Fast ein bisschen optimistisch

Es wird mal wieder Zeit für einen positiven, einen zuversichtlichen Text. Ich bin wirklich bemüht, dass er mir hier und jetzt und an dieser Stelle gelingt. Wirklich!

Dass ich oft meinen Leserinnen und Lesern die Laune verderbe, weiß ich durchaus. Sie teilen es mir hin und wieder mit. So auch neulich, als ich über die Zukunftsperspektiven schrieb, wie sie bei Houellebecq und Häring nachzuschlagen sind. Mir wurde mitgeteilt, dass ich mit meinen bescheidenen Zeilen die Morgenlektüre versaut und den Kaffee verwässert, ja ganz allgemein die Petersilie verhagelt und die Befindlichkeit maltraitiert habe. Das tut mir ehrlich gesagt leid, ich will nicht, dass man sich schlecht fühlt, wenn man was von mir liest. Aber ich kann andererseits ja auch nichts dafür, dass die Welt ist, wie sie ist.

Dennoch schadet es sicherlich nicht, wenn ich jetzt mal was Positives formuliere. Mir wird schon was einfallen: »Transhumanismus als Chance« oder sowas in der Art vielleicht? Oder einfach mal einige Gedanken, wie wir als Menschheit trotz allem noch den Bogen kriegen? Da muss es doch einige Ansätze geben? Es ist gut, dass der Rubikon dieser Tage Motto-Woche hat und mit »Die Auferstehung der Menschen« ein positives und unverzagtes Zeichen setzen will. Etwas mehr Zuversicht kann ja nun echt nicht schaden. Mir wird schon was einfallen. Ja, mir muss was einfallen!

Weiterlesen in der Schwurbelpresse

Diesen Beitrag ausdrucken
Unterstütze uns und hilf dabei, die neulandrebellen besser und wirkungsmächtiger zu machen
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
35 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Schwitzig
Schwitzig
2 Monate zuvor

1850 reicht nicht. Ohne Populationskontrolle und -reduktion kann das nichts werden.
Darf man nur nicht denken oder gar sagen, weil das fett krass Nazi ist.

Christa Meist
Reply to  Schwitzig
2 Monate zuvor

Das wirkt nur als „fett, krass, Nazi“, weil nach ihrem Selbstvertändnis es allein die „weiß“ genannten Menschen so weit gebracht haben, dass manche bald beim Vermehrer ihres Vertrauens eine künstliche Bauchhöhlenschwangerschaft für einen der beiden Männer in einer Paarbeziehung bestellen können.Die ersten echten Wunschkinder!
Die hoch gebildeten Eugeniker von der amerikanischen Ostküste sind aus Glaubensgründen ganz begeistert vom Vermehren, während die in Armut gehaltenen Menschen darauf hoffen, dass mit einer weiteren Arbeitskraft in der Familie dem Hunger besser begegnet werden kann oder einem ein Kind den Sinn im Leben stiftet, der wegen der lebenslangen Verweigerung von Erziehung und Bildung fehlt.
Sobald es gelingt, die Früchte der Arbeit denjenigen zukommen zu lassen, die sie real erzeugen, ist dieser Spuk vermutlich vorbei und die Population unserer Spezies reduziert sich auf ein dem Planeten zumutbares Maß.
Außerdem dürfen wir darauf hoffen, dass die bereits angerichteten Schäden an den Lebensgrundlagen zu einer dauerhaften Reduktion der Art führen. Manche sehen das zwar als Bedrohung an, es ist aber der normale Lauf der Dinge auf Erden. In der Schule nie etwas vom Gleichgewicht zwischen Mäusen und Bussarden gehört?
Selbst die Flucht von Elon Musk und seinen Freunden auf den nächst erreichbaren Planeten zur Rettung der Menschheit könnte dadurch vereitelt werden, dass ihm sein eigener Schrott im Orbit des Heimatplaneten die Tour vermasselt.

Last edited 2 Monate zuvor by Christa Meist
Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Christa Meist
2 Monate zuvor

Sobald es gelingt, die Früchte der Arbeit denjenigen zukommen zu lassen, die sie real erzeugen, ist dieser Spuk vermutlich vorbei und die Population unserer Spezies reduziert sich auf ein dem Planeten zumutbares Maß.

Eine steile These! Übrigens entbehren Ihre Unterstellungen jeglicher Basis.
Übrigens ergibt sich das Einpendeln natürlicher Regelkreise immer und automatisch, jedoch ohne irgendwelche ethischen Grundlagen. Kann man so passieren lassen, wenn man frei von jeder Empathie ist, muss man aber nicht.
Bezüglich der Unterstellungen: Bist Du eine dieser Wokeschisten?

Rudi K
Rudi K
Reply to  Schwitzig
2 Monate zuvor

Übrigens ergibt sich das Einpendeln natürlicher Regelkreise immer und automatisch, jedoch ohne irgendwelche ethischen Grundlagen.

Malthus lässt grüssen. Diese Idee wurde von ihm schon vor 1850 aufgestellt. IN der Tat konnten aber diese „Regelkreise“ „überlistet“ werden. Wie weit dies geht, steht auf einem anderen Blatt.

Christa Meist
Reply to  Schwitzig
2 Monate zuvor

Da bist du völlig auf dem Holzweg. Vielleicht sollte ich mir doch angewöhnen, ironie/sark an/ aus zu setzen. Seit ich mich in jungen Jahren gegen das Glauben entschied, pflege ich einen entschieden materialistisch geprägten Blick auf die Spezies Mensch, die so gerne eine ganz andere wäre, es offensichtlich im erwünschten Umfang aber einfach nicht auf die Reihe kriegt. Dafür gibt es Ursachen, die aus meiner Sicht real materielle sind, und den Verdacht nahelegen, dass nicht die Aussage „Als Gott den Mann schuf, übte sie nur.“stimmt, sondern dass es sich beim Menschen mit großer Wahrscheinlichkeit um eine evolutionäre Fehlentwicklung handelt, der vermutlich wegen Überkomplexität keine lange Dauer beschieden sein wird. Die Beantwortung der Frage welche Geschlechter er fürderhin anzunehmen gedenkt und wie er sie ausfüllt, passt in die weit verbreitete Vorstellung der monotheistischen Religionen, Gott selbst habe ihn zum Herrscher der Welt berufen.
Da ich einen solchen Gott nicht anerkenne, fällt es mir vielleicht leichter darüber nachzudenken, dass der Mensch einfach eine hochgradig ausdifferenzierte Spezies darstellt, die möglicherweise gerade deshalb – wie sagt man so gern – suboptimal funktioniert. Überzüchtet, würde man möglicherweise sagen, wenn man unter Gott eher einen Züchter als einen Züchtiger verstünde.Womit auch das Verlangen nach Ethik von Rudi K. angesprochen wäre. Meine solche resultiert aus dem, was man als „Gewissen“ bezeichnet. Es spricht zu mir, wenn ich morgens und abends in den Badezimmerspiegel schaue. Für die Orientierung der Lebenspraxis anderer Menschen bin nicht ich zuständig, sondern die Errungenschaft des Strafrechts mit dem sich mein Gewissen aber sicher nicht hundertprozentig deckt.
Gerne empfehle ich zum Thema Evolution das Buch „Der symbiotische Planet“ von Lynn Margulis, auf Deutsch erhältlich. Auch wenn eingeschränkt einsichtsfähige Mitmenschen glauben, Darwin böte den einzigen und wahren Blick auf die Evolution – es gab und gibt andere theoretische Ansätze zur Entstehung der Arten. (z. B. Jean Baptiste de Lamarck;* 01.08.1744 in Bazentin-le-Petit
† 18.12.1829 in Paris). Man sollte Evolutionstheorie nicht mit Darwin gleichsetzen, und schon gar nicht mit der herrschenden Interpretation durch die Herrschenden. Gerade deshalb ist Darwin zwar weit verbreitet, wird dadurch aber nicht richtiger. Übersetzungen von Lamarcks Schriften sind gegenwärtig auf Deutsch meines Wissens nur antiquarisch erhältlich.
Es ist bedauerlich, dass natürliche Regelkreise so wenig empathisch sind. Darunter leiden Angehörige der Spezies in hohem Maße. Seit Ausrufung einer imaginierten Pandemie wächst stetig die Zahl derer, die das Leben, wie es ist, immer weniger aushalten – St. Angela würde sagen „exponentiell“. Zumindest sagen das die Krankenkassen. Aber das wäre eine andere Debatte zu mindestens zwei anderen Wissensbereichen.

Last edited 2 Monate zuvor by Christa Meist
Kakapo3
Kakapo3
2 Monate zuvor

Jau 1850, ein tolle Zeit, gerade eine Revolution (1848) gescheitert. Revolutionen finden ja statt, weil die Bevölkerung so glücklich ist und im Einklang mit der Natur lebt. Würde man einen Klimaaktivisten zurück durch die Zeit beamen, wäre er wahrscheinlich überrascht, wie schlecht die Luft in den Städten war. Es ist die Zeit, in der die Reichen nach Westen in den Städten ziehen, weil man im Ostteil praktisch erstickt. Und wir werden die Mütter von Prenzlauer Berg damit umgehen, dass über 50% ihrer Kinder das Erwachsenenalter nicht erreichen werden. Intensivstationen waren nicht überlastet, es gab sie gar nicht. Krankenhäuser konnten sich nur Reiche leistet, die anderen durften allenfalls in großen Sälen langsam verfaulen. Arbeit war günstig, vorallem die von Kindern. In England starben so viele Kinder in den Bergwerken und in der Industrie, dass sich die Elite ernsthafte Sorgen um die Wehrfähigkeit des Volkes machte. Eine tolle Zeit, wir sollten alle wieder so leben.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Kakapo3
2 Monate zuvor

Dem stimme ich voll zu. Wenn man etwa bedenkt, daß Infektionskranheiten ud die hohe Kindersterblichkeit dazu führten, daß die Lebenserwartung nur die Hälfte der von Heute beträgt, dann ist das schon als zynisch zu nennen. Von den kapitalistischen Verhältnissen ganz zu schweigen. Selbst bei der Überfahrt nach Amerika mussten etwa die Passagiere ihr Brot selber backen. Und nach Amerika zog es vielen Menschen aus Mitteleuropa.

Christa Meist
Reply to  Kakapo3
2 Monate zuvor

Leider hilft der Glaube an den Fortschritt nicht weiter, weil er von einem fürchterlichen Irrtum ausgeht: einer besonderen Schutzwürdigkeit und -fähigkeit der eigenen Gattung. Auch die Gattung Mensch wird früher oder später an ihre Grenzen stoßen. Vielleicht schafft man´s auch nach den bisherigen lächerlichen Jahren im mittleren 5-stelligen Bereich mit einem zügig vorzubereitenden globalen Atomkrieg. (s.o.).

picture.jpg
Rudi K
Rudi K
Reply to  Christa Meist
2 Monate zuvor

Leider hilft der Glaube an den Fortschritt nicht weiter, weil er von einem fürchterlichen Irrtum ausgeht: einer besonderen Schutzwürdigkeit und -fähigkeit der eigenen Gattung. Auch die Gattung Mensch wird früher oder später an ihre Grenzen stoßen.

Wenn schon Begriffe aus der Biologie, dann bitte die richtige. Der Mensch gehört zur Gattung der Säugetiere und ist eine Spezies. Ob der technische Fortschritt und die Menschen ewig existieren werden, ist natürlich eine andere Frage. Dies kann schon durch eine neue Eiszeit problematisch werden. Ob allerdings ein Rückschritt bis zur Altsteinzeit oder dem Mittelalter realistisch ist, ist eher unwahrscheinlich.

Christa Meist
Reply to  Rudi K
2 Monate zuvor

Deine Kritik nehme ich gerne und lächelnd entgegen. Die Biologie unter Aufgabenstellung „Klassifizierung und Spezifizierung der Arten“ hat mich noch nie begeistert. Ich habe das immer nur bis zur nächsten Abfrage gelernt, halte deshalb Hasen für Wiederkäuer und verwechsle Milane mit den Dompfaffen in meinem Garten.

Kakapo3
Kakapo3
Reply to  Christa Meist
2 Monate zuvor

Leider hilft der Glaube an den Fortschritt nicht weiter

Bei Betrachtung der Lebensumstände von 1850 im Vergleich zu den Lebensumständen heute ist es kein „Glauben“, dass es einen Fortschritt gegeben hat, sondern der Fortschritt lässt sich messen, belegen, darstellen, kurzum wissenschaftlich beweisen. Und das gilt für ganz Europa und weite Teile der Welt, wenn auch nicht für die ganze Erde.


Christa Meist
Reply to  Kakapo3
2 Monate zuvor

Man muss schon sehr viel Fortschrittsglauben mobilisieren um die Entwicklung vom einachsigen Streitwagen eines Bogenschützen zur Atombombe für einen Fortschritt zu halten. Den Rest spar ich mir.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Christa Meist
2 Monate zuvor

@Christa Meist

Man muss schon sehr viel Fortschrittsglauben mobilisieren um die Entwicklung vom einachsigen Streitwagen eines Bogenschützen zur Atombombe für einen Fortschritt zu halten.

Doch doch, mit Hinblick auf den „Great Reset“ mit Neustart der Schöpfung ist das ein riesiger Fortschritt, nur dass wir das Resultat nicht miterleben dürfen. 😉

Last edited 2 Monate zuvor by Robbespiere
Rudi K
Rudi K
Reply to  Christa Meist
2 Monate zuvor

Auch den technischen Fortschritt, der es dir erlaubt, diesen Text zu posten?

Clarisse
Clarisse
2 Monate zuvor

»Transhumanismus als Chance«

Klingt doch schon mal gut, daraus kann man was machen. Wenn uns die zukünftigen Klaus Schwab oder Bill Gates, beide halb Mensch halb Roboter, auf den Keks gehen, einfach ausschalten und den Akku rausnehmen. Man sieht, Positiv denken hilft, weiter so Roberto !

Nicht vergessen #HeizenFürDieRussen, auch im Sommer. Hashtags sind gut, die infantile Gesellschaft liebt Hashtags, damit ordnet sie ihr Leben, oder was sie so Leben nennt.

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Clarisse
2 Monate zuvor

Ich habe aus Trotz ganz viele Ritter Sport gekauft:-).

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Schwitzig
2 Monate zuvor

Schokolade kann ich auch ohne Trotz kaufen, die Aussicht auf den Genuss reicht! 😋

Clarisse
Clarisse
Reply to  Schwitzig
2 Monate zuvor

Noch gibts ja keine Schokoladenknappheit (Jeder nur eine Tafel !), aber mit Waffeln wird es bald schwierig werden. Die deutsche Regierung will ja angeblich doch schwere Waffeln in die Ukraine liefern, dann werden die hier knapp.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Clarisse
2 Monate zuvor

Die deutsche Regierung will ja angeblich doch schwere Waffeln in die Ukraine liefern,…

Und wenn wir die schweren Waffeln dann auch noch mit Kobold anreichern, kann nichts mehr schiefgehen!

Brian
Brian
Reply to  Clarisse
2 Monate zuvor

Gehört Hanuta zu den schweren Waffeln ?

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Brian
2 Monate zuvor

Hanuta und andere Schokoriegel gehören zur Kategorie „schwere Kalorienbomben“. Ihr häufiger und stetiger Einsatz verursacht Diabetes bei vielen Menschen, und deshalb müssten diese Dinger eigentlich sogar als Massenvernichtungswaffeln geächtet werden.

Cetzer
Cetzer
Reply to  Wütender Bürger
2 Monate zuvor

geächtet werden

Ich bezweifle, dass ab Herbst Heizlüfter (auch ehrenhalber, z.B. Föns) einfach so besessen werden dürfen. Wenn das große Frieren los geht, zu viele aufs wärmende Stromnetz setzen und die Gas-Kraftwerke schwächeln, werden viele unserer Bonzen den inneren Ceausescu entdecken und Heizlüfter verbieten. Damit es nicht so auffällt, muss dann eben wie in Rumänien der Wetterbericht angepasst werden (nie unter 10 Grad).
Falls es noch mal eine Bundestagswahl geben sollte, werden die Grünen mit einem leicht abgewandelten Slogan antreten:

Deutschland – ein Land, das einfach funktioniert gehorcht.

Last edited 2 Monate zuvor by Cetzer
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
2 Monate zuvor

@Brian

Gehört Hanuta zu den schweren Waffeln ?

Das sind Langzeit-Antipersonen-Minen, auch als „Pankreas-Stopper“ berüchtigt.
Die sollten nur noch an Inhaber eines Waffelscheins abgegeben werden.
Meine Zunge ist schon mehrfach auf solche Dinger getreten.
Die werden hier gerne in Suprmärkten ausgelegt. 🙂

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
2 Monate zuvor

Dann hattest Du quasi ’schwer einen an der Waffel’… 😄
Sorry, den konnte ich mir gerade nicht verkneifen.
Aber wie auch, bei solchen Zungenbrechern…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
2 Monate zuvor

@Brian

😀

niki
niki
Reply to  Brian
2 Monate zuvor

Nur im Kilopack!

zoppo trumq
zoppo trumq
Reply to  Schwitzig
2 Monate zuvor

…aus Trotzki gekauft 🙂

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  zoppo trumq
2 Monate zuvor

@Schwitzig

Genau, im russischen Trotzki werden die Nüsse für die Haselnusstafeln noch mit der Sichel geerntet und mit dem Hammer geknackt.
Das Ganze dann von erfahrenen Matruschkas mit original „Novischoko“ vermengt und zwischen geriffelten Trocken-Blinis plaziert. Echte Handarbeit eben. 🙂

Last edited 2 Monate zuvor by Robbespiere
Christa Meist
Reply to  Clarisse
2 Monate zuvor

Bin mir nicht sicher: Kalorisch wird es nicht viel Unterschied machen ob man kühlt oder heizt – egal woher der Strom dafür kommt. 😉

Brian
Brian
2 Monate zuvor

Das ist wieder mal ein Text, mit dem ich mich ziemlich gut identifizieren kann, v.a. was
die Analyse der aktuellen Situation betrifft, Optimismus hin oder her (und ich glaube, dem ein oder anderen ist es sicherlich im Laufe der Zeit aufgefallen, daß ich nicht unbedingt zum Optimismus neige…).
Bei einigen Sätzen bin ich mir nicht so ganz sicher, ob sie genau so oder ironisch gemeint sind. Z.B. mit dem Wachstum und seinen Folgen. Es gibt immer genügend zu
‚tun‘, sei es im Bildungs-, Gesundheits-, Sozial- oder sonstigem Wesen. Selbst im Handel. Und dafür braucht es beileibe kein ständiges Wachstum, das wird uns nur permanent so vermittelt.
Und was die (unbedingt notwendige) Reduktion vieler Dinge betrifft, ob nun im materiellen, psychischen oder sonstigen Sinne : viele Menschen sind m.M.n. mittlerweile
schon so verkorkst, daß es ihnen gar nicht in den Sinn kommt, daß eine solche Reduktion auch unzählige Möglichkeiten bietet : sich endlich wieder einmal tiefer mit den
Dingen (und den Menschen, der Natur, etc.) zu beschäftigen anstatt weiter nur oberflächlich von einer Sache zur nächsten zu hetzen. Sorry, unsere Welt hat eine solche Überfülle, da lernt man seinen Lebtag nicht aus. Aber man muss sich schon drauf
einlassen und bereit sein, ein bißchen mehr in die Tiefe zu gehen. Und das scheinen viele nicht mehr zu wollen. Es soll vielmehr schön ans Bett gebracht werden.
Genauso die Partnersuche. Eigenschaften eines Menschen, die ich nicht direkt verstehe ? Ab in den Mülleimer. Konflikte, und die sogar noch austragen ? Igitt.
Sich infantil, verantwortungslos, laut krakeelend und heuchlerisch zu benehmen, das ist
das neue Chic.
Mist, war ich jetzt auch wieder zu pessimistisch ? Nö, leider alltägliche Beobachtungen…

Art Vanderley
Art Vanderley
2 Monate zuvor

Die „gebremste Weltordnung des 19.Jhd“ war essenziell verantwortlich für die Katastrophen der ersten Hälfte des 20Jhd.
Diese Mischung aus Stillstand um jeden Preis und explodierenden Bevölkerungszahlen, gepaart mit der Unfähigkeit zu jeder vernünftigen Reform- eine üble Giftmischung, die wir heute auch wieder haben, zum Glück ohne Bevölkerungsanstieg und auch sonst auf viel niedrigerem Level.
Merkel wurde früher mit Thatcher verglichen, was nie gepasst hat.
Tatsächlich ist sie eher eine Miniaturausgabe von Queen Victoria, mit einer ähnlichen Wirkung- Zementierung der Machtstrukturen, pathologischer Stillstand, Unfähigkeit zur vernünftigen Reform, eine erneut explosive Mischung, die wir da haben, Kriegsgefahr inklusive.

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Roberto J. De Lapuente
2 Monate zuvor

Klar, es gibt viele Flüchtlinge, aber kein Vergleich zu seinerzeit, entscheidend sind die Geburtenraten.

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Roberto J. De Lapuente
2 Monate zuvor

Die explodiert natürlich weiter in Teilen, und in diesen führt das ja denn auch zu erhöhter Kriegsgefahr und nicht wenigen Ausbrüchen, als eine von vielen Ursachen, versteht sich.