Journalismus: Ein Dilemma

Den Medien kann man gar nicht mehr trauen. Überhaupt nicht. Jede Meldung aus dem Äther ist Lüge und Betrug. Was sie auch bringen: Da stecken Absichten dahinter. Das ist alles gesteuert. Ausnahmslos.

So vernimmt man das gar nicht so selten dieser Tage. Wer einmal lügt … wobei, das mit der Lüge, die in der Presse steht, ist ja so eine Sache. Dass Journalismus manipuliert, hat oft weniger mit Lüge als mit dem zu tun, was wir im neoliberalen Zeitalter als Alternativlosigkeit in nuce kennengelernt haben: Den Sachzwang. Anzeigenkunden und ihre Interessen lässt man gut aussehen und ökonomische Interessen dominierten die Suche nach dem, was wir der Einfachheit halber mal Wahrheit nennen können. Die Rezipienten haben indes mittlerweile verinnerlicht, dass die Presse nicht der Ort ist, an dem immer mit Neutralität gehandelt wird.

Was mir im Laufe der letzten Monate auffiel, das war diese Extremsituation: Egal ob nun die, die »Lügenpresse« skandierten oder die, die kapitalistische »Systempresse« verteufelten – beide Fraktionen behauptete, man könne den Medien gar nichts mehr glauben. Und zwar wirklich gar nichts mehr. Diese totalitäre Verweigerung ist zwar ein bisschen nachvollziehbar, aber auch gefährlich und ein unausgesprochenes Bekenntnis zur Desinformation. Denn es ist ja nicht so, dass man auf den Journalismus verzichten könnte. Man braucht ihn. Transparenter und weniger skandalisierend als jetzt. Aber man braucht ihn. Kritisieren: Ja! Sich ihm verweigern: Das geht jedoch nicht.

Zu welchen Resultaten eine solche Verweigerungshaltung führt, sieht man dann in den Debatten um Trump oder Putin, um den türkischen Präsidenten und anderen Despoten und Despötchen. Berichten die Medien von dunklen Machenschaften solcher Herrschaften, zieht man eine Schnute und sagt: Vielleicht ist es ja ganz anders. Wenn die Leitmedien gegen Trump sind, muss der ja was an sich haben, was ihn adelt. Wenn die Medien ihn zum Feindbild machen und ich mich als Feind der Medien begreife, dann hat man seine Wahlverwandtschaft manifestiert. So war es jedenfalls kurz nach der Wahl dieses Mannes zum US-Präsidenten. Plötzlich raunte es selbst aus dem linken Lager, dass der Mann wahrscheinlich lautere Beweggründe pflege, wenn er von den Medien so traktiert wird.

Michael Steinbrecher und Günther Rager, beide Professoren an der TU Dortmund, haben als Herausgeber vierzehn jungen Journalisten der Universität die Chance gegeben, ihren Blick auf die kritische Haltung zum Journalismus kundzutun. »Meinung, Macht, Manipulation: Journalismus auf dem Prüfstand« nennt sich die Anthologie, die eigentlich in allen Einzeltexten zu der Erkenntnis kommt, dass eine grundsätzliche Verdammung journalistischer Tätigkeit und Berichterstattung unhaltbar ist. Zunächst, weil nicht alles Lügen-, System- oder Pinocchiopresse ist. Und dann natürlich auch, weil es wirklich eine einzige Alternativlosigkeit gibt: Die journalistische Berichterstattung.

Natürlich leugnet man nicht, dass es neben dem klassischen Journalismus andere neue Angebote gibt. Aber die könne man nur als Ergänzung begreifen. Als nun langjähriger Blogger muss ich das bestätigen. Recherche ist manchmal großer Zeitaufwand – das kann ein privater Blogger nur begrenzt leisten. Das ist auch der Grund, weshalb viele Blogger ihr Projekt monetarisierten. Eine Finanzierung schafft Zeitnischen, erzeugt aber genau bei dem Publikum, das den Journalismus für durch und durch korrupt hält, eine kritische Haltung, die ungefähr so lautet: Jetzt hat der Blogger seine Seele verkauft, macht es für Geld, wird abhängig. Der Kritiker Ideal ist die Romantik einer Bloggerei, die unbestechlich keinen Cent annimmt und dennoch dieselbe qualitativ hochwertige Arbeit abliefert, die ein (meist schlecht) bezahlter Journalist mit ganz anderen Zeitreservoires erledigen darf.

Deshalb ganz klar: Die alternativen Medienangebote sind als Ergänzung sinnvoll und mittlerweile notwendig. Einen Bildungs- und Informationsauftrag können sie aber nicht alleine in die Hand nehmen. Das ist romantisierte Vermessenheit und nicht die Alternative zum Problem mit dem Journalismus. Und das haben wir ja. Alle vierzehn Jungautoren nebst zwei Professoren bestätigen in der oben genannten Sammlung diesen Vorwurf. Natürlich gibt es Fehlentwicklungen. Manchmal sind die Lügen, die man unterstellt, einfach nur Schlampereien. Ganz oft geht es um Skandalisierung, ganz schlicht, um Klickraten zu generieren. Dass der Boulevard heute auf alle Ressorts übergreift, erkennen sie auch. Sie kritisieren es, werden aber als angestellte Journalisten diese Mechanismen nicht abstellen können. Jedenfalls nicht kurzfristig.

Im Grunde ist es ein Buch, das ein Dilemma beschreibt. Wir brauchen Journalisten – wissen aber aus trauriger Erfahrung, dass deren Arbeit nicht immer ganz unabhängig ist. Und die Journalisten wissen es auch – sind aber trotzdem gerne Journalisten. Dass aber nun jede Meldung, die über die Kanäle zu uns durchflutet, grundsätzlich ein Hirngespinst und eine gezielte Kampagne zur Verschleierung und Vertuschung ist, kann man auf keinen Fall stehen lassen. Vielleicht ist nicht immer jede Nuance einer Nachrichtenmeldung ganz richtig, vielleicht wird eine bestimmte Facette nicht ausreichend betont, aber eine von langer Hand geplante Lüge und vom Zentralrat des kapitalistischen Weltsystems initiierte Propaganda, steckt da keinesfalls dahinter. Wer glaubt, dass Journalismus so gedeutet werden kann, trägt mehr zur Verdummung bei als jene, denen er es unterstellt.

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schwitzig
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schwitzig

Das ist so’n Schwarz-Weiss-Konsens-Artikel, der bedingt zutrifft, jedoch in der nicht zielführend ist. Ein Beispiel: Natürlich gibt es Fehlentwicklungen. Nein, das sind keine „Fehlentwicklungen“, wenn durch die „Journalisten“ Kriege erst ermöglicht, sogar der Dritte Weltkrieg vorbereitet wird. Und selbstverständlich kann selbst die Systempresse der Öffentlich Rechtlichen nicht ununterbrochen Lügen oder desinformieren (die schlimmste Form der Lüge). Es sind die Konsequenzen dieses Journalismus, die die Schublade rechtfertigen. Und es ist sogar wichtig, dass Leute wie Trump Vertrauensvorschüsse bekommen, weil sie vom Journalismus angegangen werden, denn die Leute, die vom Journalismus nicht angegangen werden und wurden, konnten DANK dieses Journalismusses überhaupt erst… Weiterlesen »

Jens
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Der Artikel enthält die üblichen Verleumdungen gegen Medienkritiker und betreibt White Washing. Sie haben keine Ahnung oder andere Beweggründe.

Yossarian
Gast
Yossarian

Natürlich ist der Journalismus extrem wichtig, er ist eigentlich sogar so wichtig in einer Demokratie, dass er finanziell unabhängig sein müsste. Da er das aber nicht ist und selbst dort -bei den ÖRs- wo es in gewisser Form so gegeben ist, bleibt er nicht frei von Interessensvertretungen. Man sollte daher nicht pauschal alles nicht nicht glauben, sondern in der Konsequenz extrem kritisch bleiben. Wenn man bereit ist eine Meinung auch mal zu revidieren, dann kann man auch die Lücken in der Berichterstattung deutlich entspannter hinnehmen. Da es gerade ein sehr schönes Beispiel dafür gibt, sei es mal kurz erwähnt: Es… Weiterlesen »

hart backbord
Gast
hart backbord

Der Journalismus hat sich selber ein paar mal zu oft selbst hochgelobt – bis hin zur Amtsanmaßung („vierte Gewalt“).
Allein der Spiegel spricht sich bei jedem Jahrestag der 1962er Affäre selbst heilig.
Dass diese selbstverliebte Kaste nun auch mal eine Art Stahlbad durchmachen muss, ist ein kleines Stück Gerechtigkeit.

Alien Observer
Gast

Danke für den Beitrag, in der Kommentarsektion zum Fake News Artikel dachte ich schon ich wäre in einer Verschwörungstheoretikerrunde gelandet, das nur am Rande. So wie ich das sehe, kann man den misstand der Medien am einfachsten mit der kritischen Theorie auf den Punkt bringen. Die Kluft zwischen dem Möglichen und dem Bestehenden wird immer Tiefer, aber wir schauen diese Kluft nicht an und Kritik findet nicht mehr statt. Die Frage welche Gesellschaft wird haben könnten und was für eine wir wirklich haben wird in den Medien völlig ausgeblendet. Was sein könnte, wie wir da hin kommen, warum die Politik… Weiterlesen »

Mordred
Gast
Mordred

normalsterbliche konsumenten und blogger brauchen den journalismus alleine deswegen, weil der bestimmte thematiken und quellen dafür überhaupt erst auf den schirm der wahrnehmung bringt. das momentan besonders große problem des journalismus ist, dass bei vielen themen fast immer ein agendasetting, enges narrativ etc. vorzuherrschen scheint. schwitzig erwähnte schon die rente, heute morgen kam auf wdr5 eine nahezu kritikfreie lobhudelei auf den exportweltmeister und exportüberschüsse… ergo ist der normale konsument gewzungen, ohne ende querzulesen, also verschiedenste (auch primär-)quellen zu sichten. und fakten von meinungen zu unterscheiden. allerdings kann er das teilweise blogs überlassen, die das zu ihrem kerngeschäft gemacht haben, weil… Weiterlesen »

epikur
Gast

„Recherche ist manchmal großer Zeitaufwand – das kann ein privater Blogger nur begrenzt leisten.“ Die These geht davon aus, dass Mainstream-Medien wirklich recherchieren würden. Tun sie das denn? Oder kopieren sie nicht eher dpa-Meldungen, schustern in Zeitnot schnell was zusammen (weil Redaktionen gnadenlos zusammen gestrichen werden) und bedienen sich in aller Regel der Skandalisierung, Entertainisierung, Boulevardisierung und Polemisierung ? Hinzu kommen SEO-, Click Bait- und Reichweite-Kriterien. Für mich recherchieren viele Blogs mittlerweile deutlich mehr und sind deutlich sachlicher als Spiegel Online, Zeit, Welt und co, wie beispielsweise Übermedien, BildBlog oder die Nachdenkseiten. Denoch: die Blätter für deutsche und internationale Politik… Weiterlesen »

trackback

[…] Betrug. Was sie auch bringen: Da stecken Absichten dahinter. Das ist alles gesteuert. Ausnahmslos.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Barbaren und andere Menschenfresser Die Beiträge in den konservativen Blättern […]

Traumschau
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Traumschau

Naja, die Aufgabe der „Leitmedien“ ist es ganz offensichtlich, die „Schafe“, also das „dumme Volk“, in die gewünschte Richtung zu lenken. Und das tun sie ohne Unterlass mit sehr fragwürdigen Methoden! Daran ändern auch z.T. sehr gute Dokus in den ÖR, auch excellente Gastbeiträge z.B. im Feuilleton der FAZ oder gute Sendungen wie „Die Anstalt“ nichts. Aktuell am Beispiel der Diffamierung der Nachdenkseiten oder Michael Lüders ist sehr schön zu sehen, wie der Hase läuft. Ob Russland, Irak, Libyen, Syrien, Nordkorea oder in Bezug auf gesellschaftlich relevante Fragen wie Rente, Löhne, Vermögensverteilung, Agenda 2010, Exportüberschüsse, Währungsunion, Aufrüstung, völkerrechtswidrige Angrifsskriege, Totalüberwachung… Weiterlesen »

Alien Observer
Gast

Was ich mich ja frage ist, wer von denen die hier den Journalismus kritisieren, nicht von System Korrumpiert sind. Wer hier arbeitet nicht indirekt für eine Bank, einen Autobauer oder ähnliches oder produziert ein äquivalent von „nach Veilchen duftendem Toilettnpapier“? Wer arbeitet denn nicht die meiste zeit dafür irgendeinen Milliardär reicher zu machen? Die überwigende Mehrzahl der Menschen hier im Land ist irgendwie in der Maschine gefangen und macht sinnlose Scheisse in dem sie in und für Institutionen malochen die gegen ihre persönlichen Interessen arbeiten. Mancher mag auch Freiberufler sein und beim großen gegenseitigen unterbieten mitmachen auf das keiner mehr… Weiterlesen »

Bandolero
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Roberto Vielleicht ist nicht immer jede Nuance einer Nachrichtenmeldung ganz richtig, vielleicht wird eine bestimmte Facette nicht ausreichend betont, aber eine von langer Hand geplante Lüge und vom Zentralrat des kapitalistischen Weltsystems initiierte Propaganda, steckt da keinesfalls dahinter. Das möchte ich bestreiten. Beim Wetterbericht, Lokalnachrichten und wenig wichtigen Dingen, da stimmt die These wohl, aber bei geopolitisch und kriegsrelevanten bedeutsamen Ereignissen ist es genau andersherum. Da gibt es offenbar sowas wie eine Steuerung der massenmörderischen Lügen der westlichen Medien, sodass eine Art medialer Gleichschaltung bezüglich wichtiger Dinge zu beobachten ist. Nehmen wir doch mal ein paar Beispiele wichtiger geopolitischer Ereignisse:… Weiterlesen »

GrooveX
Gast
GrooveX

schön für dich, dass du dinge noch schön schreiben kannst. also, es war ein 28-jähriger mann, nicht anis amri. kapitalverbrechen, grins, tagesthemen. das zentralmedium deutschen qualitätsjournalismus‘. und dann paris, islamismus, terror, ausweisen.

‚was sollen sie denn machen? so ist es ja nunmal gewesen.‘

nu mal ehrlich, wie heißt er denn jetzt, der deutsch-russe? (wir haben aber auch immer ein glück mit unseren anschlägern. entweder sind sie frustrierte ex-schüler oder halbbarbaren oder sonderlinge, nie jedoch terroristen wie die islamisten – ähm, ja.) ich glaub nicht mal mehr der kleinert – ich würde sonst verzweifeln!

und nun das heute-journal. diesmal kommentarlos. ich mag nicht mehr.

Ujar
Gast
Ujar

Beim Lesen des Artikels habe ich mich prompt an eine ZAPP-Sendung vom 17.02.2016 erinnert gefühlt, die ich gar nicht so schlecht fand. Thema auch damals: die Vertrauenskrise der Medien. Ich hatte diese Sendung damals einmal zum Anlass genommen einmal zu sammeln, welche Konsequenzen ich selbst aus der Medienkrise gezogen habe. Dabei kam ich auf folgende Punkte (ACHTUNG: LANGER TEXT) 1. Ich habe das Abo meiner Tageszeitung, ein Lokalblatt, abbestellt. Zum einen, weil Politik und Wirtschaftsteil dort größtenteils aus Agenturmeldungen bestehen. Zum anderen, weil vieles im redaktionellen Teil einfach schlecht gemacht ist, soll heißen, dass journalistische Standards nicht eingehalten werden, insbesondere… Weiterlesen »

Jared J. Myers
Gast
Jared J. Myers

Was uns aus „Zeit“, „Spiegel“ und DLF an Propaganda entgegenspringt, ist das Resultat der milieu-eigenen Konsensblase; kaum etwas wird da von langer Hand bewusst gesteuert. Ich habe zu Anfang wohlwollende Rezensionen über Lüders‘ „Wer den Wind sät“ und „…wird den Sturm ernten“ gelesen, und auf einmal habe ich nur noch Verrisse zu sehen bekommen. Da haben die Erstrezensenten sich – angesichts des Einsatzes chemischer Kampfstoffe in Chan Sheykun – vor ihren Kollegen heftig rechtfertigen müssen, und der nächste Schwung dieser Kollegen hat begriffen, dass es einfacher ist, die Klappe tu halten oder Lüders ebenfalls zu zerreißen. Herr Joffe, Herr Nass… Weiterlesen »

Erwin
Gast
Erwin

Brazil

http://hdfilme.tv/brazil-1985-3500-stream

„In einem von vorne bis hinten durchstrukturierten und bürokratisierten Staat, hat die Regierung völlig unsinnige Maßnahmen entwickelt, um Terroristen ausfindig zu machen. Eines Tages bringt ein verbeamteter Sekretär ausversehen den Nachnamen eines Terroristen namens Tuttle mit dem Namen eines unschuldigen Normalbürgers namens Buttle durcheinander. In Folge dessen wird der falsche Mann verhaftet und exekutier..“

Lazarus09
Gast
Lazarus09

Moin Leutz , was soll die Aufregung mit dem Journalismus ? Alles was es dazu zu sagen gibt hat John Swinton, Chefredakteur der New York Times, 1880 gesagt .. “Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Sie wissen es und ich weiß es. Es gibt niemanden unter ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben und wenn er es tut, weiß er im Voraus, dass sie nicht im Druck erscheint. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung herauszuhalten, bei der ich angestellt bin. Andere von… Weiterlesen »

Phrygian
Gast
Phrygian

„Wir brauchen Journalisten – wissen aber aus trauriger Erfahrung, dass deren Arbeit nicht immer ganz unabhängig ist. Und die Journalisten wissen es auch – sind aber trotzdem gerne Journalisten.“

Na, das ist mir im im Hinblick auf BILD & Co. nun doch zu harmlos. Das was dieses und ähnliche Blätter absondern ist oft nichts anderes als Hetze. Nicht nach dem Motto „…der ist Schuld“, sondern gleich „….hängt ihn!“
In meinen Augen ist das strafwürdig und solchen Leuten dann in unsäglichen Talksshows auch noch Sendezeit einzuräumen für Ihre wutschnaubenden Attacken, hat mit Journalismus nun überhaupt nichts mehr zu tun.

kreuzrotter
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kreuzrotter

Heute morgen um 11:00 hat der neoliberale Radiosender SWR4 in den Nachrichten kurz über die heutige Präsidentschaftswahl in Frankreich berichtet. Es wurden u.a. die Kandidaten vorgestellt. Als letzter wurde der „Ultralinke“ Melenchon genannt. „Ultralinker“. Hmmm. Will er die Besitzer von mehr als 2 Millionen Euro Vermögen in Frankreich in die Bastille einkerkern? Oder will er vielleicht raus aus der NATO? Gar die Armee ganz abschaffen, die doch so wunderbar dabei mithilft die Zahl der Islamisten in aller Welt jeden Tag deutlich zu reduzieren? Angesichts der Ereignisse in Syrien hätte der Sende bei dieser Gelegenheit auch mal daraufhinweisen können, dass er… Weiterlesen »

The Joker
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The Joker

OT?
Hier mal ein Beispiel für die grünbraune Wahrheitspresse:
Cem Gauland & Katrin Göring-Weidel. 😉

Erwin
Gast
Erwin

OFF

– Die Kübel-über-Lüders-Kampagne geht weiter –

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/michael-lueders-der-umstrittene-nahost-experte-im-portraet-a-1143824.html

– Paris ist nicht Frankreich – Ein journalistisch gemeinter Werbetext an der Realität vorbei

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/wahl-in-frankreich-wahl-zwischen-zwei-weltbildern-kolumne-a-1144301.html

Schweigsam
Gast
Schweigsam

1…2…3…Test…test

Das ist ein Test ob ich wieder freigeschaltet bin. Denn aus unersichtlichen Gründen wurden meine Beiträge nicht veröffentlicht.

NWO-Troll
Gast
NWO-Troll

mir ist die Zeit und Energie zu schade, um herauszufinden wie ich wieder angelogen und manipuliert werde. Es spielt keine Rolle wie oft und wie viel sie lügen. Ich kenne die Lügner und ich werde denen nicht mehr zuhören. Ich habe meine verlässliche Quellen, die in der Vergangenheit gezeigt haben, das man ihnen vertrauen kann. Demnach verzichte ich auf den Rest, der möglicherweise nur ab und zu lügt.

kreuzrotter
Gast
kreuzrotter

Heute kommen die neuen Quartalszahlen, u.a. der Printmedien, für das erste Quartal 2017 raus.
Hier zum Beispiel

Serienfan
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Serienfan

„Lügenpresse – halt die Fresse!“ So geht doch wohl der Spruch. Und genau da sehe ich den gewaltigen Unterschied. Der Medienkritiker will genau das Gegenteil. Er will eine Presse, die aufdeckt, eine, die Missstände ans Tageslicht bringt, und ganz gewiss nicht eine, welche die Klappe hält. Der echte Medienkritiker will Medien, die den Mächtigen auf die Finger schauen! Die Dingen auf den Grund gehen und darüber berichten. Die Wikileaks nicht ignorieren, sondern deren Daten auswerten und – wenn sie sich als glaubwürdig erweisen – publizieren! Die einen Lüders nicht demontieren, sondern seinen Überlegungen nachgehen. Ich will eine Presse, die kritische… Weiterlesen »

schwitzig
Gast
schwitzig

Eine fundierte Kritik zum Brücken-Robbie-Journalismus, der ja irgendwie doch erhaltenswert ist, gibt es hier am Beispiel Lüders:
https://www.heise.de/tp/features/Urteil-vollstreckt-Michael-Lueders-ist-umstritten-3693138.html

salvo
Gast
salvo

eine Frage ist, ob unsere Gesellschaft Journalisten braucht, die Frage iat offen und berechtigt und sollte sicher diskutiert werden. Die andere Frage ist, braucht Herrschaft in einer höchst inegalitären von wachsenden Widersprüchen gespaltenen Gesellschaft Journalisten: Ich meine Ja. Ganz gleich wie man sie nennt, füllen sie eine für die Erhaltung von Herrschaft in einer inegalitären Gesellschaft existentielle Funktion: Die Rechtfertigung eber dieser Widersprüche und die Bekämpfung aller Versuche, sie zu überwinden. Das ist in nuce das, was die MSM leisten. Das steht außer Frage. Dabei dient der ‚Markt‘ dazu, durch Auslese, Zuweisung von Privilegien und Sanktionierung, dass die ‚richtigen‘ Personen… Weiterlesen »

elmarbenninghaus
Gast

„Zentralrat des kapitalistischen Weltsystems“, – hihi, – klasse. Manchmal kann ich mich auch nicht des Eindrucks erwehren, dass es da irgendwie eine Art Urwunsch nach so etwas wie einer Weltformel des Bösen gibt, – so eine Art Nest, was man nur ausheben braucht, – dann ist alles gut und der Rest natürlich frei von jeder Schuld.

GrooveX
Gast
GrooveX

meanwhile: assad hat sein sarin signiert. das hat der franzose rausgefunden.
(dilemma? was’n das?)
#alleswasrechtsist

aquadraht
Gast
aquadraht

Hier mal ein weiteres Beispiel der Verkommenheit des derzeitigen Journalismus: https://propagandaschau.wordpress.com/2017/04/29/die-ard-tagesschau-luegt-facebook-haette-versuche-staatlicher-desinformation-eingeraeumt/#more-32328
Man kann die Propagandaschau kritisieren, weil sie mitunter sehr polemisch und zugespitzt argumentiert, aber bei diesem Beitrag stimmt jedes Wort. Die Tagesschau ist eine widerliche Hetz- und Propagandasendung, verkommener als die meisten Printorgane ausser Speigel und Bild.

Erwin
Gast
Erwin

OFF

Ein witziger und anschaulicher Artikel über den Unfug mit dem BIP.

„Ruhe in Frieden, Bruttoinlandsprodukt!“

https://www.rubikon.news/artikel/ruhe-in-frieden-bruttoinlandsprodukt