Gil Ofarim: Von Tätern und Opfern

Ja, was denn nun? Wurde Gil Ofarim Opfer einer antisemitischen Attacke oder nicht? Seit zwei Wochen wird darüber diskutiert, einmal rauf, und dann noch einmal runter. Dabei wäre es viel wichtiger, sich mit den Begriffen Täter und Opfer einmal zu befassen. Wenn es möglich ist, gern vorurteilsfrei.

Ich schreibe diesen Text bewusst erst jetzt. Nach dem vermeintlichen antisemitischen Vorfall kochten die Emotionen so hoch, dass ich mich zur Ruhe überredete. Was – und das kann ich wahrlich nicht immer von mir behaupten – eine gute Idee war. Denn inzwischen hat Ofarims Geschichte sichtbare Risse bekommen. Trug er überhaupt den Davidstern, um den es ging? Wenn man aktuellen Bildern glaubt, wohl eher nicht.

Auch seine Erklärungsversuche bei BILD sind nicht unbedingt überzeugend, wenngleich für mein Empfinden immer noch unklar ist, ob er seine Kette irgendwie, irgendwo an seinem Hals trug, und zwar so versteckt, dass man sie einfach nicht auf den Videoaufnahmen des Hotels entdecken konnte. Ich neige zwar mittlerweile dazu anzunehmen, dass Ofarim sich die Geschichte – zumindest in dieser Form – nur ausgedacht hat, aber da ich nicht sicher bin, halte ich mich zurück und versuche nicht, hier die absolute Wahrheit zu verkünden, sondern lediglich meine Eindrücke zu schildern.

Opfer bleibt Opfer

In einem Kommentar auf t-online.de ist nachzulesen:

Plötzlich sind die Zweifel da. Hat es sich so zugetragen oder nicht? Die Beweislast liegt jetzt offensichtlich beim Geschädigten – Gil Ofarim. Vom Opfer zum Täter in zwei Wochen, so schnell kann es gehen.

Und der trifft das Dilemma recht gut, abgesehen davon, dass die Beweislast tatsächlich bei dem liegt, der etwas behauptet. Weiter schreibt die Autorin:

Auf Videoaufnahmen, die die „Bild“-Zeitung am Sonntag veröffentlicht hat, ist Ofarim vor dem Hotel und im Hotel ohne sichtbare Kette zu sehen. Er behauptet, er habe sie getragen, er sei sich aber nicht mehr sicher, ob über oder unter dem T-Shirt. Der antisemitische Vorfall habe sich unabhängig davon so zugetragen, wie er es bei Instagram bekannt machte.

Die Autorin sieht das genauso, ist der festen Überzeugung, dass Ofarim ein Opfer sei, daran sei nichts zu ändern. Und das, obwohl die Sichtbarkeit der Kette eine durchaus wichtige Rolle bei Ofarims Version der Geschichte spielt.

Wenn dann aber plötzlich ein Jude kommt und sich wehrt, muss er mit scharfem Gegenwind rechnen. Und egal wie sich die Sache weiterentwickelt, an Gil Ofarim wird ein Makel haften bleiben. Wie sollen weniger prominente Juden in Deutschland noch den Mut finden, antisemitische Straftaten anzuzeigen oder öffentlich zu machen, wenn ihnen am Ende doch nicht geglaubt wird?

Man könnte erwidern: Wie sollen weniger prominente Juden in Deutschland antisemitische Straftaten öffentlich machen, wenn zuvor ein anderer Jude sich eine solche Tat nur ausgedacht hat? Und warum soll man Ofarim ohne Wenn und Aber glauben, obwohl doch seine Geschichte auf mehr als tönernen Füßen steht? Eine solche Erwiderung wäre nicht weniger gerechtfertigt (oder eben nicht weniger ungerechtfertigt) als die Stellungnahme der Autorin.

Wie schon oben erwähnt, geht es mir hier nicht um die Frage, ob Ofarim gelogen hat oder nicht, ich weiß es ja nicht mit Sicherheit. Die Autorin allerdings auch nicht, daher ist ihre Parteinahme mehr als merkwürdig.

Und zwar aus einem einfachen Grund: Nehmen wir einmal hypothetisch an, Ofarims Geschichte stimmt tatsächlich nicht. Was folgt daraus?

Täter bleibt Täter

Angenommen also, Ofarims Story entsprang ausschließlich seiner Fantasie. Vielleicht hatte er Ärger im Hotel (wahrscheinlich sogar), aber die Sache mit der Kette ist ausgedacht. In diesem Fall hätten wir ein anderes Opfer, nämlich den Hotelangestellten, dem eine antisemitische Scheußlichkeit unterstellt wurde, genauer: angedichtet wurde.

Glaubt man einfach aus Prinzip Ofarim und verfolgt die Sache nicht weiter, weil er ja ein Jude und Antisemitismus in Deutschland ohnehin ein Problem ist (was fraglos stimmt), hat das für den Hotelangestellten mit Sicherheit fatale Konsequenzen. Antisemitismus gehört zu Recht zu den übelsten Dingen, die einem vorgeworfen werden können, ohne hier konkrete Vergleiche mit anderen Straftaten anzustellen.

Wir alle nehmen Ofarim also jetzt hypothetisch seine Version der Geschichte ab. Der Hotelangestellte hat garantiert die längste Zeit als Hotelangestellter gearbeitet. Und wer weiß, was ihm noch alles droht, da der Fall ja auch öffentlich wurde. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis irgendwie herauskommt, wie der Hotelangestellte heißt, wo er wohnt und wer seine Familie ist.

Den Rest können wir uns ausmalen. Wenn er Glück hat, wächst Gras über die Sache, vielleicht findet er einen neuen Job. Wenn er Pech hat, steht ihm seine „Tat“ groß auf die Stirn geschrieben, was seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich verschlechtert. Wenn er noch mehr Pech hat, muss er mit öffentlichen und nicht-öffentlichen Anfeindungen rechnen, und wenn es richtig übel kommt, wird er angegriffen, verletzt oder gar getötet.

Das sind denkbare Szenarien, die kaum zu leugnen sind.

Gut im Geschäft?

Es ist natürlich reine Spekulation, dass Ofarim womöglich nur eine Nummer abgezogen hat, um an Aufmerksamkeit zu gewinnen. Mir persönlich jedenfalls war er vorher nicht bekannt, jetzt aber wird es wohl kaum jemanden geben, der seinen Namen nicht kennt.

Doch bleiben wir bei der guten, alten Ermittlungsarbeit (manche nennen sie auch „Verschwörungstheorien“), nach der man in einem solchen Fall alle Möglichkeiten durchspielen muss, um am Ende das zu erhalten, was als einzige Option für den Tathergang übrigbleibt. So sollte man vernünftigerweise vorgehen, denn letztlich handelt es sich hier um einen klassischen Fall dessen, was man „Aussage gegen Aussage“ nennt.

Gepaart wird die Ermittlungsarbeit durch Videoaufnahmen, Zeugenaussagen, den Aussagen der Betroffenen und Fotos, die das Bild vervollständigen. Nehmen wir also zusammen, was wir bisher haben, ist die Geschichte zumindest nicht aufgeklärt. Und so lange das so ist, wäre es sowohl gegenüber Ofarim als auch dem Hotelangestellten nicht fair, ein verfrühtes Urteil zu fällen.

Im Falle des Hotelangestellten ist dies aber in der breiten Öffentlichkeit eben doch geschehen. Politik, Medien und sämtliche „Ermittler“ der sozialen Medien hatten den Fall schnell aufgeklärt. Und wo der alte Trenchcoat-Fan Columbo noch „eine letzte Frage“ gehabt hätte (die Älteren werden sich erinnern), hat der Freizeit-Kommissar des Jahres 2021 den Fall längst aufgeklärt.

Bloß nichts durcheinanderbringen!

Es geht hier nicht in erster Linie um Antisemitismus, sondern um eine Tat, von der die eine Seite behauptet, sie habe stattgefunden, während die andere genau das vehement abstreitet. Wer nun auf dem Standpunkt steht, die Wahrheit könne nur die Version von Gil Ofarim sein, der begibt sich auf dünnes Eis. Hätten wir es statt mit den beiden Beteiligten Ofarim und dem Hotelangestellten mit zwei hochintelligenten Pinguinen zu tun, die einen ähnlichen Konflikt austragen würden, wäre unsere erste Reaktion wohl die, dass man erst einmal klären muss, wessen Geschichte stimmt. Zunächst einmal würde man aber naturgemäß (hoffentlich!) beide Pinguine gleichbehandeln.

Es ergibt keinen Sinn, in diesem Fall anders zu verfahren. Es besteht die Möglichkeit, dass Ofarims Fassung des Vorfalls stimmt, es besteht aber für Außenstehende die ebenso große Wahrscheinlichkeit, dass die Gegenseite die Wahrheit sagt. Wir haben hier also eine ausgeglichene Situation.

Oder eben doch nicht. Weil der Vorwurf des Antisemitismus scheinbar meist reflexartig eine Parteinahme zur Folge hat, die man jedoch losgelöst von den Fakten bewerten muss. Wenn der eine von zwei Kontrahenten mir sympathisch ist oder ich aus anderen Gründen in seine Richtung tendiere, kann ich nicht neutral beurteilen, wer von beiden recht hat. Agiere ich vernunftgeleitet, halte ich mich in diesem Fall besser raus. Daher bleibe ich auch bei meiner Annahme, dass beide Versionen stimmen könnten. Aufgrund der Entwicklung der letzten zwei Wochen neige ich zwar inzwischen eher zur Ansicht, dass Ofarim zumindest nicht die ganze Geschichte erzählt hat, aber das ist das höchste der Gefühle, und es steht mir nach wie vor nicht zu, den Fall abschließend zu bewerten.

Die Autorin, die bereits oben zitiert wurde, schließt ihren Artikel (der vom 18.10.21 stammt) übrigens mit einem Satz, zu dem ich sehr wohl eine sehr konkrete Meinung habe:

Am Ende ist die Causa Ofarim ein Lehrbeispiel in Sachen Antisemitismus in Deutschland. Und das zeigt eines deutlich: Wir haben aus der Geschichte offenbar nichts gelernt.

Ohne Frage ist der Antisemitismus nach wie vor ein Problem in Deutschland, auch befeuert von Seiten, die sich gern als Kämpfer gegen Antisemitismus sehen wollen.

Meine Schlussfolgerung ist aber in diesem speziellen Fall eine andere: Wenn wir nur aufgrund einer Behauptung Menschen schuldig sprechen, ohne dafür Belege zu haben, wenn wir also vorverurteilen ohne jeden Beweis, dann haben wir tatsächlich aus der Geschichte nichts gelernt.

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Tom J. Wellbrock

Tom J. Wellbrock ist Journalist, Autor, Sprecher, Radiomoderator und Podcaster. Er führte unter anderem für den »wohlstandsneurotiker«, dem Podcast der neulandrebellen, Interviews mit Daniele Ganser, Lisa Fitz, Ulrike Guérot, Gunnar Kaiser, Dirk Pohlmann, Jens Berger, Christoph Sieber, Norbert Häring, Norbert Blüm, Paul Schreyer, Alexander Unzicker und vielen anderen. Zusätzlich veröffentlicht er Texte auf verschiedenen Plattformen und ist für unsere Podcasts der »Technik-Nerd«.

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niki
niki
11 Monate zuvor

Und wieder was gelernt…
Wieder vorschnell ganz schnell woke vorverurteilt im Namen des Guten ™ mit einem Haufen Kollateralschäden.
Diese hysterisch geführte Antisemitismusdebatte fällt uns natürlich auf die Schnauze. Und da macht es Merkels Kommentar zur Staatsräson bezüglich Israel, welche per se absolut antidemokratisch ist und mit einem Rechtsstaat nichts mehr zu tun hat, noch viel schlimmer.
Und nun auch noch der erbärmliche Versuch den Ofraim nach wie vor als Opfer dastehen zu lassen. Da werden die abenteuerlichsten Dinge fabuliert um zu beweisen, dass es um etwas höheres geht und im Kampf gegen den Antisemitismus selbst übelste Lügen und Verbrechen legitim sind.

Last edited 11 Monate zuvor by niki
ChrissieR
ChrissieR
11 Monate zuvor

Guude…jetzt hab ich aber nen Ohrwurm von Ofarim..“ Cinderella-Rockefeller..“
Mama und Papas Prominenz aus den 60ern langt ja nimmer, da muss man sich ja mal wieder ins Gespräch bringen..
“ in the morning of my life..“

Und nee, das war jetzt net antisemitisch..ich hab ja auch nix gegen Chinesen, wenn bei denen mal ein Sack Reis umfällt..

Rudi K
Rudi K
11 Monate zuvor

Es ist natürlich reine Spekulation, dass Ofarim womöglich nur eine Nummer abgezogen hat, um an Aufmerksamkeit zu gewinnen. Mir persönlich jedenfalls war er vorher nicht bekannt, jetzt aber wird es wohl kaum jemanden geben, der seinen Namen nicht kennt.

Diese Vermutung könnte man haben. Er soll ja Sohn von Abi und Esther Ofarim sein, die im vorigen Jahrhundert bekannte Musiker waren. Also von daher ist diese Vermutung plausibel. Ansonsten stimme ich dem Text zu. Mal sehen, ob der Hotelangestellte mit seiner Anzeige Erfolg hat. Dann ist aber sein Name bekannt, wenn es zu einer Verhandlung kommt.

ChrissieR
ChrissieR
11 Monate zuvor

Nochmal Guude..

Hätte, hätte, Davidkette!
Dem Hotelboy hat wohl dem Gil seine Nase net gepasst…😊

Mensch
Mensch
Reply to  ChrissieR
11 Monate zuvor

Hätte, hätte, Davidkette!

Liebe ChrssieR,

nun haste es geschafft! Mein gezuckerter und schon ein wenig mit Speichel durchsetzter Milchkaffee hat nun meine Tastatur verkleistert😱

Unschön aber trotzdem Danke für den feinen Humor 👍

…nur beim Kaffeeeschlürfen werde ich Deine Beiträge nicht mehr lesen😉

Jau
Jau
11 Monate zuvor

@ Tom

Dabei wäre es viel wichtiger, sich mit den Begriffen Täter und Opfer einmal zu befassen. Wenn es möglich ist, gern vorurteilsfrei.

Hätten wir es statt mit den beiden Beteiligten Ofarim und dem Hotelangestellten mit zwei hochintelligenten Pinguinen zu tun, die einen ähnlichen Konflikt austragen würden, wäre unsere erste Reaktion wohl die, dass man erst einmal klären muss, wessen Geschichte stimmt. Zunächst einmal würde man aber naturgemäß (hoffentlich!) beide Pinguine gleichbehandeln.

Aufgrund der Entwicklung der letzten zwei Wochen neige ich zwar inzwischen eher zur Ansicht, dass Ofarim zumindest nicht die ganze Geschichte erzählt hat, aber das ist das höchste der Gefühle, und es steht mir nach wie vor nicht zu, den Fall abschließend zu bewerten.

Vielen Dank für Deine ausgerollten, ausgewogenen Gedanken und Bilder.
Und zwei Brote aus Rottweil.

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ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Tom J. Wellbrock
11 Monate zuvor

Zwei Brote?
….und dazuuu…eisgekühlter Bommerlunder, Bommerlunder eisgekühlt..

Der Ohrwurm für heut

Brian
Brian
Reply to  Jau
11 Monate zuvor

Besser als zwei Rottweiler aus…ach, lassen wir das… 😉

Jau
Jau
Reply to  Brian
11 Monate zuvor

Möhö.

ChrissieR
ChrissieR
11 Monate zuvor

Eben gefunden…

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Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ChrissieR
11 Monate zuvor

Darauf ein Winterbock ( gibts jetzt wieder bei Aldi ). 🙂

Schnoerch
Schnoerch
Reply to  ChrissieR
11 Monate zuvor

Da ist er ja in guter Gesellschaft. Seit 19 Monaten an der Tagesordnung.

Flo
Flo
11 Monate zuvor

Moin. Obwohl es immer Menschen geben wird, die andere aus welchen Gründen verachten, denke ich nicht, dass wir in Deutschland ein riesen Problem mit Antisemitismus haben (vermutlich auch mit Fremdenhass nicht). Ich bin eher davon überzeugt, dass man uns das nur immer wieder eintrichtert. Induzierung von Schuldgefühlen, damit die „Staatsräson“ durchgezogen werden kann. Wir sollen Sühne leisten und uns schämen, damit wir bloß nicht auf andere Gedanken kommen. Diese Totschlagargumente sind immer wieder Antisemitismus, Verschwörungstheorie, Nazi usf. Das treibt ulkige Blüten: Allerletzt war ich in einen Verkehrunfall verwickelt, in dessen Verlauf ich von einer aufgebrachten Autofahrerin attackiert, bepöbelt (Wichser, Hurensohn) und geschlagen wurde. Als die Polizei dann kam, stand ich da mit blutender Nase und kaputter Brille und die „Dame“ behauptete einfach, ich sei ja wohl ein Nazi. Da kamen die Polizisten aber aus dem Knick! Da hat das mal nicht so recht geklappt…sie hatte halt keinen Davidstern um den Hals. Aber ich werd mir son Ding besorgen 😉

GRD30
GRD30
11 Monate zuvor

Als jemand, der sicher noch nicht zu den Älteren gezählt wird, kann ich versichern, dass es auch noch Jüngere gibt, die Columbo kennen.

Art Vanderley
Art Vanderley
11 Monate zuvor

„Wenn wir nur aufgrund einer Behauptung Menschen schuldig sprechen, ohne dafür Belege zu haben, wenn wir also vorverurteilen ohne jeden Beweis, dann haben wir tatsächlich aus der Geschichte nichts gelernt.“
Auf den Punkt gebracht. Die Autorin, und alle anderen eifernden „Guten“, haben nichts gelernt, im Gegenteil.
So widerlich Antisemitismus ist, weitaus gefährlicher ist heute der „gute“ Prosemitismus, der sich ständig fanatisch an alles ranhängt, was man irgendwie als Opfer ausschlachten könnte.
Wehe, das Opfer sieht sich dann gar nicht als solches, was hier nicht der Fall ist, aber öfter mal vorkommt bei den geistigen Verwandten der Prosemiten, den Profeministen, den Promigranten, Prohomosexuellen usw….alles Varianten des „woken“ Flagellantentums.
Erstaunlich- und ekelerregend- daß sich ausgerechnet bei einem solchen Thema eine derart verlogene Klientel breitmachen konnte.
Und irgendwie hat man ständig das Gefühl, daß die „Guten“ über Nacht bereit wären, wieder zu den finstersten Antisemiten zu werden, wenn sich der Wind entsprechend drehte.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

Richtig gefährlich ist die Einteilung der Welt in „schwarz“ und „weiß“, und ein Pöbel der der voll drauf abfährt. Was „schwarz“ und „weiß“ ist bestimmen natürlich immer die Guten(tm), und nach machtpolitischen Vorlieben.

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Heldentasse
11 Monate zuvor


Eben. Auch die Nazis hielten sich für die „Guten“. Denkstrukturen sind oft gefährlicher als Inhalte.

Mensch
Mensch
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

Auch die Nazis hielten sich für die „Guten“.

…was in der Natur der Sache bei „Überzeugungstätern“ liegt.

Entscheidender war die Propaganda, mit der es gelungen war, dass auch das gemeine Volk die Nazis für die Guten halten konnte.

Dass die Propaganda so gut funktionierte, lag auch daran, dass Teile der Intellektuellen und der Wissenschaft „Argumente“ auf die sich ein jeder berufen konnte und auch
sollte, beitrugen.

Zudem war gerade der Antisemitismus kein deutsches Alleinstellungsmerkmal.

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

@Mensch
„dass Teile der Intellektuellen und der Wissenschaft „Argumente“ auf die sich ein jeder berufen konnte und auch
sollte, beitrugen.“
Wichtiger Punkt. In den Zwanzigern (19…) waren Teile der deutschen Unis oft im Griff von nationalsozialistischen Studenten, die auch schon Druck auf Andersdenkende ausübten. Wer da an die heutigen Zustände denkt, die diesmal von links kommen, dem werde ich nicht widersprechen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

@Mensch

Zudem war gerade der Antisemitismus kein deutsches Alleinstellungsmerkmal.

Stimmt, es ist ein christliches Problem, sich von den eigenen Wurzeln zu trennen.
Schließlich waren Jesus und seine Anhänger allesamt Juden.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

@Art Vanderley

Und irgendwie hat man ständig das Gefühl, daß die „Guten“ über Nacht bereit wären, wieder zu den finstersten Antisemiten zu werden, wenn sich der Wind entsprechend drehte.

Du sprichst mir aus der Seele.

Meine These ist ja, dass der Prosemitismus nur dazu dient, die Waagschalen der historischen Verbrechen zum Ausgleich zu bringen.
Schließlich waren gerade Union und FDP nach dem Krieg regelrecht von NSDAP-Mirgliedern durchseucht.
Wer glaubt, dass mit der Kapitulation der heilige Geist in die gefahren sei, ist recht naiv.
Alles, was der moderne Staat Israel so anstellt, wird deswegen positiv bewertet, weil es die eigene historische Schuld relativiert.

Von einer echten Freundschaft kann hier m.M.n. nicht die Rede sein.
Sollten die USA ihren Schützling einmal aufgeben, wird sich auch hier der Wind aus meiner Sicht wieder drehen.
Politik ist ein verlogenes Geschäft und orientiert sich an Nützlichkeiten.

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

@Robbespierre
„Union und FDP“
Naja, in den linken Parteien siehts jetzt auch nicht besser aus.
Eine Kontinuität seit dem Krieg sehe ich nicht, der Prosemitismus feiert seinen Aufstieg erst seit den 90ern, parallel zum Aufstieg des Neoliberalismus.
„Meine These ist ja, dass der Prosemitismus nur dazu dient, die Waagschalen der historischen Verbrechen zum Ausgleich zu bringen.“
Meinst du Relativierung? Wenn ja, Zustimmung.
Diese Leute haben wahrscheinlich sozialdarwinistische Denkstrukturen und wenden sie jetzt „für“ die Juden an, weil es umgekehrt nur noch in der extremen Rechten geht.
Eine auffällige Gemeinsamkeit: Juden stehen sowohl bei den „Woken“ als auch bei Rechtsextremen ganz unten in der Hackordnung.
Ist der Antisemit ein Moslem, wird er toleriert, und medial wird sogar eine Propaganda betrieben, die zumindest Muslime hofiert, die antisemitische Milieus begünstigen.

Heldentasse
Heldentasse
11 Monate zuvor

Ich verorte das Problem „Gil Ofarim“ im Grunde darin, dass in unserer Gesellschaft was fundamental falsch läuft. Wenn es richtig läuft, ist so ein Vorfall, egal ob real oder fiktiv und einfach behauptet, erst mal ein Belang der Staatsanwaltschaft, oder auch nur des Ordnungsamt. Darüber stehen Geschädigten auch die zivile Gerichtsbarkeit offen.Wenn Herr Ofarim diese rechtsstaatlichen Wege beschritten hätte, wäre das Problem keines, und man müsste halt nur abwarten was die Ermittler und nachher evtl. die Gerichte herausfinden und urteilen. Bis dahin gilt für alle Seiten die Unschuldsvermutung, und in einem Zivilprozess sogar die Beweislastumkehr, hier muss der Geschädigte beweisen, dass er geschädigt wurde.Aber nein zu macht man das heute nicht mehr, ist ja langweilig, und es gibt dann zu wenige Klicks. Darum wird erst mal beschuldigt und mit das ganze Reizworten auf geputscht. Am besten schwingt man sich dabei zum Kläger, Richter, und wenn es weiter geht sogar zum Vollstrecker des Urteils hoch. Judge Dredd lässt grüßen.

Robert
Robert
11 Monate zuvor

Der beschuldigte Angestellte hat schon verloren. Egal ob er so handelte, wie man es ihm vorwirft. Er Kommt da nicht unbeschadet raus, auch wenn er verleumdet wurde.
Vorab: der Angestellte wusste, das die Kameras ohne Unterbrechung liefen. Der Sänger hätte es ahnen können, musste es aber nicht wissen. Sollten die da an der Rezeption nicht vollkommen enthirnte Trottel arbeiten lassen, denen der tief sitzende Judenhass alle Sicherungen durchbrennen lässt, dann ist die Erzählung des Barden in jeder Hinsicht unglaubwürdig.
Nebenbei bemerkt handelt es sich um ein Hotel mit mehr als 400 Zimmern. Da dürfte es keine Nation, keine Ethnie, keine Religion geben, die nicht schon eingecheckt wurde. Juden, Muslime, Hindus, Schwarze, Weiße, Gelbe und was weiß ich. Und ausgerechnet, nach tausenden von Gästen aus aller Welt, da dreht der Angestellte durch und beleidigt vor laufender Kamera einen Gast, einen jüdischen Gast. Das mag glauben wer will.. .

Aber das ist egal, es ist nicht das Thema. Er ist einem Angriff von Wokeschisten ausgesetzt und da gelten keine juristischen Regeln mehr. Auch Keine des menschlichen Anstandes und keine zivilisatorischen Regeln. Es gilt, dass Frauen, die behauptet sexuell belästigt worden zu sein, nie lügen, dass Farbige immer rassistisch benachteiligt werden, dass Juden sich permanent gegen eleminatorischen Antisemitismus zur Wehr setzen müssen, selbst wenn sie arabische Olivenhaine zerstören, Felachen enteignen und Wohngebiet mit Jagdbombern angreifen.
Wokeschismus ist ein geschlossenes Wahnsystem, dass durch keinerlei Einwand, durch keine Realität, durch nichts mehr zu beeindrucken ist. Und sie werden noch viel weiter gehen, wenn sie können und es sieht verdammt danach aus, daß sie bald können.

Der Angestellte aber kann schon jetzt nicht mehr gewinnen. Konnte Kachelmann mit seiner Prominenz, sehr guten Anwälten und unter Einsatz eines Vermögens seine Freiheit retten und in großen Teilen der Öffentlichkeit, nicht in allen, seine Rehabilitation erreichen, wird das der Rezeptionist nicht schaffen. Selbst wenn seine vollkommene Unschuld bewiesen würde, wo es eigentlich reichen müsste, dass seine Schuld in Zweifel stünde, bleibt was hängen. Die Staatsanwaltschaft wird nur gegen ihn ermitteln, um sich nichts nachsagen lassen zu müssen. Wahrscheinlich werden beide Verfahren eingestellt, was die Masse der Presstituierten einseitig so kommentieren wird, dass es eine Schande sei, dass erneut ein antisemitische Vorfall, weil „angeblich“ nicht zu beweisen, ungeahndet bleibt. Vielleicht wird er weiter arbeiten dürfen, was aber nicht lustig für ihn wird. Das Hotel wird ihn sehr eindringlich bitten, im gegenseitigen Einvernehmen zu kündigen.

Die Verteidigung gegen einen wokeschistischen Vorwurf funktioniert wie eine Hexenprobe. Ersäuft die aufs Wasser geworfen gefesselte Frau, ist sie tot und unschuldig, bleibt sie auf dem Wasser, wird sie verbrannt und ist tot.

Sieht irgend wie alles nicht so gut aus……

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Robert
11 Monate zuvor

Moin Rob,

Der beschuldigte Angestellte hat schon verloren.

Ja durchaus! Aber nur weil wir ein perverses Verhältnis zu Recht und Gesetz haben. Was viele dabei übersehen ist, dass die dabei auch ganz schnell selber unter die Räder kommen können.

Pen
Pen
Reply to  Heldentasse
11 Monate zuvor

Die dummen Deutschen verfolgen den Antisemitismus heute mit der gleichen Gründlichkeit, mit der sie damals die Juden verfolgt haben.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
11 Monate zuvor
Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Die Betonung liegt auf Business.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

@Pen

Man kann Alles missbrauchen, aber damit schadet man dem echten Anliegen nur.

Mensch
Mensch
Reply to  Robert
11 Monate zuvor

Presstituierten

😱😱😱🤣🤣🤣🤣👍👍👍

…wobei ich für den … war’s nicht gar der Manager?, nicht ganz so pessistisch in die Zukunft schauen möchte.

Da mag bei mir der Wunsch der Vater des Gedanken sein. Klar.

Mein Fünkchen Hoffnung begründet sich allerdings zusätzlich mit meinen Erfahrungen, die ich in Sachsen – u.a. in Leipzig – machen durfte. Ich hatte es dort stets mit sehr entspannten, liebenswerten Leuten, deren Heimat und Mitmenschen gerade von den Presstituierten des bestimmenden Westens als eine… nein gar „die“ Brutstätte für faschistisches Gedankengut hingestellt wurden, zu tun.

Die entspanntesten und freisten Tage der völlig irren letzten 1,5 Jahre, habe ich im „Osten“ erleben dürfen. Speziell in Sachsen u.a. in Leipzig.

Corinna
Corinna
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Ganz genau. 🙂
Hier wurde von den meisten (also Normalbürgern) der Vorfall sofort skeptisch gesehen. Scheint sich ja nun zu bestätigen.

Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass der Antisemitismus eingetrichtert wird. Und man darf auch nicht vergessen, dass schon jede kritische Äußerung an Israels Politik als Antisemitusmus gilt.

Ichiban_kawaii_otoko
Ichiban_kawaii_otoko
Reply to  Robert
11 Monate zuvor

Ganz exquisiter Kommentar, Chapeau!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Robert
11 Monate zuvor

@Robert

So ist es.

Der Mann ist gebrandmarkt, egal wie die Nummer ausgeht.
Ebenso allerdings die deutschen bürger jüdischen glaubens, wenn sich herausstellt, dass Offarim gelogen hat.

Wer käuft denen dann noch ab, dass sie Opfer von Antisemitismus geworden sind, selbst wenn dem so ist?
Sollte der Sänger, aus welchen Gründen auch immer, hier eine falsche Nummer abgezogen haben, hat er den Juden in Deutschland einen Bärendienst erwiesen, zumindest in der öffentlichen Meinung.

Ein dämpfendes Statement des Zentralrats wäre hier vonnöten, erstmal die Untersuchungsergebnisse abzuwarten.
Nichts kann fataler sein, als hier sofort Partei zu ergreifen.
Das spielt rechtslastigen Spinnern voll in die Karten.

Roberto J. De Lapuente
Reply to  Robert
11 Monate zuvor

Ich widerspreche: Wenn es dem Angestellten gelingt, möglichst wenig Medienpräsenz zu erlangen, wird ein etwaiger Freispruch sein weiteres Arbeitsleben nicht belasten. Wenn er die Medien mit an Bord holt, hat er jedoch keine Chance.

Mensch
Mensch
Reply to  Roberto J. De Lapuente
11 Monate zuvor

Sehe ich ähnlich.

Bleibt nur zu hoffen, dass er, wenn er sich nicht aus freien Stücken an die Medien wendet, von eben diesen auch in Ruhe gelassen wird.

Roberto J. De Lapuente
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Das wird wohl die größte Schwierigkeit.

A.F.
A.F.
11 Monate zuvor

Um ehrlich zu sein, als ich dieses Video schlechter Schauspielerei mit dem theatralischen Tremolo sah, zweifelte ich sofort an der Wahrheit dieser Geschichte. Inzwischen nach mehreren Artikeln gewinnt man eher den Eindruck, hier meinte jemand, wie wohl schon mal „unser Bobbele“, er bräuchte als „Prommi“ eine Extra-Behandlung. Und was bringt mehr Aufmerksamkeit als ein antisemitischer Vorfall. Vor Jahren hat Stefan Kramer ja auch mal bei einem solch angeblich antisemitischen Vorfall sogar die Waffe gezückt. Er hatte behauptet, dieser Mann hätte die hebräische Schrift auf seinem Buch als eben hebräisch/jüdisch erkannt. Ja, klar Normaldeutsche erkennen sofort den Unterschied zwischen kyrillischer, griechischer, arabischer, indischer, thailändischer und hebräischer Schrift aus dem Augenwinkel im Vorbeigehen. Heute ist er Verfassungsschützer in Thüringen.
Und wie Existenzen vernichtet und Karrieren zerstört werden mit diesem Vorwurf sieht man auch an dem ehemaligen Direktor des jüdischen Museums oder Ken Jebsen. Die Zeit der Verleumder

Last edited 11 Monate zuvor by A.F.
Pen
Pen
11 Monate zuvor

Ot

«Eine geimpfte Person ist eine asymptomatische Person, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impfnachweises ist.»

https://corona-transition.org/mit-welchem-juristischen-trick-die-pandemie-der-ungeimpften-herbeigelogen-wird

Last edited 11 Monate zuvor by Pen
Tom Winter
Tom Winter
11 Monate zuvor

Der Ofarim, das habt ihr doch wohl alle mittlerweile erkannt, hat neben einer schweren Kindheit auch nen Dachschaden bzw. das Gehirn geschmolzen während seiner Zeit im Scheinwerferlich. Er wollte als Opfer/Täter mal wieder in die Schlagzeilen, seine Karriere voranbringen. Das ist doch idiotisch diese Anschuldigung!!

SanctusDominus
SanctusDominus
11 Monate zuvor

Um den Fall mal aus anderer Richtung zu beleuchten. Ich war jahrelang im Schlagermilieu als Kleindarsteller unterwegs. Mit den großen Namen konntest Du auch mal problemlos ein Bierchen an der Bar trinken und ein Schwätzchen halten. Schlimm waren die Newcomer und Möchtegern-Stars. Arrogant bis zum umfallen, so richtig „Gott hat MICH ausgeschissen“. Ähnliches sehe ich auch hier. Vielleicht ist ja der ach so gute Gil nach dem Motto aufgetreten „Hier komm ich, der Superstar“, hat vom Personal ne Abfuhr bekommen (ich kann mir schon vorstellen, dass im Westin regelmäßig diverse Wohlhabende und Stars residieren) und weint sich hinterher das Mimimi von der antisemitischen Beleidigung zusammen, nur weil sein Ego eine solche Behandlung nicht vertragen hat.

Just my thoughts.

Juvo
Juvo
11 Monate zuvor

Wir laufen Gefahr schon in Kürze eine gespaltene Gesellschaft zu haben. Auf der einen Seite die moralisch erhabenen und guten, die Klimaschützer, die Antirassisten, die Philosemiten, die politisch Korrekten, die „korrekt“ Sprechenden, die Zuwanderungsbefürworter. Sie alle maßen sich das Recht an, alle anderen zu kontrollieren, zu beschimpfen und sie generell als „rächts“ einzuordnen. Der Angeklagte ist generell schuld, eine Unschuldsvermutung, ja nur ein Bemühen um sachliche Aufklärung, gilt schon als Zeitverschwendung. Eine solche Gesellschaft ist nichts anderes als Orwell in Neuauflage, nichts anderes als ein neuer Faschismus, in dem nicht mehr die Kolonnen marschieren, sondern eine gegenseitige Kontrolle alles Getanen und Gesagten den Alltag dominiert. Mit fatalen Folgen für die wirtschaftliche Existenz, den persönlichen Ruf und den politischen Diskurs allgemein.

Brian
Brian
Reply to  Juvo
11 Monate zuvor

Wir laufen Gefahr schon in Kürze eine gespaltene Gesellschaft zu haben.

Die haben wir doch schon längst. Und das, was sich sozialer Zusammenhalt schimpft,
war m.E. regelmäßig nur oberflächlich einer.

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Juvo
11 Monate zuvor

@juvo
Volle Zustimmung. Insbesondere die kackdreiste Mißachtung rechststaatlicher Prinzipien fällt schon längere Zeit auf und ist ein typisches Merkmal für totalitäres Denken.

Robert
Robert
11 Monate zuvor

„Vorhersagen sind schwer – besonders wenn sie die Zukunft betreffen“ soll Mark Twain einst gesagt haben.
Ich mache es trotzdem mal. Man blamiert sich halt so gut man kann. Wenn der erhobene Vorwurf stimmen sollte, was -ungeachtet der Tatsache, dass ich so gar nicht daran glaube- möglich ist, hat er kein Mitleid verdient. Schätze, dass sieht hier keiner anders. Wenn der Vorwurf nicht stimmt, wird es kein Verfahren geben und die Sache läuft so, wie von mir beschrieben.
Klar, vielleicht kann er seinen Arbeitsplatz retten, wenn er im Interesse seines Hotels die Füße stillhält. Vielleicht werden sie ihm eine Brücke bauen, über die er wird gehen müssen. Vieles ist denkbar. Aber eines wird er nicht bekommen: Recht. Auch wenn ihm Unrecht geschah. Warum das so sein wird, habe ich versucht zu beschreiben Und auch, warum ich sehr davon überzeugt bin, dass es, und damit meine ich nicht diesen Fall sondern die „janze Richtung“, weitergehen wird, sehr viel weiter.
Fast denke ich, dass Tom und Du da auch nicht viel optimistischer sind als ich.

OH
OH
11 Monate zuvor

Hm. Da sich sonst nichts tut, kommentiere ich mal diese Meldung, auch wenn sie vollkommen irrelevant ist, just nur so eine von etwas, das „viral“ geht, also Gequake in den „Sozial“-Kanälen.

1. Drei Sätze
„Ich wusste, was das für Wellen schlägt“, sagte er am Montag im TV-Sender Bild. „Dass ich vielleicht vom Opfer zum Täter gemacht werde und dass ich angeblich gelogen haben soll, darum habe ich mir keine Gedanken gemacht und ganz ehrlich, das hätte ich auch nicht gedacht.“
„Ich wusste …“ „… hätte ich nicht gedacht“. Irgendwelche Logiker hier?

2. Eine Frage
an alle, die mal von irgendwem beleidigt wurden: Wie hättet ihr reagiert?
Euch mit der beleidigenden Person auseinandergesetzt, den Hoteldirektor angesprochen, die Polizei gerufen, Strafanzeige gestellt? Oder per „Sozialen“ Medien euch unbekannten Teenies eure Leidensgeschichte erzählt? Und anschließend so vielen Talk-Masterinnen und -Mastern, wie nur immer möglich?

3. Da Aussage, Reaktion und Transport-Medium dieser wie auch immer gemeinten Botschaft mehr als fragwürdig sind: Was soll dieser Medienhype um etwas Belangloses? Und sagt jetzt nicht: „Ohohoh, Antisemitismus ist nicht belanglos, Böses geht in der Welt vor.“
Schaut euch „Shoah“ von Claude Lanzmann an, komplett, und nicht die neueste „Bravo“ (gibt es die noch?) mit Postern von einem „schwer betroffenen“ Teenie-Schwarm, bei dessen „gemeiner Behandlung“ es offensichtlich schnurz ist, worum es geht. Hätte offensichtlich auch ein Veggie sein können, der angeblich wegen seiner Möhrenkette antivegan beleidigt wurde (auch wenn sie/er die Möhre vorher von der Kette genagt hätte).

4. Das ganze Brimborium ist offensichtlich mehrschichtig absurd. Und dient, wie so vieles andere nur dazu, davon abzulenken oder es zu übertünchen, dass die Demokratie in Deutschland beerdigt wurde.
Parlament außer Kraft gesetzt, in der Verfassung nicht vorgesehenes Gremium „Kanzlerin+Minipräses“ installiert, Judikative und Exekutive sprechen sich bei (von Steuerzahlenden finanzierten) Mahlzeiten im Kanzleramt ab. Gewaltenteilung gibt es nicht mehr. Das „Recht“ liegt mit der „Politik“ im Bett des Großkapitals, das ist die Realität.

5. Statt sich also über Wichtiges aufzuregen, kochen Teenie-Tränen in „Social Media“ hoch. Wie erbärmlich diese Gesellschaft geworden ist.

Nachtrag für Idioten: Im Unterschied zu den Scheinheiligen bei Grünen, SPD, Linken, CDSU, FDP, AFD etc. bin ich für eine nachhaltige Aufklärung über das „Dritte Reich“, die Aufklärung über sämtliche Taten sämtlicher Beteiligten daran und nach wie vor der Auffassung, das restlos alle zur Verantwortung gezogen werden müssen, die an der Vernichtung von Menschenleben beteiligt waren (und sind).

Und dieser Nachtrag:
Dieses ganze Medien-Geblubber von Antisemitismus in Deutschland – den es in nicht von den Medien thematisierter Weise fraglos gibt, bei all den Nazis, die nach wie vor in Ämtern hocken (dank Parteibüchern der CDSU, SPD, Grünen …) oder in so-called Stiftungen wie Amatonius Deu (oder so) und den Neonazis (vom VS gesponsort?) – zielt doch vor allem darauf, Kritik an der Politik der israelischen Regierung mundtot zu machen. Und die Vielzahl von Initiativen von Israelis und Palästinensern, die sich für Frieden einsetzen, niederzumachen. Weil es nicht in den Kram der Transatlantiker und des Großkapitals passt, wenn sich das gemeine Volk verständigt.

Und noch ein abschließender Nachtrag:
Dieser Typ ist nicht 16, nicht 17, auch nicht 18 Jahre alt. Sondern 39 Jahre alt. Und ist in benimmlos unverständiger Weise noch immer nicht erwachsen, nicht in der Lage, sich selbst zu behaupten. (Noch einmal die Frage: Wie geht ihr mit Leuten um, die euch beleidigen? So?)
Was soll das, dieses – eigentlich kann man das so nicht nennen – „Ereignis“ hochzupushen? Lasst den in Ruhe, lasst die Hotelangestellten in Ruhe. Kümmert euch um Wichtiges.

Rudi K
Rudi K
Reply to  OH
11 Monate zuvor

Ein guter Kommentar von dir. Nur Folgendes sehe ich anders:

Dieses ganze Medien-Geblubber von Antisemitismus in Deutschland – den es in nicht von den Medien thematisierter Weise fraglos gibt, bei all den Nazis, die nach wie vor in Ämtern hocken (dank Parteibüchern der CDSU, SPD, Grünen …) 

Welche „Nazis“ meinst du denn? Die „alten Nazis“, die bis 1945 „dabei waren“, sind wohl entweder in Rente oder tot aber sitzen nicht mehr in Ämtern. Die „Neonazis“ sind eher rar und kaum in den Ämtern zu finden.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
11 Monate zuvor

@Rudi K

Welche „Nazis“ meinst du denn? Die „alten Nazis“, die bis 1945 „dabei waren“, sind wohl entweder in Rente oder tot aber sitzen nicht mehr in Ämtern.

Stimmt, aber man kann wohl annehmen, dass sie zuvor „Missionsarbeit“ geleistet haben.
Es ist kaum zu vermuten, dass die nach 1945 komplett „umprogramiert“ wurden.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Sicher stimmt das für die Zeit kurz nach dem Krieg. Aber spätestens in den 1970ern gab es auch 1968er als Lehrer etc.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
11 Monate zuvor

@Rudi K

Sicher stimmt das für die Zeit kurz nach dem Krieg. Aber spätestens in den 1970ern gab es auch 1968er als Lehrer etc.

Die Haupt-Wiederaufberitungsanlage für Altnazis waren CDU und FDP.
Die 68’er sind eher der SPD zuzuordnen oder noch weiter links, was aber im Schulbetrieb wg. des Radikalenerlasses keine Auswirkung hatte.

Rudi K
Rudi K
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Also bei mir in der Schule hatte ich den Eindruck, daß manche jüngere Lehrer 68er waren. Allerdings kann es sein, daß diese Leute nicht in der DKP oder ähnlichen Parteien waren.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi K
11 Monate zuvor

@Rudi K

Den Eindruck hatte ich auch, allerdings hat der Radikalenerlass allzu linke Lehrer ausgesiebt.

Mensch
Mensch
Reply to  Rudi K
11 Monate zuvor

Die „alten Nazis“, die bis 1945 „dabei waren“, sind wohl entweder in Rente oder tot

Die Entweder-Fraktion sollte vernachlässigbar gering sein.

Menschen, die mit Fug und Recht als Nazis bezeichnet werden können, sollten 1945 mindestens 20 Jahre alt gewesen sein. Ich tät sogar sagen, eher 25 Jahre. Im Jahr 2021 müssten diese Menschen mindestens 96 Jahre alt sein, so wie ich das sehe gar eher 100 Jahre alt sein.

Diejenigen, die heute 80 bis 90 Jahre alt sind, waren zwischen 1933 und 1945 (Klein)Kinder. Diese Menschen, nur weil sie in dieser Zeit als Deutsche aufgewachsen sind, als Nazis zu bezeichnen, halte ich für völlig absurd.

Diese Menschen sind leider in dieser menschenverachtenden Zeit aufgewachsen und somit meist mit den „Werten“ der Überzeugungstäter, die der Nazi-Ideologie verfallen waren (teils gar an den Eltern vorbei) verblendet und somit missbraucht worden.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

@Mensch

Diejenigen, die heute 80 bis 90 Jahre alt sind, waren zwischen 1933 und 1945 (Klein)Kinder. Diese Menschen, nur weil sie in dieser Zeit als Deutsche aufgewachsen sind, als Nazis zu bezeichnen, halte ich für völlig absurd.

Sehe ich auch so, allerdings sind wohl eher die NSDAP-Mitglieder gemeint, die nach dem Krieg wieder in politische Verantwortung und damit in Machtpositionen kamen, also Leute wie Globke und Co., evtl. auch höchste Amtsvertreter wie Juristen etc.

https://www.staatenlos.info/images/viertes_reich/02/Liste_politisch_aktiver_NSDAP_Mitglieder_in_der_BRD.pdf

Anhand der Geburtsdaten kann man Denen unterstellen, dass sie wußten, was sie taten.

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

@ Rob: Was in der Nachkriegszeit bis in die 70er hinein an Nazis in Amt und Würden war, war mit ein wenn nicht gar der Grund für die Studentenproteste der 68er und gar für die Entstehung der RAF.

Die Judikative war voll von alten Nazis. Bei den heute etablierten Parteien war die FDP der Nachkriegszeit die wohl von Altnazis durchseuchteste Partei.

Schau Dir Mal: „Der Fall Collin“, an. Als ich den Film sah, war ich entsetzt.

All das ist mir selbstverständlich schon sehr lange bekannt und war in meinen jungen Jahren der Grund, warum ich Union und FDP für unwählbar hielt und zudem der Justiz nie über den Weg traute.

Nur heute, im Jahr 2021, ist es aus meiner unmaßgeblichen Sicht nicht mehr angebracht, von einem Nazi durchseuchten System zu sprechen. Selbst mit dem Begriff Neonazis, wird es nicht gelingen, wirklich Rechtsradikale korrekt zu betiteln. Als Neonazis würde ich nur Menschen bezeichnen, die das dritte Reich verherrlichen und deren menschenverachtende Ideologie wieder aufleben lassen wollen. Solche gibt es leider auch, aber all zu viele sind es zum Glück nicht.

Mir persönlich macht der Neofaschismus wesentlich größere Sorgen. Den kriegst Du nicht mit alten, politischen Verortungen wie Links, Mitte, Rechts zu packen. Den findet man leider überall. Gegen das Virus gibt es auch leider keinen Impfstoff.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

@Mensch

Mir persönlich macht der Neofaschismus wesentlich größere Sorgen. Den kriegst Du nicht mit alten, politischen Verortungen wie Links, Mitte, Rechts zu packen. Den findet man leider überall. Gegen das Virus gibt es auch leider keinen Impfstoff.

Genau das.

Nationalismus ist eher eine Randerscheinung, aber Faschismus gibt es überall.
Die enge Verknüpfung zwischen Politik und Wirtschaft/Finanzwirtschaft kennt keine Parteigrenzen.
Die Vertreter des Kapitalismus sind da sehr flexibel, denn Alles und Jeder hat seinen Preis.
Gier und Eitelkeit ( mit den „großen Hunden“ pissen gehen zu dürfen, sich bedeutend zu fühlen ) sind der fruchtbare Boden, auf dem der Faschismus prächtig gedeiht.
Da wird die Schleimspur zum Ersatz für den steinigen Weg durch echte, eigene Leistung.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Nanu, wo ist mein Kommentar abgeblieben?

OH
OH
Reply to  Rudi K
11 Monate zuvor

 Gut, diese im Überschwang geschriebene Pauschalisierung sollte ich wohl zum Teil zurücknehmen oder spezifizieren. Auch wenn nur noch wenige Altnazis leben: im Lauf ihrer bundesrepubkikanischen Karrieren nahmen die Altnazis erheblichen Einfluss auf die Geschicke des Staates.

Einige Beispiele:
Kiesinger war bis 1980 Abgeordneter.
Filbinger trat 1978 als Mini-präs zurück, stand dann dem Studienzentrum Weikerheim vor, war zum Schluss Ehrenpräsident bis 2007, seit 1993 gibt es die „Hans-Filbinger-Stiftung“. Zu seinem 90. Geburtstag (2003) empfing er laut Wikipedia „fast das ganze CDU/FDP-Kabinett und die ihm nachfolgenden baden-württembergischen Ministerpräsidenten. Die Vertreter der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen blieben aus Protest fern. Die Schwestern von Walter Gröger protestierten gegen die Ehrung des „Mörders unseres Bruders“.“
Gehlen baute die Organisation Gehlen auf, die in den Bundesnachrichtendienst umgewandelt wurde und leitete den BND bis 1968 (s. dazu die Arte-Doku „Nazis im BND – Neuer Dienst und alte Kameraden von 2013).
S. auch den Wiki-Eintrag zur „Entnazifizierung“, darin das Stichwort „Renazifizierung“.

Wen haben solche Leute wohl in ihren Tätigkeitsfeldern und Einflussbereichen unterstützt und gefördert?

Weiter empfehle ich die Seite „politicalcompass.org“, um sich anzuschauen, in welchem Maß alle im Bundestag vertretenen Parteien in Richtung „rechts-autoritär“ gerückt sind.

Mensch
Mensch
Reply to  OH
11 Monate zuvor

@ OH: So ist es aus meiner unmaßgeblichen Sicht schon bedeutend korrekter.

Auch wenn’s Dir (und gar mir, zumindest pauschal) nicht passt, kommt hinzu, dass sich zwar jeder mit NSDAP-Parteibuch mitschuldig gemacht hat, aber zum einen sich nicht jeder in gleichen Maßen schuldig machte und zum anderen in einem Rechtsstaat jedem nicht Verurteilten zugestandenen werden muss, sein Leben unbehelligt leben zu dürfen. Selbst Verurteilten muss nach der Verbüßung ihrer Strafe zugestanden werden, wieder ein Leben mit allen Rechten leben zu dürfen. Anders sieht’s momentan nur bei Ungeimpften aus.

Das große Problem war, dass viel zu wenige Nazis überhaupt angeklagt wurden. Das lag z.T. daran, dass diejenigen, die dafür zuständig waren, selbst Dreck am Stecken hatten und dafür sorgen konnten, dass sehr viel unter den Teppich gekehrt wurde. Mit Kurt Georg Kiesinger hatte die BRD von 1966 bis 1969 gar einen Kanzler, der schon seit 1933 NSDAP-Mitglied war. Der darf mit Fug und Recht Nazi geschimpft werden.

Nachkriegsdeutschland war bei der Vergangenheitsaufarbeitung völlig absurd und zum Himmel schreiend verlogen. An echte Aufarbeitung der Nazi-Zeit, war mit dem Personal nicht zu denken.

Wer das mit der Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit der DDR nach 89 vergleicht, dem kann nur übel werden. SED-Mitgliedern erging es deutlich schlechter als NSDAP-Mitgliedern. Wenn man nach 1945 Nazis genau so verfolgt hätte, wie nach 1989 jeden kleinen Stasi-Spitzel, dann hätte evtl. die halbe Republik oder gar noch mehr auf die Anklagebank kommen müssen.

Heute beschämt mich jedes Jahr aufs Neue der Umgang mit den Russen. Keine andere Nation hat der Nazis wegen so viele Tote wie die Russen zu beklagen. Ich werde im Leben keinen deutschen Politiker mehr ernst nehmen können, der das in seinem Handeln nicht zu berücksichtigen weiß.

Die, die heute am Drücker sind, ignorieren das große Leid was Nazi-Deutschland den Russen zugefügt hat fast völlig. Extrem weit weg vom Leugnen des Holocaust, ist das aus meiner unmaßgeblichen Sicht nicht wirklich.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

@Mensch

Selbst Verurteilten muss nach der Verbüßung ihrer Strafe zugestanden werden, wieder ein Leben mit allen Rechten leben zu dürfen. Anders sieht’s momentan nur bei Ungeimpften aus.

Ganz so ist es aber nicht, zumindest was die Ausübung eines öffentlichen Amtes betrifft:

http://www.rechtslexikon.net/d/aberkennung-der-b%C3%BCrgerlichen-ehrenrechte/aberkennung-der-b%C3%BCrgerlichen-ehrenrechte.htm

Nachkriegsdeutschland war bei der Vergangenheitsaufarbeitung völlig absurd und zum Himmel schreiend verlogen. An echte Aufarbeitung der Nazi-Zeit, war mit dem Personal nicht zu denken.

Es hat nicht nur am Personal gelegen,.
Wg. des kalten Krieges hatten die USA bedarf an Leuten mit kriegsbedingter „Osterfahrung“ und ließen Gras über so Manches wachsen.

Wer das mit der Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit der DDR nach 89 vergleicht, dem kann nur übel werden. SED-Mitgliedern erging es deutlich schlechter als NSDAP-Mitgliedern.

Und manche Stasiakten sind auf rätselhafte Weise ganz verschwunden, v.A. bei Leuten, die nach der Wende in den Altparteien einen warmen Platz fanden.
Aber die waren ja schon in der SED knallharte Opposition.

Heute beschämt mich jedes Jahr aufs Neue der Umgang mit den Russen. Keine andere Nation hat der Nazis wegen so viele Tote wie die Russen zu beklagen. Ich werde im Leben keinen deutschen Politiker mehr ernst nehmen können, der das in seinem Handeln nicht zu berücksichtigen weiß.

Geht mir genauso.
Der Kotau vor den Interessen der USA und der damit verbundene Geschichts-Revisionismus sind zum Kotzen.
Man verspürt einen inneren drang, NATO-Orgelpfeifen wie Röttgen und Co. mit einem Dreschflegel zu bearbeiten.

Extrem weit weg vom Leugnen des Holocaust, ist das aus meiner unmaßgeblichen Sicht nicht wirklich.

So ist es, aber dafür gibts von jenseits des großen Teichs Applaus, währen der Holocaust der Hebel ist, der uns gefügig hält.

Mensch
Mensch
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Moin Rob:

Ganz so ist es aber nicht, zumindest was die Ausübung eines öffentlichen Amtes betrifft:

Klar, so ist es. Schön, dass Du das angefügt hast.

Was mit ein Grund gewesen sein dürfte, dass es in der Nachkriegszeit sehr wenige Amt- und Würdenträger mit Nazivergangenheit gab, die angeklagt wurden. Juristische Tricksereien, siehe den Fall Collini, kamen noch dazu.

Dafür, dass dieser Blog, samt seinen Lesern und Kommentatoren, also wir alle hier, auf Teufel komm raus in die recht(soffen)e Ecke gestellt werden, ist das was hier gelesen werden kann, nicht damit in Einklang zu bringen.

BTW: Gestern las ich von ungewöhnlich vielen Kindern die wegen Atemwegsproblemen hospitalisiert werden müssen, was Kinderklinken an ihre Grenzen bringt. Als mit ursächlich für RS-Viruserkrankungen gaben Experten die „Pandemie“ an. Gemeint waren aber die Coronamaßnahmen und nicht die „Pandemie“, den es geht um das Immunsystem der Kinder, dass der Lockdowns und damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen „untrainiert“ blieb und nun bin gewöhnliche Erkältungsviren überfordert ist.

Ich tät sagen: „Wenn euch beim Lüften in der Klasse kalt ist Kinder: Jacke und Handschuhe anziehen und Mütze aufsetzen! Euer aller Mutti Angela“

ShodanW
ShodanW
11 Monate zuvor

Ich würde mir Texte wie diese mal gerne wieder von den großen Medien wünschen, aber da ist heute irgendwie nichts mehr zu machen. Dieses Austarieren und die Darlegung aller Möglichkeiten bei einer Thematik würde eigentlich in jeden Artikel gehören, stattdessen muss man sich immer selbst bremsen, die Lesart und Moralisierung vieler Texte nicht ungefiltert zu übernehmen. Man muss dann in mühsamer Weise zwei ideologisch gefärbte Medien durchforsten, um dann zwei Versionen zu erhalten und kommt meist dadurch zur Erkenntnis, dass alles ergebnisoffen ist (wie du das prima auf den Punkt bringst). Und gerade Juden oder Davidsterne sind oft zu stark polarisierend, dass wir uns besser nicht die Finger verbrennen sollten. Bevor dann wieder die Rechtskeule ausgepackt wird.

Also hier wurde alles richtig gemacht, wie ich finde!

Stas
Stas
Admin
11 Monate zuvor

hallo