Lockdown versus Lockerungen: Wir steuern auf einen Kipppunkt zu

In einem Punkt könnten sich eigentlich alle mittlerweile einig sein: Was Corona betrifft, gibt es mehr Unwissen als Wissen, mehr Diskurs als Konsens, mehr Wahlkampf als politisch sinnvolle Entscheidungen. Besonders deutlich wird das an der Frage, ob wir dringend Lockerungen brauchen. Oder ob genau diese uns endgültig dem Abgrund zuführen.
So kommen wir nicht weiter.

Die meisten Pluspunkte hat der Hardliner Markus Söder (CSU) gesammelt. Aber auch Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin und durch die Medien ernannte Krisenmanagerin kann nicht klagen. Die Umfragewerte gehen seit Wochen gen Himmel, und man fragt sich, wie das sein kann ob der konfusen Politik, die wir seit ein paar Monaten erleben. Es dürfte wohl der „Mutti-Bonus“ sein.

Auf der anderen Seite mehren sich aber auch die Stimmen, die sich Lockerungen wünschen. In der Politik ist das schon eine Weile Armin Laschet (CDU), aber auch andere (vornehmlich Ministerpräsidenten) melden sich zu Wort. Dass Laschet gerne mal Merkel beerben würde (Söder natürlich unausgesprochen auch), ist ein pikantes Detail, das vor allem deutlich macht, dass wir uns darauf verlassen können, auch in der Corona-Krise Machtkämpfe der politischen Elite zu erleben.

Aber Italien!

Im Zweifel geht es immer um Leben und Tod. Und damit sind wir bei einem Teil des Problems angekommen. Die vielen Toten in Italien oder New York dienen als Beweis dafür, dass uns Ähnliches blüht, wenn wir tatsächlich Lockerungen realisieren. Von der „zweiten Welle“ ist dann meist die Rede. Aber auch die hat es in sich, denn während die einen davor eindringlich warnen, behaupten die anderen, dass es gar keine zweite Welle geben werde, geben könne.

Auch die Frage, wie genau die vielen Toten in Italien oder anderen Ländern erklärbar sind, ist eine verhärteter Fronten. Hier wird behauptet, dass die Todesursachen „kreativ“ dokumentiert werden und jeder, der nicht bei drei auf den Bäumen und gestorben ist, als Corona-Toter identifiziert wird. Dort heißt es, dass es die weisen Maßnahmen der Bundesregierung waren, die ein zweites Italien in Kiel oder Mannheim verhindert haben.

Die Aufzählung ließe sich fast ewig fortsetzen, denn zu jedem Argument gibt es ein Gegenargument, und alle ham‘se recht, wie Konstantin Wecker einst sang.

So geht es nicht

Ich denke, wir alle stecken fest, jeder mit seiner Position. Das kann ich leicht sagen, denn ich selbst habe inzwischen keine eindeutige mehr. Zu viele Informationen, gepaart mit noch mehr Desinformationen, Halbwissen, Viertelwissen und der hundertzwanzigprozentigen Wahrheit haben mich in den letzten Monaten regelrecht erschlagen.

Die Frage, ob Corona die schlimmste Seuche ist, die wir seit dem 1. Weltkrieg erleben, oder ob es sich dabei nur um eine Grippe handelt, die man vernachlässigen kann – auch diese Frage stelle ich mir nicht mehr, weil beide Seiten teils gute Gründe haben. Ich komme ja zu keinem Ergebnis, oder eben zu zweien, die beide richtig sein wollen. Es ist ein bisschen „Schrödingers Seuche“, die harmlos und verheerend zugleich ist.

Auch das Agieren der Politik kann mich lange nicht mehr überzeugen. Waren die strengen Maßnahmen zu Beginn von Corona noch (für mich) nachvollziehbar, empfinde ich sie inzwischen als nicht mehr verhältnismäßig. Die vielen Auswirkungen, sowohl wirtschaftlicher als auch psychologischer (also durchaus medizinischer) Natur lassen mich persönlich zum Schluss kommen, dass sich etwas Grundlegendes ändern muss.
Es geht so einfach nicht mehr weiter.

Politischer Lockdown

Fällig wäre ein politischer Lockdown, ein sich anschließender Neubeginn, der sich der aktuellen Situation unter allen Gesichtspunkten nähert, die bisher unberücksichtigt blieben. Denn es blieb zu viel unbemerkt und unbeachtet, teils bewusst, teils unbewusst. Jetzt wird an allen möglichen Schrauben gedreht, die Bevölkerung versteht immer weniger den Sinn und die Logik hinter dem Agieren der Politik, der Föderalismus, kombiniert mit Macht- und Grabenkämpfen in der Politik, kommt erschwerend hinzu.

Kurzum: Ich kann die Politik in dieser Krise nicht mehr ernst nehmen, schon eine ganze Weile nicht mehr. Sie verhält sich kindisch, inkompetent, narzisstisch und machtbesessen. Es ist kein klarer Weg zu sehen, kein Plan, keine Idee zu erkennen, wie wir aus der Nummer wieder herauskommen wollen und können.

Es geht den Lauterbach runter …

Als Karl Lauterbach (SPD) am 5. Mai 2020 bei Markus Lanz (ZDF) saß und Starkoch Tim Mälzer kurz davor war, in Tränen auszubrechen, waren die Reaktionen gemischt (wie immer also). Ich will mich dazu nicht äußern, aber Lauterbach sagte Mälzer ins Gesicht, dass er die Öffnung von Restaurants für das nächste Jahr vergessen könne (zumindest Öffnungen, die Umsätze ermöglichen, die so etwas wie eine Existenz garantieren könnten).

Lauterbach versuchte etwas, das ein Politiker nicht darf: Er reduzierte seine Haltung zur Corona-Krise auf den reinen (und seinen persönlichen) medizinischen Standpunkt. Sollte er sich damit durchsetzen, kann sich eine komplette Branche (und andere, die dranhängen) den bildlich gesprochenen Strick nehmen. Mit dieser Haltung wird die Gesellschaft früher oder später auseinanderbrechen, die allgemeine Aggressivität, die schon jetzt mit Händen zu greifen ist, wird eskalieren und wer weiß wohin führen, aber ganz sicher nicht auf einen Pfad, der Harmonie verspricht.

No risk, no fun

Machen wir uns doch nichts vor. Die Gesellschaft, in der wir leben, ist nicht für eine solche Krise gemacht. Und es wäre naiv zu behaupten, dass es anders sei. Alles ist auf die Wirtschaft ausgerichtet, auf ständiges Wachstum, auf Konsum, auf Export. Schon die „alte Normalität“ hat gezeigt, dass wir längst auf einem fatalen Weg sind, hin zum Menschen als „Humankapital“, weg von Gemeinschaft und Solidarität. Aus dem jahrelangen Mantra, jeder sei seines Glückes Schmied, soll jetzt eine übergeordnete Solidarität werden? Das ist Rhetorik, mehr nicht.

Wenn wir aber dennoch das zurückhaben wollen, was wir vor der Corona-Krise hatten (und allein das sollten wir uns genau überlegen), dann wird uns nichts anderes übrigbleiben, als den riskanten Weg der Lockerungen weiter zu gehen. Mehr noch, wir sollten uns zu fast 100 Prozent auf diese Lockerungen fokussieren, genau beobachten und dokumentieren, welche Lockerungen wo welche Auswirkungen haben. Die medizinischen Fragen, die können die Virologen, Epidemiologen, Biologen führen, das ist deren Job, da liegen ihre Fähigkeiten. Aber Politik bzw. Gesellschaft und Medizin müssen meiner bescheidenen Meinung nach konsequent voneinander getrennt werden.

Weiter oben war von Tim Mälzer die Rede, der bei Lanz den Tränen nahe war. Wie viele Tränen mögen bisher bei Menschen geflossen sein, die in einer weit weniger komfortablen Lage sind (und damit will ich Mälzer keineswegs abwerten, denn seine Sorgen sind ebenso echt wie die anderer Menschen, vieler Menschen)?

Die Auswirkungen dieser Krise werden mit jedem Tag schlimmer, existenz- und lebensbedrohlicher, und zwar im wahrsten Sinne, denn auch Suizide werden weiter zunehmen, je länger die Krise und der Lockdown dauern.

Ein Lockdown, der sich noch weiter in die Länge zieht, wird sich verheerend auswirken, und womöglich wird dann irgendwann, ab einem gewissen Kipppunkt, das Virus nicht einmal mehr die größte Sorge sein, mit der wir umgehen müssen. Wenn es so weit ist, wird das Wort „Solidarität“ in etwa so wirksam sein wie ein Kieselstein, den man in einen ausbrechenden Vulkan wirft.

Diesen Beitrag ausdrucken
Unterstütze uns und hilf dabei, die neulandrebellen besser und wirkungsmächtiger zu machen

43
Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
avatar
8 Kommentar Themen
35 Themen Antworten
1 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
13 Kommentatoren
Zoppo TrumpRobbespierepenSukram71Heldentasse Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Frau Wirrkopf
Gast
Frau Wirrkopf

Grundsätzlich stimme ich dir zu. Vor allem in dem Punkt, dass wir Lockerungen brauchen und genau beobachten sollten, wie sie sich auswirken. Denn eines lockert sich glaube ich ohnehin schon: Die Bereitschaft, die Einschränkungen weiterhin ernst zu nehmen und dabei mitzumachen. Ich merke das bei mir selbst. Ich hab verdammt noch mal keinen Bock mehr, unterm Mundschutz zu schwitzen und zu wenig Luft zu bekommen. Ich will auch nicht mehr angeranzt werden, wenn ich auf einem Waldweg von 2 Metern Breite in der Mitte stehe und ein Jogger für 1 Sekunde im Vorbeilauf auf 1,50 Abstand verzichten muss. Ich will… Weiterlesen »

Rudi
Gast
Rudi

Roberto „Ich kann die Politik in dieser Krise nicht mehr ernst nehmen, schon eine ganze Weile nicht mehr. Sie verhält sich kindisch, inkompetent, narzisstisch und machtbesessen.“ Stimmt. Ich sehe das Gehabe nicht anders. Leider lassen wir uns von diesem Polit-Typus regieren. Der Abgeordnete Lauterbach ist als Prof. Dr. und Arzt ein Sonderfall, der beide Rollen spielt, wie ihm die Situation passt. Wie in der letzten Sendung „Die Anstalt“ zu sehen, ist er keineswegs in einer neutralen ärztlichen Rolle – nur der Wissenschaft verpflichtet, wie es manchmal so nett und ehrfurchtsvoll heißt -, er war (ist) materiell und personell in das… Weiterlesen »

Roberto J. De Lapuente
Admin

Äh, wat?

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Stimmt. Ich sehe das Gehabe nicht anders. Leider lassen wir uns von diesem Polit-Typus regieren.

Genau! Aber es gilt: Geliefert wie bestellt!

Rolando
Gast
Rolando

Lautenbach hat in einem lesenswerten Buch die deutschen Beamten als Privilegierte bezeichnet, dies gefällt den Rudis dieser Republik halt nicht!!

Rudi
Gast
Rudi

@ Rolando Lauterbach ist nicht bereit, Abwägungen zu treffen, die etwa ein fortgesetzter Lockdown mit sich bringen würde. Er malt stets das Düsterste an die Wand: Regulärer Unterricht fällt für mindestens 1 Jahr aus. Das kann jetzt als epidemiologisch sicher gelten. Daran ändern weder Apps noch Masken etwas. Es ist die Übertragung durch Aerosole und Kontakte im Klassenraum. Dass Lauterbach in der privatisierten Gesundheitszene eng vernetzt ist, einige Jahre in USA geübt hat, sollte man erwähnen dürfen, um dessen Aussagen besser einordnen zu können. Ich muss zugeben, das von dir angesprochene Lauterbach’sche Werk ist mir unbekannt. Deshalb erschließt sich mir… Weiterlesen »

Rolando
Gast
Rolando

Rudi, auch mir kommen Lauterbachs Fernsehauftritten hart und unnachgiebig vor, als Nicht-Mediziner kann ich in solchen Fragen in erster Linie auf Virologen, und Epidemiologen, sicher noch auf Molekularbiologen allgemein vertrauen Karl war in den USA, da lernte er, dass ein Gesundheitssystem , welche in erster Linie den Reichen dient, unbrauchbar ist!! Er ist gegen Privilegien im Gesundheitssystem und kein Fan des dt. Beamtentums, da wäre er in der Union mehr als falsch Auf Deine besondere Nähe zum Staatsdienst werde ich noch hinweisen dürfen, war sicher polemisch, erklärt aber Deine Person, was Dich nicht zum bösen Menschen macht, jedenfalls für mich… Weiterlesen »

Rolando
Gast
Rolando

Rudi, das Buch heißt „Der Zweiklassenstaat“
Sehr, sehr lesenswert und traurig!
Ich bin übrigens nicht für Privatisierungen im Gesundheitssektor, sollte der Staat sich aus einem Krankenhaus zurückziehen wollen, bieten sich kirchliche Träger an, Ich bin nicht gegen Privatkliniken, aber diese sollten nicht aus Privatiiserungen hervorgegangen sein! In bestimmten anderen Berichen trete ich natürlich für Privatisierungen ein, wie man hier bereits erfahren hat! Beste Zeit, bleib mir mit Deinen Lieben gesund

niki
Mitglied
niki

Ich will genauso wenig die Kirche als Träger haben…
Als Hauptgrund für mich:
Die haben Sonderregeln die die Arbeitsrechte im erheblichen Maß unterlaufen!

Rolando
Gast
Rolando

Grüße Dich Niki
Ich erlaube mir aber, eine von Dir unabhängige Meinung zu haben!
Mit dem dritten Weg hast Du sicher recht, außerhalb von Priestern usw. gibt es keinen Grund, arbeitsrechtlich so einzugreifen, nenne ich sogar unchristlich!

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Mindestens eines ist für ganz klar, menschliches Leben retten vor Coivid 19 um jeden Preis, ist eine Position die letztendlich Leben kosten wird. Denn leider ist die Leistungsfähigkeit eines Gesundheitssystem, und vermutlich auch der innere und äußere Frieden und einige andere wesentliche Belange, sind mittelbar mir der volkswirtschaftlichen Leistung verknüpft, und wenn die meisten „schön“ Zuhause blieben bis mal ein Gegenmittel entdeckt würde, würde auch das kapitalistische Getriebe, was m.E. schon jetzt ganz schön knirscht, global zum Stillstand kommt, gibt es wahrscheinlich mehr Tote als jede bekannte Seuche verursachen kann. Manche fänden es gut wenn das System auf diese Weise… Weiterlesen »

aquadraht
Gast
aquadraht

Ich halte die ganze Debatte „Lockerungen vs. keine Lockerungen“ für reichlich sinnfrei. So, wie es aussieht, wird ja an allen Ecken gelockert, und es ist eine Frage der Zeit, wann das auch Schulen und Kindergärten betrifft. Aber: Tatsache ist doch, dass das Kind im Brunnen ist, und das schon seit Ende Januar/Mitte Februar. Da spätestens hätte reagiert werden müssen, mit landes- und weltweiten Gesundheitskontrollen und Quarantänen, letztlich wie in China. Die hatten sogar kein Vorbild, wie zu reagieren, und haben es trotzdem besser hingekriegt. Übrigens machen die immer noch landesweit Tests, Gesundheits- und Temperaturkontrollen, und Kernstück davon ist, dass jede… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

Ich halte das Gejammer über Maskenpflicht für neben der Sache, natürlich darf man die unangenehm finden,

Pfffft. Friss deinen Schnutenschlüpfer…! Gejammer… pffft…!

aquadraht
Gast
aquadraht

Nö. schmeckt mir nicht.

Billy
Mitglied
Billy

„Warum die BRD so viel Glück gehabt hat, weiss ich nicht.“
Du Patent Schwätzer und übler Hetzer hast doch sonst für alles eine Erklärung. Wie allerdings der Kriegsverbrecher und lupenreine Demokrat bei 200k bestätigten Verseuchungen auf 1900 Opfer kommt, das erkläre mal. So viel Chupze hatten nicht mal die Kommunisten und Überwachungs Weltmeister

aquadraht
Gast
aquadraht

Der Faschist wieder. Du bist nicht nur ein dreckiger Antikommunist und Russenhasser wie alle Nazis, Neoconfaschinsten und ähnlicher Pöbel. Du bist obendrein noch strohdumm. Es gibt eine grosse Varianz von Inzidenz, Prävalenz und Mortalität. Dass es – nicht nur in der Russsichen Föderation, sondern generell im postsowjetischen Raum – eine geringere Letalität als in West- und Südeuropa gibt, interessiert die Wissenschaftler nicht nur in Russland. Es liegt im Übrigen nicht an der Qualität des Gesundheitswesens, an dem wurde auch in Russland gesündigt. Eine der verbreitetsten Hypothesen ist, dass ein Zusammenhang mit der TBC-Impfung besteht, die in der UdSSR generell durchgeführt… Weiterlesen »

R_Winter
Gast
R_Winter

Lauterbach versuchte etwas, das ein Politiker nicht darf: Er reduzierte seine Haltung zur Corona-Krise auf den reinen (und seinen persönlichen) medizinischen Standpunkt.

Eben auf den Punkt von Fachidioten gebracht (und Lauterbach ist so einer) – verstärkt durch die Internet-Blasen.

Seitens „unserer“ hervorragenden Politiker wird zusätzlich Angst erzeugt, der unsere ökonomischen Grundlagen zerstört, ja, vielleicht unser Leben gefährdet könnte………
Dieses Gemisch wird genutzt, um die 99,5% der Menschen zum Schweigen zu bringen, wenn der Schuh nicht nur in den Hintern getreten, sondern dort stecken bleibt und als Begründung wird angeführt: “….es sei das Beste……“

Es ist zum Mäuse melken……

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Früher wäre es eine links-radikale Position gewesen, das kapitalistische Wirtschaftssystem und das Profitinteresse der Konzerne mit ihren Filialen in den Innenstädten sicherheitshalber zugunsten der Gesundheit von Alten und Schwachen herunter zu fahren.

Heute ist das Mainstream und wird von Linken kritisiert und bekämpft. Linke beklagen die „Zerstörung unserer ökonomischen Grundlagen“ wie ein Lobbyverband der Industrie und wundern sich dann mitunter, wenn sie mit Rechten verwechselt werden. 🙄🤣

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram Also Erstens ist es etwas Anderes, ob ich am Anfang einer Epidemie den Laden für 2-3 Wochen schließe und damit dem Virus die Lebensgrundlage entziehe, oder ob ich zu spät reagiere und dann langfristig Schaden in der Wirtschaft anrichte und massehaft Arbeitsplätze vernichte. Zweitens treffe ich damit die kleinen und mittleren Unternehmen, die über kein ausreichendes Finanzpolster verfügen, aber die Mehrzahl der Arbeitsplätze stellen. Die Konzerne werden überleben, nur dass hochliquide Finanzkraken wie BlackRock dann billig ihre Anteile aufstocken können und es damit zu noch mehr Einfluss, Machtkonzentrationen und Gewinnabflüssen kommt, die hier dann logischerweise fehlen. Was hier gerade… Weiterlesen »

Sukram71
Mitglied
Sukram71

@Rob Also Erstens ist es etwas Anderes, ob ich am Anfang einer Epidemie den Laden für 2-3 Wochen schließe und damit dem Virus die Lebensgrundlage entziehe, oder ob ich zu spät reagiere und dann langfristig Schaden in der Wirtschaft anrichte und massehaft Arbeitsplätze vernichte. Wäre man früher in den Lockdown gegangen, dann würdet ihr erst recht schreien „Es gab dafür gar keinen Grund und nur 3 Virus-Fälle in D“. 🙄 Und ich dachte die Gates-Stiftung hätte den Lockdown angeordnet. 🤣 Zweitens treffe ich damit die kleinen und mittleren Unternehmen, die über kein ausreichendes Finanzpolster verfügen, aber die Mehrzahl der Arbeitsplätze… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram Ach… Genau deshalb (!) rettet man in der Finanzkrise Banken Leider falsch. Man hat die Zocker mit Milliarden gerettet. Wäre es um die „Kleinen“ gegangen, wäre eine Bankentrennung mit Regulierung und Einlagensicherung die richtige und billigere Wahl gewesen. So hat man die großen Investoren gerettet und zum Dank haben die gleich wieder munter weiter spekuliert, wie man an der Entwicklung der Vermögenspreise sehen kann. Dafür spuckt die EZB massig Geld aus und verhindert das, was in einer gesunden Marktwirtschaft das Scheitern bei Fehlinvestition ist und wofür es als Prämie den Gewinn gibt, wenn man es richtig macht. und löst… Weiterlesen »

Sukram71
Mitglied
Sukram71

@Rib

wäre eine Bankentrennung mit Regulierung und Einlagensicherung die richtige und billigere Wahl gewesen.

Ich teile die Kritik. Aber die geretteten Banken finanzieren nicht nur Zocker und große Investoren, sondern ganz maßgeblich auch kleine und mittlere Unternehmen und deren Beschäftigte.

und löst weder die EU noch den Euroraum auf, wie ihr manchmal fordert.

Was hat das jetzt mit der Bankenrettung zu tun?

Die Auflösung der EU und des Euros würde eine ähnliche Wirtschaftskrise auslösen, wie die Finanz- und Bankenkrise und nun die Corona-Krise.
Weil kleine und mittlere Unternehmen am meisten unter solchen Krisen leiden, versucht man das zu vermeiden. 😉

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram Ich teile die Kritik. Aber die geretteten Banken finanzieren nicht nur Zocker und große Investoren, sondern ganz maßgeblich auch kleine und mittlere Unternehmen und deren Beschäftigte. Und was hätte sich daran nach einer Spaltung der Universalbanken daran geändert? Exakt Null. Diese Kredite sind ordentlich besichert, nicht mit extrem volatilen Wertpapieren wie diesen CDS. Genau wegen dieser Risiken haben sich die Banken in der Krise gegenseitig keine Kredite mehr gegeben. Beim klassischen Kreditgeschäft geht nichts ohne ausreichende Bonität. Die Auflösung der EU und des Euros würde eine ähnliche Wirtschaftskrise auslösen, wie die Finanz- und Bankenkrise und nun die Corona-Krise. Weil… Weiterlesen »

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Die Auflösung der EU und des Euros 

Das würde v.A. mal den Exportweltmeister in den Keller stürzen, weil dann die Vorteile des billigen Euros ggü. Fremdwährungen und die innere Abwertung durch Lohndumping ggü. den Partnern obsolet wären.

Dir ist aber schon klar, was solche Experimente für kleine und mittelständische deutsche Unternehmen und deren Beschäftigten bedeuten würde? 😎

Beschwerden werden dann an dich weitergeleitet und du übernimmst die Verantwortung? Du kannst das den Leuten ja mit dem Kampf gegen „Lohndumping“ erklären, wenn sie arbeitslos geworden sind. 🤣

Meinste nicht, es wäre etwas vielleicht klüger, sowas auf andere Weise zu verbessern? ☺️

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram Dir ist aber schon klar, was solche Experimente für kleine und mittelständische deutsche Unternehmen und deren Beschäftigten bedeuten würde? Beschwerden werden dann an dich weitergeleitet und du übernimmst die Verantwortung? Du kannst das den Leuten ja mit dem Kampf gegen „Lohndumping“ erklären, wenn sie arbeitslos geworden sind. Du vertauschst hier leider Ursache mit Wirkung. Die wirtschaftliche Krise in Europa nebst Prügelorgie auf die Südländer hat einen deutschan Namen und der heißt Schröder, mit seiner rot-grünen Bande. Dass die heutige Regierung dazu applaudiert hat und diese Linie fortführt, ergänzt das Elend nur. Also wer hier die Verantwortung übernehmen muss, ist… Weiterlesen »

pen
Gast
pen

Empfehlung: „Profiteure der Angst – Das Geschäft mit der Schweinegrippe“
.

Der schon etwas ältere Film von arte-tv ist auf youtube zu sehen, wenn er nicht gerade mal wieder gelöscht wurde. Warum wird der Film in Zeiten von Corona immer wieder gelöscht? Zum Schutz der Bevölkerung, damit sie nicht selbst denkt und abwägt, sondern brav die wirren staatlichen Verordnungen befolgt, oder gar zum Schutz der Pharmaindustrie, deren Umsätze nachweislich zurückgehen, weil mündige Bürger weniger Medikamente nehmen, und statt dessen auf gesunde Ernährung achten? Sollte es da vielleicht Parallelen zu Covid – 19 geben?
.

WARUM WIRD DAS VIDEO IMMER WIEDER GELÖSCHT?

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen

Also ich habe es gerade hier gefunden:

https://sascha313.wordpress.com/2020/04/07/profiteure-der-angst/

Klar gibt es Akteure, die gerade jetzt nicht wollen, dass sich der Bürger mit dem Thema beschäftigt.

pen
Gast
pen

@Robbespiere

Guter Link, kannte ich nicht, dankeschön.

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@pen

Im Vertrauen: Ich auch nicht. Der ergab sich bei der Suche nach der Doku.

pen
Gast
pen

@Robbes

Recherche empfielt sich immer. Hier bist Du nMn auf eine wahre Goldgrube gestoßen. Man muß aufpassen, das man sich nicht „festliest“. :- ))

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen

Auf der Seite gibt es einen Artikel mit dem Titel “ die Pandemie war geplant“.
Das dazugehörige Video wurde auf YT gesperrt, ist aber auf BitChute zu sehen.

https://www.bitchute.com/video/PZHz1MabI5pD/

Pen
Gast
Pen

@ Robbes Auch ganz wichtig, danke. Das sollte sich jeder anhören. „Die Aufbausteine unseres Immunsystems sind Bakterien und Viren“mit denen wir ständig in Kontakt kommen MÜSSEN. Kinder mit Immunsschwäche schickt man auf Bauernhöfe, damit sie dort beim Spielen durchseucht werden. Um das Immunsystem zu verstehen, ist Bildung wichtig, die ja überall heruntergefahren wird. Je dümmer die Schafe, desto höher der Gewinn für die Hirten. Wahrscheinlich werden wir nach diesem Lockdown alle ein geschwächtes Immmunsystem haben, und die nächste Welle, die ja auch schon vorsorglich angekündigt wurde, wird katastrophale Auswirkungen haben. Bill Gates und Co reiben sich die Hände. WARUM WURDE… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen

und löst weder die EU noch den Euroraum auf, wie ihr manchmal fordert.

Wegen pornographischer Inhalte. Viren bei der Vermehrung. 😀

pen
Gast
pen

LOL*

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen

Das bezog sich natürlich auf diesen Satz:

WARUM WURDE dIESES VIDEO AUF YOUTUBE WOHL GESPERRT?

😀

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Moin Pen

WARUM WIRD DAS VIDEO IMMER WIEDER GELÖSCHT?

Ich könnte mir ganz schnöde vorstellen, dass wenn die Löschungen sich nicht auf den arte- Kanal beziehen, dass es sich dann um die Reaktion auf eine Verletzung des Uhrgeberrechts handelt.

LG

pen
Gast
pen

Moin Heldentasse,

und Du meinst nicht, daß es dafür inhaltliche Gründe gibt? Mir scheint die Erklärung auf dem von Robbespiere geposteten Link verständlicher zu sein.

LG

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen

Zudem frage ich mich, ob Urheberrechte bei den ÖR-Produktionen überhaupt eine Rolle spielen, die ja durch Rundfunkgebühren finanziert sind.
Ansonsten müssten m.M.n. die ÖR solche Produktionen dauerhaft abrufbar auf ihren Mediatheken halten.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Hallo Rob

Urheberrechte und Rundfunkgebühren sind zwei verschiedene paar Schuhe. Nur weil wie zwangsbeglückt werden, und blechen müssen, heißt das noch lange nicht, dass wir die Rechte an den Werken erwerben.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Nun ja, der Betrag (THX für den Hinweis) ist von 2009. In den diversen Mediatheken der öffentlich rechtlichen Sender ist der nicht mehr, nach meiner Recherche.
Auf der Tube wird er aber sofort angezeigt.

Ich muss Dir recht geben, es findet auch m.E. eine Selektion von kritischen Beiträgen statt, aber nicht übers löschen sondern viel eher übers filtern. D.h. die Suchmaschinen zeigen es nicht mehr an. Langfristig ist das noch perfider als schnöde Zensur!

P.S.: Oben erwähnte Mediatheken sind IMO so schlecht nicht, mit dem Progi auf https://mediathekview.de/ kann man bei ganz vielen Sendern nach Beiträgen suchen.

Pen
Gast
Pen

Daniele Ganser im Gespräch. „Es ging nie um die Gesundheit. Es ging immer um Macht.“

https://www.youtube.com/watch?v=b5i0jU0LMFw

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Erklärungsversuch eines Spieltheoretiker im Kontext, m.E. wertvoll.

Drei mathematische Wege aus der Krise: Reproduktionszahl und politische Ansichten

Zoppo Trump
Gast
Zoppo Trump

„Lauterbach versuchte etwas, das ein Politiker nicht darf: Er reduzierte seine Haltung zur Corona-Krise auf den reinen (und seinen persönlichen) medizinischen Standpunkt.“ Dazu: „Ich denke, wir alle stecken fest, jeder mit seiner Position. Das kann ich leicht sagen, denn ich selbst habe inzwischen keine eindeutige mehr.“ -> eben. die totale Veerwirrung. Dadurch traut sich niemand mehr einen Standpunkt zu verteten und Entscheidungen zu treffen. Also verschanzen sich alle hinter der Unsicherheit des Unbekannten und machen mit im Spiel. So auch Lehrer meiner Kinder, von denen ich bisher viel gehalten habe. Alles wird abgewiegelt zum Schutze der Gesundheit, selbst wenn es… Weiterlesen »