Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug …

Ab 2020 wird die Deutsche Bahn Kartenzahlung in ihren Bordrestaurants ermöglichen. Jetzt geht es Schlag auf Schlag mit der Zukunft. Mittlerweile hört sich das Unternehmen an wie das ZK von einst: Von gestern, aber siegesgewiss.

So lange ist das noch nicht her, da hat sich die Deutsche Bahn ein bisschen großzügig vor die Öffentlichkeit gestellt und verkündet, dass in ihren Intercity-Express-Zügen künftighin auch kostenfreies Internet geboten sein wird. Anfang 2017 war das. Vorher hat man für eine nicht sonderlich stabile Verbindung richtig Geld hinlegen müssen. Teilweise musste man für zwei Stunden mobile Zeit acht Euro berappen. Was Reisende im Laufe vieler Jahre da in ihre Erreichbarkeit gesteckt haben, kann man sich ausrechnen.

Aber vor knapp drei Jahren war das alles vorbei, da kam die Bahn an. Nicht immer am Bahnhof zwar, aber wenigstens in der Zukunft, im technologischen Utopia. Damit warb sie dann auch großkotzig, als ob ein Internetzugang 2017 noch etwas war, was man sonst nirgends bekam.

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aquadraht
Gast
aquadraht

Prinzipiell gibt es ja gewiss bei der Bahn wie bei der „Zukunftsfähigkeit“ der Gesellschaft etliches zu bemängeln. Aber an diesem Artikel auch. Aber diese Beispiele sind reichlich verkehrt gewählt. Sie zeigen auch, dass Roberto nicht besonders oft Bahn fährt oder gefahren ist. So gibt es Kartenzahlung in den Speisewagen der Bahn seit den achziger Jahren, aber halt nicht mit EC-Karte (ausser dieser Cash-Aufladung, die es meines Wissens gar nicht mehr gibt), sondern mit Kreditkarten. Die haben seit über einem halben Jahrhundert auch offline funktioniert, und viel ressourcenschonender, mit dem Durchnudeln durch das Stempelteil, der Unterschrift, und dem gelben Zettel. Das… Weiterlesen »

Folkher Braun
Gast
Folkher Braun

Das Elend der Bahn begann vor 60 Jahren, als sie die Reparatur der Kriegsschäden selber bezahlen durfte. Dagegen bekam der Straßenverkehr mangels Steueraufkommen sein neues Netz gratis. Die Güterbahn durfte sich dann mit der sozialen Schmutzkonkurrenz des Straßengüterverkehrs herumschlagen. Den Kampf hat sie verloren. Der größte Fehler war der Privatisierungsversuch, wodurch der Laden kaputtgespart wurde. Nicht mal die nötigen Ersatzinvestitionen wurden getätigt. Sehe ich mir den Waggonpark an: das ist alles Schrott (war früher mal Hilfs-Waggonreparierer). Und ist es kein Schrott, gehört der nicht der Bahn.) Tausende von Brücken marode, Stellwerke veraltet, an den Weichenheizungen gespart und gibt es etwas… Weiterlesen »

Hartmut
Gast
Hartmut

Aber es gibt so einige, die immer wieder behaupten, dass unsere politische und wirtschaftliche Führung von heute schon ein wenig so reagiert, wie jene Greise aus dem Politbüro. Man faselt sich die Zukunft schön, strahlt Siegesgewissheit aus

Falls jetzt einige ältere Ostdeutsche, die den Vergleich aus eigener Lebenserfahrung „jenseits“ und „diesseits“ nachvollziehen können, jetzt zustimmend heftig nicken, könnte das Zufall sein – oder auch nicht. 😉