Im ICE wie zu Hause fühlen

Nach welchen Kriterien die Deutsche Bahn die Personen auf ihrer Eingangsseite ausgewählt? Richtig: Das hat neulich schon einer gefragt – Boris Palmer nämlich. Die Frage zur ICE-Werbung hatte durchaus Berechtigung – leider hat er in der Argumentation verkackt.

Eigentlich hat Boris Palmer vor einigen Wochen eine berechtigte Frage gestellt: Nach welchen Kritierien wählt die Deutsche Bahn die Personen aus, die für sie werben dürfen? Schnell hat man ihn deshalb bedrängt, er würde hier glasklaren Rassismus betreiben. Immerhin kritisiert er die Entscheidung der PR-Abteilung der Bahn, unter anderem einen schwarzen TV-Koch oder eine türkischstämmige TV-Moderatorin als Werbeträger auszuwählen. Palmer reagierte auf die Vorwürfe ungelenk, ließ sich in die Ecke drängen und hielt offen, ob er seine Frage genau so gemeint hatte – oder vielleicht doch nicht anders.

Denn wie Palmer frage ich mich ja dasselbe. Ach Quatsch, doch nicht weil da ein dunkelhäutiger TV-Koch in ein Brötchen beißt oder ein ehemaliger Formel-1-Weltmeister verträumt aus dem ICE-Fenster guckt. Mich treibt dieselbe Frage ganz anders an. Warum zum Henker beißt ein Koch von Format in so ein ICE-Klebebrötchen für fünf Euro aufwärts? Und der will mir morgen als Gourmet die große Kochschule näherbringen? Nico Rosberg hat auf mancher Piste 300 Sachen oder mehr auf den Tacho gebracht – ein ICE kann das auch. Theoretisch. Aber die meisten Strecken erlauben diese bahnbrechende Geschwindigkeit gar nicht. Gut, ich gebe zu, in diesem Falle kann ich die Kriterien der Deutschen Bahn, Herrn Rosberg zu engagieren verstehen: Er verleiht dem lahmen Unternehmen suggerierte Megamobilität.

Ein Plakat gibt es, da soll wohl ein Europaabgeordneter zu sehen sein. Wahrscheinlich spielt der Glatzkopf, der seinen Brillenbügel frisst, nur einen solchen Volksvertreter. Man könne entspannt arbeiten im ICE, heißt es. Dass der Mann Abgeordneter sein soll, wird auf den Plakaten, die in den Bahnhöfen angebracht sind, erst so richtig deutlich – im Netz ist er nur ein Banker oder Versicherungsheini. Aber vor Ort am Bahnhof wirbt man damit, kostengünstig nach Brüssel zu kommen. Und gleich drunter arbeitet der Mann entspannt vor sich hin.

Das RTL-Sternchen Nazan Eckes genießt währenddessen das Entertainment-Angebot im ICE – ich wusste gar nicht, dass es das gibt. Das wäre auf alle Fälle neu. Wahrscheinlich soll das heißen, dass man sich selbst Unterhaltsames mitbringen muss, um Unterhaltbares konsumieren zu können. Toll, wie die Bahn mitdenkt. Auf dem letzten dieser werbestrategischen Fünferserie kuschelt dann noch eine Mama mit ihrem Wonneproppen. Im Familienbereich eines ICE. Dieser Bereich besteht allerdings nur aus üblichen Vierersitzen, die mit einer Banderole markiert werden und die auch von anderen Reisenden jederzeit gebucht und benutzt werden dürfen: Die langweiligste Familienzone der Welt.

Soviel zur Beschreibung. Worauf ich allerdings hinauswill: Das sind – bis auf die Mama – eigentlich Leute, die man so eher selten als Fahrgast in einem Zug trifft. Das nimmt der Betrachter den glücklich dreinblickenden Testimonials einfach nicht ab. Spontan habe ich mich nämlich dasselbe wie Palmer gefragt. Mein Gedanke ging aber weiter: Dass man uns da Leute als glückliche Bahnreisende vorsetzt, die die Bahn ganz sicher nicht täglich benutzen, halte ich für Realitätsverleugnung. Nico Rosberg ist bestimmt nicht täglich zu seinem Rennstall gependelt. Und das ZDF lässt ihre kleinen Berühmtheiten schon mal im Dienstauto abholen. Wieso Nelson Müller also expliziter Bahnexperte sein soll, erschließt sich mir nicht.

Überhaupt dieser vermittelte Eindruck, wonach man in aller Geräumigkeit eine Reise genießen kann. Das Gedränge ist freilich hinter dem Fotographen zu suchen. Häufig rollen ICEs mit weniger Waggons in den Bahnhof ein. Dann stehen die überzähligen Reisenden in den engen ICE-Gängen herum. Wirklich entspannt so eine ICE-Fahrt, oder nicht? Von all den anderen Abenteuern gar nicht erst zu sprechen.

Die Menschen nehmen ihre Bahnfahrten in der Regel ganz anders wahr, als sie auf Hochglanzplakaten beworben werden. An sich ist das nicht verwerflich, Werbung geht nun mal so – keiner lässt sein Produkt als unzulänglich an den Mann bringen. Bei der Bahn ist das aber anders. Es gibt in diesem Lande millionenfach schlechte Erfahrungen und Ärgernisse. In einem verspäteten ICE zu sitzen oder am Bahnsteig zu stehen und zu erfahren, dass der Fernzug der Wahl heute mal ausfällt und dabei zuzusehen, wie die Prominenz selig eine Zugfahrt genießt, verbittert die Bahnreisenden. Es lässt sie fragen: Nach welchen Kriterien macht man hier Werbung und nach welchen sucht man Werbeträger aus?

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ChrissieR
ChrissieR
27. Mai 2019 7:03

Guude, Roberto!

Also nur mal ne Idee….Nico Semsrott auf dem Weg nach Brüssel im Regionalexpress…😂

Werbung ist halt immer daneben! Unsere Firma suchte auf grossen Plakaten nach Busfahrern mit dem Slogan „Alltagshelden gesucht!“ und zeigte Typen und Frauen in Superman-Outfit und Pose! Was haben wir da gelacht!!!!

Im wirklichen Leben wurden wir wie der letzte Dreck behandelt (von der Kundschaft) und für einen knappen Lohn ans Limit getrieben….

Alloah

Christine

Kopfschüttel
Kopfschüttel
27. Mai 2019 12:07

Seit sich Frauen auf Motorhauben räkeln und dem Käufer suggerieren: wenn du diesen Untersatz kaufst, kriegst du auch diesen Schlitten dazu: verkommt Wärbung immer mehr zum Nonsens!

Leider, leider eine milliardenschwerde, gigantisch aufgeblähte Wärbeindustrie und m.E. gefährlich dazu, die direkt oder indirekt vom Fußvolk bezahlt wird!

„Die lügen wie gedruckt“, zwangsbezahlt! Das ärgert mich immer!

Mein Vorschlag seit langem: Deckelung: pro Firma dürfen nur 2 000 000 (da lass ich mit mir streiten) ausgegeben werden….

(Lieber dieses Geld in Menschen-Betreuer investieren!)

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Kopfschüttel
28. Mai 2019 7:58

Seit sich Frauen auf Motorhauben räkeln und dem Käufer suggerieren: wenn du diesen Untersatz kaufst, kriegst du auch diesen Schlitten dazu: verkommt Wärbung immer mehr zum Nonsens!

Streiche „diesen Schlitten“ setze „diese Schnitten“! Und „Wärbung“ heißt es nur dann, wenn Bären vorkommen, die Man allerdings auf Autohauben eher weniger sehen will.

Beste Grüße

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  Heldentasse
28. Mai 2019 10:59

Och, ich „liebe“ diese deutschen Oberleerer!
(Das sind die, weswegen ich gern meine Staatsbürgerschaft abgeben würde, wenn ich wüsste wohin..)

anton
anton
27. Mai 2019 12:32

Palmer ist klasse, den würde ich mir als Bürgermeister für jede Stadt wünschen! Fahre keine Bahn, hier ist es ein Dauerthema! Hauptsache, keine verbeamteten Bahnmitarbeiter!

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  anton
27. Mai 2019 12:40

Antooooon!!! Deine Schallplatte hat nen Riss!!!!!

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ChrissieR
28. Mai 2019 8:02

Ich glaube der Riss ist weiter oben. 🙂

anton
anton
Reply to  Heldentasse
28. Mai 2019 10:39

Logisch, dass dem alten Sack bei der Bahn einer abgeht. Der kleine Bahnbeamte als Autorität, purer Sex für kleine Braufmausi

anton
anton
Reply to  Roberto De Lapuente
27. Mai 2019 14:38

Roberto, danke, Du auch, sonst würden wir nicht leben!!
Chrissie, ich setze das Thema hier nicht offen auf die Tagesordnung!!

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  Roberto De Lapuente
28. Mai 2019 11:05

Ich differenziere:
Offensichtlich hat Palmer ein Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom und einen Vaterkomplex. (Sein Vater wurde RemstalRebell getitelt)
Sein Tübingen (was durchaus zufrieden ist mit ihm) ist ihm irgendwie zu klein, deswegen muss er rumtwittern….

Einer seiner legendären Sätze, nie verziehen und vergessen:
„S21 ist ein Fehler, der gemacht werden muss!“

(Und wir wundern uns, warum seit 74 – Erdölkrise, Mahnungen des Club of Rome- sowenig mutige und zukunftsweisende AllgemeinwohlEntscheidungen getroffen wurden?)

Nashörnchen
Nashörnchen
27. Mai 2019 13:07

Henry Ford soll mal gesagt haben: „Fünfzig Prozent bei der Werbung sind immer rausgeworfen. Man weiß aber nicht, welche Hälfte das ist.“ Das waren Fakenews. Das haben ihm die Werbefuzzies eingeredet. Und Ford hat ihnen Unsummen dafür hingeblättert. Und kein einziges Auto deswegen mehr verkauft. Werbung ist eine gigantische ABM und bringt viele viele Milliarden – für die Werbewirtschaft. Das wars dann aber auch schon. Die einzigen, die an solche Werbeaussagen „glauben“ – die Hersteller, die Händler, natürlich auch die Bahn – denen isses völlig wurschtegal: Die reichen die Kosten einfach durch an den Kunden. Und der hat kaum eine… Weiterlesen »

malocher
malocher
Reply to  Nashörnchen
27. Mai 2019 13:47

Werbung ist eine gigantische ABM und bringt viele viele Milliarden – für die Werbewirtschaft. Das Geld für rausgeworfene Werbung ( Klick und weg z.B. ) muss erwirtschaftet werden. Werbung ist eine riesige Geldvernichtungsmaschine auf Kosten der Lohnabhängigen. Scheuerpulver darf Scheuerpulver heißen und Zahnpasta, Zahnpasta. Ist ohnehin überall der gleiche Scheiß drin. Aus unparfümierter Kernseife kann man z.B. wahlweise Shampoo, Spülmittel, Waschmittel und Sonstiges machen. Einfach den Seifenbrocken raspeln und mit Wasser mischen —-> siehe auch Youtube -> „Kernseife“ eingeben oder auch „Zahnpasta selber machen“ ….. und Vieles mehr Wie viele Arbeitsplätze hängen tatsächlich an der Werbung ? Wie viel Arbeit… Weiterlesen »

Pen
Pen
Reply to  malocher
28. Mai 2019 6:41

Brot braucht keine Werbung.

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  Pen
28. Mai 2019 11:11

Doch heute schon: wenn Brot aus mehr Kleister, Wasser und Zusatzstoffen besteht dann mußt du wääärben!
„Slim fit Brot: heute 3 Scheiben, morgen 10 Kilo weniger!“

Pen
Pen
Reply to  Kopfschüttel
28. Mai 2019 12:18

Soisses. Nur Scheiße und Überflüssiges baucht Werbung.

R_Winter
R_Winter
27. Mai 2019 14:42

Die Wahlen am Wochenende haben es gezeigt:

Deutschland, nein, die ganze „EU brennt“ und was machen die Neulandrebellen?

Sie rufen statt bei der „Feuerwehr“ an – nein, sie rufen bei einer „Werbeagentur“ an.

anton
anton
Reply to  R_Winter
27. Mai 2019 14:55

R Winter, Du hast die Linke aufgegeben!

malocher
malocher
Reply to  R_Winter
27. Mai 2019 14:57

Komm mit ! Ich fahre die Tage rüber ! Läster nicht nur !

meine „gillette jeune“ .-)

https://www.bilder-upload.eu/bild-8cf7f9-1558961671.jpg.html

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
27. Mai 2019 15:22

Ich krieg eh schon kalte Füße…

R_Winter
R_Winter
Reply to  Roberto J. De Lapuente
27. Mai 2019 19:52

@Roberto J. De Lapuente Vielleicht wäre diese Äußerung ein Artikel wert: Kramp-Karrenbauer will im Wahlkampf Regeln für Influencer Die CDU-Chefin denkt über „Meinungsmache vor Wahlen“ nach. Dass sie Meinungsäußerungen regulieren will, weist Kramp-Karrenbauer aber zurück. Laut „Hannoverscher Allgemeiner“ sagte Kramp-Karrenbauer am Montag nach verschiedenen CDU-Gremiensitzungen: Würden 70 Zeitungsredaktionen vor einer Wahl dazu aufrufen, nicht CDU oder SPD zu wählen, würde dies als „klare Meinungsmache vor Wahlen“ eingestuft. Deshalb müsse man darüber reden: „Was sind Regeln aus analogen Bereich und welche Regeln gelten auch für den digitalen Bereich.“ In der Debatte, so heißt es in der „HAZ“ weiter, müssten laut Kramp-Karrenbauer… Weiterlesen »

malocher
malocher
Reply to  R_Winter
27. Mai 2019 21:19

Vor der Wahl ist nach der Wahl. Der SPD gehören 70 Zeitungsredaktionen. Und ?
Die CDU sitzt breit in allen programmentscheidenden Gremien des ÖRe . Und?
Wenn man da überall die Influencer rauswerfen würde, sähe die Welt zivilisierter aus.
Schön aber das sich die Kanzlerkandidatin selbst demontiert. Wird eh der Laschet

Pen
Pen
Reply to  malocher
28. Mai 2019 10:49

D’accord. Akk wird nicht Kanzlerin. Die hat sich schon selbst demontiert.

anton
anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
28. Mai 2019 16:15

Seine Kollegin würde mir besser gefallen
Ja zu grünen Fraun

anton
anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
28. Mai 2019 18:38

Ich lobe Qualität, wo sie mir begegnet!
Deshalb ja zu grünen Frauen
Die Linken, sehe den Schrott im Forum, sind zu doof, ihre Leute zu unterstützen, die reine Lehre zählt!
Sehe es aber wie Du, Nein zu Postbuben und Postmädchen im Staatsdienst!😀😔😕😱😞

Pen
Pen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
28. Mai 2019 17:49

Merz sitzt sicher in den Startlöchern. Dann werden wir von Black Rock über den Tisch gezogen.

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  malocher
28. Mai 2019 17:29

Ney ney…. Der #Amthor wirds….

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
28. Mai 2019 16:22

Im Ausland ist man da mal wieder schneller: https://is.gd/whgTRF

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  R_Winter
28. Mai 2019 11:26

Ja, ich war auch enttäuscht, dass die Rebellen nicht subito in die Tasten griffen: Denn die Linke hat ein Klatsche bekommen! Die Grünen sind voll mit der Herdengatterstrassen- Einzäunung erfolgreich: Hier das Gatter gegen Rechtsdruck in der EU und zu massenhaften Demos aufrufen (ihr Klientel war da deutschlandweit vollzählig und sehr aktiv 1EUfüralle und dort dann mit dem Gatter“Kids das Klima retten! Eu ist eine Klimawahl“!) Und da zeigte sich die tiefe Spaltung der sogenannten Linken! Vor lauter Angst die bösen Rechten zu haben, wurde jedwede kritische Reflexion ausgeblendet! Sind nicht große Teile der Bevölkerung zu recht gg EU und… Weiterlesen »

Kopfschüttel
Kopfschüttel
Reply to  R_Winter
28. Mai 2019 11:48

Zwei gute Wahlanalysen https://deutsch.rt.com/meinung/88610-der-eigentliche-sieger-eu-wahlen-ist-der-kapitalismus/ „Dafür haben die Grünen massiv profitiert. Gegenüber der EU-Wahl 2014 verdoppelten sie ihr Ergebnis auf vorläufige 20,5 Prozent. Gewählt wurden sie Umfragen zufolge vor allem von der jungen Generation. Das hat natürlich Ursachen: So, wie viele Ältere die „Alternative für Deutschland“ für eine Alternative halten, impliziert das „grün“ im Namen eine gute Umweltpolitik. Was nicht verstanden wird: Diese Partei will die kapitalistische Profitmaschine nicht beenden. Sie will nicht an die Ursachen der abzusehenden ökologischen Katastrophe gehen. Sie propagiert eine Art „grünen Kapitalismus“. “ https://www.heise.de/tp/features/Nach-der-Schicksalswahl-Phrasendrescherei-geht-weiter-4433549.html „Nun ist die zur Schicksalswahl hochgejazzte EU-Wahl zu Ende und die Phrasendrescherei… Weiterlesen »

Rudi
Rudi
27. Mai 2019 17:59

Roberto

Wieso Nelson Müller also expliziter Bahnexperte sein soll, erschließt sich mir nicht.

Schließlich ist er ein Porsche-Panamera-Fahrer.

Aber im Ernst. Hier ist die Erklärung für Müllers Engagement: Antje Neubauer, Leiterin Marketing & PR bei der DB erläutert die Strategie so: „Mit dieser neuen Öffentlichkeitsoffensive präsentieren wir uns in ungewöhnlichen Bildern: als Esszimmer, als Wohnzimmer oder als Büro.“

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  Rudi
27. Mai 2019 18:43

Asthma. Das ist ja fast noch besser als wie Jean-Claude Ischias… 🙂

Rudi
Rudi
Reply to  Nashörnchen
27. Mai 2019 18:56

@Nashörnchen

Und dann hat Nelson Müller noch ein Engagement bei der Fa. Porsche. Dort nennt man das Kooperationsparntnerschaft. Da wäre es tatsächlich sehr problematisch, wenn der kooptierende Partner mit Promille in Berührung gekommen wäre.

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  Rudi
27. Mai 2019 19:22

Jo, versteh ich. Wenn ich als alter weiser Mann auch so rassistisch unterdrückt würde, daß man mir Autos im Gegenwert mehrerer Jahreseinkommen schenken müßte, würde ich mich wohl auch nicht mehr trauen, ein Taxi anzurufen…

Rudi
Rudi
Reply to  Roberto J. De Lapuente
28. Mai 2019 17:49

Roberto, der Gastronom, der über einen erheblichen Bekanntheitsgrad verfügt und das Pappbrötchen als lecker lobt, sollte sich um seine Glaubwürdigkeit Gedanken machen. Da die meisten Menschen Werbung nicht sooo kritisch sehen, hat er angesichts der Kohle, die er dafür bekommt und den sich steigernden Promifaktor, auf den Zügen dargestellt zu werden, gedacht, dass der Nutzen, dieses Geschäft einzugehen, überwiegt. Müller ist einer, der kaum ein Genre auslässt – Sänger, Schauspieler, Buchautor, Moderator – , um medial präsent zu sein.

Heldentasse
Heldentasse
28. Mai 2019 7:55

Ob jetzt politisch korrekte Werbung den Bahn- KundInnen die Unwahrheit vermittelt, oder dieses politisch unkorrekt passiert, dürfe doch den geplagten Menschen am Allerwertesten vorbei gehen!

Objektiv wäre es besser, dass Geld für Bahnwerbung in den Service und das Netz zu investieren, dann sprächen langfristig womöglich die Fakten für die Bahn.

Beste Grüße

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Heldentasse
28. Mai 2019 11:06

Jo, Heldentasse, das wäre bei jeder Werbung geil! Wenn ich abends die ganzen Nagelpilz und Ischiassalben- Werbung mitbekomme, weil ich zufällig nen Krimi am Gucken bin…

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ChrissieR
28. Mai 2019 12:09

Wenn sie Dir unnötiges verhökern wollen, macht Werbung zumindest aus deren Sicht einen Sinn. Bei Grunddienstleistungen und Daseinsvorsorge ist Werbung m.E. gelinde gesagt eine Frechheit, weil die Knete dann da fehlt wo sie gebraucht wird. Gilt natürlich auch umso mehr für den privaten Profit, die die Geier und Heuschrecken in diesem Bereich machen.

Aber so läuft das mittlerweile ja in fast allen Bereichen, hinter der glitzernden Werbefassade hockt der Raubtierkapitalismus, und keinen kratzt es, bzw. vielen ist es egal, Hauptsache alles so schön bunt hier.

Beste Grüße

R_Winter
R_Winter
28. Mai 2019 15:53

“ Katholische Priester auf der Kanzel – das waren die YouTuber der CDU/CSU. YouTuber, die vor der Union warnen, sollen gegängelt werden. -Wahlempfehlungen für die Union von den Kanzeln der katholischen Kirchen Die Union hatte von Anfang an und weit hinein in die späteren Jahren der Existenz der Bundesrepublik Deutschland West die Unterstützung vieler Amtsträger der katholischen Kirche – immer schön rechtzeitig vor dem Wahltermin und verkündet von den Kanzeln. Daran muss man angesichts der dreisten Einlassungen der heutigen CDU-Vorsitzenden erinnern. Sie ist offensichtlich in dieser Welt aufgewachsen, in der nicht nur den Mütterlein sonntags bei der Predigt Wegweisung für… Weiterlesen »

Pen
Pen
Reply to  R_Winter
28. Mai 2019 17:58

Ein guter Artikel dazu von Marcus Kompa, Fachanwalt für Urheberrecht.

https://www.heise.de/tp/kultur/

niki
niki
28. Mai 2019 17:52

Warum zur Hölle muss die Bahn überhaupt Werbung machen?!?
Eigentlich nur ein Anzeichen dafür in welch erbärmlichen Zustand diese ist.

Allerhöchste Eisenbahn für eine Re-verstaatlichung!

malocher
malocher
Reply to  niki
28. Mai 2019 20:58

Die Bahn macht Werbung, weil sie teurer als Autofahren ist und keine Schaffner mehr mitfahren, die Rotzlöffeln die Ohren langziehen.
Den Tinitus gibts gratis. Die macht Werbung weil sich grundsätzlich immer ne Omma nen Ei peilt wenn man sich in der ersten Klasse verkriecht wo das WLAN oder die Steckdose im Eimer ist. Die Bahn macht Werbung weil der Zug überhaupt kommt, irgendwann.

anton
anton
Reply to  niki
28. Mai 2019 21:33

Eher eine 2. Postreform statt linke Spinnereien. Post und Bahn, da geht manchen usern einer ab.

malocher
malocher
Reply to  anton
28. Mai 2019 21:48

Hast die beste Stelle auf der Platte wieder mit nem Nagel angekreuzt, wah?!

aquadraht
aquadraht
31. Mai 2019 13:48

Ich frage mich ja immer noch, was Roberto an dem Frauenschläger (oder „-festhalter“ https://michaelvorwerk.de/ein-gruener-weg-zur-wuerde/ ) und Minenhund fürs Völkisch-bräunliche (vermutlich in Vorbereitung von schwarzgrünblauen Koalitionen) Palmer für einen Narren gefressen hat. Was dessen Gefasel zu den Bahnplakaten angeht, ist das Schwachsinn von vorne bis hinten und fischen im braunen Sumpf, wenn der sich über hübsche Neger und das Fehlen von biodeutschen Bierbäuchen auf Werbeplakaten erregt. Welches Werbeplakat hat je einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung abgebildet, und welchen Sinn würde das ergeben? Werbung soll Träume und Wünsche wecken, für Repräsentativität sind (nunja, jedenfalls im Prinzip) Umfragen da. Robertos Punkt ist nicht… Weiterlesen »

Pen
Pen
Reply to  aquadraht
31. Mai 2019 14:09

@ aquadraht

Geht doch wie überall nur um die Aktionäre. Kunden sind unwichtig. Da hilft auch keine Werbung. Auch hier hilft nur (Konsum) Verweigerung.

Bleibe im Lande und grabe anderen keine Grube. : -)

aquadraht
aquadraht
Reply to  Pen
31. Mai 2019 14:28

Naja, wenn Du zur Arbeit musst, kannst Du den Bahnkonsum schlecht verweigern. Und Bahncard 100 ist immer noch Grössenordnungen billiger (und entspannter trotz allen Mists) als Auto. Und die Bahn hat derzeit nur einen Aktionär, trotz allen AG-Spielens.

Mir ging es aber nicht so um die Trauerspiele bei der Bahn (der nicht mehr „Beamtenbahn“ lol), sondern vielmehr um das Hochjubeln des Rechtsrändlers und Soziopathen Palmer. Keine Ahnung warum Roberto das macht.

Pen
Pen
Reply to  aquadraht
31. Mai 2019 14:51

Nur einen Aktionär?

aquadraht
aquadraht
Reply to  Pen
31. Mai 2019 14:54

Die BRD. Die Bahn ist nach wie vor 100% im Staatsbesitz. Und das ist gut so. Dieser AG-Zirkus sollte ein Ende finden.

anton
anton
Reply to  aquadraht
31. Mai 2019 15:02

Kann man ändern!

anton
anton
Reply to  aquadraht
31. Mai 2019 14:31

völkisch-bräunlich? Der linksextreme Dreck, politisch erfolglos bis zum Abscheissen, wieder auf großer Fahrt! Da muss man ordentlcich kotzen!

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