Die grünen Zersetzer

Die größte Gefahr für die Demokratie, Nancy Faeser sagt es uns regelmäßig, seien Rechtsextremisten. Ohne deren demokratiefeindliche Haltung schönzureden: Es sind weniger die Braunen als die Grünen und ihre Pläne für die Wirtschaft, die diese Demoktatie zersetzen.

Nicht erst seitdem wir diese Innenministerin haben, macht man uns klar: Die Demokratie steht vor einer Schicksalsprüfung. Ja, vor einem Endkampf. Denn sie kämpft gegen ihre Feinde. Und die tummeln sich, ja Sie haben es richtig erahnt oder mittlerweile bereits verinnerlicht: Am rechten Rand. Es gibt keine Bundespräsidentenrede mehr, in der diese Gefahr nicht zur Sprache kommt. Wobei in diesen Warnungen nie so richtig klar wird, wer eigentlich gemeint ist. Die NPD und ihre Restbestände? Oder Sie, als Sie damals gegen die Maßnahmenpolitik der Bundesregierung auf die Straße gingen? Womöglich auch wir, die wir in diesem Herbst klarmachen wollen, dass es eine Zeitenwende von der Zeitenwende geben muss? Diese »rechte Gefahr« ist bewusst schwammig, gezielt nach allen Seiten interpretierbar: Denn sie soll ablenken vor denen, die die Demokratie wirklich gefährden.

Sicher, es stimmt schon, dass es rechte Umtriebe gibt, das kann man ja nicht leugnen. Die Zwickauer Zelle gab es wirklich. Und der Kasseler Regierungspräsident wurde ja tatsächlich ermordert. Aber brachten diese Mörder die Demokratie je ins Wanken? Dieses Gefühl hat man eigentlich nie gehabt. Immer wenn die Demokratie gefährdet war in den letzten Jahren, dann von Leuten, die direkt an den Schalthebeln des Staates saßen, die also auch die Macht hatten, demokratische Prozesse zu unterlaufen. Im Augenblick sind das ganz besonders die Grünen. Und man hat den Eindruck, dass seit Jahrzehnten niemand mehr die Missgeschicke dieses Landes mitbestimmte, der es so ernst meinte mit der Deinstallation der demokratischen Kultur. Die Grünen sind momentan die schlimmste Gefahr für die Demokratie. Auch wenn Nancy Faeser was ganz anderes behauptet.

Die erfundene Hetzjagd: Grüne Psychosen

Kurz nachdem die grüne Außenministerin in Prag verkündete, dass es sie nicht kümmere, was ihre Wäherlinnen und Wähler denken, las man von einem grünen Lokalpolitiker, der über einen längeren Zeitraum eine Hetzjagd auf seine Person öffentlich machte. Sogar Morddrohungen musste der Mann, der seine Wurzeln in Sri Lanka hat, angeblich aushalten. »Diese Menschen bekommen mich nicht mundtot«, sagte er der Aachener Zeitung. Immer wieder zog er sich an der Hetze hoch, betonte, dass er jetzt erst recht weitermachen wolle. Die Polizei ermittelte selbstverständlich – und fand nichts. Die zuständige Staatsanwaltschaft kam zu der Ansicht, dass an den Vorwürfen einer Hetzjagd nichts dran sei. Wie es aussieht, sei alles nur vorgetäuscht gewesen.

Natürlich inszenieren nicht alle Grünen die Stimmung, mit der man ihnen begegnet. Viele bekommen ordentlich Wut ab. Gar keine Frage. Aber die kleine Anekdote aus der grünen Lokalpolitik zeigt, dass die Parteigänger sehr wohl wissen, wie förderlich eine solche Stimmung gegen sie ist. So sehr, dass jene, die eine solche Wut nicht ernten, sich regelrecht eine herbeiphantasieren. In diesem Klima, zu einer eigentlich verfolgten Gesellschaftsgruppe zu gehören, die sich aber dennoch nicht unterkriegen lässt, blühen die Grünen erst so richtig auf. Da sind sie in ihrem Element: Die Inszenierung als »politisch Verfolgte« gehört zur Folklore dieser Partei, die längst im kleinbürgerlichen Milieu angelangt ist, aber immer noch gerne so tut, als sei sie ein Stachel im Fleische des Kleinbürgertums.

Ob das einfach nur ganz ordinäre Psychosen sind oder Kalkül: Wer vermag das zu beantworten? Womöglich haben es die Grünen wirklich geschafft, ihren psychotischen Verfolgungswahn zu einer Art parteilichem Alleinstellungsmerkmal zu erheben. Darauf muss man erstmal kommen. Während andere sich psychologisch betreuen lassen, weil sie sich immer und überall verfolgt und beobachtet wähnen, rutschen Grüne einfach munter in Ämter auf, melden sich Accounts in Netzwerken an und berichten, wie grauenhaft man ihnen mitspielt – und wie hartgesotten sie sind, es für uns, die Wählerinnen und Wähler (deren Ansichten aber grundsätzlich und nach Maßgabe feministischer Außenpolitik gleichgültig sind), auszuhalten und zu ertragen.

Die Inszenierung oder wenigstens aber die Dramatisierung der Hetzjagd, lässt sie als Aufrechte dastehen, als demokratische Bollwerke: Dabei sind die vermeintlichen Hetzer oft nicht mehr als kritische Bürgerinnen und Bürger, die ihnen einfach nur lästig sind und die man aufbauscht zum Generalangriff auf alles, was grün ist.

Wirtschaft am Abgrund: Die Chance des Augenblicks

Kaum wurde es auf Deutschlands Straßen still, weil die Vorgängerregierung das soziale Leben im Frühjahr 2020 einfror, vernahm man aus dem Dunstkreis grüner Anhängerinnen, Anhänger und Anhängsel auch schon die neueste Vorstellung: Ein Klima-Lockdown wäre ganz grundsätzlich sinnvoll, hieß es. Wenn man das Leben und Treiben hienieden wegen des Virus‘ eindämmen könne, warum denn nicht auch wegen des Klimas? Während aufgeklärte Kreise damals schon über die Zerstörung von Schicksalen und Existenzen sprachen – Leute übrigens, die man nicht als aufgeklärt bezeichnete, sondern runtermachte und diskreditierte –, hatten die grünen Eiferer nichts anderes Sinn, als diesem Raubbau an der Substanz gleich noch was nachschieben zu wollen.

Wen wundert es denn nun da, dass die Grünen, kaum zum aggressivsten Bestandteil einer in sich nicht konsistenten Regierungskoalition geworden, genau in diese Richtung zielen? Klar, den Krieg haben sie bei Putin nicht bestellt. Aber wie Schock-Strategie geht, das wissen sie. Ihre Naomi Klein haben sie auf alle Fälle gelesen.

Mit Zeitenwende verbindet der politisch-mediale Betrieb insbesondere das Sondervermögen. Hinter Euphemismen versteckt man sich bekanntlich gerne. Aber für die Grünen steckt viel mehr dahinter. Zeitenwende: Das ist die Begrünung des Landes. Dabei werden keine Bäume gepflanzt, sondern man sät in den Köpfen, stilisiert sich zum Aufbruch. Die Ampelkoalition designt sich ja zur Erbin einer traurigen Altlast: Die Vorgängerregierung hätte geschlafen. Olaf Scholz selbst hat in einer Bundestagsrede darauf verwiesen. Aber er war Teil jener Vorgängerregierung, so wie Grüne immer auch Teil diverser Landesregierungen waren. Und was kam dabei heraus, wenn ein Grüner Minister wurde? Nichts, was sich zu anderen unterschieden hätte; in Hessen haben die Grünen zum Beispiel der Flughafenerweiterung zugestimmt, während sie sich synchron dazu als Veränderer und Macher bejubeln ließen.

Eine Chance wie jenen Ukraine-Krieg können sich die Grünen nicht entgehen lassen. Aber nicht, um hier die große Klimawende zu vollziehen. Die ist ihnen doch bestenfalls ein Label, mit dem sie sich erklären können. Nein, ihnen geht es um was anderes: Um Bevormundung nämlich, die Aktivierung des Kehrwochen-Kleinbürgertums, das gerne Mitmenschen bekrittelt, vermeintliche Andersdenkende, die sie als dumm erachten, schulmeistert und belehrt. Sie sind die Rückkehr des Spießers. Es geht den Grünen um die Etablierung der eigenen Deutungsmuster, eine Gesellschaft, in der sie die Herrschaft ausüben, um ihre Besserwisserei zur Verordnung mutieren zu lassen.

Demokratie zerstört man nicht am Stammtisch, sondern im Parlament

Die transportierten Inhalte, die eigenen Werte, die sind dann auch nur zweitrangig. Daher löst sich diese Partei ja in diesen Tagen auch so spielend von allen, was sie einst mal ausmachte. Diese Werte hatten schön längst keine Substanz mehr, sie waren bestenfalls ein Etikett – oder viel treffender gesagt: Ein Etikettenschwindel. Das mit dem Frieden, dem Pazifismus also – ein Schimpfwort in diesen Tagen – ist ja schon lange passé. Aber so aktiv für Waffenlieferungen zu werben, Panzer zu fordern, ukrainische Soldaten an vorderste Front schicken zu wollen: Da bekommt das Wort »Kriegsdienstverweigerung« eine ganz neue Wendung. Bis kürzlich verband man damit Leute, die das Kriegshandwerk für sich und für alle anderen ablehnten. Der Kriegsdienstverweigerer der Stunde möchte nur selbst keinen Krieg erleben, schickt andere jedoch edel wie er ist vor. Widerlicher, doppelmoralistischer geht es nun aber wirklich nicht mehr.

Ins Unglück stürzen uns aber, laut Innenministerin und laut grüner Weltanschauung, jene, die sie als Rechtspopulisten ausmachen. Selbst wenn man denen viel vorhalten kann und muss: Sie haben diese Republik weder an den Abgrund gestürzt, nicht deindustrialisiert oder stillgelegt: Das waren die, die heute am Steuer sind. Zu solch massiven Einschnitten muss man nämlich Regierungspartei sein.

Von Robert Habeck weiß man, dass er den Verfassungsschutz auf zwei Beamte seines Ministeriums angesetzt hat, weil die eine andere Meinung zum Wirtschaftskurs des Ministers hatten. Ein Klima der Angst herrsche im Ministerium, fachliche Einschätzungen könnten nicht abgegeben werden, weil die als russlandfreundlich diskreditiert würden. Das ist der demokratische Gestus der Grünen. An solchen Episoden schlägt durch, wie diese Kleinbürger ticken. Widerrede dulden sie nicht. Auch da nicht, wo sie sinnvoll, wo sie nötig, wo sie demokratisch legitimiert ist. Sie zerstören die Strukturen einer Demokratie, die schon lange in Mitleidenschaft gezogen war und sich immer schwerer tat zwischen Wirtschaftsinteressen und politischer Überheblichkeit.

Während all das geschieht, deuten die Grünen wie es Usus geworden ist in diesem Land, auf die Stammtische dieser Republik, wo ihrer Meinung nach falsche Ansichten, veraltete Meinungen zirkulieren und simplifizieren diese zu Totengräbern der freien Rede. Aber den Parlamentarismus zerstört man nicht in solchen bierseligen Runden, er ist so zäh, selbst den Mord an Politikern übersteht er. Was er jedoch nicht überlebt: Wenn Parlamentarier ihn ad absurdum führen und sukzessive abschaffen. Von innen heraus quasi. Ihr Hass auf alles, was nicht tickt wie sie, ist eine Gefahr für die Zukunft dieses Landes. Oder schlimmer noch: Führt die Zukunft einer Gesinnungsdiktatur, die mal das Land war, in dem wir lebten – und in der es jetzt nicht mehr um Wissen und Kompetenz geht, sondern um das bloße ideologische Bekenntnis.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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AusdieMaus
AusdieMaus
2 Monate zuvor

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Grünen u.a. ihre Wurzeln in der Lebensreformbewegung um 1900 haben, die durchaus rassistische, antislawische und sozialdarwinistische Eiferer hatte, wundert man sich nicht mehr über die modernen Inquisitoren.

Rudi K
Rudi K
Reply to  AusdieMaus
2 Monate zuvor

Sie haben eher recht verschiedene Wurzeln. Zu Beginn waren Leute wue Herbert Gruhl (CDU) und Baldur Springmann dabei. Dann kamen Leute aus den K-Gruppen hinzu. Das könnte auch die Tendenz zur „Verbotspartei“ erklären.

Frust
Frust
2 Monate zuvor

20%!!!

Die 20% nicht vergessen die diese Partei immer noch wählen (und es in ein paar Jahren wahrscheinlich abstreiten getan zu haben)

Cetzer
Cetzer
Reply to  Frust
2 Monate zuvor

Ich habe Grün gewählt, weil
Meine Maske mit Chloroform getränkt warIch braun mit grünen Farbtupfern so schön findeHabeck alles, was er widerwillig geerbt hat, so schwungvoll mit dem Hintern umwerfen kann.Ich im Biomarkt nicht erröten möchte, wenn auf faschistische Nicht-Grünen-Wähler geschimpft wirdBaerbock noch arroganter und unfähiger ist als ich – Und das will was heißen!

Pentimento
Pentimento
2 Monate zuvor

Wer hätte gedacht, dass die Grünen sich einmal zur Kriegspartei entwickeln würden, die den Ukrofaschisten ihren Beistand versprechen würde, „egal, was meine deutschen Wähler denken.“

Diese Rede der grünen, deutschen Außenministerin Annalena Bärbock wird wohl als Gipfel des Verrats am Wähler in die deutsche Geschichte eingehen.

# niewiederGrün!

Last edited 2 Monate zuvor by Pentimento
Pentimento
Pentimento
Reply to  Pentimento
2 Monate zuvor

Ganz schlimm ist auch die FDP Rüstungslobbyistin Strack – Zimmermann. Unfaßlich, diese Regierung! Einer schlimmer, als die andere.

https://m.youtube.com/watch?v=G482kZuxWTU

Last edited 2 Monate zuvor by Pentimento
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pentimento
2 Monate zuvor

Schon bizarr, die Beiden gegeneinander antreten zu lassen, wo doch die FDP mal das größte Pfadfinderlager für Altnazis war.

Ob die sich hinter der Bühne wohl umarmt haben? 😉

Pentimento
Pentimento
Reply to  Robbespiere
2 Monate zuvor

Moin Robbes

die wären fast aufeinander losgegangen.

Frau Maischberger hatte Mühe, die beiden auseinander zuhälten. 🙂

Last edited 2 Monate zuvor by Pentimento
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pentimento
2 Monate zuvor

Tja, der Platz um den Titel „Best Fascho of Germany“ ist heiß umkämpft. 🙂

niki
niki
Reply to  Pentimento
2 Monate zuvor

Die Panzeroma StaZi sieht schon aus wir die personifizierte Ausgeburt der Hölle!

Cetzer
Cetzer
Reply to  niki
2 Monate zuvor

Sie ist die Mutter aller Nosferatu-Spinnen

Aranxo
Aranxo
Reply to  Cetzer
2 Monate zuvor

Ganz nah dran. Der neue Spitzname ist Stracula-Zimmermann

Corinna
Corinna
2 Monate zuvor

Was stand da auf einem Plakat in Köln? Bildung für Baerbock? Ja, ich glaube, das war’s, hat mir gut gefallen.

Leider gibt es in der Bevölkerung immer noch kein wirkliches Aufwachen, was gerade besonders die grüne Politik ihnen antut. Außer in den kleinen Städten im Osten, mal sehen, wie viele wir heute sind.

Als ich heute mit einer Kollegin über das derzeitige Grauen sprach, sagte sie mir doch tatsächlich, sie hätte Angst vor den Russen. Ich war platt. Dann kam noch, dass die Menschen im Süden nun mit Waffengewalt zu den Referenden gezwungen würden. Dann brachte sie irgendwelche „Beweise“ aus den Öffentlich-Rechtlichen. Und irgendein Interview, dass die Russen uns als Nazis betrachten, deshalb habe sie Angst. Auf meinen Einwand, dass es doch UNSERE Politiker waren und sind, die sich quasi der Rhetorik des dritten Reichs bedienen, dass Russland wirtschaftlich zerstört werden muss, dass russische Künstler und Sportler ausgeschlossen wurden, dass teilweise russische Klassiker der Literatur und Musik vom Lehrplan genommen wurden, nicht zu vergessen die Waffenlieferungen usw., kam als Antwort, dass das aber „nur“ die Politiker sagen, so wären doch aber nicht wir normalen Leute. Und die hassen uns aber alle wegen der Zeit von 39 bis 45. Boah! Ich hab’s weiterhin mit normaler Reaktion versucht und gesagt: Mal angenommen, das wäre wirklich so, dann wäre das ja eigentlich kein Wunder, es geht ja hier niemand gegen diese Politik auf die Straße, zumindest keine Massen, und in Russland sehen die Menschen die Nachrichten und das, was z.B. unsere Außenministerin so für ein Verhalten und eine Sprache an den Tag legt, einfach nur dummdreiste Überheblichkeit. Da konnte meine Kollegin sogar zustimmen.

Als ich ihr dann noch sagte, dass ich mir die ÖR nun schon seit Monaten nicht mehr antue, weil diese Hetze und diese Lügen meiner Gesundheit schaden, meinte sie, sie kann sich nicht vorstellen, dass es möglich ist, ein Lügenkonstrukt so lange aufrechtzuerhalten, sowas würde nicht funktionieren, also kann das meiste gar nicht gelogen sein, höchstens vereinzelt was.

Was soll man dazu sagen? Man kommt gegen sowas einfach nicht an.

Die meisten Menschen wollen einfach nicht glauben, dass es tatsächlich soviel Bosheit, gepaart mit Dummheit, in der Menschheit gibt, es ist für sie unvorstellbar. Man will es ja auch wirklich nicht glauben, mir tut es auch nicht gut, das zieht einen so runter, dieses Wissen um eine Gruppe solch bösartiger Menschen, die immer nur auf Zerstörung aus ist, man verliert ja jede Hoffnung auf Änderung und das Gute im Menschen. Man muss sehen, dass man sich an den kleinen schönen Dingen seines Lebens erfreut, sonst macht einen das kaputt.

Last edited 2 Monate zuvor by Corinna
Pentimento
Pentimento
Reply to  Corinna
2 Monate zuvor

Die USA sind die größte Supermacht.

Die zweitgrößte Supermacht ist – nach Daniele Ganser – die öffentliche Meinung.

Das sind wir!

Last edited 2 Monate zuvor by Pentimento
Corinna
Corinna
Reply to  Pentimento
2 Monate zuvor

Also gerade wir beide sicher nicht.

Und eben weil die öffentliche Meinung die zweitgrößte Supermacht ist, kommen wir nicht gegen sie an. Unsere Gegner sind Schulbildung, Unis, Institute, Politiker und Medien, die sorgen für die öffentliche Meinung.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Corinna
2 Monate zuvor

Du hast recht. Man kann es auch anders sehen. Ganser sieht hier nur das Positive.

LG

Pentimento
Pentimento
Reply to  Pentimento
2 Monate zuvor
niki
niki
2 Monate zuvor

Die Grünen… Dreckiger Faschismus im Namen des Gutem(tm)…
Hitler dachte auch er wäre das ultimativ Gute und wollte das genaso durchdrücken wie die Baerbock, Habeck und Hofreiter…

Kein Unterschied! perverser Extremismus der Mitte…
Kritik an den Grünfaschismus wird, egal aus welcher Ecke dieser kommt und vollkommen egal wie sehr berechtigt dieser aktuell ist, als rechts, gar rechtsextrem geframt, um diesen zu diskreditieren!

Cetzer
Cetzer
2 Monate zuvor

In einiger Entfernung, jenseits des großen Teiches, gibt es interessante Sichtweisen:

Vladimir Putin has proved to the world that the German Energiewende was nothing more than an empty façade. I don’t imagine German environmentalists will ever forgive him for that.

Nachdem in diesem Artikel Nuklear und Grüne Energie durchgestrichen wurden, platzt die Hoffnungsblase:

“But there’s got to be something!” That’s where the jaws of the future close tight around the throat of modern industrial society, because no, there doesn’t have to be something. No law of God or nature requires there to be some new and even more abundant resource in waiting to replace the ones we’ve wasted so casually.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Cetzer
2 Monate zuvor

Die Welt lacht sich krumm über die Deutschen und ihre Grünen.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Pentimento
2 Monate zuvor

Und dabei wissen die noch nicht mal etwas vom Gendern… 🙂

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Pentimento
2 Monate zuvor

Ach was! Wenn die Welt über irgendwas lacht, dann über so was!

https://www.youtube.com/watch?v=OVv3ofeBnME

Last edited 2 Monate zuvor by Suzie Q
Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Suzie Q
2 Monate zuvor

Übe am besten schon mal: „Ich habe die nicht gewählt!“
Obwohl. … wahrscheinlich tue ich Dir Unrecht, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass Du in der Lage bist, einen Wahlzettel korrekt mit Kreuzchen zu versehen.

IrrenhausPlaner
IrrenhausPlaner
Reply to  Cetzer
2 Monate zuvor

Die Gruene Energie ist in D durch Korruption, Lobbyismus, Dilletantismus, Ideologie ruiniert, im Moment auch Groessenwahn und Ideotie fast schon Debilitaet.

420W, ca 200 Euro, 30 Jahre 87% Leistung, extrapoliert 90 Jahre 60%. Von der Wiege bis zur Bahre, nun alles nur noch Chinaware.

https://www.photovoltaik-shop.com/solarmodul-jinko-tiger-neo-n-typ-jkm420n-54hl4-v-420wp-mono-halbzellen-schwarzer-rahmen-2002800090.html

Mit wokem Geplaerre und Fachkräften fuer Sozialleistungen geht es natürlich nicht, und schon gar nicht in 3 Monaten.

Pentimento
Pentimento
2 Monate zuvor

„Some would say Mother Russia bears the banner of the light forces. Certainly NATO does not. Edgar Cayce and Rudolf Steiner both stated Russia has an important destiny for humanity in the age to come. The esoteric Christian impulse humanity needs to maintain inner contact with the spirit is part of the spiritual mission of the Russian people. One might say, the folk soul of the Russian people bears within it this impulse of sanctifying humanity. So a victory for Russia is a victory for the light forces over the diabolic and satanic that sadly has taken over much of western culture as evidenced but the truly sickening woke agenda. In this sense, victory for Russia is a victory for humanity“

Kommentar von Michelangelo bei thesaker.is zum Krieg in der Ukraine.

http://thesaker.is/kharkov-battle-sitrep-by-evgenii-poddubnyi-subtitled/

Last edited 2 Monate zuvor by Pentimento
Pentimento
Pentimento
Reply to  Pentimento
2 Monate zuvor

Es muß heißen …by the truly sickening woke agenda.

Wolfgang Seidel-Guyenot
Wolfgang Seidel-Guyenot
2 Monate zuvor

Ich bin Januar 1960 geboren und in den Jahren meiner Kindheit und Jugend gab es wirklich noch sehr viele Menschen in Deutschland die eindeutig rechtsextrem waren, es waren Altnazis, die in steter Hitler-Nostalgie schwelgten. Als ich so 15, 16 Jahre alt war wurden wir jungen Leute, die Jeans anhatten, Rock- und Popmusik hörten und meist lange Haare hatten, ständig von irgenwelche alten Nazi-Knackern saudumm angemacht.

„Geh mal zum Frisör, du siehst aus wie ein Weibsbild!“, „Beim Adolf hätte man euch ins Arbeitslager gesteckt ihr Lumpenpack!“ „Beim Adolf war alles viel besser!“ „Ihr Negermusik-Hörer, warum hört ihr keine deutsche Volksmusik?“ waren noch harmlose Bemerkungen. Die meisten dieser Altnazis bzw. Hitler-Nostalgiker waren damals übrigens CDU/CSU-nah.

Ich erinnere mich noch an den zackig-ultranationalistischen CDU-Politiker Jäger, den man auch „Kopf-Ab-Jäger“ nannte, weil er vehement für die Wiedereinführung der Todesstrafe war und sich hinsichtlich seiner Diktion und seines agitierten Gebarens nicht wesentlich von Goebbel unterschied. Ich erinnere mich an CDU/CSU-Wahlplakate auf denen stand „Alle Wege des Sozialismus führen nach Moskau“ oder „Lieber Tot als Rot“.

Inzwischen dürften die Altnazis alle tot sein oder altersdement in Pflegeheimen ihrem Ende entgegendämmern aber damals waren das noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmende Männer und Frauen zwischen 40 und 50 Jahren.

Ich weiß also ziemlich genau, was richtige Nazis sind, ich weiß was „rechts“ tatsächlich bedeutet und ich weiß auch genau, dass das ganz erbärmliche, saudumme, psychisch brutalisierte, rassistische Arschlöcher sind. Mögen die Hunde sich um ihre verotteten Knochen balgen.

Es gibt heute zwar durchaus das Problem von Neonazis, aber ich halte richtige Neonazis eher für eine marginale Randgruppe.

Um es klar zu stellen! Ich mag die AfD nicht, aber nicht, weil ich diese Partei für eine Art Nachfolgepartei der NSDAP halte, sondern weil es paläokonservative, sozusagen extremistisch neoliberale bourgeoise Arschlöcher sind. Die AfD ist rechts, aber das waren CDU und CSU früher auch. Wenn man früher SPD wählte, dann wählte man „links“, wenn man die CDU/CSU wählte, wählte man „rechts“ und FDP-Wähler betrachtete man als „liberal“.

Aber es reicht ja heutzutage nicht mehr aus, wenn man sagt, dass man die AfD nicht mag, sie nicht wählt, niemals wählen und niemals Mitglied werden würde. Man muss die AfD aus tiefster Seele hassen, man muss die AfD fast schon mit der NSDAP gleichsetzen, man muss ihnen Sackkrebs, Arschgeschwüre und einen grausamen Tod wünschen (ich weiß ich übertreibe, man nennt diese rhetorische Figur eine „Hyperbel“ und ich hyperbele hier mal ein wenig rum) um nicht gleich mit denen als „räääächts“ in einen Topf geworfen zu werden.

Es entwickelt sich zu meinem Erstaunen und blanken Entsetzen gerade innerhalb der politischen Kreise, die mir früher sympathisch waren, also der politischen Linken, leider eine totalitäre Ideologie-Nomenklatura, welche Linientreue und totale Unterwerfung unter eine Ideologie verlangt. Für mich stand „links“ – und ich fasse mich selbst immer noch als „links“ auf – stets für Aufklärung, Offenheit, Toleranz und bürgerliche Emanzipation. Mein Konzept von „links“ war also ein Gegenkonzept zu den verstaubten Resten ultranationalistischen und nazistischen Denkens aus der Nazi-Zeit, die in meiner Jugend innerhalb der Gesellschaft der 1970er Jahre noch immer präsent waren.

Diese Altnazis waren geistig verbarrikadierte, hochgradig aggressive Kreischer und Pöbler, die nichts außer ihrer ideologisch eingeengten Führer-Nostalgie hatten, nichts als totalitären Dogmatismus und lautstark herausgekotzte Phrasen als argumentatives Repertoire kannten. Heute begegnet mir diese abscheuliche Wesens-Unart leider wieder in Gestalt von Rot-Grün.

Spartacus
Spartacus
Reply to  Wolfgang Seidel-Guyenot
2 Monate zuvor

Das hast Du schön geschrieben.
Da möchte ich gerne noch ein wenig ergänzen. Den schmissigen Nazisound kann man sich auch aktuell noch beim Herrn Höcke abholen.
Du hast ja auch beschrieben, warum grün nicht mehr links ist. Im Moment ist grün ja nicht mal mehr grün. Ein Faktor der Grüninnen, der m.e. auch „unlinks“ ist, ist die ständige Aufspaltung in Sondergruppen und deren Interessen. Dagegen schluckt man grundsätzliche Anpassungsleistungen an den Mainstream problemlos. Ungeachtet sozialer Restreflexe sind die Grüninnen schon längst in der halbrechten Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Die neuen Spießer sind grün.

ZuSpaet
ZuSpaet
Reply to  Wolfgang Seidel-Guyenot
2 Monate zuvor

Die Alternative für Deppen ist an Dummheit den Altnazis gleich. „Erhöhung der Wehrkraft“ „Verbot des gefaehrlichen Fahrrad“ etc etc. Zu 99% ist bei der Machtergreifung die Lösung Marsch gen Moskau.

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  ZuSpaet
2 Monate zuvor

Der Faschismus liebt das KFZ und seine Herr*innen*mensch*innenfahrer*innen und hasst das anarchistische *außen Fahrrad. Aber der Faschismus beutet den Menschen für seine Ziele bis aufs Letzte aus. Daher ist für den Faschismus die Transportleistung des Fahrrades von und für Untermensch*innen unverzichtbar. So gesehen haben Kriegsbündnis 99/Die Olivgrün*innen aus den Fehlern ihrer politischen Vorfahren gelernt und tolerieren die Mangelwirtschaft für die Untermensch*innen *außen vom KFZ. Zum Ausgleich wird dann versucht das Fahrrad extrem zu reglementieren und zu kontrollieren. Man findet diese Art der Schizophrenie überall im Faschismus. Er unterdrückt die produktive und anarchistische Selbstorganisation in der Gesellschaft und kann aber ohne diese nicht sein Plansoll erreichen und auch nicht auf überraschende und unerwartete Störungen reagieren.

zoppo trumq
zoppo trumq
2 Monate zuvor

und die grünen Zersetzer werden sich jedem Mittel bedienen, dass ihnen recht ist.
kommt es zu Massenprotesten, kommt zufällig der energetische Blackout.
was für ein dummer Zufall, dass sich die Menschen nicht mehr für ihren Protest vernetzen können.
Wie jetzt im Iran, muss das Regime das Internet kappen, das geht natürlich nicht für einen ‚freiheitlich demokratischen‘ Staat.
Also fällt zufällig der Strom aus, Putin ist schuld.
Vernetzung für Widerstand nur schwer möglich, die Sorgen und der Fokus liegen im existenziellen Dingen wie wo bekomme ich Nahrung, Wasser, Wärme und Geld her.
Voll mit perönlichem Chaos beschäftigt, daher keine Zeit und ohne Strom sowieso keine Möglichkeit zum Vernetzen.
Shit happens.

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  zoppo trumq
2 Monate zuvor

Das ist zuerst mal korrekt. Diese taktische Maßnahme „Greenout“ kann zu einer gewaltsamen Aufrechterhaltung der „Ordnung“ benutzt werden. Aber die Folgeschäden entziehen dem System wichtige Resourcen, die es braucht sich aufrecht zu erhalten und sein Menschenmaterial weiter auszubeuten. In so einer Lage kann der Faschismus entweder direkt untergehen oder sich zu Tode siegen und dann untergehen. Faschismus funktioniert in homöopatischen Dosen am längsten. Bei Überdosis hingegen folgt sehr schnell der Tod.

Schwitzig
Schwitzig
2 Monate zuvor

Ja, scheiss auf die Grünen. Sie sind schon braun. Das witzige bei den Grünen und ihren Kollaborateuren ist, dass sie im Gegensatz zu den Originalbraunen nicht aus egoistischen Motiven, sondern in ihrer Selbstwahrnehmung aus altruistischen Beweggründen handeln, wie sie handeln.
Um so wichtiger ist es, diese Personen an ihren Taten, besser: Den Auswirkungen ihrer Taten, zu messen.

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Schwitzig
2 Monate zuvor

Wobei – z.B. „Letzte Generation“ zum Beispiel finde ich richtig witzig. Da möchte ich glatt skandieren: „Hoffentlich!“ oder „Jetzt erst recht, damit es auch wirklich die Letzte wird.“
Gruselige Vorstellung, dass sich diese Bildungsgeflüchteten:innen tatsächlich auch noch fortpflanzen …

Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  Schwitzig
2 Monate zuvor

Ich glaube auch nicht, daß die „Letzte Generation“ tatsächlich die letzte ist. Aber ich denke, es wird eine der letzten Generationen sein. Um sich fortzupflanzen, benötigt der Homo sapiens nun einmal zwingend einige biologische Zutaten. Und um diese Zutaten sieht’s schon lange ziemlich übel aus.

Was den Niedergang der Spermien anbetrifft, so wird dieser Niedergang bereits seit 90 Jahren gemessen. Weil solche Studien teuer sind, wird natürlich vor allem in Nordamerika und in Europa in dieser Richtung geforscht. Aber auch in anderen Teilen der Welt sind solche Studien zwar seltener, vom Ergebnis her aber ähnlich. Der kontinuierliche Niedergang von Anzahl, Beweglichkeit und Morphologie der Spermien ist weltweit zu verzeichnen.

Leider sieht es bei Frauen ähnlich desolat aus. In den 17 Jahren von Anfang 1989 bis Ende 2005 hatten 126 Babyproduktionskliniken auf dem französischen Festland Zulauf von insgesamt beinahe 27.000 Paaren, die unbedingt ein Baby haben wollten, allein es ging nix. Insgesamt hatte es sich dabei um 154.712 Männer zwischen 18 und 70 Jahren und ihre Partnerinnen gehandelt. Diese Männer waren aber nicht das Problem. Das Problem waren in diesen Fällen die Frauen. Diese Frauen hatten nämlich entweder überhaupt keine Eileiter mehr im Körper, oder sie hatten zwar noch welche, die Eileiter waren aber blockiert, weshalb da nix mehr durchging. In der Studie nannte man diese Frauen „total unfruchtbare Frauen“.

Wie schon seit 90 Jahren nicht mehr anders zu erwarten, ging die Anzahl der Spermien im männlichen Ejakulat während dieser 17 Jahre, die die Studien dauerte, kontinuierlich zurück. Und schon längst bezeichnet die WHO die männliche Sterilität als „normal“.

Was die vermeintlich „Letzte Generation“ angeht, so meine ich, daß unser Staat diese Kleblinge völlig falsch behandelt. So wird das nix!

Sich auf Straßen zu kleben, ist schließlich ein Menschenrecht für alle Kleblinge. Deshalb heißen sie doch so. Der Staat hat kein Recht dazu, junge Menschen einfach so zu entrechten. Da gäbe es ja nun wirklich sehr viel bessere Methoden. Also wirklich!

Es ist ja wohl hinreichend bekannt, daß Kleblinge Angehörige der Spezies Homo sapiens sind. Auch Kleblinge müssen deshalb hin und wieder Pipi machen, sie müssen hin und wieder größere Geschäfte erledigen. Sie haben Hunger und Durst. Dies umso mehr, als Kleblinge vor allem in der heißen Jahreszeit die Klebelust überkommt. So.

Man läßt ihnen also ihr Menschenrecht und läßt sie sich hinkleben, wohin sie sich eben kleben wollen. Wenn sie sich dort hingeklebt haben, zählen die Behördenmitarbeiter durch, wie viele Kleblinge jetzt auf den Straßen kleben, baut mit Plastikplane einen Sichtschutz um die Gruppe der Kleblinge herum und leitet den Verkehr weiträumig um.

Wenn der erste Klebling Pipi machen muß, hat er Pech, er klebt ja. Was dabei dann rauskommt, riecht zwar nicht sehr gut, aber es ist ja heißer Sommer. Da trocknet das bald wieder. Bei größeren Geschäften wird’s unangenehm – aber mei, das ist dann halt Künstlerpech. Da muß man durch als Klebling.

Was die Nahrung angeht, so kann man tatsächlich einige Wochen ohne Nahrung auskommen, ohne draufzugehen. Ist kein Problem. Der Hunger vergeht nach ein paar Tagen. Weiß jeder, der schon mal gefastet hat.

Das größere Problem, das nun leider gar nicht lange warten kann, ist die Flüssigkeitszufuhr. Insbesondere kann diese Zufuhr nicht lange warten, weil die Kleblinge ja vor allem im heißen Sommer die Klebelust überkommt.

Und hier ist jetzt die Polizei gefragt.

Sollte ein auf der Straße klebender Klebling vor lauter Durst anfangen zu heulen, werden die Polizisten selbstverständlich mit ausgesuchtester Höflichkeit den Klebling darauf aufmerksam machen, das sie selbstverständlich jederzeit bereit sind, dem armen Klebling zu helfen. Sie bräuchten dazu nur die Personalien dieses Kleblings inklusive seiner Adresse. Diese Adresse müssen die Polizisten natürlich erst noch per Funk über die Zentrale verifizieren, was halt auch wieder etwas Zeit in Anspruch nimmt. Und Zeit ist Geld. Siehe weiter unten. Sollte die Adresse stimmen, werden die Polizisten sehr gerne dem Klebling ein lange vorher vorbereitetes Formular aushändigen, das der Klebling zu unterschreiben hat. Vorher kann er leider nicht entklebt werden und auch nichts trinken.

Mit seiner Unterschrift erklärt der Klebling sich bereit, seinen Anteil an den GESAMTEN Kosten zu übernehmen, die seine und die Klebeaktion seiner Freunde an diesem Tag an diesem Ort verursacht hat. Wenn seine Kumpels ihre Anteile nicht übernehmen möchten, dann bleiben sie erstens kleben, verdursten zweitens und drittens muß dann leider der erste Klebling alle Kosten übernehmen.

Und jetzt können wir uns ja mal ausrechnen, was eine solche Klebeaktion für die Kleblinge wohl kosten wird. Es sind Zigtausende, die jeder dieser Kleblinge übernehmen muß. Anders wird er ja nicht entklebt. Und er hat Durst! Diese Kosten wird er ein paar Jahre abzuzahlen haben. Das ist nicht wirklich lustig, denn in diesem Alter verdient man ja noch nicht so viel.

So könnte man das machen, wenn man Phantasie hätte und das Problem tatsächlich lösen wollte.