Die Entwicklung der Sterblichkeit nach der Wende und was uns das über Russland erzählt

Ein Gastbeitrag von L.K.

Zur Zeit erreichen uns tagtäglich Nachrichten über den Ukrainekrieg. In allen Berichten ist der Tenor der gleiche: Russlands Politik ist verbrecherisch, und insbesondere Ihr Staatschef Putin ist ein skrupelloser Machthaber. Offenbar gibt es über die russische Regierung nichts Positives zu berichten. So berechtigt die Kritik im Einzelfall sein mag, wir sollten nicht die Fakten ausblenden, welche unserem Deutungsschema widersprechen.

Ich berichte im Folgenden über ein Phänomen aus der Zeit zwischen 1990 und 2010. Die damaligen Erfahrungen sind für ein Verständnis Russlands wichtig. In dieser Zeit ereignete sich in Russland eine humanitäre Katastrophe. Dem Land wurde eine ungeeignete Wirtschaftsreform ohne flankierende Maßnahmen, sprich Kredite, übergestülpt. Und die Russen haben Angst, dass sich die Geschichte wiederholt.

Zu Beginn der 1990er Jahre wandte sich die Sowjetunion vom Kommunismus ab. In dieser Zeit war es auch, dass sich die Sowjetrepubliken vom einstigen Mutterland abspalteten. Die meisten Sowjetrepubliken wurden unter dem Zaren ein Teil Russlands. In der Sowjetzeit wurden sie zu sogenannten autonomen Republiken erklärt. Nun, nach der „Wende“, wurden sie zu selbständigen Staaten.

Im Kernland Russland fand in den 1990er Jahren unter der Präsidentschaft Jelzins eine gewaltige wirtschaftliche Wende statt. Nach dem, was man aus den westlichen Medien über die Länder jenseits des Eisernen Vorhangs erfahren hatte, konnte man erwarten, dass diese Veränderung von einem Großteil der Bevölkerung herbeigesehnt wurde, und dass diese Veränderung der großen Mehrheit Freiheit sowie große wirtschaftliche und materielle Vorteile bringen würde. Leider traf dies alles nicht ein. Im Gegenteil: Es brach ein wirtschaftliches Chaos aus.1

In ihrem mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichneten Buch „Second Hand Time“ schildert die weißrussische Autorin Swetlana Alexjewitsch zum Teil haarsträubende Einzelschicksale im damaligen Russland: Etwa jene Frau und ihre Mutter, welche aus ihrer angestammten Wohnung von sogenannten neuen Eigentümern vertrieben wurden. Sie mussten den Winter im Wald bei Moskau verbringen, was die Mutter nicht überlebte.

Ein maßgeblicher Umstand in dem damaligen Chaos war die Übersterblichkeit. Denn die Wirtschaftskatastrophe führte nicht nur zu einer massiven Verarmung, sie forderte auch einen gewaltigen Blutzoll.

In der westlichen Presse wurde immer wieder davon berichtet, dass die Lebenserwartung in Russland in der Nachwendezeit zurückgegangen ist. Manche Publikationen sprachen von fünf Jahren und mehr. Dieser Sachverhalt wurde in den meisten Darstellungen nicht näher erläutert.

Die Werte der Lebenserwartung verhalten sich normalerweise äußerst träge. Selbst Grippeepidemien vermindern die Lebenserwartung meist nur geringfügig. In den westlichen Ländern sind die Lebenserwartungen in den letzten Jahren stabil geblieben, mit steigender Tendenz.

In den 1980er Jahren galten in der Lebensversicherungsbranche folgende Faustregeln:

• Die Heilung aller Krebspatienten würde die Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung um knapp ein Jahr anheben.
• Die Heilung aller Herz- und Kreislauferkrankungen würde die Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung um vier Jahre anheben.

Diese Beispiele zeigen, dass ein Rückgang der Lebenserwartung um fünf Jahre, wie damals in Russland geschehen, auf eine gewaltige Veränderung – genauer Verschlechterung – der Lebensumstände schließen lässt. Einen Abfall in einer solchen Höhe gab es seit dem zweiten Weltkrieg nie mehr. Für Russland bedeutete dies eine humanitäre Katastrophe.

Den Rückgang der Lebenserwartung kann man auch Weltbank-Statistiken entnehmen, die im Internet veröffentlicht sind: Allerdings fehlen hier Todesfallwahrscheinlichkeiten.

Die Statistiken der Weltbank ergeben auch, dass in anderen ehemaligen Sowjetrepubliken zum Teil ähnliche Veränderungen zu beobachten waren. Dies gilt speziell auch für die Ukraine. Allerdings sind dort nicht alle Jahre erfasst. Möglicherweise brach dort in der damaligen Krise die statistische Erfassung zusammen.

Der Rückgang der Lebenserwartung geht einher mit einer Häufung der Todesfälle. Aus russischen Mortalitätsstatistiken2 kann man eine erhebliche Zunahme der Sterblichkeit herleiten: In meinen Berechnungen habe ich die durchschnittliche Sterblichkeit der Jahre 1986 bis 1990 als Referenzwert zugrunde gelegt und damit die Übersterblichkeit geschätzt.

Demnach beläuft sich die geschätzte Zahl der zusätzlichen Todesfälle zwischen 1991 bis 2009 auf rund sechs Millionen. Dies gilt allein für Russland. Berücksichtigt man die übrigen Sowjetrepubliken, dann kommt man auf erheblich höhere Zahlen. Die meisten zusätzlichen Todesfälle ereigneten sich von 1991 bis 2004. Diese Zunahme des Todesfallrisikos ging einher mit dem ökonomischen Desaster der 1990er Jahre.

Die Wirtschaft erholte sich, als Putin im Herbst 1999 die Regierung übernahm. Mit einer gewissen Verzögerung wirkte sich dies positiv auf die Sterblichkeit der Bevölkerung aus. Ab 2004 sank die Sterblichkeit, und ab 2009 erreichte sie wieder das Niveau der Zeit vor der Wende. Bis heute hat sich die Sterblichkeit in Russland weiter verbessert.

Die Russen wissen um diese Katastrophe der 1990er Jahre. Mir gegenüber haben sie mit Blick auf die damalige Zeit vom „grossen Sterben“ geredet. Ein Mann hat mir erzählt, die Friedhöfe hätten sich damals in sehr kurzer Zeit gefüllt.

Putin wurde von der russischen Bevölkerung geschätzt für seinen Beitrag zur Steigerung des Wohlstandes und zum Rückgang der Sterblichkeit. Dies ist ein Grund, warum die Bevölkerung hinter Putin steht. Die gängige Hypothese der westlichen Medien aber lautet: „Die Russen lieben halt autokratische Herrscher“. Offenbar gibt es auch andere Erklärungen.

Es gibt noch einen weiteren Aspekt. Wird in den Medien über Russland berichtet, geht man immer wieder auf die Frühzeiten der Sowjetunion zurück. Dies sei notwendig, um das heutige Russland zu verstehen: In den 1920er und 1930er Jahren wurden in der damaligen Sowjetunion die Kulaken (= Groß- und Mittelbauern) enteignet. Das Ganze endete mit einem Desaster. Es gab Millionen Hungertote. (Dabei hatte natürlich auch die Katastrophe des ersten Weltkriegs und des Bürgerkriegs eine Rolle gespielt, deren Nachwirkungen sicherlich mehr als ein Jahrzehnt spürbar gewesen sein dürften). Besonders viele Opfer gab es in der Ukraine. Dort redet man vom Holodomor. Angesichts des Ukrainekrieges wird immer wieder auf diese Katastrophe hingewiesen.

Während die Ereignisse aus dieser Zeit immer wieder Erwähnung finden, gibt es kaum Berichte über die Katastrophe der 1990er Jahre, die uns viel näher liegen. Wir nehmen damit nur einen Teil der Realität wahr. Dabei gäbe es interessante Parallelen:

Beispielsweise wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Enteignung der Kulaken eine Idee von Intellektuellen war. Diese Intellektuellen waren schuld am Tod von Millionen von Menschen. Die Kommunisten wurden also aufgrund ihrer Ideologie zu millionenfachen Mördern.

In den 1990er Jahren wurde der damalige russische Präsident Boris Jelzin unter anderem auch von amerikanischen Ökonomen beraten, die man als „Chicago Boys“ bezeichnet.3 Somit haben auch in den 1990er Jahren Intellektuelle eine Theorie mit Gewalt durchgesetzt, nämlich die Theorie des Neoliberalismus.

Aus der Darstellung von Naomi Klein geht hervor, dass man nicht nur die „Chicago-Boys“ sondern auch einige politische Akteure der USA zur Rechenschaft ziehen müsste. Denn die USA haben damals gemäß Naomi Klein Russland eine finanzielle Unterstützung nach Art des Marshall-Plans bewusst verweigert, (wie sie Polen gewährt wurde). US-Präsident Joe Biden war damals einflussreicher Senator. Hat er sich damals für Russland eingesetzt?

Naomi Klein beschreibt auch, wie Jelzin unter Missachtung aller demokratischen Spielregeln in Russland die neoliberale Marktwirtschaft durchsetzte. Jelzin habe ihr zufolge 1993 das vom Volke gewählte Parlament entmachtet und die Demokratie außer Kraft gesetzt. Der Einsatz der Armee gegenüber Parlamentariern und Demonstranten führte zu vielen hundert Toten. Der Westen sah zu, und die westlichen Medien bezeichneten die Opfer als Leute, welche die Zeichen der Zeit nicht erkannt hatten.

Der neoliberale Ökonom und damalige Berater Jelzins, Jeffrey Sachs, bezeichnete die Demonstranten als „ehemalige Kommunisten, die von der Macht vergiftet sind“ (Naomi Klein, S. 319)4.

Putin hat Medienberichten zufolge den Zusammenbruch der Sowjetunion als größte Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts bezeichnet. Hat er vor dem geschilderten Hintergrund nicht ein Stück weit recht? Und was wird nun passieren, wenn die Sanktionen gegen Russland greifen?

Der ehemalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, fragte den CSU-Politiker Gauweiler vor etwa fünf Jahren mit Blick auf die bereits damals bestehenden Wirtschaftssanktionen: „Warum tut ihr uns das an?“

Die Russen haben Angst, dass sich die Geschichte wiederholt.

Diesen Beitrag ausdrucken

Gastautor

Der Inhalt dieser Veröffentlichung spiegelt nicht unbedingt die Meinung der neulandrebellen wider. Die Redaktion bedankt sich beim Gastautor für das Überlassen des Textes.

Avatar-Foto
Unterstütze uns und hilf dabei, die neulandrebellen besser und wirkungsmächtiger zu machen
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

61 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Rudi K
Rudi K
7 Monate zuvor

Dies sei notwendig, um das heutige Russland zu verstehen: In den 1920er und 1930er Jahren wurden in der damaligen Sowjetunion die Kulaken (= Groß- und Mittelbauern) enteignet. Das Ganze endete mit einem Desaster. Es gab Millionen Hungertote. (Dabei hatte natürlich auch die Katastrophe des ersten Weltkriegs und des Bürgerkriegs eine Rolle gespielt, deren Nachwirkungen sicherlich mehr als ein Jahrzehnt spürbar gewesen sein dürften). Besonders viele Opfer gab es in der Ukraine. Dort redet man vom Holodomor. Angesichts des Ukrainekrieges wird immer wieder auf diese Katastrophe hingewiesen.

Bis zu dieser Stelle kann man den Artikel noch akzeptieren. Aber hier wird ganz eindeutig eine Geschichtsklitterung betrieben. Diese „Kulaken“ wurden nicht nur enteignet, sondern sie wurden sogar gehindert etwa in die Städte zu gehen, um dort arbeiten und leben zu können. Man liess diese Leute also ganz brutal wie in Kambodscha unter Pol Pot verhungern.

Beispielsweise wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Enteignung der Kulaken eine Idee von Intellektuellen war. Diese Intellektuellen waren schuld am Tod von Millionen von Menschen. Die Kommunisten wurden also aufgrund ihrer Ideologie zu millionenfachen Mördern.

Pol Pot war auch solch ein „Intellektueller“. Dieser Menschentyp taugt einfach nichts.

Last edited 7 Monate zuvor by Rudi K
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

@Rudi K

Was ist die Essenz deines Kommentars?

Rudi K
Rudi K
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Ganz einfach. In diesem Text wird eine von Stalin mit Vorsatz verursachte Hungerkatastrophe kleingeredet. Ich möchte nicht wissen, wie damals die Lebenserwartung gesunken ist. Auf jeden Fall in den betroffenen Gebieten der UDSSR.

Last edited 7 Monate zuvor by Rudi K
Christa Meist
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Wäre es nicht sinnvoller im Zug begründeter Kritik an Stalin es genauer wissen zu wollen?
Es bringt die Menschen nicht weiter, wenn man gescheiterte Versuche moralisch denunziert, statt sie mit Hilfe der Vernunft einer gründlichen Analyse zu unterziehen.

Last edited 7 Monate zuvor by Christa Meist
Rudi K
Rudi K
Reply to  Christa Meist
7 Monate zuvor

Also die Tatsache, daß Stalin die Menschen verhungern liess, ist bekannt. Aus WIKIPEDIA

Nach der Historikerin Anne Applebaum entschied Stalin im Herbst 1932, die Hungerkrise gezielt gegen die Ukraine zu nutzen. Die Grenzen wurden geschlossen, so dass Hungerflüchtlinge nicht ausreisen konnten.[8] Im Jahr 1932 erhielt Stanislaw Redens (Leiter der ukrainischen GPU und Schwager von Stalins Ehefrau Nadeschda Allilujewa) zusammen mit dem Ersten Sekretär der Kommunistischen Partei der Ukraine (KPU), Stanislaw Kossior, die Aufgabe, als Bestandteil der Kollektivierung einen Plan zu entwickeln, um die „Kulaken und die petljurschen Konterrevolutionäre“ zu liquidieren.

Der Tod dieser Menschen war also geplant.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Applebaum ist Neocon-Journalistin, keine Historikerin. Ihr Traktat ist von Historikern gründlich zerrissen worden, wegen Fälschungen, Verdrehungen und Unterdrückung von Quellen, die ihrer Ideologie widersprechen. Und natürlich das Propagandaportal Wikipedia. Naja.

Christa Meist
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Gibt es auch eine ernstzunehmende, echte Quelle? Ein Text, der seine gesellschaftlich-politischen Einschätzungen aus Verwandtschaftsbeziehungen ableitet, ist keine historische Quelle. Bestenfalls sind solche Beziehungen ein Indiz. Insbesondere die deutschsprachige Wikipedia ist, was Geschichte anbelangt, keine ernstzunehmende Quelle. „Nach der Historikerin Anne Applebaum entschied Stalin im Herbst 1932, die Hungerkrise gezielt gegen die Ukraine zu nutzen.“ Gesprächsprotokoll? Aktennotiz? ZK-Beschluss? … .

Niemand bezweifelt, dass auch in der sowjetischen Ära Menschen gehungert haben, verhungert sind. Genauso wie unter den Zaren und Jelzin. Auch unter Ludwig XVI sind in Frankreich, einem damals relativ hoch entwickelten Land mit Kolonien und einer freien, von Kaufleuten/Handelsherren bestimmten Wirtschaft, viele Leute verhungert. Die Toten der unteren Klassen zu zählen, hielt man zu der Zeit nicht für wichtig. Auch die Toten der britischen Armenhäuser wurden nicht zuverlässig erfasst. Waren nicht so recht von Belang. Wo die tugendhafte Vicky doch so eine gute Königin war.
Für solche Zustände sind so gut wie nie einzelne Personen die Ursache, sondern wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche – systemische – Bedingungen, die mehrere Stränge aufweisen.Für die beliebte Vorstellung von geradezu allmächtigen Kaisern, Königen, Präsidenten, Staatschefs und Diktatoren gibt es keinen historischen Beleg. Eher dürften die in manchen Spielfimen dargestellten Intrigen raffgieriger Herrschaften aller Jahrtausende von Bedeutung sein. Spätestens seit den Zeiten des Amerikanischen Bürgerkriegs werden die Vereinigten Staaten von einem kleinen Haufen von Westküsten-Oligarchen beherrcht. Die Rolle des Präsidenten dabei ist eine stark überschätzte.
Hoffentlich zählst du die Hungertoten gegenwärtiger Herrschaften der früher „Freie Welt“ genannten Weltgegenden genau so gewissenhaft. Vermutlich waren die meisten indischen Covid-Toten Hungertote. Dauerhafter Hunger schädigt nämlich extrem das Immunsystem! Der den es erwischt, stirbt dann sehr leicht an einer infektiösen Erkrankung. Wir wissen das seit Virchow. (* 1821; gest. 1902). Deshalb dürfte es bei uns so gut wie keine Covid-Toten gegeben haben außer im Alter von 70 + x.
Nicht wenige Leute halten die in Afrika von Bill Gates gesponserte industrielle Agrarwirtschaft, die für unsere Rosen sorgt, für eine wesentliche Ursache des dortigen Hungers. Rosen sind kalorisch wenig wertvoll. Sobald sie zu Hagebutten herangewachsen sind, kann man ihnen einen gewissen Nährwert abgewinnen. Sie schmücken dann aber keine bürgerlichen Wohnzimmer mehr. Ihr vorheriger Duft steckt schon in den Parfumes der Firmen des Herrn Arnault. Subsistenzwirtschaft ist zwar eine ärmliche Lebensgrundlage, sorgt aber mit schwankenden Ergebnissen – wenn kein Krieg dazwischen kommt – fürs Überleben. Wer im globalen Süden sein Brot kaufen muss und kein Geld hat, der hat gegenwärtig sehr schlechte Karten. Auch wenn er nicht zufällig unter einem der zahlreichen Ressourcenkriege leidet. Sollte es so sein, hilft ihm gegenwärtig fast keiner. [ https://www.oxfam.de/spenden ]
Weißt du, welcher Anteil an fruchtbaren ukrainischen Böden sich inzwischen in der Hand westlicher Agrarkonzerne befindet, die von der gegenwärtigen Preishausse für Getreide profitieren und aktuell weltweit für Hunger sorgen? Der vom Krieg in der Ukraine bedingte Ernteausfall wirkt sich doch erst zukünftig aus. Momentan sind weltweit die Lager noch leidlich gefüllt. Was in Deutschland nicht mehr im Laden steht, liegt in den Hamsterkellern. Ich weiß das alles bisher nicht so genau. Müsste ich erst recherchieren. Infos dazu sind z. B. auf folgenden Seiten zu finden: https://www.fao.org/faostat/en/#data/FS; oder https://wits.worldbank.org/CountryProfile/en/DEU … Es ist nämlich mindestens 100-150 Jahre her, dass ein Lexikonartikel mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit den Stand des Wissens zusammenfasste.
Weßt du, warum ich gerne so lange Beiträge schreibe? Sie helfen mir beim rekapitulieren. Vielleicht hat ja der eine oder andere etwas davon, dass er sich nicht so viel auf wikipedia verlassen muss. [ https://www.youtube.com/playlist?list=PLme9EEbhqYnYw5JQfXErKwKfH7VhLbptx ]

Last edited 7 Monate zuvor by Christa Meist
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

@Rudi K

Warum greifst du auf Stalin zurück, mit dem das heutige Russland nichts menr zu tun hat?

Alle 3,6 Sekunden stirbt ein Mensch auf dieser Erde an Hunger, vorwiegend Kinder unter 5 Jahren.
Mit Corona und den Maßnahmen hat dieses Sterben noch einmal massiv zugelegt.

Unter den Sanktionen gg. Russland leiden v.A. wieder die ärmeren Weltbürger, z.B. weil der Handel mit Weizen vom weltweit größten Produzenten blockiert ist.

Ist daran auch Stalin oder Russland schuld?

Wer aus geostrategischen oder kapitalistischen Motiven Menschen in Existenznöte bringt, ist ein Verbrecher, zumal, wenn mit zweierlei Maß gemessen wird.

Diese konzertierte Aktion gg. Russland, würde keiner gg. die Mordbrenner der USA und NATO fordern, obwohl die Millionen Menschenleben auf dem Gewissen haben.

Dummerweise wird dieser Schuss nach Hinten losgehen, weil Russland weitgehend autark ist, was man vom Rohstoffhungrigen Westen nicht behaupten kann.

Leiden werden v.A. die Armen, hier wie im globalen Süden, weil ein selbsternannter „Weltherrscher“ nicht bereit ist, einen Schritt zurückzutereten.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Warum greifst du auf Stalin zurück, mit dem das heutige Russland nichts menr zu tun hat?

Weil der Holodomor in diesem Text erwähnt wurde.Übrigens im heutigen Russland wird Stalin immer noch verehrt. Zum Beispiel von de „Nachtwölfen“, mit denen Putin befreundet ist.

Unter den Sanktionen gg. Russland leiden v.A. wieder die ärmeren Weltbürger, z.B. weil der Handel mit Weizen vom weltweit größten Produzenten blockiert ist.

Ist das nicht gerade die Ukraine, die die „Kornkammer Europas“ sein soll? Genau deren Produkte werden durch das Verhalten Russlands den anderen Ländern „vorenthalten“.

Aline.Bill
Aline.Bill
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Wie kommt der Sukram fdaruf, dass Russland weniger Weizen produziert als die Ukraine? Wo steht dies?

Rudi K
Rudi K
Reply to  Aline.Bill
7 Monate zuvor

Weiss ich nicht. Ich bin nicht Sukram.

Aline.Bill
Aline.Bill
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Natürlich nicht
Selbst Frankreich, mir näher als die Ukraine, produziert mehr Weizen als der wohl korrupteste Staat Europas

Christa Meist
Reply to  Aline.Bill
7 Monate zuvor

Aber vermutlich nicht so billig.Genauso wie seine bisher wg. mangelnder EU-Mitgliedschaft illegalen Wanderarbeiter zu unserem Spargel beitragen. Habe keinen realen Bezug mehr zur Thematik, weil ich unser Brot selber mit Mehl aus der Oberpfalz backe, aus der Mühle meines Vertrauens. Als Rentnerin habe ich dazu die Zeit. Das Arbeitsergebnis ist immer besser und billiger als die Produktion von Aldi, Lidl und Co. Meine Arbeit kostet ja nichts mehr. 😉

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

@Rudi K

Weil der Holodomor in diesem Text erwähnt wurde.

Trotzdem passt das nicht zu der aktuellen Situation.

Übrigens im heutigen Russland wird Stalin immer noch verehrt. Zum Beispiel von de „Nachtwölfen“, mit denen Putin befreundet ist.

Das mag sein, aber in welcher Größenordnung spielt sich das ab?
Und gilt das nicht auch für Stepan Bandera oder für Adolf, bei NAZIS hier?

Ist das nicht gerade die Ukraine, die die „Kornkammer Europas“ sein soll?

Die Ukraine hat sehr fruchtbare Böden, aber die Nr.1 des Weizenexports ist Russland:

https://de.rbth.com/wirtschaft/84202-russland-weltweit-fuehrender-getreideexporteur

Im Übrigen hätte der Krieg ja im Vorfeld vermieden werden können, hätte sich die NATO aus der Ukraine herausgehalten bzw. das Sicherheitsangebot Russlands im Dezember nicht arrogant abgelehnt.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Im Übrigen hätte der Krieg ja im Vorfeld vermieden werden können, hätte sich die NATO aus der Ukraine herausgehalten bzw. das Sicherheitsangebot Russlands im Dezember nicht arrogant abgelehnt.

Die Ukraine ist doch kein NATO-Mitglied. Und auch ist es für mich nich nachvollziehbar, warum Russland die Ukraine überfällt und solch einen Mist macht. Dafür habe ich kein Verständnis im Sinne der Akzeptanz der Handlung.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

@Rudi K

Die Ukraine ist doch kein NATO-Mitglied.

Nein, ist sie nicht, aber sie hat den Beitrittswunsch in der Verfassung stehen und die NATO sitzt mit Ausbildern ja auch schon drin.
Bisher hat die NATO auch noch kein EX-Warschauer-Pakt-Land abgelehnt, was für den Frieden in Europa das Beste gewesen wäre.

Und auch ist es für mich nich nachvollziehbar, warum Russland die Ukraine überfällt und solch einen Mist macht.

Das liegt wohl daran, dass du dich nur von unseren „Qualitätsmedien“ informieren läßt.
Schau mal in den Anti-Spiegel oder RT, da wird die Sachlage etwas anders dargestellt.

Die Ukrainer dürfen sich bei ihren korrupten Oligarchen und Neonazis bedanken, die mit den USA gemeinsame Sache gemacht haben, als man den gewählten Präsidenten wegputschte und eine US-Marionettenregierung installierte.

Im Übrigen ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass die Russen die Zivilbevölkerung nicht wie die Amis in ihren Kriegen bombardieren, sondern sich an militärische Ziele halten.
Die Fähigkeit dazu hätten sie mit Sicherheit.

Wenn zivile Gebäude getroffen werden, dann deshalb, weil sich die Ukrainer darin verschanzen.

Aline.Bill
Aline.Bill
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Die Angriffe sind schwierig, außerhalb der Ostgebiete allemal

Christa Meist
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Russland wollte der NATO beitreten. Man war seinerzeit und ist auch heute an einer europäischen Friedensordnung nicht interessiert, weil seit Attila/Etzel das Böse aus dem Osten kommt.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

@Rudi K

Und wieder ein Kommentar im Nirvana. Das nervt.

Cetzer
Cetzer
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Alle 3,6 Sekunden stirbt ein Mensch

Alle 13/14 Minuten stirbt ein Mensch durch deutsche Waffen https://www.facebook.com/demokratiebewegen/posts/1907015406232643:0 bzw. https://www.youtube.com/watch?v=K0114RrBlX8
Zum Kontrast: Alle 3 Minuten knallt bei deutschen Waffenherstellern und Händlern der Korken einer Champagnerflasche. Immer öfter wird dann nicht nur für CDU,SPD,FDP… sondern auch für die Grünen eine anteilige Spendenüberweisung unterschrieben. Vor allem der herbstzeitlose Anton PanzerHofreiter, bisher ohne Ministeramt¹, findet solche Überweisungen zunehmend im Briefkasten und prahlt damit bei seinem Lieblingsfriseur (Statt Trinkgeld).

¹Weiß, Hetero, Mann, Abgeschlossenes Studium einer Naturwissenschaft (Biologie) mit Dissertation ohne Plagiatsverdacht – Also 5 mal gehandicapt

Last edited 7 Monate zuvor by Cetzer
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Cetzer
7 Monate zuvor

Alle 13/14 Minuten stirbt ein Mensch durch deutsche Waffen

Dass sich da die Bundeswehr überhaupt noch vor die Tür wagt?

In Anbetracht unserer Geschichte ein Unding, dass die Rüstungsindustrie wieder derart aufsteigen durfte.

Militättechnisch fällt mir zu den Grünen nur der Begriff „Dumm-Dumm-Geschoß ein.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

nix da im approval-mülleimer

Last edited 7 Monate zuvor by aquadraht
aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

auch nix – approval trashbin

Last edited 7 Monate zuvor by aquadraht
aquadraht
aquadraht
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Ich habe versucht, auf Rudis Hetze zu entgegnen, leider im „Waiting for Approval“-Mülleimer.

Last edited 7 Monate zuvor by aquadraht
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  aquadraht
7 Monate zuvor

@aquadraht

Zumindest berugigend, dass ich nicht der Einzige bin, der gelegentlich im Gully landet. 😉

Andrerseits ist ein derart spät veröffentlichter Kommentar so interessant wie der Wetterbericht von Gestern 🙁

Last edited 7 Monate zuvor by Robbespiere
Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Er wollte darstellen, dass Physiker nicht rational denken können.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Du lässt antikommunistische Scheisse und Geschichtsfälschung ab. Die Kulaken wurden in andere Gebiete, überwiegend Sibirien, deportiert, man liess sie aber nicht einfach verhungern. Zwischen der „Entkulakisierung“ und der Ernährungskrise und Hungersnot liegen je nach Region 2-4 Jahre, die Kollektivierung fand ab 1928/29 statt.

Das heisst nicht, dass die „Entkulakisierung“ ein freundlicher oder friedlicher Prozess war, es gab Zwang, Gewalt, Rücksichtslosigkeit und tausende Todesopfer. Aber mit der Ernährungskrise 1932/33 hat das nur insofern zu tun, als die Kollektivierung und die hastige komplette Neuorganisation mit ursächlich für die Krise waren.

Mehr aber auch nicht. 1930/31 hatte die Erntekampagne gute Ergebnisse gebracht, und für 1932/33 war sogar mehr erwartet worden. Eine extreme Dürre in der Ukraine und im Wolgagebiet war der Auslöser der Missernte. Die mangelhafte Organisation, vor allem die Unterdrückung von Misserfolgsmeldungen durch die Bürokratie, führten dann zu einer Kettenreaktion.

Die Sowjetregierung hat dennoch nicht vorsätzlich die Menschen verhungern lassen. Im Gegensatz zu Behauptungen über eine „absichtliche Hungersnot“, wie sie von ukrainischen Faschisten behauptet wird, bemühte sie sich um die Stornierung von Exportkontrakten und sogar Nahrungsmitteleinfuhr, alles zu spät, um schlimme Resultate zu verhindern, aber kein „Völkermord“.

Rudi K
Rudi K
Reply to  aquadraht
7 Monate zuvor

Du lässt antikommunistische Scheisse und Geschichtsfälschung ab.

Nein ich zitiere nur Berichte über dieses Ereignis. Wenn diese Tatsachen deiner Ideologie widersprechen, dann such die Fehler in der Ideologie und nicht in den Tatsachen. Denn Ideologien wie der Kommunismus können einfach falsch sein und gehören nach Falsifikation auf den Müllhafen der Geschichte.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

@Rudi K

Denn Ideologien wie der Kommunismus können einfach falsch sein und gehören nach Falsifikation auf den Müllhafen der Geschichte.

Der Kommunismus Sozialismus ist bereits auf dem Müllhaufen der Geschichte und da gehört der Kapitalismus ebenfalls hin, weil er ebensowenig dem Gemeinwohl dient und mit seinem Konkurrenzdenken Kriege fördert.

Christa Meist
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Wer bestimmt im freien Westen über das gemeine Wohl?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Christa Meist
7 Monate zuvor

@Christa Meist

Jedenfalls nicht die, die was davon hätten, denn be-stimmen würde ja bedeuten, dass deren Stimme auch zählt.

Christa Meist
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Dann sind wir uns ja einig. Das Gemeinwohl ist für mich eine Denkfigur der wohlmeinenden Kaufleute und Gewerbetreibenden. Du meinst ein anderes. Gut so.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Christa Meist
7 Monate zuvor

@Christa Meist

Gemeinwohl verstehe ich so, dass gesellschaftliche Steuerung darauf abzielt, dass es der gesamten Gemeinschaft/ Gesellschaft wohl ergeht, nicht nur wenigen diebischen Elstern, die in ihrer Gier Not und Elend Vieler billigend in Kauf nehmen.

Mit anderen Worten, die Kluft zwischen den einzelnen Mitgliedern der Gemeinschaft ( national oder global ), so gering wie möglich zu halten, bei gleichzeitiem Erhalt der Lebensgrundlage, also ohne den Planeten zu zerstören.

Das ist etwas diametral Anderes, als es sich Reiche mit ihrem Begriff „Wohlfahrt“ so vorstellen, wo sie gönnerhaft tröpfchenweise etwas spenden, was sie in größeren Umfang zuvor der Gemeinschaft unterschlagen haben, um dann auch noch von selbiger ein Steuergutschrift zu erhalten.

Last edited 7 Monate zuvor by Robbespiere
Christa Meist
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Ich sagte doch, dass wir uns verstehen. .:-))

Last edited 7 Monate zuvor by Christa Meist
aquadraht
aquadraht
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Ich sehe Sozialismus und auch Kommunismus keineswegs auf irgendeinem Müllhaufen. Es gibt bedeutende sozialistische Bewegungen, und auch Staaten, ausserhalb der mörderischen „Goldenen Milliarde“ des Westens. Nur weil bei uns Verblödung herrscht, tut sie das nicht überall.

Antikommunisten sind aber diejenigen, die sich in der Kloake einer massenmörderischen menschenfeindlichen Ideoligie suhlen. Zwar sind nicht alle Antikommunisten Faschisten, aber alle Faschisten und Nazis sind Antikommunisten, was kein Zufall ist. Und von den Schlächtereien Cavaignacs, Petljuras, Pinochets, Suhartos an waren auch Antikommunisten regelmässig Massenmörder. Für Antikommunismus gibt es sowenig eine Entschuldigung wie für Antisemitismus und Rassismus. Und für Geschichtsfälschungen auch nicht.

Last edited 7 Monate zuvor by aquadraht
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  aquadraht
7 Monate zuvor

@aquadraht

Zu Kommunismus kann ich mangels tieferen Wissens nicht viel sagen, aber der in der Vergangernheit praktizierte Staatssozialismus als auch der Kapitalismus haben ein gemeinsames Problem, nämlich die Zerstörung des Marktes durch Monopolisierung,

Der Statssozialismus ist von vornherein ein Monopol, der Kapitalismus wird durch den Wachstumszwang und die daraus folgenden Konzentrationsprozesse immer monopolistischer, auf privater Ebene.

Die Folge ist dass ein freier Markt in beiden Fällen nicht mehr existiert, womit natürlich auch das kreative Potential verloren geht.

Mordred hat hier mal eine mögliche Alternative vorgebracht, die eine Alternative darstellt.

Der nennt sich „Humane Wirtschafts-Demokratie“, nac hch Ota Sik, dem Wirtschaftsminister unter Alexander Dubcek im Prager Frühling.

Interessant dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=f7KxIk9Y_r8

http://www.egbert-scheunemann.de/Ota-Siks-Humane-Wirtschaftsdemokratie-auf-5-Seiten.pdf

Es gibt eben nicht nur Entweder – Oder, nur wird das nicht öffentlich diskutiert und schon gar nicht der Entscheidung der „Untertanen“ überlassen.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Du hast Behauptungen aufgestellt, ohne jeden Beleg. Diese Propaganda ist mehrfach widerlegt. Und Dein Gefasel über „Ideologien wie der Kommunismus können einfach falsch sein“ ist schlicht Schwachsinn. Lerne, was Falsifikation ist, frag mal Thomas Kuhn, oder auch Imre Lakatos und Robert Musgrave. Von Wissenschaftstheorie keine Ahnung, und mit unverstandenen Begriffen prahlen.

Antikommunismus ist eine Mordideologie, wie Antisemitismus und Rassismus. Zwar sind nicht alle Antikommunisten Nazis, aber umgekehrt schon. Auf den Müll gehört Dein faschistoides Geschwätz.

Rudi K
Rudi K
Reply to  aquadraht
7 Monate zuvor

Und Dein Gefasel über „Ideologien wie der Kommunismus können einfach falsch sein“ ist schlicht Schwachsinn.

Was ist an dieser Feststellung Schwachsinn? Eine Ideologie kann doch Irrtümer enthalten wie jede andere Theorie.

. Antikommunismus ist eine Mordideologie, wie Antisemitismus und Rassismus. Zwar sind nicht alle Antikommunisten Nazis, aber umgekehrt schon. Auf den Müll gehört Dein faschistoides Geschwätz.

Nein Antikomminismus hat mit Mord nichts zu tun. Er basiert auf Erfahrungen von fast 100 Jahren Praxis der Kommunistischen Parteien in der UDSSR, VR-China etc. Also er ist nicht mit Antisemitismus oder Rassismus in einen Topf zu werfen. Lese doch mal „Archipel Gulag“ oder das „Schwarzbuch des Kommunismus“. Udn was auf jeden Fall auf den Müll gehört, ist dein stalinistisches Geschwätz. Das waren mit die Schlimmsten.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

@Rudi K

Was ist an dieser Feststellung Schwachsinn? Eine Ideologie kann doch Irrtümer enthalten wie jede andere Theorie.

Der Knackpunkt ist der, dass es, vielleicht mit Ausnahme der kurzen Episode der Räterepubliken nach WWK I in Deutschland, nie Kommunismus, sondern Staatssozialismus gab, egal wie man den dort nennt.

Nein Antikomminismus hat mit Mord nichts zu tun.

Wenn der Gegenpart zum Kommunismus der Kapitalismus ist, dann schon, denn dieser beruht auf Ausbeutung und nimmt den Tod von Millionen Menschen billigend in Kauf.
Der dem Kapitalismus inhärente Wachstums- und Konzentrationsprozess in einem geschlossenen System Erde funktioniert eben nur so, dass auf der Gegenseite Massen an Menschen verlieren, im Extrem ihr Leben.

Der Wohlstand des Westens bedingt eine Verelendung in den nicht konkurrenzfähigen Regionen der Welt, die von den reichen Gesellschaften gemolken werden bis aufs Blut.

Politischer, ökonomischer und militärischer Druck sorgt dafür, dass sich in diesen Regionen nie ein breiter Wohlstand entwickeln kann, weil dies mit einem Wohlstandsverzicht der reichen Länder einherginge.

Unter diesem Druck müssen diese Länder akzeptieren, dass wir mit unseren hochsubventionierten Überschüssen ihre Wirtschaft zerstören und unseren Wohlstandsmüll bei ihnen entsorgen.

https://www.bitchute.com/video/7fj0SoeFnN2g/

Last edited 7 Monate zuvor by Robbespiere
Christa Meist
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Gegenfrage: Wie steht´s denn um den mörderischen Zionismus und den dazugehörigen Geschichten der Texte, die Christen als Altes Testament bezeichnen? Es hätte der Gebote doch nicht bedurft, hätten die Ahnen des Volkes Gottes menschliches Leben umfassend respektiert.
Ich habe starke Zweifel an der Annahme, dass alle Nachkommen vernichteter Menschen religiös motivierte Menschen sind. Es gibt zahlreiche von der Herkunft her dem Judentum zugeordnete Menschen, die Sozialisten und Kommunisten waren und sind und auch areligiöse Menschen waren oder sind. Auch ihre Bücher wurden verbrannt. Der Bezug zur „Rasse“ war in diesen Fällen ein Propagandatrick.
Von einem Menschen, dem die Widersprüchlichkeit menschlicher Existenz nicht vertraut ist und die ganze Welt in Gut und Böse teilt, kann man wohl nicht erwarten, dass er die rassistischen Elemente seines Philosemitismus begreift. Du bist halt leider ein eindimensionaler Mensch. [ Lesetip: Marcuse, Herbert: Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft. Neuwied. Luchterhand 1967 ] Sogar die bürgerliche Soziologie konnte sich schon dazu durchringen, wenigstens 2 Dimensionen zur Beschreibung gesellschaftlicher Realitäten zu verwenden. Ich halte die angehänte Darstellung nicht für richtig.Sie ist ein Besipiel.

Werte_Welt_Gaub.JPG
Christa Meist
Reply to  aquadraht
7 Monate zuvor

😉 Zu große Faktenbasis! Disqualifiziert!

Christa Meist
7 Monate zuvor

Eine gut lesbare Darstellung der realen, schlimmsten Folgen des Zusammenbruchs der Sowjetunion für die Bevölkerung in den Zerfallsprodukten. Die Recherche dieser auch mir bekannten Daten ist nicht leicht und zeitraubend. DANKE!
Auch wenn manche Menschen felsenfest davon überzeugt sind, dass die Beseitigung unliebsamer politischer Systeme jedes Opfer rechtfertigt, sie tut es nicht. Genauso wenig wie Kriege. Das Wissen um diese möglichen Folgen einschneidender Änderungen von Systemen dürfte die Hauptursache der enormen Duldsamkeit der gerne „einfach“ genannten Leute sein, gegenüber den Maßnahmen der Mächtigen. Man kann diese geschilderten Folgen allen möglichen Ursachen zuschreiben. Sie ausschließlich auf die Person Stalin zu beziehen, wie es häufig auch von Linken getan wird, ist politisch und wirtschaftlich gesehen extrem eindimensional. Weniger gebildet gesprochen: dumm. Das reduziert mögliche gesellschaftlich-politische Einsicht durch Erfahrung auf die Bewertung „Hitler und Stalin – Irre als Chefs“.

Last edited 7 Monate zuvor by Christa Meist
Rudi K
Rudi K
Reply to  Christa Meist
7 Monate zuvor

Auch wenn manche Menschen felsenfest davon überzeugt sind, dass die Beseitigung unliebsamer politischer Systeme jedes Opfer rechtfertigt, sie tut es nicht.

Nach diesem Artikel waren aber die meisten Menschen für ein anderes System.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Das ist eine weitere Lüge, oder ein weiteres Zeugnis von Verblödung. Am Ende der UdSSR gab es eine Umfrage, in der sich 75% aller Menschen, aussere in den baltischen Shitholes, für den Fortbestand der UdSSR und den Verbleib darin aussprachen. Die meisten Menschen wollten Verbesserungen, aber nicht das mörderische System des Kapitalismus.

In Russland gab es vor einem Jahr eine Umfrage von WSIOM, wo die Menschen das Leben besser fanden, heute (selbst nach dem Aufschwung unter Putin) oder in der UdSSR. Interessanterweise war zwar eine Mehrheit für heute, aber unter denen, die die UdSSR erlebt hatten, ür die UdSSR.

Defi Brillator
Defi Brillator
7 Monate zuvor

Man könnte auch behaupten, das Trägheitsgesetz schlägt zu.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Defi Brillator
7 Monate zuvor

@Defi
Jo…die Trägheit der Masse! Aber zumindest im Bus war es immer so, dass die Masse bei ner Vollbremsung kräftig nach vorne kommt!!!
…nur mal so metapherhaft…

Aline.Bill
Aline.Bill
Reply to  ChrissieR
7 Monate zuvor

Moin,

BusfahrerInnen sind meist nicht freundlich. Die Ostmausi am wenigsten, dauernd Fahrausweis zeigen, bei Regen teilweise nur eine Minitür vorne offen. Will Chrissie nicht hören, ein türkischer Fahrer ragt aber positiv heraus
Immer der Kult um den Bus

niki
niki
Reply to  Aline.Bill
7 Monate zuvor

BusfahrerInnen sind meist nicht freundlich.

Die sind genauso freundlich wie man denen Freundlichkeit entgegenbringt!
Jedenfalls freuen sich die allermeisten Busfahrer wenn ich diese freundlich begrüße und auch mal mit denen ein paar Worte austausche!
Und btw: Viele Busfahrer sind hier russischer Abstammung…

Aline.Bill
Aline.Bill
Reply to  niki
7 Monate zuvor

Erlebe ich nicht so, Niki.
Ok, das kleinliche Dauerbetrachten der Fahrscheine mag Anweisung sein, wirkt aber penetrant
Ein arabischer Fahrer wartete vor ein paar Tagen extra auf mich, erlebe ich so, geht nicht nur um mich, bei den Ostfahrern kaum bis nicht.Dies hat mit dem Thema Russland Ukraine nichts zu tun, wollte nur Chrissie den Heiligenschein ihrer KollegInnen nehmen.
Russlanddeutsche fallen im Knast als härter und besser organisiert als jede andere Gruppe auf, selbst als die kulturell meist ferner stehenden moslemischen. Dies hat mit den derzeit wohl geopolitisch erklärbaren Konflikt nichts zu tun, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.
Was den Neocons der Springerpresse ihr USA England Israel und ihre jeweiligen Baueropfer, ist hier halt Russland.
Die Ukraine hat weder vereint noch getrennt in den nächsten Jahrzehnten etwas in der EZ verloren, alles Andere wäre reiner Moralismus, der uns nur schadet

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  niki
7 Monate zuvor

Ich hatte auch viele russische Kollegen, alles prima Leute! Überhaupt gabs bei uns Leute aus fast allen Ländern….und kein Stress.

Und… unfreundlich waren oft die Fahrgäste, die mir nur Geld auf den Tresen geknallt haben, ohne ein „Guten Tag“ geschweige denn zu präzisieren, welchen Fahrtausweis sie denn nun käuflich zu erwerben gedenken.
So wie es in den Bus ruft, so schallt es eben heraus!

Aline.Bill
Aline.Bill
Reply to  ChrissieR
7 Monate zuvor

Ich habe eine Monatskarte, muss ich jeden Tag dauernd zeigen
Busse voll, trotz Corona,
Herrlich, nur Fahrgäste böse
Ist ja kein besonders toller Job, verstehe ich ja alles

aquadraht
aquadraht
Reply to  ChrissieR
7 Monate zuvor

Lol. Gut gesagt, Chrissie.
Nun zu etwas anderem, meinem Kommentar zu den Nazis Rudi und Co mit ihren antikommunistischen Geschichtsfälschungen. Ich habe stundenlang versucht, einen Kommentar durchzukriegen, der gegen die „Awaiting for approval“ Mauer rannte.
Hier der Text
Deine faschistischen Geschichtsfälschungen sind lange widerlegt. Das widerlichste daran ist, dass sie einem Skript aus der Goebbelsküche folgen. Die „Bevölkerungswissenschaftler“ Oberländer und Silberstein (Königsberger Institut für Bevölkerungswissenschaft) haben das sogar als klugen Schrittt der Reduktion agrarischer Überbevölkerung gelobt. Darin widerspiegelte sich das Konzept der Ausrottung der Slawen.

Die historischen Tatsachen zeigen anderes. Der Osteuropahistoriker Mark B. Tauger (West Virginia University) hat mehrere Arbeiten zur Hungersnot 1932/33 veröffentlicht, die zeigen, dass das antikommunistische Skript der vorsätzlichen Hungersnot den Tatsachen nicht standhält. Der britische Doyen der Osteuropaforschung, R.W.Davies, äussert sich in seiner Rezension des Machwerks „Harvest of Sorrow“, eine Auftragsarbeit des scharfrechten US-Historikers Robert Conquest für faschistische Exilukrainer, ähnlich. Tauger hat u.a. den Beitrag „The 1932 Harvest and the 1933 Famine“ in Slavic Review 50 I veröffentlicht (http://www.slavicreview.uiuc.edu/ , aber Artikel von 1995 nicht online, wenn ich nicht irre).

Last edited 7 Monate zuvor by aquadraht
Art Vanderley
Art Vanderley
7 Monate zuvor

Die innere Sicherheit ist, neben den wirtschaftlichen Punkten, wohl auch ein wesentlicher Punkt, hab schon meherere Berichte gesehen/gelesen, wo Russen mit Schaudern an die unsicheren Verhältnisse unter Jelzin zurückdenken.
So etwas festzustellen heißt heute „Russland verstehen“, was seltsamerweise negativ konnotiert ist, als ob daran etwas verwerflich sei und man damit den Krieg gutheißen würde.
Im Gegenteil, einen Gegner zu verstehen (wobei die Russen aus meiner Sicht keine automatischen Gegner sind), hieße auch ihn besser besiegen zu können- diejenigen, die „verstehen“ diskreditieren, haben also womöglich ein Intereresse an einem bleibenden Gegner Rußland, als klassische und möglichst dauerhafte Ablenkung von inneren Schwierigkeiten im Westen.

Cetzer
Cetzer
7 Monate zuvor

In den westlichen Ländern sind die Lebenserwartungen in den letzten Jahren stabil geblieben, mit steigender Tendenz.

Das stimmt leider nicht¹. Siehe z.b. Manipulation mit der „Lebenserwartung“ in der Rentendiskussion von den Nachdenkseiten aus dem Jahre 2019. Bei der deutschen Wikipedia-Seite empfehle ich eine nachdenkliche Lektüre des ersten Abschnitts:

im Durchschnitt zu erwartende … wobei bestimmte Annahmen über die Sterberaten zugrunde gelegt werden … beobachteten² Sterbehäufigkeiten der Vergangenheit und auf Modellannahmen für deren zukünftige Entwicklung

Wer den Statistiken der ImpfZeugen Coronas kein übermäßiges Vertrauen schenkt, sollte auch bei der jährlich triumphal verkündeten Steigerung der Lebenserwartung skeptisch sein – Da geht es nicht nur um viel Geld (Rente, Versicherung…), sondern auch um den Fortschritt, eine der Haupt-Säulen unserer inoffiziellen Staatsreligion. Vor ein paar (5 ?) Jahren gab es übrigens aus Italien die skandalöse Meldung³, dass die dortige Lebenserwartung gefallen sei, aber das konnte erfreulicherweise als statistischer Glitch ad acta gelegt werden; Inzwischen hat die gefallene Lebenserwartung aber einen guten Grund (Corona, nicht aber Lockdown usw.) und kann deshalb stehen bleiben: „Con pandemia speranza di vita è calata di 1,2 anni“ (Istat)

Zum Artikel ergänzend diese Grafik, enthält auch schon die Fentanyl-Delle der USA sowie der Hinweis, dass in Russland in erster Linie die Lebenserwartung der Männer gefallen war, was in den wenigen Berichten der Quallidädsmedien zielsicher auf Wodka, Wodka und immer wieder Wodka zurück geführt wurde.
Nach nur einem Winter ohne russisches Erdgas wird man auch hierzulande enger zusammenrücken müssen, vor allem auf den Friedhöfen.

¹Stabil mit steigender Tendenz ohnehin etwas widersprüchlich, es sei denn man interpretiert stabil als nicht fallend.
²Vergleiche den Artikel von Jens Berger, der die Manipulationsmöglichkeiten an dieser Stelle nur anreißt.
³Konnte ich auf den ersten Blick im Internet nicht mehr finden

aquadraht
aquadraht
7 Monate zuvor

Ich versuche es mal ohne Reply. Alle meine Beiträge landen im „Approval“-Müll.
Auch nichts.
Repariert diesen Dreck bitte. Ich werde erstmal nicht mehr kommentieren. Ich mache mir nicht die Arbeit, Quellen zu scannen und Bücher zu zitieren, um hier abgemeiert zu werden.

Last edited 7 Monate zuvor by aquadraht
aquadraht
aquadraht
7 Monate zuvor

Noch eine Anmerkung: Die Bevölkerungsverluste der Jelzinära bewegen sich in einer Grössenordnung von 7-10 Millionen Menschen. Sie liegen damit deutlich über denen der Ernänrungskrise und Hungersnot 1932/33 (3-6 Millionen Menschen Übersterblichkeit).

Christa Meist
Reply to  aquadraht
7 Monate zuvor

Danke für die Präzisierung. Quelle?

aquadraht
aquadraht
Reply to  Christa Meist
7 Monate zuvor

Als Quelle kenne ich nut das in Russland oppositionelle Portal „The Exile“, derzeit nicht mehr aktiv, der Link war von 2014, er schloss Opfer postsowjetischer Bürgerkriege ein, thematisisierte auch die Vertreibung von über 7 Millionen ethnischer Russen. Ausser wenn man sich selbst die Mühe macht und Bevölkerungsverluste summiert (die Zahl betrifft, wie die Opfer Stalins, die gesamte UdSSR bzw später den postsowjetischen Raum) wird man das nicht so einfach finden. Auch die russische Regierung hat daran kein Interesse, und Jelzin wird immer noch gelobt.

Last edited 7 Monate zuvor by aquadraht
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  aquadraht
7 Monate zuvor

@aquadraht

Vieleicht findest du es ja über das Internetarchiv „WaybackMachine“ wieder.

https://web.archive.org/web/*/the%20exile

Thomas Röper hat damit die Mitgliederlistem der Global Leaders for Tommorow“ des WEF ab 1993 mit Merkel, Sarkozy, Blair, Baroso, Gates etc. wieder herstellen können.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Danke. Ich möchte mich derzeit nicht zu tief hineinknien. Aber jeder, der rechnen kann, mag abschätzen, was ein Rückgang der Lebensjahre um 5-10 bei einer damaligen sowjetischen Lebenserwartung von 68-70 an Bevölkerungsverlust ausmacht, bei einer sowjetischen Bevölkerung 1990 von 287 Millionen (Quelle: Fischer Weltalmanach 1992, S,544). Da sind 7-10 Millionen eine konservative Schätzung.

Wobei wir bei dem generellen Problem sind, Opfer von Hungersnöten oder rücksichtsloser Wirtschaftspolitik zu messen. Jeder „weiss“ von den Millionen Toten der Hungersnot 1932/33, oder den Opfern des „Grossen Sprungs“ in China (zum Nachdenken https://blog.hiddenharmonies.org/2013/01/17/another-look-at-the-great-leap-forward/ ).

Der Journalist Georg Blume berichtete, praktisch unbemerkt, dass seit Einführung des neoliberalen Programms in Indien (das war schon lange vor Modi, mit dem es nicht besser wurde) 4 Millionen Kinder jedes Jahr an Unterernährung vor Erreichen des Erwachsenenalters sterben. Das passt aber nicht als Rajiv Gandhi/Modi töten zig Millionen ins Narrativ. Dabei setzte das zumindest deutlich erst nach der neoliberalen Wende ein.

Christa Meist
7 Monate zuvor

@Rudi K
Du hast die Möglichkeit – genauso wie deine Gegner in der Argumentation – dich auch mit deren philosophischen und naturwissenschaftlich- mathematischen Grundlagen zu befassen, die bis zu den Atomisten der Antike und den damaligen ersten Berechnungen zur Kugelgestalt der Erde zurückreichen. Das hilft beim Argumentieren. Die meisten Linken verzichten nicht darauf, die Schriften ihrer Gegner kennenzulernen.
Frühe Materialisten wie z. B. Demokrit, Epikur oder Lukrez wären sicher lehrreich, wolltest du in der Debatte über politischen Idealismus und politischen Realismus gewinnen. Man kann den Feind dann besser einschätzen. Du hast hier schlechte Karten. Sehr schlechte Karten. Um zu lernen brauchst du keine Reichtümer. Noch gibt es öffentliche Bibiotheken und antiquarische Bücher.

Last edited 7 Monate zuvor by Christa Meist