Im ICE wie zu Hause fühlen

Nach welchen Kriterien die Deutsche Bahn die Personen auf ihrer Eingangsseite ausgewählt? Richtig: Das hat neulich schon einer gefragt – Boris Palmer nämlich. Die Frage zur ICE-Werbung hatte durchaus Berechtigung – leider hat er in der Argumentation verkackt.

Eigentlich hat Boris Palmer vor einigen Wochen eine berechtigte Frage gestellt: Nach welchen Kritierien wählt die Deutsche Bahn die Personen aus, die für sie werben dürfen? Schnell hat man ihn deshalb bedrängt, er würde hier glasklaren Rassismus betreiben. Immerhin kritisiert er die Entscheidung der PR-Abteilung der Bahn, unter anderem einen schwarzen TV-Koch oder eine türkischstämmige TV-Moderatorin als Werbeträger auszuwählen. Palmer reagierte auf die Vorwürfe ungelenk, ließ sich in die Ecke drängen und hielt offen, ob er seine Frage genau so gemeint hatte – oder vielleicht doch nicht anders.

Denn wie Palmer frage ich mich ja dasselbe. Ach Quatsch, doch nicht weil da ein dunkelhäutiger TV-Koch in ein Brötchen beißt oder ein ehemaliger Formel-1-Weltmeister verträumt aus dem ICE-Fenster guckt. Mich treibt dieselbe Frage ganz anders an. Warum zum Henker beißt ein Koch von Format in so ein ICE-Klebebrötchen für fünf Euro aufwärts? Und der will mir morgen als Gourmet die große Kochschule näherbringen? Nico Rosberg hat auf mancher Piste 300 Sachen oder mehr auf den Tacho gebracht – ein ICE kann das auch. Theoretisch. Aber die meisten Strecken erlauben diese bahnbrechende Geschwindigkeit gar nicht. Gut, ich gebe zu, in diesem Falle kann ich die Kriterien der Deutschen Bahn, Herrn Rosberg zu engagieren verstehen: Er verleiht dem lahmen Unternehmen suggerierte Megamobilität.

Ein Plakat gibt es, da soll wohl ein Europaabgeordneter zu sehen sein. Wahrscheinlich spielt der Glatzkopf, der seinen Brillenbügel frisst, nur einen solchen Volksvertreter. Man könne entspannt arbeiten im ICE, heißt es. Dass der Mann Abgeordneter sein soll, wird auf den Plakaten, die in den Bahnhöfen angebracht sind, erst so richtig deutlich – im Netz ist er nur ein Banker oder Versicherungsheini. Aber vor Ort am Bahnhof wirbt man damit, kostengünstig nach Brüssel zu kommen. Und gleich drunter arbeitet der Mann entspannt vor sich hin.

Das RTL-Sternchen Nazan Eckes genießt währenddessen das Entertainment-Angebot im ICE – ich wusste gar nicht, dass es das gibt. Das wäre auf alle Fälle neu. Wahrscheinlich soll das heißen, dass man sich selbst Unterhaltsames mitbringen muss, um Unterhaltbares konsumieren zu können. Toll, wie die Bahn mitdenkt. Auf dem letzten dieser werbestrategischen Fünferserie kuschelt dann noch eine Mama mit ihrem Wonneproppen. Im Familienbereich eines ICE. Dieser Bereich besteht allerdings nur aus üblichen Vierersitzen, die mit einer Banderole markiert werden und die auch von anderen Reisenden jederzeit gebucht und benutzt werden dürfen: Die langweiligste Familienzone der Welt.

Soviel zur Beschreibung. Worauf ich allerdings hinauswill: Das sind – bis auf die Mama – eigentlich Leute, die man so eher selten als Fahrgast in einem Zug trifft. Das nimmt der Betrachter den glücklich dreinblickenden Testimonials einfach nicht ab. Spontan habe ich mich nämlich dasselbe wie Palmer gefragt. Mein Gedanke ging aber weiter: Dass man uns da Leute als glückliche Bahnreisende vorsetzt, die die Bahn ganz sicher nicht täglich benutzen, halte ich für Realitätsverleugnung. Nico Rosberg ist bestimmt nicht täglich zu seinem Rennstall gependelt. Und das ZDF lässt ihre kleinen Berühmtheiten schon mal im Dienstauto abholen. Wieso Nelson Müller also expliziter Bahnexperte sein soll, erschließt sich mir nicht.

Überhaupt dieser vermittelte Eindruck, wonach man in aller Geräumigkeit eine Reise genießen kann. Das Gedränge ist freilich hinter dem Fotographen zu suchen. Häufig rollen ICEs mit weniger Waggons in den Bahnhof ein. Dann stehen die überzähligen Reisenden in den engen ICE-Gängen herum. Wirklich entspannt so eine ICE-Fahrt, oder nicht? Von all den anderen Abenteuern gar nicht erst zu sprechen.

Die Menschen nehmen ihre Bahnfahrten in der Regel ganz anders wahr, als sie auf Hochglanzplakaten beworben werden. An sich ist das nicht verwerflich, Werbung geht nun mal so – keiner lässt sein Produkt als unzulänglich an den Mann bringen. Bei der Bahn ist das aber anders. Es gibt in diesem Lande millionenfach schlechte Erfahrungen und Ärgernisse. In einem verspäteten ICE zu sitzen oder am Bahnsteig zu stehen und zu erfahren, dass der Fernzug der Wahl heute mal ausfällt und dabei zuzusehen, wie die Prominenz selig eine Zugfahrt genießt, verbittert die Bahnreisenden. Es lässt sie fragen: Nach welchen Kriterien macht man hier Werbung und nach welchen sucht man Werbeträger aus?

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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ChrissieR
ChrissieR
3 Jahre zuvor

Guude, Roberto!

Also nur mal ne Idee….Nico Semsrott auf dem Weg nach Brüssel im Regionalexpress…😂

Werbung ist halt immer daneben! Unsere Firma suchte auf grossen Plakaten nach Busfahrern mit dem Slogan „Alltagshelden gesucht!“ und zeigte Typen und Frauen in Superman-Outfit und Pose! Was haben wir da gelacht!!!!

Im wirklichen Leben wurden wir wie der letzte Dreck behandelt (von der Kundschaft) und für einen knappen Lohn ans Limit getrieben….

Alloah

Christine

Roberto De Lapuente
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

Ich kenne die Werbeaktion.
Mehr ärgert mich die, die in der Frankfurter U-Bahn hängt. Da steht sinngemäß: Wir fahren jetzt auch nachts für Sie. Daneben ein Bild vom Oberbürgermeister Feldmann, wie er die Bahn lenkt. Zum Nachtfahrbetrieb gibt es einige solcher Bilder. Immer sitzt Feldmann an der Steuerung. Fährt der Kerl etwa die ganze Nacht durch? Wieso schmückt der sich mit fremden Federn? Das macht mich sauer.

Kopfschüttel
Kopfschüttel
3 Jahre zuvor

Seit sich Frauen auf Motorhauben räkeln und dem Käufer suggerieren: wenn du diesen Untersatz kaufst, kriegst du auch diesen Schlitten dazu: verkommt Wärbung immer mehr zum Nonsens!

Leider, leider eine milliardenschwerde, gigantisch aufgeblähte Wärbeindustrie und m.E. gefährlich dazu, die direkt oder indirekt vom Fußvolk bezahlt wird!

„Die lügen wie gedruckt“, zwangsbezahlt! Das ärgert mich immer!

Mein Vorschlag seit langem: Deckelung: pro Firma dürfen nur 2 000 000 (da lass ich mit mir streiten) ausgegeben werden….

(Lieber dieses Geld in Menschen-Betreuer investieren!)

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Kopfschüttel
3 Jahre zuvor

Seit sich Frauen auf Motorhauben räkeln und dem Käufer suggerieren: wenn du diesen Untersatz kaufst, kriegst du auch diesen Schlitten dazu: verkommt Wärbung immer mehr zum Nonsens!

Streiche „diesen Schlitten“ setze „diese Schnitten“! Und „Wärbung“ heißt es nur dann, wenn Bären vorkommen, die Man allerdings auf Autohauben eher weniger sehen will.

Beste Grüße

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

Och, ich „liebe“ diese deutschen Oberleerer!
(Das sind die, weswegen ich gern meine Staatsbürgerschaft abgeben würde, wenn ich wüsste wohin..)

anton
anton
3 Jahre zuvor

Palmer ist klasse, den würde ich mir als Bürgermeister für jede Stadt wünschen! Fahre keine Bahn, hier ist es ein Dauerthema! Hauptsache, keine verbeamteten Bahnmitarbeiter!

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  anton
3 Jahre zuvor

Antooooon!!! Deine Schallplatte hat nen Riss!!!!!

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

Ich glaube der Riss ist weiter oben. 🙂

anton
anton
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

Logisch, dass dem alten Sack bei der Bahn einer abgeht. Der kleine Bahnbeamte als Autorität, purer Sex für kleine Braufmausi

Roberto De Lapuente
Reply to  anton
3 Jahre zuvor

Ich finde den Palmer auch nicht so schlimm, wie viele Linke. Einen leichten Schatten hat er aber doch. Du auch, Anton – man muss die Menschen aber so nehmen wie sie sind.

anton
anton
Reply to  Roberto De Lapuente
3 Jahre zuvor

Roberto, danke, Du auch, sonst würden wir nicht leben!!
Chrissie, ich setze das Thema hier nicht offen auf die Tagesordnung!!

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  Roberto De Lapuente
3 Jahre zuvor

Ich differenziere:
Offensichtlich hat Palmer ein Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom und einen Vaterkomplex. (Sein Vater wurde RemstalRebell getitelt)
Sein Tübingen (was durchaus zufrieden ist mit ihm) ist ihm irgendwie zu klein, deswegen muss er rumtwittern….

Einer seiner legendären Sätze, nie verziehen und vergessen:
„S21 ist ein Fehler, der gemacht werden muss!“

(Und wir wundern uns, warum seit 74 – Erdölkrise, Mahnungen des Club of Rome- sowenig mutige und zukunftsweisende AllgemeinwohlEntscheidungen getroffen wurden?)

Nashörnchen
Nashörnchen
3 Jahre zuvor

Henry Ford soll mal gesagt haben:

„Fünfzig Prozent bei der Werbung sind immer rausgeworfen. Man weiß aber nicht, welche Hälfte das ist.“

Das waren Fakenews. Das haben ihm die Werbefuzzies eingeredet. Und Ford hat ihnen Unsummen dafür hingeblättert. Und kein einziges Auto deswegen mehr verkauft.
Werbung ist eine gigantische ABM und bringt viele viele Milliarden – für die Werbewirtschaft. Das wars dann aber auch schon. Die einzigen, die an solche Werbeaussagen „glauben“ – die Hersteller, die Händler, natürlich auch die Bahn – denen isses völlig wurschtegal: Die reichen die Kosten einfach durch an den Kunden. Und der hat kaum eine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Außer er hat ein Auto. Solange er keinen Dacia oder Kia – oder eben den guten alten lernresistenten Ford – kauft, kann er da kräftig sparen. KEIN Mensch fährt mit der Bahn, weil da bunte Bildchen von C-Promis hängen. Höchstwahrscheinlich würde er sogar wesentlich öfter fahren, wenn die vielen Millionen in die Pünktlichkeit gegangen wären. Oder in die völlig überzogenen Fahrpreise. Oder in funktionierende Klos. Oder, oder, oder, statt in diese hanebüchenen Plakate, Werbespots etc. Aber gar so political correct wollen sie dann doch wieder nicht.

Ein anderes, noch viel besseres Beispiel erleben wir ja grad dieser Tage: Der grüne Hosenanzug kämpft nun schon seit zig Jahren nach Leibeskräften und ziemlich erfolgreich, die CDU von innen her plattzumachen – seit Monaten krebsen die in fast allen Umfragen nur noch auf 26, 28, vielleicht mal 30 Prozent rum. Jedenfalls unter ihrem schlimmsten Ergebnis von anno 1949, als es diese Partei eigentlich überhaupt noch nicht gab. Dann schickt eine (von wem wohl bezahlte??? zwinker-zwonker) millionenschwere Werbefirma ihren Käptn Blauhaar in die Spur, diese CDU (und andere) final zu „zerstören“ und alle Staatsfunker jubilieren und frohlocken – und die CDU landet exakt da, wo sie sowieso zu erwarten war. Hat ja prima funktioniert. Gut, daß ich nie erfahren werde, was die Scheiße wieder an sauer verdienten Steuergeldern gekostet hat. Immerhin: Der Klamauk bei der Bahn dürfte wenigstens erheblich billiger gewesen sein. Ein richtiger Trost ist das aber auch nicht…

malocher
malocher
Reply to  Nashörnchen
3 Jahre zuvor

Werbung ist eine gigantische ABM und bringt viele viele Milliarden – für die Werbewirtschaft.

Das Geld für rausgeworfene Werbung ( Klick und weg z.B. ) muss erwirtschaftet werden.
Werbung ist eine riesige Geldvernichtungsmaschine auf Kosten der Lohnabhängigen.
Scheuerpulver darf Scheuerpulver heißen und Zahnpasta, Zahnpasta. Ist ohnehin
überall der gleiche Scheiß drin. Aus unparfümierter Kernseife kann man z.B. wahlweise
Shampoo, Spülmittel, Waschmittel und Sonstiges machen. Einfach den Seifenbrocken
raspeln und mit Wasser mischen —-> siehe auch Youtube -> „Kernseife“ eingeben oder
auch „Zahnpasta selber machen“ ….. und Vieles mehr

Wie viele Arbeitsplätze hängen tatsächlich an der Werbung ? Wie viel Arbeit muss man
aufwenden um den Namen zu bezahlen der auf einer Verpackung steht ? Da gehen im
Leben eines Menschen, viele zehntausend Euro den Bach für nix runter.

Pen
Pen
Reply to  malocher
3 Jahre zuvor

Brot braucht keine Werbung.

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  Pen
3 Jahre zuvor

Doch heute schon: wenn Brot aus mehr Kleister, Wasser und Zusatzstoffen besteht dann mußt du wääärben!
„Slim fit Brot: heute 3 Scheiben, morgen 10 Kilo weniger!“

Pen
Pen
Reply to  Kopfschüttel
3 Jahre zuvor

Soisses. Nur Scheiße und Überflüssiges baucht Werbung.

R_Winter
R_Winter
3 Jahre zuvor

Die Wahlen am Wochenende haben es gezeigt:

Deutschland, nein, die ganze „EU brennt“ und was machen die Neulandrebellen?

Sie rufen statt bei der „Feuerwehr“ an – nein, sie rufen bei einer „Werbeagentur“ an.

anton
anton
Reply to  R_Winter
3 Jahre zuvor

R Winter, Du hast die Linke aufgegeben!

malocher
malocher
Reply to  R_Winter
3 Jahre zuvor

Komm mit ! Ich fahre die Tage rüber ! Läster nicht nur !

meine „gillette jeune“ .-)
comment image.html

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Ich krieg eh schon kalte Füße…

R_Winter
R_Winter
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor


Vielleicht wäre diese Äußerung ein Artikel wert:

Kramp-Karrenbauer
will im Wahlkampf Regeln für Influencer

Die CDU-Chefin denkt über „Meinungsmache vor Wahlen“ nach. Dass sie Meinungsäußerungen regulieren will, weist Kramp-Karrenbauer aber zurück.
Laut „Hannoverscher Allgemeiner“ sagte Kramp-Karrenbauer am Montag nach verschiedenen CDU-Gremiensitzungen: Würden 70 Zeitungsredaktionen vor einer Wahl dazu aufrufen, nicht CDU oder SPD zu wählen, würde dies als „klare Meinungsmache vor Wahlen“ eingestuft. Deshalb müsse man darüber reden: „Was sind Regeln aus analogen Bereich und welche Regeln gelten auch für den digitalen Bereich.“ In der Debatte, so heißt es in der „HAZ“ weiter, müssten laut Kramp-Karrenbauer auch die Auswirkungen auf die Demokratie eine Rolle spielen.

https://www.tagesspiegel.de/politik/reaktion-auf-videos-von-rezo-und-anderen-youtubern-kramp-karrenbauer-will-im-wahlkampf-regeln-fuer-influencer/24388230.html

malocher
malocher
Reply to  R_Winter
3 Jahre zuvor

Vor der Wahl ist nach der Wahl. Der SPD gehören 70 Zeitungsredaktionen. Und ?
Die CDU sitzt breit in allen programmentscheidenden Gremien des ÖRe . Und?
Wenn man da überall die Influencer rauswerfen würde, sähe die Welt zivilisierter aus.
Schön aber das sich die Kanzlerkandidatin selbst demontiert. Wird eh der Laschet

Pen
Pen
Reply to  malocher
3 Jahre zuvor

D’accord. Akk wird nicht Kanzlerin. Die hat sich schon selbst demontiert.

anton
anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Seine Kollegin würde mir besser gefallen
Ja zu grünen Fraun

anton
anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Ich lobe Qualität, wo sie mir begegnet!
Deshalb ja zu grünen Frauen
Die Linken, sehe den Schrott im Forum, sind zu doof, ihre Leute zu unterstützen, die reine Lehre zählt!
Sehe es aber wie Du, Nein zu Postbuben und Postmädchen im Staatsdienst!😀😔😕😱😞

Pen
Pen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Merz sitzt sicher in den Startlöchern. Dann werden wir von Black Rock über den Tisch gezogen.

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  malocher
3 Jahre zuvor

Ney ney…. Der #Amthor wirds….

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Im Ausland ist man da mal wieder schneller: https://is.gd/whgTRF

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  R_Winter
3 Jahre zuvor

Ja, ich war auch enttäuscht, dass die Rebellen nicht subito in die Tasten griffen:
Denn die Linke hat ein Klatsche bekommen!
Die Grünen sind voll mit der Herdengatterstrassen- Einzäunung erfolgreich:
Hier das Gatter gegen Rechtsdruck in der EU und zu massenhaften Demos aufrufen (ihr Klientel war da deutschlandweit vollzählig und sehr aktiv 1EUfüralle und dort dann mit dem Gatter“Kids das Klima retten! Eu ist eine Klimawahl“!)

Und da zeigte sich die tiefe Spaltung der sogenannten Linken! Vor lauter Angst die bösen Rechten zu haben, wurde jedwede kritische Reflexion ausgeblendet! Sind nicht große Teile der Bevölkerung zu recht gg EU und mitnichten deswegen Rechte? ü25 EU- Verdrossenheit und die LINKE sagt nix! EU war in den letzten 25 kein Friedensprojekt und die Linke sagt nix?

Und Klima: wäre es nicht gerade die Legitimation und Arbeit einer EU Vorreiter in Klima zu sein?
Hätte nicht gerade eine Linke mal gegenüberstellen müssen:
Wenn es den internationalen Kapitalismus nutzt kann EU ganz schnell und nahezu unbürokratisch handeln…. Wenn es dem Allgemeinwohl dienen soll, dann ist EU noch langsamer als ne Schnecke?!?

Und last not least: es ist faszinierend wie es eine PropagandaWäärbung geschafft hat aus einem Friedensnobelpreis ein „EU garantiert seit 70 Jahren Frieden“ zu konstruieren!

Die Gleichen die freudig deswegen EU=Frieden gesabbelt haben, stehen dann unter der Woche bei EUCOM, Ramstein, in ULM, Büchel etcpp

Selten habe ich Persönlichkeitsspaltungen so hautnah erlebt!
Große Einigkeit herrschte: wir wollen wieder gewählt werden, damit wir diesmal -versprochen- die EU reformieren können!

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  R_Winter
3 Jahre zuvor

Zwei gute Wahlanalysen
https://deutsch.rt.com/meinung/88610-der-eigentliche-sieger-eu-wahlen-ist-der-kapitalismus/
„Dafür haben die Grünen massiv profitiert. Gegenüber der EU-Wahl 2014 verdoppelten sie ihr Ergebnis auf vorläufige 20,5 Prozent. Gewählt wurden sie Umfragen zufolge vor allem von der jungen Generation. Das hat natürlich Ursachen: So, wie viele Ältere die „Alternative für Deutschland“ für eine Alternative halten, impliziert das „grün“ im Namen eine gute Umweltpolitik.
Was nicht verstanden wird: Diese Partei will die kapitalistische Profitmaschine nicht beenden. Sie will nicht an die Ursachen der abzusehenden ökologischen Katastrophe gehen. Sie propagiert eine Art „grünen Kapitalismus“. “

https://www.heise.de/tp/features/Nach-der-Schicksalswahl-Phrasendrescherei-geht-weiter-4433549.html
„Nun ist die zur Schicksalswahl hochgejazzte EU-Wahl zu Ende und die Phrasendrescherei geht weiter. Da wird in liberalen Medien nun der Eindruck erweckt, der Anstieg der Wahlbeteiligung bei den EU-Wahlen wäre eine Niederlage für die Rechten, die konsequent und falsch als EU-Gegner tituliert werden.“

Rudi
Rudi
3 Jahre zuvor

Roberto

Wieso Nelson Müller also expliziter Bahnexperte sein soll, erschließt sich mir nicht.

Schließlich ist er ein Porsche-Panamera-Fahrer.

Aber im Ernst. Hier ist die Erklärung für Müllers Engagement: Antje Neubauer, Leiterin Marketing & PR bei der DB erläutert die Strategie so: „Mit dieser neuen Öffentlichkeitsoffensive präsentieren wir uns in ungewöhnlichen Bildern: als Esszimmer, als Wohnzimmer oder als Büro.“

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  Rudi
3 Jahre zuvor

Asthma. Das ist ja fast noch besser als wie Jean-Claude Ischias… 🙂

Rudi
Rudi
Reply to  Nashörnchen
3 Jahre zuvor

@Nashörnchen

Und dann hat Nelson Müller noch ein Engagement bei der Fa. Porsche. Dort nennt man das Kooperationsparntnerschaft. Da wäre es tatsächlich sehr problematisch, wenn der kooptierende Partner mit Promille in Berührung gekommen wäre.

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  Rudi
3 Jahre zuvor

Jo, versteh ich. Wenn ich als alter weiser Mann auch so rassistisch unterdrückt würde, daß man mir Autos im Gegenwert mehrerer Jahreseinkommen schenken müßte, würde ich mich wohl auch nicht mehr trauen, ein Taxi anzurufen…

Rudi
Rudi
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Roberto, der Gastronom, der über einen erheblichen Bekanntheitsgrad verfügt und das Pappbrötchen als lecker lobt, sollte sich um seine Glaubwürdigkeit Gedanken machen. Da die meisten Menschen Werbung nicht sooo kritisch sehen, hat er angesichts der Kohle, die er dafür bekommt und den sich steigernden Promifaktor, auf den Zügen dargestellt zu werden, gedacht, dass der Nutzen, dieses Geschäft einzugehen, überwiegt. Müller ist einer, der kaum ein Genre auslässt – Sänger, Schauspieler, Buchautor, Moderator – , um medial präsent zu sein.

Heldentasse
Heldentasse
3 Jahre zuvor

Ob jetzt politisch korrekte Werbung den Bahn- KundInnen die Unwahrheit vermittelt, oder dieses politisch unkorrekt passiert, dürfe doch den geplagten Menschen am Allerwertesten vorbei gehen!

Objektiv wäre es besser, dass Geld für Bahnwerbung in den Service und das Netz zu investieren, dann sprächen langfristig womöglich die Fakten für die Bahn.

Beste Grüße

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

Jo, Heldentasse, das wäre bei jeder Werbung geil! Wenn ich abends die ganzen Nagelpilz und Ischiassalben- Werbung mitbekomme, weil ich zufällig nen Krimi am Gucken bin…

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

Wenn sie Dir unnötiges verhökern wollen, macht Werbung zumindest aus deren Sicht einen Sinn. Bei Grunddienstleistungen und Daseinsvorsorge ist Werbung m.E. gelinde gesagt eine Frechheit, weil die Knete dann da fehlt wo sie gebraucht wird. Gilt natürlich auch umso mehr für den privaten Profit, die die Geier und Heuschrecken in diesem Bereich machen.

Aber so läuft das mittlerweile ja in fast allen Bereichen, hinter der glitzernden Werbefassade hockt der Raubtierkapitalismus, und keinen kratzt es, bzw. vielen ist es egal, Hauptsache alles so schön bunt hier.

Beste Grüße

R_Winter
R_Winter
3 Jahre zuvor

Katholische Priester auf der Kanzel – das waren die YouTuber der CDU/CSU. YouTuber, die vor der Union warnen, sollen gegängelt werden.
-Wahlempfehlungen für die Union von den Kanzeln der katholischen Kirchen
Die Union hatte von Anfang an und weit hinein in die späteren Jahren der Existenz der Bundesrepublik Deutschland West die Unterstützung vieler Amtsträger der katholischen Kirche – immer schön rechtzeitig vor dem Wahltermin und verkündet von den Kanzeln. Daran muss man angesichts der dreisten Einlassungen der heutigen CDU-Vorsitzenden erinnern. Sie ist offensichtlich in dieser Welt aufgewachsen, in der nicht nur den Mütterlein sonntags bei der Predigt Wegweisung für die Wahlkabine gegeben worden ist.
– Die angebliche Partei der Mitte war die Partei des “großen Geldes” – zu Adenauers Zeiten bis zu Kramp-Karrenbauers Zeiten
– Massive Unterstützung durch die etablierten Medien für die Union

Pressefreiheit sei die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten, so hat es der frühere Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Paul Sehte schon 1965 formuliert.

Der von der CDU-Vorsitzenden angekündigte Vorstoß zur Kontrolle des Internets in Wahlkampfzeiten ist ungeheuerlich.“

Albrecht Müller auf den NDS.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=52137

Der Vorgang ist sehr bedeutend und es ist der Versuch der Neoliberalen die Meinungsfreiheit endgültig zu schleifen.
Die Berichterstattung des DLF, Mittagsmagazin vom 28.5.2019 zielt in die gleiche Richtung. Hier wurde ausführlich davon berichtet, wer in der CDU die Aussagen von Kramp-Karrenbauer unterstützt.

Wir müssen uns gegen diese Entwicklung mit allen legalen Mitteln wehren!

Pen
Pen
Reply to  R_Winter
3 Jahre zuvor

Ein guter Artikel dazu von Marcus Kompa, Fachanwalt für Urheberrecht.

https://www.heise.de/tp/kultur/

niki
niki
3 Jahre zuvor

Warum zur Hölle muss die Bahn überhaupt Werbung machen?!?
Eigentlich nur ein Anzeichen dafür in welch erbärmlichen Zustand diese ist.

Allerhöchste Eisenbahn für eine Re-verstaatlichung!

malocher
malocher
Reply to  niki
3 Jahre zuvor

Die Bahn macht Werbung, weil sie teurer als Autofahren ist und keine Schaffner mehr mitfahren, die Rotzlöffeln die Ohren langziehen.
Den Tinitus gibts gratis. Die macht Werbung weil sich grundsätzlich immer ne Omma nen Ei peilt wenn man sich in der ersten Klasse verkriecht wo das WLAN oder die Steckdose im Eimer ist. Die Bahn macht Werbung weil der Zug überhaupt kommt, irgendwann.

anton
anton
Reply to  niki
3 Jahre zuvor

Eher eine 2. Postreform statt linke Spinnereien. Post und Bahn, da geht manchen usern einer ab.

malocher
malocher
Reply to  anton
3 Jahre zuvor

Hast die beste Stelle auf der Platte wieder mit nem Nagel angekreuzt, wah?!

aquadraht
aquadraht
3 Jahre zuvor

Ich frage mich ja immer noch, was Roberto an dem Frauenschläger (oder „-festhalter“ https://michaelvorwerk.de/ein-gruener-weg-zur-wuerde/ ) und Minenhund fürs Völkisch-bräunliche (vermutlich in Vorbereitung von schwarzgrünblauen Koalitionen) Palmer für einen Narren gefressen hat.

Was dessen Gefasel zu den Bahnplakaten angeht, ist das Schwachsinn von vorne bis hinten und fischen im braunen Sumpf, wenn der sich über hübsche Neger und das Fehlen von biodeutschen Bierbäuchen auf Werbeplakaten erregt. Welches Werbeplakat hat je einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung abgebildet, und welchen Sinn würde das ergeben? Werbung soll Träume und Wünsche wecken, für Repräsentativität sind (nunja, jedenfalls im Prinzip) Umfragen da.

Robertos Punkt ist nicht so daneben: Gewiss kann die Bahn schlecht mit Verspätungen, überfüllten Zügen und kaputten Klos werben. Aber sie sollte was dran machen. Und aufhören mit dieser Fluggesellschaftsimitation.

a^2

Pen
Pen
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

@ aquadraht

Geht doch wie überall nur um die Aktionäre. Kunden sind unwichtig. Da hilft auch keine Werbung. Auch hier hilft nur (Konsum) Verweigerung.

Bleibe im Lande und grabe anderen keine Grube. : -)

aquadraht
aquadraht
Reply to  Pen
3 Jahre zuvor

Naja, wenn Du zur Arbeit musst, kannst Du den Bahnkonsum schlecht verweigern. Und Bahncard 100 ist immer noch Grössenordnungen billiger (und entspannter trotz allen Mists) als Auto. Und die Bahn hat derzeit nur einen Aktionär, trotz allen AG-Spielens.

Mir ging es aber nicht so um die Trauerspiele bei der Bahn (der nicht mehr „Beamtenbahn“ lol), sondern vielmehr um das Hochjubeln des Rechtsrändlers und Soziopathen Palmer. Keine Ahnung warum Roberto das macht.

Pen
Pen
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

Nur einen Aktionär?

aquadraht
aquadraht
Reply to  Pen
3 Jahre zuvor

Die BRD. Die Bahn ist nach wie vor 100% im Staatsbesitz. Und das ist gut so. Dieser AG-Zirkus sollte ein Ende finden.

anton
anton
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

Kann man ändern!

anton
anton
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

völkisch-bräunlich? Der linksextreme Dreck, politisch erfolglos bis zum Abscheissen, wieder auf großer Fahrt! Da muss man ordentlcich kotzen!