Bye-bye, Linke!

In diesen Wochen wird die Linkspartei faktisch volljährig. Sie wird das junge Erwachsenenalter nicht lange auskosten können – jedenfalls nicht so, dass man vom blühenden Leben sprechen könnte.

Die bürgerliche Presse kann sich ihre Freude kaum verbeißen: Dass die Genossen Sahra Wagenknecht aus der Linkspartei werfen wollen, finden sie mindestens nachvollziehbar. Besonders glücklich schien darüber t-online zu sein. Den Artikel der Befindlichkeitsjournalistin Annika Leister titelte das Nachrichtenportal mit einem kurzen Abschiedsgruß: »Bye-bye, Sahra!« Für fast alle Redaktionen scheint klar zu sein, dass die Linken da etwas sehr Richtiges umsetzen.

Die Linken sind jedoch blöd genug, davon nichts zu merken. Sie lassen sich von der Presse hofieren und belobigen. Erzählen ihr, wie sie jetzt ein Parteileben ohne Wagenknecht planen – und sie finden, dass sie eine gute Show hinlegen. Dass die Granden des Medienbetriebes – Herren über Imperien, in denen es wie in jedem Betrieb nur eine bestenfalls unzureichende demokratische Kultur gibt – sich die Hände reiben, weil nun endlich diese lästige Frau mit sozialem Gewissen durch Parteiausschluss »bestraft« wird, kommt den Genossen gar nicht in den Sinn. Wie auch? Sie haben längst jeden klassenkämpferischen Bezug verloren. Das war durchaus mal anders.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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Robbespiere
Robbespiere
11 Monate zuvor

Hallo Roberto,

Habe deinen Artikel auf Monova bereits vor der Veröffentlichung hier gelesen und stimme in der Analyse der Verfassung der Linken zu.
Sie wird m.M.n. nach der nächsten BTW nicht mehr im Parlament vertreten sein, weil sie ihr ursprüngliches Profil faktisch verkauft hat.

Ich denke allerdings auch, dass dies durch Unterwanderung durchaus so gewollt ist.
Es wird sich zeigen, wo die „Maulwürfe“ danach landen.

Für Sahra Wagenknecht und ihre Fraktion wir es unter den gegebenen Umständen wohl nur die Möglichkeit einer Partei-Neugründung geben, um zumindest die Chance auf politische Gestaltung zu erhalten.
Ansonsten haben Zig-Millionen Bürger keinerlei Interessenvertretung mehr im Lande.

Lasse Machen
Lasse Machen
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu. Diejenigen, die die größten Unterwanderstiefel tragen, – ich nenne nur einige Kipping, Wissler, Schirdewan, Riexinger, Liebich, Schubert – werden für die Maulwurfsarbeit belohnt und sobald die Partei gänzlich von diesen Renegaten entsorgt ist, sicherlich Unterschlupf in SPD/Grünen finden, denn genau dort gehören sie hin.
Sollte Wagenknecht sich ernsthaft mit einer Neugründung einer sozialistischen Partei befassen, ist es meiner Ansicht nach wichtig, genau solche Typen von der Partei fernzuhalten. Eventuell durch einen sog. Kanditatenstatus. Erst 2 Jahre für die Partei arbeiten und dann den Antrag auf vollwertige Mitgliedschaft stellen dürfen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Lasse Machen
11 Monate zuvor

@Lasse Machen

Sollte Wagenknecht sich ernsthaft mit einer Neugründung einer sozialistischen Partei befassen, ist es meiner Ansicht nach wichtig, genau solche Typen von der Partei fernzuhalten. Eventuell durch einen sog. Kanditatenstatus. Erst 2 Jahre für die Partei arbeiten und dann den Antrag auf vollwertige Mitgliedschaft stellen dürfen.

Der Einwand ist begründet, wurde doch bisher jede neue Partei „umgedreht“, damit sie für das Establishment keineGefahr darstellt.

Mitgliedschaft auf Probe ist durchaus ein möglicher Lösungsansatz, sich Läuse aus dem Pelz zu halten.
DieBewährungszeit muss man erstmal durchstehen.

PS: Unter Pseudonym lege ich keinen Wert auf eine förmliche Anrede. Zuviel Nähe kann da gar nicht entstehen. 😉

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Man muss nur die Satzung so abfassen, dass ein Rauswurf jederzeit und leicht möglich ist, wenn sich sowas abzeichnet (nicht so ein langjähriges Gegurke wie zB bei Sarrazin oder Maassen). Ein guter Maulwurf kann auch jahrelang als sogenannter „Schläfer“ still halten, da nutzt eine Mitgliedschaft auf Probe gar nix.
Und nach der nächsten Wahl werden direkt Mandate zu besetzen sein, wenn es nicht durch ein direktes Verbotsverfahren hintertrieben wird.

Lasse Machen
Lasse Machen
Reply to  Draussen vor der Tür
11 Monate zuvor

Ich will meinen Vorschlag etwas konkretisieren:
Um in die Partei einzutreten, muss die Person auf den Gruppenabenden erscheinen, sich positionieren und die Gruppe der Mitglieder entscheidet über den Eintritt. Dann erhält die Person einen sog. Kandidatenstatus (eventuell 1-2 Jahre) und muss sich beweisen. Die Gruppensitzungen regelmäßig besuchen, sich an den Diskussionen beteiligen. Klinkenputzen, Infostände, morgens Zeitungen vor Betriebsbeginn verteilen. Gewerkschaftlich arbeiten. Erst dann wird endgültig über eine Vollmitgliedschaft entschieden.
Sie haben natürlich recht, auch so können „Schläfer“ die Partei hinters Licht führen, aber ich denke, die Voraussetzungen dafür sind weitaus geringer als bei den heutigen Parteien. Und nur wenn sich ein Kandidat vollumfänglich für die Partei einbringt/aufopfert, dann kann ihn die Partei für einen Funktionärsposten/Parlamentsposten nominieren. Und alle Parlamentarier müssten – wie bei der KPÖ – alle Gelder, die über ein Facharbeitersalär hinausgehen abführen und die Partei bringt diese Gelder in soziale Projekte ein.
Ist nur so ein Gedanke. Nicht ausgereift, aber schreckt viel ab.

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Lasse Machen
11 Monate zuvor

Gerade das machen solche Maulwürfe, weil sie von interessierter Seite von Anfang an dafür bezahlt werden!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Draussen vor der Tür
11 Monate zuvor

@Draussen vor der Tür

Gerade das machen solche Maulwürfe, weil sie von interessierter Seite von Anfang an dafür bezahlt werden!

Grundsätzlich möglich, ja.

Lasse Machen
Lasse Machen
Reply to  Draussen vor der Tür
11 Monate zuvor

All das mag sein. Aber um Mehrheiten innerhalb der Partei, und sei es nur auf untergeordneten Gruppensitzungen, zu erreichen, gehört vieles mehr dazu. Und sollte von interessierter Seite bezahlt werden – was auch nicht ganz so einfach im Geheimen ablaufen kann – dann muss auch etwas dabei herumkommen. Eine Partei, die ein klares Programm hat, die sich selbst immer wieder überprüft, damit also auch die Mitglieder und Kandidaten, hält den ein oder anderen Maulwurf aus. Aber eine Parteizerstörende Anzahl wird sich niemals in einer so arbeitenden Partei festsetzen können. Das geht erst, sobald diese Partei ins bürgerliche Fahrwasser abdriftet.

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Lasse Machen
11 Monate zuvor

Es reicht, wenn die Maulwürfe im Vorstand sitzen und die Agenda gestalten. Wie einst Kipping, die als Vorsitzende für mich den Anfang vom Ende der LINKE markiert.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Draussen vor der Tür
11 Monate zuvor

@Draussen vor der Tür

Man muss nur die Satzung so abfassen, dass ein Rauswurf jederzeit und leicht möglich ist, wenn sich sowas abzeichnet

Dann müsste man ein verpflichtendes Parteiprogramm festlegen, von dessen Kurs ncht abgewichen werden darf, wie z.B. Austritt aus der NATO ö.A..

Und nach der nächsten Wahl werden direkt Mandate zu besetzen sein, wenn es nicht durch ein direktes Verbotsverfahren hintertrieben wird.

Das habe ich jetzt nicht verstanden. Erklär das mal bitte genauer.

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Umfragen haben doch ergeben, dass das Potential einer neuen Partei um Wagenknecht um 20% läge. Selbst, wenn das auch aus dem Stand nicht annähernd erreicht werden sollte, werden in einem Jahr aber ganz sicher Sitze im EU-Parlament gewonnen werden, die dann zu besetzen sein werden. Und dann wird es weiter gehen…

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Draussen vor der Tür
11 Monate zuvor

…und wenn dann den anderen Parteien mächtig genug die Muffe geht, dann wird ganz sicher ein Verbotsverfahren folgen.

Und wegen bereits konstruierten „Querfront“-Vorwürfen und bereits geleisteter Vorarbeit wird das dann wohl im Gleichschritt auch die andere Seite des Spektrums, die sogenannte AfD, betreffen – und gleichzeitig gegen beide vorgegangen werden.
Es ist ja schon alles vorbereitet, siehe den letzten Verfassungsschutzbericht von Haldenwang und Faeser.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Draussen vor der Tür
11 Monate zuvor

@Draussen vor der Tür

…und wenn dann den anderen Parteien mächtig genug die Muffe geht, dann wird ganz sicher ein Verbotsverfahren folgen.

Ach so meintest du das.

Wenn sie das mit der AFD versuchen, könnte es aber speziell im Osten extrem ungemütlich werden.
Mit der Linken zusammen wären das immerhin an die 40% der Wähler, die man frontal vor den Kopp knallt.
Das wäre ziemlich dämlich, wenn man bedenkt, wie billig so ein Molli herzustellen ist. 😉

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Man hatte doch auch kein Problem damit, den Bewohnern der neuen Bundesländer die Abwicklung ihrer in Teilen ja durchaus noch konkurrenzfähigen Betriebe frontal vor den Kopp zu knallen.

flurdab
flurdab
Reply to  Draussen vor der Tür
11 Monate zuvor

Ja, aber damals waren sie noch „klein und jung“, und haben sich was ganz anderes unter „blühenden Landschaften“ vorgestellt.
Der Trick mit der Kinderschokolade zieht nicht mehr.
Und auch das Ausgrenzen greift ins Leere, das hat man den „Dunkeldeutschen“ selbst zu lange angetan.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Draussen vor der Tür
11 Monate zuvor

@Draussen vor der Tür

Man hatte doch auch kein Problem damit, den Bewohnern der neuen Bundesländer die Abwicklung ihrer in Teilen ja durchaus noch konkurrenzfähigen Betriebe frontal vor den Kopp zu knallen.

Seitdem ist viel Wasser die Elbe runter geflossen und man weiß dort mittlerweile, wie die versprochenen blühenden Landschaften aussehen.

You cann fool all the people some of the time……

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

„Seitdem ist viel Wasser die Elbe runter geflossen und man weiß dort mittlerweile, wie die versprochenen blühenden Landschaften aussehen.“

Und hier im Westen wissen wir inzwischen, wie verdorrte Landschaften aussehen, weil der Gärtner sich nicht mehr drum gekümmert hat – mit kaputten Brücken und maroden Schulen, um nur die grössten Baustellen zu nennen.

Rudi K
Rudi K
11 Monate zuvor

Danke für den Artikel. Die Partei „die Linke“ sollte sich eventuell überlegen, ob es eine gute Strategie ist, sich als die „besseren Grünen“ aufzustellen. Die Wähler wählen dann doch eher das Original.

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Rudi K
11 Monate zuvor

Oder gar nicht.

Robert-B.
Robert-B.
11 Monate zuvor

Den Artikel hätte ich vermutlich nicht viel anders geschrieben, die Analyse jedenfalls scheint mir schlüssig. 🙂
Was mich zu einem wichtigen Punkt bringt:
Wie kann sich eine zukünftige Wagenknecht-Partei davor schützen, erneut durch woke Seilschaften unterwandert und geschwächt zu werden?
Es ist in allen etablierten Parteien geschehen, es ist in den meisten NGOs, die mal ganz gut waren, geschehen, es ist in den meisten Medien geschehen, es ist bei Wagenknechts eigener Bewegung geschehen.
Einen gewissen Schutz böte sicherlich eine relativ hierarchisch geführte Partei mit einer oder mehreren starken Führungspersönlichkeiten.
Aber erstens ist das eher ein temporärer Schutzmechanismus und zweitens würde das eine Partei in ihrer Entwicklungsfähigkeit und dynamischen Reaktion auf sich ändernde Rahmenbedingungen stark einschränken – wenig demokratisch wäre es überdies.
Also ein sehr zweischneidiges Schwert.
Dennoch braucht Frage irgendwann eine Antwort.
Weiterer Punkt:
Ich hatte ja andernorts schon mal geschrieben, daß ich meine, wir brauchen eine Sammelbewegung, der sich alle, die spüren, daß dieses System verändert werden muß, verbunden fühlen könnten. Und zwar jenseits von rechts und links, bzw. unter Auflösung dieser spalterischen Kategorien (siehe EZLN-Subcomandante Marcos in Chiapas: Wir konzentrieren uns auf unsere Gemeinsamkeiten, nicht auf unsere Unterschiede).
Und ich sehe zwar, daß jemand wie Wagenknecht das in gewisser Weise leisten könnte.
Immerhin wird sie quer über das Parteienspektrum respektiert (wenn auch nicht immer gemocht).
Aber ich glaube, sie weiß oder will das selbst (noch?) gar nicht und ich zweifle ein wenig daran, daß sie die Kraft dazu hat, so etwas von null aufzubauen. Es bräuchte mehr als sie, es bräuchte eine große Gruppe von Intellektuellen und (aufrechten) Politikern, die als Leuchttürme diesem Projekt einen Kickstart geben könnten.

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Robert-B.
11 Monate zuvor

Vor allem muss man aufpassen, dass Mandatsträger nicht bei erster Gelegenheit, kaum dass sie gewählt sind, nicht das Parteibuch wechseln und überlaufen, wie es der PARTEI im EU-Parlament mit Semsrott gegangen ist.

Robert-B.
Robert-B.
Reply to  Draussen vor der Tür
11 Monate zuvor

Ja, das ist sicher auch unschön, habe ich ihm damals auch übel genommen.
Aber ich denke nicht, daß das für eine neue Partei oder Bewegung ein echter killer wäre. Das geschieht ja nicht in rauhen Mengen.
Das Unterwandern durch „Agenten“ ist da deutlich kritischer.
Oder das „Kaufen“ von Delegierten…
Alles sehr unappetitlich.
Man sieht ja das Endergebnis: Eine Linke, die inhaltlich ausgehöhlt, sowie gleichgeschaltet ist und in Kürze komplett verschwinden dürfte.
So schaltet man Wiedersacher aus.
So – also durch Kooptieren – oder man verbietet sie. Damals die KPD, demnächst vielleicht die störrische AfD.

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Robert-B.
11 Monate zuvor

Wenn davon der Fraktionsstatus abhängt kann das durchaus existenziell sein!

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Robert-B.
11 Monate zuvor

Könnte auch sein, daß Wagenknecht auf einen „Seehofer-Effekt“ spekuliert. Der war raus in der CSU, aber als diese am Abkacken war, war er plötzlich wieder gefragt, weil chancenreich.
Mit Erfolg, Seehofer war der letzte, der die absolute Mehrheit holte für die Partei.

Robert-B.
Robert-B.
Reply to  Art Vanderley
10 Monate zuvor

Ja, wer weiß. Wobei ein frischer Start mit einer unbelasteten Bewegung sinnvoller wäre.
Die Linke verbinden viele im Westen mit „Ostpartei“ und im Osten hat man sie satt, weil sie die Interessen der Menschen dort verraten hat. Die Linke ist einfach fertig. Und das schon lange.

flurdab
flurdab
11 Monate zuvor

Wenn es nicht so traurig wäre.
Mir stellt sich nun die Frage was aus den angeblichen Milliarden der SED geworden ist, über die so schön absurde Kampangen gefahren wurden.
Alles schon auf den Kopf gehauen oder nie da gewesen?

Die Frage nach einer Parteineugründung und das wie und wo scheint mir überflüssig.
Die Bundesrepublik hat das Ende der Demokratie erreicht.
Alle Vorhaben der derzeitigen „Häuptlinge“ der SPD/ FDP/ Grünen/ CDSU sowie der EU- Kommission laufen auf ein totalitäres Regiem hinaus.
Man muss ja nur die Bemühungen zum „Schutz der Bevölkerung vor Desinformation“ ansehen, oder den WHO- Pandemievertrag, oder die “ Sicherheitsstrategie“, den grünen Pass, elektronischen Euro etc.
Die ziehen ihren Stiefel durch. Man beachte nur die mediale Bearbeitung der Bevölkerung. Erst kirre machen mit Klima dann mit Corona, dann der böse Russe, jetzt wieder Klima und der plötzliche Hitzetod. Im Herbst wird der Zusammenbruch der Wirtschaft dem bösen Russen in die Schuhe geschoben, dann kommt die Grippewelle und die Hysterie beginnt von vorn. Zwischenzeitlich wird immer wieder Gender, Asyl, „Kindeswohl“ eingestreut. Also alles Themen die keinen realen Wert haben. Die Überforderung der Bevölkerung mit Themen um die Welt komplizierter darzustellen als sie ist.
Bundestsagswahl 2025. Sehe ich nicht.

Zur Unterwanderung einer neuen Partei. Die ist einfach zu verhindern. Man darf keine Parteimitglieder aus Berlin aufnehmen bzw. diese in keine führenden Rollen aufsteigen lassen. In dem Bereich sollte man auch den Migrantenanteil strikt begrenzen, denn mir ist bisher noch kein Politiker mit „Hintergrund“ aufgefallen, dem sein Hintergrund nicht wichtiger war als die Interessen der Gesamtbevölkerung.

Sollange keine Partei sich anschickt die 20- 40 Prozent Nichtwähler zu mobilisieren bleibt jede Wahl eine Farce. Da haben die Linke komplett versagt.

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  flurdab
11 Monate zuvor

Gestern nur ganz kurz beim Durchzappen beim unseligen Landser-Format des ZDF hängengeblieben:

Dort wurde sich darüber echauffiert, dass bei der Pressekonferenz mit dem chinesischen Aussenminister „auf dessen Ersuchen“ hin keine Fragen erlaubt gewesen seien – und das sowas in einer Demokratie doch nun gar nicht ginge, das bei einem Straatsbesuch Journalisten keine Fragen stellen dürften.

Haben alle schon vergessen, dass bei Scholzenz Besuch bei Biden in DC im März erst gar keine PK anberaumt wurde, geschweige denn auch nur eine Frage zugelassen worden wäre?

Stattdessen wurden uns kurz darauf via Medien „aus gut unterrichteten Kreisen“ neue Ammenmärchen zu NorthStream präsentiert…

spartacus
spartacus
Reply to  flurdab
11 Monate zuvor

Leider hast Du mit fast allem recht, wobei ich das mit den „Hintergründen“ eher nicht so sehe, s.z.B. Dagdelen und auch der Özdemir ist mir in der Hinsicht nie negativ aufgefallen.
Im Gegenteil sehe ich darin das Potenzial für immer wiederkehrende Scharmützel im wokeschistischen Mainstream, da z.B. Islamtoleranz und westlich stilisiertes Frauenbild einfach nicht zusammengehen.
Das totalitäre Regime, das Du beschreibst, ist real und wird so kommen, Stand jetzt. Aber es ist ein globales, zumindest halb-globales Regime. Und da ist auch der Pferdefuß, also die Chance, zu sehen. Sobald irgendein Land kippt und dem einen Riegel vorschiebt, z.B. eines aus der EU, dann könnte alles anfangen zu bröseln.
Wir werden dieses Land nicht sein, aber es könnte dazu führen, daß auch unsere Mainstream-Allianz auseinanderfällt. Würde schließlich immer komplizierter werden, wenn wir der EU nicht mehr einfach sagen könnten, welche Befehle sie uns zu erteilen hat.

flurdab
flurdab
Reply to  spartacus
11 Monate zuvor

Die Dagdelen hat einen „Migrationshintergrund“? 😉
Frau Dagdelen ist aus meiner Sicht eine echte Ausnahme und eine wirklich ernstzunehmende Politikerin.
Beim Özdemir spielt sein Migrationsgedöns schon eine Rolle. Er versucht diesen zu negieren indem er den „besseren“ Teutschen mimt. Wobei ein Grüner ja gar nichts anders kann als mimen.
Die Grünen sind die politische Vertretung der untalentierten Schauspieler.

https://external-content.duckduckgo.com/iu/?u=https%3A%2F%2Ftse3.explicit.bing.net%2Fth%3Fid%3DOIP._ua-5D9I_RPethZcVNZG3gHaFz%26pid%3DApi&f=1&ipt=66c03ae073d65f37d8f803987deb34c5619864f721d44029cad48ad8a606fad7&ipo=images

Es wird kein globales Regiem, dafür ist die Entwicklung der BRICS zu weit fortgeschritten. Aber wie Orwell es in 1984 schrieb „Ozeanien war nie im Krieg mit Eurasein“.

https://www.metanox.de/ozeanien-ist-nicht-im-krieg-mit-eurasien-ozeanien-ist-im-krieg-mit-ostasien/

Man muss nicht zwingend einen Kieg führen um die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass man einen Krieg führt.
Analog zu Pandemien. Es muss gar keine Pandemie herrschen, die Angst vor der Pandemie reicht.
Und das ist genau das Stück welches die Medien aufführen.

Last edited 11 Monate zuvor by flurdab
flurdab
flurdab
11 Monate zuvor

Nicht ganz OT:
Man weiß nicht was man davon halten soll.
Die O`keefe Media Group veröffentlicht folgendes Video.

https://www.youtube.com/watch?v=tgONwXR1Uwo

Ob es inszeniert ist, ob es echt ist, wer vermag das zu beurteilen.
Das man es für möglich hält ist schon schlimm genug.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  flurdab
11 Monate zuvor

@flurdab

Das habe ich bereits auf RT unter dem Titel „BlackRock-Mitarbeiter: „Sie haben 10.000 Dollar? Sie können einen US-Senator kaufen“gelesen.

Ob die tatsächlich so billig zu haben sind, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ds Geld di Welt regiert, ist sicher.

Wie sonst kann sich z.B. ein Jens Spahn eine 4 Mio. € teure Villa leisten?

flurdab
flurdab
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Ich weiß nicht wie groß die „Macht“ eines US- Senators ist, was ich mir aber vorstellen kann ist das der Sog der durch einen Haufen kleiner „Geschenke“ erzeugt wird viel größer ist, als einmal einen großer Batzen.
Das sind ja Inverstitionen in die Zukunft. 🙂
Da werden Freudschaften fürs Leben geschlossen.
Und um auf Nummer sicher zu gehen gibt es bestimmt auch Quittungen.
Anfüttern. sooo wichtig beim Angeln.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  flurdab
11 Monate zuvor

@flurdab

Ich weiß nicht wie groß die „Macht“ eines US- Senators ist

Ich auch nicht, aber er ist nicht an seine Partei gebunden, wenn es um Abstimmungen geht.

Entsprechend kann man sich ihn auch „gewogen“ machen, jenseits der Mehrheitsverhältnisse im Senat.

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Robbespiere
11 Monate zuvor

Was soll ich mit einem US-Senator? Oder kommt der zum Hausputz und zur Gartenarbeit vorbei?

Und Jens Spahn hat halt in seiner Zeit bei der sauerländischen Sparkasse einen Bausparvertrag abgeschlossen – VL (vermögenswirksame Leistungen) heisst das doch. Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not.
Die Villa hat also ü b e r h a u p t nichts mit seiner politischen Tätigkeit zu tun.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Draussen vor der Tür
11 Monate zuvor

@Draussen vor der Tür

Was soll ich mit einem US-Senator? Oder kommt der zum Hausputz und zur Gartenarbeit vorbei?

Hier nichts, aber in den USA kann der so nützlich sein, dass man sich locker eine ganze Putzkolonne oder professionelle Wühlmäuse leisten kann. 😉

ChrissieR
ChrissieR
11 Monate zuvor

Guude!
Mir täte Frau Wagenknecht leid…sie ist zu authentisch und zu gut für das extrem schmutzige Polit-Geschäft! Entweder wird die Partei verboten, unterwandert oder genauso gedisst wie die AfD. Solange die ultrareichen Drahtzieher weltweit das Sagen haben, reisst auch eine neue Partei nichts raus!
De Käs is gess, der Drops gelutscht! Da wird sich genau Null ändern!

spartacus
spartacus
11 Monate zuvor
Mordred
Mordred
11 Monate zuvor

Ich glaube mittlerweile, dass Medien, Thinktanks, Superreiche und andere neoliberale Vereinigungen das Agendasetting einfach komplett übernommen haben. Das sah zu Beginn der Linkspartei mit Agenda 2010 und darauf folgender Eurokrise noch anders aus.
Politiker sind offensichtlich nur noch durch den medialen Einheitsbrei und ihrer Zugehörigkeit zu einschlägigen Thinktanks getrieben. Manche wie z.B. Baerbock sind darüber hinaus auch einfach so blöde, an den Quatsch zu glauben, den sie täglich verzapfen.
Krieg, Klima, Gender, Migration etc. sind die angesagten Themen. Den Großteil der Bevölkerung interessiert das im Hinblick auf ihr eigenes Leben aus sich selbst heraus nur marginal und die Agenden dazu sind für sie auch nur von Nachteil. Mit Großteil meine ich weit jenseits von 50%. Man addiere einfach AFD + Nichtwähler und zähle dann noch altromantische Systemlinge wie mich dazu, die einfach aus purer Verzweiflung nicht wissen, wo sie ihr Kreuz jenseits von Linke oder Die Partei setzen sollen.

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Mordred
11 Monate zuvor

Eine Rolle beim Niedergang der Linken könnte auch spielen, daß Linke oft glauben, immun gegen jede Art des Lobbyismus zu sein.
Tatsächlich aber ist die Idenditätspolitik nichts anderes als die linke Varaiante dieses Problems und hatte es dann eben leicht auf der linken Seite, die das bis heute nicht sehen will, weit über die Linkspartei hinaus.

Art Vanderley
Art Vanderley
11 Monate zuvor

Guter Artikel.
„Erst das Fressen, dann vielleicht Moral.“
Würde ich widersprechen, das was da als Moral daherkommt, ist eher das Gegenteil. „Linker“ Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, ein Feminismus, der Frauen mehr schadet als nutzt, usw….und die Methoden?
Denunziantentum, Diffarmierung, Untertanengeist….
….Moral?