Journalismus: Ein Dilemma

Den Medien kann man gar nicht mehr trauen. Überhaupt nicht. Jede Meldung aus dem Äther ist Lüge und Betrug. Was sie auch bringen: Da stecken Absichten dahinter. Das ist alles gesteuert. Ausnahmslos.

So vernimmt man das gar nicht so selten dieser Tage. Wer einmal lügt … wobei, das mit der Lüge, die in der Presse steht, ist ja so eine Sache. Dass Journalismus manipuliert, hat oft weniger mit Lüge als mit dem zu tun, was wir im neoliberalen Zeitalter als Alternativlosigkeit in nuce kennengelernt haben: Den Sachzwang. Anzeigenkunden und ihre Interessen lässt man gut aussehen und ökonomische Interessen dominierten die Suche nach dem, was wir der Einfachheit halber mal Wahrheit nennen können. Die Rezipienten haben indes mittlerweile verinnerlicht, dass die Presse nicht der Ort ist, an dem immer mit Neutralität gehandelt wird.

Was mir im Laufe der letzten Monate auffiel, das war diese Extremsituation: Egal ob nun die, die »Lügenpresse« skandierten oder die, die kapitalistische »Systempresse« verteufelten – beide Fraktionen behauptete, man könne den Medien gar nichts mehr glauben. Und zwar wirklich gar nichts mehr. Diese totalitäre Verweigerung ist zwar ein bisschen nachvollziehbar, aber auch gefährlich und ein unausgesprochenes Bekenntnis zur Desinformation. Denn es ist ja nicht so, dass man auf den Journalismus verzichten könnte. Man braucht ihn. Transparenter und weniger skandalisierend als jetzt. Aber man braucht ihn. Kritisieren: Ja! Sich ihm verweigern: Das geht jedoch nicht.

Zu welchen Resultaten eine solche Verweigerungshaltung führt, sieht man dann in den Debatten um Trump oder Putin, um den türkischen Präsidenten und anderen Despoten und Despötchen. Berichten die Medien von dunklen Machenschaften solcher Herrschaften, zieht man eine Schnute und sagt: Vielleicht ist es ja ganz anders. Wenn die Leitmedien gegen Trump sind, muss der ja was an sich haben, was ihn adelt. Wenn die Medien ihn zum Feindbild machen und ich mich als Feind der Medien begreife, dann hat man seine Wahlverwandtschaft manifestiert. So war es jedenfalls kurz nach der Wahl dieses Mannes zum US-Präsidenten. Plötzlich raunte es selbst aus dem linken Lager, dass der Mann wahrscheinlich lautere Beweggründe pflege, wenn er von den Medien so traktiert wird.

Michael Steinbrecher und Günther Rager, beide Professoren an der TU Dortmund, haben als Herausgeber vierzehn jungen Journalisten der Universität die Chance gegeben, ihren Blick auf die kritische Haltung zum Journalismus kundzutun. »Meinung, Macht, Manipulation: Journalismus auf dem Prüfstand« nennt sich die Anthologie, die eigentlich in allen Einzeltexten zu der Erkenntnis kommt, dass eine grundsätzliche Verdammung journalistischer Tätigkeit und Berichterstattung unhaltbar ist. Zunächst, weil nicht alles Lügen-, System- oder Pinocchiopresse ist. Und dann natürlich auch, weil es wirklich eine einzige Alternativlosigkeit gibt: Die journalistische Berichterstattung.

Natürlich leugnet man nicht, dass es neben dem klassischen Journalismus andere neue Angebote gibt. Aber die könne man nur als Ergänzung begreifen. Als nun langjähriger Blogger muss ich das bestätigen. Recherche ist manchmal großer Zeitaufwand – das kann ein privater Blogger nur begrenzt leisten. Das ist auch der Grund, weshalb viele Blogger ihr Projekt monetarisierten. Eine Finanzierung schafft Zeitnischen, erzeugt aber genau bei dem Publikum, das den Journalismus für durch und durch korrupt hält, eine kritische Haltung, die ungefähr so lautet: Jetzt hat der Blogger seine Seele verkauft, macht es für Geld, wird abhängig. Der Kritiker Ideal ist die Romantik einer Bloggerei, die unbestechlich keinen Cent annimmt und dennoch dieselbe qualitativ hochwertige Arbeit abliefert, die ein (meist schlecht) bezahlter Journalist mit ganz anderen Zeitreservoires erledigen darf.

Deshalb ganz klar: Die alternativen Medienangebote sind als Ergänzung sinnvoll und mittlerweile notwendig. Einen Bildungs- und Informationsauftrag können sie aber nicht alleine in die Hand nehmen. Das ist romantisierte Vermessenheit und nicht die Alternative zum Problem mit dem Journalismus. Und das haben wir ja. Alle vierzehn Jungautoren nebst zwei Professoren bestätigen in der oben genannten Sammlung diesen Vorwurf. Natürlich gibt es Fehlentwicklungen. Manchmal sind die Lügen, die man unterstellt, einfach nur Schlampereien. Ganz oft geht es um Skandalisierung, ganz schlicht, um Klickraten zu generieren. Dass der Boulevard heute auf alle Ressorts übergreift, erkennen sie auch. Sie kritisieren es, werden aber als angestellte Journalisten diese Mechanismen nicht abstellen können. Jedenfalls nicht kurzfristig.

Im Grunde ist es ein Buch, das ein Dilemma beschreibt. Wir brauchen Journalisten – wissen aber aus trauriger Erfahrung, dass deren Arbeit nicht immer ganz unabhängig ist. Und die Journalisten wissen es auch – sind aber trotzdem gerne Journalisten. Dass aber nun jede Meldung, die über die Kanäle zu uns durchflutet, grundsätzlich ein Hirngespinst und eine gezielte Kampagne zur Verschleierung und Vertuschung ist, kann man auf keinen Fall stehen lassen. Vielleicht ist nicht immer jede Nuance einer Nachrichtenmeldung ganz richtig, vielleicht wird eine bestimmte Facette nicht ausreichend betont, aber eine von langer Hand geplante Lüge und vom Zentralrat des kapitalistischen Weltsystems initiierte Propaganda, steckt da keinesfalls dahinter. Wer glaubt, dass Journalismus so gedeutet werden kann, trägt mehr zur Verdummung bei als jene, denen er es unterstellt.


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133 Kommentare auf "Journalismus: Ein Dilemma"

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schwitzig
Gast
Das ist so’n Schwarz-Weiss-Konsens-Artikel, der bedingt zutrifft, jedoch in der nicht zielführend ist. Ein Beispiel: Natürlich gibt es Fehlentwicklungen. Nein, das sind keine „Fehlentwicklungen“, wenn durch die „Journalisten“ Kriege erst ermöglicht, sogar der Dritte Weltkrieg vorbereitet wird. Und selbstverständlich kann selbst die Systempresse der Öffentlich Rechtlichen nicht ununterbrochen Lügen oder desinformieren (die schlimmste Form der Lüge). Es sind die Konsequenzen dieses Journalismus, die die Schublade rechtfertigen. Und es ist sogar wichtig, dass Leute wie Trump Vertrauensvorschüsse bekommen, weil sie vom Journalismus angegangen werden, denn die Leute, die vom Journalismus nicht angegangen werden und wurden, konnten DANK dieses Journalismusses überhaupt erst… Read more »
Erwin
Gast

Das ist so’n Schwarz-Weiss-Konsens-Artikel

Na ja, jetzt versucht der Roberto es ausgewogener, weniger „gemeint“ als sonst,
nimmt „Bewerter“ von außen mit hinein und wieder nicht gut !?

Wo endet die Spirale des Journalisten-Bashing ?

Schon jetzt werden häufiger tätliche Übergriffe auf Journalisten beklagt.
Das kann so nicht angehen. Hier muss Dampf rausgenommen und relativiert
werden.

Jens
Gast

Der Artikel enthält die üblichen Verleumdungen gegen Medienkritiker und betreibt White Washing. Sie haben keine Ahnung oder andere Beweggründe.

Yossarian
Mitglied
Natürlich ist der Journalismus extrem wichtig, er ist eigentlich sogar so wichtig in einer Demokratie, dass er finanziell unabhängig sein müsste. Da er das aber nicht ist und selbst dort -bei den ÖRs- wo es in gewisser Form so gegeben ist, bleibt er nicht frei von Interessensvertretungen. Man sollte daher nicht pauschal alles nicht nicht glauben, sondern in der Konsequenz extrem kritisch bleiben. Wenn man bereit ist eine Meinung auch mal zu revidieren, dann kann man auch die Lücken in der Berichterstattung deutlich entspannter hinnehmen. Da es gerade ein sehr schönes Beispiel dafür gibt, sei es mal kurz erwähnt: Es… Read more »
GrooveX
Mitglied

also extrem wichtig ist atemluft.
journalismus ist wie feinstaub ein unglaublicher euphemismus! wer hat eigentlich das wort wording erfunden? früher (du weisst schon…) da hat der reporter berichtet, der redakteur (zu)gerichtet, und der journalist hat ein bisschen farbe mit seinen geschichten in das betrübliche geschehen gebracht. mir die welt zu definieren, das war nie seine aufgabe! da nimmt sich wer extrem viel zu wichtig. wenn wir aus diesem ballon die luft rauslassen, bleibt auch nur ein unansehnlicher gebrauchter gummi übrig.

hart backbord
Gast

Der Journalismus hat sich selber ein paar mal zu oft selbst hochgelobt – bis hin zur Amtsanmaßung („vierte Gewalt“).
Allein der Spiegel spricht sich bei jedem Jahrestag der 1962er Affäre selbst heilig.
Dass diese selbstverliebte Kaste nun auch mal eine Art Stahlbad durchmachen muss, ist ein kleines Stück Gerechtigkeit.

Alien Observer
Gast
Danke für den Beitrag, in der Kommentarsektion zum Fake News Artikel dachte ich schon ich wäre in einer Verschwörungstheoretikerrunde gelandet, das nur am Rande. So wie ich das sehe, kann man den misstand der Medien am einfachsten mit der kritischen Theorie auf den Punkt bringen. Die Kluft zwischen dem Möglichen und dem Bestehenden wird immer Tiefer, aber wir schauen diese Kluft nicht an und Kritik findet nicht mehr statt. Die Frage welche Gesellschaft wird haben könnten und was für eine wir wirklich haben wird in den Medien völlig ausgeblendet. Was sein könnte, wie wir da hin kommen, warum die Politik… Read more »
Erwin
Gast

in der Kommentarsektion zum Fake News Artikel dachte ich schon ich wäre in einer Verschwörungstheoretikerrunde gelandet

Da steckt aber keine „Verschwörung“ dahinter.

So einfältig ist hier niemand, das zu behaupten und zu vertreten.

Alien Observer
Gast
Sorry, aber leider bist Du damit für mich rechts offen und hast dich damit selber völlig diskreditiert. Wenn deine intellektuelle Kapizität nicht ausreicht um die wesentlichen Aspekte der Macht zu verstehen, dann bist du nur Futter für Pegida und Konsorten. Es waren nunmal nicht nur ein Paar Nazis die uns das dritte Reich gebracht haben, sondern die große Mehrheit der Deutschen die da mitgemacht haben. Verschwörer, sind immer die andern, und lenken von der eigenen Verantwortung ab. Intersubjektive Machtbeziehungen bestimmen nunmal die Machtkonstellationen einer Gesellschaft. es sind Mechanismen wie die Angst vor der Prekarität, auch Agenda 2010 genannt, die dieses… Read more »
Alien Observer
Gast

@Erwin:
Ok, ich wollte dich beim ersten Durchlesen wohl falsch verstehen um das hier rauszuhauen, weil es mir zu dem thema anscheinend auf der Seele brannte. aber es gibt keinen Löschbutton, also stehts jetzt da.

GrooveX
Mitglied
du bläst sachen auch gerne etwas auf, wenigstens so weit, dass man nicht mehr genau weiss, worum es ging, gell? also in der hinsicht unterscheidest du dich von den journalistenrechtfertigern nicht so sehr. die haben nämlich auch mit vielen wörten (‚worten‘ wäre zuviel des guten) vergessen zu erklären, wozu man dieses gewerbe eigentlich brauchen sollte. aber gut, irgendwer muss mir ja sagen, wie der putin tickt – oder der kim und was jetzt der unterschied zwischen einem präsidenten, einem machthaber, einem diktator, einem despoten und einem irren ist. das meint jedenfalls das austauschbare subjekt nummero zwoundvierzig. oh, und der islamist… Read more »
Alien Observer
Gast
@GrooveX Gibts schon nen Stempel Journalistenrechtfertiger? Ist das sowas wie Wutbürger oder Putinversteher? Meine Journalistenrechtfertigung: Ich brauch den ÖR weil ich Nachrichten schauen trotz allem besser ist als keine Info, weil Politreportagen und Dokus meist schärfer und besser recherchiert sind als alles was Spiegel, Zeit, SZ, Jungle World, Freitag oder TAZ bringen. Ich brauche den ÖR weil ich gerne Deutschlandfunk oder sogar Bayern 2 höre, vor allem Zündfunk, Ich schaue gerne die Anstalt, Mensch Sieber, Extra 3 oder Böhmermann, was es alles ohne ÖR nicht geben würde. Wir brauchen Print-Journalisten wegen der Infos, nicht wegen der Meinung. Sowas wie die… Read more »
GrooveX
Mitglied
‚lungle world niveau‘ sagt mir jetzt nichts, und ehrlich, wenn du es brauchst, hol dir die großen zusammenhänge vom markt. irgendwer hat sie immer im angebot. der markt ist unübersichtlich, aber auch dafür gibt es vorsortierer. – ist doch alles okay. doch dass whistleblower jemanden brauchen, der damit professionell umgehen kann, behauptet mit welchem recht jetzt wer? und nachschub: und wer das dann ist, der damit professionell umgehen kann, behauptet bitte auch mit welchem recht wer? und gleich hinterher: und dass der, den wir brauchen, weil (???) er damit professionell umgehen kann, am ende auch tut, was die whistleblower sich… Read more »
Alien Observer
Gast

Vertipper, sollte Jungle World heissen (was eine Zeitung ist die ich unregelmässig lese).

Aber verstehe ich das richtig, dein Plan ist „Der Markt regelt alles“?

GrooveX
Mitglied

also dass er es tut, ja, das ist richtig. rechtfertigen würde ich das aber nicht wollen. insofern, nein, nicht mein plan.

Alien Observer
Gast

„also dass er es tut, ja, das ist richtig“ ???

Ja, er aus den Journalisten Schreibhuren gemacht. War das nicht das eigentliche Problem um das es hier geht?

GrooveX
Mitglied

…er aus den Journalisten Schreibhuren gemacht. War das nicht das eigentliche Problem…

nein, kein problem. das war so gedacht, geplant, durchgeführt und implementiert. so funktioniert die welt! wenn das das problem ist, dann formuliere es mal aus!

Meinungsmacht
Gast

Schön, dass jemand glaubt, das die welt funktioniert. ich seh das anders: DIE WELT FUNKTIONIERT EBEN NICHT! Zumindest nicht für ALLE!

schwitzig
Gast

@Alien Observer
Nicht die Konsumenten, die Journalisten sind es, die sich zu rechtfertigen haben. Am besten vor einem Gericht. Denn es sind Mörder.
Sie hatten einen Vertrauensvorschuß, den sie konsequent verwirkt haben.
Und ganz klar: Mit der aktuellen Mischpoke ist kein Blumentopf zu gewinnen. Ich gehe davon aus, dass es eine vertrauenswürdige Presse erst wieder nach einem Systemcrash geben kann.

Und nein: Ich brauche die Mörder und Täter nicht.

Alien Observer
Gast

Ich würde auch NACH einem Systemcrash keiner Presse vertrauen, das heisst aber noch lange nicht, dass ich sie abschaffen würde.

Und „Mörder“? Mach mal halb lang. wer der Kriegshetze dem Spiegel glaubt, der ist nicht wirklich Opfer.

schwitzig
Gast

@Alien Observer

Ich würde auch NACH einem Systemcrash keiner Presse vertrauen, das heisst aber noch lange nicht, dass ich sie abschaffen würde.

Niemand will sie abschaffen. Ich lasse mir nur nicht von irgendwelchen Verdrängungshelden erzählen, dass ich diese Presse brauche.

Und „Mörder“? Mach mal halb lang. wer der Kriegshetze dem Spiegel glaubt, der ist nicht wirklich Opfer.

Oh – super. „Alien Observer“ hat erkannt, dass es Propaganda gar nicht geben kann, weil sie nicht wirkt. Schließlich sind die, die auf Propaganda hereinfallen, alle selbst schuld. Interessant. Werbung ist dann eigentlich auch irgendwie sinnlos. Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus :-).

Alien Observer
Gast

Sicherlich funktioniert social engineering oft, aber man kann durchaus auch sowas wie Medienkompetenz vorraussetzen.

Durch Propaganda macht man nur jemanden zum Mörder oder Nationalisten der das Denken völlig abschaltet hat.

Keine Journalisten zu haben öffnet doch nur weiter die Tore für die Propaganda der INSM und anderen. Das verbessert gar nichts. Selber denken und nicht alles glauben, kann aber schon etwas verändern.

wschira
Mitglied

Das kommt davon, wenn man erst schreibt / spricht, bevor man das Gehirn einschaltet.

Erwin
Gast

Sorry, aber leider bist Du damit für mich rechts offen und hast dich damit selber völlig diskreditiert.

Vielleicht hast du ja den Arsch offen und dich selbst überhöht ?!

Alien Observer
Gast

siehe oben

wolfgang
Gast
„…aber die Politik bleibt Tatenlos und die Medien schweigen dazu.“ Ab jetzt denke ich, dass ich auch mal was schreiben kann. Die Politik bleibt nicht tatenlos, sie stellt die schlimmen Verhältnisse auf ihrem Terrain her. Die Politik(er) ist Täter, nicht Unterlasser! Und die Medien schweigen auch nicht! Geh einfach mal an einen Zeitungskiosk und sieh dich um. Karl Kraus schrieb zu seiner Zeit vom „Untergang der Welt durch schwarze Magie“, und wer die Schwarzmagier waren, kann jeder selbst in seinem Werk eruieren. Als ich ein weniger betagter Mensch war, meinten etliche, man müsste eine andere Tageszeitung gründen, denn in den… Read more »
Mordred
Mitglied
normalsterbliche konsumenten und blogger brauchen den journalismus alleine deswegen, weil der bestimmte thematiken und quellen dafür überhaupt erst auf den schirm der wahrnehmung bringt. das momentan besonders große problem des journalismus ist, dass bei vielen themen fast immer ein agendasetting, enges narrativ etc. vorzuherrschen scheint. schwitzig erwähnte schon die rente, heute morgen kam auf wdr5 eine nahezu kritikfreie lobhudelei auf den exportweltmeister und exportüberschüsse… ergo ist der normale konsument gewzungen, ohne ende querzulesen, also verschiedenste (auch primär-)quellen zu sichten. und fakten von meinungen zu unterscheiden. allerdings kann er das teilweise blogs überlassen, die das zu ihrem kerngeschäft gemacht haben, weil… Read more »
epikur
Gast
„Recherche ist manchmal großer Zeitaufwand – das kann ein privater Blogger nur begrenzt leisten.“ Die These geht davon aus, dass Mainstream-Medien wirklich recherchieren würden. Tun sie das denn? Oder kopieren sie nicht eher dpa-Meldungen, schustern in Zeitnot schnell was zusammen (weil Redaktionen gnadenlos zusammen gestrichen werden) und bedienen sich in aller Regel der Skandalisierung, Entertainisierung, Boulevardisierung und Polemisierung ? Hinzu kommen SEO-, Click Bait- und Reichweite-Kriterien. Für mich recherchieren viele Blogs mittlerweile deutlich mehr und sind deutlich sachlicher als Spiegel Online, Zeit, Welt und co, wie beispielsweise Übermedien, BildBlog oder die Nachdenkseiten. Denoch: die Blätter für deutsche und internationale Politik… Read more »
GrooveX
Mitglied

Oder kopieren sie nicht eher dpa-Meldungen, schustern in Zeitnot schnell was zusammen (weil Redaktionen gnadenlos zusammen gestrichen werden) und bedienen sich in aller Regel der Skandalisierung, Entertainisierung, Boulevardisierung und Polemisierung ?

und was ist jetzt nochmal ihr job? soll man sie dafür kritisieren, dass sie ihn tun? ich versteh’s nicht.

trackback

[…] Betrug. Was sie auch bringen: Da stecken Absichten dahinter. Das ist alles gesteuert. Ausnahmslos.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Barbaren und andere Menschenfresser Die Beiträge in den konservativen Blättern […]

Traumschau
Mitglied
Naja, die Aufgabe der „Leitmedien“ ist es ganz offensichtlich, die „Schafe“, also das „dumme Volk“, in die gewünschte Richtung zu lenken. Und das tun sie ohne Unterlass mit sehr fragwürdigen Methoden! Daran ändern auch z.T. sehr gute Dokus in den ÖR, auch excellente Gastbeiträge z.B. im Feuilleton der FAZ oder gute Sendungen wie „Die Anstalt“ nichts. Aktuell am Beispiel der Diffamierung der Nachdenkseiten oder Michael Lüders ist sehr schön zu sehen, wie der Hase läuft. Ob Russland, Irak, Libyen, Syrien, Nordkorea oder in Bezug auf gesellschaftlich relevante Fragen wie Rente, Löhne, Vermögensverteilung, Agenda 2010, Exportüberschüsse, Währungsunion, Aufrüstung, völkerrechtswidrige Angrifsskriege, Totalüberwachung… Read more »
Erwin
Gast

Da klicke ich mich lieber durch ein Dutzend Blogs

Kennze Rubikon schon ?

https://www.rubikon.news/

Traumschau
Mitglied

Yep!

GrooveX
Mitglied

alles ist information – information ist alles

größer?

ALLES IST INFORMATION – INFORMATION IST ALLES

nein, es ist nicht die welt, die verrückt geworden ist.

Balmung
Gast
GrooveX
Mitglied

drüben bei denen läuft er so. bei uns ist das meinungsbild, was elitemedien betrifft, unscharf geworden, sodass selbst springer elite ist. das ist noch mal ein anderes problem, da der propagandistische manipulationsapparat nicht unbedingt für eine tatsächliche elite produziert, sondern direkter und ohne intellektuelle korrektur dem gemeinen volk aufs margarinebrot geschmiert wird. deshalb kennen wir den schmierenjournalismus und die usa den elitären.

GrooveX
Mitglied

aber lesen sollte man dieses pamphlet unbedingt!

es ist es wert.

Traumschau
Mitglied

Ja, der ist sehr gut!

Alien Observer
Gast
Was ich mich ja frage ist, wer von denen die hier den Journalismus kritisieren, nicht von System Korrumpiert sind. Wer hier arbeitet nicht indirekt für eine Bank, einen Autobauer oder ähnliches oder produziert ein äquivalent von „nach Veilchen duftendem Toilettnpapier“? Wer arbeitet denn nicht die meiste zeit dafür irgendeinen Milliardär reicher zu machen? Die überwigende Mehrzahl der Menschen hier im Land ist irgendwie in der Maschine gefangen und macht sinnlose Scheisse in dem sie in und für Institutionen malochen die gegen ihre persönlichen Interessen arbeiten. Mancher mag auch Freiberufler sein und beim großen gegenseitigen unterbieten mitmachen auf das keiner mehr… Read more »
GrooveX
Mitglied

und? würdest du maurer heinz glauben, was er dir von seinem politischen horizont ezählt, wenn er dir sagt, dass er auf dem 23. stockwerk die wahrheit über die ukraine gesehen hat?

nur weil ich gerne lüge, rechtfertigt das doch keinen journalismus à la lielischkis. quod licet jovi non licet dem da.

Alien Observer
Gast

Die meisten Journalisten die ich kennengelernt habe wollen ihren Beruf gerne richtig ausüben. Dass das nicht geht liegt an systemischen Zwängen, Zwänge mit denen auch jeder andere zu Kämpfen hat und ähnliche Kompromisse macht um zu überleben und sein Ding wenigstens irgendwie machen zu können.

GrooveX
Mitglied

tja, auch hier gilt: augen auf bei der berufswahl! kein mitleid mit fälschern. der opferdiskurs um den armen journalisten wird woanders geführt. obwohl… roberto hat da ja ein bisschen in die richtung vorgearbeitet.

denn man tau.

schwitzig
Gast

@Alien Observer

Die meisten Journalisten die ich kennengelernt habe wollen ihren Beruf gerne richtig ausüben. Dass das nicht geht liegt an systemischen Zwängen, Zwänge mit denen auch jeder andere zu Kämpfen hat und ähnliche Kompromisse macht um zu überleben und sein Ding wenigstens irgendwie machen zu können.

Natürlich nicht, denn es ist ein strukturell, systemisches Problem und nicht ein individuelles.

wschira
Mitglied

Ach Gott, systemische Zwänge. Faule Ausreden von denen, die nicht seriös recherchieren /schreiben wollen oder können.

Robbespiere
Mitglied
@Alien Observer Daß es Journalisten gibt, die lieber sauber recherchieren und neutral aufbereiten wollen ist klar und daß in den Redaktionen so manches zurechtgefeilt wird ebenso, wie speziell bei den Printmedien die Einstellung der Eigentümer. Das erklärt aber noch nicht, warum nicht wenige Exemplare des Gewerbes sich besonders weit aus dem Fenster hängen, wenn sie beispielsweise in TV-Quatschbuden a la Will oder Plasberg auftreten. da steckt wohl doch ein Gutteil Eigenantrieb dahinter, denn zur Teilnahme an solchen Veranstaltungen wird niemand gezwungen. Was Journalisten von allen Anderen unterscheidet, ist die öffentliche Präsenz und damit die Beeinflussung der Massen. Otto Normalo hat… Read more »
Alien Observer
Gast
Was Journalisten von allen Anderen unterscheidet, ist die öffentliche Präsenz und damit die Beeinflussung der Massen. Otto Normalo hat dazu keine Gelegenheit, selbst beim 24 Stunden Facebook-Marathon nicht. Klar, da geht es um Macht! Große Reichweite heisst großer Einfluss, wer das Einsetzt um die Macht selbst zu Kritisieren muss befürchten diesen Einfluss zu verlieren. Hmmm, wir sollten Journalisten vor der Macht in einer öffentlichen Institution schützen, so dass unabhängige Journalisten gegen reiche und mächtige schreiben können ohne Angst vor Konsequenzen…. Ich frage mich wie sowas aussehen könnte? Hmmm. Vielleicht sowas wie ein mit öffentlichen Mitteln finanzierte Plattform für Journalisten? Mit… Read more »
GrooveX
Mitglied

journalisten brauchen keine ‚plattform‘. was die brauchen ist wissen über einen gegenstand. dieses wissen müssen sie sich da holen, wo der gegenstand ist. also, wer über die ostukraine herziehen will, möge gefälligst dort sein und nicht in irgendeinem ’studio‘ genannten produktionsbüro, in dem schnipsel so lange hin und her geschoben werden, bis sie das erwünschte bild ergeben und vom sich journalist/in nennenden moderationspersonal in kamera und mikrofon geschwallt werden*. was ’n das für ne vorstellung von journalismus?

* quelle facebook 🙂

Robbespiere
Mitglied

@GrooveX

…was die brauchen ist wissen über einen gegenstand. dieses wissen müssen sie sich da holen, wo der gegenstand ist.

Das ist absolut richtig, aber natürlich brauchen sie auch eine „Plattform“, die ihnen das ermöglicht, sie ensprechend beauftragt und finanziert.
Wenn Sender und Printmedien kein Interesse an authentischen Berichten haben, muss auch der beste investigative Journalist scheitern.
Wer da eigensinnig handelt, findet sich sehr schnell auf der Straße wieder und hat in der Branche keine Chance mehr.
Unter ökonomischem Druck werden doch mittlerweile in allen Branchen massenhaft Kröten geschluckt.

Robbespiere
Mitglied

@Alien Observer

Ich frage mich wie sowas aussehen könnte? Hmmm. Vielleicht sowas wie ein mit öffentlichen Mitteln finanzierte Plattform für Journalisten? Mit Massstäben die wir in einem öffentlichen politischen Diskurs festsetzen? Sowas wie …….. ein öffentlich rechtliches Fernsehen?

Meine Worte, siehe weiter oben.

Wenn du jetzt noch eine zündende Idee hättest, wie wir diesen öffentlichen Diskurs zu Stande bringen, ohne daß er von den Verantwortlichen des ÖR ignoriert oder abgebügelt wird………

Erwin
Gast

Hmmm, wir sollten Journalisten vor der Macht in einer öffentlichen Institution schützen, so dass unabhängige Journalisten gegen reiche und mächtige schreiben können ohne Angst vor Konsequenzen….

Robbes, die überwiegende Zahl freier Journalisten bietet dem Sender, den Redaktionen im Sender,
Themen an. Der Sender kauft; es wird mit diesem „Kauf“ vereinbart, dass ein Werk ( Film, Radiobeitrag ) zum Thema hergestellt wird. Der Sender kauft oder nicht. Mehr Macht oder Druck
wird nicht ausgeübt. Der beste Journalist bringt gar kein Thema unter das im Sinne der Zuschauer etwas taugen könnte. Sie oder ihn dafür verantwortlich zu machen, ist völlig absurd.

Robbespiere
Mitglied
@Erwin Wie das bei freien Journalisten läuft, weiß ich nicht, aber die Typen, die mich regelmäßig auf die Palme bringen, sind wohl eher Festangestellte bei den ÖR oder bei den Printmedien. Ich will auch keine Pauschalverurteilung vornehmen, da mir schon klar ist, daß da Andere entscheiden, was gesendet wird oder nicht. Das Problem liegt m.E.n. darin, daß die Gebührenzahler keine Einflußmöglichkeit auf die Programminhalte haben. Sie zahlen brav und müssen schlucken, was man ihnen voersetzt. Die Sender sind nicht von Werbeeinnahmen abhängig wie Privatsender und aus meiner Sicht verpflichtet, neutral zu informieren, damit sich der Empfänger ein Bild von den… Read more »
Erwin
Gast
Wie das bei freien Journalisten läuft, weiß ich nicht, aber die Typen, die mich regelmäßig auf die Palme bringen, sind wohl eher Festangestellte bei den ÖR oder bei den Printmedien. Die guten, investigativen Freiberufler einerseits und geschmeidige, unkritische Freie andererseits, darf man sich so nicht vorstellen. Was verkauft wird, ist eine Mischkalkulation aus dem Arbeitsaufwand für einfache und schwierige, arbeitsaufwändige Themen. Es gibt auch den Unterschied zwischen „Freien“ und „Festen Freien“. Es gibt Freie die ausschließlich von außen Themenvorschläge zuliefern, andere gehen zu Redaktionssitungen und lassen sich Themen geben. Um diese Formen von Scheinselbstständigkeit zu erhalten, die aufgrund senderinternen Regelungen… Read more »
kreuzrotter
Mitglied

Mensch Herr Erwin das finde ich ja toll, dass Sie auch normal reden können nicht nur wie das AvD (Arschloch vom Dienst).
Sie wollten mich rausekeln, oder?
Kann es sein, dass Sie ein Problem mit Akademikern haben oder liegt das in der Familie?

Erwin
Gast

Sie wollten mich rausekeln, oder?

Nein, Sie sind mir scheißegal !

kreuzrotter
Mitglied

Dann verstehe ich das nicht. Ich kann Ihnen versichern es bringt Ihnen keinerlei Vorteil wenn sie Leute, die Ihnen nichts getan haben, dumm von der Seite anmachen. Man hält sie dann höchstens für einen Bahnhofskneipen-Prolet. Und wenn sich Leute erst mal ein Urteil gebildet haben, dann hält das eine ganze Weile.

Erwin
Gast

Man hält sie dann höchstens für einen Bahnhofskneipen-Prolet.

Nach ihrer Einlassung zu atomaren Risiken und Strahlungsrisiken allgemein,
bin ich mir noch nicht schlüssig darüber, für was für einen Proleten ich Sie halten soll. Oder sind Sie nur dumm, uninformiert, selbstgefällig und möchten hier unterhalten werden ?

Diese Frage ist nur rein rethorischer Natur. Ich möchte mich nicht mehr mit Ihnen beschäftigen. Ich lege auf eine Antwort keinen Wert.

schwitzig
Gast

@Alien Observer
Dämliche Logik – weil ich selbst moralisch kriminell agiere, muss ich die Taten anderer Krimineller gut finden?
Gähn … gib Dir mal ein bisschen mehr Mühe :-).

Bandolero
Gast
Roberto Vielleicht ist nicht immer jede Nuance einer Nachrichtenmeldung ganz richtig, vielleicht wird eine bestimmte Facette nicht ausreichend betont, aber eine von langer Hand geplante Lüge und vom Zentralrat des kapitalistischen Weltsystems initiierte Propaganda, steckt da keinesfalls dahinter. Das möchte ich bestreiten. Beim Wetterbericht, Lokalnachrichten und wenig wichtigen Dingen, da stimmt die These wohl, aber bei geopolitisch und kriegsrelevanten bedeutsamen Ereignissen ist es genau andersherum. Da gibt es offenbar sowas wie eine Steuerung der massenmörderischen Lügen der westlichen Medien, sodass eine Art medialer Gleichschaltung bezüglich wichtiger Dinge zu beobachten ist. Nehmen wir doch mal ein paar Beispiele wichtiger geopolitischer Ereignisse:… Read more »
GrooveX
Mitglied

schön für dich, dass du dinge noch schön schreiben kannst. also, es war ein 28-jähriger mann, nicht anis amri. kapitalverbrechen, grins, tagesthemen. das zentralmedium deutschen qualitätsjournalismus‘. und dann paris, islamismus, terror, ausweisen.

‚was sollen sie denn machen? so ist es ja nunmal gewesen.‘

nu mal ehrlich, wie heißt er denn jetzt, der deutsch-russe? (wir haben aber auch immer ein glück mit unseren anschlägern. entweder sind sie frustrierte ex-schüler oder halbbarbaren oder sonderlinge, nie jedoch terroristen wie die islamisten – ähm, ja.) ich glaub nicht mal mehr der kleinert – ich würde sonst verzweifeln!

und nun das heute-journal. diesmal kommentarlos. ich mag nicht mehr.

GrooveX
Mitglied

oh jetzt doch noch ganz kurz – sergej b. das heute journal rückte es raus.

GrooveX
Mitglied

und dann muss ich doch. der chef des bka spricht von einer besonders perfiden form der aktienmanipulation, nicht von einem besonders perfiden mordanschlag auf die spieler des bvb, und die slomka merkt es nicht! oh, und jetzt geht es um islamistischen terror gegen den bvb, um möglichen, ein spannender dreh!

Ujar
Gast
Beim Lesen des Artikels habe ich mich prompt an eine ZAPP-Sendung vom 17.02.2016 erinnert gefühlt, die ich gar nicht so schlecht fand. Thema auch damals: die Vertrauenskrise der Medien. Ich hatte diese Sendung damals einmal zum Anlass genommen einmal zu sammeln, welche Konsequenzen ich selbst aus der Medienkrise gezogen habe. Dabei kam ich auf folgende Punkte (ACHTUNG: LANGER TEXT) 1. Ich habe das Abo meiner Tageszeitung, ein Lokalblatt, abbestellt. Zum einen, weil Politik und Wirtschaftsteil dort größtenteils aus Agenturmeldungen bestehen. Zum anderen, weil vieles im redaktionellen Teil einfach schlecht gemacht ist, soll heißen, dass journalistische Standards nicht eingehalten werden, insbesondere… Read more »
GrooveX
Mitglied
eins bis zehn und davor will ich gar nicht kommentieren, da ich sonst auch viel schreiben müsste. das kurze fazit dazu lautet: ich stimme nicht zu. aber elf! wenigstens so viel: wenn ‚kinder nachrichten‘ erzählen, überkommt mich immer das grausen! ich frage mich und die ganzen propagandisten der ard, wie es sein kann, dass man kinder ein türkisches referendum erklären und meinungen zu erdogan absondern lässt, oder auch zu trump, oder auch zum bombenattentat auf den bus der borussen-spieler. hier findet eine art übelster indoktrination statt, die verboten gehört, wenn sie es nicht ist. das ist ein thema für den… Read more »
jowi
Mitglied

Ein besonders dreistes Beispiel zum Thema „Kinder-Indoktrination“ via TV wurde mal beim Spiegelfechter gepostet:

Sukram71
Mitglied
Ok, echt etwas heftig. Das gab bestimmt viele Briefe und Beschwerden ans Fernsehen. 🙂 Aber solange sowas nicht regelmäßig im Kinderfernsehen gesendet wird, sondern nur ein Mal plus die üblichen Wiederholungen, dann dient das nur dazu, Kindern zu erklären, wofür Soldaten und Militär grundsätzlich da sind. Es gibt Panzer und Soldaten, die sehen das und natürlich muss man auch kleinen Kindern erklären, wofür. Und zwar ohne Ihnen Angst zu machen. Selbst die Linke will die Bundeswehr ja nicht komplett abschaffen, meine ich. Das dient erkennbar nicht dazu schon kleinste Kinder bis als Jugendliche systematisch an Panzer und Mititär zu gewöhnen,… Read more »
Sukram71
Mitglied
Für euch nocht mal kürzer und in einfacher Sprache:​ 😉 Die oben verlinkte TV-Sendung ist eindeutig für Kinder von 4 bis 10 Jahre. Für Erwachsene ist diese kritiklose Verniedlichung von Militär natürlich total verstörend. Aber kleinen Kindern bis 10 Jahren kann man das nur so erklären. Die brauchen Sicherheit und Geborgenheit. Denen kann man nichts von Menschen-Tötungsmaschinen, Krieg und „potentiellen Mördern“ erzählen. Dafür sind die zu jung. Manchmal ist sogar der Papa Soldat. 4- bis 10-jährigen kann man Militär erklären, weil sie das manchmal sehen. Aber eben nur so, dass sie keine Angst bekommen oder Sorgen haben. Das ist dann… Read more »
Anton Chigurh
Mitglied

Es ist immer wieder wunderbar, wie sehr du dümmlicher Einzeller deine Idiotie unter Beweis stellst.
Dabei dann auch noch von Püntes durch „differenzierte Betrachtungsweise“ (oder wie war das noch…??) geadelt zu werden, setzt dem Ganzen die Krone auf.
Man weiß echt nicht, ob man über euch Spacken lachen oder weinen soll…

Jared J. Myers
Gast
Was uns aus „Zeit“, „Spiegel“ und DLF an Propaganda entgegenspringt, ist das Resultat der milieu-eigenen Konsensblase; kaum etwas wird da von langer Hand bewusst gesteuert. Ich habe zu Anfang wohlwollende Rezensionen über Lüders‘ „Wer den Wind sät“ und „…wird den Sturm ernten“ gelesen, und auf einmal habe ich nur noch Verrisse zu sehen bekommen. Da haben die Erstrezensenten sich – angesichts des Einsatzes chemischer Kampfstoffe in Chan Sheykun – vor ihren Kollegen heftig rechtfertigen müssen, und der nächste Schwung dieser Kollegen hat begriffen, dass es einfacher ist, die Klappe tu halten oder Lüders ebenfalls zu zerreißen. Herr Joffe, Herr Nass… Read more »
Bandolero
Gast
Jared Ich stimme dir zu, dass Herr Joffe, Herr Nass oder Frau Gaus im Grunde niemanden mehr anweisen müssen. Schon ein schiefer Blick dürfte reichen, um von der westlichen Konsenzblase abweichende Meinungen zu wichtigen geopolitischen Themen intern zu unterdrücken. Nur, wie entstehen diese Konsensblasen, und warum ist die Konsensblase zu wichtigen geopolitischen Themen in allen wichtigen westlichen Medien praktisch identisch? Erstmal entsteht das, was Konsens ist, durch die Eigentümer, Rundfunkräte und das Führungspersonal, was sie einstellen. Und wer als Journalist nicht auf deren Linie liegt, fliegt raus, oder, wo das aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht möglich ist, bekommt einen unwichtigen Themenbereich… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@Bandolero

Anders gesagt: wenn Chefredakteure verdeckte Mitarbeiter von CIA und BND sind, ist es kein Wunder, dass sich in den Medien eine Konsensblase herausbildet, die mit der Sichtweise von CIA und BND übereinstimmt.

Inwiefern Chefredakteure verdeckte Mitarbeiter der Geheimdienste sind, wissen wir nicht, aber seit der Sendung „Die Anstalt“ ist klar, daß Joffe & Co fest in transatlantischen Think-Tanks verankert sind. Das reicht ja schon, um ihre Neutralität in Zweifel zu ziehen.
Deren permanete Weigerung zur Selbstreflektion tut dann ein Übriges.

Robbespiere
Mitglied

Nachtrag

Dazu passt auch gut dieser Artikel von Feynsinn:

http://feynsinn.org/?p=7670

Bandolero
Gast
@Robbespiere Ich meine, wir wissen sehr wohl, dass führende Journalisten wie Chefredakteure verdeckte Mitarbeiter der Geheimdienste sind. Das ergibt sich daraus, dass das in der jüngeren Geschichte so war und nichts erkennbar oder bekannt geworden ist, dass sich das irgendwann mal substantiell geändert haben könnte. Was unbekannt ist, sind lediglich die genauen Namen der heutigen Einflussagenten von CIA und BND in Führungspositionen der Medien. Aber wenn man sich die Biographien einiger Medienschaffender kurz anschaut, dann kann man durchaus Hinweise bekommen wo sie stehen. Wenn man etwa zum für seine Tätigkeit als SPD-Politiker, Zeit-Herausgeber und Cicero-Cheredakteur bekannten Michael Naumann etwas in… Read more »
Erwin
Gast

Im Journalismus ist es wie vorm Zivilgericht. Ansprüche muss man beweisen sonst hat man das Verfahren verloren. Der Grundsatz der Beweislast gilt für Knallerbsensträucher vorm Provinzgericht sowie die bösen und Guten unter den Journalisten.
Humunkeln und orakeln lässt sich vieles. Keine Beweise, keine Geschichte. Im Grunde ein sehr einfaches Prinzip.

ermalwieder
Gast

Hier ist einer, der sich nicht hat einseifen lassen.
Der große Lionel, Leute wenn ihr die Zeit habt, die erste viertelstunde ist schon der Hammer aber auch der Rest lohnt sich,

ermalwieder
Gast
Erwin
Gast

Brazil

http://hdfilme.tv/brazil-1985-3500-stream

„In einem von vorne bis hinten durchstrukturierten und bürokratisierten Staat, hat die Regierung völlig unsinnige Maßnahmen entwickelt, um Terroristen ausfindig zu machen. Eines Tages bringt ein verbeamteter Sekretär ausversehen den Nachnamen eines Terroristen namens Tuttle mit dem Namen eines unschuldigen Normalbürgers namens Buttle durcheinander. In Folge dessen wird der falsche Mann verhaftet und exekutier..“

Erwin
Gast

OFF sollte oben drüberstehen – Entschuldigung !

ermalwieder
Gast

Brazil das ist in Essenz eine Erzählung über Faschismus in neuem Gewand.
Einer der besten Filme zum Thema

@Erwin
Das ist nicht Offtopic – das passt immer!

Lazarus09
Gast
Moin Leutz , was soll die Aufregung mit dem Journalismus ? Alles was es dazu zu sagen gibt hat John Swinton, Chefredakteur der New York Times, 1880 gesagt .. “Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Sie wissen es und ich weiß es. Es gibt niemanden unter ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben und wenn er es tut, weiß er im Voraus, dass sie nicht im Druck erscheint. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung herauszuhalten, bei der ich angestellt bin. Andere von… Read more »
Erwin
Gast
Er war nie Chefredakteuer der New York Times und gesagt hat er das 1883 – Ätsch, aber egal :-))) „Bandolero“ hat hier gestern dargelegt, dass nicht jeder Einfluss auf kommerzielle Interessen zurückgeführt werden kann. Er wies auf die PsyOp-Einheiten des Militärs mit großen Budgets hin, auf Geheimdienste, die CIA mit ihren riesen Geldtöpfen und den PsyOp-Spezialisten in Verbindung mit zivilen PR-Agenturen. Er schrieb: In diesen Fällen setzen sich im Journalismus nicht kommerzielle Interessen durch – wäre das so, gäbe es gegenwärtig das permanente Russland-Bashing vermutlich nicht -, sondern geopolitische Interessen. Ich finde diese Grobkategorisierung in zwei Sortimentskästen schon nicht unwichtig… Read more »
Erwin
Gast

im Speziellen

Lazarus09
Gast
Auch wenn’s eigentlich egal ist sagen Quellen —> John Swinton (1829–1901) was a Scottish-American journalist, newspaper publisher, and orator. Although he arguably gained his greatest influence as the chief editorial writer of The New York Times during the decade of the 1860s, Swinton is best remembered as the namesake of John Swinton’s Paper, one of the most prominent American labor newspapers of the 1880s. Swinton would also serve as chief editorialist of the New York Sun during two stints totaling more than a dozen years. Mit der Jahreszahl genauso .. aber wie gesagt egal, die Aussage ,der ich übrigens zustimme,… Read more »
Erwin
Gast

Ach ja, Lazarus …..war nicht ernst gemeint .-)

Ich habe hier gerade das FM 3-05.301. gefunden
„Psychological Operations Tactics, Techniques, and and Procedures“

https://fas.org/irp/doddir/army/fm3-05-301.pdf

Über die mögliche Herkunft mancher Agenturmeldung kann ich mir jetzt weniger Gedanken machen. „PsyOp“ war ein gutes Stichwort.

Lazarus09
Gast

Dass is nix für die Schnelle.Muss ich mir mal bei Gelegenheit reinziehen …Dank dir für den Link 👍

ermalwieder
Gast
Ein Beispiel aus der heutigen Presse. In unserer Tageszeitung gibt’s täglich ein Zitat von einem „Prominenten“ Foto inkl. Heute ist es US-Verteidigungsminister James Mattis und was sagt er ? „Es kann keinen Zweifel daran geben, dass Syrien chemische Waffen behalten hat entgegen seiner Zustimmung und seiner Aussage alle vernichtet zu haben. Sie wären schlecht beraten, wenn sie noch einmal versuchen würden irgendwelche anzuwenden.“ Wtf ?? Man fragt sich warum die Redakteure sich ausgerechnet für dieses Zitat entschieden haben, sie könnten doch z.B. ein aktuelles von Syriens Präsident Assad nehmen. „Khan Sheikhoun incident fabricated..The West and the US blocked the investigation… Read more »
Erwin
Gast

Die Lunte darf nicht ausgehen. Lies die .PDFs zumindest mal quer.
Wir leben bereits mitten im Krieg. Wir ! Hier !

Lazarus09
Gast

Das mach ich Erwin, dank dir nochmal für die Links 👍

jowi
Mitglied
@ermalwieder Betr.: „Ein Beispiel aus der heutigen Presse.“ Hier liegt der Hase im Pfeffer, die Art der Informationsselektion kann nicht mit Personalmangel etc. entschuldigt werden. Das hat Methode. Das Problem liegt schon vor der schlechten oder fehlenden Recherche, Journalismus beginnt bei den Fragen die man sich stellt, oder eben nicht stellt. Auf was richtet man die Aufmerksamkeit, auf was nicht. Es ist doch offensichtlich, dass die Mehrheit der Schreiberlinge so opportunistisch und unkritisch ist, wie Sukram71. Eine funktionierende Demokratie braucht aber einen kritischen Journalismus, einen der die Dinge auch aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Einen hinterfragenden Journalismus. Leider nutzen diese immer… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@ermalwieder

Sie wären schlecht beraten, wenn sie noch einmal versuchen würden irgendwelche anzuwenden.“

Für diese Drohung gg. Syriens regierung hat man wohl auf eine ältere Version zurückgegriffen:

http://www.zeit.de/1989/05/als-hitler-den-massenmord-prophezeite

Erwin
Gast

Fortsetzung

FM 3-05.30 Psychological Operations

https://fas.org/irp/doddir/army/fm3-05-30.pdf

„Multinational Operations“

„PSYOP in Support of Economic Measures“

Erwin
Gast

FM 3-05.302

https://fas.org/irp/doddir/army/fm3-05-302.pdf

„Example of electronic media propaganda“

Robbespiere
Mitglied

@Erwin

Deine Links mit den Techniken zur psychologischen Kriegsführung der US-Army sind hochinteressant. Leider reicht mein Rudimentär-Englisch nicht aus, sie korrekt zu verstehen.
Gibt es dafür eine deutsche Übersetzung? Im Netz habe ich nichts derartiges gefunden, aber das mag ja auch an meiner Suchanfrage liegen.

Gruß Rob

Erwin
Gast

Mir fehlen auch viele Vokabeln. Deutsche Übersetzungen der Field Manuals ( FM ) sind mir nur für sehr wenige Ausgaben bekannt, Überlebenstechniken usw.
Es gibt aberhunderte der Feldhandbücher zu allen möglichen Themen. Für Offiziere bis zum GI.

Hier das FM 3-24 Counterinsurgency ( Aufstandsbekämpfung )

http://usacac.army.mil/cac2/Repository/Materials/COIN-FM3-24.pdf

Erwin
Gast

FM 100-30 Nuclear Operations

https://fas.org/irp/doddir/army/fm100-30.pdf

jowi
Mitglied
Interessant ist diese deutsche Doku über unsere PsyOpsis. Mich gruselte es bei der Doku, denn meine Eltern waren in der Friedensbewegung tätig und hier erfährt man, dass „Listen“ keine Erfindung vom Kalifen Erdogan sind. Systematisch wurde die Friedensbewegung bespitzelt und konspirativ versuchte die Bundeswehr die Stimmungslage in ihrem Sinne zu beeinflussen, u.a. auch mit Filmen für die Schule. Die Produzenten der Propagandamittel tarnten sich hinter einer privaten Fassade, die Bundeswehr blieb verdeckt. https://www.youtube.com/watch?v=_GRIo4783CM Typisch für solche Institutionen mit einer Ausrichtung, die demokratisch-moralisch extrem fragwürdig ist, sind häufige Namenswechsel: Truppe für Psychologische Kriegsführung, später als Truppe für Psychologische Verteidigung, bis dann… Read more »
Erwin
Gast

Wofür haben wir eigentlich einen militärischen Abschirmdienst
wenn die Amis sich hier medial nach Gutsherrenart bewegen dürfen ?

Die Wikileaks-Dokumente vom NSA -Ausschuss sagen dazu auch nichts.
Der MAD ist aber dabei.

https://wikileaks.org/bnd-inquiry/docs/

kreuzrotter
Mitglied
@jowi Vielen Dank für den Link zu diesem sehr interessanten Dokumentarfilm über die psychologische Kriegsführung bei der Bundeswehr. Auch sehr interessant waren die Aufnahmen einer Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz in München 2006 auf dem Münchner Marienplatz. Bei 34:55 beginnen die anwesenden Autonomen(?), anscheinend ohne Grund, ganz laut irgendeine Parole zu rufen. So kann man am Standort des Kameramanns, obwohl er direkt neben einem Lautsprecherwagen steht, den aktuellen Sprecher der Demonstration nicht mehr verstehen. Die Autonomen haben also bei diesem Zeitpunkt gegen(!) die Verbreitung von friedenspolitischen Inhalten agiert. Bei 35:45 werden die Polizeibeamten, die sich in der Nähe des Lautsprecherwagens befinden… Read more »
kreuzrotter
Mitglied

Dazusagen muss man auch, dass der schwarze Donnerstag von Stuttgart (30.10.2010), die Loveparade-Katastrophe im gleichen Jahr und die Vorfälle an Silvester in Köln 2015 (mit einigen Aktionen der Polizei, die zur Verschärfung der Lage beitrugen, z.B. die Einkesselung von hunderten Personen im Bahnhof um Mitternacht herum) definitiv nicht das Ansehen der Polizei in der Bundesrepublik gestärkt haben, im Gegenteil. Wenn Polizisten auch in Zukunft heil bleiben und vor allem nicht als Verbrecher angesehen werden wollen, müssen sie unbedingt gegen unsinnige und strafbare Befehle demonstrieren/remonstrieren bzw. diese verweigern.

Phrygian
Mitglied

„Wir brauchen Journalisten – wissen aber aus trauriger Erfahrung, dass deren Arbeit nicht immer ganz unabhängig ist. Und die Journalisten wissen es auch – sind aber trotzdem gerne Journalisten.“

Na, das ist mir im im Hinblick auf BILD & Co. nun doch zu harmlos. Das was dieses und ähnliche Blätter absondern ist oft nichts anderes als Hetze. Nicht nach dem Motto „…der ist Schuld“, sondern gleich „….hängt ihn!“
In meinen Augen ist das strafwürdig und solchen Leuten dann in unsäglichen Talksshows auch noch Sendezeit einzuräumen für Ihre wutschnaubenden Attacken, hat mit Journalismus nun überhaupt nichts mehr zu tun.

kreuzrotter
Mitglied
Heute morgen um 11:00 hat der neoliberale Radiosender SWR4 in den Nachrichten kurz über die heutige Präsidentschaftswahl in Frankreich berichtet. Es wurden u.a. die Kandidaten vorgestellt. Als letzter wurde der „Ultralinke“ Melenchon genannt. „Ultralinker“. Hmmm. Will er die Besitzer von mehr als 2 Millionen Euro Vermögen in Frankreich in die Bastille einkerkern? Oder will er vielleicht raus aus der NATO? Gar die Armee ganz abschaffen, die doch so wunderbar dabei mithilft die Zahl der Islamisten in aller Welt jeden Tag deutlich zu reduzieren? Angesichts der Ereignisse in Syrien hätte der Sende bei dieser Gelegenheit auch mal daraufhinweisen können, dass er… Read more »
The Joker
Gast

OT?
Hier mal ein Beispiel für die grünbraune Wahrheitspresse:
Cem Gauland & Katrin Göring-Weidel. 😉

GrooveX
Mitglied

das haben sie sich redlich verdient, die hackfressen!

aber ob das beabsichtigt war?

ermalwieder
Gast

Und hier mal EIN Beispiel was uns die Qualitätsmedien so alles unterjubeln:

Bana Alabed ist Klientin der Londoner PR-Agentur The Blair Partnership

http://blauerbote.com/2017/04/23/bana-alabed-ist-klientin-der-londoner-pr-agentur-the-blair-partnership/

Erwin
Gast

„Bana al-Abed is a Syrian girl from rebel-held Aleppo who, with assistance from her English-speaking mother, sends messages through Twitter“ ( Wiki )

Dafür muss man keine Pressestelle bei Twitter anrufen. Ganz großes Kino : “ Minderjährige darf ja gar nicht twittern ….. Wie konnte das passieren ? “

Postillion, wah ? .-)

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