Kuchen essen!

Die Sozialdemokratie ist zurück: Und flugs übt sie sich schon wieder in Klassismus und Dekadenz. Nudeln werden teurer? Dann bestellen Sie doch einfach Sushi bei Lieferando. Die Heizkosten setzen Ihnen zu? Ein warmer Pullover wirkt Wunder! Den Satz, dass die, denen das Brot zu teuer ist, halt Kuchen essen sollten, hat bekanntlich nicht Marie Antoinette gesagt: Es war Katarina Barley.

Denn diese Katarina Barley war neulich zu Besuch aus Europa bei uns in Deutschland, besser gesagt: Zu Besuch im deutschen Fernsehen. Nämlich bei Frank Plasberg, »Hart aber fair« heißt seine Quasselbude im Ersten. Thema waren die hohen, nun ja die steigenden Verbraucherpreise. So eine Runde braucht freilich die Stimme des Volkes, einen Vertreter oder eine Vertreterin einer Arbeiterpartei, die weiß, wie es Menschen wie dir und mir geht. Frau Barley, die wegen ihrer politischen Brillanz und regen Bürgernähe ein Mandat im Europäischen Parlament übertragen bekam – Zynismus? Ach wo! -, schien da die gebotene Wahl zu sein. Und so sprach sie dort vor und erteilte den Zuschauern einige findige Sparfuchsideen.

Wer zum Beispiel seine Heizölrechnung künftig nicht bezahlen könne, so fachsimpelte sie, der sollte sich halt – mit etwas staatlicher Subvention natürlich – einfach neue Fenster einsetzen lassen. Überhaupt sei immer jene Kilowattstunde die billigste, die man gar erst nicht verbrauche. Als es dann auch noch um Lebensmittel ging, die nun teurer würden, muss ihr irgendwer zugeflüstert haben, dass es keine gute Idee sei, jetzt nochmal Kuchen oder Sushi von Lieferando zu empfehlen. Hätte sie es jedoch getan: Gewundert hätte das auch keinen mehr.

Der hässliche Sozi

Das ist bei den Sozialdemokraten ja nicht ein ganz unbeliebter Sport. Die Stilfigur des hässlichen Sozi hatte seine beste Zeit damals, als die Agenda 2010 mit Zähnen und Klauen verteidigt werden musste. Der Sozialdarwinist hatte damals Hochkonjunktur. Einen ganz besonders hässlichen Sozialdemokraten kennen wir heute fast nur noch als Mann, der mit ausländischen Mitbürgern fremdelte. Die Rede ist von Thilo Sarrazin. Was man heute aber fast vergessen hat: Er teilte auch gegen die Armen im Lande aus. Nur tat er das nicht per Rundumschlag, sondern er verbrämte das als Lebensberatung. So riet der den Hartz-IV-Empfängern Pullover statt Heizung an.

Und er erstellte außerdem einen Wochenspeiseplan, der sich streng am Regelsatz orientierte. Getränke kamen dabei gar nicht vor – aber Flüssigkeitsaufnahme wird ohnehin überbewertet. Der Mann war eben ganz besonders als Sozialdarwinist ersten Ranges engagiert. Er bekämpfte die Armut, indem er die Armen bekämpfte. Denn wenn es die nicht mehr gäbe, wäre ja auch die Armut abgeschafft.

Sein Berliner SPD-Kollege Buschkowsky verstieg sich auch immer wieder dazu, Hartz-IV-Empfänger als faul zu skizzieren. Er begründete das mit seiner Erfahrung als Bürgermeister von Neukölln. Ihm ging es um die begrenzten Mittel, die man zur Eindämmung von Armut zur Verfügung hatte. Auch er verwechselte die Gegner. Erkannte sie nicht in der Hochfinanz und der fehlenden Steuermoral deutscher Konzerne. Nein, die Armen seien quasi in Nehmerlaune – da sei es lobenswert, dass der Kollege Sarrazin mal ausgerechnet hat, wie gut es diesen Leuten tatsächlich geht, wenn sie sich in der eiskalten Wohnung einen Wollpulli überziehen. Aus dem fernen Hamburg klatschte zu jener Zeit der greise Adelssozi Klaus von Dohnanyi diesem lebensberatenden Vorstößen Beifall.

Damals litt diese Arbeiter- und Volkspartei schon an jener tragischen Krankheit, an der sie jetzt bei lebendigem Leibe dahinsiecht: Sie kennt überhaupt keine Arbeiter, kein Volk. Sie weiß nichts über Lebenswirklichkeiten und den Dschungel der Arbeitswelt. Sie guckt aus der Ferne zu, wie genau dort der Rollback des Feudalismus wütet. Im Zuge des pandemischen Notstandes hat man Arbeitnehmerrechte aufgeweicht, den Datenschutz gelockert und den Arbeitnehmer dem Zugriff seines Arbeitgebers ausgesetzt. Und am Ende sitzt eine Sozialdemokratin im TV und rät zu völlig weltfremden Vorgehensweisen.

Welche Laterne hättens denn gern?

Kaum hat diese Partei wieder Oberwasser, reaktiviert sie alten Reflexe und zeigt, wieviel Ahnung sie vom Leben der Menschen im Lande wirklich hat. Die eigene Bubble hat sie nie verlassen. Sie hat in den letzten Jahren neben der schwindenden Union, der immer ältlicher wirkenden Bundeskanzlerin und den Missständen, einer Bundesregierung, in der sie zwar Mitglied war, von der sie sich aber gleichsam distanzierte, einfach nur immer besser ausgesehen, lebenserprobter gewirkt, als das Pendant zu Merkel. In Wahrheit weiß die Sozialdemokratie jedoch nicht, wie es sich lebt, wenn man arbeitet – oder eben keine Arbeit mehr hat. Sie ahnt nichts von den Sorgen, Sehnsüchten und Stressoren, eines Normalo-Alltages. Sie simuliert nur eine Kümmererin zu sein – kümmert sich aber nicht, sondern verkümmert als Ansprechpartner für die kleinen Leute.

Und dann wirken diese Simulanten natürlich schnell mal wie ganz besonders schlaue Oberlehrer, die den ganz normalen Menschen im Lande einfach mal aufzeigen, wie einfach man das Leben und seine Fährnisse meistern und umschiffen kann. Ein Pullover hier, ein neues Fenster da: Mensch, reißt euch doch zusammen, Leute – das Leben kann doch so einfach sein!

Immer wenn jemand aus dem politischen Betrieb so auftritt, kommt mir ein mittlerweile alter Text von Friedrich Küppersbusch in den Sinn. Eigentlich nur eine Passage, die ich mir ob ihrer bildlichen Leuchtkraft über Jahre gemerkt habe. Damals zog er über Guido Westerwelle her, der Leistungsempfänger maßregelte und ihnen »spätrömische Dekadenz« unterstellte. Küppersbusch kommentierte das seinerzeit so: »Parteiamtssalär, Diäten, Ministergehalt: Der Mann hat nie ernsthaft von etwas anderem als Staatsknete gelebt. Dass nun ausgerechnet er wirklich Bedürftige als überfressene Orgiasten schmäht – im vorrevolutionären Frankreich wäre das als der mannhafte Wunsch verstanden worden, sich immerhin die eigene Laterne auszusuchen.«

Einen so drastischen Satz muss man heute vermutlich zitieren, will man von den Netzwerken, wo Texte wie dieser geteilt werden sollen, nicht ausgeschlossen werden. Denn es sind eben genau diese Gesichter, die kein Wissen über das Leben von dir und mir haben, die uns dann, wenn wir wütend werden, damit drohen, drastischer gegen Hasskriminalität im Netz vorzugehen. So eine Vorgehensweise dient nur einer Sache: Sie soll die Abschottung von uns Normalos weiter gewährleisten.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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niki
niki
11 Monate zuvor

Wer etwas anderes erwartet hätte…
Aber gut… Wie war dein Tweet?
2025: nachhaltiger Absturz der Sozis?
2029: verschwunden aus der Parteienlandschaft…
Da kann ich mitgehen…
Allerdings sind deutliche Tendenzen zu erkennen, dass wir bis 2029 wohl kaum noch eine Restdemokratie haben werden, wo noch eine relevanter Anteil der Bevölkerung noch wählen darf.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass als erstes ein Entzug des Wahlrechts für Ungeimpfte (min. alle 6 Monate de facto Impfpflicht gegen ein beliebiges Virus) kommen könnte.
Und mit dem Vorgehen gegen Hasskriminalität, darunter kann wirklich alles fallen, wird ein anderer Großteil von den Wahlen ausgeschlossen…
Und dann kommt die Politik gegen den Klimawandel, die natürlich missbraucht wird um endgültig ein totalitäres System zu installieren…

Wahrscheinlich sehe ich alles noch zu positiv und es kommt noch viel übler…

Last edited 11 Monate zuvor by niki
Pen
Pen
Reply to  niki
11 Monate zuvor

Mein Gott! So wird es kommen

Es sei denn, wir merken endlich, daß wir die 99 Prozent sind.

niki
niki
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

Man kann mit einfachsten Mitteln die Menschen spalten. Das wichtigste dabei sind unsichtbare Gefahren und daraus resultierende dauerhaft etablierte Feindbilder…
Und mit dauerhaften Wiederholen einer Lüge in den MSM wird diese zur Wahrheit(tm) gedeutet!
Im Namen des Guten(tm) wird dann ordentlich alles diskreditert!

(Auszug aus dem Propaganda-Handbuch von Joseph Göbbels, erstes Kapitel)

Pen
Pen
Reply to  niki
11 Monate zuvor

Gerade jetzt sehr schön zu beobachten. In Australien bauen sie gerade (Konzentrations) – Siedlungen für Ungeimpfte.

https://caitlinjohnstone.com/2021/09/24/australians-need-to-decide-if-this-is-the-kind-of-country-we-want-to-live-in-from-now-on/

Wolfgang Seidel-Guyenot
Wolfgang Seidel-Guyenot
Reply to  niki
11 Monate zuvor

Das mit dem Entzug des Wahlrechts für Ungeimpfte halte ich persönlich für eher unwahrscheinlich. Was alledings mit ziemlicher Sicherheit kommen wird ist die voll digitalisierte, quasi „ver-Appte“ Form von etwas, was kaum noch Ähnlichkeit mit Wahlen, wie wir sie kennen haben wird. Ein paar der „Young Global Mickey&Minnie Mice“ aka YGLs oder „Global Shapers“ haben da offenbar schon mal ihre iPods aus den Öhrchen rausgeplöppt und eine „tolle“ Idee entwickelt, von der sicherlich auch der alte Klaus von und zu der Schwab ganz hingerissen ist.

Das WEF (zu dessen glühendsten Verehren ich mich übrigens wirklich mitnichten zähle) hat übrigens offenbar gar nix gegen Wahlen (warum auch, es gibt kein besseres Polit-Massenentertainment für’s Fußvolk).

Zukünftige „Wähler“ informieren sich dann einfach per App über „Trends“ hauptsächlich wohl in Form von demoskopischen Erhebungen (manipulie…manipula) und treffen dann ihre Wahlentscheidungen und per „Swoosh“ aufm schicken Smartiephone wird dann ratzfatz mal eben „gewählt“. Vielleicht geht die „Wahl“ dann auch über sowas wie eine Art „Punktesammelsystem“ natürlich auch per Äppäppäpäpp. Steht zwar so nicht in den WEF-Bulletins – aber ich denke, weil die ja so auf alle möglichen „Scorings“ abfahren, wäre das ganz nach deren Hautgoût. In der Wahlvorzeit würde der Wahl-Äpper dann vielleicht Plusunkte, für das was ihm bei einer Partei gefällt oder auch Negativpunkte, für das was weniger gut ankommt, verteilen, und eine ganz ganz tolle, liebe und supi-intelligente KI macht dann bei der „Wahl“ den Rest.

Gemäß dem Motto der „4IR“ bzw, des „Great Reset“ – oh sorry der heißt ja jetzt „Build Back Better“ weil‘ einfach netter klingt: „Ab in die Zukunft – Ohne Rücksicht auf Verluste und volle Kanne digitalisiert“ würde so eine Form von „Wahlen“ entstehen bei denen der Wähler von allen Qualen befreit ist und das Establishment nur noch fett grinst, weil es dann überall die Greifer drin hätte.

https://www.weforum.org/agenda/2019/05/young-people-in-europe-are-swiping-right-on-voting/

Last edited 11 Monate zuvor by Wolfgang Seidel-Guyenot
Gaby
Gaby
11 Monate zuvor

Von Politikern habe ich die Erwartung, dass sie ihre Sätze vor der Aussprache überdenken und sich diplomatisch ausdrücken. Politiker die das nicht tun, sind für mich keine Politiker.
Was steigende Kosten zum Lebensunterhalt angeht, so haben die Wenigsten darauf einen merklichen Einfluss. Als Mieter schon mal erst recht nicht auf das Einbringen oder erneuern von Isolationsmaßnahmen. Natürlich kann man sich warm anziehen, dass ist leider aber nicht der Punkt, werte Frau Barley von Barley. Lassen Sie mal die Heizung bei Minusgraden aus und bestellen Sie schon mal vorsorglich eine Handwerksfirma, welche sich dann um geplatzte Wasserrohre kümmern muss. Besorgen Sie sich einfach schon mal ein Hotelzimmer, denn der Krach – aufgestemmter Wand- und Bodenbeläge – wird gar fürchterlich. Der Dreck der damit dann noch einhergeht.. schafft sicherlich so manch einen neuen Arbeitsplatz, denken Sie vermutlich. Präkär versteht sich. Wohl Bekommens!

Ceryk
Ceryk
Reply to  Gaby
11 Monate zuvor

Also ich mag die Barley nun wirklich nicht.
Der Fairness halber sollte man aber auch nicht ihre Aussagen komplett aus dem Zusammenhang reissen.
Bildblog hat das Ganze mal wieder vernuenftig eingeordnet und von den hier von Roberto gemachten Vorwuerfen bezueglich der Plasberg-Sendung bleibt dann am Ende nichts mehr uebrig:
https://bildblog.de/ressort/bild/
Schade, dass du dich hier auf Bild-Niveau begibst, Roberto – eigendlich erwarte ich von dir mehr…

Gaby
Gaby
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

Mein Fazit – auch nach dem Lesen deiner Empfehlung: Wer nicht kräftig investiert, der muss entweder höhere Kosten, oder mit dem Pullover zahlen. KfW-Förderungen.. sorry, was‘ ein schlechter Witz. Steuerzahlerfinanzierung, super Lösungsfindung – spült auch kräftig Geld zurück in die Staatskassen, denn so ganz so einfach wird man die Zinsfestbindung der KfW nicht los. Wenn man hingegen Geld hat schon, dann allerdings braucht es auch keine KfW.
Man schiebt die Verantwortung zur Lösungsfindung einfach mal auf andere und kassiert nebenbei ordentlich Rendite. Danke, aber nein danke. Am Ende bekommt man vom Eigentümer (vorausgesetzt man ist Mieter) gesagt: dann such dir doch was Billigeres.
Witzig.. seeehr witzig.

Ceryk
Ceryk
Reply to  Gaby
11 Monate zuvor

Mein Fazit […]: Wer nicht kräftig investiert, der muss entweder höhere Kosten, oder mit dem Pullover zahlen.

[…] Man schiebt die Verantwortung zur Lösungsfindung einfach mal auf andere und kassiert nebenbei ordentlich Rendite.

Mein Deutschlehrer von damals wuerde jetzt wohl zu dir sagen: „Thema verfehlt – setzen – sechs“
Wenn du dir den verlinkten Bildblog-Artikel noch mal durchliest, wirst du feststellen, dass es in der Diskussion eben nicht um „Loesungsfindungen zur Kostenersparniss“ ging, also eben nicht „hoehere Kosten vs dicker Pulli“.
Du redest hier noch nicht einmal von Birnen, sondern von Gurken, waehrend das eigendliche Thema Aepfel sind…

Gaby
Gaby
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

Mein Deutschlehrer von damals wuerde jetzt wohl zu dir sagen: „Thema verfehlt – setzen – sechs“

Der Aussage folgend, müssen meine Deutschlehrer alle inkompetent gewesen sein. Da freut es mich doch sehr, dass es derart fähige Menschen wie dich gibt – mit äußerst beeindruckender Kenntnis“s“ im sozialen Umgang. Danke für die Belehrung. Besser spät, als nie.

Just my 2 cent

Last edited 11 Monate zuvor by Gaby
Brian DuBois-Guilbert
Brian DuBois-Guilbert
Reply to  Gaby
11 Monate zuvor

Bravo, Gaby – das nenne ich einen Konter !

Gaby
Gaby
Reply to  Brian DuBois-Guilbert
11 Monate zuvor

Ich weiß es durchaus zu schätzen, wenn mir jemand unverblümt vor den Koffer scheißt. Die weiteren Reaktionen lassen das für mich auch nachvollziehen. Ich nehme es niemandem „krumm“. 👍

Ceryk
Ceryk
Reply to  Gaby
11 Monate zuvor

Wow. Danke und Hut ab!
Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, moechte ich dich um Entschuldigung bitten: Brians Post hat mir klar gemacht, dass ich dich zu hart angegangen bin…

Gaby
Gaby
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

Angenommen! Das kuriose an dem „Häckmeck“ ist, dass wir uns beide nicht kennen und es dennoch funktioniert auf einander zuzugehen. Wäre es doch nur immer so einfach. Stattdessen verfängt man sich eher im Trennenden, als im Gemeinsamen. Daran krankt die Menschheit.

Ceryk
Ceryk
Reply to  Gaby
11 Monate zuvor

Der Aussage folgend, müssen meine Deutschlehrer alle inkompetent gewesen sein.

Sagen wir es mal so: ganz offensichtlich ist es ihnen nicht gelungen, dir ein allgemeines Textverstaendniss und ausreichend Medienkompetenz beizubringen – ob dies nun an ihrer Inkompetenz oder an evtl fehlender Intelligenz auf deiner Seite lag, oder noch ganz andere Gruende hatte, vermag ich nicht zu beurteilen…

derart fähige Menschen wie dich gibt – mit äußerst beeindruckender Kenntnis“s“ im sozialen Umgang

Dass es mir mitunter an Faehigkeiten bzw am Willen zum perfekten sozialen Umgang mangelt, das wuerde ich nie bestreiten und dazu stehe ich – mir mangelt es im zunehmenden Masse vor allem an Geduld mit Ignoranten und geistigen Vollpfosten.
Wer seine Ignoranz so eindrucksvoll unter Beweis stellt, wie du hier, der hat es meiner unmassgeblichen Meinung nach nicht verdient, dass man noch viel Zeit investiert um ihm in Watte gepackt die Fehler in seinem Denken und die fehlende Logik moeglichst schonend aufzuzeigen…

Bravo, Gaby – das nenne ich einen Konter !

Jo, ihr Konter war gut.
Aendert aber leider nichts an ihrer geistigen Minderleistung…^^

Brian
Brian
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

Du kannst gerne anderer Meinung sein, aber dein Umgang ist unter aller Sau.
Wieder so ein Kleinkind, das sich für den Größten und scheinbar auch
für unglaublich intelligent hält. Da passt Du z.Zt. recht gut in dieses Land.

 mir mangelt es im zunehmenden Masse vor allem an Geduld mit Ignoranten und geistigen Vollpfosten.

Na, dann müsste dir ja bei dir selbst ständig der Kragen platzen…

Ceryk
Ceryk
Reply to  Brian
11 Monate zuvor

DAS nenne ich mal nen guten Konter. ^^

dein Umgang ist unter aller Sau.

Schau dir noch mal meine Posts genau an – dann wirst du feststellen, dass mein erster Post sehr wertfrei und rein informativ war.
Erst als Gaby dann auf diesen Post mit Ignoranz reagierte aenderten sich meine Posts und wurden schaerfer.
Ist das „unter aller Sau“?
Moeglicherweise.
Aber das wird mir im zunehmenden Masse immer mehr sch…egal…

Wieder so ein Kleinkind

Du kennst mich nicht, weisst nichts ueber mich, weisst nicht, was ich durchgemacht habe.
Also vorsicht mit solcherlei Urteilen – sie sagen evtl mehr ueber dich, als ueber denjenigen, den du da verurteilst.

das sich für den Größten und scheinbar auch für unglaublich intelligent hält

^^
Mir ist durchaus bewusst, dass ich mit Sicherheit nicht der Groesste bin.
Und auch wenn ich weiss, dass ich intelligenter als ca 90% meiner Mitmenschen bin, bin ich mir durchaus bewusst, dass es fuer eine Aufnahme bei MENSA leider knapp nicht gereicht hat, es also durchaus Menschen gibt, die einiges mehr auf dem Kasten haben als ich.
Aber ganz von der Intelligenz abgesehen halte ich es fuer wichtig, sein „Wissen“ und seine Ueberzeugungen staendig auf den Pruefstand zu stellen und evtl revidieren zu koennen und eben nicht mit Ignoranz auf neue, den eigenen Ueberzeugungen uU widersprechenden Erkenntnissen zu reagieren.
Die Faehigkeit zu solcherart Selbstreflexion hat nur sehr wenig mit Intelligenz zu tun.

Da passt Du z.Zt. recht gut in dieses Land.

Genau eben nicht, da die allermeisten, gerade zB die Zeugen Coronas, ueber eine wahnsinnig grosse Ignoranz verfuegen, wie ich sie vorher kaum fuer moeglich gehalten haette.
Was im Uebrigen wohl der Hauptgrund fuer meine immer mehr schwindende Geduld mit Ignoranten sein duerfte.

Na, dann müsste dir ja bei dir selbst ständig der Kragen platzen…

Ich versuche mich wenigstens in Selbstreflexion.
Gelingt mir leider auch nicht immer.
Und ja, wenn ich im nachhinein dabei ertappe, selber ignorant gehandelt zu haben, bin ich durchaus von mir selbst enttaeuscht und angepisst.
Aber wie heisst es so schoen: „Errare humanum est.“
Sich mitunter auch mal zu irren gehoert zum Menschsein dazu und dies zu akzeptieren ist eine Herausforderung…

Brian
Brian
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

Dem größten Teil deiner Ausführungen stimme ich zu.
Und auch die Form finde ich wesentlich besser. Man kann (und sollte auch
sicherlich auch öfter mal) sich in der Sache klar und deutlich auseinandersetzen. Warum war dir das bei Gaby nicht möglich ? Mit Herablassung und Runtermachen erreichst Du höchstens Widerstand.

Du kennst mich nicht, weisst nichts ueber mich, weisst nicht, was ich durchgemacht habe.

Also vorsicht mit solcherlei Urteilen – sie sagen evtl mehr ueber dich, als ueber denjenigen, den du da verurteilst.

Vice versa.
Deinen Äußerungen nach zu urteilen, glaube ich (ohne das in irgendeiner Form
als Verbrüderung anzusehen), daß wir uns in vielerlei Hinsicht ziemlich ähnlich
sind.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

Du brauchst dich mal nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen, wenn du Bildblog als das Maß aller Dinge in der Causa Medienkompetenz siehst. Man kann beide Quellen als Maßstab verwenden, aber Niggemeiers Hang zum Bild-Bashing kann mitunter kontraproduktiv sein. Das ist genauso Stammtisch wie der Stammtisch selbst. Es ist schon eine Weile her, da sagte mal jemand: „Die Bild ist ein Drecksblatt, aber ein sehr gut informiertes Drecksblatt“. Soll heißen, dass man sich eher ins eigene Fleisch schneiden kann, wenn man nur im Affekt über das Drecksblatt herzieht.

Medienkompetenz erhält man also nicht, wenn man ideologisch verblendet die Gegenmeinung nicht hören will. Mit Emotionen erreicht man die nicht, und vor allem nicht, wenn man bei Grundsätzlicherem schon anfangen müsste nachzusteuern. Da braucht man über die Inhalte gar nicht erst anzufangen 😉

Last edited 11 Monate zuvor by ShodanW
Mordred
Mordred
Reply to  ShodanW
11 Monate zuvor

Es ist schon eine Weile her, da sagte mal jemand: „Die Bild ist ein Drecksblatt, aber ein sehr gut informiertes Drecksblatt“. Soll heißen, dass man sich eher ins eigene Fleisch schneiden kann, wenn man nur im Affekt über das Drecksblatt herzieht.

Nein. Alles, was Bild schreibt, ist im besten Fall stark meinungsbehaftet, im Normalfall Tatsachen mit Lügen gemischt und im schlimmsten Fall reine Lüge. Von daher ist die Bild nie eine angemessene Quelle und mir ist es ein Rätsel, warum die überhaupt noch von irgendjemandem konsumiert, geschweige denn zitiert wird…ok, vielleicht noch bei Sport, wo die Infos ja eh keine Relevanz haben.

Roberto De Lapuente
Roberto De Lapuente
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

Der BILDblog erinnert mich seit Jahren an Jung und Konsorten.

Ceryk
Ceryk
Reply to  Roberto De Lapuente
11 Monate zuvor

Ist das jetzt in deinen Augen was positives, oder eher was negatives…?

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

Hat Dich Deine Intelligenz schon wieder verlassen?

Mordred
Mordred
Reply to  Roberto De Lapuente
11 Monate zuvor

Was sagt uns das zur hier besprochenen Causa?

Mordred
Mordred
Reply to  Gaby
11 Monate zuvor

Zitat Bildblog, welches die dortigen Ausführungen einigermaßen zusammenfasst:

Katarina Barley reagiert also auf einen ganz konkreten Fall, in dem ein Mann sagt, dass seine bereits getätigten Energiesparmaßnahmen nichts brächten. Dem entgegenet Barley, dass es sehr wohl etwas gebracht habe, schließlich habe er dadurch Kilowattstunden eingespart, und die kosten nichts und sind dadurch am billigsten. Diese simple Erkenntnis ist eigentlich auch schon alles. Die SPD-Politikerin sagt nicht, dass all jene, denen das Heizen nun zu teuer ist, künftig einfach die Heizung runterdrehen oder groß investieren sollen (sie spricht ja offensichtlich von bereits erfolgten Energiesparmaßnahmen: “… neue Fenster hat einbauen lassen. Oder gedämmt hat.”). “Bild” gibt sie falsch wieder – sowohl im größeren Zusammenhang als auch im Kleinen bei einzelnen wörtlichen Zitaten.

Somit muss ich feststellen, dass Roberto zur Abwechslung mal daneben gegriffen hat.

Pen
Pen
11 Monate zuvor

Zusammenfassung der 74. Sitzung des Corona Untersuchungsausschuß‘

https://corona-transition.org/so-wahr-mir-gott-helfe-zusammenfassung-der-74-sitzung-des-corona-ausschusses

„(Min. 00:25:00 – 01:21:00) Jakob Tscharntke, Pastor der evangelischen Freikirche in Riedlingen, der das Corona-Thema in seinen Predigten immer wieder zur Sprache bringt, enthüllt, warum sich alle Kirchen in der «Pandemie» nicht, wie sie es sich eigentlich auf die Fahne geschrieben haben, für die Schwachen, Bedrängten und Verfolgten einsetzen.

Tscharntke, der von Beginn an wusste, dass etwas «zum Himmel stinkt» am weltweiten Corona-Narrativ und der die Ähnlichkeiten zur Schweinegrippe sofort erkannt hat, geht in seinen Gottesdiensten vor allem auf die «realen» Probleme ein, die seine Gemeindemitglieder derzeit haben: wie Tests, Masken, Spritzen.

Merkel, Spahn Drosten & Co. sind für den Pastor nur «Polithampelmänner», die an den Strippen ganz anderer Mächte hängen, und er ist sich sicher, dass es über diesen Leuten weitere «höher stehende Hierarchieebenen» gibt (circa ab Min. 00:36:00).

Danach schneidet Tscharntke ein heikles Thema an. Aufgrund seiner geistlich-theologischen Überzeugung als Christ, geht er davon aus, dass in der Corona-Krise ganz oben «keine weltlichen, sondern überirdische Mächte» stehen, nämlich «Satan mit seinem Personal».

«So böse, so menschenverachtend kann es eben nur sein, wenn es von Satan kommt», unterstreicht er.“

Auf den Pabst ist Pastor Tscharntke überhaupt nicht gut zu sprechen. Daß man von der Kirche nichts erwarten darf, hat sie schon einmal bewiesen. Viele hochgestellte Nazis flüchteten nach Kriegsende in den Vatikan und konnten sich mit dessen tatkräftiger Hilfe nach Südamerika absetzen.

Last edited 11 Monate zuvor by Pen
Mensch
Mensch
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

Danach schneidet Tscharntke ein heikles Thema an. Aufgrund seiner geistlich-theologischen Überzeugung als Christ, geht er davon aus, dass in der Corona-Krise ganz oben «keine weltlichen, sondern überirdische Mächte» stehen, nämlich «Satan mit seinem Personal».

Echt, mit so einer gequirlten Kacke, befasst sich der Corona-Ausschuss mittlerweile?

Damit dürfte klar sein, dass dahinter und gleich mit dazu der Basis (die ich weil versprochen gewählt hatte) ein Haken gemacht werden kann. Wer sich auf solche Pfade begibt, der ist am Ende mit seinem Latein.

Wer kommt als nächstes? Ein Voodoo-Priester?

Pen
Pen
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Die hören sich alles an, auch spiritiuelle Ansätze, und ich finde das spricht für sie.

Dein Kommentar ist ziemlich engstirnig, m.E.
Er sagt mehr über dich aus, als über den Ausschuß.

Last edited 11 Monate zuvor by Pen
Ceryk
Ceryk
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

@ Pen:
Sorry, aber da bin ich ganz bei Mensch.
Spiritualitaet ist per se nichts Schlechtes.
Aber eine Verquickung von Spiritualitaet mit Politik kann per Definitionem nur zu Unglueck und Leid fuehren.
Und wenn dann die Gegenseite auch noch zu „Satan und seinem Personal“ erklaert wird, ihnen also jegliche Menschlichkeit (und damit auch die Menschenrechte) abgesprochen wird, dann sind wir wieder mitten im tiefsten Mittelalter und ganz nah an Inquisition und Hexenverbrennungen.
Tscharntke outet sich hier als gemeingefaehrlicher Psychopat.
Dass der Corona-Ausschuss so jemandem auch noch eine Buehne bietet ist traurig…

Last edited 11 Monate zuvor by Ceryk
Pen
Pen
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

Das ist doch Unsinn!

Sorry, mit Inquisition, Hexenverbrennung hat Tscharntke nichts zu tun. Gemeingefährlicher Psychopath?

Also, ich weiß ja nicht…

Last edited 11 Monate zuvor by Pen
Mensch
Mensch
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

Dein Kommentar ist ziemlich engstirnig, m.E.
Er sagt mehr über dich aus, als über den Ausschuß.

Was daran ist Deines Erachtens engstirnig?

Was sagt das denn über mich aus?

…und was genau spricht daran für den Ausschuss, wenn sie sich mit Satansunsinn befassen?

Ich will Dir das was Dir in den unschönen Zeiten ein wenig halt geben kann, nicht „verteufeln“. Ich gönne es Dir gar wirklich von Herzen!

Nur bitte Dichte mir nichts Schlechtes an, nur weil ich eine Dir nicht genehme Tatsache, die da ist, dass es unseriöser kaum noch geht, offen kommuniziere. Aus meiner unmaßgeblichen Sicht stellt sich der Ausschuss damit ins Abseits. Einen Beitrag dem Maßnahmenwahnsinn zu einem Ende verhelfen oder gar vorantreiben zu können, kann man aus meiner Sicht von denen nicht mehr erwarten.

Was genau hast Du auf Deinen Kommentar als Reaktion erwartet?

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Was genau hast Du auf Deinen Kommentar als Reaktion erwartet?

1 Paar Likes natürlich. Sie ist ein Likes-Junkie.

Brian
Brian
Reply to  Suzie Q
11 Monate zuvor

Das sagt der Unlike-Junkie…

Pen
Pen
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Lieber Mensch,

es war nicht meine Absicht, Dich zu verletzen. Bitte entschuldige!

Dies war die 74. Sitzung des Corona Untersuchungsausschuß, den ich für sehr wichtig halte. Viele Anwälte und Richter können sich in Prozessen gegen die z.T. Existenz zerstörenden Corona Maßnahmen auf die im Ausschuß zur Sprache gekommenen Inhalte und fachlich wichtigen Aussagen stützen.

Mit diesem einen Beitrag aus hunderten von Beiträgen, von einem die Bibel sehr wörtlich nehmenden Theologen stellt der Ausschuß sich deiner Meinung nach ins Abseits?
Für mich ist das eher ein Zeichen von Toleranz.

Hast Du auch andere Folgen gehört, um so urteilen zu können?

Versuch doch einmal, die altertümliche, von der Kirche geprägte Sprache zu übersetzen:

Satan, der Teufel, bedeutet doch nichts weiter, als das Böse während Gott, das aus dem Althochdeutschen stammende „Gutt“, in unserem dualen System das Gute bedeuted.

Die gierigen, zum Faschismus neigenden Eliten, die gerade die Demokratie zerstören, kann man sehr wohl als böse bezeichnen, m.E.

Nichts für ungut. Befinde mich wie viele andere auf Grund der idiotischen, sinnlosen Maßnahmen gerade „Am Rande des Nervenzusammenbruchs.“

(Das von Tom benutzte Zitat bezieht sich auf einen sehr schönen und witzigen, farbstarken, ästhetischem und sehr menschlichen Film des spanischen Regisseurs
Pedro Almodova,

„Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“,

den ich in diesen freudlosen, grauen Zeiten allen empfehlen möchte.

Nichts für ungut!

Last edited 11 Monate zuvor by Pen
Brian
Brian
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

 Befinde mich wie viele andere auf Grund der idiotischen, sinnlosen Maßnahmen gerade „Am Rande des Nervenzusammenbruchs.“

Mehr als verständlich und ja, Du hast recht.
Und auch deine Ausführungen finde ich durchaus interessant.
Ich habe das genannte Video zwar nicht gesehen, bin selber auch nicht ansatzweise religiös und trotzdem stelle ich mir regelmäßig ähnliche Fragen.
Ich denke, es ist z.T. auch eine Frage der Definition (wie Du selber ja schon hast anklingen lassen), wie definiert man ‚Gut‘ und ‚Böse‘ u.ä. ?
Ich finde es in dem Zusammenhang sehr spannend, mich mit den Gedankengängen von z.B. Peter Sloterdijk (z.B. Sphären II – besonders das
Kapitel ‚Anti-Sphären‘), Jochen Kirchhoff (von „Was die Erde will“ bis „Das
kosmische Band“) und Stanislav Grof (u.a. „Geburt, Tod und Transzendenz“)
auseinanderzusetzen, die ja nun wahrlich nicht im Verdacht stehen, Bibelfanatiker o.ä. zu sein.
Als Filmtipp wäre für die jetzige Zeit sicherlich noch ‚Idiocracy‘, ‚Die Dämonischen‘ bzw. ‚Die Körperfresser kommen‘, vielleicht auch noch ein
bißchen ‚Die Welle‘ (dessen Hauptdarsteller sich leider auch eingereiht hat) zu
nennen. Neben unzähligen anderen guten Filmen.

Pen
Pen
Reply to  Brian
11 Monate zuvor

Danke Brian, heute erst gesehen.

Es ist wirlich nur eine Definition.

Last edited 11 Monate zuvor by Pen
Mensch
Mensch
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

Nichts für ungut. Befinde mich wie viele andere auf Grund der idiotischen, sinnlosen Maßnahmen gerade „Am Rande des Nervenzusammenbruchs.“

Sorry, gerade erst gesehen😪

Nachvollziehbar. Bei mir liegen die Nerven leider aus dem selben Grund all zu oft blank.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

@Pen

Danach schneidet Tscharntke ein heikles Thema an. Aufgrund seiner geistlich-theologischen Überzeugung als Christ, geht er davon aus, dass in der Corona-Krise ganz oben «keine weltlichen, sondern überirdische Mächte» stehen, nämlich «Satan mit seinem Personal».

Da muss ich als Atheist Mensch und Ceryk beipflichten.

Die Verantwortung für das Corona-Theater nicht bei Soziopathen, sondern bei irgendwelchen „übernatürlichen Kräften“ zu suchen, ist schädlich für den Ruf der Stiftung und völlig unnötig, weil es genug geignetere Experten aus allen möglichen Fachrichtungen gibt, die man heranziehen kann.

Ich habe diese Sitzung nicht gesehen, aber da gab es auch schon mal einen Rabbi als Gesprächspartner, der auf der geistlichen Schiene unterwegs war.

Man kann mit Leuten, deren Argumentation auf ü.2000 Jahre alten Manipulationsschriften basiert, nicht seriös diskutieren, weil sie immer eine ( von ebensolchen Fanitkern geschaffene ) Bibelstelle finden werden, die ihre kruden Thesen stützt.
Das Spiel spielen die schon ziemlich lange und wir sollten uns in unserer aufgeklärten Zeit davor hüten, ihnen das Wort zu erteilen und ihnen erneut Macht über uns zuzugestehen.

Gerade in Krisenzeiten ist die Bereitschaft für einfache Antworten besonders groß und die Geistlichkeit liefert vermeintlich solche.
Was dabei herauskommt, kannst du in jedem mittelalterlichen Folterkeller besichtigen und von diesen fanatikern aufgestachelte Massen haben beim ersten Kreuzzug blühende jüdische Gemeinden in meiner Region ( Mainz, Worms, Speyer ) vollkommen ausgelöscht.

Ohnedies hat die Welt schon so viele Götter gesehen, dass man damit locker ein Bundesligastadion füllen könnte und regelmäßig sind die mit ihren Kulturen verschwunden.

Füllmich und Kollegen sind gut beraten, solche Diskussionen gar nicht erst zuzulassen, um nicht in die gleiche Späre zu geraten wie das ominöse Killervirus und dessen Apologeten.

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Lieber Rob,

leider haben die Kirche und unsere patriarchalische Gesellschaft dafür gesorgt, daß die spirituelle Seite des Menschen in Verruf geraten ist, mMn mit ein Grund für den desolaten Zustand der Menschheit.

Last edited 11 Monate zuvor by Pen
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

@Pen

leider haben die Kirche und unsere patriarchalische Gesellschaft dafür gesorgt, daß die spirituelle Seite des Menschen in Verruf geraten ist, mMn mit ein Grund für den desolaten Zustand der Menschheit.

Klar, sobald sich ein Machtclique in einer monotheistischen Religionsgemeinschaft konstituiert, ist es mit der Spiritulität schnell vorbei bzw. wird zur Randerscheinung, wie die Mystiker das Mittelalters.

An die Stelle des unfehlbaren Gottes ist nun der Glauben an die Unfehlbarkeit der Wissenschaft getreten, was den Menschen weiterhin an seiner Entwicklung behindert.

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

 in unserer aufgeklärten Zeit 

Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder ?
Wie aufgeklärt ‚wir‘ sind, haben ja gerade die letzten 1,5 Jahre sehr deutlich gezeigt.
Wie aufgeklärt ist denn eine Menschheit, die sich seit Jahrzehnten (mindestens)
immer wieder bereitwillig manipulieren lässt, die regelmäßig (z.T. extrem verheerende) Kriege vom Zaun bricht, die Natur gnadenlos zerstört und der ihre
Mitmenschen häufig völlig egal ist.
Außerdem halte ich nicht allzuviel vom Antike- oder Mittelalter-Bashing, quasi als ob es früher nur Doofis gegeben hätte und das Leben nur schlecht gewesen
wäre.
Nee, eine wirklich (überaus notwendige) übergreifende Weiterentwicklung des
Menschen konnte ich bisher noch nicht entdecken.

Pen
Pen
Reply to  Brian
11 Monate zuvor

Außerdem halte ich nicht allzuviel vom Antike- oder Mittelalter-Bashing, quasi als ob es früher nur Doofis gegeben hätte und das Leben nur schlecht gewesen
wäre.

Gerade das Mittelalter war von einer hohen Spiritualität erfüllt. Man lese mal etwas von Meister Eckhardt, der übrigens nur durch seinen Tod der Inqusition und dem anschließenden Scheiterhaufen entging.

Ein Bauwerk wie der Kölner Dom oder die Kathedrale von Chartres sind im Mittelalter entstanden.

Und schließlich wurde die Liebe hoch geschätzt und mit ihr die Verehrung der Frauen, was man heute noch in den Minneliedern von Walter von der Vogelweide nachlesen kann.

;- )

Mensch
Mensch
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

…und ich halte nichts davon, das Mittelalter dermaßen verklärt darzustellen.

Zumindest ich wäre im Mittelalter ein Mensch ohne Rechte gewesen. Ich hätte irgendwem gehört, der das Recht gehabt hätte mit mir zu machen was er will.

Mag natürlich sein, dass Du, Brian und Gaby zu den Privilegierten gehört hättet, die z.B. den Kölner Dom (Der mitnichten im Mittelalter fertig gestellt werden konnte) hätten beginnen lassen können. Wieviele dafür ihr Leben lassen mussten, war diesen Herren völlig wurscht.

Pen
Pen
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Habe nur von der Spiritualität gesprochen und die sozialen
Verhältnisse bewußt nicht erwähnt.

Im Übrigen kannst Du mich mal am A….bend besuchen.

Last edited 11 Monate zuvor by Pen
Mensch
Mensch
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

Du schriebst auch:

Ein Bauwerk wie der Kölner Dom oder die Kathedrale von Chartres sind im Mittelalter entstanden.

Und schließlich wurde die Liebe hoch geschätzt und mit ihr die Verehrung der Frauen, was man heute noch in den Minneliedern von Walter von der Vogelweide nachlesen kann.

…und das hat aus meiner unmaßgeblichen Sicht recht wenig bis gar nichts mit Spiritualität zu tun. Mit verklärt dargestellten, sozialen Verhältnissen allerdings schon mehr.

Im Übrigen kannst Du mich mal am A….bend besuchen.

Wow, wer sich Deiner Meinung nicht zu unterwerfen bereit zeigt, wird abgewascht.

Kommt mir bekannt und leider gerade allgegenwärtig vor.

Ich werd‘ heute ein Gläschen auf Die Spiritualität trinken. Aber nur auf die Spiritualität der sich niemand unterwerfen muss.

Tja, sind nicht immer nur die anderen, die einem abverlangen wollen, dass was sie meinen als des Pudels Kern ansehen zu müssen.

Dir einen schönen Abend, mit hoffentlich nettem, wohlwollendem Besuch und nicht so einer Kratzbürste wie mir😃✌️

Gaby
Gaby
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Zumindest ich wäre im Mittelalter ein Mensch ohne Rechte gewesen. Ich hätte irgendwem gehört, der das Recht gehabt hätte mit mir zu machen was er will.

Mag natürlich sein, dass Du, Brian und Gaby zu den Privilegierten gehört hättet, die z.B….

Ich, für meinen Teil, denke, ich hätte eben nicht zu der priveligierten Gruppe gehört. Allerdings denke ich auch, dass sich Brian seine Aussagen viel eher auf andere Zusammenhänge beziehen. Ich denke da an das Wort „Wertschöpfung“ und dessen Inhalt. Dabei meine ich nicht die Schöpfung eines Statussymbols (Dom, oder Ansammlung von Gold/Reichtum). Eher so banal erscheinende Dinge wie „das gemeinschaftliche ernten von Kartoffeln, weil sie das Überleben sichern“, das Hacken von Feuerholz, das gegenseitige (aus)Helfen und Teilen. Selbstverständlich war und ist das Leben und Überleben kein Zuckerschlecken. Aber, so altbacken es auch klingt: von Nichts kommt nichts.

Hmmm, nur ein Teilbereich – der meines Erachtens nach in der Aufklärung viel zu kurz gekommen ist und scheinbar auch kurzgehalten bleibt.

Mensch
Mensch
Reply to  Gaby
11 Monate zuvor

@ Gaby: Aus meiner, wie immer unmaßgeblichen Sicht, ist mir Dein Blick aufs Mittelalter (und die Antike?) arg verklärt.

Für die allermeisten Menschen waren diese Zeiten vom täglichen Kampf ums Überleben geprägt. Kriege, Mord, Totschlag , Hunger und Ungerechtigkeiten bei den Unprivilegierten waren an der Tagesordnung.

…aber sei’s drum. Ich mag mich weder mit Dir, noch mit Brian, Pen oder sonstwem hier streiten. Dazu wertschätze ich euch mittlerweile zu sehr.

Es gibt bei mir durchaus Augenblicke, in denen ich Menschen, die aus der Spiritualität Kraft schöpfen können beneide. Mir ist das nicht gegeben. Mir hilft da dann eher ne Flasche Roten. Früher auch mal ne fette Tüte. Sollte ich vielleicht mal wieder probieren?

Gaby
Gaby
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Gaby: Aus meiner, wie immer unmaßgeblichen Sicht, ist mir Dein Blick aufs Mittelalter (und die Antike?) arg verklärt

Glaub mir, ich weiß sehr wohl, dass das Über-Leben damals sehr viel härter und anstrengender gewesen sein muss, als wir das heute jemals ermessen werden können. Deswegen mein nicht ausführlicher Hinweis auf das ausbleibende Zuckerschlecken. Jede Zeit bringt andere Probleme mit auf das Tableau, aber dennoch kann man sicher auch das ein oder andere Positive finden – wenngleich auch damit ein harter Kampf einhergegangen sein muss. Ich persönlich suchte geradezu (in der heutigen Zeit) danach nicht immer nur und ausschließlich die schlechten Seiten präsentiert zu bekommen. Es sei mir ebenso gegönnt. 😉

Pen
Pen
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Kann es sein, daß die Spiritualität mit Religion verwechselst?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

@Pen

Und schließlich wurde die Liebe hoch geschätzt und mit ihr die Verehrung der Frauen, was man heute noch in den Minneliedern von Walter von der Vögelweide nachlesen kann.

Wer hätts gedacht?

Schon im katholischen Mittelalter war Man(n) recht einfallsreich, wenn der Trieb zum Lakenzerwühlen rief. 😀

Gaby
Gaby
Reply to  Brian
11 Monate zuvor

Gehe ich mit.

Pen
Pen
Reply to  Gaby
11 Monate zuvor

🙂

Last edited 11 Monate zuvor by Pen
Mensch
Mensch
Reply to  Brian
11 Monate zuvor

Nee, eine wirklich (überaus notwendige) übergreifende Weiterentwicklung des
Menschen konnte ich bisher noch nicht entdecken.

Dass die letzten 1,5 Jahre erheblichen Zweifel an der Nachhaltigkeit bei einem nicht unerheblichen Anteil der Menschheit, was das Aufgeklärtsein betrifft, offensichtlich machten, kann und will ich gar nicht verneinen.

Trotzdem würde ich die Zeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert, die den Willen zum Erlangen von Wissen vor dem Glauben stellte, als unbedingte Weiterentwicklung ansehen.

Spiritualität halte ich für eine Privatangelegenheit, die jedem erlaubt sein muss. Wer daraus Kraft schöpfen kann, dem sei das gegönnt. Allgemeine Interessen der Spiritualität unterzuordnen halte ich für gefährlich. Spirituelle Eiferer, egal ob sie aus dem Umfeld der großen Weltreligionen stammen, oder im kleinen Rahmen irgendeiner Sekte, geht es immer um Macht und Unterdrückung.

Das halte ich in jedem Fall für inakzeptabel.

Leider wandelt augenblicklich die Wissenschaft auf den Pfaden von Eiferern, die keinen Deut besser sind als ihre fanatischen spirituellen Brüder und Schwestern. Die Wissenschaft ist nicht mehr so frei, wie sie es sein müsste, um der Menschheit bestmöglich dienlich sein zu können. Sie hat sich all zu sehr vom schnöden Mammon abhängig machen lassen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
11 Monate zuvor

@Brian

Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder ?

Wie aufgeklärt ‚wir‘ sind, haben ja gerade die letzten 1,5 Jahre sehr deutlich gezeigt.

Du hast recht.
Im Zusammenhang mit Religion wäre der Begriff „säkulare Zeit“ treffender gewesen.

Außerdem halte ich nicht allzuviel vom Antike- oder Mittelalter-Bashing, quasi als ob es früher nur Doofis gegeben hätte und das Leben nur schlecht gewesen wäre.

Das hängt vom Personenkreis ab.
Für Adel und Klerus war das Leben sicher recht gut, für die leibeigenen Bauern sicher nicht, schon weil sie den Zehnten bzw. Siebten an diese Parasiten abgeben mußten, ohne rechtlich gleichgestellt zu sein.

Doof waren die auch nicht per se, aber reichlich ungebildet, was auch so gewollt war, dazu noch eine Bibel und Lithurgie in Latein, die kaum Jemand verstand.
Wer nicht lesen und schreiben konnte, mußte das glauben, was ihm von den Kundigen als wahr verkündet wurde.

Selbst Karl der Große war, zumindest in jüngeren Jahren, Analphabet, aber der hatte Macht.

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Für Adel und Klerus war das Leben sicher recht gut, für die leibeigenen Bauern sicher nicht, schon weil sie den Zehnten bzw. Siebten an diese Parasiten abgeben mußten, ohne rechtlich gleichgestellt zu sein.

Da sehe ich immer wieder die Parallelen zu heute. Nur, daß sich die Beteiligten
jetzt anders nennen…

Mensch
Mensch
Reply to  Brian
11 Monate zuvor

Da sehe ich immer wieder die Parallelen zu heute. Nur, daß sich die Beteiligten
jetzt anders nennen…

Dem Ansatz folgen zu können, fällt mir nicht schwer.

Santuzza
Santuzza
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Wer nicht lesen und schreiben konnte, mußte das glauben, was ihm von den Kundigen als wahr verkündet wurde.

Mir scheint, daß die Mehrzahl derer, die heute lesen und schreiben können, freiwillig das glauben, was ihnen ‚Un’kundige als wahr verkünden. Nach meinem Dafürhalten ein Rückschritt.

Robbesüiere
Robbesüiere
Reply to  Santuzza
11 Monate zuvor

@Santuzza

Mir scheint, dass die Fähigkeit, sich auf längere Texte zu konzentrieren, deutlich nachgelassen hat, weswegen sich Kurznachrichten, flache TV-Formate und Bilder größter Beliebtheit erfreuen.

niki
niki
11 Monate zuvor

Was ich auch immer interessant finde sind die Ratschläge!
Mein Favorit: Weniger heizen, Pullover anziehen…
Das einem dann die Bude ggf. unterm Hintern wegschimmelt, wenn diese ungünstig liegt, wird mal eben weggewischt…

Bernie
Bernie
11 Monate zuvor

Vorsicht Sarkasmus: „Ich weis doch gar nicht was du hast Robert Hartz IV wird doch abgeschafft“ – zumindest dem Namen nach und heißt jetzt „Bürgergeld“, aber der Inhalt dürfte die selbe Sch… wie bei Hartz IV sein.

Übrigens was Sozis und Grüne angeht, da fällt mir dieser Tage die „Linkswaschung“ der neuen Abgeordneten durch diverse parteiliche Presseorgane in Vorzeiten einer möglichen Ampel-Koalition doch sehr auf.

Dazu sollte man auch einmal etwas schreiben 😉

Gruß Bernie

Bernie
Bernie
Reply to  Bernie
11 Monate zuvor

Ergänzung: Zum Bürgergeld da muss sich die Ampel-Koalition was einfallen lassen, denn nicht einmal die grünennahe Taz fällt auf den Schwindel rein Harzt IV einfach in „Bürgergeld“ umzuetikettieren bzw. übt sich heute in Skepsis was das angeht (zumindest das ist eine gute Nachricht). Gruß Bernie

Brian
Brian
Reply to  Bernie
11 Monate zuvor

Ja, aber umetikettieren ist doch eine gängige werbetechnische Vorgehensweise.
„Bürgi“ klingt doch viel niedlicher als HARTz 4…

Mensch
Mensch
11 Monate zuvor

Alles richtig, lieber Roberto.

Hinzufügen möchte ich aber dennoch eine aus meiner Sicht schwergewichtige Sache.

Auch die SPD hat erkennen müssen, dass sie als Arbeiterpartei nicht überlebensfähig ist. Das klassische Klientel der SPD ist dermaßen zusammengeschrumpft, dass damit keine Wahl mehr zu gewinnen ist. Massenarbeitsplätze gibt es so gut wie nicht mehr. Mach mal ne Führung in einem Werk mit, in dem Du viele Arbeitnehmer vermutest. Tendenzen weiter sinkend.

Nein, damit will ich die SPD-Arschgeigen gegen all das was Du völlig zurecht schriebst keineswegs, nicht einmal ansatzweise verteidigen. Im Leben nicht!

Um das ganze Treiben dieser einst stolzen Partei richtig einordnen zu können, halte ich es aber für wichtig es zu erwähnen. Das was wir alle seit nun gut zwei bis drei Jahrzehnten bei der SPD live miterleben ist Überlebenskampf pur. Der ist eigentlich nie schön, sondern so gut wie immer grausam und nicht selten gar erbärmlich.

Ceryk
Ceryk
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Auch die SPD hat erkennen müssen, dass sie als Arbeiterpartei nicht überlebensfähig ist. Das klassische Klientel der SPD ist dermaßen zusammengeschrumpft, dass damit keine Wahl mehr zu gewinnen ist.

Hier moechte ich doch vehement widersprechen.
Zwar hast du durchaus Recht damit, dass die klassische sPD-Klientel dank Robotisierung und zunehmender Digitalisierung stark geschrupft ist, jedoch ist das moderne Proletariat (zB Lieferdienste, oder auch Werks- und Zeitarbeiter im allgemeinen) in etwa im gleichen Masse gewachsen.
Nimmt man noch die atypisch Beschaeftigten in akademischen Berufen, die man mit klassischen sozialdemokratischen Positionen durchaus erreichen koennte, mit hinzu, waere hier sogar ein deutlicher Stimmenzuwachs moeglich.
Das Problem ist eher, dass die sPD fuer das Anwachsen der atypisch Beschaeftigten direkt verantwortlich ist und keinerlei Anzeichen macht (bis auf ihr schon traditionell zu nennendes linkes Blinken vor Wahlen, dem dann nach diesen Wahlen ein rechtes Abbiegen folgt) mit ihrem neoliberalen Handeln seit Schroeder auch nur im entferntesten brechen zu wollen, weshalb die Arbeiterschaft inzwischen (bekloppterweise) mehrheitlich bei der aFD gelandet ist.

niki
niki
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

(bekloppterweise)

Ja… und auch nein…
Den allermeisten Wählern der AfD geht es nur darum den etablierten Parteien (auch die SPD und nun sogar der DIE LINKE) eins auszuwischen. Dabei ist es (noch) scheißegal für was die AfD an politischen Themen einsteht. Sie wird in den nä. 2 Legislaturperioden sowieso nicht in einer Regierung sein…
Viel schlimmer ist es, dass die DIE LINKE komplett versagt hat. Für Einzelheiten habe ich gerade keine Zeit das näher auszuführen. Aber eigentlich sagt das aktuelle Buch von Sahra Wagenknecht alles aus… (wie immer)

Ceryk
Ceryk
Reply to  niki
11 Monate zuvor

Dabei ist es (noch) scheißegal für was die AfD an politischen Themen einsteht.

Jein.
Den meisten Enfluss in oekologischer (und teilweise auch in fiedenspolitischer) Hinsicht hatten die Gruenen paradoxerweise in den 80ern, als sie noch nicht in bundes- und landespolitischer Verantwortung standen, einfach indem sie durch ihre pure Existenz die etablierten Parteien zwangen ihre Politik aus Furcht vor Machtverlust entsprechend auszurichten.
Aehnliches gilt fuer die aFD: alleine durch ihre Existenz zwingt sie vor allem die cDU, aber auch teilweise alle anderen etablierten Parteien sich entsprechend zu positionieren.
Der vermurkste Abzug aus Afghanistan mit dem Verrat an den Ortskraeften ist zB eine direkte Folge davon („Kein zweites 2015!“).

Sie wird in den nä. 2 Legislaturperioden sowieso nicht in einer Regierung sein…

Die Wahrscheinlichkeit ist zugegeben momentan recht gering, aber das kann manchmal schneller gehen, als man denkt.
Es braucht nur den „Richtigen“ dafuer an den Schalthebeln der Macht in der cDU und ein dementsprechendes Wahlergebniss.
Gottseidank sorgen „Bernd“ (das Brot) Hoecke und sein rechter Fluegel (den es offiziell ja garnicht mehr gibt) mit einem stetigen Rechtsdrift selber dafuer, dass so etwas weiterhin unwahrscheinlich bleibt.

Viel schlimmer ist es, dass die DIE LINKE komplett versagt hat.

Noch schlimmer ist, dass sie nichts draus lernen und stattdessen Wagenknecht die Schuld an ihrem Versagen in die Schuhe schieben wollen.

Aber eigentlich sagt das aktuelle Buch von Sahra Wagenknecht alles aus… (wie immer)

Dem ist nichts hinzuzufuegen…

Last edited 11 Monate zuvor by Ceryk
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
11 Monate zuvor

Dabei ist es (noch) scheißegal für was die AfD an politischen Themen einsteht.

Na für populistische Rattenfängerei, was denn sonst und als Ablenkungsfaktor für die wirklich wichtigen Themen, die keine Partei anfassen will, um die Sponsoren nicht zu vergraulen.

Man könnte fast auf den Gedanken kommen, sie sei extra zu diesem Zweck entstanden, denn die edlen Spender stammen „zufällig“ aus dem gleichen Millieo wie bei den zuvor Etablierten.

Last edited 11 Monate zuvor by Robbespiere
Mensch
Mensch
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

Hier moechte ich doch vehement widersprechen.

Darfst Du selbstverständlich bzw das ist sogar Dein gutes Recht.

Der Weisheit letzter Schluß ist es aus meiner unmaßgeblichen Sicht dennoch nicht.

Denk‘ bitte über: „Wer hat euch verraten? Sozialdemokraten!“, nach.

Die einst gut gewerkschaflich organisierte Arbeitnehmerschaft der Montanindustrie und des einst starken Baugewerbes, bei der die SPD leichtes Spiel hatte, ist in nicht unerheblichen Maße von Gewrkschafts- und Parteigenossen teils fürchterlich verarscht worden. Die Wahrheit ist aber auch, dass diese Entwicklung gar nicht aufzuhalten war.

Für alles außerhalb der Großindustrie und des einst starken Bauhauptgewerbe war die SPD noch nie die Partei, die sich mit der Lebensrealität dieser Leute ernsthaft auseinander gesetzt hatte. Schau Die nur einmal Tarifverträge für gleiche bzw sehr vergleichbare Berufe innerhalb der Industrie und im Vergleich dazu des Handwerks an. Da lagen schon immer Welten zwischen. Aus dem Grund sind viele Handwerker an die Bänder der Autoindustrie abgewandert.

All diejenigen, die Du aufführst, sind nicht selten, wie Du selbst schriebst das schlechte Ergebnis der SPD-Politik. Zeitarbeit, etc.

Bei den immer zahlreicher werdenden Lieferdiensten, wird der Anteil derer, die überhaupt Wahlberechtigt sind, vielleicht gar wesentlich kleiner sein als Du vermuten würdest.

Egal wie Du es drehst und wendest, nicht nur des teils unterirdischen Personals wegen, ist die SPD eine Partei, die von der Zeit überrollt wurde und weg kann. Mit den ewig gestrigen Parolen, die einst wichtig und richtig waren, kann die SPD niemanden mehr gerecht werden.

BTW: Den Parteien mit dem großen C geht es nicht besser. Die Bindung der Menschen an christlichen Werten schwindet nicht minder rasant. Das hat gleich mehrere Gründe. Ganz aktuell ist es die Misere mit dem Zugpferden der Christen. Der Nänhstenliebe und der Vergebung. Du weißt schon: „Jesus würde sich impfen lassen, denn Impfen ist Nächstenliebe.“, und so eine gequirlten Kacke. Nur Verständnis oder gar Vergebung ist nicht mehr angesagt.

Das Nadelöhr, durch das kein Kamel kommt und dem gleich jedem Reichen der Weg in den Himmel quasi unmöglich sein wird, wenn er nicht bereit ist sich von seinem Reichtum zu trennen, ist bis zur Unkenntlichkeit modernisiert worden. An der Himmelspforte ist jetzt eine biometrische Zugangskontrolle installiert worden. Rockefeller, Gates, Bezos und Musk haben sie großzügiger Weise gespendet. Dafür ist ihnen ein Platz an der Tafel des Herrn und Stimmrecht bei der Platzvergabe garantiert worden.

Hallelujah und Amen!

@ Rob: Die Zeit steht nie still. Und die Zeit der SPD ist abgelaufen. Genau wie die der Gewerkschaften, die eh schon immer nur für Werktätige, in den „richtigen“ Werken und dort nur für Mitglieder tätig wurden. Am allerliebsten wurden Funktionäre für sich selbst tätig. Arbeitslose interessierten Gewerschafter nie wirklich. All das funktionierte, weil eine Art Gleichgewicht herrschte. Man bräuchte sich gegenseitig.

All das ist vorbei und kommt auch nicht mehr zurück.

Auf wen kannst Du Dich verlassen? Auf Partei- und Gewerkschaftsgenossen? Glaub‘ ich nicht! Selbst auf die Grundrechte nicht mehr!!! Auf ein paar wenige im eigenen Umfeld vielleicht und am allerbesten auf Dich selbst.

Ceryk
Ceryk
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

Mit den ewig gestrigen Parolen, die einst wichtig und richtig waren, kann die SPD niemanden mehr gerecht werden.

„Mehr Demokratie wagen!“ (Regierungserklaerung 1969)“Wandel durch Annaeherung!“ (neue Ostpolitik)“Kriege abzuschaffen, nicht nur, sie zu begrenzen, […] weil der Unfriede ein anderes Wort für die extreme Unvernunft geworden ist. Krieg ist nicht mehr die ultima ratio, sondern die ultima irratio“ (Vorlesung an der Uni Oslo 1971).“Wir brauchen in Deutschland nicht mehr Mittel zur Massenvernichtung, wir brauchen weniger!“ (anlaesslich des NATO-Doppelbeschlusses)Um mal nur vier Beispiele fuer ehemalige sPD-Parolen zu nennen (alle vier von Brandt), die nun wirklich alles andere als „ewig gestrig“ sind, sondern im Gegenteil immer noch hochaktuell waeren, wenn die sPD sie denn noch vertreten wuerde.

Denk‘ bitte über: „Wer hat euch verraten? Sozialdemokraten!“, nach.

Ja, der sprichwoertliche Verrat der Sozialdemokratie hat seit 1914 (Bewilligung der Kriegskredite) bzw seit 1918 (Ebert-Noske-Pakt) Tradition.
Aber ein ehernes Naturgesetz stellt es nicht dar – unter Willy war Vieles (nicht alles: siehe Radikalenerlass, den Brandt spaeter als seinen groessten Fehler bezeichnete) anders.

Bei den immer zahlreicher werdenden Lieferdiensten, wird der Anteil derer, die überhaupt Wahlberechtigt sind, vielleicht gar wesentlich kleiner sein als Du vermuten würdest.

Gutes Argument – hatte ich bisher so nicht bedacht.

Egal wie Du es drehst und wendest, nicht nur des teils unterirdischen Personals wegen, ist die SPD eine Partei, die von der Zeit überrollt wurde und weg kann.

Sie wurde nicht „ueberrollt“ – ihre teilweise ueber 50 Jahre alten Parolen koennten, wenn die sPD sie noch vertreten wuerde, hochaktuell sein – sondern sie hat sich verkauft.
Und ob sie wirklich weg kann, da bin ich mir nicht so sicher, denn wie kann es mittelfristig ohne sie ueberhaupt eine Regierung links der radikalen Mitte geben?

Nur Verständnis oder gar Vergebung ist nicht mehr angesagt.

Franziskus versucht die Kirche ja zu modernisieren.
Ob er sich gegen die Korruption und den Filz und die bestehenden psychopathischen Seilschaften (zB Opus Dei) durchzusetzen vermag, bleibt abzuwarten.
Erste kleinere Teilerfolge hat er zumindestens schon erzielen koennen.
(Wobei auch klar sein sollte, dass bei allem Modernisierungswillen, Franziskus selbst gelinde gesagt recht konservativ ist.)

Den Parteien mit dem großen C geht es nicht besser. Die Bindung der Menschen an christlichen Werten schwindet nicht minder rasant.

Dass die „Parteien mit dem grossen C“ jemals irgend etwas mit christlichen Werten am Hut gehabt haetten, waere mir neu…^^

Gewerkschaften, die eh schon immer nur für Werktätige, in den „richtigen“ Werken und dort nur für Mitglieder tätig wurden.

Bei den Gewerkschftsbossen duerftest du (meist) durchaus Recht haben.
Bei der Basis sieht/sah dies hingegen anders aus: mir zumindestens auch als Nicht-Mitglied wurde schon des oefteren unbuerokratisch und schnell in Notfaellen weitergeholfen (zB ungerechtfertigte Kuendigungen, die auf Betreiben der Gewerkschaft zurueckgezogen werden mussten).

Mensch
Mensch
Reply to  Ceryk
11 Monate zuvor

@ Ceryk: Hut ab! Sich mit Dir (gilt auch für Rob und sowieso fast generell hier!) auszutauschen, ist das was ich mir oft erhoffe. Danke.

Das was Du hier vom Willy Brandt eingestreut hast, ist auch aus meiner Sicht zeitlos und sind keineswegs ewig gestrige Parolen. Mir geht es um die klassischen Themen rund um Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

@ Rob: ich weiß nicht, wie es bei Dir in der Ecke bei den Dienstleistungen rund ums Ausliefern aussieht, aber hier ist der Anteil derer, die zumindest dem Anschein nach den Status eines Asylbewerbers ohne wahlberechtigt zu sein inne haben, wohl ziemlich hoch. Für die interessiert sich die SPD aus meiner unmaßgeblichen Sicht einen Scheißdreck. Ich mich allerdings schon, denn für mich sind das Mitmenschen. Von mir kriegt auch jeder, der mir was liefert ein angemessenes Trinkgeld. Davon, dass ich verlauten lasse, dass deren Arbeitgeber dazu genötigt werden sollten, ihnen anständige Löhne zu zahlen, können die sich auch nichts kaufen. Auch von einem Boykott nicht. Zumal ich als Ungeimpfter von denen, die mir was liefern immer mehr abhängig werde.

…überhaupt bin ich immer mehr davon überzeugt, dass man im kleinen für seine Mitmenschen mehr tun kann, als mit dem Schwingen von großen Reden.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

@Mensch

Bei den immer zahlreicher werdenden Lieferdiensten, wird der Anteil derer, die überhaupt Wahlberechtigt sind, vielleicht gar wesentlich kleiner sein als Du vermuten würdest.

Das verstehe ich jetzt nicht.
Das Personal ist doch nicht minderjährig und damit wahlberechtigt, oder beziehst du dich da auf den Anteil der EU-Arbeitsmigranten ohne deutschen Pass?

Die Zeit steht nie still. Und die Zeit der SPD ist abgelaufen. Genau wie die der Gewerkschaften,

die Zeit „dieser “ SPD und Gewerkschaften ist abgelaufen, wobei die GDL gerade das Gegenteil beweist.

die eh schon immer nur für Werktätige, in den „richtigen“ Werken und dort nur für Mitglieder tätig wurden.

Für die „Sesselfurzer“ in den oberen Rängen trifft das zu, bei den betriebsräten war das aber nicht durchgängig der Fall.

Branchenunterschiede gab es allerdings durchaus, wie bei den „Perlen“ von Metall und Chemie.

Arbeitslose interessierten Gewerschafter nie wirklich.

Das sehe ich leider auch so.

All das funktionierte, weil eine Art Gleichgewicht herrschte. Man bräuchte sich gegenseitig.

Alldas funktionierte, weil der eiserne Vorhang dem Kapital den globalen Zugriff auf Resourcen und billige Arbeitskräfte unmöglich machte und weil man den Menschen die Systemüberlegenheit vorspielen wollte.

Mit dem Wegfall der Konkurrenz hat man das Alles nicht mehr nötig und korrupte Politiker sind allzu gerne bereit, sich dem Wunsch des Kapitals nach globaler Spielwiese zu beugen.

DEr Drang der Regierungen nach Aufgabe nationaler Souveränität für supranationale Organisationen ( siehe EU ), unter Herrschaft des Kapitals, sind dafür der offensichtlichste Ausdruck.

Auf wen kannst Du Dich verlassen?

Am Ende nur auf mich selbst, auch wenn ich als Individuum allein keine Macht habe, an den Verhältnisen etwas zu ändern.
Außer mit meiner Minderheitsmeinung nicht hinterm Berg zu halten und immer wieder Zweifel zu säen, bleibt da nicht viel.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mensch
11 Monate zuvor

@Mensch

Auch die SPD hat erkennen müssen, dass sie als Arbeiterpartei nicht überlebensfähig ist. Das klassische Klientel der SPD ist dermaßen zusammengeschrumpft, dass damit keine Wahl mehr zu gewinnen ist.

Das halte ich für ein gerücht und stimme Ceryk absolut zu.
Der klassische Industriearbeiter spielt nicht mehr die gleiche Rolle wie früher, aber die abhängige Beschäftigung existiert nach wie vor bei Zig-Millionen Bürgern und nachfolgend den Rentnern und Famielien.

Geändert hat sich nur die Struktur innerhalb der Klasse und das macht eine starke Vertretung notwendig und sinnvoll.

Dass die SPD die Seiten gewechselt und ihrer Klientel das Rückgrat gebrochen hat, steht dieser Notwendigkeit diametral entgegen.

Es stimmt einfach nicht, dass mit der Vertretung der Interessen dieser Klientel keine Wahlen mehr zu gewinnen wären, nur weil die SPD sich einen warmen Platz im Rektum des Kapitals gesucht hat.

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Korrekt – nicht der formaljuristische Typ des Arbeitsvertrags, sondern der relative Status in der Gesellschaft ist die Grundlage der Schichtzugehörigkeit. Und da gab es keinen Schwund, sondern einen Zuwachs an potentiellen Wählern. Die sPD könnte mit Sozialdemokratischer Politik noch nie erreichte Wahlerfolge einfahren, wie der wachsende Anteil der Nicht- und Protestwähler zeigt.
Dasselbe gilt übrigens auch für die vollversagende Linke. Sorry – Die Link*innen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Schwitzig
11 Monate zuvor

@Schwitzig

Korrekt – nicht der formaljuristische Typ des Arbeitsvertrags, sondern der relative Status in der Gesellschaft ist die Grundlage der Schichtzugehörigkeit.

Treffend beschrieben.

Dasselbe gilt übrigens auch für die vollversagende Linke. Sorry – Die Link*innen.

Absolut, die Linke hätte locker all diejenigen Stimmen einsammeln können, welche die SPD auf dem neoliberalen Müllhaufen entsorgt hat, gäbe es bei ihr überwiegend ein Gespür für eine gemeinwohl-orientierte Politik mit entsprechenden Konzepten.

Marx-Gebetsmühlen zu drehen reicht da eben nicht, zumal der kein Konzept hinterlassen hat, wie seine brilliante Analyse in praktische Politik umzusetzen wäre.

Anbiedern an den Klassenfeind in Gestalt der Altparteien ( wozu ich auch die Grünen zähle ), nur um im Regierungskarusell mitzufahren, führt nur in die Selbstzerstörung, wie man am Wahlergebnis sehen kann.
Es gibt darunter eben keinen Koalitionspartner, der nicht wie ein grober Schleifstein der eigenen Ziele wirken würde.

Art Vanderley
Art Vanderley
11 Monate zuvor

Hab die Sendung gesehen, mein Eindruck war jetzt auch nicht der einer arroganten Aussage, es ging tatsächlich um einen konkreten Fall.
Die SPD hat allerdings auch jahrelang alles dafür getan, sich als sozialdarwinistisch zu zeigen, wie sehr treffend im Artikel beschrieben. Da erwartet man eben Entsprechendes und es erwischt dann nicht selten die Falsche(n).
Müntefering könnte man übrigens noch ergänzen, mit Arbeiten und Essen und so..
Die SPD hatte schon immer diese sozialreaktionäre Seite, und wenn die Zeiten entsprechend sind, schlägt das dort sogar übler durch als bei den Konservativen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

@Art Vanderley

Hab die Sendung gesehen, mein Eindruck war jetzt auch nicht der einer arroganten Aussage, es ging tatsächlich um einen konkreten Fall.

Das kann ich, nach dem ich soeben die Sendung gesehen habe, bestätigen.
Allerdings diskutierten dort auch Leute, die ganz offensichtlich, finanziell gesehen, keinen realen Bezug zur Masse der Bürger haben.
Insofern war da schon mancher Beitrag sehr elitär.
V.A. das Argument gg. Steuersenkungen im Energie- oder Lebensmitelbereich ist schon absurd, wenn man an anderer Stelle Milliarden für Bankenrettungen, Steuerverzicht bei Vermögen, nutzlose Großprojekte wie BER, S21 etc., Kriegseinsätze der BW oder den irrsinnigen Zuwachs bei der Rüstung gegenrechnet, wo massiv Geld verschwendet wird.

Last edited 11 Monate zuvor by Robbespiere
Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Stimme dir überwiegend zu.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

@Art Vanderley

An welchen Punkten weichst du ab?

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Ich bin kein pauschaler Gegner von Auslandseinsätzen und fürchte auch, daß wir nicht ganz ohne Rüstung auskommen. So nett ist die Welt nicht. Ich weiß, vermintes Gebiet…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

@Art Vandreley

Ich bin kein pauschaler Gegner von Auslandseinsätzen

Ich schon.
Im GG steht nicht grundlos, das die BW ausschließlich der Landesverteidigung zu dienen hat.
Zwei missratene Exkursionen mit Millionen Toten im letzten Jahrhundert sollten ausreichen, das zu respektieren.

Man erinnert uns ja auch gerne an diese Zeiten, mit Recht und wie man in Afghanistan oder anderswo sehen kann, sind solche Einsätze alles Andere als nützlich, von der Geldverschwendung ganz abgesehen.

und fürchte auch, daß wir nicht ganz ohne Rüstung auskommen.

Auch Landesverteidigung kostet Geld, aber eben nur rund 1/10 dessen, was Auslandseinsätze fordern.
Bestes Beispiel ist Russland, ds sich voll auf die Landesverteidigung konzentriert und dessen Militärausgaben weit geringer sind als die der USA, welche meinen, andere Staaten auf Linie bringen zu müssen und dafür etwa 700 Militärbasen rund um den Globus unterhalten.

Das hier….

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/

…spricht doch eine deutliche Sprache, oder etwa nicht?

Die USA verschulden sich für ihre militärische Dominanz wie verrückt, haben aber kein Geld für ein anständiges Sozialsystem.
Das ist doch krank und warum müssen wir das nachmachen?
Weil der Club der Milliardäre die ganze Welt kontrollieren will und auf menschliche Schicksale sch…t?

Last edited 11 Monate zuvor by Robbespiere
Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

@Rob

Da bin ich ganz bei Dir. Wir können froh sein, daß Putin so besonnen ist und rein defensiv handelt.

Unsere US gesteuert Presse, bemüht sich unverdrossen, uns davon zu überzeugen, daß „die Russen kommen“. Das ist so erbärmlich.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/putin-im-bundestag-wie-er-2001-alle-um-den-finger-wickelte-17540741.html

Last edited 11 Monate zuvor by Pen
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

@Pen

Unsere US gesteuert Presse, bemüht sich unverdrossen, uns davon zu überzeugen, daß „die Russen kommen“. Das ist so erbärmlich.

Dabei ist schon seit über 100 Jahren das Ziel imperialer Politik bekannt.
Erst von Seiten der Briten, dann der USA.

https://www.westendverlag.de/kommentare/die-heartland-theorie-oder-der-schluessel-zur-weltherrschaft/

Ob nun Machinders „Heartland“ oder Brzezinskys „Mare Nostrum“ ( unser Meer ), es geht immer um die imperiale Kontrolle der Länder zwischen Deutschland und Russland, um deren Kooperation zu verhindern.
Sowohl GB, als auch die USA gehörn nicht zum eurasischen Festland und verlören ihre Vormachtstellung durch eine eurasische Kooperation.
Bei den Briten hätte eine ungehinderte Verbindung per Bahn oder Autofernverkehr der Kontrolle der Schiffhandelswege die Totenglocke geläutet und ein eurasischer Industrie- und Handelskomplex wäre auch gewaltiger als die USA auf ihrer Fast-Insel..
Das mußte unter allen Umständen verhindert werden.

Dazu passend:

https://www.youtube.com/watch?v=vln_ApfoFgw

Die FAZ ist eine US-Darmzotte, mehr muss man dazu nicht sagen.
Eine ausgewogene Vertretung deutscher Interessen gibt es da nicht.

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Erstaunlich offene Rede.

Leider sind die Deutschen zu dumm und zu abhängig, die Fronten zu wechseln. Putin hat es immer wieder angeboten.

Schade.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
11 Monate zuvor

@Pen

Erstaunlich offene Rede.

Das haben Imperialisten so an sich, die glauben, für ewig die Spitzenposition einnehmen zu können.

Dummerweise sägen da immer Welche am Stuhl und irgendwann stellt sich der Erfolg ein.

Schon blöd, wenn man die Chinesen aus Gier derart aufgeblasen hat, dass man von ihnen abhängig wird und genauso blöd, dass der unfähige Jelzin einen weit würdigeren Nachfolger gefunden hat, der durch die Muskelspielchen der USA nicht zu beeindrucken ist, weil er weiß, dass er das gleiche Spielzeug wie Uncle Sam hat, nur halt mit flotterem ( Mach 8-9 ) Antrieb.

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

@Robbespierre
„Das ist doch krank und warum müssen wir das nachmachen?“
Nö, aber man kann sich jetzt schlecht über Bankenrettung beschweren und dann plötzlich die Verschuldung nur aufs Militärische schieben.
Und dieses entweder-oder, USA oder Putin, wer so argumentiert, hat brav die Propaganda gefressen und merkt es nicht.

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

@Robbespierre
„Und dieses entweder-oder, USA oder Putin, wer so argumentiert, hat brav die Propaganda gefressen und merkt es nicht.“
Der Satz bezieht sich auf die allgemeine öffentliche Debatte und nicht auf deine Aussagen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

@Art Vanderley

Offen gestanden, vertraue ich Putin eher als allen Pappnasen, die in den USA den starken Mann mimen.
Wir können von Glück reden, dass kein Betonkopf sowietischer Prägung auf dem Präsidentenstuhl sitzt.
Der Mann hat ein vitale Interese, Anschluß an den Westen zu finden, weil es seinem Land nützen würde.

Das US-Imperium versucht das aus nachvollziehbaren Gründen zu verhindern, weil es seine Vormachtstellung beenden würde.

Die Gründe dafür habe ich weiter Oben bereits genannt und die USA machen auch gar kein Geheimnis daraus.
Von deren Seite aus gibt es kein „sowohl als auch“, wie man am Beispiel Ukraine sehen kann, sondern nur ein „entweder oder“.

Die USA haben keine Freunde, sondern nur Interessen ( H. Kissinger ) und entsprechend betrachten sie auch ihre Vasallen ( siehe Nord-Stream 2 ).
Ich persönlich ziehe natürliche Derbheit immer einer verlogenen Freundlichkeit vor.

Last edited 11 Monate zuvor by Robbespiere
Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

@Robbespierre
„vertraue ich Putin eher als allen Pappnasen, die in den USA den starken Mann mimen.“
Wie war das mit dem Sack, in den man alle steckt und keinen Falschen trifft…?
„Wir können von Glück reden, dass kein Betonkopf sowietischer Prägung auf dem Präsidentenstuhl sitzt.“
Stimmt. Könnte schlimmer kommen, auch von rechts.
„Von deren Seite aus gibt es kein „sowohl als auch“, wie man am Beispiel Ukraine sehen kann, sondern nur ein „entweder oder“.“
Leider richtig.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

@Art Vanderley

Wie war das mit dem Sack, in den man alle steckt und keinen Falschen trifft…?

M.M.n. trifft das auf den „Stars ans Stripes-Sack“ durchaus zu.
Da spielt es keine Rolle, ob ein Trump oder Biden am Ruder sitzt.

Bei Russland sehe ich das durchaus differenzierter, da wäre so ein nationalistischer Spinner wie Navalny ein echtes Problem.
Diplomatie ist für solche Typen ebenso ein Fremdwort.

Putin sagt man einen Hang zu Deutschland nach und das wäre bei Politikern, die sich nicht in der US-Unterhose tummeln, ein Pfund, mit dem man wuchern könnte.

Die USS-Amerika ist ohnedies durch eigene Schuld leck-geschlagen und kann auch nicht mehr repariert werden.
Russland hat sich bereits vom Dollar befreit und China strebt dies ebenso an.
Ohne Abmehmer trifft die Ausweitung der Dollarmenge zwecks Verschuldung aber die Inflation der Währung den Emmitenten selbst.
Irak und Libyen, die ihre Rohstoffe in Alternativwährungen verkaufen wollten, konnte man noch in die Steinzeit zurückbomben, bei Atommächten funktioniert das aber nicht mehr.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Art Vanderley
11 Monate zuvor

@Art Vanderley

Nö, aber man kann sich jetzt schlecht über Bankenrettung beschweren und dann plötzlich die Verschuldung nur aufs Militärische schieben.

Mache ich das?

Mitnichten, mich kotzt Alles an, was einer nimmersatten Klientel Zucker in den Allerwertesten bläst, auf Kosten der Allgemeinheit.
Nur birgt das Militärische eben zusätzlich das Potential, dass der Mist auch mal im Größenwahn eingesetzt wird.

Was das für uns alle bedeutet ( und ich selbst wohne rund 70km von Ramstein entfernt ) muss ich dir wohl nicht erklären.

Brian
Brian
11 Monate zuvor

Ich habe übrigens mal irgendwo gelesen, daß Marie Antoinette mitnichten von Kuchen,
sondern von Brioche geredet hat. Einerlei.
Ich nehme sowieso den Kosakenzipfel…

Ceryk
Ceryk
Reply to  Brian
11 Monate zuvor

Mit „Brioche“ hast du Recht.
Ob es allerdings Marie Antoinette war, die diesen Ausspruch taetigte, oder jemand anderes (Rousseau, dessen Autobiographie die einzige Quelle fuer diese Anekdote ist, nennt keinerlei Namen), oder ob diese Anekdote komplett erfunden ist, laesst sich nicht mit Sicherheit sagen.

ShodanW
ShodanW
11 Monate zuvor

Danke für deine/eure letzte Bastion Arbeitervernunft, die wohl immer weiter ausgehöhlt wird.

Ich will mich jetzt gar nicht so weit aus dem Fenster lehnen, um zu behaupten, dass die SPD jetzt dem Untergang geweiht wäre. Sie ist schon lange dem Feudalismus verfallen und hat wohl auch die Mechaniken verinnerlicht, wie man in den Machtetagen durch Flexibilität den Status verfestigt.

Dass sie direkt nach der Wahl ihre Kümmerer-Fassade eingerissen hat und bei den Vorsondierungen Stress verbreitet hat, hat mich nicht gewundert. Die Partei sieht sich jetzt in diesem Loserrennen um die Macht nun wie der strahlende Sieger, hat aber nur von der Dummheit der Anderen profitiert, weil die auf der Zielgeraden gestolpert sind. Darauf wäre ich nicht besonders stolz – die SPD kümmert das nicht, die feiert bis der Arzt kommt. Mit Rot-Grün könnte da böse was auf uns zukommen, wenn sie wie gehabt nur die Bessergestellten und unprekär Lebenden bedienen und die Kleinen, wirklich Hilfebedürftigen mit solchen Barley-Sprüchen noch weiter abgewatscht werden. Scheint aber auch leichter zu fallen, solche Sprüche loszulassen, wenn man noch die Grünen hinter sich weiß.

Ich wage einfach mal den Blick in die Glaskugel, dass wir in den nächsten 4 bis 8 Jahren einen eigenen Trump bekommen werden. Und wenn der weg ist, wird wieder die SPD drankommen. Wir können das Spiel mit ansteigender Schärfe weiterführen und uns nur im Kreis drehen. Und die Gesellschaft spaltet sich weiter ganz nach dem Karotten-Prinzip: wer ein sorgenfreies Leben führen will, muss dem Geld folgen.

Gaby
Gaby
Reply to  ShodanW
11 Monate zuvor

wer ein sorgenfreies Leben führen will, muss dem Geld folgen.

Genau das ist mein eigentlicher Punkt. Solange es sich immer nur, oder an vorderster Stelle, um das bedruckte Papier (wahlweise geprägte Münzen) dreht, spielt es absolut keine Rolle ob eine Frau Barley was (wie, oder in welchem Kontext) sagt, oder nicht sagt. Die Probleme liegen tiefer – hinter dem Geld und auch hinter den vorangestellten Menschen. Die soziale Frage ist nur vordergründig an beides geknüpft. Vielleicht hat sich da eine gewisse Gewohnheit breit gemacht – die man als solche nicht mehr wahrnimmt.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Gaby
11 Monate zuvor

Gewohnheit ist wohl eines der wichtigsten Stichworte, genau wie der Frosch im Topf mit kaltem Wasser, das man langsam erhitzt. Die SPD hat nur noch die Hülle einer Arbeiterpartei, und jeder Wähler schluckt das auch noch einfach so. Plötzlich sind Hartz IV und Cum Ex wieder vergessen. Und da bin ich dann raus, aller Liebe zum Verzeihen-können zum Trotz.