Wissen, wo sein Platz ist

Deutschlands Geringqualifizierte landen und verharren nachhaltig im Niedriglohnsektor. Im Ausland wird dieser Effekt unter anderem durch einen höheren Mindestlohn erschwert. Deutsche Wirtschaftspolitik versteht sich aber als Gesindeordnung: Billige, jederzeit verfügbare Arbeitskraft ist das bürgerliche Ideal.

Wer nur einen Hauptschulabschluss hat, muss mit wenig Lohn rechnen. Geringqualifizierung sorgt nämlich für Mindestlohn. Das hat – Überraschung, Überraschung! – eine Studie ergeben, die von der Bertelsmann Stiftung beauftragt wurde. Man könnte den Umstand noch ein bisschen anders, in der Sache treffender umschreiben: Wer ist Deutschland keine hohe Qualifizierung erhalten hat, darf schamlos im Niedriglohnsektor ausgebeutet werden. Ob er davon leben kann, spielt überhaupt keine Rolle. Denn am Ende badet es die Allgemeinheit aus, weil man den Geringverdiener in den aufstockenden Hartz-IV-Bezug schickt etwa. Der Unternehmenssozialismus klappt bisweilen ganz gut.

Das vermeintliche Grundrecht auf billiges Hilfspersonal

Ohne Hochschulabschluss, mit einer ganz ordinären Schulkarriere, in diesem sozialisierten Niedriglohnsektor zu landen, ist allerdings keine Naturgewalt. Das hat man selbst im Wirtschaftsressort von Spiegel Online eingesehen. Normalerweise war man stets dort recht unverdächtig für einen offenen Diskurs in Fragen, die die herrschende Angebotsökonomie betreffen. Bis neulich eben. Im europäischen Ausland fängt man die geringe Qualifizierung mit Mindestlöhnen ab, die den Namen auch verdienen. Dort wirken sie nicht nur als Alibieinrichtung, um soziale Gewissensbisse ein wenig zu lindern. Sie wollen eben ein Mindeststandard sein, von dem man auch leben kann.

Für deutsche Verhältnisse ist das ein unverfrorener Gedanke. Denn gewisse Tätigkeiten hat man in unserer Republik im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte, mit purer Absicht in die Prekarität verfrachtet. Dahinter steckte ein elitaristischer Grundgedanke: Wer mir was liefert, wer für mich putzt, kocht oder aufräumt, wer meine Kinder betreut oder meinen Garten in Schuss hält, soll als billiges Hilfspersonal zur Verfügung stehen. Damit der Lebensplan finanzierbar bleibt – für die Nachfrageseite, versteht sich.

Das hat sich gewissermaßen als das Grundrecht der neuen Snobs, der neoviktorianischen Hautevolee manifestiert. Die glaubt nämlich, dass es ein Privileg ist, für sie tätig zu sein. Weshalb es ganz okay zu sein hat, dass diese Hiwis für einen Selbstkostenpreis arbeiten. Besser so eine Arbeit, als gar keine Arbeit. Hauptsache überhaupt Arbeit! Mit diesen doofen Sprüchen hat man einst die Prekarisierungswelle als neue Agenda eingeleitet. Haushaltsnahe Leistungen wurden vergünstigt, ehemalige Gesindestellen liberalisiert und flexibilisiert. Alles nur für dieses vermeintliche Grundrecht auf günstige Arbeitskraft.

Neoviktorianismus: Über handymen und cleaner, boot boys und gardener

Gerade bei diesen Jobs, die die moderne Konsumwelt zum Massensymptom gemacht hat, bei Liefer- und Bringdiensten etwa, kehrt sich das gesamte Menschenbild der herrschenden Ökonomie hervor. Es ist ein spätviktorianischer Drang, die Welt wieder in Herren und Gesinde zu teilen, wobei die Kaste der Herren freilich größer wurde – denn jeder bezahlende Kunde kann kurzzeitig eine »Herrschaft auf Zeit erwerben«. Eine, die eine Dienstleistung »als gutes Recht« in Anspruch nimmt, für die realen Kosten aber nicht aufkommen will. Soll doch die Allgemeinheit dafür sorgen, dass der Laufbursche seine Miete zahlen kann. Wofür gibt es denn Hartz IV?

Eine Popkultur der hierarchischen Prüderie ist im Begriff, den Snobismus der Vergangenheit neu zu reaktivieren. Lesenswert dazu ist etwa Christoph Bartmanns »Die Rückkehr der Diener«. Fortschritt ist dabei wie gesagt nur, dass der Laufbursche auch Herr sein kann, wenn er die Dienste eines Paketzustellers in Anspruch nimmt. Aber selbst das entspricht in trauriger Weise dem Urvater des Gedankens, dem Viktorianismus. Denn schon damals hatten manchmal Diener Diener. Bill Bryson schrieb in seiner »Kurzgeschichte der alltäglichen Dinge« deshalb auch, dass damals das »Zeitalter der Diener« herrschte.

Wer mehr über die verschiedenen Posten jener Zeit erfahren möchte, über das Gesinde und den Umgang mit diesen rastlosen Hilfarbeitern, dem sei Brysons Buch übrigens zur Lektüre empfohlen. Wie handymen, cleaner, boot boys und gardener damals als lästiges Übel einer Elite betrachtet wurde, die kostengünstige Dienste als angestammtes Grundrecht einschätzte, kann man bei Bryson nachverfolgen. All diese emsigen Hände nahm man stark in Anspruch, sie sehen, wahrnehmen, schon gar als Mensch, wollte man sie allerdings nicht. Sollten sich bei der Schilderung gewisser ausbeuterischer Praktiken von damals Ähnlichkeiten mit den Praktiken des heutigen Arbeitsmarktes ergeben, so sind diese Ähnlichkeiten weder unbeabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.

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niki
niki
16. September 2019 7:39

Die Deutschen sind ein Volk von obrigkeitshörigen Dienern… Und vor allem: Gönne bloß den anderen nicht mal das Zahnweh, wenn dieser sich nicht mal für ein paar Euro fünfzig nicht ausbeuten lässt… Es sei denn man ist Millionenerbe! Dann wird sich Informiert und beratschlagt, wie man das ach so schwere Leben denen noch erleichtern kann… (Natürlich ist das ganze komplexer,…) Das hat sich gewissermaßen als das Grundrecht der neuen Snobs, der neoviktorianischen Hautevolee manifestiert. Die glaubt nämlich, dass es ein Privileg ist, für sie tätig zu sein. Weshalb es ganz okay zu sein hat, dass diese Hiwis für einen Selbstkostenpreis… Weiterlesen »

Mausi
Mausi
Reply to  niki
16. September 2019 11:28

Wer möchte nicht Millionenerbe sein?
Kein Neid
Arbeit ehrt uns Menschen?

aquadraht
aquadraht
Reply to  Mausi
16. September 2019 13:29

Arbeit ist der Stoffwechsel der Menschen mit ihrer natürlichen und gesellschaftlichen Umwelt, Arbeit, also die schöpferische und planvolle Gestaltung und Umgestaltung der natürlichen Umwelt, lässt den nackten Affen erst zum Menschen werden.

Müssiger Konsum hirnlos fressender, saufender und unkreativ konsumierender Menschen unterscheidet den Menschen nicht vom fressenden Tier, vom Schwein oder vom Anton.

Mausi
Mausi
Reply to  Roberto J. De Lapuente
16. September 2019 17:32

Bitte aber zu gerechten Mindestlöhnen? Ohne Arbeit geht es nicht, wenigstens nicht richtig und für alle!

Mausi
Mausi
Reply to  Roberto J. De Lapuente
16. September 2019 18:01

Man darf sich auch einig sein😀🤓

niki
niki
Reply to  Roberto J. De Lapuente
16. September 2019 18:28

Früher, als ich ideologischer war, hätte ich geantwortet: Nein.
Heute finde ich schon, dass Arbeit einen Wert an sich hat.

Die Arbeit um des Arbeiten willens ist Ideologie pur…

Mausi
Mausi
Reply to  niki
16. September 2019 18:44

Du willst gar kein Arbeit oder? Auch geistig, seelische und emotionale Arbeit ist Arbeit, nicht vergessen!

niki
niki
Reply to  Mausi
16. September 2019 19:03

Nur eines: Ich arbeite nur um mein Leben und das meiner Familie zu finanzieren…

Da habe ich echt besseres zu tun, als mein Leben mit mehr als nötig beschissen bezahlter Lohnarbeit zu verschwenden, woran dritte übermäßig profitieren.
Da bin ich ganz ehrlich: Freizeit ist mir wichtiger… Und wenn ich etwas freiwillig tue, hat das einen guten Zweck…

Aber Arbeit der Arbeit wegen empfinde ich als Ideologie pur, welche im höchsten Maße krank ist… Gar eigentlich wider der Natur (frei nach John Locke)

Mausi
Mausi
Reply to  niki
16. September 2019 19:56

Du arbeitest doch
Alles gut
Höhere Mindestlöhne, aber hallo

niki
niki
Reply to  Roberto J. De Lapuente
16. September 2019 21:14

Das kam im Zusammenhang mit dem Vorposter

Arbeit ehrt uns Menschen

so rüber…
Bzw. ich habe das so verstanden!
Asche auf mein Haupt wenn ich das missverstanden habe!

Ehre und Wert sind zwei absolut verschiedene Paar Schuhe..
Ehrenwürdig ist Arbeit an sich bei weitem nicht immer.

Schon gar nicht in der Welt des Neoliberalismus…
Denn da hat das Übermaß an Arbeit, zu der viele gezwungen worden sind, u.a. sowohl zur Verschiebung der Machtverhältnisse in Richtig übelster Dystopie, als auch, wie wir nun langsam alle sehen, zu erheblichen ökologischen Problemen geführt…

Schwabbel
Schwabbel
16. September 2019 8:19

Wer ist Deutschland keine hohe Qualifizierung erhalten hat, darf schamlos im Niedriglohnsektor schreiben.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Roberto De Lapuente
16. September 2019 8:46

Jo, guude, Roberto!
Dann kannste ja den Anton wieder aus der Haft entlassen, damit wir auch wieder bissl Spass haben…

flurdab
flurdab
Reply to  Schwabbel
16. September 2019 12:37

Ha ha, Niedrighohnsektor.
Da solltest du mal deren Villen im Tessin sehen.
Ich frag mich ja immer wo die beiden Finanz- und Börsenheinis noch die Zeit für einen Blog hernehmen.

Marlene
Marlene
16. September 2019 17:28

1. Ist das nicht ein Problem der Geringqualifizierten, sondern ein Problem der Alten, der Frauen, der Mütter …. auch Alte Studierte kriegen nur noch Low Budget Jobs! 2. Es gabs in der WWG schon immer: Frauen und Kinder die dem Manne zur Verfugung standen und ihm zu dienen hatten! 3. Es hat mich geärgert, als die Frauenbewegung zum CoTäter des Systems wurde (und die neue Vätergruppierungen tatkräftig mitwirkten) Denn, um im Männerland Cash in the tash zu aquirieren müssen Männer ( und nun auch Frauen) andere ausbeuten! Grundsätzlich hätte ab den 80ern die Frage gestellt werden müssen, 1.was ist Arbeit?… Weiterlesen »

Rudi
Rudi
Reply to  Roberto J. De Lapuente
16. September 2019 20:23

Was sind denn das für Leute, die Geringqualifizierten? Egal, was ich mache, überall gibt es eine Menge Befähigter, die können es – was auch immer – besser als ich. Auch die in Arbeit Stehenden sollen am Kragen gepackt werden: Mit einer Initiative im Bundesrat will Bayern die Regelung für die tägliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden lockern. Die Staatsregierung begründet das mit der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt. (…) Starre Arbeitszeitregelungen, insbesondere die ununterbrochene Ruhezeit von elf Stunden, seien daher nicht mehr zeitgemäß. Der Kapitalismus ist mit seiner Auspresserei noch lange nicht am Ende. Die Wirtschaftsparteien Union, FDP und AfD, eventuell auch… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  Rudi
16. September 2019 21:27

Wer hat schon noch wirklich Zeit zum Nachdenken, der 40h+x pro Woche arbeitet, dazu noch Familie und Hobby unter einem Hut zusammenbringen möchte…?! Nicht mehr viele. Und das ist auch gewollt… Halte die Menschen (mit Arbeit und Schweine durchs Dorf treiben) im Trab, damit diese nicht mehr wirklich Nachdenken können…
Die paar Prozent die es dann doch noch können, spielen dabei keine Rolle…
Und diejenige die weniger arbeiten, oder gar arbeitslos sind, sollen in existenzieller Angst im Griff gehalten werden,… Diese verhindert das Denken sehr effektiv!

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  niki
16. September 2019 23:36

Familie, Hobby und 40-Stunden-Woche, und dann auch noch nachdenken? Das scheint tatsächlich heute schon die totale Überforderung zu sein. Gute Güte, wie haben das die Leute damals nur hingekriegt, für diese 40-Stunden-Woche zu kämpfen? Die hatten davor noch 48-Stunden-Wochen und da davor 60-Stunden-Wochen und im Manchester-Kapitalismus noch nicht mal richtiges Geld. Und unsere türkischen Mitbürger haben in den 60ern und 70ern noch gerne Doppelschichten gefahren, damit es ihnen besser geht – was auch immer sie unter „besser“ verstanden haben. Wir wollen darüber jetzt nicht urteilen.

Irgendwas ist an Ihrem Ansatz nicht ganz richtig. Nächster Versuch…

niki
niki
Reply to  Drunter & Drüber
17. September 2019 0:49

Sorry… Der Trend geht aber seit einiger Zeit zum Zweitjob… Klar haben bestimmte Personenkreise auch in 70er und 80er Doppelschichten gefahren o.ä. Aber das war wohl nicht die Masse, so wie es heute ist… Abgesehen davon was mehr geleistete Arbeitszeit heute nicht als Überstunden abgerechnet wird, geht auf keine Kuhhaut mehr… Also eine 40h/Woche ist real oft eine 45h Woche oder noch mehr. Unbezahlt! Bei bezahlten Überstunden sieht das nicht anders aus. Auch ich habe im Sommer rund 30-35h Überstunden pro Monat. Bei einer 25h Woche… (ich bin noch selbstständig nebenbei, wo ich durchschnittlich 15h pro Woche arbeite, in bestimmten… Weiterlesen »

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  niki
17. September 2019 7:02

Kämpfen Sie für die 32-Stunden-Woche, damit Sie Zeit zum Nachdenken bekommen für einen stimmigeren Ansatz!
😉
Guten Morgen

Pen
Pen
Reply to  Drunter & Drüber
17. September 2019 7:59

@ Drunter&Drüber

Wieder auf dem Kriegspfad?

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  Pen
17. September 2019 11:00

Wieder mal nichts kapiert, Pen? So wie fast immer, Pen?

Mordred
Mordred
Reply to  Drunter & Drüber
17. September 2019 17:16

Irgendwas ist an Ihrem Ansatz nicht ganz richtig. Nächster Versuch…

Früher war man geistig mit wesentlich weniger Thematiken beschäftigt und abgelenkt. Das gilt für nahezu alle Lebensbereiche. Konsum, Familie, Altersvorsvorsorge usw. usf.
Oder nimm das Pendeln. Ich kam bspw. 10 Jahre meines bisherigen Berufslebens so auf 60+ Stunden pro Woche.
„Gut “ dazu beitragen tut auch die Vereinzelung der Gesellschaftsmitglieder…

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  Mordred
17. September 2019 17:50

Ja, schon. Es gab Zeiten mit mehr Engagement und mehr Konzentration. Nur, diese Zeiten waren nicht „besser“, und der Überlebenskampf war grundsätzlich härter. Insofern zählt das Argument, man habe keine Zeit mehr nachzudenken und sich am Ende solidarisch zu engagieren, wenn man arbeitet, eine Familie und ein Hobby hat, einfach nicht. Das haut nicht hin. Allenfalls kann man darauf abheben, dass individualisiertes Massenleben keinen Platz für solidarische gemeinschaftliche Aktivitäten hat. Doch zu so einem Leben wird niemand gezwungen. Noch ist es möglich, im lokalen, im kommunalen, im regionalen Raum Dinge zu bewegen. Seltsamerweise ist das genau der Raum, der von… Weiterlesen »

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Roberto J. De Lapuente
17. September 2019 7:02

Morsche, Roberto,

sind nicht unsere Politiker die bestbezahlten Geringqualifizierten?

Pen
Pen
Reply to  ChrissieR
17. September 2019 7:58

@ChrissieR

Richtig, den einzigen, wirklchen Fachkràftemangel haben wir in unserer Regierung. Fällt nur nicht so auf, weil dort Millionen für Berater ausgegeben werden können. Der Steuerzahler zahlt also doppelt für eine Politik, die sich letztlich gegen ihn richtet.

Schwabbel
Schwabbel
Reply to  Pen
17. September 2019 11:28

Fachkraft Schwesig lässt sogar die SPD in Meck-Pomm um
8% abstürzen. In Meck-Pomm regiert demnächst die CDU.

https://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/MV-aktuell/OZ-Wahlumfrage-SPD-im-Land-stuerzt-ab-CDU-legt-zu

Mausi
Mausi
Reply to  Roberto De Lapuente
17. September 2019 18:24

Geben wir den Rechten eine Chance
Bin aber nicht sicher, dass die diese positiv nutzen werden
Die konservative Langeweile ist aber völlig daneben
Man gebe den Bürgern mehr Beteiligungsrechte und überlege sich ein modernes Sozialsystem

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mausi
17. September 2019 21:22

@Mausi

Geben wir den Rechten eine Chance

Man gebe den Bürgern mehr Beteiligungsrechte und überlege sich ein modernes Sozialsystem

Das in einen Kommentar zusammen zu packen ist schon eine dolle Nummer.
Selten so gelacht.

Mausi
Mausi
Reply to  Robbespiere
17. September 2019 22:02

Rechte nerven nicht mit Multikulturellen Spielereien oder anderen Luxusthemen
Linke sind fertig , keine Chance auf irgendwas

niki
niki
Reply to  Mausi
18. September 2019 0:02

@Mausi,
du kannst ruhig ein rechter sein, nur dann musst du in einem Blog mit weitestgehend linken Kommentatoren damit rechnen das du entsprechend verbal vor dem Latz bekommst… Und das zurecht!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
18. September 2019 7:48

Anton bringt jetzt seine Verwandtschaft mit. 🙂

Mausi
Mausi
Reply to  niki
18. September 2019 9:47

Rechts spricht die Bürger halt mehr an

Schwabbel
Schwabbel
Reply to  Roberto De Lapuente
17. September 2019 21:38

Auf Landesebene ist es eh meist wurscht, wer regiert

Bundesrat einfach erklärt

https://www.youtube.com/watch?v=8alVUNNe53o

Molle Kühl
Molle Kühl
Reply to  Roberto J. De Lapuente
18. September 2019 10:11

Falsche Antwort. Richtig wäre. Oh ja, hab ich gar nicht dran gedacht. Ich korrigiere mich.

Merke: Kritikresistenz ist nicht unheilbar.

Schwabbel
Schwabbel
Reply to  Molle Kühl
18. September 2019 10:46

Macht ja nix wenn die AfD in fast allen Landesparlamenten sitzt. Ist ja “ wurscht wer auf Landesebene regiert“ .->

Schwabbel
Schwabbel
Reply to  Roberto De Lapuente
18. September 2019 17:06

.

Schwabbel
Schwabbel
Reply to  Schwabbel
18. September 2019 17:09

Oberlehrer hat keiner lieb. Komm erklär mir die Welt.

Fahr mal mit dem Finger die Liste der kognitiven Verzerrungen runter
und stoppe bei „Dunning Kruger“

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_kognitiven_Verzerrungen

Schwabbel
Schwabbel
Reply to  Roberto J. De Lapuente
18. September 2019 10:42

Das Buch mit den politischen Basics gabs früher von der bpb für „Mittler“
( Journalisten, Lehrer, Blogger etc. ) geschenkt. Es heißt:
„Das politische System Deutschlands“.
Weiß nicht ob die das noch auflegen, jedenfalls zahlen Mittler heute einen Unkostenbeitrag für Publikationen

https://www.bpb.de/shop/buecher/

Früher gab es jährlich sechs Bücher von denen für lau. Der ganze Schrank war voll.

Heute ist die bpb ein fragwürdiger Laden, insbesondere was Wirtschaftskriegseinsätze und den
sinnfreien Stress mit Russland betrifft.

Schwabbel
Schwabbel
Reply to  Schwabbel
18. September 2019 10:56

Gerds Scheißhausreformen werden von der
bpb auch nicht neutral betrachtet und faktenbasiert
aufgearbeitet.

Schwabbel
Schwabbel
Reply to  Schwabbel
18. September 2019 11:00

Diesbezüglich lohnt die Lektüre von A. Müller:
“ Die Reformlüge “

Vorsicht ! Dieses Buch wird von schwarzen Fledermäusen
geliefert !

Atalante
Atalante
Reply to  Roberto J. De Lapuente
18. September 2019 9:54

Auch richtig. Aber Geringqualifizierung ist ein nicht zu verachtender Posten. Erzähle das mal dem Uni-Absolventen, der sich nach dem Abschluss von befristetem Vertrag zu befristetem Vertrag hangeln und zur Überbrückung regelmäßig ALGII beantragen muss, da er entweder nicht lang genug beschäftigt war, um ALGI zu erhalten, bzw. so erbärmlich wenig bekommt, dass er mit ALGII aufstocken muss. Oder dem mit knapp über 50 ausgesteuerten , über 30 Jahre Berufserfahrung verfügende Techniker, der plötzlich auf der Straße steht, weil er dem Unternehmen nicht mehr „nützt“ (weil irgendwelche, auf die nächsten Quartalszahlen und Dividendenausschüttungen für die Aktionäre schielenden „Berater“ sehen, dass der… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Atalante
18. September 2019 11:30

@Atalante Dem kann man voll zustimmen. Passend zum Thema Bildung auch dieser wunderbare Auftritt von Georg Scvhramm: https://www.youtube.com/watch?v=RkNddCXSLvM Schramms Verdacht, dass die Bildung der Masse systematisch heruntergefahren wird, weil man dumme Konsumenten statt aufgeklärter, politisch engagierter Bürger in unserem System braucht, ist m.M.n. offensichtlich. Kinder, die aus Familien mit geringerem Bildungsniveau kommen, sollen keine Gelegenheit bekommen, aufzusteigen. Die bürgerliche Klasse schottet sich ab und schafft ihrem Nachwuchs die Konkurrenz aus dem Weg. Die Politiker, die selbst zum Bürgertum gehören, fördern diese Tendenz nach Kräften. Die Türen, die der Sputnik-Schock für die Arbeiterklasse geöffnet hat, werden Stück für Stück wieder geschlossen,… Weiterlesen »

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
18. September 2019 14:37

Herr Schramm bringt es auf den Punkt! Der Wertewesten braucht nur noch dumme Konsumenten. Gut Ausgebildet könnten ja merken, was hier passiert.

Die Wahrheit findet man nur noch in Blogs, Kommentaren und Kabarett. Nur dort wird sie geduldet.

Snowden, Manning und Assange sind der Beweis.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
18. September 2019 14:51

@Pen Herr Schramm bringt es auf den Punkt! Der Wertewesten braucht nur noch dumme Konsumenten. Gut Gebildete könnten merken, was hier passiert. Nun, gut gebildete braucht es auch noch, um das Schweinesystem am laufen zu halten, aber die rekrutieren sich aus den Dynastien der Profiteure und bekommen auf Privatschulen die bessere Bildung. Die bürgerliche Klasse schottet sich nach Unten hin ab, was man an bestimmten Kennzahlen gut sehen kann. Von neun Studierenden kommen acht aus bürgerlich-akademischem Haus. Das ist kein Zufall, sondern hat System. Wer Unten ist, soll möglichst auch da bleiben. Von daher weht auch der Wind, wenn über… Weiterlesen »

Mausi
Mausi
Reply to  Robbespiere
18. September 2019 14:59

Privatschulen haben ihren Platz. Bildung ist eine gesellschaftliche, keine rein staatliche Aufgabe! Wollen Linke jetzt Privatschulen verbieten? Sehr peinlich!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Mausi
18. September 2019 16:56

Erklär mir mal den Unterschied zwischen Staat und Gesellschaft und warum Bildung nicht für alle einheitlich sein soll?

Mausi
Mausi
Reply to  Robbespiere
18. September 2019 17:27

Staat ist für mich in erster Linie das Instrument der herrschenden Politik über die Bevölkerung. Der Staat benutzt seien Angestellten als Staatsbedienstete den Bürger klein halten zu können! Bildung ist ein Gut, zu einem bestimmten Teil ein öffentliches , darum bin ich auch gegen Studiengebühren an Staatsuniversitäten, solange es sie gibt! Es spricht nichts dafür, ein teilweise öffentliches Gut, die privatem Bildungsenrichtungen machen nur einen kleinen Teil aller Bildungseinrichtungen aus, ganz zu einem öffentlichen zu machen. Der Staat, wer dürfte mehr Schuld auf sich geladen haben, sollte nur das erledigen, was er muss. Möchte Familie A ihr Kind auf eine… Weiterlesen »

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