
Rudi K
Reply to  Uwe Borchert
1 Monat zuvor

Sie macht aber ein Wissenschaftsmagazin im Fernsehen. Damit prägt sie aber schon das Bild von „Wissenschaft“. Sie selbst hat ja auch in Chemie promoviert.

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Das ist irrelevant. Sie ist Lobbyismusbeauftragte und füllt diesen Posten zu 100% aus. Da bleiben nur noch 0% für Wissenschaft.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Uwe Borchert
1 Monat zuvor

Und woher weisst du da? Nun gut Christian Drosten kann man eher als Wissenschaftler auf diesem Gebiet bezeichnen. Es kan ganz gut sein, daß May Thi eher Aktivistin/Lobbyistin“ als Wissenschaftlerin ist. Trotzdem ist ihre Sendung „May Think“ eine „Wissenschaftssendung“.

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Das „Wissenschaftssendung“ ist nur eine Eigenbezeichnung. Das ist ein wertloses Bapperl. Anfang kurz ansehen, das G€s¢hwurbl€, Gekreische und Gehüpfe analysieren und dann schnell wieder ausschalten, um den Blutdruck nicht unnötig in die Höhe zu treiben. *fiesgrins*

Rudi K
Rudi K
Reply to  Uwe Borchert
1 Monat zuvor

Nun gut ich habe dies nicht angesehen. Ich kenne eigentlich nur die Diskussion zwischen ihr und Herrn Streek. Da ging es um die Zahl von Todesfällen, wo sie die Zahl von ganz Heinsberg nannte und Herr Streek klarmachte, daß seine Studie genaugenommen nur die Gemeinde Gangelt untersuchte.

Last edited 1 Monat zuvor by Rudi K
Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Ich habe bereits May Thi bereits bei ihrer Missionierung für die Klimawandelisten der Holy Church of Climatology beobachtet. Als Diplom Wetterfrosch war das Ge$¢hwurb€l, Gekreische und Gehüpfe nur noch peinlich anzusehen. Als sie in der Coronoia für die Zeugen Corona und Impflamisten dann tief in die gemmelige Mottenkiste der abgewetzten Stilmittel der Propaganda gegriffen hat war das nur noch ekelhaft und widerlich.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

@Rudi K

Welchen Wert hat so ein Srtudium, wenn man die eigenene/ vertretene wissenschaftliche Theorie für die einzig gültige erklärt?

Keines.

Wissenschaft lebt von Streit um die richtige Theorie, nicht vom Glauben an eine Theorie, welche die Mehrzahl der Wissenschaftler für die einzig wahre erklärren.
Eine wissenschaftliche Sendung, wo nur die Vertreter der „erwünschten Theorie “ Raum bekommen, ist keine.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Ich glaube, ihr verwechselt ganz gerne wissenschaftliche Erkenntnisse mit Forschung. Es lässt sich so viel besser „diskutieren“.

Ich will nicht, nicht so.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Ich glaube, ihr verwechselt ganz gerne wissenschaftliche Erkenntnisse mit Forschung. Es lässt sich so viel besser „diskutieren“.

Im Falle von Corona befand sich die Wissenschaft vor 2 Jahren noch im Stadium der „Forschung“. Das Virus hat sich etwa Ende 2021 mit der Omikron-Variante nochmal verändert und mit Subtypen davon ändert es sich immer noch. Diese Frau sollte also in ihrer Sendung klarstellen, daß die Sachlage aus wissenschaftlicher Sicht sich noch änden kann. Es gibt ja Hinweise darauf, daß die Zahl der Menschen, die sich mit dieser Variante infiziert haben größer als die der getesteten ist. Gerade bei diesem Thema habe ich den Eindruck, daß man medial eher bestimmte Forschungsergebnisse verbreitet.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Gerade bei diesem Thema habe ich den Eindruck, daß man medial eher bestimmte Forschungsergebnisse verbreitet.

Das ist nicht unwahrscheinlich und entspricht allgemeiner Erfahrung mit „den Medien“. Nur, was um alles in der Welt hat wissenschaftliche Arbeit damit zu tun?

Dass sich immer mehr Wissenschaftler in ihren Fachbereichen ein Stück weit einkapseln, hängt auch mit dem öffentlichen Unverständnis und der stellenweisen harschen Ablehnung ihrer Arbeitsweise und „Unproduktivität“ (und ihrer Ergebnisse!) zusammen. Was übrig bleibt sind dann solche „Hits“ wie Polarstern und so und die oftmals als lästig empfundene Arbeit an Glanzprospektreklame, um Forschungsprojekte wahrgenommen und finanziert zu kriegen.

Was muss ich hier – stets unwidersprochen – über die Klimaspinner lesen? Nichts als Hetze und Häme! Und wozu? Erkenntnisgewinn? Dann gewinnt mal schön.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

@Suzie Q

Das ist nicht unwahrscheinlich und entspricht allgemeiner Erfahrung mit „den Medien“. Nur, was um alles in der Welt hat wissenschaftliche Arbeit damit zu tun?

Dass gezielt Wissenschaftler in den Medien auftreten dürfen, die „gewünschte“ Ergebnisse präsentieren.
Die Anderen hält man von der Öffentlichkeit fern, spricht im negativen über sie, aber nicht mit ihnen.
Einzige rühmliche Ausnahme war m.W.n. Servus TV mit Talk im Hangar 7.

Dass sich immer mehr Wissenschaftler in ihren Fachbereichen ein Stück weit einkapseln, hängt auch mit dem öffentlichen Unverständnis und der stellenweisen harschen Ablehnung ihrer Arbeitsweise und „Unproduktivität“ (und ihrer Ergebnisse!) zusammen.

Das mag deine These sein, aber gibt es die von dir gezeichnete „Wissenschaftsfeinlichkeit“ denn wirklich?
Ist es nicht in Wahrheit so, dass Forschung von Staatsseite immer stiefmütterlicher behandelt wird un sich deshalb immer mehr private Finanzierung mit entsprechend fixierter Forschung breit macht, die ausschließlich profitorientiert ist?

Ist es vielleicht das, was vielen Menschen moderne Wissenschaft sauer aufstoßen läßt?

Rudi K
Rudi K
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Das ist nicht unwahrscheinlich und entspricht allgemeiner Erfahrung mit „den Medien“. Nur, was um alles in der Welt hat wissenschaftliche Arbeit damit zu tun?

Mit der Arbeit von Wissenschaftlern weniger aber mit dem Auftreten von Wissenschaftlern in der Öffentlichkeit schon. Schon welche Ergebnisse an die Öffentlichkeit kommen. Ioannidis ist z.B. weniger bekannt als Drosten.

Dass sich immer mehr Wissenschaftler in ihren Fachbereichen ein Stück weit einkapseln, hängt auch mit dem öffentlichen Unverständnis und der stellenweisen harschen Ablehnung ihrer Arbeitsweise und „Unproduktivität“ (und ihrer Ergebnisse!) zusammen.

In de Corona-Diskussion ist das aber kaum der Fall. da traten und treten einige Wissenschaftler schon deutlich an die Öffentlichkeit.

Was muss ich hier – stets unwidersprochen – über die Klimaspinner lesen? Nichts als Hetze und Häme! Und wozu? Erkenntnisgewinn? Dann gewinnt mal schön.

Da Klimathema ist genauso ein Thema, das ja Auswirkungen bis in den Lebensstil jeden Einzelnen hat. Es betrifft ja sogar die Ernährung (keine Tierprodukte wie Fleisch oder Milchprodukte). Oder warum werden vegane Produkte bei LIDL angeboten, wenn die Veganer eigentlich nur 1,5% der Bevölkerung ausmacht?

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Oder warum werden vegane Produkte bei LIDL angeboten, wenn die Veganer eigentlich nur 1,5% der Bevölkerung ausmacht?

„Wissenschaftliche“ Antwort:
Das Angebot an veganer Nahrung beträgt adäquate 1,5% des Gesamtangebots von Müllmarkt (vegane Prepaid-Karten ausgenommen).

Last edited 1 Monat zuvor by Suzie Q
Rudi K
Rudi K
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

„Wissenschaftliche“ Antwort:

Das Angebot an veganer Nahrung beträgt adäquate 1,5% des Gesamtangebots von Müllmarkt (vegane Prepaid-Karten ausgenommen).

Von den Prospekten her habe ich einen anderen Eindruck.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Wie jetzt? Keine veganen Prepaid-Karten im Angebot?

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Oder warum werden vegane Produkte bei LIDL angeboten,…

…weil mitteleuropäische Veganer gar nicht wissen/sehen (wollen), wie viele Tiere für ihren industriellen Religionsfraß nebst irrsinniger Zutaten verrecken müssen.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Was muss ich hier – stets unwidersprochen – über die Veganspinner lesen? Nichts als Hetze und Häme! Und wozu? Erkenntnisgewinn? Dann gewinnt mal schön.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Warum oder bei wem beklagst Du dich, daß es dir nicht gelingt, fundiert zu widersprechen?!

Christa Meist
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Von mir aus darf jeder vegan spinnen was er will. Wissenschaft verkündet keine unumstößlichen Wahrheiten. Zur Anerkennung der Tatsache, dass sich die Erde um die Sonne dreht hat die Menschheit fast 2000 Jahre gebraucht. So lange haben die Schlauies gestritten.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Welche Tiere genau? Eigentlich sollen dies ja pflanzliche Produkte sein.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Sicher sind das pflanzliche Produkte.
Aber wo und wie werden die angebaut?! Insektizide, Pestizide, Monokulturen…
Gewinnung von Ackerland – denk mal an die Affen, denen die Bäume unterm Hintern gefällt werden…

PS: Ich beziehe mich hier auch ausdrücklich auf den Unterschied zwischen vegetarisch und vegan.

Last edited 1 Monat zuvor by Horst Kevin
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

@Rudi K

Der Karottenzünzler, die Maisfliege oder die Spinatwachtel…. 😀

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

@Suzie Q

Ich glaube, ihr verwechselt ganz gerne wissenschaftliche Erkenntnisse mit Forschung. Es lässt sich so viel besser „diskutieren“.

Erkenntnis sollte im wissenschaftlichen Bereich das Ergebnis von Forschung sein, nur leider gibt es da reichlich Scheuklappen bzw. das eine oder andere Dogma, welches die Ergebnisoffenheit begrenzt.

Wo das Ergebnis von Forschung bereits im Vorfeld fixiert wird ( politisch motiviert ist ), ist Wissenschaft abwesend.
Da herrscht Religion, egal, wie pseudo-seriös man die vrpackt.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Wo das Ergebnis von Forschung bereits im Vorfeld fixiert wird…

Aha. Na denn…

Wenn man so etwas einfach mal so in den Raum tröten kann, ohne dass widersprochen wird, ist die „Diskussion“ ja bereits vorprogrammiert. Mir ist das allerdings egal, weil Forschung und Wissenschaft eh ganz woanders stattfinden und sich auch ganz woanders der kritischen Betrachtung stellen müssen (und es auch tun).

Das hier ist halt ein anderer Ort. Und egal ist egal.

Last edited 1 Monat zuvor by Suzie Q
JW
JW
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

. . . weil Forschung und Wissenschaft eh ganz woanders stattfinden und sich auch ganz woanders der kritischen Betrachtung stellen müssen (und es auch tun).

Wo?

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  JW
1 Monat zuvor

Also wenn du mit wo meinst, wo du darüber was nachlesen kannst, Euer Hobbythema „Grippe und die böse Welt“ betreffend, dann versuche es mal mit Medscape.

Und ansonsten – nun, die Welt der Wissenschaften ist ziemlich umfangreich. DFG wäre ein einfacher Ansatz, und da durch die Links arbeiten. Was weiss denn ich, mit welcher Expertise du an welches Fachgebiet willst?

Und gerne nochmal: Mir ist das völlig egal.

okay so weit?

JW
JW
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Danke!

Rudi K
Rudi K
Reply to  JW
1 Monat zuvor

Gemeint ist wohl unter den Wissenschaftlern selber, die eher in der Lage sind, die Arbeiten zu überprüfen. Nur bin ich der Meinung, daß solche Kontroversen auch der „breiten Öffentlichkeit“ bekannt sein sollten.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

@Rudi K

Nur bin ich der Meinung, daß solche Kontroversen auch der „breiten Öffentlichkeit“ bekannt sein sollten.

Da bin ich ganz deiner Meinung zumal die Medien ja offensichtlich nur eine bestimmte Richtung „wissenschaftlicher Erkenntnis“ zulassen, welche das gesamte Spektrum nicht abbilden.
Es ist auch deutlich sichtbar, dass das so gewollt ist.
Dem Medienkonsumenten soll eine einheitliche wissenschaftliche Meinung vermittelt werden, die es nicht gibt.
gegensätzliche Meinungen werden bestenfalls ignoriert, wenn nicht bekämpft und als unwissenschaftlich dargestellt.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Mir ist das allerdings egal, weil Forschung und Wissenschaft eh ganz woanders stattfinden und sich auch ganz woanders der kritischen Betrachtung stellen müssen (und es auch tun).

Ich sehe dies insoweit anders, als der Öffentlichkeit die Kontroverse schon sichtbar sein sollte und nicht Ergebnisse der einen „Richtung“ als „die Wissenschaft“ verbreitet wird und die andere Richtung „unterschlagen“ wird, weil sie nicht zur politischen Agenda passt. Dabei können es sogar „echte Wissenschaftler“ sein, die eine Agenda verfolgen. In meinem Bekanntenkreis war die ein Molekularbiologe, der aus dem Auftauchen der Omikron-Variante schon eine große Gefahr machte. Bis heute versucht er den „milden Verlauf“ anzuzweifeln, um eine eine große Gefahr in dieser Variante zu sehen. Er nannte sogar eine Studie, die den milden Verlauf anzweifelte, als „science“ und andere Feststellungen als „anckdotische Erzählungen“.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

@Suzie @

Wenn man so etwas einfach mal so in den Raum tröten kann, ohne dass widersprochen wird, ist die „Diskussion“ ja bereits vorprogrammiert.

Willst du den fatalen Umgang mit Kritikern der offiziell verbreiteten „wissenschaftlichen Meinung“ zum Thema Corona leugnen?

Mir ist das allerdings egal, weil Forschung und Wissenschaft eh ganz woanders stattfinden und sich auch ganz woanders der kritischen Betrachtung stellen müssen (und es auch tun).

Du bist bestenfalls naiv, wenn du glaubst, dass Wissenschaft generell frei und neutral wäre und so manche Studie, die als angeblicher Beweis für die Behauptungen der Corona-Fraktion vorgebracht wurde, läßt auf Grund der geringen Probandenzahl oder deren selektiver Auswahl bzw. der Interpretation der Ergebnisse doch sehr zu wünschen übrig.

Christa Meist
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Könnten wir uns darauf verständigen, dass kein Mensch alles weiß, statt ständig die Weisheiten des anderen als Lüge oder Wahrheit zu klassifizieren? Hinhören, nachfragen. Es gibt eine interessante Variante von „Du Rindvieh!“. „Erklär´s mir. Ich verstehe dich nicht.“

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Christa Meist
1 Monat zuvor

@Christa Meist

Könnten wir uns darauf verständigen, dass kein Mensch alles weiß, statt ständig die Weisheiten des anderen als Lüge oder Wahrheit zu klassifizieren?

Mit dem ersten Teil deines Kommentars bin ich bei dir, nur beim zweiten war halt die mediale Aufmerksamkeit eindeutig einseitig verteilt un das wurde dann als die universelle „Wahrheit“ dargestellt.

Entsprechend muss die Gegenseite ja gelogen haben.
So hat das jedenfalls die Mehrheit der Medienkonsumenten wahrgenommen.

Last edited 1 Monat zuvor by Robbespiere
Uwe Borchert
Uwe Borchert
1 Monat zuvor

Ich sehe diese Angelegenheit sehr pragmatisch und wissenschaftlich. Man sehe sich die Schäden bei den Opfern des Transgenerismus an. Das kann man ansatzweise sogar in Geld und verlorene Lebensqualität umrechnen. Das reicht mir vollkommen aus um den Transgenderismus als menschenfeindliche Idiotie abzulehnen. Alles andere widerspricht meinem humanistischen und wissenschaftlichen Weltbild. Es ist das Weltbild eines alten, weißen Sack. Und das ist gut so!1elf

Christa Meist
Reply to  Uwe Borchert
1 Monat zuvor

Abgesehen davon, dass ich mir überlegen musste, was du mit „Transgenerismus“ meinen könntest: Ich habe Englisch und Französisch mangels Übung großenteils wieder vergessen. Als frühere Schülerin einer sog. Oberrealschule für Mädchen kann ich mir sog. wissenschaftliche Fachwörter mit Bezug zum Altgriechischen oder zum Lateinischen manchmal zurechtlegen. Oft muss ich sie nachschlagen oder mir einbilden ich hätte das mit meinen eigenen sprachlichen Fähigkeiten bestimmt richtig erschlossen. Aber, was zum Teufel ist 1elf? Reklame für eine frühere französische Tankstellenkette? Wenn du ein Stück nach oben gehst, findest du einen Hinweis von mir auf eine Sendung über Riesenrochen.

Wolfgang Seidel-Guyenot
Wolfgang Seidel-Guyenot
1 Monat zuvor

„Nun betreiben wir als Spezies seit vielen Jahrzehnten Wissenschaft. Aber nie zuvor wurde sie so strikt als Maßnahmenkatalog und als Wegweiser verstanden wie im Moment.“
Die Menschen betreiben eigentlich seitdem sie begonnen hat das Feuer zu nutzen oder Faustkeile zu benutzen „Wissenschaft“.
Wissenschaft = Das was Wissen schafft. Sie beruht auf Beobachtung von Zusammenhängen und der Analyse letzterer.
Aha! Wenn ich diese Art von Steinen (Flint) gegeneinanderschlage, dann kann ich Feuer machen.
Aha! Ich kann meinen Speer wirkungsvoller machen, wenn ich eine Wurfschiene zum Schleudern benutze.
Aha! Dieses Gras (Getreide) hat kleine nahrhafte Körner, die man essen kann und die man auch aussäen kann, damit neue dieser Pflanzen wachsen.
Das dunkle Alter Ego ist die Pseudowissenschaft oder „Cargo Cult Science“. Diese Form von „Wissenschaft“ entsteht praktisch immer zwangsläufig als „Nebenprodukt“ der Wissenschaft. Religionen basieren im Grunde genommen darauf. Zuerst waren es wohl irgendwelche „Priester“, die erkannten, dass man auch Zusammenhänge konstruieren kann, die anderen Menschen pseudologische und damit falsche Zusammenhänge bzw. Kausalitätsketten suggerieren konnten.
„Die Ernte wird besser, wenn ihr den Göttern Opfer darbringt“ – Tieropfer, Menschenopfer, bestimmte Rituale werden durch falsche Kausalität miteinander verknüpft.
Für mich ist leider viel von der derzeitigen Wissenschaft dasjenige was Richard Feynman „Cargo cult science“ nennt. Eine Art von Atavismus, bei der man bestimmten Objekten einen nicht vorhandenen Einfluss auf bestimmte Prozesse zuweist bzw. die willkürliche Konstruktion von falschen Kausalitäten
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Last edited 1 Monat zuvor by Wolfgang Seidel-Guyenot
Christa Meist
Reply to  Wolfgang Seidel-Guyenot
1 Monat zuvor

Danke für den Beitrag. Das ist auch mein Eindruck davon, wie Wissenschaft im Herrschaftsinteresse aufgegriffen und genutzt wird. „Cargo Cult Science“ ist dafür ein für manche verständlicher Begriff. Wäre eine Übertragung als „Wissenschaft mit kultureller Fracht“ angemessen? Ich will ja nicht deutschtümeln, aber …. .
Wikipedia ist für mich bei Themen mit Gesellschafts- und oder Politikbezug keine akzeptable Quelle.

Last edited 1 Monat zuvor by Christa Meist
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Christa Meist
1 Monat zuvor

Wie wärs mit „begleiteter Wissenschaft“ oder eingebundener, gekaufter, mißbrauchter, konterkarierter,…

Oder man ist kosequent und spricht dem Propagandagesülz schlicht die Wissenschaftlichkeit mangels Merkmale ab.

Last edited 1 Monat zuvor by Horst Kevin
Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Horst Kevin
30 Tage zuvor

Wissenschaftlerdarsteller? Wissenschaftssimulanten?

Wolfgang Seidel-Guyenot
Wolfgang Seidel-Guyenot
1 Monat zuvor
Christa Meist
1 Monat zuvor

Die Hoffnung der Mensch könne die Welt zum Besseren wenden ist Bestandteil von Religionen, die von einem Schöpfungsmythos und Verantwortung vor dem Schöpfergott ausgehen – nicht von Kreisläufen des Lebendigen und der Stoffe. Ob der Glaube an die Gottesebenbildlichkeit des Menschen wahr ist, oder der Glaube an die Unsterblichkeit des Menschen via Kreislaufmodell, weiß ich nicht. Anthropologen (Wissenschaftler?!) berichten auch von weltschöpfenden Schlangen. Richtigkeit ist durch Menschen überprüfbar, Wahrheit nicht.
Ich persönlich beantworte mir die Frage nach einem erfüllten Leben mit einem weit verbreiteten Satz von Albert Camus: „Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“ So lange ich die Praxis des Steinrollens pflegen kann, werde ich es – wahrscheinlich mit abnehmender Kraft und Ausdauer – vermutlich auch tun. An ein Ziel der allgemeinen Geschichte oder des persönlichen Lebens glaube ich nicht. Ganz gleich ob Wissenschaftler ein solches definieren, Papst Franziskus oder Mao. Nur um den ganz östlichen politischen Säulenheiligen einmal zu nennen. Einige von dessen ideologischen Nachfahren haben sich zu maßgeblichen Bestimmern über Deutschland, seine Länder, Städte, Dörfer, Viren und Kriege gemausert.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
1 Monat zuvor

Kennt noch jemand das Kinderlied „Die Wissenschaft hat festgestellt„?

Daran muss ich in letzter Zeit immer denken, wenn „Seuchen-Karl“ mal wieder lospoltert.

spartacus
spartacus
30 Tage zuvor

Ein sehr relevanter Artikel, nicht erst seit Corona. Die Antwort auf die aufgeworfene Frage inwieweit wissenschaftlich Erkenntnisse die Lebensführung bestimmen sollte ist m.e. die Philosophie, und zwar auf verschiedenen Ebenen.
Da ich mich selbst als Wissenschaftler verstehe, ist wissenschaftliche Erkenntnis für mich zunächst einmal schon das Maß aller Dinge, nur muß man halt auch in der Lage sein, die Dinge einzuordnen. Dazu dürften nach meiner Schätzung höchstens 20% der Bevölkerung in der Lage sein. Daraus folgt, daß sich damit schon mindestens 80% diesbzgl. im Bereich des Glaubens bewegen. Das sollte eigentlich schon deutlich machen, daß die Verarbeitung wissenschaftlicher Erkenntnisse unwissenschaftlich stattfindet und damit verbundene Heilserwartungen mehr als fragwürdig sind, ganz unabhängig davon, ob die Erkenntisse zutreffen oder nicht. Gerade was die Anwendung im gesellschaftlichen und persönlichen Leben angeht, bin ich zu der Formel gelangt, daß Wissenschaft eben nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluß ist.
In dem Zusammenhang finde ich auch den Begriff der Schöpfung relevant. Ich bin Ungläubiger, weshalb er im reinen Wortsinn für mich der blanke Unsinn ist. Aber er beschreibt unsere Welt als ein gegebenes System und so fasse ich sie auch auf. Will sagen, daß man in dieses System nicht einfach bedenkenlos und ausufernd eingreifen kann, weil man die Folgen nicht absehen kann. Damit wäre mir zweifellos dier Zustimmung von Ökologen und Klimaforschern gewiß. Aber die sind gerade modern und gefragt. Vor hundert Jahren waren aber ganz andere Wissenschatsbereiche modern und ich wäre mit dieser Auffassung eher ein Esoteriker gewesen. Jemand der Wissenschaft als Totschlagargument benutzt, müßte dann erst mal die Frage beantworten, ob die Wissenschaft denn vor 100 Jahren falsch war. War sie natürlich nicht, nur die Perspektive, die Fragestellungen waren anders und aus heutiger Sicht unvollständig. Das wird man aber ganz sicher in 100 Jahren von unserer Zeit auch sagen. Daraus können wir schließen, daß Wissenschaft heute Zustände beklagt, zu deren Entstehung sie begeistert beigetragen hat.
Dazu kommen natürlich noch die massenhaften impliziten und expliziten Manipulationen denen die wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung ausgesetzt ist. Dazu könnte ich tagelang schreiben, deshalb lieber nur ein Beispiel. Als die z.T. durchaus rennomierten Wissenschaftler des Club of Rome vor fünfzig Jahren ihren Bericht vorlegten, nach dem wir mit unserer Wirtschafts- und Lebensweise das ganze Ding an die Wand fahren würden, wurden sie von dem größten Teil ihrer Kollegen diffamiert, die Methodik wurde angezweifelt, kurzum das ganze war angeblich unwissenschaftlicher Zinnober. Wenn die heute ihren Bericht veröffentlichen würden, wäre ihnen vereinzelt Schulterklopfen gewiß, vielleicht noch die Anmerkung, daß man das alles ja im Grunde schon weiß. Hatten damals nun die Außenseiter recht oder der wissenschaftliche Mainstream?

Letztendlich muß jeder selbst entscheiden, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse er für seine Lebensführung heranzieht und welche nicht. Esse ich weniger oder anders, mache ich dieses oder jenes und anderes nicht. Gerade bei vielen medizinischen „Erkenntnissen“ gibt es Konjunkturen und sie sind in der Regel an irgendeiner Form von Durchschnitt orientiert und jeder von uns weicht auf die ein oder andere Weise vom Durchschnitt ab.
Im Grunde ist es die Frage nach der Rationalität. Wenn ich einen rein technischen oder instrumentellen Vernunftbegriff zugrunde lege, kann ich (zum aktuellen Stand der Wissenschaft) immer sagen, das ist richtig oder falsch. Nur ist das auch vernünftig? Ich denke, Nein. Letzendlich bedarf es immer Werturteile, um vernünftig zu handeln. Und der Mensch ist eben kein vollständig rationales Wesen und um der Menschlichkeit Willen ist totlitärer Rationalismus rundweg abzulehnen.