Infektionen machen krank

Neuinfektionen. Immer neue Neuinfektionen. Täglich aufbereitet. Wenn wir die Pandemie weiter an nur dieser einen Kennzahl festmachen, wird sie nie enden.

Aufwachen. Eine Tasse Kaffee aufbrühen. Gucken, was passiert ist. Diese mollige Grundordnung noch verschlafener Morgen, wurde in den letzten Wochen und Monaten aufgehoben. Heute heißt es: Aufstehen, Teletext an oder wahlweise App öffnen, schnell schauen, wieviele Neuinfektionen es gibt. Dann abwägen, ist das gut, schlecht?, haben wir noch eine Chance?, wie sieht es eigentlich im Ausland aus? Niederlande: Neue Rekorde. Tschechien: Neue Rekorde. Neuinfektionen. Neuinfektionen. Neuinfektionen. Sie machen krank. Nicht jeden Neuinfizierten. Dafür aber jeden, der sein Corona-Weltbild an nur dieser Kennzahl ausrichtet.

Mit Infektionen infiziert

Rekorde. Wir sind auf Rekordjagd. Jeden Morgen gucken wir, was wieder ging. Dann brummt uns der Schädel, wenn trotz totalitärer Maskenpflicht in Frankreich die Rekorde purzeln. Oder wenn trotz Lockdown in Israel so viele mit Covid-19 infiziert sind, wie nie zuvor. Das nehmen wir mit in den Alltag. »Hast du schön gehört, das in Israel?«, fragen wir dann den Kollegen. Und der sagt: »Ja, mein Gott, mein Gott, wir brauchen einen Lockdown und wenn du mit mir redest, zieh mal deine Maske über das rechte Nasenloch, das guckt raus, da steigt gleich der Tod hervor.« Das schaukelt sich hoch. Gegen Abend beruhigen wir uns ein wenig – bis der ARD-Brennpunkt ausgestrahlt wird, dann gehen wir völlig aufgelöst ins Bett.

Morgen früh, wenn Corona will, werden wir wieder geweckt. Und was tun wir? Kaffee aufbrühen und an den Rechner. Was gibt es Neues? Rekordinfektionen in Indien. Um Himmels Willen. So viele Infektionen bei uns wie seit April nicht mehr! Unter der Dusche grübeln wir nach, in der Tram ziehen wir die Maske besonders hoch, hoffentlich erblickt mich das Virus nicht. Dem Typen, den man immer in der U-Bahn trifft, fragt man, wie er das alles sieht. Er winkt ab, »ganz schlimm«, sagt er. Da mischt sich jemand ein, ein junger Kerl, er meine, es sterben aber weniger. Und auf Intensivstation ist kaum was los. Er wisse das, weil er auf einer arbeite. Er hat mal geguckt, gestern waren es in ganz Deutschland nur 199 beatmete Covid-Patienten. Keine Antwort, die anderen stieren peinlich berührt zu Boden. Keine Kontaktschuld mit einem Covidioten aufbauen. Das wäre der soziale Tod.

… und die Sterblichkeit stagniert

Auf Arbeit erzählt man dann einem Kollegen von der ominösen Begegnung. Der zuckt mit den Achseln, meint, dass der junge Typ ja auch nicht so falsch liege. Es sterben ja weniger Leute als im März und April. Auch in Frankreich, wo die Rekorde nur so fallen. Und auch die Krankenhäuser werden erstaunlich wenig frequentiert. Darüber brütet man den ganzen Arbeitstag, eilt nach Hause, zappt abends in die Nachrichten und schon hört man wieder: Rekordinfektionen. Neuinfektionen. Infektionszuwachs. Jetzt wird es gefährlich, sagt da einer, der früher immer Fliege trug. Keine Panik, erklärt ein ganz anderer, der Fliegen im Kopf hat. Wenn einer meint, man müsse keine Panik haben, so lehrt es die Erfahrung, drückt er damit eigentlich nur aus: Panik ist im Anmarsch. Am nächsten Tag wartet die nächste Botschaft: Infektionen am laufenden Band.

Kein Index, der alles verrechnet. Und keine Formel, die Infektionen, Testungsquoten, Sterblichkeitsraten, Hospitalisierungen und intensivmedizinische Folgen zusammenstellt, miteinander ver- und gegenrechnet und dann einen Koeffizienten hervorbringt, der in etwa die Gemengenlage abbildet. Mit so einer Zahl könnte man halbwegs was anfangen. Maßnahmen danach ausrichten, sinnvoll interagieren. Aber Infektionen alleine zur Grundlage zu erheben, bringt überhaupt nichts. Sie dienen nur der Panikmache.

Es wird nie gar keine Infektionen geben

Dahinter steckt ohnehin ein fataler Irrtum: Man könne das Virus ausrotten, es vom Antlitz der Erde verbannen, zur Episode in der menschlichen Geschichte degradieren. Dabei ist eines ganz klar: Es wird nie gar keine Corona-Infektionen mehr geben. Sie werden immer da sein. Nur halt nicht als Pandemie. Wenn man aber die Pandemie nicht an den Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft festmacht, an Parametern wie den oben genannten Formelbestandteilen, sondern nur an der Anzahl infizierter Menschen, wird die Pandemie quasi nie enden. Sie wird immer weitergehen, weil immer irgendwo jemand oder mehrere einen solchen Virus in sich tragen. Ja, wenn man 1918 schon so ein Prozedere gehabt hätte, wäre die Spanische Grippe heute noch nicht vorbei.

Das Verständnis darüber, was eine Pandemie ist und was nicht, obliegt damit einer Umdeutung. Damit wäre jede Krankheit, auch jene, an der nur wenige sterben, zu einer Pandemie mutiert. Dieses Schielen auf die reinen Infektionszahlen macht krank. Lässt Individuen und die ganze Gesellschaft darben. Es macht verrückt, verstellt den Blick auf das gesamte Geschehen und treibt in eine Hysterie, die zu Handlungen treibt, die vielleicht nicht notwendig wären. Stichwort: Lockdown. Diese zweite Welle in Europa, die laut Experten dtrtd schlimmer wütet als die erste Welle – man denke an die Spanische Grippe -, verhält sich jedenfalls erstaunlich ruhig. Sie macht nur Angst, wenn man nichts als Infektionszahlen im Blick behält.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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Pen
Pen
1 Jahr zuvor

Die Infektionen wird es bis zu den Wahlen geben, denn alle sind mit den Maßnahmen einverstanden und werden deshalb diese Regierung wieder wählen. Darum geht es
Also Masken usw. bis zu Wahl. Soviel Zeit muß sein.

https://m.youtube.com/watch?v=IIdMY5ZbPU0

Last edited 1 Jahr zuvor by Pen
Pen
Pen
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Merkel und Spahn haben keine Kinder.

https://m.youtube.com/watch?v=nnb4WP-TONo

Es wird eine Welle von Klagen geben, aber die Kleinsten und Schutzlosesten sind längst traumatisiert.

niki
niki
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Mindestens…
Nicht nur in Frankreich und Deutschland ist es absolut offensichtlich, dass die Panik vor Corona die jeweilige herrschende Regierung vor den Absturz geschützt hat und noch weiter schützen wird!
Man kann auch darüber spekulieren, ob es ein weiteres Ziel gibt. Vielleicht ein Überwachungsstaat einrichten, der ohne die Angst vor der Pandemie gar nicht möglich gewesen wäre! Totalüberwachungsphantasien via Social-Scoring gibt es definitiv und die Frage ist, ob sich die Bevölkerung so sehr verängstigen lässt, oder ob rechtzeitig noch der Absprung geschafft wird. Ob ich da optimistisch bin? Im Moment eher nicht!

Pen
Pen
Reply to  niki
1 Jahr zuvor

Fürchte Du hast recht. Überwachungsstaat und Finanzdiktatur sind das Ziel.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Pen
1 Jahr zuvor

Guude!
So seh ich das auch…wir werden uns bald nach der Stasi und Honnecker zurücksehnen…das war ja im Vergleich zum z.B. chinesischen Überwachungsstaat richtig human!
(Achtung: Mein Posting kann Spuren von Ironie entthalten)

Adrian E.
Adrian E.
1 Jahr zuvor

In vielen Gebieten (z.B. Florida, Israel) hat man gesehen, dass zuerst die Zahl der Infektionen angestiegen ist und mit etwas Verzögerung dann die Hospitalisierungen und Todesfälle.

Wenn man sich einredet, eine immer weitere Ausbreitung der Infektionen sei kein Problem, solange die Krankenhäuser nicht überlastet sein, wird früher oder später eine Überlastung der Krankenhäuser zu einem Zeitpunkt erreicht, wenn sich das Virus in der Gesellschaft schon sehr weit ausgebreitet hat und eine Verhinderung der weiteren Ausbreitung sehr schwierig und teuer ist. Offensichtlich ist eine Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Virus und eine Senkung von R viel schwieriger und teurer, wenn das Niveau der Infektionszahlen schon sehr hoch ist.

Bei einer weniger engstirnigen und provinziellen Betrachtung würde man die Reaktionen der europäischen Länder mit den viel erfolgreicheren ostasiatischen Länder und Neuseeland vergleichen. Diese Länder sind nicht nur bezüglich der Gesundheit der Bürger viel erfolgreicher (viel weniger COVID-19-Todesfälle und ungünstige Langzeitfolgen) als die europäischen Länder, sondern es geht ihnen auch wirtschaftlich viel besser, und sie brauchen inzwischen weniger Einschränkungen im Alltag. Das verdanken sie einer konsequenten, proaktiven Suppressionspolitik, mit der sie auch auf eine kleine Anzahl von Infektionen in einem Gebiet immer entschieden reagiert haben.

Im Vergleich dazu, ist die europäische Politik, eine weite Ausbreitung des Virus zuzulassen, solange die Krankenhäuser nicht überlastet sind, in jeder Hinsicht schlechter – gesundheitlich, wirtschaftlich und bezüglich der Zeit, während der starke Einschränkungen im Alltagsleben erforderlich sind. Bei einer oberflächlichen Betrachtung mögen populistische Parolen dafür, sich nicht darum zu kümmern, wie weit sich das Virus ausbreitet, auf Zustimmung stoßen, aber bei einer weniger oberflächlichen Betrachtung ist das dumm und irrational.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Adrian E.
1 Jahr zuvor

Is ja cool! Sukram hat wohl jetzt nen Zwillingsbruder?….

Sukram71
Sukram71
Reply to  ChrissieR
1 Jahr zuvor

Nö, so denkt jeder, der bis drei zählen kann. Den meisten ist es nur zu blöd, mit VT-lern sinnlos herumzudiskutieren.

Die Infektionszahlen sind ein Vorindikator, um ggf möglichst früh reagieren zu können und nicht erst, wenn es zu spät ist.

Panik und Hysterie verbreiten nur diejenigen, die gleich den Faschismus oder einen großen Plan am Ruder sehen, bloß, weil sie sich mit ihrer Minderheiten-Meinung nicht durchsstzen können. 🙄

Last edited 1 Jahr zuvor by Sukram71
Robbespier
Robbespier
Reply to  Adrian E.
1 Jahr zuvor

@Adrian E.

Im Vergleich dazu, ist die europäische Politik, eine weite Ausbreitung des Virus zuzulassen, solange die Krankenhäuser nicht überlastet sind, in jeder Hinsicht schlechter

Was glaubst du wohl, wie oft es noch zu einer erneuten „Pandemie“ mit dem global gestreuten Virus kommt, wenn keine Herdenimmunität erreicht wird?

Oder stehst du schon Schlange für den Super-Impfstoff?

Sukram71
Sukram71
Reply to  Robbespier
1 Jahr zuvor

wenn keine Herdenimmunität erreicht wird

In Deutschland sind fast die Hälfte aller Leute über 50 Jahre. Ein Drittel der Bevölkerung gehört zu einer Risikogruppe.

Da kann man einen bisher unbekannten Virus, mit unausgereifter Behandlung, häufigen Komplikationen, ohne Impfstoff und mit unbekannten Langzeitfolgen, nicht einfach durchlaufen lassen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Sukram71
Robbespier
Robbespier
Reply to  Sukram71
1 Jahr zuvor

@Sukram

Ob das Virus wohl nanach frägt, einfach so durchlaufen zu dürfen oder nicht?
Bei den Demos, egal ob BLM oder Querdenken, müßte es ja regelrecht in Partylaune gewesen sein und selbst der weit-verbreitete Mund-Nasen-Schutz unterhalb FFP2-Standard würde es nicht wesentlich an seiner Verbreitung hindern.

Wo sind die verheerenden Resultate?

Sukram71
Sukram71
Reply to  Robbespier
1 Jahr zuvor

Wenn sich das Virus im Winter so ausbreitet, wie es sich zurzeit abzeichnet, dann haben wir alle noch die Gelegenheit, eine Infektion durchzumachen und aus der Praxis zu berichten. Mir dünkt, die Blogger und der ein oder andere hier, gehören zur Risikogruppe.

Woche – Labortests – positiv – Anteil %
KW 34 – 1.094.506 – 9.233 – 0,84%
KW 35 – 1.121.214 – 8.324 – 0,74%
KW 36 – 1.099.560 – 8.175 – 0,74%
KW 37 – 1.162.133 – 10.025 – 0,86%
KW 38 – 1.149.171 – 13.275 – 1,16%
KW 39 – 1.168.390 – 14.301 – 1,22%
KW 40 – 1.095.858 – 17.964 – 1,64%

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1107749/umfrage/labortest-fuer-das-coronavirus-covid-19-in-deutschland/

Und wenn das Virus so harmlos ist, dann lasst das halt einfach auf euch zukommen. Bleibt ja eh nix anderes übrig.

Last edited 1 Jahr zuvor by Sukram71
Rudi
Rudi
Reply to  Sukram71
1 Jahr zuvor

Schöne Zahlen.

Zahlenjonglage: In KW 13 lag lt. Statista der positiv getestete Anteil bei 8,7% (361.515 Getestete, davon 31.4148 Positive). Man könnte sagen: 10 mal mehr als in KW 37. Sollte man aber nicht, denn damals wurden nur bei den Symptomträgern in Rachen und Nase rumgefummelt.

Wir wissen: Positiv getestet bedeutet nicht, dass Symptome vorhanden sind. 80% sollen von diesen verschont bleiben. Betrachten wir die Sterblichkeitsrate. Da gibt es auch Zahlenspiele. In den letzten drei Wochen lag die an oder mit Covid-19 Gestorbenen-Zahl im Pik bei 17 pro Tag. Bei einer Million positiv Getester sind das dann, wenn ich richtig gerechnet habe, 0,0017 Prozent. Anders formuliert: Zwischen 1 Tausendstel und 2 Tausendstel Prozent versterben mit oder an Covid. Davon ist der Großteil über 80 und hatte entsprechende Vorerkrankungen.

Wenn die politisch Verantwortlichen so herum argumentierten, wie ich das jetzt darstellte, würden sehr vielen Menschen eine bleierne Last von den Schultern fallen, wenn dieses Faktum in den Medien nur oft genug wiederholt werden würde. Auch damit könnten Leben gerettet werden, weil nicht mehr so viele in die Verzweiflung verfielen.

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Rudi
1 Jahr zuvor

@ Rudi

Ich denke, Sie haben sich vertan. Laut Sukram71 oben gab es in KW40 18000 positiv getestet. Falls pro Tag 17 Leute sterben, sind das in der Woch 7*17=119, macht eine Sterblichkeit von: 119/18000 = 0.66 %. Allerdings sterben die Leute, die heute positiv getestet werden erst in 1-2 Wochen oder so. Dann waeren wir dann by 119/14000 = 0.85%.

Wenn wir auf Herdenimmunitaet setzen wuerden, kostet das also ca. 500 – 600 Tausend Menschenleben in Deutschland, aber nur wenn das Gesundheitssystem nicht überlastet wird.

Last edited 1 Jahr zuvor by Detlef Schulze
Robbespier
Robbespier
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

@Detlef Schulze

….und die deutsche Glaskugelfabrik geht demnächst an die Börse….

Wie kommt man zu solchen Zahlen und woher speist sich die Gewißheit eines solchen Szenarios?

Man müßte schon den exakten Wirkmechanismus von Covid19 kennen, um klar abzugrenzen, wer diesem Virus oder einer anderen Erkrankung zum Opfer gefallen ist.
Nur so läßt sich eine derartige Rechnung überhaupt aufmachen.

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Robbespier
1 Jahr zuvor

@Rob

Wie kommt man zu solchen Zahlen …

Die Zahl der positiv getesteten sind von Sukram71 im Post weiter oben, die 17 Tote pro Tag aus Rudis Post, die 80Mio Deutschen aus Wikipedia und die 70% Herdenimmunität sind Allgemeinbildung.

Robbespier
Robbespier
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

@Detlef Schulze

Zur Allgemeinbildung gehört aber auch, dass veröffentlichte Zehlen mit Prognosen auf die Zukunft gerne Interessen-geleitet sind und dass bereits die Prognosen zur Schweinegrippe ein Schuss in den Ofen waren.

Rudi
Rudi
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

Ich hätte die tägliche Todesrate, die in den letzten drei Wochen auch mal bei zwei der drei lag, 17 war für die Gegenwart hochgegriffen, mit 7 (für eine Woche) multiplizieren müssen. Wenn wir es bei der 17 belassen, sind das 119 Tote pro Woche bei einer Million Getesteter. Auf dieser Grundlage sind dies dann 0,0119 Prozent.

Das Schreckenszenario mit der Herdenimmunitätspolitik hat auch der US-amerikanische Chef-Virologe Fauci beschworen. Er rechnete mit 993.000 Toten von 330 Millionen Einwohnern, die die USA haben. Nach deiner Rechnung hätte er mindestens auf das Vierfache kommen müssen, hätten sie das gleiche Niveau im Gesundheitswesen wie in Deutschland.

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Rudi
1 Jahr zuvor

@Rudi

Wieso Sie die 119 Tote durch die Million Getesteter teilen verstehe ich nicht.

Und wo Faucis Vorhersage mit den 993.000 hochgerechneten Toten herkommen soll, weiss ich auch nicht. Für eine Vorhersage hört sich das merkwürdig spezifisch an. Zumal er hier von erreichten 2-3% Immunität in der Bevölkerung spricht, und davon, dass min. 70% zur Herdenimmunität nötig sind, also min 20mal soviel. Das wurde am 23. September gesagt, wo es in der USA bereits 200.000 Tote gab. Bei 70% Immunität würden dann 20×200.000=4.000.000 Tote erwartet.

Last edited 1 Jahr zuvor by Detlef Schulze
Rudi
Rudi
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

Auf telepolis ist ein Artikel eines in Stockholm praktizierenden Arztes erschienen, der sich zur Herdenimmunität so äußert:

Covid ist in Schweden zu Ende. Wir haben Herdenimmunität. Vermutlich haben andere Weltgegenden ebenfalls Herdenimmunität, dazu gehören England, Italien und Teile der Vereinigten Staaten wie New York. Und es gibt Staaten, die die Ausbreitung der Krankheit erfolgreich eingedämmt haben, wie Deutschland, Dänemark, Neuseeland und Australien. Diese Länder müssen mindestens ein und möglicherweise mehrere Jahre im Lockdown bleiben, wenn sie keine natürliche Herdenimmunität entwickeln wollen.

Inwieweit diese Meinung wissenschaftskompatibel ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Zumindest hängt sich dieser Arzt sehr weit aus dem Erfolgsfenster. Trotzdem: Er schreibt ziemlich genau das Gegenteil dessen, wie du mit der dramatisierenden Art Herdenimmunität beschreibst, denn nach deiner Rechnung (s. Deutschland) hätten es in Schweden ca. 50.000 Tote geben müssen.

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Rudi
1 Jahr zuvor

Covid ist in Schweden zu Ende. Wir haben Herdenimmunität.

Herdenimmunität bedeutet, dass die Zahl der Neuinfektionen zurückgeht. In Schweden steigen sie seit Anfang September aber genauso an wie im Rest Europas. https://coronavirus.jhu.edu/map.html

Die Zahl der Tests hat sich in Schweden in den letzten 5 Wochen nicht erhöht.

Sukram71
Sukram71
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

Wer meint, Herdenimmunität sei das Mittel der Wahl, der soll sich absichtlich infizieren und mit gutem Beispiel voran gehen. ☺️

niki
niki
Reply to  Sukram71
1 Jahr zuvor

Im normalen Leben, hättest du nun eine hängen…!

Robbespier
Robbespier
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

@Detlef Schulze

Herdenimmunität bedeutet, dass die Zahl der Neuinfektionen zurückgeht.

Was bedeutet denn Neuinfektion genau?

So wie ich das sehe, bedeutet es, dass man bei Tests die RNA von Covid19 bei Personen festgestellt hat, die bisher nicht, oder bereits zuvor negativ getestet wurden, sonst erstmal nichts.
Der suggerierte Rückschluss, die seinen jetzt krank oder ansteckend, ist wissenschaftlich unzulässig, nur auf Grund des Tests.

Bei Herdenimmunität müsste diese RNA logischerweise bei der gesamten immunisierten Herde zu finden sein, denn ohn Kontekt mit dem Erreger ist eine entsprechende Reaktion des Immunsystems unmöglich.
Ansonsten hätten die Indios die Einschleppung neuer Krankheiten durch die Spanier Alle locker überlebt und wir die Pest.

Last edited 1 Jahr zuvor by Robbespier
Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Robbespier
1 Jahr zuvor

So wie ich das sehe, bedeutet es, dass man bei Tests die RNA von Covid19 bei Personen festgestellt hat, die bisher nicht, oder bereits zuvor negativ getestet wurden, sonst erstmal nichts.

Das denke ich auch so.

Der suggerierte Rückschluss, die seinen jetzt krank oder ansteckend, ist wissenschaftlich unzulässig, nur auf Grund des Tests.

Von den Infizierten ist/wird ein gewisser Prozentsatz krank ein anderer (wahrscheinlich höherer) Prozentsatz ansteckend. Ich habe noch keine Behauptung gelesen, dass alle krank werden. Wieviel von den Infizierten (kaum, mittel, stark) erkranken weiss man. Wieviele ansteckend sind wird noch debatiert.

Bei Herdenimmunität müsste diese RNA logischerweise bei der gesamten immunisierten Herde zu finden sein, denn ohn Kontekt mit dem Erreger ist eine entsprechende Reaktion des Immunsystems unmöglich.

Nein. Das Virus (oder seine RNA) findet man nur bei Infizierten, nicht bei den Immunen, bei denen die Infektion hinreichend weit in der Vergangenheit liegt.

Nachtrag:
Für die Modellierung werden ja 3 Gruppen von Menschen unterschieden:
Die Personen, die nicht immun sind und sich anstecken können, wenn sie mit einem Infizierten (Gruppe 2) Kontakt haben.Die Personen, die infiziert sind, also die das Virus in sich tragen und and Gruppe 1 weitergeben können. Die Immunen (und Toten), die das Virus nicht haben, es auch nicht bekommen und weitergeben können.

Last edited 1 Jahr zuvor by Detlef Schulze
Robbespier
Robbespier
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

@Detlef Schulze

Nein. Das Virus (oder seine RNA) findet man nur bei Infizierten, nicht bei den Immunen, bei denen die Infektion hinreichend weit in der Vergangenheit liegt.

Was aber, wenn ein Immunisierter erneut mit dem Virus kontaminiert wird? Ist es dann nachweisbar?

Ceryk
Ceryk
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

Die Immunen (und Toten), die das Virus nicht haben, es auch nicht bekommen und weitergeben können.

Hier herrscht ein Irrtum, was Immunitaet eigendlich bedeutet.
Es bedeutet eben nicht, dass man das Virus nicht mehr bekommen kann.
Vielmehr bedeutet Immunitaet, dass bei einer Infektion, also bei einem Eindringen des Virus in den Koerper, die koerpereigene Immunabwehr erfolgreich anspricht und eine Erkrankung (und auch eine Infektiositaet) verhindert.
Auch immune Personen werden also in einem PCR-Test als positiv erkannt werden.

Sukram71
Sukram71
Reply to  Ceryk
1 Jahr zuvor

Übrigens nachträglich noch Herzlichen Glückwunsch!

Nirgens auf der Welt gibt Experten, die bezüglich Immunität und Infektiösität im speziellen Fall von SARS-CoV-2 über so umfassendes Wissen verfügen wie ihr.

Wenn man bedenkt wie viel Unterschiedlichs Arten von Immunität es gibt (und Prämunität). Respekt! 😏

Last edited 1 Jahr zuvor by Sukram71
niki
niki
Reply to  Sukram71
1 Jahr zuvor

Nirgens auf der Welt gibt Experten, die bezüglich Immunität und Infetiösität im speziellen Fall von SARS-CoV-2 über so umfassendes Wissen verfügen wie ihr.

Was laberst du Heini wieder für einen Dünnschiss?

picard-meme-facepalm.jpg
Sukram71
Sukram71
Reply to  niki
1 Jahr zuvor

Mir zollt euer angelesenes Fachwissen einfach den allergrößten Respekt ab. Wirklich Beeindruckend!

Selbst Mediziner, die aktuell daran forschen, können dazu keine so präzisen Antworten geben.

Last edited 1 Jahr zuvor by Sukram71
niki
niki
Reply to  Sukram71
1 Jahr zuvor

Kannste mal sehen, Herr Professor…

Thrombo
Thrombo
Reply to  Sukram71
1 Jahr zuvor

Mir zollt euer angelesenes Fachwissen einfach den allergrößten Respekt ab. Wirklich Beeindruckend!

Selbst Mediziner, die aktuell daran forschen, können dazu keine so präzisen Antworten geben.

Genau darum geht es ja. Du and friends seid ja der Meinung, dass die offiziellen Bekundungen zweifelsfrei zutreffend seien und die, welche sich anderer Quellen bedienen, sind einfach nur Idioten. Obrigkeitshörigkeit ist eine schlimme Sache die in der Menschheitsgeschichte sehr schlimme Dinge hervor gebracht hat und sollte von Euch einfach mal überdacht und möglichst vermieden werden.

Als Nichtexperte geht es doch nicht darum Dinge wissentschaftlich zu belegen und zu beweisen. Nichtexperten benutzen, wenn vorhanden, ihren gesunden Menschenverstand und ihr bisherige Erfahrung mit bestimmten Entitäten, und vergleichen Aussagen sowie die Größenordnung und Quellen der Einkünfte der verschiedenen Meinungsvertreter im wissenschaftlichen Bereich.

Im Falle des aktuellen Virus´ geht es um den weltweiten Hauptdarsteller Drosten und seinen Geschichten. Der Kerl ist so unglaubwürdig wie die mögliche Aussage eines seiner Gegner, dass jemand das Virus hyperventilatorisch hypt (Maske), weil dieser jemand ob schlechter Erfahrungen mit irgendeinem Lippenleser, der Gilde eben jener, den wirtschaftlichen Garaus machen will.

Der Typ hat den PCR-Test für Sars-Cov2 spezifiziert. Er hat ein Patent darauf von welchem alle anderen Tests weltweit abhängen. Er hängt nicht von Geldern der Pharmaindustrie (Mafia!) ab, sondern er ist Pharmaindustrie!

Nun vergleich du Gehirnakrobat doch einmal die Aussagen dieses Mannes bezüglich diesem (untauglichen) Test für das Mers-Virus in Saudiarabien aus dem Jahre 2014 mit seiner heutigen Unkerei zum aktuellen Corona-Virus.

Das sind für mich die Fakten, die mich kritisch begleiten. Es gibt weltweit bis vor Kurzem anerkannte wissenschaftliche Größen, die Gegenteiliges zum Thema beizutragen wissen. Sie werden zu keinem öffentlichen Diskurs gehört, werden aber öffentlich auf absurder Weise diskreditiert. In der Wissenschaft gilt immer noch, vermute ich einmal, die unumstößliche Maxime: These, Antithese, Synthese. Das geht den Panikmachern aber völlig am Arsch vorbei – und was das bedeutet solltest du am besten wissen.

Jedenfalls bleibt einem Menschen, der sich Gedanken um die Welt und somit um sein Leben macht (sollte eigentlich jeder tun, oder bin ich jetzt wegen dieser Annahme völlig gaga?), nichts anderes übrig als sich im www zu informieren und aus den erhaltenen Informationen mit seinem hoffentlich vorhandenen logischen Erkenntnisfilter, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Ein, wie ich finde, cooler Vergleich, der mir zu den negativ-positiven Resultaten des PCR-Tests (ca. 1%) im Netz begegnete: „Ein Schwangerschaftstest quer durch die Bevölkerung, mit dieser Fehlerquote, würde bei beispielsweise 1000 Messungen ca. fünf schwangere Männer ausweisen“. Klar, kein Mann würde einen solchen Test machen. Aber warum werden dann PCR-Tests an symptomlosen Menschen gemacht?

Denken ist die edelste Art zur Erkenntnisgewinnung. Nachahmen die einfachste. Erfahren die schmerzlichste. So oder so ähnlich drückte es einmal ein griechischer Philosoph aus. Such dir was davon aus – oder bleib so ahnungslos wie du bist, aber beschwer dich hinterher nicht.

Last edited 1 Jahr zuvor by Thrombo
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Thrombo
1 Jahr zuvor

@Thrombo

Richtiges Zitat, aber falscher Urheber:

Die edelste Art Erkenntnis zu gewinnen ist die durch Nachdenken und Überlegung. Die einfachste Art ist die durch Nachahmung und die bitterste Art ist die durch Erfahrung.
Buddha

Auch pasend:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.
Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht aus Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. ‚Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!‘ ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

Immanuel Kant ( 1784 )

Man sollte annehmen, diese Erkenntnisse hätten unsere intellektuellen Geister nachhaltig geprägt……….

Thrombo
Thrombo
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Danke Rob, für die Klarstellung. Das werde ich mir hoffentlich für die Zukunft merken 🙂

Ceryk
Ceryk
Reply to  Sukram71
1 Jahr zuvor

@ Sukram:
Und deine Antwort hat jetzt was genau mit meinem Post zu tun?
Detlef behauptete, dass immune Personen keine Viren mehr bekommen koennten – und das ist schlichtweg falsch.
Eine Nicht-Aufnahme von Viren gibt es nur bei unspezifischer Immunitaet, die man hier ja wohl ausschliessen kann.^^
Keine andere Form der Immunitaet bietet einen Schutz vor dem Eindringen des Virus in den Koerper – diese Aussage kann man treffen, ohne selber Virologe sein zu muessen.
Insofern ist es absolut unerheblich, wieviele Formen der Immunitaet es gibt.
Ich wuesste auch keinen Wissenschaftler, der seine Zeit damit verschwenden wuerde, sich mit solcherart Binse zu beschaeftigen.
Bei der aktuellen Forschung geht es vielmehr um so Fragen, ob und wie lange eine Immunitaet bei SARS-CoV-2 anhaellt.
Und bei solchen Fragen wirst du nicht von mir erleben, dass ich Tatsachenbehauptungen dazu aufstellen wuerde, sondern nur, dass ich auf die dazu neuesten Forschungsergebnisse verweise.
Eben gerade weil ich mir meines beschraenkten Fachwissens dazu sehr wohl bewusst bin…

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  Ceryk
1 Jahr zuvor

@Ceryk

Auch immune Personen werden also in einem PCR-Test als positiv erkannt werden.

Das ist keine Selbstverständlichkeit und im Allgemeinen nicht zu erwarten. Für Covid-19 Patentien können laut CDC noch bis 3 Monate nach der Infection Viren nachgewiesen werden. Ich zitiere mal von hier:

Data to date show that a person who has had and recovered from COVID-19 may have low levels of virus in their bodies for up to 3 months after diagnosis.

[…]

There are no confirmed reports to date of a person being reinfected with COVID-19 within 3 months of initial infection.

Ich denke (bin kein Experte), dass die Viren erst nachgewiesen werden können, wenn sie sich hinreichend vermehrt haben. Deshalb müssen ja auch ca. 2-3 Tage nach der Infektion vergehen, bis sie nachgewiesen werden können. Vermehren können sie sich nur, wenn es keine hinreichende Immunität gibt.

Sukram71
Sukram71
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

Detlef Schulze, das ist das, was man bei SARS-CoV-2 zurecht vermuten kann.

Die andern möchten aber gerne hören, dass die Leute quasi für immer im PCR-Test positiv bleiben, wenn sie mal mit SARS-CoV-2 in Kontakt kamen, was die steigenden Infektionelszahlen erklären soll. ☺️

Last edited 1 Jahr zuvor by Sukram71
niki
niki
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

Vermehren können sie sich nur, wenn es keine hinreichende Immunität gibt.

Bhakdi: Immunität bedeutet nicht, dass man sich nicht infizieren kann. Bei Corona ist es so, dass 85 Prozent der Infizierten nicht schwer erkrankt sind. Diese Menschen sind also immun gegen das Virus. Immun zu sein bedeutet, dass man nicht schwer erkrankt.

Und das ist die allgemeingültige, wissenschaftliche Definition von Immunität?

Bhakdi: Natürlich. Immun sein heißt, gefeit sein gegen eine Erkrankung. Nicht gegen eine Infektion. Bei einer Grippe wird man beispielsweise trotz einer Impfung infiziert. Wegen des Impfschutzes wird man dann aber nicht krank.
Jaja…

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  niki
1 Jahr zuvor

Wenn es um Herdenimmunität geht, ist mit „immun“ offensichtlich nicht gemeint, dass man „nicht schwer erkrankt“. Es ist schon wichtig, dass man das Virus nicht weitergeben kann. Sonst macht das ganze Konzept ja keinen Sinn.

niki
niki
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

Ich sehe, du hast es nicht verstanden…

Ich geb es auf!

Detlef Schulze
Detlef Schulze
Reply to  niki
1 Jahr zuvor

Ich geb es auf!

Verständlich! Betrachtet man das hohen intellektuellen Niveau auf dem Sie ihre 20 Worte hier im Thread gepostet haben, müssen sie ja völlig erschöpft sein.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Detlef Schulze
1 Jahr zuvor

@Detlef Schulze

Hmm, zum „hohen intellektuellen Niveau“ im Lande gibts Heute einen guten Beitrag auf den NDS:

https://www.rationalgalerie.de/home/corona-und-intelligenz

niki
niki
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

Zumal das Land in zwei Lager gespalten ist: Jenes, das dem Regierungskurs glaubt und jenes, das den Kurs für schädlich für die Demokratie und die Gesundheit hält.

Und reaktionär wie die AfD ist, versucht diese die Menschen die die Regierungslinie kritisch sehen abzuholen. Das erleichtert der Meinungsführung im Land die Kritiker quasi Mundtot zu machen.
Versucht mal das ganze weiterzuspinnen!
Was ist die tatsächliche Funktion der AfD schon seit diese besteht?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
1 Jahr zuvor

Was ist die tatsächliche Funktion der AfD schon seit diese besteht?

Da muss ich nicht lange drüber nachdenken.
M.M.n. ist die AFD Fleisch vom Fleische der Neoliberalen, insbesondere der Union.
WEnn sich die AFD hinreichend etabliert hat, kommt es, so wie ich das sehe, zu einer Koalition mit der Union und die Mehrheit ist wieder da, wo man sie in neoliberalen Kreisen haben will.

Die vermeindliche „Alternative“ ist nur ein Substitut radikaler, kapitalistischer Wirtschaftspolitik, ein Seitenweg im Labyrinth, der zum selben Ausgangspunkt führt.

Die Union ist in ihrer Grundsubstanz faschistisch ( auf die Verbindung von Nationalismus und Wirtschaft fixiert ) und passt von daher perfekt zur AFD.

niki
niki
Reply to  Robbespiere
1 Jahr zuvor

@Robbespiere:
Das war eine rhetorische Frage 😉

Leselotte
Leselotte
1 Jahr zuvor

Immerhin bringst Du, lieber Roberto, mich hier auch zum Lächeln

»Ja, mein Gott, mein Gott, wir brauchen einen Lockdown und wenn du mit mir redest, zieh mal deine Maske über das rechte Nasenloch, das guckt raus, da steigt gleich der Tod hervor.«

Guter Zustandsbericht mit Aufklärungsarbeit, danké.

Für Sukram und Adrian E.:
Ungefähr ab der 10. Minute Interview mit Dr. med Claus Köhnlein
https://www.youtube.com/watch?v=TzTr_RjtgUk&t=1221s
Vom 20.03.2020; ca. 8 Minuten

https://www.youtube.com/watch?v=OxRdrqHee7A&feature=emb_title
Interview mit Dr. med. Claus Köhnlein; vom 22.09.2020; ca. 36 Minuten

https://www.rubikon.news/artikel/die-medikamenten-tragodie
Von Torsten Engelbrecht und Dr. med Claus Köhnlein

Die Mortalitätsdaten belegen, dass viele vermeintliche Corona-Tode de facto auf den massiven experimentellen Einsatz hochtoxischer Medikamente zurückzuführen sind.

Das angehängte Foto entstand nicht weit weg von Gaienhofen, dort lebte Hermann Hesse ein paar Jahre.

11-10-2020d.jpg
Leselotte
Leselotte
1 Jahr zuvor

Virologe Hendrik Streeck fordert ein Ende der Verbotspolitik in der Corona-Pandemie

Der Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik Bonn, Hendrik Streeck kritisiert, dass es in Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie “zu viel Angst” gebe.

Das Risiko der Krankheit COVID-19 sei inzwischen gut kalkulierbar und legitimiere eine übertriebene Verbotspolitik nicht mehr, sagte Streeck in Hamburg.

Man habe in Deutschland derzeit eine völlig normale Sterblichkeitsrate.
Bei der Hitzewelle 2018 und bei der Grippewelle 2017 habe man sehr viel deutlicher eine Übersterblichkeit gesehen.

“Wir haben es mit einem ernstzunehmenden Virus zu tun, aber wir dürfen dieses Virus nicht mehr überdramatisieren.”

Streeck wies darauf hin, dass die Sterblichkeit von Corona-Infizierten sehr viel niedriger sei als man das im Frühjahr befürchtet hatte.
“Dieses Virus ist tödlich nur für wenige. Genauso wie viele andere Viren auch”, meinte Streeck.

Die zunehmenden Erkenntnisse der Wissenschaft sollten Mut machen: Es gebe fast keine Übertragung über Gegenstände. Auch gebe es im normalen Alltagsgeschäft – etwa im Einzelhandel – wenige Ansteckungsrisiken.

Viele Infektionen verliefen komplett ohne Symptome. Nur noch fünf Prozent der Infizierten bräuchten überhaupt eine klinische Versorgung, weitaus weniger gar eine intensivmedizinische.

Streeck wies darauf hin, dass die Sterblichkeitsrate höchstens bei 0,37 Prozent liege.
Die gut erforschte brasilianische Metropole Manaus melde eine Sterblichkeitsrate von 0,28 Prozent. “Das lässt sich einordnen”, meint Streeck. Corona sei deutlich gefährlicher als normale Grippewellen, aber “Corona wird nicht unser Untergang sein”.

Die Angst vor dem Coronavirus sei häufig irrational.
Zu häufig würden kleinste Nebenrisiko-Wahrscheinlichkeiten zu großen Themen von Politik und Medien. “Das Virus ist zu politisch geworden, obwohl es eigentlich nicht politisch sein sollte”, klagte der Virologe.

Streeck plädiert für ein Ende des Krisen- und Panikmodus, der Umgang mit dem Virus müsse zur in ein normales Risikohandling wie bei vielen anderen Risiken des Lebens auch übergehen.

Ängste zu schüren sei der falsche Weg, weil man damit die Gesellschaft spalte und die Akzeptanz für eigenverantwortliche Achtsamkeit schwäche.

Hier entnommen:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/corona-pandemie-virologe-hendrik-streeck-virus-ueberdramatisieren-35144824

Ceryk
Ceryk
Reply to  Leselotte
1 Jahr zuvor

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von Streecks Entwicklung verdammt positiv enttaeuscht worden bin.
Nachdem er sich anfangs so unruehmlich mit Hilfe von „Storymachine“ an Laschet verkauft hat, war das echt nicht abzusehen…

Frust
Frust
1 Jahr zuvor

„gestern waren es in ganz Deutschland nur 199 beatmete Covid-Patienten. Keine Antwort, die anderen stieren peinlich berührt zu Boden“

Keine Antwort ist ja meistens die Antwort wenn man bei den Maßnahmenbefürwortern mal nach Zahlen fragt. Es hat sich in den meisten Köpfen wohl nur eingebrannt, wie von Politik und Medien beabsichtigt, das alles furchtbar schlimm ist und uns die nächsten Berge von Särgen bevorstehen.

Nach Todeszahlen, Hospitalisierten, Beatmeten, Anzahl der Getesteten usw. gefragt herrscht Funkstille. Da braucht man dann auch erst gar nicht weiter fragen wie diese Zahlen dann in anderen Ländern in Relation zur Bevölkerung stehen.

Den Autoritäten zu glauben ist halt einfacher als selber zu denken und auch gewünscht:
https://www.nutze-deinen-kopf.de/h-wieler-ein-neuer-papst/

Und der meiner Meinung nach interessanten Frage warum man immer von Spanien hört aber nie von Portugal nachzugehen, ist dann erst Recht zuviel verlangt:
https://www.nutze-deinen-kopf.de/spanien-portugal-ein-corona-vergleich/
(Vielleicht hat Roberto dazu ein paar Ideen)

Brian
Brian
1 Jahr zuvor

Dieser Beitrag bringt es ja auf den Punkt.
Ich verstehe auch nicht, warum in den Foren immer noch tausendfach mit irgendwelchen Zahlen jongliert oder darüber diskutiert wird, welcher „Experte“ wo was wann gesagt hat.
So kann man die Menschen beschäftigt halten…
Ewige Diskussionen (bei DSpektiven in einigen Beiträgen sehr schön dargestellt) mit Leuten, die noch nie wirklich an einer ernsthaften Auseinandersetzung interessiert waren.Ich fühle mich an „Das Leben des Brian“ erinnert : „Wir können jetzt hier sitzen und diskutieren, das interessiert keine Sau…“ 🙂
Wie wär’s stattdessen mal mit konstruktiven Auseinandersetzungen darüber, wie wir uns
unsere Zukunft vorstellen. Daß es so wie bisher nicht weitergehen kann, darüber herrscht ja nun weitestgehend Konsens, zumindest in den alternativen Foren.
Ja, ich weiß, das findet z.T. auch schon statt. Aber noch viel zu wenig.

Lamperl
Lamperl
1 Jahr zuvor

„Keine Kontaktschuld mit einem Covidioten aufbauen.“

Ich liebe diesen Satz.

Ansonsten finde ich mich im Text, auch wenn er mir gefällt, überhaupt nicht wieder, weil ich ein Psycho bin. Ich blicke auf die Intensivbetten und denke: Gott sei Dank, die Zahlen steigen. Und Beatmete, auch viel mehr jetzt! Man nähert sich endlich einem Sinn im Irrsinn!
Völlig krank oder? Mehr Kranke, Tote, das beruhigt mich. Es gibt mir das Gefühl, dass ich im Unrecht bin, wenn ich davon überzeugt bin, dass die völlig irre sind, dass ich in einem nicht enden wollenden Horrorfilm gelandet bin, in dem komische Leute komische Zahlenspiele machen….