„Politik und Zeitgeschehen“ – Reichweite und die richtigen Botschaften

Endlich war es soweit! Wir hatten eine Frau als Gast bei den #mehrwutstropfen. Und nicht irgendeine, sondern Nina Chilt, die als Redakteurin zum Team von „Politik und Zeitgeschehen“ gehört. Die Facebook-Seite hat eine Reichweite, die vergleichbar mit der der „heute show“ oder der „Tagesschau“ ist.

Wir haben mit Nina natürlich über ihre Seite gesprochen, über „aufstehen“, die Linke und die AfD. Und sind gemeinsam zu interessanten Schlüssen gekommen.

Hier geht‘s zum Podcast:


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00:20 – Is‘ frisch geworden!
00:57 – Vorstellungen unserer Gästin Nina Chilt
01:57 – Vorstellung von „Politik und Zeitgeschehen“
12:25 – Tom versteht Twitter nicht
13:05 – Wer ist das Publikum von „Politik und Zeitgeschehen“?
14:40 – Die Sammlungsbewegung vor „aufstehen“ mit 10.000 Mitgliedern
15:50 – André Poggenburg (AfD) durfte nicht mitmachen
18:15 – „Politik und Zeitgeschehen“ und Sahra Wagenknecht
19:15 – Die Partei „Die Linke“ und Vorbehalte in der Bevölkerung
21:15 – Roberto erklärt den Begriff „Linke Linke“
24:00 – Nina: Jeder Linke hat andere rote Linien
25:00 – Offene Grenzen?
27:30 – Die linke Alternative mit den Grünen und der SPD?
30:15 – Die SPD muss leiden!
30:30 – Welche Themen gehören zu „aufstehen“?
32:45 – Sind alle AfD-Wähler Rassisten?
40:30 – Alice Weidel, Nina, Roberto und die Frage nach der „Nazi-Schlampe“
48:10 – Natürlich ist Alice Weidel keine Nazi-Schlampe!
49:15 – Sex und Reichweite!
41:30 – Streit um Diether Dehm
55:00 – Kuscheln zum Schluss

Robertos Text, über den er sich mit Nina gestritten hat:

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Kombinat Neulandrebellen
Kombinat Neulandrebellen
3 Jahre zuvor

So geht Vollbeschäftigung. Streiten sich Zwei über nix und der Dritte macht nen Radiobeitrag davon.
Wie der Glühbirnenwechsel in einem Kombinat der DDR; einer hält die Birne und zwei drehen ihn im Kreis herum.

Frage
Frage
3 Jahre zuvor

Bei den Wählern der afd gilt es demnach zu differenzieren. Ist es denn auch gestattet bei der Antifa zu differenzieren? Oder ist die Antifa das Böse in Reinform? Könnt ihr mit Sicherheit sagen, dass es eine andere als die gefühlte Antifa war? Gibt es DIE Antifa überhaupt? Oder kommen dort AUCH verschiedene Charaktere und Menschen zusammen? Glaubt ihr Antifa hat noch nie jemandem geholfen, dem schweres Unrecht getan wurde? Gäbe es Antifas ohne das Fa? Ein Antifa ist der automatisch auch Umweltaktivist? Ich habe an diesen Thesen große Zweifel. Sind alle Antifas gegen #aufstehen? Habe ich das nicht richtig verstanden?

Ist Ethnie und Wähler als Gruppe gleich Diskriminerungsfähig? Oder gibt es da doch Unterschiede?

Stefan
Stefan
Reply to  Frage
3 Jahre zuvor

Stimmt, die Antifa ist der neue unverblümte, Regierung gesponserte Faschischmus..offene tolerierte und beklatschte Gewalt, Regierungsangehörige die sich darüber schlapp lachen wenn ein Bürger „geklatscht“ wird undundund

aquadraht
aquadraht
Reply to  Stefan
3 Jahre zuvor

Schon wieder so ein AfDler. Kann man die mal rauswerfen?

Frage
Frage
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

Warum rauswerfen? Wenn ich das richtig verstanden habe geht es hier im blog darum afdler für #aufstehen zu gewinnen. Es scheint mir logisch und zweckmäßig wenn dazu die Antifa angegriffen wird. Herr De Lapuente übernimmt dazu weitgehend kritiklos die Argumentation.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Frage
3 Jahre zuvor

Offenbar hast Du das nicht richtig verstanden. Ich fand Deinen Einwand im Ursprungsposting berechtigt, dass man die Antifa nicht über einen Kamm scheren darf, da gibt es wesentliche Unterschiede. Früher war die Antifa konsequent gegen Imperialismus, Rassismus und Antikommunismus. Davon ist heute nur bei einigen Strömungen und Einzelpersonen etwas übrig geblieben. Viele stehen zusammen mit den neokonservativ-rechtsradikalen Antideutschen auf der Seite der NATO und des Likudregimes in Israel, Atlantifa eben, Teile sogar, wie die Bahamas-Fraktion, sind offen faschistisch. Ein Teil ist auch seit der Flüchtlingsgeschichte merkelfromm geworden.

Geblieben ist das Sendungsbewusstsein, „die Guten“ zu sein, das hat mich schon früher etwas genervt, als ich enger mit der Antifa zu tun hatte. Mit Wissenschaft und Klassen- und Gesellschaftsanalyse war da nie sehr viel, aber ok.

Es geht aber hier, wenn ich Roberto richtig verstehe, darum, diejenigen zurückzugewinnen, die sich von einer postmodern-kleinbürgerlichen Linken nicht mehr vertreten und verstanden fühlen. Das heisst nicht, dass man sich faschistische Hetze gefallen lassen soll.

a^2

Frage
Frage
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

„Offenbar hast Du das nicht richtig verstanden. Ich fand Deinen Einwand im Ursprungsposting berechtigt, dass man die Antifa nicht über einen Kamm scheren darf, da gibt es wesentliche Unterschiede.“

Das ist meiner Meinung nach wichtig! Du kannst nicht einerseits differenzieren verlangen, während du andererseits, genau das nicht tust. Da sind wir einer Meinung.

„Früher war die Antifa konsequent gegen Imperialismus, Rassismus und Antikommunismus. Davon ist heute nur bei einigen Strömungen und Einzelpersonen etwas übrig geblieben.“

Leider kann ich das nicht bestätigen, noch in Abrede stellen, denn ich bin ein Antifaschist, ohne mich in antifaschistischen Zusammenhängen zu befinden. Kippt der Staat weiter in eine Diktatur, bin ich aber froh um jeden Einzelnen, zu wissen, da sind noch welche, die viel wissen, weil sie viel gelernt haben, über die Schwächen des Faschismus. Ich stehe der Antifa positiv gegenüber, denn ich weiß, was ich ihr zu verdanken habe, und was ich von ihr erwarten kann. Was ich nicht weiß, ist, ob das überall gleich ist, eher nicht, denke ich.

„Viele stehen zusammen mit den neokonservativ-rechtsradikalen Antideutschen auf der Seite der NATO und des Likudregimes in Israel, Atlantifa eben, Teile sogar, wie die Bahamas-Fraktion, sind offen faschistisch. Ein Teil ist auch seit der Flüchtlingsgeschichte merkelfromm geworden.“

Du sprichst immerhin von „Vielen“ und „Teilen“, was weit richtiger ist, als DIE Antifa in eine Ecke zu stellen. Und du weißt damit wohl auch, dass es tatsächlich immer noch Gruppen gibt, die es zu gewinnen gälte. Herr De Lapuente greift hier aber genau jene Gruppen an, indem er sie zu einem für ihn greifbaren Kollektiv – DER Antifa, formt.

Die von dir beschriebenen Fälle, haben sicher einen Kontext, den ich wissen müsste, um mir erlauben zu können, darüber etwas zu sagen. Aber Faschisten sind keine Antifaschisten, das ist doch wohl klar. Du kannst über einen Angriff auf DIE pauschale Antifa, sehr wohl Faschisten ansprechen. Auch das ist logisch. Wo sie sich doch so schön auf DIE Antifa eingeschossen haben. Der Afdler der das blog beglückt, ist da schon ein erster Hinweis. Das ist doch auch genau sein Thema. Ich darf vorraussetzen, dass das eine Binse ist. Denn andere Themen hat er nicht viele. Migration, das auch noch. Aber sonst?

Beide Themen wurden hier abgedeckt, innerhalb kürzester Zeit. Mit viel gutem Willen, sehe ich das noch als Sozialdemokratisch in seiner konservativen Ausprägung an. Aber wo steht der Feind?

„Geblieben ist das Sendungsbewusstsein, “die Guten” zu sein, das hat mich schon früher etwas genervt, als ich enger mit der Antifa zu tun hatte. Mit Wissenschaft und Klassen- und Gesellschaftsanalyse war da nie sehr viel, aber ok.“

Doch bei mir gibt es das. Du kommst nicht weg, ohne etwas gelernt zu haben, wenn du einmal bei ihnen warst. Dafür musst du sie aber kennen, sonst ist ein Urteil nicht viel Wert. Und sie sind unterschiedlich. Der eine lächelt, der andere mag dich nicht. Individuen eben. Das diese zu verschiedenen politischen Kollektiven neigen, ist klar. Sie haben aber einen unter bestimmten Bedingungen gemeinsame Nenner, der sie zusammenführen kann. Je stärker der Faschismus vordrängt, desto mehr findet sich dieser und andere Themen stehen zurück. Vielleicht gibt es DIE Antifa, wenn es den Faschismus nach dem Kapitalismus gibt, vorher, wohl eher nicht. Aber logisch wäre, wenn aktuell wächst. Die Bedinungen sind leider hervorragend.

„Es geht aber hier, wenn ich Roberto richtig verstehe, darum, diejenigen zurückzugewinnen, die sich von einer postmodern-kleinbürgerlichen Linken nicht mehr vertreten und verstanden fühlen. Das heisst nicht, dass man sich faschistische Hetze gefallen lassen soll.“

Der Afdler vergreift sich im Ton. Das stimmt. Und reichlich verschwörungstheroetisch ist das ganze zudem.

Beste Grüße

Zeitarbeiter ohne Kühlhauszulage
Zeitarbeiter ohne Kühlhauszulage
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

Ich schlage eine Gesinnungskontrolle vor. Per Echtnamen. Schließlich muss ja niemand Angst haben, der die offizielle Regierungslinie vertritt. Dann bleibt ihr von den „rechtsversifften Schlechtmenschen“ verschont.

Problem gelöst. 😉

Ronaldo Lapukowski
Ronaldo Lapukowski
Reply to  Zeitarbeiter ohne Kühlhauszulage
3 Jahre zuvor

Man könnte auch den unreifen Gesinnungsnazi arschquadrat mal rauswerfen.

Roberto J. De Lapuente
Reply to  Ronaldo Lapukowski
3 Jahre zuvor

Ja, das könnten wir.
Wir können dieses Vorhaben aber auch einfach sein lassen.

aquadraht
aquadraht
3 Jahre zuvor

Guter Podcast. Zugegeben, ich kann weder mit Facebook noch mit Twitter irgendetwas anfangen und bin da aus Überzeugung nicht, schon weil ich meine Personendaten auch nicht an jede Litfaßsäule klatsche. Aber sympathische Gesprächspartnerin. Ich finde übrigens, dass Roberto mit seinem „linke Linke“ einen falschen Fokus hat. Rechte „Linke“ wie Lederer und Liebich machen mehr kaputt.

a^2

Roberto J. De Lapuente
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

Jetzt könnte ich ja sagen, dass ich Lederer eher für einen linken Linken halte als für einen rechten Linken.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Hast recht, voll link!?

Marla
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

Ich habe immer um mich herum von Rechtslinken geredet und geschrieben, sie blinken links und fahren rechts ab! Sie sehen aus wie Linke (langhaarig, fusselig 😉 sind aber innen drin knallharte Rechte! (Was dann auch die extremen Wanderungen von vielen Linken nach ganz Rechts erklären würde!)
Sie führen Kontaktschuld ein, sie reden von biologischen Lebenszeitmodell: einmal rechst immer rechts, selbst Besuche zum gucken und selber schlau machen werden als infizierend betrachtet. Ja und einmal rechts wählen, immer rechts und ein Nazi!
Resozialisierung, Differenzierung, Veränderungen, Lernende Wesen, etc pp sowas UrLinkes gibt es für die LinksRechten nicht!

Roberto J. De Lapuente
Reply to  aquadraht
3 Jahre zuvor

Ich möchte noch anmerken: Wenn man natürlich sieht, wie sich diese linken Linken jetzt fast gemein machen mit dem Neoliberalismus und mit Merkels Politik, dann kann man freilich sagen, dass diese linken Linken auch ins Rechte pendeln. Klingt unlogisch, ist aber so.