Migrationspolitik: Das hat nicht das Thema der AfD zu sein!

Die Linke soll die Themen Migration und Flüchtlinge endlich ad acta legen, sich von der AfD nicht die Themen vorgeben lassen? Aber Fragen zu den Fehlern und Problemen der Migrationspolitik müssen ergebnisoffen und unideologisch links diskutiert werden. Nicht Ignoranz hilft – den Rechten ihr Thema mit Kenntnis und ohne Schaum vorm Mund wegnehmen ist die Option.

Jetzt lasst doch das Thema endlich mal ruhen. Flüchtlinge! Migration! Multikulti! Mensch, muss man sich denn thematisch so von der AfD treiben lassen? Es gibt doch wichtigere Probleme. Lasst euch doch nicht einreden, dass dieses Sujet überhaupt ein Problem ist. Solche Einwürfe und Ratschläge liest und hört man jetzt oft. Man möchte der Linken ausreden, sich des Themas anzunehmen, weil man glaubt, dass es das gezielte, ja aufgebauschte Schwerpunktthema der Rechtspopulisten ist.

Stimmt ja auch. Wenigstens ein bisschen. Natürlich bauschen die es auf, verschärfen den Ton, fingieren wirkliche Nachrichten so, dass sie am Ende viel besorgniserregender rüberkommen, als sie in Wirklichkeit waren. Aber so zu tun, als gäbe es keine Probleme, keine Nöte und Sorgen, als laufe die Migrationspolitik völlig reibungslos und kuschelig: Das ist keine Alternative. Darf es auch nicht sein. Es wird Zeit, dass man dieses Thema seriös, sachlich und mit der nötigen Distanz behandelt. Und das ist sicherlich nicht das, was die AfD meisterhaft könnte – und wollte. Wenn man sich dieses Themenkomplexes annehmen will, kann es nur von links adäquat behandelt werden. Dazu wird es endlich Zeit. Verweigerungshaltung können wir uns nicht mehr leisten. Nehmt der AfD endlich das Thema weg und handelt es ergebnisoffen – empathisch zwar, aber prinzipientreu – ab.

Ich gab ja unlängst zu, dass ich als linker Blogger einen kleinen Anteil daran habe, dass heute ungeklärte Fragen der Migrationspolitik auf uns einprasseln. Als Teil des linken Mainstreams habe auch ich es mir zu einfach gemacht – und damit das Thema den Rechten überlassen. Eine Begebenheit fiel mir da wieder ein. Damals ging etwas von einer Siedlung irgendwo im Ruhrgebiet durch die Presse, in der man viele Sinti und Roma untergebracht hatte. Menschen aus Osteuropa, die die kontinentale Freizügigkeit in Anspruch nahmen und nun ohne Aufgabe und Perspektive in einer Mietskaserne hockten. Die Anwohner liefen Sturm, die Zustände seien schlimm. Über Müll und Bettelei wurde berichtet. Man fühle sich unwohl, die Behörden schauen mehr oder weniger nur zu. Kein Wunder, denn die Behörden sind personell ausgeblutet, Ordnungsamt und Polizei kommen in kaum einer deutschen Großstadt noch zurecht, stückwerken nur noch orientierungslos umher, um wenigstens die gröbsten Aufgaben zu erledigen.

Und was habe ich beizeiten als Blogger zur Debatte beigetragen? Ich habe natürlich betont, dass es wohl im deutschen Wesen nach wie vor einen Hang zum Antiziganismus gäbe, habe den Leuten nichts als blinden Rassismus unterstellt. Dieses Muster habe ich ziemlich oft bedient. Kam etwas über solche Stadtteile zur Sprache, in denen die langjährigen Anwohner fremdelten, sich nicht mehr auf die Straße trauten oder aber von Verwahrlosung sprachen, kommentierte ich moralisch, ganz nach dem Motto: Wie könne man um Himmels willen nur so fremdenfeindlich sein? Wie wäre es denn, mal auf diese zugezogenen Leute zuzugehen? Das könne doch nicht so schwer sein, Mensch! Harmonie sei schließlich Einstellungssache, man müsse nur mal aufhören, immer nur das Schlechte zu sehen. Wenn bestimmte kulturelle Gruppen ihre internen Zwiste mit einem privaten Hodscha und Friedensrichter regeln wollen und nicht etwa mit deutschen Polizeibeamten: Was sei denn bitteschön dabei?

Ich habe den Berliner Ex-Bezirksbürgermeister Buschkowsky publizistisch abgewatscht, weil der seinen Kiez ständig kritisierte, die dort vorherrschende Parallelgesellschaft rügte. Clans und Banden habe ich ausgeblendet. Wie sollte ich es auch anders wissen, ich Landei? Als ich in Ingolstadt lebte, war das zwar offiziell Großstadt, aber halt trotzdem tiefste bayerische Wohlstandsprovinz. Was ahnte man da schon von Stadtteilen in Berlin, in denen die Polizei keine Lust mehr hat zu verhaften, weil sie weiß, dass man Tatverdächtige schnell wieder auf freien Fuß setzt? Danach war ich an der hessischen Bergstraße – da gab es keine Brennpunkte. In Frankfurt beobachte ich heute die Berlinisierung mancher Stadtteile. Bettelbanden dringen bis in Wohngegenden vor, die Ordnungsbehörde bleibt kulant, erst so genanntes aggressives Betteln sei zu beanstanden. Wann das der Fall ist, bleibt natürlich Ermessenssache.

Selbstverständlich findet man auch hier Parallelgesellschaften, in denen deutsche Behörden keinen Einfluss mehr haben. Osteuropäische Roma sprechen einen auf öffentlichen Plätzen an, rückt man dann wirklich mal gutmütig den Geldbeutel raus, gesellen sich prompt zum Bettelnden zwei, drei weitere Kollegen hinzu, die das gezückte Zwei-Euro-Stück gegen den Zehner oder Zwanziger austauschen wollen, der aus dem Geldbeutel herauslugt. Ich habe mehrfach gesehen, wie sie den Geber bedrängten, auf das Papiergeld deuteten, teilweise in die Geldbörse hineinfingerten und den Spendierfreudigen so in die Enge trieben, dass man seine Angst in den Augen erkannte. Die Taunusstraße gehört Banden aus dem Maghreb, die teils mit harten Drogen handeln und die täglich mehrmalige Razzien provozieren. Libanesische Banden wie in Berlin soll es auch in Frankfurt geben. Es gibt sie nach Polizeiangaben ohnehin in vielen deutschen Großstädten. Die deutsche Polizei ist indes gar nicht auf Banden eingerichtet, deren Mitglieder in eher autoritären Gesellschaften sozialisiert wurden.

Das sind die großen Verwerfungen, die ganz massiv mit dem Staatsrückzug, mit der Sparpolitik zu tun haben. Die liberale Gesellschaft kriegt tatsächlich den Spagat zwischen Empörung über fehlende Integration hin, ohne zeitgleich für eine ausreichende Finanzierung der inneren Sicherheit sein zu wollen. Der Freiheitsbegriff, der dahintersteckt, führt geradewegs in die Resignation – und als Ausweichtaktik: Ins Augenverschließen.

Denn natürlich haben wir uns in den letzten Jahren diverse Handlungen als multikulturelle Normalität verkaufen lassen. Aber es ist eben nicht normal, dass Menschen, die nach Deutschland kommen, über Jahre kaum ein Wort Deutsch erlernen. Es ist auch nicht sinnvoll, wenn man eine europäische Freizügigkeit feiert, Europäern aller Länder die Möglichkeit gibt, ihren Lebensschwerpunkt überall in die EU-Zone zu verlagern, dabei aber im Schein liberaler Ignoranz kein Interesse dafür aufbringt, wie sie ihr Leben finanzieren können. Sozialleistungen gibt es ja keine mehr für Menschen, die frisch ins Land kommen – aus nachvollziehbaren Gründen übrigens.

Natürlich ist Zuwanderung in der heutigen Welt völlig normal. Man muss dafür offen sein. Was mich aber mehr und mehr stört ist der Zweckoptimismus, der so tut, als sei das alles so ganz ohne Probleme praktizierbar. Dabei ist es logischerweise viel komplizierter, zumal dann, wenn die Zugewanderten aus anderen Kulturkreisen und Weltregionen zu uns kommen. Da treffen Mentalitäten aufeinander – Sprachschwierigkeiten kommen dazu.

Ein kleines, randständiges Beispiel aus dem Gallus, hier in Frankfurt. Vor bestimmten Wohnblöcken, in denen meist arabischstämmige Familien leben, stehen alte Möbel und Kühlschränke herum. Dort wird, wenn sich neu eingerichtet wird, die alte Einrichtung einfach vor die Türe gestellt – Sperrmüll anzumelden kostet in Frankfurt nichts. Man muss ihn aber rückmelden, damit der Lastwagen bei seiner wöchentlichen Tour durch den Stadtteil vorbeikommt. Zudem will man in etwa die Menge des Sperrmülls vorab wissen. Ohne Sprachkenntnisse natürlich schwierig – und ohne Konsequenzen, weil es einfach an Ordnungspersonal fehlt, wird sich da wenig ändern. Die Lebensqualität schwindet, die Kieze verkommen zu Müllhalden.

Von den großen Problemen der organisierten Kriminalität, ganz zu schweigen. Man kann diesen Verbrechern noch nicht mal einen Vorwurf machen. Seit Jahren äußern sich Polizisten kritisch, sie behaupten, dass Verbrecher aus dem Ausland die Erfahrung gemacht haben, dass man in Deutschland mit ihnen recht liberal verfährt. Wenn alles glatt läuft, sind sie schnell wieder auf freien Fuß. Mancher nennt das Kuscheljustiz. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass deutsche Gerichte sehr auf Angeklagte fixiert sind, Staatsanwaltschaften sind manchmal extrem kulant, beugen auch gerne mal eine ungünstige Sozialprognose, um dem Delinquenten noch eine weitere letzte Chance zu erteilen. Das ist an sich sympathisch – bei einigen Gesellen sendet diese Freundlichkeit aber ein falsches Signal aus: Sie werten sie als Freifahrtschein.

Vor einiger Zeit war ich wieder mal Zuhörer bei einem Prozess: Ein rumänischer Bauarbeiter, der gerade mal neun Tage im Land war, stieg in ein Haus ein. Man hatte ihm Reichtümer in Deutschland versprochen, man brauchte ihn aber, wie so viele Osteuropäer, in einer Bruchbude mit anderen arbeitswilligen Männern unter. Man trank viel, Frau und Kind fehlten ihm und sein Gehalt blieb trotz Arbeitsleistung aus. Kurz und gut, er arbeitete ja auch schwarz am Bau – wo sollte er sich als beschweren? In Rumänien gehört es sicherlich auch nicht zum guten Ton, in anderer Leute Häuser einzusteigen. Er tat es aber. Man bemühte sich in diesem Verfahren fast reflexhaft, vom Angeklagten ein Bekenntnis abzupressen, wonach er aus Hunger eingebrochen sei. Er spielte aber nicht recht mit, Lebensmittel hat er dann auch nicht angefasst. Er räumte den Schnapsschrank leer und hatte den Flachbildschirm schon am Ausstiegsfenster bereitgestellt. Wenigstens war er halbwegs geständig – nur der Fernseher, den wollte er gar nicht mitnehmen, behauptete er.

Nach neun Tagen in Deutschland wurde er also bei einer Straftat ertappt – er kam mit Bewährung davon und mit dem heißen Ratschlag, nicht weiter schwarz am Bau zu arbeiten. Die Kosten trug die Staatskasse. In Deutschland konnte er selbstverständlich bleiben. So sieht im Grunde Kontrollverlust im Kleinen aus. Überhaupt zur fehlende Kontrolle sei festgehalten: Mit Flüchtlingen hat das nur nebensächlich was zu tun. Das Problem ist viel älter. Aus einem falsch verstanden Liberalismus heraus haben wir über Jahre so getan, als könnten und müssten wir alles aushalten, was an migrationspolitischen Problemen oder Sorgen anklang.

Es musste so kommen, dass das Thema irgendwann so präsent wird, dass man damit politisch punkten konnte. Die AfD hat die Initiative ergriffen und trifft bei vielen Menschen ins Schwarze. Nicht, weil die Menschen grundsätzlich Rassisten wären oder Ausländer aus dem Land haben wollen. Aber sie merken, dass die Kontrolle entglitt – und sie spüren, dass der schlanke Staat viel zu schwächlich ist, um noch dagegenzuhalten. Er kapituliert und seine öffentlichen Repräsentanten halten Sonntagsreden auf Werte, die man gar nicht mehr exekutiv verteidigen kann, weil es an Substanz mangelt.

Das Problem mit der AfD ist bekanntlich: Sie hat das Thema aufgegriffen, aber betreibt es mit rassistischen Anklängen, teilweise mit grotesken Übertreibungen, Überspitzungen und Räuberpistolen. Es schwingt ein eugenisches Herrenmenschentum mit, genetische Überheblichkeit und ein Ton, der der Rassenlehre von einst alle Ehre macht. Die AfD nimmt sich dieses Themas in dummdreister bis bösartiger Hetzerei an. Mit einem Anspruch, der so tut, als könne man wieder zurück in die Fünfziger, als der Ausländer noch ein bittstellender Gastarbeiter war, der die Finger von der deutschen Maid lassen sollte.

Der Themenkomplex gehört aber in den linken Diskurs, muss der AfD entrissen werden – es ist insofern ein linkes Thema, weil es ein Ordnungsthema ist. Und Ordnung: Darum geht es doch! Das ist das Thema dieser Zeit. Die ist uns nämlich verlorengegangen. Zu glauben, dass irgendwelche Stockkonservativen die wiederherstellen könnten und wollten, gehört zu den ganz großen Naivitäten unserer Epoche. Ordnung ist eine wirtschaftspolitische Frage – und gesellschaftspolitisch ist sie nur möglich, wenn man den Mut hat, Wahrheiten zu erkennen und mit diesen Erkenntnissen Politik zu gestalten. Zu lange hat man innerhalb der Linken so getan, als sei zum Thema der Migration alles gesagt, als könne man jetzt gönnerisch zugucken, wie sich Vielfalt entfaltet.

Dass diese Vielfalt nicht nur eine Chance ist, sondern bei diversen Themen (beispielsweise Gleichstellung, Kindeswohl oder Akzeptanz staatlicher Autoritäten) in ein Chaos mündet, hat man pfleglich ignoriert. Bis es zu spät war. Oder bis es hoffentlich nur fast zu spät war: Man muss optimistisch bleiben! Eine neue Linke im Land muss da ergebnisoffener handeln, kritisch bleiben, nicht romantisieren und klare Vorgaben machen: Ja, Deutschland ist ein Einwanderungsland. Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz, das auch was von den Migranten fordert – und wir benötigen ein Integrationsministerium, das Vorgaben macht, Werte und Vorstellungen vermittelt und gleichzeitig integrative Programme auflegt und fördert.

Es gibt aber ganz sicher keinen Anspruch darauf, dass internationale Banden ganze Stadtteile zu ihrem gefühlten Eigentum erklären. Das kann nur gelingen, wenn man Gelder für die Sicherheit zur Verfügung stellt und die Trimmung der Ordnungsbehörden auf rein betriebswirtschaftliche Effizienz einstellt. Wenn man also die neoliberalen Feuchtträume beendet und die politische Handlungsfähigkeit erneuert. Kurz gesagt, wenn man linke Politik macht. Daher ist auch die Sicherheit ein linkes Thema.

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niki
niki
3 Jahre zuvor

Von mir auf den linken Diskurs betrachtet helfen kaum härtere Strafen. Denn woanders wo die Gesetze weit härter sind, gibt es die Problematik mit Kriminellen nicht weniger (letztere würden höchstens noch mit viel mehr Gewalt vorgehen). Der einzige Unterschied ist durch das vergleichsweise liberale Rechtsverständnis, dass die Kriminellen wesentlich dreister erscheinen und manchmal auch sind.
Die Neigung zur Entstehung von (Klein-)Kriminalität ist auch da zu suchen wo der Staat sich knallhart beim kleinsten Vergehen (SGB II) m.E. gegen die Menschenwürde des „Delinquenten“ handelt und gleich komplett die Grundlagen zum Leben entzieht. Im Vergleich dazu werden schwere Straftäter scheinbar mit Samthandschuhen angefasst.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieses so gewollt ist, damit die Gesellschaft nach einen konservativen Backlash ruft, was diese anscheinend auch tut. Nur geht das halt auch nach hinten los, wie man sehr deutlich an der heutigen politischen Situation im Land sehen kann.
Natürlich sollte die Polizei personell besser ausgestattet sein. Ich kenne genug Polizisten und wenn ich denen zuhöre, denen fehlt es an allen Ecken und Enden an einer vernünftigen Ausstattung und müssen gleichzeitig sehr viel Überstunden schieben. Es ist im Moment überhaupt nicht möglich entsprechend als Polizei, überall wo es nötig ist, präsent zu sein.
Die Neigung dass bei der Polizei auch soziopathisch veranlagte Arschlöcher in den Dienst gestellt werden ist in der Natur der Sache zu suchen. Schließlich bringt der Dienst auch eine gewisse Machtausübung mit. Da muss ein besserer Filter her…

Von der europäischen Freizügigkeit halte ich auch solange nichts, wie es nicht zumindest ähnliche soziale Absicherung in den Ländern gibt. Das heißt aber selbstverständlich nicht nach unten angleichen, gell?
So wie es jetzt abläuft, ist es natürlich vollkommen irre… Man kann schon gar davon sprechen, dass es ein osteuropäischer „Arbeiterstrich“ in Großstädten gibt, der mit den deutschen Billiglöhnern hier konkurriert… Das ganze läuft unter vollkommen irrwitzigen Zuständen ab…

Zu deinem aufgeführten Fall mit dem Rumänen kann ich auch nur sagen, dass dieses natürlich an der europäischen Freizügigkeit liegt und an einer absolut mangelhaften personellen Ausstattung des Zolles… Nun habe ich die Frage, wie es mit der Strafe des „Arbeitgebers“ aussieht? Und wie sollte man mit den Rumänen umgehen? Eigentlich ist der schon genug gestraft. Denn für diesen gibt es hier kaum eine reelle Lebensperspektive mehr. In Rumänien sieht es nicht besser aus. Der wird weiterhin das gleiche tun. Loose-Loose für alle… Trotzdem einfach abschieben? Ich erinnere einfach nur noch mal an die europäische Freizügigkeit… Irgendwie haben wir da als das reichste und wirtschaftlich mächtigste Land die Hauptverantwortung für… Mit allen Konsequenzen.

Einfach
Einfach
Reply to  niki
3 Jahre zuvor

Weil, wenn jemandem, der immer mit dem Rücken zur Wand stand, und kaum soviel Raum hatte, als das er sich denn umdrehen konnte, wer so jemandem die Freiheit schenkt, wird vermutlich mit viel Wut konfrontiert werden ?

Und so jemanden machen durchdringende Radiowellen wohlmöglich noch wütender, weil er den Radiowellenwellen im Wege steht, wo er doch quasi eine Störung der Atmossphäre darstellt ?

ChrissieR
ChrissieR
3 Jahre zuvor

Moin,
als emeritierte Linienbusfahrerin in Wiesbaden kann ich die „Berlinisierung“ auch anderer Städte nur bestätigen.
Ich glaube, dass den meisten Deutschen immer noch eine „Grundschuld“ bewusst ist, was Deutsche damals an fremden Völkern oder andersdenkenden/gläubigen Menschen verbrochen haben. Das hat dann das Pendel komplett umschlagen lassen, so dass nun jeder Nichtdeutsche per se ein guter Mensch ist und man einen Schwarzen politisch korrekt eigentlich kaum noch beschreiben kann ohne irgendwo anzuecken.
Eine schlimme Kindheit wirkt automatisch strafmildernd, genau wie eine tat unter Alkoholeinfluss.
Die Polizei ist damit natürlich – auch personell- überfordert und hält sich im Zweifelsfalle raus. Man könnte nun eine Grundsatzdebatte loslassen, ob es überhaupt Nationalismus braucht, niemand ist Ausländer, wir sind alle Weltbürger. Gut. Aber nur, wenn auch alle die gleichen Bedingungen hätten, sei es finanzieller oder bildungsmässiger Art!
Wenn dann arme Leute unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt werden und merken, dass sie hier sogar auf arme Einheimische treffen, die von ihrem eigenen Staat verarscht werden, haben die doch kaum noch Hemmungen, Gesetze zu übertreten!
Wenn ich z.B. in Hartz4 wäre und mit Sanktionen auf Null gebracht wäre, würde ich aus Selbsterhaltungstrieb wahrscheinlich auch Lebensmittel und Klamotten klauen!
Nur würde ICH dann im Knast landen….
Gerechtigkeit wird es nie geben, aber ein erster Schritt wäre schon mal, wirklich jeden Täter gleichzubehandeln!
So lange der kriminelle Bankmanager noch mit Boni versorgt wird und der mehrfache Schwarzfahrer mangels Kohle seine Strafe im Knast absitzen muss, läuft das System definitiv falsch und erzeugt bei potentiellen Straftätern auch null Respekt!
Alloah

Christine

niki
niki
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

Wenn ich z.B. in Hartz4 wäre und mit Sanktionen auf Null gebracht wäre, würde ich aus Selbsterhaltungstrieb wahrscheinlich auch Lebensmittel und Klamotten klauen!
Nur würde ICH dann im Knast landen….

Auch wenn der allgemeine Tenor das millionenfach wiederholt ist die Frage ob das wirklich so stimmt…

Ehrlich gesagt, glaube ich dass nicht. Zumindest in der Form, wie immer behauptet wird.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
3 Jahre zuvor

Wenn ich z.B. in Hartz4 wäre und mit Sanktionen auf Null gebracht wäre, würde ich aus Selbsterhaltungstrieb wahrscheinlich auch Lebensmittel und Klamotten klauen!
Nur würde ICH dann im Knast landen….

Auch wenn der allgemeine Tenor das millionenfach wiederholt ist die Frage ob das wirklich so stimmt…

Ehrlich gesagt, glaube ich dass nicht. Zumindest in der Form, wie immer behauptet wird.

Was soll daran nicht stimmen?

Schon am Beispiel der milliardenschweren Bankenrettung bewahrheitet sich doch die Volksweisheit, dass man die kleinen hängt und die Großen laufen läßt.
Kein einziger Verantwortlicher kam ins Gefängnis trotz des immensen Schadens für den Staat.
Ebensowenig wird Steuerhinterziehung korrekt geahndet, sondern sogar noch gefördert, wie man an Schäubles Versuch einer Weißwaschung von Schwarzgeldern in der Schweiz sehen kann oder dem Ausmaß des Stiftungswesens.
Betrug a la Dieselskandal hat für die Anstifter auch keinerlei Konsequenzen, den Schaden aber trägt die Gesellschaft.
Es ist doch offensichtlich, wer in unserem Land geschont und wer bestraft wird.
Wer in großem Umfang den Staat schädigt, hat quasi Narrenfreiheit, so als sei das ein anerkannter Nationalsport.

niki
niki
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Schon interessant wie schnell das ganze selbst von links-denkenden übernommen wurde, dass Migranten und ähnliche gegenüber Deutschen allgemeinen bevorteilt werden. Nach meiner Erfahrung nach ist das vollkommener Quatsch. Diese Ungleichbehandlung gibt es nur zwischen Arm und Reich…
Dann gibt es halt noch diese mafiaähnlichen Clans mit Migrationshintergrund. Die sind gewollt… Man könnte recht einfach etwas gegen diese unternehmen. Aber dann würde es nicht viel leichter sein die Legende der Bevorteilung aufrecht zu erhalten.
Ist denn das schon soweit aus den Köpfen verschwunden, das südländisch aussehende Mitmenschen deutlich häufiger beschuldigt werden etwas getan zu haben, obwohl komplett unschuldig?
Oft genug bei Polizeikontrollen und ähnlichem erlebt… Meine Freunde mit Migrationshintergrund mussten viel viel mehr diesbezüglich über dich ergehen lassen als ich selbst…
Das „Racial Profiling“ der Polizei ist wohl schon wieder vergessen.
Also ist das alles bei weitem nicht so einfach und bedarf Differenzierung.

Dieses arme Schwein in dem Beispiel, welches mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt wurde, ist wie gesagt eine ganz besonders gruselige Situation für alle Beteiligten. Das ist das bedauerliche Ergebnis der europäischen Freizügigkeit. Davon sind 1000sende Osteuropäer die im Westen ihr Glück vergeblich versuchten betroffen. Da lautet die Frage was man nun mit den betroffenen macht, ohne denen die letzte Würde zu nehmen.
Einfach abschieben und vergessen?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
3 Jahre zuvor

Schon interessant wie schnell das ganze selbst von links-denkenden übernommen wurde, dass Migranten und ähnliche gegenüber Deutschen allgemeinen bevorteilt werden.

Allgemein bevorteilt simmt sicher nicht, aber im Besonderen wohl doch.
Es ist nicht zu leugnen, dass bestimmte Formen der Kriminalität besonders von Personen mit migrantischem Hintergrund ausgeübt werden, sei es Menschenhandel zwecks Prostitution, Drogengeschäfte oder bestimmte Formen von Einbrüchen.
Der Staat geht diese Probleme aber nicht entsprechend an, auch weil er an dieser Stelle spart.
Intereesant ebenfalls, dass die Gewinne aus Kriminalität mittlerweile dem BIP zugerechnet werden, wo ja „Wachstum“ so wichtig ist.

Nichtsdestotrotz sehe ich die Ursache, wie weiter Unten als Antwort auf aquadraht geschrieben, in dem unersättlichen Wunsch nach „Frischfleisch“ zwecks Gewinnmaximierung bei der deutschen Wirtschaft und einer auf deren betriebswirtschaftliche Wünsche einseitig ausgerichteten Politik.
Die Weigerung der EU, innerhalb ihrer Mitgliedsstaaten eine Harmonie der Sozialsysteme, Steuer- und Arbeitsstandards herzustellen, ist eines der gravierendsten Grundübel, welches Wanderbewegungen und Kriminalität fördert.

Die gesamte EU-Osterweiterung war von Anfang an nur ein geplanter Beutezug zum Nachteil der schwächsten Gruppen in Europa.

niki
niki
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Die gesamte EU-Osterweiterung war von Anfang an nur ein geplanter Beutezug zum Nachteil der schwächsten Gruppen in Europa.

Natürlich, habe ich nie bestritten. Die Freizügigkeit, welch grandioser Begriff, für die Unfreiheit ganzer Bevölkerungsschichten, ist auch ein Grundproblem, welche den Sozialstaat auch hier sabotiert.

Verbrecher werden halt dorthin gelockt wo diese am schnellsten und einfachsten Geld (und Macht) generieren können. Da spielt die Herkunft dieser absolut keine Rolle…
Allerdings haben die hiesigen Schwersterbrecher erst für diese Freizügigkeit in der EU gesorgt.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
3 Jahre zuvor

Verbrecher werden halt dorthin gelockt wo diese am schnellsten und einfachsten Geld (und Macht) generieren können. Da spielt die Herkunft dieser absolut keine Rolle…

Das ist logisch, aber man sollte sich davor hüten, Alle über einen Kamm zu scheren.
Die Mehrheit derer, die durch die EU-Freizügigkeit hierher kamen, wollen ihr Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen und in den meißten Fällen funktioniert das auch.
Dass das Nachteile für die einheimische Bevölkerung mit sich bringen kann, ist nicht deren Verschulden.

!Allerdings haben die hiesigen Schwersterbrecher erst für diese Freizügigkeit in der EU gesorgt.“

Wie wahr!

niki
niki
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Die Mehrheit derer, die durch die EU-Freizügigkeit hierher kamen, wollen ihr Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen und in den meißten Fällen funktioniert das auch.

Absolut zuzustimmen. Nur was machen wir mit denjenigen die vor Frust weil sie von vorne bis hinten belogen und betrogen worden total auf die schiefe Bahn gekommen sind…?
Für mich gibt es da keine einfachen Antworten. Und noch schwieriger ist das ganze bei den derzeitigen Machtverhältnissen und der Tendenz das rechte Opportunisten immer mehr glauben geschenkt wird. Aber was sage ich… Das wissen hier wirklich alle.

Nun nur die Frage wie man die Freizügigkeit wieder in soweit wieder auszusetzen kann, zumindest solange bis gemeinsame annehmbare europäische Mindeststandards hergestellt sind…

Leider ist die Tendenz eher andersherum. Es werden billige „Fachkräfte“ bspw. aus Albanien, oder was weiß ich woher, angelockt um weiterhin das kapitalistische Ausbeutersystem am laufen zu halten, bzw. Gewinne in Branchen zu generieren, die normalerweise beim besten Willen niemals in private Hände gehören…

Dem Lack
Dem Lack
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Kürzlich, Demonstrationszug, Trommeln gaben den Takt vor…
und die aufmarschierten Demonstranten – Die ‚MARKTKONFORM-LIBERALEN-ANTIs‘ -skandierten im Chor: ‚Nur Zielgruppen gehören dazu! Nur Zielgruppen gehören dazu!‘
😉

Europäische Inklusion
Europäische Inklusion
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Die Weigerung der EU, innerhalb ihrer Mitgliedsstaaten eine Harmonie der Sozialsysteme, Steuer- und Arbeitsstandards herzustellen, ist eines der gravierendsten Grundübel, welches Wanderbewegungen und Kriminalität fördert.

Das ist richtig.
Das Problem ist die europäische Inklusion, nicht die Freizügigkeit innerhalb der EU-Staaten.
HaWe Sinn orakelt ja gern den Untergang herbei und geriert sich gern als Wundertüte der Nation.
Zum Bruch der EU fällt ihm immer wieder was ein aber hier hat er recht.

„EU muss den Wohlfahrtsmagneten abschalten“

http://www.hanswernersinn.de/de/DiePresse_04082016

Glaub ich
Glaub ich
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Es ist nicht zu leugnen, dass bestimmte Formen der Kriminalität besonders von Personen mit migrantischem Hintergrund ausgeübt werden, sei es Menschenhandel zwecks Prostitution, Drogengeschäfte oder bestimmte Formen von Einbrüchen.

„Das Migrantische“ ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass in Deutschland ganz doll Geld, z.B. mit Immobilien gewaschen werden darf. Ganz legal und quasi unkontrolliert. Irgendwie muss Drogengeld und Schleusergeld legalisiert werden. Und hier hat sich ganz besonders unser Kofferträger Schäuble hervor getan. Seine genauen Einlassungen zum Thema finde ich bestimmt noch, kann aber jetzt schon versprechen, das sseine Äußerungen in Richtung „scheißegal, ist auch nur Geld“ gehen.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

Die Polizei ist damit natürlich – auch personell- überfordert und hält sich im Zweifelsfalle raus.

Die Polizei kann nicht das reparieren, was eine unsoziale Politik über Jahrzehnte verbockt hat! Die Polizei kann mit viel personellem Aufwand den Deckel zu halten, auf lange Sicht wird das höchstens die Probleme noch viel mehr verstärken. Wer es nicht glaubt, möge sich mal die Verhältnisse in „The land of the free and the home of the brave“ anschauen.

Beste Grüße

Pentimento
Pentimento
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

@ Heldentasse

Du hast ja so recht. Irgendwann melden sich nur noch Psychpathen zum Polizeidienst, die richtig gerne zuschlagen. Toll wäre, wenn die mal ihre Knüppel und Schilde wegwerfen und sich auf die Seite der Demonstrante schlagen würden. Besonders im Hambacher Forst, aber nicht nur dort, würde ich mir das wünschen. „Schließ euch uns an!“ Vielleicht ist die Zeit bald gekommen. Wie damals in der DDR.

ronaldo
ronaldo
Reply to  Pentimento
3 Jahre zuvor

Penti und Helden, da haben sich 2 überversorgte und mehrheitsfeindliche Spießer gefunden!

Pentimento
Pentimento
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

@ Christine

Schön auf den Punkt gebracht, danke.

Mir ist aufgefallen, daß Deutsche, die sich wirklich mit den Geschehnissen der Nazizeit auseinandergesetzt und Verantwortung übernommen haben, weniger Probleme haben, diese Dinge beim Namen zu nennen, als diejenigen, die das gern verdrängen, oder mit so Sätzen kommen wie, die Engländer hätten ja eigentlich die Konzentrationslager erfunden, damals, in Südafrika…

Mit Verantwortung meine ich auch die Jüngeren, denn es geht um den Nazi in jedem von uns. Wenn man seine dunkle Seite integriert und die Verantwortung dafür übernommen hat, kann man hier offen und ohne Angst argumentieren. Gerade diejenigen, die sich immer noch schuldig fühlen, trauen sich das nicht und verstecken ihre unaufgearbeiteten Schuldgefühle, indem sie z.B. Sahra Wagenknecht eine Antisemitin nennen.

Um mal zu Generalisieren
Um mal zu Generalisieren
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

Eine der Regeln besagt: ‚Alle Sind Gleich'
Obskurer weise helfen jedoch auch die ‚allergütesten‘ Organisationstalente, die vielversprechendsten Umstände, großartige Produktivität, erfolgreiche Kreativität oder auch das aller meiste Geld zu drucken nicht, wenn die Chefin eine Idiotin bleibt.

Die Lösung liegt in Russland
Die Lösung liegt in Russland
Reply to  Um mal zu Generalisieren
3 Jahre zuvor

Das stellt niemand in Abrede. Das Thema ist aber zu komplex um es auf Sprüche und Lager reduzieren zu können.

Im Übrigen betreibt die Chefin ein Gruselkabinett. Die Lösung liegt in Russland.

Rudi
Rudi
3 Jahre zuvor

In Berlin leben etwa 20 arabische Großfamilien mit rund 9.000 Angehörigen. 60 Prozent aller Straftaten im Bereich Drogenhandel gingen im Jahr 2014 auf das Konto dieser Clans, so eine Statistik. Die Polizei und die Gerichte haben kaum eine Chance durchzugreifen, trotz Dealen, Rauben, Erpressen und Töten. Dies alles kann man in einem Recherchefilm von Spiegel-TV ansehen. Die Clan-Mitglieder kassieren ihre Hartz-Unterstützung, obwohl sie die dicksten Autos fahren. Stets seien die Schlitten nur vom Onkel geliehen. Ihre internen Konflikte lösen sie vor eigenen Richtern. Das Rechtssystem der Bundesrepublik findet nur Beachtung, wenn es ihnen zum Vorteil gereicht. – Interessant und erschreckend zugleich.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Rudi
3 Jahre zuvor

Hallo jemand Zuhause? Das Problem eines immer mehr gespaltenen 80 Mio. Volkes sind bestimmt nicht die Clans, oder andere relativ kleine „normale“ Verbrecherorganisationen die es schon immer gab und auch m.E. immer geben wird.

Die wirklichen Probleme liegen ganz woanders!

Beste Grüße

aquadraht
aquadraht
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

So ist es. Falsch ist, auf die AfD- und Naziinvasoren im Blog zu antworten. Besser wäre, Tom und Roberto würden die IPs loggen und wo möglich bannen, den Nick sowieso. Ok, vielleicht tue ich Rudi unrecht, aber der Spiegel-TV-Mist geht völlig am Problem vorbei. Klar gibt es OK, und geschlossene ethnische Gruppen sind leicht ein Problem. Wie viele Polizisten verstehen Arabisch? Das gibt Kriminellen aus dieser Gruppe Vorteile, auch bei Unterwanderung durch verdeckte Ermittler.

Man sollte sehen, dass trotzdem schon einige Leute aus der Gruppe namhaft gemacht und verurteilt wurden. Es ist da auch Quatsch, so zu tun, als wenn da nichts geschähe und der Staat machtlos wäre. Allerdings ist die ganze Drogenkiste ein Problem, da es sich um ein „opferloses Vergehen“ handelt (Übereinstimmung der Marktbeteiligten), bei dem Repression eher wenig bewirkt.

a^2

Rudi
Rudi
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

@ a2

„…der Spiegel-TV-Mist geht völlig am Problem vorbei.“

Das klingt überheblich. Ich habe mir den Film angesehen. Die Faktenlage ist erdrückend. Diese abwertende ins Arrogante gehende Haltung gegenüber Problemen, die zum „Mist“ verkommen, weil sie eventuell nicht ins eigene Weltbild der nach allen Seiten offenen Gesellschaft passen und somit ausgeblendet werden, könnte genau der Grund sein, weshalb sich Leute nicht ernst genommen sehen und der AfD mit ihren ziemlich einfachen Erklärungsmustern mehr zutrauen. Es lässt sich leicht sagen, die Clan-Geschichten und die Bildung der Sub-Gesellschaften gingen am Problem vorbei. Politik lässt sich mit diesen gönnerhaften Worten nicht machen. Es nützt nix, erst mal den Kapitalismus erklären zu wollen, um zu den vermeintlichen Ursachen der Misere vorzustoßen. Die Leute müssen merken, da tut sich was.

Die Linksliberalen haben Vieles falsch gemacht. Sie haben die AfD befördert. Wenn man öffentlich frohlockt wie Frau Göring-Eckardt: „Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt.“, dann denken die sich benachteiligt Fühlenden genau das Gegenteil, weil sie keinen finanziellen Puffer haben, der sie über die eine oder andere Hürde bringen würde. Diese „geschenkten Menschen“ sind ihre direkten Markt-Konkurrenten. Die grünen Gentrifizierer, die wegen des angenehmen sozialen Umfelds ihre Kinder auf die Privatschule schicken, können dagegen locker und leicht auf ihrem moralisierenden Standpunkt verharren.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi
3 Jahre zuvor

@Rudi

Auch wenn ich diese Spiegel TV Reportage nicht gesehen habe ( was ich bei diesem extrem tendentiösen Medium grundsätzlich nicht mache ), so hast du in soweit recht, dass derartige Mißstände mit allen rechtlichen Mitteln angegangen werden müssen, bis hin zum Verlust des Aufenthaltsstatus.

Trotzdem handelt es sich hierbei um ein Symptom und nicht um die Ursache.
Das kommt mir in der ganzen Diskussion zu kurz und entlastet die tatsächlich Verantwortlichen, die weiter munter im Trüben fischen dürfen.

Die Profiteure all dieses Treibens, die Waffenlieferanten, Freihandelsbefürworter, Lohndrücker, Steuervermeider oder Wohnungsgesellschaften bleiben so sicher im Schatten verborgen.

Darin liegt die große Schwäche derartiger Diskussionen und stärkt nur die AFD, die außer ihrem Migrantenbashing keine Lösung der sozialen Probleme im Land vorzuweisen hat.

Die sind nicht verantwortlich für die soziale Schieflage, sondern die Vertreter eines Erz-Kapitalismus, dessen Machtzuwachs auf globaler Ungleichheit beruht.

Rudi
Rudi
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

@ Robbespiere

„Die sind nicht verantwortlich für die soziale Schieflage, sondern die Vertreter eines Erz-Kapitalismus, dessen Machtzuwachs auf globaler Ungleichheit beruht.“

Es muss doch endlich um konkrete Politik gehen! Wenn die rechtsnationale ‚Junge Freiheit‘ titeln kann: „In Duisburgs Grundschulen werden Deutsche zur Minderheit“ und sie sich auf öffentliche Zahlen berufen kann, dann nützt eine fundamentale Kapitalismuskritik nichts. Mit diesen Tatbeständen lässt sich prima nationale Politik betreiben. Bei einem Drittel der NRW-Grundschulen seien „die deutschsprachigen Kinder mittlerweile in der Minderheit“ verkündet der bildungspolitische Sprecher der AfD im Landtag. Das schürt Emotionen, gerade wenn er verschweigt, dass bei diesem Drittel manche besser Deutsch können als Einheimische, etwa weil sie hier geboren sind. Denn ein Kind mit Migrationshintergrund ist man schon dann, so die Definition, wenn ein Elternteil nicht in Deutschland geboren ist. Dazu gehört auch ein Deutscher, der eine Österreicherin geheiratet hat.

Dieser Argumentation, die so viele Emotionen hervorruft und Vorurteile zementiert, muss man etwas entgegensetzen. Falsch ist aber, die Realität zu verniedlichen (linksliberales Getue) oder die Kapitalismuskritiker-Keule herauszuholen, wenn es zB um Schulprobleme geht.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi
3 Jahre zuvor

@Rudi

Wenn die rechtsnationale ‘Junge Freiheit’ titeln kann: “In Duisburgs Grundschulen werden Deutsche zur Minderheit” und sie sich auf öffentliche Zahlen berufen kann, dann nützt eine fundamentale Kapitalismuskritik nichts.

Wo soll da das Problem sein?
Mein Filius ist eine deutsch-kroatische Mischung und in seiner Schulklasse gibts maximal 4 rein deutschstämmige Kinder.
Alle Kinder sind bestens integriert und die Eltern durchweg leibenswerte Leute, teils mit muslimischem Hintergrund.

Ich persönlich empfinde die Einflüsse von Außen als Bereicherung und nicht als Bedrohung.
Wenn ich das Heimatland meiner Frau besuche, werde ich immer als Gleicher unter Gleichen behandelt, nie mit Ablehnung .

Natürlich gibt es Problemzonen mit Subkulturen, die sich nicht integrieren wollen, aber meißt liegt es doch an unserer Abschottungspolitik, die Integration behindert.

Falsch ist aber, die Realität zu verniedlichen (linksliberales Getue) oder die Kapitalismuskritiker-Keule herauszuholen

Die Realität zu verniedlichen, ist immer falsch, aber das was du als Kapitalismuskeule bezeichnest, trifft doch exakt den Kern des Problems.
Das Ziel des Kapitalismus ist, maximalen Gewinn bei minimalen Kosten zu erreichen und das funktioniert am Besten, wenn man Menschen in eine Situation bringt, in der sie hilflos und maximal ausbeutbar sind.
Kriege und wirschaftlicher Ruin sind bestens geeignet, sie gewinnbringend dahin zu bringen, wo mit ihrer Abhängigkeit der höchste Nutzen zu erreichen ist.

Rudi
Rudi
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

@Robbespiere

Vielleicht habe ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt. Sicher, das Wirtschaftssystem ist die Ursache der Probleme. Aber wenn es solche gibt, sollte man sich nicht auf deren Beschreibung und Analyse zurückziehen. Das werfe ich einigen Kapitalismuskritikern vor. Damit kann man keine erfolgreiche Politik machen und Wahlen gewinnen. Es müssen konkrete Lösungsvorschläge her. Man muss versuchen, die WählerInnen mitzunehmen, zu begeistern. Jede Politik, insbesondere die der Mitte, ist populistisch. Die Reden sind daraufhin zugeschnitten, die Wahlkampagnen werden von Agenturen gesteuert. Wer darauf nur mit theoretischer Kapitalismusanalyse reagiert, findet nie deine dicke Kartoffel.

Deshalb halte ich Debattenbeiträge, die hier zum Schlechten gegeben werde, nicht für zielführend, wenn sie nur aus einem Satz mit dem Tenor bestehen: das kapitalistische System ist Schuld.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi
3 Jahre zuvor

@Rudi

Deshalb halte ich Debattenbeiträge, die hier zum Schlechten gegeben werde, nicht für zielführend, wenn sie nur aus einem Satz mit dem Tenor bestehen: das kapitalistische System ist Schuld.

Da gebe ich dir recht.
Es ist wichtig, die Methoden offenzulegen, mit denen das System seine Ziele zu erreichen sucht und welche Wirkung sie auch bei uns enfalten.
Leute wie Heiner Flassbeck machen das z.B., in dem sie die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge erklären, haben aber das Problem, dass ihre Sichtweise nicht in den Medien zur Diskussion stellen können, weil diese stur den Kurs der Politik vertreten und jede Kritik unterdrücken.
Auch Rainer Mausfeld oder Bernd Senf dürften der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt sein, weil sie in den populären Medien praktisch nicht vorkommen.

Queen Mum
Queen Mum
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Das interessiert alles nicht !

Geh mal unter Leute, unter fremde Leute in belanglose Situationen.

Man geht beispielsweise Kartoffeln auf dem Wochenmarkt holen und landet am Rande
in einem Smalltalk mit fremden Leuten.
Was passiert da innerhalb der ersten Sätze ?
Fremde Leute platzen mit dem Migrationsscheiß in die Runde um deine Gesinnung
zu checken. Das Thema ist ein Selbstläufer wie das Geschwafel übers Wetter.

Das ist der Elefant der in der Küche steht.

Die AfD macht NICHTS und gewinnt. Wenn sie was macht, macht sie Scheiße.
Die profitieren NUR von den Fehltritten anderer.

Geh mal raus ! Rausgehen ist wie Fenster aufmachen, nur krasser !
Guck mal wem du Theoriegebilde andrehen kannst. Stimmt ja was du sagst….aaber….

Was die Linken da seit Jahrzehnten unter Ausschluss der Öffentlichkeit und potentieller
Wähler betreiben, geht ab jetzt in die Hose. Das muss klar sein !

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Queen Mum
3 Jahre zuvor

@Queen Mum

Geh mal raus ! Rausgehen ist wie Fenster aufmachen, nur krasser !
Guck mal wem du Theoriegebilde andrehen kannst. Stimmt ja was du sagst….aaber….

Da erzählst du mir nichts Neues. Ich mache mich regelmäßig draußen mit meinen Ansichten unbeliebt, weil man halt lieber einfache Antworten hören will.

Was die Linken da seit Jahrzehnten unter Ausschluss der Öffentlichkeit und potentieller
Wähler betreiben, geht ab jetzt in die Hose. Das muss klar sein !

Wenn du mit Linken SPD und Grüne meinst, die in Regierungsverantwortung die Grundlage für Existenzängste geschaffen und dauerhaft zementiert haben, hast du recht.
Die „LINKE“ war auf Bundesebene noch nie in Regierungsverantwortung und selbst wenn, würde sie spätestens an der Zustimmung des Bundesrats gg. die Wand laufen.

Man kann sich natürlich in sein Schneckenhaus zurückziehen und der Dinge harren, die da kommen.
Das wird aber spätestens dann schwierig, wenn man eigenen Nachwuchs hat, dem man eine bessere Zukunft wünscht als ein totalitäres System.

wayne...
wayne...
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Ich also raus, mal unter Leute, Mittags, erwisch ich mich dabei wie ich mich mit einem Preussen, Mittsechziger am Händel-Stand unterhalte, der 70-80 Wochenstunden maloocht und der erzählt, das Ihm sein Finanzberater grade ausrechnet, ob Rente sich für ihn denn rechne…. (Augenrollen)

Glaub ich
Glaub ich
Reply to  wayne...
3 Jahre zuvor

Es gibt da Branchen wo das keine Schauermärchen sind, z.B. als Sub mit „eigenem“ LKW usw.
Da musste von den paar Kröten noch die Kiste und die Betriebskosten abstottern usw.

Linksman
Linksman
Reply to  Rudi
3 Jahre zuvor

Wer beklagt, dass deutsche Kinder in die Minderheit geraten, der macht eben selber nicht genug Kinder. Selber schuld also.
Lieber sinnenfrohe Clans als verbitterte Kartoffelgesichter, die ihre Nudel nicht hochkriegen.

Linksman
Linksman
Reply to  Rudi
3 Jahre zuvor

Die weitaus gefährlicheren Clans sind die Mohns, Quandts und Springers.

Schweigsam
Schweigsam
Reply to  Linksman
3 Jahre zuvor

Und das macht dann solche Clans unschuldig (oder wie)..nee manche linke sind ganz einfach tagträumer…vor den Mohns usw. brauche ich mich aber nicht auf der Straße zu fürchten…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Schweigsam
3 Jahre zuvor

@Schweigsam

Und das macht dann solche Clans unschuldig (oder wie)

Natürlich nicht, aber wo der Bauer sein Feld ordentlich bestellt, haben Disteln keine Chance.

Schweigsam
Schweigsam
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Na, mein bester das sehe ich auch so;-)
Aber das kann ich bei den vorgegangenen Beitrag nicht sehn…mit solchen Aussagen wird einfach nur relativiert…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Schweigsam
3 Jahre zuvor

@Schweigsam

Aber das kann ich bei den vorgegangenen Beitrag nicht sehn…mit solchen Aussagen wird einfach nur relativiert…

Nicht unbedingt.
Erinnere dich einmal, wer ständig über angeblichen Fachkräftemangel klagt und Zuzug fordert, weil sie keine älteren, teureren Fachkräfte einstellen wollen.
Das ist exakt der genannte Personenkreis bzw. deren Unternehmen und Interessenverbände.
Es ist die Politik ( der Bauer ), die diesem Ansinnen nachkommt und sich mitunter auch Kriminalität ( Disteln ) aufs Feld holt.
Was hat die Wirtschaft gejubelt, als Merkel die Grenzen öffnete und wer würde bei dieser eiskalten Erfüllungsgehilfin der Wirtschaft glauben, dass dies aus Menschlichkeit geschah?

Die Fokusierung der Politik auf die Kriminalität durch Migranten ist natürlich auch eine prima Masche, um von den kriminellen Aktivitäten der Regierung gg. die eigene Mehrheitsgesellschaft abzulenken und den restriktiven Staat weiter auszubauen.

Schweigsam
Schweigsam
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Mal langsam, was willst du den Menschen sagen, die in Problemzonen leben, wenn sie sich von den Neuankömmlingen bzw. von denen, die keinen Bock darauf haben „mitzumachen“ u.a. bedroht fühlen? Ja doch, sie sollen die Linke wählen, wo ein nicht unbeachtlicher Teil für offene Grenzen plädiert? Was machen wir mit denjenigen, die kriminiell schon stark aufgefallen sind und sich hier im Lande aufhalten?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Schweigsam
3 Jahre zuvor

@Schweigsam

Mal langsam, was willst du den Menschen sagen, die in Problemzonen leben, wenn sie sich von den Neuankömmlingen bzw. von denen, die keinen Bock darauf haben “mitzumachen” u.a. bedroht fühlen?

Nun , was Migranten betrifft, die hier kriminell werden, habe ich mich schon an anderer Stelle geäußert. Die haben m.M.n. ihr Aufenthaltsrecht verwirkt, da bin ich ganz bei S. Wagenknecht.
Was das dumpfe Gefühl der „Überfremdung“ anbelangt, mit dem die AFD so gerne auf Wählerfang geht, muss man sich mit den Betroffenen dahingehend auseinandersetzen, dass diese Flüchtling/ Migranten Opfer einer von unserer Regierung mitgetragenen Politik sind und es auch in deren Hand liegt, Migrationsgründe zu beseitigen, um eine Rückkehr zu ermöglichen.

Zugegeben eine schwierige Aufgabe, nachdem uns Merkel mit ihrer grenzöffnung vor vollendete Tatsachen gestellt hat und sich andere EU-Staaten nicht zur Abnahme von einem Teil der Migranten erpressen lassen wollen.
Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, ansonsten müßte man ja die Position der AFD und der mittlerweile „rechtsdrehenden“ Regierung übernehmen.

Schweigsam
Schweigsam
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Ok, bis dahin lasse ich es erstmal so stehen:-) Versteh mich nicht falsch, ich bin kein AFD Wähler bzw. Sympathisant, aber einige Fragen müssen einfach beantwortet werden und man darf es eben nicht zum Tabu Thema erklären, wie es einige „linke“ tun, denn das macht u.a. die Faschisten stark. Denn wer sich für den Humanismus stark machen will, muss erstmal die Rahmenbedingungen schaffen. Und da finde ich ist Frau Wagenknecht auf dem richtigen Weg…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Schweigsam
3 Jahre zuvor

@Schweigsam

aber einige Fragen müssen einfach beantwortet werden und man darf es eben nicht zum Tabu Thema erklären, wie es einige “linke” tun, denn das macht u.a. die Faschisten stark. Denn wer sich für den Humanismus stark machen will, muss erstmal die Rahmenbedingungen schaffen. Und da finde ich ist Frau Wagenknecht auf dem richtigen Weg…

Das sehe ich genau so.
Die Rahmenbedingungen, das ist das soziale Netz und die Arbeitsbedingungen, welche die Politik mutwillig abgebaut und damit viele Bürger unnötig massiven Zukunftsängsten ausgesetzt hat, welche nun ggü. einer noch schwächeren Gruppe kanalisiert werden.
Der wahre Feind in unserer Gesellschaft spricht deutsch.

Hierzu auch ein interessanter Artikel auf sputniknews.com:

https://de.sputniknews.com/politik/20180929322452090-eliten-kritik-forschung/

niki
niki
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Merkel mit ihrer grenzöffnung

Wenn die Lüge der rechten Schreihälse durch millionenfacher Wiederholung zur „Wahrheit(TM)“ wurde und nun selbst von noch so vernünftigen Menschen entsprechend wahrgenommen wird.
Merkel hat die Grenzen nicht aufgemacht! Letzteres geschah bereits 1995 und war Inhalt des Schengenabkommens…
Sie hat lediglich die Grenzen nicht geschlossen. Ob dieses ein Fehler war, ist eine andere Geschichte…
Zumindest in der Form was in den letzten Jahren abgelaufen war, gab es massive Fehleinschätzungen und erhebliche Kardinalfehler…

Grenzen geöffnet
Grenzen geöffnet
Reply to  niki
3 Jahre zuvor

Merkel hat die „Grenzen geöffnet“ weil geltende EU-Recht besagt, dass jeder Asylbewerber in dem EU-Land registriert, versorgt und untergebracht werden muss, in dem er zum ersten Mal europäischen Boden betritt.
Im Falle der 100 000 Asylsuchenden damals vor der ungarischen Grenze ist niemand über Deutschland vom Himmel gefallen um hier erstmalig den Boden betreten zu können.

Sie hat zwar offene Grenzen nicht öffnen können, aber faktisch sinnfrei gegen EU-Recht verstoßen.
Seither nimmt die auch niemand mehr in Brüssel für voll.
Aus 100 000 im September wurden 1 Mio. im Dezember 2015. Es wurden nur stichprobenhaft registriert und kontrolliert. Wer da alles gekommen ist, weiß bis heute niemand.

Das sind Fakten. Kein rechtes Geschwalle.

niki
niki
Reply to  Grenzen geöffnet
3 Jahre zuvor

Merkel hat die “Grenzen geöffnet”

Sie hat zwar offene Grenzen nicht öffnen können

Interessant… Was denn nun?

Das die Regierung 2015 bei weitem nicht gerade optimal gehandelt hatte, geschenkt…
Aber bitte bleiben wir doch bei den Tatsachen!!!

Grenzen geöffnet
Grenzen geöffnet
Reply to  niki
3 Jahre zuvor

Einmal mit Gänsefüßchen, einmal ohne …..

Grenzen geöffnet
Grenzen geöffnet
Reply to  Grenzen geöffnet
3 Jahre zuvor

Wie man Erstaufnahmeländer entschädigt ist eine andere Baustelle und nicht unwichtig.
Griechenland an der europäischen Peripherie kann nicht leisten, was Deutschland im Zentrum Europas könnte.
Aber wenn man auf Einhaltung der Regeln wie Deutschland dringt ( Austerität bis zur Selbstaufgabe ), muss man sich auch an die Regeln halten. Das war Quatsch was sie gemacht hat weil nicht nur Deutschland betroffen ist.

niki
niki
Reply to  Grenzen geöffnet
3 Jahre zuvor

Vollkommen egal ob Gänsefüße oder nicht… Fakt ist, dass die Grenzen seit 1995 offen waren…
Das die Regierung aus welchen Grund auch immer keinerlei Kontrollen wieder einführte, und sich nicht an geltende Verträge hielt, ist eine vollkommen andere Geschichte…
Man kann durchaus sagen, dass wie die Regierung „Merkel“ mit dieser Krise durchaus massiv kritikwürdig ist, nur sollten wir vorsichtig agieren und nicht auf den Zug der rechten Demagogen und Opportunisten aufspringen, sondern dass ganze von der linken Seite aus kritisieren und angehen.
Offene Grenzen für jedermann kann beim besten Willen (zumindest in absehbarer Zukunft) nur massivst schiefgehen und erheblichste soziale Verwerfungen mit sich bringen. Selbst innerhalb der EU sind die sozialen Gesetzgebungen der einzelnen Länder viel zu unterschiedlich so dass ich eine Freizügigkeit diesbezüglich für vollkommen falsch erachte.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
3 Jahre zuvor

Fakt ist, dass die Grenzen seit 1995 offen waren…

Ja, aber doch nur die Binnengrenzen.
Schon das war ein falsches Spiel, weil man die Verantwortung für die Einwanderung den weniger wohlhabenden EU-Aussenstaaten aufdrückte.

Das die Regierung aus welchen Grund auch immer keinerlei Kontrollen wieder einführte, und sich nicht an geltende Verträge hielt, ist eine vollkommen andere Geschichte…

Da bin ich mir nicht so sicher. Erst die Mittel für die vom UNHCR massiv zu kürzen und dann an die Adresse der Flüchtlinge gerichtet zu sagen „kommt alle her“ und die EU-Partner zu übergehen, hat schon Methode.
Dass eine Regierungschefin, die ihre eigene Bevölkerung mit Mitteln wie Hartz4 drangsaliert, plötzlich zur Mutter Theresa mutiert sein soll, kaufe ich ihr nicht ab.
Der Planet, um den sie wie ein Trabant kreist, heißt Wirtschaft und Vermögende, aber niemals die Mehrheit der Bürger, schon gar nicht diejenigen, welche in der Verwertungskette ganz unten stehen.
Ob die Beschaffung billiger Arbeitskräfte zur allgemeinen Lohndrückerei ihr einziges Motiv war, weiß ich natürlich nicht.

Vielleicht war das Alles auch so kalkuliert, dass die Bevölkerung nach rechts in Richtung autoritärem Staat rückt, was das regieren sicher erleichtert.
Es würde mich nicht wundern, wenn schon bald die AFD die sterbende SPD als Koalitionspartner der Union ablöst.
Wie man so liest, ist das in Unionskreisen durchaus schon Diskussionsthema.

Was mich betrifft, hat das auch nichts mit rechter Demagogie oder Opportunismus zu tun, denn ich bin mir durchaus bewußt, dass die Zuwanderer perfide missbraucht werden.
Die sind nur Bauernopfer in einem schmutzigen Spiel, so wie wir alle.

niki
niki
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

@Robbespiere:
In die Richtung kann man durchaus spekulieren, da man eigentlich immer davon ausgehen sollte, dass die Regierung nicht dumm ist, sondern irgendeinen Zweck verfolgt. Ich hatte lediglich gesagt, dass die Regierung keinerlei Kontrollen an der (Binnen-)Grenze eingeführt hatte, allerdings habe ich keine Gründe genannt, weil es halt Spekulation ist und man sehr schnell aufs argumentatives Glatteis geraten kann.
Aber durchaus möglich, dass es gewollt war den Trend nach links (verursacht möglicherweise u.a. durch die Finanzkrise 2008) zu brechen und einen konservativen Backlash durchzuführen. Was ja leider auch gelungen ist. Gründe warum die linken Parteien sich auch in die Falle locken haben lassen sind auch wieder absolut spekulativ.
Und nun werden erste Stimmen in der Union laut dass diese eine Koalition mit AfD für möglich halten…
Besonders Interessant ist, dass besonders die LINKE für die Flüchtlingsproblematik verantwortlich gemacht wird, wo diese doch keinerlei Regierungsverantwortung diesbezüglich hatte…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
3 Jahre zuvor

In die Richtung kann man durchaus spekulieren, da man eigentlich immer davon ausgehen sollte, dass die Regierung nicht dumm ist, sondern irgendeinen Zweck verfolgt.

Natürlich ist das Spekulation, da die Wahrheit garantiert nie ans Tageslicht kommen wird, aber bei der Kontinuität neoliberaler Politik durchaus denkbar.
Einen Zweck hat es auf jeden Fall erfüllt: Merkel sitzt weiterhin im Sattel und wurde nicht vom Wähler massiv durch Entmachtung abgestraft.
Dazu passt auch, wie du schreibst, dass die LINKE jetzt die „Kacke am Schuh“ hat, ohne 2015 in Regierungsverantwortung gestanden zu haben, da Merkel wie so oft die Fahne in den Wind hält und die Linken kalkulierbar humanistisch auf die Migranten/Flüchtlinge reagierte.
Der Narrativ für den Bürger ist scheinbar, dass Merkel nur einen Fehler gemacht hat und die LINKE dessen Korrektur verhindere.

Aber durchaus möglich, dass es gewollt war den Trend nach links (verursacht möglicherweise u.a. durch die Finanzkrise 2008) zu brechen und einen konservativen Backlash durchzuführen

Dieser angebliche Linksruck der Regierung beschränkt sich ausschließlich auf die damalige Verlängerung des Kurzarbeitergeldes und die Abwrackprämie (was auch schön zeigt, dass man sehr gut weiß, dass kensianische Wirtschaftspolitik funtioniert ), um keine Massenarbeitslosigkeit und einen totalen Nachfrageeinbruch zu bekommen.
Die Austeritätspolitik war dann schon wieder der komplette konservative Umschwung.
Das Ganze war eben nur ein taktischer Schachzug zwecks Machterhalt.
Wenn von Irgendwem über die „Sozialdemokratisierung“ der Union schwadroniert wird, stellen sich mir die Nackenhaare.

Abwrack
Abwrack
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Wenn von Irgendwem über die “Sozialdemokratisierung” der Union schwadroniert wird, stellen sich mir die Nackenhaare.

Doch, die Union wurde sozialdemokratisiert und die Sozialdemokraten christdemokratisiert.
Man muss sich angucken zu welchem Zeitpunkt die deutsche Sozialdemokratie
zum Vor-, und Spiegelbild für eine Sozialdemokratisierung der Union gereichen soll.
Was die alte Tante SPD zutiefst verbittert hätte, ist heute möglich.

Außerdem ist „Abwrackprämie“ kein Keynes. Keynes hätte es als Schwachsinn
bezeichnet, vollkommen intakte Gebrauchsgüter zu verschrotten, nur um neues Zeug zugunsten
einer speziellen Industrie, hier die Autoindustrie, verhökern zu helfen. Um die Ecke gedacht
war Keynes auch Öko obwohl es ihm eher um die Marktverzerrung gegangen wäre.

Die Abwrackprämie war Schwachsinn !

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Abwrack
3 Jahre zuvor

@Abwrack

Außerdem ist “Abwrackprämie” kein Keynes. Keynes hätte es als Schwachsinn
bezeichnet, vollkommen intakte Gebrauchsgüter zu verschrotten, nur um neues Zeug zugunsten
einer speziellen Industrie, hier die Autoindustrie, verhökern zu helfen.
Die Abwrackprämie war Schwachsinn !

Selbstverständlich war die Förderung eines einzelnen Industriezweiges Schwachsinn. Da gäbe es im Bereich Infrastruktur oder Bildung wesentlich sinnvollere Betätigungsfelder mit weit höherer Wirkung auf die Volkswirtschaft.

Wie auch immer, diese politischen Entscheidungen waren nachfrage-orientiert und damit keynesianisch.

Man kann durch fachliche „Haarspalterei“ jede sinnvolle Diskussion abwürgen, sofern man das zum Ziel hat.
Ich bin daran jedenfalls nicht interessiert.

Abwrack
Abwrack
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Du hast kein Interesse weil du keine Ahnung hast !

Wie auch immer, diese politischen Entscheidungen waren nachfrage-orientiert und damit keynesianisch.

Kein Wunder das man den Sozis nachsagt, mit Geld nicht umgehen zu können.
Wenn man Keynes so interpretiert, muss man sich über sinnfreie Schuldenberge
nicht wundern.

Ich kann dir mit nem Hammer auf den dicken Zeh hauen, dann ist der
Gang zum Arzt auch „nachfrageorientiert“.

Gast2
Gast2
Reply to  niki
3 Jahre zuvor

Brüssel/Belgien: Der EU-Gipfel zur europäischen Verfassung ist gescheitert. Es kam zu keiner Einigung über die zukünftige Stimmenverteilung. Die großen Länder (Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Italien) präferieren eine Verteilung nach Bevölkerung.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Schweigsam
3 Jahre zuvor

Da hätte ich mal die Frage: Warst Du schonmal in Berlin? Welcher Clan hat Dich bedroht? Eine meiner Töchter lebt, inzwischen mit Mann und Kind, im schrecklichen Kreuzberg und auch vorher schon in Neukölln. Ich habe da auch Bekannte und sorry ja, ich fühle mich von Springer und Mohn mehr bedroht als von irgendeinem Bettler, dem ich je nach Stimmung eher nichts gebe oder einem Dealer – die sind eher diskret und warten, dass ihre Kunden Avancen machen. Wenn man die Provinzler, vor allem die AfDler und Pegidioten hört, meint man, wir müssten hier im Zickzack zur Wasserstelle robben, im MG-Feuer der mörderischen Clans.

Wohlgemerkt, es gibt natürlich Probleme, auch und gerade Kriminalitätsprobleme. Aber es ist nicht so, dass Unsicherheit um sich greift. Die Zahl der schweren Verbrechen, besonders der Morde, ist zurückgegangen, trotz der Masseneinwanderung von Flüchtlingen aus Kriegs- und Gewaltgebieten.

Das Gerede von Rudi ist völlig unbelegt, und vermutlich ist das doch ein AfD-Uboot und sollte torpediert werden.

ronaldo
ronaldo
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

aqu entscheidest Du Trunsel darüber, wer hier schreibt?

Rudi
Rudi
Reply to  Linksman
3 Jahre zuvor

@ Linksman

„Die weitaus gefährlicheren Clans sind die Mohns, Quandts und Springers.“

Sag das mal einem Rechtsanwalt, der ein Opfer der arabischen Clans verteidigen soll. Denn es gibt immer mehr dieses Berufsstandes, die aus Angst vor Repressalien ein solches Mandat ablehnen. Das ist doch an dem Problem arrogant vorbeiargumentiert, wenn nur auf die Großkapitalisten verwiesen wird. Die Linke marginalisiert sich selbst.

Heldentasse
Heldentasse
3 Jahre zuvor

Mich dünkt, dass das Thema „Migration“ sehr geeignet ist relativ einfache Zusammenhänge zu Fragmentieren und dadurch die Ursachen, m.E. sogar bewusst, zu verstecken.

Gerade Linke sollten Begreifen, dass Krieg, Ausbeutung (von allem) und mittlerweile auch Umweltzerstörung zu untragbaren Lebensbedingungen, und damit automatisch zu Fluchtbewegungen von großen Teilen der Bevölkerung kommt. Das ist quasi ein Naturgesetz, und ja auch die edlen Bio- Toitschen haben sich in ihrer Geschichte die Freiheit herausgenommen einfach mal ihr Glück woanders zu versuchen, siehe hier.

Ergo: Das große Thema der Linken sollte sein Umverteilung auf allen Ebenen, dann gibt es auch weniger Probleme für die meisten Menschen egal wo sie leben. Das wenige damit schlechter gestellt wären ist zwangsläufig, und m.E. durchaus gerecht.

Beste Grüße

Roberto De Lapuente
Roberto De Lapuente
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

Die Ursachen sind ja klar. Das ändert aber nichts an den Umständen, die sich in den Städten etablieren.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Roberto De Lapuente
3 Jahre zuvor

Kleine Fragen: Warum muss man das Pferd unbedingt so aufziehen, wie es Ansatzweise die Rechten auch machen? Warum trennt man vernünftige Sozialpolitik nicht vom Strafrecht/ Strafverfolgung und der Migration von Ausländern?

Wenn es genug bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen, bei einem vernünftigen Mindestlohn sowie einem vernünftigen Sozialhilfesatz gäbe, plus noch ein paar anderen Wohltaten für die Habenichtse, müssten wir m.E. nicht die Polizei aufrüsten.

Wenn man die aktuellen sozialen Probleme aufzeigt und fast im selben Atemzug die Polizei ins Spiel bringt, ist es bestenfalls eine wohl gemeinte aber schlecht platzierte Nebelkerze, die m.E. den rechten Rattenfängern in die Karten spielt.

Beste Grüße

???
???
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

Irgendwie les ich nur den Ruf nach, MEHR! MEHR! MEHR!

ronaldo
ronaldo
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

Heldentasse ist ein Beamter, so ist er nicht betroffen!

Blitzmethode
Blitzmethode
3 Jahre zuvor

Ausländerkieze und Rumänenhäuser mit einer Hundertschaft blitzräumen und anschließend kontrolliert
sprengen, oder sprengen ohne Räumung. Die Eigentümer solcher Häuser teeren, federn und wie im
Mittelalter vom Hof jagen.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Blitzmethode
3 Jahre zuvor

Kann mal bitte jemand den Kommentarbereich entnazifizieren?

a^2

Albert Schröder
Albert Schröder
Reply to  Blitzmethode
3 Jahre zuvor

Die Eigentümer solcher Häuser teeren, federn und wie im
Mittelalter vom Hof jagen.

Ja, genau ! Da kommt von nirgendwo ein vernunftbegabter Ansatz zur Migrationspolitik
a` la Brandt oder Schmidt.
Die Linken kann man alle vergessen. Die Wagenknecht kapiert auch nicht, daß die europäischen
Sammelbewegungen alle Antiestablishmentbewegungen sind. Da eröffnet die Wagenknecht doch
glatt ihren Sturm im Wasserglas mit einer Bundespressekonferenz anstatt mit flächendeckenden
Kampagnen. Da ist ihr Start-Up doch schon im Ansatz pleite, zumal #Aufstehen hinter den Kulissen
von sämtlichen, schärferen Migrationslösungen abgerückt ist und jetzt zwischen Die Linke und der
Sammlungsbewegung kein Blatt Papier mehr passt. Ich habe mich bei diesem #Aufstehen Blödsinn
wieder abgemeldet.

Der Herr Roberto hat schon recht mit seinem Buchtitel. Die Linken sind alle Verlierer und schmeißen der
AfD die Verantwortung nach.

Die Linken haben die Lynchmobs in Deutschland zu verantworten !

Heidemarie
Heidemarie
Reply to  Albert Schröder
3 Jahre zuvor

Ja, wo liegt das Problem der Linken ?

Die Rechten sagen: „Das Boot ist voll !“

Die Linken könnten sagen: “ Das Boot wird falsch beladen und droht mit ALLEN zu kentern !“

Warum bekommen dieses linken Idioten keine differenzierte Sicht auf die Problemstellung hin ?

Warum sind die für alles zu dämlich ?

Heidemarie
Heidemarie
Reply to  Heidemarie
3 Jahre zuvor

Ökologie können die linken Trottel auch nicht !

Die SPD nennt sich aktuell mit 16% noch Volkspartei. Was sind die Grünen derzeit mit 15%

und die AfD mit 18 % ?

Die Linke lässt sich komplett abgehängen und zieht aus nichts Gewinn. Wie doof die sind !

Mordred
Mordred
3 Jahre zuvor

Richtiger und wichtiger Artikel!
Man erinnere sich an die Artikel der NDS oder des SF vor Jahren, als es noch primär um Verteilung, Steuern etc. im Neoliberalismus ging. Das fällt der Politik spätestens jetzt auf die Füße. Man kann ja seit Jahren auch die Zukunft davon in den USA oder Südamerika studieren. Gated communities, privatisierte Gefängnisse…
Oder Merkel die Heilige, weil sie die Grenzen geöffnet hat. Ja schöne Idee, wenn seit spätestens Schröder massiver Sozialabbau stattfindet, Reallöhne hoher Bevölkerungsanteile sinken, die Infrastruktur vergammelt, Reiche entlastet werden, Öffentlicher Dienst abgebaut wird usw. usf. Aber das alles haben imho mindetens 50% der Bevölkerung nicht auf dem Schirm. Die sehen nur Flüchtlinge/Migranten als isoliertes Problem, bestenfalls haben sie noch mitbekommen, dass es in vielen Herkunftsländern massvie Gründe für Flucht gibt…wobei Ursachen die länger als 2 Jahre zurückliegen auch keine Beachtung mehr finden.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Mordred
3 Jahre zuvor

Merkel wurde während ihrer Hüftoperation ein Chip eingepflanzt – von der CIA. Immer, wenn sie im Sinne Deutschlands handeln möchte, bekommt sie einen Stromschlag, so daß sie ganz schnell und brav wieder im Sinne der Amis handelt.

(Sarkasmus Ende).

Du glaubst doch nicht im Ernst, daß es ihr gutes Herz war, was ihr riet, die Grenzen zu öffnen?!

aquadraht
aquadraht
3 Jahre zuvor

Es gehört zu den verdrängten Banalitäten: „Die beste Kriminalpolitik liegt in einer guten Sozialpolitik“ (Liszt). Das Problem ist nicht zu grosse Liberalität, und die Rechtsstaatlichkeit aufzugeben ist auch kein Weg. Richtig ist allerdings, dass Stellenstop und Kahlschläge bei der Polizei zu Problemen geführt haben.

Wo es anständige und durchgesetzte Mindestlöhne gibt und Unternehmen bei Schwarzarbeit und Sozialbetrug kontrolliert werden, ist das Race to the bottom erst einmal gestoppt. Aber die beschriebenen Missstände sind damit natürlich nicht weg. Da heisst es dicke Bretter bohren. Und bis zu anständigen Mindestlöhnen und einem Ende des Agendaterrors ist es ein weiter Weg.

Tatsächlich helfen härtere Strafen überhaupt nicht. „Zero Tolerance“ führt zu einem Millionen-Gulag wie in den USA. Damit kriegt man nicht weniger, sondern mehr Kriminalität.

Zur „Berlinisierung“ möchte ich nur so viel sagen: Es gibt hier bei uns keine „No go“-Bezirke. Man kann sich hier frei bewegen, und zwar jeder, was etwa ein Punk in Teilen unserer Republik nicht kann. Manche Dinge sind unschön, so wie sie Roberto beschreibt. Was das Sperrmüllproblem angeht (immerhin ist das bei Euch umsonst, hier muss man zahlen): Da fehlen doch Sozialarbeiter für die Problembezirke. Die meisten Leute, die sich so verhalten, sind nicht böswillig.

Was übrigens Buschkowsky angeht: Seine Publicitygeilheit und rechten Phrasen bleiben eklig, aber er hat auch einige recht vernünftige Initiativen in die Wege geleitet, die auch von den Migranten positiv aufgenommen wurden. Da gibt es viel Arbeit im Klein-klein, ohne die sich nichts ändert, und vieles geht nur langfristig. Nur können Linke nicht mit griffigen Parolen wie „Ausländer raus“ oder „Islamisierung des Abendlandes“ punkten.

a^2

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

Ja, ich bin da einer Meinung mit Dir!
Soziale Ungleichheit , vor allem in diesem perversen Ausmasse, das wir heute haben führt zu Kriminalität oder zumindest aggressivem Verhalten.
Nur frage ich mich – und ich bin kein rechter Troll hier im Forum- wie hoch bei manchen jungen Männern wohl der Mindestlohn sein mag, wenn sie nachts mit dicken Tuningschlitten Wiesbaden verunsichern und Rennen fahren!
Ich hätte allen Grund, fremdenfeindlich zu sein, da ich oft auf Spätschicht in der Innenstadt auf meinen Bus wartend- von jungen Männern als Schlampe oder noch schlimmer bezeichnet wurde. und das in meiner Busfahreruniform…
Privat, in der Freizeit wäre ich nie auf die Idee gekommen, nach 22 Uhr durch das Wiesbadener Westend zu laufen! Und mir wurde oft bange, weil ich ja bis zu 300 Euro ab und an in meiner Dienstkasse dabei hatte…und einige männliche Kollegen haben schon mal eine aufs Maul bekommen und das Kleingeld war weg. Die Suchmeldung der Polizei über Funk lautete dann fast immer gleich : Täter soundso gross, südländisches Aussehen, gebrochen Deutsch etc.
Das sind nur meine Erfahrungswerte aus der Praxis!

Dafür hatten wir in der Firma fast alle Nationalitäten vertreten und ich hab mich mit allen gut verstanden! Mit den Afrikanern konnte ich ab und an auch französisch parlieren, die Türken, Russen, Polen – alles tolle Kollegen und Kolleginnen!

Arschlochsein ist eben nicht nationalitätsgebunden.

Liebe Grüße

Christine

ronaldo
ronaldo
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

chrissie, Du unterschiedest Dich halt vom überversorgten und unpolitschen Plauderheini Heldentasse! Solche Figuren schaden der Linken!

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  ronaldo
3 Jahre zuvor

Ich kenne nur eine überversorgte Berufsgruppe und das sind unsere PolitikerInnen! Die kassieren das grosse Geld für ganz schlechtes Kabarett!

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

Die Funktionseliten verdienen aber gemessen an denen, die hier vermutlich den Ton angeben, auch nur Taschengeld.

Ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn man Politiker*innen sehr(!) hohe Erfolgsprämien auszahlen würde, über deren Höhe z.B. der Wahlkreis bestimmte, bei gleichzeitigem Verbot aller Nebentätigkeiten.

Nämlich so wie es jetzt läuft kassieren die Millionen von Lobbyisten, richten aber dafür Schäden in Milliarden Höhe an. Kuruption und Vetternwirtschaft ist zur Zeit m.E. kein Mangel sondern ein Feature des politischen Systems.

Beste Grüße

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

Ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn man Politiker*innen sehr(!) hohe Erfolgsprämien auszahlen würde, über deren Höhe z.B. der Wahlkreis bestimmte, bei gleichzeitigem Verbot aller Nebentätigkeiten.

Grundsätzlich bin mit deiner Idee ja einverstanden, aber bislang konnte mir Niemand erklären, wie hoch ein Politikergehalt denn sein müsse, um Korruption auszuschließen.
Wo die Wirtschaft durch Beeinflussung der Politik Milliardengewinne realisiert, sind Parteispenden und lukrative Anschlussverwertungen einfach nur „Peanuts“.
Der einzig sichere Weg gg. Korruption ist die direkte Beteiligung am politischen Prozess, einfach weil Bestechung von Millionen Bürgern unwirtschaftlich wird.

Ein Verbot von Nebentätigkeiten wird spätestens an dem Punkt schwierig, wo die öffentliche Hand Anteilseigner, wie z.B. bei Volkswagen, ist.

Pentimento
Pentimento
Reply to  ronaldo
3 Jahre zuvor

Ronaldo, Du nervst.

Brian DuBois-Guilbert
Brian DuBois-Guilbert
Reply to  Pentimento
3 Jahre zuvor

„ronaldo“ ist in Wahrheit der schon lange hier herumstinkende „anton“ mit seinem rechten Gesabber…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian DuBois-Guilbert
3 Jahre zuvor

@Brian DuBois-Guilbert

Könnte passen………aber Ronaldo?
Hat wohl einen Schädel wie ein Fußball. Rund, kahl und drin nur Luft. 🙂

aquadraht
aquadraht
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Wie ich schon bei einem anderen Troll schrieb: Schluss mit den Gastkommentaren oder mindestens alle auf Moderation. Dann wäre mit den Antons, Ronaldos, Gabis, Heidis und wie sie noch heissen Schluss.

ronaldo
ronaldo
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

Brian und aqua: Mund zu, es zieht!

Frage
Frage
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Muss lachen …

Linksman
Linksman
Reply to  ronaldo
3 Jahre zuvor

Lieber „unpolitische Plauderheinis“ wie Heldentasse als Plautzen-Politessen wie Deinereiner.

ronaldo
ronaldo
Reply to  Linksman
3 Jahre zuvor

Heute keine Demo ?

aquadraht
aquadraht
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

Christine: Was die jungen Männer mit den teuren Wagen angeht:: Das sind Rotlicht- und Drogenszeneleute oder Anhang davon. Da hat es tatsächlich ethnische Änderungen gegeben. Ich habe ganz früher, im Studium und vor Ende der Promotion, viel in Autowerkstätten gearbeitet (hab das mal gelernt), und wir hatten da etliche Kundschaft aus dem Rotlicht- und Unterweltmilieu. Die kauften gebrauchte teure Schlitten oder liessen sie reparieren. Manche davon lebten tatsächlich von der Hand in den Mund und kamen die Kisten verkaufen, wenn sie mal wieder pleite waren. Damals waren die Zuhälter oft Österreicher und Italiener, ich weiss nicht warum, vielleicht weil Unterschichtmädels eher auf die reinfielen, aber auch Leute aus dem Schaustellermilieu, darunter etliche Sinti und Roma.

Heute sind die „Ausländer“ wohl eher Albaner und Osteuropäer, aber auch Araber und Türken, letztere vor allem auf dem Drogensektor. Wie ich schon schrieb, haben geschlossene ethnische Gruppen im Bereich OK Konkurrenzvorteile gegenüber inländischen schweren Jungs.

a^2

Mordred
Mordred
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

wie hoch bei manchen jungen Männern wohl der Mindestlohn sein mag, wenn sie nachts mit dicken Tuningschlitten Wiesbaden verunsichern und Rennen fahren!

Da gibts viele Gründe.
Manch einer tut alles, nur um ne dicke Karre zu haben
Dicke Karre ist nicht gleich dicke Karre – finanziell gesehen. Unfallwagen billig im Ausland repariert oder nicht TÜV zugelassene billigere Bauteile oder einfach der enorme Preisverfall bei hochmotorisierten Edelkarossen sobald sie aus dem Autohaus rausfahren…es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man mit wenig Geld an ne dicke Karre kommt. Der Nachbarsjunge hat auch seit kurzem nen gepimpten Golf mit krassem Sound etc., aber der fährt den kaum, weil er kein Geld für Benzin hat…
Zudem wollen dicke Karren ja gerade gesehen/gehört werden. Deswegen kommt einem deren Anzahl höher vor.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

@aquadraht

Das Problem ist nicht zu grosse Liberalität

Im Grunde doch und zwar die Liberalität der Wirtschaft in nahezu unbegrenztem Ausmaß.
Dies sind nämlich die Nutznießer und Initiastoren all der Probleme, die sie selbst nicht betreffen.

Die permanente Forderung der Wirtschaft nach „billigem Frischfleisch“ aus allen Teilen der Welt, um das Lohnniveau zu drücken und die Gewinne der Investoren ins Unermessliche zu steigern, schafft erst die Spannungen in der Gesellschaft.
Ob Kriege oder zerstörerische Freihandelsverträge, ob damals massive Anwerbung von Gastarbeitern aus schwächeren Staaten, verknüpft mit dauerhaftem Bleiberecht oder die EU- Freizügigkeit, jedes Mittel scheint ihnen recht, ihre Ziele bzgl. Profitmaximierung zu erreichen.
Die Opfer, egal ob zugereiste oder einheimische, sind ihnen vollkommen egal und eine durch und durch korrupte Parteipolitik macht sich zu deren Erfüllungsgehilfen, sekundiert von Medien, die ebenfalls der Unternehmensseite zuzurechnen sind.
Eine mitnichten unabhängige dritte Gewalt komplettiert dieses „Trio Infernal“ nach besten Kräften.

R_Winter
R_Winter
3 Jahre zuvor

Die Einsicht im Artikel kommt spät und teilweise viel zu spät.

Wer die Lebensumstände der Menschen in Nordafrika und Ost-Europa („nicht nur aus dem Sommerurlaub“) kennt, ist nicht überrascht. Die Berichte der deutschen Botschaften aus diesen Ländern wurden im Außenministerium nicht weitergereicht, da sie nicht in den Zielvorstellungen unserer Regierungen passten.

Unsere Gesetze sind in keiner Weise auf Missstände dieser Art vorbereitet, wie sie auch in Mittelstädten und der Umgebung sogenannter Ankerzentren vorherrschen.

Wir haben aus meiner Sicht den Fehler gemacht, dass wir in „Blasen“ dachten und denken, „Unsere“ Blase war und ist die Gute – stimmt es?

Wir sollten im Zwiebelmuster denken. Jedes Blatt hat Einfluss auf die anderen Blätter und wir sollten keine Hemmungen haben, die welken und faulen Blätter zu beseitigen – schonend, aber konsequent.
Dieses ist kein Kampf links gegen rechts, sondern das Bemühen um „Einsicht gegen Dummheit/mangelndes Wissen“.

Sahra Wagenknecht, mit der Bewegung „aufstehen“ verfolgt (hoffentlich) diese Zwiebel-Theorie – nicht die eigene Blase aufblasen, um die anderen im Kasten zu verdrängen.

Bewahrer der Glaubwürdigkeit
Bewahrer der Glaubwürdigkeit
Reply to  R_Winter
3 Jahre zuvor

-Nein, wie Ideell!
Jaja, während einige nur nach der Umverteilung von Geld fragen, sind Andere schon viel weiter und wollen lieber über Bildung und das Unterhaltungsprogramm belohnen, damit deutlich gemacht wird, dass über diese Form der ‚Umverteilung‘ schliesslich Akzeptanz im realen Leben zu finden sei…
^^

Marla
3 Jahre zuvor
Folkher Braun
Folkher Braun
3 Jahre zuvor

Vor gut fünf Jahren habe ich mal auf dem Erdmann-blog (hier rechts verlinkt) über meine unfeine Begegnung mit drei Musels (so 15 – 17) erzählt. Die hatten mir erklärt, dass sie meine zwei Hunde töten würden. Anschließend taten sie es nicht mehr. Als Werkzeug genügte die Verwendung von Schutzschuhen nach EN 20345. Erdmann hat mich aufgrund meines Nachnamens zum Faschisten deklariert (obwohl mein Vorname viel mehr Nazi ist).
Egal. Der Umgang der Linken mit der nicht zu beschäftigten Surpluspopulation (vulgo Versorgungssuchende) beschreibtjemand 1867:

„Je größer der gesellschaftliche Reichtum, das funktionierende Kapital, Umfang und Energie seines Wachstums, also auch die absolute Größe des Proletariats und die Produktivkraft seiner Arbeit, desto größer die industrielle Resevearmee.“

(K. Marx K1/MEW23 S.673)

Will sagen: Wo sich das Proletariat hierzulande sich „dummerweise“ ökonomisch verhält und sich unterdurchschnittlich vermehrt, muss das „Erwerbspersonenpotential“ (frei nach Bertelsmann-Stiftung 2015) hier jährlich um 440.000 Neubürger aufgestockt werden. Mit dieser Maßnahme kann man so nebenbei den auf dem Arbeitsmarkt abgehängten Mitbürgern beibringen, dass die Hirten der Herde (frei nach Mausfeld) die Einheimischen für den letzten Dreck halten.
Interessant ist: diese Hirten werden immer noch gewählt.

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Bester Roberto,

ich bin 22 Jahre lastzugfahrenderweise durch Europa gerodelt. Unerwünscht war ich in Italien, Jugoslawien und Polen. Gemessen an den Klau-Versuchen. Das ist für einen biodeutschen Sozialwissenschaftler mit Adorno-Hintergrund vielleicht unvollstellbar. Es ist aber Realität.
Scherz nebenan: Ich stand in Padborg auf dem Lkw-Parkplatz, weil der Zoll um 22h zumachte. Jemand klopfte an die Fahrertür. Ich kurbel die Scheibe herunter und eine junge Dame fragte mich: „wilt U nuiken?“ Ich war völlig perplex. Dann kam mir der Gedanke: Die spricht mich auf Niederländisch an, denn ich lag in einem Lkw niederländischer Herkunft. Ein DAF-Truck.
Was ich damit sagen will: als Lkw-Fahrer lernst du die sozialen Gossen Europas kennen. Die gab es auch schon vor 30 Jahren. Nur die linken Kreise haben die nie thematisiert, weil ihnen der Sektor der einfachen Arbeiten zu fremd ist.

Ist leider so.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

Das kann ich sogar als ehemalige Linienbusfahrerin bestätigen, nachts ab 23 Uhr zeigen die Stadtviertel schon mal ihr wahres Gesicht und an manchen Haltestellen hatte ich schon mal die Hand vorsorglich in der Nähe des Notrufknopfes…

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

Ich brauche mir nur meine „previous organization of the working class“ frei nach Marx ansehen, also die Gewerkschaften. Da zahle ich seit 42 Jahren in den Verein ein und was macht mein Vorsitzender, Herr Bsirske: Er ledert den Vorsitzenden einer erfolgreichen Gewerkschaft ab. Den Weselsky von der GDL. Er ist sich auch nicht fies, bei den Bilderbergern anzutreten, wie dieses Jahr geschehen. Vielleicht wollte er dort seine Bewerbung als DGB-Vorsitzender absegnen lassen.
Und weil wir nicht mal von der Seite der organisierten Arbeiterschaft klare Ansagen zum Bertelsmann- Projekt „Erwerbsperonenpotential“ hören, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass Individualisierung, Clanbildung, Verrohung sich ausbreiten.
Vielleicht sollte der DGB mal eine Untersuchung unter Berufsschülern und Studenten abhalten, was die denn über das Betriebsverfassungsgesetz wissen. Das kann nur furchtbar ausgehen.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

Aus der Scheiss – verdi war ich schon lange raus, da war mir das Geld zu schade. Bin dann auch mal in der GdL gewesen, leider wurde unser Betrieb aber immer nur durch verdi bestreikt…
Hab aber mit denen nur schlechte Erfahrungen gemacht, Bonzengewerkschaft halt…

aquadraht
aquadraht
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

Aber seid mal ehrlich: Solche Viertel gab es doch schon immer, wie Folkher schreibt. Wie erwähnt, im Autogewerbe, vor allem in kleinen Werkstätten mit Gebrauchtwagenhandel und Abschleppdienst wie unserer, lernt man da vieles kennen, und eben nicht die Creme der Gesellschaft. Ich bin in einem Arbeiterviertel aufgewachsen und hatte da nie Illusionen.

Aber eins stimmt nicht: die „linken Kreise“ der sechziger und siebziger Jahre haben das sehr wohl thematisiert, und nicht wenige haben schon im Studium Praktika in sozialen Brennpunkten gemacht, auch in der (erfolglosen) Hoffnung, die dortigen Randgruppen politisch mobilisieren zu können (Theorien von Marcuse et alii), aber auch und besonders aus humanistischem Engagement. Es ist eher heute, dass die Flüchtlinge die edlen Wilden sind und die heimische Arbeiterklasse als „bildungsferne Unterschicht“ verachtet wird.

Man sollte aber sehen: Migration hin oder her, besser war es früher nicht, eher schlimmer. Vor allem in der Nachkriegszeit, mit 14 Millionen „deutschstämmigen“ Flüchtlingen und Vertriebenen, darunter zehntausenden Gewaltverbrechern aus SS und Wehrmacht und Millionen Traumatisierten, dazu noch anfangs fast 4 Millionen DPs, ehemalige Zwangsarbeiter, Juden (von denen die meisten schnell weg waren) und antikommunistische Flüchtlinge, darunter ukrainische, jugoslawische und baltische Terroristen und Mörder, die mindestens so gefährlich waren wie heute die von IS und Al Kaida.

Und dabei gab es nirgends genug Wohnraum, als Folge des Bombenkriegs.Ein Unterschied ist allerdings, dass auf Grund der Systemkonkurrenz die herrschenden Eliten nicht auf Spaltung der Gesellschaft aus waren, sondern eher im Gegenteil mit der Proklamation der „nivellierten Mittelstandsgesellschaft“ und Verheissungen von „Wohlstand für alle“ beschwichtigten. Das lag grossenteils daran, dass sie die Hose bis zum Stehkragen voll hatten aus Schiss vor dem Kommunismus. Das ist, was heute fehlt.

Was Roberto da schreibt, ist alles gut und schön, aber in den Problemvierteln ging es nie freundlich zu, nicht nach 1945, nicht in den sechzigern und auch heute nicht, scheissegal ob Migranten oder „Biodeutsche“.

a^2

Duke Nucken
Duke Nucken
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

“wilt U nuiken?“

Und ? Hast du genuckt ? Ordentlich mal durchgenuckt, wah ?!

flatter
flatter
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

@Braun: Trolle wie du, die sich obendrein einer diskriminierenden Sprache bedienen („Gutmenschen, Musels“), müssen noch Jahre später immer und immer wieder denselben Schwachsinn labern, wenn sie sich beleidigt fühlen. Ist auch ein Markenzeichen der Rechten – ihnen zu widersprechen ist gleichzusetzen mit Judenverfolgung. Du wirst wegen dieses Satzes jetzt vermutlich ein paar Jahre lang behaupten, ich wolle dich vergasen. Macht nix.
Den Thread kann immer noch jeder lesen, mein Kommentar ist der hier. Je geringer die Lesekompetenz, desto eifriger wird das fehlende Verständnis zur Dauersendung.

p.s.: Du kannst mit deiner Antwort ungestört vor dem Forum protzen. Ich hab nur zufällig hier reingeschaut und werde das sicher nicht lesen.

Wernher von Braun
Wernher von Braun
Reply to  flatter
3 Jahre zuvor

Geh kacken Erdmännchen !

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  Wernher von Braun
3 Jahre zuvor

„Linke Salonintellektuelle und postmoderne Intellektuelle teilen (…) mit den Machteliten die intellektuelle Verachtung für das Volk,, das ohnehin nicht in der Lage sei, ihre gesellschaftlichen Analysen zu verstehen und die Tiefe ihrer Gedanken zu ermessen.“ Mausfeld, aaO S.169. Habe ich 1973 in Berlin schon erlebt. Das war der KB/ML-Cheffe, Schimmann, Schimmach oder so ähnlich hieß er.
Seine Großartigkeit Duke-Flatter möge mir den Einwand verzeihen. Als blöder Lastwagenfahrer bin ich natürlich nicht in der Lage, seine göttlichen Weisungen (frei nach Ludwig Thoma) zu verstehen.

Linksman
Linksman
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

Diesen Folkher Braun plagen offenbar besondere Probleme mit Nichthundefreunden. So sehr, dass er schon mal zum Klappmesser greifen muss.
Vielleicht braucht es 440.000 Neubürger, um solche Inländerkriminalität signifikant zu senken.

Frage
Frage
3 Jahre zuvor

Versuchen Sie doch auch die „nationalbefreiten“ Zonen in ihr besorgtes Denken miteinzubeziehen. Vielleicht liegen beiden Strukturen die gleichen Ursachen zugrunde.

Lutz Lippke
Lutz Lippke
3 Jahre zuvor

Ich bezweifle, dass das Migrationsthema von links nur wegen einer zu optimistischen Einstellung zu Multikulti oder Unterschätzung der Probleme falsch angegangen wurde. Es wäre hilfreich, wenn man sich vor sich selbst ehrlich machte, bevor man nun den Diskurs bestimmen will.
Um meinen Eindruck von einer grundsätzlichen Problematik deutlich machen zu können, muss ich etwas zuspitzen und pauschalisieren.
Linkssein ist demnach eine Grundeinstellung, die von den Meisten sicher mit „sozial“, „gerecht“, „gleichwertig“ verbunden wird. So weit gut.

Ein Problem scheint mir angesichts dieser edlen Einstellung gerade die damit verbundene Überzeugung zu sein, dass dies zugleich das tatsächliche Denken und Handeln als „sozial“, „gerecht“, „gleichwertig“ adelt. Die Psychologie thematisiert die teils dramatischen Folgen von kognitiver Dissonanz, der Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Abspaltung von unerträglichen Wahrheiten zu eigenem Versagen und zu Fehlsteuerungen, Verlagern der Verantwortung auf den Gegenüber und auf Dritte usw..

Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass der durch das Linkssein verursachte Fokus nicht die Gesamtheit ist. Man kann möglicherweise „klinisch reine“ Linke nicht den Diskurs bestimmen lassen, weil deren Erfassung der Realität und Handlungskompetenz nicht hinreichend zur eigenständigen und vollständigen Lösung ist.

Wenn man das weiterdenkt, kommt man eigentlich zur Idee der Demokratie. Hat die Linke die Idee der Demokratie überhaupt schon verstanden?

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  Lutz Lippke
3 Jahre zuvor

In diesem Zusammenhang empfehle ich das Buch von Rainer Mausfeld: Warum schweigen die Lämmer? Westend Verlag ISBN 978-3-86489-225-7. Das ist eine Zusammenfassung seiner Vorträge, auch bei den NDS, in den vergangenen Jahren.Danach ist jedem klar, dass die bei uns praktizierte Demokratie eine Aufführung ist. Die Herde (Bürger) glaubt den Hirten (Politiker) und die wirklichen Entscheider (Elite) bleiben im Hintergrund.

Akademisierter Scheiß
Akademisierter Scheiß
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

Und nun ? Eine Analyse mehr ….. was folgt daraus, außer linkem Infotainment –
Teils sehr gut bezahltem, linken Infotainment aus den bösen und dunklen Kassen des Kapitalismus !?

Im Kapitalismus lässt sich selbst die Kapitalismuskrititk gut verscheuern.
Seit Jahrzehnten lebt die Linke sehr gut in dieser Verwertungslogik.

Der Normalbürger liest keinen grundlos akademisierten Scheiß – Prosa versteht jeder ganz gut !

aquadraht
aquadraht
Reply to  Akademisierter Scheiß
3 Jahre zuvor

Wieder so ein AfD-Dreckstroll, falls nicht dauernd der selbe. Tom, Roberto, haltet bitte den Blog sauber, Scheisse gehört ins Klo.

Es wäre auch gut, Gastmeldungen entweder ganz zu schliessen, damit diese Trolle unter Trollnamen raus sind, oder wenigstens unter Moderation zu stellen und fallweise freizugeben.

Augenstein
Augenstein
3 Jahre zuvor

Rechts gewinnt weil links zu blöde ist !

Augstein hat recht !

“ Manchmal müssen die Verhältnisse schlimmer werden, bevor sie besser werden können.“

Koalition von AfD und Union – Demokratie ist auch wenns weh tut

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-will-mit-cdu-koalieren-schwarz-braun-ist-die-haselnuss-kolumne-a-1231010.html

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  Augenstein
3 Jahre zuvor

Der Herr Augstein hat keine Ahnung. Die politischen Entscheidungen werden nicht in Berlin gemacht. Wir bekamen einen Außenminister Maas, weil der Atlantic Council ihn anstelle vom Gabriel haben wollte. Wir erlauben weiter Glyphosat, obwohl sogar die EU das Zeug nicht haben will. Der Bundesrechnungshof rügt seit Jahren die ÖPP, wir bekommen die Autobahnprivatisierung.
Wir haben Goldman Sachs im Finanzministerium und im AfD-Vorstand, Bertelsmann hat jetzt den Frktionsvorsitz in der CDU. Es ist also dafür gesorgt, dass diese Politik der neoliberalen Koofmichse weiter geht. Dafür hat die Linke einen eigenen Seeheimer Kreis mit Kipping und Seehofer.
Deswegen läuft hier nichts im Sinne der Bevölkerung.

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

Ersetze Riexinger für Seehofer.

Rudi
Rudi
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

Wäre das nötig gewesen? 😉

Bertelsfrau
Bertelsfrau
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

Doch, Augstein sieht das richtig. Er nennt die Symptome der von dir genannten Ursachen.

Viel steht ja nicht in Schulbüchern des Faches Geschichte. Unsere Epoche wird aber drin stehen,
ebenbürtig zu Hitlers Machtergreifung. Mal gucken wer die Schuld trägt, wenn Bertelsmann
diese Schulbücher verlegt.
Vielleicht verglühen auch alle Kinder mit ihren Eltern oder werden verstrahlt. Dann steht Bertelsmann
ohne Leser da und die Zeit läuft von vorn.

Und, hast du die Frau Antje genucked ?

Augenstein
Augenstein
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

Doch, Augstein sieht das richtig. Er nennt die Symptome der von dir genannten Ursachen.

Viel steht ja nicht in Schulbüchern des Faches Geschichte. Unsere Epoche wird aber drin stehen,
ebenbürtig zu Hitlers Machtergreifung. Mal gucken wer die Schuld trägt, wenn Bertelsmann
diese Schulbücher verlegt.
Vielleicht verglühen auch alle Kinder mit ihren Eltern oder werden verstrahlt. Dann steht Bertelsmann
ohne Leser da und die Zeit läuft von vorn.

Und, hast du die Frau Antje genucked ?

ert_ertrus
ert_ertrus
Reply to  Augenstein
3 Jahre zuvor

Nö, er hat sie genuked. Seither strahlt sie.

ChrissieR
ChrissieR
3 Jahre zuvor

@ Roberto:
Gibt’s hier bald mal ein neues Thema oder hast Du Dich im Guinness- Buch angemeldet für die meisten Kommentare? Wir fahren schon gut dreistellig! Na gut, morsche is Feiertach…

Alloah

Christine

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  ChrissieR
3 Jahre zuvor

Ei subbää!! Do habbisch jo als Meenzer Meedsche de 111. Kommendaar geschribbe! Narhallamarsch, Heeelau!!!!

Corbyn kurz und bündig
Corbyn kurz und bündig
3 Jahre zuvor

Überall der gleiche Irrsinn – Corbyn kurz und bündig

Jeremy Corbyn: Die Torys haben eine feindliche Umgebung für behinderte Menschen geschaffen

Jeremy Corbyn sagt, dass für viele Menschen die soziale Sicherheit zu einem System institutionalisiertem Mobbings unter der konservativen Regierung geworden sei. Er erzählte die Geschichte eines Mannes, der mit dem Einsatz von Antidepressiva begann,
nachdem die Pflege-Leistungen für seine Frau eingestellt wurden.
Corbyn sagt: „Das sind die menschlichen Folgen einer Tory-Regierung, die Steuersenkungen für die Reichen, vor die Hilfe für
behinderte Menschen unserer Gesellschaft stellt.“

https://www.youtube.com/watch?v=CDGa-jt6vWg

Art Vanderley
Art Vanderley
3 Jahre zuvor

Zustimmung zum Artikel. Würde ca. die Hälfte der politischen Linken ihren laut vorgetragenen Antirassismus ernst nehmen, müßten sie ihre eigenen Ansichten angreifen. Rassismus ist bitteschön dort zu bekämpfen, wo er stattfindet, und nicht, wo man ihn gern hätte.
Die Kriminalität ist dabei nur die Spitze des Eisbergs, unter trübem Wasser verbirgt sich ein viel größeres Milieu von Arbeitsimmigranten verschiedener Generationen, die keinerlei Respekt vor Deutschen, anderen Migranten und liberalen Vertretern der eigenen Ethnie haben, mit Schwerpunkt bei Teilen der muslimischen und osteuropäischen Zuwanderer, nicht jedoch bei Russen und Rußlanddeutschen.
„dass internationale Banden ganze Stadtteile zu ihrem gefühlten Eigentum erklären. “
In Holland haben marokkanische Jugendbanden über viele Jahre hinweg ganze Stadtteile terrorisiert, die in Holland fast extremistische Korrektheit hat weggeschaut, Ergebnis waren sehr gute Wahlergebnisse für Wilders, gerade in sozial schwachen Stadtteilen.

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  Art Vanderley
3 Jahre zuvor

Kann ich bestätigen. Marokkaanen moppen ist da inzwischen Volkssport. Während sich die Surinamesen der zweiten Generation völlig integriert haben, bekommen sie die Nordafrikaner nicht in die Arbeit. Die wollen schlicht nicht. Dabei ist das niederländische Berufsbildungssystem eins der besten der Welt (noch vor unserem dualen System). Wäre Pim Fortuyn nicht 2002 vom dem linksgrünen Chaoten Volkert van der Graaf umgebracht worden, hätte das politische System schon eher eine Rechtsdrehung erhalten. Wilders ist im Vergleich zu Fortuyn ein politisches Leichtgewicht.

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

Arbeiten wird die Probleme nicht lösen, schon gar nicht mit einer neoliberalen Arbeitswelt.
In ganz Europa haben wir den islamischen Faschismus, der auch den Anker schafft für den islamistischen Terror in Europa. Die Denker und Lenker sitzen dabei mitten im Mittelstand, haben oft akademische Berufe und sprechen die einheimische Sprache perfekt. Die Reduzierung der Integrationskriterien auf Arbeit und Sprache wirken sogar kontraproduktiv und sind mitverantwortlich für die Etablierung islamischer Faschisten in Europa.
Auch die erheblichen Probleme mit Teilen der Osteuropäer kommen in der Regel von Leuten, die oberflächlich bestens integriert sind, also arbeiten und deutsch sprechen. Ihre hinterwälderischen Einstellungen aber haben die sich oft bewahrt und verbinden sie nicht selten mit grundsätzlicher Geringschätzung gegenüber Deutschen und auch gegenüber allem, was nicht in ihr engstirniges Weltbild passt.

Kein Rassismus
Kein Rassismus
Reply to  Art Vanderley
3 Jahre zuvor

Würde ca. die Hälfte der politischen Linken ihren laut vorgetragenen Antirassismus ernst nehmen, müßten sie ihre eigenen Ansichten angreifen. Rassismus ist bitteschön dort zu bekämpfen, wo er stattfindet, und nicht, wo man ihn gern hätte.

Man darf nicht den Fehler der Linken übernehmen und Rassismusdiskussionen aufgreifen die nicht existieren.
Die Bürgerlichen mit Rechtsdrall stellen überwiegend keine „universaldeutsche Rasse“ über die „Rasse“ anderer
Nationen ( Rasse in Anführungsstrichen hier verwendet um darzulegen worum es beim Begriff Rassismuss geht ).
Die Bürgerlichen mit und ohne Rechtsdrall stört die Konkurrenzsituation auf dem Arbeits-, und Wohnungsmarkt.
Wer das Kontigingent stellt und woher es kommt, ist diesen Leuten egal. Es geht NICHT um Rassismus !
Manche rechten Hetzer spielen öffentlich mit rassistischem Gedankengut um die Situation anzuheizen.
Die Mehrheit will das aber nicht.

Die Leute wollen, dass das Offensichtliche angesprochen wird. Sie haben viele Fragen. Sie möchten z.B. gern wissen
ob wir 8 Millionen Arbeitslose haben, wenn der Laden in einer absehbaren Rezession aufschlägt, oder warum das
Herkunftsland der europäischen Binnenmigranten nicht für Sozialleistungen zuständig ist sondern das europäische „Einwanderungsland“ ( wegen Schengen in Gänsefüßchen )…..Die Leute haben viele Fragen und bekommen keine Antworten. Das hat mit Rassismus nichts zu tun.

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Kein Rassismus
3 Jahre zuvor

„Man darf nicht den Fehler der Linken übernehmen und Rassismusdiskussionen aufgreifen die nicht existieren.“
Jein. Stimme zu, daß es natürlich stark um Soziales geht, aber die Krise läuft einfach in allen Bereichen, auch im Kulturellen. Es geht nicht um „Rassismus“ oder Soziales, es ist beides gleichzeitig und noch einiges mehr. Beides wechselwirkt auch stark, so lähmt die Indenditätspolitik die Entfaltung der freiheitlichen Linken, obwohl diese eigentlich ganz ordentliche Ideen hat, die auch von einer Mehrheit mitgetragen würden.

Wolf-Dieter Busch
Wolf-Dieter Busch
3 Jahre zuvor

Die Migranten sind das Thema, das AfD in den Bundestag brachten, aber AfD bedient vollständig diese Aspekte:

– Euro (Gründungsmotiv),
– Klimawandel,
– Genderismus,
– Migration.

Sollte der AfD das Thema Migranten aus der Hand genommen werden? Gerne. Geschieht aber nicht!

Gerade habe ich auf Youtube die Anhörung zur Petition zur „gemeinsamen Erklärung“ erlebt. „Gesehen“ wäre ein zu schwaches Wort angesichts der offensichtlichen Hilflosigkeit der fragenden Parlamentsvertreter: die „Linke“ hat sich vollständig gesperrt, der Regierungsvertreter konnte nicht (!) beantworten, ob die Anordnung zu den bundespolizeilichen Grenzkontrollen noch in Kraft ist, die Vertreterin der Grünen beschwerte sich über Überheblichkeit der Petentin. Großes Kino zum Fremdschämen.

Die komplette Berliner Regierungs-Szene („Szene“ ist hier die treffendste Bezeichnung!) bildet einen Augiasstall gegenseitiger Abhängigkeit und Entschlussschwäche. Denn begriffen haben sie alle, dass die Migranten ein gewaltiges Problem darstellen. Allerdings statt Abhilfe bemühen sie sich um Wahrung des Gesichts und um Beseitigung von eigenen „Leichen im Keller“.

Die einzige Abhilfe, die ich sehe, ist ein unbeteiligter Dritter, der aufräumt. Der einzige unbeteiligte Dritte ist derzeit AfD. Sie ist (noch) nicht „gekauft“ so wie alle anderen.