Eine unbequeme Wahrheit

Die Klimawende ist natürlich ein realistisches Ziel. Wir müssen bloß verzichten, kürzertreten, wieder ein bisschen mehr wie 1830 leben: Dann klappt das schon mit dem Klima. Und weil das wohl die einzige realistische Alternative ist, ist die Klimawende dann doch wiederum kein realistisches Ziel.

Ich wundere mich regelmäßig über diese Aufbruchsstimmung und Zuversicht, wenn es darum geht, das Klima zu retten. Der Kanzlerin Ausspruch, dass wir das schaffen, scheint in etlichen klimatischen Sonntagsredenmomenten schier allen auf der Zunge zu liegen. Das hört sich dann immer so an, als sei die Rettung nur eine Sache des Willens. Man müsse es nur genug wollen, dann ist die Klimawende in greifbarer Nähe. Es ist völlig egal, wen man in dieser Debatte fragt: Dass es vielleicht gar keinen Weg aus der Misere geben könnte, sagt keiner. Alle sind sie beseelt davon, dass es den einen Ausweg gibt. Und schon alleine das halte ich für befremdlich. Ich glaube nicht an diesen Rettungsoptimismus. Die Welt funktioniert nicht als Wille und Vorstellung. Sie funktioniert nach inneren Zwängen. Und die kann man nicht mehr so einfach abstellen.

Was mir außerdem aufstößt: Keiner sagt die Wahrheit. Alle drucksen sie herum. Sogar die vermeintlich schonungslos ehrliche Haut namens Greta. Denn natürlich gibt es genau einen Ausweg, genau einen Pfad, der zur Klimarettung führt: Wir müssten wieder zurück zu einem Lebensmodell wie – sagen wir mal – 1830. Und genau darin steckt das Problem: Das will keiner. Aber es ist die Wahrheit: Klimarettung bedeutet, sich zurück zu orientieren. Kennen Sie jemand, der das will? Ich nicht. In nostalgischen Stunden stelle ich mir freilich vor, dass damals das Leben authentischer war. Aber einen Acker bestellen möchte ich trotzdem nicht müssen. Und so ein kühles Bier direkt aus dem Kühlschrank: Ich verzichte gerne auf Etliches – aber darauf nicht. Was nützt mir die Klimarettung, wenn das Bier warm ist?

Tiefer, langsamer, näher

Die gute Nachricht ist: In die Steinzeit zurück müssen wir nicht. Das sagen ja oft jene Klimaskeptiker – auch so ein Wort! -, die es besonders brutal deutlich machen wollen. Wahrscheinlich reicht es, wenn wir die Uhr knapp 200 Jahre zurückdrehen. Aber ehrlich gesagt, der Steinzeitkommunismus, den man vor vielen Jahren in Kambodscha fand, war weitaus klimaverträglicher als jede ökologisch noch so gut aufgestellte Kleinstadt in Deutschland. Nur so leben will im Grunde keiner müssen. Es ist unbequem, nicht oder kaum planbar und über die Sterblichkeit reden wir erst gar nicht. Gut, die soziale Frage wäre damit natürlich auch gleich mit beantwortet, denn in so einem Modell gibt es diese Frage schlicht nicht, weil sie keiner mehr stellt – wer Hunger hat, fragt wenig und jagt viel.

Mit der Steinzeit hausieren zu gehen, beinhaltet einen Grundgedanken, den auch ich teile: Zivilisation bedeutet immer, dass Menschen ihren Fußabdruck hinterlassen, Ressourcen verwerten, ja auch ausbeuten. Es bedeutet, sich aus dem Naturzustand zu erheben, um sich die Natur untertan zu machen – das klingt jetzt biblisch, ist deswegen aber noch lange nicht falsch. Doch wahrscheinlich ist Zivilisation auch möglich, ohne gleich das Klima zu zerschießen und den Planeten unrettbar zu plündern. Nur ist es mit ziemlicher Sicherheit nicht die Highspeed-Zivilisation von heute, die diesen Spagat vollbringen wird. Sie ist gar nicht dafür gemacht – und sie ist überdies auch nicht dafür ausgelegt, eine Exit-Strategie aus den eigenen Gesetzen zu vollziehen. Alles, was darauf aus ist, die Highspeed-Prinzipien zu bremsen, führt unweigerlich zum Zusammenbruch – und damit zu Verteilungskämpfen, Unruhen und Bürgerkrieg.

Den Koloss zu entschleunigen, ihn runter zu bremsen, führt freilich auch zu Besitzstandswiderständen. Wie will man einer ganzen Generation denn erklären, dass nicht mehr 2021 sein soll? Dass wir jetzt ins Biedermeier zurückrudern? Wie will man es denen erklären, die den Wohlstand unserer Zeit leben konnten, Menschen also, die meist aus unseren Gefilden stammen? Und wie will man es erst denen darlegen, die irgendwann mal da hin wollten, wo der Westen heute steht? Die auf einen Kühlschrank, auf ein Auto warten und hoffen, bald auch mal Flugreisen unternehmen zu können?

Ach so? Es gibt Hoffnung? Was denn bitte? Die Elektromobilität? Ach nee, ich bitte recht schön: Das ist doch keine Perspektive. Dazu braucht es im großen Stil seltene Erden – und die sind, nun ja: Selten! Schwer abzubauen, fast immer unter Einsatz von Menschenleben. Und ob 44 Millionen E-Autos – so viele PKWs gibt es momentan in Deutschland – einfach mal so aus dem hiesigen Stromnetz versorgt werden können: Ich melde stille Zweifel an, nicht zu laut, ich möchte die Tagträumer ja nicht wecken.

Der übernächste Krieg wird nur noch mit Pfeil und Bogen entschieden

Gut, für manche Öko-Seele ist das natürlich ein Ausweg aus dem Dilemma – jedenfalls aus dem eigenen Dilemma, ein reines Gewissen haben zu können. Denn besser wird die Welt ja nicht. Nur vielleicht die eigene kleine Öko-Blase. Der biologische Fußabdruck wird ja exakt mit jenem Fuß vermessen, der ansonsten jene tritt, die für wenig Geld und wenig Arbeitssicherheit Lanthan, Lithium oder Kobalt abbauen müssen. Wenn jetzt auch noch jene schwarzen Menschen, die wir in anderen Debatten ganz vorsichtig und menschenlieb als PoC vorgestellt bekommen, sich daran halten und ihren Wunsch nach einem modernen Leben mit einem E-Auto krönen, dann wird die Welt ganz ganz bald ein besserer Ort mit prima Klima und vielen glücklichen Picknickkörben auf allen Wiesen.

Nochmal: Natürlich müssen wir es schaffen, das Klima zu regulieren. Müssten! Konjunktiv bitte. Was aber ist eigentlich, wenn wir es nicht schaffen aus oben genannten bzw. angerissenen Gründen und Bedenken? Zweifel dieser Art werden als Defätismus abgetan, als Schwarzmalerei, als Unkerei und Endzeitstimmung. Dabei sind Zweifel nichts davon – sie sind berechtigt. Wie eigentlich immer. Zweifel sind der Rohstoff jeder intelligenten Debatte. Und in dieser Frage sind Zweifel Teil einer unbequemen Wahrheit.

Albert Einstein war der Ansicht, dass der übernächste Krieg wieder mit Pfeil und Bogen entschieden würde. Er spielte auf den Overkill, auf einen drohenden Atomkrieg an. Nach einem solchen, so glaubte er, landen wir wieder in der Steinzeit. In so einem Szenario, entschuldigen Sie meinen Pessimismus, könnte es mit der Klimawende noch was werden. Wenn wir mal ausblenden, dass dann alles verseucht ist – bitte jetzt nicht kleinlich werden, seien Sie so gut. Ein solches Szenario ist vermutlich das einzig denkbare, in dem sich die Menschheit zurück orientiert, steinzeitlicher wird – freiwillig geschieht das nie und nimmer. Wer verschenkt denn freiwillig seinen Lebensstandard? Nur nach der größten anzunehmenden Katastrophe findet man sich damit ab – und das eben nicht ganz freiwillig. Manche nennen die Menschheit daher dumm. Ich nicht: Ich halte das für normal – und für menschlich.

Haben wir also einen Plan B, falls die Menschen hienieden nicht dazu bereit sind, sich freiwillig vom (nennen wir es mal) Wohlstand – oder wie Menschen in der Dritten Welt: von der Idee des Wohlstandes – zu verabschieden? Pläne über unterirdisches Leben vielleicht? Wäre auch nicht mein Favorit. Aber was soll man machen, mir wäre lieber unter Tage zu bloggen als gar nicht mehr. Und es wäre mir lieber, wenn man da ehrlich wäre und nicht so verdruckst optimistisch und anpackerisch. Denn wenn Menschen mit besten Absichten was anpacken, braucht man fast immer einen Alternativplan.

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Schwitzig
Schwitzig
7 Monate zuvor

Eine interessante Betrachtung. Ich denke, dass wir in Bezug auf anthropogene Effekte viel Selbsttäuschung sehen.
Rational betrachtet läuft es darauf hinaus, dass Menschen ihre Umwelt verändern. Mehr Menschen verändern sie mehr. Also muss man sich die Fragen stellen, wie man damit umgeht und da wäre die erste wichtige, wie man mit den Veränderungen umgeht.
Schutzmaßnahmen wie Überflutungsflächen, Pflanzungen etc. um mit den sich verändernden Bedingungen umzugehen.Populationskontrolle. Da bieten sich gerade mit neuen „Impfungen“ ganz neue Möglichkeiten abseits von Kriegen.Lebensqualitätreduzierung.Um „Lebensqualitätreduzierung“ in schmerzhaftem bis tödlichem Ausmaß zu vermeiden, sind meiner Ansicht nach Punkt 1 und 2 unvermeidlich. Aber speziell Punkt zwei ist ein Tabuthema und genau deswegen wird das nichts mit Klimaschutz bzw. -stabilisierung, was eigentlich gemeint ist.

niki
niki
Reply to  Schwitzig
7 Monate zuvor

Ich sehe jedenfalls auch keine Lösung diesbezüglich. Der Mensch ist ein saudämlicher kleiner Nacktaffe, der die Kurve nicht bekommen wird. Nicht einmal ansatzweise.

„Lebensqualitätreduzierung“

Was bedeutet das konkret?
Kein Auto mehr für jedermann? Keinen Urlaub mehr im Ausland oder gar weiter als 500km weg? Eine zugeteilte Strommenge? Fleischverbot? Zuteilung das Recht Eltern zu werden?
Ich bin noch zu müde um mir irgendetwas konkret darunter vorzustellen!

Jedenfalls wird die Zukunft echt böse werden…

GoAlive
GoAlive
Reply to  niki
7 Monate zuvor

Der Mensch ist ein saudämlicher kleiner Nacktaffe, der die Kurve nicht bekommen wird. Nicht einmal ansatzweise.

Sie haben das Narrativ der Weltregierung schon gut verinnerlicht. Obgleich es die Konzerne sind, die im großen Stil die Umwelt zerstören und es denen in die Schuhe schieben, die außer diesen umweltschädlichen Produkten inzwischen keine Alternative mehr zum leben haben, ist selbstverständlich der normale Mensch für SCHULDIG erklärt und bereit, über seine missratene Affennatur brüten, während sich Oberaffen überlegen, wie sie den Nacktaffen am besten loswerden.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  GoAlive
7 Monate zuvor

@GoAlive

Naja, jedes Ding hat mindestens 2 Seiten.

In den Konzernen sitzen ja die Gleichen „Nacktaffen“ wie auf der Konsmentenseite und wirklich unschuldig ist keine Seite.

Die Masse läßt sich ja auch einreden, dass sie all die schönen und „nützlichen“ Dinge bräuchte, die von den Konzernen beworben werden.

Am Ende sitzen Alle im gleichen Boot, ( außer vielleicht Elon Musk, wenn er auf einer Paradiesinsel durchs All schwebt 🙂 ).

Und wir Alle akzeptieren ja auch, dass sich eine Minderheit weit mehr Resourcen unter den Nagel reißt, als ihren Kraft Geburt zustehenden 7 Milliardstel Anteil.
Viele von uns würden liebend gernen mit denen tauschen, sonst könnten sie ja das ganze Statusgehabe einfach sein lassen und müßten sich nicht durch überbordenen Besitz definieren.

Last edited 7 Monate zuvor by Robbespiere
GoAlive
GoAlive
Reply to  Robbespiere
7 Monate zuvor

Da sagen Sie was Richtiges: die einen Nacktaffen reißen alles an sich und die anderen beneiden sie drum. Ist das nicht die Definition von Kapitalismus und Kommunismus?

Der Unterschied zwischen beiden und das, wovon die „unteren“ Nacktaffen nicht ahnen ist, dass die ursprünglichen gierigen Exemplare zuerst auf einen Berg geklettert sind, um einen Überblick zu bekommen, und dass dieser Aufstieg Geschick und Rücksichtslosigkeit nicht nur gegen andere, sondern auch gegen sich selbst bedeutet hat. Deshalb glauben die Nacktaffen, die oben angekommen sind, dass sie besonders sind, besonders stark, klug und mutig, und sie halten sich für eine Elite. Die Nacktaffen unten aber verstehen das nicht und können sich nicht vorstellen, dass irgend jemand auf der Welt einen anderen Wunsch haben könnte als den, dass es ihm immer gut geht. Sie steigen nicht auf Berge, sondern jagen – oft unter erbärmlichen Bedingungen – diesem scheinbaren Glück nach ohne zu verstehen, dass es keines ist.

Wenn Sie nun denken, dass ich damit Nietzsche erklärt habe, haben Sie Recht.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  GoAlive
7 Monate zuvor

Wenn man Deinem Kommentar folgt, könnte man meinen, dass Kapitalismus mit dem Zwang alles und jedes zu verwerten, eine angeborene Eigenschaft der nackten Raubaffen ist. Ist es aber nicht, wie man noch an vielen Naturvölkern beobachten kann. Im Grunde ist dieses System sogar recht jung, gemessen an der Geschichte der Menschheit. Meine These ist deshalb, dass wir ein System verstetigt haben, was von der Wiege bis zur Bare systemkonforme Menschen erzeugen, die wiederum systemkonforme Menschen erzeugen.

Ich wer sonst
Ich wer sonst
Reply to  Heldentasse
7 Monate zuvor

Naturvölker überfallen sich gegenseitig und rauben sich die Frauen. Der gleiche Scheiß, nur mit anderen Mitteln.

GoAlive
GoAlive
Reply to  Heldentasse
7 Monate zuvor

Es gibt eine Frage, die mir noch niemand hat beantworten können:

Wie kam der Kapitalismus in die Welt?

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  niki
7 Monate zuvor

Lebensqualität Reduktion bedeutet nach neoliberaler Globalistendiktion Verhältnisse wie in Bangladesch. Die 1% „Eliten“ sind natürlich ausgenommen.
Das ist auch genau der Kurs, den die Bündnis 88/Olivgrünen verfolgen, auch wenn Ihnen das wahrscheinlich selbst nicht klar ist.

Christa Meist
Reply to  Schwitzig
7 Monate zuvor

Alle Lebewesen stehen in Wechselbeziehungen zur ganzen Erde. An der Zunahme ihrer Populationen pflegen Darwinisten ihren „Erfolg“ abzulesen. Diese Zunahme ist nicht exponentiell, sondern wird durch die anderen Komponenten des Systems begrenzt. Das gilt für Menschen und Ameisen gleichermaßen. Auch wenn die notorische menschliche Selbstüberschätzung unterstellt, mensch könne seine Rolle in der Welt selbst definieren. Über den Erhalt der menschlichen Lebensbedingungen diskutieren vorzugsweise Menschen, die noch nie beobachtet haben, wie schnell z. B. die Leiche einer Wühlmaus spurlos verschwindet, nachdem eine geschickte Katze sie erwischt hat. Sie hängen lieber den Katzen Glöckchen um, damit sie für andere Tiere nicht zur Bedrohung werden.Ich kenne keine Art, die so wie der Mensch darauf angewiesen ist, sich selbst Einhalt zu gebieten. Es wird ihm deshalb wahrscheinlich auch nicht gelingen.

GoAlive
GoAlive
Reply to  Christa Meist
7 Monate zuvor

An der Zunahme ihrer Populationen pflegen Darwinisten ihren „Erfolg“ abzulesen.

Das ist nicht richtig. Darwinisten lesen ihren Erfolg daran ab, wie gut es ihnen gelingt, andere Völker mit Gewalt und Betrug zu beherrschen und auszubeuten. Dabei überlegen sie sich durchaus auch, wie sie die „Minderwertigen“ und „Unnützen“ beseitigen können. Letzteres nennt sich dann Eugenik, und sie ist unmittelbar mit dem Darwinismus in UK entstanden durch den Cousin Darwins, Sir Francis Galton. Er hat umgehend damit begonnen, Daten zu sammeln und Statistiken zu entwerfen, die versuchten, die Minderwertigkeit zu erklären und zu quantifizieren.

Nicht unlogisch am eugenischen Standpunkt ist ihre Überlegung, dass jemand, der mit Medizin und Hygiene für Vermehrung und Langlebigkeit sorgt, sich auch irgendwann überlegen muss, wie er Platz schafft. In China war die 1-Kind-Politik eine Maßnahme, aber die meisten anderen belassen es nicht bei der Geburtenkontrolle.

Christa Meist
Reply to  GoAlive
7 Monate zuvor

Dem stimme ich nicht zu. Ihr Begriff von Darwinismus ist mir zu eng politisch auf die Begründung von Staatsgründungen bezogen.
Bei den aktuell lebenden und praktizierenden amerikanischen Eugenikern kann man Erwerbsinteresse schwer von hilfreichen Maßnahmen zu geplanter Elternschaft und verheimlichten Impfzusätzen zur Anwendung in unterentwickelten Ländern unterscheiden. Wer die dazugehörigen ideologischen Wesenszüge in den Auslassungen des Menschenfreundes Gates jun. erkennt, wird umgehend als Verschwörungstheoretiker markiert.
Die Existenz des Begriffs Blutsdeutsche für einheimische Unterstützer wie auch naturalisierte polnische, ukrainische, weißrussische, kroatische und südtirolerische Kollaborateure der Faschisten oder der „arische“ Hirgrund des Ku-Klux-Clan sind keine gute Grundlage zur Bewertung von Forschungsansätzen in der Biologie. Genauso wenig wie die Kategorisierung von Sprachen des östlichen Mittelmeerraums als semitische dazu herhalten kann, die unterliegenden Konflikte zwischen einem nationalistischen Staat Israel, friedliebenden Mitgliedern jüdischer Gemeinden und arabisch sprechenden Menschen zu verstehen. Nicht jeder ideologische Furz gegenwärtiger Zeitgenossen verdient es in Beziehung gesetzt zu werden mit historischen Wurzeln, die er vortäuscht oder propagandistisch verfälscht anwendet.
Sowohl Lamarcks als auch Darwins Ansätze zur Ausdifferenzierung der Arten bestimmen immer noch einen großen Teil biologischer Forschungsansätze und der Pflanzen- und Tierzucht und Teile der anthropologischen Forschung. Nicht nur Genetiker haben den Gurken und den Artischocken den bitteren Beigeschmack abgewöhnt, sondern auch traditionelle Züchter, weil der sog. moderne Mensch ihn nicht mehr mag und statt dessen lieber pflanzliche Bitterstoffe in Kapseln kauft. Ist ja irgendwie wissenschaftlicher und deshalb angeblich zielgerichtet medizinisch-therapeutisch. Ganz begeistert sind wissensfreie Bio-Label-Kunden von gengeschnippelten kleinwüchsigen modischen Früchten, mit denen sich Gerichte so hübsch dekorieren lassen.

GoAlive
GoAlive
Reply to  Christa Meist
7 Monate zuvor

Seltsam, dass Ihre Antwort so gar nichts mit den von mir angerissenen Ursprüngen der Eugenik zu tun hat.

Eugenik war von Anfang an durch deren Vertreter, angefangen mit Galton, vom Gedanken getrieben, das „Minderwertige“ zu identifizieren und loszuwerden, damit es die „Höherentwicklung“ der edlen weißen Rasse nicht behindert. Daran gemessen ist weder Bill Gates familiär gewachsene Vorliebe noch der KuKluklan ein „Betriebsunfall“, sondern absolut im Sinn derer, die die Eugenik mit genau solchen Ziele aus der Taufe gehoben haben!

Dass es auch fallweise (und je nach Interpretation) „segensreiche“ Produkte gegeben hat, z.B. bezogen auf Krebsbehandlung, ändert absolut nichts am Ursprung dieser „Eugenetik“ und schon gar nichts an der Frage, wer denn nun über Fluch und Segen entscheiden dürfen soll.

Last edited 7 Monate zuvor by GoAlive
Schwitzig
Schwitzig
Reply to  GoAlive
7 Monate zuvor

Wer ist eigentlich „Eugen“?

SCNR 🙂

GoAlive
GoAlive
Reply to  Schwitzig
7 Monate zuvor

eugenes, griechisch, „von edler Abstammung“, „edel geboren
Es setzt sich zusammen aus „eu“ für gut und „genesis“ für Werden, Entstehen.

Rudi K
Rudi K
7 Monate zuvor

Das ist ein interessanterArtikel. Allerdings stimmt das mit den „seltenen Erden“ nicht. Die Elemente Lithium und Kobalt gehören einfach nicht zu den „seltenen Erden“. Und wirklich selten sind diese auch nicht. In alten Feuerzeugen bestanden die Zündsteine zum Teil aus dem Metall Cer was zu diesen Elementen gehört.

niki
niki
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Stimmt. Die seltenen Erden sind nicht wirklich selten. Nichtsdestotrotz werden wir in gewaltige Ressourcenprobleme reinsteuern.
U.a. Phosphor, welches für den Anbau in der Landwirtschaft sehr wichtig ist…

Mensch
Mensch
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

…und auch der ausbeuterische Lithium-Abbau ist leider kein Problem, das nur auf die E-Mobilität zutrifft.

Im Energiesektor ist es hierzulande die verstromte Steinkohle, für die in fernen Ländern Menschen teils gar ihr Leben lassen. Die eigene Steinkohle wird nun gar nicht mehr gefördert obwohl noch im Überfluss vorhanden. Die sogenannte Energiewende ist für diese Entscheidung nicht einmal die halbe Wahrheit.

Bis hier das letzte Steinkohlekraftwerk vom Netz geht (2038), ist für deutsche Steinkohlekraftwerk locker 50 Jahre lang billige Steinkohle, für die in der en Ländern Menschen gefährdet und ausgebeutet wurden und werden, eingekauft und um den halben Globus verschifft worden. Der deutsche Steinkohlebergbau, der eingestellt wurde, war zuletzt sauber, sicher und hatte gut bezahlte Arbeitsplätze zu bieten, was ihn selbstverständlich teuer machte.

Trotzdem stimme ich Roberto insgesamt zu. Mittels E-Mobilität den Fuhrpark der Deutschen 1:1 zu ersetzen, dürfte nicht gelingen können. Dabei wäre die Versorgung der Autos mit Energie eher keine unüberwindbare Barriere. Die dazu notwendige Infrastruktur zu schaffen schon eher. Ganz davon abgesehen, dass das eh unsinnig wäre das Vorhandene 1:1 zu ersetzen. Neue Verkehrskonzepte müssen her. Die Jahrzehnte lange Vernachlässigung des ÖPNV und der Bahn ist für die Misere mitverantwortlich. Hier spielt sich gerade die Politik als Retter in der Not auf, obwohl sie das Problem mitgeschaffen und somit zu verantworten hat.

Nicht zu vergessen, die ganzen Wasserprediger, die selbst ein Leben lang aus den Vollen geschöpft haben – nach ihnen die Sintflut – und heute alibimäßig Tesla fahren, Nullenergiehäuser bewohnen, aus den Windparks in der Nordsee gute Gewinne abgreifen, auch wenn die dort erzeugte Energie zum Teil immer noch verpufft
werden muss, weil die Trassen fehlen um sie dorthin zu leiten wo sie gebraucht wird und die Umwelt mit CO2-Zertifikatehandel zu retten gedenken.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Mensch
7 Monate zuvor

Die deutsche Steinkohle war immer schon teurer als etwa die aus den USA. In den USA liegt sie nicht so tief unter der Erde wie in Deutschland.

Mensch
Mensch
Reply to  Rudi K
7 Monate zuvor

Hier lag sie Anfangs auch nicht tief, war dann bei stetig steigendem Energiebedarf aber recht schnell abgebaut und es wurde halt immer tiefer gebuddelt. Der Arbeitsschutz und die Löhne waren hier gerade zuletzt eine teure Angelegenheit.

Wobei die Weltmarktpreise für Kraftwerkskohle starken Schwankungen unterliegen, ohne dass das nur durch Förder- und Transportkosten zu begründen wäre.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163040/umfrage/entwicklung-des-preises-fuer-kraftwerkskohle-seit-1975/

Gaby
Gaby
7 Monate zuvor

Spannend, denn im Prinzip müsste man auch auf eine Grundsatzdiskussion zurückkehren. Und die hat durchaus etwas mit deiner – vielen Menschen ‚unschmäcklichen‘ – Einstreuung

[..] um sich die Natur untertan zu machen. [..]

zu tun.

Gen 1, 28: „Macht euch die Erde Untertan“
Es wird gern versucht zu lösen was mit ‚untertänig‘ gemeint sei.
Meiner Ansicht nach der falsche Ansatz. Vielleicht sollte man erst einmal schauen was mit ‚Erde‘ gemeint ist. Mir dünket, als diese Überlieferungen niedergeschrieben wurden, wusste keiner von einer, im Weltall eiernden Kugel. Bei dem Begriff ‚Erde‘ denke ich – zuvorderst jedenfalls – an Erdboden, Muttererde, ect. Das nutzbarmachen von fruchtbaren Böden um sich daraus/damit ernähren zu können.

1830 fänd‘ ich jetzt persönlich – für mich – gar nicht so schlimm; lieber wäre mir so um 1745-1749. Aber gut, kann sich ja niemand aussuchen *zwinker

Danke für ein paar neue Denkanstösse,

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Gaby
7 Monate zuvor

Guude!
Also…ich fände 1830 ja eher net ganz so extrem super…wo soll ich da noch meine Ente volltanken können???

Gaby
Gaby
Reply to  ChrissieR
7 Monate zuvor

Hmm.. Ich musste gerade an ein Tretboot und Dynamos denken und dachte dann ‚verdammt, Pedalen wurden erst 37 Jahre später erfunden‘ – damit brauch ich dann auch nicht mehr über Dynamos, oder gar die Erfindung des Autos nachdenken. Ehhhmm… wurscht.
Ich gestehe, ich bin ein altbacken Kutschen-Fan 😎, da mache ich mir über Betankung im Jahre 1830 höchstens Gedanken, wenn es um den Transport von Hopfen geht 😁

Edit 20 Minuten später :
Kopfkino; eine Ente mit einem Pferd vorgespannt…

Last edited 7 Monate zuvor by Gaby
ThinMan
ThinMan
Reply to  Gaby
7 Monate zuvor

Hallo!

Ich hab jetzt keinen Link, habe aber gelesen das kürzlich der Pabst gesagt hätte, Kirchenhistoriker bzw. Bibelforscher haben das falsch übersetzt/interprtiert.

Richtig müßte es heissen:

„Macht Euch der Erde untertan“

ThinMan

Gaby
Gaby
Reply to  ThinMan
7 Monate zuvor

Dann passt mein Verständnis ins Bild. Danke. Ein klassisches „Teekesselchen“?

Last edited 7 Monate zuvor by Gaby
Frust
Frust
7 Monate zuvor

Schaut man sich den Zustand der Welt und den Gesellschaften an, ist dieser zum größtenteil darauf zurück zuführen, dass es kein gesundes Geld gibt.
Da wir alle wissen dass unser derzeitiges Geld in Zunkunft viel weniger wert sein wird, besteht kein Anreiz langfristig zu denken. Statt dessen kaufen wir Waren die wir eigentlich nicht brauchen, nur um für unser Geld überhaupt etwas zu bekommen.

Hätten wir ein gesundes Geld würden wir viel langfristiger denken, denn der Wert des Geldes würde nicht nur gleich bleiben sondern sich sogar vergrößern. Deflation statt Inflation. Leider ist es für die meisten nicht vorstellbar das das funktionieren kann, weil die Experten der Zentalbanken und so hochkompete Wirtschaftsminister wie z.b. Altmeier, es ja besser wissen.

Gold war lange Zeit ein gesundes Geld und mit dem Fiat-Geld lief es solange es am Gold gekoppelt war auch einigermaßen.

Jetzt gibt es seit gut einem Jahrzehnt mit Bitcoin ein gesundes Geld (was sich natürlich noch entwickeln muss). Man sollte sich mit Bitcoin mal neutral auseinander setzen. Nicht einfach dem Mainstream glauben das Bitcoin ja nur für Drogen genutzt wird und das der Energiverbrauch ja so schrecklich hoch ist. Bitcoin wird dann immer mit irgendwelchen Ländern verglichen aber nicht mit dem total nutzlosen und schädlichen Energieverbrauch des weltweiten Militärs ( https://www.nutze-deinen-kopf.de/bitcoin/ )

Bitcoin ist ein gesundes Geld da es nicht von einer zentralen Instanz gesteuert wird und da es um ein für immer begrenztes Gut handelt (21 Millionen Stück. Wobei jeder einzelne Bitcoin in 100 Millionen Satoshis unterteilt ist. Man kann sich also auch nur kleinste Anteile kaufen).

Wie konnte Bitcoin es schaffen innerhalb von nur 12 Jahren so einen Wert zu erreichen obwohl es keine Zentrale Instanz gibt, keine Marketingabteilung? In El Salvator ist es schon offizielles Zahlungsmittel (neben dem Dollar).

Staaten können mit Hilfe der Zentralbanken die Geldmenge jederzeit ausweiten. Das führt dazu das derjenige der etwas Geld gespart hat enteignet wird (Inflation) und das unsinnige Sachen bis hin zum Krieg damit finanziert werden.

Mit einem gesundem Geld sähe unsere Welt bestimmt nicht perfekt aus, aber deutlich besser.

GoAlive
GoAlive
7 Monate zuvor

Das hört sich dann immer so an, als sei die Rettung nur eine Sache des Willens. Man müsse es nur genug wollen, dann ist die Klimawende in greifbarer Nähe

Das Geschäft mit der angeblichen Klimarettung ist tatsächlich „nur eine Frage des Willens“ des neuen totalitären Regimes in Europa, denn längst und sogar vor vonderLügen haben die geschmierten das Oben den DEAL schon eingefädelt mit Bill dem Grünen:

Knowledge Partner: Zukunftsweisende Partnerschaft – Catalyst von Bill Gates für die EU (2.06.2021)Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bill Gates haben heute eine zukunftsweisende Partnerschaft zwischen der Europäischen Kommission und dem Programm „Catalyst“ von Breakthrough Energy angekündigt, mit der Investitionen in essenzielle Klimatechnologien für eine klimaneutrale Wirtschaft angekurbelt werden sollen. Die anlässlich des sechsten Ministertreffens zur Innovationsmission präsentierte neue Partnerschaft zielt darauf ab, im Zeitraum 2022-2026 neue Investitionen von bis zu 820 Mio. EUR (1 Mrd. USD) für groß angelegte kommerzielle Demonstrationsprojekte für saubere Technologien zu mobilisieren, um die Kosten zu senken, die Projekte rascher umzusetzen und die CO2-Emissionen – so wie im Übereinkommen von Paris vorgesehen – erheblich zu senken. Mit dieser neuen Partnerschaft sollen Investitionen in ein Portfolio hochwirksamer EU-basierter Projekte in zunächst vier Sektoren fließen, die mit ihrem Potenzial einen großen Beitrag zur Verwirklichung der folgenden wirtschafts- und klimapolitischen Ziele des europäischen Grünen Deals leisten können:
·       grüner Wasserstoff,
·       nachhaltige Flugkraftstoffe,
·       direkte Abscheidung aus der Luft und
·       Energiespeicherung über lange Zeiträume.
Mit dieser Partnerschaft wird angestrebt, wichtige klimaschonende Technologien in größerem Maßstab einzuführen und den Übergang zu nachhaltigen Industrien in Europa zu beschleunigen.
Die EU unterstützt (aufbauend auf den durch frühere EU-Programme für Forschung und Innovation geförderten Partnerschaften) im Rahmen des Programms Horizont Europa eine Reihe von Partnerschaften, mit denen private Mittel für die Bewältigung drängender globaler Herausforderungen und die Modernisierung der Industrie durch Forschung und Innovation mobilisiert werden. Über einen mit 100 Mio. EUR dotierten, 2019 mit „Breakthrough Energy Ventures“ eingerichteten Investitionsfonds konnten vielversprechende Investitionen in wichtigen energierelevanten Branchen getätigt werden, in denen Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels unerlässlich sind.
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_21_2746 (2.06.2021)

Breakthrough EnergyEstablished in 2015 by Bill Gates and a coalition of private investors concerned about the impacts of accelerating climate change, Breakthrough Energy supports the innovations that will lead the world to net-zero emissions.
We are building on the proven model of public-private partnerships that Gates has already used to transform health, education, and public welfare around the world. Breakthrough Energy is a network of entities and initiatives, including investment funds, nonprofit and philanthropic programs, and policy efforts linked by a common commitment to scale the technologies we need to achieve a path to net zero emissions by 2050. 
https://www.breakthroughenergy.org/our-story/our-story

Die Mitglieder
The group is spearheaded by Bill Gates, who previously announced a personal $2 billion investment,[5] and includes:[6][7][8]
·       Jeff Bezos
·       Marc Benioff
·       Mike Bloomberg
·       Richard Branson
·       Reid Hoffman
·       Jack Ma
·       George Soros
·       Tom Steyer
·       Meg Whitman
·       Mark Zuckerberg
·       University of California, the sole institutional investor at launch[9]
·       Nat Simons
·       Mukesh Ambani[10]
https://en.wikipedia.org/wiki/Breakthrough_Energy

Ach so: nein, gefragt werden Sie nicht, denn Sie sind ja Umwelt und kein Stakeholder. Das ist genauso wie beim Virus. Genaugenommen werden Sie NIE WIEDER gefragt.

1830 ist womöglich optimistisch, denn damals mussten sie sich noch nicht mit Bills künstlich gemachten Katastrophen wie SCOPEX u.ä. herumschlagen.

Christa Meist
7 Monate zuvor

„Der Verzehr gerösteter Ameisen in Bitterschokolade hilft Afrika.
Damit keine Kalorie vergeudet wird, putze ich ab morgen kein Gemüse mehr.
Weil Soja besser ist als Sau, kaufe ich statt Leber chilenische Avocados.
Bier soll erschwinglich bleiben, deshalb habe ich im Garten ein Trockenklo.
Ich helfe Polkappen und Eisbären indem ich mit 12 ° im Wohnzimmer zufrieden bin.
Alle anderen sind Egoisten.“ – Anzunehmen ist: So wird es nicht klappen. Durch umfassende Abrüstung schon eher. Vorausgesetzt man macht aus den Schwertern keine Antquitäten, sondern schmiedet sie tatsächlich um: zu Pflugscharen, die für die lebendige Arbeit von Tieren und Menschen genutzt werden. Dann könnte es aber für die allmonatliche Impfung nicht reichen.

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Christa Meist
7 Monate zuvor

Korrekt – die mit Abstand größte Umweltsau ist das Militär. Allen voran das amerikanische.
Zusammen mit den Kriegen sind diese Leute die Hauptverantwortlichen – aber an die trauen sich die Gretas nicht ran: „How dare you?“

Clarisse
Clarisse
7 Monate zuvor

Das sich das Klima wandelt ist ja normal und ich finds eigentlich auch okay, mir ists hier eh viel zu kalt. Da vorwiegend die Reichen dafür verantwortlich sind glaube ich allerdings kaum das man dieses „Problem“ lösen wird. Der arme Roberto der jeden morgen 90 km mit dem Rad zur Arbeit fährt ist daran ja nicht schuld. Vielleicht können wir ja auch den Ungeimpften oder den Russen das Problem unterschieben.

Pen
Pen
Reply to  Clarisse
7 Monate zuvor

Genau. Schuld sind die Ungeimpften, haha.

Das mit dem Klima ist doch gelaufen. Das Thema eignet sich allenfalls noch dazu, den verlogenen Grünen ein paar junge, verzweifelte oder idealistische Wähler zuzuführen.

Netter Versuch, Roberto.

Pen
Pen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
7 Monate zuvor

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Entschuldigung.

Aber dies Thema überhaupt anzuschneiden, ist sehr mutig, m.E.

GoAlive
GoAlive
Reply to  Clarisse
7 Monate zuvor

Die Ungespritzten sind gesund, werden alt, vermehren sich wie die Karnickel und tragen null zum Biontech-Sozialprodukt bei. Das sind Volksschädlinge!

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Clarisse
7 Monate zuvor

Der arme Roberto der jeden morgen 90 km mit dem Rad zur Arbeit fährt ist daran ja nicht schuld.

Ich dachte immer, dies könnten nur kleine drahtige Menschen schaffen? Für diese famose Leistung ist er aber noch stramm dabei! Ein Wunder der Natur?

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Roberto J. De Lapuente
7 Monate zuvor

Diese Kondition hilft bestimmt wenn sie Dich demnächst zur heiligen Spikung einfangen wollen. Ich stelle mir das so vor wie in „Serengeti darf nicht sterben“, wo sie das ganz große Viehzeugs fangen wollen, es ihnen aber nicht gelingt.

Clarisse
Clarisse
Reply to  Roberto J. De Lapuente
7 Monate zuvor

Aber nur wenn der Akku des E-Rads voll ist, sonst 20 Minuten, das Rad ist dann ja leichter wenn der Akku leer ist. 😉

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Clarisse
7 Monate zuvor

In der Tat ist das so!

Christa Meist
Reply to  Clarisse
7 Monate zuvor

Unterschieben kann man grundsätzlich jede Entscheidung, die unliebsame Folgen zeitigte irgendwelchen Menschen vorangegangener Generationen, wie es Teile der Fridays for Future Bewegung ja auch tun. Viele von ihnen blenden dabei aus, dass diese Entscheidungen fast immer dem Profitinteresse geschuldet waren und sind.
Das Kartell der Hersteller von Glühlampen hat seinerzeit festgelegt, wie lange Glühlampen halten dürfen. Sie sagten, an solchen, die zu dicke Drähte haben, sei nichts verdient. Edisons Exemplar aus Menlo Park brennt der Sage nach seit ihrem Bau ohne Unterbrechung.
Es ist ja nicht so, dass Mensch etwas gegen Nachhaltigkeit hätte. Er müsste dann weniger arbeiten und nicht so oft die Heimat wechseln, weil der Boden nichts mehr taugt. Aber, wie ein Freund gerne sagt: „Nie wieder im Leben ist man so schlau wie mit 14.“ Dabei wird die Zukunft sicher nicht dadurch planbarer, dass man persönlich noch mit einer längeren rechnet.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Christa Meist
7 Monate zuvor

Es ist ja nicht so, dass Mensch etwas gegen Nachhaltigkeit hätte.

Im System spielt die persönliche Einstellung eines Menschen keine Rolle, der muss sich nämlich ganz überwiegend vermarkten um zu überleben, und die Marktteilnehmer unterliegen Gesetzmäßigkeiten die zu etwas wie Nachhaltigkeit gar nicht erst zulassen, m.E.

Sogar der sogn. „Green New Deal“ nur ein Etiketten-Schwindel.

Dabei passt es in meine kleinen Denkrahmen, ohne einen Anspruch auf Richtigkeit, dass die Machteliten im Grunde gerade so etwas wie eine internen Krieg führen, um das System zu stützen, was sonst zusammen krachen würde.

Heldentasse
Heldentasse
7 Monate zuvor

Im diskutierten Kontext gehen die Denkansätze und die Denkrahmen weit auseinander. Ich persönlich glaube nicht, dass der Klimawandel das aller größte Problem ist, sondern das 6. Massen-Aussterben was gerade erst begonnen hat, wobei der Klimawandel eine von vielen Ursachen dafür ist. Ganz ohne Zweifel bricht uns gerade in rasender Geschwindigkeit (viel schneller z.B. als beim 5. Massen-Aussterben, wo die Dinos dran glauben mussten) der Ast weg, von dem wir leben müssen, und wir können es NICHT auf die Dauer mit unserer Technologie sublimieren.

Dabei ist es nicht die Frage wie lange es Menschen geben wird, bzw. wann den Supereichen in ihren Habitaten die Konserven ausgehen, sondern ob diese fatale Entwicklung überhaupt noch reversibel ist? M.E. sind einige wichtige Kipppunkte überschritten, und das System „Erde“ sucht sich nach nicht verhandelbaren Gesetzmäßigkeiten ein neues Gleichgewicht, wo auf die Dauer kein Platz für unsere Art sein wird.

Darum bitte ich auch in Betracht zu ziehen, dass das was wir gerade erleben müssen mit der rasenden Entwicklung hin zu einer Diktatur, eine Reaktion der Machteliten auf diese Naturgesetzlichkeiten ist. Viel weniger Ressourcen auf einem erschöpften Planeten, können für viel weniger Menschen eine längere Überlebensdauer sichern, und die die dabei sind hoffen womöglich auf die Erforschung und die Anwendung von neuer Technologie, den endgültigen Kollaps abzuwenden. (Was ihnen glaube ich aber nicht gelingen kann, weil sie auch nur kleine dumme Menschen sind, die Gott spielen.)

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
7 Monate zuvor

Zustimmung.

https://auf1.tv/

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
7 Monate zuvor

Volle Zustimmung.

Das fängt schon mit den Insekten an, die wir zum Bestäuben unserer Nutzpflanzen dringend brauchen.
Mittlerweile ist man ja schon geneigt zu applaudieren, wenn man ein Summen hört.
Das war vor 30, 40 Jahren noch ganz anders.

Andreas G
Andreas G
7 Monate zuvor

Es ist doch ganz einfach. Die Menschen wollen überleben und aus der Armut entfliehen. Diese Menschen können sich also erst mal nicht um die Umwelt kümmern. Da wir ja einen weltweiten Energiemarkt haben müssen wir uns poltisch einigen. Wenn das aber nun mal bei den vielen Klimakonferenzen scheitert, ja dann war es das….

Christa Meist
Reply to  Andreas G
7 Monate zuvor

Kann man so sehen. Das kapitalistische Profitinteresse führt aber zu ganz anderen Entscheidungen der einzelnen Menschen als die real vorhandene oder nicht vorhandene Möglichkeit durch Tätigsein die eigene materielle Existenz zu sichern. Da kann man konferieren so lange man will.

Last edited 7 Monate zuvor by Christa Meist
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Andreas G
7 Monate zuvor

@Andreas G

Es ist doch ganz einfach. Die Menschen wollen überleben und aus der Armut entfliehen. Diese Menschen können sich also erst mal nicht um die Umwelt kümmern.

Das ist nur zum Teil richtig.
Da wo die Ärmsten der Armen leben, hatte man in der Vergangenheit durchaus ein Bewußtsein, wie man z.B. mit Cleveren Anbaumethoden recht gut überleben kann.

Wer aber erstmal Opfer der Monokultur geworden ist und sich vom Westen ( Saatgut, Pestizide etc.) abhängig gemacht hat, sitzt in der Falle.

ShodanW
ShodanW
7 Monate zuvor

Da hast recht, Roberto, der Gedanke skizziert das Dilemma wieder hervorragend.

Mir ging und geht das auch oft durch den Kopf, auf mich bezogen und andere. Ich kann und will jedenfalls auf so manche Errungenschaft nicht verzichten, egal wie klimaneutral oder eben nicht es ist. Gerade die Schreiköppe stellen sich so auf, man müsse ja jetzt alles Klimaschädliche aufgeben oder eine klimaneutrale Alternative hinstellen. Ja, witzig, wenn man an E-Autos denkt – man denkt nur an die unmittelbaren Effekte und schafft sich neue Probleme. Man beendet den Raubbau, der aktuell ist und schafft einen neuen. Also sind sie überhaupt nicht gewillt, die Zeit zurückzudrehen und dann im Biedermeier zu leben.

Was denkt ihr, wenn die das tatsächlich tun müssten? Dann wären sie wieder völlig irrelevant. Kein Twitter, das ihnen Aufmerksamkeit garantiert, sondern nur reale Welt, in der sie mindestens der Hanswurst von nebenan sind, den die natürlichen Fliehkräfte ins Abseits stellen. Wie würden die denn erreichen wollen, sich relevant und öffentlichkeitswirksam zu machen? Auch zu jener Zeit galt dann das, was heute schon Massenphänomen geworden ist – die Narzissten poltern sich mit Geltungssucht und Lügen an die Spitze und drangsalieren die Massen. Da aber einige Millionen Narzissten nicht gleichzeitig herrschend sein können, würde da Großreinemachen passieren, mit ein paar wenigen an der Spitze. Also, ich würde wirklich mal gerne sehen, wie sie mit einer Schreckensherrschaft zurecht kämen. Shitstorm über Twitter könnte man da ja vergessen.

Zusammenfassend: Man kann nicht einfach ein Bewusstsein und Lebenswandel umswitchen. Völlig unrealistischer Nonsens. Aber als Blasen-Dogma-Kult will man wieder das Unmögliche erreichen, wenn nötig mit allen Mitteln. Auch hier ist der Widerspruch für andere sofort erkennbar, und auch hier wird eher gegenargumentiert, dass man die Glaubwürdigkeit der Person, die solche Widersprüche aufzeigt, herabsetzt. Was treibt sie denn jedes Mal an? Weil die großen Autobauer nun auf Elektro umsteigen, sehen sie sich beflügelt und können jeden Zweifler durch das Trending noch mehr ins Abseits schieben.

Ich erinnere mich noch an VW, wie sie erst noch ihre Verbrenner verteidigten. Urplötzlich wurde umgestellt und ganz anders geredet. Ich habe das Gefühl, das ist den wenigsten aufgefallen. Klammheimliches kann man heutzutage ja prima unterbringen, entweder man lässt es ganz weg oder dekontextisiert es. Da fragt man sich schon: wieso konnte man VW so schnell überzeugen? Was hat dazu geführt? Lag es nur daran, dass Mercedes angekündigt hatte, umzustellen, und man dann im Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten? Noch weiter gedacht: wollen die noch irgendwie im globalen Spiel dabei sein, weil sich die Techriesen schon länger in dem Fahrwasser befinden?

Also mich würde echt mal interessieren, was das alles bedeutet und wie das zusammenkommt. Man kann da nur spekulieren, aber die Macht von Google und Co. hat wahrscheinlich schon mehr Auswirkungen, als wir denken. Sonst würden wir nicht alles in die Richtung drehen, die ihnen zugute kommt.

Doris
Doris
7 Monate zuvor

„Der nächste Krieg wird mit Pfeil und Bogen entschieden“. Wenn es überhaupt so weit kommt.

Gestern bei http://www.anti-spiegel.ru:
Kriegsvorbereitung
Großbritannien bringt hunderte Panzer und anderes Kriegsgerät nach Deutschland
29. November 2021

Heute in den Nachdenkseiten ein Link zu einem Foto in „THE TIMES“ das den Aufmarsch von Soldaten zeigt, bereit in Deutschland gegen die „russische Gefahr“ zu kämpfen.

Warum begreift niemand, worum es Platon in seinem Atlantis-Bericht ging? – Die Menschheit hat sich schon mehrmals am Ende einer Fehlentwicklung selbst ausgerottet. Das war bekannt, bis die katholische Kirche das alte Wissen mit Stumpf und Stiel ausmerzte. Dem Untergang ging ein furchtbarer Krieg voraus. (In der Bibel „Das Jüngste Gericht“)

Wir hätten heute wieder die Möglichkeit, die Welt, wie einst zu zerstören.
„Schwache, auf den Gipfeln der Berge gerettete Funken der menschlichen Gattung“ nennt Platon die damaligen Überlebenden.

Die G2 Regeln und dgl. wird dafür gesorgt, daß wir im Schach gehalten werden. Die haben uns am Wickel. Sie glauben, sie könnten dabei überleben.

Die Wahrheit könnte sie das Gruseln lehren. Die „Wallstatt“ die Stadt mit den sieben mächtigen Wällen, die Platon beschrieben hat, hatte die Bezeichnung „Schlachtfeld“. „Auf der Wallstatt bleiben“ war ein Synonym für „In der Schlacht fallen“.

Wir haben die Möglichkeit zu überleben, wenn wir alles tun, um einen erneuten Weltkrieg mit schrecklichen Waffen zu verhindern. Wir wollen den Krieg nicht. Der Krieg nutzt nur den paar Reichen, die dafür sorgen, daß sie ihn überleben. Aber sie haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Die Wahrheit über den Untergang von Atlantis könnte sie und die Mächtigen der Welt so schockieren, daß es noch zu einer Wende kommen kann. Jetzt ist der richtige Moment, daß die Wahrheit ans Licht kommt.

Ich wer sonst
Ich wer sonst
7 Monate zuvor

Es sind nicht nur die Besitzstandswiederstände, die eine Rückordientierung so gut wie unmöglich machen. 1830 finde ich da gar nicht so unrealistisch. Es sind die wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen, die dann folgen würden, wenn man weltweit hochtourig drehende Ökonomien mehr oder weniger abrupt um 80% drosseln will. Das würde kein entwickelter Industriestaat aushalten. Das würde implodieren.

Juvo
Juvo
7 Monate zuvor

Ein Beitrag, der gut tut, schon weil er ein paar Wahrheiten anspricht, deren Erwähnung man sonst vermißt. Überhaupt scheinen wir in einer Zeit zu leben, in der die kontroverse Diskussion nicht mehr „in“ ist. Es gilt „Tina“. Tina beim Klimawandel, bei dem die Apokalyptiker dominieren; Tina bei der Verkehrswende, bei der die Fahrradenthusiasten und ÖPNV Befürworter Auschließlichkeit beanspruchen; Tina bei der Zuwanderung, weil die Forderung von offenen Grenzen den Kosmopoliten und Weltbürger nun mal kennzeichnet und moralisch „alternativlos“ ist. Wer da kritische Fragen stellt ist Klimaleugner, Klimasünder (!!) oder gleich Rassist. Noch nie in den letzten 50 Jahren – so mein Empfinden als alter Mann – war der politische Diskurs so eindimensional ausgerichtet wie heute. Vielleicht ist das der neue Totalitarismus, einer der KZ’s und Gulags nicht mehr nötig hat und ganz sanft daher kommt. Und der, wie die aktuelle Impf-„diskussion“ zeigt, von den meisten nicht als solcher empfunden, sondern sogar herbeigesehnt wird.

GoAlive
GoAlive
7 Monate zuvor

Das ist hier als Klagemauer konzipiert.

Man will hier unglücklich sein und bleiben.

Damit hat der Forengeist Recht behalten: Go Alive ist hier vergebens.

🙂