Pazifismus [lat.], von pax, »Frieden«, und facere, »machen, schaffen«

Der Nachfolger von Kapitän Schwandt hat vor einigen Wochen Position bezogen: Für das Fake-Motiv, dafür mit Trump Bomben auf Assad zu werfen. Und gegen linken Pazifismus, den er für ein Arschloch hält. Mit fast nichts liegt er richtig in dieser speziellen Einschätzung. Grundsätzlich stimmt es aber: Pazifismus ist mehr als Friedfertigkeit.

Zeit meines politisch bewussten Lebens habe ich mich als Pazifist wahrgenommen. Ich war der Ansicht, dass Gewalt nie eine Lösung in sich trägt, die nachhaltig sein könnte. Was heißt eigentlich, dass ich der Ansicht war? Im Grunde sehe ich es noch immer so. Nur mit Abstrichen. Die globale Lage bringt einen nun mal zum Nachdenken. Ist der Pazifismus, den wir heute beobachten, nicht die einfachste aller Lösungen? Ja, ist er nicht sogar Unverantwortlichkeit? Ist er nicht auch ignoranter Isolationismus, der mit dem Konzept von Rechtspopulisten mehr gemein hat, als es einer aufgeklärten Linken lieb sein kann?

Als man zum Beispiel den Kurden Gewehre lieferte, da schlug meine pazifistische Natur durch. Ich hielt es für unhaltbar. Einerseits. Andererseits war mir klar, dass man mit frommen Sprüchen und Ratschlägen, mit »Nie wieder Krieg!«-Lichterketten in europäischen Großstädten und Gewaltlosigkeit keine Hilfestellung für Menschen sein kann, die der Gefahr ihrer Häscher ausgesetzt sind. Ob da eine Waffenlieferung ein adäquates Mittel wäre, bezweifelte ich. Aber ein grundsätzliches Bekenntnis zum Gewaltverzicht hielt ich für Themenverfehlung. Ich bin Pazifist in meiner Haltung, aber ich würde niemals die andere Wange hinhalten. Das mag als jesuanische Botschaft funktionieren, ist aber nicht mein Lebensgefühl und schon gar keine politische Grundhaltung, mit der man das Zusammenleben hienieden regeln könnte. Hier sprechen wir von Würde. Überhaupt ist das moralinsaure Romantik, die nicht mehr greift, wenn man sich wehren muss, um überleben zu können.

Um Moral gehe es ohnehin schon lange nicht mehr, sagte Hagen Rether mal in einem Bühnenprogramm. Moral sei von oben diktiert, von einer übernatürlichen Gestalt zum Beispiel. Das Gegenteil von Moral sei für ihn Verantwortung. An der Stelle schoss mir Toller in den Kopf. »Das Absolut-Gute, das Paradies auf Erden«, sei ein Ideal, das in der Wirklichkeit keinen Bestand habe, schrieb er. Monika Maron formulierte das künstlerische Motto Tollers in »Stille Zeile Sechs« wie folgt: »Muss der Handelnde schuldig werden, immer und immer? Oder, wenn er nicht schuldig werden will, untergehen?« Dieser Zweifel zwischen Ideal und Pragmatismus trieb den Revolutionär an. Wer Verantwortung übernimmt, zumal politische, der macht sich zuweilen schuldig, lässt sich daraus destillieren. Wenn er unterlässt, geht er vielleicht unter – und ich spüre dieser Tage durchaus: Auch Unterlassung kann Schuld verursachen.

Einen »naiven Humanismus« nannte Willy Brandt diese Haltung in seiner Rede anlässlich des Friedensnobelpreises 1971. Und weiter sagte er damals: »Der Frieden ist so wenig wie die Freiheit ein Urzustand, den wir vorfinden: Wir müssen ihn machen, im wahrsten Sinne des Wortes.« Pazifismus ist dem Wortursprung nach nicht Gewaltlosigkeit in jeder Lage, sondern die Herstellung derselbigen (pax, der Frieden; facere, machen). Peacekeeping und Pazifismus meinen begrifflich jedenfalls dasselbe. Als junger Mann schwärmte Brandt noch für von Suttners Roman »Die Waffen nieder!«, aber später diktierte ihm die Welt ein Verantwortungsgefühl auf, dass ihn lehrte, dass Frieden nicht der Normalzustand ist; man muss ihn manchmal erzwingen. Auch wenn man von seinem Ideal – und hier sind wir wieder bei Toller – abgehen muss.

Wir sehen als Linke heute zu und wollen »uns raushalten«, weil Waffeneinsatz unmoralisch ist. Aber ist das nicht dieselbe isolationistische Haltung gegenüber den Ereignissen in der Welt, die AfD und Konsorten predigen? Pazifismus fühlt sich gut an, aber man sollte nicht jedes erwirkte Völkerrechtsmandat generell mit »Nie wieder Krieg!«-Rufen ideologisch abwerten. Denn die Vereinten Nationen gehören gestärkt, wenn überhaupt militärischer Einsatz, dann nur durch sie und unter ihrer Beobachtung. Und auf keinen Fall Bombenkrieg aus der Luft. Wenn man meint, dass der Frieden nur noch durch Militanz herstellbar ist, dann liegt es in der Verantwortung, keine ökonomische Kriegsführung aus der Luft zu führen, sondern gezielt einzugreifen am Boden.

Das Bombardement von Landstrichen ohne Mandat, wie das zuletzt als Kriegsbeitrag ständig geschehen ist, sollte jedenfalls absolut keine Lösung sein dürfen. Und ganz generell, ohne jetzt Syrien zu meinen, sollte sich vor allem die Linke mit dem Thema Pazifismus tiefergehend beschäftigen. Friedenspolitik machen: Das ist links. Wegschauen: Das ist es eher nicht. Schwandts Nachfolger hatte in seinem Kommentar nicht recht, weil er emotional auf vielleicht falsche Prämissen baute und weil er ein Eingreifen aus der Luft mit Friedenspolitik verwechselte. Aber er hat mit einer anderen Sache recht: Man geht links des Mainstreams zu leichtfertig mit globaler Verantwortung um.

Vielleicht sollte man als Linker sogar für eine Intervention in Syrien sein. Die muss dann unter völlig anderen Prämissen geschehen. Mit »naivem Humanismus« (Brandt) wird sich die Situation für die Menschen in dieser Region wohl kaum verbessern.

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86 Kommentare auf "Pazifismus [lat.], von pax, »Frieden«, und facere, »machen, schaffen«"

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Heldentasse
Mitglied
Dieser Artikel plädiert offensichtlich für einen Pazifismus mit „Abstrichen“, erklärt aber sehr unscharf worin diese „Abstriche“ aussehen sollten bzw. dürfen, weil ja scheinbar alles so unklar ist. Hierbei ist aber rein gar nichts unklar, sondern alles nach Völkerrecht und UN- Charta sehr genau definiert, und demnach nur der militärische Gewalt anwenden darf, der militärisch angriffen wird oder ein UN- Mandat dazu hat. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, ist jede militärische Gewaltanwendung illegal und de jure sogar strafbewehrt. Im weiteren möchte ich behaupten das diese (womöglich sogar mit guten Absichten gemachte) Schwurbelei im Artikel über Pazifismus Wasser auf die Mühlen derjenigen… Read more »
Erwin
Gast

Die Lappenente war in der Mauser. Sie ist jetzt ein Fleischhauer.

Thorsten Schewe
Gast
Ich teile Ihre Einschätzung nicht – oder nur zum Teil. Richtig ist sicherlich, dass bloße Nichtaggression noch kein Pazifismus im Wortsinn ist. Ernstgemeinter Pazifismus erfordert Einmischung. Ich halte es allerdings für phantasielos zu glauben, dies müsse dann (immer) gleich eine militärische Einmischung sein. Mag sein, dass es Situationen gibt, in denen der bewaffnete Schutz die einzige verbleibende Möglichkeit ist. Aber in den meisten Fällen lassen wir eine Vielzahl anderer Möglichkeiten ungenutzt. Eugen Drewermann weist darauf hin, dass es beim Hinhalten der anderen Wange nicht darum geht, sich bereitwillig schädigen oder gar vernichten zu lassen. Die Bereitschaft, öffentlich schwach zu sein,… Read more »
Heldentasse
Mitglied

Ernstgemeinter Pazifismus erfordert Einmischung.

Ja durchaus, aber erst mal eine „Einmischung“ in die eigene Gesellschaft, nämlich dahingehend das jegliche Gewalt (rechtlich wohl definierte Ausnahmen davon gibt es) niemals die Lösung sein kann sondern immer nur das Problem darstellt.

Beste Grüße

Robbespiere
Mitglied
@Thorsten Schewe Mit Ihrer Einschätzung bin ich vollkommen einverstanden. Ein Land mit dem politischen Gewicht wie Deutschland, noch dazu mit entsprechender Geschichte, hat viel mehr Grund und Möglichkeiten, sich für den Frieden einzusetzen, wenn sich seine politische Führung endlich von den Zielen der USA / NATO abnabeln würde. Die Mehrheit in der Bevölkerung ist klar gg. Krieg, wird aber über die Ursachen der aktuellen Konflikte schlicht desinformiert, ja sogar aufgehetzt. Hätten wir nicht solche Kollaborateure v.A.für die Interessen des US- Establishments an der Macht, könnten wir ein einzigartiges Beispiel dafür sein, aus unserer Geschichte etwas gelernt zu haben und eine… Read more »
epikur
Gast

Mir fehlen hier die Alternativen jenseits von Pazifismus und militärischem Einsatz komplett. Was ist denn mit Entwicklungshilfe? Infrastruktur aufbauen? Personal ausbilden? Schulen und Krankenhäuser bauen? Medizinische Versorgung sicher stellen? Den Welthunger bekämpfen? Hier gibt es überall in der Welt jede Menge zu tun. Dann hält man sich auch nicht raus als Linker.

Der Text erinnert mich leider stark an die Rechtfertigungs-Argumentationen von Grünen und SPD, kurz bevor sie dem Angriffskrieg gegen das ehemalige Jugoslawien zugestimmt haben. Krieg und Flächenbombardements können niemals „eine Lösung“ von irgendwas sein. Egal ob mit oder ohne UNO-Mandat.

Thorsten Schewe
Gast

Genau, das meinte ich in meinem ersten Kommentar. Wir brauchen darüber, ob wir genug Bereitschaft haben, auch militärisch Verantwortung zu übernehmen (ich hasse diese Gauck-Formulierung) solange nicht zu reden, wie alle anderen Wege der Konfliktbeilegung und -prävention nicht ausgeschöpft sind. Und dazu gehören all die Aspekte, die sie aufzählen.

trackback

[…] speziellen Einschätzung. Grundsätzlich stimmt es aber: Pazifismus ist mehr als Friedfertigkeit.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Partieller Skeptizismus oder Was ist Lügenpresse und was nicht? Nachdem man Assad […]

The Joker
Gast

Wer auch immer mit dem Wir-dürfen-nicht-wegsehn-Geflenne ankommt, den frage ich immer eines:
Warst Du selber beim Bund (NVA, sonstige Soldmörder)?
Kommt der/die Betreffende aus dem dosenpfandigen Öko-Bessermenschentum, ist genau dieses Kriterium meist nicht gegeben.
Dieser Köm-Kapitän Schmitz oder Schwanz – wer immer das sein soll – bezieht den Küstennebel offenbar auf Krankenschein…

GrooveX
Mitglied

Das Bombardement von Landstrichen ohne Mandat… sollte jedenfalls absolut keine Lösung sein dürfen.

echt? sollte es? wenn das nicht eine kräftige aussage ist, was dann?
und dann das:

Man geht links des Mainstreams zu leichtfertig mit globaler Verantwortung um.

alles und nur rechts von links des mainstreams nimmt momentan globale verantwortung in der art, wie wir sie täglich vorgesetzt bekommen, wahr. da fällt einem außer beißendem hohn nichts mehr ein!

Anton Chigurh
Mitglied

Püntes gibt heute als Stussquaker wieder ein geiles Soloprogramm. Man fragt sich zuweilen, ob das nicht reine Provokation ist, was er manchmal abzieht.

GrooveX
Mitglied

nein. wenn man die diskussion verfolgt, die er mit anderen führt, wird deutlich, dass er hinter dem steht, was er schreibt und das auch noch für staatstragend hält. nicht er alleine, da sind noch andere. und sie werden immer staatstragender, je mehr sie sich in ihre vermeintliche rolle reinsteigern. insofern traf der fleischhauer als vergleich weiter oben nicht ganz. der weiss, welchen mist er verzapft. das machts natürlich auch nicht besser. der eine tuts für geld, der andere für nen scheinbaren sozialen wert.

The Joker
Gast

Monika Maron formulierte

Oje, die Vera Lengsfeld mit Buchdeckeln dran.
Alte rechtsradikale Schachtel, die Zonen-Erich damals zurecht entsorgte – leider landete die bei uns…

Balmung
Gast

Man geht links des Mainstreams zu leichtfertig mit globaler Verantwortung um.

Heilige Scheiße, nur noch ekelhaft, was sich heutzutage alles so als „links“ wahrnimmt.

ChrisA
Mitglied
Wir sehen als Linke heute zu und wollen »uns raushalten«, weil Waffeneinsatz unmoralisch ist. Aber ist das nicht dieselbe isolationistische Haltung gegenüber den Ereignissen in der Welt, die AfD und Konsorten predigen? Nein. Weil linke Politik versuchen will, über ökonomische Entscheidungen die Krisenspirale zu durchbrechen. Das ist Einmischung, nur keine militärische. Das Bombardement von Landstrichen ohne Mandat, wie das zuletzt als Kriegsbeitrag ständig geschehen ist, sollte jedenfalls absolut keine Lösung sein dürfen. „sollte sein dürfen“? Klares Denken sollte sich in klaren Worten niederschlagen. Sie „sind“ es nicht, Punkt. Vielleicht sollte man als Linker sogar für eine Intervention in Syrien sein.… Read more »
aquadraht
Mitglied
Na und? Ich bin für die russische Intervention in Syrien. Sie hat die Errichtung eines Kalifats in Damaskus verhindert, Massenmorde, wie sie sich in Idlib, Rakka und anderswo unter den Islamisten ereignet haben, und weitere bis zu 12 Millionen neue Flüchtlinge. Nach der Befreiung von Ostaleppo sind bereits Menschen selbst aus dem Libanon dorthin zurückgekehrt.. Ich weiss auch nicht, wozu man diesen Flachmann „Kapitan Schmidt“ zitiert, der ohne rot zu werden ein Bild zeigt, auf dem die Schauspieltruppe „Weisshelme“ mit blossen Händen an „Sarinvergifteten“ herumfummelt. Und er ist blöd genug, den kriegerischen Kindesmissbrauch „erschütternd“ zu finden und Raketenschläge zu billigen.… Read more »
Sukram71
Mitglied

Ein wirklich guter und nachdenklicher Artikel, der das Dilemma und den Zwiespalt beschreibt, vor dem man steht, wenn man sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt.

Dass das hier größtenteils nicht verstanden wird, wundert mich aber nicht.

GrooveX
Mitglied

ja, man muss sich schon ernsthaft fragen, auf wen man ne bombe schmeißt, ähm, schmeißen lässt. es geht da um viel verantwortung. das sollte man nicht auf die leichte schulter nehmen müssen wollen.

GrooveX
Mitglied

oder meinte ich nehmen wollen müssen… ich glaub, ich muss mich noch ernsthafter mit dem thema beschäftigen.

Sukram71
Mitglied

Wenn du dich ernsthaft mit dem Thema und dem Artikel beschäftigen würdest, dann hattest du gelesen und bedacht, dass es nicht ums „Bomben werfen“ geht.

Sondern zB um bewaffnete Evakuierungen, Schutzzonen, die von Soldaten beschützt werden oder um Waffenlieferungen, an Menschen, die sich und andere gegen eine Gefahr verteidigen wollen. Wie zB die Kurden das mit deutschen Waffen gegen den IS tun.

Es gibt einfach Fälle, in denen man durch Nichtstun und Wegschauen schlimmes Unheil anrichtet und sich schuldig macht. Und zwar auch dann, wenn andere vorher nicht auf einen gehört haben und andere das Elend angerichtet haben.

Erwin
Gast

Man sollte mal nachfragen wer jetzt mit dem Alteisen von der Bundeswehr herumläuft,
das bei den Kurden „zur Selbstverteidigung“ entsorgt wurde.
Die vdL hätte ihr nächstes Problem am Bein.

Kann man die vdL nicht bei den Kurden entsorgen ?

Sukram71
Mitglied

wer jetzt mit dem Alteisen von der Bundeswehr herumläuft, das bei den Kurden „zur Selbstverteidigung“ entsorgt wurde.

Diese Gefahr haben Regierung und Bundestag bedacht und bewusst in Kauf genommen, weil es in der konkreten Situation wichtiger war, dass sich Kurden, die das wollen, gegen den IS verteidigen können.

Erwin
Gast

Diese Gefahr haben Regierung und Bundestag bedacht und bewusst in Kauf genommen

Über sonstige Gefahren die bewusst und überflüssigerweise in Kauf genommen werden, braucht man sich nicht weiter zu unterhalten. Wir lungern schon wie Kleinamerika überall in der Welt herum.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/08/Auslandseins%C3%A4tze_der_Bundeswehr.svg/675px-Auslandseins%C3%A4tze_der_Bundeswehr.svg.png

ThomasX
Gast

Klar sind Waffenlieferungen in Konfliktzonen superduper wichtig und richtig eh.
Dass nur niemand auf die Idee kommt, die Konfliktparteien zu ENTwaffnen, die sollen ja ruhig weiter metzeln. *Omme*

Sukram71
Mitglied

Der IS lässt sich aber leider nicht freiwillig entwaffnen.

ThomasX
Gast

Also bewaffnet man lieber auch noch die anderen Konfliktparteien, damit die Situation sich „von selbst“ löst. Ja, so heizt man Konflikte ordentlich an. Deine Version ist auch eine Möglichkeit der Moralverschiebung. Nur diesmal eine tatsächliche.

Sukram71
Mitglied

Man hat die Kurden mit deutschen Waffen und insbesondere Milan-Panzerabwehr-Raketen ausgerüstet, weil die sonst erfahrungsgemäß gegen den IS keine Chance gehabt hätten.

Die hätten alle flüchten müssen. Und bzw oder gefangene kurdische Kämpfer und Menschen die nicht konvertieren wollen, wären ermordet worden.

Mit den Milan-Raketen können die Kurden die mit Sprengstoff beladenen Selbstmord LKWs des IS erfolgreich abwehren. Anderes geht das nicht.

aquadraht
Mitglied

Klarer Fall. Man liefert die Waffen an „moderate Rebellen“, die damit zu IS und Al Nusra überlaufen, und danach bewaffnet man die Kurden, damit sie gegen die kämpfen . So bleibt das Geschäft am laufen. Wie pervers seid Ihr?

Ein Beitrag zum Frieden wäre die Aufhebung der genozidalen Sanktionen gegen Syrien, mit denen die EU und die NATO täglich Kriegsverbrechen begehen, Kranken ihre Medizin vorenthalten, das Land ins Elend stürzen. Die Mörder, Merkel, Gabriel, aber auch Göring-Eckart und Özdemir, sind unter uns.

Erwin
Gast
Mit den Milan-Raketen können die Kurden die mit Sprengstoff beladenen Selbstmord LKWs des IS erfolgreich abwehren. Anderes geht das nicht. Ganz tolle Lieferung ! Die Milanraketen sind radioaktiv verseucht. Anders geht das wohl nicht. 2015 forderten die Organisationen „Ärzte gegen den Atomkrieg“ (IPPNW) und die deutsche Koalition zur Ächtung von Uranwaffen (ICBUW), auf Grund des radioaktivem Material im Lenkflugkörper, die Bundesregierung in einem Schreiben eindringlich zu einem Export-Stopp der Milan-Raketen auf. „Der Infrarotstrahler des Lenkflugkörpers enthält 2,4 Gramm Thorium 232, ein radioaktives Material mit einer extrem langen Halbwertszeit von 14 Milliarden Jahren. Bei den an die kurdische Regionalregierung gelieferten 30… Read more »
Sukram71
Mitglied

Auch wenn es zynisch klingt:
Einen mit Sprengstoff beladenen provisorisch gepanzerten Selbstmord-LKW nicht aufhalten zu können bzw vom IS erobert zu werden, ist mindestens genauso gesundheitsschädlich.

Und selbst auf dem genannten Testgelände, auf dem jahrelang tausende Raketen abgefeuert wurden, liegt die Belastung noch unter den Grenzwerten. Also nicht gut, aber man kann Wohl auf dem Teppich bleiben.

Erwin
Gast

Einen mit Sprengstoff beladenen provisorisch gepanzerten Selbstmord-LKW nicht aufhalten zu können bzw vom IS erobert zu werden, ist mindestens genauso gesundheitsschädlich.

Bestimmt, ca. 14 Milliarden Jahre lang. Wenn die 1,2 Kilo Thorium durch Wind, Reifen etc. im Irak verteilt sind, ist das Land unbewohnbar.

Und selbst auf dem genannten Testgelände, auf dem jahrelang tausende Raketen abgefeuert wurden, liegt die Belastung noch unter den Grenzwerten.

Weil die Tests ohne radioaktiven Gefechtskopf durchgeführt wurden.

Ich mag mich ab jetzt auch nicht mehr mit dir beschäftigen.

Sukram71
Mitglied

Das Gelände in Kanada wurde von 1974 bis 1999 über 20 Jahre lang von der Bundeswehr als Panzerübungsplatz genutzt. Dort hat man mit Sicherheit viele tausend scharfe Milan-Raketen verschossen.

Umweltverschmutzung ist und war das geringste Problem der Kurden im Nordirak. Die waren akut mit dem Todbedroht oder hätten flüchten müssen.

Aber was für ein Glück für euch, dass die Milan radioaktiv ist und ihr das nicht zugeben müsst. Tzzt

Erwin
Gast

Über dich kann man sich immer wieder nur ärgern. Zu irgendwelchen Doofmanns-Diskussionen fehlt mir die Lust.

Die Hintergründe zum Irakkrieg kennst du. Du weißt das der Irakkrieg illegal war, und für alles folgende Debakel ursächlich ist.
Du weißt auch, dass Übungsmunition nicht mit scharfen Gefechtsköpfen verschossen wird.

Was soll der Blödsinn ?

Sukram71
Mitglied

Die Bundeswehr schießt zur Übung auch scharfe Milan-Raketen ab. In 20 Jahren sicher mehr, als 600.
Und auch in der Übungsmunition ist die radioaktiven IR-Zielbeleuchtung, sonst könnte man nicht üben.

Aber vielleicht hast du auch Recht: Ohne radioaktive Belastung, würden die Waffenlieferungen von euch befürwortet, weil die Menschen dazu gedient haben, sich gegen Angreifer zu verteidigen? – Das glaubst du doch selber nicht. 😉

schwitzig
Gast

@Sukram71/smukster-Komplex
Merkel freut sich über’s Menschen-Zerfetzen und radioaktive Verseuchung:
https://www.youtube.com/watch?v=ozI4Ou8ldM8

Das sind die Leute, die Du unterstützt. Deine Freunde. Und Du passt gut zu diesen Figuren.

Würde ich so einem Menschen wie Dir oder dieser Merkel auf der Straße begegnen, würde ich danach freiwillig die Straße von dem Schmutz reinigen, die Deinesgleichen da hinterlassen hat, nur weil sie sie mit den Schuhen berührt haben.
Ich würde es sogar kostenlos durchführen, da man auch selbst aktiv gegen Umweltverschmutzung arbeiten sollte.

Sukram71
Mitglied

Merkel freut sich darüber, dass man zehntausenden Menschen Tod bzw. Flucht erspart hat.
Aber das darf für euch ja nicht wahr sein. Kein Wunder, dass euch keiner ernst nimmt. 😉

Robbespiere
Mitglied

@ThomasX

Klar sind Waffenlieferungen in Konfliktzonen superduper wichtig und richtig eh.

Sischer dat!
Und wenn Jürgen Todenhöfer sagt, dass er beim IS deutsche Maschinengewehre gesehen hat, dann sind die halt beim Transport ins demokratische Saudi-Arabien vom Laster gefallen.
Für den schlechten Zustand arabischer Fahrzeuge kann man die Bundesregierung doch nicht verantwortlich machen.:-)
aber an so was stört sich unser Herr Sukram ja nicht, das ist für ihn einfach nur Marktwirtschaft und die Saudis, die jedes Jahr Zig Menschen hinrichten lassen, gehören zu den Guten.

ThomasX
Gast

an so was stört sich unser Herr Sukram ja nicht,

Deswegen habe ich mir jeden weiteren Kommentar an diesen Bot erspart.

wschira
Mitglied

„Brunnen bauen“ nicht vergessen.

GrooveX
Mitglied

hör auf mit so was! wer schulen für süße kleine 12-jährige taliban-mädchen baut, der darf auch brunnen bohren! das wird man ja wohl noch sagen dürfen!

Sukram71
Mitglied

Hier geht es darum, ob man in einem eindeutigen Fall Waffen an Menschen liefern darf, die von einem wirklich unbarmherzigen Feind angegriffen werden, um sich zu verteidigen.

Und um sich damit nicht auseinander setzten zu müssen, kommt ihr mit lauter Ausreden oder zieht es ins Lächerliche. Für die Kurden im Nordirak ging und geht es aber um Leben und Tod, um Flucht oder Verschleppung.

Es wäre massiv unmoralisch und inhuman gewesen, denen Waffen zur Selbstverteidigung zu verweigern und sie aus Prinzip ihrem Schicksal zu überlassen.

Anton Chigurh
Mitglied

…kann mal jemand diesen minderbegabten Schwurbelautomaten abstellen, bitte ?

Mordred
Mitglied

Es wäre massiv unmoralisch und inhuman gewesen, denen Waffen zur Selbstverteidigung zu verweigern und sie aus Prinzip ihrem Schicksal zu überlassen.

waffenlieferungen sind grundsätzlich inhuman und unmoralisch. egal an wen und weswegen.
es gibt noch einige weitere möglichkeiten, sie nicht ihrem schicksal zu überlassen. schalt doch mal dein hirn ein^^

Sukram71
Gast

es gibt noch einige weitere möglichkeiten, sie nicht ihrem schicksal zu überlassen. schalt doch mal dein hirn ein

Man hätte den Selbstmordattentäter Löcher graben können. Dann
wären die da mit dem Laster reingefallen.

Sukram71
Mitglied

Das habe ich nicht geschrieben. Deshalb steht da „Gast“ und das Bildchen ist anders.

F. Urunkel
Gast

Jung, verzäll nix

JaredMyers
Gast
Keine Frage, dass Brandt den Nazis in Norwegen nicht einfach zugucken konnte. Tatsache auch, dass es, wenn schon nicht „gerechte“, so doch „ethisch motivierte“ Kriege (im Gegensatz zu ethisch verbrämten Kriegen) gibt. Mein Beispiel: Die Internationalen Brigaden im Bürgerkrieg Spaniens. Allerdings muss man sich, wenn man an konkrete Kriegsszenarien denkt, mit dem Mordinstrumentenkasten auseinandersetzen, den man ins Feld zu führen gedenkt. Dabei geht es mir vor allem um die Menschen, aus denen sich eine Armee aufbaut. Sind die selber ethisch motiviert? Würden sie, hätten sie die Wahl, ohne finanziell und beruflich davon zu profitieren, ihr Leben einsetzen für, sagen wir… Read more »
GrooveX
Mitglied
wir leben nicht mehr in der ersten hälfte des 20. jahrhunderts, und was damals ‚ethisch motiviert‘ in der gegend rumgeschossen hat, erscheint heute antiquiert und moralisch fragwürdig. also, der historische kontext ist ein anderer, der ideologische sowieso. Sind die selber ethisch motiviert? Würden sie, hätten sie die Wahl, ohne finanziell und beruflich davon zu profitieren, ihr Leben einsetzen für, sagen wir mal, die syrische Zivilbevölkerung und gegen den IS? da hast du das komplette dilemma! frag die ’syrischen rebellen‘, ob sie für geld oder volk, gegen assad oder is in der gegend rumschießen. du wirst dich wundern, wie viele leute… Read more »
JaredMyers
Gast

Du hast natürlich Recht, was die „syrischen Rebellen“ angeht. Die Bekloppten schmeißen ihr Leben auch umsonst weg. Was ich nicht als Widerspruch zu meinem Posting begreife, eher im Gegenteil.

„Moralisch fragwürdig“ ist der Krieg an sich sowieso, man muss die Fragen allerdings stellen, und die Antwort ist offen.

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[…] Wegschauen nicht vertretbar ist? Und wenn ja, welche sind oder wären das? Nach dem Artikel „Pazifismus [lat.], von pax, »Frieden«, und facere, »machen, schaffen«“ von Roberto J. De Lapuente wurde unter dem Beitrag kontrovers diskutiert, was der Autor mit […]

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[…] Pazifismus [lat.], von pax, »Frieden«, und facere, »machen, schaffen« 10.05.2017, 07:50 Uhr. neulandrebellen – neulandrebellen.de – Der Nachfolger von […]

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