100 Prozent Pazifismus: Die richtige Einstellung oder nicht mehr zeitgemäß?

Eine der Kernbotschaften der Linken ist das Bekenntnis zum Pazifismus. Aber gibt es Situationen, in denen dieses Bekenntnis überdacht werden muss?

Ist die vollständige Ablehnung an militärischen Einsätzen noch zeitgemäß? War sie es je? Oder gibt es Situationen, wo das Wegschauen nicht vertretbar ist? Und wenn ja, welche sind oder wären das? Nach dem Artikel „Pazifismus [lat.], von pax, »Frieden«, und facere, »machen, schaffen«“ von Roberto J. De Lapuente wurde unter dem Beitrag kontrovers diskutiert, was der Autor mit seinem Text aussagen wollte.

Über die im Artikel angerissenen Fragen habe ich mit Roberto J. De Lapuente und Jens Berger gesprochen. Einigkeit sieht anders aus, und letztlich kann man bei diesem Thema auch nicht erwarten, zu einem allgemein gültigen Schluss zu kommen. Auf das eine oder andere konnten wir uns aber einigen.

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16 Kommentare auf "100 Prozent Pazifismus: Die richtige Einstellung oder nicht mehr zeitgemäß?"

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Erwin
Gast
Die zentralen Ziele der Vereinten Nationen sind im ersten Kapitel der Charta aufgelistet: – Weltfrieden und internationale Sicherheit wahren – friedliche Schlichtung aller Streitigkeiten – Verzicht auf Gewaltanwendung – Gleichheit und nationale Souveränität aller Staaten achten – freundschaftliche Zusammenarbeit zur Friedenssicherung fördern – internationale Zusammenarbeit fördern, um wirtschaftliche, soziale, kulturelle und humanitäre Probleme zu lösen – Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten ungeachtet des Geschlechts, der Sprache oder der Religion Kriege sind heute grundsätzlich völkerrechtswidrig. Dies ergibt sich aus Artikel 2 Ziffer 4 der Charta der Vereinten Nationen. Diese Vorschrift lautet: „Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die… Read more »
aquadraht
Mitglied

Also so schlecht fand ich die Diskussion wieder auch nicht. Tom und Jens haben fast eine Stunde lang versucht, den Pudding Roberto an die Wand zu nageln. Letztlich konnte der kein konkretes Beispiel gegen den „Pazifismus“ der Linken bringen. Mit seinem Spruch, die Linke müsse „erwachsen“ (also NATO- und EU-fromm) werden, hat er sich verplappert, ruderte dann aber gleich zurück.

Im Grunde geht es aber genau darum: Die Linke soll ihre friedenspolitischen Grundsätze über Bord werfen und für NATO-Aggressionen offen werden.

Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Nee, darum geht es genau nicht.

R_Winter
Mitglied
100 Prozent Pazifismus: Die richtige Einstellung oder nicht mehr zeitgemäß? Eine wichtige Frage, aber es gibt heute wichtigere Fragen:…. ————————– Gabriel: „Scheitert Macron, scheitern auch wir und scheitert Europa“ https://www.heise.de/tp/features/Gabriel-Scheitert-Macron-scheitern-auch-wir-und-scheitert-Europa-3713564.html ——————– Nordrhein-Westfalen Landtagswahl hat begonnen SPD-Chef Schulz baut schon mal vor, sollte es schiefgehen. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz gab am Morgen in seiner Heimatstadt Würselen bei Aachen seine Stimme ab. Es werde ein enges Rennen, sagte er anschließend. Das Ergebnis der Landtagswahl stehe erst einmal für sich, meinte Schulz mit Blick auf die Bundestagswahl. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/landtagswahl-in-nrw-rege-beteiligung-zum-auftakt-a-1147602.html ————– Wahl in NRW: Siegerin Merkel steht schon fest? Rechnerisch wahrscheinlich ist eine Große Koalition, wobei… Read more »
Erwin
Gast

Gabriel: „Scheitert Macron, scheitern auch wir und scheitert Europa“

Chmeißt den Siggi auf den Cheiterhaufen und den Chulz gleich mit !

aquadraht
Mitglied

Nö, das sind keine wichtigen Fragen. Die Wählerei dieses Jahr ist eh abgegessen, das Kraft stinkt ab in NRW und führt höchstens mit Glück noch ne Groko. Nicht dass das ein Unterschied zu Rotgrün wäre.Bei der BTW gibt es entweder wieder ne Groko oder ne CDU/FDP/AfD-Koalition. Nicht dass das gross ein Unterschied wäre. Die USA haben ja vorgeführt, dass es egal ist, wer gewählt wird, der tiefe Staat regiert sowieso.

seyinphyin
Gast

Wenn man mit Gewalt angegriffen wird, sollte man sich verteidigen und nicht einach totschlagen lassen.

Aber sonst, nein.

Sukram71
Mitglied

Wenn man mit Gewalt angegriffen wird, sollte man sich verteidigen und nicht einfach totschlagen lassen.

Dürfen die denn andere dafür zB um Waffenlieferungen bitten, wenn die sonst keine Chance hätten?

Jenseits von Böse
Gast
Die Verfolgung der Diskussion war mühsam, weil der Ton extrem gruselig ausgepegelt war: Tom zu laut, Jens und Pünte mehr so aus dem telefonischen Jenseits (sorry für’s name dropping). Ich bevorzuge die leisen Töne, aber diesmal war der Nachdenkliche halt übersteuert: Recht hat er trotzdem, der Tom! Natürlich will niemand, dass Unschuldige massakriert werden, und der Gedanke an bewaffnete Hilfe drängt sich förmlich auf. Nur: von wem soll die kommen? Die Macht aus den Gewehrläufen für die Sache der Gerechten: das hat weder die Pariser Commune, die spanischen Republikaner noch Allende’s Chile gerettet. Siegreich waren immer die Geschütze der Anderen,… Read more »
GrooveX
Mitglied

Einverstanden, die tausend Jahre Nazi-Deutschland wurden – vor allem durch die Rote Armee – erheblich abgekürzt, aber um welchen Preis?

sorry, aber in dem zusammenhang, in dem du das schreibst, ist das nur quatsch. es wurden nicht 1000 jahre nazi-deutschland abgekürzt, sondern der zweite weltkrieg wurde beendet. das ist dann schon was ganz anderes! und schaut man genauer hin, wurde auch der nicht einfach beendet sondern bis zum bitteren ende geführt. das ist noch mal was ganz anderes!

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