Identitätspolitik ohne Beißhemmung

Woher kommt die Zunahme teils aggressiver Identitätspolitik? Und warum reagiert die Politik so positiv darauf? Es ist an der Zeit, ein paar Fragen zu beantworten.

Dieser Artikel erschien zuerst beim „stichpunkt“-Magazin.

Wir müssen zunächst verstehen, dass Identität und Identitätspolitik nicht identisch sind. Identitätspolitik beschäftigt sich nicht mit der Identität der Bevölkerung, im Gegenteil. Vielmehr geht es um eine bestimmte Gruppe, der man sich widmet. Aktuell sind das in Deutschland zum Beispiel die „Queeren“, also Menschen, die nicht heterosexuell sind, sich als Mann wie eine Frau fühlen und als Frau wie ein Mann. Mit dabei sind auch die non-binären, die sich überhaupt keinem Geschlecht zuordnen wollen. Wenn es stimmt, dass es die Erkenntnis gibt, zwischen insgesamt 72 Geschlechtern wählen zu können, hat die Identität des Individuums es deutlich schwerer als die Identitätspolitiker es je haben könnten.

Für einen Außenstehenden wirkt es jedenfalls anspruchsvoll, sich zwischen transgender, genderqueer, genderfluid, bigender, pangender, agender, demigender, abinär und den ganzen anderen Geschlechtern entscheiden zu müssen. Aber auch wenn wir es mit 72 Geschlechtern zu tun hätten, bleibt es doch dabei: Es betrifft nur eine Minderheit. Und genau auf die ist die Identitätspolitik zugeschnitten.

„Ihr seid die Wichtigsten!“

Die aus den USA „eingewanderte“ Identitätspolitik betraf in ihren Anfangszeiten Indigene und Schwarze, die sich – zu Recht! – mit ihren Identitäten nicht gleichberechtigt fühlten. Daran hat sich im Kern nichts geändert, auch wenn es im Laufe der Jahrzehnte zu punktuellen Verbesserungen kam. Grob gesagt könnte man die Forderungen der Indigenen und der Schwarzen in den Vereinigten Staaten als Anerkennung ihrer Geschichte und Gegenwart bezeichnen, aber eben auch als den Wunsch dazuzugehören. Radikale Teile dieser Bevölkerungsgruppen mögen sich zwar bewusst für die Abspaltung von der restlichen Bevölkerung entscheiden. Das hängt aber in der Regel mit historischen Gegebenheiten, persönlichen Erfahrungen oder schlicht individuellen Charaktereigenschaften zusammen. Der Mensch neigt grundsätzlich dazu, sich einer Gruppe zugehörig fühlen zu wollen.

Die Gemeinde der 72 Geschlechter in Deutschland tickt anders. Sie wollen nicht dazugehören, sondern in ihrem Anderssein akzeptiert und respektiert werden. Dagegen ist zunächst einmal nichts einzuwenden, jedem Menschen sollte dieser Wunsch erfüllt werden. Wenn die Teilnehmerin einer LGBTQ-Veranstaltung bei einer Befragung ins Mikrofon sagt, sie sei eigentlich ein vier Monate alter Fuchs und ein anderer Teilnehmer sich für einen Rudelführer hält, fordert das die allgemeine gesellschaftliche Toleranz aber ohne Frage heraus. Trotzdem könnte man sagen: Ok, wenn du das so siehst, mir soll’s recht sein.

Was wir jedoch im Augenblick erleben – und das wird sich sicher auch wieder ändern, so wie sich alles im Laufe der Zeit ändert -, ist eine gewisse Erwartungshaltung. Man muss die Rudelführer und jungen Füchse nicht einfach nur erdulden, sondern sie mögen, irgendwie. Man muss ihre Forderungen verstehen, sich ihrer Sorgen und Nöte annehmen, und man muss sie ganz, ganz vorsichtig behandeln, damit die zerbrechlichen Seelen nicht verletzt werden.

Das mag wie eine provokante Formulierung klingen, jedenfalls hoffe ich das, denn genauso ist es auch gemeint. Denn es gibt Menschen, die interessieren sich schlicht nicht für die Schicksale von LGBTQ-Leuten, Mensch*innen oder Non-Binären. Die wollen in Ruhe Fußball gucken, ein gutes Buch lesen oder Pilze sammeln und mit 72 Geschlechtern einfach nichts zu tun haben. Doch da sind sie schief gewickelt. Wenn in Berlin feierlich die Regenbogenfahne gehisst wird, weiß man, was die Stunde geschlagen hat. Von nun an betrifft uns das alle. Was genau, weiß nicht jeder, aber alle müssen sich positionieren, solidarisch sein und Verständnis haben.

Als jemand unter einem Facebook-Post den Christopher-Street-Day betreffend vorsichtig den Poster fragte, ob es denn in Ordnung sei, wenn ihm dieser Tag ziemlich egal sei, musste er die Antwort über sich ergehen lassen, dass er in diesem Fall ein „homophobes Arschloch“ sei. Er fand sich damit ab, kündigte die Facebook-“Freundschaft“ und ging seiner Wege. Doch dieses Beispiel macht deutlich, dass die Identitätspolitik gnadenlos ist. Wenn die Politik sich erst einmal entschieden hat, sich auf die Seite einer bestimmten Minderheit zu schlagen, gibt es weder Gnade noch ein Zurück für den Rest der Menschen. Sie werden kollektiv in Haft genommen und verantwortlich gemacht für alles, was nicht zu 100 Prozent konform läuft.

Der Bundestag (ge)denkt

Am 27. Januar wird bekanntlich der „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ begangen. Für Bundestagsmitglieder eine Pflichtveranstaltung, und wer fehlt, muss sich erklären. Für nicht erklärungsbedürftig hielt das Hohe Haus dagegen die Idee, auch den „queeren Opfern“ des Nationalsozialismus zu gedenken. Judith Basad schrieb dazu in einem Kommentar:

„Zu behaupten, dass diese heutigen Lifestyle-Aktivisten Opfer von NS-Verbrechen wurden, ist vor allem eines: Geschichtsklitterung und eine Relativierung der NS-Verbrechen. Denn es gab keine „queeren Opfer“ in der NS-Diktatur, weil es sexuelle Identitäten wie „agender“, „non-binär“, „genderfluid“ oder gar „FLINTA+“-Personen zu dieser Zeit nicht gab.“

Tatsächlich gibt es unterschiedliche Meinungen zu der Frage, ob man am 27. Januar ausschließlich an die Opfer des Holocaust oder auch an andere Leidtragende des Nationalsozialismus erinnern soll. Die einen argumentieren, dass eine Ausweitung des Gedenkens die Singularität des Holocaust in Frage stelle und somit die Shoa relativiere. Andere sagen, dass jedem Opfer gedacht werden müsse, weil das Leid vielfältig und nicht gegeneinander aufgerechnet werden solle.

Zum Leid der Opfer gehörte auch das von Homosexuellen, die fraglos unter den Nazis Grauenhaftes erleben mussten bzw. zu Tode kamen. Der Vorwurf, der Bundestag relativiere die NS-Verbrechen, wenn er den „queeren Opfern“ gedenkt, ist jedoch gerechtfertigt, und damit sind wir wieder mitten in der Identitätspolitik. Es gab nun einmal damals keine „Queeren“, wenn sich also jetzt die, die non-binär oder was auch immer sind, als Hitlers Opfer darstellen, ist das in höchstem Maße falsch. Doch das identitätspolitische Problem ist noch etwas anders gelagert, denn Trans-Aktivisten machen häufig das, was das Thema so ernst werden lässt: Sie positionieren sich als Opfer, denen es noch schlechter ging als den Juden.

Folgende Zitate sollen das verdeutlichen:

„Terfs wollen Endlösung, wollen Tote.“

„Terfs“, das sei kurz erläutert, sind Frauen, die sich gegen Trans-Aktivismus stellen. Ein weiteres Zitat:

„Die Binarität von Geschlechtern ist kein „Glaube“ das ist wissenschaftlicher Konsens in der Biologie. Es ist bis heute nicht widerlegt . Demnach wäre jeder Evolutionsbiologe gleichzusetzen mit einem Nazi.“

Den Höhepunkt stellt das dritte Zitat dar:

„Ich finde es auch so schlimm, dass bei den Massenvernichtungen in der NS Zeit vergessen wird, dass Menschen mit Behinderungen, Menschen mit psychischen Störungen und eben auch trans Menschen nicht nur ebenfalls ermordet wurden, sondern sogar die ersten waren.“

Das ist Identitätspolitik in Reinkultur. Es stellt das eigene Leid an die erste Stelle der Bedeutsamkeit und erhebt sich somit gegenüber allen anderen Opfern.

Mit dem Abschluss dieses Abschnitts sei betont, dass es völlig abwegig ist, jeder Transpersönlichkeit das Gefühl einer identitätspolitischen Überlegenheit zu unterstellen. Das Gegenteil ist der Fall, und aus den Erfahrungen meines Umfeldes weiß ich, dass die Betroffenen häufig sogar peinlich berührt sind, wenn sie dem Wahnsinn der Trans-Aktivisten begegnen. Es geht hier also tatsächlich weniger um eine Geschlechteridentität als vielmehr um eine gesellschaftspolitische Haltung, die auf Herablassung anderer und Erhöhung seiner selbst ausgerichtet ist.
Eine wesentliche Rolle spielt dabei übrigens die Politik.

Falsch verstandener Minderheitenschutz

Minderheitenschutz ist etwas Wundervolles! Denn bestimmte Gruppen vor Angriffen, Nachteilen und Diffamierungen zu schützen, ist wichtig, soll der gesellschaftliche Zusammenhalt das sein, was Bundespräsident Steinmeier so schön in Worte gefasst hat: der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält.

Nun kann man Transmenschen als Minderheit bezeichnen, es gibt laut trans-ident.de nämlich nicht sonderlich viele davon:

„Bei einem Bevölkerungsstand von 81.471.834 Einwohnern in der Bundesrepublik Deutschland im Juli 2011 entspricht dies 0,01413% der Bevölkerung, die in diesen 16 Jahren ein Verfahren nach dem Transsexuellengesetz durchlaufen haben.“

Neuere Zahlen lieferte 2020 der „Stern“. Demnach gibt es erhebliche Probleme bei der Zählung und der Definition, aber laut „Stern“ sieht die Sache so aus:

„Diese Zahl ist aufgrund der uneinheitlichen trans* Definitionen und fehlender Zählungen schwer zu bestimmen: Einen Hinweis geben die Verfahren zur Namens- und Personenstandsänderung, die Menschen nach dem Transsexuellengesetz bei den Amtsgerichten anstoßen (2687 Personen im Jahr 2020). Mit Blick auf die jährlichen Geburten (rund 773.100 im Jahr 2020) entspricht das etwa 0,35 Prozent der Bevölkerung.“

Klammern wir uns nicht an Stellen hinter dem Komma. In jedem Fall haben wir es hier mit einer Minderheit zu tun, die schützenswert ist, das kann man sagen.

Doch wie sieht dieser Schutz eigentlich aus? Immerhin gelten im Jahr 2023 noch immer hohe Hürden für Schwule, wenn sie Blut spenden wollen. Der Herr der Gesundheit, Karl Lauterbach, will das jetzt endlich ändern, man wird sehen, ob und wie es dazu kommt. Da es beim Transsexuellengesetz naheliegenderweise auch um Gleichberechtigung geht, müsste man genaugenommen auch die Ungleichheit bei der Bezahlung von Frauen im Berufsleben mit einbeziehen. Doch das geschieht nicht, und damit sind wir beim eigentlichen Punkt.

Denn wenn Minderheitenschutz bedeutet, dass Mehrheiten ignoriert werden, stimmt etwas mit der Herangehensweise nicht. Welche alleinerziehende Mutter hat etwas vom neuen Transsexuellengesetz? Welches Kind in Armut kann sich von dem Gesetz etwas kaufen? Welcher Bürgergeld-Empfänger profitiert davon? Welcher Niedriglöhner findet mehr in seinem Portemonnaie? Sie alle rücken immer weiter in den Hintergrund, erfahren kaum noch Beachtung, es sei denn, einmal im Jahr erscheint der neue Armutsbericht der Bundesregierung. Dann wird zwei Tage lang tief durchgeatmet, man ist schockiert, empört sich, gelobt Besserung und hisst die Regenbogenflagge.

Ein letztes Beispiel: Fridays for Future. Die Sprachrohre dieser Bewegung sind in aller Regel junge Menschen, die sich finanziell keine Sorgen machen müssen und sich ganz ihrem Thema widmen können. Bezeichnend ist ein Gespräch, das vor einiger Zeit in der Talkshow „Markus Lanz“ stattfand. Darin merkte der damals noch recht kritische Kevin Kühnert (SPD) an, dass für Menschen mit kleinen Renten oder Gehältern die Frage nach der Umsetzung der Klimaziele nicht so einfach sei. Sinngemäß sagte Kühnert, dass das Klima keine große Rolle spiele, wenn der Kühlschrank leer sei.

Neubauer antwortete sinngemäß, dass sie sich ja liebend gern Gedanken über ihre Rente machen würde, das Klima aber nun mal eben das größere und wichtigere Thema sei. Das stimmt für sie ganz sicher, ist aber ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich sehr wohl Gedanken über ihre Rente machen müssen und dabei Blut und Wasser schwitzen.
Trotzdem ist der Klimaschutz das politische und gesellschaftliche Thema Nummer 1 geworden. Die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens hängen wie ein Damoklesschwert über einer Vielzahl von Menschen, die sich fragen: Wie soll ich das finanziell schaffen?

Identität ist für alle da!

Zumindest sollte es so sein. Es geht ja auch um das Identifizieren mit dem Land, in dem man lebt. Mit der Art des Lebens, der Mentalität. Aber eben auch um Wertschätzung, darum ernst genommen zu werden und sich als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu fühlen.
Dieses Gefühl, dazu zu gehören, geht vielen Menschen verloren oder ist längst verschwunden. Schuld trägt auch die Identitätspolitik, die sich auf kleine Gruppen und ausgewählte Themen fokussiert und unzählige Menschen in ihrem Alltag zurücklässt.

Letztlich kann man es auf einen Punkt zusammenfassen: Identitätspolitik klammert zu erheblichen Teilen soziale Fragen aus. Dadurch kann die Ungleichheit im Land stillschweigend zunehmen, während sich Politik, Medien und Gesellschaft auf die vermeintlich „größeren“ Fragen konzentrieren. Es ist bezeichnend, dass beispielsweise im Zusammenhang mit dem Klimaschutz die soziale Frage zwar durchaus angesprochen, aber letztlich in eine abstrakte Zukunft verschoben wird. Denn Klimaschutz muss man sich auch leisten können, und für die Menschen, die schon heute drastische Probleme haben, über die Runden zu kommen, ist das Jahr 2030 oder 2038 ziemlich uninteressant.

Um es zu unterstreichen: Die Anliegen von Transmenschen oder Klimaaktivisten haben ihre Berechtigung, auch wenn man geteilter Meinung darüber sein kann, wie wichtig sie letzten Endes für die gesamte Gesellschaft sind. Diese unterschiedlichen Bewertungen gehören zu einem gesunden gesellschaftlichen Diskurs. Doch dieser Diskurs wird mehr und mehr in eine Ecke gedrängt, sitzt oft auf einer „stillen Treppe“ und findet nicht statt. Dagegen werden bestimmte und gewünschte Meinungen in die Nähe einer Religion gerückt, die eine kritische Auseinandersetzung nicht mehr zulässt. Wir sind da auf einem Weg, der uns schon viel zu weit weg geführt hat von gesellschaftlichen Diskussionen, an denen unterschiedliche Meinungen nicht nur zugelassen, sondern erwünscht sind.

Die Folgen der Identitätspolitik sind gravierend und täglich zu spüren. Sie drücken der Gesellschaft Meinungsstempel auf, von denen sie sich nicht mehr befreien kann. Identitätspolitik trägt also vor allem zu einem bei: dem Verlust der Identität.

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Tom J. Wellbrock

Tom J. Wellbrock ist Journalist, Autor, Sprecher, Radiomoderator und Podcaster. Er führte unter anderem für den »wohlstandsneurotiker«, dem Podcast der neulandrebellen, Interviews mit Daniele Ganser, Lisa Fitz, Ulrike Guérot, Gunnar Kaiser, Dirk Pohlmann, Jens Berger, Christoph Sieber, Norbert Häring, Norbert Blüm, Paul Schreyer, Alexander Unzicker und vielen anderen. Zusätzlich veröffentlicht er Texte auf verschiedenen Plattformen und ist für unsere Podcasts der »Technik-Nerd«.

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Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
10 Monate zuvor

Man könnte es zusammenfassen:
Identitätspolitik ist Ablenkungspolitik.
Solange man die Probleme einer Minderheit in den Fokus rückt, haben die Probleme der Mehrheit dahinter zurückzustehen.

Und ja, Homosexualität kann man nicht „behandeln“, wie es heute immer noch einige glauben mögen; wenn sich aber eine junge Frau tatsächlich für eine Füchsin hält, die sie definitiv nicht ist [was im übrigen sicher auch jeder (Evolutions-)Biologe bestätigen würde], dann ist das m.E nicht nur behandelbar, sondern wahrscheinlich sogar behandlungsbedürftig.

flurdab
flurdab
Reply to  Draussen vor der Tür
10 Monate zuvor

Zumal die junge Frau überhaupt nichts vom Leben eines echten Fuchses weiß.
Das Campieren in Wäldern und das Anlegen von „Bauten“ und „Gangsystemen“ ist dem Bürger im deutschen Wald strengstens untersagt.
Und auch die WG mit Dachsen ist alles andere als stressfrei.

Die Entscheidung über die Behandlungsbedürftigkeit derartiger Grillen bringt uns an den Punkt, wieder eine Mauer um das Land ziehen zu müssen und eine Großklappse daraus zu machen. Wobei…
🙂

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  flurdab
10 Monate zuvor

Ich hab das Strasseninterview seinerzeit mitbekommen; solange keine Fremd- oder Selbstgefährdung vorliegt, muss man um solche Leute keine Mauer ziehen/sie einsperren, aber mal die Ursachen zu ergründen und die junge Frau mal auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen wäre für ihren weiteren Lebensweg sicher hilfreich. Nicht, dass sie mal beim Reissen einer Gans erschossen wird…

Robert
Robert
Reply to  flurdab
10 Monate zuvor

Sie sollte dann aber auch Mäuse fressen, nicht Pizza und Cola.
Spätestens am dieser Stelle wird klar, dass Theater gespielt wird, wenn sie es nicht tut.

Wobei ich anfangs glaubte, die Lady wollte diese ganzen Irren verspotten, da die doch erkennbar eine junge Frau und kein Fuchs ist. Aber selbst wenn dem so wäre, kann man das nicht mehr satirisch behandeln. Die Spinner sind immer schon weiter, als man es sich ausdenken kann

AusdieMaus
AusdieMaus
Reply to  Draussen vor der Tür
10 Monate zuvor

Ganz klar, es ist Ablenkungspolitik mit der angenehmen Eigenschaft, sich selbst moralisch überhöhen zu können und dadurch insgesamt unangreifbar zu machen.
Mir stellt sich die Frage, ob die Front-ProtagonistInnen der Gender- und Klimabewegung nur übel missbraucht werden oder ob sie bewusst Teil dieses neoliberalen miesen Spiels sind, um die Soziale Frage völlig verschwinden zu lassen.

Pascal
Pascal
10 Monate zuvor

auch wenn man des Themas eigentlich längst überdrüssig ist; es bleibt kaum was anderes, als es immer wieder auf die Tagesordnung zu bringen. Wobei: wer liest das hier eigentlich?

Wir führen doch einen recht sinnlosen Kampf gegen die Deutungshoheit der Systemmedien, die sich nun einmal ganz auf die Diversitäts- wie auch auf die Klimadebatte eingeschossen haben.

Und warum? Weil es somit viel einfacher ist, die wirklich notwendigen Themen, z.B. die soziale Frage einfach unter den Tisch fallen zu lassen.
Nicht nur lässt man dieses Thema möglichst unberührt, man drischt auf alle ein, die es noch wagen, die soziale Frage zu thematisieren.

Wirklich offenkundig wurde das bei der Flüchtlingskrise 2015, als es mahnende Stimmen gab, die die Frage aufwarfen, wie man 1 Million Flüchtlinge versorgen, unterbringen, beschulen soll, ohne dass die heimische Bevölkerung unter die Räder kommt.
Eine dieser mahnenden Stimmen war damals schon Sahra Wagenknecht. Und was ist geschehen: der mediale und politische Mob packte die ganz grosse Nazi-Keule aus und drosch gegen jeden ein, der es wagte, diese notwendige Frage zu thematisieren.

Dies war das erste Beispiel, wie man die notwendige soziale Frage mit moralischer Überhöhung einfach weggebügelt hat. Dasselbe wiederholte sich bei der Covid-Episode, die auch wiederum primär die Hungerlöhner tangierte, die weiterhin täglich 8-10h, zusätzlich mit Maske in der Visage ihre Schicht an der Supermarktkasse abdrücken und obendrein ihre zuhause eingesperrten Kinder verwalten musste, während die ‚Cüpli‘-Gesellschaft bequem in der Villa im Homeoffice sass und den eigenen Nachwuchs im hauseigenen Garten friedlich spielen liess wie immer.

Und damit nicht genug: es waren genau diese in ihrem Elfenbeinturm, die sich täglich mit neuen Bösartigketen und Gehässigkeit über alle ausgelassen haben, die es gewagt haben, dieses protofaschistische Regime anzuzweifeln und es wagten, die wenigen Rechte, die ihr noch geblieben sind, einzufordern.

Diese Muster sind mittlerweilen völlig verinnerlich: man hält sich für moralisch korrekt und merkt nicht, wie man längst zum Anhänger totalitärer Phantasien geworden ist.
Lieber erschöpft man sich nun eben in der Diskussion über 40,50 oder 60 verschiedener Geschlechteridentitäten als dass man sich fragen würde, wie immer die soziale Spreizung der Gesellschaft überwinden will.

Paradox, oder sagen wir eher: an Heuchelei kaum zu überbieten, ist gerade Tatsache, dass Transgender und ähnliche Gender-Minderheiten meist selbst sozial randständig sind, alleine weil deren Komorbidität aufgrund der psychischen Verfasstheit, aufgrund dieser, man nennt das Genderdysphorie, oft sehr hoch ist.

Würde man es wirklich ernst meinen mit dieser Genderdebatte, müsste man feststellen, dass ein zentraler Punkt dabei ebenfalls, wenn nicht sogar primär die soziale Frage ist.

Man begnügt sich aber lieber mit der Regenbogenflagge auf Regierungsgebäuden und zeigt sich moralisch korrekt – das ist kostenlos und verschafft einem auch noch das untrügliche Gefühl, auf der ‚richtigen‘ Seite zu stehen – genau so wie mit dem Ukrainekonflikt.

Das entspricht aber völlig dem Zeitgeist: es zählen nicht die Taten, es zählen nur die schönen Worte. Man muss nichts können, nichts beherrschen, sich für nichts einsetzen – wichtig ist einzig, wie man sich und sein Anliegen bestmöglich verkauft.

flurdab
flurdab
Reply to  Pascal
10 Monate zuvor

Welche soziale Frage?
Wir leben doch im besten Deutschland das es jemals gab (Frank Folter Steinmeier), das bedeutet doch das die soziale Frage überwunden wurde. 😉

Die fleischgewordene Verkörperung der Beliebigkeit ist für mich Markus Ganserer.
Kaum wurde ruchbar dass das angestrebte Bundestagsmandat für eine Frau reserviert war, belegte Sie einen Crashkurs im Stöckelschuhlaufen, kaufte Perücke, Rock und Lippenstift und zelebrierte ihr Comming Out. Im Alter von 41 Jahren.

Cetzer
Cetzer
Reply to  Pascal
10 Monate zuvor

die soziale Frage einfach unter den Tisch fallen zu lassen

Nicht ganz. Heute im Spiegel (via https://khipuradix.net/): Soziale Ungleichheit. Es geht uns weit¹ besser, als wir denken. Leider, Leider ist der wertvolle Inhalt des Essays hinter der Paywall vorm Pöbel geschützt und nur der zahlungswilligen Elite zugänglich, aber der Anreißer² gewährt einen Blick durchs Gloryhole Guckloch:

Viel ist von sozialer Spaltung die Rede, von steigender Armutsgefahr und Wohlstandsverlust. Doch gibt es einen Grund für diesen „Immerschlimmerismus“¹?Eigentlich nicht…

wie man 1 Million Flüchtlinge versorgen, unterbringen, beschulen soll, ohne dass die heimische Bevölkerung unter die Räder kommt

Nun, vielleicht sollte die alteingesessene (und dabei faul gewordene) Bevölkerung zur Aktivierung und Läuterung ein wenig aufs Rad geflochten werden.

40,50 oder 60 verschiedener Geschlechteridentitäten

In der Science Fiction gab es immer mal ernsthafte Versuche, das Thema Sex und Fortpflanzung zu variieren, z.B. http://buchwurm.org/michael-kubiak-hrsg-hoehenfluege-erotische-sf-geschichten/. Bei Aliens konnte man dann auch Gedankenexperimente über Spezies mit 3 oder mehr biologischen³ Geschlechtern durchführen, inklusive regulärer Metamorphose zwischen den Geschlechtern. In einem Fall verwandelten sich die intelligenten Weibchen am Ende ihres Lebens in kleine Männchen(~ Drohnen), die zwar fliegen konnten, aber geistig auf das Niveau eines Tierchens zurückgefallen waren. Natürlich gab es auch Satiren zum Thema (Brian Aldiss ?) mit Aliens, die für ihre Fortpflanzung auf enorm viele (72 ?) unterschiedliche Geschlechter angewiesen waren und deren Koordination gewaltige Ressourcen verschlang.

Zeitgeist: es zählen nicht die Taten, es zählen nur die schönen Worte

So neu ist das nicht. Beispielsweise Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser, war eine jämmerliche Knalltüte, die nur eines halbwegs konnte: In Uniform (zu Pferde) durch die Gegend stolzieren. Es waren die damaligen System-Medien, die ihn zu einem Halbgott hochstilisierten; So sehr, dass viele Deutsche wirklich glaubten, er würde sie „Herrlichen Zeiten entgegen führen“ und nicht in die Realität des Massentods im Schützengraben, aus dem dann nach einiger Zeit der Spätzünder Hitler wie eine Phönix-Karikatur empor stieg, auch dank des Hugenberg-Zeitungskonzerns…

¹Die Dinge schlimmer zu sehen, als sie sind, ist mir wohl vertraut und manchmal im nachhinein etwas peinlich (Millennium-Bug). Allerdings gibt es eben auch ‚Depressiven Realismus‘.
²Erinnert mich irgendwie an meine jugendlichen Aufreiß- bzw. Anmach-Sprüche, die oft noch gar nicht zu Ende waren, als das anvisierte Mädchen schon in den schnieken BMW ihres Galans eingestiegen war.
³Wirklich alle für die Fortpflanzung nötig. In mehreren(?) Fällen wurde das Dritte Geschlecht als Halbmänner bezeichnet.

Last edited 10 Monate zuvor by Cetzer
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Cetzer
10 Monate zuvor

Zeitgeist: es zählen nicht die Taten, es zählen nur die schönen Worte

Dazu ein passender Satz von Alfred Dorfer:

„Nicht das Erreichte zählt, das Erzählte reicht“.

jjkoeln
jjkoeln
Reply to  Robbespiere
10 Monate zuvor

Schlimmerweise gehört heute eine gute Erzählung zu jedem Erreichten hinzu. Sonst geht es im tagtäglichen Malstrom der Infos und Ereignisse unter.

Wütender Bürger
10 Monate zuvor

Wieder einmal gnadenlos den Nagel auf den Kopf getroffen! 👏

Ich bin nur immer wieder verwundert, für welche Minderheiten ein gesellschaftlicher Schutz eingefordert wird, und für welche nicht, auf welchen Minderheiten herumgetrampelt werden darf, und welche stets mit Samthandschuhen angefasst werden müssen.

Wieviele Nichtgespritzte gab es letztes Jahr, als angeblich die „Tyrannei der Ungeimpften“ herrschte? Wie viele mehr waren/sind das im Vergleich zu denen, um die es sich hier dreht?

Cetzer
Cetzer
Reply to  Wütender Bürger
10 Monate zuvor

welche stets mit Samthandschuhen angefasst werden müssen

Weil man/sie/es/eszet-Schnitte so viele davon braucht, ist ein findiger Kopf auf die geniale Idee gekommen, gebrauchte Masken und Corona-Tests als Handschuhe wiederauferstehen zu lassen (recyclen). Leider sind diese nicht ganz gefühlsecht und können kaum als Samthandschuhe bezeichnet werden, also hatte der Erfinder ursprünglich geplant, ein paar Samtpfötchen in den großen Recycling-Kessel zu werfen – Aber da war der Tierschutzverein vor, eine klassische Minderheit repräsentierend, auf der seit eh und je nur Schweinezüchter mit ihren Gummistiefeln herum trampeln dürfen.

Last edited 10 Monate zuvor by Cetzer
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Wütender Bürger
10 Monate zuvor

Wieviele Nichtgespritzte gab es letztes Jahr, als angeblich die „Tyrannei der Ungeimpften“ herrschte?

Viele!

Nie war ich mir meiner Tyrannei weniger bewusst, obwohl ich sie doch so bewusst betrieb, wenn man von Betreiben sprechen kann, wenn man etwas nicht tut. 🙂

Wütender Bürger
Reply to  Horst Kevin
10 Monate zuvor

Auch, wenn es gerade nicht zum Thema gehört, so muss es immer wieder gesagt werden, damit es nicht in Vergessenheit gerät:

Als unser grinsender Oberschlumpf hochnäsig seinen Wahlsieg verkündete, wurde seine Partei von weniger Bürgern gewählt, als es zu dem Zeitpunkt Nichtgespritzte in Deutschland gab, und trotzdem erdreistete sich dieser Herr, diese Gruppe von Menschen als „radikale Minderheit“ zu betiteln. Die weitaus radikalere Minderheit, die ich da erkennen kann, sind die Wähler der SPD!

Aber diesen simplen Zusammenhang hatte er aufgrund seiner schlimmen Krankheit, der „Amnesia Warburgis“, bestimmt schon vergessen.

flurdab
flurdab
10 Monate zuvor

Tom J. Wellbrock
Ich mäkel nur ungern 🙂 ,
aber an dem Satz fehlt mir etwas zu einer klaren Aussage.
Irgend etwas wie „das Gefühl der“ oder „die Idee der“.

Mit dem Abschluss dieses Abschnitts sei betont, dass es völlig abwegig ist, jeder Transpersönlichkeit identitätspolitische Überlegenheit zu unterstellen.

Ansonsten guter Text, der zum nachdenken anregt.

Bedankt.

Cetzer
Cetzer
Reply to  flurdab
10 Monate zuvor

Wer ungern mäkelt, kann kein guter Neulandrebell sein.

Bernie
Bernie
10 Monate zuvor

Hallo Tom, kann mich meinen Vordiskutanten hier nur anschließen – der Text trifft den Nagel genau auf den Kopf.

Übrigens reite ich mal wieder auf dem Geburtsfehler der sogenannten „Aufklärung“ herum, den ich auch für den Geburtsfehler der Amerikanischen Revolution und Unabhängigkeitserklärung von GB sowie der Großen Französischen Revolution und deren „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ halte.

Anders gesagt nur Menschen, die es sich finanziell und materiell leisten konnten,
konnten über gravierende gesellschaftliche Umbrüche nachdenken, und diese im Alltag für alle anderen Menschen umsetzen.

Arme Menschen waren schon immer mit anderen Problemen konfrontiert als die „satten“ reichen Bürger.☹️

An diesen „Geburts(Kardinal)fehlern“ krankt unser „Wertewesten“ auch 2023 noch wie du es ja in deinem Text schon auf den Punkt gebracht hast.👍

Leider muss man sagen, und ehrlich geschrieben ich weis auch keine Lösung dafür ☹️

Wollte nur noch Mal drauf hinweisen – man kann es nicht oft genug sagen, da es eine jahrhundertealte überaus traurige Tatsache ist 👎😠

Gruß Bernie

Last edited 10 Monate zuvor by Bernie
Horst Kevin
Horst Kevin
10 Monate zuvor

Der Mensch neigt grundsätzlich dazu, sich einer Gruppe zugehörig fühlen zu wollen.

Dann bin ich wohl kein Mensch.

Lieber Tom, bis eben tat mir nur der alte Körper wegen der Arbeit weh. Die meiste Zeit des Tages verbrachte ich devot am Boden, um selbigen zu be/verlegen.
Jetzt brummt mir auch noch der Kopf, ob dieses wunderbaren komplexen Textes.

Ich lese den jetzt noch ein paar mal. Es ist zu befürchten, daß ich mich später wieder melde. 🙂

flurdab
flurdab
Reply to  Horst Kevin
10 Monate zuvor

Haha, du hast nur noch keine Gruppe gefunden zu der du gerne gehören möchtest. 🙂
Das ist was anderes.

„Ich mag keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnimmt.“
―Groucho Marx

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  flurdab
10 Monate zuvor

Ej! Das ist mein Lieblingszitat!

Oh, und nein. In meiner frühen Jugend war ich der Meinung Gruppen gefunden gehabt zu haben, denen ich gern angehört hätte. Jungpioniere, Segelverein oder so.
Ich hab ganz schnell gelernt, daß das eine Fehleinschätzung war und seit dem suche ich auch nicht mehr danach. Eher laufe ich schnell weg, wenn mir das Geblök der Herdentiere zu laut wird.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Horst Kevin
10 Monate zuvor

Noch drei Mal hab ich gelesen und stelle fest, daß ich überfordert bin.

Die Folgen der Identitätspolitik sind gravierend und täglich zu spüren. Sie drücken der Gesellschaft Meinungsstempel auf, von denen sie sich nicht mehr befreien kann. Identitätspolitik trägt also vor allem zu einem bei: dem Verlust der Identität.

Je mehr „die“ mir mit diesem Unflat auf den Sack gehen, umso mehr komme ich zu dem Schluß, das mein „Horstismus“ meine Lösung ist, so wie es für dich dein „Tomismus“ sein kann.

Ja, es werden Stempel aufgedrückt. Es wird ständig versucht – mal erfolgreich und mal weniger. Na und? Ich muß mich von nix befreien, wovon ich mich nicht vorher hab (ein)fangen lassen.

Der Horstismus, der Tomismus, (ich denke, das Prinzip ist klar).., also jedem seinen -Ismus; sagt doch nicht, daß da die Welt zu ende sein soll, wenn man nicht gerade ein neoliberales armes Würmchen ist. Es sagt nur, daß man sich nichts vorbeten lässt und selbst denkt. Solidarisches Verhalten scheint mir in meinem Horstismus eine Selbstverständlichkeit, zu der mich niemand zu zwingen hat, da ich sowas schon gern als übergriffig begreifen kann.

Mein Verständnis ist schon überfordert, wenn Mitmenschen meinen mir erklären zu müssen, was sie nun mit wem und welchen Pinkelwerkzeugen anstellen mögen und oder ob sie mit selbigen einverstanden sind.

Dazu möchte ich gern ChrissieR abgrenzen. Sie hat sich hier erklärt. Das achte ich hochgradig. Hier kann man auch wunderbar sehen, daß das akzeptiert, ja geradezu angenehmst egal ist. Abgehakt eben und ich freue mich sehr darauf, sie irgendwann mal persönlich besuchen und kennenlernen zu können. Und das ganz gewiss nicht, um mir das Zirkuspferd anzusehen, sondern um eine mir sehr angenehme Persönlichkeit kennen zu lernen, zu quatschen und zu saufen.

Danke Tom, daß Du mir immer wieder die Widerlichen Seiten und den Irr- und Wahnsinn zeigst. Ich wüsste manchmal nicht mal, daß es den tatsächlich gibt.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Tom J. Wellbrock
10 Monate zuvor

Gern geschehen, mein Lieber!

Es ist so leicht, mal Danke zu sagen, einfach nur freundlich zu sein.
In meinen Augen machst Du einen sehr guten Job. Das anzuerkennen bedarf es nicht mal der immer gleichen Meinung.

Ich freu mich auch, wenn die Kunden sich über mein Werk freuen. Das ist mir wichtiger Teil meines Lohnes.

Aber bilde dir blos nicht zu viel darauf ein. Ich bin auch zu jeder Kassiererin im Supermarkt freundlich. 😉 🙂 😀

Bis hoffentlich ganz bald!

Last edited 10 Monate zuvor by Horst Kevin
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Tom J. Wellbrock
10 Monate zuvor

Deshalb kulminiert der Soscho Laba beim Spielgel und nicht Du. 🙂

Horst Kevin
Horst Kevin
10 Monate zuvor

Ach so, eh ich es vergesse:

Eben spricht das Radio zu mir, daß es ein Enthauptungsvideo geben soll, in dem der Russe den Ukrainer von der Rübe trennt.

Mal ganz abgesehen davon, daß der Krieg als solcher die ultimative Grausamkeit ist und ganz gewiss zu unmenschlichen Tätigkeiten verführt, es also in der letzten Konsequenz eher eingepreist ist…

Selbst ein sog. „Experte“ wollte sich nicht zu weit zum Fenster hinauslehnen und doch eher auf Forensik und Bestätigung warten, bis er in das Geschrei der Radiofuzzis einstimmen wolle.
Explizit sprach er sogar davon, daß der Ukraine derzeit die Zustimmung abhanden käme.

Last edited 10 Monate zuvor by Horst Kevin
flurdab
flurdab
Reply to  Horst Kevin
10 Monate zuvor

Hatten wir nicht gerade Deep Face(?), ChatGPT und Bilder die durch „KI“ erzeugt werden?
Und jetzt tauchten „Videos“ auf, die den Russen abscheuliche Verbrechen unterstellen.
Wer soll das glauben?
Ich nicht!

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  flurdab
10 Monate zuvor

Ich möchte sowas auch nicht glauben. Aber auszuschließen ists halt auch nicht.

Bemerkenswert ist, daß das tägliche Abschlachten toleriert wird und Exzesse gehyped werden.

ChrissieR
ChrissieR
10 Monate zuvor

Guude!
Jetzt muss ich mal als Betroffene meinen Dijon-Senf dazugeben:
Als ich 2004 die amtliche Namens-und Personenstandsänderung von Mann zu Frau durchgezogen habe gabs gottlob noch keinen Genderquatsch. Soll jeder leben, wie es passt, denke ich, aber niemanden mit seinen Befindlichkeiten nerven!
Aktionen wie den CSD fand ich schon immer irgendwie albern und aufgedonnerte Drag-Queens empfand ich eher als schlimme Karikaturen von Frauen, eher eine Beleidigung des Weiblichen!
Gut ist heute vielleicht, dass mehr Leute -leider nur durch Quoten- Schwule und Transen in den Vorabendsoaps- überhaupt mit der Problematik konfrontiert werden. Ich weiss aus Erfahrung wie übel es ist wegen seiner “ Besonderheit“ gemobbt zu werden.
Aber daraus einen Hype zu machen, dass kein Krimi oder Arztserie mehr ohne Pflicht-Transe, Lesbenpärchen oder Neger auskommen darf- das ist krank!

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  ChrissieR
10 Monate zuvor

Ob uns jemand glauben möchte, daß wir uns nicht verabredeten. 🙂

Andre
Andre
10 Monate zuvor

Lässt sich Pädophilie „behandeln“? Ich glaube nicht. Daran sind schon viele Psychologen gescheitert. Und ich glaube nicht daran, nur weil sich etwas nicht „behandeln“ lässt, dass es deswegen automatisch ok ist und von der Gesellschaft als normal akzeptiert werden sollte.

Und ich weiß: Jetzt kommt wieder das Argument: Aber bei Homosexualität kommt ja keiner zu Schaden. Es geschieht ja in gegenseitigem Einverständnis, wenn zwei Frauen oder zwei Männer miteinander intim werden.

Dann sage ich: Jemand, der sich selbst verletzt, schadet auch keinem außer sich selbst, deswegen ist sein geistiger Zustand jedoch noch lange nicht normal oder gesund. Und niemand käme auf die Idee, diese Person zu ermuntern, sich doch weiterhin fröhlich selbst zu verletzen und noch ein paar Messer an die Person zu verschenken.

Und Niemand käme auf die Idee, jemanden, der sich selbst für den Kaiser von China hält, und es ist letztendlich egal, ob ich mich als Mann für eine Frau, für einen Esel oder für den Kaiser von China halte, ihn darin beizupflichten und zu ermuntern nun nach China auszuwandern und sein Recht als Kaiser von China einzufordern.

Und Niemand käme auf die Idee, jemanden, der sich für einen Löwen hält, in den Zoo in den Löwenkäfig zu senden und ihn darin beizupflichten, dass die Löwen ihn schon als seinen Artgenossen akzeptieren werden und ihn nicht als Beute ansehen werden.

Also nur weil kein Dritter zu schaden kommt, kann man daraus noch lange nicht schlussfolgern, ein Verhalten oder eine Neigung wäre normal oder gesund.

Und nein, nur weil ein Verhalten oder eine Neigung im Grunde abnormal ist, ist das keine Rechtfertigung solche Menschen auszugrenzen, zu benachteiligen oder sonst wie aus der Gesellschaft auszuschließen.

Aber als Gesellschaft haben wir auch eine Verantwortung, abnormales Verhalten und abnormale Neigungen zu erkennen und gegenzusteuern, spätestens wenn sich die Person selber schadet oder meint, ihr Verhalten gegenüber Schutzbedürftigen, wie z.B. Kindern, als normal darzustellen und indoktrinieren zu dürfen.

Kinder sind besonders schutzbedürftig, da man sie leicht manipulieren kann. Man schaut sich mit seinen Kindern auch keine Pornos an, genauso wenig hat sexuelle „Diversität“ etwas in den Kinderstuben zu suchen.

Die Gesellschaft muss lernen, dass sie Verantwortung trägt und dass sie sich nicht von Minderheiten manipulieren oder beherrschen lassen kann und darf. Und die Gesellschaft muss lernen, damit umzugehen ohne den Minderheiten zu schaden.

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Andre
10 Monate zuvor

Man kann Pädophilie nicht behandeln – aber der Drang, diese Neigung auszuleben und Kindern damit zu schaden, ist durchaus behandelbar.
Und nur darum sollte es gehen, denn die Pädophilie als solche wird nur zum Problem, wenn Betroffene sie in welcher Form auch immer ausleben und damit anderen schaden.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Andre
10 Monate zuvor

Jemand, der sich selbst verletzt, schadet auch keinem außer sich selbst,

Hier irrst Du fatal!
Das nennt sich Co-Abhängigkeit.

genauso wenig hat sexuelle „Diversität“ etwas in den Kinderstuben zu suchen.

So wie Neger?!
Nö, es ist eine Frage des Umgangs damit.
Hast Du mal beobachtet, wie Kinder in der Öffentlichkeit mit ihnen Unbekanntem umgehen? Wenn ein Dorfkind seinen ersten Neger sieht, einen Kleinwüchsigen oder Behinderten. Sieh dann auf die Erwachsenen, wie diese reagieren.
Schnell wegzerren und peinlich berührt tun, ist die häufigere Reaktion, die niemandem nutzt.
Mit meinen Kindern kam ich in eine solche Situation mit einer Kleinwüchsigen. Die Kinder krähten durch den Laden, daß die Tante aber sehr klein wäre. Ich sah sie hilflos, aber freundlich an, worauf sie den Kindern erzählte, daß sie mit ihrer Beobachtung völlig Recht hätten und das eben so ist.

Wegsehen und wegzerren, die Augen zu schließen und den Kopf in den Sand zu stecken, sind das Problem.
Es gibt halt Dinge, die einem „ungewöhnlich“ erscheinen. Sie sind aber dennoch da.

Dein Sprung von Pädophilie zu Homosexualität ist mir deutlich zu kurz und dein Umgang mit dem Begriff der Abnormität sehr leichtfertig.

Vielleicht erwartest Du von der Gesellschaft zu viel und vor allem das, was Du selbst versuchen könntest aufzubringen.

flurdab
flurdab
Reply to  Andre
10 Monate zuvor

Wo kommt denn jetzt auf einmal die Pädophilie her?
Das die üblichen Verdächtigen versuchen ihre Interessen als „voll OK“ zu framen ist nichts neues. Aber diese Abweichung von der Norm ist bei Vollzug eine Straftat.
Das hat nichts mit Indentität zu tun.

Horst Kevin
Horst Kevin
10 Monate zuvor

Nochmal völlig OT:

Ihr habt doch bestimmt mitbekommen, daß der Virenpapst nun zum Drogenpapst mutieren möchte.

Daß man die Konsumenten entkriminalisieren möchte, kann man ja nur gut finden. Die Vertriebsideen sind offensichtlich eher undurchdacht. Wo ist aber der Plan für die Bauern?! Sitzt da eine „Interessensgruppe“ etwa schon in den Startlöchern?

Wo soll also das legale Zeug herkommen?

Ich frag ja nur…

spartacus
spartacus
Reply to  Horst Kevin
10 Monate zuvor

Wo soll also das legale Zeug herkommen?

Daran wird es bestimmt nicht mangeln. In Nordamerika sitzt man da schon in den Startlöchern.

Draussen vor der Tür
Draussen vor der Tür
Reply to  Horst Kevin
10 Monate zuvor

Man darf es selbst anpflanzen – aber, weil da ja jeder Jugendliche über den Zaun in den Garten klettern könnte, sicher nur in der Wohnung. Wo dann die eigenen Kids…

Was ich bislang davon mitbekommen habe, sind die Ideen völlig praxisfern, um das eigentliche Ziel – den Schwarzmarkt mit unkontrollierten Endprodukten einzudämmen nämlich – damit erreichen zu können.
Auch kann man auf die Art keine Steuern darauf erheben, was ja für den Staat ein angenehmer Nebeneffekt wäre und bei allen anderen legalen Drogen (Alkohol, Tabakerzeugnisse und mit immerhin 19% Umsatzsteuer alle Medikamente, auch lebensnotwendige für chronisch Kranke!) ja eine lange und lukrative Tradition hat.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Draussen vor der Tür
10 Monate zuvor

@Draussen vor der Tür

Was ich bislang davon mitbekommen habe, sind die Ideen völlig praxisfern, um das eigentliche Ziel – den Schwarzmarkt mit unkontrollierten Endprodukten einzudämmen nämlich – damit erreichen zu können.

Der optimale Weg dazu ( plus eine Versteuerung ) wäre die Vergabe von Lizenzen an Coffeeshops wie in den Niederlanden.
Um die Lizenz nicht zu verlieren, sorgen die schon für saubere Ware und eine Separierung von anderem Zeug, weil der Staat sie relativ leicht kontrollieren kann, anders als die heimlichen Dealer.

flurdab
flurdab
Reply to  Robbespiere
10 Monate zuvor

Das Problem der Niederländer ist die ungeklärte Frage wo denn die Ware herkommmt.
Der Schop ist legal, nur die „Ware“ ist weiterhin illegal. Was dazu führt das die Inhaber ihren Bedarf auf dem „Schwarzmarkt“ bei Krimminellen decken müssen.
Insgesamt haben die Niederländer damit die Krimminalität eher gefördert als bekämpft.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Horst Kevin
10 Monate zuvor

@Horst Kevin

Ihr habt doch bestimmt mitbekommen, daß der Virenpapst nun zum Drogenpapst mutieren möchte.

Praktisch veranlagt ist er ja.
Der will einfach nicht mehr seinen Puderzucker-Ersatz heimlich auf dem Bundestagsklo in die Nase….. 😉

Die Vertriebsideen sind offensichtlich eher undurchdacht. Wo ist aber der Plan für die Bauern?

Die Bauern sitzen in Afghanistan, Indien oder Marokko.
Warum sollen die nicht auch was verdienen dürfen?

Last edited 10 Monate zuvor by Robbespiere
spartacus
spartacus
10 Monate zuvor

OT, aber man kann ein bißchen beißen.
Die oberste europäische Behörde zur Diktaturerrichtung fragt nach unserer Stellungnahme zum digitalen Reisepass:
https://tkp.at/2023/04/13/digitaler-reisepass-sag-der-eu-kommission-deine-meinung/

jjkoeln
jjkoeln
10 Monate zuvor

Die Identitätspolitik ist das Lametta am Weihnachtsbaum der Ausbeutung.
Unter dem Titel der Intersektionalität wird die Ausbeutung auf Seite geschoben zugunsten ei dr Aufmerksamkeitsökonomie genannt „Sichtbarkeit“.
Alle sollen das Leid sdhen und sich damit befassen.
Ein umfassendes Erziehungsprogramm.
Die LG baut ja auf den gleichen verfehlten Ideen auf: Störung soll Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit erzeugen, dsmit die Politik sich bewegt.

Und dann gibt es noch den schönen Begriff der „marginalisierten Gruppen“. WTF, 0,35% sind sowas von marginal, da braucht man nichts zu marginalisieren. Wenn es wenige sind, ist das Thema hat für die anderen vielen nicht so relevant.
Das heißt nicht, dass man diese 0,35% nicht vernünftig behandeln muss.
Aber so bedeutend ist das Thema halt nicht für die Gesellschaft.