Die Toten und die Lebenden danach

Von unseren Pflegehelden liest man jetzt häufig. Bürger und Politiker danken ihnen für ihren Einsatz. Auch Corona wird mal vorbei sein – was bleibt dann vom Dank? Ein noch rigiderer Sparzwang!

Eine Milliarde mehr, so sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier vor zwei Wochen bei Plasberg, spiele jetzt auch keine Rolle mehr. Richtig gehört: Auf die komme es gar nicht mehr an. Das ist eine schöne Großzügigkeit, die sich der Mann leistete. Sonst kannte man ihn da verhaltener. Es ging ihm in jener Talkshow um Finanzspritzen für kleine und mittlere Selbstständige. Seither rollt der Rubel, jeden Tag werden neue Milliardenpakete verabschiedet. Wenn auch sicher nicht ausreichend, um wirklich jeden zu retten.

Irgendwie ist das ja auch nachvollziehbar, dass man da was machen muss. Keiner soll schließlich vergessen werden, wie Markus Söder es formulierte. Aber das ist Beteuerung, damit lullt man die Menschen ein, damit sie sich an die Kontaktsperre halten. Vergessen werden aber diejenigen werden, die wir schon vor dieser historischen Krise vergessen haben. Eben auch Pflegekräfte. Denn wenn man mal betrachtet, wer da alles entschädigt sein will, bleibt da nur eine Einsicht: Ohne Spardiktat kriegen wir das nie mehr finanziert. Wie sagten die Neoliberalen einst: Wir leben über unseren Verhältnissen. Nie hat dieser Satz so gestimmt wie heute. Womöglich hat er sogar niemals vorher je so sehr gestimmt.

Reichensteuer und starker Staat: Kommt die große Umdenke?

Die Krise zeigt sich natürlich auch von ihrer klassistischen Seite. Man spricht nur nicht gerne darüber, selbst im linken Milieu schweigt man sich aus. Es geht um nicht weniger als um einen Burgfrieden. Tatsache ist aber, dass Unterschiede gemacht und aufgezeigt werden. Während das Justemilieu von den Besinnlichkeitschancen einer Kontakt- oder gar Ausgangssperre fabuliert, dabei in mit Gärten umsäumten Eigenheimen sitzt, 120 Quadratmeter überdachten und noch etliche Quadratmeter unüberdachten Bewegungsraum beansprucht, pendelt die Kassiererin nach wie vor zwischem ihrem Discounterarbeitplatz und ihrer Zweiraumwohnung.

Sie ist immerhin jetzt systemrelevant. Eine Position, die sie vor der Krise nicht innehatte. Da war sie diese lästige Person, die einen am Ende des Eikaufs ansprach und mit der man nichts zu tun haben wollte. Die Apologeten des Ausgangsdenunziantentums machen Homeoffice, sie können sich eine Welt ohne vor die Tür zu treten vorstellen. Sie handhaben das ja in normalen Zeiten schon mehr oder weniger so, the postman always rings twice.

Der Millionär indes, der im Nobelstadtteil lebt, ist fein raus. Denn von einer Reichen- und Vermögenssteuer war trotz freigesetzter Milliardenbeträge noch gar keine Rede. Man spricht von Solidarität, meidet aber die Metafrage der Solidarität zu stellen: Wer bezahlt das alles? Und: Wie machen wir es sozial finanzierbar? Stattdessen bittet man die Jungen, aus Rücksicht auf die Alten vernünftig zu sein, während man über Jahrzehnte den Jungen einbläute, dass die Alten ihr finanzielles Unglück seien. Die Realität gebiert zuweilen Grotesken, sowas denken sich Autoren nicht aus.

Der starke Staat findet zwar jetzt Anwendung. Er delegiert und setzt Verbote um. Etwas, was man in den letzten Jahren so gut wie gar nicht von ihm kannte. Aber ob diese Haltung nach der Krise bleibt, ob der Staat den Markt überall dort ersetzt, wo er jetzt zu Verwerfung führt: Fraglich! Speziell im Gesundheitswesen bleibt mehr als ein Fragezeichen. Noch tut man ja so, als wollte man danach zur Normalität zurückkehren. Was jedoch nur heißt: Mehr Wettbewerb, der Markt soll es richten.

Menschenleben gerettet! Menschenleben riskiert!

Eines ist gewiss: Irgendwann wird es normal weitergehen müssen. Was dabei »normal« bedeutet, kann man noch nicht ganz genau sagen. Man kann es aber erahnen: Gürtel enger schnallen. Enger denn je. Noch ein Loch weiter, notfalls stanzen wir mit der Ösenzange ein weiteres durchs Kitschleder. Wir müssen schließlich wettbewerbsfähig bleiben. In der Krise sagte die Kanzlerin, dass wir die »Einschränkungen annehmen« sollen. Im Grunde kannten wir solche Reden von ihr zuhauf. Das war stets ihr O-Ton. Gürtel enger schnallen, wettbewerbsfähig bleiben, Maß halten: So sagte sie halt vorher dazu. Und so wird sie es uns noch viel dringlicher nachher nahelegen.

Die Helden von heute, die beklatschten, für einen Gotteslohn anerkannten Pflegekräfte, wird man natürlich im Narrativ hochleben lassen. In der Realität fehlen jene Mittel, die vorher schon nicht für eine ordentliche Gewährleistung der pflegerischen Versorgung bereitgestellt wurden, umso mehr. Vielen Dank und gute Nacht!

Reden wir vom Sozialstaat. Von all den rettungslosen Pleitiers, den Unrettbaren und die vom Steuerzahler losgemachten Milliarden, die diese Ausfälle nicht auffangen werden können. Was heißt das für Arbeitslosengelder und Renten, für Leistungen für Eltern oder Freizeitangebote, für Bibliotheken und Schwimmbäder? Was heißt das insbesondere, wenn die jetzt ausgesetzte schwarze Null erneut zum Fetisch der Austeritätspolitiker wird?

Ohne jetzt dramatisch klingen zu wollen, kann man festhalten, dass die gute Absicht, zur Stunden Menschenleben retten zu wollen, in eine Situation mündet, in der Menschenleben riskiert werden. Nicht so direkt wie bei Covid-19, versteht sich. Wohl aber langfristig, mit Ansage. Die neuerliche Schwächung des Staates droht – und damit einhergehend die Privatisierung der Lebensverhältnisse und die Preisgabe sozialen Ausgleichs. Man kultiviert eine Armut, die man noch strikter an jene Sachzwänge verweist, die stets schon sehr beliebt waren, um in der Sache ausweichen zu können. Über Armut und Lebensqualität und Lebensdauer sollten wir reden, jetzt wo wir gerade mit der Rettung zahlreicher Leben beschäftigt sind. Über die Krise hinaus …

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Matthäus 25:29/30
Gast
Matthäus 25:29/30

Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

niki
Mitglied
niki

Ein Zitat aus dem Märchenbuch! Wer dran glaubt…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Na, an der Stelle trifft das Märchenbuch aber voll ins Schwarze.

niki
Mitglied
niki

Die Bibel ist eigentlich nichts weiter als ein Sammelsurium an frei erfundenen Geschichten… Das diese zur Grundlage einer Weltreligion wurde, genau wie alle anderen Buchreligionen, zeigt für mich nur auf wie vollkommen beschränkt die Menschheit doch ist…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Das sehe ich nicht ganz so.
In der Bibel sind durchaus historische Gegebenheiten verarbeitet, allerdings immer aus der Sicht des „auserwählten Volkes“ mit Fokus auf deren orientalische Kultur.
Durch die größtenteils erzwungene Übernahme dieser Religion und Kultur wurden u.A. europäische Traditionen ausgerottet und die Machtstrukturen geschaffen, welche die Masse dumm, demütig und abhängig halten.

Das Christentum wurde mittlerweile weitgehend durch den „Marktglauben“ ersetzt, es spielt aber für die Machtinhaber keine Rolle, ob die Kontrolle der Massen nun durch die Kirche oder die marktkonformen Chor-Medien erfolgt. Das Ziel ist das gleiche.

niki
Mitglied
niki

… die Machtstrukturen geschaffen, welche die Masse dumm, demütig und abhängig halten.

Ist das nicht der Sinn einer jeglichen Sekte?

Das Christentum wurde mittlerweile weitgehend durch den „Marktglauben“ ersetzt, es spielt aber für die Machtinhaber keine Rolle, ob die Kontrolle der Massen nun durch die Kirche oder die marktkonformen Chor-Medien erfolgt. Das Ziel ist das gleiche.

In der Tat!

Loco
Gast
Loco

Wie war das nochmal mit dem „Geist geistloser Zustände“?

Meine These zu diesem Thema ist ebenfalls, dass die Wirtschafts“wissenschaften“ die Theologie als Leitideologie beerbt hat…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Ist das nicht der Sinn einer jeglichen Sekte?

Nicht unbedingt, siehe den Budhismus.
Da geht es nicht um die Macht einer Religionsgemeinschaft und die Unterordnung der Gläubigen, sondern um die persönliche Entwicklung des Individuums.
Es gibt dort keine Zwangsmitgliedschaft per frühkindlicher Taufe und auch keine Restriktionen bei späterer Abkehr.

niki
Mitglied
niki

Eine freie Religionsgemeinschaft droht nicht mit der Hölle oder anderen Unbill, wenn man diese verlässt…
Alles andere sind Sekten…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Eben, drum habe ich ja den Budhismus erwähnt.
Die Hölle ist auch nicht das Problem, an die muss man ja nicht glauben, aber sog. Apostaten wurden schlicht umgebracht.

Loco
Gast
Loco

Matthäus 25:29/30

Ist das die Bibelversion der alten Binsenweißheit „Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen“?

ChrissieR
Gast
ChrissieR

…oder “ Fett schwimmt immer oben“

…wieso denk ich jetzt spontan an Altmaier???

Guude

Christine

Loco
Gast
Loco

Der ist auch nicht schlecht XD
Lachen tut gut in dieser beschissenen Zeit in der wir leben.

Dank dir Chrissie 🙂

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@ChrissieR

Aber, aber Chrissie, was kann der arme Mann dafür, dass er breite Rippen bis zum Steiss hat? 🙂

ChrissieR
Gast
ChrissieR

Geil…breite Rippen!

Ich hab auch schwere Knochen, lange Haare und viel Scheiss im Kopp..bringt alles Kilos auf die Waage…

PlingPlong
Gast
PlingPlong

Ich finde es fast unerträglich, wie die immergleichen Kommentaristen auf diesem Block ständig vom Thema abweichen. Handelt es sich dabei nicht mal um sachdienliche Ausschweifungen sondern Auswürfe auf Kindergartenniveau. Ehrlich Leute IHR NERVT!!!!

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@PlingPlong

Es steht dir doch völlig frei, seriöse Beiträge zu bringen oder das Generve einfach zu ignorieren.

niki
Mitglied
niki

Ein Umdenken? Unwahrscheinlich! Wenn die Krise denn vorbei sein sollte 2021, kommen pünktlich die BTW und die CDU/CSU wird wohl mit 35%+x als Krisengewinnler dar stehen… Und dann wird sich rein gar nichts ändern… Es wird gefeiert, dass so viel „gespart“ wurde… Die Begründung dazu wird sein, denn nur so hat man sich das leisten können. Was natürlich der größte Unsinn aller Zeiten ist… Trotzdem wird von vielen das denen so abgenommen! Vielleicht gibt es dann kleine aber gesellschaftlich irrelevante Änderungen in der Notfallvorratshaltung für Pandemien oder ähnliches. Aber Grundlegendes wird sich nicht tun. Dafür wird dann wieder an den… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Die nächste Befürchtung wird sein, dass in der Krise ein paar Überwachungsgesetze beschlossen werden, die in normalen Zeiten niemals durchgekommen wären, und dann auch bleiben!

Ich fürchte das die Pandemie zur rechten Zeit kam um die CDU/CSU „zu retten“…

Klar, das Virus ist der Retter des Neoliberalismus mit seiner hausgemachten Rezession.
Man kann es nicht verklagen oder abwählen, auch wenn es jetzt an Allem Schuld trägt.

Wer wird sich da nach der Krise von einer aufmüpfigen Bevölkerung die Butter vom Brot nehmen lassen?

Loco
Gast
Loco

Das ist grade das Perverse am Neoliberalismus:
Krisen, egal welcher Natur, sind für diese zerstörerische Ideologie eine willkommene Chance ihren Einfluss auszubauen.

Wer erinnert sich noch an „Die Schockstrategie“ von Naomi Klein?
Ich bin mir sicher, dass als Nachgeburt der jetzigen Pandemie weitere neoliberale Angriffe auf unser Allgemeinwesen folgen werden – selbstverständlich getarnt als „vernünftige“ Reaktion auf die gesellschaftlichen, ökonomischen und zwischenmenschlichen Verwüstungen, welche Corona hinterlassen hat. Das alles wird uns dann ein weiteres Mal als „alternativlos“ verkauft…

reinard
Mitglied

DAS ist wohl der Artikel, auf den ich gewartet habe. Einer, der sich nicht im Schmäh von Wissenschaftlern ergeht, sich nicht in der Kritik an zweifelsfrei aber zwangsweise faulen Zahlenreihen festfrisst. Klare Ansage!

Defi Brillator
Gast
Defi Brillator

Wo wart Ihr denn bei den Montagsdemos vor 15 Jahren, als es um genau diese Fragen ging? Arbeiten oder?

Robbespiere
Gast
Robbespiere

gelöscht

niki
Mitglied
niki

Ich war nicht arbeiten, sondern in Hannover auf den Montagsdemos… Solange bis uns die Bullen unter fadenscheinigen Gründen mehrmals prügelnd zur Aufgabe nötigten…
Aber da kann ich nur von mir sprechen…

Pen
Gast
Pen

Weder die EU, noch Deutschland haben in Italien geholfen, sondern Chinesen und Russen, und sie tun es noch. Weit davon entfernt, dankbar oder gar beschämt zu sein, beklagt sich der Westen nun über die Einflußnahme dieser Staaten. Was wollen sie dagegen setzen?

Vielleicht entsteht ja etwas Ähnliches wie zu DDR Zeiten, als Westdeutschland, um sich als das bessere System darzustellen zum Sozialstaat wurde?

Heike
Gast
Heike

Pen,inzwischen helfen BRD, Frankreich, Österreich, Polen, Tschechiche Republik,auch die US Army.Enttäuscht bin ich von den Pfeffersäcken aus den Niederlanden, die Sukrams lieben die Niederlande warum wohl?

Defi Brillator
Gast
Defi Brillator

Die helfen nicht. Die andern schon. Warum ist das so?

Pen
Gast
Pen

Wer gegen das kriminelle Verhalten derer, die unser vorbildliches Gesundheitssystem kaputtgespart haben, etwas tun will, kann diese Petition unterschreiben.

https://www.gemeingut.org/civi-public/?page=CiviCRM&q=civicrm%2Fpetition%2Fsign&sid=27&reset=1

Sukram71
Mitglied
Sukram71

@Pen Dass empfohlen wird Krankenhäuser zu schließen bzw zusammen zu legen, hatte ich gelesen. Weil das bestehende KH-System zu kleinteilig und wenig effizient sein soll und die Ausstattung mit Spezialisten nicht überall gleich gut ist. ZB ist es heute offenbar teils Glückssache, ob in eimem Krankenhaus gerade ein Herzspezialist im Dienst ist, wenn man dort mit Herzinfarkt eingeliefert wird. Da geht es um Minuten und um Leben und Tod. Also vielleicht (!) besser weniger große Krankenhäuser mit Top-Ausstattung in denen jederzeit erfahrene Spezialisten für Herzinfarkte, Schlaganfälle oder auch resistente Keime Dienst haben, als viele kleine KH, in die man mit… Weiterlesen »

Heike
Gast
Heike

Geh verbuchen

Mordred
Mitglied
Mordred

Mein Gott Markus. Willst Du bei Bertelsmann eingestellt werden? Weniger Krankenhäuser bedeutet immer längere Fahrzeiten, was wesentlich schlimmer sein dürfte, also ob da erst der Oberspezialist manchmal ein paar Minuten später eintrifft. Es geht da knallhart um Effizienz, also um Kohle und nicht um Effektivität.

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Pen, hier kann man lesen, worum es bei der Sache überhaupt geht:
https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-07/bertelsmann-stiftung-kliniken-krankenhaus-studie-schliessung

Da tut sich während der Corona-Krise aber sowieso nichts und auch danach, wird man das genau überlegen. Man schließt auch nicht mal eben so hunderte Krankenhäuser. Die ganze Petition ist völliger Schwachsinn.

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram71

Bertelsmann-Stiftung…….ganz großes Kino.

Nashörnchen
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Nashörnchen

Petition, die (m/w/d), Substantiv:
Drei zwielichtige Gestalten stellen krude Behauptungen auf, die sie durch nichts belegen, um damit Daten zu sammeln, für die sie keinerlei Verwendungszweck angeben.

Tjanun…

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Ihr geht reflexartig davon aus, dass die jetzt ausgegebenen Milliarden nach der Krise im Gesundheitssektor eingespart werden. Da ist das letzte Wort aber noch lange nicht gesprochen. Und über ungelegte Eier soll man sich bekanntlich nicht aufregen. Zumal auch die Staatsschulden- und Eurokrise wiederkommen wird. Da werden wir an großen europäischen Lösungen wohl eh nicht vorbeikommen. In Zukunft geht’s eh noch ums Grundsätzliche. Bei der Suche nach vermeintlichen Aufregerthemen dreht ihr sowieso ständig und wirklich alles und jedes mit aller Gewalt ins Negative. Aber weder ist unser Gesundheitssystem in der Vergangenheit kaputtgespart worden – da reicht ein kurzer Blick ins… Weiterlesen »

Mordred
Mitglied
Mordred

Ihr geht reflexartig davon aus, dass die jetzt ausgegebenen Milliarden nach der Krise im Gesundheitssektor eingespart werden.

Ersetze reflexartig mit aus Erfahrung. War ja nie anders.

Aber weder ist unser Gesundheitssystem in der Vergangenheit kaputtgespart worden – da reicht ein kurzer Blick ins benachbarte Ausland von Spanien

Wie wäre es, das mit Schland von vor 30 Jahren zu vergleichen anstatt mit Ländern, wo es eh noch nie auf unserem Niveau war? Nach Deiner Argumentation braucht es ja immer nur ein Land, wo es noch schlechter läuft. Und wenn wir dann auf dem Level von Südeuropa angekommen sind, vergleichen wir uns halt mit Afrika.

Heike
Gast
Heike

Wieso geht ihr auf den Sukram ein!

Heike
Gast
Heike

Mordred, Angie ist regiwrungskritischern als dieser Bonner Besserwisser, einfach Ignorieren, besser für alle!Der Mann ist weniger grün, eindeutig, als er an Frauen interessiert ist!

Sukram71
Mitglied
Sukram71

@Mordered Vor 30 Jahren gab es in Deutschland deutlich weniger Intensivbetten als heute. „Vorhaltung und Nutzung von Intensivkapazitäten stiegen unabhängig von der Hausgröße in den letzten 2 Jahrzehnten in Deutschland kontinuierlich.“ Das ist ein anhaltender Trend: https://cdn.statcdn.com/Infographic/images/normal/21122.jpeg Außerdem finde ich schon, dass der Vergleich mit anderen vergleichbaren Ländern taugt, um sich selber einzuordnen. Deutschland hat mehr als doppelt so viele Intensivbetten, wie der europäische Durchschnitt. Also wir haben in der Corona-Krise – viel mehr dafür wichtige Intensivbetten als vor 30 Jahren und – sehr viel mehr Intensivbetten je Einwohner als die meisten andern Länder in Europa oder auf der Welt. Aber… Weiterlesen »

Mordred
Mitglied
Mordred

Vor 30 Jahren gab es in Deutschland deutlich weniger Intensivbetten als heute.

Du bist Rosinenpicker. Lächerlich.

Außerdem finde ich schon, dass der Vergleich mit anderen vergleichbaren Ländern taugt, um sich selber einzuordnen. Deutschland hat mehr als doppelt so viele Intensivbetten, wie der europäische Durchschnitt.

Bullschitt. Nur wenige Länder sind mit Schland vergleichbar. Südeuropäische definitiv nicht. Und warum Du das so findest, anstatt Schland mit sich vor 30 Jahren zu vergleichen weißt auch nur Du. Aber ich ahne es: Außer den o.g. Intensivbetten hast Du keine Rosinen mehr gefunden. Lol. 🙂

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram71 Zumal auch die Staatsschulden- und Eurokrise wiederkommen wird. Sicher und warum ist das so? Weil a.) die Bankenkrise nie gelöst wurde und die Zockerbuden munter weiter spekulieren, weil der Steuerzahler bzw. beim Bail-in der Gläubiger ( also auch dr Bankkunde ) sie ja wieder raushauen soll und die EZB ständig frisches Geld in ansonsten marode Banken pumpt. b.) der deutsche Merkantilismus im Euro dafür gesorgt hat und sorgt, dass die Partnerländer gegen die niedrigen Lohnstückkosten Deutschlands, die Schröder mit Hartz4 und Agenda 2010 verursacht hat, von den Partnerländern nur durch extreme Sparmaßnahmen auf Kosten u.A. des Sozialwesens erreicht werden… Weiterlesen »

Heike
Gast
Heike

Werter Robbe, Du bist ein Guter, warum verschwendest Du Kräfte?

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Heike

Weil ich nicht will, dass der Jeck wg. seiner verqueren Weisheiten am Endo noch zum Kölner Erzbischof gewählt wird. 😀

Heike
Gast
Heike

Mein lieber Großvater, eine mich prägende Gestalt, sagte immer sinngemäß , ein Mann solle nicht gegen den Wind pinkeln, würde zurückkommen, bin eine Frau, verstand es lange nicht! Er meinte, dass es keinen Sinn machen würde, mit Menschen zu debattieren, welche die Debatte nicht wert seien und man die Energie für etwas Besseres verwenden sollte! ich hätte es etwas feiner ausgedrückt !😎😜
Du kannst noch 28 Jahre mit Sukram diskutieren, ihr werdet nicht annähernd auf einen Nenner kommen, besser Energie sinnvoller verwenden!
Schönen Abend und bleibt mir gesund

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Werter Robbe, Du bist ein Guter, warum verschwendest Du Kräfte?

Dann lass dich in ein Parlament wählen und diskutiere nur noch dort, wo es einzig was bringt. 😉

Heike
Gast
Heike

oh, ich sitze schon in einem Stadtrat! Du auch?

niki
Mitglied
niki

Ach deswegen geht es da drunter und drüber?!?

*Prust*

‚tschuldigung… Aber der Joke musste sein!

Heike
Gast
Heike

Niki?

Heike
Gast
Heike

Niki im Fahrradladen, andere halt engagiert

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Heike, die arme Stadt! 🤣

Heike
Gast
Heike

Logisch, dass sich ein Sukram nicht engagieren würde! Da zählt leider nur der eigene Lustgewinn und Vergnügen!

Sukram71
Mitglied
Sukram71

@Robbespiere die Bankenkrise nie gelöst wurde Weil man die Bewältigung der Bankenkrise nicht europäisch organisiert hat, sondern jedes Land seine eigenen Banken retten musste. Das hat viele Staaten überfordert und so ist daraus eine Staatsschulden- und dann eine Euro-Krise geworden. und die EZB ständig frisches Geld in ansonsten marode Banken pumpt. Die Banken sind deshalb so wichtig, weil sie Privatkunden, der Wirtschaft und dem Staat Geld zur Verfügung stellen. Deshalb kann man die Banken in unserem System nicht einfach pleite gehen lassen. Das wäre dann noch sehr viel teurer. Vielleicht kann man das System mal ändern, aber eben nur mit… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram71

Was das deutsche Gesundheitssystem betrifft, stimme ich Mordred voll zu.

Keine Ahnung, was der schreibt

Eben, „Keine Ahnung“ ist die Basis deiner Kommentare.

Sukram71
Mitglied
Sukram71

@Robbespiere Mag sein. Fest seht nur: – Das deutsche Gesundheitssystem scheint trotz Sparmaßnahmen im Vergleich nicht soo schlecht zu sein, sondern sogar relativ gut. – Die Bundesregierung stellt aktuell Menschenleben *vor* Wirtschaftsinteressen, weil sie nicht auf Typen wie Wodarg hört. – Dank niedriger Staatsverschuldung durch die „schwarzen Null“ ist der oben befürchtete starke Sparkurs zukünftig vielleicht gar nicht erforderlich. – Die wiederaufflammende Staatsschulden- und Eurokrise muss diesmal gesamteuropäisch und solidarisch gelöst werden, sonst kommen wir da nie heraus. – Ne Auflösung des Euro würde bestehende Probleme für die Beschäftigten und die „kleinen Leute“ nur stark verschlimmern. Alle würden verlieren. Das… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

Also dir haben se wirklich ins Gehirn geschissen und danach kräftig noch verquirlt…

Das glaubst du…?!

Und vor allem dass die schwarze Null zu irgendwas gut war, außer für reichlich Verwerfungen? meine Fresse… !
Kopf —-> Tischkante…

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Und vor allem dass die schwarze Null zu irgendwas gut war, außer für reichlich Verwerfungen? meine Fresse… ! Kopf —-> Tischkante… Die Welt ist eben nicht nur schwarz weiß und alles hat Vor- und Nachteile. Ich fand und finde die „schwarze Null“ auch falsch. Aber man muss eben anerkennen, dass die niedrige deutsche Staatsverschuldung durch die schwarze Null in der jetzigen Krise ein Vorteil ist, weil der Bund nun sehr günstig schnell sehr viel Geld leihen kann, um die Verwerfungen durch die Krise auszugleichen. Da hatten die Verfechter der schwarzen Null mit ihrer Vorsicht recht. Für beide Sichtweisen gab es… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

Also ist es der Schwarzen Null zu verdanken, dass wir uns das leisten können… Geil: Wir sparen alles kaputt, müssen nun erheblich teuerer alles nachkaufen/produzieren lassen und gleichzeitig können wir nicht einmal essentiellen Schutz für die Pflege- und der vielen anderen wichtigen Kräfte die uns durch die Krise bringen… Hätte man vorher viele neue Schulden gemacht, dann wäre der oben befürchtete Sparkurs auf Kosten der kleinen Leute viel wahrscheinlicher, weil man nicht so einfach oder nur teuer noch mehr Schulden machen könnte. Das Problem haben andere EU-Länder. Und die durch Deutschland erzwungene Austerität der Länder wie Spanien und Italien hat… Weiterlesen »

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Ach Leute,…
Ich finde Austerität und schwarze Null auch nicht gut, aber selbst das hat *auch* Vorteile. Ihr seht ständig alles immer nur schwarz-weiß und tut so, als würde alles aus reiner Boshaftigkeit gemacht. 🙄

Eine niedrige Staatsverschuldung hat aber eben auch Vorteile.

Und wenn ein Gesundheitssystem in der Krise fast dreimal (!) so viel dringend benötigte Intensivbetten mobilisieren kann, wie der Rest Europas und fast jedes andere Land auf der Welt, dann wurde da nichts kaputt gespart. 🙄 🤣

Ihr wollt einfach alles nur schlecht sehen, um irgendwem die Schuld an eurer persönlichen Unzufriedenheit zu geben…

Mordred
Mitglied
Mordred

Ihr seht ständig alles immer nur schwarz-weiß und tut so, als würde alles aus reiner Boshaftigkeit gemacht.

Junge! Boshaftigkeit? Lol. Ich schmeiß mich weg. Haben Systeme wie der Kapitalismus etwa irgendeine Form von Moral? Meinst Du, dass das Primärziel einer privaten Unternehmung (=Gewinnmaximierung unter Nebenbedingung des Unternehmenserhaltes) irgendwie auf einer Skala böse bis gut gemessen werden kann? Mein lieber Scholli…

Ihr wollt einfach alles nur schlecht sehen, um irgendwem die Schuld an eurer persönlichen Unzufriedenheit zu geben…

Setz Dich bitte mit den sachlichen Argumenten vernünftig auseinander. Es hat null Sinn, persönliche Befindlichkeiten einzubinden.

Mordred
Mitglied
Mordred

Aber man muss eben anerkennen, dass die niedrige deutsche Staatsverschuldung durch die schwarze Null in der jetzigen Krise ein Vorteil ist, weil der Bund nun sehr günstig schnell sehr viel Geld leihen kann, um die Verwerfungen durch die Krise auszugleichen.

Komplett falsch, also die Bezüge zueinander. Vielleicht liest Du Dich zunächst einmal in die Begrifflichkeiten ein bevor Du sie in Zusammenhänge bringst.

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram71

– Dank niedriger Staatsverschuldung durch die „schwarzen Null“ ist der oben befürchtete starke Sparkurs zukünftig vielleicht gar nicht erforderlich.

Hier mal eine kleine Anregung zum Tema:

https://makroskop.eu/2020/03/alte-dogmen-blockieren-wirksame-loesung/

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Rob, das ist kostenpflichtig.
Aber ich denke schon, dass die ökonomischen Folgen der Krise enorm sein werde.

Und der Sachverständigenrat der Bundesregierung macht ein bisschen auf Optimismus, weil er die Leute nicht noch zusätzlich depremieren will.
Das wäre ja nu auch kontraproduktiv und die Zukunft kann sowieso niemand vorher sagen

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram71

Dieser Artikel ist nicht kostenpflichtig, manche andere schon, schließlich kosten Recherchen auch Geld.
Beim Öffnen der Seite erscheint ein Fenster, welches mit einem Klick verschwindet.
Danach den Artikel auswählen und im blauen Feld unten auf „Weiter zum Artikel ankklicken.

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Rob, du hast Recht, ich hab nur falsch geklickt. 🙂 Der Makroskop-Artikel fordert ua eine Tilgung der für die Corona-Krise neu aufgenommenen Staatsschulden innerhalb von 50 oder gar 500 (!) Jahren und nicht von 20 Jahren, wie es der Bundestag beschlossen hat. Und wer soll bitte Bundeswertpapiere, mit einer Laufzeit von 500 Jahren kaufen? Du kannst der Bundesrepublik ja dein Geld für 500 Jahre leihen. Das bekommen dann (vielleicht) deine Urururururenkel wieder zurück. ☺️ Bisher gibt es Bundeswertpapiere zwischen 6 Monaten und 30 Jahren, weil die Leute (und selbst Fonds) ihr Geld vermutlich zu Lebzeiten wieder haben wollen. Selbst 30… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram71

Und wer soll bitte Bundeswertpapiere, mit einer Laufzeit von 500 Jahren kaufen?

Aus dem Text:

Deswegen sollte die EZB auch offiziell das Mandat bekommen, die Zinsen der Euro-Mitgliedsländer niedrig zu halten, und sich bereit erklären, uneingeschränkt staatliche Anleihen aufzukaufen. Die EZB muss garantieren, dass alle staatlichen Anleihen im Euro-Raum risikolos sind.

Geht das jetzt unter deine Narrenkappe?

Sukram71
Mitglied
Sukram71

@Rob Die Makroskopen kritisieren ausdrücklich, dass der Bundestag beschlossen hat, die neuen Kredite innerhalb von 20 Jahre zu tilgen. Die Linke hat 50 Jahre gefordert, die Makroskopen schlagen 500 Jahre vor. Dann nennt man das aber nicht „leihen“ sondern „schenken“. Muss man Linken offenbar erklären. ☺️ Um dem Grundgesetz Genüge zu tun, hätte man hineinschreiben sollen, die Tilgung erfolge in den nächsten 500 Jahren (die Linke hat immerhin 50 Jahre vorgeschlagen Die Makroskopen philosophieren über Denkfehler, und raffen selber nicht, dass der Staat keine Kredite bekommt, wenn er die erst in 500 Jahre zurückzahlen will. Noch nicht mal vom der EZB,… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Sukram71

Der Knackpunnt is der, dass Staatsanleihen überhaupt auf dem Sekundärmarkt verkauft werden müssen.
Andere Länder lassen das direkt über die Zentralbank laufen.
Wie lange die dann in deren Bilanz stehen, ist völlig egal.
Zinsen sind auch egal, weil die Überschüsse der Zentralbank ja sowieso an den Staatshaushalt gehen.
Hier wird nur ein zusätzliches Geschäftsfeld für die Finanzwirtschaft offen gehalten.

Sukram71
Mitglied
Sukram71

@Rob

Der Knackpunnt is der, dass Staatsanleihen überhaupt auf dem Sekundärmarkt verkauft werden müssen.

Stimmt. Das kann aber nicht mal eben der Bundestag ändern.

Andere Länder lassen das direkt über die Zentralbank laufen.

Aber nicht in der Eurozone.

Über die Zentralbank wäre das wahrscheinlich besser. Stimmt. Vorausgesetzt undisziplinierte Staaten geben auf diese Weise nicht unbegrenzt Geld aus (zB für Krieg) und erzeugen so ne Inflation, wie das vir 100 Jahren mal war.

Das ist vielleicht heutzutage unbegründet, aber ganz sicher bin ich da nicht.

Mordred
Mitglied
Mordred

@Markus: Die Makroskopen kritisieren ausdrücklich, dass der Bundestag beschlossen hat, die neuen Kredite innerhalb von 20 Jahre zu tilgen. Die Linke hat 50 Jahre gefordert, die Makroskopen schlagen 500 Jahre vor. Dann nennt man das aber nicht „leihen“ sondern „schenken“. Muss man Linken offenbar erklären. Alta! Man fragt sich echt, was und wo Du liest und wie Du dann darauf kommst, mit dieser Nichtbildung hier aufzuschlagen 🙂 Denk doch mal nach, anstatt das neoliberale Gewäsch 1:1 nur wiederzukäuen. Während der Laufzeit der Kredite bekommt der Kreditgeber einen Zins und geht sicher, dass dieses verliehene Geld nicht bspw. durch eine Vermögenssteuer… Weiterlesen »

Mordred
Mitglied
Mordred

Eben, „Keine Ahnung“ ist die Basis deiner Kommentare.

So iset.

Drunter & Drüber
Gast
Drunter & Drüber

Für die Einen und die Anderen:

Sound Of Noise – Doctor, Doctor